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Sonntag, 17. März 2019

Das trojanische Pferd namens Marshallplan (Epilog)

Epilog


Auf besondere Bitte ein Auszug aus einem Brief



"Benedict/Ratzinger hat den Artikel 2017 verfaßt! Es gab ja im vorigen Jahr sogar eine heftige Reaktion darauf, einige deutsche "Theologen" haben ihn angegriffen und ihm Antisemitismus vorgeworfen, gesagt, er sei nicht der große Theologe, als der er dargestellt werde. Benedict hat sich natürlich sofort quasi entschuldigt, er habe es nicht so gemeint, etc. etc. Dabei ist der eigentliche Skandal ja, daß Benedict schreibt, daß die Juden keine Bekehrung bräuchten (weil sie ungebrochen Gottes Volk seien, das arbeitet er in dem Artikel u. a. heraus), was klar der katholischen Auffassung (und der Hl. Schrift) widerspricht. Wo die Taufe unabdingbar für das Heil ist, und man nur als Getaufter zum Volk Gottes gehört.

Ich hätte davon nichts erfahren, wenn mich nicht William Briggs gebeten hätte, ihn ins Englische zu übersetzen. Was ich ablehnen mußte, denn so gut ist mein aktives Englisch sicher nicht. Aber ich habe mich bemüht, native speakers, zwei amerikanische Priester dafür zu gewinnen, die jedoch schon in Österreich Theologie studiert haben. Die haben aber auch abgelehnt, weil das Deutsch Ratzingers darin dermaßen schwierig sei, daß sie sich nicht hinausgesehen haben. Na klar, er versucht die Quadratur des Kreises, schrecklich verschwurbelt alles deshalb auch im Deutschen. Er versucht quasi nur ja nix gegen die Juden zu sagen.

Und das ist ein schwerer Fehler. Denn so kann man sie schon gar nicht verstehen. Vor allem aber wird durch die Tabuisierung des Themas eine Gegenwehr unmöglich, weil man die Gefahr nicht erkennen kann, man den Grundimpuls der Juden nicht sieht: Bestehende Ordnungen, vor allem aber in christlichen Gesellschaften, zu zersetzen. Aus dem Grundimpuls: Ablehnung des Erlösers. Also "kann" er nicht der Erlöser sein. Also kann keine Ordnung, die auf ihm beruht, gut und stabil sein, das würde gegen die Juden aussagen.

Die Position der Kirche war deshalb immer "sicut Iudaeus non" - es sind Juden, doch niemand darf ihnen etwas antun. Aber man muß auch den Juden gebieten und sich wehren, wenn sie wie überall bestehende Gesellschaftsordnungen untergraben. Noch 1890 hat der Vatikan in "La Civiltà Cattolica" eine Artikelserie veröffentlicht, in der gewarnt wurde, daß nämlich Gesellschaften, die den König abschaffen, immer und überall bald von den Juden beherrscht und versklavt werden.

Der Großonkel von Benedict/Ratzinger, Georg Ratzinger, auch ein Kleriker, hat rund um 1870ff. mehrere Bücher zur Judenfrage veröffentlicht. (Ich habe bzw. kenne einige davon.) Er hat davor gewarnt, daß Deutschland unter das Joch der Juden geraten ist. Wenn man das Problem nicht klar aufgreift und anspricht, werde es deshalb zu einer gewaltigen Judenverfolgung kommen, weil sich die Deutschen irgendwann dagegen auflehnen würden. Es müßte nur ein Führer (wörtlich) daherkommen, der dieses unbewußte Gefühl benennt und ans Tageslicht hebt. Recht hatte er.*

