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| Unser Mitteleuropa |
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Sonntag, 10. Juli 2022
Weiteres zu Land und Volk der Ungarn
Mittwoch, 22. Juni 2022
AND THE WINNER IS ... (2)
Dienstag, 21. Juni 2022
AND THE WINNER IS ... (1)
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| L. Höbelt Vortrag DER SIEGER |
Montag, 2. Mai 2022
Wer die Welt zerstört, zerstört sich selbst
Bie der Weltausstellung 1873 in Wien - dem damaligen Hauptkreuz der europäischen Eisenbahnen, mit Anbindung nach ganz Europa, und einer der fünf größten Städte der Welt - wurde er entpsrechend als "Wunder" vorgestellt. Weil es damals immer noch eine Kulturstimmung war, Fortschritt als Zugewinn an Lebensqualität zu sehen, nicht als simple Ablaufoptimierung oder Menscheneliminierung durch Technik.
Montag, 14. März 2022
Der erste König der Ukraine
Übrigens, wußten Sie, daß die Ukraine für einige Wochen sogar von einem Habsburger "regiert" worden ist? Die Rede ist von Wilhelm von Habsburg, dem "Roten Prinzen", wie einer seiner Spitznamen lautete. Ihm wurde schon im Herbst 1914 sowohl von den Kaisern in Wien wie Berlin der Auftrag erteilt, die damals zum Zarenreich gehörigen westrussischen, von Moskau nicht so wirklich geliebten Gebiete (in denen es so viele kleine Völker mit je eigenen Sprachen, und zudem noch so viele Juden gab) sowie für Galizien und der Bukowina, die damals habsburgischer waren als man es sich vorstellen kann (ich erzähle später, warum das sogar in ganz eigentlichstem Sinn so war), zu studieren.
Und zu schauen, ob sich dort (und welche) politische Strukturen für "Länder" aufbauen ließen. Zu einer verantwortlichen Regentschaft gehören eben auch Überlegungen um Dinge, die theoretisch sein könnten, und auch träumen darf man da einmal. Weh dem, der keine Träume hat, er hat keine Zukunft. Und wer keine Zukunft hat, der hat bereits die Gegenwart verloren.
Auf jeden Fall war es im Sinne beider Kaiser, zwischen ihren Reichen und dem Zarenreich einen gewissen Puffer zu schaffen. Es braucht nicht viel an Einsicht um zu erkennen, daß eine direkte Nachbarschaft deutlich rascher Probleme schafft, als ein gewisser Abstand. Es ist eine uralte politische Weisheit, daß Feindschaften zwischen Nachbarn oft blitzschnell entstehen, viel seltener aber zwischen "übernächsten" Völkern.
| Wilhelm von Habsburg, evtl. König der Ukraine |
Im Zuge des Kriegsverlaufs wurde Ostgalizien von Österreich und Deutschland besetzt. Schon in dieser Zeit setzte Wilhelm durch, daß Galizien gewisse Autonomie zugestanden bekam.
Nach dem Frieden von Brest-Litowsk 1917 kamen umfangreiche weitere Gebiete unter deutsch-österreichische Fuchtel, sodaß die besetzten Länder bis zum Schwarzen Meer reichten. Daraus wollte Wilhelm nun sein Königreich gestalten. Und für einige Momente schien sein Traum auch in Erfüllung zu gehen.
Dienstag, 14. September 2021
Hält Przemysl? (5)
Armageddon 1, 2, 3 und 4. Als das Ende der Welt kam. - Die Folge des gescheiterten Ausbruchsversuchs war kaum noch beschreibbar. Verzweiflung, Panik überall in der Stadt und in den Festungsgräben. Am Abend des nächsten Tages, dem 19. März 1915, bat Generalleutnant Kusmanek die fünf Hauptbefehlshabenden zu einem letzten Konsilium. Daß Przemysl nicht mehr gehalten werden konnte, war nicht mehr zu leugnen. Die Lebensmittel waren (bis auf eine allerletzte Notration) aufgebraucht, die Moral der Soldaten kaum noch beschreibbar am Boden. Nervenzusammenbrüche, Panikattacken, völlige Entkräftung und Apathie, Wein- und Schreikrämpfe, apokalyptische Phantasien die die Runde machten, es war eine Stimmung wie unmittelbar vor dem Jüngsten Tag.
Die Soldaten waren dermaßen entkräftet, erschöpft, nervlich am Ende, daß auch nicht ein einziger Angriff der Russen noch abgewehrt werden hätte können. Umgekehrt waren sie so hysterisch, daß "gespenstische Schatten" gesehen wurden, wo bei Nachsicht nur eine russische Zwei-Mann-Patrouille erkennbar war. Wegen eines solchen Gespenstes aber begann an einem Abschnitt ein ganzes Regiment derartig panisch ins Niemandsland zwischen den Fronten zu schießen, daß die Russen glaubten, es handele sich um einen nächsten Ausbruchsversuch, und ihre Truppen in Alarm versetzten.
