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Montag, 12. August 2024

Vom Irrtum des Lobes, und von der Seltenheit des Genies

Korrespondenz über den Irrtum des Lobes, und über das Genie - G hat sich m. e. und bedauerlicherweise dann verstiegen, heute halte ich ihn für unerträglich. Er erzählt heute auch enorm viel Blödsinn, hat aber - wie ein Guru - eine große Fangemeinde. Aber die XY aufgedeckt zu haben ist zweifellos sein Verdienst, der am Anfang stand, aber dann durch seinen Narzißmus elendig abgesoffen ist. Lob und Erfolg zerstören rasend schnell, schon gar am Anfang eines Lebens oder eines Werkes.

Überhaupt ist Lob die gefährlichste Waffe, die es nur geben kann. Wenn man jemanden zerstören will, dann lobt man ihn über den grünen Klee. Kaum jemand verkraftet das, kaum ein Selbst, das nicht abhebt, und den Sinn für Wirklichkeit zerstört. Wenn ich mir die heutigen Jungen anschaue, schon gleich die Generation nach mir, da fängt das bereits an, dann ist das die Folge: Hochmut, totaler Zerstörung des Wirklichkeitssinns. 

Und warum? Weil man sie als Kinder und Jugendliche viel zu viel gelobt hat. Das gilt ja in der heutigen Pädagogik als die große Wunderwaffe, um das Selbst eines Menschen zu stärken. Was für ein Quatsch! Ganz selten, punktuell, kann man einen Menschen, der vielleicht am Boden liegt, an sein Gutes erinnern - loben. Ihm helfen, das Gute wieder oder überhaupt einmal zu sehen - in der Anerkennung. Aber selbst damit muß man bis zu Momenten geizen, wo es vielleicht um Alles geht, und jemandes Lebensdecke zu zerreißen droht. 

Ansonsten muß und kann jeder Mensch nur am Wirklichen satt und stark werden. und nicht selten, ja allermeist muß jeder gerade solche Phasen durchmachen, daß er den Glauben an sich verliert - und sich dann wieder auf das Wirkliche besinnen muß. So wächst sogar der Glaube, der Krisen und Niederlagen durchstehen läßt. 

Mittwoch, 2. November 2022

Donnerstag, 20. Oktober 2022

Existenz als Co-Existieren - Zur Verschränkung (2)

Zum Wesen der Verschränkung. Nobelpreisträger Zeilinger als Widerlegung der Schul- und Bildungstheorien. - Die Verschränkung von Teilchen spielt sich also ontologich in einer Hierarchie ab , deren Ausgangspunkt der Ort ist - das "Sein als Photon" (z. B.) Von diesem Wesen ausgehend, das aber keine "Zeit" hat (die tritt erst mit dem Weltwerden hinzu, also "nach" dem Verschränktsein), sind die als verschränkt auftretenden (Photonen-)Teilchen analog. 

Aber nicht wie Synchronschwimmer, die ZUSAMMEN EIN Muster bilden, und daran mit je gleichen Bewegungen teilnehmen, sondern als Einzelschwimmer, die jedes für sich das Ganze des Beziehungsumfassenden - die Ordnung, der alle Teilchen gleich gehorchen - darstellen. Und die mit dem Eintreten in die Zeit (die Phtonen bewegen sich) in je einen je neue Beziehungsordnung eintreten, mit der sie interagieren. 

Das dürfte der Grund sein, daß sie bisher einzige "Verwendung" für "Krypto-Informtion" tauglich ist. Weil nur der Empfänger alleien durch sein Empfangen, bei dem er an einen Ort mit dem einlangenden Photon tritt, damit auch den Schlüssel hat, unter dem er die einlangende Information deuten, als Informaton die Informaiton selbst erkennen kann. 

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Existenz als Co-Existieren - Zur Verschränkung (1)

Wenn man begreift, daß WESEN eines Dings nie isoliert zu denken ist, sondern immer AN EINEM ORT, dann erweitert sich das 'Begreifen aller Dinge zu einem DING IN EINEM BEZIEHUNGSNETZ. Aus dem es nie herauszureißen ist, sondern auf den es immer bezhogen bleibt.

