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Montag, 24. Juni 2024

Schicksalsschaffung und Schicksalserfüllung

Weitere Stückchen aus Korrespondenzen

Jacques Baud sagt in einem Videointerview, daß der einzige Sinn der "Schweizer Friedenskonferenz" niemals Frieden war, sondern, Vladimir Zelensky zu legitimieren. Sie war fern jeder Realität, und damit sinnlos. Das zeigt sich schon darin, daß niemand davon ausgeht, daß es zu einer Reaktion von Ru (=Rußland) kommt. Ein Diktat aber übersieht die kleine Tatsache, daß Ru den Krieg gewinnt. Sogar das wird ignoriert, daß von Anfang an die Verfassung der Ukr eine Stellung des Landes festlegt, die defacto einer Neutralität gleichkommt. In Istanbul 2022 hat die Ukr das auch selbst vorgeschlagen und Ru hat es bestätigt. Hat zugesagt, alle Truppen aus der Ukr zurückzuziehen. Aber mit einem mal hat Kiew es dann doch nicht akzeptiert. (Gier, sage ich. Fehlspekuliert über die Kraft des Westens, wie Johnson vorgegaukelt hat. Man meinte, doch mehr herausreißen zu können. Ich bin überzeugt, daß da außerdem schwere Geldkoffer den Besitzer gewechselt haben.)
Also warum sollte Ru - nach so hohem Blutopfer - nun doch wieder darauf eingehen?
Diese Konferenz war von Anfang an ein programmiertes Desaster. Sie hat aber die Glaubwürdigkeit des Westens (und der Schweiz) einmal mehr demoliert.
Es war eine bloße PR-Show von Zelensky.
Nicht einmal der Vatikan hat das Schlußdokument unterzeichnet (das im übrigen kaum mehr enthält, also ohnehin in einer UN-Erklärung bereits allgemein akzeptiert worden ist.) Nichts, was neue Wege gezeigt hätte, nichts, was auch nur eine weitere Diskussion anregen würde. Dafür Grotesken. Denn was sollte das mit der Sicherheit für Saporoschje? Es war doch nachweislich (siehe die Beobachter der IAEA) die Ukr (=Ukraine), die das Kraftwerk beschossen hat! 
Was bleibt also? Ein nächstes Totalversagen westlicher Diplomatie.
Und ein militärisches Versagen. 

Samstag, 3. Dezember 2022

Der Mensch im Zentrum des Universums

Das immer wieder neu Faszinierende an dem Film "The Principle" liefern die derzeit weltweit führenden Astrophysiker. Sie kommentieren die Entdeckung, die 2013 gemacht wurde, udn die das gesamte herkömmliche Modell des Kosmos, das die Physik seit Kopernikus müham zusammengeschustert hat, in sich zusammenfallen läßt. Denn man kann die Entdeckung nicht igrnorieren, daß eine exkate Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung - die bislang als älteste Strahlung im Universum vom angeblichen Big Bang, den Urknall also, zeugen soll - eine Struktur darin entdeckte, die jeder Annahme über eine Zufälligkeit des Kosmos widerspricht. 

Sie ist nämlich nicht gleichmäßig über das All verteilt, sondern zeigt klare Muster. Und diese Muster sind in Achsen angeordnet. Wenn man diese Achsen aber verfolgt kommt man zu der verrückten Tatsache, daß sie sich alle ... in der Erde schneiden. Das heißt, daß das Weltall, betrahtet man es nach Evidenz, einen handfesten Hinweis darauf liefert, daß die Erde tatsächlich das Zentrum des Universums ist. Und daß das Universum sich rund um die Erde dreht.

Samstag, 13. August 2022

Gedankensplitter (1432)

In einer Welt, in der alle, buchstäblich alle Vorgänge, die wir als lebensrelevant einschätzen - von sozialen Belangen, über Verkehr und Kommunikation bis zu Vorgängen in Landwirtschaft, Arbeit, Einkommen, Produktion, ja (man kann im Grunde darüber nur noch den Kopf schütteln) das Weltklima - erhalten die natürlichen Vorgänge nur noch den Rang eines Risikos, und stehen auf der Schulter von Wahrscheinlichkeiten, was auf jeden Fall heißt: Auf den Schultern des Bekannten (aber Ungenügenden, denn sonst müßte man überhaupt kein Risiko einkalkulieren.) (Siehe Anmerkung*)

Sodaß wir in einer abgeschlossenen Modellwelt leben (und tatsächlich wird unser Planen auf eine nie gesehene Weise von Modellen geprägt, weil in diesen alle Vorgänge und Eventualitäten von uns festgesetzt werden, also Modell scheinbar völlig sichere Ergebnisse liefern. Wie sehr das Scheinsicherheiten sind ist nur noch wenigen bekannt, weil die Welt immer lückenlose in solche Modellbedingungen eingeweidet wird.

Sonntag, 7. August 2022

Des Propheten Pflicht

Es ist für den Propheten selbst schwer zu verarbeiten, und och mehr für sein gesamtes Umfeld, seine Mutter, seine Verwandten, in einer Aufgabe geboren zu werden, die ihn aus dem übliche Spiel der Menschen - grosso modo: Haus bauen, Kidner zeugen, Bäume pflanzen, einen prosperierenden Lebensbetrieb aufzustellen und zu unterhalten, um ihn dann weitergeben zu können -  herausnimmt, und zu einer Rolle der scheinbaren "Sinnlosigkeit" verdammt. Er kann seine Tüchtigkei nicht nachweisen, wie jeder Bäcker oder Versicherungsvertreter im Nachbarort, sondern nahehzu im Gegenteil: 

Er wird auch noch geplagt und geschlagen, weil Gott an ihm ein besonderes Werk der Zurüstung vollzieht. Denn erst dann kann er den Propheten  "brauchen", und dafür braucht er ihn dann auch, wenn dieser der Weltaufgabe seiner eigenen Herkunftsfamilie gestorben ist. Was Gott sogar durch "Versagen", durch "Scheitern" zeigt. Sodaß der Prophet sogar jede weltliche Glaubwürdigkeit verliert, weil sein "Leben" keinerlei Autorität zuerkannt hält. Autorität wie der Lehrer, der Bürgermeister, der Architekt, der Vorarbeiter in der Strrangießerei, der Ingenieur im Grubenbau, die Ärztin im Geriatriezentrum. Wo immer er sich doch ein "gutes Leben" zusammenschummeln will - Gott hebt es mit einer unbarmherzigen Zielsicherheit aus. Also klagt auch der Prophet Jeremia, nicht anders als seine "Zunftkollegen"

Weh mir, Mutter, dass du mich geboren hast, einen Mann, der mit aller Welt in Zank und Streit liegt. Ich bin niemands Gläubiger und niemands Schuldner, und doch fluchen mir alle. Kamen Worte von dir, so verschlang ich sie; dein Wort war mir Glück und Herzensfreude; denn dein Name ist über mir ausgerufen, Herr, Gott der Heere. 

Sonntag, 15. Mai 2022

Wie im Himmel so auf Erden (3)

Alles Werden ist ein Geheimnis - In alle dem, was ich in meinem Leben erlebt udn erfahren habe (und lusitgerweise gerade in diesem vergangenen Jahrzehnt, in dem ich es auf mir kaum begreifliche Weise zu einer Art "Berühmtheit" in Österreich "geschafft" hatte, ist nämlich auch ein Eindruck erwachsen, als wäre ein Bild viel zutreffender, geht es um Menschen und ihre Positionen und Leistungen: Daß die Welt und die Geschichte, daß das, was wir so als Weltgeschehen erleben, viel eher mit einer zufälligen Spielkiste zu tun hat, ind er es nachgerade gleichgültig ist, wer wohin gelangt, und wie und warum was erreicht. 

Das große Geschehen ist eine Frage des "Zufalls", tatsächlich natürlich von etwas ganz anderem: Von Gottes Liebe udn Vorsehung, in der er die Menschen zu sich führen möchte. Und was immer dazu nötig ist, was immer dem Einzelnen dazu zu überwinden nötig wäre, was immer den Einzelnen dazu befördern könnte, DAS FÜHRT GOTT DIESEM AUCH ZU. 

Samstag, 14. Mai 2022

Wie im Himmel so auf Erden (2)

Das Größte im Kleinsten - Und hier schließt sich der Bogen des heutigen Morgens.  An einem Punkt, an dem er sienen Ausgang genommen hatte, und von wo er aufgescheucht seine Runden trabte, und ansetzte einen der Fäden nun einfach aufzunehmen, daran zu ziehen, und auf den weißen Bildschirm zu befördern, gespannt, was sich nun zeigen würde. Es begann bei Menschen, die überfordert waren. 

Es begann mit über einem Papier des Huon von Bordeaux aus dem 13. Jahrhundert. Anhand dessen sich irgendein (mir völlig unbekannter) Nachwuchshistoriker der dabei doch so wuchtigen Frage näherte, wie es denn um die Qualität der Könige und Herrschenden im MIttelalter aussah. Den anhand des Gesangs de "Geste", die dieser Huon hinterlassen und die es in zweieinhalb Abschriften über die Zeiten geschafft hatte, werden einem mit einem mal Dinge klar, die man so nebenbei immer wußte, aber vielleicht doch einmal mehr wieder vor Augen stellen sollte. Um nämlich das Gleichgewicht wieder herzustellen. 

Freitag, 13. Mai 2022

Wie im Himmel so auf Erden (1)

Wir haben nicht die Bosheit entdeckt, die frühere Zeitalter nichts wußten. Wir gehen nur anders damit um. Dabei sind es gar nicht die Menschen, die sich hier verändert haben, die "Massen", sondern nur die Art, wie wir sie sehen. 
 