Ja, man war am Ende. Rien ne va plus.
Aber wer dachte, das wäre also nun der Tiefpunkt, der hatte sich getäuscht. Was nun kam, sollte alles übertreffen, was jeder der in Przemysl Eingeschlossenen sich auch nur in den schlimmsten Träumen hätte vorstellen können.
Samstag, 4. September 2021
Hält Przemysl? (4)
Der Ausbruch, der ein Zusammenbruch war. Przemysl war der Korken in der Flasche, deren Geist Osteuropa zu einem "bloodland" machen sollte. - Die simpelste Erklärung dafür, daß die Russen alles, einfach alles zu wissen schienen, was in der Festung vor sich ging und was an Verteidigungsmaßnahmen geplant war, lag ... im Radiosender. Dessen Code war von russischen Ingenieuren geknackt worden, und jede Meldung von oder an die Festung wurde somit vom Feind mitgelesen. Jede Verlegung von Truppen wurde sofort vom Feind beantwortet, jede geplante Aktion unterbunden, und die russische Artillerie - ohnehin der österreichischen an Feuerkraft, Geschützqualität und Munition weit überlegen - schlug pünktlich und präzise los, sobald sich etwas zu treffen bot.
Die russische Artillerie war ohnehin das Fallbeil für die österreichischen Armeen in diesem ersten halben Jahr des Krieges gewesen, wo sie von Niederlage zu Niederlage getrieben wurden und nur durch den Mut der Verzweiflung wenigstens halbwegs zurückgehalten werden konnten. Sodaß das Ziel, über die Karpaten Budapest zu erobern, nicht erreicht wurde. Sie konnten anders als die Habsburger Truppen mit den neuen Arten des Kampfes umgehen. Die die Österreicher nicht kannten, und deshalb vorsorglich für untauglich erklärt hatten; leider. Sie mußten nachvollziehen, was die Russen selber im Krieg mit den Japanern 1905 blutig lernen hatten müssen.
Das Zauberwort hieß "kombinierte Waffengattungen", und bedeutete etwa, daß die Artillerie jeweils das Terrain vor der eigenen vorrückenden Truppe beackerte. Der Beschuß rückte dann jeweils mit weiter, die russischen Geschütze hatten anders als die österreichischen dazu auch die Reichweite. Unter solchen Bedingungen war oft an eine Gegenwahr durch die Österreicher kaum zu denken, man konnte nur fliehen.
Aber da waren dann die russischen Scharfschützen mit ihren hervorragend geeigneten Gewehren.
Donnerstag, 2. September 2021
Hält Przemysl? (3)
Für den 18. März 1915 hatte der Festungskommandant von Przemysl, Generalleutnant Hermann Kusmanek von Burgneustädten, schließlich einen ultimativen Ausbruchsversuch angesetzt: Kämpfen muß das Ungarnheer, Siegen oder sterben, heißt es in der Operette - Es ging nur noch um die Ehre.
Die Lage in der seit Oktober belagerten österreichisch-ungarischen Festung war völlig verzweifelt. Jede Hoffnung, daß Generalfeldmarschall Conrad von Hötzendorf von den südlich gelegenen Karpaten her eine Ersatzarmee schicken könnte, mußte endgültig aufgegeben werden. Der Winter war zu hart, und an ein Durchkommen im Schnee gegen die drei russischen Armeen, die Przemysl in weitem Umfeld umschlossen hielten, war nicht zu denken. Denn wie immer hatte Conrad Divisionen "befehligt", die es gar nicht gab.
Dienstag, 13. Juli 2021
Hält Przemysl? (2)
Das alles befehligt von Offizieren, die kaum besser ausgebildet, und schon gar nicht mutiger waren. Die ihre Soldaten später dann schon bei ersten gefährlichen Situationen sträflich im Stich lassen würden, sodaß Kompanien (oder das, was von ihnen noch übriggeblieben war) von beherzten Korporalen, und Regimenter von Vizeleutnants "befehligt" wurden, die das nur "taten", weil sie zu feige gewesen waren, wie seine Vorgesetzten im russischen Artilleriefeuer zurückzulaufen. Nach den ersten schweren Angriffen Anfang Oktober würde es sogar eine Division geben, die von nur noch einem einzigen Leutnant, dem letzten von dutzenden Offizieren, befehligt wurden, dem ein routinierter Vizeleutnant (ein Charge, also nicht einmal ein Offizier) zur Seite stand, der aber wenigstens wußte, wie Dinge realisiert werden konnten.
Montag, 12. Juli 2021
Hält Przemysl? (1)
Als Dr. Jan Stock, der oberste Proviantoffizier und Vizekommandant der Festung Przemysl, es niederschrieb war er nach eigener Aussage selbst erschrocken. Denn er war doch ganz sicher immer liberal und weltoffen gewesen. Der durch zahlreiche Zeugnisse höchst vernünftige, gleichermaßen kühl denkende wie kluge Mann gestand sich nun aber etwas ein, von dem er nie geglaubt hätte daß er es eines Tages so sehen würde - daß nämlich die Vorurteile über Juden zuträfen.
