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Donnerstag, 5. Februar 2015

Auf dem Weg zur Hölle auf Erden (2)

Teil 2) Gendersprache löst das Denken auf & Anmerkungen




Nur wer weiß, daß es eine Idee der Leiter gibt, sieht mehr als Stangen und viele Vierecke. Diese Idee aber ist nicht vom Menschen "erfunden", sondern sie ist reale Transzendenzerfahrung, sie baut sich aus seinem Namen auf, sie ist gegeben. Denn die Dinge selbst sind nie sichtbar.

Wo die Sprache aber untauglich (weil unbestimmt) wird, wird die Vernunft also unmöglich, weil unhaltbar, sodaß sich auch das Gewissen verflüchtigt, ungreifbar wird. Wo aber keine Vernunft besteht, herrscht Hölle - Unmöglichkeit zu verstehen, oder verstanden zu werden. Ein Volk, das seine Sprache verliert, ist also auf dem Weg zur Hölle auf Erden. Versklavt von den Bösen, die nach Willkür ... Sprache und damit das Denken erfinden und verwenden, damit skrupellos herrschen, weil es keine Wahrheit mehr gibt. Die Menschen fallen ins Nichts, unfähig gemacht, sich noch in einer Identität zu halten, weil ihr Gedächtnis zerstört ist - die Erzählung, die die Sprache selbst ist, in der sie in Analogie das Sein, das Wort, den Sinn mitführt.

Wird dieser Sinn relativiert, so gibt es überhaupt kein Wissen mehr. Und damit fällt die gesamte Welt ins Sinnlose, das Ich bzw. das Selbst als dessen Konkretion löst sich auf. Weil aber das Materiale der Erkenntnis sich in der Sprache befindet, wird eine Sprache, die ihre Begriffe ins Begrifflose schiebt, nicht mehr Hilfmittel der Erkenntis - es folgt Erkenntnislosigkeit, und damit Unfreiheit. (Diese Gedanken ganz auszuführen würde hier jeden Platz - und gewiß des Lesers Geduld - sprengen.) So, wie Freiheit des Menschen also in der Sprache liegt, liegt dort seine Unfreiheit. Jeder Totalitarismus hat immer noch mit größter Energie den Sprachgebrauch, die Begrifflichkeit geregelt. Das Ich (und das Selbst) des Menschen ist Wort!

Mit dem Spracherwerb nimmt der junge Mensch also den Geist wie in einem Archiv auf. Die Sprache ist ihm Anhalte und Maßstab, und damit Richtschnur des Denkens. Als komplexes Gebilde, in dem eins aufs andere aufgebaut wurde. Jede Sprache läßt sich nämlich auf ein Wort zurückführen. (Deshalb ist "Frau" eine Ableitung aus "Mann", aus "Mensch" - Menschin.) Somit drückt sich in jeder Sprache auch eine Weltursprungserzählung aus, und damit bildet sie Identität. Selbst das Urteilskonstrukt, aus dem heraus Gendering seine Kriterien bezieht und sich zum Handeln bem´üßigt fühlt, stammt also aus diesem Wertgefüge. Es könnte unter seinen eigenen Bedingungen gar nicht existieren! Weil es nicht mehr differenzieren - Begriffe bilden - könnte.

Geist ist nicht und niemals aus Materie ableitbar. Das ist notwendige Annahme aus einem logischen Beweisgang, kein willkürliches Postulat. Johannes Pöltner (und bei weitem nicht nur er) hat nachgewiesen, daß nach logischen Gesichtspunkten die Evolutionäre Erkenntnistheorie, die dies behauptet (worauf sich auch die Gendertheorie bezieht), ein logischer Widerspruch, ein Zirkelschluß (in bester Schule Hegels) ist. Und gerade die Gendertheorie bezieht sich doch auf Logik?!

Der Mensch stammt also aus dem gegebenen Namen. Denn es ist der Name, mit dem ein Mensch GERUFEN wird. Jedes Wort bezieht sich dann darauf, und drückt die Beziehung zu einem anderen eigenschaftlichen, bewegten Sein (Seienden) aus. Ein Vorgang, der nur in Gehorsam, in genauem Hören möglich ist, weil die Welt dem menschlichen Erkennen voraus geht. Sprache kann also nur aus dem Hören entstehen. Und deshalb muß sie weitergegeben werden. Kein Mensch spricht "aus sich", er würde nie mehr als lallen.**

Der Mensch aber der meint, er könne aus sich heraus, willkürlich Begriffe entwerfen, müßte sich in den Zustand des Schauens versetzen, um so im Begriff das Wort selbst zu feiern. Ein Zustand, der uns aber unmöglich ist. Aber genau die Verstiegenheit dieser Selbstüberhebung herrscht heute bereits. Und er hat jene erfaßt die meinen, sie hätten das Recht, die Grundlagen des Menschseins neu zu erfinden.

