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Dienstag, 18. Dezember 2018

Facetten des Wahns

Unser Denken (unser Sprechen) im öffentlichen Raum, also der Sprachraum in seinen Hierarchien, ist nicht mehr in der Lage, die Wirklichkeit abzubilden. Das geht bis in den einfachsten Alltag hinein, wie der + Architekt Konrad Fischer anhand des Unsinns zeigt, den die Politik, getrieben von der Wahnvorstellung der menschgemachten Klimakatastrophe, über die Bevölkerung verhängt. Die nun per Gesetz und Vorschrift zum Falschen gezwungen wird. Was wäre die Alternative gewesen? Wie so oft - ein Hinhören auf die Tradition. Ein Hinschauen, wie unsere Vorfahren gebaut und gewohnt haben. 

Stattdessen haben wir uns auch in der Bautechnik vom Wahn antreiben lassen, wir wären aufgrund unserer überlegenen Technik in der Lage, "besser" zu bauen. Erfahrung, Vernunft, liebendes, hörendes Anhalten an die Wirklichkeit wurde durch reduzierte Rationalität (also bloße mathematisierte Denktechnik) ersetzt, die keinen Boden mehr in der Wahrheit hat, sondern bestenfalls Teilrichtigkeiten kennt, die aber niemand mehr in ein Ganzes einzuordnen vermag. Und haben sogar die Chuzpe, diese logos-Losigkeit (also: Unlogik) der bloßen freischwebenden Formeln (die somit am falschen Ort, also außerhalb der Weltordnung sind) als "erst wirklich wissenschaftlich" auszugeben.

Ein nur scheinbares Denken umgibt uns somit, das nicht mehr von der ganzen Wirklichkeit ausgeht, der zu gehorchen ist, weil man sonst mit Sicherheit etwas falsch macht, sondern Wirklichkeiten konstruiert, die wie Luftballons in wildem Tanz durch die Luft schweben, sich aber zu keinem Ganzen mehr fügen können, sondern in lauter Widersprüchen auseinander fliegen.

Auch im Bauwesen haben wir damit einer nächsten Katastrophe die Wege geebnet, deren Folgen wir bewältigen müssen. Denn die Folgen einer absurden "Energiewende", die zum "Dämmwahn" führte, sind nicht nur ökologisch völliger Unfug, sondern kommen einem Selbstmordverhalten auf allen Ebenen immer näher.









*271018*

Eine katholisch-jüdische Debatte (2)


Teil 2)




Ja, Juden werden von den Vorstellungen einer Weltherrschaft, wie sie der Neokonservatismus vertritt, angezogen. Morse bestreitet das nicht. Aber das werden auch viele Christen. George Bush oder Dick Cheney sind zum Beispiel keine Juden. (Sie sind vielmehr Mitglieder einer protestantischen Splitterkirche; Anm.) Und Juden lehnen auch den Marxismus ab, ja jede Form von Kollektivismus. Aber auch der Nationalsozialismus war eine messianische Bewegung, und wenn man nun den Kommunismus dem Judentum zuschreibt, könnte man das mit dem Nationalsozialismus und dem Christentum genauso machen. 

Hier hakt Jones ein. Denn warum sind Juden so anfällig für messianische Ideologien? Weil sie eben keinen Messias haben. Und das führt zu einer Logik der Kompensation. Das ist es, warum die These vom prinzipiell revolutionär gestimmten Juden bleibt, weil dies mit der Zurückweisung des Messias Jesus Christus zusammenhängt. 

Morse bestreitet nicht, daß es hier Zusammenhänge gibt. Aber er weist darauf hin, daß sich diese Juden dann im Zustand der Apostasie, des Abfalls vom Judentum befinden. Doch daraus könne nicht bestritten werden, daß - sogar nach den Worten des Neuen Testaments, sogar Jesus bekräftigt das - der Bund Gottes mit dem Volk Israel auf ewig geschlossen ist. Und ewig meint eben das: Ewig. 

Dem hält Jones entgegen, daß die Juden seit der Zeit Christi die Bedingungen ihres auf Abraham und Moses zurückgehenden Glaubens nicht mehr erfüllen können. Denn sie brauchen dazu einen Tempel, das Opfer, eine Priesterschaft der Tradition. Es ist dieses Vakuum, weshalb sie zu politisch-messianischen Bewegungen so hingezogen werden. Natürlich betrifft das nicht jeden einzelnen Juden, nicht von jedem kann man das also sagen. Die Chassidim waren sogar eine Gegenbewegung dazu, sie sind eine Bewegung des Schweigens, nicht revolutionär. Aber grundsätzlich gibt es dieses Vakuum im Judentum, von dort kommt diese Tendenz zu revolutionären, messianischen Bewegungen (wie sie der Kommunismus sind, auf den schließlich auch der Neokonservativismus zurückgeht, usw. usf.). Daraus stammt das "Tikkun Olam"*, also diese Pflicht, die Welt als Ganzes zu heilen. Dabei steht jede religiöse Überzeugung außerhalb des Judentums im Weg. Deshalb propagieren Juden - und sie bestreiten das auch nicht - Dinge wie die Homosexuellen-Ehe.

Das Magazin Tikkun Olam, so Morse, lehne er ab. Es sei ein kommunistisches Magazin, nicht genuin jüdisch. Tikkun Olam selbst sei nämlich nur als Vorbildlichkeit gemeint, solle zur Nachahmung anregen, wie man sein eigenes Leben verbessern könne. Es enthalte nicht den Auftrag, die Welt zu erobern. Wenn Amy B. Dean (Vorsitzende der Century Foundation, die wiederum Gesellschaften fördert, die sich gesellschaftliche Veränderungen auf die Fahne geschrieben haben) öffentlich erkläre, daß die Homosexuellen-Ehe Teil des Tikkun Olam sei, dann deshalb weil sie eben Kommunistin ist. Die auf die Vorschriften wie Juden zu leben haben, einen feuchten Kehricht gibt. Dasselbe gilt für einen Rabbi Michael Lerner, dieser Leitfigur aus der 1968er Bewegung und Herausgeber von Tikkun Olam. Sie sind Kommunisten, keine orthodoxen Juden. 

Wobei Morse zugibt, daß viele Juden (vor allem aus den USA) in die Entstehung des Sowjetkommunismus verwickelt waren, und sich oft leider auch unter den Übelsten befanden. Er sei deshalb der Ansicht, daß sich das Judentum seiner historischen Schuld bewußt werden und öffentlich von dieser Häresie distanzieren müsse. Denn in der jüdischen Religion geht es um Privateigentum, um das Recht auf freien Handel und Wirtschaft, um die Werte der Familie, um den Glauben an Gott, auf Erziehung und Ausbildung etc. sei größter Wert gelegt, sie steht also im unvereinbaren Widerspruch zum Kommunismus. Dessen Ideen freilich viele Juden angenommen haben. Die es in einflußreiche Positionen innerhalb des Judentums geschafft, und es somit korrumpiert haben. 

Aber könnte man dies nicht auch von der Katholischen Kirche sagen? Freilich, sie hat eine klar organisierte Struktur, einen Vatikan, einen Papst, das macht es leichter, sie zu konfrontieren, das ist ein Vorteil, keine Frage. Schon beim Protestantismus hat man deshalb ähnliche Probleme, auch er war in diese kommunistischen Ideen tief verstrickt.


Morgen Teil 3)


*Wörtlich "Die Reparatur der Welt" ist eine Bewegung aus der Frühzeit des Rabbinertums bzw. in der Kabbalah ausgeführt, der geheimen Erlösungslehre des Judentums. In ihr sollen "alle Gefäße zerbrochen werden", um die Menschheit von den Folgen der Ursünde zu befreien. In diesem Gespräch wird es aber auch als Verweis auf das einflußreiche jüdische Magazin "Tikkun Olam" gebraucht.





*021118*

Montag, 17. Dezember 2018

Kritische Filmempfehlung

In diesen Tagen beginnt die Ausstrahlung des neuesten Films von Marijn Poels "Paradogma" in ausgewählten Programmkinos. Darin setzt sich der niederländische Filmemacher wie angekündigt mit einem Thema auseinander, das ihm bei seinem letzten Film über das Klima, bei dem er es wagte, ganz offen und fast naiv unvoreingenommen an das Thema heranzugehen, immer mehr aufgestiegen war. Denn seine Erfahrungen waren für ihn bedrückend. Er erlebte, daß das bloße Hinsehen genügt, zum Ausgestoßenen zu werden. Denn Hinsehen ist gefährlich geworden. Es könnte die zu habende Meinung gefährden und hinterfragen. 

Allein diese Grundlage aller Vernunft zu ergreifen genügt, um zur Gefahr zu werden. Ohne daß wir es viel gemerkt haben, hat sich das öffentliche Denk- und Redeklima auf eine Weise verschärft, die viele Menschen als ständige Bedrückung und Verharren in einem Zustand der Angst und Vorsicht erleben. Etwas, das wir nur von einem Leben unter totalitären Regimen kennen, denen jedes eigenständige, freie Denken der Menschen zur Gefahr wird, weil es ihren "Gesamterfolg" gefährdet.

