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Dienstag, 26. März 2019

Eine Filmempfehlung

Vielen Dank an Leserin M für diesen phantastischen Filmtip. "The Snow Walker" ist einer der schönsten Filme, die der VdZ in den letzten zehn Jahren gesehen hat. Es ist ein Film über Hingabe, Liebe, Tod, über das Leben wie es wirklich ist. Gerade in dem Zueinander von Mann und Frau, wo sich die Frau als die Hingebende als der Stabilitätsfaktor erweist. Der den aus einer Fehlkalkulation notgelandeten Piloten zu einem anderen, ja zum Leben selbst führt. Alles was man hier erklärend zufügen wollte, zerstört die wunderbare Poesie des Films. In dem sich die Frau letztlich für ihre Liebe, den Mann, opfert. Wunderbar die Zeichnung der Eigenheiten von Mann und Frau, wunderbar die Entwicklung.

Zwar gibt es den Film nicht direkt zum Anbieten, aber unter einem Link, das nachgeprüft nach wie vor funktioniert, für jeden, ist er legal anzusehen. Der Leser möge sich diese zwei Stunden gönnen. Sie sind es wert.




*310119*

Dienstag, 10. April 2018

Dimensionen der Erde

Solche Dinge sind natürlich immer beeindruckend, und der Artikel auf Wattsupwiththat, der sich mit geologischen Perspektiven Grönland betreffend auseinandersetzt, bedient diese Seite auch ausführlich. So wird einem wieder einmal klar, mit welch atemberaubenden Dimensionen wir es bei unserer Erde zu tun haben. Man nehme nur den Vergleich, daß das gesamte Grönlandeis mit seinen 2,7 Millionen Kubikkilometern Eis in etwa dem Volumen des gesamten Golfs von Mexiko entspricht. 

Natürlich läßt sich mit solchen Vergleichen auch leicht bluffen. Und das nützen manche. Etwa indem sie den Volumensverlust durch das jährlich abschmelzende Eis auf Grönland mit einem Würfel illustrieren, der das Volumen eines Würfels mit der Grundfläche von Manhattan hat. Dazu noch die Zahl: 280 Gigatonnen. Jährlich. Das klingt phantastisch viel.

Bis man die Gesamtdimension erinnert. 2,8 Millionen Kubikkilometer Eis liegt auf der Nordinsel. Seit 1900 wird ein Volumenverlust des Eises festgestellt beziehungsweise angenommen, der sich seit dem Jahr 2000 tatsächlich etwas beschleunigt. Ob freilich tatsächlich oder nur durch andere Meßmethoden, was hier vor allem heißt: statistischen Rechnungen und Annahmen, ist nicht definitiv klärbar. Warum? Weil der Gesamtverlust an Grönlandeis seit 1900 in den besten Schätzungen ungefähr 0,45 Prozent - Null komma fünfundvierzig Prozent - der Eismasse beträgt, die Grönland mit einer Dicke von bis zu drei Kilometern bedeckt. Seit 1900! Der "beschleunigte Verlust" der Jahre 2000 bis 2017 ist mit 0,15 Prozent völlig irrelevant und bewegt sich innerhalb statistischer Unsicherheiten.

Wie man hier auf das Horrorbild völlig abschmelzender Grönlandgletscher kommt muß einem einmal jemand erklären. Denn Messungen aus den Bohrungen im Eis haben ergeben, daß sich daran auch wenig ändern wird. Zudem hat die Schmelze des Eises viel mit den gigantischen Drücken zu tun, die diese Eismasse aufbaut. Sie schmilzt also von unten. Weil sich das Eis im Zentrum Grönlands naturgemäß nicht bewegen kann, ist die Basis des Eises dort auch "kalt". Etwas wärmer ist sie nur dort, wo durch den Druck das Eis seitlich ausweicht, also zum Rand hin weggedrückt wird. Nur dort kommt es zu Abschmelzprozessen. Die schönen Bilder von abbrechenden Eismassen als "Beleg" verwendet sind in der Regel aber bewußte Täuschung, denn dieses "Kalben" hat mit klimabedingten Eisverlusten nichts zu tun. Es handelt sich dabei nur um die jedes Jahr mit Beginn des Frühjahres und Sommers hin zu beobachtenden Prozesse, die sich jedes Jahr wieder umkehren, wenn im Winter die Gletschermasse Grönlands weitgehend wieder wächst. 

Was also das Grönlandeis mit Klima (als "Ursache") zu tun haben soll, ist nicht wirklich erkennbar. Die Veränderungen im Eis haben aber viel mit Geothermie und Niederschlägen zu tun. Denn "von oben" baut sich das Eis aus den Niederschlägen heraus sogar stetig auf. Wie das Zentrum und der Osten Grönlands zeigen. Da geht es oft kräftig zur Sache, wie letzten September, wo sich alleine binnen zweier Tage die Eismasse um acht Milliarden Kubikmeter vergrößerte, ein Rekord, seit das durch Messungen beobachtet wird. Und das Schicksal der Bomberstaffel, die 1944 auf Grönland notlanden mußte und deren Flugzeuge vor wenigen Jahren in einer Tiefe von 260 Metern unter der Oberfläche gefunden wurden - so viel Eis hat sich seither von oben dazugesellt - ist ja bekannt.

Bohrungen haben zudem ergeben, daß zur Sohle hin die Temperaturen des Eises aus erwähnten Gründen zunehmen. Aber noch lange nicht in einem Bereich liegen (oder sich dorthin bewegten), wo man von einem Abschmelzen der Gletscherbasis sprechen könnte. Ebenfalls aus den Bohrungen weiß man sogar mit ziemlicher Gewißheit, daß das Volumen des Eisschilds auf Grönland vor zehntausend Jahren um ein Drittel GERINGER war als heute.