Der liberalistische Kapitalismus führt automatisch zur Judenherrschaft, und Deutschland hat sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Kapitalismus vorbehaltlos an den Hals geschmissen. Das war der tiefere Grund, warum das zentralistische Kaiserreich 1871 ausgerufen und von so vielen (vor allem von den großen Unternehmen) gewünscht wurde. So konnte Deutschland wirtschaftlich "modern werden". Was ja dann gründlich gelang. 1900 hatte Deutschland sogar England in der Produktionsleistung übertroffen, trat nun in Konkurrenz mit den USA. Weil das aber nur über Geld und vor allem über Kredite geht, gerät eine Volkswirtschaft wie von selbst unter jüdisches Joch, und das passierte auch hier. Denn die großen Kapitalien und Banken stehen weltweit alle unter jüdischer Fuchtel (Ostküste/Wallstreet, vor allem aber London). Aus denen refinanzieren sich sogar nichtjüdische Banken, sodaß es auf dasselbe hinausläuft. 
Der Rest ging nach 1871 wie von selbst. Aus dem Deutschland der Völker wurde ein zentralistisches, ideologisches Konstrukt "Deutschland" nach dem Modell Preußen. Eine Perversion der Reichsidee, die diesen Namen nur vorschützte, weil sie Legitimität brauchte, die nur die Völker selbst haben: Deutsches Reich. Plötzlich entstand sogar ein "deutsches Volk", das es aber noch nie gegeben hatte und bis heute nicht gibt. Die nur geistige Idee (die das hätte bleiben müssen - ein Universalium) wurde als Staat zum realen Ding gemacht. 

Dieses wurde durch den kapitalistischen Umbau der Wirtschaft (plötzlich gab es sogar in Bayern Großunternehmen - sie waren am meisten für einen "Staat Deutschland" gewesen - und ihr Pendant, die Proletarier) rasch groß und stark. Die Entwicklung, die im Spätmittelalter grundgelegt worden war, wurde nun vollendet. Mit denselben sozialen Verwerfungen wie damals. Als nämlich der liberalistische Kapitalismus in der Form entstand, wie wir ihn heute kennen: Als staatsgestützter Wucher. Sofort war deshalb auch der Feind definiert. Es war die katholische Kirche.

Aber daraus erwächst notwendig der Anspruch auf Weltbedeutung, daraus wächst die Dringlichkeit der Rüstung, daraus wächst Konflikt mit bestehenden Weltmächten.**




*Ich vermute fast, daß Benedict/Ratzinger sich für diesen Onkel "pflichtgemäß und als Deutscher" schämt, und daß das auch ein Motiv für seine seltsamen Windungen ist."

**England und USA, aber auch die Franzosen. Die hatten sowieso auf Rache gedrungen und (geschürte wie echte) Angst vor der deutschen Stärke, und Rußland - das zunehmend von Frankreich finanziert und angestachelt wurde - wollte auch endlich etwas gelten, es hatte sich ja erst kürzlich blutige Nasen gegen Japan geholt. Das ebenfalls wie Deutschland aufgeholt hatte, sich kapitalistisch machte, und nun im Osten groß werden wollte. Alles das - und schon haben wir die Zutaten für den Ersten sowie den Zweiten Weltkrieg. Schon gar wenn man nun noch die Lunten - konkrete überstaatliche, nichtstaatliche Interessen und Interessensgruppen, entfesselte Avantgarden und Eliten, die alles Bestehende nur noch zerstören wollen ... - berücksichtigt, die die Reaktionsfreudigkeit dieser Zutaten soweit zu jenem kritischen Zustand bringt, in dem sie fast wie von selbst reagieren und explodieren. Aber noch mehr: Angesichts einer Politik, die völlig neue Formen annimmt, und von Personen gekennzeichnet ist, wo sich einerseits wenigstens restanständige, traditionelle Führungskräfte, die noch Verantwortungsbewußtsein auch einem Absoluten gegenüber haben, die tatsächlich noch als christlich bezeichnet werden können, Personen gegenüberstehen, die völlig skrupellos eigene Ziele verfolgen und ohne Bedenken lügen und täuschen.







*190119*

Samstag, 16. März 2019

Das trojanische Pferd namens Marshallplan (3)

Teil 3) Ein traumatisiertes Volk ist immer eine fette Beute




Alles Eigene wurde - man denke an "Der autoritäre Charakter" von Wilhelm Reich, ein Buch mit enormer Wirkung - mit einer Weltanschauung als Grundhaltung gleichgesetzt, die zwangsläufig zum Nationalsozialismus führen mußte, weil dieser im Grunde war. Die patriarchale Familie, jede bestehende, traditionelle Autorität wurde damit prinzipiell zum Ursprung des im Nationalsozialismus seine Vollgestalt annehmenden Bösen.²

Damit wurden die gewachsenen Gesellschaftsstrukturen zertrümmert, die (wie immer und überall) auf Hierarchie und Autorität beruhten, und klammheimlich neue Autoritäten (die das zu sein kaschierten) installiert. Politik wurde zum "social engineering", zur gezielten Veränderung psycho-sozialer Strukturen und Ordnungen. Zwar verschwanden die äußeren Trümmer, aber das Land wurde innerlich in Schutt und Asche gelegt. Sodaß es gegen die wirksamste Waffe der USA, die sexuelle Revolution, keine Abwehrkraft mehr hatte. 

