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Sonntag, 2. Februar 2020

Warum fühlen sich aber die Schweden unter Schock? (2)

Teil 2)


Denn der Protestantismus* hat die natürlichen, gewachsenen, quasi "stummen", selbstverständlichen Strukturen, die der vormalige Katholizismus schuf, bereits so ausgewaschen, daß es nur einen Windhauch brauchte, um sie zu kippen. Warum das so ist? Weil der Protestantismus per se auf die Einheit der Menschen verzichtet, ja diese zu zerbrechen sogar sein Grundkonzept gewesen ist. Nur so entkamen seine Gründerväter wie Luther (samt Konsorten, vor allem aber: samt den Anhängern, die genau wie er eben diese "Befreiung" von der Wahrheit - die ein soziales "Konstrukt" ist, man könnte es so sehen! wenn auch kein willkürliches Konstrukt, sondern die Erfüllung der ontologischen Gegebenheiten des Menschen: als "Du" Gottes, das aber ohne Wir, ohne Volk, ohne Gemeinschaft gar nicht sein kann - suchten) der Verbindlichkeit, die fortan zum Hauptansatz des "neuen Glaubens" wurde: Dem Subjektivismus, der jeden Menschen in den unnatürlichen Zustand der Vereinzelung wirft.

Doch dem stehen nun noch "unprotestantisierte", natürlich geprägte Menschen gegenüber. Die als "unterentwickelt" (oder, mit dem Achselzucken des Bedauerns "haben keine Aufklärung durchgemacht") zu bezeichnen nur jenen gelingt, die den Charakter des Rationalismus (aus Aufklärung und nominalistischem Protestantismus) als Symptom des Niedergangs nicht begreifen. Die deshalb nicht begreifen, daß zu Schwedens (und Europas) "Entwicklung" zuzustimmen die Zustimmung zur Selbstverstümmelung wäre. Gegen die sich die Zuwanderer sogar mit Recht wehren. Weil sie noch begreifen, daß sie damit um ihr wesentliches Menschsein gebracht werden. Weil sie von sozialen Verbindlichkeitsgefügen nicht lassen wollen.

Weil solche sozialen Gefüge natürlich auch eine Form von Recht, Strafe und Ordnung brauchen und wollen, ja bedeuten, organisiert sich überall auch eine Form von obrigkeitlicher Gewalt. Und diese Form ist gewissermaßen "archaisch", und folgt jenem Recht, das der Stärkere formt. Also ist die Bewaffnung der Zuwanderer auf eine Weise fortgeschritten, die die nächste Eskalationsstufe bereits ahnen läßt. Schußwaffengebrauch, Schußwechsel, ja offene Bandenkriege sind schon an der Tagesordnung. Man muß das verstehen, denn hier ringt eine noch unorganisierte Anhäufung sozialer Gebilde um eine große Form von Gesellschaft.

Wie es zur Gründungszeit des Islam auch war, übrigens. Sie wird in einem Staat enden, das kann man mit Sicherheit schon jetzt sagen. Schon gar, weil diesem Staat gar niemand vertraut.** Und weil Schweden selbst sich nie durch Segregation abgegrenzt hat, heißt das: Ein neues Schweden, das nur den Besitzer wechselt.

Überall erlebt man eines, nicht nur in Schweden, in ganz Europa: Das Scheitern der Integration, wie sie sich Schreibtischhengste ausgedacht haben. Und die Bildung von Segregation als nächstem Schritt. Weil aber nie jemand den Schritt gewagt hat, diese Segregation in die Hand zu nehmen, wird und wurde sie zu einem Wettkampf dieser Parallelgesellschaften. Die sogar noch als "zu bekämpfen" dargestellt wird! Dabei ist sie unser unausweichliches Schicksal. Weil wir uns weigern (und das tun beileibe nicht nur die Medien), die Wirklichkeit zu erkennen, was uns alleine in die Lage versetzt hätte, sie zu gestalten.

In dem die skrupelloseren - und das sind die der perspektivlosen Zuwanderer, ob als Clans, ob als Gangs - die Oberhand gewinnen. Denn das schwedische (wie auch das unsrige) Polizeisystem war nie auf eine Verdunstung selbstverständlicher, nur durch (zuerst und nur dann relevant: religiös zu gründende) soziale Einheit mögliche Solidarität und Einheit eines Volkes.