Denn was sich während der Belagerung dieser k.u.k-Festung, die vom 5./6. Oktober 1914 - mit einer dreiwöchigen Entsatz-Unterbrechung im November - bis zur Kapitulation am 22. März 1915, Schlag sieben Uhr morgens, dauerte und über enorme Härte, Notz und Hunger ging und die längste Belagerung (als wehrhafte Vollumschließung durch einen Feind) des Ersten Weltkrieges war, ließ auch in seinen Augen kein gutes Haar an ihnen. Und das sahen alle Eingeschlossenen so, die in ihrer völkischen und sprachlichen Vielfalt wie eine Widerspiegelung der zahlreichen Völker und Volkschaften der Habsburger Monarchie wirkten. Aber mitten in der zunehmend schneidender werdenden Lebensmittelknappheit aus der Not der Mitmenschen auch noch dermaßen brutal Profit zu schlagen, zeigte einen Grad an moralischem Verfall, den niemand sonst in Przemysl (wo über Jahrhunderte ein hoher Anteil an Juden nie wirklich geliebter Teil des Weichbildes der Stadt war) fassen konnte.
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Eine siegreiche Schlacht und ihre Helden (2)
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| Ungarische Husaren, österreichische Dragoner im Gottesdienst, Sopron 2017 |
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| Husar und Dragoner |
Das hat sich bis in die konkrete Kampftaktik ausgewirkt. Schnelle Kampfbewegungen, Merkmal des neuen Kriegs 1914, sind damit sehr erschwert, weil sich die Truppenteile gar nicht spontan absprechen können. Als alles im Grabenkampf erstarrte, wurde das wieder gleichgültiger.
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| Kaiserlich-königliche Husaren und Dragoner |
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Dienstag, 10. Dezember 2019
Eine siegreiche Schlacht und ihre Helden (1)
Das mit dem letzten gelb-schwarzen Sieg stimmt übrigens nicht ganz. Es war auch eine deutsche Division beteiligt. Ob es stimmt, daß es einer der größten Siege der k.u.k.-Armee im Ersten Weltkrieg war, da sind sich die Historiker nicht einig. Dem Österreicher ist es ohnehin egal, er nimmt meist nicht einmal mehr zur Kenntnis, daß er eine Geschichte hat, und daß die direkt mit ihm zu tun hat. Den Ungarn ist es schon weniger egal, dort ist auch das Geschichtsbewußtsein ausgeprägter. Wie und warum das in diesem Fall mehr als sonst zutrifft, sagen wir unten.
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| Generalfeldmarschall Franz Graf Conrad von Hötzendorf |
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| Soproner Husarenregiment Nr. 9 - Traditionstreffen |
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| Oberst Othmar v. Muhr, HR 9 |
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Freitag, 29. März 2019
Die Weltkriegsverschwörung (3)
Diese Destruktion selbst war Teil eines furchtbaren Planes. Des Planes, dessen Früchte wir heute auf allen Gebieten und Ebenen, erleben. Die Rhodes-Gruppe hat dabei nur die alten freimaurerischen Ziele abgelöst, die Freimaurer (Illuminati) selbst spielen heute kaum noch eine Rolle. Die inneren Motive und Ziele sind zwar gleich geblieben, aber die Personen und Gruppen haben sich gewandelt: Von alten "echten" Eliten hin zur Geldelite, die unter dem Banner des "Liberalismus" antritt. Es geht um die Auslöschung alles Gewesenen, also Bestehenden zur Tabula Rasa, zur jederzeit von allem beschreibbaren Landschaft des menschlichen Daseins als "neuer Mensch".
Die Mondlandschaften der Schlachtfelder vermitteln genau diese Botschaft. Eine Kultur wird ausgelöscht, völlig ausgelöscht, von Vorgängen, an denen die eigentlichen Drahtzieher sich freilich eine goldene Nase verdienen und damit, von diesem Geld ausgehend, noch mehr Macht akkumulieren. Ja, deren Vermögen und Macht ohne solche Katastrophen gar nicht denkbar wären.
Krieg hat eine gewaltige andere Dimension als die des menschlichen Schicksals. Es hat die Dimension von Profit. Es ist natürlich kein Spezifikum des Ersten Weltkrieges, daß das so folgeschwer wurde. Aber es ist so umfassend wie noch nie die Natur des modernen Krieges. Der ganze Völker und Kulturen umzuformen vermag. Neu ist deshalb, vielleicht, wir bewegen uns im Bereich von Thesen, das sollten wir nicht vergessen, daß Krieg gezielt und bewußt und willentlich als Mittel zum Profit eingesetzt wird. Verbrämt als "große Erfüllung der eigentlichen Berufung der Menschheit", was nur unter darwinistischen Gesichtspunkten (der Stärkere hat sein Recht auf Maßgabe nur aufgrund seiner Stärke) überhaupt irgendeinen Sinn ergibt, wie bei Großbritannien, das sich als höchste Erfüllung des Weges der Menschheit sah.
