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Samstag, 20. Juni 2015

Die Wirklichkeit einer Revolution

Es gibt nichts rückwärtsgewandteres als ... eine Revolution. Denn es gibt keine revolutionäre Bewegung, die nicht das Ziel hätte, einen Zustand "von früher" wiederherzustellen. Das ist der innere Grund, warum jede noch so wild begonnene Revolution der Geschichte nach wenigen Jahren (Ellul meint: zwei bis drei, allerhöchstens) mit der Situation konfrontiert ist, daß die Menschen wieder "normal", wieder "wie früher" leben wollen. Und sonst nichts. Nur das läßt ein Volk bereit sein, zumindest vorübergehend ihren üblichen Lebensablauf zu verlassen, um sich um die Ordnung selbst zu kümmern, in der sie leben wollen.

Und deshalb erfüllen dann allfällige "neue" Herrschende immer dieselben Positionen, weil es nur eine einzige Ordnung der Welt gibt - ob sie sich nun Führer, Parteiführer oder sonstwie nennen, sind sie Könige, Fürsten, und Volk. Wie immer dann auch ein konkretes Gesellschaftsbild aussehen mag. Es unterscheidet sich in einzelnen revolutionären Bewegungen nur dadurch, welche Scheinvorgänge es aufbaut, um die Illusion eines "Neuen" aufrechtzuhalten. Die Wirklichkeiten aber haben sich nie geändert.




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