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Dienstag, 12. Juli 2022

Der Filmabend am Kreuzfahrtschiff (2)

Pandamned (Film, 2022)
Wie und warum das alles. Und - Der Film "Pandamned" - Denn an und für sich schafft es Poels sogar, zu einem neuralgischen Punkt vorzsutßen, den der ZWEITWIRKLICHKEIT als Ersatzwirklichkeit. Aber er läßt ann zu, daß sich dieser Begriff wieder auf ein "Täschungsmanöver durch die Absichten hinter Corona" (etc.) verengt. Sodaß diese Coronapandemie zur Manipulation wurde ohne den Gesmtcharakter der Zweitwirklichkeit zu berücksichtigen. Sodaß er sogar Gemeinsamkeit mit dem Klimawahn herstellen kann.  
Ob nicht die Kritik nämlich genau so zu dieser zweitwirklichen Ebene gehört! Und gar nicht wirklich abgelehnt wird, auch wenn das behauptet wird. Das gehört aber nur zum Spiel. Die Kritik, die sogenannte Opposition, die eigene Identitätskostüme vergibt, ist niht weniger tiel dieser "Matrix", wenn man dieses Wort schon verwenden will. 
Von der die wahrhaftige Erzählung strikt zu trennen wäre, auch wenn die Inhalte oft gar nicht so unterschiedlich sind. Um zu zeigen, was ich meine: Die Nachfolge Christi ist nicht weniger ein Nachfolgn nach einer Erzählung! Der Unterschied ist nur, daß hier die Wahrheit am Werke ist. Und die ist von der Struktur her personal, und damit eine Strruktur, die zur Freiheit führt. Obwohl wie nominell ebenfalls "Gehorsam" verlangt und "einer Matris" scheinbar komplett ähnlich ist. 

Montag, 11. Juli 2022

Der Filmabend am Kreuzfahrtschiff (1)

Wir haben Marijn Poels' dokumentar-filmisches Schaffen hier schon seit dem Erscheinen seines ersten Films zur vorgeblichen Klimakatastrophe vorgestellt, und sein Schaffen seither sogar begleitet. Denn das einzig INteressante an einem Künstler ist ein Weg, sein Werk ist nur, wie Güersloh einmal sagt, Zeugnis davon. 

Mehr und mehr hat sich der Niederländer dabei zum Kritiker der von ihm vermeint maßgeblichen Pathologien des Zeitgeistes entwickelt bzw. verändert, und mußte dafür auch bald heftigste Kritik einstecken. Leider hat sich mit dem Fortschreiten seiner Filme auch eine gewisse Anschauung gebildet, die seine Filme immer schwächerr werden ließ.

Nun riskieren wir aber noch einen nächsten Film von ihm. In "Pandamned" nimmt er die sogenannte Coronakrise ins Filmemacherauge. Und bringt zumindest einmal einen "Stand der Dinge" zu Anfang 2022 auf den Bildschirm. Der Film ist an sich frei zugängig, und ich übernehme ihn, schon der Tradition willen. 

Samstag, 27. Februar 2021

Warum die Gegenwart immer unerkennbarer wird (1)

Nimmt man der Erde ihre Geschichte des Dialogs mit ihrem Schöpfer, mit Gott, entsteht ein komplett falsches Bild über Ursachen und Wirkungen. Dann offenbart sich unserer Beobachtung nur noch ein Aspekt des Seienden - der der Stabilität bzw. des Ringens um das Dasein, also der existentielle Kampf. 

Nicht nur werden (und wurden vor allem) damit neue mehr oder weniger phantasievolle Theorien provoziert, wie die gegenwärtigen Zustände sich aus beobachteten Vorgängen und damit vor allem deren beanspruchte Zeiten erklären ließe. Theorien, denen es nicht nur zur Gänze an wirklichen Begründungen weil Ursachen ("ex nihilo") fehlt, sodaß sie die Ursprünge weglassen, irgendwo ansetzen und aus diesem höchst begrenzten Ausschnitt von Zusammenhängen angeblich irgendwo hinführen, sondern Theorien, die damit zu bloßen Mythen und Märchen werden. Die aber im Gegensatz zu wirklichen Mythen und Märchen künstlich geschaffen sind, denn alle übrigen Erzählungen und Erzähltraditionen der Menschheit haben (sofern sie nicht der Bibel entstammen) einen mehr oder weniger handfesten Ursprung in realer Menschheitsgeschichte.

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Lediglich die Bibel hat aber jenen geschichtlichen Wahrheitsgehalt, der die Wirklichkeit hinter geschichtlichen Ereignissen tatsächlich kennt. Deshalb ist auch das faktische Geschehen begreifbar, und in Ursache und Wirkung erfaßbar. Sie kann das also, weil sie als einzige unverfälschte Offenbarung der Menschheit durch Tradition die Wirklichkeit hinter der Erdgeschichte kennt. Die eine Geschichte des Dialogs des Schöpfers mit den Menschen ist. Mit den Menschen! Nicht einmal also mit "der Natur".  Die geschichtliche Realität der Bibel kommt aus der Verankerung im Ewigen, dem Immer-gleich-Bleibenden also. Aus dem heraus sich das Konkrete je neu und doch immer unverändert konstituiert. 

Solcherart aber hat sich ein menschlicher Wille, der seit 700 Jahren mehr und mehr und in immer rascherem Tempo meinte, aus dem begrenzten Erkennen rein irdischer Zusammenhänge auch das Insgesamt der Erdgeschichte erzählen und die Tradition "berichtigen" zu können. Diese Veränderung hat die Wissenschaft nicht nur einfach erfaßt, sondern zu einer Disziplin außerhalb der Wahrheitssuche der Menschheit gestellt. Und damit ist sie sich selbst auf den Leim gegangen. Sie hat sich selbst und die gesamte Menschheit verwirrt, und somit unfähig gemacht, das Evidente, also das unseren Sinnen Dargebotene, wahrheitsgemäß zu interpretieren.

Somit sind wir mit einem Denken konfrontiert, das nur noch eine mehr oder weniger phantasievolle sophistisch-rhetorische Konstruktion ist. Die vor allem darum bemüht ist, jede Verbindung zu jener Quelle, die denn die Wahrheit selbst ist, abzuschneiden. Und die auf die Frage, warum es denn überhaupt noch Sprache gebe, nur noch deren Werkzeuglichkeit - als Waffe im Kampf ums Überleben - nennen kann. Was wiederum jede Zwischenmenschlichkeit mit dem Gift des Mißtrauens verdorben hat, in dem alles menschliche Tun dem Kampf um Macht über die Welt, vor allem aber damit über den anderen als Begegnendem unter anderem Begegnendem diene.

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(Eine Erklärung dafür konstruieren, wie es geschehen könne, daß alle menschliche Wahrheit lediglich eine Erfindung sei, die mit der wirklichen Wirklichkeit nichts zu tun hätte, sondern lediglich der Daseinsbewältigung diene, hat sich der sogenannte Konstruktivismus zur Aufgabe gemacht. Dem der vorausgehende Relativismus das Bett gegraben hat, in das er sich so ausgiebig ergießen konnte.)

Damit wird das Zwischenmenschliche (das "Soziale") tatsächlich zersetzt, weil ihm nun genau das fehlt, was sein eigentlicher Sinn ist: In der Selbstüberschreitung das Ich aus dem Du empfangen zu können. Und tatsächlich ist es dem Menschen kaum noch möglich, Vertrauen zum anderen aufzubauen. Die Papierflut zeigt es, mit der das Zwischenmenschliche verbindlich gemacht werden soll, qua Unterschrift, qua Fingerprint, qua Iriserkennung, qua genetischem Code, und so weiter und so weiter. 

Immer "ursprünglicher" weil "fälschungssicherer" sollen deshalb die Identifikationsmittel werden, um das - im selben und gleichschreitenden Maß, wie Sicherheit zu konstruieren versucht wird - entschwindende Vertrauen in den anderen noch irgendwie zu sichern. Weil anders überhaupt kein Soziales mehr möglich ist, das aus sich trägt und hält, ohne daß allem die vorgesetzte Pistole vorangeht.

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Aber zurück zu oben, bleibt einer Welterklärung, die nur noch aus dem Gegenwärtigen schöpfen will, auch nur noch, alles in menschlichem Verhalten zu begründen. So entsteht ein Geschichtsbild, das Schuld konstruiert, wo gar keine war und ist. Was damit auch unser Verhalten unter Fragezeichen stellt, wo gar keines angebracht wäre.

Im selben Maß jedoch wächst auch der Wahn, durch eigenes Verhalten verbessern zu können, was "nicht mehr paßt." Und das vor allem sind die Geschichten, mit denen sich Marijn Poels im letzten Teil seiner Trilogie, in "Return to Eden" befaßt. Weil aus einem verfehlten, aber heute allgemeinen Geschichtsbild eine wahrheitsgetreue, hinlängliche Erklärung für die Zustände, mit denen wir es zu tun haben, die uns also begegnen, fehlt. Sie sind im Großen nämlich "ganz sicher" nicht mehr eine Geschichte mit Gott.

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QR " Return to Eden"

Wo sie es aber sind, das ahnt Poels doch noch. Indem er auf alle großen Konzepte verzichtet. Und sich nur noch damit befaßt, was tatsächlich in die Verantwortung der Menschen fällt. So zergliedert sich dann das Große in unzählige Kleine, in Einzelne, in einzelne Schicksale und Ideen. Die überall dort fruchtbar zu sein scheinen - allen Widerständen, allen klimatischen Einschränkungen und Widerlichkeiten zum Trotz! - wo der Einzelne sich noch einer Natur gegenüber weiß, die ihm geliehen ist, die er weiterzugeben hat, und die er dazu studieren und in ihrem Wesen fördern muß. Das erfordert deshalb den Einzelnen, weil sich zwar statistisch schöne Abbildungen aus Ähnlichem ableiten lassen, doch jeder dieser Einzelfälle genau das ist: Ein nur hier und nur dort und vor allem nur mit jenem zusammenhängendes Einzelereignis. 


Nächsten Samstag folgt Teil 2) Aber wo beginnen? Am besten vielleicht ... beim Anfang!


*260221*

Dienstag, 13. Oktober 2020

Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (6)

Teil 6) Totalitarismus als Rettung? 
Rettung wovor? Vor uns?


Im Sinne der Natur, ja zu deren Rettung, ist es laut Agenda 21 der UNO angeblich notwendig, daß alle Grenzen aufgehoben werden. Dafür sollen die Menschen das Land, das sich selbst überlassen bleiben soll, verlassen und in Megastädte verfrachtet werden. Dort sind sie auch perfekt kontrollier- und beherrschbar. Staaten im heutigen Sinn soll es also nicht mehr geben. 

Die Pläne dafür sind vorhanden und offen zugängig. Und die UNO arbeitet in dieser Agenda 21 ganz konkret darauf hin. Und zwar seit bald zwanzig Jahren.

Eine nachhaltige Welt, wie die UNO sie sich vorstellt, ist eine Welt der Gleichheit, in der alle Menschen gleiche Lebensbedingungen haben. Also muß man auch alles entfernen, mehr noch: In der Entstehung bereits unterdrücken, was sie ungleich machen könnte. Dazu müssen die entwickelten Länder niedergedrückt, die weniger entwickelten Länder hochgezogen werden. 

