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Sonntag, 1. September 2024

Von bösen Ländern, und perfekten Gesellschaften

(Aus einer Korrespondenz) - Oh ja, Rußland ist das Land der Bösen, der dunklen Hintermächte und der Korruption der Beamten, in der Hand der Oligarchen. 

Hmmm, ich möchte ja keinen Vergleich anstellen, welches Land - USA oder Rußland - MEHR korrupt ist. Denn ich habe da ein seltsames Gefühl, wie der ausgehen könnte. 

Wiewohl auch ich in einem Kulturkreis aufgewachsen bin, in dem es Teil des geopolitischen Rennens um Hegemonie des Anführers war, Rußland durch pausenlose Propaganda (die meiste davon immanent, also mehr oder weniger subtil verborgen) zum Land des Bösen zu machen. Das war im Kalten Krieg so, das ist heute so, das war 1990 so, um Rußland zu deligitimieren, aufzuspalten, und so seine Rohstoffe ausbeuten zu können. 
Ah so, in Amerika wird die Korruption aber aufgedeckt.
Wirklich? Oder heißt das nur Korruptionsfreiheit, SOWEIT sie aufgedeckt wird? Gibt es nicht handfeste Indizien, die darauf schl9ießen lassen, daß der nicht aufgedeckte Umfang der Korruption in den USA weit größer, ja enorm groß ist? 

Was heißt es denn, wenn laufend, wirklich laufend neue Fälle auftauchen, die - man lese die grandiosen Recherchebücher von Whitney Webb, die anhand des Falls Epstein die gesamten amerikanischen Eliten durchleuchtet hat, denn Epstein war in alle und alles verwickelt. Wobei sie draufkam, daß diese Eliten ein immens dichter Filz sind. 
Sodaß sie heute sagt, daß KEINER, der Teil der Eliten Amerikas ist, NICHT kriminell wäre. Samt der Vermutung, daß der Anteil an NICHT aufgedeckter Korruption ein dunkles, riesiges Loch ist, weil das ganze Land von Korruption regelrecht durchsäuert ist. Ausgehend von einer Schichte von Oligarchen.
Genau also das ist eine unwiderlegliche Tatsache (die nur nicht immer konkret gemacht werden, teils durch den Schutz der Gesetze selbst), was man Rußland vorwirft, und das praktisch der gesamte Westen glaubt und voraussetzt. 

Wieviel wird alleine auch aufgedeckt, und versandet letztlich - denk an Hunter Biden, wie man den elegant aus dem eigentlichen Verbrechen herauslaviert hat. Illegaler Waffenbesitz war sein Vergehen. Wirklich? 

Während die Blogger und Stimmen, die ich beobachte, zeigen, daß die Korruption in Rußland sehr wohl und sehr hart kritisiert wird. Auch da wird vorausgesetzt, daß das Sichtbare an Verwerfungen nur die Spitze eines das Land wie ein Myzel durchwebendes Geflecht von Korruption. 

Nur kann das nicht die wirkliche Wirklichkeit eines Landes ausmachen. Nicht in den USA, und nicht in Rußland. Die prinzipielle - metaphysische - Legitimation von Macht freilich vorausgesetzt. Und DA begänne eine substantielle Diskussion, die einen für den Leser vermutlich überraschendem Ausgang haben würde. Aber um DIESE Fragen muß es gehen. Nicht um die faktischen Schwächen der Repräsentanten in der Geschichte. Und Geschichte wiederum ist weit mehr als eine Ansammlung faktischer "Ereignisse".

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Ein Wetterleuchten der wahren Zustände

Wenn man im derzeitigen Desasterstadel Österreichischer Politik einen Wink Gottes sehen möchte dann läge er - leicht, sehr leicht - in der Wahl eines Grafen zum Repräsentanten der Politik als Kanzler. Also als über Lehen eingesetzten Tätigkeitsarm des Königs. Aber der Vergleich bricht rasch. Graf ist kein König. Wo ist also der Lehensherr? Wo der Machthaber? Liegt er nicht in dem, was nun der ÖVP vorgeworfen wird, was aber tatsächlich keine Partei unterscheidet? Nirgendwo, und zu keinem Zeitpunkt in Systemen, die sich "Demokratie" nennen, gibt es eine andere Form von Macht als die der Okkupation. 

Es ist also Illusion, blanke Illusion, im Umstand, daß Alexander Graf Schallenberg, der neue Kanzler der Republik Österreich Mitglied eines Hauses ist, das seit dem 17. Jahrhundert in den (Reichs-)Grafenstand erhoben ist, eine reale Wende zum Besseren zu sehen. Mehr als Camouflage, der sogar ein gewisser Zynismus nicht abzusprechen ist, ist es nicht. Vielleicht hat man sogar bewußt mit einem Umstand gespielt, den man offiziell verleugnet. Immerhin haben wir es ja mit "Demokratie" zu tun.

Aber die Reaktion der Öffentlichkeit darauf ist interessant*. Sie verweist auf das Verborgene, auf die Schollen des Seins, auf denen die Zeit treibt. "Ein Graf!" Es sagt viel über wahre Sehnsüchte in unseren Demokratien aus, und in Zeiten des Chaos bricht immer der Untergrund auf, auf dem man sich weiß, der aber nicht mehr dargestellt, also real wurde. 

Montag, 14. September 2020

Erinnern, was Recht ist

Für die naturrechtliche Auffassung [...] wurzelt das Recht in einer allgemeinverbindlichen Idee, in der Rechtsidee. Echtes Recht ist nur jene Ordnung, die auf dieser Idee fußt, sich von ihr herleitet. Recht ist, was im Sinnbereich der Rechtsidee liegt. Da nun aber ihr Geltungsbereich die ganze Menschheit umfaßt, reicht das Recht über den Staat hinaus. Daher kann der Staat, aber auch die Weltmacht nur für Recht erklären, was letztlich den allgemeinen Zielen der Menschheit dient." (Johannes Messner)

Nie geht es dabei um "subjektive Zwecke des Wollens", sondern um die "objektiven Zwecke der Natur". Angesichts der zentralen Bedeutung der existentiellen Zwecke des Menschen seien sie kurz umschrieben: 
  • Die Selbsterhaltung, einschließlich der Ausbildung der Fähigkeiten zur Verbesserung seiner Lebensbedingungen sowie der Vorsorge für seine wirtschaftliche Wohlfahrt durch Sicherung des notwendigen Eigentums oder Einkommens; 
  • die Ausweitung der Erfahrung, des Wissens und der Aufnahmefähigkeit für die Werte des Schönen; 
  • die Fortpflanzung durch Paarung und die Erziehung der daraus entspringenden Kinder; 
  • die wohlwollende Anteilnahme an der geistigen und materiellen Wohlfahrt der Mitmenschen als gleichwertiger menschlicher Wesen; 
  • gesellschaftliche Verbindung zwecks Förderung des allgemeinen Nutzens, der vor allem in der Sicherung von Frieden und Ordnung, in der Ermöglichung der materiellen und kulturellen Wohlfahrt der Gemeinschaft sowie in der Förderung der Kenntnis und Beherrschung der Kräfte der Natur und der Gesellschaft für diesen eben erwähnten Zweck besteht; 
  • die Kenntnis und Verehrung des Schöpfers und die endgültige Erfüllung des menschlichen Seins in der Vereinigung mit ihm" (Johannes Messner)

Ein Verhalten des Menschen nach diesen objektiven Zwecken, auf die seine eigene Existenz ausgerichtet erscheint, ist sittlich und natürlich zugleich:
"Damit gelangen wir zum Ergebnis, daß die Forderungen der Sittlichkeit nichts anderes sind als die Forderungen der Wirklichkeit selbst, mit anderen Worten, daß das Sein und das Gute vertauschbar sind (ens et bonum convertuntur)" (ebd.)
Ivo Höllhuber faßt in seinen "Prolegomena zu einer pneumatischen Anthropologie" die Grundsätze dessen zusammen, was wir mit "Recht" bezeichnen können. Und das aus dem Blickwinkel des Christentums einzig zulässigen weil relevanten, damit sittlichen Basis, dem Naturrecht, in unvereinbarem Gegensatz zur Philosophie des Rechtspositivismus steht. 