***

Dennoch muß man etwas subtiler an das Thema herangehen. Denn allzu leicht vergißt man, daß das "Dampfablassen", das "freie Äußern seiner Meinung" nicht alles sein kann. Mit dem allzu rasch die Illusion entsteht, daß man "mitredet", daß man "dabei ist". So kann "freie Meinungsäußerung" gerade in Medien, die uns nur ein paar Tastenklicks abverlangen, die Frage nach der Wahrheit auch vernebeln. 

Die eine Frage des Tuns, der Sittlichkeit ist, nicht der "richtigen Lösungen". Gerade in den Schichten, die sich und ihre Meinungsfreiheit bedrückt und bedroht sehen, läßt sich nämlich oft dieselbe Haltung feststellen wie in jenen, die bedrücken und bedrohen. So daß es nur um Grenzverschiebungen geht, nicht um eine fundamentale Abweichung von Sichtweisen, die für beide Gruppen unhinterfragbare Gewißheiten sind. Die zu hinterfragen plötzlich alle beträfe. Erst dort aber begänne jene wirklich kritische Haltung, die dem System gefährlich würde: Als Kritik an Relativismus und Liberalismus.

Der Kampf um Meinungsfreiheit" in unseren Ländern trägt somit vielfach den Charakterzug eines Kampfes um die Eignerschaft und Mächtigkeit am selben, unveränderbaren System. Dieses System aber trägt das Problem, das das zu beobachtende Unbehagen der Menschen an dieser Zeit bewirkt. Solange das nicht erkannt wird, ist der Tanz um "freie Meinungsäußerung" lediglich eine Facette derselben Brot und Spiele-Mentalität. Ist eine Forderung nach Teilhabe an jener Arena, in der um Meinungen gekämpft wird ohne zu sehen, daß die wirkliche Welt da draußen abläuft - außerhalb der Zuschauerränge, die auf einem Anhänger stehen und von ganz anderen Kräften in eine Richtung gezogen werden, ohne daß es jemandem noch auffällt oder stört. Unsere Länder sind nämlich zu reinen Sandkästen verkommen. Lassen wir es nicht dabei bewenden, um den Eimer und die Schaufel zu streiten.

Es geht nicht um die Aufklärung und deren Tod, wie Poel in dem Film zu zeigen versucht. Oder um deren "Rettung". Würde die Aufklärung wirklich tot sein, müßte man Feuerwerke abschießen. Sie selbst ist die Illusion, sie ist die Utopie, die Täuschung über Welt und Mensch. Es geht um die Gestalt, es geht um die Form als jenes Prinzip, das die Welt trägt, ja überhaupt erst Welt sein läßt. Die Gestaltbegegnung ist. An deren Anfang, als erstem Glied einer nie unterbrochenen Kette der Zueinanderordnung, die Gestalt Gottes steht.  So daß die Wahrheit nicht das Ergebnis eines Disputs ist, sondern eine sittliche Frage, in der die Verfleischlichung der Wahrheit als Analogie zu Gott, der die Wahrheit ist, Welt sein läßt - oder nicht.

Es braucht freie Meinung, ja, es braucht ein öffentliches Klima, in der die Freiheit des individuellen Zugangs zu Weltfragen gewährleistet ist, ja. Aber das ist nur ein Hilfsmittel zum eigentlichen Weltgeschehen. Noch niemand hat durch "Meinung" seine Gestalt, seinen Platz in der Ordnung, seinen Ort verbessert. Aber viele haben dadurch ihren Ort verloren. Und damit die Welt.

Man kann gespannt sein, wie Poels das Thema aufarbeitet.

***

Bleibt noch anzumerken, was Poels als letzten Teil seiner Dokumentations-Trilogie plant. Es soll ein Film über das "Kleine" werden. Denn alle wollen heute das Große retten. Das Klima. Die Kirche. Die Politik. Die Umwelt. Die Welt. Aber was ist überhaupt Welt? Wirklich ein großes System, das für sich adressierbar ist? Oder IST Welt nicht nur und erst dort, wo sie ganz konkret wird, und das ist immer im Kleinen? (Und generiert nicht genau aus diesem Mißverständnis heraus der Totalitarismus den Zwang, alles bis ins Kleinste zu regulieren?) Leiden wir denn nicht gerade daran, daß sich Welt nicht mehr konstituiert, nicht mehr bildet, weil uns genau durch dieses Große der Sinn entgleitet, weil uns mit allen diesen Themen (und der Art, wie wir damit leben, namentlich den Medien) auch die Welt selbst wie Sand durch die Finger gleitet?

Weil wir ständig die Ebene verfehlen, die uns als bzw. in Identität angemessen wäre, ja die zu unserem Ort (und damit zum Wesen unserer Existenz) gehört. Daraus muß sich zwangsläufig ein großes "Lebens-Burn-Out" ergeben*. Denn Burn-Out, sagt Poels ziemlich richtig, ist eine Folge davon, daß jemand eine Identität lebt (oder gar leben muß), die nicht seiner genuinen Identität entspricht. Der dritte Teil könnte also recht interessant werden.








*Wer das Eigene nicht kennt, seinen Ort, also seine Identität (und das hat mit Bewußtheit nichts zu tun), der greift praktisch ständig nach den Ebenen und Bereichen anderer. Weil er im Aufforderungscharakter der Dinge diese nicht nach Zubehörigkeit zu sich ordnen kann, also ständig Angst hat, das Seine zu verfehlen, zu kurz zu kommen.






*131118*

Eine katholisch-jüdische Debatte (1)

Ist der Neokonservatismus eine jüdisch-messianische, letztlich auf den Trotzkismus zurückgehende revolutionäre Bewegung - oder ist er die Bewegung messianisch denkender und fühlender Menschen, von denen einige auch Juden sind? Ist das Judentum selbst eine revolutionäre Bewegung, die aus der Zurückweisung des fleischgewordenen Logos, Jesus Christus, das Judentum zutiefst als eine gegen Gott, das Wort gerichteten Religion nach dem Kreuzestod Jesu entstanden ist? Das sind die Kernfragen dieser spannenden Debatte zwischen dem Katholiken E. Michael Jones und dem Juden Chuck Morse. 

Morse bestreitet diesen Vorwurf. Indem er zwischen eigentlichem Judentum und verschiedenen Formen messianisch-revolutionärer Häresien unterscheidet. Das traditionelle Judentum sucht Spiritualität, und in dieser die Schaffung der Bedingungen für die Herabkunft des göttlichen Messias. Es lehnt die Verknüpfung dieser Heilserwartung mit allen Formen von politischem, charismatischem Messianismus ab. Auch wenn unbestritten ist, daß viele Juden eine gewisse Affinität zu solchen Bewegungen haben. Wenn Jones sich also auf diesen Charakterzug bezieht, dann meint er diese Juden, die aber vom orthodoxen Judentum selber abgelehnt werden. Mit gleichem Recht könnte man ja sonst auch davon sprechen, daß verschiedene christlich-messianische Strömungen (wie im Calvinismus und allein seinen Afterformen, im Hussitentum, oder in der Bewegung der Wiedertäufer) das Christentum (den Katholizismus) selbst repräsentieren. 

Was Jones natürlich bestreitet, was die Kirche selbst natürlich bestreitet. Doch sieht er überall dasselbe Problem: In der Zurückweisung des logos (Gott ist Geist, ist Wahrheit) verliert jede kulturelle weil religiöse Bewegung ihre Bewegung, bleibt an einem Punkt stehen. Und entwickelt Methoden, diesen Schritt doch noch zu vollziehen. (Was im übrigen auch die Gnosis behauptet; Anm.) Aber das Entscheidende ist, daß der logos sich herabneigen muß - aus sich heraus kann der Mensch, der auf dem logos, der Vernunft strukturell aufbaut, sich nicht in Gott hinein bewegen. Er braucht diese Gnade, er braucht diese direkte fleischliche Herabkunft Gottes, des Ursprungs von allem. Darin gründet die Hoffnung aller Katholiken, daß sie über den Messias in diesen göttlichen Geist hineingeholt werden.

Chuck Morse sieht das Kernproblem woanders. Er meint, daß allen diesen Fehlentwicklungen die Tatsache zugrunde liegt, daß sich der Mensch nicht als Geschöpf begreift, wie es die Genesis beschreibt. Den eigentlichen Beginn der messianischen Bewegungen setzt Chuck Morse deshalb auch nicht mit der Kreuzigung Christi fest. Vielmehr geht er bereits auf den Hellenismus (und seinen Universalismus; Anm.) zurück, begann also zweihundert Jahre vor Christi Geburt. Mit der großen Rolle, die die Rückkehr aus dem babylonischen Exil darin spielte. Sie erreichte in der Zeit Christi allerdings seinen Höhepunkt (Christus selbst sei deshalb als Teil dieser messianischen Strömungen anzusehen, so Morse), der dann mit dem Tod von Simon bar Kochba (ca. 132 n. Chr.) und dem letzten großen jüdischen Aufstand endete. Als viele Juden und Rabbiner - aber beileibe nicht alle - tatsächlich in diesem den herabgekommenen Messias zu erblicken meinten. Bar Kochba hat damit einen Bürgerkrieg ausgelöst, denn viele Rabbiner waren eben nicht dieser Ansicht.