Und wohl heute noch sieht. In dieser ganzen "Brexit"-Geschichte ist nämlich ein Faden zu erahnen, der auf eine Renaissance dieser Selbsteinschätzung hindeutet. Und wenn es auch kaum mehr Erfolg zu versprechen scheint, offiziell die USA als Kolonie wieder ins Empire zu integrieren, so ist es doch eine kaum zu verhüllende Tatsache, daß die US-Außenpolitik - vor allem militärisch - hochgradig den Interessen der Briten, das heißt Londons, ja das heißt der Londoner City dient. Betrachte doch der Leser die Geschehnisse im Nahen Osten seit 100 Jahren unter diesem Blickwinkel - er wird viele verblüffende Indizien dafür entdecken.
Der Erste Weltkrieg war - folgt man der Argumentation des Videos, das zu besprechen der Anlaß für diese Überlegungen war, die ein plausibles Meta-Bild versuchen - nur der erste Schritt auf dem Wege eines großen Gesamtzieles. Das auf die Beherrschung der Welt, auf die "New World Order" hinausläuft. Der gar nicht triefend von Sentiment daherkommen muß. Er ist abgedämpft durch eine "überlegene Moral" (als Prädikat der "selbstzuerkannten Gutheit") als überlegene Sittlichkeit einer bestimmten Schichte der Menschheit. Ob da die Öko-Fanatiker der Gegenwart eine Parallele zur Sendung der SS (als Beispiel einer sich aus dem Moralischen zu allem legitimierten Elite) erkennen können, ist zu bezweifeln. Aber nichts anderes ist die Botschaft, die uns die Geschichte da sendet. Es ist derselbe Archetyp, dieselbe "Schlange", die aus dem Meer kriecht.
Zurück zu 1916: Noch war die Stimmung in der amerikanischen Bevölkerung mehrheitlich gegen einen Krieg. Doch niemandem war klar gewesen, wie sehr die Volksstimmung bereits von all den Carnegies, Rockefellers, Morgans beeinflußt und über deren Machtmittel beeinflußbar war. Die Zeitung, die Information, die Medienwelt spielt in entwurzelten Gesellschaften eine gewaltige Rolle, weil dem Einzelnen, der seiner sozialen Nahbindungen entblößt ist, die eigene Wahrnehmung aus seinem unmittelbaren Leben von einer nunmehr höheren Autorität aus der Hand geschlagen wird. Nur wer fest in sozialen Bindungen steht, kann den Autoritätswert des Wirklichen als Maßstab der Realitätsbewertung bewahren.
Man hat somit auch 1916 eine Welt vorgespielt, die es so gar nicht gab, um die Menschen auf eine nunmehr implementierte, keinen Ersatz mehr vorfindende falsche Sichtweise hin zu überrumpeln. Ein ganzes Volk kam damit in den Dienst einer Oligarchie, die die Politik als Mittel instrumentalisiert hatte, ihren Einfluß, ihre Macht, ihr Vermögen zu mehren. Denn eines ist klar: Krieg ist das effektivste Mittel, um nicht nur ein Volk zu verändern, sondern um Vermögen zu sammeln, letztlich also: ein Volk auszusaugen. Das mit seiner Arbeit und seinem Blut alles bezahlte. Denn im Krieg reißt der Staat, reißen die Herrschenden mit voller Legitimation alle Gewalt an sich, vorgeblich um zu überleben.
Kaum war Amerika in den Krieg eingetreten, schossen auch die Börsenkurse in die Höhe. Um die Dinge besser steuern zu können, wurde von den Kongressabgeordneten, die von den Oligarchen bereits abhingen, ein "War Industry Board" gegründet. (Etwas Ähnliches, also eine zentralgelenkte Wirtschaft, gab es freilich in allen kriegsbeteiligten Ländern, in Österreich sogar sofort nach Kriegsbeginn, am spätesten übrigens, erst ab 1916, in Deutschland, als die Hungerblockade zu wirken begann.) Darüber liefen dann die Milliarden, die die Großindustrie einsteckte. Nahezu die gesamte Volkswirtschaft Amerikas wurde nun zentral gesteuert und dem Kriegsziel - die Niederwerfung des bösen Deutschlands - untergeordnet. Das Geld dafür lieh sich der Staat von den Oligarchen. Jenes Geld, mit dem er die von ihnen nun gelieferten Waren dann auch bezahlte. Wer ebenfalls verdienen wollte, mußte sich somit mit den Männern des Boards gutstellen. Übrigens, einer der Männer an diesem "War Industry Board", der dort wie viele andere auch reich wurde, hieß mit Familiennamen Bush ...