Die Masse - Auch die "Masse", auf die man so verächtlich herabblickt, ist ja so ein dummstolzer Begriff der Neuzeit. Der eigentlich nur verleumden, nichts erhellen soll, weil er die natürliche hierarchische Verfaßtheit der Menschheit und des Menschseins attackiert, schlecht redet, ohne ein haltbares Konzept dagegensetzen zu können. 

Vielmehr soll die pauschale Verteufelung der Gruppe als Teil jedes individuellen Daseins, als Element der Identität, ausgelöscht werden. Deshalb wird auch klar, worum und um wen es in diesem Spiel der Verteufelung "der Masse" oder des "Massenmensche" überhaupt geht" Es geht um die revolutionäre Ausschaltung der traditionellen Institutionen, die diese "Massen" bergen, ordnen, und im besten Sinn durch eine hierarchische Struktur "lenken". 

Dienstag, 10. Mai 2022

Woher die Indianer kommen (2)

Freilich wissen auch wir - Sie, werter Leser, ich - rein naturwissenschaftlich betrachtet nicht recht viel mehr. Also auch nicht, wie sich diese Kontinentaldruft, enstanden unter anderem aus dem immensen Druck der Wassermassen der Sintflut (von oben) und dem Auseinanderreißen des Planeten von innen her real abgespielt hat. 

Daß alles aber in sehr kurzen Zeiträumen geschehen sein muß, dafür spricht auch der Fußabdruck von tektonischen Katastrophen, die sich abgespielt haben müssen. Als sich schließlich die Landmassen endlich wieder hoben (und so das Wasser "in den inneren Abgrund hinein" ablaufen ließ (was dann noch einmal die Erdoberfläche gewaltig umgestaltete, man denke alleine an de Grand Canyon) 

Nur an Kometeneinschläge will ich nicht so recht glauben. Vielmehr hat da Hans-Joachim Zillmer eine Spur gezeigt. Der bei den "Kometenkratern" auch nicht von Einschlagspuren spricht, sondern von Eruptionslöchern. Nicht von oben also, sondern von unten sind sie entstanden. Das alles muß sich auf jeden Fall in so kurzen Zeiträumen abgespielt haben, bei denen nicht von Jahrmillionen o.ä, sondern von Wochen, Monaten oder Jahren gesprochen werden muß.

Montag, 9. Mai 2022

Woher die Indianer kommen (1)

Eine Untersuchung der globalen genetischen Konstellation der Völker der Erde (sie ist nach wie vor iin Gange und wird nun konsequent wie nie auf jeden einzelnen Bürger dieses unseren Heimatplaneten ausgedehnt) ergab einige nicht erklärliche Ergebnisse. 

Wie die, daß die nordamerikanischen Indianer mit den heutigen Europäern sehr enge Verwandtschaften aufweisen. Da warf sich ntürlich sofort miene hantasie auf, um mir vor Augen zu führen, wie sich die Wissenschaftler mit ihren weißen Kitteln mit den Assistentinnen im Schlepp, die mit Wattestäbchen udn Pißbechern das Filmset bei den Winnetou-Filmen überfumpelte.
 
Wenn sie schon mal da sind - Denn wo hat man schon so viele Indianer auf einen Haufen, um eione statistisch relevante Menge an Genmaterial einsammeln zu können? Die Indianer in den USA und Kanada hängen ja entweder schon mittags betrunken in verrauchten Reservatskneipen herum, verwalten ihre Casinogelder, und mißbrauchen ihre Kinder, so ungefähr düfte es sich abspielen.

Während man am Drehort in Jugoslawien (wo die Karl May-Verflmungen in der Regel produziert werden, Tito-Kommunismus hin, Jugoslawien-Ferienstimmung zu Niedrigpreisen her) höchst kultivierte Hundertschaften an frisch bemalten Prärierothäuten vorfand, die noch dazu vom Filmcatering bestens versorgt und damit geduldig wie heiter das Herumgetue der Gensammler ertrugen.

Donnerstag, 31. März 2022

Was als Nächstes heranschwebt

Die Frage ist zuzeiten an mich herangetreten, und in der Patrick Coffin-Show habe ich sie nun gehört, wie sie an E. M. Jones gestellt wird. Seine Atwort hat mich nicht überrascht, und bestätigt, was ich hier erinnerlich vor zehn Jahren etwa schon geschrieben habe: 
Die Perspektive wird sich ins Weltall verlagern.
Alle die Bedrohungen auf dieser Erde - die in der Form, in der sie in den letzten Jahrzehnten die Öffentlichkeit und die Debatte bestimmen, zur Gänze eine Form von Psychose sind, eine Massenpsychose, in der ein unbewältigtes Bedrohungsszenario (ganz anderer Natur) Phantasieen hervortreibt - weisen, wenn man an sie die Tangente anlegt, ins All. Deshalb bin ich der Ansicht, daß wir es SEHR BALD mit einem ANGRIFF AUS DEM WELTALL zu tun haben werden.

Niemand geringerer als Ronald Reagan hat dies (sagt Jones) 1987 sogar in einer Rede vor der UNO ausgesprochen. Was in anbetracht seines von mir eingeschätzten Urteilsvermögens nur als Teil der Illusionsblase gesehen werden kann. ABER der US-Präsident ist jedenfalls Taktgeber des öffentlichen Disputs, wie falsch, dumm oder klug auch immer der ist. Reagan hat nun also davon gesprochen, daß es eines "Angriffs aus dem Weltall braucht, um die Menschheit (wieder) zu einen."

Sonntag, 26. September 2021

Die drei Phasen der Weltgeschichte (3)

Die Dynamik der Welt zeigt sich in unseren nicht bewußten Antrieben. Weshalb eine Suche nach Ereignissen, die den archetypischen Topoi gleicht, sinnvoller ist als jede Alternative. Die Mythen der Welt sind (trotz der Notwendigkeit, sie von Überlagerungen zu reinigen) wahrer als unsere Geschichtswissenschaft. - Drei Phasen haben wir im Wesentlichen vor uns. Die alle unter einer einzigen Grundthematik stehen, die der tiefste Treibsatz der Menschheit und ihrer Geschichte sind. Und diese Geschichte ist das Verhältnis des Menschen zu Gott. Aber nicht nur das: Zwei dieser Phasen, wie ich sie oben in ganz ganz grobem Überflug aufreiße, haben ein Spezifikum. Es sind Menschheitsepochen, die "Satan" gehören. Er ist der Herr der Welt, er ist die Schlange, die die Menschheit (als ecclesia, als Braut Gottes) in die Ferse beißt. Was heißt, daß sie dort zubeißt, wo der Mensch es nicht bemerkt, daß er in seiner Standfestigkeit elementar getroffen wird. 

Die Tatsache, daß einem Menschen die für ihn schwersten, beeinträchtigendsten Sünden am schwersten erkennbar sind, weil sie zugleich sein rationales Erkenntnisvermögen BILDEN, wird hier bald aufgegriffen. Denn das ist mit dem Biß in die Ferse gemeint. Ohne Eingriff von außen - Gnade bzw. der Topos "der rettende Ritter", während die Menschheit (die ecclesia) und die ihr gehörende (=unter ihren Namen gestellte) Welt die jungfräuliche Prinzessin, die Braut des Retters ist - ist das Aufbrechen dieses Gefängnisses deshalb fast unmöglich. 

Ohne Gott ist der Mensch zu dem verdammt, was man nüchtern konstatieren muß: Der NORMALZUSTAND des Menschen - ALLER MENSCHEN und seit dem Sündenfall - IST DIE LÜGE. Noch im mildesten Format ausgedrückt ist es DER MANGEL AN WAHRHEIT. Das tägliche Bett, in das wir uns morgens beim Aufwachen legen, ist die Ruhestatt des verlogenen, eingebildeten Kranken, in der die Welt an uns vorbeidefiliert. Es würde mich nicht wundern, wenn Molière das auch erkannt hatte. Die Luft, die wir alltäglich atmen und zu der wir WELT sagen, ist vergiftet.

Samstag, 25. September 2021

Die drei Phasen der Weltgeschichte (2)

Die Epoche nach der Sintflut als finales Drama von Menschheit und Erde. Die Phase nach der Pause hat im vierten Akt die Peripetie der Schöpfung in der Geburt Gottes. Was wir seither erleben sind nur noch die verzweifelten Rückzugsgefechte des Herren der Welt. - Als nach der Sintflut die Wasser abliefen, und damit noch einmal enorme, aber - zur Erinnerung - der "Zeit" unterliegende Veränderungen in der Erdoberfläche - man denke an den Grand Canyon in den USA - sowie in den Meeren bzw. durch sie hervorriefen, fanden sich unter allmählicher Beruhigung der Erdoberfläche und des Lebenden, das auf ihr wieder Fuß faßte, im Gebiet der östlichen Türkei die letzten Überlebenden an Mensch und Tier. Noah und seine Familie, das heißt die drei Söhne Sem, Cham (der "Heilige"), und Japhet, die alle jeweils einen der drei großen Menschheitsströme begründet haben. Was? Drei? Auch wenn es aufs erste kaum glaublich scheint: Es ist eine statistische einfache Übung die zeigt, daß diese 4.000 Jahre reichen, um bis heute 7 Milliarden zu zählen. Beim berühmten Josefs-Groschen, der heute fünf Sonnen voller Gold wären, glauben Sie es ja auch, werter Leser.

Vom Fuße des Kaukasus aus begannen sie und die Tier- und Pflanzenwelt, diese teils durch menschliche Kultur, teils "wild", sich fortzupflanzen und über die Welt auszubreiten. Für Europa glaubt der VdZ immer mehr, daß sich ein exemplarischer Ablauf anzeigt. Ging Cham vom türkischen Hochland aus nach Westen, ging Sem nach Süden, und Japhet nach Osten. Diesen besonders merkwürdigen Ort, an dem schon Kain seine Stadt-Zivilisation der Hoffart und wurzellosen Unrast, der Schmiede, Waffen, Kriege und Macht begründete. Die in ihrer Kain-itischen Unrast dann sogar Amerika erobert hat. Und ... bis heute beherrscht.

