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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Weil Gott aus dem Nichts schafft

Es sind nicht unsere vorgeblichen (neutralen, einfach da seienden) Fähigkeiten und Begabungen, aus denen heraus wir Mensch sind und Welt würde. Es ist der Platz, auf den wir gestellt sind, der Knotenpunkt der konkreten Beziehungen, der unser Wesen definiert und ausmacht - und er ist es, der aus "irgendwas" eine Fähigkeit macht, denn erst aus dem Platz  heraus wird ein Tun zu einer Fähigkeit, nur aus ihm läßt sich das Gerchtwerden (als Kriterium der Fähigkeit) ableiten. 

In irgendeiner Weise kann jeder Mensch "alles", was sich so an "neutralen" Fähigkeiten aufzählen ließe. Aber sie wären ohne Platz leer. Weil wir uns auf den Platz hin, auf die dort auftreffenden, daraus ergebenden Aufgaben zu transzendieren, um überhaupt in einem konkreten Werden real zu werden, sodaß was wir zu tun vermögen zur Fähigkeit, zum Talent wird. Zu meinen, jemanden aus seinen Talenten etc. heraus definieren, "fördern" zu können, heißt hingegen nur, ihn auf einen beschränkten, konventionellen, vergangenen (oder willkürlichen) Platz festzunageln.




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