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Sonntag, 2. August 2020

Einschub zu Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (5)

Teil 5) Einschub: Kult ist Volk vor Gott. 


Die Heilstat Christi umfaßt somit nur, was konkret, fleischlich präsent ist. Das macht auch seine Heilstat selbst so "abhängig" davon, daß er alle Seinsdimensionen, alle Dimensionen der zu erlösenden Menschheit umfassen mußte. Bis hin zur Anwesenheit der Römer. Bis zur Notwendigkeit, Jude zu sein, weil es kein Menschsein gibt ohne Zugehörigkeit zu einem Volk (sodaß das Judentum, wäre es nicht aus Tradition Gottes Volk gewesen, ZUFÄLLIG, Gottes Spielende Hand also war, in der er der Menschheit gegenübersteht). Bis zur Notwendigkeit des Todes. 
Was wir also nicht im Kult vor Gott stellen, wird nicht in die Erlösung hineingezogen. Das Volk umfaßt alle Teile, konkret, in allen Ebenen und Hierarchien. Deshalb ist Kult seinem Wesen nach ortsbezogen. Deshalb hat jede Kultur am Kultplatz begonnen, und ist dort ge- wie begründet.
Den Kult quasi zu privatisieren, aus der Öffentlichkeit herauszunehmen, bedeutet die Reduktion des Lebens (das wesentlich Kultur ist) auf "das nackte Überleben", wie Giorgio Agamben es einmal beschreibt, bedeutet es auf die Ebene einer Existenz in einem KZ zu stellen. 
Man zerbricht den Menschen im eigentlichen Sinn über den Entzug der Würde, nicht durch zu wenig Brot oder Klopapier. Und Entzug der Kultur ist Entzug der Würde. Die beim Kult beginnt! Denn der Mensch lebt immer zuerst aus der himmlischen Sendung.
Und deshalb muß ein Kult öffentlich sein. Selbst in schlimmsten Pestzeiten ist der Heilige Philipp Neri an die Straßenkreuzungen gegangen, und hat dort den Opferkult abgehalten. 

Oder er umfaßt eben nur mehr oder weniger kleine Teile des Volkes. Die Höhe unserer Kultur konnte sich erst entfalten, durchwirkt von der Wahrheit, als der Kult aus den Katakomben herauskam und öffentlich wurde. Wer den Staat, die Obrigkeit aus dem Kult herausnimmt, wo der Staat also die Öffentlichkeit des Kultes verbietet, muß der Staat etc. ins Verderben fallen.

Denn die Kirche ist Repräsentanz (hier im Symbol, dort in der Sakramentalität, also in der Einbiegung in den Himmel bzw. umgekehrt, der Rückbiegung des Himmels in die Erde) der Schöpfung, mit allen Tieren, Pflanzen und Menschen. In aller Ordnung! Was zeigt, was für ein Sakrileg schon die Gleichmacherei der Aufklärung, die sich in der seit Jahrzehnten geübten Praxis der Einebnung der Unterschiede in der Bestuhlung und in der Kirchenraumgestaltung bedeutet. 

Ein Beispiel: Niemals darf ein Sebastian Kurz ALS Sebastian Kurz an einem Kult - dem Opfer des Sohnes Gottes vor Gott, dem Vater! - und damit als Privatmann teilnehmen. Er MUSZ in vollem Ornat und ALS Regierender Kanzler, der obersten Macht im Staat (neben dem König, dem Bundespräsidenten) vor Gott auftreten. Tut er das nicht, begeht er eine schwer schuldige Tat. Schneidet er gar den Kult von der Öffentlichkeit ab, oder umgekehrt, verstümmelt er ein ganzes Volk. Gott möge ihn dafür strafen, denn das Herz des Volkes schreit immer vor Gott nach Gerechtigkeit. Wir deuten hier übrigens die innerste Dimension der Schändlichkeit der Opus Dei Sekte an.
Bis zum späten Mittelalter, ja noch bis in die Kindheit des VdZ in den 1960ern, war die Ordnung in der Kirche, BEIM KULT, eine Analogie zur gesellschaftlichen Ordnung. Erst die satanische Gleichmachung der marxistischen 68er Bewegung hat das aufgelöst, und das Volk vor Gott zum Sakrileg gemacht: WAS SOLLTE GOTT NUN ERLÖSEN? Es war ja nichts da! Denn Menschheit und Menschsein ist im Wesen Ordnung und Hierarchie und Gestaltung, also Ungleichheit. Ohne Ungleichheit - keine Welt!  Und ohne die gesellschaftlichen Ebenen im Kult vor Gott ... nur Dunkelheit und Verdammnis.


Ohne Kult - keine Kultur. Und diese umfaßt nur, was im Kult vor Gott steht. Ohne Kultur aber keine Menschheit, ohne Menschheit keine Welt, sondern nur Chaos.


*240720*

Samstag, 1. August 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (4)

Teil 4) Noch ein Apropos. 
Und die Anmerkungen, die es in sich haben.

Nachbemerkung: Natürlich gibt es auch eine ganz andere Gruppe der Masken- und Corona-Panikverweigerer, oft Teilmenge einer vorgeblichen "Truther-"Szene und Hinter-alle-Vorhänge-Blicker. Darunter sind etwa jene, die jede persönliche Schuld von sich weisen, und (oder) die Verantwortung auf andere schieben. Und sei es auf die Beeinträchtigungen durch "Chemtrails", so wenig die Manipulation von Wetter durch "Geo-Engineering" bestritten werden kann. 

Oder die andere Glaubensgemeinschaften aufsuchen, um der Hauptverantwortung zu entfliehen. Auch sie leiden unter der Unfähigkeit, mit ihrer Schuld fertigzuwerden, was nur durch Vergebung durch das Absolute möglich wäre. Aber wir wollen an dieser Stelle dieses Faß (und manches andere) nicht auch noch öffnen. So sehr einige danach drängten. 

Aber nun noch ein Apropos zur Corona-Krise

Sarah Wiener, diese österreichische Vorzeigeköchin, die eigentlich Protagonistin für Lebensweisen war und ist (und ist Kochen nicht eigentlich das?), ist pleite. Fellner berichtet sogar, daß sie am Telephon geweint habe. Und das berührt denn doch. Zumal sich auch eine spezielle Tragik der Corona-Virtualität zeigt. Eine Zukunftsdimension, mit der alle diese Luftkasperl, die sich Tag für Tag in Pressekonferenzen als Corona-Führer aufspielen, wohl nicht einmal im Traum rechnen können. Denn JETZT durchzuhalten ist eine Frage des MORGEN.
(Kronen Zeitung) "Wir konnten auch nicht ewig frisches Geld reinpumpen und darauf hoffen, dass es schon irgendwer zahlen wird. Deshalb habe ich mitentschieden, dass wir Insolvenz anmelden, weil wir nicht mehr daran geglaubt haben, dass wir alles kompensieren können, was wir dieses Jahr verloren haben. Wesentlich war aber meine Einschätzung der Zukunft: Glaube ich, daß Corona überstanden ist und wir demnächst zu normalen Verhältnissen zurückkehren werden? Die Antwort war: Nein."
Durch die Corona-Shutdowns ist ihre ohnehin schon immer dünne finanzielle Decke, die durch ihre vor zwanzig Jahren gegründeten Restaurants in eine ständige Zerreißprobe gespannt wurde, endgültig zerrissen.

Mit gewisser Bewunderung hat sie der VdZ vor Wochen noch mit Schilderungen gehört, daß sie auch in Krisenzeiten ihre Mitarbeiter nicht entläßt, sondern sich in einer wechselseitigen familiären Beziehung sieht, wo einer für den andern einsteht, auch wenn es schlimm wird. Auch diese bewundernswerte, echt unternehmerische Haltung als ständige Leidensbereitschaft und familiale Schicksalsgemeinschaft, in der sie ihr Unternehmen sah, ist aber nun ausgelitten. 

Und wir leiden mit ihr, auch wenn sie noch weitere Standbeine hat (und leider auch den Wahnbildern erlegen ist, die dazu führen, für die österreichischen Grünen in die Politik zu gehen.) Denn man muß sie nicht mögen, aber sie hat sich tapfer geschlagen, gerade in diesem Bemühen um Wahrhaftigkeit und Substanz, über aller kapitalistischen Logik Leben und Menschlichkeit zu wahren. In der sich der VdZ an ein folgenschweres Kapitel seiner eigenen Geschichte erinnert fühlt.

***

Schön langsam zeigt sich also die brutale Wirklichkeit des von uns allen erlittenen (und noch lange nicht durchgelittenen) Shutdown, der wie der Hammer des Thor alles niedergeschlagen hat, was da noch gestanden ist. Mit einer Nachhaltigkeit, in der sich nun abzeichnet, daß Kriechen das neue Stehen wird.

Denn leider waren wir zu diesen Zeiten mit den falschen Führern geschlagen, Gott weiß warum. Er überließ uns unserer Gottferne. Dummheit, Verwirrung und Schrecken ist die Folge. Weshalb der VdZ auch hier an ein kollektives, irrationales Sehnen nach Sühne als wirkliches Motiv glaubt, denn es waren stets Menschen (und kein Virus), die auslösten, was wir nun erleiden.

Alle die Milliarden "Hilfegelder" - Schulden, in der Hauptsache sogar neu erfundenes, also tatsächlich "von der Zukunft geborgtes" Geld, das seinen Wert erst in der Zukunft erwirken muß, sonst nichts - haben natürlich auch nichts bewirkt, und werden nichts anderes bewirken als die Membran zu einer gewaltigen Explosionsladung weiter anzuspannen, das wird sich je mehr Zeit ins Land streicht umso mehr zeigen.

Gerade DIESE Reparaturversuche werden sich als der eigentliche Bumerang erweisen. Dieser Herbst und dieser Winter werden deshalb zum Durchschreiten des ersten Tores werden, als Aufbrechen eines mit jedem weiteren Schritt größeren Schreckens. Jenes Schreckens, den wir seit Jahrzehnten wegzuschließen versuchen, durch unsere Entscheidung zu einem Gesamtsystem der Schmerzvermeidung und Schuldverbergung anstelle einer Realitätsoffenheit. Das kann man schon jetzt sagen, dazu braucht es nicht viel prophetische Inspiration.


*Mancher meint, daß die Prohibition in den USA (dieses vielfach unterlaufene, in der Gesamtwirkung sogar verheerende Alkoholverbot der 1930er Jahre) exakt dieselbe Funktion hatte. Manch einer meint sogar, daß sich darin etwas Furchtbares vorbereitet: Weil die Wirksamkeit solcher Entsühnung natürlich "begrenzt" ist, wird die Bereitschaft zur Sehnsucht, an einem großen, gigantischen Weltsühnen teilzunehmen. 

Die Bereitschaft wächst somit, an einer unendlichen, weltumspannenden, alles Sein umfassenden Katastrophe - wie damals im Zweiten Weltkrieg - teilzunehmen. Der für den Verstand nur ein auslösendes, rechtfertigendes Element braucht, auf das man immer mehr mit Provokation wartet, um es zu ernsten. Damals kam dann endlich Pearl Harbour.