Wir haben nur einen Trost: Die dramatischen Auswirkungen (denn: wer wird das rückgängig machen? lächerlich, das von einer heutigen politischen Kraft anzunehmen) werden kaum noch registriert werden. Weil ein debil gemachtes Volk sie gar nicht mehr sehen wird.



²"Dieser Arzt ist Ärztin, dieser Arzt ein männlicher (sic!) Arzt" ist ein sinnvoller deutscher Satz. "Diese/r Arzt/Ärtzin ist ein Arzt, diese/r Arzt/Ärztin ist eine Ärztin" ist hingegen Tautologie, und kennt vor allem keine Idee des Arztes, der beide Geschlechter unterliegen.

*Sind doch auch sämtliche "Fachleute" überfordert. Als der VdZ vor mittlerweile 20 Jahren als Diözesansekretär Briefe an fünf Universitätsdozenten für Deutsch richtete mit der Bitte, die fachwissenschaftliche Sicht auf den in der Kirche (!) bereits damals in Entfaltung begriffenen Genderismus mitzuteilen, waren die Antworten, ausnahmslos, in ihrer Inhalts- weil Ahnungslosigkeit (neben dder moralischen Beflissenheit) erschütternde Menetekel. 

**Weshalb der Taubgeborene nicht sprechen, und damit auch nicht denken kann. Und kann er nicht denken, kann er kein Selbst aufbauen, er existiert gewissermaßen als Mensch gar nicht. Er kann nur Abläufe nachahmen bzw. ineinander schachteln, was solcherart Beschädigte scheinbar mit Begabungen segnet, die etwa in mathematischen Aufgaben zum Vorschein kommen. Daraus Vernunft - oder gar "Hochbegabung" - zu schließen ist aber ein grotesker Fehler. Denken kann dieser Mensch erst, wenn er die Welt mittels anderer Symbole begreifen kann - wie in der Zeichensprache - um sie so später, entwickelter, im Nachahmen der Mundbewegungen zur Sprache zu bringen. Enthält man ihm die Zeichensprache, die Symbolik also, vor, wird er zwangsläufig debil. Wenn er später, als Herangewachsener, auch noch ein wenig nachholen kann, so fehlt ihm eine unaufholbare Basis: sein Verhältnis zur Sprache, und damit sein Selbstverhältnis, ist anders, kann nur noch willkürlich sein. Der VdZ weist darauf hin, daß mit bestimmten heute modernen "Reparaturmaßnahmen" der Taubheit - etwa dem Cochlea-Implantat - unter abstrusesten technizistisch-mechanistischen Vorstellungen menschlichen Hörvorgangs und Geistes, schwerste Verbrechen an taubgeborenen Kindern passieren. Denn dem Hören geht das Bild des Gehörten - das erst so zum Gehörten wird - voran, und das gründet im "begreifenden" Geist des Menschen, in seinem Bewegungsbild. 




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Mittwoch, 4. Februar 2015

Auf dem Weg zur Hölle auf Erden (1)

Versuch über die kulturzerstörerischen Auswirkungen des Sprach-Gendering



Wie erst jetzt in der Öffentlichkeit diskutiert wird, wurde spätestens letzten Herbst an allen Grundschulen Österreichs die gendergerechte Sprache eingeführt. Da liest man dann etwa Folgendes, schreibt die Presse:

„Arbeitet zu zweit“, heißt es in einem Deutschbuch: „Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen.“

Nun geht es bei dieser Angelegenheit ja nicht um Absurditäten der Praktikabilität. Die sind nur noch (wenn auch vielsagender) Ausdruck, und eigentlich sekundär. Es geht um viel mehr.

Wer die Sprache anfaßt, faßt den geistigen Raum eines Volkes, das sich dieser Sprache bedient, an. Weil die Sprache direkt das Denken - und damit das Wesentlichere: Das Denken HINTER dem Denken, die Sprache HINTER der Sprache - anfaßt. Wird wie in diesem Fall die Begrifflichkeit aufgelöst, weil unbestimmt (und das Gemeinte unbestimmbar, also im Denken weil in der Sprache nicht vorhanden), nimmt man dem Denken jeden Boden. Gendersprache greift also direkt das Denken an, und es zerstört es, weil es seine Begriffe zerstört hat.

Dahinter muß direkte böse Absicht - in schizoider Infamie als "Gute Tat" maskiert - vermutet werden, und der VdZ hat auch stets die Erfahrung gemacht, daß Anhänger des Gendering nicht nur unfähig zum Denken sind, sondern auch böse.