Freitag, 24. September 2021

Die drei Phasen der Weltgeschichte (1)

Eine ganz andere Geschichte - Die Archäologie und Paläoarchäologie hat schwer damit zu kämpfen, daß sie die Schichten noch auseinanderhalten kann, auf die sie stößt, und die aus drei globalen, großen, und mehreren kleineren (dabei ebenfalls globalen) Katastrophen kosmischen Ausmaßes steht. Nachdem sie aber über kein taugliches Geschichtskonstrukt verfügt, also einer völlig falschen Erzählung folgt, mit der die entdeckten Tatsachen nur bei Ausschluß größter Evidenzen in "Übereinstimmung" zu bringen sind, wird sie daraus auch keinen Ausweg finden. Ihr Beitrag zur Selbstfindung des Menschen durch Kenntnis der eigenen Vergangenheit, die ohnehin schwer durch einen progressiv zunehmenden Verlust der Erinnerung getroffen ist, wird also immer dürftiger und nähert sich der Irrelevanz. Sprich: Was immer sie erzählen, es ist leeres Geschwätz.

Nur einige wenige Ausreißer, oft genug in der Ecke der Phantasten, und die fast alle aus dem Lager der Außenstehenden stammen, durchbluten noch das über weite Strecken ausgetrocknete, im wahrsten Sinn inspirationslose Narrativ.

Sonntag, 28. März 2021

Bis zum Staub, aus dem alles ist (2)

 Teil 2) Soziologische Strukturen und ihre Ideen


Nun freilich, auch den VdZ stört Unordnung, die immer gleichbedeutend ist mit Dingen, die nicht geliebt, die in keiner Ordnung gehalten werden. Was können dabei doch noch sinnvolle Zielsetzungen sein? Vielleicht Müllzerkleinerer, vielleicht durch Mikrobeninjektionen aufbereitete Müllhalden, die durch einen möglichst reichhaltigen Müllmix in möglichst kurzer Zeit einen möglichst weiten biologischen Raum bieten. Eine verschimmelte Gurke neben einem Plastikfrettchen könnte etwa das beste Mittel sein, um die Zeit abzukürzen, in der das Plastik zerfällt, und sich in die ersten Materiestufen zurück gliedert - Staub. Erde. Dreck also.

Aber für sich gesehen sind Aktionen wie "Plastikverbot", mit dem wir es freilich längst zu tun haben, vollkommen sinnlos, ja sogar gefährlich. Unser Leben verläuft immer innerhalb einer Kultur. Und hat sich darin eine ungeheuer komplexe Gemengelage geschaffen, in der jedes Teil seinen Platz hat, und so gut wie alles mit so gut wie allem zusammenhängt. 

Man kann nicht einfach einen Baustein herausziehen und meinen, was auch immer mit ihm zusammenhängt sei nun gelöst. Dieses Ganze ist eben nicht einfach als "Summe" von Teilen zu sehen, ja nicht einmal nur als unentwirrbar komplexes Durch- WEIL Miteinander von Dingen, die in Beziehungen stehen, und deshalb immer innerhalb von Prozessen stehen. Sondern die Dinge brauchen einander! Deshalb verlangt Umgang mit der Umwelt in erster Linie größte Bedachtsamkeit und Ehrfurcht der Überlieferung gegenüber. Und das ist vor allem den Weltrettern an die Stirne zu nageln. 

Plastik ist unverzichtbar, und es ist als Problem gesehen ganz sicher nicht kurzfristig lösbar. Je mehr Arbeitsschritte aber angewandt werden, um das Plastik zu behandeln, desto mehr muß uns klar sein, daß jeder solcher Arbeitsschritte Energie KOSTET, und deshalb die Gesamtrechnung mit dem Müll nie aufgeht. 

So, wie sich keine Gesamtrechnung (als Mosaik, dessen Gesamtbild in Gottes Hand liegt, zu dem alles Ding einen Platz in einem Gesamtgefüge beiträgt) dieser vielzitierten "Zivilgesellschaft" (was für ein Unsinn! wie verbreitet aber als Schlagwort) ausgeht. Die da mit dem einzelnen Steinchen meint, das Gesamtbild in die Hand nehmen zu können. Und damit unausbleiblich Erwartungen schafft, die niemand erfüllen kann, und damit ein ungeheures Potential der Frustrationspotentiale schafft, die zur Aggressionsbereitschaft wird.

"Die Welt ist nicht so, wie sie ist, weil so viele Schlechtes tun. Sondern weil nur wenige Gutes tun," heißt es in dem Film. Mit diesem unerträglichen Aktivistenmotto endet er sogar, als Botschaft, die hängen bleiben soll. Unerträglich, weil überhaupt wahr erst, wenn man definiert, was "gut" ist. Das "Gute" der Öko-Aktivisten ist es jedenfalls nicht. Das hier Gemeinte ist es jedenfalls nicht, weil das Gesamtbild nicht als geschenikhafte Einsenkung gesehen wird, sondern als Produkt des eigenen Tuns, das auf wundersame Weise ein unserem Willen entsprechendes Gesamtbild "schafft", 

In "Risk and Culture" zeigt Mary Douglas, daß es eine "ökologische Bedrohung an sich" nicht gibt. Vielmehr gibt es eine bestimmte Auswahl von Gefahren, deren Auswahl selbst eine profunde Aussage über die psychosozialen Strukturen einer Kultur sind. Die mit ihren unterbewußten Ängsten, die sublimiert werden, mit ihren Bewältigungsstrategien von Schuld und Sinnleere (sic!) zu tun haben. Aber nicht mit einer "absoluten Umweltgefahr." 

Das ist schon daran erkennbar, daß sie nie rational sind! Sie sind nicht einmal "empirisch", wie natürlich bei allen diesen Dingen behauptet wird, die als Sublimierungen dienen. Und sie sind auch keiner "freien" Wahl entsprungen. Urteile darüber, was gefährlich ist und was gut ist sind immer sozial, damit ökonomisch, psychologisch und religiös bedingt, und sie sind auch immer eines: Sie sind grenzwertig im Sinne von grenzüberschreitend. Von Menschen, die sich an den Rändern der Kultur sehen, dieser eigentlich gar nicht mehr zugehörig, obwohl sie von ihr abhängig sind. 

Diese Widerspruchshaltung ist also nie wirklich auf Ablösung ausgerichtet, sondern auf ein Selbst-Gefühl, um sich in der Abgrenzung durch den Widerspruch gewissermaßen "selbst wahrzunehmen." (Man sieht somit die Nähe zum Narzißmus.) Das wird auch darin deutlich, daß - eben! - Gesamtkonzepte, konstruktive Gegenentwürfe immer fehlen, über einen nur angerissenen Charakter einer Alternative nie hinausgehen, die anzustreben es vor allem natürlich an Risikobereitschaft fehlt. Schöpferisches aber braucht diese "Gewalt", in der sich der schöpferische Mensch ins Nichts fallen läßt. 

Deshalb ist der Charakter der Öko-Bewegungen an sich auf die Gruppenexistenz ausgerichtet, sind alle Gegenbehauptungen bloße Attitüde. Sämtliche ihrer Werte sind deshalb so abstrakt, daß jeder sie befürwortet, niemand sie verneinen würde.

Das Gutmenschentum, das soll damit gesagt werden, ist keine Einzelerscheinung. Es ist an sich eine (Douglas sagt sogar: sektenhafte) Gruppenerscheinung mit identitätsorientierter Funktion: Sie soll im bestehenden (kritisierten, "hinterfragten") Gesellschaftsganzen einen anderen Weg zum Elitären ermöglichen, ohne die Wehen des Schöpferischen (das eigentlich das Elitäre begründet, das ja in einem Schöpfergott gipfelt) durchmachen zu müssen. 

Jene Bewegungen aber, die sich gegen "Umweltverschmutzung" wenden, die also (gewissermaßen) Schmutz kritisieren, sind eine Analogie zum "Reinsein wie Gott." Der Umweltsaubermann sublimiert den psychologischen Anspruch auf Göttlichkeit. Darin liegt aber auch die Wahrheit der oben zitierten Aussagen über die Zusammenhänge von Hygiene und Wohlstand (als Weltbesitz).

Gut ist etwas nur, wenn es auch wahr und damit schön ist. Gutes außerhalb des logos (Sinn, Ausrichtung auf) gibt es also nicht. Und das heißt: Gutes zu tun ist eine Frage des Gehorsams dem Sinn gegenüber, in den alles eingebettet ist. Noch enmal: Weil es dieses Ding ohne solchen übergeordneten, das Einzelne umfassenden Sinn nicht geben würde. 

Wie also kann es Gutes geben, das keinen Sinn hat? Dieses Gute ist kein Bild, das abzubilden ist, wie es die Generation der post-68er Intellektuellen glaubt. Die bereits in solidem Wohlstand aufgewachsen, intellektuell gut ausgebildet, den Elterngenerationen "überlegen" wurden. 

Für sie hat sich das Gute von den Dingen gelöst. Für sie wurden die Dinge zur Idee, wurden die Ideen das, was die Welt jederzeit, beliebig und radikal "ändert". Ihre Ideen sind "reiner" als die Dinge, und damit sind die Öko-Eliten, die gegen Umweltverschmutzung antreten und damit den Eltern die Dinge aus der Hand nehmen, auch die Göttlicheren.

Aber das Gute ist ein Wille, den Sinn einer Sache zu stärken, wie er in deren Wesen angelegt ist, und somit im ehrfürchtigen Hegen des Dinglichen den Sinn zu bejahen. Und darin beginnt das Gute direkt an der Haut, denn hier beginnt es in der Liebe, die es ebenfalls nur konkret am Ding gibt, und die allen Dingen somit zugrunde liegt. 