**Schaue der Leser doch auf die unglaublich offensichtliche Vordergründigkeit der "Infektionszahlen" als Auslöser politischer Maßnahmen! Ist ihm klar, daß diese Zahlen völlig logisches Produkt einer ausgeweiteten Testmanie sind? Als Parameter für Volksgesundheit, das vorgebliche Motiv der Politik derzeit, sind sie  - diese unfaßbare Blamage der sogenannten "Wissenschaftlichkeit" als angebliche Entscheidungsgrundlage für die Politik - absolut untauglich.

Ist dem Leser abgesehen davon klar, was für Unwägbarkeiten und Unterschiedlichkeiten in diesen Testverfahren selbst liegen? So sehr, daß sich einem die Nackenhaare sträuben, wenn man sich einmal genauer damit befaßt. Und TROTZDEM genügen sie, werden freudig umarmt und wie eine Monstranz vor der Menge getragen, die man nun sammelt und zur Prozession führt. Zeigt nicht alleine das, was sich abspielt?

***Mit Tränen quittiert der Katholik diese Aussage, denn sie macht ihm bewußt, daß diese hohepriesterliche Aufgabe durch die reale Liturgie, wie sie heute - ob in der erneuerten Version, aber sogar in der "alten" (aber notwendig toten: man kann die Wahrheit der Geschichte nicht durch Richtigkeiten herbeikonstruieren) - in der Kirche NICHT MEHR STATTFINDET. Das äußert sich in der alles andere als leidlichen Diskussion um den "Opfercharakter" des Heiligen Meßopfers. Das als Sakrament BEWIRKT WAS ES BEZEICHNET (ex opere operato). 

Nimmt man den Menschen das Opfer, suchen sie woanders nach einem, so einfach ist das. Die Bereitschaft zur Massenhysterie steigt also in dem Maß, und genau in dem Maß, als die Opferliturgie der Priester verschwindet. Das 16. und 17. Jahrhundert hat es doch so deutlich gezeigt! Die Massenbewegungen (alle mit Sühneblut auf den Fahnen!) der Neutäufer etc. etc. sind dort und in dem Maß entstanden, als das katholische Opfer durch die protestantische Psychogenetik eines Erlöstheitsgefühls (ohne liturgische, fleischliche Realität! ja das Fleisch wurde zum Feind!) ersetzt wurde.

****Mittlerweile und mitten in einem längst völligen Abflauen der Epidemie (sofern es eine solche überhaupt je gegeben hat, aber nicht einmal mehr die Scheinzahlen können noch länger aufrecht gehalten werden) sind sogar MEHR ALS 50 Prozent DER US-Amerikaner FÜR EINEN (neuerlichen und diesmal wirklich bundesweiten) TOTAL-LOCKDOWN MIT HAUSARREST FÜR ALLE.


Morgen Teil 5) Einschub aus Teil 1 - 
Warum Kult öffentlich sein muß


*240720*

Freitag, 31. Juli 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (3)

Teil 3) Der Kriegsherr als 
neuer Hohepriester des neuen öffentlichen Kults


Nun sollen diese gotteslästerlichen Akte sogar fortgesetzt werden. Und der VdZ ist darin nicht alleine, wenn er sagt, daß unter den gegebenen weil angekündigten Voraussetzungen sich der Besuch eines "Gottesdienstes" verbietet. Denn die Heilige Messe, das Heilige Opfer vor Gott, in dem der Sohn vor dem Vater geschlachtet wird, in der (unblutigen) Erneuerung und Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers, wird durch Maskenpflicht endgültig zum Greuel. 
So, wie auch der Empfang der Heiligen Kommunion kein magisches Wundermittel ist, sondern Vollzug von etwas Realem, der beidseitigen Vereinigung des Gläubigen mit Christus. Aber dazu muß er disponiert sein! Ist er das nicht, ißt und trinkt er sich das Gericht an, weil seine Schändlichkeit verewigt und ultimativ wird, so ist auch die Heiligste Liturgie, der Kult als Vollzug des Opfers, das die Welt in Gott hineinnimmt, nicht bedingungslos oder virtuell, sondern real. Und ein Volk, das nicht disponiert ist oder indisponiert GEMACHT worden ist, sollte, nein muß diesem Kult fernbleiben. 
Was die Kirche immer wußte, und Ungläubige, Indisponierte expressis verbis vom Gottesdienst ausschloß. Noch viele Kirchen haben deshalb einen Vorraum vor dem eigentlichen Volksraum! Und der VdZ hat noch erlebt, daß zu den Hohen Feiertagen die Gläubigen ihre Beichtzettel an den Hut steckten oder sonstwie vorwiesen, weil sie sonst keine Kommunion erhalten hätten. 
Und eine Maske vor dem Gesicht ist ein solcher Zettel - nur mit umgekehrter Funktion: Er schließt in den Augen des VdZ wegen Unwürdigkeit aus! Daß diese Unwürdigkeit keineswegs nur eine subjektive Belanglosigkeit ist, versucht der VdZ hier zu zeigen. Die Maskenpflicht ist ein grober, abscheulicher Eingriff in die Kultfähigkeit eines Volkes!²
Übrigens wird in der Liturgie der Orthodoxie auch heute noch (der VdZ hat es erlebt) vor dem eigentlichen Opfer die Aufforderung verkündet, daß Indisponierte und der Glaubensgemeinschaft nicht Angehörende nun die Kirche beziehungsweise das Heilige Geschehen zu verlassen hätten. Der hier herausgearbeitete Gedanke ist also keineswegs einfach "abstrus" oder nur dem subjektivistischen Gekröse des VdZ entwachsen.
Aus der Maskentragepflicht, der der vernünftige (als in Freiheit zuzustimmender) Hintergrund nur als Maske (sic!) umgehängt wird, wird somit ein Gedanken- und Überzeugungsmerkmal, Merkmal einer Haltung. Die formal eine Ganzheitsgestalt "Volk" schafft, die nicht mehr vor Gott steht, sondern das Knie vor einem irdischen Herren statt vor Gott beugt.

Um so in einem neuen Kult und in einem neuevangelischen Fanatismus als Ermöglichung einer Vorstellung von Sühneliturgie zu einem neuen Volksganzen führt. Das per Haltung, nicht per "genetischer Abstammung" gebildet wird.

Und bei einem solchen Kult muß eben der Volkskörper als Ganzes Sühne - eine bestimmte Sühne, auf bestimmte Art - leisten. Und das geschieht. Es wird weit mehrheitlich begrüßt. Genauso gut hätte man deshalb einen Aluminiumhut vorschreiben (und "begründen") können. Die Maske ist im Grunde gleichgültig. Es geht um die Bestimmung einer Haltung!
Warum und wofür aber soll Sühne geleistet werden? Wir haben es bereits früher ausgeführt: Weil die heutige Lebensweise eine Lebensweise ist, die Schuld um Schuld dem Absoluten gegenüber anhäuft. Schuldbewußtsein, Schuldgefühl ist deshalb das Bestimmende der historischen Gegenwart, und deshalb ist alles, was sich heute zeigt, kaum noch mehr als die Resultante von Getriebenheiten. Als Versuch, diese Schuld abzustreifen. 
Ja glaubt denn der Leser deshalb allen Ernstes, daß die Überlagerung des Osterfestes im Jahre des Herrn 2020 durch die Corona-Sühne Zufall war? Hat sich nicht sogar genau darin gezeigt, wie sehr die sogenannten Katholiken samt ihren Anführern bereits selbst an der Realität der göttlichen Sühne zweifeln, wie sie sich in der Liturgie seit Jahrzehnten ausweist?
Der Corona-Sühne fehlt aber ihre Seinsdimension, während die treibende Schuld real bleibt, und auch vom Maskenkult nicht weggeht. Das spürt jeder Mensch, ob er will oder nicht. Wie aber überspannt er diese Leere, dieses Nichts? Durch Rationalisierung einerseits, durch archetypische Ersatzhandlungen als Liturgien - als neue öffentliche Liturgien! - anderseits.

Ersatzhandlungen wie dieses in noch so ausgebreitete Verordnungen gar nicht einfangbare Tragen von Masken, das als Generalpflicht und -sühne schon an technischen Bedingungen scheitert. In dem der Kanzler zum Oberpriester des Landes wird. Der selbst von der Symbolkraft der Maske spricht. Ob er aber wirklich die Dimension dieser Handlungen erfaßt?

Die Realität freilich zeigt etwas Weiteres, das nicht neu ist, weil es ein Wirklichkeitselement der Schöpfung und des Menschen sohin ist, und das von Anfang an war: Sie zeigt, daß die Menschen an die priesterlichen Opfer glauben.*** Zum einen als Gipfelpunkt des Menschseins, wie es gedacht war, zum anderen an dessen Realität seit dem Sündenfall.

In der sich in ganz Europa der Politiker mit dem Hohepriester wieder vereinigt - wie in uralten Zeiten der Beg mit dem Khan, der Kaiser mit dem Papst zusammenfällt. Und die Bevölkerungen in dem Maß mit ihren Politikern zufrieden sind, als diese opulent genug die volksentsühnende Opferliturgie vollziehen - oder nicht.

In der die Medien den Chor anstimmen, in den die Bevölkerungen dann bestimmungsgemäß einstimmen. Das meint der VdZ sehr wörtlich, weil die Liturgie immer und auch heute - und wir können der Geschichte dankbar sein, daß sie ihr innerstes Wesen so klar erkennbar ausfaltet! - weit wesentlicher ist als jede Politik.
Das ist das wahre Greuel, das ist die wahre Gotteslästerung, das ist das wahre Goldene Kalb des Volkes Israel, das von Gott abfällt und einem neuen Gott in einer neuen Religion huldigt.
Deshalb erhellt sich der Blick in die Gegenwart erst und dann, wenn man dieses eigentliche Geschehen als die Grundtektonik der Geschehnisse erfaßt. Samt dem Zynismus, den betreibende Kräfte darin beweisen. Wir haben es hier mit einem substantiellen Geschehen zu tun! 

Denn die Corona-Krise ist nur auf den ersten Blick willkürlich (weshalb sie sich nicht und nicht der individuellen Vernunft erschließt - sie hat in sich keine Vernunft; sie braucht diese stumme Folgsamkeit, zu der sie nötigt.)*** Sie ist in Wahrheit die heidnische Ableitung eines tief gegründeten Bedürfnisses nach Sühne in einen greulichen Ersatzkult.

Die Corona-Krise war und ist scheinbar notwendiges, aber zutiefst heidnisches Sühnegeschehen. Ausgelöst und getragen von Menschen, die einen Weg der Entsühnung gesucht und in diesem Anlaß, dem Angebot der WHO etc., gefunden haben. Sofort sind so viele - und allen voran die Politiker, die instinktiv ihre Chance zum Hohepriester aufzusteigen, aufgesprungen. Weil die Bevölkerungen der Welt ihre Schuld - gerade im Maß der Empathie für den Nächsten, somit als geistig-seelisch sich findendes, von den Medien akkordiertes, ja geformtes Volksganzes - immer schwerer geplagt hat.

