Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 1. Juni 2022
Gedankensplitter (1472)
Dienstag, 1. März 2022
AKTUALISIERTER Nachschub zum Fall der Ukraine (6)
| QR Film "Ukrainian Agony" |
Donnerstag, 9. Dezember 2021
Komm, Vater, komm Immanuel, komm lebendige Wahrheit!
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| QR Sarah Wagenknechts Ruf |
Sonntag, 10. Oktober 2021
Die Wahrheit, die zunehmend aus Lügen besteht (2)
Sie seien der Wahrheit verpflichtet, sie seien im Gegensatz zu den herrschenden Schichten die wirklichen Denker, sie seien Vorkämpfer für die Demokratie und Freiheit
(beides verbinden sie auf eine Weise, die den Eindruck erwecken läßt, das gehöre zusammen; Herrschaften, wollen wir wenigstens dabei innehalten, um uns vor Augen zu führen, daß man dazu ziemlich konträrer Meinungen sein könnte),
für die Rechte von Homosexuellen - TOLERANZ, bitte, TOLERANZ!
Der Gute ist TOLERANT.* Und wir sind die Guten. - Und natürlich vor allem für die Gleichstellung der Frau, das unbedingte Ja zu deren (das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen!) BEGABUNGSPOTENTIAL und -RESERVE (als Sittenlosigkeit im Kardinalfehler Funktion statt Gestalt, Handeln als fluides Sein), und was sonst noch alles an sogenanntem "Wertekanon der Freien und Bessermenschen (als die Gutmenschen)", machen wir es deshalb kurz:
Die also ziemlich ziemlich LIBERAL mit FREI und damit für KRITISCH halten, ja für eine AUSZENSEITERPOSITION.
Samstag, 9. Oktober 2021
Die Wahrheit, die zunehmend aus Lügen besteht (1)
Sonntag, 12. September 2021
Vom Verborgenen des Geistes (2)
Samstag, 11. September 2021
Vom Verborgenen des Geistes (1)
Wer viele Begabungen hat, wer über das Maß des Durchschnitts deutlich hinausragt, erfährt bereits als Kind und sobald er in soziale Felder verwoben wird - meist ist das bereits in der Familie der Fall; die Familie ist nicht nur Geber, sie ist auch Problem der Identität - daß ein klandestiner, nur selten offener Kampf gegen ihn geführt wird.
Der am schlimmsten wird, wenn sich die Eltern einmischen. Und hier vor allem die Mütter. Die für "Ihren Heinzi" die Vorzugsrolle fordern, die ihm ihrer unbeugsamen Ansicht nach zusteht, sodaß sie sich berufen fühlen, seine Benachteiligung zu bekämpfen.
Dabei sind Mütter die letzten, die die Charakteristik einer hohen Begabung, die immer einzigartig* ist, erkennen.
Montag, 18. Mai 2020
Der Mutige fürchtet sich wie der Feige
Sonntag, 26. April 2020
Christen, verteidigt Euren Boden (2)
Teil 2) Das war damals, so ist es heute
Eine Kirche, die den Kakao, durch den sie gezogen wird, auch noch genüßlich und mit süßem Gesicht ausschlürft ... naa, das hat den Menschen wirklich gerade noch gefehlt!
Samstag, 25. April 2020
Christen, verteidigt Euren Boden (1)
Donnerstag, 19. März 2020
Schlecht? Gut? Zumindest vielleicht aber doch nicht schlecht.
Anglikanische Kirche: Sodomie ist schlecht. Nein, sie ist gut. Nein, vielleicht doch nicht. Also möglicherweise.
Die Kirche von England hat festgestellt, daß die Ehe von Heterosexuellen der Ort ist, an den Sexualität gehört. Sie hat weiters festgestellt, daß Sexualität in gleichgeschlechtlichen, aber auch in zweigeschlechtlichen zivilen Partnerschaften "Gottes Willen für menschliche Wesen verfehlt."