Daraus erwuchs eine prägende Erfahrung: Wie "fruchtbar" die Symbiose von Staat und Industrie war. Die Industrie sah immense Vorteile bei einer staatlich gesteuerten Wirtschaft. Die Regierung gewährte den Oligarchen jede Freiheit, diese finanzierten im Gegenzug die Politik. Und wie leicht sich dabei das Volk steuern ließ! Immer mehr wurde begriffen, wie man sich auf diese Weise auch ein "gewünschtes Volk" heranziehen konnte. Das "social engineering", das damals erstmals in Industriebetrieben aufkam, wurde zur Methode der Politik in Abstimmung mit der Oligarchie. Und insbesonders der Krieg machte tiefgreifende Änderungen des öffentlichen Bewußtseins, der Lebensweise, des Verhaltens möglich.
Mit ihm konnte man jeden Eigensinn, jeden Widerstand, sogar die privaten Rechte wie Eigentum gegen eine zentralistische Regierung aushebeln, die das Recht hatte, alle Individualrechte, ja sogar die persönlichen Überzeugungen zugunsten der alles übertreffenden Vordringlichkeit des staatlichen Überlebens zu beschneiden. Sogar persönliche Einkommenssteuern (eine Form der Enteignung) als "vorübergehende Kriegsmaßnahme" waren möglich. Es war also nicht nur ein gutes Geschäft, es war der Politik äußerst nützlich. Denn fortan brauchte die Politik das Volk nicht mehr.
Sie mußte nur den Zustand eines "perennial war", eines fortwährenden Krieges aufrecht halten. Und befinden wir uns nicht seit dem Zweiten Weltkrieg im Dauerkrieg? Der Kalte Krieg, Irak, Iran, Syrien, Terror, Klimakatastrophe, Faschismus, Autoritarismus, "Ungerechtigkeiten" und "Ungleichheiten" aller Art, das neu erstarkte Rußland, China, angebliche Überbevölkerung, angebliche oder echte Krankheiten, die Liste ist kaum noch zu vollenden und wird ständig kreativ erweitert, die Eingriffsmöglichkeiten werden immer totaler, und ihnen steht ein immer schwächerer Vereinzelter gegenüber.
Denn eine staatlich verordnete Bedrohung räumt jeden politischen und gesellschaftlich-sozialen Widerstand auf dem Weg zu einer perfekten Welt aus dem Weg. Eine Welt, in der der Begriff der Freiheit umgedeutet, und so zur Maske der totalen Unterwerfung vieler durch wenige wurde. Die heutige staatliche Parteienpolitik ist Teil eines Glasperlenspiels, wo die einen Probleme lösen, die es ohne sie gar nicht gäbe, und die anderen die Lösung von Problemen erwarten, die sie gar nicht haben.
Die heutigen Menschen fühlen sich zu Recht wie die Soldaten, die aus den Schützengräben zurückströmten. Sie ahnen, daß das, was mit ihnen passiert und relevant ist, daß das was ihr Leben wirklich formiert und prägt, mit den Gesten der Politik gar nichts zu tun hat. Die brav ein Gesetz befolgt, dann darf sie sich "wichtig" dünken, dafür wird sie bezahlt, dafür darf sie im vordersten Salonwagen Platz nehmen, wo alle halben Stunden der Steward vorbeikommt und Wein nachschenkt.
Sie muß die Menschen beschäftigen, sie muß sie ständig unter Dampf halten, ständig neue Unruhe schaffen, um alle mit sich selbst zu befassen, damit nur ja niemand aus dem Fenster guckt und die Richtung merkt. Gender, Migration, Gleichheit, Minderheiten, links, rechts, vorne, hinten, oben, unten ... Damit sie nicht sehen, daß der Waggon, in dem sie gefangen sind, wie der ganze Zug nach Sibirien unterwegs ist, diesem Hort des wahren Liberalismus. Und weil es doch ab und an auffällt, gibt es eine Betreuungsmannschaft als Six-Pack- und Dessous-Personal, die sanft allen klar macht, was sie ohnehin immer wußten ... der Mensch ist das eigentliche Problem, also sag ja zur eigenen Auslöschung, dafür gibt es den schönsten Zeitvertreib der Welt. Das ist das Furchtbarste, das was das Heute noch schlimmer macht als das Damals: Die Menschen verhängen die Zerstörung über sich selbst.
Auch das aber ist ein Grund für die wilden 1920er. Wenn es schon keinen Sinn in meinem Tun gibt, dann wenigstens Schnaps und Weiber, dann kann ich mich auch selbst zerstören. Denn dieser Zustand eines sich selbst entfremdeten, sich selbst zerstörenden Volkes namens eines "Außenfeindes" zeigte sich im Ersten Weltkrieg erstmals in seiner Vollgestalt, und machte in dieser Praxis der Gesellschaftsumbildung weltweit Schule. Deutschland war das erste Fallbeispiel, und lieferte damit sogar das Modell für das ab 1917 kommunistische - noch einmal: Wall-Street-finanzierte Rußland, das sich nach deutschem Muster (sic!) zur Sowjetunion organisierte.