Entsprechend ist im Talmud, meint Morse, keine neue Religion begründet worden, sondern nach der Zerstörung des Tempels und nach der Diaspora (als die Juden, die nicht hingerichtet oder versklavt wurden, auf römischen Befehl hin in alle Winde zerstreut wurden, also ausreisen mußten) wurde ein Weg gesucht, wie auch ohne das Tempelopfer, Herzstück des "alten" Judentums, trotzdem die Juden als Juden leben, den Willen Gottes erfüllen, und sich vergeistigen konnten, gute Taten zu vollbringen, sich zu heiligen. Weil das aber immer eine Angelegenheit einer "Kirche" (als Versammlung, als letztlich nur von einer Gemeinschaft zu bewahrendes Gut) sein muß, wurde es als Schriftensammlung von Rabbinern angelegt und fortan in den Synagogen zur Auslegung der Thora (die Hl. Schrift, im Wesentlichen also das Alte Testament der Christen) benutzt. 

Die bekannten Stellen, an denen Jesus in der Hölle gesehen wird, wo er in Exkrementen gekocht wird, sind später dazugekommen, und Morse bedauert, daß sie je verfaßt wurden. Sie entsprechen nämlich nicht dem orthodoxen Judentum. Denn in diesem gibt es eine derartige Höllenvorstellung gar nicht. Diese kommt vielmehr aus dem Christentum. Die Juden kennen zwar eine Hölle, verbinden damit aber keine konkrete Vorstellung.



Morgen Teil 2)




*021118*

Sonntag, 16. Dezember 2018

Advent in London

Vor der St. Pauls Cathedral in London. Das Bild schickt uns Leser M, mit herzlichen Grüßen.







*141218*

Geburt aus dem Eid (3)



Video + Audio



Auch diesmal gilt unser Dank Leser B, der mit ungeheurer Geduld und Mühewaltung den Text aus dem Video in geschriebenen Text übertragen hat.

Wir haben davon gesprochen und wir sprechen davon, daß alles Denken auf einen Eid zurückgeht, auf ein Sprechen, auf etwas, das wirklich wird, hinter dem ein persönliches Verhältnis steht. Das ist wie alles menschliche Sprechen für uns sehr schwierig. Deshalb schwierig, weil unser Sprechen letztlich ein Umkreisen ist. Das heißt aber, daß wir in diesem Umkreisen auf etwas hinweisen, das all‘ unserem Denken, und von mir, wie von Ihnen von etwas Erfaßbaren ausgeht. Dieses Erfaßbare geht unserem menschlichen Sprechen voraus. Wie das zu erreichen wäre, daß wir wirklich ganz präzise sprechen, daß wir sagen können, das „Ja“ ist ein „Ja“, das „Nein“ ist ein „Nein“ hat – greifen wir vor – mit Heiligkeit zu tun. Mit einem Zustand des Himmels, des Paradieses, den wir nicht haben. 

Daß wir aber das aber als zukünftig voraussetzen können, zeigt uns an, daß es schon einmal da war, sonst würden wir es nicht kennen. Man kann sich nur auf etwas freuen, sich auf etwas hin zu bereiten, das man kennt. Also muß es in unserer Erfahrungswelt bereits vorhanden sein, in irgendeiner Form und sei es der Ahnung, der Erinnerung. Und diese Erinnerung wurde uns von unseren Vorfahren, also von allen Menschen, die vor uns gelebt haben, weitergereicht. Es gab also einmal eine Zeit, in der das Wort Eid war und damit sehr ähnlich dem, was das Wort überhaupt ist aus dem die Welt herausgeht. Und warum geht sie daraus heraus? Weil in jedem Wort ein persönlicher Anspruch, ein persönliches Wollen liegt. Diese Eidhaftigkeit des Wortes, das wir aus dem Wort selbst herausgehend als Ähnlichkeit annehmen müssen, war unverbrüchlich. Der Eid ist unverbrüchlich. Das heißt, der Eid verheißt, wie die Welt wirklich wird, wenn wir ihrer mächtig sind. 

Das ist der Hinweis auf die Verbindung mit der Sittlichkeit. Aber die Welt selbst ist aus dem Eid geboren, sie entstand aus dem Eid. Und erst der Eid, die Verbindlichkeit unseres Wortes, also damit das Wort überhaupt, wenn es ein Wort ist, ist es nämlich nur Wort, weil es Eid ist, ist der Eid also schöpferisch, und damit ist das Wort schöpferisch. Kein Wort aus Gottes Mund, das nicht wirklich wird, real wird, Realität wird. Und das hat nur im Eid diese Kraft. Ohne Eidesqualität, ohne die eigentliche Sprache gibt es also gar keine Welt. Mensch werden, heißt deshalb auf dem Weg zu einer Sprache zu sein, die ein Eid ist. Also ist der eigentliche Mensch immer nur erst der ganz Wahrhaftige, der Heilige. Deshalb drängt auch die ganze Welt auf eine Sprache, die Eid ist und zwar, es war ihr Beginn. Alles, was auf der Welt ist, erinnert sich auf eine Weise darauf und will es wiederhaben als Seligkeit.

Es gab etwas, was diese Seligkeit zerstört und gebrochen hat. Aber alles was ist, klammert sich an seinen Anfang, also an sein Gründungswort. Und dieser Anfang ist zugleich auch damit, weil er ein Versprechen ist. Ein Eid ist ein Ziel. Dieser Anfang richtet alle weiteren Lebenswege auf dieses Ziel aus. Das gilt auch umgekehrt. Jeder Beginn hat nicht nur einen Eid zugrunde liegen, sondern es ist gar kein Beginn, weil er gar keine Kraft hat, ein Ziel zu erreichen, sondern jeder Beginn trägt diese Verheißung eines Eides auf Welthaftigkeit. Erst in der Welthaftigkeit kommen die Dinge zu sich, weil sie damit einen Ort haben und damit in einem Netz von Begegnung stehen, das alle Dinge umschließt wie der Fisch das Wasser. Hinter allem Seienden, hinter allem Dinghaften steht also, wenn wir die Gedanken zurückgehen, eine sittliche, eine ethische Qualität, ein Wille. Hinter der Welt steht Liebe.

Nächsten Sonntag 4. Teil




*131118* 

Samstag, 15. Dezember 2018

Ein Lob dem Narzißmus

Man muß dem Narzißmus fast dankbar sein. Denn er bewahrt sehr sehr viele Leute, die von ihm befallen sind, davor, sich augenblicklich eine Kugel in den Kopf zu schießen. Weil sie nicht merken, wie dumm sie sind.

Wir würden uns inmitten von Leichenbergen bewegen, gäbe es den Narzißmus nicht. Das zwingt, über ihn neu nachzudenken. Vielleicht ist er einfach eine Lebensrettungsfunktion.

Würden sie die Welt da draußen wahrnehmen - die Nähe zum Autismus ist ja kein Zufall, er liegt auf derselben Linie - würden sie unter der Last zerbrechen, sich völlig verlieren. Denn ihre geistige Substanz vermag das Einbrechende nicht mehr zu fassen.

Entsprechend, übrigens, verhalten sich manche vom Narzißmus Bekehrte. Sie haben ja nur den Willen, das Willkürliche, keine Substanz als "Gerichtetheit". Sie werden zu bloßen Marionetten des aktuell Einströmenden. Sie haben nur dessen Etiketten.





*131218*

Die stille Invasion der Welt (3)


Teil 3)




Es ist die alte Geschichte der totalitären Großreiche, von der unsere Geschichtsbücher voll sind. Und der Zentralismus begann überall mit ... wirtschaftlichen, vor allem aber infrastrukturellen Verbesserungen, von denen "alle" profitierten. Was früher Bewässerungssysteme oder Überlandstraßen waren, sind heute Häfen, Elektrizitätswerke (Solarstrom! zu dem die Paneele fast zur Gänze in China hergestellt werden), und "neue Seidenstraßen". China braucht dazu keine Gewalt. Es kann in aller Ruhe die Geneigtheiten unserer eigenen Verblödetheit nützen. Bis wir unseren Schlächtern die Füße küssen, weil sie unsere Absichten sogar noch leichter erreichbar machen. 

Wer hat hierzulande denn (außer dem VdZ) wenigstens ein bißchen in den Schriften von Mao Dse Dong gelesen? Wer hat hierzulande je geglaubt, daß das Verschriftlichte jemand ernstnehmen könnte, weil wir es ja selber nie (und zwar mit Grund) ernstnehmen? Wem ist es eine Aussage, daß das Chinesische in völligem Gegensatz zur rationalistischen Schrift des Westens eine ganzheitliche Symbolschrift ist, und immer war, also gewissermaßen die Schrift vor aller Schrift wie wir sie kennen, die ohne persönliche Intervention, ohne Gesprochenheit, damit ohne Zuwendung zum Sinn gar nicht denkbar wäre, weil sie sich nie vom Nomos, dem logos, der vorgefundenen Seinsordnung lösen kann? Wer könnte aber besser lügen als der, der gar nicht weiß, daß er lügen kann?

