Beim Lesen von Texten aus dem Mittelalter - wohlgemerkt: UNSEREM Mittelalter, also dem Raum, den UNSERE Vorfahren nahmen weil prägen konnten (so wie Raum immer nach Volk ruft, so wie Leere nach Macht) - gleitet mein Geist immer und völlig ohne Absicht in den Zustand des Betens. Denn das Naturrecht zu studieren, das vor 1000 Jahren noch völlig unwidersprochen als ALLGEMEINES RECHT gesehen wurde, dem zu gehorchen war.
Nämlich NICHT den bloß verhandelten Gesetzen und Regeln. Die GALTEN ohnehin nur, wenn sie diesem Naturrecht entsprachen, und eine Gerichtsverhandlung war eine Art gemeinsame Suche nach diesen ungeschriebenen, aber umso stärker ALLEN präsenten Gesetzen.
Und diese Gesetze sind völlig (und zwar wirklich vollständig) der katholischen Theologie DECKUNGSGLEICH. Hier im besonderen natürlich der AUS der Metaphysik, die immer und bei allen Völkern der Geschichte die Frage nach dem Wesen des Seins IST. Insofern ist also alles Fragen nach dem Handeln ein Fragen nach dem Wesen des allem Faktischen zugrundeliegenden Rühren, das personal ist.
Es waren Österreicher, allen voran Wilhelm Schmidt, Theologen, Priester, Mönche, die vor 100 Jahren sie sogar (von der Wikipedia schreibt, daß sie heute als überholt angesehen werde) so benannte "Österreichische Schule der Völkerkunde", die das Studium der Natur des Menschen völlig neu aufsetzte und an den Universitäten begründeten. Und genau diese Tatsache entdeckten.