Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
Dieses geozentrische Bild des Kosmos ist vielleicht nicht auf Anhieb und nicht für jeden leicht verstehbar. Weil es eine tiefgehende Umgestaltung der Art zu denken, eine für den modernen Menschen als neu empfundene Herangehensweise an die Welt erfordert. Vor allem erfährt man sehr handfest das Wesen der Erkenntnis, die von Autorität und deren Offenbarung ausgeht weil ausgehen muß, um überhaupt Erkenntnis zu sein. Erst also muß das Gesetz und Wesen der Wahrheit im Erkennenden leben, der es übernehmen muß, damit er dann in der Lage ist, die Welt zu begreifen.
Bei so grundlegenden Fragen wie denen zum Weltbild sehen wir uns einer ungeheuren Übermacht der Allgemeinheit und ihrer Postulate (als nicht hinterfragbare Wahrheit bzw. Wahrheiten) gegenüber. Auf denen immerhin diese uns umgebende Welt scheinbar, zumindest aber in ihrer (und damit unserer, unsere Existenz grundlegende) Rationalität aufgerichtet ist. Diese Gewißheiten aber aufzugeben erfordert einen schwierigen Sprung ins "Nichts", in die existentielle Insecuritas. Was mit oft überwältigender Angst verbunden ist. Eine neue Grundlage anzunehmen ist somit eine hohe sittliche Leistung, die gegen die Allgemeinheit durchgefochten und vor allem dann durchzustehen ist.
Das ist auch dann der Fall, wenn - und damit haben wir es heute als Massenerscheinung zu tun! - das rationale Konstrukt, das "Denken", in dem wir uns bewegen, den ontologischen Tatsachen, in denen wir stehen, ja die uns sogar so weit begründen, daß wir aus und in ihnen als unsere eigentliche Wirklichkeit leben, widersprechen.
Diese Quelle der Gespanntheit, in der wir uns somit finden und die uns viel und vor allem dauerhaft Kraft abverlangt - keine kulturelle Institutionalisiertheit, keine Persönlichkeitskonstruktion vermag diese Kraft so weitgehend "in der Welt zu halten", daß sie uns wirkliche Entspanntheit liefern könnte - kommt erst in dem Moment zur Ruhe, in dem sie die Wahrheit als Quelle der eigenen Gestalt annimmt.
Hat man diese Hürde aber einmal genommen - und das kann der VdZ dem Leser versprechen! - ist es, als würde ein weites Tor zu einer ganzheitlichen Welt und höchst komplexen, aber nie irrationalen Schöpfung aufgestoßen, das überwältigt.
Wir bringen dieses Video, das Helmut Posch angefertigt hat, und das den Sternenlauf im Verlauf eines Jahres zeigt, weil einige Leser bei den zuletzt hier angebotenen Ausführungen moniert haben, daß sie sich unter den geozentrischen Annahmen das Weltall nicht vorstellen können. Voilá!
Im unten angefügten Video zeigt sich das Bild der Welt, wie es die Heilige Hildegard von Bingen in ihren Schriften darlegt. Dieses "Modell" des Weltalls entspricht haargenau dem physikalischen Modell, wie es der Astrophysiker und Theologe Robert Sungenis zeichnet: Mit der Erde im Zentrum, und einem Weltall, das sich um diese (mit jeweils wiederum eigenen Systembewegungen) dreht. Diese Sicht ist mit der Bibel nicht nur vereinbar, sondern tut, was zu tun der Sinn ihrer Existenz ist: Durch die biblische Erzählung (als über viele Jahrhunderte konzentrierte Wahrheit, die wie jede Wahrheit geoffenbart werden muß) wird durch diese bis in physikalische Details hinein beleuchtet.
Keiner der derzeitigen Standardsätze der Physik muß dazu umgedacht oder über Bord geworfen werden. Die grundlegende Physik, wie sie heute gelehrt wird, behält also weitgehend ihre Gültigkeit. Wenn nun geklagt wird, daß dieses Weltbild nur unter bestimmten (konstanten) Annahmen funktioniert so darf darauf hingewiesen werden, daß das mechanistisch-materialistische, von einem Bigbang (Urknall) ausgehende Bild des Kosmos ebenfalls gut 75 Konstanten (willkürliche Annahmen; siehe die Schriften von Alexander Unzicker) braucht.
Selbst Einstein gab zu, daß sich aus seiner Kenntnis des Alls nicht sagen oder gar "beweisen" ließe, wer sich um was dreht. Denn gerade aus der von ihm propagierten Relativität der Bewegung stimmen sämtliche Beobachtungen auch dann, wenn man die Erde als ruhend annimmt.
Und wenn sogar Einstein das zugibt zu erkennen, und der ist ja wirklich nicht der Hellste, dann werden doch auch wir das schaffen?
Es ist ungewohnt, vielleicht. Aber, werter Leser, es ist NUR das. Denn wir sind nun seit vielen Generationen gewöhnt, ein mechanistisches Modell der Astrophysik als wahr und bewiesen anzunehmen, das alles andere als das ist. Und so viele offene und "optimistisch aufgeschobene" (black boxes, das heißt Widersprüche und Ungelöstheiten, deren Auflösung auf einen zukünftigen Zeitpunkt aufgeschoben wird von dem man annimmt, daß auch diese Fragen, die oft ganz grundsätzlicher Natur sind, dann geklärt sein wird) Fragen aufweist, deren sich der überwiegende Teil der Leser gewiß nicht bewußt ist.
So viele Ungeklärtheiten sind damit sogar verbunden, so viele Annahmen als Erklärungen über rational nicht erklärbare Phänomene und Tatsachen, daß man ohne Zweifel beim heutigen Standardmodell des Kosmos von einem Mythos sprechen muß. Das heißt von einem willkürlichen Postulat, das vor allem eines ist weil "sein muß": Materialistisch und mechanistisch. Sodaß die Physik lediglich "beweist, was sie ohnehin als wahr voraussetzt." Die Astrophysik ist deshalb (nicht nur) in den Augen vieler Wissenschaftstheoretiker genau so wie die gesamte Naturwissenschaft zu einer Schule des Geschichtenerzählens und -erfindens geworden.