Aber besteht Hoffnung, daß sich das ändert, daß Schweden die per Stampede entkommene Herde wieder in den Stall kriegt? Nein. Denn wenn man die Selbstkritik liest, die in Schweden geübt wird, dann liest man nur von "Fehlern in der Integrationspolitik", aber nie davon, daß diese Integration von Anfang an eine Illusion war, und mit keinen Mitteln der Welt herbeizuführen ist. 

Genau das ist der Grund, warum schwedische Verhältnisse auch bei uns kommen werden. Das kann gar nicht anders sein. Und es ist auch bereits weitreichend so. Daß wir diesbezüglich ein falsches Bild davon haben, wie weit wir in dieser Richtung bereits vorgerutscht sind, hängt vor allem damit zusammen, daß sich die Medien schon lange mit der Politik ins Bett gelegt haben und heftigst kopulieren. Wobei man nicht mehr sagen könnte, wer da wen fickt.***

Aber es hat auch damit zu tun, daß die indigenen, also die angestammten Schweden so "brav" leben, daß die Statistik, die übers Land gerechnet wird, im internationalen Vergleich scheinbar immer noch "gut, zumindest durchschnittlich aussieht". Aber sie erfaßt nicht, daß sich diese neuen sozialen Strukturen in extremer Unterschiedlichkeit bei einem Umbrechen auf regionale Räume bereits deutlich ablesen lassen. Ja, am Land wird in Schweden immer noch wenig, ja weniger denn je gemordet. 

Doch dorthin will gar kein Zuwanderer. In den Städten sieht die Sache schon völlig anders aus. Dort sind die Mordraten dreimal so hoch, dort betragen die Verbrechensraten speziell bei Delikten bei Gewalt und gegen Eigentumsrechte ein Vielfaches vom Rest des Landes. Geht man nach Stadtbezirken, wird das Bild noch drastischer.



*Die Rede ist vom Protestantismus als menschliche Idee und Ideologie. Er ist von der praktischen Realität zu unterscheiden. Die Idee steht in einem Spannungsverhältnis zum Dasein bzw. in der Existenz. Die dort, wo sie vom natürlichen Wesen des Menschen abweicht, wo sie also nicht katholisch ist, irrt, und in seinen Urteilen gegen die göttliche Vorsehung steht und damit in die Irre führt.

**Und das, bitteschön, ist doch keine Eigenschaft, die nur die Migranten haben! Das ist bereits allgemeines Daseinsgefühl, wie erst jüngst eine Allensbach-Studie ergab. Diesmal waren aber nicht die Schweden, diesmal waren WIR geschockt ... Wir? Naja, sagen wir so.

***Der Leser möge dieses ordinäre Wort, diesen Ausflug in die Gossensprache verzeihen. Aber er entspricht leider der Wirklichkeit: Die ist ordinär, und keineswegs so nobel, weil die Ideen, die hinter dem heutigen Meinen und Welt-auffassen stehen, einfach ordinär sind.




Samstag, 1. Februar 2020

Warum fühlen sich aber die Schweden unter Schock? (1)

All die Aporien, die das heutige Menschenbild ergibt, zeigen sich in Schweden mittlerweile so deutlich, daß man nur staunen kann. Auch wenn alles erwartbar und vorhersehbar war, und vorhergesagt wurde. Es wird auch uns treffen, nicht anders als in Schweden, und auf dieselbe Weise. Denn die Massenzuwanderung in ihren speziellen Bedingungen, wie wir sie schon Jahrzehnte, in den letzten Jahren aber überbordend erleben müssen - noch dazu von der Politik dem zu erziehenden, umzubildenden, nach neuen Maßstäben zu verbessernden Volk aufoktroyiert - zeitigt das Gegenteil von dem, was sie bewirken sollte.

Gerade Schweden! Das schon seit den 1970ern, den glorreichen Tagen eines Olof Palme, in die Umgestaltung der Welt nach sozialistischem Vorbild eingriff, weltweit, daß man nur staunen könnte. Und dabei die Politik der "Entselbstung als Friedenskonzept" (Motto: Wo nichts ist, kann nichts streiten) zugunsten eines pluralistischen, postfaktisch "neu organisierten" Bevölkerungsbegriffs handelt.