Der davon ausgeht, daß das Recht kein Fundament in einem objektiven Wesen der Welt und des Menschen, sondern lediglich in seiner momentanen Verfaßtheit hat. Also historisch in vollem Umfang (sic!) relativ und beliebig veränderbar und damit von der Obrigkeit nach augenblicklichem Gutdünken als Gesetz auflegbar und festlegbar ist. 
Ein Staat aber, der gegen diese Grundsätze, wie sie oben angerissen sind, verstößt, ja der die Freiheit zu solchen Verstößen gar zum Grundsatz erhebt, ist ein Unrechtsstaat, dem somit auch kein Gehorsam geschuldet ist.
Ebenso geht aus diesen oben angerissenen Grundsätzen hervor, daß es eine Hierarchie der Ebenen der menschlichen Wirklichkeit und der Sittlichkeit als oberster Maxime der Menschwerdung selbst gibt. In der - sieh da! - eine öffentliche Gesundheitsverantwortung (zumindest in direkter und vorberangter Form) eine untergeordnete Rolle spielt: 

Weder gibt es ein Recht auf noch eine Pflicht zur Gesundheit. Die Freiheit ist weit höher zu bewerten, weit grundsätzlicher, und darf deshalb nicht zugunsten der Gesundheit (was immer das noch dazu ist!) eingeschränkt werden. 
Die Sittlichkeit des Lebens (und damit einer Gesellschaft in all ihren Formen) erfüllt sich in anderen Bereichen! Denen die Gesundheit bestenfalls dienen kann. Denen zuliebe aber auch die Gesundheit das geringere Gut ist, das zugunsten höherer Ziele durchaus riskiert oder sogar bewußt (wenn natürlich auch nicht leichtfertig bzw. unnötig) vergeben werden kann. 
Noch einmal: Es sind andere "Werte" des menschlichen Daseins deutlich höher zu bewerten, und dürfen niemals wegen eines geringeren Grundsatzes beschädigt werden.



*050920*

Donnerstag, 23. Juli 2020

Weil die Impfnadel die Personsgrenze durchstößt

Was James Corbett hier anregt ist ein Nachdenken über das Recht auf "Unverletzlichkeit des eigenen Körpers". Jene Schwelle also, wo eine Gewalt- oder Verbrechenstat geschieht. Nicht sonst unterscheidet vor allem ein scheinbar gleiches Geschehen, das in einem Fall ein Gesetzesverstoß, eine Straftat ist, im anderen eine gelungene Operation oder sonstwie akzeptierter Eingriff als Unterwerfung unter die Veränderungsmacht eines Anderen. Eine Frage, die besonders aktuell ist, man denke an Epstein, Weinberg und die "me too-"Bewegung", oder auch an "My body - my choice" und ähnliches.

In den USA ist das insofern virulenter, als das dortige Rechtssystem - der englischen Tradition folgend - ein "Fallrecht" ist. Das heißt, daß dort ein untergeordneter Richter unter Umständen bundesweit Kriterien setzen kann, indem er in einem Rechtstreit so oder so entscheidet. Das ist dann "Recht", das sich also nicht primär aus abstrakten Prinzipien ableitet, sondern dem Rechtsbrauch mehr Bedeutung beimißt. Wobei das europäisch-abendländische Konzept, das sich mehr auf abstrakte Kriterien bezieht, in der Realität nicht so weit weg vom anglo-amerikanischen ist, das nur nebenbei gesagt, und mehr wollen wir das nicht vertiefen.

Aber worum es Corbett, der einige exemplarische Fälle anführt, in denen sogar scheinbar lebensrettende medizinische Maßnahmen nicht durchgeführt werden DÜRFEN, wenn der Patient es ausdrücklich nicht wünscht, ist der Bezug auf das Primat der "Gesundheit um jeden Preis," das die Corona-Panik neu in den Mittelpunkt gestellt hat.

Denn wenn hier nun die "öffentliche Gesundheit" so in den Vordergrund geschoben wird, daß das individuelle Recht auf Unverletzlichkeit außer Acht genommen wird, indem nämlich eine Impfung per Gesetz verordnet wird, dann handelt es sich zumindest im anglo-amerikanischen Raum um einen schweren Verstoß gegen das Recht auf individuelle Unversehrtheit. Eine per Gesetz zwangsverordnete, gegen den persönlichen Entscheid durchgeführte Impfung ist somit nach anglo-amerikanischem Recht eine Körperverletzung!

Das europäische, also auch unser Recht sieht das natürlich anders. Es ist gewöhnt und geformt an einer stärkeren beziehungsweise veränderten Gewichtung des Gemeinwohls, das sich weniger an der individuellen Freiheit orientiert, sondern diese zugunsten eines Wohls "aller" (beziehungsweise des "anderen") außer Kraft sieht. 

Unsere Rechtssysteme sehen sich weit umfänglicher dazu berechtigt, zugunsten der Allgemeinheit persönliche Freiheitsrechte einzuschränken. Diesen Unterschied sollten wir nicht vergessen, wenn wir amerikanische Berichte über momentane Verwerfungen und Unruhen im gesellschaftlichen Organismus der USA und Englands sehen oder hören. 

Darin zeigt sich nicht zuletzt der Nominalismus der Protestanten, die Universalbegriffen weniger beziehungsweise keine Realität zumessen. Begriffe wie Volk oder Gemeinde sind dort bloße Gedankenkonstrukte, keine Wirklichkeiten. Deshalb ist das Gemeinwohl keine Frage der Politik, sondern diese richtet sich immer an den Individuen aus, denen als Söhne der Aufklärung Autonomie zugestanden wird. 

Ein plumper Trick, sozusagen, ein Trick des Kapitalismus, sozusagen, mit dem dem absolut gesetzten Recht des Stärkeren Tür und Tor geöffnet wurde. Aber auch das wollen wir gar nicht mehr vertiefen, dazu ist in diesem Blog bereits genug gesagt. Dem Leser sollte vielleicht nur mehr klar sein, daß diese Diskussionen (zum Beispiel auch bei Polizeirechten, etc. etc.) in England und USA einen anderen Hintergrund (auch im Rechtsempfinden) haben als bei uns. 

Auch die Black Lives Matter (BLM)-Agenden haben in unseren Ländern deshalb eine ganz andere, den Menschen in unseren Ländern gar nicht wirklich (nur virtuell, also per "Gedankenknopf") nachvollziehbare Gewichtung. Was die Demonstrationen, die an Empörungswellen für tatsächlich oder vermeintlich überbordende Polizeigewalt in den USA anzuknüpfen versuchten, um auch hier eine ähnliche Zerstörung der öffentlichen Ordnung zu erreichen, zu einer lächerlichen Veranstaltung machen. Die bei hiesigen Gemütern eher Befremdung, Verblüffung und Ratlosigkeit auslösen. Hiesige können nicht mal die Unterschiede in der Rechtsauffassung nachvollziehen. Die verwirrten Köpfe in unseren Ländern begreifen (vermutlich: weil kennen) die Mentalitäts- und Rechtsunterschiede nicht. 

Was auch die global agierenden Motivatoren solcher Erhebungen zu armseligen Gestalten macht, das nur nebenbei, die sich nicht vorstellen können, daß es eine andere Welt gibt als die in ihren Köpfen und Arschmuskeln.

Die auch völlig wirkungs- weil wirklichkeitslos verpufft sind. Denn bei uns muß man schon sehr nachdenken, wo man wenigstens annähernd ähnliche rassistische Problematik findet wie in den USA. Schon aus diesen Gründen, nicht nur weil unsere Volkskonstitution völlig anders aussieht, läßt sich erkennen, was für Plumpsköpfe alle die vermeintlichen Weltbeweger der Wallstreet und Hollywoods sind. Die Probleme aufgreifen und zu globaler Größe aufblasen wollen, die für den Rest der Welt gar keine sind. In den USA gibt es ja nicht einmal ein gewachsenes, organisches "amerikanisches Volk", sieht man von den Indianern ab, sieht man auch von einigen wenigen Gegenden ab, wo sich in zwei-, drei-, vierhundert Jahren, unter starkem Bezug auf die europäische Herkunftskultur tatsächlich "Volk" finden läßt. 