Der Leser möge sich deshalb klar machen, daß der Umstieg vom Geo- zum Heliozentrismus (mit der Sonne im Mittelpunkt unseres systemischen Teiles des Weltalls) keineswegs aus Gründen physikalischer Evidenz geschah. Vielmehr begann man mit der Renaissance (bzw. ist die Renaissance dieser Umstieg selbst) die Annahme über die Welt zu verändern. Sie wurde nun zu einem aus sich selbst bewegenden und ursächlichen, also zu einem (technisch-)mechanistischen Natursystem.
Das auch dann materialistisch zu nennen ist, wenn - wie damals noch - der letzte Ursprung "in Gott" belassen wurde. Dieser Gott war aber nur noch ein "Anstoßer". Die Welt sonst war sich selbst überlassen, was insofern kein Problem zu sein schien, als die der Natur eingeschriebenen "Gesetze" unumstößlich und von Gott "gegeben", der Natur also eingegossen sein sollten. Evident ist dabei aber nur eines: Die rationalen Widersprüche aus dieser Annahme.
Die Folgen aus solcher Annahme über den Kosmos (also die Schöpfung) sind gravierend. Und werden auf schreckliche Weise unterschätzt. Keine Beteuerung, "dennoch" an Gott festzuhalten, hat Substanz. Sie führt immer zu unlösbaren Widersprüchen.
Morgen Teil 2) Die Erfahrung der Macht der Allgemeinheit - Der Erkenntnisprozeß als sittliche Leistung
Einen klaren Gegenbeweis in der Form, daß sich beweisen ließe, daß sich die Erde bewegt - und das ist ein nicht unbedeutendes Argument - gibt es nicht. Sodaß sich schon die Frage stellt, warum man dann annehmen muß oder was daran überhaupt plausibel wäre anzunehmen, daß sich die Erde dreht, und um die Sonne bewegt. So daß es eine Tatsache bleibt, daß der Heliozentrismus einfach ANGENOMMEN, postuliert wurde. Aber aus ganz anderen Gründen denn aus zwingenden Schlüssen der Physik. Und das allein ist für unsere Ohren nicht einfach ungewohnt. Der Normalbürger hat davon wohl noch nie etwas gehört: Daß wir ein Bild vom Kosmos haben, das sich gegen alle Behauptungen nicht beweisen läßt. Denn die Beweise, die man anführt, sind genauso als Beweise für den Geozentrismus zu verwenden. Sodaß sich angesichts so vieler Widersprüche zwischen Beobachtungen und Heliozentrismus (Urknall-Theorie) die Frage erhebt, ob nicht Geozentrismus das brauchbarere Postulat wäre.
In der letzten halben Stunde wird es noch weiter interessant. Denn da geht es um die Frage, daß man - wenn sich also nicht beweisen läßt (weil Wissenschaft überhaupt nichts "beweisen" kann, sondern lediglich die Richtigkeit einer Hypothese belegen bzw. nahelegen kann) ob sich die Erde um die Sonne oder das Weltall um die Erde bewegt - doch auch das Recht habe auf die eigene Wahrnehmung als Plausibilitätsgrund zurückzugreifen. Ja, hat man nicht sogar die Pflicht dazu? Und wenn dann jemand in den Sternenhimmel guckt und sieht, daß sich alles um ihn herum zu bewegen scheint, daß die Sterne eine Rotverschiebung zeigen, warum soll es dann verkehrt sein anzunehmen, daß wir das Zentrum des Universums zu sein?
Die Erde ist das Massezentrum des Universums
Denn sonst dürften wir ja (der Urknalltheorie nach, die sagt, daß alles auseinanderfliegt) nur Blauverschiebung sehen (die Lichtbahn kontrahiert), keine Rotverschiebung (die Lichtbahn wird gedehnt.) Warum soll also das "normale" Denken keine Rolle mehr spielen dürfen? Diese Frage stellt sogar Stephen Hawking in "Eine kurze Geschichte der Zeit" (das, nebenbei bemerkt, der VdZ auch gelesen hat und dazu sagt, daß es lediglich ein sehr spekulatives Modell des Weltalls vorstellt, das alles erklären soll, wenn man Materialist ist).
Viele Beobachtungen laufen auf den Schluß hinaus, daß die Erde das Zentrum des Universums ist. Selbst Hubble (auch er ein Atheist) hat sich den Kopf darüber zerbrochen, wie man diese Interpretation angesichts der beobachteten Phänomene, die auf die Erde als Zentrum hinauslaufen, dennoch vermeiden kann. Also dachte er sich ein Modell aus, in der das Weltall ein "Ballon" wäre, weshalb man auch Rotverschiebung sehe, weil an dessen Rand. Andere haben nächste Konstanten erfunden, die materialistisch-mechanistisch "begründen" sollten, damit man Geozentrismus und Gott umschifft und die Beobachtungen "erklären kann". Mit Notwendigkeit und Zufall jedenfalls ist da nichts mehr zu machen. (Es gibt ja den Spruch, daß während die Allgemeinheit immer mehr statt an Gott an die Physik glaubt, glaubt die Physik immer mehr an Gott.)
Eine nächste Frage erhebt sich, daß wenn es also nicht feststellbar ist, wer sich um wen dreht, man doch auch davon ausgehen könnte, daß Jupiter oder Mars oder irgendein anderer Planet das Zentrum des Universums sei? Theoretisch ja, meint Sungenis darauf. Aber warum sollten wir das, wo doch alles darauf hinweist, daß wir erstens nach Weltanschauungen denken müssen, die allem Forschen vorausgehen, und wir zweitens doch ein "Modell" in unserem Glauben, in der Sicht der Bibel haben!? Mehr objektive Wirklichkeit kann es doch gar nicht geben - als im Glauben! (Das Geglaubte ist nämlich, wie wir durch Nachdenken und Erfahrung wissen, geneigter Leser, sichereres Wissen als das "Gewußte".)
Aber es gibt noch ein sehr klares physikalisches Argument: Denn wenn wir von einem anderen Planeten als Zentrum ausgehen, dann sehen wir die Unterschiede sehr wohl! Die Rotverschiebung des Lichts etwa ist vom Jupiter anders als von der Erde aus zu sehen, wir werden also vom Jupiter nicht dasselbe sehen, wie von der Erde aus. Und sehen, daß es nicht vernünftig ist, ihn als Zentrum anzunehmen, weil sich alles Licht in einem Verhältnis zur Erde bewegt, nicht umgekehrt, auch nicht 3 Lichtminuten daneben zielend.
