Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Poesie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Poesie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 1. November 2022

Das weltzugewandte, damit weltschaffende Gefäß

Die Heiilige Schrift ist Struktur und Grammatik unserer Sprache, und damit unseres Denkens. Sie schließt somit die Kluft zwischen dem amorphen Fühlen und Erfassen und dem Sprechen und Denken. Sie ist durch ihre sprachliche (und nur als Heilige Poesie begreifbare) Gestalt das weltzugewandte Gefäß des Geistes Gottes. Damit sich die gesamte Gestalt des Menschen naturgemäß bis in den Verstand hinein erheben kann. Um so das Insgesamt der Vernunftgegründetheit des Menschen zu bilden und ihn zur vollen Freiheit zu heben. In der der Anfagn das Wort war.

Deshalb ist die Bedeutung der vier Evangelisten gar nicht hoch genug einzuschätzen. ie werden in direkte Verbindung zum zweithöchsten Chor der Engel, den Cherubim, gebracht, die der Prophet Ezechiel als Ochse, Löwe, Adler und Mensch sah, was den Charakter der vier Säulen der Weisheit Gottes beschreibt.

Samstag, 8. Oktober 2022

Der Bogen von einst zum heute

Vielleicht werde ich es einmal übersetzen, irlgendwann einmal. Vorerst aber belasse ich es bei der geschlossenen Fülle, die im Gedicht "Prayer for my Daughter" von William B. Yeats vor mir liegt. 

Ich bewundere Anthony Esolen, der mir dieses Gedicht geschickt hat, und offenbar Tag für Tag zu einem ätherischen Atem fähig ist, der in meinen Mauern wie ein gehüteter, aber fest verschlossener Raum auf jene Momente wartet, in denen sich mein Herz zur gleichen Ruhe entschließen kann, weil es die wilde Jagd der Dämonen nicht mehr fürchtet, die ums Haus toben. Um sich in sicheren Burgen nur in diesem einen Augenblick zu verlieren, der so alles enthält. Für Tage, für Wochen, oder meinetwegen nur für eben so eine Stunde, wie Yeats sie beschreibt. Als er nachts hinausging vor sein Haus.

Samstag, 29. Januar 2022

Endlich schuldenlos werden (2)

Die zu einer gewaltigen Klimax führte - Die etwa zur Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts in einer Person ihre Repräsentanz fand, nämlich dem säkularisierten Juden Siegmund Freud. Der nichts anderes machte als die "naturwissenschaftlichen Erkenntnisse" der Zeit (allen voran die längst zum Mythos ausgebaute Evolutionslehre, die tatsächlich ja eine Metaphysik ist) in das Komplexe des Seelenlebens eines Menschen einzuflechten. Und so zu einem ganz neuen Erklärungsmodell kam, nämlich der Psychoanalyse. Die nun eiderdautz eine interessante Nebenwirkung hatte, die freilich zur Hauptwirkung wurde, nämlich die Entlastung von Schuld. Und wenn man mich fragt, dann konnte oder kann das Forschen eines Juden (schon gar in diesen Bereichen) zu gar nichts anderem führen als zu einer Methodik, zu einem Ritus der Entsühnung. 

Freud übertrug die Erkenntnis, daß das natürliche Geschehen eine Mechanik ist, die sich aus sich selbst heraus weiterentwickelt, und deren Überleben, deren Bestehenbleiben zum ersten Ziel alles Lebendigen wurde. Sodaß nunmehr dieses Ziel auch die Grammatik des Seelenlebens eines Menschen prägt, was sonst. Denn der Mensch ist nach Freud eben ein Apparat, der von bestimmten "natürlichen" Zielen bestimmt wird. 

Freitag, 28. Januar 2022

Endlich schuldenlos werden (1)

Wenn wir nur die Quintessenz der bahnbrechenden (und vielfach preisbehängten) Arbeiten von Henry Poincaré und zwanzig Jahre später Kurt Gödel hernehmen dann ist es die mathematische Ebene einer u. a. von Kant und Diltheiy vorbereiteten Denkweise, in der es voraussetzungsloses Denken über die Welt nicht gibt. Weil immer ein Mensch antwortet, antwortet er immer aus einer Position - in einer Identität - heraus, die eine Stellung zur Welt mit sich bringt.

Lassen wir hier aber die Diskussion darüber, ob es deshalb grundsätzlich KEINE Wahrheitserkenntnis (über die Welt) gibt oder nicht, was eine Diskussion über die Natur der Wahrheit und des Geistes (-igen) ist. Eine Diskussion, die direkt dami tzusammenhängt. Lassen wir auch die Konsequenzen aus einer weltsicht des Evolutionismus, in der alles, was Welt und Mensch und Leben überhaupt ist, auf ein paar Funktionen von Molekülen reduziert wird. (Übrigens: Auch das Geschehen in Atomen, das ist wenigstens schon klar, wird vom übergreifenden Feld - dem Molekül - charakterlich und damit erst meßbar bestimmt. Denn Atome sind wie alles ein "Feld".)