Damit wird auch verstehbar, daß alle Dinge AN DIESEM ORT (der nicht irdisch reduktiv als "Ort" gedacht werden darf, sondern als Metapher für das Zusammensein jedes Dings mit anderen an einem Seinspunkt, einem Knotenpunkt von Bezogenheiten, die jedem Ding WESENHAFT anhaften, also auchnicht abzustreifen sind, was immer ein Mensch tut. )

Donnerstag, 13. Oktober 2022

NIcht Schwarze, nicht Weiße sind wir (2)

Wem der Vater die Tochter gibt. Wer seinem Volk angehört. Und die Anmerkungen. - In der Überlegung, wem er also die Tochter zur Frau geben solle, sollte der katholische Vater wissen, wen er zu wählen hat. Sonst wäre ja - selbst wenn er in der Klugheit von "Die Gnade folgt der Natur", ja setzt die Natur voraus (und zerstört sie nie) handeln, also die Kraft der rein leiblichen Geprägtheit als kulturellen Faktor in der Prägung des Fleisches richtig einschätzen sollte - auch er Heide. (Und dieses kulturelle Erbe spielt in Mischehen eine immense Rolle, die ebenfalls fast immer völlig unterschätzt wird.³) Der nach dem Blut urteilt, nicht nach dem Geist der Einheit und damit der Ewigkeit.
So, wie es die Heiden machen, die sich am Traum eines Zustands festklammern, den uns Adam und Eva verloren haben, wo das Fleisch noch den Geist vollkommen trägt und führt und von ihm in ganzem Gehorsam gelenkt wird. Sie sind es, die das ewige Glück vom Fleisch erhoffen, und deshalb dne Ordnung für ihr Leben ganz davon bestimmen lassen. 

Mittwoch, 12. Oktober 2022

NIcht Schwarze, nicht Weiße sind wir (1)

Was theoretisch oft schwer auszusagen ist, ist es im Gleichnis umso leichter. Wenn man es denn findet. Das hat in diesem Fall E. Michael Jones, von dem ich es übernehme. Denn mit ihm bin auch ich der Auffassung, daß die Rede von "weiß" und "schwarz" eine künstliche Kategorie ist, die nur der Instrumentalisierung eines an sich bedeutungslosen Kriteriums ist - das der Hautfarbe. 

Das heißt aber NICHT, daß sie in der Realität keine Rolle spielt. Aber nur in einem beiläufigen Sinn (s.u.), so wie eine große Nase, ein geflügeltes Ohr, oder ein Fischerbuckel.*
Identität wird aber durch kulturelle, human-geistige Kategorien bestimmt.
Wenn also in diesem Artikel davon die Rede ist, daß eine Frau "schwarz", aber dennoch Italienerin sei, so ist sie eben NICHT EINE SCHWARZE FRAU ist, SONDERN ITALIENERIN, die aus bestimmten gründen eine schwarze Hautfarbe hat. ABER SIE IST KEINE SCHWARZE. Und die Frau daneben KEINE WEISZE. Beider Frauen Identität ist, Italienerin zu sein.
Weißsein und Schwarzsein sind keine einen Menshcn grunsäthzlich bestimmenden, dabei zwar nicht völlig bedeutungslose, aber höchst periphere  und nur nachrangig wirksame Merkmale von Identität. Menschen eines Kulturkreises können also NIE ihre Kultur, aber ihre Hautfarbe ändern. Alles andere ist heidnische Bluts-Ideologie, und unserer Kultur fremd, ja deren Todfeind.