Dazu braucht es eine Menschheit in Städten. Landbevölkerung ist nicht kontrollierbar. Die hat auch zwei Toiletten. Dabei ist doch nur eine notwendig. So sind Menschen beliebig steuerbar, Löhne "anpaßbar", Arbeitskräfte je nach "Bedarf" zu transferieren. 

Die Datensammlung und totale Überwachung wurde angesichts der angeblichen Bedrohung durch Terror, wie er bei 9/11 geschah, bereits eingeführt. Derzeit geht es um die individuelle Mobilität im Namen der Klimarettung, die der Kontrolle noch entgegensteht, der man heute noch entfliehen könnte. 

Aus denselben Gründen muß den entwickelten Ländern auch die Lebensmittelproduktion entzogen werden. Auch das können wir überall beobachten. Und der Klimawandel ist ein perfektes Instrument, um das zu erreichen.

Dieser Totalitarismus ist keineswegs mehr ein Traum, er wird bereits ganz konkret umgesetzt, und wir alle können es beobachten, denn es betrifft uns alle.  

So entwickelt Marijn Poels in der zweiten Hälfte von "Return to Eden" eine Schreckensvision einer totalitären Welt, die im Namen der Rettung des Klimas vollzogen wird. Alle Lösungen, um eine lebenswertere, schönere Welt zu gestalten, sind lokal und ganz besonderen Bedingungen unterworfen, die keine globale Lösung verlangen. Sondern Menschen, die mit offenen Augen durch ihre Welt gehen, die sie lieben, und mit Klugheit und Vernunft behandeln. 

Es braucht, mit einem Wort, Menschen, die die Welt als Heimat begreifen. Nur in dieser Verwurzelung mit der Welt, die einen von Geburt an umgibt, kann eine Welt entstehen, die lebenswert und vielfältig und die ... wahrlich nachhaltig ist.

Dabei fällt auf, daß die Lösungen, die tatsächlich funktionieren, praktisch nie dem entsprechen, was "Stand der Wissenschaft" ist. Die Realität zeigt auch (und Poels bringt einige Beispiele) daß es vieles gibt das "funktioniert", das es nach wissenschaftlichem Stand gar nicht geben dürfte. 

Der Weg liegt also nicht in der Wissenschaft, wie sie derzeit geschieht. Das System der "peer reviewed" wissenschaftlichen Veröffentlichungen blockiert jeden Fortschritt. Weil Innovationen niemals anerkannt werden, weil sie dem gängigen Stand des Wissens nie entsprechen. Damit wird Wissenschaft in der heutigen Form den Anforderungen der Welt, die so vielfältig ist, nicht mehr gerecht!

Wenn man die Geschichte betrachtet wird man entdecken, daß Durchbrüche in der Wissenschaft, Fortschritte, Neuerungen deshalb immer von den Rändern, von den Ausgegrenzten gekommen sind, nie aus dem Zentrum der Wissenschaften selbst. Wir bringen uns heute regelrecht durch unsere eigene Dummheit um, die wir in unseren warmen Nestern ausbrüten.

Man muß die Menschen auf der ganzen Welt deshalb ermutigen, ihr Leben und die Gestaltung ihrer Umwelt selbst in die Hand zu nehmen. Das ist der Aufruf, mit dem Marijn Poels neue Dokumentation, als dritter Teil seiner bemerkenswerten Film-Trilogie. Die mit der Untersuchung der angeblichen Klimakatastrophe begann und von dort aus die Praxis der Denkverbote entdeckte, also auf die Ansätze eines totalitären Systems stieß, mit dem er nie gerechnet hätte. 

Diesem System ist er im dritten Teil, den Poels ebenso unerwartet und absichtslos begonnen hat wie vor allem den ersten Teil, auf die Spur gekommen. Es ist im Namen der Weltrettung vor unseren Augen entstanden und hat bereits gefährliche Ausmaße erreicht.

Wenn wir wirklich eine Welt wollen, die ein Paradies ist, müssen wir aber zurück zu den kleinen, lokalen, persönlichen Lösungen gehen. Nicht in den großen Konzepten liegt das Heil, sondern ins Paradies müssen wir buchstäblich zurückkehren - dann können wir nahezu Wunder vollbringen. "Return to Eden" nennt sich deshalb dieser dritte Teil seiner Filmdokumentation. 

Dabei zeigt er wunderbare, ja bewegende Zusammenhänge innerhalb der Natur, in einem großartigen Zusammenspiel von Wetter, Pflanzen und Tieren. Wollen wir eine bessere, schönere Welt, müssen wir dieses gigantische System studieren, das diese Welt in Wahrheit ist. Und zwar müssen wir das lokal machen, weil die Welt überall anders ist, und überall ganz spezifische Zusammenhänge bestehen.

UND DAMIT KANN UND WIRD SICH AUCH DAS WELTKLIMA VERÄNDERN. Mit lauter kleinen, lokalen Änderungen, mit Individuen, die nicht nach großen Klimathesen rufen, sondern sich mit Liebe ihrer Heimat widmen. Wie? Das wissen wir nicht. Und das weiß heute sowieso niemand. 

Das Schreien nach der großen globalen Rettung, das Beklagen von Katastrophen ist damit lediglich ein Jammern, weil die Welt nicht so ist, wie wir sie gerne hätten. Wie sie sich aber vor allem Gelehrte in Studierstuben vorstellen, die auf ihren Ausflügen in die Welt lediglich empathielose oder gar sentimentale Besucher sind.

Die großen Gedanken, die großen Konzepte versagen aber. Allesamt. Sie produzieren sogar mehr Schaden als Nutzen.* Aber die Welt droht dabei im Namen der Weltrettung zu einem Gefängnis des Totalitarismus zu geraten. Und das geschieht erst wirklich global.

Hier also der Film "Return to Eden" von Marijn Poels. Auch wenn sich die Dokumentation formal doch als Zweiakter entpuppt, und somit die summative Gestalt eines durch die erste Hälfte vorbereiteten Thesenfilms und nicht die eines Dramas hat. Dessen ausgezeichnet photographierte Szenen ihren Zusammenhalt also durch eine Aussage erhalten.

Poels macht auch diesmal seine persönliche Herangehensweise zum Formalprinzip. Er wandert ohne Absicht durch die Landschaften, über die er berichten will. Deshalb haben seine Erkenntnisse, die er zu posthoc-Thesen verdichtet, auch so hohe Glaubwürdigkeit. Denn er entdeckt sie genau so, wie der Betrachter seiner Werke. 

Somit hat auch die Aussage von "Return to Eden", daß die überall so breitgetretene Klimapanik nur der Schleier ist, der einen ganz anderen Vorgang verhüllen soll, in Poels Film hohe Plausibilität. Und sein Erschrecken wirkt authentisch: Als er entdeckt, daß die Klimapanik (nach der Terrorangst) nur der zweite Schritt ist, mit dem die Welt einem historisch einmaligen, globalen Totalitarismus unterworfen werden soll. Das muß man nicht postulieren, sondern diese Aussage drängt sich auf, betrachtet man neutral, WAS IST. 

Daß Marijn Poels trotz aller Versuche, "neutral" zu sein, ein Apriori mitbringt, das wissen wir. Und das weiß hoffentlich auch der holländische Filmemacher, der in Deutschland lebt. Der Künstler schafft deshalb nur, und zwar wirklich: Nur, um zu sehen, was IN IHM an Thesen vorhanden war, die er erst durch sein Tun kennenlernt. Kunst ist deshalb nichts als der Weg des Hervorbringers, sein Inneres zu ordnen, indem er es sich selbst vor Augen stellt, und so in seinem Medium benennen kann.

Seine innere Gerichtetheit, die im Film als Aussage ans Licht kam, können wir aber auf jeden Fall teilen: Wenn wir eine lebenswerte Welt wollen, die auch nachhaltig ist, die wir mit Liebe kultivieren, wie es unserem Auftrag als Menschen entspricht, dann ist die Rückkehr nach Eden eine Rückkehr zum Gesunden Menschenverstand. Und dazu würde auch G. K. Chesterton zufrieden brummend nicken.



*Zum Schaden, den die Konzepte der vorgeblichen Klimarettung tatsächlich anrichten, möge der Leser auch die Dokumentation "Planet of Humans" von Michael Moore berücksichtigen.



*280920*

Montag, 12. Oktober 2020

Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (5)

 Teil 5) Auf die Sinai kommt es an.
Auch das Weltklima ist hierarchisch.


Wirklich interessant, wirklich sachlich fesselnd, und wirklich zu einer Formulierung einer relevanten These wird Marijn Poels Film "Return to Eden" erst ab etwa Minute 47.

Da beginnt ein junger, leidenschaftlicher Geophysiker seine Gedanken zu äußern, wie eine einzige Umkehrung eines Wüstenpunktes - die Sinai - das gesamte meteorologische (klimatische) System der Erde auf den Kopf stellen würde.

Wie? Was? Ein einziger lokaler Punkt kann das Klimasystem der Erde, das aus unzähligen Wetterräumen besteht, umkippen? Liegt also gar alles ... AN KLEINEN PUNKTEN, an den Gegebenheiten in Klein- und Kleinsträumen? (Und haben wir an dieser Stelle genau das nicht immer behauptet?) 

Der junge Mann in den Bildern erklärt nun seine These auf der Grundlage der Tatsache, daß Wind und Landbeschaffenheit (also Begrünung oder Desertifizierung) sich auf die Wolkenbildung auswirkt. Und damit auf die größeren geothermischen Strömungen der gesamten Erde. 

In diesem Fall wird im Rahmen großer meteorologischer Zusammenhänge die Feuchtigkeit der Sinai in die Thermik des indischen Ozeans abgedrückt, wo sie sogar für die Wetterverhältnisse in Nordchina mitverantwortlich ist. Wird die Sinai aber begrünt, wird das Weltgeothermiesystem überhaupt nur an einer Stelle wieder begrünt, dann dreht sich das gesamte Weltklima! So die elektrisierende These. 

Das macht aber etwas völlig anderes klar. Es macht klar, wie sehr das gesamte Weltklima - und wir haben uns diesbezüglich hier schon die Finger wund geschrieben! - von kleinsten Gegebenheiten abhängt. 

Von Gegebenheiten, die im Verantwortungs- und Handlungsraum jedes einzelnen Menschen liegen. In diesem Fall aber könnte die Sinai ein regelrechter "Klimahotspot der Welt" sein: Was hier geschieht, ist in höchstem Maße ausschlaggebend für das gesamte Wettergeschehen auf der Welt.

Und damit beginnt der Bruch in Minute 49. Als der VdZ eigentlich die Besprechung schon abschließen wollte. Da wirkten die Bilder nach, die während der Abfassung dieser obigen Zeilen im Kopf ihr Spiel trieben. Aber mit einem Mal wurde ihm etwas klar, und zwar scheinbar zeitgleich mit Poels. 

Alles bisher war nur Vorbereitung. In einem langen 1. Akt, wie am Theater. Und Film ist ja photographiertes oder gar gemaltes Theater. Und der erste Akt hier ist lang, wie in manchen Artikeln des VdZ ebenfalls, der Leser kennt das. 

Aber die Exposition ist eben entscheidend. Und in einer dramaturgischen Auflösung entpuppt sich der Bruch im scheinbar einfacherem Aufbau eines Dreiakters somit als Beginn des 2. Aktes. Denn ab hier rennt ein Fazit, ein Gedanke auf und davon.