In den USA ließ man den Menschen ein paar "wilde 1920er" (auch in Europa geriet alles aus den Fugen, dominierte das Sinnlosigkeitsgefühl), ehe sie 1933 mit Roosevelt, woanders mit Stalin und Hitler in die nächsten Zwangsmodel verpackt wurden, aus der sie bis heute nicht mehr entkommen sollten. Churchill folgte nur ein wenig später, anders, denn es war seit 1215 (Magna Charta als Sieg des Oligarchentums über den Staat) schon weiter, aber mit demselben Programm. Gibt es heute ein unfreieres Land als England, dem mittlerweile schon der letzte Rest des Menschseins ausgetrieben wird?
Eine besondere Rolle spielt und spielte dabei der Informationsfluß, damals wie heute. Sogar die Kunst - Literatur, Film, bildende Kunst - wurde 1914 in den Dienst des Staates gestellt, jeder wirkliche Künstler zum Staatsfeind erklärt, wenn er sich nicht freiwillig unfrei machte, um nicht im Schützengraben zu verrecken. Im Ersten Weltkrieg wurde erstmals und weltweit dem Staat und der ihn beherrschenden Minderheit die Gelegenheit gegeben, alles zu kontrollieren. Und das Allerbeste daran war, daß sich diese Strukturen überall bereits etabliert hatten. Sie brauchten nur noch einen Herren. Der Gedanke der Weltbeherrschung war erstmals realistisch umsetzbar geworden. Denn diese Strukturen verschwanden natürlich nicht, als der Krieg endete. Sie blieben.
Nur einige Monarchien standen da im Weg. Österreich. Rußland. Deutschland. Aber nicht lange. Denn diese neue Machtstruktur, die jede Bevölkerung unter ihre Gewalt bringen konnte, indem es ihnen über Revolutionen ihre Ordnung raubte und so neuen Einwirkungen zu aufbrach, hatte nun auch die Macht, Völker und Territorien zu ordnen. Mit dem Ersten Weltkrieg schlug man alle drei Fliegen mit einer Klappe. (Denn die englische Monarchie, nur um das zu vervollständigen, stand ja bereits seit 500 Jahren unter der Herrschaft der Oligarchie, ja wurde deren Teil.)
Es war somit auch die Wall Street, die die russische Revolution finanzierte. Trotzki war extra deswegen nach New York gefahren. Und kam mit Gold aus der Wall Street über Kanada 1917 auf einem britischen Schiff nach Rußland. Dafür stimmte er bzw. die spätere Sowjetunion sämtlichen (geheimen) Territorialplänen der westlichen Alliierten zu, in denen sie die halbe Welt neu ordneten. Einschließlich Türkei und Naher Osten. Und einschließlich der Zusage an die Juden (in Person an Walter Rothschild), sie in Palästina (das nicht einmal zum britischen Empire gehörte) einen Staat Israel gründen zu lassen. (Was dann 1947 geschah.)
Der Erste Weltkrieg als Teil einer Gesamtstrategie ist also voll im Sinne der Ziele der Geheimgesellschaften aufgegangen. Sie brauchten ihn, sie trugen alles dazu bei, daß er ausbrach, und sie steuerten ihn. Über diese Einflüsse kann es keinen Zweifel geben, und im Einzelnen wird sie kein Historiker bestreiten. Im besonderen aber die drei großen Monarchien, Österreich, Deutschland und Rußland, hatten in ihrer Politik vor 1914 nicht damit gerechnet, einer international so abgestimmten, geplanten Strategie gegenüberzustehen. Das war das wohl größte Verhängnis. Sie waren die größten Hindernisse und Konkurrenten auf dem Weg zu einer Weltordnung unter der Herrschaft der wahren Eliten des englischsprachigen Raumes.
Ein geläufiges Fehlurteil muß aber noch berichtigt werden. Daß es nur die Verlierer sind, deren Gesellschaften dann verändert werden. Das zeigt die hier vorgestellte Geschichte: Auch die Völker der Siegerstaaten werden über einen Krieg am effektivsten verändert. Spricht man über die Sieger des Ersten Weltkrieges (der dann im Zweiten Weltkrieg seine Vollendung bekam), sind die Gruppen ganz anders verteilt: Sieger war und ist die Oligarchie, die herrschende Elite, und die, die sie an ihre Tische lassen oder denen sie Brotkrumen zuwerfen. Verlierer sind überall die Völker und vor allem ihre angestammten Kulturen.
Was die Soldaten an den Fronten am 11. November 1918 fühlten, war deshalb seltsam weitsichtig. Es war nämlich nicht Freude über den Frieden. Niemand glaubte an ihn. Alle einte die Angst vor einer nun völlig ungewissen Zukunft. Alles Bestehende, Bewährte war ausgelöscht. Wo war da der Plan? Gab es einen? Ja. Während die Soldaten noch zurückströmten, saßen in Paris bereits die Regierenden und die Oligarchen an den Tischen und konstruierten die nächste Stufe. In einem "Frieden", der jedem Realisten als die Vorstufe zu einem nächsten, noch schrecklicheren Krieg klar war, der die Ziele des Ersten vollenden sollte. Der Erste Weltkrieg war nur der erste - und gelungene - Schritt auf dem Weg, den Cecil Rhodes 1891 formuliert hatte: Die Herrschaft über die ganze Welt, um sie nach seinem Bild zu formen.