Dienstag, 4. Oktober 2022

Von Mächtigkeit und Legitimität (2)

Anhand konkreter Beispiele. Und: Warum das Schicksal der Bloodlands sich weiter verlängert - Es bestehen damit auch direkte Verbindungen zwischen ausgeübter, möglicher Macht, Wesenserfüllung (die ein Akt des Gehorsams ist), und Legitimität. Denn Legitimität kann nur im Absoluten bestehen, und dieses ist wiederum durch die Begegnugn erfahrbar. Es kann als eine Art "Ausgang ohne Rest" in der Bilanz zwischen faktischer, realer, möglicher Macht und dem ontologischen Gepräge der Struktur, in der man steht und über die man Macht ausübt. Ein zu wenig ist nicht weniger spannungsladend, wie ein zuviel.

Es ist aber ein ontologischer Vorgang, keiner der menschlicher Willkür und "Phantasie" unterliegt. Deshalb kann sich nur der Mensch in seiner innersten Tiefe auch die Sicherheit holen, die jede Furcht in der Ausübung verscheucht, und zwar von selber. Die als erworbener Habitus auch jene gelassene Ruhe verleiht, die älteren, längerdienenden Herrschern inne wohnt, selbst wenn ihre Umgebung unruhig ist. Sie sind damit auch der Anker eines Volkes, das in Stürmen steht. 

Montag, 3. Oktober 2022

Von Mächtigkeit und Legitimität (1)

Eine der schlechtesten Konstellationen des menschlichen Repertoires liegt in der Balance zwischen Macht, Mächtigkeit (als Vermögen, Dinge zu bewegen), und der ontologischen Disposition dazu (um das Wort "Vorbestimmtheit" zu vermeiden.) 

Dieser Gedanke geht davon aus, daß sich überall in der Natur eine Entsprechung zwischen dem Sein der Dinge und deren Wirkfähigkeit findet. Diese Reichweite der Mächtigkeit läßt sich an der Ausstattung der Dinge erkennen. Der Löwe hat mächtige Waffen, aber er kann sie nur anwenden, wenn er auch entsprechende Strategien hat, Beute damit zu schlagen. Begegnet er stärkeren Mächten, stößt er an Grenzen, die also immer "von oben" kommen. Das zeigt sich auch in Machtkonstellationen, in denen das Indiviuum in die Bereiche des Soziialen als Wesensbestandteil ragt. 

Samstag, 6. August 2022

Gedankensplitter (1430)

Die der Partei der Grünen zugehörige Frau Minister Annalena Baerbock hat (als dt. Außenministerin fällt das wohl in ihre Zuständigkeit) die Aufnahmsprüfung für die deutsche Diplomatenakademie abgeschafft. 

Grund? Die Prüfung bestand u. a. aus psychologischen Tests samt Fragen zum Allgemeinwissen. Aber zu wenige Frauen konnte diese Anforderungen erfüllen. Das hat den Kriterien der von Frau Baerbocks bei Amtsantritt angekünigten "feministischen Außenpolitik" offenbar nicht entsprochen. 

Aber ehe der Leser nun auf gewohnte Weise reagiert, werfe ich gleich einen Block in die Speiche. Wir müssen die Sache nämlich anders angehen. Neu. 

Sonntag, 5. Juni 2022

Woran die Familie zerbricht

Eine der fatalen Folgen des Denkens in autonomen, individualistischen "Talenten" und für sich stehenden "fähigkeiten" (als hätte das Tun sein Objekt bereits in sich, und als wäre eine Bewegung, also eine Fertigkeit, nicht primär abstrakt und ohne Ausrichtung auf das Zielobjekt - der Junge, der geschickt in der Handführung ist, kann sowohl hervorragend Schrauben drehen, als auch Tapeten kleben, Madonnen schnitzen und Geschichten formulieren, jeweils dieselben Abstrakta), ist das Zerreißen des familialen Zusammenhalts.

Denn wenn das Kind eine Fähigkeit hat, die von der der Eltern völlig abweichen könnte, ja wahrscheinlich sogar tut - die Kleinkindpädagogik setzt heute bereits bei einer identitätsbefreiten, universalen GLEICHHEIT aller Kinder an, die sich dann "ihren inneren Fähigkeiten gemäß" entwiekeln sollen weil angeblich wollen und können - dann besteht nicht nur kein Anlaß, die Traditionen der Eltern zu übernehmen, also in der Familie, im sozialen Alltag zu LERNEN, also eine Verpflichtung zu einem Tun anzunehmen und vom Rollenvorbild (Vater, Mutter, enges oder weniger enges Familienmitglied), sondern das wird ihn sogar höchstwahrscheinlich BEHINDERN weil, mit psychologischen Zwängen befrachtet, einengen.