Denn was passiert jetzt? Das sieht der Seher von "Return to Eden" bei Minute 49, wo ein ein neuer Gedanke auftaucht, der sich wie ein Festkörper aus der Lösung der Probleme am Boden abgesetzt hat: Denn in einem Punkt waren sich alle einig: Klimarettung erfordert Weltkontrolle. Ja:

Weltkontrolle und Klimakontrolle sind lediglich Synonyme!

Ist diese Büchse der Pandora aber einmal geöffnet, tauchen mit einem Mal sogar Tatsachen auf, mit denen hier niemand rechnet. Weil sie unter dem Begriff Chemtrails als "unbegründete, irrationale Verschwörungstheorie" immer noch in der Schmuddelecke stehen. 

Die Manipulation des Wetters ist aber seit langem gängige Praxis. (Auch darüber haben wir hier bereits eingehend gehandelt.) Geo-Engineering, um das Wetter zu ändern, wird also gar nicht mehr diskutiert. Es ist längst üblich. Weltweit machen sich die Staaten mehr oder weniger bereits das Wetter (oder überlegen, ebenfalls eine weather modification vorzunehmen), wie sie es gerne hätten. Denn die natürlichen Prozesse, denen gemäß sich meteorologisch-klimatisch alles im Laufe der Zeit von selber reguliert, gehen den Menschen, vor allem aber der Politik und dem Großkapital zu langsam. 

Die Unzufriedenheit mit dem normalen Wetter wird überall geschürt, und entsprechend nimmt sie zu. Deshalb ist sie heute auf so beachtlichem Niveau. 
Man könnte aber vielleicht sogar sagen, daß es gar nicht um eine "Gefährdung der Erde durch das Klima" geht! Sondern daß uns das Klima - weil das Wetter - einfach nicht (mehr) in den Kram paßt!? 
Ist die Klimawandeldebatte vielleicht gar nur unter dem Titel "Herstellung des Paradieses" abzuhandeln? Alles weist darauf hin.

Wir sehen uns nicht mehr unter dem Motto "Leben inmitten einer Erde voller Leben". Die Herausforderung des Klimawandels wird von unserer technizistischen Welt viel mehr als Herausforderung verstanden, jeden Klimawandel zu beherrschen. Vertreter der Großindustrie, des Großkapitals sprechen deshalb von einer technisch-industriellen Revolution, in der wir stehen und die angeblich sogar notwendig ist, weil sie das Klima als Objekt menschlichen Machbereichs sieht. Was zu einer weiteren Entsprechung führt: 

Der Kampf gegen den Klimawandel, die Klimarettung, ist somit ein Synonym für eine High-Tech-Welt. Als nächster Stufe im Fortschritt unserer Zivilisation.

Die Diskussion wird also völlig falsch geführt. Während wir uns den Kopf zerbrechen, weil angeblich das Weltklima eine existentielle Bedrohung wird, könnte also dieses Bedrohungsszenario nur der Schlüssel zum Eintritt in ein neues Technologiezeitalter sein. 
Die technischen und finanziellen Voraussetzungen sind gegeben, wir KÖNNEN - so die Überzeugung - die Welt und das Klima retten. Wir müssen dazu "nur" alles in dieses System der Weltrettung integrieren. Also beherrschen. Alles. In globalem Ausmaß.

Es kann keine Rede davon sein, daß es "eine einige Wissenschaft" gäbe, der NICHT-Wissenschaft gegenübersteht, die das ist, sobald jemand aus dieser diktatorischen Einigkeit ausschert. Weil diese geeinigte Riege der Wissenschaftler alles durchschaut, und zu einer unumstößlichen Wahrheit gekommen ist: Zu der Behauptung, daß das Weltklima nicht nur den Bach runter geht, sondern daß daran das menschengemachte CO2 schuld sei. 

Aber es geht den Akteuren dieser Panik, die die Welt befallen hat, überhaupt nicht darum. Die sogenannten wissenschaftlichen Argumente, die sich auf die Bedeutung von Wahrscheinlichkeiten berufen, haben nämlich eine ganz andere Funktion. Sie sind Türöffner. Und Legitimation eines gigantischen Geldstaubsaugers, der die technische Herrschaft mit frischem Geld versorgt.
Der denkerische Ansatz zu glauben, hier stünde uns ein sogenanntes Weltklima wie ein Objekt, wie eine Maschine, gegenüber, von uns getrennt weil ein Artefakt, das man mit diesen und jenen Mitteln und Wegen zur Raison bringen kann, ist falsches Denken weil plumper Cartesianismus. Und damit sind wir bei der Neurose der Neuzeit.
Wenn es uns wirklich ums Klima und die Welt geht, muß man vielmehr bei der Liebe zur Schöpfung anfangen. Und das heißt: Im Kleinen, im Alltäglichen, im individuellen Lebensvollzug. Mit kleinen Lösungen, mit Neuanfängen in der Art den Boden zu bewirtschaften und zu konsumieren. 

Unser Auftrag ist, die Welt zu kultivieren, und der Mensch hat immer seine Aufgabe in der Welt so verstanden. Auch die sogenannten Wilden, die Ureinwohner, die Indianer, haben ihre Welt kultiviert, nur eben mit ihren Mitteln. Aber auch sie wollten die Welt produktiver, vielfältiger, lebensfreundlicher machen. 
Sie haben es mit offenen Augen und Ohren getan, mit Liebe zur Schöpfung, die sie vorgefunden haben, und in ihrem Interesse erhalten und weiter entwickeln wollten. Das ist Heimat. Die Welt wieder mit Liebe zu sehen und zu behandeln ist also eine Heimkehr!

All die Katastrophen, über die uns die Medien tagtäglich die Ohren vollschreien, sind bis auf wenige Ausnahmen durch eine Art mit der Welt umzugehen entstanden, die nicht von Liebe, sondern von brutalem, kurzfristigem Nutzendenken bestimmt war. Aber von einem globalen Klima-Zusammenhang, der angeblich gefährlich ist, kann keine Rede sein.

Dennoch wird so argumentiert! Warum aber? Hier entdeckt sich eine seltsame Kluft: In der nämlich Menschen gegen Regierungen, in der die Bürger gegen eine globale Agenda stehen, die sogar offengelegt und nachzulesen ist: Die UNO nennt sie Agenda 21. Und die wird bereits seit zwanzig Jahren in allen Ländern der Erde durchgesetzt. 
Sie wirkt sich überall auf die gleiche verheerende Weise aus: Sie vertreibt Menschen aus ihrer Heimat. Mit dem Argument, daß die Gegenwart die Zukunft zerstört. Deshalb muß den gegenwärtigen Menschen jede Herrschaft über ihr Leben entzogen, müssen die Menschen unter globales Kuratel gestellt werden. 
Weil angeblich diese Welt von uns zerstört wurde, muß sie nun wieder "der Natur zurückgegeben" werden. Deshalb sieht man alle Rechte, die gegenwärtigen Menschen ihrer Heimat- und Bürgerrechte und ihrer Existenzgrundlage zu berauben.


Morgen Teil 6) Totalitarismus als Rettung?
Rettung wovor? Vor uns?


*280920*

Sonntag, 11. Oktober 2020

Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (4)

Teil 4)


Und Marijn Poels zeigt in "Return to Eden" beeindruckende Beispiele, wie eine andere Form des Wirtschaftens auch Lösungen schafft, sogar aus der ägyptischen Wüste wieder fruchtbares Land zu gewinnen, das in der Lage ist, ein wahres Paradies an Lebensmitteln zu schaffen. Wozu man sagen muß, daß diese Wirtschaftsformen in gewisser Weise nachholen, was über so lange Perioden versäumt wurde, in denen nur Raubbau und kurzsichtige Gewinnabsicht - in Wahrheit oft genug pure Faulheit! - herrschte. 

In einem beeindruckenden Beispiel zeigt Poels, wie sogar aus der Bewässerung mit Meerwasser, trotz des hohen Salzgehalts, blühende Gärten entstehen können. Der Bauer, der das vorzeigt, meint mit der gelassenen Weisheit des Orientalen, daß die Vorstellung, wir könnten die Erdbevölkerung nicht ernähren, aus der Tatsache entsteht, daß wir zu viel konsumieren einerseits, und nur das ausgezehrte Land als Erbe der Vergangenheit anderseits sehen. 

Früher war Ägypten der Brotkorb des Mittelmeeres, und sogar für das römische Imperium. Die Geschichte lehrt sogar, daß die römischen Imperatoren wesentlich von Ägypten abhängig waren: Wer Ägypten hatte, wegen des Ertrags des Landes, aber auch wegen der Erwerbstüchtigkeit der Bewohner, der konnte aufgrund der hohen Steuererträge ganz Rom beherrschen. Heute muß Ägypten Getreide importieren, weil es sich nicht mehr selbst ernähen kann. Es ist grotesk, daß sich die Ägypter mit australischen oder amerikanischen Lebensmitteln ernähren. Denn das Land könnte nach wie vor genug liefern! Es müßte nur die Art des Produzierens, die nach wie vor auf kurzsichtigen Raubbau abzielt, ändern.

Dazu gehört auch in Ägypten der Direktvertrieb, also die direkte Vertriebslinie Produzent - Konsument. So kann sich der Bauer auch wieder als Lieferant von LEBENSmitteln erfahren, mit Würde und Bedeutung. Denn ein Volk müßte für jeden Landwirt dankbar sein.

Wir sterben nicht wegen Hunger, meint Poels an dieser Stelle. Wir sterben wegen Missmanagement bei Lebensmittelversorgung und ertragfähigem Land.

Natürlich ist aber nicht nur der Mensch, sondern auch das Klima wesentlich mitverantwortlich für die Tatsache, daß fruchtbares Land verwüstet. Aber es ist die Sonne, die das verursacht. CO2 wird völlig falsch eingeordnet. Der Einfluß der Sonne wiederum hängt maßgeblich von der Wolkenbildung ab. Wenn wir also die Wolkenbildung beeinflussen (ändern), dann verändern wir auch die Kraft der Sonneneinstrahlung. Eine Veränderung der Wolkenbildung um nur ein Prozent entspricht dem Energieäquivalent sämtlicher CO2-Berechnungen, die der Industrialisierung beizumessen wären.

Hohe CO2-Gehalte der Atmosphäre sind klimatisch überhaupt nicht einzuordnen, das sagen alle (paläo-)geologischen Befunde. Auch in Eiszeiten war hoher CO2-Gehalt zu bemerken. CO2 und Klima haben also wenig miteinander zu tun. Wieviel überhaupt weiß sowieso nach wie vor niemand. 

Die Fokussierung auf CO2 hat aber einen desaströsen Effekt, meint ein befrager Klimaforscher im Film. Wir sehen nicht die wirklichen Herausforderungen, die angesichts klimatischer Veränderungen vor uns liegen. Wir tun vielmehr so, als wären alle Umweltprobleme gelöst, wenn wir das Problem des menschlichen CO2-Ausstoßes lösen. Wir sollten uns aber viel mehr auf handfeste Probleme (Lebensmittelproduktion, Einsatz von Pestiziden, usw. usf.) konzentrieren, die wir wirklich lösen können und lösen müßten. CO2 können wir nicht "lösen".

