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Freitag, 18. Oktober 2019

100 Jahre Haß (5)

Teil 5)



Das macht es auch völlig logisch, daß die nächste Station der Weltreise Foxmans Kiew und die Ukraine ist. Denn die Ukraine will sich aus Rußlands Armen befreien, und braucht dazu den Westen und die USA. Also läßt auch sie sich auf Anti-Semitismus einschwören, als vermeintliche Eintrittskarte in Washingtons Strategieüberlegungen. Der Preis sind einige ukrainische Aktionen gegen Anti-Semitismus in der Ukraine. Und die außenpolitische Unterstützung Israels. Das geht sogar so weit, daß sich Juschtschenko ermahnen läßt, hinkünftig zu unterlassen, den Holodomor (den Hungertod von rund fünf, vermutlich sogar acht Millionen Ukrainern unter Stalin) der 1920er Jahre mit dem Holocaust zu vergleichen. Der natürlich schlimmer, eben einzigartig in der Geschichte war. Und der ukrainische Ministerpräsident nickt tatsächlich dazu, läßt sich von ADL-Foxman wie einen Schulbuben belehren, und unter Druck setzen. Ja, sagt er, er wird den Holodomor nicht mehr als Genozid bezeichnen, und ihn nicht mehr mit dem Holocaust vergleichen.

Eine ADL-Vertreterin bestätigt nach dem sehenswerten Treffen wörtlich die Notwendigkeit, auf der "Schuldseite zu spielen". Deshalb darf nichts die Opferrolle der Juden schmälern. Die Schuld der Väter darf um nichts verringert werden. Und die Söhne müssen dafür die Verantwortung übernehmen.

Aber Shamir möchte sich mit dem gegenwärtigen, nicht mit ehemaligem Anti-Semitismus befassen. Also wendet er sich Moskau zu. Wo ein Attentäter in eine Synagoge eingedrungen war, und dort etliche Männer niedergestochen hatte. Der Vorfall war zur Gänze auf den Überwachungskameras aufgezeichnet worden. Also hat der Filmemacher sich mit den Mitgliedern der dortigen Synagoge unterhalten. Ob die sich nun unsicher fühlten? Und da wird es heftig.

Denn die Leute dort sagen, daß es in Moskau überhaupt keinen Antisemitismus gibt! Vielmehr, sagt einer, ist Anti-Semitismus eine bequeme Ausrede für Leute, die keine Karriere machen, weil sie faul und unfähig sind. Also rast Shamir sofort nach Kiew, um den ukrainischen Rabbi zu fragen. Der sagt im Grunde dasselbe. 

Und macht die interessante Feststellung, daß ihm auffällt, daß säkulare, unreligiöse Juden sich um Anti-Semitismus viel mehr sorgen als religiöse Juden. Für einen orthodoxen Juden steht Anti-Semitismus gar nicht am Speiseplan. Jude zu sein bedeutet ihnen ganz einfach, Judaismus zu praktizieren, der Rest kümmert sie nicht. Sie sind durch die Praxis Juden, basta. 

Aber jüdische Gemeinden in der ganzen Welt, die nicht religiös sind, haben im Anti-Semitismus "ihr Ding" gefunden. Endlich haben sie etwas, das ihnen Identität gibt.  Und prompt bestätigt das die ADL-Sprecherin, auf Punkt und Beistrich. Die Geschichte mit dem ADL und dem Anti-Semitismus gibt Identität, denn das tut die Religion für nicht orthodoxe Juden nicht.

Nun wird der Film immer verständlicher, sein Aufbau erklärt sich. Da war erst die Indoktrinierung der Jugend, die Zeitungen, die damit Geld verdienen, und schließlich das Büro der größten jüdischen Vereinigung gegen Anti-Semitismus, der ADL ... und dem steht die nackte Realität gegenüber, die ziemlich anders ist. 

Was ergibt sich daraus? Überall Anti-Semitismus zu sehen ist Teil der jüdischen Identität. Das sagt der Israeli Yoav Shamir in seinem ausgzeichneten Film "Defamation". Er ist aber nicht real. Ja, es gibt ihn gar nicht. Zumindest nicht in der kolportierten Form. Höchstens als normale, verständliche Reaktion auf menschliche Verhaltens- und Mißverhaltensweisen gegenüber einzelnen Juden oder Gemeinschaften. 

Um das sagen zu können, werte Herrschaften, muß man wohl Jude sein. Dafür käme unsereins nämlich in den Karzer, ja vielleicht sogar würde er geköpft. Wegen Anti-Semitismus, dieses pöhse pöhse Haßverbrechen.


Morgen Teil 6)




*260819*

Beim Töten einer Fliege

Der Giftspray, der immer unter dem Schreibtisch wartet, denn die Fenster, vor denen er steht, sind den meisten Teil des Jahres über offen, alles mögliche Getier kommt dann herein, nicht alles ist willkommen, tut seine Wirkung. Die Fliege verliert sichtlich an Vitalität, wird langsamer, behäbiger, längst wäre es leicht möglich, sie zu erschlagen, ihre Reaktionsfähigkeit ist deutlich verlangsamt, die Hand schnell genug. 

Sie setzt sich auf die Lampe und putzt ihre Beine. Sie putzt ihre Beine! Sie will offensichtlich etwas los werden, das ihr anhaftet. Soweit spürt sie es noch.

Wo die Gefahr nicht konkret erkannt wird, wird die Reaktion zum bloßen, ungerichteten Archetyp. Beine putzen. Die Gefahr sitzt am Rumpf, wo über die Trichinen das Gift eindringt und auf ihre Nerven wirkt, bis sie tot ist. Sie weiß aber nur (weil spürt), daß etwas da außen ist, das ihr Leben bedroht. Aber sie weiß nicht was.

***

Wo der Mensch die Wahrheit nicht erkennt, wo er an ihr nicht teilhat, bleibt er verhaftet an die ziel- und richtungslosen, amorphen Archetypen der Welt. Damit wird sein Denken, Reden, Handeln aber irrelevant, weil es keinen Weg zur Welthaftigkeit findet. Also muß er Welthaftigkeit erfinden weil behaupten, sonst fiele er in Verzweiflung.




Donnerstag, 17. Oktober 2019

100 Jahre Haß (4)

Teil 4)



Dabei beläßt es Shamir vorerst. Und berichtet, daß ihn der Vorsitzende der ADL (Anti Defamation League) Abraham Foxman auf seine Reisen mitgenommen hat. Jedes Jahr besucht Foxman Staatsmänner und Politiker, veranstaltet Empfänge und pflegt Kontakte. Weltweit sucht er einflußreiche Leute, die ihm helfen können, gegen Anti-Semitismus zu kämpfen. Das geht bis zum Heiligen Vater in Rom. Sogar Gianfranco Fini (Lega Nord) ist einmal Gast. Überall wird natürlich mit fettem Polizeischutz hingefahren, um auch dem letzten Schusterbuben klar zu machen, wie heikel die Mission eines Mannes ist, der überall mit dem Tod bedroht wird, weil er Jude ist. Und natürlich, wie wichtig Foxman ist.

Apropos Auto. Dort läuft ein interessantes Gespräch mit Foxman ab. Als er auf die Frage, warum all die Staatsmänner und Politiker das täten, antwortet, daß sie es aus ihrer eigenen Wahrnehmung des Anti-Semitismus als Problem täten. Und weil sie die Geschichte glauben, daß Juden so mächtig sind. Das sind sie nicht, sagt er. Sie sind nicht so mächtig, wie die Feinde der Juden annehmen, wenn auch nicht so ohnmächtig, wie Juden selbst sich einschätzen. Irgendwo dazwischen, sagt er. Die Politiker der Welt glauben, daß die Juden großen Einfluß auf Washington haben.  

Wie also soll man die Verschwörungstheorien über Juden und ihre Macht bekämpfen, ohne sie nicht gleichzeitig als Jude zu benützen? Wenn es zu einer UNO-Generalversammlung kommt, trifft der ADL sich mit vierzig Staatsoberhäuptern, die Kontakt suchen. Warum wohl?

Es ist wie ein groteskes Spiel, sagt Yoav Shamir. Foxman arbeitet mit dem Bluff, daß alle an einen Einfluß in Washington glauben, den er gar nicht hat - und bekommt ihn dadurch tatsächlich!*

Genau dieser Glaube an die Macht der Juden aber ist es, der oft tatsächlich Neid und sogar Haß auf sie nährt. Salopp formuliert: Juden sind einfach oft ziemlich geschickt, gerade in solchen Dingen, die der Rhetorik eher zuzurechnen sind als realer "Macht". Die Juden haben sich seit je, weil sie seit der Zerstreuung (ab 70 n. Chr.) überall und immer eine Minderheit waren, als Strategie auf die Beeinflussung der öffentlichen Meinung konzentriert. Die Angst des Feindes, der glaubt, ein Millionenheer vor sich zu haben, ist in einem Krieg oft viel bedeutsamer als die wirkliche Heeresstärke Israels. Das vor allem hat sie zu den Medienmagnaten gemacht, die sie heute sind.**

Foxman hat eine enge Beziehung zur israelischen Regierung. Denn der ist Anti-Semitismus als taktisches Moment immer eine sehr wichtige Angelegenheit gewesen. Deshalb ist es der israelischen Regierung auch gar nicht so recht, wenn es da heißt, daß der Anti-Semitismus in Amerika gar nicht so schlimm sei. Und Foxmans ADL liefert laufend den äußerst nützlichen "Beweis", daß es viel schlimmer ist. 

Die Amerikaner (und das gilt für die Europäer nicht weniger) müssen felsenfest von der Bedeutung des Anti-Semitismus (in seinem Endergebnis, dem Holocaust) überzeugt sein! Und die Politiker nicht weniger. Nur so ist es möglich, daß Amerika seit Jahrzehnten eine Außenpolitik macht, die im Grunde nur israelischen Interessen dient. Und wenn die Amerikaner diese Überzeugung verlieren, dann muß man darauf hinarbeiten ihnen zu verbieten, sie zu gewichten, weil sie so einfach nicht mehr denken oder gar sprechen dürfen. Was ist daran unlogisch, was ist daran nicht fast "genial"? Deshalb ist das ADL für Israel von so immenser Bedeutung. Weltweit.


Morgen Teil 5)


*Das bestätigt die Sicht des VdZ, der seit je geglaubt hat, daß niemand an der Verbreitung und Glaubwürdigmachung von Verschwörungstheorien mehr interessiert ist, als die "Verschwörer" selbst. Die ihre Macht in allererster Linie nur aus diesen Verschwörungstheorien beziehen, die sie mit einer Macht sehen, die sie gar nie hatten. Aber ausgestattet mit dem Mythos, halten sie fortan alle für mächtig. Und plötzlich sind sie tatsächlich mächtig weil einflußreich. Das betrifft in den Augen des VdZ sogar sagenumwobene Häuser wie Rothschild. Wäre der VdZ ein Rothschild, würde er sofort ein Buch in die Welt schieben, das den Mythos der Macht sogar auf den Mars ausdehnt und zu einer Weltsage macht, mit der höchstens noch die Bibel mitkann.


**Bitte, was ist Hollywood anderes gewesen? Am Anfang doch alles andere als eine mächtige Filmproduktion, darum ging es gar nicht. Die Juden, die Hollywood geschaffen haben, haben sich von Anfang an auf den Nimbus konzentriert. Auf den Status, auf den Ruf in der Bevölkerung. Also war das erste, was sie geschaffen haben ... der Oscar. Die Ehrung. Das Merkmal von Ruhm, Ansehen und Qualität. SO haben sie die Filmwirtschaft in die Hand bekommen. Sie haben bestimmt, wer "berühmt" wird, und wer nicht. Hollywood wurde groß und mächtig, weil es eine eigene Welt der Hierarchie geschaffen hat, nicht, weil es so gute Filme produzierte. 

