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Sonntag, 26. Februar 2023

Vom Schreibtisch weg geplaudert

Meinen Freunden einen kurzen Zwischenbericht von der Arbeit, in die ich mich seit Monaten verbissen habe, und die sich zu einem Riesenwerk ausgeweitet hat. Es ist ein Werk der Poesie, der erhzählenden Prosa, und alleine die bereeits jetzt verfaßten Texte und Erzählstränge umfassen rund 600 Seiten. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Arbeit wird mich also noch viele Monate beanspruchen, und ich bin sehr glücklich damit. Erste Leseproben haben mir bestätigt, daß sich unter viel Schutt auch viel Gold finden läßt. Wie ich mit dem Schlamm umgehe, aus dem sich diese Lotosblüten herausarbeiten und dann rein und schön und duftend daliegen, weiß ich allerdings noch nicht. Er ist einerseits unverzichtbasr, anderseits stinkt er wie jeder Morast. Mal sehen. Vielleicht werde ich aber einmal an diesem Ort eine kleine Probe einsehbar machen. Mal sehen.

Darüber hinaus ist die Befassung mit vielen anderen Themen, mit denen ich mich befasse, sehr in den Hintergrund getreten. Und damit habe ich persönlich absolut kein Problem. Manch Leser (und im besonderen die, die seit vielen Jahren diese Seiten verfolgen) wird es vielleicht vermissen, ich persönlich - ehrlich gesagt - nicht.

Montag, 16. Januar 2023

Nachts weiter erzählt

Was war das, was alles in der Neuzeit auf den Kopf gestellt hat?)

Bild: Wehranlage Landsberg am Lech - Aus romantischer Sicht eine wunderschöne Anlage. Und ich bin dort früher häufig gesessen und habe das herrliche Ambiente bei einer Zigarett und einem Kaffee genossen. 
 
Aber man vergißt dabei, daß wir hier vor einer riesigen Maschine stehen, die die gesamte Soziologie einer Stadt mit großem Umfeld verändert und in den nunmehr abstrakten, monoton-mathematischen Rhythmus dieser Maschine gezwungen hat. 

Sonntag, 30. Oktober 2022

Die wahre Natur des Kampfes (2)

Das laut gestellte Kampfgetümmel das dem eigenen Herzen verbergen soll, daß man auf einem Spielplatz steht, nicht am Schlachtfeld des wirklichen Krieges Jede Aufklärung, jedes Durchschauen der bösen Vorgänge bleibt sonst unerfüllt und erhöht sogar nochdie Verzweiflung, wenn ihr die wahre, die ienzige Alternative fehlt - die Kirche. 

Und nur wenn ihre Position wieder gestärkt wird (und dazu ist viel weniger notwendig, als die allermeisten glauben! was nicht heißt, daß das ein Honglecken ist, weil es dann eine direkte Konfrontation bedeutet!), nur wenn sie wieder zur Stadt auf dem Berg wird, die in die Welt leuchtet, weil sie wieder der Puntk ist, an dem unsere Halteseile im Sein angeknotet sind, nur dann gibt es Hoffnung, weil wir dann begreifen können, daß es nie udn niemals ein Mittel gibt, uns in DIESER (gefallenen) Welt wieder auf ewig zu befestigen. Das ist verspielt. 

Samstag, 29. Oktober 2022

Die wahre Natur des Kampfes (1)

Es gibt ja eine ganze Menge an Plattformen, Pesonen, Instituionen gar, die sich der Aufarbeitung der großen Lüge widmen, die sich über usn wie eine dichte Decke des Üblen gelegt hat bzw. die über usn gelegt wurde. Werden konnte, weil die geistige Kraft der Menschen defacto verschwunden ist, und die herrschenden Glaubenssätze und Weltsichten exakt diese Geistigkeit weiter bekämpfen.

Denn kaum ein Resultat dieser Aufdeckungswelle, die übger uns hereingebrochen ist, das nicht den wesentlichen Punkt unberührt läßt. Sondern sich in Details verbeißt, die aufgeklärt, auseinandergenommen, in seine oft regelrecht stindkenden Bestadteile zerlegt werden, in eine Situation tiefer Ratlosigkeit führen.

Wo im "besten Fall" irgendwelche praktisch immer nur halb und nie durchgedacht ausgeformte Utopien als Gesolltes, als Idealzustand und angebliches Resultat des Aufklärungsbemühens vor Augen bringen wollen. Die in der Regel nur eine Waschart der alten sozhialistischen, irraionalen und unrealistischen Ideen sind, die in Wahrheit exakt die Ursachen sind für das, was nun als furchtbares, wildes Meer der Ausgeliefertheit an den Wahnsinn über uns zusammenschlägt.