So ganz nebenbei noch gesagt, wir werden hier sicher noch mehr darüber berichten: Daß Australien als "von Verbrechern besiedelt" gilt, ist eine der vielen und üblichen Verleumdungen britischer Geschichtsschreibung, die in erster Linie zu einer Schönschreibung des britischen Brutalo-Kapitalismus umgewandelt wurde.

In Wahrheit wurden hier unter oft unfaßbaren Bedingungen (mit riesigen Opferzahlen) zu Zehn-, ja Hunderttausenden seit 1788 unliebsame, potentiell "revolutionäre" und aus naheliegenden Gründen rebellionsgeneigte Bevölkerungsschichten entfernt, buchstäblich, und das auch noch mit abscheulicher Brutalität. Denn die britische Krone wollte angesichts ihrer Unterdrückung der Iren und Schotten nichts riskieren. Also wurden Menschen für Vergehen kriminalisiert, die man bestenfalls als "unerwünschtes Betragen" einstufen könnte. Oder arme Teufel, die Mundraub begingen um überhaupt zu überleben, zu Schwerverbrechern stilisiert und "verbannt".

Das geschah nicht ohne zu schauen, ob die "Expatriierten" eine Handwerks- oder ähnliche, nützliche Ausbildung hatten, um im Streben nach einer tributfähigen, das Imperium erweiternden Kolonie einsetzbar zu sein. Auch die Geschichte des modernen Australiens ist ursprünglich und in weiten Teilen die Geschichte britisch-kapitalistischer Unmenschlichkeit, wie sie seit dem frühen 16. Jahrhundert unter Heinrich VIII. begann - und damit der Geschichte von weißen Sklaven durch weiße Herren. Klar, auch die englischen Gefängnisse wurden entlastet, und zwar um wirkliche Schwerverbrecher. Aber der Großteil der heutigen Australier hat sehr achtbare Vorfahren.








*Literaturhinweis: "The Silent Invasion" von Clive Hamilton. Der an sich linksliberale Journalist und Universitätsdozent hat 2016 Mißtrauen geschöpft, als er entdeckte, daß bei den Provinzwahlen in Neu-Süd-Wales BEIDE angeblich widerstreitende Parteien von chinesischen Geldgebern finanziert wurden. Also begann er nachzuforschen. Was er entdeckte haute ihn vom Hocker. China beeinflußt mittlerweile in offensichtlich geplantem Ausmaß die gesamte australische Gesellschaft.





*151118*

Freitag, 14. Dezember 2018

Achten wir auf das wirkliche Geschehen

Es war der Auslöser, und es ging oder geht bei den Protesten in Frankreich auch darum. Zumindest auch darum. Um den Irrsinn einer sogenannten Klimapolitik, die doch niemand glaubt. Da wird im Namen der Weltrettung Steuer um Steuer erhöht, und wer soll sie bezahlen? Die einfachen Leute. Während die Reichen mit ihren Jets von Konferenz zu Konferenz jetten und überlegen, wie sie die Leute von der Straße noch mehr karniefeln können. So drückt es einer der Interviewten in diesem Video von der Straße aus, das CFACT gemacht hat.

Niemand glaubt an den Klimabetrug. Niemand. Nicht nur die Leute auf der Straße. Sondern auch die Banken, weltweit, die nach wie vor Projekte finanzieren, die - glaubt man den Klimaphantasten - in fünf, zehn Jahren unter Wasser stehen, keiner 30jährigen Kredite würdig wären. Aber seltsam, keine Bank - weltweit, weltweit! - hat bisher darauf irgendwie Rücksicht genommen. Ist denen ihr eigenes Geld wurscht? Finanzieren die, gerade in unseren Zeiten, wo zwar die Zinsen niedrig, die Vergabekriterien aber eng wie nie sind (Basel III), lauter Projekte, die laut Klimaphantasten in zehn Jahren unter Wasser stehen oder verboten werden, weil sie den CO2-Gehalt in der Luft erhöhen?

Schauen Sie dazu dieses Video. Der Mann ist ziemlich erregt. Aber ... er hat allein in seiner Berufung auf die eigene Wahrnehmung schon Recht. Auch darin: Jeder ernsthafte Wissenschaftler lacht über diesen Unsinn.





Oder reagiert irgendein Aktienmarkt auf die angeblich unmittelbar bevorstehende Klimakatstrophe? Null. Niente. Sind die alle blöd? Die einzige Reaktion ist bei denen zu sehen, die ein Geschäftsmodell betreiben, das vom Abgreifen von Steuergeldern lebt. Die geraten immer mehr in Panik: Umso "dringender" werden die "Katastrophenwarnungen", weil ihnen die Menschen ihren Betrug einfach nicht (mehr) abkaufen. Die Kurse "klimabewegter" Firmen (wie Tesla) steigen nur, wenn wieder irgendein Präsident verkündet, daß er Steuermilliarden dorthin verbrennen will.

Ohne diese Handlanger der Verantwortungslosigkeit, die sich ein Heer von universitätsverblödeten, gehirngewaschen Erfüllungsgehilfen (pardon: "Wissenschaftler") leisten, ohne dazugehörige systemhörige Medien, würden Schaumfiguren wie Al Gore oder Elon Musk längst den Kitt aus den Fenstern kratzen. VW, Mercedes, BMW - ohne Steuermilliarden von Merkel wären mit ihren Elektroprogrammen toter als tot. Darum gehen sie ja in die USA mit ihren Fabriken. Wo die Hoffnung besteht, daß ein Egoist und Narziß wie Trump diesem unfaßbaren Schwachsinn ein Ende bereitet.

Nichts. Nichts ist von einer ernsthaften Reaktion der nicht staatsfinanzierten sondern realitätsabhängigen Welt zu sehen. Selbst in den Alpen werden nach wie vor Winterschigebiete auf Jahre und Jahrzehnte finanziert, ja die Banken reißen sich darum, weil die so profitabel sind. Oder glaubt wirklich jemand, daß die Saudischen Ölmilliardäre ihr Geld beim Fenster hinausschmeißen, wenn sie Abermilliarden in ihre Ölquellen investieren, die - angeblich - innerhalb der nächsten 30 Jahre im Meer versinken? Oder weil das Öl verboten wird? Pena sagt, daß er Al Gore beneidet. Denn auf diese Geschäftsidee hätte er selber kommen müssen. Nun kassiert der Mann wie es ihm beliebt, nicht er.

Schauen wir doch auf das wirkliche Geschehen. Wir hier schon mehrmals gesagt: Ohne Internet und social media gäbe es den Klimawahn überhaupt nicht. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, daß solche Dinge wie der Klimawahn der eigentliche Anlaß zur Etablierung des Internet (mit seinem Appendix, den social media) unter kräftiger Mithilfe der Regierungen weltweit war. Die haben sich doch etwas davon versprochen!? Und - es hat sich erfüllt. Noch nie waren die Menschen so aufs Brot zu streichen wie heute.








*131218*

Die stille Invasion der Welt (2)

Teil 2)



Vor einer direkten militärischen Invasion muß man keine Angst haben, meint der Chinese im Interview. Er verweist auf die Geschichte. Die Chinesen sind immer sehr an ihr Land gebunden, haben nie direkte Expansion etwa durch militärische Intervention betrieben. Aber hier sind sie zu allem entschlossen. Und berufen sich auf den historischen Nomos (als innere Ordnung eines Raumes, der alles äußere, politische folgt) wenn sie den ost- und südostasiatischen Raum als IHRE Einflußzone betrachten. Somit gewinnt die in chinesischen Schulen gelehrte historisch belegbare Wahrheit großen Wert, daß es die Chinesen schon vor langen Zeiten waren, die Australien entdeckt haben. Nicht die Europäer. Nicht England im 17. Jahrhundert.

Plötzlich beginnt auch die Tatsache neues Gewicht zu erlangen, daß Kalifornien archäologischen Funden gemäß mindestens seit dem 16. Jahrhundert von chinesischen Schiffen angesteuert worden war. Noch vor den Spaniern also. Der gesamte Pazifik wird damit möglicherweise zum chinesischen Binnenmeer. Topographisch spricht sogar vieles dafür. Vieles spricht damit für eine solchartige Interpretation heutiger chinesischer Außenpolitik.

Die, wie gesagt, historisch gesehen nie aggressiv-expansiv war. Aber immer auf das "Eigene", den naturgegebenen Nomos (als seinsbezogene Raumordnung - Sein als Seiendes, anders ist das Paket nicht erhältlich, will es nicht reines Gedankending bleiben, ergibt ja erst Raum; erst so wird übrigens Heidegger überhaupt verständlich, ohne sicher sein zu können, daß Heidegger selbst es so verstand) Bezug nahm. Der chinesische Globalismus hat somit eine eigentümlich "nationale" Färbung. Ein Land, das die Welt beherrscht, ja dem die Welt "gehört", deren Mitte es ist, hat nämlich keine Grenzen mehr. Die Welt selbst wird "chinesisch", capisce?

