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Montag, 19. Dezember 2022

Was aber empören müßte

CNA - Abteribungen steigen rasant
Während also die Welt ein einemnie geseheen Niedergang der Demographie steht, die Fertilität der Frauen ins bodenlose sinkt, und die Gecheiten aufstehen um uns zu eklären, wie es an der Impufng hängt - oder gerde be nicht - stellt die nüchterne Statistik fest, daß es noch nie so viele Abtreibungen gab wie JETZT. Deren Zahl rasant gestiegen ist.

Ja was wollen denn diese ganzen Schujldsucer noch erzählen? Daß die mRNA-Impfung SCHULD sei? Daß dieses, jenes, daß die Lockdwons in ihrer Perspektivelosigkeit etc. etc. die Ursache seien? 

Samstag, 16. Juli 2022

Nicht vergessen

Als Libyen 2011 in Grund und Boden bombardiert wurde - vorgeblich, weil der angebliche und jedes Maß überschrietende, also jedes militärische Eingriffen zugunsten der leidenden Bevölkerung rechtfertigende Massemörder Muamar al Gadhaffi (die Anklageschriften sind übrigens bis heute nicht vorhanden bzw. zwar angeblich einmal vorhanden und 77 Seiten lang, die sich auf ungeklärte Weise nach kurzer Zeit in leere weil vermultich gar nie gefüllte Seiten verwandelten) hatte die NATO keine Hemmungen, die gesamte zivile Infrastruktur des Landes in 'Grund und Boden zu bombardieren. Und sie hätte noch mehr bombardiert, wären der glorreichen Luftwaffe Frankreichs nicht nach vier Wochen die Bomben ausgegangen. Aber es gab auch so genug zivile Tote. Zehntausende. Kinder, Frauen, Alte, Kranke. Denn kämpfende Männer hat man eh nicht gefunden.
 
   James Corbett - Libyen 2011
Als die Kampfhandlungen vorüber, Gadhafi - nach alter Berber-Art des Umgangs mit einem besiegten König - gepfählt war, funktionierte nichts mehr im Land. Außer die Feuerwaffen, mit denen sich nun die nach dem Staatszerfall verbliebeen Clans und Stämme die Schädel einschlugen, die der tote Diktator vorher viele Jahrzehnte lang in gewisser Ordnugn gehalten hatte. 

Montag, 2. Mai 2022

Wer die Welt zerstört, zerstört sich selbst

Bis 1918 (bzw. natürlich 1914) war Wien die natürliche Mittelstation des Orient-Express, der sich seit zwei, drei Jahrzehnten als so großartige Art, von Paris über Strassburg, München, Wien, Budapest, Bukarest und Sofia nach Konstantinopel zu reisen, etabliert hatte. Und dabei eine große Zahl nationaler und privater Eisenbahngesellschaftten in einem Abkommen zu einer Einigung brachte, die bis dahin unvorstellbar gewesen war. 
Bie der Weltausstellung 1873 in Wien - dem damaligen Hauptkreuz der europäischen Eisenbahnen, mit Anbindung nach ganz Europa, und einer der fünf größten Städte der Welt - wurde er entpsrechend als "Wunder" vorgestellt. Weil es damals immer noch eine Kulturstimmung war, Fortschritt als Zugewinn an Lebensqualität zu sehen, nicht als simple Ablaufoptimierung oder Menscheneliminierung durch Technik.
Nunmehr konnte der Reisende - und  es gab immer noch Zweifler, ob das überhaupt möglich sein würde - in größtem, schönstem Luxus fast eine Woche unterwegs sein konnte, ohne sich zudem noch vor Schikanen oder gar Banditenüberfällen (in Rumänien oder Bulgarien) fürchten zu müssen. Dabei wurde schon die Lebensmittelzulieferung an jeder Station zum Garanten für Lokalcolorit in der unübertrefflichen Küche der Speisewagen. Und es konnte schon vorkommen, daß in Rumänien der Zug auf offener Strecke hielt, um König Ferdinand an Bord zu nehmen, der persönlich die Locomotive bis Bukarest zu steuern begehrte.