Kein Land der Welt hat den Kultikulturalismus so konzentriert implementiert, schreibt die NZZ. Kein Land war so "tolerant", in keinem (europäischen) Land die "Freiheit" durch sexuelle Befreiung, der erste und entscheidende Faktor der Verdunstung aller Formen natürlicher sozialer Struktur und Verbindlichkeit*, beginnend bei der Familie. Daraus folgt die Auflösung aller traditionellen Bindungsformen zugunsten neuer, täglich neu zu schaffenden Kuschelecken des Wohlgefühls. Kein Land der Welt hat für diesen ausgemachten Schwachsinn, der wie alle heutigen Schwachsinnigkeiten unter dem Glitzermantel der ultimativen Autorität der "Wissenschaft" daherkommt, so viel Geld dafür ausgegeben.

Nun platzt der Ballon der Illusionen. Die Gewalt in Schweden eskaliert, und die Polizei stößt an allen Ecken und Enden an Grenzen, die aber bei weitem nicht ausreichen, um der Situation Herr zu werden. Die Auflösung der traditionellen, gewachsenen Strukturen, die die Massenzuwanderung vorfand - so daß sich die Frage alleine schon ergibt: Wo hinein könnte sich ein Zuwanderer überhaupt integrieren, selbst, wenn er es wollte? - hat die unausweichliche Folge, daß der natürliche Hang des Menschen, sich Halt und Identität in der Familie zu suchen, zu ausgewachsenen Clan-Strukturen führte. Die den schwedischen sozialen Organisationsformen immer überlegender werden, und die Gesellschaft zu dominieren beginnen. Daß daneben Schweden die höchste Vergewaltigungsrate WELTWEIT hat, dürfte ohnehin schon bekannt sein.

Auch das Konzept eines in den 1970ern überall in Europa reformierten Strafrechts bricht zusammen. Das wird schon aus den Begrifflichkeiten erkennbar. Denn der neue Begriff von Schuld, der eben Schuld in soziale und psychische, "neutrale" Determiniertheit auflöst, also keinen absoluten Rahmen mehr kennt, nicht mehr weiß, was normal, was deshalb nicht hinnehmbar, was ein Verstoß ist", und warum man einen Verstoß ahnden und den Täter bestrafen muß, bewirkt nicht einmal nur, daß die Zuwanderer (speziell die jüngeren davon) keine Rechtsnorm mehr fürchten, sondern gar keine Rechtsnorm mehr erkennen, die als verbindlich (weil "absolut") anzusehen wäre. 

Wenn also nun das seit den 1970ern neue Ziel der Strafe "Resozialisierung" heißt, weil es den Aspekt der Bestrafung als notwendige, unverzichtbare Sühne - als erfahrbares Maß der Gerechtigkeit - für eine Wiederaufnahme in die Gesellschaft nicht mehr kennt, ja aggressiv ablehnt, dann stellt sich auch hier die Frage: Re-? Also "wieder" oder "zurück"? Wo hinein? In jene Gesellschaft, in die die Neulinge gar nie integriert waren? Oder hinein, ja noch mehr hinein in die natürlichen Familien- und Clanstrukturen (als größere, umfassendere Organisation von Familie)? 

Und wo es die Familie nicht ist, ist es dann die Bande, die "Gang". Nicht nur also lachen die Zuwanderer (die bei Gott andere Strafrechte gewöhnt sind) über das, was hier "Strafe" genannt wird, sondern sie re-sozialisieren sich nach der milden Strafe in soziale Gefüge, die sich sowieso als "gegen den angestammten Staat gerichtet" begreifen.

Und die Eskalation beginnt längst, sich auch auf Dänemark auszuweiten. Das die Sozialpolitik und das Menschenbild Schwedens sehr weitgehend nachgebildet hat, aber schon seit längerem dabei ist, zumindest einiges davon wieder rückgängig zu machen. Und sei es aus Pragmatismus. Aber auch dort ist der Alltag in den Städten bereits gekennzeichnet von brennenden Autos, Schießereien und in Banden organisierter Kriminalität. Gerade, so die NZZ, sei Schweden dabei, die Generation der "Secundos", also der bereits zweiten in Schweden lebenden Zuwanderergeneration, wieder zu verlieren. 