Das Geschehen an den Rändern hingegen hat vermutlich (nichts Genaues aber weiß niemand nicht) sehr viel mit den Ozeanzyklen zu tun, deren einige man ja irgendwie kennt. Dieser Verdacht kommt auch Forschern, die das sogenannte "Wärmeloch" im Osten der USA untersucht haben. Was kaum jemand aus der Medienlandschaft heraus noch beachtet haben durfte ist nämlich, daß sich dort seit den 1960er Jahren eine Abkühlung abspielt. Über die Gründe kann man nur rätseln, mehrere Faktoren könnten daran schuld sein. So eine langfristig beobachtete Verlagerung des sogenannten Jetstromes in der Atmosphäre, ein völlig normaler Vorgang im Rahmen des ständigen Wechselspiels der Klimaten, und nicht zuletzt die veränderte Landnutzung. Und es hat aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit dem Atlantik und seinen Zyklen zu tun. 

Genau so wie wohl das Temperaturverhalten des leicht wärmer gewordenen Kalifornien, also der Westen der USA, wo sich auffällige Parallelen zu Thermikzyklen im Pazifik zeigen. Man kann auch Temperaturen und Niederschläge nicht trennen, wie es aber leider häufig geschieht. Beide interagieren derartig intensiv, und über jeden lokalen Rahmen hinaus mit den nächsten lokalen Klimaräumen, und diese mit den nächsten, und diese zurück etc. etc., daß das eine nie ohne das andere zu sehen ist. Das Klima der Welt ist ein reines Abstraktum. Seine Realität ist eine gigantische Fülle von in sich bestehenden und sich ändernden Kleinräumen, wo unzählbare Faktoren - mikroskopisch, klein, groß, gigantisch, ja sogar kosmisch - nicht linear wechselwirken.

Und im Ganzen kann man nur über diese Schöpfung staunen. Jetzt hat etwa das Alfred Wegner-Institut das Verhalten des Pazifik hinsichtlich der Fähigkeit, CO2 zu speichern, untersucht. Mit interessanten Ergebnissen. Unter bestimmten Bedingungen bleibt nämlich in Tiefen von drei- bis viertausend Metern Kohlendioxyd über lange Perioden wie unter Verschluß gespeichert. Dann wieder verändern sich die Meeresströme, und plötzlich vermischen sich diese Schichten, und die Nahrung aller lebendigen Wesen, denn das ist CO2, und kommt nach oben. Solch eine Veränderung, weil Schichtendurchmischung erleben wir seit geraumer Zeit.







*260318*

Montag, 15. Februar 2016

Von kleinen Figuren des Welttheaters (2)

Teil 2) Einer objektivistischen Wissenschaft geht die Welt durch die Lappen


Man kennt das ja auch in der Meteorologie, wo sich beobachtbare Beziehungsgebilde (und das sind dann Dinge, und nur Dinge sind beobachtbar; Quanten sind nicht beobachtbar, es sei denn, man zwingt sie in Ordnungen, also Seins-heiten, und das macht die Beobachtung bereits, denn man kann nur sinnhaft, also geistgeordnet beobachten) aus sich selbst befeuern und übersteigern. Insofern hat die Namensgebung für Orkane etwa durchaus einen Sinn. Aber sie sind immer flüchtig, temporär, denn sie haben ihr Maß nur in der Begegnung mit anderen solcher Beziehungsgebilde (Dinge), mit denen sie dann kollidieren und sich irgendwann auflösen, spätestens wenn sie an die Grenze des Ganzen, an die Grenze einer höheren Ebene stoßen. 

Um Natur zu beobachten, um Naturwissenschaft zu betreiben, ist also das Studium der "Fachdetails" nachrangig. Denn von erster und grundlegender Bedeutung ist die Erkenntnis der geistigen Strukturen des Kosmos (=Ordnung), also das "Grundnetz der Beziehungen", die überhaupt erst Eigenschaftlichkeiten (und damit Erkennbarkeit!) in Materie ausprägen. Und das ist die Metaphysik.*

Aber es geht noch weiter

Es gibt in letzter Zeit eine Reihe von Studien, die sich endlich intensiver mit dem sogenannten Wärmeinseleffekt (WMI) befassen. Und eine davon, die ebenfalls WattsUpWithThat bringt, soll im Anschluß an obige Gedanken gebracht werden. Weil sie einen Verdacht nährt, den der VdZ schon lange hat: Daß es die Zuwendung zur Arktis und Antarktis selbst ist, die dort die Temperaturen erhöht! Es ist also die Klimabeobachtung, die selbst herstellt, was sie dann als von ihr losgetrennte Naturbeobachtung festzustellen glaubt. Diese Studie legt nämlich nahe davon auszugehen, daß der Wärmeinseleffekt in polaren Gebieten (Nord wie Süd) durch die Forschungsstationen bzw. menschliche Präsenz die dortigen Temperaturen rascher stiegen läßt, als man glauben will.

Daß man das "wissenschaftlich" nicht fassen kann hängt mit der Natur der heutigen Wissenschaft zusammen. Die nämlich materialistisch-mechanistisch-abstraktiv den Dingen "Eigenschaften an sich" zuschreibt, und ihr Zueinander als bloß material-chemisch-physikalisches "Reagieren" betrachtet, als determinierten Ablauf also, der vom Dingsein, Menge etc. weitgehend bzw. prinzipiell unabhängig ist. Dieser "Objektivismus" läßt solche Rückschlüsse gar nicht zu, weil er sie gar nicht sehen kann, weil er die Entstehungsbedingungen solcher Veränderungen prinzipiell ausschließt. Der heutigen Wissenschaft geht alos regelrecht die Welt verloren, was sie aussagt, ist für die Welt im Grunde irrelevant, wird, je tiefer es geht, umso mehr auf Metaphysik angewiesen. Bis zur Quantenphysik, die in sich bereits Erkenntnistheorie/-kritik IST, also mit herkömmlichem "Naturforschen", wie es sich die breite Masse vorstellt, gar nichts mehr zu tun hat. (siehe dazu u. a. Eddington.)