Bereits die sogenannte Rechtschreibreform hat ja längst gezeigt, was diese Art der Sprachwillkür bewirkt, die den Kern jeder Grammatik auflöst: der nämlich in der geistigen Struktur liegt. Grammatik ist keine willkürliche Erfindung, oder pragmatische Einführung, sondern Ausdrück der Wirklichkeit, die jeder Sprache zugrunde liegt, und der Stellung der Menschen dazu. Aus der sich groteskerweise auch jener theoretische Unterbau, unter anderem, ergab, der Gendersprache überhaupt erst denkbar machte. 

Die Verwirrung, die mittlerweile angerichtet wurde, und zwar in direktem Zusammenhang, ist ohnehin längst manifest: Das Vermögen der Schulabgänger, sich auch nur halbwegs in der deutschen Sprache auszudrücken, spottet jeder Beschreibung. Samt einem enormen Anteil an funktionalen Analphabeten, die zwar formell Buchstaben "kennen", also "lesen" können, aber den Sinn eines Textes nicht mehr verstehen.

Nun aber geht man noch einen Schritt weiter. Denn dieser Schritt greift direkt die Wahrheitsfähigkeit des Menschen an. Das ist auch die Absicht jener Minderheit, die zu den schlimmsten Methoden des Totalitarismus greift.

Und niemand bietet Gegenwehr. Denn das vom einfachen Volk zu verlangen, das die Unrichtigkeit zwar spürt, aber nicht benennen kann (Sprache! Denken!), ist nicht möglich.* Vielmehr müßten sich sämtliche Geistesarbeiter, Künstler und Kirchen vehement dagegen auflehnen, denn hier geht es um ihre eigene Basis.

Wäre ihnen allen die Wahrheit nicht ohnehin bereits längst gleichgültig. Weil sie zu beschäftigt damit sind, "gut" zu sein.

Als Kind nimmt der Mensch Hörbild (Symbol) und Ding in eins. Es kann sich dazu noch nicht verhalten. Darauf baut dann sein späteres Entwickeln des Geistigen auf, die Vernunft. Allmählich lernt das Kind, sich zu diesen Symbolen zu verhalten, und sie zu gebrauchen. Die Sprache stammt also aus einem ursprünglichen Ineinssetzen von Wort und Ding. Ist dieses Wort unklar, weil es genau das verweigert, auf das sich der Begriff bezieht (DER ARZT = der/die Ärzt/in usw. usf.) wird ihm eine Unbestimmtheit vermittelt, die ihm kein Weiterbauen seines Denkens ermöglicht. Bestenfalls ein "weiterfühlen", das aber diffus und vor allem situationsrelativ ist, und nie Boden eines Persönlichkeit sein kann. Die Welt zerfließt solchem Menschen regelrecht.

Der Erwachsene also kann sich gegen Gendersprache noch irgendwie wehren, wenn auch nicht auf Dauer, nicht wenn sie lückenlos ist. Sie wird dann auch ihn neurotisieren. Denn er kann sich dazu verhalten. Das Kind, der Jugendliche aber können sich noch nicht dazu verhalten. Weshalb bisher mit jedem Geburtenjahrgang neu das "alte" Mann-Frau-Polarität neu auflebte. Die ist den Genderirren aber ein Dorn im Auge. Denn beim Erwachsenen können sie kaum noch wirken. Der Erwachsene hat ein entwickeltes Abstraktionsvermögen, er kann zwichen zeichen und Ausdruck bereits unterscheiden, auch wenn es form (hier greifen auch die Praktischen Einwände gegen das Sprach-Gendering) wie inhaltlich (auf Dauer) schwierig ist. Das kann das Kind aber noch nicht, und auch noch nicht der Jugendliche. Also greifen Genderideologen so weit wie möglich in die Kindheit.

Es ist überhaupt kein Zufall, daß einer der bösesten und geistlosesten Menschen, die in Österreich jemals in hohen politischen Funktionen tätig war, die Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, an der Schwelle solcher Eingriffe steht.

Die sich ganz konkret auf eines richten: Auf die Idee. Denn "der Arzt" ist die Idee, die die Materia formiert, die sich im konkreten Menschen dann zur weiter spezifizierten Individualform baut.²

Hinter der Gendersprachen-Ideologie steckt also eine konkrete, substantielle, aktualistische Anti-Metaphysik, und keineswegs eine "gute" Absicht. Die das von jedem erfahrene, erfahrbare Weltgefüge nicht mehr kennt. Denn dieses ist ein Verhältnis von Idee zu Vereinzeltheit. Letztere bezieht aber ihr Sein aus dem Ersteren, nicht umgekehrt. Der Erkenntnis stehen nur Allgemeinbilder bzw. -ideen zur Verfügung, sonst kann sie auch Einzelnes gar nicht erkennen.


Morgen Teil 2) Gendersprache löst das Denken auf  & Anmerkungen




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