Umso bedeutender ist bei uns die Verankerung der rechtschaffenden wie -sprechenden Organe in einem absoluten Wert- und Seinshorizont. Wo das Recht somit nicht so einfach aus subjektivem Empfinden erwächst, sondern aus einer Anthropologie, die - wir sind das christliche Abendland! die Religion schafft Kultur! - auf einem abstrakten, meinetwegen "idealen" Wesen des Menschen aufbaut. 

Nur unter Bezug darauf kann es ein Gemeinwohl geben, das eine Berechtigung zu Eingriffen in die individuelle Freiheit sieht, die nach amerikanischem, also nach französisch-revolutionärem, also nach aufklärerischem Maßstab niemals gerechtfertigt sein können. 

Ein Maßstab, der wie meist völlig vergessen aus England, somit aus dem anglo-amerikanischem Raum stammt. Es waren englische Philosophen, die schon im 17. Jahrhundert die Grundlagen der Aufklärung und der französischen Revolution ausgearbeitet haben, sie war eine aus dem anglo-amerikanischen Raum IMPORTIERTE Angelegenheit. Die französische Revolution von 1789, die gegen jedes Volksempfinden lief, die nur von einer plakativen, exaltierten Minderheit zum Rausch gesteigert wurde (aus dem die meisten Franzosen wenige Jahre später aufwachten - das begründet Napoleon) wäre ohne die amerikanische Revolution von 1776 gar nicht denkbar und möglich gewesen. Thomas Jefferson hielt zum Beispiel in den 1780er Jahren umfängliche Vortrags- und Schulungsreisen in Frankreich ab.
Ein exemplarisches Verfahren aus dem Jahr 1904 zeigt das Dilemma des Liberalismus, dem die theoretische Kraft fehlt, der deshalb nur auf dem "Auf-den-Schuh-treten-"Prinzip beruht: Willkürlich wurde damals entschieden, daß "in manchen Fällen" denn doch das individuelle Recht auf Freiheit nicht gelten könne. Eine Aussage, übrigens, die es im Katholischen gar nicht geben kann. 
Aber es sollte nicht übersehen werden, daß sich dieser individualistische Ansatz auf fast merkwürdige Weise wieder mit dem katholischen Ansatz (jawohl, Impfgegnerschaft ist im Wesen katholisch, und die Bischöfe sollten sich einmal mehr in Grund und Boden schämen, weil sie davon nicht einmal etwas zu ahnen scheinen) zusammenläuft.

Der da sagt, daß es moralisch nicht erlaubt ist, bewußt Tode und andere Nebenwirkungen auszulösen, um eine virtuelle, mögliche Gefahr (z. B. durch einen Virus) zu bekämpfen. Die nur durch Prozentvergleiche besteht! Leben können und dürfen niemals in Zahlen, Quanten, Qualitäten abgewogen werden. Nach katholischem Ansatz ist es unerheblich, ob mit Impfung prozentuell weniger Menschen sterben, als ohne eine solche. Schon gar, wenn diese Impfung Wirkungen und Nebenwirkungen hat, die Menschen verletzen und sogar töten. Und das haben ALLE Impfungen.
Deshalb ist die Impfpflicht" auch nicht so einfach mit der Wehrpflicht zu vergleichen. Hier stolpert das US-Rechtssystem mit seinem individualistischen Freiheits-Ansatz auch, wo das ein ungelöster Widerspruch ist, den es (wie im Liberalismus so oft) halt einfach zu ertragen gilt. Nicht aber gilt das für das europäische Denken. 
Denn Wehrpflicht heißt nicht, eine bestimmte Menschengruppe SICHER dem Tod etc. auszuliefern. Jedes Impfsystem aber weiß SICHER (das heißt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit), daß eine bestimmte Menge oder Gruppe in bestimmter Konstellation sterben oder mit Folgeschäden beladen werden wird. Wobei die Wahrheit zu sein scheint, daß die Folgeschäden durch Impfung in den meisten (der VdZ glaubt: in allen) Fällen die Folgen aus einer wirklichen Erkrankung sogar quantitativ übersteigen.
Das Argument, daß MIT Impfung weniger Menschen stürben als OHNE ist KEIN ARGUMENT, das eine Impfung - egal welche - rechtfertigt! Wenn, dann kann eine Impfung bestenfalls durch die Person selber gewollt werden, um direktes Risiko zu verringern, wenn jemand denn der Meinung ist, dieses Risiko einer direkten, initiierten Krankheit in Kauf zu nehmen.

Womit wir es bei Impfungen aber AUCH zu tun haben, ist genau das Abschieben dieser individuellen Verantwortung auf ein völlig diffuses, "allgemeines", in jedem Fall von ANDEREN verantwortetes (und zu tragendes! wie trägt die Allgemeinheit aber ein solches?) Risiko. Womit die Verknüpfung des Impfthemas mit sehr grundlegenden Fragen nur noch deutlicher wird.

Denn damit wird erkennbar, daß der Wunsch nach Impfung dem Wunsch nach Paradies - das ANDERE zu schaffen und zu garantieren haben - entspringt. Also nicht nur irrational ist, ja nicht einmal der Entsittlichung und dem Kulturzusammenbruch entstammt, sondern ein Thema der Diktatur ist, zu der sich unsere Gesellschaften blind (weil ihr Leben im Rahmen der heutigen Irrtümer rational nicht mehr lösbar, also verzweifelt ist) entschlossen haben.




*210720*

Sonntag, 17. Mai 2020

Alle Maßstäbe verrückt (2)

Teil 2) Die Zeit ist lange schon angebrochen, 
in der natürliche Ordnung zerfiel, 
und jedes Zueinander zu einem Gewaltverhältnis wurde


Abgenommen, abgepreßt, entlockt und durch zahllose Verführung erschlichen und damit "freiwillig" übernommen. Wegen des legitimieren sollenden Versprechens, individuelle Gerechtigkeits- und Verantwortungsstreben für den Bürger zu vertreten und deren Durchsetzung zu übernehmen. Damit wurden aber die privatimsten Lebensbereiche einer neuen, ideologisch gewollten Interpretation und Neuordnung - also einer Neugestaltung! - geöffnet. So rückhaltlos geöffnet, daß diese Einfallstore fremden Willens nun nicht mehr zu schließen sind, weil man es mit der Staatsgewalt zu tun bekommt. 
Die in der Hand derjenigen sind, die diesen Fehler nie gemacht haben und auch nicht zu machen bereit sind. Diese mit "Clans" und "Unwesen" diskreditieren zu wollen ist nicht nur als Mittel untauglich, sondern in Wahrheit nicht gerecht. 
Mancher mag über diese Aussage staunen, aber sie ist wahr: Diese haben es lediglich besser gemacht als wir. Sie wahren jene Integrität, die wir abgegeben haben. 
Nun wundern wir uns aber über die Folgen daraus. Und schreien wie die heulenden Weicheier, die wir in unserer Kindheit so verachtet haben, weil sie unter Heulen und mit wehklagender Stimme zum Lehrer gingen, daß der andere mehr habe als sie. 
So wie wir es als Sozialstaatskrüppel eben gewöhnt sind. Die wir das, was die anderen nun zeigen, längst hergeschenkt haben. Was nie (!) gerecht und legitim war, im Gegenteil: Was eine schwere Sünde war.
Nur deshalb haben wir es mittlerweile mit einem völligen Verrücken der Maßstäbe zu tun. Daß das längst weil immer schon zu weit ging, merken manche jetzt erst, und immer noch erst in Teilbereichen "wo es halt gerade wehtut". Aber die Schere klafft überall schon so weit auseinander, daß die Verhältnismäßigkeit so gut wie nirgendwo mehr gegeben ist.
Der ursprüngliche Fehler liegt also auch hier gar nicht so sehr in Staat und Politik und deren Fehldynamiken und bösen Absichten. Der Fehler liegt weit mehr in der oft genug nur aus Gründen von Schwäche, Feigheit und Bequemlichkeit erfolgten Zulassung der Gewissenskorrumpierung durch die Bürger. Und hier vor allem der Männer und Väter. 
Mit dem Haupttäter, dem Sozialstaat heutiger Prägung, diesem großen Instrument zum Niedergang der Persönlichkeit und damit der Abtötung der Lebensfülle eines Volkes, das sich in der Form eines Staates historisch gewachsen organisiert hat. 