Die Raumfahrt denkt ohnehin immer schon geozentrisch ;-)
Detail am Rande: Wenn Satelliten oder Raketen in das Weltall geschossen werden, gehen Wissenschaftler und Ingenieure, die das Gerät konstruieren und programmieren, von ... der Erde als Zentrum des Universums aus. Naheliegend, aber doch irgendwie amüsant. Denn den sonnenzentrierten Gesichtspunkt beizubehalten wäre hier viel
zu kompliziert. Es ist einfacher, die Erde als Zentrum anzunehmen. Immerhin beweist das, daß tatsächlich die Physik überhaupt kein Problem hätte, auf Geozentrismus umzusteigen, es bliebe fast alles gleich. Denn die Technik geht von Phänomenen und deren beobachteten Eigenschaften aus. Wozu sie die prinipiell in Verbindung setzt ist größtenteils gleichgültig. Aber es würde sich vieles vereinfchen, die Erde zum Zentrum zu nehmen. Und heißt es nicht seit Ockham als Prinzip der Wissenschaft, daß die einfachste Lösung auch mit der höchsten Wahrscheinlichkeit die richtigere ist?
Insofern ist es also kein Argument zu sagen, daß wir "keinen Bedarf" nach einem Paradigmenwechsel haben, weil ja auch so alles erklärt werden kann. Selbstverständlich bestünde Bedarf, weil schon rein technisch alles viel einfacher würde! Aber abgesehen davon ist es nicht wissenschaftlich gedacht zu sagen: Wozu eine neue Erklärung, die alte funktioniert ja auch?! Und was ist mit all den Dingen, die wir heute nicht erklären können? Woher kommt die ausschließliche Rotverschiebung beim Licht im All, die wir beobachten, die es aber gar nicht geben dürfte, weil sich angeblich alles auseinander bewegt? Auch Hubble meinte, daß das seltsam sei, denn normalerweise müßte man erwarten, daß wir auch Blauverschiebungen sehen.
Plötzlich würden wir das erklären und verstehen können! Auch wenn das heißen wird, daß wir das Urknallmodell fallen lassen müssen, weil NICHT alles auseinanderstrebt. Und DAS ist das, was Wissenschaft ausmacht und antreibt: Ein immer besseres Verstehen.
Fakten. Der Äther dreht sich um die Erde, und damit das Weltall
Manche wirklich interessanten Fakten kommen zur Rede. Sungenis erklärt sie faszinierend mit dem rotierenden Äther. So die Tatsache, daß sich Sendestrahlen von Ost nach West rascher bewegen als umgekehrt. Etwas, das fürs GPS von Bedeutung ist.
Oder er widerlegt, daß mit unterschiedlich positionierten Meßstellen die Bewegung der Erde meßbar wäre - es sind immer unterschiedliche Messungen mit anderen Bedingungen, entgegnet Sungenis. Es ist außerdem eine Tatsache, daß selbst Atomuhren (zur Synchronisierung, wie Palm vorschlägt) umso langsamer gehen, je weiter sie von der Erdoberfläche entfernt sind (weil sich die Frequenz der Bewegungen der Atomteilchen ändert). Eine Synchronisierung ist also gar nicht möglich, wenn der Ort der Meßstellen anders ist.
Ein wichtiges Argument bleibt: Warum ist die Erde abgeflacht? Wir beobachten bei allen Planeten, daß sie im Verhältnis zu ihrer Umdrehungsgeschwindigkeit auch diese typische Abplattung an den Polen an den Spitzen der Drehachse bzw. den "Bauch" in der Mitte zeigen. Das ist doch ein deutliches Indiz, daß auch die Erde sich dreht? Nein, sagt Sungenis, ist es nicht. Weil ein sich mehr oder weniger entlang des Äquators als Bahn (und die Erde als Massezentrum des Universums) drehendes Universum auch auf die Erde Anziehungskraft ausübt. Damit "zieht" sie die Erde zu jenem "bauchigen" Ball, der sie ist. Zumindest ist das also kein Argument. Zur Relativitätstheorie meint Sungenis, daß er zwar anerkennt, daß ihre Prinzipien richtig sind - alles ist in einem Zueinander, also relativ - aber er stimmt nicht darin mit ihr überein, daß man sie als Theorie für alles anwenden kann. (Mit diesem Argument ist er beileibe nicht allein! Der sachlich begründete Widerspruch gegen die Relativitätstheorie ist heute nahezu unbekannt, aber er ist profund und war damals massiv.)
Das Argument, daß sich die "Umdrehung" der Erde (oder des Alls um die Erde) in den letzten Jahrtausenden verlangsamt habe, was aus überlieferten Eklipse-Daten hervorgeht, wendet Sungenis genau ins Gegenteil: Wenn man berücksichtigt, daß es jährlich über eine Million Erdbeben gibt, Vulkane, etc. etc., so ist unerklärlich, warum das die "Erdrotation" nicht weit mehr verlangsamt habe, geht man davon aus. Das MUSZ einen Effekt haben, wenn sich die Erde dreht!
Zusammenfassend kann man zu dieser Diskussion sagen, daß sie NICHT belegt, daß die Erde als Zentrum des Universums anzunehmen UNVERNÜNFTIG sei. Darin irrt David Palm, der Rationalismus von Vernunft zu wenig unterscheiden kann. Daß die Sichtweise des Geozentrismus, der seit 400 Jahren quasi nicht mehr berücksichtigt wurde, viel Nachholbedarf hat, steht natürlich außer Frage.
Hören Sie also, geneigter Leser, dieser Diskussion zu. Sie läßt den "neuen Geozentrismus" (der mit "Flache Erde"-Geschichten u. ä. nichts zu tun hat) schon recht gut begreifen, und zeigt auch, warum er sich gegen die moderne, heliozentrische Physik ohne jeden Obskurantismus sehr wohl verteidigen läßt. Mit einem "Nebeneffekt". Er würde Glaube und Wissenschaft wieder in eine Wahrheit zusammenführen. Und das, das ist das wohl stärkste Argument FÜR ihn.