Montag, 24. Oktober 2022

Das chthonische Geschehen (2)

Dann holen wir uns eine Frau aus den Entwicklungsländern. Die sind noch gefügiger. Die Babyboomerr als träge Eltern - Also konnte man von ihr auch die selben Dinge fordern, die man selber nicht tun wollte. "Teilung" der Arbeits- und Berufslast, volle Mitverantwortung für das Auftreten der Familie nach außen (das sie ja nun sogar "mitbestimmen" konnte), und scham- und rückhaltloses Ausgießen der eigenen Persönlichkeit, sodaß die Frau nun nicht mehr die Entscheidungen des Mannes zur Hilfe und Ausrichtugn bekam, sondern die unverdauten Denkflüsse selbst sortieren mußte, die der Mann herantrug und zuhause vor ihr auskotzte. Die Scheidungsrate ist explodiert. Sehr zum Gaudium der Machos, und unabwendbares Schicksal der Softies, die ja die "neue Gesellschaft" mit ihre "neuen Moral" proklamiert hatten.

Die Energie, mit der sich diese frustrierte Generation - beide Geschlechter frustriert aus ganz unterschiedlichen, ja entgegengesetzten Gründen - den Weltrettungsprogrammen zuwandten, Auch die Globalisierung der Ansprüche schuf nur vorübergehend Erleichterung. Die Frau aus dem unterentwickelten Land, dessen Gesellschaft im begehrlichen Blick auf den idealisierten Westen verharrt hatte, war nur kurze Zeit Ersatz. Kaum hier, hat auch sie diesen Köder der Emanzipation geschluckt, und vor allem aber die Hohlheit dieser westlichen neuen Werte durchschaut. 

Sonntag, 23. Oktober 2022

Das chthonische Geschehen (1)

Es hat keinen Sinn, ein Konzept, das nicht wirkt, weiter zu verfolgen. Oft steckt sogar seitens der Bekämpfer eine Angst hinter ihrem Kampf gegen immer wieder aufstehende neue und noch stärkere Heere, die wie eine Lust an genau der Misere wirkt, die herbeibeschworen werden soll, und gegen die man anzukmpfen vorgibt - um am selben, aber Pro wie Contra umgreifenden Wonnegefühl, teilhat.

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel, das Anlaß war, diese Gedanken endlich nachzugehen, die schon längere Zeit im Meer der Zeit rumoren. Nehmen wir die Klimalegende. Sie eignet sich besonders gut, weil sie ein wudnerbares Beispiel für eine in sich völlig unlogische, inkonsistente Gemengelage von Theoriefloskeln und Thesenbausteinen ist, die verschleiern, daß die wahre Motivation hitner der gesamten (!) Agenda die Darbietung eines dramatischen Faches ist - "Klimapaniker", oder "der Schwarzseher" - das einen Charakter beschreibt, der das bestehende Gesellschaftsgefüge angreift, um es aufzubrechen, seine Leitfiguren abzumontieren, und sich dann selbst an die Spitze zu setzen. 

Freitag, 12. August 2022

Man hat die Inflation kommen sehen

Dieses Gespräch von Hans-Werner Sinn mit Roland Tichy ist bereits Ende November gehalten, und Anfang Dezember 2021 veröffentlicht worden. Und es ist heute hörenswerter denn je. Denn der erfahrene Ökonom (der von sich freilich sagt "Ich bin kein Prophet!") sagt hier nicht nur voraus - im November 2021 - daß wir kurz vor einer Inflationswelle stehen, er erklärt auch, warum. 

So, wie er überhuapt so viele Details erzählt und Zusammenhänge zeigt, daß die 50 Minuten ein Erkenntnisgewinn sind. Denn die Einzelaussagen stehen ohne lange Vortrragserklärugen umso prägnanter da. Und aus ihnen läßt sich problemlos ein Bild des Zustands der Welt, der Weltwirtschaft, und unserer Länder zusammenstellen. Wo jedes Steinchen an seinem Platz liegt.

Mittwoch, 1. Juni 2022

Gedankensplitter (1472)

Die Geburtenboomer, das heißt die Menschen, die in den Jahren 1945 bis 1965 geboren wurden, unterlgen einer gefährlichen Illusion. Ein allgemeiner Optimismus machte sich breit, trotz Kaltem Krieg, der von den Kindern zumindest als Unbeschwertheit erlebt worden sein muß, nährte sich aus der Erfahrung eines weitgehend mit Gütern wohl- oder sogar überversorgten Lebensführung, die von einem immer besser ausgebauten Sozialstaat sogar zu einer gewissen Sorglosigkeit führte.