Samstag, 5. Februar 2022

Stellung kraft Geburt

Was wohl die Geschichtsbücher einmal darüber sagen werden? Es gilt doch als eine der großen Errungenschaften der "leistungsbezogenen" Volksorganisation, die auf wundersame Weise auch die Besten "nach oben" bringt, das alte und ungerechte System der Hierarchie kraft Geburtsrechten abgelöst hat. 

Früher galt, daß jemand dies oder das werden konnte oder wurde, WEIL er in diese oder jene Familie, als dieser oder jener Sohn bzw. Nachfahre geboren wurde. Und man empfand das als gerecht. 

Sonntag, 12. September 2021

Vom Verborgenen des Geistes (2)

Erst wenn alles Bekannte durchlaufen ist, erst wenn man es besitzt, kann jener Überhang wirksam werden, der empfangend Neues schafft, als Teilhabe am Schöpferischen Geist Gottes. Deshalb muß der Begabte seinen Weg im Kampf erringen. - Aber zurück: Das oben Gesagte trifft umso mehr zu, je herausragender eine Begabung ist. Die immer nur aus einem gesellschaftlichen Insgesamt heraus zu verstehen ist. Dem jeder Mensch als Träger einer Antwort und als Erfüller einer zukünftigen Aufgabe zugewiesen ist. Auch wenn dieser Platz sehr lange nicht, also etwa erst im hohen Alter und im Zuge einer endlich willensbefreiten Betrachtung der eigenen Vergangenheit als Panoptikum des Seins gefunden wird, also der Sinn allen Durchleidens der Nicht-Akzeptanz, die man erlebt hat, erkannt wird. Wo das Er- und Durchlebte zu einem permanenten Prozeß des Ausscheidens geworden ist, bis alles Bekannte durchlaufen wurde, sodaß nur noch die schöpferische Totenstille des "Nichts" (als "nichts bereits Vorhandenes") übrigbleibt. Dann ist er sozusagen weichgekocht, dann ist er bereit, das aus der göttlichen Vorsehung hereinstehende wirklich "Neue" zuzulassen. Das nicht machbar, sondern immer Gnade ist.

Samstag, 11. September 2021

Vom Verborgenen des Geistes (1)

Wer viele Begabungen hat, wer über das Maß des Durchschnitts deutlich hinausragt, erfährt bereits als Kind und sobald er in soziale Felder verwoben wird - meist ist das bereits in der Familie der Fall; die Familie ist nicht nur Geber, sie ist auch Problem der Identität - daß ein klandestiner, nur selten offener Kampf gegen ihn geführt wird. 

Der am schlimmsten wird, wenn sich die Eltern einmischen. Und hier vor allem die Mütter. Die für "Ihren Heinzi" die Vorzugsrolle fordern, die ihm ihrer unbeugsamen Ansicht nach zusteht, sodaß sie sich berufen fühlen, seine Benachteiligung zu bekämpfen. 

Dabei sind Mütter die letzten, die die Charakteristik einer hohen Begabung, die immer einzigartig* ist, erkennen.

Donnerstag, 10. Juni 2021

Gedankensplitter 1164c

enn ein Leben ist nicht in Teile zerlegbar, sondern immer ein ganzheitliches Geschehen, in dem eine Person an einem Ort steht, an dem es seinen Kampf zu kämpfen hat. Und was ein Mensch wie verarbeitet, auch - ja, auch das! - er an Hilfen braucht (meinetwegen Alkohol, meinetwegen eine gewisse Ungezügeltheit in Ableitungsmitteln die der Zigarette, oder wer wollte bewerten, wie viele Leben nur dadurch nicht zusammengebrochen sind, weil sie sich am Gut einer hervorragend zubereiteten, hochwertigen Speise gestützt haben.
 