Die Bischöfe haben zu dieser Frage eine pastorale Handreichung herausgegeben und damit auf die jüngst eingeführte zivile Partnerschaft zwischen Heterosexuellen reagiert, in der folgendes festgestellt wird: "Für Christen bleibt die Ehe - das heißt die lebenslange Einheit zwischen einem Mann und einer Frau, besiegelt durch das beiderseitige Versprechen - der einzig zulässige Kontext für die Entwicklung sexueller Aktivität." Die Kirche legt größten Wert darauf, "diesen Standard aufrecht zu erhalten", wenn sie die zivile Partnerschaft betrachtet, indem sie "den Wert einer freiwilligen, sexuell abstinenten Freundschaft" innerhalb solcher Partnerschaften betont.
Sie fügt dem noch hinzu: "Sexuelle Beziehungen außerhalb der heterosexuellen Eheschließung sind und bleiben eine Verfehlung des Sinnes, den Gott für den Menschen vorgesehen hat." Diese Bestätitung der traditionellen Lehre der Kirche zu einer Zeit, in der die Kirche sich anschickt, Sexualität und Ehe noch einmal neu zu überdenken, wird Konservative höchlichst erfreuen.
Es war immer die Position der Kirche von England, daß die Ehe ein Wesensmerkmal der Schöpfung ist, daß sie ein Geschenk ist, das Gott der Schöpfung eingesenkt hat, und daß sie so ein Mittel seiner Gnade ist. Daß außerdem die Ehe, definiert als im Gottvertrauen geschlossene, frei vereinbarte, auf Dauer eingegangene und vom Gesetz als schützenswert festgehaltene Vereinbarung zwischen einem Mann und einer Frau, die in einer öffentlichen Stellungnahme einander als solche erklären, zentral für die Stabilität und die Gesundheit einer menschlichen Gesellschaft ist. Wir glauben außerdem, daß die Ehe ungebrochen der beste Kontext für die Aufzucht von Kindern ist, auch wenn es nicht der einzige Kontext ist, der für Kinder günstig genannt werden kann. Besonders dort, wo die Alternative langfristige Phasen in Einrichtungen institutioneller Fürsorge bedeutet.
Im Licht dieses Verstehenshorizonts lehrt damit die Kirche von England, daß "sexueller Verkehr, der ein Ausdruck vertrauensvoller Intimität ist, ausschließlich innerhalb einer Ehe zulässig ist ("Marriage: a teaching document of the House of Bishops - Ehe, ein Lehrdokument der Bischofskonferenz", 1999). Sexuelle Beziehungen außerhalb der heterosexuellen Ehe werden sogar als Verfehlung des Willens Gottes für den Menschen bezeichnet.
Wegen der Uneindeutigkeit hinsichtlich des Ortes sexueller Aktivität bei sogenannten zivilen Partnerschaften egal welcher Art [also ob gleichgeschlechtlich oder heterosexuell], und wegen der Lehre der Kirche, daß nur die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau der ordnungsgemäße Kontext für sexuellen Verkehr ist, glauben wir nicht, daß es für die Kirche möglich ist, einfach so und uneingeschränkt die zivile Partnerschaft anzuerkennen, weil diese ja dann der Lehre der Kirche widerspricht.
Die Erzbischöfe von Canterbury und York haben ihr Bedauern hinsichtlich einer Stellungnahme ausgedrückt, die die Bischöfe der Anglikanischen Kirche letzte Woche herausgegeben haben, in der sie erklären, daß nur verheiratete Heterosexuelle Sex haben dürfen.
Justin Welby und John Sentamu sagten, daß sie die volle Verantwortung dafür übernehmen, daß sie die Stellungnahme etwas relativierten, die "das Vertrauen in die Kirche schwer beschädigt" hat. Sie fügten hinzu: "Es tut uns außerordentlich leid, und wir anerkennen die Spaltung und die Verletzung, die diese Stellungnahme verursacht hat." Die Stellungnahme der Erzbischöfe schmälerte zwar nichts an der Substanz der Aussagen, die sich in der "Anleitung zur Pastoral" wiederfindet, die die Bischöfe herausgegeben haben, aber sie implizierte, daß diese Anleitung nicht herausgegeben hätte werden sollen. Denn die Kirche von England ist doch gerade dabei, ihre Lehre über Sexualität und Ehe neu zu überdenken.