In der Liebe zum Ort, an dem wir stehen, und an all dessen Beziehungen, die er hat, weil und so lange er ist. Denn alles Seiende ist ein Schnittpunkt des Lichts, der die empfangene Liebe schöpferisch zu einem Sein umsetzt und (erst) darin, als abgewandeltes, durch eines Individualität verändertes Licht weitergibt.

Von den Dingen weg, von der Ordnung der Dinge weg, in der sie stehen, bedeutet somit ein Losreißen vom Sinn. Und macht die Reinheitshandlung zu einer nur noch symbolischen Handlung eines Gutheitsbildes, die nicht mehr nach Sinn fragen darf. Umso mehr findet sich somit in den Öko-Umweltschutzbewegungen und -ideen in sich stehende, gut zu sein vorgebende Einzelhandlungen, die aber im großen Ganzen keinen Sinn mehr ergeben. Die nur noch Ablaufoptimierungen, bloßer Technizismus sind, der seine Gutheit aus einem ablaufimmanenten Logizismus ableitet. 

Dessen Formeln den Ordnungsträgern der Elterngeneration unbekannt sind, weil deren Vorgangsweise und Lebensprinzip das des Sinns war. Auch das "Plastikverbot" (das ohnehin kaum ein Prozent des verwendeten Plastik betrifft, aber kaum jemanden unbehelligt läßt) richtet im Ganzen gesehen mehr ökologischen Schaden an, als es solche beheben könnte.

An diesem Thema zeigt sich somit exemplarisch, was der gesamten Öko-Bewegung zugrunde liegt. Die im Einzelnen von vielerlei "Logik" begleitet wird, die wie ein Begleitwalzer über alles drübergelegt wird, die aber sinnlos ist. Sodaß sie auch nur Unsinn produziert. Weil alles vom Sinn ausgeht, wird auch diese Öko-Zielsetzung (wie jede andere) nur Schaden und sinnlose Geldvernichtung bringen. Als Last, die die Menschen zu tragen haben werden. Denn die Last des Lebens selbst bemißt sich nach dem Räderwerk des Sinns.


*220321*

Samstag, 27. März 2021

Bis zum Staub, aus dem alles ist (1)

Es gibt im Handeln zwei Ebenen, die voneinander - seltsamerweise? ja, seltsamerweise, für ein gewisses Denken auf jeden Fall - völlig unabhängig sind. Das eine ist, daß jeders Handeln einem Bild folgt, einem Gestaltbild. Und insofern den ganzen Leib des Menschen einschließt, samt dem, was das Geistige am meisten vorbereitet und prägt, dem sensitiv-seelischen. 

Dann aber gibt es die Ebene des Sinns, des Wahren, des Richtigen. Auf dieser Ebene erschließt sich der Sinn des Menschen als Ganzes, denn hier entscheidet sich, ob ein Handeln sinnvoll ist oder nicht. Ein Beispiel: Es kann wunderbar befriedigend sein, Geschirr zu waschen, und man kann dabei herrlich soziale Verknüpfungen abarbeiten.

Was man aber nicht sieht ist, daß das herrlich glänzende Porzellan vom Nächsten, von dem ich aber nichts wußte, in den Müll geworfen wird. Weil niemand das Geschirr noch braucht, und nicht nur beim nächsten Essen nächstes frisches Geschirr zur Verwendung kommen wird, sondern mit dem Wegwerfen ein Überangebot an Tellern abgebaut werden soll. 

Es war also sinnlos, sich so viel Mühe zu geben, das warme Wasser zu organisieren, die Seife, die Handtücher zum Polieren. Und es war im Ganzen sinnlos, zuvor mit anderen zu streiten, wer denn nun diese lästige Aufgabe erfüllt.

Diese umständliche Einleitung (die natürlich etwas vereinfacht, oft ist es etwas komplizierter) kam dem VdZ in den Sinn, als er die Dokumentation auf Servus TV "Plastik" sah. Wo von Beginn an großes Augenmerk auf die individuelle Aufgabe gelenkt wird, die da schlicht lautet: Plastik ist zu vermeiden! Und jeder habe dazu seinen Beitrag zu leisten. Höhepunkt war ein Satz, der wie ein Motto gleich zu Beginn vom Sprecher vorgesetzt wurde, und zu dem wohl ein großer Teil der Zuseher zustimmend nicken würde, ja der sogar "tiefgründig" wirkt. Und der da heißt: Die Natur produziert keinen Müll. Aber dieser Satz ist ... nicht richtig.

Denn sehr wohl produziert "die Natur" Mülle, Abfall. Und sie verfährt damit genau so wie mit allem, was der Mensch, der alles, was er hat, verwendet, ge- und verbraucht, womit er produziert und arbeitet und Geschirr abwäscht, der einzigen Ressource, die er hat. Und das ist - die Natur. Dieselbe Natur, die angeblich "keinen Müll" produziert, macht beim Menschen eine Ausnahme. Der zwar dieselben Bestandteile verwendet, wie "die Natur", der daraus aber seltsamerweise "Müll" herstellt. Wie kann das sein?

Eben. Es kann gar nicht sein. Denn auch das, was der Mensch durch verschiedenste chemisch-technische Prozesse in bestimmte Möglichkeiten verwandelt, die den natürlichen Stoffen innewohnen, und die der Mensch ob gewisser Eigenschaften herausfindet und kompiliert oder destilliert und extrahiert und was auch immer.

Das Treiben, Plastik zu vermeiden, ist aber sinnlos. Es ist sinnlos, wenn nicht gleichzeitig auf bestimmte Funktionen verzichtet wird, die Plastik derzeit erfüllt. Und weswegen es nicht nur erfunden, sondern so vielfach und von Jahr zu Jahr mehr (!) eingesetzt wird. So gut wie KEINE Maschine, die wir verwenden, kommt ohne Plastik aus, und unser technisch hochgezüchtetes Leben ist ohne Plastik völlig undenkbar, ja ruht auf den Schultern von Plastik.

Aktivismus in jeder Form sollte also sozial geächtet werden, weil es eine Zerstörung unserer Kultur verlangt. Anders ist ein Verzicht auf Plastik nicht durchführbar. Er würde ein völliges Verändern der Art verlangen, wie wir leben. DARÜBER kann man dann diskutieren, meinetwegen. 

Aber dieser Aktivismus, mit dem wir immer mehr zu tun haben, und der wie ein Massenrechen durch die Reihen der Menschen fährt, um aufzugabeln, was immer ihm in die Zinken gerät, ist eine reine Alibihandlung, und insofern sogar eine glatte Lüge. Er ist ausnahmslos eine symbolische Handlung, die nach bestimmtem Bilde geformte körperliche Gestalt imitieren soll, von der wir aus der Vergangenheit erfahren haben, daß sie als "gut" klassifiziert wurde. Und vor allem eines: Im Rahmen unserer sozialen Konstrukte hoch geschätzt und mit weit ausholender Geste belobigt wird. Sodaß er sich als soziale Norm aufspielt, die da behauptet, eine Moral zu installieren, die der Rettung der Welt dient.

Es kann nur einen Weg geben, um "Müll" zu reduzieren, und der hat mit Zeit zu tun. Im Film finden sich einige Beispiele, auch wenn dieses Machwerk (das das Genre Dokumentation als Propaganda und Einklatscher für eine bestimmte Stimmung mißbraucht) darauf viel zu wenig und viel zu wenig grundsätzlich eingeht. Denn die Aussage, daß Plastik zwischen zwanzig und mehreren hundert Jahren braucht, um abgebaut zu werden, überbringt eine erstaunliche Botschaft! Nämlich die, daß jedes Plastik mit der Zeit verschwindet weil durch natürliche Prozesse mannigfacher Art in immer feinere Bestandteile zerlegt wird. Ja sogar manchen Lebewesen (wie manchen Wasserpflanzen samt deren Parasiten, womit die Nahrungskette ja erst am Anfang steht, die letztlich beim Menschen endet) wichtige Bestandteile liefert.

Man kann Vorgänge finden, die diese Zeit reduzieren, die das Naturmaterial Plastik braucht, um entweder durch andere Lebewesen zerlegt und verdaut, durch verändernde Prozesse wie Temperaturunterschiede, mechanisches Einwirken (alleine die Wellen im Meer wirken wie Mahlsteine; die angebliche "Plastikinsel" im Pazifik hat es nicht nur nie gegeben, es gibt sie nach wie vor nicht; bis das Plastik dort anlangen würde, ist es bereits zerlegt) oder gemäß dem Zweiten thermodynamischen Grundgesetz durch Entropie und manchmal mehrere Stufen weit in so grundlegende Grundbestandteile zerfällt, die möglich und erwünscht sind. Bis zum Staub. So gut wie immer gibt es dazu reichste Unterstützung durch Lebewesen, ob groß oder winzig klein, die von den Plastikteilen sogar leben, die sie konsumieren, verdauen, und auf niedrigere Materieebenen zerlegt wieder ausscheiden. Bis zum Staub eben. Man schätzt, daß nur zwei bis drei Prozent des Plastiks, das in den Ozeanen landet, ein oder zwei Jahre "überlebt". Es kann auch gar nicht anders sein, denn sonst wären die Ozeane tatsächlich voll mit Plastik. Aber das sind sie nicht! All das Gerede vom Mikroplastik, das "überall" zu finden ist, ist in der verwendeten Art eine Lüge.

Aber dafür wird etwas Wichtiges verschwiegen. Daß praktisch alle Zwischenschritte, die gesetzt werden, um Plastikmüll zu vermeiden, nicht nur (energie-)aufwendig und im Ganzen völlig sinnlos sind. Weil sie dem großen Ziel (einer liebenden, schützenden Behandlung der Natur) widerläufig und kontraproduktiv sind. Oder gar noch mehr Müll verursachen (weil keinen Ort haben, also im großen, universalen Nichtort des Zerfalls zu Staub enden) wie es Plastik tut. 