Von diesem auf den Kopf gestellten Freiheitsbegriff ausgehend, war Deutschland und Europa leicht zu lenken, denn über ihn zersetzte sich jede soziale Bindung (die jene geistige Bindung ist, die im Wort verankert ist;  Wort, Sprache aber war nunmehr vom Gift der Auflösung durch die Ideologie der Revolution bestimmt) und isolierte den Einzelnen zum bloßen Knecht seiner Leidenschaften. Die per Anreize fast beliebig zu triggern sind. Ein solcherart gelenkter Mensch kümmert sich nicht mehr um wirkliche staatliche Angelegenheiten. Er ist zufrieden, wenn er seine Begierden ausleben kann. Und das garantierte der Sozialstaat. Denn auch den Linken war es willkommen ein Volk vor sich zu haben, das zufrieden war, wenn man ihm Zucker und Honig ins Maul schob, während man ihm seine Kleider raubte und den Stuhl unterm Hintern wegzog. 

Gleichzeitig begann freilich auch die USA selber, durch social engineering alle verwurzelten Völker, die das Land ausmachten, vor allem aber die katholische Kirche, die diese zahlreichen ethnischen Gemeinschaften von innen her stützte und nährte, durch gezielte Maßnahmen zu zerstören und zu unterhöhlen. Aus verwurzelten Identitäten wurden leicht steuerbare Konsumentenmassen. Aus integren Kulturträgern wurden oberflächliche Wohlstandsklumpen. Die neue Doktrin war die Ideologie des Amerikanismus, mit seiner Grundlage, dem Liberalismus. Was bedeutet er? Er bedeutet, daß der kapitalistische Liberalismus (als mißbräuchliche und anti-moralische Umdeutung des Freiheitsbegriffs) die erste Staatsdoktrin war, der sich alles unterzuordnen hatte. Amerikanismus könnte sogar so definiert werden, daß nur der Amerikaner ist, der gar keine Identität im naturrechtlichen, natürlichen, dem Wesen des Menschen gemäßen Sinn, sondern nur eine Behauptung, also eine universale Amerika-Ideologie hat.*

Hinfort war es nicht mehr der Mensch und seine natürliche Lebensweise, die ohne Verwurzelung nicht möglich ist, die Identität bestimmte, sondern die universalistische Idee eines "Amerika". Dessen Geist - mit seinen Brechstangen "Demokratismus", "Konsumismus" und "(Pseudo-)Freiheit", aber nicht zu vergessen: Dem "Anti-", also "Anti-Kommunismus", "Anti-Terrorismus", als notwendiger Klebstoff - Amerika über die ganze Welt verbreitete und ihm überall dieselben Früchte vom Baum fallen ließ: Die Wehrlosigkeit weil Aufgelöstheit der genuinen Völker und Staaten. Das macht deutlich, warum das Großkapital daran so interessiert ist. Denn ihm werden diese Völker zu "Märkten", in die man jederzeit einbrechen kann. Die Gegenwehr, die man heute feststellt, beruht auf der Tatsache, daß andere Länder allmählich davon zu profitieren begannen, und nun dieselben Methoden gegen die USA anwenden. Darin gründet Trumps "America first", seine Wirtschaftskriege - in dieser Gegenwehr. Trump weiß nur zu gut, wie wirksam diese Waffe ist.

Das alles wurde auch in Europa durch den Marshallplan, der vermeintlich so großzügigen, selbstlosen Hilfe des "großen Bruders USA" eingeleitet. Zwar stimmt, daß er die Initialzündung für die künftige Prosperität Europas war. Aber er war es letztlich nur - und da stimmt der VdZ mit Mueller überein - weil die Länder sich aus eigener Kraft wieder aufrappelten, zum einen, aber zum anderen, weil damit dem amerikanischen Großkapital jedes Tor geöffnet wurde. Der deutsche Wohlstand ist deshalb sogar nur zu einem gewissen Teil die Frucht mittelständischer, individueller Lebensleistung der deutschen Völker. Deren Mittelstand um seine Früchte gebracht wurde. Man denke an den richtungsweisenden Fall Borgward im Jahre 1961**, denke an all die "Strukturbereinigungen", die ab den 1970er Jahren Branche um Branche zugunsten des Großkapitals ruinierte. Er ist zu einem guten Teil die Folge einer auf Funktionalismus umgewandelten Lebensweise, die mit dem verwurzelten Europäer unvereinbar war. Aber das erkannten nur wenige. 