Naturphilosophisch könnte die Aussage über den Wärmeinseleffekt in polaren Gebieten dabei - so der VdZ - klare Zusammenhänge haben: Wärme ist Sein, während Kälte zwar Seinszustand, aber die Absenz von Leben bedeutet. Leben gibt es nur durch Verbrennung, das heißt, daß Leben immer Wärmeausstrahlung heißt. Denn letztlich könnte man das Sein des Lebendigen als Gestaltgebung, Ordnung der Umgebung bezeichnen, und dieses Ordnunggeben ist wiederum (analog betrachtet) ein Übertragen von Wärme (in der Bewegung) an die Umgebung.

Zustände des "nahen Nichts" - wie große Kälte (unter -273,15 Grad Celsius, also Null Kelvin, ist überhaupt nichts mehr möglich: absolute Ferne von Wärme heißt auch absolutes Nichts: nichts kann unter diese Temperatur abgekühlt werden, weil der Mensch die Welt zwar an ihre Grenzen, aber nicht ins Nichts treiben kann) - haben die größte Tendenz, "etwas" zu werden, also Sein (in Gestalt, Ordnung) anzunehmen. In naturphilosophischen Termini: Unter diesem Punkt kann nichts kälter werden, denn dort beginnt das Nichts, das Nicht-mehr-Welt-und-Kosmos-sein.

Deshalb zeigt ja auch die Linie der Temperaturübertragung degressiven (bzw. progressiven) Charakter: je kälter etwas ist, umso rascher nimmt es die Wärme der Umgebung auf. Was sich aus dem Verhältnis von Kälte "als sie selbst" zur "Wärme" als sie selbst ergibt. Das bedeutet mit völliger Sicherheit, daß schon geringe Besiedlung in sehr kalter Umgebung wesentlich mehr Effekte auf das Erwärmen dieser früher kalten Umgebung ausübt als es in generell wärmeren Klimazonen der Fall ist.

Dabei darf man sich ja die Arktis keineswegs so menschenleer vorstellen, wie viele Bilder von ihr suggerieren. Grönland hat beträchtliche Siedlungen, ebenso wie Nordnorwegen, Nordkanada, Alaska, und natürlich Rußland (alleine Murmansk hat 300.000 Einwohner). Städte, die in den letzten Jahrzehnten durch gesteigerte Technik deutlich umfassender (!) mit Wärme versorgt werden, und damit auch mehr ausstrahlen.**

Und das würde diese Studie tatsächlich bestätigen. Weshalb ihr der VdZ zumindest in ihrer These hohe Plausibilität zuschreibt. Änderungen der Sichtweise könnte nur ein weiteres Aufhellen der Ontologie der Welt bringen. Nicht "empirische Ergebnisse", die es losgelöst von Ontologie ja gar nicht gibt. Denn der Mensch nimmt immer nur wahr, "wie er selbst ist". Wir sehen die Welt als unsere eigene "Matrix". Die Frage ist eben nur, ob nicht diese Matrix ... das Sein in Analogie selbst ist. Und das muß so sein, weil es sonst überhaupt kein Denken weil keine Wahrheit geben kann.


*Hier setzt das Problem der Metaphysikkritik eines Heidegger an, der selber nur eine Stufe einer langen Entwicklung in der Philosophie ist. (Seltsamerweise sehen viele nicht die Zusammenhänge mit Nietzsche, der VdZ liest immer wieder Autoren, die Heideggers eigene Aussagen von der Nähe zu ihm nicht begreifen können.) Denn die (vorletzten) tiefsten Strömungen der Gegenwart (bis hin zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanums, der Pädagogik, der Kunsttheorien, etc. etc., bis hin zum Genderismus) zeigen deren Entwicklungskraft in das praktische Leben hinein: Kaum eine philosophische Tendenz, so scheint es dem VdZ, hat sich so rasch durchgesetzt. Denn sie konnte sogar schon in der Aufklärung ansetzen, die ihr durch langes Einwirken auf die Menschen, durch Loslösen genau dieser ontischen Bindungen, den Boden bereitet hat.

**Vergleicht der VdZ die Art und Weise der Beheizung in den Jahren seiner Kindheit in den 1960ern mit der Gegenwart, so fällt auf, daß es nicht um Temperaturen in früher auch beheizten Räumen geht, sondern daß heute enorm viel mehr Räume beheizt werden, die man früher "kalt" ließ. Das Rechnen in "Wärmekalorien" etc. ist vielfach ein bloßes Frohrechnen, und führt bei dem angesprochenen Problem völlig in die Irre.


*150216*

Sonntag, 14. Februar 2016

Von kleinen Figuren des Welttheaters (1)

Der Nordosten der USA erlebt einen der kältesten Valentinstage der aufgezeichneten Geschichte, schreibt WattsUpWithThat in einem seiner oft schon so erhellenden Artikel. Es weht manchmal etwas wie Geist durch diese Seiten, und da ist umso erstaunlicher, als sie amerikanisch ist. Hier zeigt sich vielleicht etwas, das Amerika auch hätte werden können (oder noch werden könnte?), das in seinem oft wohltuend noch vorhandenen Mut zur Wirklichkeit besteht, der es früher kennzeichnete. Und den seine gleichzeitige Wurzellosigkeit sogar befördert, weil präformierter Wille fehlt, ein Ziel des menschlichen Selbstvollzuges also erwartet und nicht zu sehr postuliert wird wie es der Puritanismus tut. Das hat viel mit dem eigentlichen Geist der Wissenschaft zu tun, aber noch mehr mit der entscheidenden Haltung des Menschen vor Gott.

Es besteht wohl Zusammenhang dieser Festlandkälte mit dem Nordpol-Tief, das Westeuropa wiederum so viel Warmluft beschwert. Während es seine westlichen Inseln, im Zusammenprall von warmer und feuchtigkeitsträchtigerer Südluft mit dem Kaltwirbel im Norden, in Niederschlägen ertränkt. Zusammenhang mit einer Studie über das Eis Grönlands, die EIKE bringt?

