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Montag, 1. Mai 2017

Alles an seinem Ort

Wir haben uns bei dieser Werbung wieder bei VW bedient, denn Volkswagen ist nicht nur wirtschaftlich auf und davon (und wir haben es ja immer vorausgesagt), sondern sie haben auch offenbar die besten Agenturen für sich beschäftigt. Und die besten Vorstände, die sie instruieren. Das Schöne an dieser Werbung ist, daß zwar sichtbar wird, daß jede Form auch ihre Nacht braucht, will sie gesund bleiben. Daß daraus aber NICHT abgeleitet wird, daß diese Nacht, diese Phase der Nicht-Form, die das Ehepaar da durchlebt, gewissermaßen der "Normalzustand" ist. 

Die beiden wissen sie abzuschützen, wissen daß sie der Unsichtbarkeit angehören muß, denn Welt ist an sich eben nur - Formbegegnung, ist Beziehung von Gestalten, und NICHT auch Nacht. Diese gehört dem Intimbereich an, ist Nicht-Welt, und muß auch unsichtbar bleiben, braucht Diskretion. Hervorragend gespielt dieser Bruch am Schluß des Filmchens, in dem das Paar wieder in die Welt zurückkehrt, die in dem Moment einbricht, als durch das Auftauchen des Sohnes der Ort als Wesen ihres Weltdaseins entscheidend wird. Die kleinen Gesten erzählen die ganze Geschichte, weil sie sie erst beleuchten, die Einzelheiten davor in ihre Ordnung bringen, und damit zu Sinn durchstoßen.



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