Die Kunst, gute Filme zu machen, konnten sie dann aber jederzeit zukaufen. Denn alle, und auch alle Christen, kamen gerne - um berühmt zu werden. Insofern ist es sehr jüdisch, immer gewesen, Macht über die Nützung der Schwächen der Menschen aufzubauen. Alkohol, Drogen, Pornographie, Ruhmsucht ... die Rolle der Juden in diesen Bereichen ist immens.




*260819*

Heldengeschichte oder Terror. 8.800.000 bestimmt von 76

Was gäbe es dazu noch zu sagen, was nicht längst gesagt ist? Die Statistik Österreich weist nach Kurier-Berichten für die erste Hälfte des Jahres einen angeblich "überraschenden" Tatbestand aus. Die "Ehe für alle" - wir haben es gesagt: Scheingefecht, alles Scheingefecht, es geht um etwas anderes, viel Prinzipielleres - als vermeintliches Instrument großartiger Humanität, das nunmehr Schwulen eine Ehe ermöglicht, wurde im ersten Halbjahr 2019 von ganzen ... halte der Leser sich fest ... 76 (sechsundsiebzig) gleichgeschlechtlich "Orientierten" in Anspruch genommen. (Mit einer "Scheidungsquote", die sensationell ist, das nur nebenbei.)

Bei 8,8 Millionen Einwohnern, von denen wohl jeder zweite nicht ruhen konnte, bei jährlich 50.000 Eheschließungen, in der Einführung der "Ehe für alle" ein hoch dringliches gesamtgesellschaftliches Problem zu sehen, das dann sechsundsiebzig Leute betrifft, wie es ihm eben die Politiker, wie es vor allem die Pruntzmedien vorgequatscht haben.

Aber es gab insgesamt 637 eingetragene Partnerschaften, also die "Ehe für alle"? Ach, was stellt sich heraus, wenn man die Statistik einmal genau auf ihre Bezugspunkte untersucht? 560 dieser "Verpartnerungen" haben stinknormale Heterosexuelle ablaufen lassen.

Warum? Eine Antwort eines dazu befragten Paares ist so lesenswert, daß wir sie ohne weiteren Kommentar bringen wollen. Denn mehr Beweis der gezielten, von oben dekretierten Verblödung dieses Volkes gibt es gar nicht mehr.

Als Grund nannte ein befragtes Hetero-Paar, dass bei einer Partnerschaft von einer "Vertrauensbeziehung" und nicht wie bei der Ehe von "Treue" die Rede ist.

Von der Ehe zurück zur freien Partnerschaft
Somit ist diese zivilrechtliche Verpartnerung gar keine Bewegung, die auf eine winzige Minderheit zurückzuführen ist, die der Mehrheit eine Veränderung der kulturellen Institutionen aufpressen. Dieser Druck kommt viel klandestiner, und ruht auf einem grundsätzlichen Ablehnen der Ehe. Auch unter Katholiken leben die meisten Paare unverheiratet, und andere steigen gar wieder zurück!

Was natürlich irrational und voller Widersprüche ist, aber alles das sitzt eben auf einem Verlust des Denkens auf, das nur in Selbstüberschreitung möglich ist. Nehme man nur dieses Beispiel, das wir von E. Michael Jones übernehmen. Wo ein amerikanisches Paar "stolz" berichtet, daß es seine Ehe auflösen hat lassen, und nun "frei" zusammenlebt. Jones kommentiert das lakonisch mit einer passenderen Schlagzeile: Our marriage is over. Let's be docile wage slaves and sex robots instead.” "Unsere Ehe ist vorbei. Laßt uns an ihrer Stelle wieder fügsame Lohnsklaven und Sexroboter sein.

Der Grundsatz ist auch hier: Rückzug aus der realen Welt. Was ist, ist nicht mehr es selbst. Alles ist nur noch virtuell. Man verlängere dies selber, es ist geradezu allgemeine Auffassung unter den Menschen geworden. Das muß in der Irratonalität enden, damit in einem totalen Weltverlust. Während andere diese Welt, die ihnen da in den Schoß fällt, gerne aufnehmen, denn genau darauf haben sie hingearbeitet. Wir akzeptieren sogar schon Gesetze, die gar niemanden mehr betreffen.*

Es ist schon lange keine Metapher, es ist eine Realitätsfeststellung. Wir leben in einem Land, das von Geistesgestörten (weil sich Geistesstörungen immer personal manifestieren) dominiert wird. Mit einem (von der Politik bestellten! - eine wirkliche Dreiteilung der Gewalten, angeblich DAS Merkmal von Demokratie, gibt es weder in Österreich, noch in Deutschland) Verfassungsgerichtshof, der von Recht und Gesetz und Natur nicht einmal mehr den Funken von Ahnung hat. Von solchen Leuten will der normale Mensch nicht einmal mehr seine Streitfragen im Halma-Spiel geregelt haben.

Wirklichkeit? Das ist irgendwas hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen. Wir leben fröhlich auf Kosten der anderen, in einem Land der geistig Fortgeholten. Und Parteigefickten. Wie schrieb Simone Weil sinngemäß ein- (nein: mehrere) mal? Eine Demokratie, die auf Parteien beruht, endet in einem rechtlosen Irrenhaus der Willkür. Weshalb Parteien notwendig zu verbieten sind, will man ernsthaft Demokratie.

Wir ergänzen nur unwesentlich: Solch eine Demokratie endet automatisch in der totalitären Herrschaft immer kleinerer Minderheiten über immer überwältigendere und überwältigtere Mehrheiten. Hier haben 76 mal zwei, also 152 Personen (pro Jahr, meinetwegen) ein Volk von 8,8 Millionen gezwungen, ihr fundamentalstes Gesetz des sozialen und staatlichen Lebens zu beseitigen. Denn was "alles" in der Welt ist ("Ehe für alle"), ist nichts mehr.



So nebenbei: Als der VdZ etwa im Jahre 1995 an den damaligen Bundespräsidenten schrieb, daß es in Österreich möglich sei, durch die speziellen Sondergesetze die Sozialversicherungen betreffend weit unter das Existenzminimum gepfändet zu werden, meinte dieser in einem (heute noch vorliegenden, haptischen) Antwortschreiben, daß er das Problem zwar habe prüfen lassen, und es verhielte sich so, wie der VdZ es schilderte, aber es beträfe insgesamt zu wenige Personen (nur mehrere hundert) pro Jahr, sodaß eine parlamentarische Regelung nicht angebracht sei. Man müsse das Problem "selber und zwischenmenschlich" lösen. 

Somit sind auch heute die Existenzen von jährlich hunderten (kumuliert also tausenden) ehemaligen Unternehmern völlig unabhängig von ihrem realen und sozialen Hintergrund, in der Hand von verbeamteten Sachbearbeitern auf Hauptschulniveau, meist ohne Kinder, aber mit Pensionsvorrückungen jedes zweite Jahr, weshalb sie natürlich die aktuellen Pensionströge (ein Generationenvertrag) gefüllt wissen möchten. Wobei es um ein Prinzip geht, ein Prinzip des Liberalismus/Kapitalismus: Wo der persönlich geschlossene Vertrag über der Wahrheit und Gerechtigkeit steht, ja diese sogar formiert. Darauf basiert unser Sozialversicherungsrecht, geht es um die Beitragszahler!

Für 76 Personen ändert man aber ein für ein gesamtes Rechtssystem so fundamentales Gesetz wie die Ehe, und zertrümmert sie. Bravo Kurz. Bravo übrigens auch FPÖ. Sie haben dem zugestimmt. "Weil Recht eben Recht ist." Aber nicht nur das, denn wen kümmert das heute noch. Man verändert überhaupt den Begriff von Ehe.

Deus providebit. Das ist die schwerste Drohung, auf die sich die Hoffnung in solchen (und so vielen anderen) Fällen berufen kann. Deus providebit, darf man also den Politikern zurufen. Und den Sachbearbeitern bei den Sozialversicherungen, die ja auch nur ihre gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Und natürlich nie etwas "tun".


*Sämtliche Belange, die bei einer "Ehe für alle" als angebliches Motiv nunmehr rechtlich zu regeln sind, waren es auf zivilrechtlicher Ebene auch zuvor schon.





Mittwoch, 16. Oktober 2019

Kritik, die dasselbe tut wie das, was sie kritisiert (6)

Teil 6)



Wenn Roy freilich versucht, die Umwelt- und Ökologiebewegungen als Versuch zu deuten, aus diesen unentrinnbaren menschlich-kulturellen Matrizen zu entkommen, um so zu einem besseren Selbst zu gelangen, zeigt er, daß er es nicht (wie McLuhan) verstand, die Medienkritik auf einer soliden Metaphysik aufruhen zu lassen. Aus der nämlich klar würde, daß der Mensch selbst die Matrix ist, die den Menschen in einer "Matrix" eingegliedert sein läßt, die ihm gemäß ist - und die in Jesus Christus die einzige vollkommene Matrix gefunden hat. Sodaß daraus sogar die Erlösungsbedürftigkeit klar wird. Roy ist eben Protestant. Genau dort liegt deren Defekt. 

Sie sehen die Welt nicht in den Menschen "hineinlaufen", also alle ihre Formen im Menschen vorhanden, wenn auch notwendig zu reinigen und die Form Christi in Anähnlichung aufzunehmen. Ein Christentum ohne Gestalt Christi ist somit überhaupt nicht vermittelbar! Denn in Christus ist Medium und Information (um in medienkritischen Termini zu sprechen) vollkommen in die Welt gekommen. Genau das hat sie nach dem Sündenfall gebraucht, der dieses Urbild aus der menschlichen Welt gestoßen hat (bzw. dann umgekehrt.) Ausgehend von einer Einheit der Sinne (sic!) ist die Begegnung mit dem Wirklichen immer eine ganzheitliche Angelegenheit, die bei Reduktion auf einen oder zwei Sinne zwangsläufig defiziös ist.







*250819*

100 Jahre Haß (3)

Teil 3)




Der israelische Filmemacher unterbricht seine Polenreise. Denn endlich scheint es in Brooklyn einen Fall gegeben zu haben, der für einen Film über den angeblich weltweit real existierenden Anti-Semitismus tauglich ist. Ein Schulbus, voll mit jüdischen Kindern, war mit Steinen beworfen worden. Ein Stein war gegen ein Fenster gekracht, hatte das Glas durchschlagen, und ein Kind so erschrocken, daß es von der Sitzbank gefallen war. Ein zweiter Stein hatte ein Fenster zerbrochen und Scherben waren gegen ein Kind gefallen. Eine Mutter hatte den Vorfall beobachtet, den auch der Buschauffeur bestätigt. Die Täter waren schwarze Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren, von denen vier bereits verhaftet sind. Ein jüdischer Reporter bestätigt daraufhin, daß Juden in Brooklyn leichte Opfer seien. Angriffe auf Juden seien häufig, sie würden als leichte Opfer wahrgenommen.

Als Shamir daraufhin mit Schwarzen im Viertel redet, sagen die aber, daß das lächerlich sei. Wodurch sollte außerdem ein Angreifer wissen, wer ein Jude ist oder wer nicht? Ihnen selber sind die Juden egal. Aber was sie freilich feststellen ist, daß Juden von der Polizei und von den Gerichten viel besser behandelt werden und sich prinzipiell als Opfer sehen. Während man mit Schwarzen nicht gerade zimperlich umgeht, Richter sie viel schwerer bestrafen und beobachten, und die Behörde sie prinzipiell als Täter einstuft. Wenn es also zu einem Streit, einer Auseinandersetzung kommt, an der ein Schwarzer und ein Jude beteiligt sind, kann man sich ausrechnen, wer wie gesehen wird. Juden sind eben heiliger als Schwarze.

