An dessen Rändern erst greift es in die nächste Ebene über, die für die Einheit selbst aber praktisch irrelevant ist und auch abstrakt und unerkannt bleibt. Man gibt dem Muskel X nicht den Auftrag "Los, geh!" Sodern vom Gesamtgeschehen her, von der Befehlszenhtrale also, erfoglt nur der Auftrag "Sei Du selbst!"
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Freitag, 29. April 2022
Ein Ganzes braucht das egoistische Teil-Sein (3)
Was sich aber vor allem aus diesem Befund erlesen läßt - Aber das, was wir der zuletzt erwähnten Lektüre wirklich entnehmen können, was das wirkliche Faszinosum darstellt, ist etwas anderes. Mich hat seither der Gedanke nicht mehr losgelasse, daß wir es mit zwei Ebenen zu tun haben, in denen ALLES steht.
Die eine ist die des konkreten Alltäglichen, in dem jedem Ding nur begegnet (umd mehr wird auch nicht wahrgenommen, mehr ist gar nicht am Bildschirm, und mehr wird auch gar nicht beherrscht oder direkt befehligt) die als eine Einheit für sich steht. Dieses Selbstsein ist es, das das Selbstbewußtsein prägt, und den Rahmen steckt, in dem sich das praktische Leben vollzieht.
Donnerstag, 28. April 2022
Ein Ganzes braucht das egoistische Teil-Sein (2)
Der springende Punkt aber ist der gesetzte Willensakt. Kausalität? Hier nein, dort aber sehr wohl. Nur auf einer anderen Ebene. Die Physik muß Gott in die Gleichung einführen. Sie braucht also die Metaphysik - Eine "generelle menschliche "Art zu Gehen" aber gibt es nicht. Sie hängt immer mit seinen Aufgaben zusammen. Der Bauer wird anders gehen, und durch seine Haltung vermag er tatsächlich mehr zu tragen, als der "Vielsitzer". Der mit der Zeit wenig zu trragen vermag, anderseits kann der Bauer aber auch nicht "lange sitzen". Das Gehen eines Menschen formt sich immer seiner Aufgabe (als der gewöhnlichen Bewegungsgestalt) zu. Vieles muß der Mensch also auch einüben. Aber in jedem Fall stellt sich die Art des Gehens darauf ein, und zieht die gesamte Umorganisation des Körpers nach sich.
Der Soldat geht "!aufrecht", und das wirkt sich auf sein Gehen, die Lnäge der Schritte usw. aus, weil er dazu die Rückenuskeln anspannt, in der Folge seine Gehmuskulaturen mit mehr Energie verrsorgt, mehr Leistungsvermögen hat, usw. - der Restr ist eine Reaktion des gesamten übrigen Mechanismus. Wodaß mit der Zeit bestimmte"typische" Gangweisen auch mit solchen Haltungen zu tun haben, sich den Leib gewissermaßen "darnach formen".
Mittwoch, 27. April 2022
Ein Ganzes braucht das egoistische Teil-Sein (1)
Betrachtet man die lebendigen Vorgänge im Detail bzw. kommt man von dort unweigerlich eben zur Gesamtheit einer Bewegung, so bleibt einem nur noch ehrfurchtsvolles Staune vor diese scheinbar einfachsten und simpelsten Bewegungen. So ist es mir beim Stidium von Carl Boegle's Studie "Über den Mechanismus des menschlichen Ganges und die Beziehungen zwischen Bewegung un Form" aus dem Jahre 1880 ergangen.
Das Gehen ist nämlich alle sandere als ein simpler Vorgang der Ortsveränderung, wie zuvor meist gedacht wurde, den man durch die Beine vollzeihen würde. Boegle hat gezeigt, daß das weit gefehlt ist. Denn immer ist der GESAMTE KÖRPER einbezogen und jedes Glied, jeder Muskel, jeder Knochen auf eine Weise eingebunden, in der man nicht mehr sagen kann, was Ursache und was Wirkung ist. Alles ist eigentlich gleichzeitig, und ist eine Seite, ein Teil behindert, ist sofort die gesamte Bewegung veränder oder verhindert.
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