Eines Staates, der sich aber längst vom Grundgedanken des Gemeinwohls entfernt hat. In dem auch dem aus egal welchen Gründen Schwachen ein gedeihliches Überleben möglich gemacht werden muß, der deshalb sogar verhindern muß, wenn die Entfaltung des Einen (die natürlich prinzipiell immer frei sein muß) das Wohl der anderen verunmöglicht. 
Der Staat wurde vom in streng zu beachtender Subsidiarität möglichen "letzten Mittel" zu einem ersten und direkten Mittel der Politik. Das Gemeinwohl wurde immer einseitiger zu Geldversorgung umgedeutet, bis der Begriff überhaupt verschwunden ist, es sei denn, er ist noch als Sand in die Augen nützlich. 
Die Wohltaten dieser Art, die nie aus der Verknüpfung im Dreieck "Liebe - Wahrheit - Gerechtigkeit" entbunden werden dürften, wurden so "mit großer Zustimmung der Allgemeinheit" (=Zulassungsbereitschaft) zu einem Verführungs- und Lenkungsinstrument, oft genug im Dienste des Neides. 
Er wurde so aber auch zum Hauptinstrument, die Wertmaßstäbe der Bevölkerung teils offen, häufiger aber heimtückisch und klammheimlich zu verschieben. Denn die meisten der "Wohltaten" des Staates wurden zu trojanischen Pferden der Vernichtung, zu Schienen auf dem Weg weg von der Tugend, hin zum Laster. 
Das war es, das dazu geführt hat, daß sich Schritt um Schritt das Rechtsgebilde des Staates dem natürlichen Rechtsempfinden der Menschen und deren natürlicher, also gottgewollter Ordnung entfremdet hat. Sodaß sich Bürger und Staat immer mehr in einem Zustand der Gegner-, ja Feindschaft gegenüberstehen. 
Was manche in diesen Tagen besonders schmerzhaft und erstmals deutlich vor Augen bekommen, ist deshalb eine Konsequenz aus jahrzehntelanger Zulassung und Verführungsbereitschaft. Keine Diktatur ist einfach verhängt, einfach irgendwie entstanden, einfach irgendwie möglich und real geworden. Sie ist immer Endpunkt eines mehr oder weniger langen Weges der Zulassung und Zustimmung, und versuchter Ausweg aus den Konsequenzen der Tugendlosigkeit. Diesem "leichteren" Weg, der nur einen Preis hat: Die Augen des Gewissens zu schließen.

Wir, die wir das Geschehen heute mit Schrecken, Entsetzen und Befremdung betrachten, können deshalb nicht einstimmen in den Chor derjenigen, die für alles einen "anderen" und "Schuldigen" suchen, sondern müssen uns - mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa! - an die eigene Brust schlagen. Wir haben zugelassen, daß es so weit kommen konnte. 

Nicht durch das Kreuzerl am Wahlzettel, sondern durch das Versagen im Alltäglichsten, wo wir jeder Last und jeder Unbequemlichkeit ausgewichen sind, und uns vom Staat immer mehr erwartet haben, daß er uns die Konsequenzen aus unserer Lebensverweigerung erspart und den Lohn, den nur die Tugend verdient, dennoch auszahlt. 

Die Stunde heute ist weiter, als selbst direkt Betroffene heute meist auch nur ahnen.



*140520*

Samstag, 16. Mai 2020

Alle Maßstäbe verrückt (1)

Um das Phantom dieses "Notstands" überhaupt irgendwie am Leben zu halten, mußten die Regierungen zur schärfsten Waffe greifen, die überhaupt der Politik zur Verfügung steht: Sie mußten sämtliche Maßstäbe verrücken. Sodaß jedes frühere Abwägen von Verhältnismäßigkeit nicht mehr gilt. Das heißt, der gewachsene Grund des allgemeinen Rechtsempfindens wird mit einem dunkelen Sack überstülpt, und neues Rechtsempfinden an seinerstatt etabliert.

Wozu das führt zeigt dieses schockierende Video. Man glaubt die Bilder von Polizeieinsätzen gegen (man muß es hier sagen) friedliche und vor allem friedensbereite Bürger kaum. 

Der Artikel auf "Mitteleuropa" geht legitimerweise noch weiter. Er stellt die Frage, ob es nicht vom Staat gewollt weil zugelassen schon zwei Klassen von Bürgern gibt. Die einen haben genug Macht, um den Staat längst vor sich her zu treiben und zu instrumentalisieren, die anderen werden dafür umso mehr karniefelt und niedergeprügelt (denn so muß man das nennen). Hier läßt der Staat nicht nur zu, sondern schützt eine Versammlung, die er dort mit brutalsten Mitteln zerschlägt. 
Wem gehört also der Staat, in dem wir leben? 
Diese Frage muß man stellen, schaut man die obigen Bilder an, betrachtet man die im Alltag längst zu erfahrenen Realitäten. Dazu gehört auch die im Artikel gestellte Frage, ob man es als Zufall sehen muß, daß die Erleichterungen im Shutdown gerade zum Ende des Ramadans erfolgen. Während Ostern, dieser Höhe- und Angelpunkt des christlichen Lebens, in den Erdboden gestampft wurde, ja der christliche Kult sogar nach wie vor nahezu verboten weil strengsten, den Kult zerstörenden Reglementierungen unterworfen ist. Und auch hier: Durch Zulassung! Während der Starke sich behauptete. Denn immerhin könnte man Zusammenhänge vermuten. 
Man muß nämlich zum religiösen Kult die Kunst dazunehmen, dieses Kind des Kultes, sogar bei allen Einschränkungen die die Degeneration heute mit sich bringt. Dann wird das Ausmaß der Kulturvernichtung, die die "Corona-Krise" in Wahrheit war, noch deutlicher. Denn Kult und Kunst sind es, aus denen ein Volk lebt - oder eben nicht. 
Denn jedes Volk wird von der Art des Kultes (auch Kunst ist Kult) weil nach seiner Gestalt und Art geprägt. Welcher Kult aber darf stattfinden? Welcher Kult darf seine Kunst gebären? Diese Frage muß man stellen dürfen, und die Antwort, die offensichtliche Antwort darauf ist erschreckend.
Warum also das alles, warum vor allem diese Unterschiede in der Behandlung von Bevölkerung und ihrer Gruppen? Ist es tatsächlich schon so, wie Josef Pieper in einer seiner soziologischen Analysen bereits vor fünfzig Jahren feststellte, daß wir uns (damals) auf einen Zustand der Gewaltverhältnisse (noch) zubewegten, den wir heute aber bereits erreicht haben? Wo die institutionalisierte Ordnung der natürlichen und als natürlich zu Recht ("Hausverstand" oder "gemeiner Menschenverstand") empfundenen weil dort gründenden Ordnung nicht mehr entspricht. 
Weil in der faktischen Realität nur noch gilt, was gewaltbereit genug ist, sich um jeden Preis, auch den des Ganzen einer GEMEINSCHAFT, dieses immanent einigen Corpus jedes Staates, durchzusetzen.
Wo Recht und Polizeigewalt erhält, der wie im Beispiel genug Gewaltbereitschaft zeigt, um die Staatsgewalt nicht nur einzuschüchtern, sondern sogar zu beherrschen und zu dirigieren. 

Während die anderen schon so sehr an einen Zustand gewöhnt, weil dazu verführt wurden, in dem ihnen seit Jahrzehnten mittlerweile jede Gewalt (auch die legitime, die im innersten Verantwortungsbereich jedes Menschen) abgenommen und vor allem entwendet wurde, sodaß ihr Recht vor dem Staat nicht mehr anerkannt wird. 
Siehe Väterrecht, Familienrecht, Eherecht; siehe aber so viele weitere betroffene Bereiche, wie die Vernunft und Verantwortungsrechte auch in der Meinungsäußerung, was sich in dieser Corona-Krise nun so deutlich zeigt.