Und dazu müssen wir das Rad nicht ein zweites Mal erfinden! Die Lösungen hat uns unsere Geschichte vorgezeigt, und sie liegen auf der Hand: Aktivierung des Bodens (auch des Wüstenbodens, der nicht tot ist, sondern dem nur Wasser fehlt). Mimesis, also Nachahmung der Lösungen, die die Natur uns vorzeigt, ist vielfach die Lösung. Eine fruchtbare Erde wäre ein statthaftes Erbe für die zukünftigen Generationen, nicht Geld. Reiche Erde macht auch reiche Menschen!

Die Vision, ganz Nordafrika wieder grün werden zu lassen, ist nicht einfach ein leerer Traum. Es ist vorstellbar, und es ist mit nahezu Sicherheit machbar! Man muß nur an einem Punkt beginnen, wie am Sinai. Dann könnte die ganze Welt von Nordafrika ernährt werden. Die Auswirkungen aufs Klima liegen auf der Hand. 

Und die Wüste Nordafrikas war bereits einmal grünes Land. Man muß nur vieles wieder reaktivieren! Schon damals, vor siebentausend Jahren, als alles grün war, war es menschliche Aktivität, die diesen Landstrich (der noch zur Zeit der Römer hoch fruchtbar war) verwüsten ließ. (So, übrigens, wie die gesamte Mittelmeer-Küste, die einst eine fruchtbare Gartenlandschaft war, wir haben darüber bereits gehandelt.) 

Warum Sinai? Die heutige Wüste Sinai war einmal eine blühende Landschaft, das zeigen Satellitenbilder mit der Topographie der Halbinsel. Mit einem großen See in der Mitte, und (sieben!) Flüssen, die diesem See zustrebten. Diesen wieder zu aktivieren ist ein lohnendes Ziel, sodaß an ihn bereits gedacht wird. Vermutlich ist die Landschaft deshalb verwüstet, weil schon in früheren Zeiten nach denselben (Raubbau-)Prinzipien Landwirtschaft betrieben wurde wie heute. 

Mit großen Monokulturen, mit Wasserverschwendung (übrigens - für bequemlichkeitsdienliche Luxuspflanzen, auch das wie heute; Anm.) wegen kurzsichtiger Gewinnabsichten, man nahm mehr vom Land, als es geben konnte, wie bei uns. So konnte das Land sogar den Regen nicht mehr fassen, er verging, ohne genutzt zu haben. Von den Bergen wurde die fruchtbare Schichte in Form von Schlammabrutschungen nach unten befördert, wo sie austrocknete und dem Wind ausgeliefert war. 

Erosion, also Erdabtragung war die Folge. Die Berge wurden vegetationslos und nackt, das Klima änderte sich. Zumal mit der Zeit wusch auch das Wasser - der Boden konnte es nicht mehr halten - die fruchtbare Erdoberschicht ins Meer bzw. ins Nildelta trug. Im Norden entstanden jene Ablagerungen, die die Lagunen von vierzig Meter Tiefe auf 1,5 Meter Wassertiefe gefüllt haben. Wie das geschehen sein kann, kann man heute an vielen Orten der Erde beobachten. Denn Schlammlawinen sind weltweit keine Seltenheit, mit denen die Berge ihre Erdschichte verlieren und verkarsten. 

So seltsam das also nun an dieser Stelle, mit aller oben angeführten Kritik, klingen mag, so ist "Return to Eden" der wissenschaftlich interessanteste Film dieser Trilogie von Marijn Poels. Er liefert eine enorme Fülle von Fakten und Tatsachen, über die man eigentlich kaum etwas wußte, die aber von großer Relevanz sind, will man Klimawandel und Nahrungsmittelprobleme der Menschheit einschätzen.

Nicht vergessen, sie waren der Ausgangspunkt aller dieser Überlegungen, die in den Schriften von Thomas Robert Malthus und seinen Thesen, verfaßt zu Anfang des 19. Jahrhunderts!, daß die Vermehrung der Weltbevölkerung zu stoppen, ja diese zu dezimieren sei, weil sie schon bei damals einer Milliarde Menschen nicht mehr ernähren werde können; darauf aber, werter Leser, bauen alle die größenwahnsinnigen Machtphantasien der "Eliten" wie der "Rhodes-Association" der Erde auf!


Morgen Teil 5) Auf den Sinai kommt es an.
Auch das Weltklima ist hierarchisch.



Samstag, 10. Oktober 2020

Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (3)

Teil 3)


Das ist der Grund, warum praktisch sämtliche Visionen, die der holländische Filmemacher Marijn Poels in "Return to Eden" vorstellt, Vorstellungen einer Welt ohne Menschen sind - Kulturlosigkeit ist also die Utopie, die hier verfolgt wird. Und das ist nicht nur schade, das ist einfach grober Unfug. Und es ist letztlich genau das, was die Welt tatsächlich zerstört. Denn sie ist auf den Menschen ausgerichtet, die gesamte Schöpfung "ächzt und stöhnt", und "wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes."

Wir können deshalb nicht "im Paradies bleiben", indem wir uns quasi "der Natur" unterordnen. Natur sein heißt nämlich, auf den Menschen, also auf die Vernunft, ausgerichtet zu sein. Es ist grober Unfug zu sagen "humans safe nature by not using it." DAS GEGENTEIL ist der Fall! Nur muß der Mensch die Natur vernünftig, also dem logos gemäß, nutzen. Und das MUSZ er. 

Er kann sie nicht "lassen wie sie ist", um sie zu retten, oder auch nur besser sein zu lassen. Sie wird ohne Menschen nicht besser. Sie wird ohne Menschen darwinistisch-brutal, in dem ohne Rücksicht auf das Ganze der Welt eine Herrschaft der Oligarchie, also der rücksichtslos Stärkeren, aufgebaut wird. Jedes Stück "Natur", das sich selbst überlassen ist, bezeugt das. Es bewirkt Artenreduktion, bewirkt die Schreckensherrschaft einiger weniger über den Rest.

Deshalb ist es gar nicht so leicht, über dem faktischen Zustand der "Natur", wie sie sich heute bietet, vor allem an manchen Orten bietet, das herauszufiltern, was wirklich "Paradieseszustand", also "ursprünglicher Zustand" ist. Denn das wäre dann der Verweis auf das, was "gemeint" ist, und das gewirklicht werden soll, um den Willen Gottes - und damit "Paradies" - zu ermöglichen. 

Worin der Film aber eindeutig "gut" ist, ist, wenn er (woher immer dann diese Impulse stammen, und sie sind quasi der Intuition, nicht der Stringenz der Argumente geschuldet) auf die Möglichkeit hinführen will, die direkten Zusammenhänge durch Lokalität, durch Regionalität nicht zu zerreißen. Als bessere Alternative, ja als Notwendigkeit, um Weltzerstörung zu vermeiden, was sich aber wiederum gegen Auswüchse und Fehlentwicklungen der Kultur wendet. Damit aber in mangelnder Differenzierung GEGEN KULTUR GENERELL ausufert. 

Ja, das ist sie, die bessere und sogar die einzige Alternative. Denn es geht um das Schaffen von Verbindlichkeit zwischen lebenden Wesen. Das ist überhaupt erst Kultur. Und hier scheiden sich auch alle sozialistischen Ideen und Experimente! Die genau das nicht tun, die genau das vermeiden wollen, was zu solcher Verbindlichkeit IN FREIHEIT führt. Denn ohne Freiheit ist Verbindlichkeit Terror und Zwang, nicht Verbindlichkeit weil Humanität!

Zwischen diesen bislang versucht auszuführenden Marken bewegt sich der gesamte Film von Marijn Poels, bewegt sich "Return to Eden." Der die eindreiviertel Stunden wohl wert ist, von denen man aber nur profitiert, wenn man diese Marken auch einhält und immer wieder scheidet. Gut gemeint ist nicht gut, und Emotion kann Sachlichkeit niemals ersetzen, ja ist gefährlich. Die Bösen (wenn man so will) entscheiden letztlich ja genau so!

Dann sieht man aber auch, daß Poels "Sachlichkeit" meint, anhand gewisser "wissenschaftlicher Kriterien" das Gute zu finden und als Gesolltes zu orten. Ist einem das bewußt, schmeckt man dieses bittere Korn mit jeder Einstellung und jeder Szene mehr und deutlicher. Naturwissenschaft hat aber gar nicht die Instrumente weil Kriterien, wonach sich das, was Poels in Wahrheit sucht, detektieren ließe. 

Denn Poels sucht wie jeder, der das Paradies sucht, nicht eine technische Perfektion. Vielmehr verwechselt er das eine mit dem anderen! Er handelt damit genau so, als litte auch er an jener Grundkrankheit unserer Kultur, die sie zum Tode führte. Die meinte, Geistiges verdinglichen zu können. 

Aber Poels Leiden ist echt. Und deshalb findet er immer wieder "Echtes", Wirkliches, so wenig er es letztlich einzuordnen, zu gewichten vermag. Was den Grundton der Verzweiflung, dessen sich der Film gegen die Behauptung des Titels "Return to Eden" nicht zu entledigen vermag, verständlich macht. Denn die Vernunft kann nicht explizieren, in eine Ordnung und damit in Sinn einbetten, was das menschliche Empfinden oft genug richtig an Information liefert. 

Deshalb ist der Film wahr, wo er einfach aufnimmt, der Linie des ersten Teils der Trilogie treu bleibt. Was immer man damit dann anfangen möchte. Er erzählt von den Tatsachen, die warum auch immer so sind wie sie heute sind. Ohne den Totprügel "Klimawandel durch CO2-Erderwärmung" auszupacken, schildert er die Trockenheit von 2019, die viele Bauern der deutschen Ebenen wirklich schwer getroffen hat. 

Die von "noch nie dagewesenen" (also, in ihrer Erinnerung) Zuständen sprechen, was natürlich höchst verführerisch ist, allen diesen Arten von Klimakatastrophiken beizutreten. In denen es aber nie um Zustände geht, sondern um Ursachenbestimmungen und Handlungskonsequenzen. Darin irren sie nämlich dann alle. Darin sind sie sogar gefährlich, und offenbaren sich als gewalttätig und kulturfeindlich, weil hinter diesen Klimakatastrophiken etwas ganz anderes steht: Ein Grundimpuls gegen diese Kultur, und ein Versuch, die Herrschaft an sich zu reißen. 

Niemandem in der gesamten Klimakatastrophik geht es um Natur. Die Gegenmaßnahmen generell, die Energiewende im Exemplarischen ist der offensichtlichste Beleg dafür. In der die Natur so zerstört wird wie noch nie. Diese Zerstörung wird aber unter anderes Etikett gestellt. 
Die Klimakatastrophik BENÜTZT also die realen Natur- und Wetterphänomene, ja benützt sogar einen allfälligen Klimawandel, soferne der wirklich stattfindet (und als beobachtbare Tatsache immer eine Veränderung regionalen Klimas mit zumindest sehr komplexen und vielschichtigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen ist).
Was festzustellen diese ganze Hysterie noch gar nicht möglich macht. Denn dazu müßte man einmal wirklich "beobachten" und "sehen" können, in Ruhe, in Freiheit des Blickes, in Wahrheit der Daten. Aber weder "erklärt" die Klimahysterie etwas, noch analysiert sie sie richtig. Sie will etwas ganz anders als "Bewahrung der Schöpfung", das täuscht sie nur vor, und dazu ist ihr keine Lüge zu gering, um sich nicht dafür zu bücken.