Was also ist hier das Archetyp, das sich zeigt, das sich rührt, das sich in die Welt hebt und gehoben wird? Das sich über alle Ebenen, durch alle Lebens- und Weltbereiche zieht?

Mittwoch, 9. Juni 2021

Gedankensplitter 1164b

Wieviel Genie in solch einer gesellschaftlichen, kulturellen Stimmung verloren ging ist kaum ermeßbar. Und es sind NICHT die Begabtesten, die ein Land verlassen, wie es so gerne heißt. Ich glaube nicht an einen "braindrain". Das Einzige, was ich an diesen Auswanderern bedauere, ist, daß sie tief undankbar sind, und ihr Herkunftsvolk brutal ausgenützt haben und ausnützen. Sodaß sie sogar ihre Eltern an den Schulden zahlen lassen, die ihr Leben bisher aufgeworfen hat.
 
enn jeder Mensch hat zwei Phasen, in denen er auf andere angewiesen, also in einer bilanziellen Schuld steht. Das ist die Phase des Kindes bis zum Erwachsenenalter, und das ist die Phase des Alters. Wo selbst jene, von denen man sagt, daß sie "vorgesorgt hätten", doch in Wahrheit ihr "Kapital" nur deshalb "arbeiten" lassen können, WEIL ES IHRE KINDER ERARBEITEN. Zinsen, Renditen müssen nämlich erarbeitet werden.

Dienstag, 8. Juni 2021

Gedankensplitter 1164a

uch das ist ein Archetyp - das Schöne, Begabte, Gute, Hehre verringert sich, weil das Untere, Häßliche, Unbegabte sonst in Neid ihre Nachberangtheit nicht erträgt. Es hat Mitleid, jeder Begabte kennt das, und jeder Begabte weiß darum wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, die Tag für Tag unter der Tatsache zu leiden hat, nicht dieselbe Höhe der Weltbewältigung zu haben.

us Mitleid, aus höchster Höflichkeit und Benehmenskraft verringert sich also das Hohe. Um dem weniger Hohen ein leichteres Existieren zu ermöglichen. Geschrieben während ich eine Diskussion über Covid19 höre, in der einer der Diskutanten etwas in seiner Klarheit fast Schneidendes spricht: Wir stehen bei Covid vor der Tatsache, daß ausgerechnet der, der gesund ist, der kräftig ist, der sein Leben in aller Weite leben möchte und kann, der auch keiner Gefährdung unterliegt.

Samstag, 29. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (3)

Teil 3) Und wir? Wir sehen einen Vatermörder, der als Lebenssituation mit Aufreißerschmäh um halb zwei an der Bar hängt


Denn hat sich die via Vererbung ähnliche bis gleiche Disposition zuerst noch in der Hinwendung zur Musik geäußert, greift ein Sohn (meist etwa zur Mitte seines Lebens) nach dem Vater. Eine folgerichtige Ablöse in der ontischen Ausrichtung des menschlichen Lebens auf Lebensphasen, die wiederum im Insgesamt des menschlichen Geschickes stehen, das generationenübergreifend IST.

QR Stefan Verra
Jetzt wissen wir somit, warum Stefan Verras jüngst erschienenes Buch den Titel trägt "Auch Leithammel sind nur Menschen" - als Zertrümmern der Vatergestalt! Und warum er dann mit Schopenhauer, diesem klugen Beobachter und Protokollisten der Eristik, der Kunst "im Gespräch zu siegen" daherkommt. 

Denn Evolutionisten müssen ja (sonst fehlt das unbedingt notwendige Prinzip des Fortschritts, des "warum" sich etwas entwickeln soll) das Leben als Kampf klassifizieren. Den sie selbst ja tatsächlich führen. Evolutionisten künden also (wie alle) nur von sich.