Donnerstag, 28. März 2019
Die Weltkriegsverschwörung (2)
Es würde doch sicher anders, meinte also 1915 der britische Außenminister (Mitglied der Rhodes-Gruppe), wenn etwa einmal ein ziviles Kreuzschiff von den Deutschen versenkt würde? Das könnte gut sein, meinte der amerikanische Gesprächspartner. Der britische König George V. war von der Idee begeistert, und dachte sofort weiter: Wie wäre es, wenn es die Lusitania wäre, mit amerikanischen Passagieren an Bord? Dann hätte man auch in den USA etwas bewirkt. Diese Gespräche sind dokumentiert. Und zufällig passierte wenige Stunden danach, noch am selben Tag, GENAU DAS. Ein deutsches U-Boot versenkte die Lusitania. Unter den 1100 Toten waren 128 Amerikaner. Mit einem Schlag hatte der Großteil der Amerikaner das Gefühl, daß der Krieg in Europa vielleicht doch nicht nur mit Europa zu tun haben könnte.
Nur der Vollständigkeit halber: Zum damaligen Zeitpunkt waren die Republikaner die "Fortschrittlichen", die "Linken", und die Demokraten wie Wilson die "Konservativen", die "Rechten". Was sich schon unter Theodore Roosevelt, Präsident 1933-45, endgültig aber in den 1990ern unter den Neo-Konservativen gedreht hat. Aber spielt das in den USA überhaupt noch eine Rolle, außer bei der Wahlstrategie, wo doch alles "in einer Hand" liegt?
Solche Kriegsverbrechen hatte es ja tatsächlich gegeben, einige, wenige. Aber so gut wie alle Verbrechen gegen Zivilisten, die die deutsche Armee begangen hatte, waren zumindest durch die Partisanenmentalität der Belgier genährt, wir haben darüber hier schon berichtet. Das wurde nun zu einer Volkseigenschaft ausgewalzt und war deshalb wichtig, weil mehr als ein Drittel der Amerikaner entweder Deutsche, oder mit Deutschen Verwandte waren. (Noch Mitte des 19. Jahrhunderts wurde darüber debattiert, ob die deutsche oder die englische Sprache "offizielle amerikanische Sprache" werden sollte. Das Deutsche unterlag im Kongress nur knapp.)
Das ist wichtig, weil es die Verlagerung von einer Staatenpolitik zu einer Politik unter Kulturen, ja unter Völkern anzeigt. Während zumindest bis Napoleon (und vom Wiener Kongress noch einmal zu retten versucht) ein Krieg immer das Ziel hatte, den Feind seiner Regierung zu berauben, ihn also unfähig zur Weiterführung zu machen, und damit zu besiegen, ging es fortan um die Besiegung eines zum Feind erklärten Volkes.
Da kam es den Rhodes-Gruppen zupaß, daß 1916 eine nächste Wahl anstand. Diesmal wählte man eine andere Strategie. Die Wall Street-Gruppe spaltete sich scheinbar ab, und schuf eine "win-win-Situation". Denn einerseits wurde der populäre Kandidat Hughes gestützt. Der ohne Frage unter Morgan-Einfluß stand. Und der lautstark einen Kriegseintritt verlangte. Dem wurde nun neuerlich der farb- und charismalose Wilson gegenübergestellt, der groteskerweise mit dem Slogan "He kept us out of War!" (Er hat uns vor dem Krieg bewahrt!) auftrat. Aber auch er war ein Wall-Street-Kind. Wilson gewann tatsächlich mit dem Versprechen, Amerika weiterhin aus dem Krieg herauszuhalten.
Man kann es auf die Spitze bringen:
Wenn es keinen sachlich zu rechtfertigenden Grund für einen Krieg gibt, dann führt man ihn eben im Namen höherer Moral. Das war noch nie anders, das ist heute nicht anders.
Wozu aber war das alles wirklich gut? Worum ging es 1914-1918 wirklich?
Mittwoch, 27. März 2019
Die Weltkriegsverschwörung (1)
Sofort begann man, den Einfluß auf die Presseerzeugnisse des gesamten Empires auszubauen. Zeitungen, Medien wurden gekauft. Der systematisch aufgebaute Einfluß (siehe Quigleys Schilderungen über die Vorgangsweise) der Gruppe erstreckte sich über die zugehörigen Personenkreise auch bald auf die britischen Geheimdienste, ja auf das gesamte diplomatische Korps, einschließlich des Außenministeriums in London. 1905 stellten diese Gruppen sogar den Außenminister. Der keine Scheu hatte, eine geheime, zweite Diplomatie zu betreiben, um Deutschland in den Krieg zu lavieren. Eine Allianz zu schmieden war leicht. England, Frankreich und Rußland einte ein uferloser Deutschenhaß, der nur noch wenig brauchte, um unter die Rechtfertigung der "Bedrohung" gestellt zu werden. Unter dieser Fahne war Deutschland in den Albtraum seiner Existenzfragen eingesperrt, dem (drohenden) Mehrfrontenkrieg. Man konnte fast zuwarten, bis es unter seinen strategischen Zwängen reagierte, und den "falschen" (als in diesem britischen Sinn gewünschten) Schritt setzte.