Demgemäß wurde über die letzten hundert Jahre das Verhalten des Festlandeises rekonstruiert. Mit dem Ergebnis, daß sich seit dem Abreißen der Festlandvergletscherung mit dem Festland im Norden eine Tendenz feststellen läßt: Während die Ränder an den Küstenzonen tatsächlich abschmelzen, verdichtet und vermehrt sich das eigentliche Inlandseis. Auf jeden Fall ist eindeutig festzustellen, daß die Fließgeschwindigkeit der Grönlandgletscher sich während der vergangenen 9000 Jahre verlangsamt hat, was mit der zunehmenden Dichte und Masse zu tun hat.

Ausdruck einer Grundtendenz in der Natur? Die in ihrem Stufenbau - vom weniger Dinglichen (wie Gase, einzelne Elemente) zum Ganzding im Selbststand, dem Menschen - immer komplexere Strukturen ("Organismische Einheiten") bildet, die das Gesamtstreben der Schöpfung "Bestand" ausdrückt, das dann im Geist des Menschen die Membran zur Ewigkeit durchstößt, Natur und Übernatur verbindet bzw. verbinden soll.

Damit zeigt sich in allem, was (je nach hierarchischem Platz in der Gesamtordnung) nach Dingheit strebt, auch die Tendenz, seine Ureigenschaftlichkeiten zu verstärken, damit immer individueller zu werden. Hier: Eis - Kälte; Eis-sein (wie es anfanghaft an der Grenze von Wasser zu Eis bereits in der Schneeflocke ans Tageslicht tritt) hin zum Sein als reinem Eis. Das ist der Grund des Widerstands, den alle Dinge in der Begegnung bieten, es ist ein Widerstand des Selbstseins, der vom hierarchisch Höheren, aber auch in seinem Dasein Stärkeren überwältigt wird. (Weshalb sich niedriges Sein sehr wohl des höheren bemächtigen kann, wie beim Virus, wie bei Allergien, wenn das eigentlich hierarchisch Höhere wenig Seinsstärke besitzt.)

Dann wäre das Inlandeis Grönlands abgespaltener Teil eines Gesamtseins "Nordeis", das seit hundert Jahren voneinander getrennt je für sich der "Idee Eis" nachstrebt. Was beim Menschen aber nicht "massenabhängig" ist, weil im Geist an die "Gesamtwirklichkeit" angeschlossen, braucht in der anorganischen Natur Masse, als Ausdruck des Selbstseins, als Basis für ein umso stärkeres Selbstsein, das in sich eine eigene Dynamik des Selbstseins entwickelt.

Dabei ist aber Kälte ein "Hin-zu-werden" zum Nichts, das auch nach außen diese Kraft entfaltet (Kälte bringt alles zum Stillstand, läßt nichts mehr sich entfalten, während Wärme über Desintegration aus Ordnungen durch Beschleunigung grundsätzlicher Vorgänge "zerstörerisch" wirkt), und deshalb mit Wärme im Kampf steht. Buchstäblich wie bzw. weil analog.

Weshalb man einen größeren Eisblock, den man in die Hand nimmt, tatsächlich kälter empfindet, weil er die Idee und "Richtung" der Kälte weit stärker darstellt. Der kleine Eiswürfel schmilzt aber bald, er ist zu klein, zu schwach, um sich gegen Begegnendes zu erhalten, sich nicht dessen Prägung zu übergeben. Bis zum Endpunkt - der Undefiniertheit der Bestandteile des Atoms als eine der ersten Etappen zur Dingkomplexität. Wie sie Moleküle (wenn auch noch labil) in noch höherem Maße aufweisen. Denen aber bereits Eigenschaften zugeordnet werden können. Die Quanten aber haben selbst keine Eigenschaften, sie haben nur Dynamiken noch nicht dinghaft manifestierter Beziehung. Erst, wenn das Atom in einer Ganzheit steht, die es dann ein-ordnet, wird die Dynamik seiner allerkleinsten Elemente in den Dienst von Eigenschaftlichkeiten gestellt.

Eigenschaften selbst sind bereits Stellen in einer Ordnung. Das Grundstreben der Erde ist damit ein Streben nach Ordnung, die in der Hierarchie der Dinge nur heißen kann: Ordnung durch Geist und Leben. Denn erst die Stufen des Lebendigen sind nicht mehr pure anorganische Kräfteverhältnisse, sondern tendieren (bis hin zum Menschen als höchsten Punkt) zu einem Eigensein auch GEGEN die bloße Umweltabhängigkeit - und abhängige Wechselwirkung.

Und das wiederum ist in eine Ordnung der Beziehungen gebettet wie gestuft, weist in allem aber auch hin zur letzthinnigen Beziehung - der des Seienden zum Sein.

Deshalb läßt sich zwar im Einzelnen Eigenschaft und damit Ordnung feststellen, niemals aber das Ganze, dem nur noch rein geistige Aussagen abzuringen sind - die Einfachheit und Einheit im Sein selbst, in Gott also. Im Welthaften ist diese Aussage zwar nicht nur nicht weniger, sondern noch stärker seinshaft präsent, also enthalten, aber nur über das Dingsein und sogar NUR IM Dingsein. Geist ohne Fleisch ist also nicht denkbar als Welt, Fleisch (Materialität) Ort IN DER ANALOGIE (gleichnishaft, ähnlich, nicht also "beseelt", wie zu früh abgebrochenes Denken gerne annimmt) des reinen Geistes auf der Welt.

Nicht nur aber Materiales ist darin zu sehen, sondern das Streben des Materialen zum Selbststand, zum Höchstausdruck des ihm Möglichen (erfahrbar für die übrige Welt in seinen Eigenschaften). Alles ist zugleich horizontal und vertikal, eines bedingt das andere.