Die bereits, aber sogar noch weniger drastisch wie heute, mit allem konfrontiert waren, mit dem die neuen Zuwanderer noch drängender konfrontiert sind: Sie werden nicht gebraucht, sie haben die Voraussetzungen nicht, um sich in der Mehrheitsgesellschaft zu etablieren, ja "nach oben" zu gelangen, sie haben damit - keinen Ort. Sie haben keine - überhaupt im Vergleich mit angestammten Schweden! - zufriedenstellende, die Erwartungen erfüllende Identität. Nur durch Gewalt können sie diese Zukunft erreichen. Und sie haben aus ihrer Warte darin nicht einmal Unrecht. Aber sie verschieben damit den gesamten Wertehorizont der Zukunft Schwedens. Der viel fragiler war, als den Schweden je bewußt war.

Morgen Teil 2)


*Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten, und sind bei den heutigen jungen Schweden deutlich erkennbar. Kaum ein Land der Welt hat eine so hohe Rate von Eßstörungen und insgesamt von Krankheiten bzw. Symptomen (Allergien, sogar ADHS, usw. usf.), die im weitesten Sinn als "Identitätsstörungen", als Folgen eines gestörten Verhältnisses zu sich selbst zu bezeichnen sind. Dieses gestörte Verhältnis zu sich selbst wiederum entspringt der Auflösung und dem Brechen der Integrität der sozialen Großformen, denn Identität ist immer eine Ortsbestimmung INNERHALB einer Gemeinschaft, und muß dazu von dieser bestimmbar sein - und vom Einzelnen außerdem "im unhinterfragten, selbstverständlichen Gehorsam" angenommen werden. 

Auffallend ist übrigens, das auch kein Land der Welt so scharfe Gesetze wegen "sexueller Belästigung" hat wie Schweden. Was in merkwürdigem Widerspruch zur Tatsache steht, daß doch die Schweden so "befreit von sexuellen Zwängen" sein müßten ... Kann es da also sein, daß die Entstaltung des Zueinander von Mann und Frau bzw. von Menschen überhaupt niemanden mehr wissen läßt, wie er sich verhalten soll? Man stelle sich alleine diesen Streß im Alltäglichsten vor! Außerdem hat Schweden als frühestes Land (heute haben auch wir dieses Verbrechen von Staats wegen zu ertragen) eine verpflichtende Frühsexualerziehung, sprich: Entschränkung weil "Befreiung" von sozialen Tabus und Verhaltenscodices, eingeführt. Und "Kinderrechte", gegen die Eltern. (Auch in dieser Absurdität wollen wir ja nachziehen, durch die Einführung von "Kinderrechten".) Wo soll sich also da noch Identität und Persönlichkeit - im weitesten Sinn die Voraussetzungen für Gesundheit - bilden?




Sonntag, 25. August 2019

In die neue Religion umschulen

Dieses Video kam nur durch ein Versehen an die Öffentlichkeit und es ist ganz gewiß nur die Spitze eines Eisbergs, der sich auch in unsere Länder erstreckt. Es zeigt dänische Schulkinder, die, wie sich später herausstellte, ohne Wissen und Einverständnis der Eltern im Rahmen des Schulunterrichts eine Moschee besucht haben und dort in die Gebete der Muslime eingeführt wurden. 

Unsere Eliten und Regierungen tauschen in ihrer unübertrefflichen Dummheit und beispiellosen Bösartigkeit nicht nur die Bevölkerungen aus. Sie schulen auch die bestehen bleibende Bevölkerung in eine andere Religion um. Vielfach, nicht nur in Fällen wie hier. 

Eigentlich ist es ja umgekehrt geschehen, nur haben das nur wenige bemerkt. Erst wurde die bestehende Religion aufgeweicht, so daß sie verdunstet ist. Zugleich wurde die Kultur entkernt, indem allen über "wirtschaftliche Vorteile" eine neue Lebensweise auferlegt wurde, die jede Tugend verflüchtigte. Nun folgt eine neue Religion. 

Wird dieser eine neue Kultur folgen? Kaum. Denn daß der Islam, der die Schöpfung als willkürliches Nebenprodukt der Launen Gottes sieht, überhaupt eine Kultur stiften kann, hat sich noch nie in der Geschichte erwiesen. Es wird somit nur eine Spielart des Moralismus bleiben, um das Leben zu ordnen. Vermutlich, weil sich die Menschen ohnehin mittlerweile (heimlich) nach der Scharia sehnen, weil sie eine feste, berechenbare Ordnung dem Nichts der Liberalen und Linken vorziehen.