Nur dahingehend also wurde das Eisenbahnwesen standardisiert, als ein Kulturereignis wie das Reisen in Europa immer probmeloser möglich war. Selbst die Speisefolgen waren zwischen den Bahngesellschaften geregelt, ebenso die Waggonausstattung, die Zahl des mitreisenden Personals, alles sollte für dne Reisenden Sicherheit und vor allem: Ein kultiviertes Leben bieten. Also wählte man auch die Sprache der Diplomatie als Sprache der Bahn - das Französische. Der Wagen wurde zum Waggon, der Triebwagen zur Locomotive, der Zug zum Train. oder zum Expréss, der Zugbegleiter zum Conducteur oder Schaffner, die Fahrkarte wurde zum Billet, das WC war ohnehin noch die Toilette. (Noch in den 1960er Jahren waren viele Begriffe beim Bahnfahren französischen Ursprungs.) 1900 beschäftigte die Orient-Express-Bahngesellschaft 6.250 Beschäftigte.

Nach 1918 aber änderte der Zug seine Route. Das Zeichen, daß sich nun alles geändert hatte. 

Montag, 14. Juni 2021

Geöffnete Schleusen der Rache

Aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, werden die Analogien zu den Vorgängen in Rußland 1920 und Deutschland 1933 bis 1945 noch schlagender. Denn wer nach Uniformen sucht, sieht sie in jedermanns Gesicht - denn die Masken sind die aktuellen Uniformen.* Sie statten jeden Einzelnen mit der absoluten Systemmacht aus. Er wird sogar zum Entscheidungsträger darüber, ob jemand zur Gemeinschaft gehört, oder nicht.

Und dieses Element des Dazugehörens ist für den Menschen immerhin essentiell. Wer glaubt, er könne sich davon absentieren, geht einer fatalen Täuschung auf den Leim. Denn das Wesen des Menschen ist nicht einfach nur "sozial" im Sinne der Soziologie, sondern auf Gemeinschaft mit dem Sein selbst, also Gott, ausgelegt. Deshalb muß jeder Mensch irgendwo dazugehören, und hat er Gott nicht, sind es auf jeden Fall menschliche Gemeinschaften und Gruppen. Nichts ist so dumm, lächerlich und langweilig wie dieses Gerede vom "emanzipierten Menschen", der "selbständig denkt."
Endlich kann die Kassiererin im Supermarkt, der Lagerarbeiter, der Portier die totale Macht verkörpern, gleichberechtigt mit allen, gleich mit allen gemacht. Endlich können sogar die Kinder, instrumentalisiert von Schulen und Kindergärten, ihre Eltern beherrschen, sich ihnen gleichstellen.
Aber noch ein Moment wird bedeutend,

Freitag, 15. Juli 2016

Rache heißt - Schuldannahme der Täter

Aber der größte Völkermord des 20. Jhds. fand ... an den Deutschen statt. Nach (!) 1945, so lauten Schätzungen (genau weiß das niemand mehr), wurden zwischen 12 und 18 Mio Deutsche unter unsagbaren Umständen ermordet. 4-6 Millionen deutsche Frauen wurden gezielt vergewaltigt. Unter den Opfern sind 2-3 Mio. Kriegsgefangene, Soldaten nach der Kapitulation. Die meisten davon - bis heute dezent verschwiegen - wurden von den westlichen Alliierten ermordet. Vor allem von den Franzosen (1 Mio sind sehr realistisch) und den Amerikanern (auch hier sind gut 1 Mio sehr realistisch). Die Ameikaner verweigerten den deutschen Soldaten überhaupt den Status von Kriegsgefangenen, erklärten sie zu "disarmed enemies". So konnten sie die Genfer Konvention umgehen und ihre Rache austoben.