Eine Frau macht sich dann Luft, und sie sieht keineswegs haßerfüllt aus, eher nüchtern. Juden halten sich eben immer für die Auserwählten. Sie haben überall Vorteile, werden überall bevorzugt. Die kennen das System sehr gut, sagt sie, die wissen, wie sie es sich richten können. Endlich. Anti-Semitismus, als ein Schwarzer sagt, daß die Juden auch die Medien in der Tasche haben. Und - jetzt kommt's, endlich - man kann die Strategie, die Welt zu übernehmen, ja in den "Protokollen der Weisen von Zion" nachlesen. Genau so agieren Juden. Die Schwarzen glauben tatsächlich, daß die Juden eine große Verschwörung zur Dominierung der Welt inszeniert haben. Shamir schießt sie diesbezüglich an: Es ist doch Schwachsinn, so eine Verschwörung zu glauben, wo alte Männer beisammen sitzen und beraten, wie sie die Welt dominieren sollen. Wo soll es die geben? Ha, sagt ein Schwarzer, noch nie was von der UNO gehört? Sitzen da nicht alte Männer beisammen mit dem Ziel, die Welt zu regieren? Was ist daran Schwachsinn?

Das Gespräch (um Minute 28) wird immer interessanter. Shamir sagt was dran ist, daß Juden ausgeschlossen werden? Es ist genau umgekehrt, sagt der erstaunlich vernünftig argumentierende Schwarze. Es sind die Juden, die unter sich bleiben! Sie grenzen sich von uns ab, sagt er. Wir, sagt er, haben überhaupt kein Problem mit Juden, warum auch. 

Und ein Rabbi, den Shamir nun kontaktiert, ist fast derselben Meinung. Er sagt, daß er nicht einmal im Fall des Schulbus-Angriffs glaubt, daß das etwas mit Anti-Semitismus zu tun habe. Aber jedes Verbrechen, jeder Angriff, wie er eben überall stattfindet, wird, wenn er einen Juden betrifft, als Anti-Semitismus angesehen. Und wenn eine alte Frau ihrer Handtasche beraubt wird, weil sie einfach ein "leichtes Opfer" ist, hat das nichts mit Anti-Semitismus zu tun, nur weil sie Jüdin war. 

Die Juden sind zu weit gegangen, sagt dieser Rabbi um Minute 31, der nebenbei ein angesehener Aktivist in Menschenrechtsvereinigungen ist. Viele der angeblichen antisemitischen Vorfälle, über die der ADL berichtet, werden von orthodoxen Juden gemeldet. Die von dieser Opferrolle am meisten profitieren. Ja der Rabbi versteigt sich sogar zu der Äußerung, daß er den Verdacht habe, daß es überhaupt eine Reihe von Leuten gebe, die mit solchen "Vorfällen" ihr Geld machten. Auch der ADL lebt von Anti-Semitismus. Also sieht er ihn überall. Aber er interpretiert ihn nur hinein. Wenn ein Journalist über Anti-Semitismus berichten soll, nur darauf abgestellt ist, dann wird er ihn finden! Und wenn er ihn erfindet. Die ADL, sagt der Rabbi, hat seiner Ansicht nach in vielen Fällen dazu beigetragen, Dinge aufzublasen und schlimmer zu machen, als zu helfen.


Morgen Teil 4)






*260819*

Dienstag, 15. Oktober 2019

Kritik, die dasselbe tut wie das, was sie kritisiert (5)

Teil 5)



Die amerikanische Popkultur muß man als solche Universalsprache sehen, die einen globalen Totalitarismus vorbereitet und trägt. Sie hat sogar die Rebellion integriert, aus der sie ursprünglich stammte, und über die elektronischen Medien zu einer vordergründigen Grundhaltung gemacht, die bestens geeignet ist, den Schein von Individualität zu schaffen. Es waren aber die Medien selbst, die alle uniformiert haben! Die einen waren uniformierte Rebellen, die anderen uniformierte Mainstreammusikhörer, alle Teil desselben globalistischen Systems, das über die Medien selbst wirkte. 

Das Medium, das Format ist viel bedeutender als der Inhalt! Die verschiedenen Inhalte sind lediglich Zuschneidemaßnahmen ein und derselben Vermassung, um allfällige mentale Widerstände zu überwinden. Was genau den Kern der Kritik trifft, die der VdZ an "rechts und links" anzubringen hat, und hier immer wieder anbringt. Die immanent demselben System angehören, das viel wirkmächtiger ist als vermeintliche andere Inhalte.

Das ist auch der große Irrtum das Internet und die social media betreffend. Die den Eindruck vermitteln, daß man eine unübersehbare Fülle von "verschiedenen" Richtungen an Information etc. abrufen kann, und deshalb völlig frei ist. Aber in Wahrheit geschieht etwas ganz anderes! Man wird durch die Art des Mediums gebunden und geformt, NICHT durch die sogenannten Inhalte! Alle haben dieselbe Wirklichkeit akzeptiert, und darauf kommt es an.

Die wahre Unterwerfung geschieht durch das Medium und durch die Technik, nicht durch angeblich diversifizierte Inhalte. Sie formt die Art, wie wir leben, sie formt die Art, wie wir die Wirklichkeit rezipieren. Unsere tiefsten seelischen Haltungen werden verändert, und die sind das Entscheidende! Die Menschen werden an den Bildschirm gebunden, während sich die Aufmerksamkeit gegenüber der unmittelbaren Lebenswelt verringert. (Wir haben darauf 2011 in einem langen Artikel zu handeln versucht, der darauf hingewiesen hat, daß Twitter als Instrument des Papstes in sich ein völliges Verfehlen des Katholischen bedeutet.) Und genau darum geht es auch! Der social media-Konsument wird immer mehr verfügbarer Teil des unsichtbaren, drahtlosen Organismus.  

Der damit immer mehr zum eigentlichen Subjekt der menschlichen Geschichte wird. McLuhan drückte das einmal drastisch aus: Menschen sind dann nur noch die Sexualorgane von Maschinen. Selbst die Mythologie, die darum gebildet wurde - die Matrix, und der Kämpfer gegen sie - sind eine Täuschung, weil sie sich innerhalb derselben Medienmechanik abspielt, gar keine relevante Wirklichkeit hat. Selbst die Gegnerschaften in social media sind reines Entertainment. Die Leute gehen nach dem Sehen so eines Kampfes nicht in die Welt hinaus und befreien sich von der Matrix, sondern wollen nur noch mehr von diesem Drama sehen - und in der Matrix bleiben. Die davon erzählt, wie man sich davon befreit ... Auch die "seriöseren" Konsumenten der social media unterscheiden sich in nichts von Pornokonsumenten. Allen geht es um den Kick der Lebensintensität, die sie nicht mehr selbst produzieren wollen und können. Die social media (Internet) sind immer Entertainment! Die Inhalte sind rationalisierte Täuschung. Und darum geht es.

McLuhan hat begriffen, daß alle diese Dinge hinausverlagerte Haut des Menschen ist. Unter diesem Aspekt hat er auch die Stadt kritisiert, die Symptom für eine in sich immer abgeschlossenere menschliche Welt war, die Gott ausschloß. Wie er sie in der Erzählung des Turms von Babylon archetypisch sah. So sind auch die Medien der Gegenwart (im besonderen, denn da wird es sehr deutlich) eine Gegenwehr gegen Gott, der draußen bleiben soll. Während wir die Einbindung in die Schöpfung immer vollständiger verlieren, und uns nur noch mit unseren Matrizen umgeben, in denen wir uns eine inhaltlich-moralische Entscheidung imaginieren, die es gar nicht gibt. Die social media sind eine extreme Form des Ungehorsams Gott gegenüber! 

Die in der Stadt versucht ist, das Himmlische Jerusalem - eine Stadt als Erlösungsvollkommenheit der Welt - nachzuahmen bzw. vorzutäuschen. Man baut einen Bildschirm zwischen sich und Gott, darum geht es. Während der Tempel und die Himmlische Stadt Jerusalem Ausdruck jenes vermittelnden Mediums ist, in dem Gott die Menschen an sich teilhaben lassen will. Sowohl Jacques Ellul wie auch Marshall McLuhan sind nur unter diesem theologischen Aspekt begreifbar. 



Morgen Teil 6)





*300819*

100 Jahre Haß (2)

Teil 2)



So erfolgreich war bislang die ADL-Strategie, daß Abraham Foxman, der heutige Vorsitzende des ADL, bereits öffentlich gefordert hat, daß nicht nur in den USA, sondern über die UNO weltweit Anti-Semitismus als "Verbrechen" eingestuft wird. Das bedeutet nicht weniger, als daß sich eine Religionsgemeinschaft sakrosankt, ja unsichtbar stellen würde, und jede Kritik an ihr bei Strafe untersagt wäre. Keine Religionsgemeinschaft der Welt hat ohnehin jetzt schon eine vergleichbare Sonderstellung. Dann wäre sie definitiv. Ohnehin gibt es Schritte zu so einer Unterbindung von Kritik bereits in vielen Staaten. Auch in unseren Ländern sind bestimmte Meinungen Juden und ihre Geschichte betreffend bereits bei Strafe verboten.

Ausgangspunkt des Films war, daß Shamir selbst, wie er gleich zu Beginn sagt, noch nie mit Anti-Semitismus konfrontiert worden war. Dennoch hatte er festgestellt, daß dieser Begriff allgegenwärtig ist, quasi die Luft ausfüllt, die wir atmen. Weil Foxman die Idee gefiel, daß ein Israeli einen Film über Anti-Semitismus macht, hatte Shamir noch nie dagewesenen Zugang zu den Räumen und Archiven der ADL.

Wer den Film ansieht wird vielleicht überrascht sein. Denn Juden sehen einander durchaus mit sehr kritischem Blick. Und erkennen sehr wohl Eigenarten des Judentums, die nicht gerade schmeichelhaft sind. Höre man allein der Mutter des Filmemachers zu! Wenn uns - dem VdZ oder Ihnen, werter Leser - solche Worte über die Lippen kämen, könnten wir sicher sein, schwerste Probleme mit Anti-Semitismus-Vorwürfen (wenn nicht mehr) zu bekommen. Dabei sieht sich diese Frau, deren Eltern bereits im 19. Jahrhundert aus Rußland eingewandert und echte Zionisten sind, als "echte Jüdin", während die, die sie kritisiert es nicht sind.

Aber das ist nur der Anfang der überraschenden, dabei sehr klaren Sichten, die der israelische Filmemacher mit "Defamation" bietet, in dem er dem Anti-Semitismus auf der Welt nachgeht.

Der erst einmal in Israel anfängt und über die dortigen Zustände berichtet. Denn die heutige israelische Jugend wird systematisch auf den Kernsatz "Nicht vergeben, nicht vergessen!" auf eine Welt eingeschworen, die Juden generell haßt. Wobei man es mit der Korrektheit der Information nicht immer so genau nimmt. Denn Zionismus ist keineswegs ein Ergebnis des Holocaust, er ist eine jahrhunderte Jahre alte Geisteshaltung. Auch könnte man diskutieren (wäre es nicht ungustiös), ob die Shoah (Holocaust) wirklich der größte Genozid der Geschichte war. Die Vernichtung (denn eine solche war es) von fünf Millionen Iren durch die Briten Mitte des 19. Jahrhunderts sei nur als ein relativierendes Beispiel angeführt. Anti-Katholizismus war historisch eine keineswegs nebensächliche Haltung, und sie ist es bis zum heutigen Tag nicht, im Gegenteil: Er treibt die gegenwärtige Welt in nie gesehenem Ausmaß, und in ihm entscheidet sich deren Schicksal.