Samstag, 15. Januar 2022

Nur sie und das Waldvögelein

Auch dazu hatmich das Stöbern in alten Beiträgen gemahnet: Es ist höchst an der Zeit, eines meiner Liebesgedichte wieder einmal zu servieren. Es stammt von Walther von der Vogelweide, und ist "aktuell" wie am Tag seiner ersten Niederschrift, damals, im Wien der späten Jugend.

Was für eine schöne Geschichte, wie meisterlich gedichtet, und mit wie wenigen Worten - Tandaradei!, so viel erzählt, ein Leben ausgebreitet wird. Sieht man sie nicht, das Frauke, mit ihrer persischfrüchtigen Haut, und ihren kaukasischen Lippen? Wo ihr  Köpflein lag, dort ist das Gras besonders zusammengedrückt, dort bei den Rosen. Wegen der Tropfen Bluts, die nun zwar schon trocken, aber noch gestern frisch und rot? Nein. Warum dann? Das weiß nur sie, und das Vögelein, und sie beide, sie schweigen. Wie der Wald. Denn das Schweigen ist das Hören. Das Hören aber, das ist das Sprechen des ewigen Wissens.
Wo mein Köpflein lag

Unter den Linden
an der Heide,
wo ich mit meinem Liebsten saß,
da mögt ihr finden
wie wir beide
die Blumen brachen und das Gras;
vor dem Wald in einem Tal - 'Tandaradei
Herrlich sang die Nachtigall

Ich kam gegangen
Zu der Aue,
und mein Liebster ware schon dort;
Da ward ich empfangen
als heilige Fraue,
daß ich bin selig immerfort.
Ob er mich wohl oft geküßt? - Tandaradei!
Seht wie rot der Mund mir ist!

Und Blumen brachen
mir zum Bette
in reicher Zahl. O kommt und seht!
Vom Herzen lachen
muß, ich wette,
o mancher, der vorübergeht.
Weil bei den Rosen er wohl mag - Tandaradei!
sehen, wo das Haupt mir lag.

Wie ich da ruhte,
wenn es wer wüßte,
du lieber Gott, ich schämte mich!
Wie mich der Gute
nahm und küßte,
ei, das weiß nur er und ich.
Und auch du, Waldvögelein, - Tandaradei!
Nicht wahr, wirst verschwiegen sein.
Walther von der Vogelweide



Samstag, 13. November 2021

Der Außenseiter und der Sklave

Es ist doch so, daß der völlige Verzicht auf das, was von einem verlangt ist gleichermaßen, wie es das Leben des Menschen zur Vollgestalt bringt, dem Baume durch Würgen, durch den Tod abgepreßt wird. Eine Drahtschlinge wird ihm um die Mitte gelegt, und der Bauer dreht mit seinen klobigen Händen das Stück Latte, an das er die Enden des Metallstreifens geknotet hat, wieder und wieder, und noch einmal, bis nichts mehr geht. Dann wartet er zwei Atemstöße lang, denn es geht nun noch einmal, das entscheidende mal. Erst jetzt ist es getan. Der Baum kämpft ab hier still ums Überleben.

Nur der aber, der der Gewalt unterliegt, bringt die Blüte, in der er sich zusammenfaßt, um sich in der Frucht fallend vom Baume zu lösen. Nur der, der im Herbst zum Sterben geht, schließlich das Haupt in den Nacken sinken läßt, und zur Leiche erstarrt.  

So ist er zum Sklaven geworden, zum Sklaven des Bauernlümmels, der aus dieser Sklavenfrucht dann den Schnaps brennt, an den langen Winterabenden, mit dem er seine herben Feste feiert. Vielleicht zwei Stunden währt der Rausch, oder acht, dann folgt die Stille, und's Vergessen. Zur Weihnacht, zum Jahrauskehr, zur Frostesnacht, in der die Geister umgehen. Die Maische wirft man dann den Schweinen vor. Die lachen und spotten und unterhalten sich angeregt, während sie schmatzen und schlürfen. 

So viel Macht über so wenig das einmal so viel, haha, sagen sie. Und der Eber erzählt von der Garotte, von der ihm sein spanischer Fellkollege berichtet, wie lustig es aussehe, wenn die Delinquenten die Zunge heraushängen ließen, so! Und er macht es nach. Worauf die Lehne ungehalten lacht, während ihre Farken auseinanderstieben um nicht erdrückt zu werden: Letzthinnig hat sogar sie mehr Rechte, gehört sogar sie mehr zu als der Rechtlose, der Außenseiter, der ein Sklave ist.