Und aus eben derselben historischen Raumordnung heraus ist auch das Südchinesische Meer (ein seit Jahren schwelender offener Konflikt) als rein chinesischer Machtraum zu verstehen. Ist zu verstehen, daß es heute überhaupt einen Streit darum geben kann (mit Japan, den Philippinen, Indonesien, Vietnam), ist, nach chinesischer Lesart nur auf die demütigende Situation zurückzuführen, in die China durch Mißwirtschaft, Korruption, aber nicht zuletzt europäisch-imperialistische Einflußnahme ab dem 19. Jahrhundert geriet.

Das wird heute kräftig korrigiert, und das will der Chinese auch so. Also werden aber auch die Einflußnahmen Chinas in diese Länder als "historisch nachweislich legitimes Recht" betrachtet.* Und dessen Durchsetzung erlaubt alle Mittel. Auch die der Lüge, der pragmatischen Lüge. Selbst Chinesen sehen ihre Mitbürger als Menschen, die ähnlich den Juden, ähnlich den Muslimen dazu tendieren, zu lügen, um den anderen im Handel geschickt und mit List zu übervorteilen.

In einer Welt, in der die meisten Staaten an internen Konflikten ersticken, in dem die Einheit der Völker durch Migration und "Vielfalt" auseinanderbricht, kann das unter kommunistischer Doktrine, die dem inneren Wertgefühl der Chinesen so entgegenkommt, das gewaltsam geeint gehaltene China eine Kraft entwickeln, die uns in zehn Jahren möglicherweise wie aus einem bitteren Traum aufwachen lassen wird. In Australien und Neuseeland hat man gegen diese "stille Invasion", in der sämtliche Bereiche des öffentlichen Lebens bereits unterwandert sind, zu reagieren begonnen.

Wieweit so manche der Entwicklungen, die wir heute in Europa bzw. im Westen erleben, bereits heute Frucht chinesischer uralter Strategie und Taktik ist, möge der Leser selbst beurteilen. Aber die Auffälligkeit, mit der so vieles bei uns mit eben diesen uralten Weisheiten des "Reichs der Mitte" übereinstimmen, sich deshalb als strategische Mittel der Schwächung des Gegners sehen lassen könnten, ist frappierend.  China kann seit Mao Kräfte konzentrieren, von deren Stoßkraft der individualistische, zerfallene Westen nur träumen kann.


Morgen Teil 3)





*151118*

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Die stille Invasion der Welt (1)

Man muß vorausschicken, daß sich die Chinesen nach wie vor als Bewohner des Mittelpunkts der Welt - des "Reichs der Mitte" - sehen. Man muß vorausschicken, daß dieses riesige Land, in dem fast ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt, auf unverbrämt totalitäre Art von einer kommunistischen Partei beherrscht wird.  Man muß vorausschicken, daß die gefährlichste Ehe, die ein System eingehen kann die ist - wir haben darüber bereits gehandelt - wenn sich der Sozialismus seiner eigentlichen Wurzeln besinnt, und deshalb kapitalistisch wird, weil beide Systeme weit mehr gemeinsam haben, als uns vorgemacht wird: Sie sind beide technizistische, mechanistische Verflachungen des Wirtschaftens selbst, das auf Funktionen umgebrochen wird. Man muß vorausschicken, daß China die "Werkbank der Welt" ist. Man muß vorausschicken, daß man die Chinesen seit je "die gelben Juden" nennt.

All das - und es gäbe noch mehr Prämissen, um das Folgende zu verstehen - wird in manchen Ländern bereits an die Oberfläche gehoben. Denn es geht in manchen Ländern - vor allem in Südostasien, Australien, Neuseeland - bereits eine Angst um. Es ist die Angst vor den Chinesen, vor der stillen Invasion, die viele bereits zu erkennen meinen.

Die Chinesen (und man muß es umso mehr so nennen, als die Kommunistische Partei Chinas Kontrolle über alle und alles hat) gehen dabei ganz ganz geschickt vor, vor allem aber ganz ganz leise. Sie machen nicht viel Lärm um ihr Tun. Mit dem sie nach und nach Land um Land in ihre Kontrolle zu bringen versuchen. Über Investitionen, die vor allem die Infrastruktur in chinesische Hände bringt, über indirekten, stillen Einfluß auf die Medien, die Öffentlichkeit, die Parteien, sogar die Schulen, wie in Australien. Manche dessen Provinzen sind bereits heute fest in chinesischer Hand.

In Neu-Süd-Wales (Hauptstadt Brisbane) im mittleren Osten des Kontinents gehören bereits mehr als zwei Drittel der Immobilien Chinesen. Daß die wichtigsten Häfen Nordaustraliens (Derby, Darwin) heute nicht in chinesischer Hand sind, wurde gerade noch im letzten Moment verhindert. Daß die Elektrizitätswerke des Nordens nun doch nicht Chinesen gehören, ist purer Zufall. Die gesamte Wirtschaft Australiens ist aber ohnehin bereits von China abhängig, das der wichtigste Handelspartner ist - und viele Produkte stammen bereits ausschließlich von dort. Umgekehrt, wird der größte Teil des in Australien in riesigen Mengen geförderten Eisenerzes und des gewaltigen Steinkohleabbaus nach China exportiert. Vom Uran gar nicht zu reden. Was eine andere Form der Abhängigkeit ergibt, und politisch nicht weniger gefährlich ist.

Warum weiß davon der durchschnittliche Australier so wenig? Tja, vielleicht hat es damit zu tun, daß diese Agenden mit den Interessen des - DES - australischen Medienmogul Rupert Murdoch zusammenfallen. Kein Land der Welt hat eine derartig in einer Hand befindliche Medienlandschaft. Nicht einmal Österreich mit seiner Krone-WAZ-Betonlandschaft. Worauf wollte man leichter Einfluß nehmen? (Die Krone in Österreich führt es seit dem Tod des Gründers, des "alten Dichand", exemplarisch und bis zum Erbrechen vor.) Und was haben diese Medien in der Hand, vor allem also? Richtig. Den Ruf. Das Ansehen. Die Autorität in einem sozialen Gefüge, also das Allgemeine. Tocktock ... das ist sicher nur zufällige Koinzidenz mit chinesischem Wertesozialistentum.

Aber es sind auch chinesische Migranten, die sich überall und mittlerweile weltweit, wie als Teil eines Programms, zu Zehntausenden niederlassen. Aber überall noch ganz still und leise bleiben, so daß man ihre politische Wirkung beinahe übersehen könnte. Denn sie umarmen ja regelrecht den Konsumismus des Westens, beherrschen von Ehrgeiz getrieben perfekt die Sprache des Gastlandes, sind wohlhabend, ja reich, und befeuern die dem Westen eigenen Phantasien von Konsum und Geld als Weg zum Glück. Sie stellen keine der westlichen Ikonen - von Ferrari-Boliden bis Bulgari-Chronometer - in Frage, ja stützen explizit diese oft so eigenartige Wertewelt, in der der Westen sich bewegt.*

Wer die Chinatowns der USA kennt wird es schon weit mehr begriffen haben. Auch wenn deren erste Gründe meist noch jene Chinesen waren, die mit nichts als viel Ehrgeiz und Arbeitsamkeit kamen. Wer in Vancouver (Kanada) lebt, kennt schon die nächste Generation zuwandernder Chinesen. Weil in diesem Teil Kanadas (und auch Kanada beginnt allmählich aufzuwachen) bereits ein gutes Drittel der Bevölkerung überdurchschnittlich, nicht selten weit überdurchschnittlich wohlhabende Chinesen ausmachen. Die bestens ausgebildet, leistungsbereit weil wohlstandshungrig, diszipliniert und bestens vernetzt sind. Denn der Chinese ist ein seltsames Zwitterwesen aus Kollektivismus und Individualismus. Den (atheistischen) Konfuzianismus kann man durchaus als Methode verstehen, die individuelle Wirklichungskraft des Einzelnen in den Dienst des Allgemeinen zu stellen.

Auch wir Europäer können in diesen Chor locker einstimmen, den ein Chinese, der zwar im Ausland lebt aber unerkannt bleiben will, in einem Interview im Red Ice-TV (Schweden) anstimmt. Klammheimlich fällt auch bei uns Industrieunternehmen um Industrieunternehmen in chinesische Besitzerhände. Chinesische Milliarden bewegen auch hierzulande gigantische Infrastrukturinvestitionen (man denke nur an die "Neue Seidenstraße"), und ganze Staaten geraten in die historisch bestens bekannte "Schuldenfalle", werden in ihrer Politik auf diese Weise von den Kreditgebern abhängig, zumindest leicht beeinflußbar.