Dazu schob eine dramatisch ansteigende medizinische Versorgung die Lebenserwartung nach oben. Zumindest wirde sie so erlebt, wenn auch übersehen wird, daß diese Erfahrung, daß es immer mehr alte Menschen gibt, aufgrund der fehlenden Kriege das Erfahren von Ursachen, Wirkungen und Zusammenhängen täuscht. Tatsache ist, daß diese Generartionen (sowie die ihnen nun folgenden, deren Wohlstandserleben noch dazu durch die hohe Zahl von Erwerbstätigen gesteigert wird, denen nur noch die Hälfte der Versorgungsfälle gegenübersteht.

Samstag, 21. Mai 2022

Als es fast so war, wie es sein sollte (7)

Ausblick und Zukunft. Was folgt einer mißbrauchten Uhr? - 1667, also mehr als einhundert Jahre nach dieser glücklichen Epoche, wird John Milton seine sarkastische, zynische Bilanz ziehen. In "Paradies lost - Das verlorene Paradies" bleibt nur noch ein nihilistisches Fazit, weil die Versuche eines Ersatzkozepts sämtlich gescheitert sind. 1660 war gerade Cromwells Utopie vom "Gutmensch als einzig legitimem Führer" gescheitert, als nächster Anlauf im Ringen um den besseren Staat, der seit Heinrich VIII. gebildet werden mußte, denn - England hatte etwas dafür aufgegeben. 

Das Paradies auf Erden, sozusagen, das England bis Heinrich VIII. "Reformen" hatte man zerstört, um ein noch besseres zu gründen. Aber wie weit war man dafür gekommen? Multon "mußte" also die metaphysische Fundierung der Menschheit entkräften, denn die Vergangenheit stand als Zeuge gegen die Gegenwart auf. England war bereits tief gespalten, und zwei Drittel seiner Menschen kämpften mit dem nackten Überleben, die Macht war in den Händen von immer Wenigeren konzentriert die sie einsetzten, um sich noch besser abzusichern, ja in die Ewigkeit zu retten. Die neue Theologie einer "anglikanischen", autokephalen Kirche, die den Umbrüchen nachgeliefert worden und - was war das nun erst für ein Paradoxon - Ausdruck tiefsten Hasses auf das Christentum war, war nicht mehr als die Bemäntelung vorausgegangener Todsünde, die ein Volk ins größte Unglück gestürzt, aber mit einem goldbestickten Scheinmantel winkender Weltmacht umgeben hatte.

Es fehlt also ein Wort zum weiteren Schicksal Englands, wie es der Zeit der Tudors folgte. Dessen glückliche, vielleicht glücklichste Phase der Geschichte nur zwei Generationen dauert. Zu wenige Widerstände, zu harmonischer Wohlstand lassen Begehrlichkeiten und Keckheiten aufstehen, die sich nach innen zu wenden beginnen. Schon für Heinrich VIII. enthielt die perfekte Welt, über die er herrschte, eigentlich alles, was er brauchte. 

Freitag, 20. Mai 2022

Als es fast so war, wie es sein sollte (6)

Ehe das große Filmen ausbricht, noch ein Epilog - Gerade unterbricht die Kirchenglocke von Szentlélek gegenüber mein Schreiben, zerreit die Dichte der Konzentration zur ebenfalls bestehenden Aufforderung zum "Angelus", und reißt mich so aus allem Werkhaften heraus. Werter Leser, meint er, daß das so sein sollte? Meint er nicht stattdesen mit mir, daß sich die Distanz zwischen Kirche und Lebensablauf schon daraus ergeben MUSZTE, weil sich nach und nach zwischen dem göttlichen Weltenlauf und der realen Kultur- und Zivilisationswelt immer größere, immer unverinbarere Kluft aufgetan hat, DIE VON DER ZEIT ALS BEGRIFF DER UHREN- UND MESSTECHNIK AUSGEGANGEN IST? Meint er nicht stattdessen mit mir, daß der Grund dafür, daß ir mittlerweile in separaten Welten leben müssen, deren eine die göttliche und von Gott qua Schöpfung VORGEGEBENE ORDNUNG DER WELT ist, und deren andere eine völlig mutwillig gewordene, zufällige, künstliche Welt der ent-gotteten, nur noch anthropo- bzw. ratio-genen Welt 

Vielleicht mag er darüber nachdenken, während er im Anschluß an so viel Text vielleicht doch beginnt, diese englischen Filme anzusehen. Die eine Welt vorstellen, die wir vor fünfhundert Jahren defnitiv zu verlassen begonnen haben. Als wir zum letzten mal eine Welt erlebt haben, in der sich der Mensch in der von Gott vorgegebenen Schöpfungsordnung entfalten konnte, und so eine Epoche erleben durfte, nach der man sich regelrecht sehen könnte.