Aber so senkt sich eine Saat des Hasses bereits früh in jedes jüdische Herz. Auch durch die vermittelte Haltung, ihr Verhalten sei im Grunde sakrosankt. Denn der Haß, dem sie weltweit begegne, habe allein mit Anti-Semitismus zu tun, indem die Welt ihren Neid, ihre Eifersucht gegen das auserwählte Volk auslebt. In dieser Haltung wird aber vor allem eines gestärkt: Der Zionismus, der zur existentiellen, jüdischen Einstellung werden soll, ja muß, um diesem Haß zu begegnen, dessen endgültiger Beweis der hitleristische Holocaust ist. Denn die ganze Welt ist anti-semitisch, die einen lauter, die anderen leiser. Deshalb muß jeder Israeli bereit sein, in der Armee zu dienen, um die Existenz Israels mit der Waffe in der Hand inmitten einer feindlichen Welt zu behaupten.

Wie kommen solche Meinungen zustande? Shamir geht in Zeitungsredaktionen. Es wundert nicht, wenn er dort feststellt, daß sich die alten Journalisten in demselben Haß präsentieren, während die im Film gezeigten jungen Zeitungsredakteure sich freuen, wenn sie Meldungen lancieren können, daß der Anti-Semitismus hier oder dort "gestiegen" ist. Das erhöht die Auflage, sagen sie. Auf die Frage, woher solche Daten und Aussagen denn kämen, wird es interessant: Sie kommen vom ADL. 

Also ist Shamir ins New Yorker ADL-Büro geflogen um zu recherchieren, wie die ADL Anti-Semitismus bekämpft. Dort stellt er erst einmal fest, daß dort mit sehr wenig Personal sehr viel verarbeitet werden soll. Die durchschnittliche Zahl antisemitischer Vorfälle in den USA beläuft sich auf 1.500. Denen allen nachzugehen ist mit diesem wenigen Personal unmöglich. Also verläßt man sich auf subjektive Einschätzungen. Welcher Natur sind nun diese Meldungen von Anti-Semitismus? Shamir möchte gerne einmal so einem Fall nachgehen. Was wird also so gemeldet? Nun - da hat jemand auf seiner Webseite etwas (angeblich) Anti-Semitisches geschrieben, jemand hat sich über Schwierigkeiten in der Schule beschwert, die er als antisemitisch motiviert sieht, aber etwas richtig Anti-Semitisches der letzten beiden Wochen läßt sich im ADL-Büro nicht auftreiben.

Endlich findet der Direktor einen etwas länger zurückliegenden Fall. Eine Frau hat bei einem jüdischen Begräbnis einen Polizisten gehört, der die Veranstaltung bewachte, als er in sein Handy bei einem Telephonat etwas Negatives gesprochen hat. Das hat sie so aufgeregt, daß sie es gemeldet hat. Was hat er gesagt? Ganz laut sei zu hören gewesen: "I am just finishing this jewish shit." Dazu muß man wissen: Die Amerikaner, speziell aber die New Yorker, gebrauchen Fäkalworte sehr häufig, wie man überall hört. Und wir wissen sogar aus eigener Erfahrung, daß wir rasch mal "Scheiße" sagen, sogar ohne es abwertend zu meinen, einfach der saloppen Konversation wegen. Jedenfalls, der Polizist hat sich, darauf von der ADL angesprochen, telephonisch bei der Frau entschuldigt. Die Sache war damit erledigt.

Weil sich kein so richtiger Fall finden läßt, flog Shamir nach Polen. Wohin ja jedes Jahr 30.000 israelische Jugendliche gekarrt werden, um in Auschwitz den Holocaust zu ventilieren. Dort sieht er, wie diese Kinder gleich mal in Rollenspiele eingeteilt werden, in denen jeder erleben darf, wie es so ist, wenn man von Nazis als Jude verfolgt wird. Nachdem ihnen der Security Guard erklärt hat, wie sie sich bei antisemitischen Terroranschlägen verhalten müssen. Um dann Anti-Semitismus hautnah zu erleben, als sie alte Polen (typisch jugendlich-respektlos) frech anreden, und die sie in die Schranken weisen. Da hatten sie ihren Beweis der Aussage der Security: Es könne jederzeit passieren, daß sie jemand angreife, denn sie seien ja Juden. Aber er werde sie beschützen. Und tatsächlich erzählen die nämlichen Mädchen in die Kamera, daß sie antisemitisch beschimpft worden wären. Was nachprüfbar nicht stimmte. 

Die Stimmung unter den Jugendlichen ist seltsam hysterisch, daß sogar der Nachtportier, als er kommt, um die tobenden Jugendlichen zur Ruhe aufzufordern, zu Reflexionen über den angeblich in Polen so virulenten Neo-Nazismus anzuregen. Allen Ernstes glauben die jungen Israeli, daß jederzeit Neo-Nazis das Hotel, in dem sie untergebracht sind, angreifen könnten. Wie ihnen eben erklärt wurde: Sie befänden sich in einem weiteren judenfeindlichen Land, in Polen. Der Security-Mann habe ihnen erzählt, daß erst vor einigen Wochen Neo-Nazis mit Steinen in ihren Fäusten durchs Hotel auf der Suche nach Juden durchs Hotel gestreift seien. Auch das ist schlicht erfunden, aber die Jugendlichen, das wird immer klarer, wachsen in eine Atmosphäre hinein, in der die ganze Welt gegen sie ist und ihnen nach dem Leben trachtet. Sogar der normale polnische Soldat, den sie am Flughafen sahen, ging nun plötzlich "wie ein Nazi". Und der Kontrolleur am Paßschalter "blickte wie ein SS-Offizier."

Hier zeigt sich die filmerische Qualität von "Defamation" am überzeugendsten. Denn Shamir schafft es, ohne es expressis verbis zu erwähnen, klarzumachen, daß sich rund um Anti-Semitismus und der Rolle des Holocaust darin (als zwangsläufiger Endpunkt des Anti-Semitismus) eine regelrechte Hysterie-Kammer aufgebaut hat. In die Generation um Generation hineingetrieben wird. Was eine fatale Fehlleitung in der Wirklichkeitsrezeption nach sich zieht. Der Anti-Semitismus in Israel wird so zur Obsession, zur Neurose, die zwangs-implementiert wird. Und die ADL spielt darin eine schreckliche und wichtige Rolle.
 

Morgen Teil 3)





Montag, 14. Oktober 2019

Kritik, die dasselbe tut wie das, was sie kritisiert (4)

Teil 4)



Aber die Medien verändern auch die innere Struktur der Probleme, ja sie schaffen sie regelrecht, und prägen der Bewältigung des Lebens eine technisch-organisatorische Struktur auf. Die immer auf Kosten der persönlichen Freiheit geht. Gerade an ökologischen Fragen sieht man deutlich, wie Probleme von der persönlichen Ebene weg hin zu statistisch-organisatorischen Fragen verlagert wird. Das hat mit der Natur der Medien zu tun, die die Botschaften verändern, und damit auch die Art, wie Probleme gesehen und behandelt werden, weil unsere gesamte Rezeption der Welt verändert wird. Auch in der Rangordnung sieht man genau das: Ökologische Fragen werden höher bewertet als Fragen der individuellen Freiheit, weil sie durch die Medien und der Art, wie sie Botschaften transformieren, zu einem technisch-statistischen Problem werden. 

Die Technisierung und Entwurzelung der Individuen (social engineering) hat über das Zerreißen ethnisch-religiöser, geschlossener Räume in den Innenstädten zur Entwicklung des Vororteproblems geführt, das bewirkt, daß die Menschen immer weiter von der Natur und ihren Vorgängen als Lebensraum entfernt werden, während sich ihre Weltrezeption schon rein quantitativ auf Technik verlegt. Man kann nicht einmal mehr ohne Auto irgendwohin kommen. Damit zerreißt der unmittelbare existentielle Zusammenhang mit der Natur, die ständig wechselt und wechseln kann, aber keine direkte Verbindlichkeit mehr hat. Diese kann nur noch konstruiert werden. 

Ja, das gesamte Leben wird immer mehr zu einer Unterwerfung unter technische, organisierte Prozeduren. Diese verändern uns, und sie verändern die Natur der Lebensfragen, die wir damit zu lösen versuchen. Wir müssen immer mehr die Art der Technik annehmen, integrieren, die Art wie sie denkt. Was als "Verbesserung" beginnt, breitet sich damit zwangsläufig über unser gesamtes Leben aus, das adaptiert werden muß, und weil alles zusammenhängt, alles zu verändern beginnt. Das ist ein Prozeß, der sich spiralenartig mehr und mehr beschleunigt.

Haben wir deshalb unsere gesamten Lebensräume (Städte) nach dem Auto ausgerichtet, so bringt die Handy-Kultur eine noch totalere Anpassung an die Technik mit sich. Wir werden durch das Handy (iPhone) zu einem Teil eines Netzes, in das wir uns integrieren, und dem wir alles anpassen. Unser gesamtes Wahrnehmen von Raum und Zeit verändert sich dramatisch, weil wir wie mit einem Netz verdrahtet sind. Man sieht es etwa daran, daß niemand mehr auskommt, ohne alle zwei Minuten sein Handy zu konsultieren, ob das Netz Aufträge oder Stimuli für ihn hat. Das ist eine Sucht! Mehr noch aber: Während wir selbst (durch Verlust des Selbstbesitzes) ins Chaos versinken, wird das System mehr und mehr notwendig, um uns wieder Ordnung zu geben. Unsere heutige Gesellschaft ist deshalb von diesen beiden Extremen gekennzeichnet: Extremes Chaos - und extreme Systemunterordnung. Jacques Ellul hat genau darauf hingewiesen: Das eine füttert jeweils das andere. Wer sich nicht selbst ordnen kann, schreit nach Ordnung von außen.

Wo immer Medien und Technik auftauchen, beginnen sie, das soziale Leben um sich herum zu gruppieren. Wird eine Straße gebaut, ordnet sich das gesamte soziale Leben darum herum. Als der Fernseher auftauchte hat sich das Leben der Menschen gesamter sozialer Umgebungen, mit allen Bräuchen und jahrhundertelangen Traditionen, über Nacht ausgelöscht. Wenn man heute am Abend durch ein altes Dorf geht sieht man die Straßen, die früher voller Menschen waren, menschenleer, aber überall hinter den Fenstern das Flackern von Bildschirmen. 

Auch die Sprache hat sich völlig verändert. Früher hat jeder Ort, jeder Landstrich quasi seine eigene Sprache gesprochen. Heute ist die Sprache überall gleich weil angepaßt. Kein Wunder, daß sich niemand mehr ausdrücken kann! Bei der Gelegenheit muß man auf den verheerenden Effekt einer Standard-Sprache in Deutschland hinweisen, die von der Zentralmacht eingeführt wurde, und nun alle Menschen gleich machte und gleich (oder gar nicht mehr) denken ließ. Da konnte es gar nicht ausbleiben, daß sich faschistische, nationalistische Strömungen in allen Weltanschauungen bildeten.

Die Gesamtkultur wurde eliminiert (und zur Ideologie), weil sämtliche Partikularkulturen (durch die technischen Netze, durch verordnete Einheitssprachen) verschwanden. Es mag manchem seltsam klingen, aber es war der Nationalstaat, der den Boden für einen globalen Staat vorbereitete, wie er sich heute anschickt zu bilden! Nur macht es die Globalisierung mehr mit Verführung, nicht so deutlich mit Gewalt, wie es im 19. und 20. Jahrhundert praktisch überall in Europa geschehen ist. Aber auch diese neue Zentralsprache, die überall und als angebliches Staatsmerkmal eingeführt wurde, ist ein Medium, das eine Art von Wahrnehmung und Denken aufprägt. 