Die hier eingefügte Diskussion soll die Frage "Geozentrismus vs. Heliozentrismus"
weiter vorantreiben, in der der VdZ immer deutlicher zum Geozentrismus
neigt. Ein Argument wollen wir hier vorab herausgreifen, es spielt auch
in dieser Diskussion eine Rolle. Wo David Palm gegen Robert Sungenis
behauptet, die Kirche habe sich nie auf den Geozentrismus als
Bestandteil ihrer Lehren festgelegt. Sungenis widerspricht, beide
bleiben aber auf der Ebene von Dokumenten. So wichtig das sein mag, läßt
sich dazu sagen, daß die Kirche IMPLIZIT selbstverständlich auf einem
geozentrischen Weltmodell beharrt, ja aufbaut. Deshalb bräuchte es nie
eine Ausdrücklichkeit!
Wo
diese implizite Wahrheit freilich einer angeblichen physikalischen
"Tatsache" widersprach, schrumpfte sie auf die Ebene einer Metapher. Was
ihr sehr schlecht bekam, denn in diesem Rückzugsgefecht, das angesichts
der Ausbreitung des kopernikanischen Weltmodells der Heliozentrik wurde
immer mehr ihrer Lehre zur Metapher. Bis zu dem Punkt, wo wir heute die
zentralen Geheimnisse - die Sakramente, die Eucharistie - in der
Liturgie zur Metapher abgewertet weil entkernt wurden. Ihnen wurde genau
ihr zentralstes Geschehen abgesprochen - die historische, also
gegenwärtige Realität. Insofern kann man mit Sungenis tatsächlich sagen,
daß die Geozentrik bis zum heutigen Tag zentraler und impliziter
Bestandteil des Katholischen ist. Nur wurde das regelrecht vergessen!
Während die Kirche in einem Widerspruch verharrte, der ihr alles andere
als gut bekam.
Die Physik des Geozentrismus
Zurück
zu den physikalischen Gegebenheiten, die dem Modell der Geozentrik
zugrunde liegen, das keineswegs eine blauäugige, aus der Luft
gegriffene Behauptung ist, sondern sich als auf festen theoretischen
Grundlagen ruhend präsentiert. Und hier behauptet Sungenis, daß sämtliche
physikalischen "Tatsachen" und Phänomene sich völlig unabhängig von der
Vorstellung präsentieren, ob sich nun die Erde um die Sonne - oder
umgekehrt - dreht. Hier kann man sich tatsächlich auf Namen wie Einstein,
Mach oder Hawking berufen, die dasselbe sagen: Die Astrophysik ist
nicht in der Lage aus sich heraus zu entscheiden, ob sich die Erde
überhaupt bewegt, und wer sich um wen dreht.
Die
Geozentrik geht somit davon aus, daß nicht nur diese Frage von der
Physik nicht zu entscheiden ist, sondern daß die Entscheidung darüber in
den Bereich der Annahmen gehört, der Postulate sohin, und somit eine
Frage der Metaphysik und vor allem der Theologie ist. Hier ist die Erde
das Zentrum der Schöpfung, und das steht dann auch in Einklang mit dem
Schöpfungsbericht der Genesis des Alten Testaments. Alles dreht sich um
sie, sie war das spezielle Ziel der Schöpfung durch Gott, und alles
dreht sich um sie, alles ist auf sie und damit auf den Menschen als die
Krone, also das ganz spezielle Ziel Gottes (immerhin hat sich sein Sohn,
der das Abbild des Vaters ist, als Mensch gezeigt), bezogen.
Wie
kann man sich aber nun vorstellen, daß das Weltall sich um die Erde
dreht? Dazu muß man auf die Frage zurückgreifen, ob es das gibt, was die
Astrophysik lange Zeit als "Äther" annahm - und selbst Einstein (nachdem
er ihn für seine spezielle Relativitätstheorie 1905 erst ablehnte) hat
1920 eben diesen Äther mit seiner allgemeinen Relativitätstheorie wieder
eingeführt. Und es gibt eine Reihe von grundlegenden Versuchen, die die
Existenz eines Äthers anzunehmen nahelegen.
Gehen
wir also von einem Äther aus, das heißt einer Erfülltheit des realen
"Raumes" mit einer elektromagnetischen, subatomaren Struktur, einer
materiellen Substanz somit, die den materiellen Erscheinungen (auf eine
Weise) zugrunde liegen, also die Erde "umgeben". Der angebliche Beweis,
daß es einen solchen Äther nicht gebe, ging bereits von einer Rotation
der Erde um die Sonne aus - und dafür war er zu schwach. Umgekehrt läßt
sich zeigen, daß das Licht (um ca. 5 nm/sec.) gebremst wird, was darauf
schließen läßt, daß es vom Äther behindert wird, weil diesen durchdringen
muß. Natürlich ist das sehr wenig, und spielt deshalb für viele
Phänomene keine Rolle. Aber prinzipiell ist es meßbar, und wurde schon
gemessen.
Wenn
manche meinen, er wäre "wegbeweisend", so weist Robert Sungenis darauf
hin, daß diese Experimente allesamt in Vakuum durchgeführt wurden. Aber
Vakuum enthält eben keine materielle Substanz, also auch den Äther nicht.
Und genau so wenig kann man ihn zehn Meter unter der Erde messen, wo
nichts mehr hinkommt und der Äther somit gar nicht mehr meßbar weil
nicht da ist. Man muß solche Experimente auf der Oberfläche der Erde
machen, und siehe da: Da läßt er sich tatsächlich auch messen! Ohne daß
man derzeit noch sagen könnte, was den Äther wiederum beherrscht.
Es
geht hier um die Aussage Einsteins, daß sich die Lichtgeschwindigkeit
nie ändert, was einen Äther wegbeweisen würde. Dem VdZ liegen aber auch
Berichte vor (siehe zum Beispiel die Seiten des Astrophysikers Alexander Unzicker,
der überhaupt einen "Neuanfang" der Astrophysik fordert, weil sie
bereits zu viel auf willkürlichen Postulaten beruht, mit denen man
unerklärbares Beobachtetes geradebiegt), die das aus Beobachtungen
heraus bestreiten. Das Postulat von der gleichbleibenden
Lichtgeschwindigkeit (das auch Unzicker unhaltbar sieht) gilt nur
insofern, als die Geschwindigkeitsveränderungen normalerweise zu
vernachlässigen weil so gering sind. Auch Einstein hat später wieder
einen Äther angenommen.
Also doch: Ein Äther!