*040719*

Montag, 29. April 2019

Nur wer handelt bleibt Herr der Lage

Wer schöpferisch handelt, der gestaltet. Wer das nicht tut, wird gestaltet. Seit Jahr und Tag schreibt der VdZ an dieser Stelle, daß nur Segregation eine langfristige Lösung sein wird. Dänemark hat sich als erstes Land dazu entschlossen, das Unausbleibliche endlich zu sehen und vorzubeugen, um Kontrollverlust wie in Deutschland zu vermeiden. Voriges Jahr begann man dort mit der Einrichtung von Ghettos für Zuwanderer, nun geht man noch einen Schritt weiter und verfrachtet straffällig gewordene Zuwanderer (das Wort "Asylanten" trifft bei der Zuwanderung nicht wirklich; darunter sind nur verschwindend kleine Prozentanteile wegen Verfolgung Hilfesuchende) oder solche, deren Asylanträge abgelehnt worden sind, ab 2022 auf das unbewohnte Lindholm, eine der dänischen Inseln in der Ostsee, wo sich heute nur Vogelkolonien befinden.  

Generell haben die Dänen das Ziel ausgerufen, für wilde Zuwanderung, die sich meist das Etikett "Asyl" umhängt, so unattraktiv wie möglich zu werden. Vor allem die Zuwanderung ins Sozialsystem soll unterbunden werden. Und das scheint zu gelingen. Heute werden Asylbewerbern zumindest als Möglichkeit sogar Schmuckstücke abgenommen, um die Kosten ihrer Einreise zu decken. 2017 waren dann tatsächlich nur noch 3.500 Asylanträge zu verzeichnen, gegenüber 21.000 im Jahre 2015.

Angeblich existiert bereits ein Angebot aus Dänemark an Österreich (und alle interessierten Staaten Europas), gemeinsam Auffanglager zu errichten, die einem ähnlichen Zweck dienen: Zusammenfassung von abgelehnten Asylwerbern an einem "nicht sonderlich attraktiven Ort" in Europa. Einen ähnlichen Vorschlag hat auch der österreichische Innenminister Kickl für Österreich bereits gemacht. Der aber auf heftige Gegenreaktionen der Gutmenschenfraktion stieß, weil Kickl das Wort "konzentrieren" verwendet hatte.

In eine ähnliche (und richtige) Richtung weist ein Vorschlag, der auf einem von der CDU in Berlin veranstalteten Werkstattgespräch zu hören war. Der lt. Kronen Zeitung ausgewiesene Migrationsexperte Egbert Jahn schlägt vor, ähnlich wie in Jordanien oder Kenia "abgeschottete Flüchtlingsstädte" einzurichten. Dort sollen dann Zuwanderer untergebracht werden und Verpflegung erhalten, sonst nichts. Weder sollen sie arbeiten dürfen, noch Sozialleistungen erhalten. Das garantiert, daß sie auch ohne Zaun dort bleiben. So lange, bis ihr Asylbescheid entweder abgelehnt oder angenommen wurde. In beiden Fällen verlassen sie dann diese Städte, entweder hierhin oder dorthin. Es wäre aber auf jeden Fall Zeit, daß die Politik "Illusionen abbaut", auch was die angebliche "Beseitigung von Fluchtursachen" anbetrifft. Denn das wird ganz sicher nicht so einfach umzusetzen sein. Umgekehrt ist auch die Integration der Flüchtlinge eine Illusion. Ein Syrer wird nicht durch die Reise übers Mittelmeer vom Autokraten zum Demokraten.

Auch bei diesem Werkstättengespräch plädierte der Migrationsforscher Gerald Knaus, der das EU-Türkei-Abkommen von 2016 mitentwickelt hat, in der Diskussion für „moralischen Realismus“. Er schlug vor, Deutschland solle mit anderen europäischen Ländern Aufnahmelager am Mittelmeer einrichten und Migranten von dort nach schnellen Asylverfahren in ihre Herkunftsländer zurückschicken.