Morgen Teil 5)






*250819*

100 Jahre Haß (1)

Sie hat ein dichtes Netzwerk von Agenten und Büros in den USA, und man kann davon ausgehen, auch in der ganzen, vor allem in der westlichen Welt. Sie sammelt dort Informationen über Menschen, und nicht selten auf illegale Weise, nicht selten durch Bestechung von Polizeiverantwortlichen und Geheimdienstmitarbeitern. Sie arbeiten selbst eng mit israelischen Geheimdiensten zusammen. Ihr Ziel ist, durch diese Informationen an Material zu gelangen, um Menschen bei Bedarf zu diskreditieren und ihren Ruf zu ruinieren, zu verleumden, und ihre Existenz zu vernichten. Dazu haben sie ein Spionagenetz aufgebaut, das in seinen Methoden nicht gerade zimperlich ist, und jede Form von Informationsbeschaffung benutzt, die ausdenkbar ist.

Die Rede ist von der ADL, der amerikanischen Anti-Defamation League, einer jüdischen Einrichtung, die von Juden selbst als die bestfinanzierteste Einrichtung dieser Art auf der Welt bezeichnet wird. Offiziell ist ihr Budget über siebzig Millionen Dollar jährlich, die über "Spenden" und "Zuwendungen" aufgetrieben werden. Und über Ableger und zahllose Sub-Organisationen - meist unter anderem Namen - ihre Ziele längst global verfolgt. Alleine in den USA unterhält sie 27 offizielle Büros, die, wie es einer ihrer leitenden Mitarbeiter nennt, "die Ohren auf den Schienen" haben. Und der die ADL als vermutlich weltweit größte Einrichtung bezeichnet, sie sich mit Anti-Semitismus und dessen Bekämpfung beschäftigt.

Sie hat dafür vor allem neue Verbrechen definiert, die sich nicht mehr auf Verstöße gegen geltendes Strafrecht beschränken, sondern mit "Rassismus", "Haßrede" (hate speech), "Homophobie", "Rechtsradikalismus" oder "Nazi"-Vorwürfen, "Diskriminierungsverstößen (aller Art" und vor allem über "Anti-Semitismus" ein ganzes Reservoire an Waffen bereitgelegt hat. Scharf gemacht durch die bekannte Nähe zu Massenmedien einerseits, eine perfekte Public Relation anderseits, sodaß jeder, der ihnen nicht paßt, jeder der Juden oder Israel auch nur kritisiert, fertig gemacht werden kann. Unverkennbar dabei ist die Anti-Christliche, vor allem aber Anti-Katholische Haltung, die die Aktivitäten prägt. Und sich mit den Anti-Terror-Aktivitäten, die nach 9/11 die Welt mit Verbindungen mit nie gesehener "geheimer", aber offiziell initiierter Untergrundaktivität ausstattete, die von keinem Gesetz der Welt mehr limitiert werden kann. Effektiver kann man kaum noch arbeiten.

Man muß heute davon ausgehen, daß die ADL seit Jahrzehnten Akten über hunderttausende Menschen angelegt hat, und Informationen über Hunderttausende sammelt. Enge Verbindungen mit Geheimdiensten sind immer wieder aufgedeckt, ja sogar gerichtlich untersucht (aber nie bestraft) worden, und heute sowieso offen erkennbar. Die Methoden solcher Informationssammlung sind häufig, wenn nicht generell illegal, der Einfluß auf die Justiz höchst fragwürdig, und sogar Verbindungen mit dem organisierten Verbrechen sind erkennbar.

Mit die schärfsten Kritiker kommen aber auch aus den Reihen der Juden selbst. Von Robert Friedman, Norbert Finkelstein bis zu Noam Chomsky oder Dennis Prager spannt sich ein breites Forum von hoch angesehenen Juden, die die Macht des ADL als erschreckend, seine Methoden als furchtbar und eigentlich untragbar, also abzulehnen ansehen. So sie nicht überhaupt rechtswidrig und getrieben von einem irrationalen Gefühl sind, das zu schüren sogar im Zentrum jüdischen Selbstverständnisses steht, geht es nach dem ADL. Zu deren 100. Bestandsjubiläum 2013 deshalb ein Bericht im "American Mercury" (der zur Problematik der ADL einen guten Überblick gibt) mit "100 Jahre Haß" titelte. 

Und es war ebenfalls ein Jude aus Israel, Yoav Shamir, der unter Mitwirkung von Norman Finkelstein und anderen prominenten Juden und Rabbis den unten angefügten Film über die ADL - The Anti Defamation League anfertigte. Und in "Defamation - An Israeli's Examination of the ADL and Anti Semitism" der Geschichte des ältesten Hasses der Welt nachging.

Der Film ist sehr gut. Er ist zum einen eine wirklich gute Dokumentation, auf jeden Fall in einer Reihe mit einigen Arbeiten Marijn Poels, die es nicht nur versteht, rational einem Problem näher zu kommen, sondern auch über poetische, unsichtbare Mitteilungen ein Bild von Israel und der gesamten Anti-Semitismus-Diskussion gibt, das zumindest der VdZ in dieser Freiheit, Umfassendheit und Punktgenauigkeit noch nie gesehen hat. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, wird am Ende belohnt, das kann der VdZ fast garantieren. 

Es wäre daneben ohnehin höchste Zeit, auch in unseren Ländern den unter der Oberfläche laufenden Querverbindungen zwischen unseren Polizei- und Geheimdiensten und der ADL zu untersuchen. Sich anzusehen, ob es nicht schon lange auch bei uns zu geschickt gemachten, getarnten Bestechungen und Erpressungen und Einflußnahmen in die Politik gekommen ist und kommt. Es wäre höchste Zeit sich anzusehen, ob der israelisch-jüdische Einfluß auf unsere Politik* ähnlich hoch, ja ähnlich weit überproportional ist, wie in den USA. Und es wäre höchst an der Zeit, den Einfluß auf die öffentliche Meinung zu untersuchen, der immer mehr auf eine Gedankenkontrolle und Beschränkung der Meinungsfreiheit (als Disputskontrolle) hinausläuft. Eine Bedrohung, deren Dringlichkeit sich darin zeigt, daß die unbedingt notwendigen Foren des Sprach- und damit Denkraumes unseres Volkes - Universitäten, Parlamente, Räte, einzelne Publikationen - wie gelähmte Schneemänner wirken**.


Morgen Teil 2)




*Es könnte überzufällig sein, daß die ÖVP, deren Spitzenkandidat und Kanzler Sebastian Kurz bereits zweimal in Israel war, in der Affäre rund um das BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung), einem der zahlreichen Geheimdienste in Österreich, die Zusammenarbeit mit der FPÖ erst in dem Moment aufgekündigt hat, als sich nach stundenlangen Beratungen der Parteispitzen Kurz auf den FPÖ-Innenminister Kickl als Stein des Anstoßes konzentriert hat. Der direkt oder indirekt für die Untersuchung des BVT zuständig war und weiter sein würde. Und die Ibiza-Affäre kurz nach den Aufregungen um den BVT ausbrach. Während die ÖVP nunmehr darauf beharrte, das Innenministerium nach allfälligen Neuwahlen (wieder) in ihre Hände zu bekommen.

**Die Rede des österreichischen Bundespräsidenten van der Bellen zu Beginn des (leider schon längst völlig irrelevant gewordenen) Forum Alpbach ist ein schockierendes Zeichen dafür. Noch nie hat ein Bundespräsident seine geistige Primitivität derart offen zur Schau gestellt, noch nie - und das heißt etwas, bei der langen Reihe von halb-blödsinnigen (weil von den Parteien so gewollten) Präsidenten in dieser Republik, speziell bei solchen aus den Reihen der SPÖ -  hat ein Bundespräsident Österreichs sich und damit die Bürger dermaßen lächerlich gezeigt. 

Das ist das Problem der Demokratie, die niemand je verstanden hat. Deshalb hatte van der Bellen keine Verfassungsschritte, die er nur befolgen mußte, um zu glänzen. Diesmal hielt ihn kein objektives Formgerüst, und von selber fand er es nicht. Also kam es seiner Ansicht nach auf das Persönliche an. Also aktivierte der Mann seinen Charakter und meinte, er müsse das Land bekehren. Und da zeigte sich, was für intellektuelle Flachbeutel die höchsten Positionen dieses Landes okkupiert haben. Kaiser Franz Josef war bescheiden genug, nur mit Standardformeln - "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut!" - auf solche Herausforderungen zu reagieren. Aber ein Grüner, per se ein Trottel, muß das Land natürlich lächerlich machen, indem er seine (und des akademischen Systembelieferungsapparates) intellektuelle Letztklassigkeit beweist.





Sonntag, 13. Oktober 2019

Kritik, die dasselbe tut wie das, was sie kritisiert (3)

Teil 3)



Das hat sich darin gezeigt, daß sich unser System in den 1960ern von einem System individueller Schuld dem Sein gegenüber (Beichte, Katholizismus) zu einem System der (durch Verhaltensänderung aber tilgbaren) Schuld an technischen Prozessen war. Mülltrennung. Vegetarismus. Umweltschutz. Klimarettung. Ölkatastrophe. Ständig neue Formen von Ungerechtigkeiten. Alle Sünden waren plötzlich mathematisch auflösbar. "Wenn man so und so viele Bäume täglich schlägert, wie lange würde es dauern, bis alle Bäume des Amazonas geschlägert sind?" "Wenn man täglich so und so viel CO2 ausstößt, wie lange wird es dauern, bis die Welt verdampft?" Die Welt wurde generell zu einem mathematisch ausrechenbaren Problem, und Ethik wurde zu einer mathematischen Operation. Mathematik wurde zum ökologischen Problem.

Gibt es mehr Technizismus?  Mit der Zeit hat sich seit den 1950er, 1960er Jahren ein aberwitziger, technizistischer Kontrollapparat aufgebaut, der sich darauf zurückführt zu meinen, die Probleme der Welt durch mathematisch-strukturierte Technizismen lösen zu können. Moderne pur. Und konnte man dieses eine Problem nicht lösen, suchte man ein anderes, das mit mathematisch-technizistischem Gehabe zu lösen schien. Damit ist eine Form von Öko-Faschismus entstanden, der uns völlig beherrscht.

Eine Graswurzelbewegung ist der Ökologismus nie gewesen. Er hat immer auf Propaganda und Gesamtmechanismen abgezielt, denn "von unten", aus der Wahrnehmung der Menschen heraus, geschah .. gar nichts. Also versuchte (und versucht, heute mehr denn je) man, ständig in das Unten (also in die Bereiche des Einzelnen) direkt einzugreifen, durch ständig mehr Verhaltensvorschriften und -zwänge. ABER wenn man ständig "bewußt" in eine Organisation (Gesellschaft) eingreift, die aus einem inneren, natürlichen Ordnungsdrängen zusammenhält, passiert nur eines: Sie verliert ihre innere Ordnung. Sie wird zum Chaos.

Und zwar nicht, weil hier oder da etwas an den Eingriffen "falsch" läuft. Wie der Technizismus denkt. Sondern weil der Mensch seinem Wesen nach frei IST. Und an diesem Punkt seine Existenz überhaupt erst zu existieren beginnt! (Und wer möchte nicht existieren? Ist das nicht der erste Drang jedes Menschen?) Nicht im Ergebnis, nicht im Großen, nicht im Gesamtbild des Faktischen. Jede Änderung im Großen kann deshalb nur aus dem Zwiespiel von Offenheit gegen ein Gesamtbild der Vorsehung hier, und dem, was der Mensch machen kann, seiner sittlichen Entscheidung dort (also der Ethik, der Moral in deren kultureller Form) sein. Dem Menschen im Einzelnen diese Freiheit(smöglichkeit) zu nehmen heißt deshalb immer, das Ganze ins Chaos zu stürzen. Ein Paradox! Aber die Welt als Geschichte mit Gott, dem Sein selbst, ist eben ein Paradox. Nicht irrational, sondern über-rational.