In diesem nach wie vor neutralen Blick von Poels kommen deshalb auch so wichtige Zusammenhänge ans Tageslicht. Wie die Rolle der Banken, des Geldes, die (mit ihren Krediten) die unter viel zu niedrigen Produktpreisen leidenden Bauern extrem unter Druck setzen.  

Und das in einem Jahr wie 2019, das aufgrund der Trockenheit ein wahres Katastrophenjahr für norddeutsche Bauern war. Das besonders die Milchwirtschaft unter extremen Druck setzte, denn ohne Regen kein Gras, ohne Gras keine Nahrung für das Vieh. Würde das so weitergehen, würden weite Teile Deutschlands versteppen bzw. sogar verwüsten. So, wie es in Spanien bereits seit vierhundert Jahren geschehen ist. Oder in Ägypten, vor zweitausend Jahren.
 
 
Morgen Teil 4)


*280920*

Freitag, 9. Oktober 2020

Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (2)

Teil 2) Der Mensch muß utopisch sein (Ortega y Gasset)
Aber seine Utopie ist die Rückkehr zum logos.


Das aber überschattet und schwächt den ganzen, so gut gemeinten Film "Return to Eden", den der Filmemacher Marijn Poels am 17. September 2020 der Weltöffentlichkeit vorstellte, und der (vielleicht auch "wegen" Corona) bereits von Anbeginn an auf Youtube zur kostenfreien Verfügung steht. 

Denn es ist ein Kampf gegen das Böse, die Sünde, um den es Poels und um den es ja in Wahrheit bei allen diesen Fragen geht. Mit der Moral als praktisch-reale Ethik ist immer und natürlich auch heute DAS treibende Element hinter und in jeder Form des Wirtschaftens als Form des Lebens- und Überlebens. 

Aber diese Welt des Gefallenen, dieses "vallis lacrimosa", ist nicht auf einem Weg überwindbar, in dem durch technische Einsicht, durch praktisches Verhalten, das noch dazu in irdischen Kategorien "beweisbar" ist und somit als Überzeugungselement die Kraft hat, die Welt "zu verändern", auf daß es nur noch darum gehe, mit den Menschen "zu reden" (also ... um Medien-, um Pressefreiheit), ist es nicht genau und nur das? 
Willkür, Subjektivität, menschlicher Wille als DAS weltschaffende, weltrettende Element, sodaß also alles nichts ist als der nächste Anlauf der ... Aufklärungsideologie des 18. Jahrhunderts?!? Rousseau! Rousseau! Als der Prototyp des heutigen Menschen! Herrschaften, das ist es, darum geht es doch? Auch bei Poels. Leider.

Und doch, und doch geht es bei diesem Impuls des "returning home", des "Heimkommens", um einen grundchristlichen Impuls. Denn es geht in der Hinwendung zu Jesus Christus um ein Zurückkommen zum Neuen Adam, zum Anbeginn selbst, zum neuen Paradies. Dieses Zurückkommen ist sogar das, was E. Michael Jones als "Logos rising" ahnt, weil es generell als Rückwendung zum logos selbst zu sehen ist. Als neuerliche Hinwendung zur gottgegebenen wie damit gottgewollten Grammatik der Schöpfung selbst. 

Worin sich das Wesen aller Dinge in der Ideenhaftigkeit in Gott begründet wie daraus lebt und existiert. Und zwar NUR daraus. Wenn es davon abweicht, geht es zugrunde. So schaut es aus! Deshalb ist jedes Weiterschreiten ein Zurückwenden an den Beginn, den Ursprung, die Quelle - ein "Return to Eden". Denn das Unnatürliche als das von Gott Abgewandte ist das, was einer toten und dem Tode zuweisenden Kultur wie der unsrigen (+S. PP Johannes Paul II. sprach deshalb von einer "Kultur des Todes") als NORMAL empfunden und gesehen wird, ist nicht mehr als es ist: Eine wahre und wahrhaftig empfundene Aussage.

Das ist aber auch das Verführerische an Rousseau, das ist aber zugleich das große Mißverständnis, das sich damit verbindet, weil diese Sichtweise Rousseaus ("Zurück zur Natur", zurück zu einem IDEALEN URZUSTAND) das Wesen des Menschen ALS KULTURWESEN mangels Kenntnis des Wesens Gottes völlig (und zwar wirklich: VÖLLIG) verkennt. (Wir haben darüber bereits gehandelt.) 

Ein Idealzustand ist nur dann ablesbar und erkennbar, wenn das Wesen des Menschen und der Schöpfung erkannt wurde! Nur dann können wir erkennen, wovon alles ausging, und wohin es strebt und worum es kämpft. Worum also der Lebenskampf des Geschöpflichen bzw. des Lebens überhaupt geht. Und WARUM das Lebende kämpft, das sich im Kampf gegen die Nichtung in Form des Todes wehrt, indem es aus aller Aussichtslosigkeit immer noch nach Wegen sucht, um zu überleben. 

Und das ist nur einer der Punkte, worin wir die Schöpfung allzu leicht unterschätzen, und uns so leicht - aus Unkenntnis des wirklich Wirklichen, des Wesens aller Dinge! - in Katastrophenpanik treiben lassen, die nicht in der Wirklichkeit gründet.

Daraus, aus Unkenntnis der tiefsten Zusammenhänge aber - so viel davon auch geschwätzt wird - stammt der immer wieder auftauchende Impuls (und vielleicht ist es sogar das Grundmotiv für Poels, diesen Film zu machen), zu "mobilisieren", die "Menschen zu bewegen", "etwas zu tun", sich "zu erheben," sich "zu wehren." Was konkret heißt, sich gegen diese Kultur zu wenden. 

Und gar nicht, gar nicht! gegen die ZIVILISATION, weil letztlich alles Vorgestellte wieder in demselben Denken gründet, das die vermeinte Zerstörung bewirkt hat: Dem Technizismus. Oder, in dessen pseudo-geistiger, oft gut verhüllter Gestalt, der Gestalt der Magie. Nur, eben WEIL diese Zivilisation GEGEN DIE KULTUR abgebogen ist, haben wir, was wir schmerzhaft sehen, haben wir dieses Ausmaß an Zerstörung DES LEBENDIGEN. Nur KULTUR kann uns "retten", und zwar ins Ewige hinein, darum geht es nämlich. 

Und Kultur gründet im Kult, und damit in der Verehrung Gottes als Urgrund in Ursprung wie Erhalt von allem. Schon wer von Evolution daherschwafelt ist deshalb mehr als nur ein "Andersdenkender", er ist ein Priester des Todes. Denn alles wird aus dem Geist bewegt, aus dem Wort. Auch das Böse, auch der Irrtum, auch die Weltzerstörung. 

Die direkte Folge einer Vorstellung von Welt ist, die NICHT aus dem Geist, und die nicht innerhalb des logos entstanden ist und besteht (besteht!), sondern die (da mögen sich diese Leute winden und wenden, wohin sie mögen, es ist so) immanent materialistisch und mechanistisch ist. Die sich also nicht Gott, dem Sein selbst, VERDANKT. Der jedes Haar am Kopf, jedes Blatt, das zu Boden fällt, gezählt hat.

Deshalb kann eine Welt nur "funktionieren", also "gut sein", die diesem Gott huldigt. Die weiß und glaubt, daß alles aus seiner Hand stammt. Das erst ergibt jene Haltung, aus der heraus überhaupt Schöpferisches, Gutes, in die Welt eindringen kann. Weil jeder Mensch somit zur Pforte des Übernatürlichen, des Ewigen wird. Und Bestand kann es nur aus der Rückbindung ("religio") an das Ewige, an das Unvergängliche, an das Geistige selbst geben.
 
 
Morgen Teil 3)


*280920*

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Die Neurose "Neuzeit" abzuwerfen als Rückkehr (1)

Anders als die bisherigen Filme jener Trilogie, die der niederländische Filmemacher Marijn Poels schaffen wollte, ist "Return to Eden" von Anfang an frei auf Youtube zu empfangen. Poels, der vor diesen Filmen als "Linker" galt, hat damit bewiesen, daß sein Linkssein aus jener Heimatstube kam, in der es mangels Alternativen scheinbar nicht anderes gibt als Sozialismus und Marxismus, auch wenn dieser oft sehr sehr gut versteckt ist.

Und wieder einmal muß man hier die Katholische Kirche in die unerfüllte Pflicht nehmen, denn sie HÄTTE EINZIG die Alternative, und wir werden sie in einiger kurzer Zeit auch in einer Fülle ALS ALTERNATIVKONZEPT DES WIRTSCHAFTENS UND LEBENS vorstellen, die vermutlich manchen Leser aus den Latschen kippen lassen wird. Aber dazu wie gesagt demnächst in diesem Theater. Vorerst zurück zu Poels' Film.

Wenn Poels (der deutsche Wurzeln hat, und mit einer Sächsin verheiratet ist) sympathisch wirkt, hat das aber darin seinen Grund: Er versucht die Wahrheit zu finden, und investiert darein viel Herzblut. Was immer heißt: Mit gewisser Naivität. Umso überraschter war er, als er nach Erscheinen seines Filmes "The Uncertainty has settled" im Jahre 2017 (wir haben darüber hier ausführlich gehandelt) in einem Maß angefeindet und angehaßt wurde, das ihn völlig überrascht hat. Denn er hat doch nichts anderes versucht als die Sache so darzustellen, wie sie sich eben darstellte! 

Aber das Böse hat eben einen wirklichen Feind, und der ist die Vernunft. Und davor hat es sogar Angst, wirkliche Angst. Denn es geht um die Existenz des Irrtums, der als Existenzstütze inmitten des Nichts des Nicht-Seins nichts so sehr braucht als die Herrschaft über die Sprache. 

Mit einem Mal hat Marijn Poels feststellen müssen, daß große Teile derjenigen Teile der Völker, die "die Öffentlichkeit" dominieren, also "darstellen", an Richtigkeit und Faktentreue gar nicht interessiert waren. Ja, daß diese die Fakten und Tatsachen sogar als Bedrohung wahrnahmen, sodaß es in den Reaktionen oft nur noch darum ging, Gegenstimmen, also nicht Zustimmendes, einfach Kritisches, einfach Faktentreues zu unterdrücken. So entstand die Idee zu einer Trilogie, der mit "Paradogma" (der Titel erzählt eigentlich schon den Inhalt) der zweite Teil folgte. 

Der aber leider insofern die Erwartungen des VDZ erfüllte (deshalb hat er ihn hier nicht wirklich besprochen, zu sympathisch war dem VdZ der Filmemacher, er gibt es zu, er ist somit bestechlich, jawohl, er ist also schwach, möge Gott ihn nie wirklich prüfen), als er die philosophischen Mängel aufdeckte, die dem Niederländer nicht bewußt waren, und in denen sich Poels somit eindeutig zu weit vorgewagt hat. "Paradogma" war also schwach. 

Dennoch führte die Arbeit Poels zu einer nächsten und richtigen Fragestellung, nämlich zu der nach dem Paradies. Der Filmemacher beweist damit einmal mehr, daß sich die Wahrheit an der Hand der Dinge erwandert. 