Samstag, 2. Oktober 2021

Aus den Notizen am Nachmittag eines normalerweise gebrauchten Tages (2)

Schaffen ist Umordnen, Umordnen ergibt das Neue. Das Luder in der Abendmesse Aber darauf legt sie es wohl an. Die Ungarin. Und die Gnade. - Eigenartige Doppelnatur des Wortes. Wie jedes Ding in dieser gigantischen, nur staunen machenden Schöpfung. Und Staunen, so Jolles wieder, bringt Fragen. Aber dieses Fragen hat seine Antwort bereits in sich, denn es kommt aus der Antwort. Das ist nicht irrational, sondern ein Geheimnis. Das Wort setzt und wird gesetzt, das fällt in eins: Das Darstellen ist ein Schaffen, das Geschaffene ein wieder schaffendes - weil sprechendes - Darstellen (Sein von Gestalt; Darstellen als Schaffen weil Sprechen).
 
Wesen des Schauspielers, Wesen der Kunst, Wesen es Handwerks, Wesen der Welt. Wesen Gottes, in Jesus?

Selbst von dieser Seite aber wird die Ehe konkret als das den Menschen Konstituierende begreiflich - als Mann und Frau schuf er ihn (den Menschen) - das Wort ist einfach immer und überall das, was Schöpfungsprozesse auslöst weil Sinn hervortreten und Fleisch werden läßt. 
 
Deshalb ist noch jede "gescheiterte" Ehe (was ist das?) besser als keine. (Wenn es denn eine Ehe ist.) Ohne gründendes Wort - nichts, buchstäblich. Wie widerlich, schon rein ästhetisch, wie die Leute heute leben. Seltsam, daß das verschwinden konnte. Noch vor sechzig Jahren war es so selbstverständlich. Jeder, wirklich jeder hat geheiratet, das war auch die Standardfrage für jedes Kind. Die Spiele, alles waren "Ehen." Das Vater-Mutter-Kind-Spiel, das vergißt man doch nicht, das spielen doch alle Kinder.

Donnerstag, 30. September 2021

Aus den Notizen am Nachmittag eines normalerweise gebrauchten Tages (1)

13 Uhr) Die Lektüre ist mein Restprogramm für heute. Der Vormittag ist ja durch den Fehler bei den Tabletten eher nicht so gelaufen. Der Elektriker kam nicht, und diesmal war mir die Unzuverlässigkeit der Ungarn nur allzu willkommen.

Denn wenn ich die Medikamente zur Nacht vergesse, habe ich am nächsten Tag den Salat. Ich merke es normalerweise, weil ich aufwache und im Halbschlaf Alpträume, und, davon wach, so eiskalte Gedanken an Selbsttötung auftauchen, daß es mir kalt über den Rücken läuft. Dann weiß ich: Die Tradolan ... 
Die Pregabalin habe ich weniger in Verdacht. Vier Stück, je zwei und zwei, unmittelbar vor dem Schlafengehen. Wehe wenn nicht. Auch wenn die Schmerzanfälle immer seltener geworden sind, selbst wenn ich durch sofortiges Nachnehmen der vier Tabletten das Schlimmste noch abwenden kann, neige ich am Morgen danach zu Depressionen, weil ich schon im Vorhinein weiß, daß es ein gebrauchter Tag werden wird.

Aber heute war es anders.

Dienstag, 22. Juni 2021

Morgendliche Werkstatt


Wie sagt man nur zu jenen stunden

späte nächte - frühe morgen?

wo ich mich des schlafs entwunden

welt und traum hält sich verbunden,

bleibt kein schicksal unverborgen.

weiter raum, in dessen runden

nun ich seh,

in des lichtes näh

stets verwunden

geistesstunden

sich zu ding quaen,

als gebunden

trauter mächte

spieles runden

welt zu grunden.


*170621*

Sonntag, 20. Juni 2021

Achte die Hieroglyphen

Der Frühling ist, schreibt Novalis an einer Stelle, der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen. (Nicht also die Farben oder die lustigen Töne oder die warme Luft sind es, die uns so begeistern.) Er liefert damit ein Vorgefühl kommender Feste, vieler froher Tage, und des gedeihlichen Zusammenseins so mannigfaltiger Naturen, die Ahndung höherer ewiger Blüten und Früchte, und die dunkle Sympathie mit der gesellig sich entfaltenden Welt.

Was also sollten wir uns denken, wenn wir einen dermaßen kalten Frühling erleben, wie er gerade mit dem ringt, was Sommer genannt wird, und hoffentlich das Bild seiner selbst in die Welt wirft? Wo wir aus einer Kälte kommen, die unseren Pflanzen interessanterweise eine Saftigkeit des Grün gab, die aus allen Poren Feuchte und Virilität zu tropfen schien, und nicht nur der kalten Luft trotzte, sondern sie sogar zu lieben schien. 