Dieser
Äther aber, in dem auch das gesamte übrige Universum eingebettet ist
beziehungsweise das es auf eine Weise sogar "gebiert" (und wer hier die
"Superstringtheorie" durchhört, hört richtig; auch sie geht von etwas
aus, das im subatomaren Bereich das gesamte Weltall durchdrungen hat)
dreht sich mit rund 5 km/sec. (s. unter anderem das Michelson Morley-Experiment,
wiederholt 1925 durch Michelson Gale; beide Experimente bewiesen, daß sich Erde und Äther/All im Verhältnis einer Rotation befinden; aus ihrem berühmten Experiment geht aber vor allem hervor, daß sich die Erde nicht bewegen KANN, denn das Licht, in zwei Richtungen ausgestrahlt, müßte eine je andere, zeitversetzte Bahn nehmen - tut es aber nicht) um die
Erde. Dieses Experiment wurde über 50 Jahre lang dutzende Male
wiederholt, und brachte immer dasselbe Ergebnis: Licht stößt auf
Widerstand, wird gebremst, es muß einen unsichtbaren Grundstoff geben -
den Äther.
Und
mit dem bzw. im Äther dreht bzw. bewegt sich das gesamte Universum. Und
zwar somit während der Dauer von nicht ganz 24 Stunden. Daraus allein
lassen sich viele Erscheinungen auf der Erde erklären, die bislang mit
"Rotation" erklärt wurden. Daß der Äther sich nicht schneller bewegt, ist
eines der gewichtigen Argumente gegen eine Bewegung der Erde um die
Sonne, zu der er sich rascher bewegen müßte, nämlich 30 km/sec. (Warum
sich aber ohne einen Äther die Erde um sich drehen, sowie um die Sonne
rotieren sollte, ist nach gängiger Physik auch nicht begründbar.)
Interessant
ist auch ein Punkt in der Diskussion im Video: Denn Palm führt an, daß
Thomas Roberts bewies, daß was Michaelson Morley und Michaelson Gale als
Signal fanden, ein Fehler war. Es gibt also keine Ätherdrift. Worauf
Sungenis antwortet, daß Roberts das nicht experimentell bewies, sondern
Argumente fand, warum die Daten nicht stimmen konnten. Weil nicht
stimmen konnte, was nicht stimmen sollte. Diese Form der Argumentation
ist sehr häufig. Wo als Beweis angeführt wird, was nur ein Weg ist, wie
man begründen kann, warum die eigene Sichtweise denn doch stimmt. In
diesem Fall führt Sungenis die "Lorentz-Transformation" sogar nur darauf
zurück: Man hat den Effekt des Äthers (als Kontraktion des Meßinstruments durch den Widerstand des Äthers, die bewirkt, daß sich Materie, die sich bewegt, zusammenziehen soll) gesehen, und weil man das nicht
wollte, hat man die Lorentz-Transformation erfunden, die die Differenzen
bei der Lichtgeschwindigkeit "wegerklärt". Sonst hat sie sich als
unbrauchbar herausgestellt, und wird heute auch nicht angewandt. Es sei
denn, es geht um den "Beweis", daß es keinen Äther geben soll. Was im
Sinne einer Menschenkenntnis also alles andere als unmöglich scheint,
bezeichnet Palm nun als "Verschwörungstheorie".
Teil 2) Unser materialistisches Weltbild wird absehbar zusammenbrechen.
Wer wissen will wann, muß etwas von Massenpsychologie verstehen.
Das Video.
Ein Hollywood-Produzent (nebenbei: ein Jude, dem der Film sehr gefiel, und darin geht es ja auch nicht um Juden ;-) meinte zu den Filmemachern, daß sie angesichts des gewaltigen (und vernichtenden) Medienechos einen speziellen Preis verdient hätten: Für den Film, der am häufigsten rezensiert wurde, ohne daß ihn auch nur einer der Kritiker angesehen oder verstanden hätte. Denn der Shitstorm setzte bereits ein, da war der Film noch nicht einmal fertig.
Auch bei uns wurde er kritisiert, dabei aber zumindest der Film gesehen. Dennoch: Allem voran wurde nur behauptet, daß die Filmemacher Robert Sungenis und Rick Delano Antisemiten und Holocaust-Leugner wären (was natürlich Unsinn ist). Sachlich geht diese Kritik auf den Film und die These aber gar nicht ein. Und mehr als ein "das ist einfach so" fällt dem Kritiker nicht ein. Stattdessen wirft er die Filmemacher auf gemeine (!) Art mit allen möglichen Theorien, Flat-Earth-Naiven (wobei die sogar noch einen Punkt haben, der keineswegs so unwesentlich ist wie oft getan wird: Sie beharren darauf, daß man von der subjektiven Wahrnehmung in der Beobachtung ausgeht), Esoterikern und tatsächlich fragwürdigen Thesenvertretern in einen Topf. Mehr als "Anpatzen" ist diese "Kritik" also gar nicht, und man kann mit Fug und Recht als Aussage werten, wenn jemand so leicht seine Kinderstube vergißt, der sich sonst betont und fast arrogant "rational" gibt.
Damit steht er aber nicht alleine. Denn noch ehe der Film veröffentlicht war, brach in den USA ein richtiges
Mediengewitter aus, das sich vor allem darauf konzentrierte, also
auch nur "anpatzen" sollte. Auch hier aber - nur Denunziationen und Verleumdungen. Der häufigste (und für die Kritiker beschämendste) Vorwurf war, daß die Filmemacher sämtliche Mitwirkenden getäuscht hätten, denn die hätten von der Gesamtrichtung des Films - Geozentrismus - nichts gewußt. Was völlig lächerlich ist, und nachweislich (!) nicht stimmt. Alle im Film zu Wort kommenden waren vollumfänglich über die Absicht informiert, und jeder konnte, ja sollte sogar SEINE Sicht und Interpretation der beobachteten Tatsachen darstellen.
Es erzählt Bände, wenn sie nachher, nachdem alles, auch ihre Aussage, auf seltsame Weise in eine ganz andere kosmologische Sicht paßt ... zurückziehen und sich als "getäuscht" bezeichnen. Und die Beobachtungstatsachen dadurch relativieren (man lasse sich das auf der Zunge zergehen!), daß sie sagen, daß zwar tatsächlich alles auf Geozentrismus hinauszulaufen scheine, ABER vermutlich DESHALB die Messungen ... FEHLERHAFT sind.