*110219*

Dienstag, 2. Mai 2017

Werbung muß kennen was ist

Dem Zuschauer ist schon klar, was er hier sieht? Hier wirbt man für ein Produkt - Carlsberg Bier - indem man es in eine Reihe mit Produkten stellt, die das nationale Wesen, eine Volkseigenschaft zum Ausdruck bringen. Ein Wesen, das im Ablauf des Hintereinander - Geschichte - als Wesen Dänemarks erfaßbar wurde und offenbar so anziehend und hochwertig ist, daß es lohnt, auf individuelle Eigenschaften zu verzichten. Kaleidoskopartig zeigt sich der Charakter eines ganzen Volkes, der Dänen, und zeigt sich, weil es stolz auf sich und seine spezifischen Leistungen sein kann.

Michelsen stellt am Schluß sogar ein "vielleicht", ein "probably" an, und reiht sich damit noch mehr an das, was Eigenbewußtsein überhaupt ist: Das Recht, sich als "die besten" vorzustellen, und niemand nimmt es krumm, wenn es in absolutem Maßstab vielleicht nicht so sein sollte.

Werbung in einer freien Wirtschaft kann sich eben ideologische Gesolltheiten nicht erlauben. Sie wird deshalb immer dazu tendieren zu zeigen, zu verwenden, was IST, nicht was irgendwelchen Ideologien und Pseudoreligionen nach sein sollte. Sie kennt deshalb auch ... das Volk. Und illustriert deshalb tiefer als manchem lieb sein könnte was passiert, wenn man meint, die Menschen eines Landes ihrer traditionellen Eigenheiten zu berauben oder gar austauschen zu können.








*240417*

Samstag, 16. Januar 2016

Filmempfehlung

Einer der besten, unglaublichsten Filme, die der VdZ 2015 (und überhaupt) gesehen hat: 


Phantastische, bewundernswerte schauspielerische Leistungen, in einem Spiel zwischen Stilisierung und Glaubwürdigkeit, die selten zu sehen ist. Und eindeutig für den Regisseur Anders Thomas Jensen spricht, der seinen Schauspielern diese Möglichkeiten eröffnete. Derselbe schrieb auch das Drehbuch, es handelt sich also bei dem Film eines "Filmemachers" im besten Sinn. Man hat Jensen den Vorwurf gemacht, er habe hier nur Tiefe simuliert. Dem kann der VdZ nicht folgen, selbst wenn dem Filmemacher das gar nicht bewußt gewesen sein mag. Aber das ist nicht das Wesen des Kunstwerks. Dem kann es nur um die Reinheit einer Idee ankommen.

Vielmehr beschäftigt die erzählerische Metapher tagelang. Sie führt ans Wesen des Menschseins als geschichtliche Existenz, und jenen Grundton des Humors, der Feinschmecker mit der Zunge schnalzen macht. Sie ist sogar hoch aktuell, der Zuseher möge sich selbst darüber seine Gedanken machen.

Einfach großartig vor allem aber der filmemacherisch konfrontative Grenzgang zwischen Stilisierung, Symbolisierung und Realismus, der sogar ans Märchen rührt. Eine Grenzgang, den zu suchen dem dänischen Film offenbar überhaupt eigen ist, sodaß der VdZ sich als Bewunderer der Filmkultur dieses Landes bekennt.








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Dienstag, 26. Juli 2011

Heiden wollen leben

Diese Dänen, schreibt Kierkegaard einmal in seinen Tagebüchern: man könnte glaube, daß sie gar keine Protestanten seien, sondern ... katholische (abergläubische; Anm.) Iren. Sie haben Angst, mit ihrer Taufe auch das wirkliche Lebensblut aufgeben zu müssen, als Diesseitigkeit, die doch das Leben erst lebenswert macht.

Deshalb lassen sie bei der Taufe ihrer Kinder immer den rechten Arm frei. Der das Schwert führt, der die Mädchen umarmt.


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Donnerstag, 17. September 2009

Einfach herrlich ...

Dieses Video "Danish mother seeking" - eine Werbeidee des Dänischen Fremdenverkehrsverbandes, das die Freundlichkeit und Offenheit des Landes darstellen soll (und das auch unvergleichlich tut) - macht derzeit im Internet Furore. Und das ist verdient. Köstlich! Und köstlich auch die "empörten" Gegenreaktionen, darunter solche wie: "Es macht Werbung für Sex ohne Kondome!" Stimmt. Gott sei Dank.





*170909*