Denn der Amerikanismus braucht Entwurzelung. Weil seine Staatsideologie, der liberale Kapitalismus (der, noch einmal, mit freiem Markt nur entfernt etwas zu tun hat, nicht aber mit ihm identisch ist), der mit der Geldhilfe 1948 erstmals und als trojanisches Pferd nach Europa transferiert wurde, das ihm zuliebe wie die Trojaner sogar die Mauern einriß, damit es in die Mitte der Stadt kommen konnte, nur steuerbare Funktionsträger braucht. Freiheit der Person ist deshalb sein größter Feind.

Morgen) Epilog


²Was dort und damals begann, hat sich über die Jahrzehnte so weit fortentwickelt, daß es heute allen Ernstes Ansätze gibt, Männlichkeit zur psychischen Erkrankung zu erklären. Die American Psychology Association hat das auf die Agenda gestellt. Diese Leute nennen ihre Hervorbringungen allen Ernstes "wissenschaftlich". Gut, daß sie zu scherzen verstehen haben sie ja schon in der These bewiesen. Der VdZ weist deshalb schon lange darauf hin, daß die Psychologie in der heutigen Form (die auch Heimito von Doderer als "Geisteserkrankung" bezeichnet) radikal und ausnahmslos verboten, und sogenannten Psychologen jede "akademische Würde" weil offensichtlich betrügerisch erschlichen aberkannt werden muß. 

Darüber hinaus müssen sie bis ins dritte Familienglied enteignet werden, um wenigstens einen Bruchteil der Schäden auszugleichen, die sie bereits - voll beabsichtigt, denn das ist der wahre Grund, Psychologe zu werden - angerichtet haben. Es gebe Ausnahmen? Nein. Hier gilt einmal das Stellvertretungsgesetz. Ferner aber, wer den Unsinn studiert, der an Universitäten gelehrt wird, wer dort nicht eine Revolution anzettelt (oder wenigstens das Studium abbricht), ist an allen Folgen mitschuldig, weil er die Zerstörung genau damit unterstützt.

*E. Michael Jones weist immer wieder darauf hin, daß die Idee "Weißer" als Selbstbestimmung nur ein Notgriff angesichts einer nicht mehr vorhandenen originalen Identität ist. Aus allen sozialen Geflechten entflochten, greift der Mensch hilflos um sich, und findet nur noch dieses Unterscheidungs- und somit Selbstidentifikations-Merkmal - Weiß. Anders als die Schwarzen, Gelben, Mestizen ... Aber "weiß" ist inhaltsleer. Es gibt keine "weiße" Identität. 

Diese Unterscheidung entstand als Folge des Sezessionskrieges in den US-Südstaaten, als die Nationalitäten und Regionalkulturen zerschlagen - traumatisiert (der Feldzug des Nordens ging ja bekanntlich immer mehr in eine völlige Vernichtung der Kultur und Lebensgrundlagen des Südens über) - waren, und man verzweifelt nach einem Abgrenzungs-, also Identitätsmerkmal suchte. Denn ohne Identität kann niemand leben. Aber das Eigene (erinnert das nicht an Deutschland nach 1945?) war quasi verboten und "schlecht". In dieser Situation bot sich die Idee "Weiß" aus dem Norden (sic!) an. Denn dort, im protestantisiert-judaisierten, wurzellosen Niemandsland, war diese Abgrenzung zuvor schon existent. Denn man könnte diese beiden Religionen/Konfessionen als Ergebnis von Entwurzelung bezeichnen.

**Diesen Fall der Vernichtung eines großartigen mittelständischen Bremer Unternehmens - Borgward war damals drittgrößter Automobilhersteller Deutschlands - versucht ein 2018 fertiggestellter deutscher Film aufzuarbeiten. Der VdZ hat ihn schon gesehen. Zwar läßt er manchen Wunsch offen, aber er ist dennoch sehenswert.