Nach und nach spinnt China ein Netzwerk über die Erde, das über Wirtschaft läuft, aber wie alle Wirtschaft unweigerlich in politische Interessen übergeht weil davon gar nie trennbar ist. Nicht nur in Afrika gewinnt China damit realpolitischen Einfluß, den es auch sehr energisch wahrnimmt. Aber immer ... leise. Im Hintergrund. Es gibt sogar Spekulationen, daß die sogenannten "Back to the Black"-Bewegung, die gerade dabei ist, Südafrika in das Blutmeer eines Genozidversuchs an den Buren zu verwandeln, von China finanziert wird. Denn es sind Chinesen, die riesige Ländereien am Kap kaufen. Und sie tun es, weil dort riesige Rohstoffvorräte vorhanden oder zu vermuten sind. Nur über "Bürgerrechtsbewegungen" und deren absurdes Enteignungsprogramm kommen sie aber in die Lage, diese Gebiete zu kaufen. Denn die Schwarzen, denen sie zufallen, können zu 90 Prozent nichts damit anfangen. Also ... verkaufen sie.

Umso mehr baut sich hier global ein von manchen als bedrohlich gesehenes Szenario auf, als den bei weitem mehrheitlich atheistischen, zumindest agnostizistischen, in jedem Fall tief materialistischen Chinesen materieller Wohlstand über alles geht. Die aus ihrer konfuzianisch geprägten, in dieser Haltung schon 2300 Jahre währenden Kulturtradition heraus Pragmatiker reinsten Wassers sind. Was ihren Interessen nutzt, ist auch schon geheiligt.

In einem Land, in dem "das Gesicht" so weit über alles geht, daß die chinesische kommunistische Partei (im Interview CCP genannt) selbst für Chinesen, die ins Ausland gegangen sind, keine weiteren Druckmittel benötigt als diesen Ruf. Den man nach Belieben (im Heimatland, aber nicht nur) zerstören kann, wenn sich der ausgewanderte Chinese nicht den Interessen seines Landes gegenüber konform verhält. Deshalb ist Ruf und Rufschädigung das bevorzugte Mittel der Einflußnahme in anderen Ländern.


Morgen Teil 2)



*Die Effekte sind überall dieselben. Ob in Vancouver oder in Neuseeland oder in Australien: Die Immobilienpreise steigen, und damit die Mieten. Normale hiesige Arbeitnehmer können sich diese Preise nicht mehr leisten. Noch dazu, wo die Migranten die Löhne drücken, oder (quasi günstigstenfalls) die höheren Einkommenskategorien okkupieren (zu niedrigeren Löhnen), so daß nur noch Stellen niedrigerer Qualifikation bleiben. Und wer erobert derzeit dieses Feld? Na, wer, werter Leser? Richtig. Die "billigen" Migranten aus dem Süden. Eine Prostpuntzelpresse niederdrücken kann auch ein Analphabet aus ... ach, lassen wir das. Wie soll sich das in ein soziales, historisches Gefüge eingebetteter hiesiger Vater noch leisten? Dessen Kinder diese und jene Schule und Universität besuchen? Eben, geht nicht. Folge? Schulden. Aussichtslosigkeit. Sklaventum. 

Was hat der VdZ erst vor wenigen Wochen von einem (sehr erfolgreichen) Unternehmer gehört, der genau damit konfrontiert war? "Bin ich der Vater der Kinder meiner Angestellten?" Tja, eben. Wäre er nämlich. Aber er bevorzugt seine Millionenspekulation, die er ins Grab retten will. Um sie zu vererben. Realität. Der VdZ hat es erlebt. Oder, ein anderer Fall, in einem mehrtägigen Klosterseminar "ultrakatholischen Charakters" (zur Erinnerung, das sind die "Letzten", die noch wissen, wo der Bartel den Most herholt; und natürlich wissen die alles über "Liturgie") erfahren: Ein Architekt. Der in der Kontroverse sagt, das sei Sache des Staates, nicht seine. Und den VdZ verächtlich ansieht, weil dieser sagt: Das sei Todsünde. Ein Architekt, der sich für katholisch hält, weil er verlangt, daß der Staat das ändern müßte. Ihn selber ginge das nichts an. Denn er ist ja auch System-Opfer. Und überhaupt liegt er richtig. Weil er die richtige Liturgie kennt. Und schon mal was von Dogmatik gehört hat. Ach so? 

Was für einen Irrsinn erleben wir doch heute ...





*151118*

Man muß kein Verschwörungsnarr sein, um Verschwörungen für realistisch zu halten

In diesem Vortrag kommt Christopher Bollyns Botschaft noch deutlicher, konzentrierter durch. Es geht ihm nämlich darum, daß die Ereignisse von 9/11 und der "Krieg gegen den Terrorismus" eng zusammenhängen. Aber nicht, wie offiziell verkündet, daß der Terrorismus NACH 9/11 als Hauptfeind erkannt wurde. Sondern, daß Terrorismus lange zuvor als gesellschaftspolitisches Mittel erkannt und eingesetzt und geplant wurde. 

So daß 9/11 nur noch die Funktion hatte, die Bereitschaft des amerikanischen Volkes, ja der Welt, militärisch im Nahen Osten zugunsten Israels einzugreifen geschaffen wurde. Ist das wirklich neu?  Liegt das so ganz außerhalb des Denkbaren? War "Pearl Harbour" recht viel anders? War es die Versenkung der Lusitania? Der angebliche Zwischenfall in Tonkin? War es als Auslöser im spanisch-amerikanischen Krieg 1898 mit der USS Maine anders, die seltsamerweise im Hafen von Havanna in die Luft flog? Ist das, was uns die Mainstreammedien heute erzählen, glaubwürdiger? Herrschaften! Hier erfolgt ein scharfer Aufruf zur Vernunft!

Was immer der Leser daraus ableiten möge, Bollyns Deutungsversuche über Zusammenhänge zwischen 9/11 und den langfristigen strategischen Absichten Israels, das Land der Zionisten, sind in jedem Fall interessant. Ja mein Gott, dann halt als Fallstudie, wenn man ihn für "krank" erklärt, warum auch immer. Der Mann sagt aber doch nichts anderes, als wir durch das Gesehene doch selbst vermuten hätten können: Daß 9/11 nur der Trick war - und sei es durch Zulassung - durch den ein ziemlich mächtiges, potentes Land in einen Krieg hineingezogen werden sollte, den es gar nichts anging. Ein Land? Eben. Viele Länder sogar. Mit Millionen Toten als Ergebnis. Muß man da Verschwörungstheoretiker sein, wenn man einfach seine eigenen Schlüsse zieht, weil die offizielle Politik total unglaubwürdiges Zeugs daherschwafelt?







*221018*

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Zack und wumm, drübergefahren, friss oder geh!

Der VdZ hat es seinen deutschen Freunden immer wieder gesagt: Was Österreich von Deutschland unterscheidet, ist nicht, daß dort alles besser wäre. Sondern daß in Österreich einfach über das meiste gar nicht geredet wird. Es wird einfach verhängt, und niemandem fällt es (erst) auf, und niemand regt sich dann auf. Denn dieses Volk (das eine Gruppe von Völkchen ist) ist es gewöhnt. Seit je.

Anders als Deutschland, das als Kompendium vieler deutscher Stämme und Völker eine ab ovo gewachsene ethnische Struktur hat, war das in Österreich, das als Mark gegründet wurde, nie der Fall. Hier galt - wie in allen Marken (darum der eigentlich undeutsche Sonderfall Preußen, das nur nebenbei) - das Territorialprinzip. Anders als in Deutschland, wo das Recht an der Person festgemacht war, war es in den Marken aufs Territorium bezogen. Das heißt, daß egal war, wer da wohnte, er war in dem Moment dem hiesigen Recht unterworfen, in dem der seinen Fuß auf das Territorium setzte. Anonym, universalistisch. Das erste, was die Habsburger in den Ländern gemacht haben, die in ihre Gewalt kamen, war, die Burgen zu brechen. Möge da nur kein föderaler Geist aufkommen, wo kommen wir denn da hin?

Nur so ist verstehbar, warum sich dieser kleine, unbedeutende Graf Rudolf von der Habichtsburg in der Schweiz, den alle für zu unbedeutend hielten, um ihn als Kaiser zu fürchten, zum Kaiser gekürt worden war. Und es aber verstand, sich (mit seinen Nachkommen) binnen weniger Jahrzehnte und Jahrhunderte eine so gewaltige Hausmacht anzueignen, daß er der Mächtigste unter den deutschen Fürsten werden konnte. Der seinen Anspruch auf Kaiserstellung auch mit Hausmacht (und Geld) durchsetzen konnte.

Freilich bezog sich das nur auf das eigentliche Österreich, die heutigen Bundesländer Ober-, Niederösterreich und dessen Hauptstadt Wien (die heute ein eigenes Bundesland ist). Tirol, Kärnten (das älteste Stammesfürstentum in Österreich, bayrisch wie die übrigen Fürstentümer), Steiermark und die Krain (mit Istrien und Triest) sind eigene Kapitel gewesen, immer gewesen. Salzburg kam ohnehin erst 1815 unter Habsburger Fuchtel, als die Kirche noch weiter enteignet wurde. 