Man kann hier deshalb nicht nur die Politiker, sondern sogar die Völker und Bevölkerungen**** unterscheiden und erkennen. Je mehr sie von Schuld geplagt wurden, desto leichter sind sie in Massenhysterie verfallen.

Morgen Teil 4) Nur noch ein Apropos. 
Und die Anmerkungen, die es in sich haben.



*240720*

Donnerstag, 30. Juli 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (2)

Teil 2) Der Ersatzkult - 
Die Maske als Greuel der Simulation von Sühne 


Nach wie vor erschließt sich aber die gesamte Corona-Krise nicht der Vernunft und dem individuellen Verstandesgrund. Hier liegt der Grund, warum die wahren Schäden der sogenannten Corona-Krise nicht "gesundheitlich" sind, sondern geistig-seelisch.

Nach wie vor lebt diese Corona-Krise deshalb nur von Medien und von ihnen gepflegten Sprachblasen, die sich über alle und alles breiten und gebreitet werden. Als vorgestellte, ideale, "von oben" bestimmte Blase und Wirklichkeit, die - libido dominandi! - nach Herrschaft drängt. Als Fürst der Dämonen, der sich auf den Thron der Herzen setzen will.

Welcher Forderung nicht beizutreten sogar dann bestraft wird, wenn auf gar keinen Fall andere (der angebliche Grund für die Tragepflicht) "gefährdet" sein können. Es muß einen geistigen weil in der Ontologie liegenden Grund geben, warum die Maskentrage zum Kriterium wird, das immer fanatischer durchgefochten wird. Sodaß man längst von einem Corona-Faschismus sprechen muß.

Warum? Holen wir weiter aus, und finden wir so den wahren Grund.

Als vor Wochen und als erstes Menetekel an der Wand (wobei wir vor Monaten bereits angekündigt haben, daß es so kommen wird) an den Kärntner Seen die Maskentragepflicht etwa in Gaststätten oder Bädern "ab 21 Uhr" vorgeschrieben wurde, wurden auch Personen bestraft, die völlig alleine an der Strandpromenade saßen und deshalb die Maske nicht trugen.
Aber das sind alles noch Nebensächlichkeiten. Denn es gibt eine furchtbare Besonderheit, sie steht wie beiläufig in der veröffentlichten Verlautbarung der Regierung Österreichs: 
Der Maskenpflicht FÜR KIRCHEN
Und das ist ein direkter Eingriff in den Kult. Kult ohne Freiheit weil dem Primat des Gehorsams der unendlichen Heiligkeit gegenüber, die Rhythmus und Wesen des Kultes vorgibt, somit zur Ausübung nach weltlicher Willkür überantwortet, ist nicht nur sinnlos, er ist gotteslästerlich! 
Es ist NICHT egal, WIE jemand an der Heiligsten Opferhandlung teilnimmt, sondern im Gegenteil: Das ist das Entscheidende! Zur von den österreichischen Bischöfen öffentlich gemachten ZUSTIMMUNG zur neu verschärften Maskenpflicht kann einem deshalb nur der Atem stocken. Die Worte bleiben aus. 
So wie es entscheidend ist, daß der Kult öffentlich ausgeübt werden können muß. Schon dazu haben die Bischöfe ihre schändliche Zustimmung gegeben! Den Kult zu virtualisieren, wie letztlich dann geschehen, kann einfach nur Heiden, Protestanten oder Sekten wie dem Opus Dei (zu dem Kanzler Kurz angeblich Nähe hat, es wäre nicht überraschend) einfallen. 
Was soll man zu solchen Bischöfen noch sagen. Denen die Priester im Gehorsam gebunden gegenüberstehen, sodaß sie weniger Schuld trifft - wenngleich nicht von der Widerstandspflicht entbindet! Und die besteht in diesem Fall!
Wer zum Fest nicht festlich gekleidet - sondern mit Maske, der Persona des gottlosen Unterdrückers nicht nur verhüllt, sondern über die Haltung zu einer anderen Person umgeformt - erscheint, wird vor die Türe in die Nacht geworfen. Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. 
Wo aber der - öffentliche! - Kult eingeschränkt (wie im ersten Lockdown des Frühjahres 2020 geschehen) und "präformiert", also von anderen Quellen her (wie durch die Maskenpflicht) formiert wird, wird dem im Kult verehrten Gott ins Gesicht geschlagen. Fluch und Gericht über die, die das verordnen, die das tun. Fluch und Gericht über jene, die das durchführen.
Keine Kultur in der Geschichte hat je den Frevel eines Kultverbots gewagt. Keine hat je die Bedeutung des öffentlichen Kultes für das Volk vergessen. Keine hat den Kult zu bestimmen gewagt, womit er völlig sinnlos würde. 
Im Gegenteil: In der Not wurden der Kult und das Opfer verstärkt und noch gehorsamer ausgeführt. Ninive ging in Sack und Asche, als Jona es warnte. Wenn das nicht mehr geschieht oder geschah, war die Kultur ohnehin am Ende. Wie in Sodom und Gomorrha geschehen.
Wo der öffentliche Kult fehlt*, wird der Staat, die Gesellschaftsform eines Volkes aus der Verbindung mit dem Himmel ausgeschlossen. Denn die Kirche - als societas perfecta - steht vor Gott, was ins Heil hineingenommen werden soll. Was draußen bleibt ist auch draußen. 
Die öffentliche Dimension steht nur durch Repräsentanten und Repräsentation des Öffentlichen und dessen Ordnungsgestalt vor Gott. Somit haben wir - noch dazu gerade zu Ostern, welche Aussage, welche Symbolkraft! - unseren Staat aufgegeben. 
Kein Volk hat je gewagt, seinen Weg außerhalb der göttlichen Ordnung zu gehen. Kein Volk hat je gewagt, eine Ordnung zu "schaffen", die nicht aus Gott stammt, sich von Ihm ableitet, und vor Ihm stehen kann, als Lobpreis der Schöpfung. 
Der Blick in alte Kirchen zeigt deshalb die Gesamtheit der (idealen) gesellschaftlichen Ordnung. Zum Höhepunkt einer christ-katholischen Kultur stand das ideal durchgeformte Volk vor seinem Gott. 
Ein Glück, das zum Übermut trieb. Die Selbstvergottung des Menschen setzte mit der Renaissance ein. Als die Gestalt des Volkes vor Gott deshalb schwächer wurde und abnahm, weil der Mensch in den Mittelpunkt geriet - sogar die Architektur wurde auf das Maß des Menschen, als Veränderung seiner Stellung vor Gott, ausgerichtet, eine Bewegung, die bis heute nicht zum Stillstand kam, und sich in der "Liturgiereform" seit 1969 ihr präsumtiv letztmögliches Stadium schuf - nahm selbstverständlich auch die Kraft der Kultur ab. Die sich in sich selbst verbiß. 
Was erwarten wir also heute, die wir als Volk vor Gott stehen? Als welches Volk, in welcher Gestalt? Nicht genug, daß seit Jahrzehnten ein "Gleichheitsgreuel" an Heiliger Stätte stattfand, der uns zum Fluch wurde, auf allen Ebenen - nun wird der Kult sogar mit voller Absicht zum Götzendienst umgestaltet, indem die Gestalt des Menschen angetastet wird. Die mit dem Signum der Unterdrückung und ultimativen Gleichmacherei der verordneten Maske, der Persona, verunstaltet sind, dem sie sogar zugestimmt haben. 
Weil sie einen neuen Gott der Diesseitigkeit verehren, darum geht es. Denn es gibt keinen Vernunftgrund für eine "Corona-Krise", wir haben es eindrücklich genug ausgearbeitet.
Gottes Strafe für die unerträglichen Kultbestimmungen, -veränderungen und -beschränkungen, für die Ausschaltung der Öffentlichkeit - gerade zum Osterfest, welche Schande! - wird nicht auf sich warten lassen.³ Und sie wird die öffentliche Form unserer Gesellschaft treffen. Denn stattdessen fand sogar die Anbetung fremder Götter als öffentlicher Akt statt. Stattdessen fanden Greuel am Heiligen Ort statt. 

Morgen Teil 3) Der Kriegsherr als 
neuer Hohepriester des neuen öffentlichen Kults


*Wobei es hier irrelevant ist, ob das 2020 von den Menschen in unseren Ländern erfahrene Gottesdienstverbot vom Staat oder in dem bekannten widerlichen, feigen, verachtenswerten vorauseilenden Gehorsam von der Bischofskamarilla in unseren Ländern verhängt wurde. Was für die Aussage in diesem Artikel ohne Belang ist. Auch wenn es noch schlimmer wäre. Und immerhin erteilten die Bischöfe ja sogar "Dispens von der Sonntagspflicht", was natürlich grotesker Unsinn ist. 

Denn selbstverständlich kann kein Mensch von einem göttlichen Gebot freisprechen. Wie hier dem 3. Gebot Mose, das da vorschreibt, den "Tag des Herrn" (als siebenten Tag) zu heiligen. Wenn, dann kann nur die Teilnahme am Gottesdienst dispensiert werden, MIT DER das göttliche Gebot unterstrichen (dabei noch nicht einmal als "erfüllt" angesehen) wird (=ein menschliches Gebot). Immerhin war es ja auch die Kirche, die den Gotteskult profaniert, ja zerstört hat. Es war NICHT der Staat, NICHT "die Gesellschaft", wie der VdZ seinerzeit in der Diözese St. Pölten pausenlos zu hören bekam. Wo "die Gesellschaft" quasi an allem schuld war ...

²Der Hinweis auf einen Aufruf von Bischof A. Schneider zu einem Gebetskreuzzug zur Sühne für die zahlreichen Sakrilegien, die in Zusammenhang mit dem Sakrament der Heiligen Eucharistie derzeit - ausdrücklich auch in Zusammenhang mit "Maßnahmen wegen Covid19" - meist sogar mit bischöflicher Deckung begangen werden, soll hier genügen. Der VdZ ist mit seinen Gedanken offensichtlich nicht alleine in der Kirche.

³Über die Realität und Folgenotwendigkeit, daß Gott den Menschen auch bestraft, schreibt Thomas von Aquin schon in seiner Summa contra Gentiles. Das zu sehen ist unverrückbarer und logischer Bestandteil des katholischen Glaubensgebäudes, und wurde zu allen Zeiten auch - zu Recht! - geglaubt. Bis ... wir im 20. Jahrhundert anlangten, wo natürlich alles anders war, und wir Wissen hatten, wie es noch nie in der Menschheitsgeschichte dagewesen war.


*240720*

Mittwoch, 29. Juli 2020

Entsühnung als Geschichte simulierendes Drama (1)

In der Zustimmung zur Maskenpflicht zeigt sich auch das Grundschema des "Sündenbocks" als Reinigungsmechanismus. Der natürlich nur psychologisch wirkt, nicht in der Tiefe des Seins, also gar keine wirkliche Wirklichkeit hat, aber im "Erleben" wirkt.

Denn man will "an irgendetwas leiden", um durch diesen Archetyp die große Angst, die große "Schuld" (jede Bedrohung ist auch eine Form von Schuld) zu bewältigen. Je größer das erfahrbare Leiden, desto mehr glaubt man an seine entsühnende Kraft. Deshalb glaubt der VdZ auch, daß noch mehr solcher Sühneakte kommen werden.