*170119*

Freitag, 15. März 2019

Das trojanische Pferd namens Marshallplan (2)

Teil 2) Aber die Sache hatte einen gewaltigen Haken, 
um nicht zu sagen Pferdefuß. Und der heißt: Amerikanismus.



Aber damit betreten wir schon das gefährliche Terrain, das sich so fatal auswirken sollte. Denn ja, das Wirtschaftswunder wurde grundgelegt. Aber nicht durch die transferierten Dollar, so sehr sie kurzfristig halfen, den Hunger in Deutschland zu bekämpfen. Sondern durch die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die mit der Geldgabe als Bedingung verbunden waren und Deutschland dem liberalen Kapitalismus zu aufknackten. Dadurch hatte die Marshallplanhilfe mittel- und langfristig einen sehr sehr hohen Preis. Um die Kühe zu retten hat Deutschland den Hof verkauft, wie man so schön sagt.*

So nebenbei waren damit übrigens auch die Strukturen der künftigen EWG/EU vorgezeichnet. Und auch in ihr zeigen sich dieselben Effekte wie beim Marshallplan. Kurz gesagt: Geld gegen Kultur, Wohlstand gegen Identität, Kapitalkonzentration gegen Leben. Alle haben auch denselben Feind, und das ist die Katholische Kirche. Und wem noch der letzte Verständnisschlüssel für das Zweite Vatikanum gefehlt hat, voilá, hier ist er.** Denn die Lebensweise zeichnet wesentlich verantwortlich für die Grundstruktur des Denkens und Urteilens. Und der deutsche Geist war nach 1945 schwerstens traumatisiert.***

Aber die Sache hatte einen weit wichtigeren Haken, ja einen gewaltigen Pferdefuß über dessen Einschätzung manche Meinungen auseinandergehen, gewiß, doch ist er der wichtigere Teil der Geschichte. Denn diese Hilfe bekamen die Länder - also auch Deutschland - nur, wenn sie sich per Abkommen verpflichteten, ihre Wirtschaft national wie international zu liberalisieren. (DAS war der erste Grundstein für die spätere EU.) Und das hieß, daß sich Europa der Not folgend dazu entschloß, ihre Gesellschaften aufzubrechen und ihre Kultur aller Grenzen und Schutzmöglichkeiten zu berauben.

Mit dem Marshallplan wurden die Schleusen für die amerikanische Lebens- und Denkweise geöffnet, die Europa binnen weniger Jahre so amerikanisierte, daß es die amerikanische Weltsicht - den Amerikanismus - als eigene Weltanschauung übernahm. Besonders für die Bevölkerung der damals entstehenden "Bundesrepublik" traf das zu, denn diese Bevölkerung wurde systematisch "umerzogen", "entnazifiziert". Was den Amerikanern nicht gefiel, wurde nicht zugelassen, basta. Noch bis zum heutigen Tag gelten (m. o. w. geheime, aber nachweisbare und angewandte) Besatzungsvereinbarungen, die über dem deutschen Grundgesetz stehen. (Man denke an den Artikel 139 des Grundgesetzes, der auch in den Vereinbarungen zur deutschen Wiedervereinigung 1990 mit den vier Siegermächten bestätigt wurde. Dabei hätte Gorbatschow nichts dagegen gehabt, ihn herauszunehmen.)

Damit kam vor allem die gesamte deutsche Medienlandschaft in zwei Hände: Die der Linken, und die der Amerikanisten. Die Europa als Teil der amerikanischen Front sahen, die gegen Rußland zu stehen hatte. Deutschland mehr, aber das gesamte christliche Abendland wurde über den Marshallplan kolonialisiert. Die Folge war, daß vorwiegend von Juden entwickelte Sichtweisen die Intellektuellenstuben und Universitäten und Kunstbetriebe übernahmen. Denn Juden (und Kommunisten) waren die einzigen, die "zuverlässig" gegen den Nationalsozialismus standen. Deutschland wurde zum Kampfareal, auf dem Juden ihre Rache austoben konnten, wie es E. Michael Jones auf den Punkt bringt.