Eis ist aber bereits ein Gebilde komplexer Beziehungen, zusammengehalten (Vorsicht vor bildlicher Darstellung, wie sie unsere Sprache eben durchtränkt, weil Geist Bild ist, aber Weltgestalt ihn faßbar macht - sieh dazu die Themen: Poesie, Symbol, Kult ...) durch o. a. Tendenzen. Obwohl es chemisch-abstrakt-analytisch "nichts anderes" ist als das, was auch Wasser kennzeichnet, und das ebenfalls bereits eine Dingheit ist, weil es eigenschaftslose, ordnungslose, nicht eingeordnete Dinge nicht gibt. Eine "Figur des Welttheaters" somit. 


Morgen Teil 2) Einer ojektivistischen Wissenschaft geht die Welt durch die Lappen






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Montag, 25. Januar 2016

Eine Geschichte aus Grönland (2)

Morgen Teil 2) Ein eigener Versuch, 
sich auf das Grönlandwetter einen Reim zu machen




In den 1990ern begann das Eis Grönlands in zunehmendem Tempo abzuschmelzen. Der jährlich ermittelte Eisverlust mit dem Höhepunkt 2011/13 betrug geschätzte 600 Gigatonnen. Ein hartnäckiges Hochdruckgebiet hatte das Gebiet über lange Perioden wolkenfrei gehalten, sodaß das Sonnenlicht ungehindert auftreffen konnte. Doch seit zwei Jahren stellt man in Zusammenhang mit dem Nordatlantikzyklus eine "zunehmende Abnahme" des Eisverlusts (Winterschnee minus Sommerschmelze) eine Verlangsamung und mittlerweile einen Stillstand fest, und geht nun davon aus, daß das Eis in Grönland in Zusammenhang mit diesem Zyklus über dem Atlantik (der in der Meteorologie seit hundert Jahren bekannt ist) dabei ist, an Masse wieder zuzunehmen.

Wie es in Nordostgrönland nämlich längst der Fall ist, was die Satellitendaten seit Jahren belegen. Seit zwei Jahren stellt man generell eine erneute Zunahme der Eisbedeckung über dem Wasser des Nordpols fest, ihre Fläche ist im Rahmen der saisonalen Schwankungen mittlerweile wieder in Größenordnungen vor dem Abschmelzprozeß der letzten 20 Jahre zurückgekehrt. Die legendäre Nordpassage an der Nordküste Kanadas ist also wieder geschlossen, wie enttäuschte Reedereien zur Kenntnis nehmen mußten.

Dieser Nordatlantikzyklus ist sehr lange, in Teilen seit Jahrhunderten schon bekannt, aber immer noch kaum verstanden, schon gar im Zusammenwirken mit anderen Zyklen. Ein Faktor dabei dürfte aber eine eigentümliche Selbstregulation eines Teilsystems sein: Wenn Eis aus Grönland abschmilzt, wird das Wasser des Nordmeeres kälter, und der Golfstrom in den Süden abgedrängt bzw. seine Effekte verringert. (Der erstaunlich eingrenzbare Golfstrom aus der Karibik ist ja eine höchst seltsame Erscheinung, denn er verläuft wie ein geschlossenes Drainagesystem, mischt sich mit dem umgebenden Wasser des Atlantik kaum, und seine Grenzen sind auf Meter genau festzustellen.) Mit dieser kühleren Luft über dem Meer verringert sich die Wolkenbedeckung, mehr Sonne fällt ein, das Abschmelzprozeß beschleunigt sich. Deshalb kam es über Irland und Nordengland, aber auch in den Nord- und Mittel-USA sowie Kanada in den letzten beiden Jahrzehnten zu Abkühlungsprozessen mit sehr kalten Wintern, denn das stabile Hochdruckgebiet des Nordens hat die kühlere Thermik in den Süden gedrängt bzw. hat damit durch mehr Niederschläge reagiert.

Diese gewissermaßen im Süden "gestaute" Luft wird in den Augen mancher Meteorologen dafür verantwortlich gemacht, daß sich über Zentraleuropa eine thermische Lage bilden konnte, die seit Jahren äquatoriale Warmluft, trockene Saharaluft, nach Norden strömen läßt. Deshalb, aus nordatlantisch niedrigen Temperaturen, kam es in unseren Landen zuletzt sommers phasenweise zu höheren Temperaturen. Die meteorologischen Prozesse, die dazu führen, sind sehr eindeutig solche südlichen Lufteinströmungen (und keine Klimaerwärmung).

Bis dieses Hochdruckgebiet zurückkippt, weil schließlich einzelne zuvor kleinere Randprozesse die Gesamttendenz dieser Erdzone wieder auf Abkühlung umschlagen lassen (jedes Wettergeschehen hat eben solche Kipppunkte) - weil die Luft automatisch (möchte man sagen) ... durch die Sonneneinstrahlung tagsüber wärmer und damit wasserdampfangereicherter wird, und weil irgendwann wärmere Luftschichten aus dem Süden eindringen. Die Wolkenbedeckung und die Niederschläge nehmen wieder zu, damit Schnee (man kennt das ja sogar bei uns: ist es zu kalt, schneit es nicht; Schneefall braucht eine gewisse Luftwärme) und damit Eis, und in einer sich wechselseitig hochschaukelnden (wie in der wärmeren Phase eine spiralige, sich selbst befeuernde Entwicklung) Dynamik kühlt Grönland und der Norden wieder ab. Eine Abkühlung von Nordengland und Irland wird seit Jahren beobachtet.