Jeder Eingriff in einen Organismus durch eine Organisation muß durch noch mehr Organisation kontrolliert und korrigiert werden, um die Natur des Einen, Untersten zu befrieden. Sie muß damit zwangsläufig wachsen. Die Gesellschaft des industriell notwendigen Wachstums wird wie von selbst zu einem System der Kontrolle der Aufrechthaltung eines endlosen Konsums. Und die Notwendigkeit des endlosen Konsums bewirkt die Manipulation der Menschen zu dafür geeigneten Konsumenten. Homosexuelle, sterile, vorübergehende menschliche Bindungen. Sexuelle Befreiung als sexuelle Sklavenschaft. Entwurzelung als Konzept einer technokratischen Gesellschaft, als Konzept der Moderne. Im Endeffekt endet dieses Konzept bei der Beschuldigung des Menschen, überhaupt zu existieren, weil alle Probleme zu verursachen, wenn er Mensch ist. Er kann nur genügen, wenn er aufhört, Mensch - und damit frei - zu sein.

Die Freiheit, die uns noch bleibt - im Wesentlichen ist sie nur noch Mobilität, aber in allen Gebieten, weil Wurzellosigkeit - verlangt schließlich, daß wir uns deren Eigenschaften anpassen. Wir beginnen also, die Sprache der Bewegung zu sprechen, deren Gedanken als Weltgedanken zu akzeptieren. Denn Medien (und Transportmittel sind eben solche Medien) sind nicht neutral. Sie zwingen uns ihre inneren ontologischen, wirklichkeitsrelevanten Gesetze auf. Und die sind nicht ident mit dem logos, mit der Sinnstruktur des Menschen selbst.

Unser Denken wird zu einem Denken, wie das System funktioniert. Denn weil alles mit allem zusammenhängt, durchwirkt dieses nur noch technische Funktions-Denken sämtliche Bereiche unseres Lebens. Das führt zu einem Gleichschaltungsprozeß sämtlicher unserer Lebensbereiche, und muß sich ständig diesen Anforderungen von Neuem anpassen. 

Dieser von der Technik ausgehende Effizienzsteigerungsprozeß beschleunigt nicht nur alle Vorgänge, sondern er beginnt, uns mehr und mehr zu versklaven. Weil wir uns immer mehr von Maschinen abhängig machen. Ideellen Maschinen, oder solchen aus Eisen und Computerprogrammen. Mit den social media sind endlich dann alle Menschen jederzeit koordinierbar, und zwar gemäß technischer Prozesse, die im Grunde beim Stromnetz begonnen haben, und bei den Mobilitätskonzepten eine nächste wirkmächtige Quelle haben, die alles durchstrukturiert. Ellul schreibt deshalb einmal, daß der Fahrplan der Eisenbahn so großen Einfluß auf unser Leben hatte, da sich unser Leben mehr und mehr nur noch daran ausrichtete. 

Die alten Taktschläge übrigens wurden mehr und mehr obsolet, wie Kirchenglocken, die Sonne, der Ablauf der Jahreszeiten, das Wetter, die Feiertage, das Gedächtnis an vergangene Ereignisse, die die Charakteristik von Tagen anzeigen, und so weiter. Eine Ordnung der Welt wurde mittlerweile durch eine Ordnung der technischen Ablaufoptimierung einzelner Lebenselemente (Strom, Internet, etc. etc.) ersetzt. Die aber nicht mehr der Natur der Welt und unserer eigenen Natur entspricht.

Das alles verändert zwar nicht unser innerstes Wesen, das in seinen Grundforderungen immer mehr unerfüllt bleibt, es verändert aber unser Verhalten, unsere Haltungen. Wir haben unsere Aufmerksamkeiten und nervlichen Fähigkeiten (Konzentration) diesen neuen Anforderungen anzupassen, weil sich die Wichtigkeiten in unserem gefühlten Werte- und Hierarchiesystem neu arrangiert haben. Denn wir sehen nicht, daß uns die Medien ihre Sprache aufdrängen, die sie benötigen, und dadurch die Inhalte wesentlich (sic!) bestimmen.

Heute kann deshalb kaum noch jemand zwei Absätze hintereinander lesen, ohne sofort irgendwelche Informationen zu suchen, um sich des Gelesenen gewisser zu werden. Die gesamte Haltung zu unserem überlieferten Kulturgut hat sich dramatisch geändert. Wir "trauen" ihm nicht mehr. Weil sich unsere Position verändert hat. Wir sehen nicht mehr die relevanten Orte. Wir befinden uns nur noch an zufälligen, zugewiesenen Orten.

Die Dominanz des öffentlichen Systems und der Verlust der sozialen, verwurzelten Ordnungen, der Ausbruch des sozialen Chaos, hängen direkt und ursächlich mit der extremen Bedeutung der Medien heute zusammen. Die uns nicht zuletzt über Bequemlichkeiten dazu verführt haben, diese neue prägende Kraft technischer Abläufe zu akzeptieren. Die uns das Leben regelrecht aus der Hand schlagen. 

Morgen Teil 4)





*250819*

Kaschmirische Widersprüche (2)

Teil 2)



Diese neu aufgebrochenen, von außen hereingetragenen Identitätsfragen seien also das Problem, das der Liberalismus, für den Kaschmir so berühmt gewesen sei, gar nicht gekannt hätte. "Die Rechten" seien die Übeltäter. Das Rezept für Frieden heiße aber Liberalismus!

Den (gar nicht so seltsamerweise) auch China stark unterstützt. Recht wahrscheinlich, weil es ähnliche Probleme in seinem eigenen Land befürchtet, der Konflikt mit den Uiguren im Nordwesten des Landes schwelt ja auch schon seit langem, und Peking hat ihn bisher mit viel Gewalt niederzuhalten versucht. Mit dieser Segregation aber sei plötzlich Kaschmir massiv in den Fokus Pekings geraten, das eine Ansteckung mit Identitätsfragen befürchtet.

Denn der chinesisch-kommunistische Weg hat bekanntlich eine Eigenschaft, wie jeder Kommunismus übrigens: Er macht alle Menschen "gleich", und das heißt: Er nichtet alle Menschen gleichermaßen, indem er ihre Gestalt für irrelevant erklärt und sich auf die alle angeblich wirklich einende weil gleich machende, eine bloße (und immer selektive, hierarchisch gestufte, das noch dazu) Funktionalität, bezieht. Dann, zu konturlosen Pfützen entformt, kommen Konflikte gar nicht mehr auf, solange Reisportion und Fernsehprogramm stimmen. Nimmt es da Wunder, wenn man feststellt, daß die USA diese Haltung Chinas prinzipiell mitträgt?

Der Grund also, warum der VdZ hier auf diese Sache eingeht, liegt auf der Hand. In der "Szene der Kritiker", die sich gegen alles und jedes wenden, oft mit sehr viel Recht sogar, bestehen nicht einfach nur Widersprüche, die zeigen, daß es nirgendwo (und schon gar nicht bei sogenannten Rechten, als der Corbett von vielen gesehen wird) eine wirklich durchgedachte Basis der Weltanschauung und Philosophie gibt. Sie transportieren sogar wie trojanische Pferde alle nur eine Botschaft: Die des Liberalismus. Und befestigen damit jene großen Mauern, die sie gefangen halten, und die sie ignorieren, weil ihnen die kleinen Randsteine der Kunstbeete reichen, um ihre archetypischen Scheinspiele um Wahrheit und Gerechtigkeit auszutragen.

Nur aber, wenn man weiß, wie der Mensch ist, und das heißt, wenn man weiß, wie er sein will (weil soll) kann man ohne Widerspruch (wenn auch nicht immer ohne Paradox) beurteilen, was richtig und was falsch, was dem Menschen förderlich und was diesen schädigend ist. Gerade die Rechte aber zeichnet sich dadurch aus, daß sie einem Menschenbild anhängt, das (weil falsch) auf denselben Prinzipien basiert wie ihre großen Gegner, die Linken. Dadurch wird ihnen Identität tatsächlich bestenfalls zum ideologisch-positivistischen Bild, in dem sich die Rolle der Religion zur romantischen "Notwendigkeit" reduziert, bestenfalls. 

Aber der Mensch beginnt bei der Religion, nur diese vermag jene Wertematrix zu nähren, auf der alles weitere Denken, Fühlen und Urteilen aufbaut. Hier zu tun, als sei es gut und wünschenswert, alle Religionen "gleichberechtigt" anzusehen, und im übrigen irrelevant für Angelegenheiten wie Frieden und Wohlstand, ist eigentlich Ausweis eines Dachschadens größeren Ausmaßes, durch den es permanent reinregnet. Das Problem unterschiedlicher Religion mag eine Zeit lang durch Ignoranz und einer gleichgültigen Haltung zu einem "Na, geht doch so wunderbar miteinander?!" abgeschmolzen werden.

An diesem Irrtum eines universalistischen, quasi wurzellosen, allgemeinen religiösen Irgendwas der supertollen Menschen ist selbst Mahatma Gandhi gescheitert, der das Auseinanderbrechen Indiens entlang der religiösen Linien (im Westen Pakistan, im Osten Bangladesch) nicht verhindern konnte. Nicht, weil die alle so böse waren, sondern weil er sich gemäß dem indischen "Inklusivismus" (siehe Paul Hackers großartige Arbeiten dazu) irrte. Weil er sich und die Tatsache verkannte, daß Inklusivismus keine besonders demütige, sondern im Gegenteil, eine besonders hochmütige Haltung ist. Nebenbei gesagt: Die Moslems hatten es im hinduistisch dominierten Indien alles andere als leicht. Moslem war jahrhundertelang mit Sklave identisch. Er stand sogar unterhalb der untersten Hindu-Kaste (Hindu=Religion der Inder, das heißt keine erfaßbare Gesamtreligion, sondern tausende spezifische Religionen, oft von Dorf zu Dorf verschieden, mit Millionen von Göttern) der der 'Unberührbaren', weil er gar nicht zur Gesellschaft dazugehörte. Hochmut ist eben die Überlegenheitsgeste des Unterlegenen.

Aber nicht lange funktioniert so eine Gleichmacherei, die eine Nichtung des Individuellen ist. Und Individuelles ist der einzige Zugang des Menschen zum logos. Der in jedem Menschen lebt, dessen Anruf jeder spürt. Jeder. Immer. Als Quelle des Lebens. In dem Moment, wo sich dieses wirkliche Leben wieder regt weil regen gelassen wird - und das regt sich, immer, auch nach langer Zeit, wie ein Same, der lange Zeit wie tot wirken mag, und dann doch, bei Regen, wieder austreibt - wird sie höchst relevant. Und eiderdautz - sogar unduldsam. Und so gar nicht "liberal", so gar nicht "tolerant". Wenn sich in Indien, nach Jahrhunderten, ja oft Jahrtausenden Absinken auf einen Elendsstatus, wieder Religion erhebt, muß man das also zuerst einmal freudig begrüßen! Das liberale (in Wahrheit diabolische weil zerstörerische) Geschwafel von "Religionsfreiheit" und "gleichberechtigte Religionen" als Gesellschafts- und Friedensprinzip auf jeden Fall nicht.

Aber ohne Grundreligiosität hat es auch keinen Sinn, die Menschen zur Vernunft zu führen - zum Katholizismus. Und nichts sonst kann eine dauerhafte, "nachhaltige" Kultur aufbauen, denn jede, wirklich jede "Religion" hat letztlich einen kapitalen Irrtum, der durch psychogene Elemente zugeflickt wird. Sie wird deshalb zwangsläufig zur Ideologie, die nach und nach die gesamte Religion durchwuchert wie Krebs. Nur der Katholizismus hat das nicht, zumindest im Prinzip, weil er auf der Wahrheit beruht, nicht auf Psychogenese, und damit katholisch (allumfassend) offen ist.