Weil es nicht geben kann, was es nicht geben DARF, haben nach der Filmfertigstellung manche sogar nachträglich behauptet, sie hätten nicht gewußt, daß sie gefilmt worden wären. Obwohl sie einen glasklaren Vertrag unterschrieben haben, der sogar sagt, daß es um kontroverse Kosmologie geht, und das Honorar dankend quittierten. Eine der Koryphäen (in den Augen der Mainstream-Physik) wies sogar explizit darauf hin, daß es höchst notwendig wäre, auch das kopernikanische System zu hinterfragen. Denn es sei eine der gegenwärtigen Grundkrankheiten, die viele viele Milliarden kosten würden, daß man gerade die einfachsten, grundlegendsten Fragen nicht mehr stelle. Davon wollte er später freilich nichts mehr wissen. Gäbe es nicht die Aufnahmen, auf denen er genau das sagt.
Und die Sprecherin (im US-Original), die aus "Star Wars" bekannte (katholische) Hollywood-Schauspielerin Kate Mulgrew? Sie behauptete nachträglich, sie hätte nicht gewußt, worum es ginge, und sei ebenfalls getäuscht worden. Dabei hatte sie (und ihre Agentur) nicht nur drei Wochen vor den Studioaufnahmen das gesamte Manuskript, sondern ihr Einsprechen war, so die Filmemacher, eine wunderbar harmonische Arbeit, und sie hätte genau gewußt, wo sie ihre Stimme wie einzusetzen hätte. Sie hat sich, nachdem die "kritische" Medienwelle aufschwappte, auf Facebook bei ihren Fans entschuldigt ... sie hätte nicht gewußt, daß es ein Film des Antisemiten Robert Sungenis gewesen sei, denn sonst hätte sie das nicht gemacht. Sie (und ihr Management) hatten aber nicht nur die eindeutigen Unterlagen Wochen vorher, sondern die Geschichte gefiel ihr so gut, daß sie ein Interview mit den Filmemachern machen wollte. Was geschah, und in dem sie extra einige Sätze sagen wollte, in denen sie das Skript in höchsten Tönen lobte. Die Filmaufnahmen dazu gibt es.
Wer aber hat diese Medienlawine losgetreten? Jetzt wird es interessant: Ein katholischer Blogger, der sich mit einem Tweet profilieren wollte. Muß man noch mehr sagen? Nirgendwo gibt es so viel charakterlichen wie geistigen Abschaum wie in der Kirche, das sagt der VdZ aus vieljähriger und nächster Erfahrung. Umso mehr sind wir deshalb auf die Gnade verwiesen. Die Kirche ist Gottes Werk, nicht das des immer sündigen, immer desaströsen Menschen.
Wie kommt Sungenis zu dem Vorwurf, er sei Antisemit? Er hatte 2006 den gerade herausgekommenen Kurzkatechismus der amerikanischen Bischofskonferenz kritisiert, weil der den "Heilsdualismus" von Juden und Kirche verkündet hatte. Der kurz gefaßt behauptet, Juden hätten ihre eigene Heilsgeschichte mit Christus, sie bräuchten sich nicht bekehren, nicht Katholiken und getauft zu werden. Das ist eine glatte Häresie, und die Bischöfe haben das auf Anweisung des Vatikan 2007 tatsächlich wieder aus dem Katechismus herausgenommen. Kurz danach kamen medial die Vorwürfe, Sungenis sei Antisemit und Judenhasser - unter anderem von eben diesem angeblich katholischen Blogger! Wer sich am meisten über diese ungerechten Vorwürfe aufgeregt hat? Der jüdische PR-Manager der Produktion ...
Insgesamt ist die Rezeptionsgeschichte (Schwerpunkt im unteren Video ab ca. 1 Stunde 9 min.) fast genauso interessant, wie der (trotz allem in den USA sehr erfolgreiche) Film selbst, der sicher eine der bemerkenswertesten Wissenschaftsdokumentationen der letzten Jahrzehnte ist. Die Rezeptionsgeschichte aber erzählt ALLES über die Gegenwart. Die sich mit Händen und Füßen wehrt, wenn man ihr ihre Placenta wegnehmen will, in die sie sich verkrochen hält. Es muß schön warm bleiben, das ist oberstes Gesetz. Wehe, wenn es um den Arsch mal zieht, weil man aufsteht. Also genau dann, wenn es um die Wirklichkeit geht ...
Aber es macht den Film und die darin vorgestellte These des Geozentrismus des Universums noch glaubwürdiger. Denn hier haben nicht Katholiken ihre fromme Sicht dargestellt. Hier hat die Creme der (zumeist atheistischen) Kosmologen den gegenwärtigen Stand der auf Beobachtungen basierenden Astrophysik präsentiert. Und siehe da - was der erzählt!
Aber hört man davon etwas? In den USA da und dort vielleicht noch, aber bei uns? Der VdZ hat fast einen ganzen Samstag investiert, um ausreichend Informationen zu finden, und das dann nur auf diversesten amerikanischen Seiten. (Nein, um genau zu sein: Zuerst auf einer portugiesischen; aber spricht jemand portugiesisch? Der VdZ nicht. Aber er konnte sich wenigstens mit aus den wenigen verbliebenen Lateinkenntnissen bekannten, übereinstimmenden Wortstämmen weiterhangeln.) Im deutschsprachigen Raum gibt es dazu NICHTS. Nada. Niente. Außer dieser einen erwähnten "vernichten sollenden" Rezension, die sichtlich davon abhalten will, den Film überhaupt erst anzusehen, und sichtlich ohne Selbstreflexion lächerliche "Physik-"Argumente vorbringt. Weil es ja "Rechtsextreme" sind, die ihn gemacht haben ... Eben. Für Deutschsprachige ist der Katholizismus "rechtsextrem", darauf läuft alles hinaus. "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht ..."
Da sind also ganz andere als wissenschaftliche Motive im Spiel. Und immerhin ist auch auf amazon.de weder der Film noch eines der Bücher von Robert Sungenis, eines der Filmemacher - Astrophysiker UND (katholischer) Theologe - worin er seine physikalisch-kosmologischen Thesen ausgearbeitet hat, erhältlich. "Derzeit nicht verfügbar", heißt es. Das kann Zufall sein, aber der sehr gut und extrem seriös gemachte Film (der VdZ hat ihn nicht nur gesehen, und war fasziniert, sondern er hat ihn ganz genau gesehen, dabei ständig Passagen wiederholt, überlegt, Aussagen geprüft, um nur ja alles durchdenken und verstehen und beurteilen zu können, so gut er das als Nicht-Physiker, der nur etliche Bücher zu dem Thema gelesen hat, kann) berührt auf jeden Fall den Zentralnerv der Gegenwart. Die Filmemacher zeigen dabei nur physikalisch fundiert Beobachtungstatsachen, und haben nur eines gemacht: Sie haben das Gemessene, das Gesehene anders interpretiert. Aber siehe da: Die Evidenz für eine Erde, die das Zentrum des Universums ist, ist überwältigend!