Die Impfpflicht (sogar trotz, ja ... WEGEN der ungewissen Nebenwirkungen, was als Dräuendes die Sühnekraft noch deutlich erhöht) wird schon deshalb kommen, entweder direkt oder als Notwendigkeit, weil das Leben sonst viel zu eingeschränkt würde. Das Ampelsystem bereitet genau das bereits vor, in dem bezirksweise Vorsichten und individuelle Maßnahmen (bis zur Quarantäne) vorgeschrieben werden.*

Ja, es zeigt sich in diesen Pflichten, die sich vorerst "nur" als Maskenpflicht (und Abstandsregelung) äußert, sogar das Wesen der Kollektivschuld! In der irrationalen, längst absurden, auch deshalb immer aggressiveren Art, in der - übrigens und auch das nicht zufällig: vor allem bei beziehungsweise durch Frauen, die nicht einmal mehr den Anschein von Vernunft und Kultur suchen (Vernunft wird durch irrwitzigstes "Expertentum" ersetzt - da gibt es dann sogar "Experten für Laktatvirologie", weil eine Frau in Panik geriet, sie würde durch das Stillen ihr Baby mit Corona verseuchen), stattdessen jede Grenze der Höflichkeit sprengen, und sich in einer Primitivität zeigen, die auch den VdZ bereits erschreckt hat, weil ihm Furien entgegengesprungen sind - diese Pflicht zur Maske von allen, also ZUERST vom anderen (!) einzulösen verlangt wird, ist das sichere Gefühl erkennbar, daß es ums Ganze geht. Um ein Ganzes, das nicht mehr in Gottes Hand liegt, sondern von uns selbst bestimmt wird. 
Kommen wir somit zur Frage: Warum wird in diesen Tagen in Österreich (und europaweit) die Pflicht zum Tragen von Masken (euphemistisch "Mund- und Nasenschutz" genannt) wieder verschärft? Die Antwort heißt sicher nicht: Wegen der Gesundheit. Denn die Maskenpflicht ist in jedem Fall eine Ersatzhandlung, sie ist in sich und als "Gesundheitsmaßnahme" sinnlos. 
Als sinnloser Akt inmitten einer sinnlosen Gesamtsituation. Denn Sinnlosigkeit kann nur Sinnloses hervorrufen.
Alles Begründen durch öffentliche Stellen, das von so vielen übernommen wird, ist nur abstraktes, posthoc rationalisierendes Gerede. Es gibt einen apriori-Grund. Es ging von Anfang an um etwas anderes - es ging um einen Ersatzkult. Und die Bösen wissen und wußten viel besser als die Katholiken (wir gehen darauf noch ein), wo der neuralgische Punkt war, wo der Hebel anzusetzen ist: Beim Kult. 
Denn hier erst, und in diesem Horizont, spielt die Maske ihre Rolle. Es ist eine Schlüsselrolle im Menschsein, das ein Menschsein vor Gott ist. 
Und die Zustimmung dazu, noch dazu in einer Situation, wo niemand mehr von einer Epidemie sprechen kann, wenn eine war, dann ist sie vorüber, ist nicht sachlich begründet. Es ist die Zustimmung zu einer Haltung. Deshalb kann und muß man darauf eingehen: Auf die Symbolkraft und -wirkung der Maskenpflicht.
Selbst wenn der VdZ das mancherorts zu hörende Argument der "Verhinderung des Persönlichen", weil das Gesicht weggeschlossen sei, und weil der andere nunmehr zur abstrakten Bedrohungsmasse aus Viren und Tod wird, für ein Verlegenheitsargument hält. Selbst wenn Ihrem Sohn oder Ihrer Mutter oder Tante, werter Leser, das Gesicht weggeschlossen würde - werter Leser, stelle er sich die Frage, warum er alle sie (und auch neu Begegnende) dennoch ERKENNEN würde.

Warum er dennoch, trotz Maske, in ungeheurer Breite und Fülle mit den Nächsten kommunizieren könnte. Oder glaubt der Leser, daß in Kulturen oder Gesellschaften, in denen das Gesicht unter Masken (und Schleiern, wie es auch bei uns immer noch Sitte ist und war) verborgen, mit künstlichen, oft enorm aufwendigen Verzierungen verändert, verborgen, teilverborgen etc. etc. wird, weniger kommuniziert würde? Sodaß die Maske manchmal nicht nur gar nicht verhüllt, sondern manches sogar erst sichtbar macht? Weiß er, daß sogar der Begriff "Persona" im antiken Griechenland synonym mit Maske verwendet wurde, weil der Einzelne immer durch eine Maske erst er selbst wird?

So einfach ist das alles nicht. Das Wirkliche ist nicht nur unsichtbar, es ist auch über alle fleischliche Gestalt hinweg erkennbar, wird vom Fleisch nur verkündet, wie im Blick durch ein Fenster. Und die Maske lenkt und färbt und umtönt den Blick. Das zeigt sich auch in der sehr rasch einsetzenden Gestaltung als Modeaccessoire, mit der die Maske sogar "chique" und "individuell" wird. Der VdZ hat sogar schon durchaus hübsche Zusammenstimmungen mit Krawatte und Hemd gesehen. (Und er selber hat ja gleich zu Beginn sein "Modell für den Pfeifenraucher" vorgestellt.)
Deshalb ist das Einzige, das man von der Maske annehmen darf, deren Funktion als Gessler-Hut, als prinzipielle Zustimmung zur Unterdrückung - als Accessoire der Fügsamkeit. Und mehr ist auch nicht verlangt, genau darum geht es - wir werden unten sehen, warum. 
Sie hat symbolischen Wert! Und INSOFERN ist sie Ausdruck der Persönlichkeit: Als Zustimmung, als Eingeflochtenheit in ein System der Unterdrückung. Als eines Systems, das dem Volk die Gesundheit UND die Vernunft aus der Hand nimmt. Das aus Personen Marionetten des Staates macht. 
Als Persönlichkeit aber (siehe unter anderem Romano Guardini) hat sie ihre liturgische, also kultische Bedeutung. Deshalb spielt die Maske in den Kult, deshalb ist sie kultbedeutend. Weil es der Kult ist, der den Menschen formiert. 
Weil es die Architektur des Kultes ist (also alles Fleischliche, alles was dinghaft im Kult präsent ist, was ihn ja überhaupt erst zum Kult macht: Das Konkrete, das im Kult ex opere operato (neben dem ex opere operando, das ist in dieser Gedankenreihe nicht bedeutend) - das Reale ist!) die Rhythmik vorgibt, der die Anwesenden zustimmend teilhaftig werden, und aus der heraus der "mitgenommene" Himmel, die Gnade, das Geschenkhafte also, in die Welt hinein formierend wirkt.
***

Einschub "Volk vor Gott - Warum ein Kult öffentlich sein muß" am 5. Tag
 
***

Darum geht es also. So gut gemeint andere Argumente sein mögen, die dem eigentlichen, eher instinkthaften Impuls - der Ablehnung der Maskentragepflicht - beistehen und in welthafter Konkretisierung zum Durchbruch verhelfen wollen. Einander erkennen aber, mit Gesten umfänglich zu kommunizieren kann man auch mit ihr.

Nur - darum geht es bei der Maskentragepflicht gar nicht. Und dort liegt der Grund für die ungeheure Aggression, mit der die Maskentragepflicht einerseits verordnet, anderseits angenommen und verbreitet wie verteidigt wird.

Morgen Teil 2) Der Ersatzkult - 
Die Maske als Greuel der Simulation von Sühne 


*240720*

Donnerstag, 2. April 2020

Doch ein weiteres Pearl Harbour?

So nennt eine amerikanische Aufklärungsseite das "9/11"-Ereignis, diesen vorgeblichen Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Warum? Weil die historische Forschung schon seit 1945 viele Indizien dafür hat, daß der japanische Angriff, der den Eintritt der USA in den (dann) Zweiten Weltkrieg im Dezember 1942 auslöste, und der ein japanischer Luft-Überfall auf den US-Flottenstützpunkt auf Hawaii gewesen ist, zumindest gewußt, zumindest zugelassen, auf jeden Fall provoziert worden war.

Ebenso wenig wie das "Verschwörungstheorien" sind, hat auch der zerstörerische Flug zweier "entführter" Verkehrsmaschinen in die beiden höchsten Türme des WTC, den WTC 1 und 2, wie im Jahre 1942 den Eintritt der USA in einen Krieg, den Golfkrieg, bewirkt. Der seither als "Krieg gegen den Terror" ein Krieg ohne faßbaren Rahmen und ohne greifbaren Feind ist, aber das Land und eigentlich die ganze Welt in einer Haltung festgeeist hat, die Sonderbedingungen schafft, wie sie eben in jedem Kriegszustand sogar nötig sind. Die aber jeden normalen Lebensgang insofern beschränkt, als sie um des obersten Zieles wegen, des Kampfes ums Dasein, ums Überleben, jede Form von Einschränkung, aber auch jede Form von Aufwand rechtfertigen muß und soll.

War also der vermeintliche Terrorüberfall in New York im Jahre 2001 gar kein solcher? Was sonst steckt dahinter? Das wissen wir nicht. Wir wissen aber mit immer größerer Sicherheit, daß der Einsturz von 3 (drei!) Türmen (auch WTC 7 ist einige Stunden später eingestürzt) aus wissenschaftlichen Gründen nicht so passiert sein kann, wie die offizielle Erklärung lautet.

In diesem vielleicht besten Vortrag, den der VdZ zu diesem Thema gehört hat, expliziert der deutsche Physiker Ansgar Schneider den Fall, mit akribischer Präzision, und entsprechend umfassend und lang. Hier in verleumderischer Absicht von Verschwörungstheorien zu sprechen ist unseriös, zum mindesten. Denn gerade aus wissenschaftlichen (!) Gründen kann, ja muß nur eines gesagt werden: Die Art, wie diese Türme eingestürzt sind, alles was man aus den Hinterlassenschaften, den Trümmern, den faktischen Ereignissen und Beobachtungen, den Zeugenaussagen, den Analysen des Schutts sagen kann ist, daß sich alles so verhält, als wären diese Gebäude gesprengt worden.

Ein Argument vor allem hat den VdZ verblüfft. Es findet sich im Video ab ca. 1 h 08 min. Es wurde nämlich hochgerechnet, welche Energie notwendig gewesen ist, um den in den Gebäuden verarbeiteten Beton in jenen Zustand - Staub! - zu verwandeln, in dem er tatsächlich gefunden wurde. Und diese Energie ist deutlich höher als im Gebäude (also in Form von potentiellem Brennmaterial, sagen wir es einfach) samt dem Kerosin der Flugzeuge enthalten war!