Im Einzelnen hat liberale Kritik (und so gut wie alles, was sich heute als "Kritik im Netz" zeigt, hat den Ideengrund des Liberalen) manchmal Recht, das stimmt. Aber im Ganzen ist sie eine contradictio in adjectio, die kein einziges der angesprochenen Probleme, die lediglich aus zufälligen, subjektiven Schmerzerfahrungen zu solchen werden, zu lösen vermag, Die zum Gegenteil sogar diese Probleme noch vergrößert, weil sie die wirklichen Ursachen (weil die Wirklichkeit), weil sie den Menschen, weil sie den Sinn der Welt gar nicht kennt. Sodaß alles zum bloßen Pragmatismus herabsinkt.







Samstag, 12. Oktober 2019

Kritik, die dasselbe tut wie das, was sie kritisiert (2)

Teil 2)




Ellul kam zu seinen (ausgezeichneten) Analysen, weil ihm etwas auffiel, das niemandem wesentlich schien, ihm aber war: Ende der 1930er Jahre verwandelte sich die Stadt schlagartig, ja über Nacht. War sie zuvor noch reiner Begegnungsraum von Menschen gewesen, mit spielenden Kindern auf den Straßen und Menschen, die tief in Lebenswelten verwurzelt waren, war sie plötzlich Verkehrsfläche für eine neue, motorisierte, mobilisierte Welt. Die dann im Zweiten Weltkrieg endgültig Wirklichkeit wurde. Plötzlich ging es überall nur noch um losgelöste, universalistische Ideen, die einen verwurzelten Menschen nicht mehr brauchen konnte, der sogar zum störenden Element wurde. 

Autos und moderner Krieg sind deshalb Elemente derselben Spielkiste, der Verwurzeltheit nur im Wege steht. Wie sich im Konzept des totalen Krieges sehr deutlich zeigt: Verbrannte Erde war nicht nur ein Konzept des Bombenkrieges, es war Kriegskonzept aller Mächte. Die Vergangenheit, die Tradition zu schützen war nur "museales", vor allem aber medientechnisches, "zweitwirkliches" Element, das aber keine reale Bedeutung mehr hatte. Und diese Zweitwirklichkeit (Pseudologie) ist das vordringlichste Merkmal der Moderne. Totalitarismus ist deshalb nur der Ausfluß eines alltäglichen Lebens der Entwurzeltheit, die ständige Mobilisierung verlangt. (Womit wir bei der fundamentalsten Kritik am Islam angelangt wären.) 

Damit hatte sich der "natürlich gebliebene" Mensch im 20. Jahrhundert immer mehr gegen die moderne Gesellschaft zu wehren. Die Freiheit und Natur gefährdete. Ellul legte somit die geistigen Fundamente für die eigentlichen Ursprünge der ... 68er Bewegungen! Die anfänglich ein Kampf gegen die Moderne waren, ehe sie in eben dieser Moderne untergingen. Mit einem Funkenblatt an Feinden, das manchen überraschen mag: Medien, Tempo, Technizismus, Motoren, Mobilitätskonzepte und ... die moderne Demokratie, die auf Propaganda als technizistischer Enteigentlichung des Menschen beruht. 

Alle Dinge, über die heute medial diskutiert wird - und das betrifft INSBESONDERS die social media, das Internet - sind somit lediglich Täuschungsmomente, die vorgeben, über Inhalte zu laufen. Die aber in ihrer wahren Botschaft, in ihrer wahren Wirkung die Moderne als Abkehr von der ontologischen Wahrheit (=Natur) perennieren, vertiefen, transportieren. Man sieht nicht mehr auf die wirkliche Gestalt der Dinge, sieht die Welt nicht mehr als Begegnung von Gestalten, sondern als Begegnung von rationalen, verbalisierten Inhalten. Welch' Täuschung! 

Deshalb ist auch die gesamte ökologische Diskussion ein pures Täuschungsmanöver, und sie war es von Anfang an. Sie war sogar regelrecht "verordnet", ging von den bürokratischen, technizistischen Zentren (Europäischer Rat, etc.) aus!  Sie ist in sich aber zutiefst ein Projekt der Moderne! Und muß deshalb auch im Totalitarismus enden, denn darauf zielt sie ab. All die Diskurse diesbezüglich sind seit ihrem Auftreten 1970, als die 68er "ökologisch" (also "grün") wurden, reine Scheinveranstaltungen, wo es nur darum geht, wie die Moderne (des Technizismus) mit anderen Scheininhalten gefüllt werden kann. 

Die wahren Lebensabläufe (und damit die Politik) waren, blieben und sind aber zutiefst MODERN. Es ging nicht nur immer um dieselbe Art von Gesellschaft, sondern alle angebliche Fundamentalkritik an der Gesellschaft war in sich eine Bestätigung, eine weitere Befestigung genau dieser Gesellschaft der Moderne, weil sie sich deren tiefer propagandistisch-zweitwirklicher Abläufe bediente, ja ohne diese gar nicht denkbar war und ist.

Die Grünbewegung ist somit nur eine "grüne Version" derselben Art von technologischer, aber in Wahrheit zutiefst widernatürlicher Gesellschaft, die die grünen Bewegungen angeblich ablehnen. Ohne diese könnte es eine Grünbewegung gar nicht geben. Und die "Rechten" muß man dieselbe Kategorie einordnen: Sie sind nun lediglich eine Jahrzehnte später eingetretene Reaktion, die eine "rechte Version" IMMER DERSELBEN MODERNE fordern. Ihnen allen ist Gesellschaft (ob sie es erkennen oder nicht) eine Form des Technokratischen.


Morgen Teil 3)




 

Kaschmirische Widersprüche (1)

Der Einspruch des VdZ würde kaum hörbar sein, würde jemand behaupten, daß große Teile der supertollen "Kritik im Netz" inhaltsleere Spiele archetypischer Konflikte sind, die sich eher aus Charakterdispositionen denn aus realen, sachlichen Problemen ergeben. Das anzunehmen legt auch dieses Interview nahe, in dem der amerikanische Superaufdecker Corbett, der mit täglich neuen Videos (die gar nicht immer uninteressant sind) den Verschwörungen der Welt auf der Spur ist (oder auf den Leim geht, was man nimmt, ist Geschmackssache), die so gar nicht immer Theorie sind. 

Ansonsten ist die Internetkritik dermaßen verworren und widersprüchlich, daß man sich nur wundern kann, daß sich von so viel hirnloser Meinung so viele so viel Aufklärung und Information erwarten. Entsprechend bewirkt auch dieses Interview nur Kopfschütteln. Da spricht Corbett mit Dr. Muhamad Junaid, einem Fachmann für Kaschmir, der in den USA studiert hat und lebt, über die jüngsten Entwicklungen. 

Was ist passiert? Seit vielen Jahren rumort es in Kaschmir, dieser nordwestlichen Provinz Indiens, wo eine Mehrheit von Muslimen einer Minderheit von Hindus gegenübersteht. Weil aber die Hindus das große (hinduistische) Indien hinter sich wissen, haben sie sich so manche Eskalation erlaubt, und die Muslime oft genug darauf geantwortet. Aber es waren die minoritären Hindu, die Massaker angerichtet haben, es waren Hindu, die durch Kapitalzustrom aus Indien die reale Macht der Hindu so gestärkt haben, daß sie der Bevölkerungsverteilung nicht entsprach, und oft genug einer Unterdrückung der Muslime gleichkam. 

Was sogar Pakistan (diese wegen der Religionskonflikte in ganz Indien 1956 erzwungene Ausgliederung aus Indien im Westen, im Osten entstand 1971 aus Ostpakistan bekanntlich Bangladesch) bereits zu verschiedentlichem warnen sollenden Eingreifen veranlaßt hat. Wie einem Einsatz von Kampfflugzeugen. Tatsächlich stehen und standen sich dort seit der Teilung hunderttausende Soldaten beider Länder (und Religionen) gegenüber, und ein Ausbruch der immer wieder aufflackernden kleineren Scharmützel und Feuer zu einem großen Krieg war für manche nur eine Frage der Zeit.

Bisher war Kaschmir ein Staat im Staat, mit weitgehender Autonomie. Mit der sollte das Problem der beiden unvereinbaren Religionen regional gelöst werden. Aber das schien alles andere als zu gelingen. Nun hat deshalb die Regierung in New Delhi reagiert und durchgezogen. Erst wurde die Zahl der in Kaschmir stationierten Soldaten der indischen Armee auf eine Million erhöht, dann wurden sämtliche führende Politiker inhaftiert und jetzt das Ende der Autonomie verhängt. Jeder politische Widerstand dagegen wird mit vorgehaltenem Gewehr unterdrückt. Kaschmir steht nunmehr nicht nur unter der Kuratel von New Delhi, sondern wird ab sofort in zwei Verwaltungseinheiten geteilt. Deren einer ist fortan muslimisch, deren anderer fortan hinduistisch geprägt. Durch klare Trennung der beiden Religions- und damit Volksgruppen soll der Konflikt befriedet werden. 

Narendra Modi, der Chef der Regierung Indiens, hat damit nichts anderes gemacht als das Unvereinbare wieder getrennt - zwei Religionen, zwei davon geprägte Kulturen können nur "nebeneinander" leben und existieren, wenn sie jeweils einen autonomen Lebensraum haben, der sich mit dem der anderen Gruppen nicht schneidet. Modi hat also ziemlich klug gehandelt (er wird doch nicht dieses Blog lesen? Immerhin hat es auch regelmäßig Zugriffe aus Indien) und das Unvereinbare durch den richtigen Segregationismus, der durch eine starke Exekutivmacht jeweils geschützt werden muß, von seinen Reibeflächen befreit. 

Die sich automatisch ergeben, wenn Menschen unterschiedlicher Religionen auf demselben geographischen Raum leben sollen. Denn unterschiedliche Religionen sind unvereinbar. Sie sind nur dann (und dann nur scheinbar) vereinbar, wenn allen die Religion gleichgültig ist. Wie es der Liberalismus predigt, der Fragen der Identität, der Religion in die zweite Reihe abschiebt, weil vordergründig angeblich alle Menschen nur ihr (gleiches) täglich Brot, ihr (allen gleiches) Lammschaschlik und ihr iPhone samt 87 TV-Kanälen wollen. Auf das Niveau von Schweinen herabgesunken, muß nur noch alles getan werden, um alle auf diesem Niveau der Unsittlichkeit und Niedrigkeit zu halten. Wer immer mehr sein will, wer immer auf die verrückte Idee kommt, es gehe im Leben um Sinn, Identität und einen Auftrag dem Ewigen gegenüber, ist ein Störenfried und muß eliminiert werden.

Also meint auch Dr. Junaid, daß diese Segregierung falsch sei. Sie sei Zentralismus, mit dem man ein so wunderbares Land wie Kaschmir zertrümmert habe. In dem vor fünfzig, sechzig Jahren Hindu und Muslime nicht nur friedlich miteinander gelebt hätten, sondern sich auch einer Lebensweise befleißigt hätten, die praktisch keine Unterschiede kannte. Bis die Nationalisten kamen, bei den Muslimen nicht weniger wie bei den Hinduisten, und die Fackel in den Holzstoß warfen, auf dem zuvor doch alle so satt und durcheinander geschlichtet lagen.

Religiöse Unterschiede seien erst später hineingetragen worden. Und Junaid macht die "Rechten" dafür verantwortlich. Denen der kaschmirische Liberalismus ein Dorn im Auge gewesen sei. Sowohl auf muslimischer Seite wie auf der der Hindu wäre der Einfluß (auch durch Investitionen) von nationalistischen Ideologien immer größer geworden. Plötzlich gehe es überall um Identität - das war doch vorher allen gleichgültig gewesen?

Ehe wir dieser Frage weiter nachgehen, wollen wir aber doch die realpolitischen Aspekte der Entscheidung Modis ansehen. Denn sie kann nicht ohne Pakistan gesehen werden. Das sich nicht zweimal bitten läßt, wenn es um militärischen Einsatz zugunsten der muslimischen Glaubensbrüder geht. Einen nächsten Krieg zwischen den militärisch hochgerüsteten Ländern Indien und Pakistan, beides sind vermutlich Atommächte, hat Modi nun etwas Feuerholz entzogen.