Man kann unschwer erkennen, daß sich unter dieser anderen Prämisse endlich jene Versöhnung vollziehen kann, die sich seit Jahrhunderten und in immer schnellerer Entwicklung so dramatisch als Unvereinbarkeit von Heiliger Schrift und Katholischer Kirche bzw. Glaube mit der Naturwissenschaft vollzogen hat.* Sieht man gerade die jüngsten Entdeckungen im Weltall unter einer anderen als kopernikanischen, also unter einer geozentrischen Sicht, ist man gewiß erst schockiert.
Aber plötzlich verweist alles auf denselben, einen Sinn. Was ja gar nicht anders sein kann! Weil es nur eine Wahrheit geben kann, und jedes Gebiet - Theologie, Philosophie, Naturwissenschaft - das andere erhellen, belegen und festigen muß, und so ein ganz tief gehendes Begreifen der Schöpfung möglich macht. Sodaß die Erde plötzlich NICHT mehr jenes Zufallsprodukt rein materieller, autonomer Prozesse ist, zu der sie gemacht wurde. Was auch das Menschenbild verwüstet hat. Das MUSZ den Gegenwartsmenschen schockieren. Denn es ist wirklich, wie es die eine deutsche Kritik (freilich: warnend!) verkündet: Geistiger Sprengstoff.
*Daß die Kirche sich genau zu jenem Zeitpunkt in einer offiziellen Stellungnahme für das Unrecht entschuldigt, daß man Galileo Galilei angeblich zugefügt habe, weil er doch nichts als die physikalische Wahrheit verkündet habe, ist natürlich angesichts der Tatsache, daß Galilei selbst seinen Irrtum spät aber doch erkannt hat, und die Astrophysik zur Erkenntnis kommt, daß das alles nicht stimmen "könnte" weil zumindest nicht haltbar ist (wie bereits damals der kirchliche Ankläger Roberto Bellarmin nachwies: Galilei verstieß gegen die Prinzipien der Wissenschaftlichkeit!), besonders typisch und besonders delikat. Der VdZ hat es leider mit eigenen Augen oft und oft gesehen. Wo immer die Kirche dem Zeitgeist hinterherspringt, ist sie erstens und immer viel viel zu spät, und zweitens macht sie das punktgenau zu einem Zeitpunkt, wo die Zeit selbst schon auf einem anderen Dampfer umsattelt, weil sie die vorgebliche Wahrheit als Irrtum erkannt hat.
Wenn man sich die Rezeptionsgeschichte des Dokumentarfilms "The Principle"
ansieht, der 2014 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wenn
man sich ansieht, wie massiv er bekämpft und unterdrückt, wie massiv die
Macher dieses Films verleumdet und bekämpft wurden, wie groß der Druck
gewesen sein muß, der etliche der Proponenten dazu brachte, sich von ihm
zu distanzieren, obwohl sie zuerst gerne mitmachten, der bekommt eine
Ahnung, welche Auswirkungen die vorgestellten Thesen haben. Der bekommt
eine Ahnung davon, worum es hier wirklich geht.
Denn
man kann mit Fug und Recht sagen, daß die Frage, ob das Kopernikanische
Modell des Kosmos, in dem sich die Erde um die Sonne dreht, und das
Sonnensystem selbst irgendeine zufällige, unbedeutende Rolle am Rande
des gigantischen Universums spielt, das durch Eigengesetzlichkeit
abläuft, ODER ob die Erde unbeweglich ist, sich nicht einmal dreht,
sondern das gesamte Universum sich UM DIE ERDE DREHT, die
Gesamtbefindlichkeit des heutigen Menschen schwer erschüttert.
Alleine
der Umstand, daß wir in all unserer Bildungsvergangenheit und
Informationsüberfrachtung faktisch nicht ein einziges Mal erfahren haben
und in unseren Bildungseinrichtungen nie davon erfahren, daß diese
Frage - wer sich worum dreht - KEINESWEGS eine sichere Antwort der
Wissenschaft ist, sondern eine ANNAHME, ein Postulat, spricht Bände.
Auch der VdZ hat nie erfahren, daß selbst Albert Einstein - oder, in
jüngerer Zeit, Steven Hawking - oder ein Ernst Mach diese Frage für
NATURWISSENSCHAFTLICH NICHT ENTSCHEIDBAR hielten. Daß die gegenwärtig
führenden Astronomen der Welt, die im Film der Reihe nach zu Wort
kommen, im Wesentlichen sogar dasselbe sagen, widerspricht der uns
vermittelten "Gewißheit" komplett, mit der diese Frage entschieden wäre.
Sie ist es nicht! Und das uns als "sicheres Wissen" verkaufte
Weltbild entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ... willkürlich
gesetztes Postulat.
Dabei
müssen wir keineswegs auf das verzichten, was durch Experimente und
Beobachtung als physikalisch recht sichere Erkenntnis gewonnen wurde.
Denn nicht nur passen sämtliche physikalischen Daten, die wir beobachten
oder messen AUCH für ein geozentrisches Weltbild. Die jüngsten
Beobachtungen im Weltall (Hintergrundstrahlung) lassen eine Theorie, in
der sich die Erde und das Sonnensystem durch das Weltall bewegen nicht
mehr zu. Vielmehr scheint alles auf die Erde zuzulaufen. Und das sagen
nicht die beiden Filmemacher, das sagen die in ihrem Film zu Wort kommenden
Naturwissenschaftler, deren größter Teil mit Glaube und Kirche nichts am
Hut hat, die zum Teil sogar Atheisten sind. Die sich aber den Sinn der
Wahrhaftigkeit für Wissenschaft angesichts überwältigender Entdeckungen
und Evidenzen, die bisherigen Annahmen widersprechen, bewahrt haben.