Aber höre und sehe der Leser die Gesamtheit dieser Argumentation. Mit Versponnenheit oder Verrücktheit hat das nichts zu tun, das Ansgar Schneider da vorbringt. Es ist nur das Ringen um die Wahrheit. Die so ganz anders aussehen könnte als das, was der Welt erzählt wurde, und seither einen Krieg - vor allem aber eine permanente Angst- und Bedrohungssituation für den gesamten Westen, ja für die gesamte Welt - aufrecht hält. Eine Situation, in der die Bevölkerungen der Länder der Erde unter Bedingungen gehalten werden, in denen die Freiheit zugunsten einer unmittelbaren existentiellen Bedrohung keine Rolle spielen soll.

Auch Ansgar Schneider ist auf Indizien angewiesen. Zumindest aber läßt sich sagen, daß die von den USA selbst verkündete "Erklärung" NICHT STIMMEN KANN. Dann aber stimmen auch die Argumente nicht, die diese Einschränkungen der Freiheit der Bürger - weltweit - rechtfertigen sollen. Dann muß man sich also sagen, daß das, was wirklich hinter 9/11 steckt, was wirklich hinter diesen darauf aufbauenden Kriegen steckt (man denke nur an die amerikanische Praxis, "Terroristen" durch Drohnen auszuschalten, was bisher gut und gerne fünftausend Menschen ohne jede Gerichtsverhandlung "ausgeschaltet" hat) ANDERS sein muß als man uns sagt. 

Und: Welche Rolle spielen hier die Medien, auch unsere? Was bewirkt, daß sie diese SICHERE LÜGE - wobei jede Gegentheorie nur Spekulation, nur Indizienprozeß, nur Ableitung sein kann, zumindest nach heutigem Stand - unterstützen? Warum pathologisieren sie so einhellig jede Skepsis, jede Kritik an Untersuchungsergebnissen und Erklärungsmodellen, die GANZ SICHER nicht stimmen können? Denn nicht die "Verschwörungstheoretiker" ignorieren Tatsachen, im Gegenteil!

Die Tatsachen sind es, die nach anderen Erklärungen schreien. Und die Medien sind es, die Tatsachen ignorieren, ja verschweigen, gar vertuschen. Sie sind es, die Tatsachen als "Meinung", als "Spekulation" vertäuscheln, und jene, die sich an Tatsachen orientieren, also an Wirklichkeit, zu Phantasten, ja zu krankhaften Verschwörungstheoretikern abstempeln.

Wir haben es hier, sagt Schneider, mit einer kontrafaktischen Debatte zu tun. Irgendjemand in unseren Verfassungsschutz- oder Regierungsbehörden verschweigt etwas, oder weiß etwas nicht, das er wissen sollte. Der Physiker schlägt sich in fast einem Drittel des Vortrags auch recht gut darin zu zeigen, daß der Begriff "Verschwörungstheorie" überhaupt nicht - schon gar nicht wissenschaftlich - faßbar ist.

Warum er dennoch, und natürlich: gleich zu Beginn, manche Tatsachen ausschließt, denn die wären rassistisch oder antisemitisch, ist deshalb umso weniger nachvollziehbar. Kann es manche Tatsachen auch bei ihm nicht geben, weil es sie nicht geben darf? Worin unterscheidet er sich dann von den deutschen Behörden?





*200220*

Montag, 9. September 2019

Frankreich und der US-Katholizismus

Nur ein Gedanke sei aus diesem Interview herausgegriffen, das E. Michael Jones diesmal einem französischen Internetsender gab. In dem er auf die Rolle Frankreichs in der religiösen, geistigen Geschichte der Vereinigten Staaten eingeht. Denn Jones weist darauf hin, daß Amerika ZWEIMAL von französischem Katholizismus tief geprägt wurde. Und jedes Mal hat sich ein Kampf gegen den logos entzündet, der diesen Geist mit Gewalt austrieb. Von wem? Von einer Allianz aus jüdischen und protestantischen Kräften.

Die erste historische Stufe war den französischen Jesuiten zuzuschreiben. Die ab der Mitte des 17. Jahrhunderts eine äußerst erfolgreiche Missionierung der Indianer starteten, die binnen Jahrzehnten - mit dutzenden Märtyrern als Opfer am Weg - große Teile der Urbevölkerung zum Katholizismus bekehrten. Vor allem im Gebiet der Großen Seen fanden sich die englisch-protestantischen Einwanderer einer rasant wachsenden katholischen Bevölkerung gegenüber. Das wurde durch massiven Einfluß der Freimaurerlogen Englands durch die militärische Intervention Englands, die Kanada britisch machte, zerstört. Bis es zur in rein protestantischem, säkularem, aufklärerischem Geist gegründeten USA kam. Eine Geschichte, die kaum weniger massiven "wirtschaftlichen" Kräften zuzuschreiben war, die sich unter Zurückdrängung der Religion aus dem öffentlichen Leben (was vor allem ein Kampf gegen die Katholische Kirche war) freie Hand in der Entwicklung des Kapitalismus entfaltete. Und nun, durch die Privatisierung der Religion (die als Fortschritt in der Freiheit verkauft wurde), die Kirche als Korrektiv für jeden Staat entmachtete.

Der zweite Fall war das Ende der Phase des Neo-Thomismus, wie er - wieder - unter dem starken Einfluß französischer Intellektueller wie Jacques Maritain in den 1920er, 1930er Jahren große Resonanz fand. Zu dieser Zeit war die Kirche in Amerika enorm stark, und hatte sogar die reale Macht, das jüdische Hollywood über den Einfluß auf die Gläubigen als Kinobesucher im Griff zu halten. 

Das endete 1942 mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour, der allen historischen Belegen nach zwar nicht von den USA durchgeführt, aber zumindest provoziert und dann (unter vollem Wissen, was kommt) zugelassen wurde. Bis zu diesem Moment hatte die konservative, stark katholisch geprägte "America First"-Bewegung die Staaten bei einem strikten Nicht-Einmischungs-Kurs gehalten.

Mit Pearl Harbour endete diese "katholische Phase" abrupt. Das FBI suchte kurz nach dem Angriff am 7. Dezember 1942 die Büros der Bewegung auf, und beschlagnahmte alle Mitgliederlisten. Ab diesem Zeitpunkt wandelte sich Amerika zu einem Imperium, das seither und in zunehmendem Maß die Welt terrorisiert hat. Ab diesem Zeitpunkt war es unamerikanisch, der katholischen Soziallehre und Anthropologie zu folgen, die den Menschen unbedingt in einer Lebensumwelt verwurzelt sieht. Der nach 1945 folgende Kalte Krieg öffnete dem social engineering Tür und Tor. 

Das sich zum Ziel gemacht hatte, eine "amerikanische Identität", eine amerikanische Bevölkerung aufzubauen. Es begann mit dem Massentransport von schwarzen Arbeitern aus dem Süden in die Industriezentren des Nordens, wo man sie mitten in die ethnischen Gruppierungen verpflanzte, die sich binnen weniger Jahre auflösten. Und deren Bewohner zu identitätslosen Konsumenten machte, in der die so spezifischen, festgefügten sozialen Räume verdunsteten, und die nunmehr isolierten, vereinzelten Menschen zu wehrlosen Opfern staatlicher Interessen machte.

Damit war zum zweiten Mal der von Frankreich ausgehende katholische, abendländische Geist besiegt. 

Es gibt freilich noch einen dritten Sündenfall dieser Art, nur hat er nicht diese erkennbaren Zusammenhänge mit Frankreich. Aber die Ereignisse von 9/11 können durchaus als nächster Schritt des social engineering gesehen werden. Auch hier - nicht gemacht, davon dürfen wir wohl ausgehen, aber auf erschreckende Weise zugelassen. Er hat die Amerikaner der staatlichen Beeinflussung und Steuerung, im besonderen aber dem "amerikanischen Imperium", auf eine kaum noch zu begrenzende Art unterworfen. Und sie den verzweifelten Bestrebungen, das weltweite Imperium zu erhalten, ausgeliefert. Diesmal auf der Grundlage der social media, das Internet als Vehikel, das über eine zunehmend restriktive Art die Bevölkerung (weltweit) zu steuern versucht. Vielleicht haben wir es schon vergessen, aber das Motto, unter dem diese Beschränkungen liefen und laufen, ist "Terrorismus".
Aktueller Hinweis: Nachdem immer wieder sämtliche Videos von E. Michael Jones auf Yotube gesperrt wurden, bringen wir den Link zu seiner Webseite CultureWars.com, wo sämtliche Videos abrufbar sind.






Mittwoch, 30. Mai 2018

In Wahrheit war es ein militärischer Mißerfolg

Auch wenn der erste Eindruck auf beiden Seiten war, daß Japans Angriff am Morgen des 7. Dezember 1941 auf Pearl Harbour einen überwältigenden Sieg brachte, denn die Amerikaner dort waren wirklich völlig unvorbereitet. Und wie von den Japanern an einem Sonntag erwartet um diese Tageszeit oft noch in den Betten. Trotz zahlreicher seltsamer Sichtungen und Beobachtungen war es niemandem eingefallen, mißtrauisch zu werden, und aus unerfindlichen Gründen war aus Washington keine Warnung erfolgt. Also hatte man nur auf niedrigste Alarmstufe gestellt, wie sie etwa bei Sabotageverdacht ausgerufen wird. Was den Japanern zusätzlich in die Hände spielte, weil man nun alle Flugzeuge dicht an dicht stellte, um sie besser überblicken zu können. Ein perfektes Ziel für die japanischen Angreifer, ein Hindernis für die Flieger rasch aufzusteigen. Die Flak-Stände waren nicht besetzt, die Munition in den Lagern.

Nüchternen Köpfen bei den US-Militärs war aber sofort klar, daß der japanische "Sieg" in Wahrheit ein gigantischer Mißerfolg war. Der tiefere Grund liegt darin, daß das japanische Verständnis der Flotte völlig anders als das der Amerikaner war: Sie hatten die Seemacht nie als Angriffswaffe begriffen, sondern nur als Mittel zum Schutz der Handelswege und zur Abwehr von Angreifern aufs Land von der See her, schreibt George Morgenstern in seinem 1947 erschienenen (bald unterdrückten), aufsehenerregenden - weil Roosevelt und seine Regierung schwer belastenden - Buch "Pearl Harbour". Die Japaner führten ihren Krieg allem Anschein zum Trotz wie eine Landstreitmacht!

Deshalb waren sie selber vom Erfolg der Attacke auf Pearl Harbour völlig überrascht. Man hatte mit dem Verlust von mindestens einem Drittel der beteiligten Flotte (darunter zwei der sechs Flugzeugträger) gerechnet, samt sämtlichen eingesetzten zwölf U-Booten (deren Besatzungen vor dem Angriff sämtlich mit dem Leben abschlossen), die vor dem Hafen in Position gingen und ein Auslaufen der US-Flotte verhindern sollten, und einer gar nicht einschätzbaren Zahl der fünfhundert beteiligten Flugzeuge. Tatsächlich waren es nur siebenundzwanzig Flugzeuge, die nicht mehr zurückkamen. Und alle Schiffe und U-Boote waren heil.