Morgen Teil 2) Die Zeit ist lange schon angebrochen, 
in der natürliche Ordnung zerfiel, 
und jedes Zueinander zu einem Gewaltverhältnis wurde



*140520*

Donnerstag, 26. September 2019

Eine auseinandergebrochene Lebens- und Rechtsordnung

Fast kann man es darauf reduzieren, aber der Sinn eines Staates als Organisationsform einer Gesellschaft (die sich als Volk auffaßt), ist die Manifestation einer bestimmten Rechtsordnung. Die wiederum nur möglich ist, wenn sie auf einer Wertordnung beruht, die allen Bürgern eines Staates mehr oder weniger gleich und wertvoll ist. Splittert sich diese immanente Wertordnung auf, bricht ein Staat aus sich heraus zusammen, denn nie ist ein Staat in der Lage, durch seine Kräfte ein Volk in einer Rechtsordnung, weil in einem Rechtsempfinden zu halten, die nicht angenommen oder gegen die ständig verstoßen wird. 

Deshalb ist ein Staat immer nur dann (potentiell) dauerhaft existenzfähig, wenn seine Rechtsordnung auch dem natürlichen Gesetz entspricht, dem Naturrecht sohin. Denn Ziel und Aufgabe eines Staates muß ja sein, ein normales, ruhiges alltägliches Leben zu ermöglichen, das dem Bürger ohne viel darüber nachdenken zu müssen auf selbstverständliche Art möglich macht zu leben, wie er immer gelebt hat und leben möchte.

Genau diese Ordnung aber ist das Ziel einer Methode, die zwar nicht neu ist, aber in letzter Zeit einen Begriff gefunden hat, der da "Accelerismus" (accelerate = beschleunigen) heißt, wie Hadmut Danisch berichtet. Was ist damit gemeint? Bürger, die mit bestimmten Zuständen oder Ordnungen nicht einverstanden sind, zwingen das Gemeinwesen (den Staat, seine Ordnungskräfte) aus Notwehr Maßnahmen zu ergreifen, die ein normales Leben nicht mehr möglich machen. Weil um des Ganzen willen Maßnahmen ergriffen werden müssen (zum Beispiel Einrichtungen, Maßnahmen, die einem Polizeistaat entsprechen).

Erstmals kam dieser Begriff in die breite Weltöffentlichkeit, als ihn der Attentäter von Christchurch in Neuseeland in seinem langen Manifest anwandte. Der mit seinem Angriff auf eine Moschee konkret vorschlug, den Staat zu Maßnahmen zwingen zu wollen, die ein ruhiges, normales Leben nicht mehr möglich machen. Der Staat muß zukünftig also Muslime besonders beschützen, ihre Versammlungen nahezu privilegieren, und wird damit unzufriedene Reaktionen in der übrigen Bevölkerung auslösen. 

War der Attentäter von Christchurch aber noch deklariert "rechts" (was immer das für ihn bedeutet haben mag), so fällt bei den Attentaten, den "shootings", die in den USA am Wochenende vom 3. auf den 4. August 2019 auf, daß sie ganz offensichtlich von Tätern aus dem Lager der "Antifa" beziehungsweise der Linken stammen. Die in zwei (von drei!) Fällen aber mit Taten, die man Rechten zuschreibt - und damit ist in der Regel nichts anderes gemeint als eine bestehende Ordnung - Reaktionen provozieren wollten, die bei der Bevölkerung Bereitschaft schaffen sollen, politische, rechtliche Maßnahmen anzunehmen, die eine ganze Rechtsordnung nach links verschieben.  (Oder an ihrer Rechtslastigkeit ersticken, sie also zum Deibel wünschen, auch das ist eine Denkmöglichkeit.) Und sei es das den Amerikanern ansonsten heilige Recht auf Selbstverteidigung und damit Freiheit beschränken, selbst automatische Waffen zu besitzen.

Bislang hat man das als "false flag"-Operation gekannt. Man tut etwas, und schiebt es anderen in die Schuhe. Aber es mehren sich die Indizien, daß diese Vorgangsweise zur regelrechten politischen Methodik wird. Weil allen die Geduld ausgeht, sozusagen, soll angeschoben werden, den erwünschten Zustand der Gesellschaft auf andere Weise zu erreichen.

Im Fall der Antifa und radikalen Linken heißt das nichts anderes als Chaos anzurichten. Das einen Staat bestenfalls sogar in einen "failed state" verwandelt, das heißt einen Staat, der nicht mehr in der Lage ist, eine Rechtsordnung und ein normales Leben zu gewährleisten. So daß sich die Bürger einen anderen Staatszustand wünschen. Einen Staat, der alles, wirklich alles kontrolliert. Schon unter dem Motto "Terrorbekämpfung" hat man weltweit eine Freiheitsbeschränkung, Steuerung und Überwachung einfach so akzeptiert, die beispiellos ist.

Einfach weil zu viel passiert, als daß das noch handhabbar wäre. Ein wenig sind wir ja schon so weit, man denke an die Vorsichtsmaßnahmen rund um Weihnachtsmärkte, oder die in Österreich zumindest bemerkbar erhöhte Präsenz von Polizei im Alltagsbild der Städte. Das - eiderdautz, warum denn das? - von größten Teilen der Bevölkerung begrüßt wird. Die hat man also schon so weit, auf einen Polizeistaat zuzugehen, weil der noch besser ist als ... ja, als was? 

Als ein Leben in einer Gesellschaft, als Teil eines Volkes, das mehr oder weniger in einem Rechts- und Werteempfinden geeint ist. Und das ist der signifikanteste Punkt. Denn die Frage erhebt sich schon seit längerem, ob unsere Völker das überhaupt noch sind!?

Oder ob nicht klammheimlich in den letzten Jahrzehnten durch eine Politik, durch eine Rechtssetzung, die NICHT mehr dem Naturrecht entspricht, aber auch durch Massenzuwanderung eine innere Spaltung eingeleitet wurde, die sich heute bereits so manifest äußert, daß viele nicht ganz zu Unrecht von einer "gespaltenen" sprechen. Ja, man muß es fast schon "fragmentierte" (also in zahlreiche inkompatible Wertegesellschaften zerfallene) Gesellschaft nennen. Von denen einige Teile nun den totalen Zerfall herbeiwünschen, und diesen Zerfall beschleunigen. Accelerieren.





*070819*

Samstag, 8. Juni 2019

Ein nächster schwerer Angriff auf die Familie

Die diskutierte Einführung von per Gesetzen definierten "Kinderrechten" ist ein (nächster) schwerer Angriff auf die natürlichen und notwendigen Rechte der Familie. Deren Integrität nicht eine Sache von Religion oder Überzeugung, sondern der Vernunft ist. Thomas Stark begründet es sehr sauber aus der Definition der Begriffe Familie und Staat. Dem Staat steht in der Familie eine autonome Institution gegenüber, die er niemals nach seinen Vorstellungen gestalten darf (und auch gar nicht kann). Das trifft sogar in den Fällen zu, wo die Familie bzw. wo die Eltern ihren Aufgaben (in den Augen des Staates) nur mangelhaft nachkommen.

Die Natur staatlichen Rechts ist von dem innerhalb einer Familie geltenden Recht wesentlich verschieden. Wo es auf einem gar nicht ins Einzelne definierbaren zwischenmenschlichen Verhältnis beruht. Den Eltern steht das unabdingbare und unverhandelbare Recht (weil die Pflicht) zu, die Kinder - als gewissermaßen verlängerter Teil ihrer Persönlichkeit, als Teil ihres Lebensvollzugs - nach ihren Vorstellungen zu erziehen. Der Staat hat dies nicht nur zu respektieren, sondern zu ermöglichen. Er hat kein Recht, diese Elternrechte zu beschneiden oder zu gestalten, etwa in dem er nun die Kinder einer Rechtsordnung unterstellt, die sie schon prinzipiell aus diesem Familienganzen herausbricht.

Nur einen kleinen Widerspruch möchte der VdZ anbringen, wo Stark nämlich ein klein wenig übers Ziel hinausscheißt, wenn man es so pauschal formuliert wie er: Der Staat hat nämlich NICHT die Aufgabe, der Familie DIE MITTEL, die sie braucht, zur Verfügung zu stellen. Er muß ihr vielmehr ermöglichen, diese Mittel selbst zu erlangen. Und selbst wenn man von direkten Hilfen spricht, so ist auch dabei nicht "der Staat" erste Ansprechstation, sondern - letzte. Nach dem familiären Umfeld, den horizontalen Vereinigungen und Genossenschaften, dann den vertikalen wie Gemeinden, Pfarren, den Bezirken etc. etc. Denn das Wort von der Subsidiarität gilt für solche Hilfen nicht weniger.