(Sogar ein angeblich einmaliger Virus, wie hieß der noch gleich ... Egal. Also ein Virus schien das kalte Wetter so gar nicht zu lieben, was eine seltsame Außernatürlichkeit darstellt, und vertschüßte sich stiller und leiser, als er gekommen war, sodaß man sich fragen konnte: War da jemals einer da? Die Mär, daß das warme Wetter die Ursache für sein Verschwinden sei, ist jedenfalls widerlegt. Aber das Impfen war es sicher auch nicht. Ist er einfach von selber verschwunden? Mit dem Stimmungsumschwung in der Bevölkerung vielleicht gar? Naja, eine Beute haben ja manche mitgenommen, den Impfpaß, als Brückenkopf, von dem aus in Richtung fernöstlicher Vorbilder weitergearbeitet werden kann. Damit kann selbst SunTsu zufrieden sein. Egal.)

Dienstag, 11. Mai 2021

Filmempfehlung - Im Fluß des Lebens enthalten (2)

Teil 2) Das Unmenschliche ist das dem Leben Entrissene, 
und muß vergehen

"So lebt der Mensch" lautet der Titel eines der Romane von André Malraux (Originaltitel "Condition humaine"), der den VdZ mit 18, 19 Jahren so tief geprägt hat, und man könnte auch diesen "links" nennen, wie "Tantas Almas". Aber - er ist nur das Leben! So ist doch der Mensch! Der Fischer nimmt sogar die Turnschuhe der soeben erschossenen Frau, die Mörder schenken sie ihm. Immerhin hat er nur simple Sandalos.

Montag, 10. Mai 2021

Filmempfehlung - Im Fluß des Lebens enthalten (1)

Diesmal soll der Film "Tantas Almas" (2019) von Federico Bissi nahegelebt werden. Wäre der VdZ nicht mit einer ziemlichen Verkühlung zu Bett gelegen (der April wird immer kälter, fällt dem Leser das auch auf?) und hätte fast beiläufig einen Film laufen lassen, er wäre um ein Erlebnis gekommen. Wie es eben an solchen müden Nachmittagen im Krankenbett, wo man nicht mehr so ganz malade ist, aber auch nicht fit genug um aufzustehen, so geschieht.

Sonntag, 20. Dezember 2020

Gebet und Poesie

Dieser Artikel stammt ebenfalls vom 15. Oktober 2010. Was er sagt ist immer gleich gültig.

Gebet und Poesie

Er sage nicht, schreibt Henri Bremond, daß die Poesie im Gebet MÜNDE. Vielmehr aber tendiere wahre Poesie dazu, sich dem Gebet zu vereinen. Das bedeute, daß sich in der Poesie derselbe psychische "Mechanismus" in Bewegung gesetzt finde, dessen sich die Gnade bediene.

Dom Aubourt schreibt dazu: "Die Poesie ist ein Zeichen; sie ist der Beweis des Vorhandenseins einer erhabenen Fähigkeit in uns, die zwar ausreicht, Gott zu empfangen, aber unvermögend ist, ihn von sich aus zu begreifen."

Warum, so wieder Bremond, könne die Poesie Gott nicht begreifen, wie es das Gebet tue? Der Grund liege darin, daß das geringste Gebet, das dieses Namens würdig sei, und keineswegs alleine das beschauliche, ein übernatürliches Geschenk Gottes sei.


*161220*


Sonntag, 5. Juli 2020

Der immer gleiche Quell

Bescheidet euch mit alten leidensregeln!
Der glanz der war bringt wenn auch späte spende
Die geister kehren stets mit vollen segeln
Zurück ins land des traums und der legende.

Freitag, 10. April 2020

Dann werden es die Steine predigen

Satz um Satz dieser Predigt von Pfarrer Hans Milch aus dem Jahre 1979 - in der ersten halben Stunde! - verdiente es, in Stein gemeißelt zu werden, und diesem Volk, dieser Kultur an jenes Tor gestellt zu werden, aus dem sie aus der Gemeinschaft der Kulturvölker und damit der Völker überhaupt ins Nichts treten. Hier spricht ein Prophet, und er spricht in Versen, in denen das Verschmelzen von Poesie mit Wahrheit und Zeitgemäßheit, weil aus dem Brunnen des immer Gültigen geschöpft, vor Augen steht. 

Was Milch deshalb hier sagt ist ein Lied des Untergangs, ein Lied des Leidens und der Tragödie, die sich vor unseren Augen vollzogen hat (sic!), und in deren Trümmern und Ruinenlandschaften wir nun leben.