Wie in der Zeit zur Jahreswende 2015/16 zu beobachten war: Das Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik, das diesmal wieder extrem ausgeprägt war, saugt warme Luft aus dem Süden an. Am Nordpol kam es zur Jahreswende deshalb zu Lufttemperaturen um etwa 4,5 Grad Celsius (die meisten Medien waren nicht einmal in der Lage, die amerikanischen Meldungen von Fahrenheid in Celsius umzurechnen und berichteten von 50 Grad; anderen Berichten nach handelt es sich überhaupt um eine Verwechselung mit der Stadt North Pole im Zentrum Alaskas, aber dieser Zeitungsente weiter nachzugehen lohnt wirklich nicht mehr), ungewöhnlich warm für diese Gegend und Jahreszeit. So schrieben zummindest die Medien in Schlagzeilen, selbst die FAZ. Allesamt klimawandelneurotisiert ist ihnen Desinformation schon Programm. Tatsache ist aber, wie der dwd berichtet, daß am Wetter zum Jahreswechsel gar nichts Ungewöhnliches war bzw. ist. Wetterkapriolen, Kapriolen eines chaotischen Systems, aber nicht "Klimawandel". Alles ist zudem schon mal dagewesen, und schlimmer! EIKE faßt einige seriöse Berichte dazu zusammen. An die noch stärkeren Stürme von 1990 (die als Beispiel angeführt werden) kann sich der VdZ sogar noch gut erinnern, er war zu der Zeit im Hunsrück bzw. Rheingebiet.

Bei einem in Island noch wieder einmal sehr tief gemessenen Luftdruck von 935 Millibar. (Auch das keine Sensation: Er wurde in der Vergangenheit schon einige male tiefer gemessen.) Und in Nordengland gab es durch starke Niederschläge (die derselben warmen Luft zuzuschreiben sind) Überschwemmungen (auf die die zu Tode regulierten und kurzsichtig öko-de-regulierten Flußsysteme nicht mehr reagieren können.) Diese aktuellen Kapriolen dürften wiederum mit der derzeit ablaufenden (pazifik-zyklischen) El Nino-Erwärmung im Ostpazifik zu tun haben. Für Europa ist mittelfristig damit Abkühlung zu erwarten. Auch das nichts Neues. Seit vielen Jahren wird über Deutschland ein immer längerer Winter und späterer Frühlingsbeginn festgestellt.

So könnte es zumindest sein, so könnte es zumindest zusammenhängen. Denn wissen - wissen tut das niemand, und niemand kann es deshalb vorhersehen. Zu komplex sind die Zusammenhänge. Die oft völlig konträren Theorien und Erklärungen solcher möglichen Zusammenhänge füllen Bibliotheken. Die Wetterlagen weltweit, die das sogenannte "Erdklima" ergeben, sind nämlich in jedem Fall ein "hochkomplexes System", das heißt, daß man zwar Teilvorgänge (schon gar nachträglich) begreifen kann, aber aus prinzipiellen Gründen niemals das Ganze, und schon gar Vorhersagen über das Ganze machen kann.* Es gibt kein einziges (!) Computermodell, das die Entwicklungen der letzten Jahre zutreffend vorhergesagt hat.

All das passiert in zahlreichen Zyklen, die Meteorologie kennt deren erst einige, wie die über dem Nordatlantik, die von rd. 11 Jahren bis über 60 Jahre laufen, deren zueinander verschobene Amplituden sich wiederum zueinander verhalten - mal verstärkend, mal abschwächend, mal bestimmte lokale Wetterlagen verlängernd, mal verkürzend. Bis es sogar zu Phänomenen wie jahrzehnte- oder jahrhundertelangen "Warm-/Kaltzeiten" für Europa kommt, wie historisch eindeutig belegt ist. Die Gletscherwanderungen erzählen davon. (In Alaska wachsen derzeit die meisten Gletscher, so wie in Ost- und Nordgrönland die Eismasse seit Jahren zu-, in Europa wiederum und in möglichem Zusammenhang damit abnimmt. Und durch Freilegungen zeigt, daß es solche Erscheinungen eben in Zyklen schon sehr lange gibt.)**

Alles wiederum ist zudem eingebettet in Zyklen der Intensität der Sonneneinstrahlung schon alleine durch die Sonnenfleckenzyklen, bei denen wir nach Meinung mancher, die sich damit eingehender befassen, ebenfalls vor einer Überlagerung von Amplituden verschiedener Zyklen stehen, sodaß sogar eine (möglicherweise gar dramatische) Abkühlung der Erde in den nächsten 20 Jahren höhere Wahrscheinlichkeit hat.




*Man beachte deshalb in allen Projektionen oder Vorhersagen von Klimakatastrophen die Verwendung des Konjunktiv! Der VdZ vergleicht den Klimawahn direkt mit dem Evolutionswahn, beide zeigen außerordentlich viele Parallelen einer Massenpsychose, die die Welt immer weniger begreifen lassen und sämtlich vor black-boxes ("weiß man nicht, aber irgendwann werden wir es wissen") nur so strotzen, um ein weltanschauliches Gesamtsystem zu stützen. Auch der Klimawahn zeigt bereits ganz beträchtliche Auswirkungen auf die Wahrnehmungsfähigkeit und geistige Freiheit der Menschen.

**Es gibt Spekulationen, die hier wiederum Zusammenhänge mit einer Erwärmung über Nordrußland sehen. Denn dort wird seit langem ein verstärktes Ausgasen von Methan beobachtet. Das wiederum könnte mit einem Ansteigen des Gasdrucks in großen Tiefen zu tun haben, denn man weiß von Nordrußland, daß es auf einer gigantischen Methangasblase sitzt. Hinweis: Die natürliche Ausgasung des Planeten übersteigt jede menschliche Ausgasung zumindest im Verhältnis 30 : 1, bei CO2 noch deutlich mehr. Über die Austauschprozesse Erde-Luft ist zwar nur wenig bekannt, aber sie dürften gigantische Ausmaße haben, gegen die der Mensch wie ein winziger Floh wirkt. Alleine was der Yellowstone-Riesenkrater ausstößt übertrifft den gesamten globalen menschlichen Ausstoß um das zigfache.