*020319*

Samstag, 1. Juni 2019

Das absolute Eigentum schützt nur das Unrecht (2)

Teil 2) Der Ausweg ist weder Liberalismus noch Totalitarismus



Lassen wir uns nicht täuschen: Eine Aufweichung des heute herrschenden "absoluten Eigentums" ist keineswegs der große Schritt zum Kommunismus, wie uns so viele weismachen wollen. Sondern es ist ein notwendiger und wichtiger Schritt zurück zum Gemeinwohl als Maxime der Politik. Der VdZ sagt damit nicht, daß der jüngst zu hörende Vorschlag, Häuser zu enteignen, um die Wohnraumnot zu lindern, in seiner Form auch ein Schritt zu einer christlicheren, damit wieder für alle besseren Gesellschaft wäre. Dazu mißtraut er den Politikern bereits viel zu viel, noch dazu vor dem Hintergrund der absurden Zuwanderungspolitik. Und schon gar nicht spricht er einem plumpen Sozialismus das Wort, in dem allen alles gehören soll.

Aber er sagt, daß das Argument dagegen nicht sein kann, die Absolutheit von Eigentum weiter festzumauern. Sondern Anlaß sein muß, über den Eigentumsbegriff neu nachzudenken. Der in der heute bestehenden Form tatsächlich ungerecht ist und sich gegen das Gemeinwohl richtet. Eigentum muß immer in Verbindung zu Verantwortung gesehen werden, nur so weit kann und muß die individuelle Macht darüber ein Recht sein. Dieses Recht wird in dem Moment verwirkt, wo sich dieses Eigentum gegen das Gemeinwohl richtet. Und das heißt eine Gesellschaft so bestimmt, daß es einer breiten Schichte der Gesellschaft unmöglich macht, ein "normales" Leben zu führen.

Und dazu gehört auch Wohnraum. Und dazu gehört auch eine Relativität des Eigentums, die sowohl in der Verfügungsgewalt Ausdruck findet, wie im Umgang mit Versagen oder Unbill des Schicksals. Hier hat der Staat sehr wohl das Recht, ja oft die Pflicht, "verteilend" (und damit manche enteignend) einzugreifen. Wobei der VdZ betont, daß er ein vehementer Gegner des heutigen Umverteilungsbegriffs und Sozialstaats ist, der die Menschen nämlich demoralisiert und Gesellschaften unproduktiv und unlebendig macht. Ja, sie zu "willigen Akteuren" der eigenen Sklaverei macht.

Dennoch muß uns deshalb klar werden - und es ist eine notwendige Diskussion gerade vor dem Hintergrund der anbrandenden Massen fremder Kulturen - daß es die Situation geben kann, daß man das Recht an "seinem Eigentum" durch falschen, wesensfremden und nicht dem Gemeinwohl dienenden, ja diesem schädlichen Gebrauch verwirken kann. Und daß ein absoluter Eigentumsbegriff immer nur dem dient, der Unrecht Gut absichern und sich gegen das Naturrecht absichern möchte. Denn das gerechte Eigentum hat immer seine Gutheißung durch das Insgesamt, durch das Wohl eines ganzen gesellschaftlichen Gefüges und dessen letztem Sinn. Und der ist, betrachtet man alles Diesseitige, immer relativ.

Warum ist es so wichtig, sich das vor Augen zu stellen? Aus mehreren Gründen. Deren erster ist bereits angesprochen: Wir müssen endlich auch dem Liberalismus die Maske vom Gesicht reißen, der uns schon so tief durchdrungen hat, daß wir in zahlreichen Fällen genau das Unrecht als "Recht" fordern, das uns in Wahrheit das Leben, die Kultur, das Gemeinwesen zerstört. Dazu müssen wir also Ursache und Wirkung neu sehen lernen.

Ein nächster Grund ist aber, daß der VdZ mit Sorge beobachtet, wie sich die "political correctness", diese neue Politik der Moral, mehr und mehr auf ein Terrain begibt, das man "Naturrecht" nennt. Dieses aber nutzenorientiert zum Totalitarismus mißbraucht! Und sich sogar darin noch leicht und immer leichter durchsetzen wird, das kann man bereits jetzt vorhersagen. Weil es in vielem Resonanz in jedem einzelnen Menschen findet, der dieses Gesetz ja am Grunde seiner Persönlichkeit vorfindet. Denn das Naturrecht ist nicht einfach ein positives Recht, sondern es ist das allen Dingen als Wesen eingeschriebene Gesetz. Deshalb müssen wir hier scharf unterscheiden lernen! Um zum einen den Mißbrauchern nicht in den Arm fallen zu können, und zum anderen berechtigte Anliegen nicht vom Tisch zu fegen, die uns in jedem Fall ins Unrecht setzen werden.

Dazu ist der Liberalismus völlig (!) ungeeignet und das erweist sich auch sogar immer mehr: Er ist zahnlos, weil er Forderungen dagegenstellt, die vielfach selbst Unrecht sind, dessen Einzementierung aber verlangt wird. Und dieses Unrecht, diesen Widerspruch zum Wesen von Welt und Gesellschaft, werte Herrschaften, spürt auch jeder. Der VdZ will damit nicht sagen, daß es einen "dritten Weg" gibt, weil es manchmal mit neuerlich untauglichen Vorschlägen gemeint ist. Aber er will sagen, daß es einen "ganz anderen" Weg gibt. Und dieser Weg ist weder Utopie, noch ist er völlig neu. Er ist vielmehr der wie bei einem Eisberg zu 9/10 im Verborgenen der Vergangenheit (und des bewußt inszenierten Verleumdens und Vergessens) vorhandene und bewährte Sockel, auf dem alleine eine gesündere Gesellschaft, eine gesündere Kultur auch heute bestehen kann.

Hören wir also auf, uns vorführen zu lassen. Nicht der Liberalismus ist die Alternative zum sich abzeichnenden Totalitarismus, denn er ist ein trojanisches Pferd, das zur Knechtschaft der Oligarchie führt. Und vieles, was nun als Utopie des Totalitären aufzublühen beginnt (und für das man jetzt schon Kinder vorschiebt), setzt an einer gar nicht in allem falschen Gegenwehr gegen die sozialen und kulturellen Verwüstungen an, die der Liberalismus angerichtet hat und anrichtet. Aber auch nicht Zentralismus und moralisch verabsolutierter, "gerechtfertigter" Totalitarismus. Der Ausweg ist eine Politik des Gemeinwohls! Nur die sichert, ja rekonstituiert auch unsere Freiheit. Der wir - mitten im Liberalismus! - schon so entfremdet sind, daß wir erst wieder lernen müssen, was das überhaupt ist.


*Deshalb kann es kein Eigentum außerhalb eines sozialen Gefüges geben, das auf mehr als positiven Gesetzen ("Verträgen") beruht. Nur diese soziale Komponente, die noch klar zwischen Personsrechten und -pflichten und Diebstahl unterscheiden kann, und zwar aus der in ihr lebendigen oder als geboten anerkannten, rituell abgesicherten Moral heraus, macht auch Eigentum überhaupt erst möglich, das NICHT Absicherung gegen die Folgen begangenen Unrechts ist. Vieles, was uns einfach keine Ordnung ins Getriebe bringen läßt, folgt nur daraus, daß wir es mit unseren Sozialwesen fremdem Kapital auseinanderzusetzen haben. Weil es sämtliche Ursache-Wirkungs-Verhältnisse verwirrt und vernebelt. Man denke da nur an die Steuerflucht internationaler Konzerne! Wie schnell würde sich da manches einrenken, wenn ausländischen Investoren klar wäre, daß sie ihr Eigentum in dem fremden Land nur insoweit abgesichert haben, als es dessen Gemeinwesen nicht schädigt beziehungsweise diesem förderlich ist. Wenn ein Investor das als Hinderungsgrund sieht, nicht zu investieren, dann sollte man gerne auf ihn verzichten. Denn was hätte er dann vor? Das Zielland auszubeuten und zu schädigen, seine Gastfreundschaft zu mißbrauchen?