Aus menschlichem Kalkül, sagte Milch bereits 1979, ist keine Rettung. Wenn er das sagt, ein Wort von Jünger übernehmend, daß der Glaube keine Kraft mehr hat, daß die Heiligkeit verschwunden ist, dann weist er auf etwas anderes hin. Auf etwas, das REAL so entscheidend ist. Auf die Tatsache, die Milch als "der große Irrtum" bezeichnet, daß sich der Mythos als jene Erzählung, auf die sich ein Volk
- und damit jeder Mensch, jeder, denn jeder gehört einem Volke an, ein Schicksal steht fürs andere, eines ist mit dem des anderen verknüpft - 
als generellen Verstehens- und Interpretationshorizont des sinnlichen Datums bezieht, aus dem heraus es "Welt" erkennt und gestaltet, daß also dieser Mythos der wirklichen Wirklichkeit, diesem Brunnen alles Seienden, also von allem das ist, entfernt steht. Die Generalerzählung, das "Narrativ" (von dem man heute so gerne spricht) ist ein Sumpf der Irrtümer und Dummheiten, der Schmach, der Würde- und Ehrlosigkeit. Und damit, ja deswegen, eine Schlangengrube der Widersprüche.






*080320*

Sonntag, 23. Februar 2020

Wo wir des Wirklichen ansichtig werden

Die Rede, die Peter Handke anläßlich der Verleihung des Nobelpreises für Literatur 2019 an ihn in Oslo hielt, kann man nur als Aufruf zum Kleinen, Direkten, Begegnenden sehen, zur Suche und Auslieferung an die Wirklichkeit selbst sehen. Handke zeigt darin, daß er selbst nicht den großen geistigen Unterbau hat, um einen Plan zu sehen, aber er beruft sich auf das, was die eigentliche Arbeit des Poeten ist - die Nicht-Vernutzung des Wahrgenommenen, die Reinheit der Sinne, die Unmittelbarkeit der Eindrücke wieder zu gewinnen. Sich aus allem Alltäglichen daraus hin durchzuarbeiten ist seine Lebensaufgabe. Und darin überwindet er die Zeit. So daß seine Bilder und Darstellungen Fenster zum Wirklichen selbst werden.

Hier gewinnt auch die Volkssprache, der Dialekt, die Muttersprache ihre Bedeutung. Weil hier noch viel jener ursprünglichen Poesie enthalten ist, wenigstens daran erinnert, das wir aus der Zeit vor der Erbsünde, und als Ausblick auf die Zeit nach der Wiederkehr Christi, im "neuen Himmel und der neuen Erde", wieder gewinnen werden. So wir uns dafür entscheiden.

Es ist gewiß vorerst zuviel verlangt, wenn man von Handke auch die Einsicht verlangte, daß dieser Anblick des wirklichen Wirklichen in der Liturgie der Kirche, in ihrem Kult gegenwärtig ist. Aber es macht gar nicht so sehr staunen, wenn der Nobelpreisträger bei seiner Osloer Rede, die kaleidoskopartig, ungeordnet, wie eine Patchworkarbeit, mitten unter alltäglichen Lebensblüten ganz selbstverständlich auch eine marianische Litanei vorträgt. Aber schon in seiner Wende anläßlich des "Serbien-Skandals", in dem er eines Tages aufwachte, den der VdZ immer als "Rückkehr zum Patriarchalen" sah, war erkennbar, daß Handke ahnt, daß das Wirkliche, das Wahre, das Poetische etwas mit der Heiligkeit sui generis, also auch mit der Heiligkeit der Tradition zu tun hat.

Und da taucht dann plötzlich auch ein neuer Begriff von Mensch und seiner Natur auf. In dem der Dichter sich von allem bloß faktischen Subjektivismus langsam zu trennen beginnt und begreift, wie sehr seine Dichtung bedeutet, Sprachrohr für ein unendlich Großes, Wahres, Schönes zu sein, das er durch seine Stimme, durch seine Feder zur Welt bringt. Nicht "er" ist das Interessante, sondern dieses außer, über ihm liegende Ewige des Geistes.

Insofern ist Handke ein Beispiel für die Tatsache, daß in Zeiten kulturellen Niedrigstandes, schon gar solchen des Niedergangs, große Kunst nicht mehr möglich ist. Denn der Künstler hat fast nur noch das Abgrenzen, aber nicht mehr die ihn selber formende Kraft eines positiven, aufbauenden, seinstragenden kulturellen Stromes zur Verfügung. Mehr als gelegentlich zu erreichen, die dicke Eisschicht im See, in den man per Geburt geworfen wurde, zu durchbrechen und wenigstens ein wenig frische Luft zu schöpfen ist dann nicht mehr möglich, und schon die maximal mögliche Leistung.

Denn in der Poesie ahnen wir erst, was nur im Sakramentalen - dem Generalzustand vor der Erbsünde - real wird. Sie ist somit der Duft des Ewigen, nicht das Ewige selbst, die Rampe, von der weiter zu gehen aber nicht in unserer Hand liegt, sondern ungeschuldete Bewegung von Gott her zu uns ist. Ohne die es aber keine Welt geben würde, weil der die Wirklichkeit fehlte.







