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Dienstag, 7. März 2017

Mit der Antithese gespielt

Wenn wir das ernstnähmen, würde es uns frösteln. Eine Firma wirbt tatsächlich mit Produkten, die so alltäglich und billig sind, daß sich damit die besten Enttäuschungen bei Geschenken erzeugen lassen. Hervorragend gespielt in allen Teilszenen der Moment der Enttäuschung (und wer hätte das nicht schon erlebt). Der VdZ muß erst darüber nachdenken, ob in diesem Fall das Wesen des Geschenks - das in Liebe (denn nur so läßt sich das Wesen des anderen nachformen, also das Fehlende finden) der Lebensausfaltung des Beschenkten zugefügte, zu dem man etwas wirklich von sich weggibt, sich also beraubt, um den anderen vollkommener zu machen (der eigene Tod also als Tor zum Vollkommenen in der Selbstüberschreitung, Geschenk als Gegenteil zum Egoismus, als Tür zum Leben) - auf fast dialektisch-antithetische Weise erreicht wird. Was Geschenk überhaupt sein soll wird freilich zumindest erahnbar. Weil alle diese Geschichten eben eines sind: Geschichten, die aus einem Moment zu solchen aufreißen. Auf zum Zynismu des "Sorry, I spent it on myself."



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