Morgen Teil 3) Ein traumatisiertes Volk ist immer eine fette Beute



*Frankreichs DeGaulle hat die giftige Frucht als Einziger erkannt. Er wollte kein amerikanisiertes Frankreich und hat entsprechend reagiert. Deshalb war er ein Problem für die amerikanische Oligarchie. Die heute mit Macron ihre helle Freude hat. Adenauer hingegen war zu "katholizistisch", und die Kirche selbst am besten Weg, sich zu "amerikanisieren". Freilich - hätte Adenauer eine andere Wahl gehabt?

**Der "Rhein floß in den Tiber". Nachdem zuvor der Mississippi in den Rhein wie in den Tiber floß. Die deutsche Traumatik hat sich, maßgeblich - maßgeblich! - gestärkt durch die enorme Finanzkraft der durch die Kirchensteuer Hitlers (sic!) im Geld bis heute schwimmenden Kirche, von der die halbe Weltkirche, vor allem aber die Kirche Afrikas lebt, in die gesamte Weltkirche übertragen. Heute besteht das Budget der vatikanischen Weltkirche zu einem Viertel (anderen Schätzungen nach sogar zur Hälfte) aus deutschen Geldern.

Noch das (im Grunde: empörenderweise) erst 2017 veröffentlichte Dokument des em. P. Benedict XVI. über die Juden ist ein reiner Skandal, der aber damit direkt zu tun hat.

Es ist die versuchte Quadratur des Kreises. Die Juden sind gemäß em. P. Benedict XVI. nach wie vor Volk Gottes, sagt er da. Aber nur irgendwie. Jedenfalls ist Taufe, ist Mission der Juden gar nicht notwendig. Das widerspricht völlig der Lehre der Kirche, und es widerspricht völlig der Heiligen Schrift. Das hat der em. PP aber so verschwurbelt formuliert, daß es defacto ins Englische - noch einmal: Pardon, Mr. William M. Briggs, that I could not help You! - gar nicht übersetzbar ist. Der Deutsche Ratzinger hat den deutschen Komplex, das deutsche Trauma - als das historisch belastete Verhältnis zu den Juden - einfach (und schon zuvor mehrfach) zum Maßstab der Weltkirche gemacht. Das ist ein Skandal!

***Von einem Trauma spricht man, wenn ein Mensch etwas Schlimmes erlebt, dem er unter Verlust jeder Selbstherrschaft ausgeliefert ist und an dem er nichts ändern kann. Das ist kaum zu ertragen. Ein traumatisierter Mensch neigt deshalb dazu, sich in sich zu spalten, den Schmerz zu verdrängen und hinter dicken Mauern abzuschließen, um sich mit einem neuen (gesollten) Selbst der peinvollen Situation unterzuordnen, und die Befehle der Peiniger als eigene zu übernehmen.





*170119*

Donnerstag, 14. März 2019

Das trojanische Pferd namens Marshallplan (1)

Einen sehr wichtigen Punkt spricht Anthony P. Mueller auf mises.org an. Zum einen dienen seine Schilderungen natürlich der Zertrümmerung eines Mythos. Zum anderen liegen darin Dinge impliziert, die Mueller etwas zu leichtfertig als "gut" bewertet, selbst wenn er damit gegen manchen Mainstream schreibt. Weil er gegen den Zentralismus anwettert. 

Der Ökonom zerlegt den sogenannten "Marshallplan". In ihm haben die USA insgesamt 12,7 Milliarden US-Dollar (das entspricht nach Kaufkraft 170 heutigen Milliarden) nach Europa gepumpt. Insgesamt 16 Staaten kamen in den Genuß einer Finanzhilfe, mit der die USA vor allem ein Ziel verfolgte: Europa, das in Trümmern lag, wieder auf die Füße zu helfen. Denn wie die Weltlage zeigte, war der Kommunismus auf einem nie erwarteten Siegeszug. Gerade war sogar das riesige China dabei zu fallen. Der Kalte Krieg war ausgerufen und ab Ende 1948 flossen Gelder nach Europa, um der Sowjetunion Widerstand leisten zu können. Denn man fürchtete zu sehr, daß die Bevölkerung eines bettelarmen Europas binnen kurzer Frist ebenfalls den Kommunismus herbeisehnen würde, der sie von der drängenden Not befreite.