Donnerstag, 19. Dezember 2019

Hoffentlich hat sie doch bereut

Heute vor 104 Jahren wurde Edith Piaf in Paris geboren. Wir bringen wieder einmal ihr "No, je ne regrette rien", ihr verzweifelst auf der Bühne bis zuletzt durchgehaltenes "Nein, ich bereue nichts", das uns in seiner so glaubwürdigen Verzweiflung immer wieder neu berühren darf. Gebe Gott, daß sie diesen furchtbaren Irrtum noch rechtzeitig erkannte. Der für so viele "vorbildlich" wurde, maßgeblich durch eine verdrehte Vorstellung von Wahrheit und Öffentlichkeit und Ansehen. Lange schon schwer krank, starb sie am 10. Oktober 1963, unter Umständen, die vermuten lassen, daß ihre engste Umgebung in dieser Komödie des Schreckens mitspielte, und ihr alles Wesentliche für einen letzten, guten Sterbemoment vorenthielt.

Man ließ sie nicht zurück. Ließ dem verzweifelten Trotz, den sie an den Tag legte und der durchaus Respekt abverlangt, der sogar eine gewisse Größe darstellt, keine Auflösung. Auch nicht, als ihr der Schöpfer das Szepter der Musikwelt in ihrem Krankheitsleiden langsam aus der Hand nahm.

Gott, der ihr verzeihen möge, daß sie von Bühne, Öffentlichkeit und Medien in eine Haltung der Unversöhnlichkeit getrieben und eingefestigt wurde. Die sie zur Ikone der menschlichen, gottlosen Autonomie machte, die sie - Frau; Frau nimmt immer den zugewiesenen Platz an, ja wartet darauf - annahm und tapfer durchhielt. Und reich mit Scheingaben, mit Geld und Ruhm überhäufte, um in ihr die eigene Verworfenheit und verfehlte Sicht der Welt von sich weg zu zelebrieren und scheinbar wahr zu machen. Die sie somit so schwer mißbraucht hat.

Schauen Sie, werter Leser, ihre Augen an.





"Die Piaf", die rasch nach oben stieg und enormen Einfluß auf Frankreichs Musikszene hatte, riß fast die halbe Nation mit sich. Indem sie die richtige, notwendige, berechtige Melancholie als Grundstimmung der Poesie mit sich in die Stimmung der existentiellen Verzweiflung angesichts der faktischen (kapitalistischen) Zustände riß. Das Chanson wurde nicht einfach "gesellschaftskritisch", wie es seiner Art zukam, sondern links. Weil die Piaf ihre Sittlichkeit am Altar der Gefälligkeit opferte, der sie sich anschmiedete, fand sie nie zum Geist, nur zur Intellektualität, die aber aus sich kein Ziel kennt und leer weil ein sophistisches Vernebelungsgefecht der Schuld bleibt.

Sänger wie Charles Trenet (wieder einmal, unten, diesmal mit "Douce France", an dem man sich nicht satthören kann) oder Fernandel (Sie lesen richtig, werter Leser, Fernandel war vor seinem zufälligen Welterfolg mit "Don Camillo" weniger ein Schauspieler, als ein Sänger entzückender Chansons) wurden fast zur Nebenerscheinung. (Manchen sonstigen, oft in unseren Ländern äußerst populären Chansonniers spricht der VdZ glatt jene Existentialität ab, die der Kunst innewohnen muß. Die eine Haltung, nicht einfach inhaltlich ausdefinierbar ist.)

Frankreich war von diesem Existentialismus als Reigen von Sartre, Camus (mit Vorbehalten, er überwand den Existentialismus letztlich, das zeigt sein "Mythos von Sisyphos", der existentiell, aber nicht mehr existentialistisch ist), mit eben Piaf und deren Schützlingen wie Montand oder Aznavour tief geprägt. Und noch heute ist jene nihilistische Seite gerne als die entscheidende Seite von Paris gesucht und besucht. In der Paris in das ultimative Licht eines Sündenpfuhls gehüllt wird (siehe die Paris-Deutung von Henry Miller), und diese Verlorenheit zum scheinbaren Halt in einer Scheinwelt hochzieht. Aber es ist ein Kampf, den das Licht nicht aufgeben darf! Den freilich bourgeoise Konventionalität niemals führen kann, ja gar nicht erkennt.

Der Linken ist es leider weithin gelungen, das Leiden der Künstler an der Welt in ihre ideologischen Bahnen zu drücken. Auch wenn es, wie bei der Piaf, das Leben kostet. Deren Schmerz - sie war katholisch aufgewachsen und als Kind tief gläubig - das Leiden war, von der Kirche getrennt zu sein. Der Gegenentwurf, den sie als Erwachsene trotzig und durch ein chaotisches Leben zu belegen versuchte, ist nicht geglückt.