Man denke an den Ersatz von Plastiksäckchen im Verkauf durch Naturfasern. Eine hier seinerzeit vorgestellte Studie aus Kalifornien ist dieser Frage nachgegangen, und zu einem erschütternden Ergebnis gekommen. Insofern ist das Thema ein besonders illustratives Beispiel dafür, wie unsinnig ökologisches "Denken" sein kann, ja, in seiner Grundverfaßtheit auch ist. Weil es dem Handeln immanent seiende Qualitäten (im Wesentlichen immer: Liebe), die es ohne dieses Handeln also gar nicht gibt, zu angeblich für sich stehenden Dingen macht.

Alleine der Transportaufwand für Textilsäckchen anstelle der früheren Plastiktüten verfünffacht sich im Verlauf sämtlicher Anwendungsstufen. Dazu kommt der Aufwand für das Handling, die Lagerprobleme, nicht nur durch die größere Menge, sondern durch Verrotten, den Mangel an Hygiene, die Umweltbelastung" durch das Waschen, der vielfache Energieverbrauch für die Herstellung. Und wenn gar noch Recycling dazukommt, läuft die Rechnung völlig aus dem Ruder. Mit dem sensiblen Bereich, der mit Naturstoffen nicht zu lösen ist: Die Hygienestandards alleine in den Bereichen Medizin und Lebensmittel sind ohne Plastik überhaupt nicht mehr einzuhalten. 

Wir sollten nicht vergessen, daß der Wohlstand in unseren Ländern, der letztlich sogar ein Wohlleben durch verlängerte Lebenszeit ist, ist ausschließlich einem völlig anderen Hygienekonzept zu verdanken, als es weite Teile der Welt bis heute pflegen. Mary Douglas bringt es einmal sogar auf die Spitze, in dem sie schreibt, daß (wenn man es komplett durchdenkt) größerer Wohlstand immer auf höheren Hygienestandards beruht. Denn Hygiene bedeutet nicht nur Unvermischtheit, sondern ist eine Frage der Ordnung. Und das Vermögen zu Wohlstand ist zuerst ein Vermögen des Ordnens weil der Herrschaft über die Lebensbedingungen. Man schätzt, daß mindestens ein Drittel des Plastiks, das in die Ozeane gelangt, alleine aus medizinisch-hygienischem Material stammt!

Morgen Teil 2) Soziologische Strukturen und ihre Ideen


*220321*

Samstag, 27. Februar 2021

Warum die Gegenwart immer unerkennbarer wird (1)

Nimmt man der Erde ihre Geschichte des Dialogs mit ihrem Schöpfer, mit Gott, entsteht ein komplett falsches Bild über Ursachen und Wirkungen. Dann offenbart sich unserer Beobachtung nur noch ein Aspekt des Seienden - der der Stabilität bzw. des Ringens um das Dasein, also der existentielle Kampf. 

Nicht nur werden (und wurden vor allem) damit neue mehr oder weniger phantasievolle Theorien provoziert, wie die gegenwärtigen Zustände sich aus beobachteten Vorgängen und damit vor allem deren beanspruchte Zeiten erklären ließe. Theorien, denen es nicht nur zur Gänze an wirklichen Begründungen weil Ursachen ("ex nihilo") fehlt, sodaß sie die Ursprünge weglassen, irgendwo ansetzen und aus diesem höchst begrenzten Ausschnitt von Zusammenhängen angeblich irgendwo hinführen, sondern Theorien, die damit zu bloßen Mythen und Märchen werden. Die aber im Gegensatz zu wirklichen Mythen und Märchen künstlich geschaffen sind, denn alle übrigen Erzählungen und Erzähltraditionen der Menschheit haben (sofern sie nicht der Bibel entstammen) einen mehr oder weniger handfesten Ursprung in realer Menschheitsgeschichte.

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Lediglich die Bibel hat aber jenen geschichtlichen Wahrheitsgehalt, der die Wirklichkeit hinter geschichtlichen Ereignissen tatsächlich kennt. Deshalb ist auch das faktische Geschehen begreifbar, und in Ursache und Wirkung erfaßbar. Sie kann das also, weil sie als einzige unverfälschte Offenbarung der Menschheit durch Tradition die Wirklichkeit hinter der Erdgeschichte kennt. Die eine Geschichte des Dialogs des Schöpfers mit den Menschen ist. Mit den Menschen! Nicht einmal also mit "der Natur".  Die geschichtliche Realität der Bibel kommt aus der Verankerung im Ewigen, dem Immer-gleich-Bleibenden also. Aus dem heraus sich das Konkrete je neu und doch immer unverändert konstituiert. 

Solcherart aber hat sich ein menschlicher Wille, der seit 700 Jahren mehr und mehr und in immer rascherem Tempo meinte, aus dem begrenzten Erkennen rein irdischer Zusammenhänge auch das Insgesamt der Erdgeschichte erzählen und die Tradition "berichtigen" zu können. Diese Veränderung hat die Wissenschaft nicht nur einfach erfaßt, sondern zu einer Disziplin außerhalb der Wahrheitssuche der Menschheit gestellt. Und damit ist sie sich selbst auf den Leim gegangen. Sie hat sich selbst und die gesamte Menschheit verwirrt, und somit unfähig gemacht, das Evidente, also das unseren Sinnen Dargebotene, wahrheitsgemäß zu interpretieren.

Somit sind wir mit einem Denken konfrontiert, das nur noch eine mehr oder weniger phantasievolle sophistisch-rhetorische Konstruktion ist. Die vor allem darum bemüht ist, jede Verbindung zu jener Quelle, die denn die Wahrheit selbst ist, abzuschneiden. Und die auf die Frage, warum es denn überhaupt noch Sprache gebe, nur noch deren Werkzeuglichkeit - als Waffe im Kampf ums Überleben - nennen kann. Was wiederum jede Zwischenmenschlichkeit mit dem Gift des Mißtrauens verdorben hat, in dem alles menschliche Tun dem Kampf um Macht über die Welt, vor allem aber damit über den anderen als Begegnendem unter anderem Begegnendem diene.

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(Eine Erklärung dafür konstruieren, wie es geschehen könne, daß alle menschliche Wahrheit lediglich eine Erfindung sei, die mit der wirklichen Wirklichkeit nichts zu tun hätte, sondern lediglich der Daseinsbewältigung diene, hat sich der sogenannte Konstruktivismus zur Aufgabe gemacht. Dem der vorausgehende Relativismus das Bett gegraben hat, in das er sich so ausgiebig ergießen konnte.)

Damit wird das Zwischenmenschliche (das "Soziale") tatsächlich zersetzt, weil ihm nun genau das fehlt, was sein eigentlicher Sinn ist: In der Selbstüberschreitung das Ich aus dem Du empfangen zu können. Und tatsächlich ist es dem Menschen kaum noch möglich, Vertrauen zum anderen aufzubauen. Die Papierflut zeigt es, mit der das Zwischenmenschliche verbindlich gemacht werden soll, qua Unterschrift, qua Fingerprint, qua Iriserkennung, qua genetischem Code, und so weiter und so weiter. 

Immer "ursprünglicher" weil "fälschungssicherer" sollen deshalb die Identifikationsmittel werden, um das - im selben und gleichschreitenden Maß, wie Sicherheit zu konstruieren versucht wird - entschwindende Vertrauen in den anderen noch irgendwie zu sichern. Weil anders überhaupt kein Soziales mehr möglich ist, das aus sich trägt und hält, ohne daß allem die vorgesetzte Pistole vorangeht.

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Aber zurück zu oben, bleibt einer Welterklärung, die nur noch aus dem Gegenwärtigen schöpfen will, auch nur noch, alles in menschlichem Verhalten zu begründen. So entsteht ein Geschichtsbild, das Schuld konstruiert, wo gar keine war und ist. Was damit auch unser Verhalten unter Fragezeichen stellt, wo gar keines angebracht wäre.

Im selben Maß jedoch wächst auch der Wahn, durch eigenes Verhalten verbessern zu können, was "nicht mehr paßt." Und das vor allem sind die Geschichten, mit denen sich Marijn Poels im letzten Teil seiner Trilogie, in "Return to Eden" befaßt. Weil aus einem verfehlten, aber heute allgemeinen Geschichtsbild eine wahrheitsgetreue, hinlängliche Erklärung für die Zustände, mit denen wir es zu tun haben, die uns also begegnen, fehlt. Sie sind im Großen nämlich "ganz sicher" nicht mehr eine Geschichte mit Gott.

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QR " Return to Eden"

Wo sie es aber sind, das ahnt Poels doch noch. Indem er auf alle großen Konzepte verzichtet. Und sich nur noch damit befaßt, was tatsächlich in die Verantwortung der Menschen fällt. So zergliedert sich dann das Große in unzählige Kleine, in Einzelne, in einzelne Schicksale und Ideen. Die überall dort fruchtbar zu sein scheinen - allen Widerständen, allen klimatischen Einschränkungen und Widerlichkeiten zum Trotz! - wo der Einzelne sich noch einer Natur gegenüber weiß, die ihm geliehen ist, die er weiterzugeben hat, und die er dazu studieren und in ihrem Wesen fördern muß. Das erfordert deshalb den Einzelnen, weil sich zwar statistisch schöne Abbildungen aus Ähnlichem ableiten lassen, doch jeder dieser Einzelfälle genau das ist: Ein nur hier und nur dort und vor allem nur mit jenem zusammenhängendes Einzelereignis. 


Nächsten Samstag folgt Teil 2) Aber wo beginnen? Am besten vielleicht ... beim Anfang!