Weitere 12 Mio. Deutsche wurden nach den Siegesplänen der Alliierten aus dem europäisch- deutschen Osten vertrieben. Die Greuel an den seit Jahrhunderten im östlichen Europa angesiedelten, diese Länder maßgeblich aufgebaut habenden Menschen sind kaum zu beschreiben.* Der Film reißt das Thema an, und das reicht schon. Denn es gibt viel Härteres, das aber dem VdZ unerträglich zu sehen ist. Es sind Höllenvisionen. Davon genügt eine Ahnung. Die eigene Familiengeschichte reicht ohnehin. Der Plan war konkret, und er war unverhohlen, und er war wohl schon vor 1939 gefaßt: Die Auslöschung eines Volkes und einer Kultur.

Es erscheint kaum glaublich, daß wir es heute mit einer Nachfahrengeneration zu tun haben, die diese Greuel, diesen Völkermord als gerechtfertigte Rache ansieht, wenn sie überhaupt davon Kenntnis nehmen will oder erhält. Selbst nach absolviertem Geschichtsstudium. Es ist kaum glaublich, daß einem solche Volk auch noch - unter schlimmen geschichtsfälschenden Bildern - nie erlöschendes Schuldgefühl auferlegt wurde.









*Auch der VdZ ist Nachfahre von 1945/46 vertriebenen Schlesiern.





*250516*

Sonntag, 1. August 2010

Eine schräge Geschichte



Wieviel sich mit wenigen Sekunden Film erzählen läßt, die fast zu einem Gemälde gerinnen: die Blicke, die vermeinte Rache, das Verhältnis von ihr zu ihm ... eine Geschichte.


*010810*

Freitag, 17. Juli 2009

Wo Unschuld eine Seltenheit ist

Die Argumente für die Einführung eines für alle gleichermaßen verbindlichen Rechtssystems waren im alten Rom keineswegs eindeutig, denn sie machten die Prinzipien eines technizistischen Bürokratismus zur Grundlage eines Volkes, ersetzten Stand durch Klasse, wie Max Weber es a. a. O. nennt. Franz Altmann zitiert in "Italien und Rom" beeindruckende Gegenargumente (u. a. aus Livius):

... der König sei wenigstens ein Mensch gewesen, der nicht nur zürnen, sondern der auch habe verzeihen können. Recht und Unrecht sei von ihm nur nach dem Maß des Notwendigen festgestellt worden, wobei der Herrscher freundliche und feindliche Gesinnung unterschieden und Gnade habe walten lassen. Das Gesetz dagegen sei starr und allen Bitten gegenüber taub. Es helfe mehr dem Schwachen als dem Mächtigen, es kenne keine Verzeihung in einem Leben, darin Unschuld inmitten menschlicher Hinfälligkeit eine Seltenheit sei.

Altheim zeigt auf, daß mit der Durchsetzung des Zwölf-Tafel-Gesetzes auch das vorher sehr ausgeprägte Asylwesen Roms (das auf vielfache Amnestie hinauslief) nahezu verschwand. Der Rechtsbegriff wird systematisiert, und das Rechtswesen muß danach streben, ausnahmslos vorzugehen und jeden Rechtsvorgang, der nicht auf rein rechtlichen Erwägungen beruht, auszuschalten. "Während man der Plebs auf der einen Seite gegeben wurde, hat man ihr auf der andren eben dadurch genommen. [...] Nicht ihre beginnende 'Befreiung' liegt vor, sondern nur ihren Herrn hat sie gewechselt. An die Stelle des jeweiligen patrizischen Patrons ist ein Größerer getreten, nicht die Plebs, sondern der Staatsgedanke hat gesiegt."

Das Rechtssystem - mit dem beeindruckend gestellten Volkstribun - Roms seit der Königszeit (also: noch VOR den Zwölf-Tafel-Gesetzen) war, soweit es den Plebs (also den Nicht-Patrizier) betraf, zunehmend revolutionären, rebellischen Ursprungs, auch in fallweiser Gegenwehr gegen Tyrannei. Wobei: auch die Abschließung der Kreise des Patriziats, die die Kluft zum Plebs erst so groß machte, erfolgte etwa zehn Jahre NACH der entsprechenden Organisation des Plebs (ca. 495 v. Chr.) als schutzartige Gegenreaktion. Das Volk hatte sich über die Tribune zunehmend ein Gewaltrecht ausgebaut, das tief in das Staatsgefüge eingriff, und von einer Vorherrschaft der Patrizier war ohnehin keine Rede mehr: es gab stattdessen pausenlose Machtkämpfe, wo nur noch jeweilige Schwächen des Gegners zu Machtverschiebungen führten - bis das Faustrecht herrschte, sich regelrecht zwei Staaten anstelle eines gebildet hatten.