Donnerstag, 19. Mai 2022

Als es fast so war, wie es sein sollte (5)

Zahlen, Zeit, Dauer, Werk und Magie - Zeit, Dauer ... da passiert in einem der Filme auch der (fast) einzige Versprecher, wo eine alte Sprechgewohnheit wieder aufsteht. Wenn davon gesprochen wird, daß die Zeit mit der Uhr "gemessen" wird. Was heßt Messen? Es heißt eien Vorgang mit einem anderen, zum Kriteriumgemachten, in eine Beziehung zu setzen. 

Das heißt bei der Uhr, einen standardisierten Vorgang des Umlaufs der Zeiger, zuvor mathematisch exakt und damit immer gleichlaufend gemacht durch eine festgelegte physikalische Ursache-Wirkung-Beziehung von Zahnräudern, die auf einen Anfangs- und einen Endpunkt ausgerichtet werden -  dem Sonnenhöchstand zu Mittag etwa, oder über eine bestimmte Sternenkonstellation, die an diesem Punkt beginnt und an jenem endet, der zugleich in immer demselben Ablauf wieder der Beginn ist - und somit (sagen wir) einen Tag umfassen. Den unterteilt dann die Menschheit seit je in insgesamt zwölf Horas, Stunden, eine alte Menschheitszahl der Vollkommenheit eines Ablaufs. 

Als heilige Zahl des Faktors aus der Zahl der Ewigkeit, der (3), mit der Zahl der Vollkommenheit, der (4) Aus diesem Tanz entsteht dann ein Weltganzes, das von einem Anfang zu einem Ende strebt. "Jeder Tag hat seine eigene Plage", sagt der Herre, und jeder Tag sollte deshalb nur für isch gelebt werden. Das ist keine stumpfe Erkenntis der Stoiker, dieser Gleichgültigen, sondern ein Tanz des Lobpreises für die Vollkommenheit Gottes! Der sich in seiner Dreifaltigkeit (3) als Gruindgrmmatik der Welt (die die Zahl 4 ausdrückt, selber wiederum ein Tanz aus der Quadratur, der höchsten Potenz also aus Dualität (2) mit Dualität (2) somit als Schöpfung und Welt in ihrer tiefsten eigentlichsten Dimension ausdrückt. 

Samstag, 5. Februar 2022

Der Kampf mit unserer Natur (2)

Jede Gestalt ist Gewohnheit. Jede Gewohnheit ist Liturgie des Lebens. - Alles das ist die konkrete Gestalt unseres Lebens, und alles das ist somit die von uns mit geschaffene Natur, in der wir einst vor Gott treten werden, und nach der wir in seinen Plan eingefügt werden. Und sei es ... in der Hölle. Diese Fragen aber entschiedne sich in den inneren Qualitäten dieser Dinge, nicht an den reinen Vollzügen bzw. daran, DASZ wir alles in Gewohnheit (also zu Haltugnen gereift) vollziehen. Die Gewißheit, daß diese Qualitäten in diesen Vollzügen enthalten sind, die verdanken wir der Überlieferung, der Tradition, die verdanken wir dem Vertrauen, das wir in unsere eigenne Eltern hatten und haben.

Aber mehr noch. Dieses Vertrauen kann auch noch wachsen. Es kann sich zu einem Staunen und Bewundern heranbilden, in dem wir das Leben unserer Vorfahren - ganz so, wie jeden Text in der Heiligen Liturgie, wie alle diese Gesten und Riten, in alles was uns hier zu treuen Händen übergeben wird, damit wir es bewahren, weil wior nie (!) fähig sind, es definitiv und in allen Aspekten zu beurteilen - betrachten und indem wir der Vergangenheit und allen uns vorausgegangenen Riten und Liturgien mit Ehrfurcht begegnen. Und einem nie ermüden sollenden Bemühen, es mehr und mehr zu erfassen. 

Freitag, 4. Februar 2022

Der Kampf mit unserer Natur (1)

Consuetudine statuit altera natura - Die Gewohnheit formt sich eine zweite Natur. Die wahre Bedeutung dieses alten römischen Sprichworts ist kaum hoch genug zu veranschlagen. Letztlich geht es hier sogar um das Geheimnis und Wesen unseres irdischen Daseins, das ein Dasein in carne, im Fleisch ist. Es kann nicht von Geist, es kann nicht von der Seele getrennt werden, ohne daß es zerfällt, aber es hat auch die Realität und Kraft, das Schicksal der Seele zu bestimmen.

Wir werden von der Liturgie des Alltäglichen geprägt, darum geht es auch jetzt in diesem Coronawahnsinn. Nur höchst unweise, ja tölpelhaft-dumme Führer konnten auf die Idee kommen, eine Krankheit durch völlige Isolation der Menschen bekämpfen zu wollen. Es ist,als würde man mit einer zweijährigen Folter (und ich gehe daovn aus, daß dieser Kampf letztlich von dreijähriger Dauer gewesen sein wird) das Wohlergehen des Gefolterten bewirken wollen. Und Isolation gehört zu den schärfsten Formen der Folter, und ist deshalb aus dem Strafvollzug wieder verschwunden, WEIL es Folter war. 