Es gab deshalb auch nie Pläne, Pearl Harbour nach einem Luftschlag durch danach eintreffende Landungstruppen einzunehmen. Wovon die Amerikaner fast am meisten überrascht waren. Dabei wäre damit erst wirklich die USA im Pazifik schwer getroffen gewesen. Stattdessen konzentrierten sich (eben aus falscher Einschätzung dieser Waffengattung) die Flugzeuge auf die Schlachtschiffe im Hafen - die sämtlich überaltert waren, sodaß sie in den Planungen der US-Militärs kaum noch eine Rolle spielten, während die einzig lohnenswerten Ziele, die beiden Flugzeugträger, längst über alle Berge waren* - und auf die Flugzeuge auf den Flugfeldern. Die binnen weniger Wochen ersetzt waren.  Amerikanischen Einschätzungen nach wäre Pearl Harbour noch einen Monat nach dem Angriff bei einer Invasion leichte Beute gewesen.

Niemandem der japanischen Führung war es auch eingefallen, vor allem die Ölanlagen und die Reparaturwerften zu bombardieren! Hätte man das gemacht, wäre Hawaiis militärstrategischer Wert auf Jahre erledigt gewesen, ja die Schlachtschiffe hätten sogar von selber an die US-Westküste zurückkehren müssen. Die ursprünglich geplante dritte Angriffswelle, die das vielleicht noch hätte erledigen können, wurde gar nicht mehr abgeschickt, so überrascht war man vom Erfolg und von den geringen Verlusten der ersten beiden Angriffe. Um halb zwei machte die Flotte kehrt, und zog mit Höchsttempo wieder ab.

Aber es fehlte überhaupt an einer sinnvollen Gesamtstrategie. Japans Armeeführung hatte auch viel zu schwache Kräfte - parallel am 7. Dezember - nach Midway geschickt, um die dortigen Inseln zu besetzen, der zweite Angelpunkt der Amerikaner in diesem Raum. Die wenigen Schiffe, die sich dort der Küste näherten, wurden von den wenigen Küstengeschützen mit ein paar Salven zur Umkehr bewegt, während nur einige hundert stationierte US-Soldaten eine Landung niemals hätten verteidigen können. Ein halbes Jahr später sollten die Japaner zwar mit großer Stärke wiederkommen, um das nachzuholen. Aber diesmal wurde es die desaströse Wende im Pazifikkrieg. Es war viel zu spät, die Amerikaner hatten sich bestens vorbereitet, und Midway wurde zur Katastrophe für die japanische Flotte, die eigentlich schon den Krieg entschied, weil Japans bis dahin noch bestehende Übermacht zur See brach. Allein vier Flugzeugträger, alle noch bei Pearl Harbour dabei, wurden von der US-Flotte versenkt.

Beide Male Wirkung derselben taktischen Fehleinschätzung - die Japaner hatten die Einsatzmöglichkeiten einer Flotte als Trägerin eines Angriffs unterschätzt.  Wenn man ihnen das vielleicht sogar zur Ehre anrechnen muß. Denn diese Haltung entsprang wohl dem alten Krieger-Verständnis der Samurai, wo Mann gegen Mann - Schiff gegen Schiff - kämpfte. Und das tief kulturell verankerte Denken in Identitäten (und deshalb Ehre) dem modernen amerikanischen Effizienzdenken, das alle Dinge beliebig durcheinanderwirft weil nur "gebraucht", weil der Zweck alle Mittel heiligt, unterlegen war. Ein Denken, das deshalb nicht damit rechnete, daß ein Feind darauf abzielte, den Gegner total zu zerstören, nicht nur im einzelnen Kampf zu besiegen. Genau das wurde dann das Schicksal Japans, dem bis heute sogar eine angemessene Armee verboten ist.





*Der Flugzeugträger Enterprise war am 28. November zusammen mit neun Kreuzern und drei Schlachtschiffen zum Transport von zwölf Jagdflugzeugen nach Wake Island aufgebrochen. Der dringende Befehl war so überraschend gekommen, daß die Piloten zum Teil noch in ihrer Freizeitkleidung aufs Schiff geholt wurden.




*090518*

Dienstag, 22. Mai 2018

Warum wir uns immer im Krieg befinden (2)

Teil 2)


Barnes behauptet also nicht nur, daß es die USA waren, die den Zweiten Weltkrieg provozierten weil wollten, um den Krieg um die Weltherrschaft mit Deutschland endlich auszutragen (1914 war die Produktionskraft in Deutschland gleichauf mit der in den USA; Deutschland war also weltweit der einzige wirkliche Rivale der USA; England war längst am Ende, trotz Commonwealth, was sich dann in Churchill endgültig gezeigt hat, der locker das Imperium verspielte, um Deutschland zu schädigen, aber das ist ein anderes Kapitel), sondern er behauptet auch (mit anderen "Revisionisten") daß der 7. Dezember 1941 für die Oligarchen der perfekte Moment war, um den Zentralismus zu etablieren.

Was heißt das? Wir wissen, daß im Kriegsfall ein Volk, ein Land einen "Kriegshäuptling" ernennt. Das ist ein völlig verstehbarer, ja richtiger Impuls. Für einen gewissen Zeitraum geht es nur ums Überleben eines Volkes, um sonst nix. Darauf müssen sich alle Kräfte bündeln, vor allem aber: Dafür muß das normale Spiel der Freiheit des Einzelnen eingeschränkt, ja unterbunden werden, weil alle Kräfte nur einem einzigen Ziel - dem Sieg im Kampfe - untergeordnet werden. Danach muß ein Kriegshäuptling (die Indianer Nordamerikas bilden solche Muster perfekt ab) natürlich wieder zurücktreten, beziehungsweise wird er abgesetzt. Für diese kurze Zeit aber ordnet sich ein Volk diesen ersten Dringlichkeiten unter, auch wenn sie ihr normales Leben damit nicht fortsetzen können. Sie können es ja nachher wieder.

Was nun aber, was nun also, wenn dieser Kriegszustand nicht endet? Und hier setzt Barnes an. Am 7. Dezember wurde ein längst von der Oligarchie beschlossener, ja eingeleiteter, ja begonnener Krieg etabliert. Und dieser Krieg hat bis heute nicht geendet. Denn seither befindet sich Amerika - und mit ihm die ganze "westliche Welt", die zum Vasallen Amerikas geworden ist, darüber sei vorerst nicht weiter geredet - PAUSENLOS im Krieg. Und wenn ein Krieg "endet", beginnt es sofort einen neuen.


Man muß sich das gar nicht nur militärisch denken. Das auch, aber auch ein "Krieg gegen den Klimawandel", ein "Krieg gegen das Waldsterben", ein "Krieg gegen das Ozonloch" hat dieselbe Wirkung. Er bewirkt, daß das Volk seines "normalen Lebens" und damit seiner üblichen Freiheiten beraubt wird. Es wird damit zum Objekt der Lenkbarkeiten.

Nichts ist so effizient darin wie Krieg. Im Krieg ist jedermanns Eigenmächtigkeit um einer Teilzieles willen eingeschränkt, und JEDER SIEHT ES EIN.

Seit dem 7. Dezember 1941 befindet sich die GESAMTE WESTLICHE (FREIE) WELT IM KRIEG. Der Zweite Weltkrieg ging nahtlos in den Kalten Krieg über, der faktisch die gesamte Welt einbezog, als Freund wie als deklarierter Feind. Als dieser 1990 offiziell endete, weil der Gegner abhanden gekommen war, folgte der Terrorkrieg, und zunehmend der nächste KALTE KRIEG mit Rußland. Als endgültige Lösung wurde dazwischen der KLIMAKRIEG erfunden.

Alles das sind Mechanismen, in denen der immer befristet sein müssende Ausnahmezustand zur Regel wird. Wer aber profitiert davon? Ganz einfach, und es ist wirklich einfach: Es ist die Oligarchie, mit ihrem Hof, dem Establishment. Es sind die wenigen, wirklich wenigen Menschen, die direkten Einfluß auf die Politik nehmen (die immer aus PolitikERN besteht)  und jedes Staatsvolk zu ihrem Nutzen GEBRAUCHEN.

Das alles begann systematisch und endlich offiziell durchsetzbar (die Wirtschaftskrise zuvor war noch nicht genug, im Gegenteil) am 7. Dezember 1941. Seither hat sich die Welt verändert. Und es war auch der eigentliche Grund für den Kriegswillen der US-Establishments. Hier hatten sie den Hebel. Und seine Wirkung hat uns nicht mehr verlassen. Die gesamte Welt lebt seit diesem Tag im Dauerkrieg. Das ist die Methode des Establishments, uns simple Bürger zu beherrschen. Denn Krieg braucht Zentralismus, Krieg braucht die Gängelung durch eine Zentralregierung. Krieg braucht Totalitarismus. Und das unterwandert jeden vernünftigen Meinungsbildungsprozeß, jeden vernünftigen politischen Prozeß, weil es ihm übergeordnet ist. Weil der Kriegshäuptling alles darf, um DAS GANZE zu retten.

Es wirkt. Es ist enorm effizient. Weil man sich auf Dauer über die Normalität setzt. Weil man den Kriegshäuptlingen alle Macht überträgt. Die nun das RECHT haben, die Freiheit des Einzelnen zu beschränken. Es ist mittlerweile unsere neue "Normalität" geworden: Verlust der Freiheit, Bedrängung zu angeblich kriegsentscheidenden Verhaltensweisen. 

Weil man sich IMMER IM KRIEG befindet. Daran müssen alle glauben, das ist das entscheidende Kriterium.

Denn wer im Krieg ist, hat keinen inneren Raum für die Wahrheit. Hier wird die Wahrheit zur Gefahr.


*050518*

Montag, 21. Mai 2018

Warum wir uns immer im Krieg befinden (1)

Meinetwegen, der VdZ sagt es, es sei eine Konzession - das Internet macht manchen Zugang leichter möglich. So den, daß der VdZ immer wieder entdeckt, daß es in den USA sehr gescheite Köpfe gab und gibt. Sie sind wie in Europa solitär, nicht weniger angefeindet, aber offenbar doch weniger daran gehindert, ihre Sichtweisen zu publizieren. Dazu hat das Land wohl die taugliche Größe, denn auch "Sondermeinungen", also die Gedankenfrüchte solitärer, kluger Männer, haben dort schon aus statistischer Mengenlogik heraus noch eine gewisse Quantität an Leserschaft und Gemeinschaft, die sie überleben läßt. 

Das ist in Österreich ja nicht der Fall. Dieses Land ist einfach zu klein. Und, wie Justus Möser (war es er? egal) einmal sagte: Große Gedanken entstehen nur in großen Ländern. Als man Österreich zerschlug, zerschlug man bewußt - ja, das meint der VdZ sagen zu können, ja zu müssen - auch geistige Größe. Was in den 1920ern noch an so Bewundernswürdigem, an Weltmaßstab-Setzendem entstand, zeugt von dieser Größe, aber es ist ein Abgesang, eine Analyse des Nicht-mehr-Vorhandenen, und umso exakter. Heute ist Österreich ein Gurkentopf der Niedrigkeiten. Pardon. Aber es ist so. 