Es ist somit das Material - ja, weiten wir das aus, die materia, die mater, die ... (der Leser möge selbst ergänzen) ... die Frau (Gottverdamminomoi) - das abzuschreiten ist, dem treu zu bleiben ist. Und an dem sich aus dem Tun nach und nach auch die Wahrheit entwickelt. Kein Gott Vater ohne Inkarnation, im Geist, kein Mann ohne die Melodie der Frau, keine Wahrheit ohne Grammatik der Grundlage der Welt, die er aus dieser Grammatik heraus zur Gestalt führen muß. 

Der Künstler (als Prototyp, als Archetyp des Menschlichen überhaupt) ist somit der an das Materiale Gebundene, der Treue, der in dieser Treue erst zur Wahrheit kommt, die ihn so bestimmt, daß er aus der irdischen Weltgesellschaft nahezu ausscheidet (mehr wollen wir zu dem Thema hier nicht weiter ausführen, es ist genug gesagt, und muß doch immer wieder angerissen werden).

Wenn Poels also an seinem Material wächst und sich entwickelt, so zeigt er sich als Künstler. Das sollte dem Leser (und Schauer) doch klar bleiben. Denn es zeigt sich an diesem dritten Teil dieser Filmtrilogie wieder eindeutiger als im zweiten Teil. Dem Gnade zugemessen wird, der Macher war einfach zu deutlich von den Wirkungen des ersten Teiles - also von der Welthaftigkeit selbst - irritiert.

In "Return to Eden" (der Film ist zu großen Teilen in deutscher Sprache, ansonsten gibt es bei Youtube nützliche Untertitel- und Übersetzungsfunktionen) beginnt Poels mit einer realisierten Utopie des landwirtschaftlichen Behabens, der Permakultur. Die als Weg aufscheint, wie ohne technisch-ausbeuterische Absicht (also der Todsünde der Gier unterliegende, an sich protestantische, weil gegen das Wesen der Schöpfung, gegen deren Grammatik protestierende Haltung, die der Welt "einen Würfel schlagen" will, wie es der VdZ stets ausdrückte.

Wo also Eigenwillen in einem Mißverständnis von Freiheit - als Willkür - über den Willen des Seins gestellt wird. Aber es scheint auch anders zu gehen. So nämlich, daß der Natur die Grundlage des Lebens, Nahrung in jeder Form, so entrungen werden kann, daß sie wie ein paradiesisches, leichtes, anstrengungsloses "Herunterfallen des Notwendigen" ("Seht die Lilien des Feldes, sie säen nicht, sie ernten nicht ..." vgl. Neues Testament) wirken könnte. 

Bedeutet also "nach dem Willen Gottes - des Seins - zu leben" auch automatisch, im "Paradies" zu leben? Ja und nein. Ohne Zweifel bedeutet das Leben "im Reich Gottes" (also nicht nur seinem Willen gemäß, sondern als Getaufter, in der Fülle der Sakramentalität, das darf hier nicht vergessen werden, auch wenn Poels das nicht zu wissen scheint) ein "so leben als". 

Womit diese gefallene Welt, diese Welt der Ausbeutung, der technizistisch-mathematischen, rationalistischen Auspressung der Schöpfung im Namen verdinglichter, aus Angst (die mit Fürsorge allzu leicht verwechselt wird) angewandter Weltvergewaltigung, zu einem Kreuz wird. Womit das Leben des Getauften (und wie erst des Ungetauften!) zu einem "vallis lacrimosa" wird, und zwar immer, und zwar ausnahmslos - weil es um das Aushalten geht, um das Durchstehen, um das Erdulden und um das Leiden. 
Als einzigem Weg, diese gefallene Welt auf jene Welt hin zu überwinden, die als "neue Schöpfung" verheißen ist. Und auf mehr läßt sich auch die Hoffnung auf eine "bessere Welt" nicht aufbauen: Sie ist ein Kommendes, und nicht ein gegenwärtig Herstellbares!

Aber das ist dem, der nicht glaubt, der um den Glauben vor allem nicht weiß, nicht begreifbar. Und es ist auch Poels nicht begreifbar, leider. Somit weckt Poels zwar manche Sehnsucht, und darin tut er Gutes, womit er anderseits erfüllt, was Kunst überhaupt nur kann - die Rampe hin zur Übernatur bilden, nicht diese selbst aber sein, dazu bräuchte und braucht es die Sakramentalität, in der Form des einzigen Kunstwerkes, das diese Utopie wirklich werden läßt - DIE SAKRAMENTE, die LITURGIE der Kirche. 

Wer jedoch weiß das noch? Und muß man nicht Poels gegenüber jene Nachsicht walten lassen, die jedem gebührt, der "guten Willens", aber ohne Versorgung mit dem Nötigsten, ohne Kirche in einer bereits toten, aufgelösten Kultur (des Todes") aufwachsen und leben mußte?
 
 
Morgen Teil 2) Der Mensch muß utopisch sein (Ortega y Gasset)
Aber seine Utopie ist die Rückkehr zum logos.


*280920*

Samstag, 22. August 2020

Da wird nur noch (profitabel) gelogen

Es stimmt ganz einfach nicht, und das IPCC gibt das auch zu, sagt Judith Curry in diesem Gespräch mit Marijn Poels, daß das CO2 für den Klimawandel verantwortlich sein soll. Was wir vielmehr beobachten ist eine völlig natürliche Variabilität, die mit der Multidekaten-Ozen-Zirkulation zu tun hat. Die in den letzten Jahrzehnten ähnliche Phänomene hervorrief, wie in den 1930er Jahren, die nun aber umschwenkt, sodaß wir für die nächsten Jahrzehnte - auch in Zusammenhang mit dem beobachteten deutlichen Rückgang der Sonnenflecken, auch das ein Zyklus - davon werden ausgehen müssen, daß das Klima wieder deutlich abkühlt.

Es ist unverantwortlich, meint die renommierte Wissenschaftlerin, die vor Jahren spektakulär aus dem offiziellen Universitätsbetrieb ausstieg, weil der sich nicht mehr mit Wissenschaft sondern mit Politik und Propaganda befaßte, daraus eine Hysterie aufzubauen, die so tut, als könnten wir tatsächlich das Klima maßgeblich beeinflussen. Der Einfluß von CO2 jedenfalls ist so minimal, daß er bedeutungslos ist.

Die Klimathematik ist aber generell zu einem Karriereobjekt geworden. Von wissenschaftlichem Anspruch hat sich die Debatte lange schon entfernt. Also setzt sich jeder auf dieses Pferd, das Geld und Ansehen verspricht, und sondert wichtige, hysterisierende Äußerungen ab, obwohl er vom Thema nichts oder so gut wie nichts versteht. Und WER sich da alles nun zu Wort meldet!

Allerdings gibt es schon einen Punkt zur Sorge, und der ist der Eispanzer in der Westantarktis. Der aber mit Klimawandel ebenfalls nichts zu tun hat, sondern von Vulkanen bewirkt wird, die sich unter ihm befinden und seit längerem aktiv sind. Wenn dieser Eispanzer wirklich kollabiert und schmilzt, und das könnte im 21. Jahrhundert tatsächlich der Fall sein, muß man von einem Anstieg der Weltmeere um rund einen Meter ausgehen. Dabei schmilzt derzeit nicht das Eis, sondern es fließt, es bewegt sich, die gesamte Situation dort ist durch die Vulkane unterm Eis instabil. Wenn die Gletscher ins Meer wandern, werden sie abschmelzen. Gegen diese Prozesse kann man, wenn sie denn passieren, nichts unternehmen. Also sollte man sich ernsthaft damit befassen, wie man sich vor den möglichen Folgen schützen kann. 





Mittwoch, 18. September 2019

Eine Theorie, die beängstigend plausibel ist

Es ist meist nur ein Outtake (also einem herausgenommenen Schnipsel) aus seinem Film "Der Bauer und sein Klima", aber diese Aussagen herauszugreifen, um sie pointierter vor Augen zu stellen, ergänzt durch Zusatzmaterial, ist oft durchaus sinnvoll. Auch hier. Marijn Poels zeigt Szenen aus seinem Gespräch mit dem Astrophysiker Piers Corbyn (dem Bruder des britischen Politikers Jeremy Corbyn, dem Chef der britischen Labour-Party). In dem dieser die These von der menschengemachten Klimakatastrophe und der Klimarettung über CO2-Einsparung als völligen wissenschaftlichen Unsinn darstellt, der nicht selten sogar auf Betrug basiert. 

Aber darum soll es nun gar nicht gehen. Vielmehr spitzt Poels mit seinen Szenen eine Aussage zu, die soviel Plausibilität hat, weil sich so glatt über das Geschehen rund um den Klimawahn legen läßt, daß es einen gruselt. Denn Corbyn sagt folgendes: Der gesamte Klimawahn ist eine perfekt inszenierte Strategie gewesen, mit dem Großkonzerne ein ganz simples Ziel verfolgt haben, das sie auch erreichen werden, wenn es so weitergeht. Ihr Ziel war eine Art "Zweiteilung" der Erde, in hier Konsumenten (im Westen), und dort Produzenten (Entwicklungs- und Schwellenländer). Dort sind die Löhne wesentlich niedriger, und die Produktionsbedingungen insgesamt sehr "günstig". Denn diese Länder sind in der Regel ja froh, daß Arbeitsplätze und Wertschöpfung durch Dritte entstehen. 

Damit aber kann ein global agierender Konzern seine Gewinnmargen extrem steigern. 

Das Ziel des Klimawahns war nach Corbyns Ansicht also ganz eindeutig, daß der Westen DEINDUSTRIALISIERT werden sollte. Der völlig sinnlose Klimaschutz als politisch-religiöse Agenda verteuert über Energiekosten und Umweltauflagen die Produktion im Westen dermaßen, daß die Betriebe mangels Konkurrenzfähigkeit schließen müssen oder auswandern.

Wir haben in anderem Zusammenhang (siehe den Artikel über Bayer - Monsanto) bereits darauf hingewiesen, daß es seit längerem zu den Strategien großer Konzerne gehört, unter dem heuchlerischen Titel, "Besserungen für den Konsumenten" einzuführen, Produktionsbedingungen mit der Hilfe von Gesetzen und Auflagen und Regelungen so zu erschweren, daß es eine Verdrängung der Konkurrenz und Monopolisierung von Märkten bedeutet.

Das Vorgehen beim "Klimaschutz" ist kaum anders zu deuten. Und würde den seltsamen Umstand erklären, warum sämtliche Konzerne (nämlich auch die Mineralölkonzerne!) auf diesen Zug aufgesprungen sind (und sei es über Stiftungen, einem beliebten "under cover" Veränderungswerkzeug für gesellschaftliche Strömungen), den man doch eigentlich als ihren Geschäftsinteressen zuwiderlaufend sehen müßte. Oh nein, man geht längst viel geschickter vor. Man macht es über social engineering.

Übrig bleiben manipulierte Konsumenten, die dann jene Produkte kaufen, die im Rest der Welt sehr billig hergestellt werden. Nicht nur das: Der Westen subventioniert diese Produktionsstätten noch, durch Klimaabgaben und einer Art moralischer Pflicht, Geld in diese Billiglohnländer zu verschieben. Von dem wiederum die Konzerne profitieren, weil die nunmehr produktiven Länder von einer steuerlichen, sozialrechtlichen oder ökologiebedachten Belastung der Konzerne absehen können, weil sie das Geld ohnehin bekommen.