Dennoch rezipiert Verra manches gut. Das tun Liberale bekanntlich, die heute gerne diesen Zug zum "Konservativen" haben, wir haben oft schon darüber gehandelt. Was er übers Verkaufen sagt ist völlig richtig! Verkauf ist ein Seinsübergang, hat der VdZ (der ja nicht wenig Erfahrung mit dieser menschlichen Handlung hat) hier schon öfter formuliert. 
Der Kunde stimmt im "Verkaufsgespräch" einem Produkt zu, weil er es letztlich als in seine Seinssphäre zugehörig einstuft. Und somit ist sein "Kaufwille" als Wille, der als Verteidigungsgestus eines bereits Besitzenden (bzw. bereits Besessenen) am allerbesten beschreibbar ist.

Freitag, 28. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (2)

Teil 2) Der eine liest, der andere sieht die Gestalt 


In eine ähnliche Kerbe, sogar noch direkter die des Gestaltsehens, schlägt dieses Gespräch desselben Senders mit dem Osttiroler, dessen Vater (nanonana, wie der Wiener da sagen würde) Bildhauer ist. Und was ist ein bildender Künstler mehr und anders als ein Gestaltseher! 

Was ist überhaupt ein Künstler mehr als ein Gestaltseher, der von dieser nur dem geistigen Menschen sichtbaren "Unsichtbaren" so gefangen ist, daß sie seine Lebensgrundlage ausmacht. Wenn sich also der im ersten Teil dieses Beitrages vorgestellte Eric Standop als Gestaltleser vorstellt, so stimmt umso mehr, wenn sich Stefan Verra als Gestaltseher bezeichnet. Er sieht, der andere liest, je nach Medium, in dem er tätig ist, aber immer ist es dieselbe Archetypik der Stellung zur Welt.

Donnerstag, 27. Mai 2021

Neues von der Gestaltsicht (1)

Es ist etwas, das jeder kann. Oder könnte, das heißt: Die allermeisten wissen nicht, daß sie die Welt so sehen, wie Eric Standop es zum Beruf gemacht hat. In und von dem er aber erst in Ostasien (Hongkong) arbeiten und leben konnte, denn für diese Dinge hat man in Europa wenig Sinn. Während das, was jeder Mensch kann - das Lesen von Gestalt, das Rezipieren dessen, was er davon wahrnimmt, das in Europa stumm, stillschweigend in die persönlichen Urteilsprozesse einfließt - in Asien überhaupt gerne zur für sich stehenden "Kunst" gemacht wird.
QR Eric Standop

Die es gar nicht ist. Denn das Wissen um eine Grammatik, die aber unendlich komplexe Dynamik ist, in der das Momenturteil in das Einfluß nimmt, was beurteilt und in das, was "ist", sodaß das Gehörte, das Urteil des Gesichtslesers (in dem Fall) in das eigene Sein miteinfließt und ... lähmt, katatonisiert, erstarren läßt, ist keine Kunst, sondern ein Defekt, wenn es für sich gestellt und "angewandt" wird.

Sonntag, 18. Oktober 2020

Gedankensplitter 998

Nächste Gedankensplitter 
als Fortsetzung zu jenen des vergangenen Montag


Diese Überlegungen sind keineswegs nebensächlich. Sie sind sogar HAUPTURSÄCHLICH in der Existenzfrage aller Menschen und aller Kulturen, somit aller Institutionen, ob Staat, Unternehmen, Familien, einfach von allem. Und diese Existenzfrage ist die Frage nach der Religion, also nach dem Katholischen! 

Der katholische Glaube KANN sich nur dann konstituieren, wenn sich die Art der Weltbegegnung als Gestaltsehen entfaltet. Nur soweit und nur wo, wo sich die Weltbegegnung als solches Gestaltbegegnen, als Begegnen von Orten, als "Philosophie und Exegese des Ortes" konstituiert, kann es Glaube und damit Heil geben.

Wie zerstört unsere Kultur (und damit wir, denn der Mensch ist fundamental Kulturmensch) ist, kann man alleine daran erkennen, wie verdunstet dieses Fundamentalprinzip der Welt ist.