Egal. Darum geht es hier nicht. Sondern um Denker aus den USA. Und deren einer, den der VdZ durch das Internet aufgestöbert hat, ist Harry Elmer Barnes. Historiker, und - ach, anders geht es offenbar nicht ... Identität, wir wissen ... - "Revisionist", der um eine Korrektur des Bildes von der Geschichte kämpft, also: kämpfte (denn er ist 1968 gestorben). Weil er wußte, daß ein falsches Bild von der Geschichte auch ein völlig falsches Bild der Gegenwart bewirkt. Dafür muß man ihn natürlich sofort mit einem Etikett versehen, das auch Verachtung zuläßt, als "Warnung", nur ja nicht auf ihn zu hören.

Für uns vergebens. Seine Sichten sind zu überzeugend weil jedem, der mit Menschen und Geschichte (seiner EIGENEN Geschichte!) zu tun haben will, also verstehen will, begreifen will, was heute passiert, auf die Relevanz von Geschichte stößt. Umso überzeugender wirkt der "Revisionismus" von Barnes, als die Last der Beweise gegen ihn darin besteht, daß er ... "nicht den gängigen Deutungsmustern folgt." Na, wenn das nicht schon fast ein Beweis der Richtigkeit seiner Thesen ist? Denn falscher als der Unsinn, der heute als allgemeiner Sprachgebrauch (und hier stoßen wir auf das Problem der Medien) herrscht, kann ja kaum etwas sein.

Nun, was vertritt dieser Barnes, der unter anderem das sehr schwergewichtige, renommierte, bekannte Geschichtsmagazin "Foreign Affairs" redigierte, an Thesen? Vernachlässigen wir einmal, daß er meinte, daß die USA letztlich die Nation war, die den Zweiten Weltkrieg letztlich von einem europäischen Krieg zu einem Weltkrieg eskalieren ließ. Barnes begeht seine Todsünde darin, daß er behauptet, daß der Kriegseintritt der USA am 7. Dezember 1941 der Startschuß war, der die Welt endgültig dem Zentralismus auslieferte. Der Zweite Weltkrieg war für die Oligarchie - also die Schichte, die nie politisch legitimiert dennoch kraft faktischer Macht die Politik ihres Landes in Händen hält - der willkommene Anlaß, ja war sogar bewußt darauf hingesteuert, daß sich die totale Beherrschung der Bevölkerung daraus ergibt. Wegen der naturgegebenen Nähe dieser Kreise - "Establishment", nehmen wir das durchaus wörtlich - zur Politik beherrschen sie diese. Und benützen sie, um ihre persönlichen Ziele durchzusetzen.

Vergessen wir mal alle Ideologien. Sie sind ja meist nur lächerliche Rationalisierungen persönlicher Gelüste. Intellektuelle könnte man deshalb eigentlich verachten, mit Recht, sie dreschen nur dieses leere Stroh, erkennen aber nie, aus welcher Schußrichtung (Doderer) es kommt.

Morgen Teil 2)

 
*050518*

Donnerstag, 17. Mai 2018

Was begann in Pearl Harbour wirklich? (4)

Teil 4) Die wie so oft hier ausufernden Anmerkungen, 
die sich zu eigenen Gedankengängen entwickeln




*Man diskutiert heute öfter, warum Hitler nach Pearl Harbour beziehungsweise der Kriegserklärung Washingtons an Japan der USA den Krieg erklärt habe. Das sei erstens unnötig gewesen, und zweitens jenseits aller militärischen Möglichkeiten - wie hätte man die USA angreifen wollen? Über den Atlantik?! Aus der Gesamtlage in der Welt 1941 betrachtet sieht das freilich anders aus, und daraus erkennt man die Motive besser. Der Dreierpakt Deutschland - Italien - Japan beherrschte 1941 tatsächlich die Welt. Auf der es nur noch vier Großmächte gab, die die Welt "multipolar" neu ordnen sollten (oder wollten): Diese drei, und die USA. 1941 stand das Schicksal der Welt buchstäblich auf des Messers Schneide.

Stalin hatte sich aus genau diesem Grund, wegen der Stärke des Dreierbundes also, noch 1940 - man stelle sich das vor! - ernsthaft bemüht, diesen Dreierbund auf einen Viererbund auszuweiten. Es gibt die Protokolle der Gespräche mit Molotow. Damit hätte man sich die Welt in vier (bzw. fünf) Einfluß- und Dominanzzonen aufteilen sollen. Nur die USA wäre noch ein weiterer Faktor gewesen. 

Und dort war die Stimmung der Mächtigen (Industrie!) so Deutschlandfreundlich, daß es belegte Nachrichten gibt, in denen um Roosevelt her die Meinung herrschte, die amerikanischen Industrie-Manager wären allesamt "Faschisten". Die amerikanische Industrie - in ihrer Gegnerschaft zur Geldwirtschaft, das darf man nicht vergessen! JEDER Wirtschaftstreibende ist ein Gegner, ja ein Feind der Bankenwelt! - wollte einfach Geld mit ihren Produkten verdienen, egal durch wen. 

China, das heute so mächtig ist, war damals so schwach, weil seit dem 18. Jahrhundert mehr und mehr zerfallen, daß es ein Areal regelrechter Anarchie war, mit dem keiner je mehr rechnete. Wir dürfen nicht vergessen, daß in China zahllose und völlig verschiedene Völker leben! Das heute als "Einheit" erscheinende China ist in Wahrheit ein Kunstbegriff, ähnlich Deutschland, das mit viel Gewalt (und Verführung) Unvereinbares zusammenzwingt.

Admiral Harry E. Yarnell - Photo Wikipedia
**Daß es mit Flugzeugen geschehen würde, war freilich nur hellsichtigen Charakteren wie Admiral Yarnell klar. Aber er hatte seine Sichtweise gegenüber den traditionellen "Schlachtschiffdenkern" nicht durchsetzen können. Yarnell hatte bereits im Februar 1932 bei einem Planspiel der US-Marine einen Angriff auf Pearl Harbour spektakulär "gewonnen". 

Er hatte dazu einfach die übliche Vorgehensweise auf den Kopf gestellt: Waren bislang Flugzeuge nur Schutz und Unterstützung einer an sich von Schiffen getragenen Attacke, machte es Yarnell genau umgekehrt. Er verzichtete auf sämtliche Schlachtschiffe, und griff (im Plan) Pearl Harbour mit nur zwei Flugzeugträgern an. Lediglich 153 Flugzeuge genügten, um die Flotte zu vernichten und sämtliche Flugzeuge zu zerstören, noch ehe sie aufgestiegen waren.

MIT DABEI bei diesem Planspiel waren damals zwei Offiziere der zu dem Zeitpunkt als freundschaftlich gesehenen Japaner. Die den Plan sofort an Tokyo schickten. Denn natürlich waren dort wie bei jedem Heer alle möglichen Szenarien in den Schreibtischladen, auch, wie man den Pazifik beherrschen und dazu Amerika besiegen könnte. Diese hatten nun den Schlüssel dazu sogar selbst weitergegeben. Genau so, wie Yarnell es im Planspiel 1932 gemacht hatte, machten es dann die Japaner. Ganz genau so. Sie wählten sogar dieselben Anflugrouten. Yarnell freilich war zu dieser Zeit nicht mehr wirklich aktiv.

Natürlich darf man auch nicht vergessen, daß Kriegsüberlegungen auf BEIDEN Seiten schon lange lange vor dem 7. Dezember 1941 gewälzt wurden. Den definitiven Plan zum Angriff auf Pearl Harbour hatte man in Tokyo schon im Jänner 1941 ausgearbeitet. Und die Vorbereitungen hatten schon Monate davor eingesetzt. Hier sollen also nicht die Japaner exkulpiert werden, es soll nur gezeigt werden, wie massiv auch Amerika auf einen alle Grenzen sprengenden Krieg hinplante.





*050518*

Mittwoch, 16. Mai 2018

Was begann in Pearl Harbour wirklich? (3)

Teil 3) Wem Pearl Harbour wirklich nützte




Pearl Harbour war aber weit mehr als ein Einzelereignis, das den offiziellen Kriegseintritt Washingtons ausgelöst hatte. Den die amerikanische Öffentlichkeit dann wie selbstverständlich nahm. Pearl Harbour war der Beginn einer neuen Art der Politik, die seither in den USA angewandt wird. Und man kann sagen: Es ist die Politik des permanenten Kriegszustandes.

Ein Land, das sich im Krieg befindet, bietet der Politik nämlich ganz andere Möglichkeiten durchzugreifen. Unter dem Motto der "Überlebensnotwendigkeit" kann alles überwacht und alles direkt von der Regierung beziehungsweise den Militärs gesteuert werden. Solche Politik "Wir sind im Krieg" setzte sich nach dem Ende des Krieges 1945 nahtlos fort. Unter der Federführung der Geheimdienste, die ein immer mächtigerer, ja der mächtigste Mitspieler wurden, gibt es kein politisches, gesellschaftliches Gebiet, das nicht bei entsprechender Betrachtungsweise "kriegswichtig" werden könnte. Immer mehr Fäden liefen in den Händen von CIA und NSA (etc.) zusammen, immer stärker wurde die Verflechtung mit Großindustrie und Geldwirtschaft, die jene Stellen suchten, die ihnen direktesten Einfluß gewährten. Kaum ein Politiker, kein Präsident sogar, der vom "militärisch-wirtschaftlichen Komplex" nicht korrumpierbar und erpreßbar wurde.

Entsprechend wurde Amerika nach 1945 tatsächlich zu einem zentralistischen Land, wie man es sich wohl niemals hätte vorstellen können. Daß uns das so wenig bewußt ist, hat dabei mit der Medienlandschaft zu tun, die von eben diesen Mächten beherrscht wird. Und die die Medien weltweit beherrschen. Social engineering wurde zum alltäglichsten Mittel, mit dem die Staatsführung die eigene Bevölkerung so umgestalten, konnte, daß eine ernsthafte, starke Opposition nicht mehr zu erwarten war. Entwurzelte Menschen sind fast beliebig beherrschbar, denn ihnen wird die Basis der Freiheit - die Vernunft - gewissermaßen entzogen. Die sich nur aus religiöser und ethnischer Verwurzelung speisen kann. Also war auch der Hauptfeind dieser Nachkriegs-USA klar: Die katholische Kirche, und die von ihr repräsentierten und gestützten Werte, allen voran die Ethnien, die Familien, mit der Auflösung der Sexualmoral als wirkungsvollster Hebel. Und mit zahlreichen Nebelbomben, in denen Diskurs - also Befreiung durch "Nachdenken" über das, was wirklich ist - verboten und tabuisiert wird.

Diesen Kriegszustand hat die USA dann weltweit ausgedehnt, und sie tun es bis zum heutigen Tag, wenn auch die Weltherrschaft, die Washington nach Pearl Harbour hatte, in der ihnen die ganze Welt zum Spielplatz der Interessen mächtiger Gruppen wurde, allmählich bröckelt. Es begann mit dem sichersten Mittel eines stillen, aber permanenten Krieges: Dem Kalten Krieg. Zu dem sich der Kommunismus als Feind der freien Welt wunderbar anbot. Denn immerhin diente diese Frontstellung auch eben diesen kommunistischen Machthabern, auf dieselbe Weise eines von allen Völkern akzeptierten "Sündenbocks". Er öffnete deren Politik dieselben Möglichkeiten, die Menschen zu beherrschen und was auch immer, vor allem aber jede Willkür zu rechtfertigen. Aber auch jedes Versagen.