Freitag, 24. September 2021

Die drei Phasen der Weltgeschichte (1)

Eine ganz andere Geschichte - Die Archäologie und Paläoarchäologie hat schwer damit zu kämpfen, daß sie die Schichten noch auseinanderhalten kann, auf die sie stößt, und die aus drei globalen, großen, und mehreren kleineren (dabei ebenfalls globalen) Katastrophen kosmischen Ausmaßes steht. Nachdem sie aber über kein taugliches Geschichtskonstrukt verfügt, also einer völlig falschen Erzählung folgt, mit der die entdeckten Tatsachen nur bei Ausschluß größter Evidenzen in "Übereinstimmung" zu bringen sind, wird sie daraus auch keinen Ausweg finden. Ihr Beitrag zur Selbstfindung des Menschen durch Kenntnis der eigenen Vergangenheit, die ohnehin schwer durch einen progressiv zunehmenden Verlust der Erinnerung getroffen ist, wird also immer dürftiger und nähert sich der Irrelevanz. Sprich: Was immer sie erzählen, es ist leeres Geschwätz.

Nur einige wenige Ausreißer, oft genug in der Ecke der Phantasten, und die fast alle aus dem Lager der Außenstehenden stammen, durchbluten noch das über weite Strecken ausgetrocknete, im wahrsten Sinn inspirationslose Narrativ.

Freitag, 13. August 2021

Die Dinge als Segel ... und andere Anregungen (3)

Und Gott schuf das Radio - Wenn wir ein Radio zerlegen, sagen wir mal, dann sehen wir Ingredienzien, die eine Geschichte haben und darstellen. Das Radio ist eigentlich und "als Radio" sagen wir zwei Wochen alt. In dieser Zeit wurde es in der Fabrik in Kuangchou gefertigt, über Maiersk in Shanghai, Makao und Hamburg in den Laden in Bad Rümpelstetten an der Wuller geschafftt, und an uns in der Klotzgasse 24 b (bei Herlitz sen. läuten!) verkauft. 

Eine Menge Geschichte für so ein Ding, nicht wahr? 

Schon gar, wenn wir das gesamte Mit- und Umfeld anschauen. Schon gar, wenn wir auch berücksichtigen, wie lange es gebraucht hat, die Transistoren und Leiterplatten und Drähte und Röhren und elektronische Teile und Glühbirnen etc. etc. zu entwickeln und herzustellen. Da stehen wir ständig Jahrzehnten und Jahrhunderten von Zeit - Geschichte - gegenüber. Die dennoch, hier vor unseren Augen, mit gerade mal zwei Wochen veranschlagt wird. Sie sehen, Zeit und Geschichts-, vor allem aber Entstehungsdatierungen aus einem Ding abzuleiten, das vor uns liegt, ist ein sehr kompliziertes Ding.

Oder nehmen wir das Beispiel eines Hauses.

Donnerstag, 12. August 2021

Die Dinge als Segel ... und andere Anregungen (2)

Und andere Anregungen - Der Name Kurt Wise sollte uns eigentlich bekannt sein und bleiben. Denn Wise ist zwar freikirchlicher Protestant. Aber wie so oft sind es die Protestanten mit ihrer sturen Bibelgläubigkeit, die uns Katholiken daran erinnern, daß wir es bei der Bibel nicht mit einem netten Buch weiser (und unweiser; das sagen wir Autonomisten gerne zu allem ehedem Heiligen und Tabuisierten, ja zu allem, wozu sich unser Hirn nicht bequemt) Sprüche, interessanter Geschichten, die aber natürlich nicht streng historisch zu nehmen sind, sondern Metaphern bleiben. Das tun sie für Protestanten eben nicht. Oder nicht so leicht. Zuerst gehen sie von der historischen Treue der biblischen Geschichte(n) aus. Und werter Leser, wir zwei oder drei, wir mauscheln da gerne mit, oder?

Das muß man vorausschicken, wenn man in Wise's sagenhaft anregenden und aufwirbelnden Buch "Faith, Form and Time" liest. Wir wollen nur eines der überwältigenden Gedankenbeispiele an- und ein wenig ausführen, das uns dort um so wenig Geld serviert wird. Und man muß und darf diese Gedanken Wise's unbedingt und mit weit mehr Recht als die allermeisten, die unter diesem Anspruch auftreten (und dabei die Wissenschaft der Gegenwart zur bemüht mythenbildende Erzählphantasie machen, Punkt und Ende der Durchsage) auf Wise's akademische Würden und Ausbildungen hinweisen, unter denen er einer Bewegung angehört, die sich mit Fug und Recht "christliche Naturwissenschaft" nennt. Sie sind allen atheistischen Wortschwurblern schon nur darin überlegen, daß sie im Gegensatz zu jenen wissen, daß das Geschichterl vom "voraussetzungslosen Denken" wissenschaftlich-mathematisch widerlegt (aber dazu bräuchte es natürlich echte Gedankenmühe) und logisch sowieso Unsinn ist.