Bleibt noch die Frage, ob Modi tatsächlich zentralistisch gehandelt hat? Das können wir aus unserer Soproner Stube, die Indien nur übers Internet betrachten kann, nicht wirklich beurteilen, würden aber aus allen vorliegenden Fakten sagen: Nein. Nicht in jedem Fall ist nämlich das Einschreiten der Zentralmacht zu verurteilen. Schon gar, weil Indien eher als "Reich" gesehen werden muß, das gewaltige Widersprüche zu vereinen sucht, ohne sie auslöschen zu wollen oder zu können. Und das ist ja die Funktion eines Reiches: Ein Dach zu bilden, das mehrere oder viele lokale Entitäten zusammenfaßt, und Schiedsrichter spielt, wenn es Konflikte gibt. Der VdZ sieht Modi also genau als das, als Schiedsrichter eines Reiches, das Indien heißt.


Morgen Teil 2)




Freitag, 11. Oktober 2019

Kritik, die dasselbe tut wie das, was sie kritisiert (1)

Gerade rechte, anti-revolutionäre (d. h. anti-linke) Bewegungen bedienen sich in ihrer Vorgangsweise gerne traditioneller Bilder. Dabei übersehen sie, daß die Zielrichtung - Mobilisierung der Menschen - in sich ein Teil der Moderne ist. Das heißt, daß sie (wie die meisten revolutionären Bewegungen) im Endeffekt in einem Konzept der Moderne verfangen sind, und nur ein Perpetuieren der Moderne bewirken. Jener Moderne, die zu bekämpfen sie vorgeben.

Man kann es also als abgehandelt sehen, wenn hier zuletzt in der Form "gewettert" wurde, daß auch die sogenannte rechte Kritik wie ein trojanisches Pferd nichts anders tut als die Agenden der Linken, nämlich der Liberalen, zu betreiben. Denn was man tut ist nicht das, was man redet. Es hat eine ontologische Struktur, und um die geht es in jedem Sehen des Wirklichen. Von Nicht-Wirklichem zu reden ist aber doch pure Zeitverschwendung, Ablenkung vom Wesentlichen?

Große Teile der heutigen Kritik tun dasselbe wie jene, die sie kritisiert. Sie haben nur andere Etiketten auf ihrem Tun. Aber Information ist eben nicht ein oberflächliches Ding von Datentransfer. Information ist eine TransFORMATION von Daten, die sie erst zur Information macht. Und insofern auch völlig anders wirkt als ihr "rationaler Nettoinhalt" vorgibt. Alles kommunizieren hat also mehr als bloßen Datenaustausch zum Inhalt, sondern ist eine Wirkung der Informationsträger selbst. 

Die wirklich weitergegebene Information liegt an diesen, nicht an den "rational reduzierten, mathematischen Daten". Insofern ist sie immer das Beitreten von Informationsgeber wie -nehmer an ein- und demselben Ort. Oder die Verweigerung dieses Beitretens. Information ist also ein "Ding dazwischen", beiden gemeinsam. Oder sie ist nicht.

Wir sehen hier Jonathan Pageau in einem interessanten Gespräch mit dem französischen Medienkritiker Christian Roy. In dem letztlich die Gedanken von Jacques Ellul diskutiert werden, von dem an dieser Stelle vor (tatsächlich muß man das so sagen) vielen Jahren bereits eingehend die Rede war, der Leser kann es nachlesen. Ebenso wie die kanadische medienkritische Schule (so muß man das fast nennen) mit der Gallionsfigur Marshall McLuhan, von dem ebenfalls hier bereits viel die Rede war. Wie gesagt: Schon vor vielen Jahren. 

Wobei McLuhan im Grunde seine Ideen seinem Vorläufer, Harold Innis, zu verdanken hat. Der die grundlegenden Überlegungen der Medientheorie beziehungsweise deren Phänomenologie lange vor McLuhan bereits publiziert hatte. McLuhan war freilich mehr Popularität beschieden. Beide aber (wobei McLuhan konvertierte) sind dennoch als tiefe Denker eines damals noch katholischen (französischen) Kanada zu sehen. Nur aus diesem Fundament läßt sich ihre Arbeit überhaupt erst verstehen. McLuhan wird deshalb heute zwar oft zitiert, aber so gut wie nie verstanden, weil der moderne Mensch Herkunft wie Hintergrund prinzipiell nicht mehr versteht und blöd ist.

Von jemandem, der sich Gewinn von diesem Blog erhofft, muß aber ein für alle Mal und wieder verlangt werden, daß er die gegenwärtigen Ausführungen vor dem Hintergrund des umfassenden Gedankenweges sieht, der bereits zurückgelegt wurde und von dem dieses Blog nur Zeugnis ablegt. Stattdessen hat man es heute aber oft genug mit der Unverfrorenheit zu tun, in der stets neue Generationen an Fragestellungen herantreten, ohne die Vergangenheit zu besitzen, auf der diese Fragen und Antworten aufbauen und überhaupt erst Sinn ergeben. Gerade "kritische", systemkritische Internetmeldungen stehen somit oft auf einem Grund, den man nur als - real, sehr real - völlig geschichtsvergessen bezeichnen muß. Denn Ideologie liefert keine Geschichte, sie liefert nur ein vorinterpretiertes Bild.

Darum herrscht auch in "kritischen" (alternativen") Medien eine oft genug erschreckende Blindheit für Wirkliches in ihrem Tun. Sie tun, um es salopp zu formulieren, Falsches, um nun aber doch Richtiges zu erreichen. Und nur darin unterscheiden sie sich von dem, was sie kritisieren. So wie es G. B. Shaw einmal formulierte: Ja, ich sage dasselbe wie meine Kritiker. Aber nur ich habe Recht.


 Morgen Teil 2)





*250819*

Aber die Folgen sehen wir nicht (2)

Teil 2) Die Welt aber besteht nur aus dem Sinn heraus, 
nicht aus den mathematischen Bilanzergebnissen




Aber man muß sich schon fragen, was das für eine Wirtschaft sein soll, die solche "Notwendigkeiten" hervorbringt, die man nur als Wahnsinn weil unermeßliche Vergeudung von Gütern, von Rohstoffen und vor allem von menschlicher Arbeit bezeichnen kann. Die zu einer Art der Vernünftigkeit zwingt (denn aus Jux, davon gehen wir aus, macht das kein Autohersteller), die in Wahrheit tiefe Unvernunft ist. Die einen "Sinn" definiert, der mit "Sinn" (logos, Welt-Sinn) nichts mehr zu tun hat, sondern lediglich das Kalkül einer Rechnung ist.

Etwas, das praktisch immer dann passiert, wenn mathematische Vorgänge mit Wirklichkeit verwechselt werden, sogar mehr, die Wirklichkeit zu bestimmen beginnen. Wie es der Zins macht. Wo sich also zwei völlig unterschiedliche Realitätsebenen, die eine klare Rangordnung haben - die Mathematik muß der Wirklichkeit folgen, nicht umgekehrt, was auch gar nicht geht, also ein substantieller Irrtum ist, der existentielle Schäden nach sich zieht - vermischen und sogar auf den Kopf stellen. 

Denn die Logik der Mathematik ist unbezwingbar. Sie schreitet immer und konstant voran. Die Realität, in der der Mensch und damit die Wirtschaft lebt, ist das aber nicht. Sie ist allen möglichen Fügungen unterworfen, nicht zuletzt, ja vor allem aber solchen des Sinns der Welt, in dem jede Zustoßung, jedes Ergebnis des Handelns letztlich unabsehbar ist, wo aber auch das menschliche Wirken und Arbeiten immer (immer!) Unwägbarkeiten ausgesetzt ist, die niemals einer mathematischen Linearität (wie bei der Zins- und Renditeberechnung) entsprechen können.

DAS ist es, was mit Kapitalismus bezeichnet wird. Nicht "freier Markt". Die Lüge, daß das eine dem anderen entspräche, hält sich zwar schon lange, aber sie ist ein Täuschungsmanöver, das die Unbezwingbarkeit des Zinses, die immer zu einer Knechtung des Menschen führt - immer, nicht ausnahmsweise, oder weil mal die Zinsen zu hoch sind, etc. - vertuschen soll. 

Und sie verkennt die Natur menschlicher Arbeit, ja des Menschen generell, weil sie den Sinn der Welt für eine vernachlässigbare Größe im Spiel der Notwendigkeiten einer Weltmaschine hält. Aber die Welt ist immer von einem (personalen) Sinn getragen, nie von Mathematik, und auch nie von mechanistischer Ablaufdetermination. Sieht man aber die Welt so, so wird sie zutiefst unvernünftig und unmenschlich. Wenn man darüber hinaus noch von Umweltschäden etc. spricht, so hat das einerseits zwar seine Richtigkeit, aber nur als Folge, als Symptom, weil nur in Bezug auf diesen Sinn überhaupt Relevanz. Eine eigene Größe ist "Umweltschutz" nicht. 

Genau so wenig wie "Wirtschaft" und "Unternehmen" und "Arbeit" und "Produktion". Sie sind alle nur dann sinnvoll, wenn sie eben dem Gesamtsinn der Welt entsprechen. Und der erfüllt sich am vollkommensten im Menschen, also der Kultur, dem Geist, der das Fleisch, die Materie durchdringt, formt und zum Lobpreis Gottes entfaltet und gestaltet. 

Solche Bilder zeigen aber etwas anderes. Sie zeigen, daß es im Kapitalismus, der solche Großkonzerne bringt, wie sie die Autoindustrie kennzeichnen, nicht um Sinn und Wert und Kultur geht, sondern um den Ersatz dieser Kategorien durch "bedingten Nutzen". Wo also der Schwanz mit dem Hund wackelt.  

Wir haben uns daran gewöhnt, in so einem mathematischen System zu leben. Und die Politik (und das mit ihr engstens verbandelte Großkapital) tut auch alles, um uns die wahren Folgen dieser Art, mit der Welt Schindluder zu treiben, zu verheimlichen. Denn es könnte sich ja dann das Gefährlichste melden, das diese Art der Weltverachtung zugunsten eigenen Vorteils kennt: Das menschliche Gewissen, das Gewissen jedes Einzelnen. Also jener Ort, an dem sich das Schicksal der GESAMTEN Welt entscheidet, denn der Sinn, der logos ist immer AUF DEN EINZELNEN ausgerichtet, nicht auf mathematische Vorgänge innerhalb einer Weltmaschine. 

Um uns die Falschheit unserer Lebensweise, die an solcher Art von Wirtschaften aber hängt (sic!), von der im Grunde einige wenige letztlich profitieren (oder das zu tun meinen; auch sie irren übrigens), vorzuenthalten, um uns also ein Lernen an der Wirklichkeit vorzuenthalten, behält man uns in einer Scheinwelt. Zu der gehört, daß man uns immense Einblicke vorenthält. Wie die auf solche Plätze, die irgendwo in Gegenden stehen, wo wir kaum hinkommen, die wir normalerweise nie sehen, die für uns "ohne Bedeutung" sind. Und die Welt ist ja enorm groß, und Flächen gibt es (man denke an die USA) quasi endlos, die wir noch zu Müllhalden, also der Kultur und Ordnung (denn Sinn heißt auch: Ordnung) entzogene Stätten des Chaos machen können.

Die Kosten dafür sind der Verlust des Sinns. Damit sind aber die Folgekosten weit höher, als es Betriebsstillstände oder Mengenbeschränkungen in Konsum etc. wären. Sie gehen aufs Ganze der menschlichen Existenz, und zielen auf den Verlust des Lebens ab.




*230819*