Die Stellungnahme der Erzbischöfe hielt zudem fest: "Wir, die Erzbischöfe, in einer Linie mit den Bischöfen der Anglikanischen Kirche, entschuldigen uns, wobei wir keineswegs die Mitverantwortung für dieses Schreiben von letzter Woche bestreiten, welches, wie wir nun feststellen, das Vertrauen in die Kirche so nachhaltig beschädigt hat. Wir entschuldigen uns dafür, und stellen die Spaltung und die Verletzungen fest, die das verursacht hat.
Dienstag, 4. Februar 2020
Ethos des Kampfes
Die Germanen lehnten körperliche Arbeit als Weg seinen Lebensunterhalt zu bestreiten als feige und unehrenhaft ab, weil nur der Kampf und die ständige Todesgefahr im Krieg als Überwindung der Angst, als Hingabe an das von Gott bestimmte Schicksal zu Wotans Tafel in Walhall führte, ein nicht darauf abzielendes Leben aber das Leben nicht wert war.
So kann man tatsächlich von einer (positiven) Kultur des Krieges sprechen. Das relativiert die Aussage, daß erst das Christentum das Abendland möglich machte, weil es eine völlig andere Haltung zur Arbeit lehrte und läßt verstehen, warum eben dieses Christentum, das falsch verstanden ("... dem halt auch die andere Wange hin") als "Religion der Schwäche" gesehen werden kann, von so vielen Heidenvölkern abgelehnt wurde.
Obwohl es, richtig verstanden, diesem Ethos keineswegs widerspricht, sondern ihn in gleichem Maß zum Kriterium macht, nach dem Krieg und Kampf nur bei solchen Voraussetzungen gerechtfertigt ist, weil andernfalls zur Sünde wird. Denn keine der genuin christlichen Haltungen ist ohne Bereitschaft zu sterben, gekreuzigt zu werden, also zu leiden, christlich zu verstehen.
Sonntag, 15. Dezember 2019
Gute und schlechte Bischöfe (3)
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| EB John Hughes, vulgo Dagger John |
Hughes hat seinen Spitznamen aus zwei Gründen bekommen. In der typischen katholischen Art setzte er nämlich vor seinen Namen ein Kreuz, wenn er etwas unterzeichnete. Einige deuteten es zwar anders, aber viele Leute meinten, in diesem Kreuz, so wie Hughes es vor seinen Namen setzte, eine bestimmte Form, also einen bestimmten Gegenstand zu erkennen. Es ist schon erstaunlich, was ein wenig Rückgrat alles bewirken kann.
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Sonntag, 10. November 2019
Geheimwaffe Gott
Freitag, 26. April 2019
Warum der Deutsche keine Selbstachtung hat (3)
1 + 1 = ?
Wenn wir aber Freiheit von Schuldgefühlen haben wollen, in aller Tiefe, um uns vernünftiger Schuldbewältigung zu widmen, wenn wir mehr Selbstbewußtsein wollen, mehr Stolz auf uns selbst und unsere Eigenheit, dann müssen wir nicht im Außen suchen. Dann müssen wir zuerst bei uns anfangen. Und uns aus Schuldverstrickungen befreien, die mit Politik und fremden Interessen vorerst nichts zu tun haben, sondern von diesen aber sehr effizient instrumentalisiert werden. Selbstbewußtsein und Würde kommen aus der Sittlichkeit. Oder es gibt sie nicht, und sie bleiben Einbildung.
Das heißt nicht, daß wir vollkommen sein müssen. Das schafft kein Mensch.***** Aber das heißt, daß wir vollkommen sein wollen müssen. Das heißt, daß wir mit Schuld richtig umgehen müssen, deshalb, und nur deshalb ist das Abendland christlich: Weil es die Beichte hatte! Wer also das christliche Abendland und "seine Werte" verteidigen will, der muß zuerst einmal wieder lernen, zur Beichte zu gehen, um sich von einer Schuldgetriebenheit zu befreien, die all sein Denken und damit Sehen vernebelt.
*****Der sogenannte "Gutmensch", der also meint, daß er "gut ist, weil ...", ist nur eine Sonderform des Schuldgetriebenen. Seine von ihm selbst (und der von ihm sortierten Umgebung) attestierte "Gutheit" ist eine Form der Schuldbefreiung durch sich selber.