Samstag, 26. Oktober 2019

Der große Zapfenstreich

Der Geist eines Volkes, also auch seine Schöpfungs- und Innovationskraft, wie man es heute so banausisch nennt, weil man keine Ahnung von nichts mehr hat, nur noch versucht, irgendwie in der Vergangenheit einfach so Dagewesenes zu beleben, lebt aus seiner Poesie. Also aus seinen poetischen Werken, aus seinen Mythen und Sagen, und damit auch den Traditionen, die so unberührt bleiben müssen wie Kinder im Wiegenbette. Denn nur aus ihrem seligen Schlaf, aus ihrem Land der Träume, kann Lebenskraft aufsteigen.

In derselben Richtigkeit liegt deshalb auch die Aussage, daß der Geist eines Volkes in seiner originären Musik liegt. Dieser Vorformung der Poesie, diesem Geburtskanal der Kultur. Und mit demselben Recht kann gesagt werden, daß die Lebenskraft eines Volkes sich in seinem Selbstbehauptungswillen ausdrückt, und dieser zeigt sich in seinem Selbstkult, und darin vor allem in seinem Militärkult.

Es gibt nicht mehr viele Möglichkeiten, diesen Geist in Österreichs Gegenwart aufzufinden. Ein klein wenig aber lebt er in diesem "Großen Zapfenstreich", der in einer Aufnahme aus 2015 aus Tirol (wo sonst als in einem Volk, das sich noch als Volk begreift) hier abgebildet und nachvollziehbar ist. Der Österreicher genieße diese zwanzig Minuten, freue sich daran. Der Fremdländer aber staune, denn die Größe der Menschen dieses Landes ist nicht aus nostalgischen, sondern aus realen, gegenwärtigen Kräften in seinen Traditionen erkennbar, die tausend Jahre europäischer Geschichte so maßgeblich gestaltet haben. Er wird darin also auch sich besser verstehen. Das einzig wirklich Störende daran ist, daß der Vizeleutnant dieses Geschehen zuvor "erklären" zu müssen meint.

Die Bedeutung der Militärmusik ist heute kaum noch bekannt. Aber sie war enorm entscheidend, weil sie den Geist bestimmte, den die Soldaten aufnahmen und wiedergaben, wenn sie direkt in der Schlacht auf den Gegner losmarschierten. Allein bei Austerlitz sind fünfhundert Militärmusiker gefallen. Gegen die französisch-aufklärerische Barbarei war keine Kultur mehr gewachsen. Dieser Geist begann leider dann, Europa zu bestimmen, durch eine aufgezwungene Effizienz. Das war der eigentliche Tod Europas. Wer die Aufklärung also - wie es heute so oft passiert, vor allem bei den Liberalen - zum "guten Geist Europas" hochjubelt, ist ein satanisches, im Geiste krankes Schwein, sonst nichts.

Der österreichische Militär-Paradeschritt ist übrigens tatsächlich fünfhundert Jahre und mehr alt. Er wurde weitgehend bis heute beibehalten, ist dezent, gemessen, beherrscht, ohne Größenwahn und Imperialismusattitüde. Damit wirklich schön.

Faszinierend, hier wie in der Architektur der Vergangenheit, die liebevolle Ehe, die sich zwischen Größe und versöhnlichem, geduldigem Charme gebildet hat, erkennbar ist. Selbst der "martialistischste" Militärmarsch Österreichs hat noch diese spielerische Übernote, die begeistern kann. Selbst das monarchische Kriegsministerium hat eine Lieblichkeit, die einnimmt. Wer all das etwa mit preußischen Einrichtungen vergleicht, die die deutschen Völker so vergewaltigt haben, wird sofort begreifen, worum es geht.*

Und besonders der Prinz Eugen-Marsch zeigt, wie hervorragend die traditionelle Militärmusik zu den Menschen dieser Völker paßt. Die hier ihre Verwurzelung suchten und begründeten, um Europa vor den Begierden der asiatischen Steppenvölker zu beschützen. Gedankt wird es den Österreichern bis heute nicht. Die da tausend Jahre lang gelernt haben, größte kulturelle Gefälle und Differenzen mit einer kaum faßbaren Fähigkeit der ausgleichenden Scheinambivalenz - und dabei einer so großen Geistesklarheit - zu bewältigen.