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Samstag, 23. Januar 2016

Eine Geschichte aus Grönland (1)

Am 15. Juli 1942 hob in Maine (USA) eine Schwadron von insgesamt sechs Maschinen ab - zwei B17 Bomber und vier P38 Thunderbolt Begleitmaschinen sollten nach Großbritannien fliegen. Aber sie kamen vom Kurs ab, gerieten in schwere Wetter, und mußten über dem südlichen Grönland auf einem Gletscher notlanden. Erstaunlicherweise haben alle Mannschaften überlebt und wurden nach einigen Tagen geborgen. 1983 begann man, die Flugzeuge zu orten, und ab 1992 eines davon zu bergen. 

Alle Maschinen befanden sich in einer Tiefe von 268 Fuß Stärke und lagen durch Gletscherwanderungen bedingt, die man über Jahre studierte, um die aktuelle Position näher bestimmen zu können, eine Meile von ihrer Landestelle entfernt.

Über der Fundstelle bohrte man mithilfe eines Schmelzkopfs ein Loch, durch das man absteigen konnte. Dann schmolz man rund um eine P38 eine Höhle frei und begann, das Flugzeug Stück für Stück auseinanderzunehmen und nach oben zu hieven. In den USA zurück, setzte man es wieder zusammen, und machte die P38 sogar wieder flugfähig.

Man hat auch untersucht, ob die Flugzeuge eingesunken sein könnten. Aber das Ergebnis war einhellig: Nein. Denn dann wäre es unmöglich gewesen, daß alle Flugzeuge so waagerecht geblieben waren, wie sie gelandet waren. Einsinkende Flugzeuge müßten eine Position aufweisen, in der sie dem Schwerpunkt folgend die Nase nach unten richten, so wie sie sich in jeder Flüssigkeit verhalten. Die rund 90 Meter zu Eis komprimierter Schnee waren also der Gletscherzuwachs von 50 Jahren.







Am Montag Teil 2) Ein eigener Versuch, 
sich auf das Grönlandwetter einen Reim zu machen




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Donnerstag, 21. Januar 2016

Erstaunliche Exaktheiten

Graphik wattsupwiththat
Eine durchaus amüsante Rechnung stellt David Middleton auf Wattsupwiththat an. Er knüpft an eine Meldung an, die im gewohnheitsmäßigen Katastrophenton verkündet, daß Grönland im 20. Jhd. 9.000 Milliarden Tonnen Eis verloren habe. Und weil des Menschen Fähigkeit, zahlenmäßige Größenordnungen auch begriffich zu fassen kaum über die Finger an seinen beiden Händen hinausgeht, geschweige denn Milliarden oder Gigatonnen vorzustellen vermag, bleibt aufs erste nur eines: Erschrecken. 


Aber Middleton legt dann diese Zahlen auf Vorstellbarkeiten um. Erst einmal rechnet er das Eis in Kubatur um. Und zeigt, daß es sich bei diesem gewaltigen Eisvolumen um einen Würfel mit der Kantenlänge von 20 km handelt. Damit wird es schon einmal greifbarer. 20x20x20 km ist schon vorstellbarer. Umgerechnet in metrische Maße. Denn es ist ja eine amerikanische Meldung, und so entspricht dieser Masseverlust von 8.165 Gigatonnen auch (ungefähr) 8.genau so vielen Kubikkilometern.



Nun geht er her und sagt: Grönland hat 1,7 Millionen km2. Die Satelliten schätzen aus ihren Messungen (die ja auch den Eisschwund ergaben) die Gesamtmasse des Grönlandeises auf 2.600.000  Kubikkilometer. Das Eis hat somit eine durchschnittliche Dicke von ca. 1,5 Kilometern. Umgelegt auf die gesamte Eismasse Grönlands ergeben diese 8.165 Kubikkilometer somit .... 0,3 %. Null komma drei Prozent. 

Oder, anders und noch anschaulicher dargestellt: Bei 1.500 Metern Eisdicke hat Grönland im 20. Jhd. durch den katastrophalen Klimawandel ... 5 (fünf) Meter Eis verloren. Anschaulich gemacht schaut das dann so aus wie in der Graphik. Noch anschaulicher in der noch kleiner aufgelösten Graphik.


Nun sollte man aber vielleicht noch wissen, wie diese Menge überhaupt gemessen wird. Und sie wird es durch Satelliten. Die durch verschiedene Methoden hochrechnen. Dabei weisen diese Methoden eine Ungenauigkeit von 10 % auf. Genauer läßt sich das nicht hochrechnen. Sodaß schon recht erstaunlich ist, wie man aus diesen Rechnungen überhaupt auf eine Genauigkeit der Verlustansage von 0,3 % kommt. Weil 9.000.000.000.000 Tonnen zu schreiben so beeindruckend wirkt?

Ein Verlust, der sich natürlich regional sehr unterschiedlich aufteilt. Denn in Nordost- und Mittelgrönland nimmt die Eismasse seit Jahren zu, nur im Süden-Südwesten ab.* Genau. Das ist dort, von wo man die beeindruckenden Bilder an die besorgte Weltöffentlichkeit liefert, die die Rückgänge der Gletscher so augenfällig machen, daß sie doch alles beweisen. Jetzt braucht man nur noch einen abgemagerten Eisbären, und Venedig bei Flut.**

Denn wer will es denn schon genau wissen, wenn es ums große Ganze der Weltrettung geht?