Um politisch Druck zu schaffen, war das Ziel der Milliardenkredite die Infrastruktur, die die Aufmarschgeschwindigkeit erhöhen sollte, diesen entscheidenden Faktor im deutschen Denken (wie sich dann 1914 auch bewies), weil das Deutsche Reich nur entscheiden konnte, welcher Front es sich im Bedrohungsfall zuerst zuwenden sollte: Der im Westen, oder der im Osten. Beides ging nicht auf einmal. Es gab zwar Versuche britischer Diplomaten auch den Wiener Hof zum Ausscheren aus der Verbindung mit Berlin zu bewegen, also eine Südfront zu ermöglichen, aber die wurden vom Habsburger Kaiser weit von sich gewiesen: "Ich bin doch ein deutscher Fürst," soll Franz Joseph verblüfft auf entsprechende britische Vorschläge geantwortet haben. Wie sollte sich ein deutscher Fürst gegen deutsche Fürsten wenden? Das k.u.k.-Reich sollte es später mit seinem Zerfall bezahlen.
Die britische Politik, die längst in Händen von Interessensgruppen lag, ist der Beleg dafür, daß sich Politik von jeder Volksbeteiligung abgetrennt hatte. Die Politik Europas war im britischen System zu einer Sache von Gruppen geworden, die sich mit missionarischer Heilssendung für die Welt ausgestattet zu allem berechtigt sahen. Auch dazu, das Volk lediglich wie einen Hund an der Leine führten.
Die geheimen außenpolitischen Vereinbarungen waren sogar vor dem britischen Parlament geheim gehalten (oder erst Jahre nach deren Abschluß bekanntgemacht) worden. Sofern dessen Mitglieder nicht selbst mit diesen Geheimgesellschaften am Tisch saßen.
Morgen Teil 2) Das absolute Meisterstück - Der verlängerte Krieg -
Freitag, 20. Juli 2018
Historische Melancholien
Immerhin zeigt dieses Lied bereits eine gewonnene Distanz zu sich selbst. Es ist Zeichen von Verarbeitung, wenn man zum Spiel mit einer Sache gelangt, nicht mehr von ihr getrieben wird.
Sonntag, 8. Juli 2018
Ein Klassiker aus der Monarchie
ein Regiment, das es im Prinzip bis heute gibt.
Sonntag, 6. Mai 2018
Staat als Formierung der Sendung
Diese Gedanken stiegen wieder einmal auf, als der VdZ auf Achgut einen Artikel über Katalonien und Spanien las. Der sinngemäß damit argumentiert, daß die Separationsbestrebungen Kataloniens schon deshalb unsinnig seien, weil ja bereits mehr als die Hälfte der in Katalonien wohnenden Menschen spanisch sprächen, und es im übrigen enorme und symbiotische wirtschaftliche Verflechtungen mit Madrid-Spanien gebe.
Das einzig legitime Kriterium, das es zu hinterfragen gälte wäre aber, ob der Raum Katalonien sich immer schon als Raum mit einer eigenen Sendung begriff, die von keiner anderen Sendung und Identität überlagert werden dürfe. Und dafür spricht doch auch einiges. Durch Bevölkerungs- und Wirtschaftsdurchmischung - wie sie heute sogar gezielt durchgeführt wird - werden solche Dinge nicht klarer oder entschiedener, sie werden nur problematischer. Auch ist Symbiose kein Argument, denn im Grunde ist jeder Staat, jedes Volk in einer Symbiose mit seinen Nachbarn beziehungsweise allen im jeweiligen umfassenderen, die Einzelsendung letztlich bestimmenden, festigenden Raum befindlichen.
Soweit der VdZ das sieht, fiel der Zugehörigkeitsgedanke zu Spanien in Katalonien nicht zufällig historisch in dem Moment, wo der Reichsgedanke durch einen Staatsgedanken ausgetauscht wurde.***
***Gerade die Bayern müßten das sehr direkt begreifen, ihnen erging und ergeht es ähnlich. Noch dazu wurde das Problem verwischt - und damit verschärft, es wird sich über kurz oder lang mit neuer Brisanz wieder nach oben schaufeln - weil ein Drittel seiner heutigen Bevökerung erst nach 1945 als entraumte, ihres Sinnes, ihrer Identität also beraubten Zuwanderer aus verlorenen Ostgebieten Deutschlands ins Land kam.