Also, lassen wir die Geschichte aus dem Sack, sie ist umwerfend:

Freitag, 6. August 2021

Haben wir nicht geliebt?

Francois Mauriac macht eine interessante Beobachtung. Er schreibt: Wenn wir rückblickend eine Zeit betrachten, in der wir geliebt haben, so scheint es uns, als habe sich damals (sonst) nichts ereignet. 

Was beim VdZ die Frage auftreibt: Haben wir in diesen letzten eineinhalb Jahren, in denen wir von Geschehen atemlos gehalten und zugedeckt wurden, nicht geliebt?

Dienstag, 18. Mai 2021

Als wär's nie dagelegen

Von Leser R erreichte den VdZ dieser Tage ein herzerwärmendes Schreiben. Immer wieder einmal, so R, blättere er in diesem einer Enzyklopädie gleichkommenden Blog auch in alten Artikeln. Und während er so suche, so R, bleibe dann sein Auge irgendwo hängen. Er lese und lese ... und könne nicht mehr aufhören. Denn die Artikel seien dermaßen gut, daß es ihn umhaue. So wie dieser da, der vor ziemlich genau zehn Jahren veröffentlicht wurde. Und so schickte diese treue Leserseele auch noch eine Reihe weiterer Artikellinks mit, die seiner Meinung nach einer Relektüre immer wieder wert seien.

Naja, dachte der VdZ, warum also nicht auch Ihnen, werter Leser, erneut servieren? Ich meine, wer kann das schon alles lesen, hier liegen (immer noch) an die 10.000 Artikel bereit. Und auch der VdZ liest so manches Büchlein ja wieder und wieder, und gar nicht so selten kommt es ihm vor, daß er das, was er da sicher schon einmal gelesen hat, die Anstreichungen und Bemerkungen legen einen Eid dafür ab, zum ersten Mal vor Augen hat. 

Es ist ein schönes Zeugnis dafür, daß die Zeit jeden Menschen verändert. Einmal als Zeit alleine, nur durch die Dauer und das eigene Gewöse in der Seele, und dann durch die Verbindungen mit der Welt, dem also, was man Geschichte nennt. Und so manch eines Tages findet man also dann ein und dasselbe Ding unter völlig anderem, neuem Licht, als hätte man eine Neuentdeckung gemacht. Plötzlich liegt da etwas vor einem, das man noch nie - ich schwör's! - gesehen hat. Weil es sicher - und wie! - nicht "da" war. Und wie zeitgemäß es wirkt!

Jaja, Erinnerung und Zeitgemäßheit. Als hätte das etwas miteinander zu tun ...

Mittwoch, 16. September 2020

Die frühe Antithese zur Kultur

In dem Moment, wo das Ideal des Lebens in Gott nicht mehr die Armut - Äquivalent zum Sterben als Tor zur Übernatur, als verbindendes Glied also - ist, in dem Moment ist die Tür geöffnet zur Möglichkeit, daß ein Leben mit Gott ein Leben in Reichtum sei. In dem Moment sind Güter und Besitz ein Weg zu Gott, und nicht mehr - wie zuvor - ein Weg von Gott weg, wie es die Heilige Schrift viele Male erzählt. 

Damit hat sich im 13. Jahrhundert, wo das eintrat, die Tür zum Protestantismus und noch deutlicher: zum Calvinismus geöffnet. Der sogar die These vertritt, daß Reichtum ein Zeichen für ein Leben in Gott ist, während Armut Verdammnis und Nicht-Errettetheit aussagt.
Es war aber auch das Jahrhundert des Geldes, das erstmals nach der Römerzeit wieder in so hohem Umfang und in neuer Rolle (sic!) aufkam, daß es mehr und mehr zum Träger der Entwicklungen wurde. Und mit ihm kehrte sich in rasendem Tempo das Prinzip des gesellschaftlichen Lebens vollkommen um: 
Aus einer Liebesgemeinschaft (als Ideal), in der jeder jedem diente, und es nicht nur nicht mit Gewinnabsicht tat, sondern im Gegenteil, im Geben das entscheidende und schöpferische Moment sah (und mit Recht, wollen wir hinzufügen), wurde eine berechnende Gesellschaft und Kultur. In der Geld das freie Spiel der göttlichen Vorsehung (meinetwegen nennen wir es: Schicksal, oder besser: Geschick) auszuschließen begann. Wer nicht beichtet, muß eine gelungene Welt beweisen.
So ist die direkte Antithese zur vormaligen Grundthese des Abendlandes definitiv im 13. Jahrhundert gesetzt worden. Das jenes Jahrhundert war, in dem sich Geld und Wert zu einem eigenen Ding entwickelt hat, das aus seiner abstrakten Natur heraus das Insgesamt der Lebenserscheinungen, das ein dichtes Gefüge der Welt war, zu dominieren begann. Die Welt wurde auseinandergerissen.