*260221*

Montag, 16. November 2020

Aber entkräftet ist ein anderes Fehlurteil (3)

Nachtrag - Interessante Aspekte zum angeblichen Klimafaktor "Überbevölkerung"


Was den VdZ in den gestern präsentierten Videos, in denen Klima- und Green Energy-Bewegte etwas überrascht hat war folgender Aspekt: In einer der Stellungnahmen werden durch Übereinanderlegen zweier Weltkarten zwei interessante Tatsachen verknüpft: Einmal werden die Länder mit der höchsten Geburtenrate gezeigt, und dann die Karte mit dem Bruttoinlandsprodukt und damit Kohlendioxyd-Ausstoß drübergelegt. 
Und was sieht man? Die Länder mit den höchsten Geburtenraten haben ... das niedrigste Bruttoinlandsprodukt (BIP) und damit den niedrigsten Kohlendioxydausstoß PRO KOPF auf dieser Welt. 
Was könnte man daraus schließen, und was versucht der Moderator auch zu sagen, ohne daß er sich's mit jemandem vertut. Weshalb er alles gleich wieder verwischt. Denn gleich darauf folgen die üblichen Bösbös-Nachrichten, daß es eine Überbevölkerung auf dieser Welt gebe, und daß die Hauptverursacher des bösbösen Klimawandels sind.

Also, was könnte man daraus schließen? Richtig. Daß es eindeutig die Länder mit der NIEDRIGSTEN Geburtenrate dieser Welt sind, die den HÖCHSTEN Kohlendioxydausstoß produzieren. 

Dazu gehört bitte schön auch China. Denn dort ist die Ein-Kind-Politik seit dreißig Jahren und mehr etabliert. Und erst in den letzten Jahren, wo man den Atem der nächsten, und diesmal wirklich dramatischen weil demographischen Katastrophe bereits im Nacken spürt. (China hat zudem einen Männerüberschuß von rund hundert Millionen, weil Ein-Kind-Politik auch hieß: Gezielte Abtreibung von Mädchen.) 

Und auch in Indien sowie in Bangladesch ist die Fertilität der Frauen "dank" der massiven Indoktrinierung (samt mehr oder weniger per Zwang verhängten Programmen von WHO und NGOs, samt der Verknüpfung solcher Programme mit oft notwendigst gebrauchten Weltbank-Krediten) auf kaum noch zu glaubende (und furchtbare) 1,7 und niedriger zusammengefallen.

Es gibt aber noch ganz klare Argumente, die jeder Leser aus eigener Erfahrung (sofern er sie hat) mit Sicherheit bestätigen kann. Und die wir mit einer Langzeit- und Massenuntersuchung aus den USA unterfüttern, die wir vor einigen Jahren bereits einmal vorgestellt haben. Die folgendes Ergebnis erbrachte: Mehr Kinder bedeuten in den Familien NICHT unbedingt mehr Geldbedarf. Sie bedeuten oft nicht einmal mehr Raumbedarf, zumindest in den hochzivilisierten Ländern. 

Sie bedeuten in jedem Fall eine (mit jedem Kind mehr) intensivere, konzentriertere, also effizientere Nützung der Ressourcen! An Geld, an Energie, an Raum, an Zeit, an Lebensmitteln, und so weiter, und so fort. Vor allem die - enorm energieintensive! - öffentliche oder privat geleistete Infrastruktur (das beginnt wie erwähnt bei Raum, geht aber über jede Form von Leitungen. Verkehrswegen, meinetwegen: Aufzüge und Lifte, Parkplätze und Straßen und öffentliche Verkehrsmittel und und und ... der Leser möge sich's doch einfach einmal vorstellen, wenn er es nicht sowieso aus seiner eigenen Geschichte kennt. 

Eltern mit Kindern verbrauchen keine Energie durch Discobesuche oder sonstige Vergnügungen, durch exzessive Freizeitaktivitäten (viele davon wiederum mit enormem Energiebedarf) oder sonstigen Energieverschwendungsquatsch, der Tätigkeiten entspringt, die einer im großen Ganzen völlig fehlenden Lebensauslastung entspringen und meist nichts sonst als Sinnersatz durch Konsum sind. 
Wobei das Erfassen dessen, was selbstverständlich ist, was am Natürlichsten ist, meist kaum möglich ist. Es wird meist, ja fast immer erst abschätzbar, wenn man es mit den Resultaten vergleicht, die Gruppen oder Größen aufweisen, die diese Bedingungen NICHT haben. Und da muß man nur auf die Lebenszufriedenheit von Menschen ohne oder mit wenigen Kindern hinweisen. 

Die im übrigen meist keine Zufriedenheit, sondern riesige Gefühle von Unerfülltheit haben Die von MEHR träumen, die in den Kindern eigene Vorstellungen durchdrücken wollen. Die ständig darüber nachdenken, was sie NOCH erreichen möchten, und was sie dazu noch BRAUCHEN. Die Leere empfinden, das aber oft nicht zugeben, weil sie damit rechnen oder darauf hoffen, daß sie das IN ZUKUNFT füllen können werden.
Die Lücken von kinderlosen Menschen, von Menschen mit zu wenigen Kindern 
und davon, von Leuten mit ZU WENIGEN KINDERN, gibt es jede Menge, der VdZ behauptet: Fast jeder heute ist davon betroffen, damit hängt ohne jeden Zweifel diese Haltung zusammen, die heute so bestimmend ist: Dieses Verlegen des Guten IN DIE ZUKUNFT, und sei es, die Welt ZU RETTEN, in der Zukunft, für die Zukunft ... ein Ersatz für die Selbsttranszendierung, die Selbstüberschreitung, denn das Jetzt gibt es nur in der Spannung auf das Noch-Nicht.
in ihrer eigenen Ehe, in ihrer eigenen Herkunftsfamilie, in ihrer gesamten Umgebung, die die beste Mäßigkeitsschulung sind, die es gibt - weil sie so selbstverständlich, so normal, so unaufgeregt, und mit so viel Liebe erfolgen, daß man sie nicht einmal merkt, diese Lücken also sind mit völliger Sicherheit nur durch Aktivitäten und Anschaffungen (sie Investitionen zu nennen ist verfehlt; nicht alles, was erbaut oder errichtet wird, ist eine Investition, vieles davon sind reine Kosten, ist reine Konsumation) zu füllen, die enorm energieintensiv sind. 

Gesamtgesellschaftlich, "global" fällt alles das weg, wenn Kinder kommen. Nicht nur eines, sondern mehr. Die erwähnte Studie, die über zwanzig Jahre das Verhalten bei zehntausenden Familien erfaßte, hat nicht nur das, sondern sogar ergeben, daß die Eltern dieser Kinder die Umschichtung ihrer Lebensgewohnheiten, wie sie Kinder bedeuten und die, wie gesagt, den Gesamtenergiebedarf nicht oder kaum erhöhen (und auf jeden Fall den pro Kopf deutlich senken) auch gar nicht als Verzicht empfunden oder gesehen werden. Es "ist einfach so," und man fragt auch gar nicht nach, diese Dinge passieren einfach. 

Genauso wie das, was ebenfalls Erhebungen des Befindens der Menschen ergeben: Das subjektive Lebensglück steigt. Und es steigt mit der Zahl der Kinder.

In diesem Zusammenhang soll deshalb nicht unerwähnt bleiben, daß Kinder eindeutig einen stabilisierenden Effekt auf die Ehen selbst haben. Was wiederum einen der größten Energieverschwender, die Single-Haushalte (die sich zu sehr hohen Prozentzahlen aus Geschiedenen rekrutieren) mit ihrem enormen Energieverbrauch (absolut und schon gar pro Kopf), reduziert bzw. nicht steigen läßt.
Sollte man also nicht endlich die Sache so verkünden, wie sie auch wirklich ist? Daß nämlich die Zahl der Menschen (schon gar in den Familien, also "am Entstehungsort") sich auf den Energieverbrauch und damit auf die (angebliche!) Klimaverschlimmerung überhaupt nicht zusammenhängen? Daß es sich sogar völlig anders, nämlich gegenteilig verhält.
Sollte man also nicht gerade, wenn man sich ums Klima sorgt (und Gott möge behüten, daß der Leser von diesen Dämonen geplagt wird) umso eifriger vertreten, daß die Menschen doch endlich die Lebensgewohnheiten wieder auf das einstellen, was ihnen ohnehin in der Natur liegt: Auf Ehe, auf die Vermeidung von Schizophrenie und Psychosen durch die Vermeidung des Trennens von sexueller Begegnung und Empfängnis, als Rückkehr zum gesunden und natürlichen weil dem Menschen wesentlichen Bekenntnis zum Leben, das die Liebe zum Ehepartner bedeutet. Die sich dann in der Sexualität ausdrückt, die in sich eine Bejahung auch aller Folgen daraus ist, die also in ihrem Wesen auf Nachwuchs ausgerichtet ist. 

Sollte man also nicht endlich wieder den Weg der Gesundung des Menschen einschlagen, MIT DEM auch jede Gesundung des Planeten (wenn denn schon) untrennbar einhergeht? Weil der Planet nicht "gesünder" sein kann als der Mensch, auf den hin die gesamte Schöpfung ausgerichtet ist.
 

Sonntag, 31. Mai 2020

Eine dicke fette Lüge nach der anderen (2)

Nachtrag vom 30. Mai 2020: Interessanterweise ist die englische Version auf Youtube nicht mehr abrufbar. Dafür gibt es nun eine deutsch synchronisierte Version (unten)! 

Wenn der Leser dieser Zeilen also an einem Film interessiert ist, dann sollte er sich beeilen. Wer weiß, wie lange es diese Quelle noch gibt. Wo ein Linker die von manchem sehr aufwendig verschleierte Geldgier getriebene Ökologie-Energie-Lügen der Linken so auseinandernimmt - mit dem Phantasma der "Grünen Energie, vulgo Erneuerbaren" allem voran - daß diese mit den Zähnen knirschen, aufschreien und alle Hebel in Bewegung setzen, diesen Michael Moore, der eine ihrer Ikonen war (und sich selber noch so versteht!), nun zu verleumden und als unzuverlässig zu entkräften. 