Wenn man also nach einem Grund sucht, warum die USA offensichtlich ohne Unterbrechung Kriege (sei es militärisch, sei es gegen alle möglichen Bedrohungen wie der einer "Klimakatastrophe") eröffnen, könnte man durchaus zu dem Schluß kommen, daß genau das der Grund ist: Weil die Politik ihn braucht. Weil die wirklich Mächtigen ihn brauchen um ihre eigenen Ziele zu verfolgen, die NICHT mit dem Ziel jeder Politik, der des Gemeinwohls der USA, übereinstimmen. Und hier haben wir auch den Grund, warum praktisch weltweit die Politik zum Motor und Übernehmer solcher Kriegsideen wurde und nach wie vor wird. Denn sie sind das perfekte Mittel, um die Bürger zu beherrschen und zu benützen.

Man muß sicher nicht so weit gehen zu sagen, daß die USA Pearl Harbour (oder spätere Anlässe ähnlicher Dimension, wie 9/11) gewissermaßen SELBST GEMACHT haben. Das würde auch für den 7. Dezember 1941 zu weit führen. Aber man kann davon ausgehen, daß die Bereitschaft, solche Anlässe zumindest zuzulassen überaus hoch ist. Pearl Harbour mit der darauf folgenden Eskalation des Zweiten Weltkrieges, in dem dann ganz bewußt jeder Weg zu einem Verständigungsfrieden ausgeschlossen wurde, war der definitive Startschuß zu dieser Art der Politik. Das ist keine Spekulation über eine Verschwörung, das ist eine reine Tatsachenfeststellung. Wir befinden uns heute also "im Zeitalter von Pearl Harbour". Es ist ein Zeitalter, in dem wir, von einem Kriegsauslöser wehrlos gemacht, alles über uns ergehen lassen (müssen oder sollen), das uns die wirkliche Freiheit nimmt. Damit wir ... leicht beherrschbar und leicht benutzbar sind.


Morgen Teil 4) Die wie so oft hier ausufernden Anmerkungen, 
die sich zu eigenen Gedankengängen entwickeln


 


*050518*

Dienstag, 15. Mai 2018

Was begann in Pearl Harbour wirklich? (2)

Teil 2) Die Amerikaner waren längst im Kriegszustand, 
nur durfte das die Öffentlichkeit nicht wissen



Was der amerikanischen Öffentlichkeit verschwiegen (und nach dem Krieg vertuscht) wurde war nämlich, daß bereits Anfang 1941 in Singapur ein geheimes Beistandsabkommen (sic!) mit jenen Ländern (Niederlande und England; Frankreich war ja schon aus Indochina vertrieben) unterzeichnet worden war, die Besitzungen (Kolonien) im Pazifik hatten. Dieses Abkommen verpflichtete die USA zum Kriegseintritt, sobald eine dieser Besitzungen angegriffen würde.

Und das ist am 2. Dezember 1941 der Fall gewesen, als die Japaner mit Flugzeugen auf Niederländisch-Ostindien landeten, um es zu besetzen. Damit trat der Beistandspakt in Kraft. Was nicht weniger heißt als daß die USA ab diesem Tag in Kriegszustand mit Japan waren. Roosevelt war sich dessen voll bewußt, daran besteht nicht der geringste Zweifel. Er hatte das Land längst in den Krieg geführt. Aber er mußte einen Weg suchen, wie er seinen Bürgern diesen Krieg verkaufte.

Zumal diese durch Informationssteuerung von oben ein völlig falsches Bild von der Weltlage und den Taten hatte. Das ging so weit, daß das Wirtschaftsministerium sich im November 1941 Sorgen machte, daß die Kaufhäuser durch die lange schon hochgefahrene Kriegsproduktion zu wenige Waren für das anstehende Weihnachten geliefert bekommen, die Amerikaner also etwas merken würden.

Der fünf Tage später erfolgende Angriff auf Pearl Harbour war der dringend benötigte Anlaß. Eine Attacke, die bereits 1932 in amerikanischen Kriegsakademien diskutiert wurde, und die dann genau so ablief. Samt dem vorherigen "glücklichen" Auslaufen der auf Pearl Harbour stationierten Flugzeugträger, die somit der Zerstörung auf wundersame Weise entgingen, indem sie LKWs und Truppen verlegten - was normalerweise Frachtschiffe erledigen.

Ein Angriff, von dessen Planung und Fortschritt in allen Stadien die alliierten Geheimdienste volle Kenntnis hatten. Denn sie hatten den japanischen Funkcode vor Monaten geknackt, saßen also bei jedem Treffen der japanischen Militärs mit am Tisch. Und Hawaii war eben das einzige sinnvolle Angriffsziel der Japaner, wie Militärs Roosevelt lange vor dem Eintreten des Ernstfalls eindringlich dargelegt hatten.

Das Abkommen und das Protokoll der Gespräche in Australien, die mit den Niederlanden und England über die nun folgenden Konsequenzen geführt wurden, tauchte dann - durch "Verzögerungen" war es erst nach vier Tagen in Washington eingelangt - erstmals sieben Stunden nach der japanischen Attacke in der amerikanischen Öffentlichkeit auf.

Heute ist so gut wie vergessen, daß die USA schon längst vor dem 7. Dezember im Krieg war. Es ging nur noch darum, den US-Bürgern die Illusion zu bewahren, daß die Kriegsfrage demokratischen Prozessen und freier Meinungsbildung unterliegen würde.

Über die Gründe für diesen direkten Weg in den Krieg, den die US-Regierung gewissermaßen lange schon eingeschlagen hatte, kann man vielerlei Vermutungen anstellen. Und am zielführendsten wird auch hier die Frage sein: Cui bono? 


Morgen Teil 3) Wem Pearl Harbour wirklich nützte






*050518*

Montag, 14. Mai 2018

Was begann in Pearl Harbour wirklich? (1)

Es mag uns kaum glaublich erscheinen, die wir seit Jahr und Tag mit der Behauptung erstickt werden, daß die Japaner mit ihrem Angriff auf Pearl Harbour am 7. Dezember 1941 den Krieg mit den USA quasi begonnen haben. Aber stimmt das?

Wagen wir vor dem Hintergrund historischer Fakten einmal ganz andere Überlegungen, und sehen wir uns dann an, wo wir damit herauskommen. Dazu müssen wir uns freilich von einigen Denkgewohnheiten lösen. Sogar von der, daß die USA per 7. Dezember 1941 in den Zweiten Weltkrieg eingetreten sind. Aber alles der Reihe nach.

Da und dort hat sich ja immerhin schon eine "weltoffenere" Lesart durchgesetzt, die davon ausgeht, daß den Japanern gar nichts anderes übrigblieb, weil sie von den Amerikanern durch ein Embargo auf lebenswichtige Rohstoffe dazu getrieben wurden. Was einem Totalversagen der amerikanischen Diplomatie gleichgekommen sein würde, könnte man dahinter nicht Kalkül vermuten: Die Amerikaner wollten diplomatisch gar nichts erreichen. Anders ist nicht zu erklären, warum man nicht auf die enormen Konzessionen, zu denen Japan bereits war, um einen Krieg zu vermeiden, eingegangen war. Vor allem wollte man das Embargo aufgehoben sehen.

Nehmen wir immerhin diesen Fall als Beispiel mit, wie man ein Land durch Wirtschaftssanktionen in eine Situation bringen kann, in der ihm kein anderer Ausweg bleibt - als einen Krieg zu beginnen. Der dann zwar wie ein Angriffskrieg aussieht (und die US-Propaganda hat ihn auch immer so dargestellt), der aber in Wahrheit Selbstverteidigung ist.

Von diesem Handelsembargo waren nämlich absolut kriegswichtige Güter wie Gummi, Stahl und Erdöl betroffen, neben Geld, weil die USA japanische Guthaben im Land einfror. Währenddessen verschärfte die US-Diplomatie laufend die Bedingungen, unter denen die USA den Japanern für die Aufhebung des Boykotts in Aussicht stellten. Was schließlich von Japan nicht nur den Plan einer ostasiatischen Prosperitätszone aufzugeben hieß, sondern das Land sogar auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes zurückgeworfen hätten. Man sprach in Washington ganz offen, das Land als "viertklassig" zurückgestuft sehen zu wollen, ähnlich wie Bulgarien. Es waren also die Amerikaner, die die Verhandlungen mit Japan zum Abbruch getrieben hatten. Die im unmittelbaren Angriffsbefehl für Admiral Yamamoto auf Pearl Harbour vom 24. November den Zusatz eingefügt hatten, daß für den Fall erfolgreicher Verhandlungen mit Amerika jeder Angriff sofort abzubrechen sei.

Damit war auch der ungefähre Zeitpunkt eines japanischen Angriffs ausrechenbar. Und manch Militär wußte ihn sogar recht genau. Denn die Amerikaner hatten eine Tür dazu geöffnet, als sie im November ihre Flotte nun in sogar drei Teile aufsplitteten. Deren einer Teil war im Atlantik schon seit Juli 1941 ganz offen in Kämpfe mit der deutschen Marine verwickelt*. Nun wurde auch noch die Pazifikflotte aufgeteilt.

Im November 1941 entschlüsselten die Abhörexperten die Befehle an die Botschaft Tokyos in Washington, die Chiffriermaschinen zu zerstören und sämtliche Akten zu vernichten. Allerspätestens da mußte man wissen, daß ein Krieg unmittelbar bevorstand.

Der in die allgemeine Weltlage eingebettet gesehen werden muß, in der Japan sich stark fühlte. Deutschland stand (so hat es auch Hitler laut verkündet) vor einem totalen militärischen Triumph in Europa, zumindest aus damaliger Sicht. Auch Rußland schien niedergeworfen, die Wehrmacht stand Anfang Dezember 1941 vor Moskau. England hinwiederum war in Asien nicht mehr handlungsfähig, weil es sich im Atlantik selbst verteidigte. Wo der deutsche U-Boot-Krieg enormen Druck ausübte.

Mit einem damals so festen, militärisch überaus erfolgreichen Dreierpakt Italien (Nordafrika) - Deutschland (Europa, und über den Kaukasus, der sich mit Italiens Nordafrikaplänen zu schließen schien, der Vordere Orient, also das Öl der damaligen Welt) - Japan (ganz Ostasien, einschließlich China) einen Krieg anzufangen, würde sich die einzige noch verbliebene Welt-Großmacht Amerika immerhin gut überlegen müssen.

Wann, wenn nicht jetzt also sollte Japan, dessen Ölvorräte nur noch Monate reichen würden, das von den USA immer weiter provoziert wurde, angreifen? Welches andere Ziel als den in Pearl Harbour stationierten dritten Teil der Flotte?** Alle "Eingeweihten" rechneten damit. Und man hatte bereits Fakten gesetzt, die einen militärischen Zusammenstoß vorprogrammiert hatten.

Morgen Teil 2) Die Amerikaner waren längst im Kriegszustand, 
nur durfte es die Öffentlichkeit nicht wissen






*050518*