Mit dem im November 1948 beschlossenen Plan wendeten die USA ihre Politik um 180 Grad. Denn zuvor war tatsächlich beabsichtigt, Deutschland für alle Zeit zu vernichten, und seine Bevölkerung um 30 Millionen zu reduzieren, und zwar buchstäblich, indem man sie verhungern ließ. Und der einstige Feind war tatsächlich bereits von einer Hungersnot erfaßt. Der Winter 1947 ging in die Annalen als "Hungerwinter" ein, an dessen Höhepunkt der Kölner Kardinal Frings die Bevölkerung an ein ehernes Moralgesetz der Kirche erinnerte: Daß Mundraub keine Sünde ist. Wo immer jemand einen Kohlewagen der Alliierten sah und zuhause erfroren seine Kinder, der durfte, ja mußte ihn stürmen. Wo immer ein Lager der Alliierten Brot und Nahrungsmittel hortete, war es legitim, es aufzubrechen und das Nötige zu nehmen. Die Bevölkerung handelte danach und nannte das bald "Fringsen". 

Im März 1948 sahen es auch die Amerikaner ein. So konnte es nicht weitergehen. Noch dazu ging es den Siegermächten England und Frankreich auch nicht viel besser.  Auch die Wirtschaft dieser Länder konnte nur in einem Gesamtraum Europa wieder auf die Füße kommen, und dazu brauchte man auch ein prosperierendes Deutschland. Die bisherige Leitlinie, der "Morgenthau-Plan", war ein Plan der Rache. Er mußte weichen. Man mußte auch Deutschland helfen. Auch wenn der Großteil der nun zur Verfügung gestellten Mittel an England und Frankreich flossen (die damit auch gleich ihre Armeen aufrüsteten, um ihre Kolonialkriege führen zu können), halfen die insgesamt nach Bonn geflossenen 1,4 Milliarden Dollar der dortigen Regierung, wenigstens die ärgste Hungersnot zu beenden. Immerhin waren auch zwölf bis vierzehn Millionen Ost-Vertriebene (die größte Bevölkerungsverschiebung in der Geschichte der Menschheit) im Land zu integrieren. Insgesamt machte die amerikanische Hilfe knapp drei Prozent des damaligen BIP aus, und betrug etwas mehr als neun Prozent des gesamten Marshallplan-Transfers. Zum Vergleich: England erhielt 26 Prozent, Frankreich 19 Prozent.

Wie sah der Plan konkret aus? Europa wurde mit amerikanischen Waren beliefert. Teilweise auch mit fraglichen Waren, wie Zigaretten. Unternehmer konnte diese Waren kaufen (dafür wurde eine eigene neue Bank gegründet), mußten sie auch bezahlen, aber das Geld floß in diesen Hilfefonds. Mit dem wiederum Waren angekauft werden konnten. Denn was Mueller seltsamerweise nicht erwähnt ist, daß der Marshallplan noch einen Vater hat, die Überproduktion der amerikanischen Industrie. Die durch die Ausweitung im Krieg nun enorme Überkapazitäten hatte. Es drohten auch in den USA also Arbeitslosigkeit und Firmenpleiten. Und das gerade in einer Phase, wo Millionen Soldaten aus dem Krieg zurückkamen und natürlich Arbeit brauchten. Dem konnte nur durch kaufkräftige neue Märkte begegnet werden.

Und dazu mußte sich in einem Land genug Eigendynamik entwickeln, damit es zu einem zukunftsfähigen Markt wurde. Bei Deutschland hieß das vor allem Stabilität und Vertrauen herzustellen, damit sich wieder Unternehmer etwas trauten und investierten. Also wurde die Währung reformiert, die D-Mark eingeführt (Sparguthaben verfielen weitgehend), die Preisbindung aufgehoben, international so gut wie alle Schulden erlassen (Londoner Abkommen), auch die aus Reparationszahlungen. Der Wechselkurs zu Auslandswährungen wurde "dauerhaft stabilisiert", also eingefroren. Das war eine der Hauptforderungen der USA. Die jeden Staat, der Hilfe wollte oder brauchte, zu weitgehender Harmonisierung der Wirtschaftspolitik zwang, weil die jeweiligen Länder im Gleichschritt gehen mußten.


Morgen Teil 2) Aber die Sache hatte einen gewaltigen Haken, 
um nicht zu sagen Pferdefuß. Und der heißt Amerikanismus.





*170119*