Ausgangspunkt beim Klimawahn als Strategie war nach Corbyn der Mauerfall 1989. Der hat die Linke in Europa orientierungslos gemacht. So hat sich eine Art Ökosozialismus entwickelt, der dann Tür und Tor für die Strategie aufgerissen hat, wie sie sich in der Klimawandel-Ideologie des Big Business manifestiert. Ökolinke sind damit zu nützlichen Idioten des globalen Großkapitals geworden.

Endlich wieder ein akzeptiertes moralisch vorbildliches Mitglied der Weltgesellschaft.

Die Vorreiter-Rolle, die man dabei Deutschland zugeschanzt hat (und die dieses mit Handkuß aufgenommen hat: Lob ist der wirksamste, gefährlichste Manipulator!), ist damit nur Teil einer weit größeren Gesamtstrategie. Die nach 1945 (Morgenthau-Plan usw.) eine Versklavung der Deutschen vorsah, aber aus anderen Nützlichkeiten, die man nun sah, über drei Banden (Kalter Krieg für die Rüstung, Amerikanismus als "Wirtschaftswunder", um den perfekten Konsumenten und Abnehmer für die Konzerne herzustellen, was heute über Identity Politics - sexual liberation, Gender, LGBT etc. - als social engineering perfektioniert) gespielt wurde.

Heute ist es der Klimawahn, der die Deutschen zu Zahlmeistern und bald zu Sklaven der Welt macht. Einzementiert und definitiv beherrscht durch die Fiskal- und Währungs-Union mit dem Rest Europas samt der Eisenfesseln EZB und ESM. (Man lese dazu auch den erhellenden und um nichts weniger beängstigenden Artikel zur Bankenunion auf Achgut.) Wozu man geschickt das Zuckerl der Wiedervereinigung einsetzte, das man sich aufgespart hatte, so daß Deutschland gerne zu diesem nächsten Schritt der Versklavung zustimmte.








Dienstag, 20. August 2019

Auch eine Krise des Polarbären hat es nie gegeben (2)

Teil 2) Mehr als Propaganda scheint nicht mehr in Reichweite.
Aber auch Walrosse sind in keiner Krise.

 
 
Poel nimmt dann (12.30 min) auf einen populär gemachten Film Bezug, in dem einfach so behauptet wurde, daß die gezeigten drastischen Bilder - Walrosse, die über eine Felswand stürzen, wo eine große Zahl bereits toter Walrosse liegen - eine Folge des Klimawandels darstellten. Als Begründung wurde genannt, daß wenn es See-Eis gegeben hätte, die Walrosse auf dem Eis gewesen wären, sich nicht auf dem Fels beziehungsweise am Ufer der Küste bewegen hätten müssen.  

Crockford hat sich auch mit Walrossen befaßt. Und sie meint, daß da ein falscher Rückschluß gezogen werden. Es ist bekannt, und zwar seit hundert Jahren, daß es immer wieder zu solchen Massentoden gekommen ist und kommt. Diese haben jedoch nichts mit Eis oder Land zu tun, sondern sind immer dann zu beobachten, wenn ihre Zahl sehr stark angestiegen ist. Der im Film gezeigte Küstenabschnitte von dreißig Kilometern wies zu diesem Zeitpunkt eine Bevölkerung von 100.000 Walrossen auf.  

Was man aus allen diesen Überlegungen wegläßt ist, daß die Bevölkerung von Walrossen einen ständigen Zyklus erfährt, einmal steigt, dann wieder fällt. Wenn die Zahlen zu groß werden, fressen sie zu viel von der zur Verfügung stehenden Nahrungsmenge. Damit fressen sie ihre eigene Lebensgrundlage weg, und eine große Zahl von Tieren beginnt zu hungern - die Zahlen gehen wieder zurück. 

Heute werden sie vor Jagd geschützt. Das hatte die Folge, daß ihre Zahl in den 1970ern zu steigen begann. Es war also zu erwarten, daß sie wieder zurückgingen weil mangels Nahrung verhungerten. Wie es in den 1990er Jahren beobachtet worden war. Um anschließend wieder zu steigen. Um nun zu sehen, daß die Bestandszahlen sogar höher liegen als in den 1970er Jahren, möglicherweise sogar ihr größtes Ausmaß seit über einem Jahrhundert haben (wo sie noch bejagt worden waren). Der wahre, biologische Grund dafür, warum sich Walrosse an den Stränden aufhalten, liegt also darin, daß es heute so viele - zu viele - gibt. Mit Klimawandel hat das alles nicht das Geringste zu tun. 

Ja, sie halten sich nur am Strand auf, weil es kein Eis gibt, das stimmt, und dort verhungern sie. Aber das hat es auch bisher jedes Jahr gegeben, nämlich im August und September! Und jedes Jahr haben sie sich dann am Stand und auf den Uferklippen aufgehalten. Daran ist nichts Außergewöhnliches. Alarmistische Berichte wie der auf Netflix produzierte sind eine glatte Lüge. Mit der nur eine nächste Propaganda-Ikone aufgebaut wird.

Den Fehler hat Susan Crockford gemacht. In dem sie es gewagt hat und wagt, sich auf das zu beschränken, was es aus wissenschaftlicher Sicht zu sagen gibt. Und das hat in diesen Fällen eben nichts mit Klimawandel oder -katastrophik zu tun, die jeden für "schuldig" erklärt, der nicht einfach etwas "anderes" sagt, sondern der schon lange zuvor nicht in dieselben Propagandatröte bläst, zu der sich das Thema entwickelt hat. In dem jedes Pimperlblatt und jeder Zumpferlzupfer (oder der hier) mittlerweile beweist, daß er zur großen weiten Welt der Geistesgrößen und Heiligen gehört. Welcher Nimbus ihm das Recht gibt, vor sich hin zu phantasieren und alle unter Druck zu setzen, die Autorität, Status und vor allem die Macht gefährden, die über die Keule Klimawandel aufgebaut wurde. Die jedes Recht außer Kraft setzen, um vor allem die eigentliche Macht, die nur das Sein - und dieses immer - hat (weshalb Linke immer revolutionären Charakter haben werden, den Status des ungefährdeten Machtinnehabens nie wirklich erfahren: sie stehen gegen das Sein), zu stürzen.

Crockford erzählt, daß sie sehr wohl auch von Wissenschaftlern, die wie sie am Thema Polarbär arbeiten, Zuspruch und Bestätigung erhalten hat und mit vielen in Kontakt ist. Nur sind sie sehr vorsichtig, sich öffentlich zu äußern, weil sie Nachteile befürchten. Denn das Thema hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun, es ist zum reinen Politikum geworden. Das hat damit zu tun, daß die Polarbären einerseits eine "charismatische Art" sind, an die man viel Symbolkraft geheftet hat, und die als erste Art für programmatisch für das ganze Thema Klimaerwärmung erklärt worden sind. Dieses Symbol, das man seit den 1970ern aufgebaut hat, muß auf jeden Fall erhalten bleiben! Und wird ja deshalb immer wieder aufgewärmt. 

Die Forscher, die Personen, die sich seit langem mit dem Eisbären befassen, wurden lange Zeit wie Götter behandelt, sagt die Eisbärenforscherin Susan Crockford in diesem Gespräch mit Marijn Poels. 

Man hat ihnen vertraut, hat ihren Aussagen geglaubt, daß sich am dräuenden Tod des Polarbären das Schicksal der Welt ablesen ließe. Niemand hat mit wissenschaftlichem Anspruch diese Aussagen hinterfragt, weil es zum einen nur ganz wenige Forscher gab, die sich überhaupt damit befaßt haben, und weil man zum anderen über den Eisbären so gut wie nichts wußte. Das hat viele Wissenschaftler, die diese alarmistischen Behauptungen aufgestellt haben, daran gewöhnt in einer Umgebung zu leben, die ihre Aussagen nie hinterfragt hat. Die Klimadebatte hat diese Forscher dann in eine Art "Rockstar-Status" gehoben. Das hat bei manchem eine Haltung bewirkt, in der er sich für unantastbar und sehr wichtig sah, dessen Aussage den Rang einer göttlichen Offenbarung hatte. So daß es niemand je wagen durfte, sie zu hinterfragen.







Montag, 19. August 2019

Auch eine Krise des Polarbären hat es nie gegeben (1)

Es ist nur ein Nebenthema, aber durch die Propaganda zu einer Hauptsache geworden. Und sie ist exemplarisch für die Art der "Information", mit der wir heute überschwemmt werden, und uns überschwemmen lassen. In einem Interview mit der kanadischen Polarbären-Forscherin Susan Crockford arbeitet Marijn Poels heraus, was es mit diesen erschütternden Bildern, die uns seit Jahrzehnten belästigen, und die Eisbären zeigen, die angeblich von der Erderwärmung an den Rand ihrer Existenz gebracht wurden und ums blanke Überleben kämpfen. Denn die Eiswürfel, von denen sie bislang gelutscht haben, gingen angeblich aus.

Das Fazit der Forscherin, die sich seit 35 Jahren mit den Polarbären im nördlichen Erdkreis befaßt, ist rasch zusammengefaßt: Die behauptete Krise des Polarbären in Zusammenhang mit einer Erderwärmung hat es nie gegeben, und gibt es nach wie vor nicht.  Wie aber war es möglich, gerade um diese Tiere einen ikonenhaften Status aufzubauen, der sie zum Symbol der Erdvernichtung durch den Menschen machte, obwohl nichts daran stimmt? Hat das vielleicht sogar nur damit zu tun, daß PR-Manager Teddybären (und für die war der Polarbär ursprünglich Vorbild) nach wie vor zum Inventar jedes bei uns Heranwachsenden gehören, elegant zur Meinungsmanipulation einsetzten?

Die Lüge begann in den späten 1990ern. Wo weltweit die Medienberichte über den angeblich menschengemachten Klimawandel als die Endzeitkatastrophe der Menschheit sprunghaft zunahmen. Damals tauchten die ersten Berichte auf, die vorhersagten, daß das Eis am Nordpol dramatisch abschmelzen werde. Man suchte dazu Illustrationen, die dem Bürger das angebliche Geschehen am Nordpol möglichst emotional nahebrachten. Und wie ließ sich das besser illustrieren als durch dramatische und dramatisierte Einzelaufnahmen von Eisbären, die einsam auf einer Eisscholle treiben, und mit dem Verhungern kämpfen? Er sei das erste Opfer der menschlichen CO2-Verschleuderung.

Heute schätzen Naturforscher, daß es mindestens 39.000 Polarbären im nördlichen Erdkreis gibt. Und um diese Zahl herum hat sich die Zahl der Bestände immer bewegt, in einer relativ großen Schwankungsbreite, die aber immer schon bekannt war. Niemand kann auch heute ernsthaft davon sprechen, daß sein Lebensraum gefährdet ist, und niemand konnte jemals ernsthaft solches behaupten. Alle solche Thesen waren und sind auf bloßen Schreibtischmodellen aufgebaut, die mit den realen Geschehnissen nichts zu tun haben. Die prognostizierten, daß im Jahre 2050 durch den angeblich erwartbaren Rückgang des Polareises um 43 Prozent zwei Drittel der Polarbären verschwunden seien. Gegen Ende des Jahrhunderts wären sie dann sogar völlig ausgelöscht.