Wen hat es gestört? Niemanden. Wer hat sich aufgeregt? Niemand. Genau so wie im Ersten Weltkrieg. Es gab in Deutschland eine gewaltige Diskussion um die Legalität einer Kriegswirtschaft, also einer von Berlin ausgehenden zentralen Steuerung der Wirtschaft, notwendig durch die Kriegsanstrengungen. 1916 kam das durch, 1917 wurde es nach langer Debatte eingeführt. In Österreich? Herrschaften! Da hat sich 1914 nicht ein Mückserchen gerührt, als die Habsburger mit Kriegsbeginn auch eine zentralistische Kriegswirtschaft eingeführt haben. Es wäre ein interessanter Gegenstand der Historiker zu prüfen, welchen Einfluß diese Zentralplanung (Etatismus) auf die katastrophale Versorgungslage der Armee wie der Bevölkerung (es gab in Österreich mehr Hungertote als in Deutschland) gehabt hat. 

Der Staat war noch nie ein guter Unternehmer. Selbst das dodelsichere (noch dazu mittlerweile per Dekret monopolisierte) Geschäft der Post hat er im 18. Jahrhundert versiebt, als Maria Theresia meinte, sie könne die Einnahmen aus dem Postgeschäft der Thurn und Taxis gut vertragen (86.000 Golddukaten im Jahr), um die desaströsen Kosten aus den Erbfolgekriegen mit Frankreich zu bestreiten. Mit dem Ergebnis, daß binnen weniger Jahre die nunmehr "kameralisierte" (regalisierte) Post defizitär wurde. Neben der Tatsache, daß dem längst gefürsteten Geschlecht aus Oberitalien unzählige Privilegien eingeräumt worden waren, damit die den Mund hielten. Plötzlich waren sie sogar Kurfürsten.

Die Österreicher haben immer einfach hingenommen. Sonst wurden sie hinausexpediert, das war's dann. Was ihnen von oben einfach - ohne jede Diskussion - diktiert wurde, war, zu nehmen wie es ist. Am besten, indem man es gar nie erfuhr. Nur ausbadete. Immer. Seit je. Die Menschen waren eben nie wirklich verwurzelt. Gäste in ihrer neuen Heimat. Der Regierung ausgeliefert. Und das gilt bis heute. Was in Deutschland heftig diskutiert wird, wird in Österreich einfach verhängt. Basta. Friss und arbeite und schwitze und blute und dann stirb. Hunde, wollt ihr ewig leben? In Deutschland wird noch protestiert. In Österreich geschluckt. Seit je.

Dieses Gefühl beschleicht einen nun auch in Anbetracht der Diskussionsergebnisse in der - Gott möge die Zunge des VdZ vor dem bösartigsten Fluch über diese unfaßbare, brutale, dumme und deshalb auch unmenschliche Menschgattung hüten, die dort am Werke ist, aber er hat es schwer damit - oberschlesischen Kohlestadt (NOMEN EST OMEN) Kattowitz, wo sich die sogenannten Gutmenschen wieder einmal treffen, um die Welt vor dem Klima, oder das Klima vor der Welt, wer weiß das noch, zu retten. 

Ob es da ums Klima geht? Herrschaften, wer glaubt denn diesen Unsinn? Ob es da um Schönheit, Welt, Glück, Menschlichkeit, Lebenserfüllung geht? Herrschaften, wer glaubt denn diesen Unsinn. Hier geht es ums Umverteilen. Eines Wohlstandes, den sich diese Herrschaften dort niemals erarbeitet haben, den sie nur aus Dummheit, Neid und Gier verteilen. Denn andere müssen ihn ohnehin erarbeiten. Und andere werden ihn weiter erarbeiten, denn deren Leben hängt an einem seidenen Faden, dem ihrer Leistung. 

Und nun sind wir am ersten Punkt angelangt. Denn der VdZ möchte nur zu gerne wissen, was dort im Namen Österreichs (wo er - nicht wenige - Steuern zahlt) als Zahllast für die Umweltschäden, die Österreich angeblich verursacht, irgendwo auf der Welt verursacht, an Milliarden in den Süden des Globus geschoben werden wird, weil es nun versprochen wurde. Darüber wird auch diese unselige Koalition aus einem Betrüger und einem Feigarsch nichts ändern - erfahren wird es niemand. Der eine, weil er täuschen will, der andere, weil er gar keine Ahnung hat. Denn worum geht es da in Kattowitz? 

Herrschaften, EIKE schreibt es völlig richtig: Mit keinem - keinem! - Wort um Umwelt, Natur, Liebe zur Schöpfung, was auch immer. Nein, das hat man angesichts der Medien-Hegemonie gar nicht mehr notwendig. Es geht ganz offen um das Verschieben von jährlich hunderten Milliarden von Euros in den Süden, zu den "Armen". 

Ach, das ist unchristlich? Was nicht vernünftig ist, ist auch nicht christlich. So einfach ist es. Noch nie, noch nie! hat Geldverschiebung etwas gebracht. Außer der Schwächung desjenigen, der das Geld auf die Bahn brachte. 

Und nur darum geht es sowieso bei der ganzen Klimadebatte. Mit Klima, mit Wissenschaft hat das nichts zu tun. Es ist eine moralische Agenda. Die NICHT darin besteht, die Schwachen zu stärken! Sondern die darin besteht, diese Starken zu schwächen, damit die Schwachen endlich, endlich ans Ruder kommen.

Gott sei dem VdZ gnädig. Jetzt ist ihm doch ein Fluch entschlüpft. Der bleibt aber in seiner stillen ungarischen Kammer.

Nur ein Ruf noch, nach nördlich der Donau: Ihr Deutschländer, ihr glaubt, ihr werdet von Euren Regierungen betrogen? Herrschaften, ihr WISZT es wenigstens meistens noch im Voraus, auch wenn Euch das da und dort wenig bringt. Der Österreicher aber, der erfährt es erst aus seinen Geschichtsbüchern, wenn er betrogen wurde. Und weiß erst nachträglich, warum sein Leben so schwer war.




*101218*

Das geschieht real, es ist keine Theorie

Über die Notwendigkeit, die Weltbevölkerung auf 1 Milliarde zu reduzieren, wird in höchsten Regierungskreisen der USA ganz real diskutiert. Das sind keine Theorien! Das sind in Buchform veröffentlichte Thesen von Beratern, die sich unter Barack Obama - und gewiß nicht nur unter ihm - am Busen der Steuergelder nährten. Und politische Strategien entwarfen und beeinflußten. Der Leser möge selbst seine Schlüsse ziehen, wenn heute - heute! - politische Berater amerikanischer Präsidenten Thesen darüber aufstellen, wie diese Bevölkerungsreduktion geschehen könnte. 

Es sind keine Verschwörungstheorien, wenn Gespenster auftauchen, die von einer Vergiftung des Trinkwassers, von "Geburtenlizenz" als Erlaubnis zur Vermehrung, gesetzlich verordnete Abtreibungen, sowie von den Voraussetzungen ("One World Gouvernment") zur Durchsetzung solcher Maßnahmen sprechen. Es ist Realität, daß alles, was die Menschen tun, und sei es noch so privat, vom Staat kontrolliert und beeinflußt wird.

Und mehr, als wir glauben wollen. In China hat das alles doch lange schon Programmform angenommen. Seit Jahrzehnten. Bevölkerung ist aber weltweit für die "Elite" höchstenfalls ein pragmatisches Machtmittel, das "Material", an dem sie am offenen Leib operieren. Ansonsten sind sie nur noch Klimaverschmutzer. und Wohlstandsparasiten, als Rechtfertigung einer gigantischen Unmoral.

Nur mit einem haben sie alle nicht gerechnet. Daß es nämlich eine Wahrheit gibt, die jeden Menschen niemals völlig unberührt läßt. Sie ist der Anker, der ihn davor bewahrt, sich wirklich GANZ zu verlieren. Denn was uns andererseits beruhigen kann ist, daß der Mensch nicht so ist, wie alle jene glauben. Sondern, daß er als Ebenbild Gottes auch mit Gaben bedacht ist, die ihn zwar unterdrückbar und bedrückbar und seine Sinne benebelbar machen. Doch kann man ihn nicht auf Dauer belügen und täuschen.









*251018*

Dienstag, 11. Dezember 2018

Splitter zum Tag (3)

Teil 3) Die wahren Gründe für den Unmut in Frankreich. Und anderswo.



Es sind also andere, die Molotow-Cocktails werfen und Autos anzünden und Polizisten krankenhausreif schlagen, wenn nicht töten. Nur diese Gruppen sind so gewaltbereit und nutzen jede Möglichkeit zur Destabilisierung. Die mit den Rechten aber verbindet, daß es allen irgendwie reicht. Warum, wogegen ist nicht so ganz klar. Die Dieselverteuerung war der erwartete, sofort wahrgenommene Anlaß für einen viel tiefer sitzenden Unmut. Den, traut man Umfragen, zwei Drittel (!) der Franzosen teilen. Den manche sogar als den ersten artikulierten Massenprotest der "einfachen Leute" gegen den abgehobenen Irrsinn einer "Ökologie-Politik" sehen, die eine abgehobene Schein-Elite über die Welt verhängen will.