Also ist es auch kein Mirakel, daß exakt dieses Jahrhundert auch jene Epoche war, in der die mechanische, über Takt sich bewegende Uhr nicht nur erfunden wurde, sondern in hohem Tempo Verbreitung und Anwendung fand. Sie begann nun das Auseinandergerissene zusammenzuhalten, und diktierte dabei die Welt, die sie abzustimmen begann. Sie war es nun, die den Verlust des Ineinander der Dinge, die sich wechselseitig abstimmen (weil alles Gelingen, also alles Seiende, eine Frage des Zusammentreffens, also der Vereinbarung ist), durch mechanische Vorgänge ersetzte.

Die kein Leben "in Gott" mehr verlangten, um stimmig zu bleiben. Sodaß jede Unstimmigkeit in einer Abkehr von Gott zu begründen war, wobei man damit leben mußte, daß eben die Welt unvollkommen ist, WEIL der Mensch es kraft der Folgen der Erbsünde ist. Nunmehr lag das Gelingen in der Vereinbarung.

Also nimmt es auch nicht wunder, daß eben in diesem "langen Jahrhundert" (wie Jacques Le Goff es nennt, weil sich eine sehr geschlossene Epoche zeigt, die aber  genau genommen von den 1160er Jahren bis zu den 1330er Jahren dauerte, als die Pest einbrach und vorerst alles stoppte) in der Beweiskraft erstmals der schriftliche Vertrag das Obergewicht vor der mündlichen Vereinbarung erlangte.
Alle diese Erscheinungen aber gehören in eine Reihe. Sie sind Ausdruck ein und desselben prinzipiellen Geschehens, in dem der Mensch Gott gegenüber mißtrauisch geworden ist. Warum? Weil das, woran der Mensch festhält, der Welt "gestohlen" ist. Das alleine wäre nicht das Problem, aber das war es: Der Mensch wollte es nicht mehr hergeben. 
Sodaß sich die Sünde als beherrschende, aber notwendig verborgene, fortan aber sogar führende, bestimmende Stimmung bahn brach ... 
Was nun kommt, was wir von dort an als Geschichte vor Augen haben, wird zunehmend ausschließlicher zu einem Versuch, die Sünde zu rechtfertigen und vor Gottes Augen zu verbergen.

Aus der Hand Gottes gerissen, mußte aber nunmehr alles der menschlichen Bestimmung zubehörig werden. Es mußte zählbar, wägbar, vergleichbar, bewertbar, berechenbar werden. Nach und nach formierten sich die König- und Fürstentümer zu Staaten, nach und nach entstand ein Rechtssystem, das aus einer eigenen Logik heraus Recht zu sprechen begann, nach und nach wurde die Finanzbuchhaltung in den königlichen Kassen etabliert, nach und nach stieg überall - und wirklich überall und in jeder gesellschaftlichen Schichte - das Maß der finanziellen Verschuldung, und damit weiter die Bedeutung des Geldes und des Zinses.

Das Abendland wurde in diesem langen 13. Jahrhundert zu einer Welt, in der sich Mathematik und Welt, Geist und Natur im Nominalismus, ja sogar die Zeit und Natur - als fortan Zeit versus menschliches Gefühl und menschliches Ereignis, ein Geschehen von immenser Folgewirkung! - endgültig als zwei einander fremde, wesenhaft "andere" Dinge gegenüberstanden. Sodaß nicht mehr eines aus dem anderen hervorging, eines nur eine andere Ebene des anderen war. Die Bedeutung der Zahl änderte sich somit. Sie wurde vom Weltsymbol zum bloßen Zeichen.

So nebenbei stellte die Uhr die Sphäre des Öffentlichen mit der technischen Weiterentwicklung (Kleinheit, Transportabilität) immer mehr ins Private durch, das so durch das Öffentliche bezwungen und "geordnet" wurde.



Montag, 2. Dezember 2019

Beziehung vor Einzelung

Man darf sich die Schöpfung nicht so vorstellen, daß Gott "Dinge" (Lebewesen etc.) schuf, und dann traten diese in Beziehung. Es war umgekehrt. Erst war die Art der Beziehung, und dann schuf er ein Wesen, das im Sein blieb und bleibt, INDEM es in dieser Beziehung wesensgemäß antwortet. 