So wurde um 450 daran gegangen, ein einheitliches Gesetz für alle abzufassen. Und es entstand, nach griechischem Vorbild und vielerlei Anleihe, aber dennoch sehr original, das Zwölf-Tafel-Gesetz, die Grundlage aller weiteren römischen Staatsgeschichte. Die Inkraftsetzung dieser Rechtsgrundlage erfolgte durch eine "Volksabstimmung" - somit auf der Grundlage eines consensus omnium.

In jedem Fall aber, so Altheim in "Italien und Rom", brachte die Einführung des staatlichen Rechtssystems keine Veränderung, schon gar nicht der Eigentumsrechte. Sondern lediglich eine Verschärfung (weil Betonung der Ausnahmslosigkeit und Unbarmherzigkeit), eine Zwischenschaltung des Staates. Aus privater Rache wurde staatliche Strafe. Der Staat untersagte Willkür, übernahm nur die Abwicklung vormaliger Rache und Strafe. Wodurch er den Gläubiger beziehungsweise Geschädigten aber zur Ausübung zwang. Und damit stellte sich an die Stelle der Stände ... ein Staat mit einem einheitlichen Staatsvolk.

Nach wie vor durfte der Dieb (natürlich fast immer aus der Plebs) bei Nacht ertappt erschlagen werden, nur mußte der Bestohlene diesmal laut schreien, während er ihn erschlug, um so Öffentlichkeit zu zitieren.




*170709*

Samstag, 29. März 2008

Geschichte einer Rache

Ein reicher Mühlenbesitzer, soweit gut verheiratet, lernte 1926 bei einer Geschäftsreise nach München einen Mann kennen, mit dem er sich nach angenehm verbrachtem Abend einließ, auf ein Zimmer zu gehen. Nicht nur das, tauschten die beiden auch nachher noch einige Zeit Briefe, bis der Münchner Freund begann, den reichen Müller, der das Verhältnis beenden wollte, zu erpressen: Er würde an Frau und Öffentlichkeit herantreten und seine geheimen Neigungen bekanntmachen. Der Skandal würde den Mann, der in der Provinz lebte, ruinieren. Der Freund aus München führte sich hingegen als regelmäßiger Familiengast ein.

Der Müller ließ sich also einschüchtern, und zahlte - so lange, bis er auf diese Weise dahingelangt vor dem Ruin stand. Seine Ehe ging unter der andauernden psychischen Belastung - neben der materiellen Situation - ebenfalls in die Brüche. Der Mann verlor also Frau, Kinder und Vermögen. Schließlich wurde auch noch seine vorgebliche homoerotische Neigung auf dem Gerüchtewege bekannt, sodaß er auch sein gesamtes soziales Umfeld verlor, denn man hielt ihn für einen Schurken, der um seiner Leidenschaft willen Familie und Vermögen verspielt hatte.

Da verabredete sich der Müller mit dem Münchner Freund in einem Hotel unter der Ankündigung, nach all den Turbulenzen einen Neuanfang auch in der Liebe setzen zu wollen, nun habe er ja nichts mehr zu verlieren. Dazu gehörte es auch, daß sie sich zuvor noch gemeinsam photographieren ließen.

Im gemieteten Hotelzimmer zog allerdings der Mühlenbesitzer eine Pistole, und erschoß sich auf eine genau überlegte Weise, sodaß der Selbstmord als Mord erscheinen mußte. Der Münchner wurde auch tatsächlich für den Mörder gehalten, und vom Gericht (1929) zum Tode verurteilt.

L. Lenz, "Erinnerungen eines Sexualdoktors"




*290308*