*Richtig, so könnte man es vielleicht sehen, so erleben wir Festlandeuropäer es nämlich in den letzten Jahren: Die durch die Kälte Atlantik-Grönland-Kanada-USA angesaugte wärmere Luft aus dem Süden (die zugleich Festlandeuropa mit wärmerer Luft versorgt), wie sie dann über Nordpol und Nordgrönland eintrifft, nimmt mehr Wasser auf. Dieses kondensiert im Kontakt mit der kühleren Luft und fällt als Niederschlag - also: Schnee, der ja, wie jeder weiß, ausbleibt, wenn es zu kalt wird - wieder zur Erde. Und dort wird es zu Eis, durch den Eigendruck des Gewichts, und kühlt wiederum die Luft bzw. das Wasser, und vermehrt die Eisdecke. Bis sich das Spiel wieder dreht, oder nicht unbedingt ein El Nino wieder einmal durch den Pazifik surft. Deshalb hat auch die wasserbedeckende Eisfläche der Arktis in den letzten Jahren wieder zugenommen. Wunderbare Regulationskreise könnte man das nennen, trotz der sich jeder Berechenbarkeit entziehenden Chaotik, in der diese hochkomplexen Gemengelage sich abspielen. Zyklen.

**Übrigens gibt sogar ein Herr Schellnhuber zu, daß es zu keinem gesteigerten Anstieg des Meeresspiegels in den letzten Jahrzehnten gekommen ist. Und das will etwas heißen! Denn auf die Steigerung kommt es ja an, wenn man beweisen will, daß der Mensch in den letzten Jahrzehnten alles ruiniert. Sonst wäre ja alles ganz natürlich, und nix da wäre es mit höheren staatlichen Einnahmen durch die Besteuerung des natürlichsten Stoffes, den es gibt, ohne den es sogar überhaupt nix Lebendiges gäbe: Kohlenstoff, Kohlendioxyd. Zu sagen, man würde "das Leben" bzw. die Lebensvorgänge besteuern, würde bei den Bürgern nicht so gut ankommen.




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Samstag, 4. Oktober 2014

Nichts Neues vom Wetter

Eine nächste Rekonstruktion  des Klimas der Nordhalbkugel der Erde haben Forscher des Dänischen Meteorologischen Instituts, Kopenhagen und der Universität Stockholm vorgelegt. Die verwendeten Klimaproxies umfassen Eisbohrkerne, Baumringe, Seesedimente und Stalagmiten, aus denen jeweils ein Temperaturverlauf bis zu 2.000 Jahre in die Vergangenheit abgeleitet werden kann. Daraus geht hervor, daß es nicht stimmt zu sagen, daß es noch nie zu einer so starken Erwärmung gekommen sei wie heute. Eindeutig geht hervor, daß etwa zur mittelalterlichen Warmzeit (um das Jahr 1000) sehr gleiche Bedingungen herrschten, wie heute. Auch die Entwicklung verlief gleich. Obwohl der CO2-Gehalt der Atmosphäre heute um 40 % höher liegt.


Quelle:wetter-center.de


Zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie eines Forscherteams aus Japan, Frankreich, Dänemark und den USA. Es hat mit Hilfe von Eisbohrkernen den Temperaturverlauf der letzten 4.000 Jahre im Zentrum Grönlands rekonstruiert. Mit dem Ergebnis, daß sich sämtliche heute zu beobachtende klimatischen Bedingungen auf Grönland völlig innerhalb der bisher bekannten natürlichen Schwankungen bewegen.


Quelle: wetter-center.de


(Zitat aus wetter-center.de:) Die Grafik zeigt neben einer sehr hohen Variabilität der Temperatur, dass es in den 1930er und 1940er Jahren im Zentrum Grönlands ähnlich warm war wie derzeit, ebenso in den 1140er Jahren der sogenannten Mittelalterlichen Warmzeit. Die derzeitigen Temperaturen in Grönland sind damit noch innerhalb der natürlichen Variation des Klimasystems.

Schaut man sich die untere Kurve an, erkennt man zudem, dass es vor dem Jahre 1000 viele Perioden gab, die noch deutlich wärmer waren als heute, insbesondere um das Jahr 700 herum sowie um 1350 v.Chr. Das Fazit dieser Studie ist somit: Bisher ist für das Zentrums Grönlands keine Erwärmung nachzuweisen, die es nicht schon einmal in der Vergangenheit gegeben hat.

Nichts Neues also aus Grönland, dem Vorzeigeobjekt der Klimawarner. Selbst wenn auch an dieser Stelle bereits davon berichtet wurde, daß die Eisbohrkerne nur sehr bedingt das vergangene Klima zu rekonstruieren erlauben. Etwa weiß man mittlerweile, daß das Sauerstoff-Isotopen-Verhältnis im Eis, aus dem die Temperatur abgeleitet wird, nicht nur von der Eistemperatur selbst, sondern auch vom Quellort der Niederschläge abhängt, und dabei keineswegs nur der Atlantik als Quelle angesehen werden kann. Aber auch aus anderen Gründen sind solche Eisbohrkern-Rekonstruktionen mit größter Vorsicht zu genießen. Auch sie gehen von Postulaten aus, die das interpretative Ergebnis bereits weitgehend vorwegnehmen.

Daß die Eismasse der antipodischen Antarktis hingegen seit Jahren von Größenrekord zu Größenrekord eilt, dürfte ja zumindest Lesern dieses Blog bekannt sein.

Und Wissenschaftler der University of Colorado in Boulder haben zwar mit Hilfe von Space-Shuttle-Messungen herausgefunden, daß Flußdeltas weltweit allmählich versinken, aber das hat nichts mit Anstieg des Meeresspiegels zu tun sondern mit der Intensivierung der Nutzung durch Kraftwerke. Damit bleiben Sedimente aus, die Flüsse lagern weniger ab, und waschen ihre Sohlen aus.

Etwas, das auch von der Donau her bekannt ist, wo das Strombett hinter Kraftwerken künstlich immer wieder befüllt wird, um den Mangel an transportiertem Geröll auszugleichen. Geröll, das den Becken VOR den Kraftwerken entnommen werden muß, weil diese sonst versanden. Man geht davon aus, daß die Absenkung des Grundwasserspiegels im Wiener Becken rein aus der Eintiefung der Donau sowie der Erhöhung der Fließgeschwindigkeit durch Flußregulierung abzuleiten ist.




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