*150319* 

Freitag, 31. Mai 2019

Das absolute Eigentum schützt nur das Unrecht (1)

Zwar kann man jede Sympathie dafür haben, die Regierenden scharf zu kritisieren, aber man darf dabei nie vergessen, doch genauer zu denken als in pauschalen Hinhackbewegungen alles in Grund und Boden zu stampfen, was an Vorschlägen und Gedanken kommt. Denn sonst werden wir für Dinge nützliche Idioten, die genau das bewirken, was wir eigentlich kritisieren, weil es uns das Leben zur Hölle macht. Sehr geschickt darin, solche berechtigten Gefühle in falsche Richtungen zu lenken, sind die Liberalen, der sprach- und denkverwirrende Kuschelarm des Kapitalismus.

Da findet sich etwa auf Tichys Einblick ein empörter Artikel, wie Politiker allen Ernstes überlegen können, Immobilien zu enteignen, weil es an Wohnraum fehlt. Und das nur, weil die Wohnraumpolitik kläglich versagt habe. Nun, Herrschaften, hier geht es um etwas sehr Prinzipielles. Und zwar um etwas, das wir längst als Normalität geschluckt haben, das aber in sich falsch ist. Es geht um die Frage nach dem Wesen des "Eigentums". 

Ja, es ist richtig, ein Staat muß Eigentum schützen. Aber Eigentum als ungestörte Nutznießung an einem Gut ist nicht absolut, und es ist auch nicht unbeschränkt möglich. Denn mit jedem Eigentum gehen auch soziale Verbindlichkeiten einher. Eine Gesellschaft hat sehr wohl das Recht, und die Politik die Pflicht, einen groben Verstoß gegen diese Pflichten zu korrigieren. Deshalb ist Eigentum niemals "absolut", wie es die Liberalen gerne hätten.

Wie entstand dieser Begriff des absoluten Eigentums? Wir machen es kurz, denn detailliertere Aussagen dazu finden sich auf diesen Seiten häufig genug: Er entstammt der Neuzeit. Und hängt in Europa (und nur dort bzw. dann in den USA, dem Musterland des Liberalismus, entwickelte er sich in dieser Form) genau mit der Zeit der Reformation zusammen. Als sich die Fürsten und Könige über die Kirche erhoben und sie enteigneten, um sich selbst daran zu bereichern. Bis ins Mittelalter war der Begriff von Eigentum immer nur als Leihgabe von Gott her (repräsentiert über die Obrigkeit, die aber ebenfalls über kein absolutes Eigentum verfügte, sondern alles, das ja Gottes Eigentum war, nur verwaltete) verstanden. Entsprechend stand der bei weitem größte Teil von Produktionsmitteln (Land, Werkzeug) allgemein zur Verfügung. Besonders das Kircheneigentum (und die Kirche besaß im 15. Jahrhundert rund die Hälfte aller Vermögenswerte und Landflächen) war und ist nur so zu verstehen: Es dient der Allgemeinheit. "Unter dem Krummstab ist gut leben" war ein allgemein verbreiteter Satz. 

Das änderte sich mit der Politik, mit der Natur mancher Menschen. Ihre Lebensweise wurde aufwendig, und die Könige und Fürsten verbluteten ihre Finanzen durch Kriege und Auseinandersetzungen. Denn im späten Mittelalter veränderte sich das Gesicht der Politik. Der Grundsatz, daß ein Fürst oder König nur so weit Politik betreiben konnte, als sein Privatvermögen reichte, wurde immer unangenehmer und trieb die Fürsten und Könige europaweit in immer höhere Schulden. Dem verfiel als erster der englische König Heinrich VIII. - die Engländer waren durch ihre Kriege um und gegen Frankreich notorisch schwer überschuldet - auf die Idee, den Konflikt mit der Kirche rund um seine Ehen (wo sich die Kirche nicht mehr willfährig zeigen wollte) zum Anlaß zu nehmen, sie überhaupt zu entmachten. Und das geschah durch Einziehung ihres Vermögens. Darin fand er in den englischen Adeligen willige Helfer und Kumpane, die es ihm gleichtaten.

Um dieses Raubgut zu sichern, wurde das Eigentum per Gesetz absolut gestellt. Das ist das ganze Geheimnis um diesen Punkt. Und diese Struktur wurde mehr und mehr von ganz Europa aufgegriffen, die Problematik war überall dieselbe. Das relative Eigentum, das bis dorthin geherrscht hatte und so gut wie jedem normalen Bürger ein relativ sorgenfreies Auskommen ermöglichte, und das das Mittelalter zu einer so bunten, prosperierenden Zeit gemacht hatte, stört. Es kommt skrupellosen, egoistischen Kräften nicht gerade entgegen, ja es verhindert den unsozialen Bereicherungswunsch schlechter Charaktere. Es verhindert ferner, daß kulturfremde Kräfte sich beliebig in anderen Gemeinwesen austoben können, dessen Eigenarten bezogen auf ihre Ziele sie ausnützen, dessen Notwendigkeiten sie aber ignorieren.*

Das absolute Eigentum, das uns täglich als Grundpfeiler unserer Gesellschaft eingeredet wird, hat in sich deshalb den Charakter eines Gesetzes, das den ungerechten Mittelerwerb absichern soll. Das ist das ganze Geheimnis. Es ist deshalb nicht der Grundpfeiler des Gemeinwohls, sondern die Basis eines liberalistischen Kapitalismus, der zwar allen "Freiheit" vormacht, aber die Freiheit des Brutaleren, Egoistischeren meint, den Schwächeren oder den in seinem Herzen Besseren zu mißachten. Es sichert eine Art des Wirtschaftens ab, in der jeder so viel zu horten versucht, wie ihm möglich ist, ohne Rücksicht auf lästige soziale Verbindungen nehmen zu müssen.  Während das aber noch weitgehend dem moralischen Gebot unterliegt (und moralische Gutheit ist nicht per Gesetz "verordnenbar"), wird es zur Notwendigkeit eines rechtlichen Eingriffs dort, wo es "sozial schädlich" ist. Und dagegen soll der Liberalismus es als die große Lüge der Freiheit und des Gemeinwohls absichern.

Deshalb- deshalb! - braucht so eine Gesellschaft auch eine schwache moralische Instanz, also eine schwache Kirche. Und genau das ist mit der Reformation eingeleitet, und seither auch im katholischen Bereich mehr und mehr vervollkommnet worden. Natürlich oft genug unter Mithilfe schlechter Kirchenfürsten, keine Frage, die die Gelegenheit gerne aufgegriffen haben, sich mehr um sich und ihre Karriere als um die Gläubigen und deren Seelenheil zu kümmern. Das Schlechte bekommt immer durch die Schwäche der Guten seinen Siegesraum.


Morgen Teil 2) Der Ausweg ist weder Liberalismus noch Totalitarismus





*150319*

Dienstag, 19. März 2019

Verantwortung trägt Gewalt in sich

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Beitrags (22.1.19) gab es im Jahr 2019 bereits fünf Frauenmorde durch Liebhaber oder Ehemänner, schreiben die Zeitungen. Und sie tun es mit einer Aufgescheuchtheit, die doch Richtung hat. Die einen sehen es als Zeichen der eskalierenden männlichen Gewalt, angesichts derer man es ja immer wußte, daß Mannsein direkt mit dem Bösesein zusammenfällt. Die anderen nehmen die Fälle (die sich mehrheitlich unter Zugewanderten abspielten) als Belege, die auf die Schale der Schuld der Regierung über die Massenmigration der letzten Jahre gelegt werden müssen. Beides aber stimmt wohl in dieser Art nicht.

Nicht jede Gewaltausübung ist böse. Das ist es, was wir nicht mehr zu wissen scheinen, ja das uns ausgetrieben wurde. Und es wurde uns ausgetrieben, weil es darin um die Entmachtung des Mannes geht und ging. Eines Mannes, der in unseren Ländern wie ein kastrierter Haremswächter durch die Gegend schleicht, und zum "Neuen Mann" werden soll, der dann seine Lob- und Streicheleinheiten kriegt, wenn er genau das nicht ist, was er ist: Mann. 