Dabei ist Moore links und wird immer links bleiben. Daß wir hier auf seinen Film hinweisen heißt also keineswegs, daß wir seine Positionen generell gutheißen. Im Film kommt auch Haarsträubendes zum Vorschein, wie die Haltung zur Weltbevölkerung. Aber Moore treibt eine Sorge, die wir ihm im Rahmen der linken Vorstellungen der Ökologie abnehmen. 

Denn er hat bei seinen Recherchen entdeckt, daß gerade die ökologischen Schäden der sogenannten "nachhaltigen Energieformen" so groß sind, daß sie jeden Nutzen weit übersteigen und als glattes Lügen in den eigenen Sack bezeichnet werden müssen. (Wir erlauben uns hier noch einmal auf die umfassende Studie des Grazers Diplom-Ingenieurs Jürgen Weigl hinzuweisen, die jede Aufmerksamkeit verdient!) Noch dazu aber, und das treibt die Linken ja so auf die Palme, zeigt Moore, daß die Erneuerbaren Energien immer den ... Kapitalisten (und Faschisten ...) dient. 

Auf EIKE ist jene Quintessenz des Films von Michael Moore "Planet der Menschen" (2019/20; Dauer 1  3/4 Stunden), auf die es uns ankommt, so dargestellt: 
Erneuerbare Energien sind teuer, wirken sich auf die Umwelt verheerend aus, reduzieren nicht den Verbrauch fossiler Treibstoffe, reduzieren nicht irgendwelche CO2-Emissionen; sie töten Vögel und Fledermäuse, ruinieren Landschaften, plündern die Natur, bereichern einige Wenige auf Kosten der durchschnittlichen Energieverbraucher usw.
Aber was den Film zu so einer tödlichen und effektiven Waffe gegen die Grün-Bewegung macht, ist, daß er nicht von einem der erklärten Feinde der Bewegung stammt, sondern von einem ursprünglichen Verbündeten.


Teil 2) Die Umweltbewegung wurde 
von den Kapitalisten übernommen. 
War sie nicht überhaupt deren Kind, von Anfang an? 


Bestenfalls kann man noch einer ungeheuren Naivität zuschreiben, die "gut gemeint" nicht vom Gegenteil, dem "gut gemacht" unterscheiden kann. Hinter jeder Solaranlage, hinter jeder Windanlage steht eine fossile Anlage, so ist das ganz einfach. Ohne fossile Rohstoffe, die jeden "Ökoeffekt" locker in die Tasche stecken, wortwörtlich, geht rein gar nix. Die Grünenergie-Fake-Hysterie ist sogar direkt dafür verantwortlich, daß mehr (und zusätzliche) fossile Verbrennung stattfindet denn je.
Von Grüner Energie auch nur zu sprechen, ist schlicht und ergreifend absurd. Schein, Fake, Lüge, Dummheit - mehr kann man dazu nicht sagen. Spricht man die Befürworter von Green Energy auf die Widersprüche an, auf das Kontraproduktive hinter der ganzen Idee, auf die Widersprüche in ihren eigenen Aussagen, wissen die oft nicht einmal mehr etwas zu sagen.
Und Moore läßt sie reden. Sagt wenig dazu. Der Zuseher sieht es selber. Sieht, wie sich die in ihren eigenen Fallen fangen. Und sie reden unbefangen, lassen die sonst so übliche Vorsicht fallen. Denn Moore nehmen sie ja das Grüne ab. Das wirkt manchmal fast heimtückisch. Ohne es zu sein. Es ist einfach, wie es ist! Und der Zuschauer soll es selbst entdecken.

Und so entdeckt man auch staunend den riesigen psychodynamischen Wirkfaktor hinter der heutigen Ökobewegung. Die allen Ernstes glaubt, daß es in "ihrer" Zukunft eine Welt, wie die heutige geben wird, die nur sauberer, ökologischer und so weiter ist. Alleine das ist eine einzige Illusion.
Die heute getroffenen, oft so weitreichenden Entscheidungen, die das bringen sollen, sind vor diesem Hintergrund nur noch als tragisch zu bezeichnen. Sie wollen das Gute, das sie meinen zu kennen, und werden das Gegenteil bewirken. Weil sie in der derzeitigen Gestalt das trojanische Pferd für einen ungeheuer verlogenen, dabei äußerst cleveren Kapitalismus sind. Der Gesichter hat, der Namen kennt. Namen und Gesichter wie die der Brüder Koch. Wie die von Bloomberg. Wie das von Elon Musk.  
Und nicht zuletzt, ja an den Anfang, gehören Namen von David  Blood und Al Gore. Die Umweltbewegung wurde von den Kapitalisten übernommen! Und die Klimarettung, die Al Gore mit seinem Film (der eine regelrechte Kompilation von direkt falschen oder halbwahren, also dadurch falschen Behauptungen ist) so entscheidend anstieß - sie schaut aus diesem Blickwinkel wie eine riesige PR-Aktion aus, mit der Al Gore und seine Kumpane riesige Investitionen in die Gewinnzone schoben. Um sie dann auf den Cayman Islands "zu versteuern".
Moore zeigt Zusammenhänge auf, die verblüffen können. Zeigt simple Lügen auf, mit der Grünbewegte in ihre Phantasien gehoben und ausgenützt werden! "Die Welt will belogen werden." 
Und will sich selbst belügen. Die Ökobewegung, die sich auf dogmatisierte Schlagworte wie "Grüne Energie" eingeschworen hat, richtet deshalb heute einen riesigen Schaden nach dem anderen an der Umwelt an, und schließt hilflos und ratlos die Augen, während sie weiter an jener Katastrophe arbeitet, die abzuwenden sie ausgezogen ist. Das steigert sich wie in Spiralen hoch, weil die Schäden manchmal natürlich bemerkt werden. Aber alles was geschieht, um sie zu beheben, vergrößert die Katastrophe nur noch mehr.
Diese Tragödie ist die These, unter der Moore auch in "Planet of the Humans" die Ökobewegung untersucht. Und er zeigt vor dem Hintergrund der ersten Hälfte, in der zweiten des Films das Ausmaß der Tragödie. Die erschreckend monströs vor Augen kommt, und sich über die erste Hälfte stülpt. Das macht den Film wirklich interessant, gut gemacht, und auf jeden Fall originell.
Denn Moore sagt keineswegs, daß die Ideale der Ökologisten alle falsch und dumm sind. Er glaubt selber auch an eine Neue Welt, die ohne Kapitalismus besser und ökologisch ist. Er beklagt nur, daß diese seine Utopie SO nicht zu erreichen sein wird. Der immer kontroverse, bislang um keinen Streit verlegene Filmemacher rüttelt deshalb in den letzten Jahren so emphatisch an den Grundfesten der heutigen Ökobewegung, die sich in die Green Energy verbissen hat, weil er traurig geworden ist. Weil er meint, daß man dringend die Vorgehensweisen und Sichtweisen ändern muß, will man nach vierzig Jahren Wüste schließlich doch noch ins Gelobte Land einziehen.
Widerlich, was? Na gut, was kann von so einem ungustiösen Fettsack, der schon alleine durch seine Ausdünstungen wahrscheinlich mehr giftige Abgase ausstößt wie halb South Bend in Indiana, schon Smartes (also der Weltrettung Hilfreiches, Cleveres) kommen. Obwohl er ohne Bart (und mit ein paar Kilo weniger?) schon etwas manierlicher aussieht als noch vor etlichen Jahren.

Ehe wir aber schon wieder vom Thema abkommen, bringen wir endlich den Film. Der sollte ohnehin für sich sprechen. Und wünschen gute Unterhaltung. 






*250420*

Montag, 18. Mai 2020

Eine dicke fette Lüge nach der anderen (1)

Michael Moore ist auch hier bereits vorgestellt worden. Der an sich extreme Linke stößt nämlich im Zuge seiner Recherchen für seine (gut gemachten) Filme immer wieder auf Widersprüche, die so manches Dogma der Gegenwart in seinen Grundfesten erschüttert. Und schonungslos Lügen aufdeckt, egal wo sie sich finden. Oder er sie zu finden meint. So auch in seinem neuesten Film, der auf Youtube abzurufen ist. 

Aber Vorsicht, das Streaming verursacht weltweit den Ausstoß von dreihundert Millionen Tonnen CO2. Also bitte, wenn Sie sich das ansehen, dann mit dem Vorsatz, das endgültig zum letzten Mal, "einmal noch, aber dann", zu tun. Halt, eins noch, dann erst. Schauen Sie sich auch an, wie es mit der Turboerwärmung über der Arktis aussieht, auch das ist ja enorm relevant für Ihren Alltag. Denn nun sind es doch die Chemieabgase, die Spraydosen, und weiß der Deibel was noch so täglich durch ihre Hände gleitet, die diese Erwärmung verursachen. Weil sie es sind, die das Ozon zerstören. 

Moment, wenn es diese Abgase sind, die mit dem Ozon dort oben im Norden chemisch so katastrophal reagieren, was bleibt dann aber noch für das CO2? Richtig. Nichts. Wenn das also wirklich so sein sollte, dann bleibt nur ein Schluß: Die sogenannte Klimasensitivität, also die für alle Prognosen und Maßnahmenhysterien unerläßliche Frage um die Erwärmung der Erdatmosphäre bei Verdoppelung des CO2-Ausstoßes, kann sich brausen gehen. Die ist dann auch verfleucht. Und nix wird es mit Klimakatastrophen, die das CO2 verursacht. 