Man beachte ab etwa Min. 14' den Übergang zum Wissen um die Tragik des Spiels, inmitten einer barbarischen Welt. Wenn die Österreicher nicht begreifen (und hier bleibt wirklich nicht mehr viel Zeit), daß sie aus den Quellen der in ihnen angelegten Quellen trinken, werden sie als das enden, als das sie sich darstellen lassen (sic!) - zum dumpfen, blöden Konsumismusdreck, der sich als Welt aufspielt.**

Endgültig Gänsehaut ist ab Min. 16:30' beim eigentlichen Zapfenstreich garantiert, der dann ins Gebet übergeht. "Ehrenformation, zummm Gebeth!" Es folgt die Ehrensalve der Schützen. 20:28' dann der bekannte Trompeten-Zapfenstreich, auf den die Zeremonie meist reduziert wird. Um dann in der Nationalhymne auszuklingen.







*Man vergleiche mit dem Großen Zapfenstreich in Berlin zur Verabschiedung von Bundespräsident Gauck.

**Österreich, das Vaterland, das alle Österreicher gerne hätten, wenn sie es noch hätten. Wes Geistes Kind muß also eine Politik sein, die allen Ernstes überlegt, an der Militärmusik zu sparen, ja sie sogar ganz einzusparen. Ausgerechnet dort also, wo überhaupt das Militär eines Volkes, eines Staates beginnt!




Freitag, 28. Juni 2019

Filmempfehlung

Leider gibt es im Netz nur den Trailer, der den Film vorstellt. Aber mit "The Ballad of Buster Scruggs" haben die Brüder Coen einen nächsten Höhepunkt ihres Schaffens erreicht. Die sechs für sich zu stellenden Geschichten sind jede Minute des Zusehens wert. Nicht nur durch die gewohnt qualitativ hochkarätige Besetzung. Hier haben die Coens für den Drang nach Poesie, der in ihren bisherigen, sehr Philosophie-lastigen Produktionen (was keine negative Kritik sein soll!) deutlich erkennbar war, und sich in zuletzt definitiv musik-lastigen Filmen schon andeutete, eine nächste Form gefunden. Congratulations! Wunderbar. Gute Philosophie mündet eben in Poesie. 

Leider ist der Film derzeit nur über Netflix erreichbar. Gut, teuer genug dürfte er gewesen sein. Da spielt wieder alles mit, was Rang und Namen hat. Sogar Tom Waits (den der VdZ regelrecht liebt) spielt in einer der wunderbarsten Geschichten, mit umwerfenden Naturszenen. Aber sämtliche Szenen und Szenerien sind üppig und poetisch bis zur Perfektion. Der Leser bleibe also dran. Vielleicht gibt es bald eine DVD. Sie lohnt fast jeden Preis. Der Film steht in jedem Fall neben dem bisherigen poetischen Meisterwerk der Coens, dem "Brother, where art thou". Oder war es doch "No country for old men"?

Wenn man überhaupt von einem Dialog "Judentum-Christentum" sprechen kann - er ist über Kunst (und nur so) scheinbar wirklich möglich. Dort. In der Wahrheit. Die in der Kunst die Unausweichlichkeit in der Gestalt, in der Realität des logos annimmt. In der Eigengesetzlichkeit der Form, die die Materie prägt, zum Ding ruft, und in der Kunst real und den Sinnen wahrnehmbar wird.

Wenn unsere Kulturen überhaupt noch eine Chance haben wollen, dann nur über die Gestalt-Aufnahme jener, die nirgendwo dazugehören können. Die Künstler. Denn die Welt gründet überhaupt in dem größten, vollkommensten Künstler, dem Urbild des Menschen. In Jesus Christus. Es ist im Grund kaum begreiflich, aber mehr als verständlich ob der Unsichtbarkeit der Kirche in der Gegenwart, daß die Brüder Coen nicht längst katholisch geworden sind. Nichts wäre logischer. Wer poetisch ist, muß katholisch sein.







*040519*

Dienstag, 26. März 2019

Eine Filmempfehlung

Vielen Dank an Leserin M für diesen phantastischen Filmtip. "The Snow Walker" ist einer der schönsten Filme, die der VdZ in den letzten zehn Jahren gesehen hat. Es ist ein Film über Hingabe, Liebe, Tod, über das Leben wie es wirklich ist. Gerade in dem Zueinander von Mann und Frau, wo sich die Frau als die Hingebende als der Stabilitätsfaktor erweist. Der den aus einer Fehlkalkulation notgelandeten Piloten zu einem anderen, ja zum Leben selbst führt. Alles was man hier erklärend zufügen wollte, zerstört die wunderbare Poesie des Films. In dem sich die Frau letztlich für ihre Liebe, den Mann, opfert. Wunderbar die Zeichnung der Eigenheiten von Mann und Frau, wunderbar die Entwicklung.

Zwar gibt es den Film nicht direkt zum Anbieten, aber unter einem Link, das nachgeprüft nach wie vor funktioniert, für jeden, ist er legal anzusehen. Der Leser möge sich diese zwei Stunden gönnen. Sie sind es wert.




*310119*