Aus ihrer subjektiven Einschätzung heraus, daß man die Überlebenskraft von Tieren weit unterschätze, begann Crockford, sich näher damit auseinanderzusetzen. Denn was sie seit je an ihrer Forschung am meisten fasziniert hat ist die erstaunliche Anpassungsfähigkeit sämtlicher Tierarten. Sie fand rasch heraus, daß die Klimamodele mit ihren Vorhersagen über ein Artensterben auf keinerlei Beobachtungen zurückgreifen konnten. Sie hat festgestellt, daß die von Geologen für 2050 vorhergesagten Lebensbedingungen sogar bereits 2007 erreicht waren, also viel früher. Als hätte man die Folgen ebenfalls sehen müssen, wenn man da sagte, daß bei diesem und jenem Rückgang des See-Eises im Norden auch der Polarbär darunter leiden würde. 

Sehr rasch stellte sie fest, daß es global nicht das geringste Anzeichen für den vorhergesagten Rückgang der Zahlen von Polarbären gab. Im Gegenteil, sie hat sogar eine leichte Zunahme in den Bestandszahlen entdeckt, und das war das Gegenteil der Vorhersagen. Die Zahlen sind nicht genau feststellbar, aber es könnte heute sogar bis zu 60.000 Bären geben!  

In mittlerweile zwölf Studien wurde nun untersucht, wie sich die DNA des Polarbären von der des Braunbären im Süden unterscheidet, von dem er abstammt. Eine Entwicklung, die über einen Zeitrahmen von 600.000 bis 450.000 Jahren geschah. (Was wir natürlich für völlig falsch halten, aber das ist ein anderes Kapitel. Denn gerade die Altersforschung von Arten über DNA-Untersuchungen, die Zufallsmutationen zur Grundlage hat, geht von Voraussetzungen aus, die wir für einen zirkelschlußartigen Irrtum halten.) Das angenommen, muß man ebenfalls davon ausgehen, daß die Polarbären mindestens zwei eindrückliche Wärmeperioden der Erdgeschichte überstanden haben. 

Auch das halten wir für einen Irrtum, auch in der an sich löblich bemühten Klimarealistik, die den gleichen Fehler wie fast alle macht, von gegenwärtigen Phänomenen zu leicht und linear auf vergangene Bedingungen und damit Geschichte zu schließen, dies alles unter der stillen Annahme eines materialistisch-mechanistischen Weltbildes samt dessen Prämissen.

Es wurde sogar etwas Überraschendes festgestellt: Daß nämlich die Population der Eisbären während bzw. nach der letzten Eiszeit dramatisch zurückgegangen sein muß. Viel Eis scheint also den Bären gar nicht so zuträglich zu sein. Und das hat einen Grund. Denn es stimmt zwar, daß die Eisbären das See-Eis brauchen, um an ihre Nahrung zu kommen. Aber man muß sich auch vor Augen führen, daß die Hauptsaison für Eisbären, sich jeweils hunderte Kilos anzufressen, der Frühling ist. Wo sie vom Nachwuchs anderer Arten (vor allem Robben) leben können (denn ausgewachsene Robben sind viel schwerer zu erjagen).

Mit diesem Fettpolter überleben sie dann (heute wie früher) den Sommer, in dem sich das Eis sehr weit zurückzieht und die Schollen dünner werden. Denn für die erfolgreiche Jagd brauchen sie genauso wie die Robben relativ dünne Eisschollen, mit einer Dicke von maximal zwei Metern. Wird das Eis dicker, haben beide Arten Schwierigkeiten. Deshalb haben auch die Eisbären im tiefsten Winter (und im späten Sommer) die größten Schwierigkeiten, Nahrung zu finden. Zwei Drittel ihres Jahresbedarfs können sie nur im Frühling decken, und ein Drittel im Herbst, wenn das Eis wieder dicker zu werden beginnt. 

Die Beobachtungen haben also gezeigt, daß sich die Annahme der theoretischen Klimaforschung, die Eisbären würden auch Eis im Sommer benötigen, durch die Beobachtungen nicht bestätigt hat. Das hat Susan Crockford dann auch in einem Papier publiziert, das auch in diesem Fall die Kluft zwischen theoretischen Klimavorhersagen und realen Beobachtungen zum Inhalt hatte.

Die (zu erwartende) Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Es gab massive Angriffe durch Klimaforscher, die sich nicht auf ihre Forschungsergebnisse bezogen, sondern grundsätzlich ihre Glaubwürdigkeit und Seriosität als Wissenschaftlerin in Frage stellen sollten. Es gab also jede Menge persönlicher Angriffe, aber keine sachliche Entgegnung. Man sprach ihr schlicht die Qualifikation ab, überhaupt eine Meinung zum Thema Eisbären zu haben. Dasselbe geschah mit sämtlichen Blogs und Internetseiten, die es gewagt hatten, auf sie Bezug zu nehmen oder ihre Forschungsergebnisse zu zitieren. 

Nicht eine der weltweiten und wie konzertiert wirkenden Attacken aber ging auf das ein, was sie inhaltlich an Bedenken formuliert hatte, das Thema simplifiziert wie bisher (hier kein Eis - dort keine Eisbären) darzustellen. Man ignorierte die der Feldforschung entstammenden Feststellung, daß es trotz des Rückgangs an See-Eis im Norden zu keinem Rückgang der Population von Eisbären gekommen ist. Auch ihr Buch dazu - daß es nie eine Eisbärenkatastrophe gegeben habe noch gebe - wurde in der Luft zerrissen. 

Morgen Teil 2) Mehr als Propaganda scheint nicht mehr in Reichweite.
Aber auch Walrosse sind in keiner Krise. 




Freitag, 12. Juli 2019

Man muß erkennen wollen, um zu forschen

Dieses jüngst aufgezeichnete Gespräch des Filmemachers Marijn Poels mit der unabhängigen Klimawissenschaftlerin Judith Curry - ihr Fall ist dem Leser vielleicht noch bekannt? Sie stieg vor Jahren aus dem offiziellen akademischen Betrieb aus, weil sie bemerkt hat, daß die mit der Agenda befaßten Wissenschaftler persönliche Motive vor wissenschaftliche Arbeit setzten - ist deshalb interessant, weil sich hier zwei wirklich neugierige Menschen begegnen, die einfach wissen wollen, was Sache ist. Poels will einfach wissen, wie ernst die Lage ist, und Curry ebenfalls, aber sie will die Hysterie dabei ausblenden und wirklich forschen, nicht phantasieren.

Sie betreibt eine eigene Firma, die sich mit Klimawissenschaft, Unsicherheiten und Projektionen befaßt. Sie weist darauf hin, daß die natürlichen Prozesse wie Multidekaden-Oszillation des Atlantik, oder der Einfluß der Sonne einen weit größeren Einfluß auf unser Klima haben als meist anerkannt wird. Und aus diesen beiden Parametern läßt sich fast erwarten, daß wir in den nächsten ein, zwei Dekaden eine beträchtliche Abkühlung, zumindest eine Verlangsamung einer Erwärmung zu erwarten haben. Die Sonnenfleckentätigkeit nimmt deutlich ab und steuert einem beachtlichen Minimum im 21. Jahrhundert zu, und auch die Ozeanzyklen deuten in eine Richtung, die auf Abkühlung hinausläuft.

An sich aber ist noch immer viel zu wenig bekannt, um wirklich sagen zu können, wohin sich das Klima definitiv entwickelt. Einzelereignisse sind leichter einschätzbar, aber auch hier herrschen große Unsicherheiten. Gefragt nach der aktuell größten Bedrohung, so es eine gibt, meint sie, daß es die Vorgänge am westantarktiven Eisschild sind, die die größte Beobachtung verlangen. In der Arktis hat sich die Situation wieder beruhigt. Es gab zwar zwischen 2007 und 2012 einen starken Rückgang der Eisbedeckung, aber was nie dazugesagt wurde und wird, ist, daß es in den 1930er Jahren ebenfalls so einen Rückzug des Eises dort gegeben hat. Es hat also sehr wahrscheinlich nur mit dem multidekadalen Ozeanzyklus zu tun, denn derzeit nimmt das Eis im Norden wieder zu, oder bleibt zumindest stabil.

Aber auch die Vorgänge am Südpol haben mit der Atmosphäre oder CO2 nichts zu tun, sondern hängen mit Ozeanzyklen einerseits, den vulkanischen, unterirdischen Vorgängen in diesem Gebiet andererseits zusammen. Von dort kommt die Wärme, die das westantarktische Eis derzeit tatsächlich derzeit schmelzen lassen. Würde dieses zur Gänze verschwinden - wohlgemerkt: wir reden hier von der Westantarktis; der übrige Bereich der Antarktis kühlt seit vielen Jahren ab und legt an Eis sogar zu - würde das tatsächlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter führen. Theoretisch. Aber wie gesagt: Man kennt die Zusammenhänge bei weitem noch zu wenig. Derzeit fließt das Eis in der Westantarktis nur, es schmilzt nicht ab.

Diese Unsicherheiten, die überall herrschen - möglicherweise schließt man in den derzeitigen Computermodellen nicht nur bereits bekannt wichtige (Vulkane, Sonneneinfluß, Wasserdampf/Wolken, Ozeanzykliken, sondern die entscheidenden Klimafaktoren überhaupt aus, man weiß es einfach nicht - werden ausgeblendet. Und das führt zu einer "Übergewißheit", zu einer fälschliche angenommenen Gewißheit über Zusammenhänge und Folgen.

In diesem Zusammenhang sei erneut auf die fatale Rolle der Statistik hingewiesen, die mit ihren Wahrscheinlichkeitsberechnungen solche irrtümliche Sicherheit bewirkt. Dabei gibt es Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen gar nicht! Wahrscheinlichkeitswerte sollten deshalb - diese Forderung wird auch innerhalb der amerikanischen statistischen Gesellschaft immer lauter, wir haben darüber berichtet - aus der Naturwissenschaft verbannt werden. Sie führen zu falschen Schlüssen, weil sie eine Sicherheit aufbauen, die es gar nicht gibt. Denn um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses abschätzen zu können, muß man die exakten Bedingungen dieser Prozesse kennen, und nur aus solchen Prozessen lassen sich Folgen abschätzen. Curry beklagt genau das.

Ihre Kritik an den meisten Klimaforschern ist aber eher persönlicher Art, das hat ihr ja so viele Angriffe und Diffamierungen eingebracht. Viele, ja sehr viele Wissenschaftler, viele darunter, die sich als Klimawissenschaftler sogar nur aufspielen, sind aber lediglich auf das "Karrieremodell Klimahysterie" aufgesprungen. Und die Rechnung geht derzeit tatsächlich auf: Sie leben sehr gut davon, der Politik und den Medien zu liefern, was diese gerne hätten. Hier hat sich ein handfestes System aus Anerkennung und Preisen aufgebaut, in denen Millionen Dollar für fragwürdige Wissenschaft vergeben werden, die die Klimahysterie halt einfach bestätigt, sich aber wissenschaftliche Erkenntnisse einfach zurechtbiegen. Damit leisten sie der Wissenschaft keinen guten Dienst, sondern bringen deren Stellung und Aufgabe in Mißkredit. Sie sieht sogar eine große Krise.

Rein sachlich gesehen gibt es für eine Panik oder eine katastrophische Zukunftserwartung keinen Anlaß. Alle Deutungen in diese Richtung haben kein wissenschaftliches Fundament. Weil einfach zu wenig gewußt wird, um solche Panikschlüsse zu ziehen, wie es oft getan wird.