Daß da was nicht stimmen kann, haben wir uns aber, seien wir ehrlich, ohnehin schon gedacht. Denn wir erinnern uns in diesen Tagen an die Prognose eines gewissen James Hanson, der, wie mancher vielleicht gehört hat, mit seiner legendären Vorführung im Kongress (bei der er mitten im Hochsommer heimlich die Klimaanlage ausschalten ließ) unter anderem prognostizierte, daß unausweichlich sei, daß New York in den nächsten Jahren im Wasser versinke.

Das war vor zweiunddreißig Jahren. Wie geht es New York? Pfah, Hansen hat ganz offensichtlich von Küsten, von Tektonik, von Meeresspiegelveränderung, mit einem Wort: Von der Komplexität der Materie nicht die geringste Ahnung. Was aber einen geeichten Weltretter nicht weiter stört. Denn gut, geschenkt, schieben sie halt die Katastrophen um ein paar nächste Jahrzehnte in die Zukunft, dort haben die gut liegen.
Aber es ist auch egal. Denn wen kümmern sachliche Widersprüche, wenn eine zusammenfassende, alles erklärende Tatsache ohnehin feststeht: Wir Menschen sind schuld! Wir Menschen? Nein. Wir Menschen des Westens! Nein. Nicht Menschen. Wir Weißen des Westens. Das reicht endlich, Ihr arroganten, fiesen, ekeligen Wohlstandssäcke. Wohlstandssäcke? Nein. Ihr autoritären, faschistischen Väter.
So, nun aber endgültig zurück zum Hauptthema, das wir fast aus den Augen verloren haben durch unsere emphatischen Plaudereien. Zurück zu Michael Moore und seinem neuesten Film "Planet of the Humans." Moore bezeichnet sich selbst ja als "einen Umweltschützer - "Environmentalist" - der ersten Stunde." Da darf man sich schon ins Thema verbeißen.

Der immer und nun schon wieder für Aufregung sorgt. In den letzten Jahren umso mehr, als er sich nicht auf Kapitalismuskritik beschränkt, sondern sich sogar bei der Grünbewegung in den Ansatz verstiegen hat, daß diese so supere Grünbewegung in Wahrheit dem schlimmsten Kapitalismus dient.
Ja, diese ganze und weltweite Grünbewegung ist eine einzige Lüge: Sie ist ein riesiges, billionenschweres Geschäft, das sich das "Weltrettungslabel" lediglich als Verkaufstrick umgehängt hat, sonst nix!
"Green energy does not safe us." Alle diesbezüglichen Versprechungen sind eine einzige Lüge in den eigenen Sack. Auch in diesem neuesten Film kommt Moore zu einem schockierenden Fazit. Etwa als er die Anlage der ersten Solaranlage Amerikas besucht. Was er vorfindet bestätigt voll, was in diesem Blog vor Monaten dargelegt wurde, und der Grazer Energiefachmann Jürgen Weigl herausgefunden und in eine fulminante, lesenswerte Studie gepackt hat: Wo einmal Solarpanele aufgebaut sind, folgt eine Austrocknung und Versandung des Bodens, die sich gewaschen hat.

Weigl meint ja, daß die Solarpanele wie Heizkörper wirken und die Atmosphäre in ungeahnter Weise aufheizen, den Boden aber austrocknen und ihm das Wichtigste entziehen, was er hat: Sonnenlicht. Der Moderator Gibbs im Moore-Film ist über genau das von Weigl Festgestellte schockiert: Wo einmal alles grün war, die Solarpanele eine noch grünere Zukunft versprachen, ist heute Sand und Kleinwüste.

Er läßt eine ganze Reihe von unbestrittenen Fachleuten und Wissenschaftlern antanzen, die seine Fakten bestätigen. Und sagt schließlich, daß er jedes Mal, wenn er auf "grüne Energie" näher hingeblickt hat draufgekommen ist, daß das alles andere, aber keine "grüne Energie" war. Und zwar JEDES MAL. Da wird gelogen, daß sich alle Balken biegen. Und die Grünpropheten haben oft einfach keine Ahnung von ihrer Sache.


Morgen Teil 2) Die Umweltbewegung wurde 
von den Kapitalisten übernommen. 
War sie nicht überhaupt deren Kind, von Anfang an? 


*250420*

Samstag, 23. November 2019

Das Umfassende geht dem Einzelnen voraus

Zu den Objekten der Natur, um die sich besonders leicht Katastrophenphantasien konstruieren lassen, gehören Korallen. Sie sind fest ortsgebunden, und sie haben aus sich heraus nur eine sehr geringe Fähigkeit, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen, schon gar nicht rasch. Es besteht aber dennoch kein Grund zur Panik, und ihre Fähigkeit zur Regeneration selbst bei größeren Änderungen, die vorerst ihre biologische Tätigkeit beeinträchtigen, ist überall zu beobachten. 

Denn wie jüngere Studien zeigen, sind es nicht die Korallen selbst, die sich anpassen können, zumindest nicht rasch, sondern es sind die Symbiosen, die sie mit Bakterien eingehen. Diese sind es dann, die im Zusammenspiel mit den Korallen Veränderungen bewirken. Sodaß sie auch bei starken (menschlichen) Eingriffen in ihre Biosysteme (wie im Roten Meer) sich recht rasch adaptieren können. Zumindest trifft das Beobachtungen zufolge auf die meisten Korallenarten zu.

Aber vielleicht sollte unsereiner davon gar nicht überrascht sein. Denn wir wissen ja, daß jedes Lebewesen immer in einem umfassenderen biologischen Raum gesehen werden muß, nie nur für sich betrachtet werden kann. Es sind immer Biozönosen, Lebensräume, die ein Lebewesen definieren und in seinen Eigenschaften prägen. Es ist der Ort, und die Fülle aller Wesen rund um das, was sich als mehr oder weniger geschlossenes System präsentiert, in dem etwas Lebendes steht, das es zu sich kommen läßt. Kein Wesen ist deshalb nur für sich denkbar. Es ist immer und notwendig auf seine Umgebung bezogen, und diese auf es.

Ja, man kann und muß sogar sagen, daß es das Ganze eines stets in vielfältigen Schichtungen und Hierarchien definierten Raumes ist, das das Individuum hervorbringt. Wo man zwar nicht naiv von "Harmonie" sprechen kann, aber von Aufeinandergestimmtheit jedes lebenden Wesens sprechen muß. Wo das andere nicht verzichtbar und für sich stehend halt einen Raum ausfüllt, sondern immer aus dem Raum erst begreifbar und in einem unendlich komplexen Zusammenspiel dem Individuellen zum Leben hilft. Das betrifft den Menschen nicht weniger als die Korallen. Auch der Mensch braucht ja Bakterien, andere, fremde Wesen, um überleben zu können, man denke nur an die Verdauung. Der sterile, nur für sich stehende Mensch wäre nicht überlebensfähig. Denn er könnte mit der Welt nicht kommunizieren.

Das Konstituens (Ding) ist nicht ohne das Konstituierte (Raum und Zeit) - Ein Körper kann sich nicht konstituieren, ohne daß er mitseiende Körper hat, die ihm Maß geben.

Hans-Eduard Hengstenberg geht (mit anderen) deshalb so weit, daß er sagt, daß es ohne "Menschheit" keinen "Menschen" gäbe, ohne daß beides je existentiell trennbar wäre. Es braucht die Einheit vor der Individualität! Letztere geht aus der Ersteren hervor, und strebt permanent zu ihr zurück, weil es sonst nicht leben kann. Ja, dieses Streben ist das, was man Leben nennt. Ohne Wahrheit könnte kein Mensch bestehen. Auch wenn die Rückbindung an sie einen geistigen Akt braucht, denn das geht aus der menschlichen Natur (als hierarchisch gegliederte Geist-Seele-Leib-Einheit) hervor.

Denn das Allgemeine, das Universale, das Umfassende geht dem Individuellen ontologisch voraus. Letzteres ist dann lediglich die spezifische Ausprägung des Allgemeinen, die beim Menschen erst und nur über die Individualisierung stattfindet. Die selbst aber wiederum ohne allgemeinen Raum, ohne "Menschheit", gar nicht möglich ist, weil sich konstitutiv darauf bezieht.

Der Autonomismus, in dem der Mensch heute gerne gedacht wird, hat also gravierende, prinzipielle Fehler. Denn es gibt ihn in der vorgestellten (und propagierten) Form gar nicht. Und wo der Mensch entwurzelt, auf sich zurückgeworfen ist, geht er zugrunde. Wie jedes Lebewesen, auch die Koralle. Zum Bestehen als Individuum gehört notwendig das, was das umgebende Lebensfeld (als historischer Raum) zum Einzelnen selbst beitragen kann, soll und muß. Um wiederum es selbst zu sein. Die Welt ist also ein gigantisches Zueinander, das nur "als Welt" besteht, und nur "als Welt" dem Einzelnen Leben ermöglicht.

Doch mache man nicht den Fehler, das nicht nur zu abstrahieren, um es zu sehen, sondern dieses Abstraktum zum eigentlichen Handlungsobjekt des Einzelnen zu machen. Das wäre grundfalsch, weil eine Verdinglichung von etwas Geistigem und damit ein Kategorienfehler. Denn das Allgemeine "ist" nur durch das konkrete Einzelne, es ist also nicht Masse oder Vergemeinung. Es besteht nur real, durch seinen Ort und die Verwurzelung darin, in der sich Indivdualisierung erst möglich macht.

Aber wenn man einmal an diesem Gedanken Blut geleckt hat - die heutige Moral kapriziert sich nur noch auf Zusätzliches, also auf eine Erhöhung der Quanten, in allen Bereichen (man höre alleine eine gendergerechte Ansprache, lese einen gendergerechten Text, der schon durch die ständigen "-innen"-Zufügungen immer länger und alleine dadurch langweiliger wird - sieht ihn recht rasch hinter jedem Basch, äh, Busch.