Die
Wissenschaft steht vor einem jener großen Paradigmenwechsel, wie sie
die Wissenschaftsgeschichte (siehe Thomas Kuhns Arbeit über
Wissenschaftsentwicklung als Geschichte von Revolutionen) kennzeichnen
und alle paar hundert Jahre etwa abspielen. Und die daran erkennbar
werden, daß immer mehr Annahmen die wissenschaftliche Szenerie
bestimmen, die aber nicht mehr beobachtbar sind.
Somit
ist nur die Interpretation anders und sämtliche Schlüsse, die auf
dieser aufbauen. Die unter den alten Annahmen sehr voreilig als
"wissenschaftliche Tatsache" verkauft werden, die aber zunehmend der
heliozentrischen Sicht widersprechen. Die ohnehin nur noch mit einer
immer größeren Fülle von "Flicken" - als Postulate, die notwendig
anzunehmen waren, obwohl man sie weder beobachten noch beweisen konnte -
gehalten werden konnte. Mit dem Postulat der Geozentrik aber müssen
keine "dunkle Energie" oder "dunkle Materie" oder "Multiversen" etc.
mehr angenommen werden. Hier zeichnet sich ein Erdbeben gigantischen
Ausmaßes ab. Längst nimmt die Zahl der wissenschaftlichen Arbeiten zu,
die von diesem Postulat ausgehen. Freilich wächst derzeit noch die
Energie der Mainstream-Wissenschaft, die die Diskussion unterdrücken
will.
Dieses Fernsehinterview aus Amerika soll einen
ersten Vorgeschmack auf dieses Thema geben. Mit dem sich dieses Blog in
nächster Zeit noch sehr eingehend befassen wird. In dem die atemberaubende
Tatsache näher vorgestellt werden wird, daß das gesamte Universum -
durch naturwissenschaftliche Beobachtungen belegt - auf die Erde als
Zentrum des gesamten Kosmos ausgerichtet ist. Das ist eine beobachtbare
Tatsache, keine Annahme.
So daß sich die Geozentrik* als Prinzip einer neuen (alten) Sicht
des Kosmos klar von der bislang effizientesten Verleumdung abgrenzt, mit
der die Diskussion über das geozentrische Weltbild zu unterdrücken
versucht wird: Von der These der "Flat Earth - Flache Erde",
dergemäß die Erde eine Scheibe sei. Damit hat das geozentrische Weltbild
nichts zu tun. Diese nicht schwer widerlegbare Spinnerei soll aber eine
seriöse Auseinandersetzung verhindern und wird deshalb regelrecht
propagiert, und Vertretern der Geozentrik untergeschoben. Weil dann
jeder, der das kopernikanisch-heliozentrische Weltbild in Frage stellt,
ganz leicht als unvernünftiger Phantast und Verschwörungsfanatiker
abgetan werden kann.
Wer den Film "The Principle" kaufen (downloaden oder als DVD bestellen) möchte, der kann das auf der verlinkten Seite
tun. Der VdZ hat es getan, und er kann es nur empfehlen, die 15 Dollar
sind bestens investiert. Er möchte aber auch warnen: Er war tief
erschüttert. Und hat - in seinem Alter! - noch einmal einen
Paradigmenwechsel vorgenommen, den er als Bergsturz erlebt und der
enorme Auswirkungen hat.
Weil
sich diese Frage keineswegs in einem netten Salongespräch klären läßt,
wo man dann eben dies oder das annimmt, eventuell seine Meinung ändert,
und heimgeht. Erst als er vor kurzem auf dieses Thema stieß wurde dem
VdZ klar, daß sich die Antwort darauf auf das gesamte Selbstbefinden,
die Identität, auf das gesamte Menschsein und auf unsere gesamte Kultur
entscheidend auswirkt. Denn wie Thomas von Aquin sagte - im Streit
zwischen Glauben und Wissen siegt ... das Gewußte. Aber alles Wissen
ruht auf einer vorausgehenden Weltsicht auf! Erst diese macht aus
Information überhaupt Information.
Damit sind wir beim
ersten Absatz: Denn so wird begreiflich, warum sich derartig massive
Kräfte rühren, die diesen für unser Abendland entscheidenden Irrtum, der
kein wissenschaftlicher Irrtum ist, sondern auf einer aus
philosophisch-weltanschaulichen Gründen gesetzten Annahme beruht, so
vehement verteidigen und tabuisieren. Nicht einmal die "Big
Bang"-Theorie läßt sich aufrechthalten.
Immerhin
beginnt die Wissenschaft der Moderne mit genau diesem Ansatz: Daß die
uralte Sicht des Universums mit der Erde als Zentrum FALSCH ist. Das hat
die gesamte weltanschauliche Basis der Menschen verändert. Plötzlich
klaffte zwischen dem Glauben und der Überlieferung sowie den "Tatschen
der Welt" eine ungeheure Kluft, die immer weiter aufging und alles zu
erschüttern begann. Aber schon Galileo Galilei hat - was bei uns kaum
bekannt ist - ein Jahr vor seinem Tod nachweislich (und ohne Druck, er
hätte es nicht mehr nötig gehabt, die Sache war gegessen) seine
Sichtweise verändert und ist zum geozentrischen Weltbild zurückgekehrt.
Freilich, auch das zeigt Kuhn, eine breite Änderung der
Betrachtungsweise wird noch lange dauern, denn eine neue, grundsätzlich
andere Sichtweise braucht viele Jahre, in denen sie massiv bekämpft
wird, ehe sie sich erst langsam, aber dann fast explosionsartig rasch
verbreitet und allgemein wird.** Denn wer die Geschichte der
"wissenschaftlichen Gewißheiten" verstehen will, muß vor allem
"Massenpsychologie" verstehen.
Morgen Teil 2) Unser materialistisches Weltbild wird absehbar zusammenbrechen.
Wer wissen will wann, muß etwas von Massenpsychologie verstehen.
Das Video.
*Wir sprechen hier zwar von "Geozentrik", aber um genau zu sein, müßte man ergänzen: Ob die Erde im "Zentrum" des Kosmos ist, kann man nicht sagen, aber sie ist auf jeden Fall an einem "sehr speziellen Platz", auf den alles zuläuft und um den sich alles dreht.
**Unser gesamtes materialistisches Weltbild unter dem wir heute
stehen, wird in der Folge zusammenbrechen. Endlich also auch der
Darwinismus, der auch nur eine Folge jener Kosmologie war, die seit
Galileo Einzug in die Lehrstuben und dann in die Köpfe aller Menschen
hielt.