Diese Antwort der bejahenden Beziehung ist wiederum auf die Art und Gattung gerichtet, in der die Idee in Gott besteht, und von der her sie kommt. Das heißt, daß im "Hundsein", im "Menschsein" der Zielort der Selbsttranszendierung liegt, weil von dort her auch die Fülle der Wesensentfaltung (immer in der Geschichte) kommt, als auch die Beziehung zu Gott am vollkommensten erfüllt und bejaht wird. 

Deshalb ist der Mensch auch von der Empfängnis an auf das Umgebende, das Beziehungsganze (Ehe, Familie) gerichtet und nur von dort her zu verstehen. 

Und deshalb ist das Ja-Wort die Stiftung jenes Ganzen, in dem Mann und Frau je zu sich selbst werden. 

Denn das Ganze geht dem Einzelnen nicht nur voraus (wiewohl es aus Einzelnen besteht), sondern es bildet sich nie posthoc oder summarisch aus Einzelnen. Während es sich in dem Maß einzelt, als es den Ort in einer Beziehung in voller Hingabe ausfüllt. Denn es ist der Ort, der als geschichtlichen Ort und Punkt in der endlichen Zeit individualisiert. Wo diese Hingabe fehlt, fällt der Mensch ins Allgemeine, ins Artliche zurück, weil er die Antwort nicht gibt, und damit die Idee Gottes (erst Beziehung, dann Geschaffenes als Ding etc.) ablehnt.

So ist die Antwort Mariens "Mir geschehe nach Deinem Worte" als Antwort der Menschheit zu verstehen, in die hinein Gott im Hl. Geist dann inkarnierte, als Bedingung, weil die Beziehung Mensch-Gott, Natur-Übernatur damit hergestellt war.

Sie ist ein Actu, ein aktives Geschehen, und nur insofern zeitlos in der Zeit, und in der erinnernden Gegenwärtigsetzung als Zeitloses in der Zeit präsent. Im Schaffen schuf Gott die Welt als in der Schöpfung seiender Gegenwärtigkeit seines Liebens und Tuns, nicht identisch mit dem Geschaffenen, aber abbildhaft, und im Maß der Vollkommenheit der Abbildhaftigkeit ihm ähnlich.

Als Gott deshalb die Welt schuf, war das Band das allem vorangehende. In dem ihm dann die Schöpfung ALS Antwortende entgegentrat, weil Gott dieses Hineinholen eines Gegenüber wollte, ohne dessen zu bedürfen. Während das Geschaffene dieser Antwort bedarf, weil es sonst aus der Beziehung und damit in Nichts und Tod fällt.

Ein wenig kann man sich das so vorstellen wie den Körper eines Menschen. Der einem als die und die Persönlichkeit gegenübertritt, die zwar "die" Leber braucht, und jede Zelle an ihrem Ort, aber nicht exakt DIE Zelle (die sich erneuert und ständig neu wird, also auch eine andere sein kann), oder DIE Leber (die binnen weniger Monate ebenfalls aus völlig anderen, neuen Zellen besteht.) Und doch tritt uns immer diese eine Person und Persönlichkeit gegenüber - als Ganzes. Diese ist somit der Zeit enthoben, wenn auch in der Zeit.

Der Unterschied darf natürlich nie übersehen werden, daß Gott nicht wie der menschliche Körper die Organe "braucht", also ohne sie nicht existieren könnte (was dann Pantheismus wäre), sondern aus freiem Willen und unnotwendig dieses Band, dieses Ganze Gott - Schöpfung schuf. Die Zelle ist nicht von den einzelnen Atomen abhängig, diese sind ersetzbar, und sie ist, weil als bereits hervorgegangene Idee geschaffen, also wesentlich von ihrem Schöpfer verschieden.

Gegenwärtigkeit heißt also, daß das Ganze vom konkreten Einzelnen nicht abhängig ist. Aber es heißt auch, das Einzelne sich einzuverleiben, zum Teil zu machen. Damit ist endliche Gegenwärtigkeit die Überlegenheit einer Ganzheit über die Zeit auf Grundlage ihrer Überlegenheit über die Teile, wie Hans-Eduard Hengstenberg es in "Der Leib und die letzten Dinge" ausdrückt. Diese Existenz ist als Hypostase zu verstehen: Zeit und Zeitlosigkeit verschmelzen.

Daß wir diese Idee "von uns" nicht selbst haben, sondern in einer Aktivität (bzw. actu) empfangen müssen (wenn wir sie "haben" wollen, entzieht sie sich sofort), belegt, daß wir geschaffen sind, und uns der uns Schaffende uns an diesem Sein (das uns nie "gehört") teilhaben läßt.