***

Während wir ohne jede Aussicht auf Erfolg versuchen, die Phänomene zu retten (Staat, Familie, usw. usf.) oder gar zu restaurieren, indem wir ihre (angeblichen, also angeblich "an sich bestehenden") Qualitäten zu errichten trachten. Noch einmal: OHNE JEDE AUSSICHT AUF ERFOLG. Im Gegenteil, wirken die allermeisten Restaurations- und Rettungsversuche weiter zerstörerisch.

Besteht aber in solcher Diagnose der völligen Zerstörung Grund zur (kulturellen) Verzweiflung? NEIN! Denn erstens ist diese Zerstörung NIEMALS VOLLKOMMEN, ja nicht nur das, das Wesentliche ist nach wie vor am Werk und ist in seinem Wesen UNZERSTÖRT. Und das ist zweitens die Idee selbst, also die Landschaft der Orte, die in Gottes Wissen und Vernunft geordnet sind. 

Weil sie aber von Gott stammen, tragen sie in sich den Willen (als Richtung, als Gerichtetheit zur Weltschaffung hin) Welt zu werden. Und können gar nicht sterben bzw. absterben! Sie sind also immer (sic!) nicht nur NOCH DA, sondern sie warten wie am ersten Tag der Schöpfung darauf, sich zur Welt zu Leib anzunehmen bzw. sich in den vorhandenen Leibern (die NUR DESHALB überhaupt bestehen, die es nur deshalb überhaupt GIBT) zu manifestieren.

***

Diese oben angerissene Voraussetzung, die so fundamental für das Menschsein ist, hat auch konkrete Auswirkungen zur Art des Wirtschaftens, damit des Arbeitens, des Konsumierens, des Kaufens und Verkaufens, weil des Lebensvollzuges generell. 

Auch diesem Thema werden wir uns noch weiter widmen, denn wenn man den VdZ fragt, WORUM ES ÜBERHAUPT HEUTE GEHT, dann kommt er immer expliziter auf diesen Punkt. Der nicht nur die Hauptstoßrichtung in einer begründbaren und legitimen, ja unbedingt notwendigen Kritik am Kapitalismus ist, sondern der auch das einzige "System" ist, das dem Menschen angemessen ist und ihm gerecht wird. 

Ja, das wie die "Weltformel" alles in sich birgt, und alle Widersprüche löst, weil alle losen Enden (von denen sämtliche Theorien, die heute bestehen, sämtliche Ideologien, sämtliche "Religionen" - mit dem Hinweis, hier ausgebreitet, daß das Katholische KEINE RELIGION ist) zusammenführt. Und wir werden das beweisen. Lassen Sie, werter Leser, dem VdZ nur noch etwas Zeit, das Kind (das einerseits neu, anderseits so "alt" ist) zu gebären.

Aber alles andere ist Zeitverschwendung. 

***

Mit dem Witz bei der Sache: Daß an allem hier oben Geäußerten nichts "neu" ist, sondern daß es auf das allem seit je zugrundeliegende Prinzip verweist. Das sogenannte "Neue" ist also eine Rückkehr.

Zu einem Prinzip, das auf Gehorsam, Treue und Glaube basiert, und das seinen Blutkreislauf (sozusagen) nur unter diesen Bedingungen aufrecht halten kann. Auf jenem FIAT somit aufbaut bzw. auf jenes FIAT ("Mir geschehe nach Deinem Worte ...") verweist (das damit die Grundformel der Welt und Schöpfung überhaupt ist), dem die Welt ihre Erlösung verdankt, und das ihr den Zustand des Vor-Sündenfälligen, also des (ersten) Paradieses wieder eröffnet hat. Wenn schon nicht zu Lebzeiten, auf dieser (!) Erde, dann in der nächsten (nach der Neuschöpfung, wie Jesus versprochen hat).

In gewissem Sinne also wartet die gesamte Menschheit darauf, daß dieses Prinzip zur Gesamtherrschaft gelangt. Ja, die Welt ächzt und stöhnt unter der Abweichung davon.


*290920*