In Wahrheit geht es hier nicht nur um die Entmachtung des Mannes; sondern dieses Machtvakuum füllt sofort die Frau aus. Die sich nun der sanktionierten Gewalt - unter Beiziehung der Macht der Gesellschaft, der Polizei, der dahingehend adaptierten Gesetze - bedient. Und dazu nicht nur ermuntert wird, sondern die dann auch noch belobigt und/oder bedauert weil als Opfer gestellt wird. 

Und das hat sogar an diesem Punkt tatsächlich mit Zuwanderung zu tun. Denn in den meisten Ländern der Welt, besonders jenen, die noch nicht von der pseudochristlich-amerikanistischen, marxistischen Gehirnwäsche völlig entstaltet wurden und damit in den meisten Ländern und Gesellschaften, aus denen diese Zuwanderer kamen und kommen, ist noch ein Element, das in naturrechtlicher, also dem Wesen des Menschen entsprechender Weise sehr gesund ist. Viele der Zuwanderer haben noch ein sehr richtiges Gespür für die Rolle des Mannes in der Zweisamkeit (deren einzige gewaltbefriedende weil regulierende Form die Ehe ist), und ihre Rolle in der Gesellschaft. 

Deshalb ist das, was unter "Integration" läuft, und vielfach nichts anderes meint, als daß sich der Zuwanderer gefälligst derselben Kastration und Dekadenz unterwerfen soll, die uns bereits kaputt gemacht hat. Man schaue sich doch nur den Zustand der Ehen und Familien an. Und dabei ist es bei weitem nicht ausreichend nach dem Status "noch beisammen oder geschieden" zu schauen. Denn wie viele "aufrechte Ehen" sind nur deshalb noch "aufrecht", weil beide gar nicht mehr versuchen oder das nie getan haben, eine Ehe zu leben, sondern damit die Gewohnheit des Beisammenseins aufrechthalten, weil sie die Konsequenzen scheuen. Eine Pseudo-Ehe also führen, die natürlich viele praktische Vorteile hat, vor allem aber auch oft nur der Bequemlichkeit und Trägheit dient. 

Man schaue sich nur an, was für ein Desaster das ist, was heute als Maß der Dinge - lächerlich nichtssagend "Beziehung" genannt - gilt, und fast systematisch die jungen Menschen in Leid und seelische Not bringt. Die hilflos zuschauen müssen, wie sie Mechanismen ausgeliefert sind, die irgendwann auch tatsächlich greifen, denen sie nicht gewachsen sind. Die aber auch Zuwanderern auferlegt werden, weil sie sonst als "nicht integriert" oder sonst was gelten.

Und da kommen also nun junge Männer, ältere Männer, die in Gesellschaften aufgewachsen sind, wo die Stellung von Mann und Frau in der Gesellschaft noch weit mehr dem Naturrecht, dem Natürlichen, Richtigen also entspricht. Die noch wissen, daß es ein Zueinander von Mann und Frau erstens gibt, weil es dem Wesen des Menschseins an sich entspricht, und zweitens, daß es nur als Zueinander in den jeweiligen Stellungen und Aufgaben gibt, die je Mann und Frau auferlegt sind. Und deren Wesen entsprechen. Wo der Mann als in die Gesellschaft, den Staat, die Gemeinschaften, die Welt hinausragenden Teil die Verantwortung für das Familienganze übernehmen muß, und daß es ohne Gewalt keine Verantwortung gibt, weil die sich erst dort beweist, wo sie verletzt wird. 

Wo also die Frau nicht je nach Laune und Willkür ihr eigenes Ding durchziehen kann. Wie es heute bei uns fast allgemein geworden ist. Wo in den Ehen nicht zwei an einem Strang ziehen, sondern meist der Mann sich den Anforderungen der Frau unterwirft und die inneren Spannungen (die aus den unerfüllten Wesensbedingungen kommen) irgendwie sonst abbaut.

Zuwanderer, deren Männer oft feststellen, daß sie es mit den früher gültigen gesellschaftlichen, zwischenmenschlichen Mechanismen nicht mehr schaffen, Frauen zu binden. Weil Bindung deren Willkür auferlegt ist - will sie nicht, ist der Mann bei uns machtlos, ja hat den staatlichen Gewaltapparat gegen sich. 

Und noch weit mehr ließe sich zu alldem sagen. Denn die (angeblich zunehmende - der VdZ glaubt das nicht, aber es würde ihn nicht wundern) Gewalt der Männer gegen die Frauen, die Gewalt der Zuwanderer gegen heimische Frauen, hat auch - und man hört das Gebrüll, das nun einsetzt! - sehr viel ... Richtiges, Gesundes, Natürliches. Da kann man manchen Bewegungen oder Personen, die sich an sich richtig gegen die Massenzuwanderung wehren (während die Gegenwehr gegen die Folgen ein ganz anderes Ding ist, das deshalb ganz andere Forderungen braucht, wie die nach Segregation, nicht nach Integration, die unmöglich und menschenwidrig ist), den Vorwurf tatsächlich nicht ersparen, daß sie nur noch nach Beißreflexen agieren und zwei völlig verschiedene Dinge in einen Topf werfen und damit Unrechtes tun.

So sehen wir nicht mehr das Gute, das Richtige, das Natürliche, das in den Zuwanderern auch steckt. Das uns qualitativ oft tatsächlich übertrifft. (Genauso freilich, wie wir etwas anderes nicht sehen, dem auch wir bereits entfremdet sind, im Denken, nicht in der Realität. Denn da haben wir mehr damit zu tun denn je: Mit der Dämonie, die mit dem Heidentum der Zuströmenden nur in einem mehr oder weniger, nicht aber prinzipiell, denn das ist es, verbunden ist.)

Daß es in unserer Situation, in der Entwicklung der letzten Jahrzehnte, in der die Zerstörung der Ehe auch die Zueinanderordnung von Mann und Frau nachhaltig gestört hat, zu einem Punkt kommt, wo die Gewalt gegen Frauen eskaliert, weil der Mann sich seine Natur zurückholt, hat der VdZ schon seit vielen Jahren vorhergesagt. Es kann gar nicht anders kommen. Es wird sich vorerst freilich andere Wege suchen, aber es wird von der Jugend ausgehen, die Ersatzkriege gegen die Mütter (und in ihnen gegen die Frauen, denn Frau ohne Mann als Haupt ist amorpher Archetyp) führen werden. Wozu ihnen heute aber (noch) jeder Mut fehlt.  Und nach wie vor soll der ihnen genommen werden.

Aber das wissen die Zuwanderer noch nicht. Sie glauben, daß man es noch auf richtige(re) Weise regeln kann. Und stoßen hier mit den staatlichen Gesetzen zusammen, die all die Naturwidrigkeiten, die sich in das Zueinander von Mann und Frau, in die Stellung der Geschlechter in der Welt eingemischt haben, und das Aberwitzige zur Norm machen sollen. 

So wie in diesem Fall, wo ein Mann in Tulln (Niederösterreich), Haupt einer bosnischen Familie, der von der Polizei (die das erst auf Anweisung der Frau hin tut) "weggewiesen" wurde, und daraufhin die Frau erstach. Die genaueren Umstände kennen wir natürlich nicht, werden sie auch nicht kennenlernen, weil davon auszugehen ist, daß die Journaille die völlig falschen Fragen stellt, weil sie die wirkliche Problemlage gar nicht kennt. Aber er wäre zu exemplarisch. Gerade mit dem Wegweisegesetz hat man nämlich den Familien den Todesstoß gegeben. Schon alleine das Bewußtsein, daß die Frau die Gewalt in der Hand hält, über Wohl und Wehe der Familie zu entscheiden, den Mann also fortzuweisen, wenn er den Vorstellungen der Frau nicht mehr entspricht, wirkt desaströs. Der erleben muß, daß er keine Möglichkeit hat, seine Kinder seinen Zielen gemäß zu führen und zu lenken, und das kraft seiner Verantwortung nicht dulden kann. Wo einmal Wegweisung war, ist jede Zukunft zerstört. Kein Mann kann das ertragen. Tut er es dennoch, dann auf Kosten seiner Verantwortung.

Aber daß Verantwortung mit Gewalt zu tun hat, ist unseren gehirngewaschenen Köpfen nicht mehr vertraut. Deshalb gibt es bei uns aber nicht "weniger Gewalt", das ist ein Irrtum. Es gibt nur weniger Verantwortungsbewußtsein.





*220119*