Ein Protest freilich, der sich noch nicht wirklich benennen darf, dafür sorgen die neuen Tabus. Der einen Anlaß als Chance ergreift, weil eine Politik verlangt, die endlich dem Willen der Bevölkerung entspricht. Und der einen sehr handfesten Grund hat: Frankreich ist zu Tode gesteuert. Die Wirtschaft tief marode, sieht man von den (griechenlandbefreiten) Banken ab, die Einkommen der Arbeitenden gerade noch ausreichend oder schon längst zu niedrig für das, was jeder als "normalen Lebensanspruch" sieht. Wo die Kinder studieren, und ein Auto unerläßlich ist, weil eine Wohnung in den Zentren der Städte längst unleistbar ist.**

Und warum? Auch - auch! - weil es Millionen Migranten im Land hat, die gerne wohlhabend wären, aber in miesen Vorstädten mies dahinvegetieren. Ohne Arbeit, ohne Sinn, ohne Aufgabe. Die aber Milliarden und Abermilliarden kosten***. Jenen das Geld aus den Taschen ziehen, die immer noch brav an der Werkbank stehen und dafür Steuern abdrücken, die wiederum die Billionen der Oligarchen sichern. Verteilung von unten nach oben, darum geht es seit zwei, drei, fünf Jahrhunderten im kapitalistischen Europa. Der Klimawahnsinn garantiert weil moralisiert diese Methode. Diesen noch als Wissenschaft zu bezeichnen, traut sich ja ohnehin nur noch die herangezüchtete Zombie-Riege der weltweit Verblödeten und Möchte-gerne, die sich derzeit in Kattowitz ein verlängertes nettes Wochenende bei Plausch und Punsch gönnen und die "Probleme der Welt" besprechen.

Bitte, Leute, für irgendwas müssen unsere Steuern ja gut sein. Leisten wir uns also auch eine Gelehrtenschichte, die für nix gut ist, als von Jahr zu Jahr die Hotels irgendeines illustren Ortes zu füllen, leisten wir uns doch diese Neben- und Scheinwelt der Klimaretter. Leisten wir uns die, die uns das Leben schwer machen möchten, weil sie sonst nicht wüßten, wozu sie überhaupt da sind. Aber dann spüren die sich wenigstens irgendwo. Borderline, weiß der Leser das? Borderline. Das ist das Geheimnis um diese Schichte, die doch nur nützliche Idioten für ganz andere Geschehnisse und Wirklichkeitsbewegungen sind.

Frankreich hat freilich in einem wirklich Tradition - in der Revolution. Das begann mit der mittlerweile heiliggesprochenen Jeanne d'Arc im 15. Jahrhundert, ging über 1789 und die darauf folgenden Blutorgien, und hat mit der mittlerweile fünften (jeweils einer zuvor gestürzten Grundverfaßtheit folgenden) Republik sicher noch nicht den Endpunkt erreicht. Paris steuert auf eine nächste Republik zu. Wo nun endlich, aber diesmal wirklich, alles besser werden wird.

Eben. Postmodernismus pur. Funktion. Wie im Casino. Irgendwann fällt auch die richtige Gestalt. Hoffentlich merkt es jemand.

***

Fazit? Eine Zeit, die Buberlgesichterl und Frauen wählt, erhält Buberl- und Frauenpolitik. Weich. Gestaltlos. Weltlos. Identitätslos. Simulation.

***


Nachtrag:  Die Kronen Zeitung bringt einen Bericht, demgemäß es am vergangenen Wochenende in Frankreich im Zuge der "Gilet Jeune"-Proteste zu 1.700 Festnahmen und 260 Verletzten (darunter 39 Polizisten) kam. Die Krone spricht von landesweit 136.000 Protestierenden. In Paris sei es zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen gekommen. Obwohl bereits in den frühen Morgenstunden "hunderte Personen" präventiv festgenommen worden waren. Insgesamt wären die Zahlen (weil die Proteste) damit gestiegen. Auch bei der eingesetzten Exekutive: 89.000 Gendarmen (=Armeeangehörige) sind auch in Frankreich nicht alltäglich.




**Übrigens vor allem durch die Flutung der Volkswirtschaften mit billigem Geld (EZB). Von dem natürlich wieder die Wohlhabenderen profitieren. Denn wer nix hat, kriegt auch keinen Kredit, machen wir uns doch nichts vor. Noch dazu, wo die Vergaberichtlinien durch Gesetze ("Basel"), die Banken "zusammenbruchsresistenter" machen sollen, deutlich verschärft wurden. Es ist besorgniserregend, daß immer mehr Bürger zur Bestreitung ihres normalen Lebensaufwands bereits Vorsorgen auflösen oder Kredite aufnehmen müssen. In den USA sind das mittlerweile schon 25 Millionen Amerikaner, zehn Prozent der Bevölkerung, für die der Arbeitslohn nicht mehr reicht.

***Dem Leser ist die Größenordnung, in der wir uns hier bewegen, vielleicht nicht ganz klar. Dazu trägt die Währungsumstellung auf Euro bei, der VdZ ist sicher.  Bei den Kosten für Migranten redet man in Deutschland mittlerweile von jährlich über 25 Milliarden Euro, das sind grob 50 Milliarden Deutsche Mark. (Für die Energiewende betragen die Kosten mittlerweile 27 Milliarden Euro, also 54 Milliarden DM, jährlich.) 

Deutschland und Österreich ähneln sich ungemein, das drückt sich analog zur Einwohnerzahl auch in den wirtschaftlichen Kennzahlen aus. Vor der Wiedervereinigung waren (schon allein durch die Währungsbindung Schilling zu DM = nahezu fix 1:7) fast alle volkswirtschaftlichen Zahlen im Verhältnis 1:10 zu betrachten, dann waren sie "normal". Nach 1990 vermutlich 1:12, vielleicht auch 1:13. 

In Österreich spricht man heute von mindestens zwei Milliarden Euro Migrationskosten pro Jahr, das sind grob gerechnet 30 Milliarden Schilling. Zum Vergleich: Die gesamten Einnahmen des Staates Österreich betrugen 2017 rund 178 Milliarden Euro, die Ausgaben rund 181 Milliarden. Die Migrationskosten sind also in Österreich ident mit dem Budgetdefizit, sie sind nur über weitere Verschuldung zu bezahlen.

Zum Vergleich: Als es etwa 1990 zum "Skandal" um die Verluste bei der damals noch verstaatlichten VOEST in Linz kam (nach 1945 wurden die Hermann Göring-Werke verstaatlicht, die in jener Stadt auf Anregung von Hermann Göring gegründet worden waren - in Anbindung an die Erzvorkommen in der Obersteiermark - die als "Linz - Die Perle Hitlers" zur Weltstadt ausgebaut werden sollte, woran heute nur noch der Hauptplatz, die Nibelungenbrücke und einige Vorstadtsiedlungen erinnern), wo mit 40.000 Arbeitern jährlich eineinhalb Milliarden Schilling (das sind, bitte schön, "gerade mal" 100 Millionen Euro!) in den Sand gesetzt wurden (heute ist der danach privatisierte Stahlkonzern einer der größten der Welt und arbeitet hoch profitabel) gab es das ÖVP-Wort von "Schluß, wir verbluten uns zu Tode". Heute nehmen wir dieselben Summen IN EURO mit einem Schulterzucken. Und die ÖVP sieht es wie die SPÖ als gerechten Grund. 

Grund? Wir haben durch die Einführung des Euro jeden Begriff von Geld und Wert verloren. Heute ist Geld für die Politik wirklich nur noch Zahl und Rauch.

Der VdZ hat es 2003 vorhergesagt, es ist genauso gekommen:  Wir geben heute einen Euro genau so leicht aus wie damals einen Schilling. (In Deutschland: Eine Mark. Alles liegt an der Grundeinheit, an der EINS.) Wer heute ins Gasthaus geht, ein "Billig-Menu" ißt und einen Apfelsaft dazu trinkt, nimmt die Rechnung über 200 Schilling (=15 Euro) als wäre ihm Gutes passiert. Tatsache ist, daß sich diese und andere alltägliche Preise binnen 15 Jahren VERDOPPELT haben. Da pfeift man doch gerne auf die offizielle Inflationsstatistik, die einwirft, daß dafür zweiwöchige All-inclusive-Reisen nach Antalya um die Hälfte im Preis gesunken sind. Vor fünfzehn Jahren hätte man dem Fleischer, der für eine ordinäre Leberkässemmel, oder der Kassiererin im Café, die für einen Verlängerten Schwarzen 50 Schilling (=3,50 Euro) verlangt hätte, den Vogel gezeigt. Heute ist das völlig normal. Und der Witz dabei: Die Betriebe können trotzdem kaum noch existieren!





*081218*

Teilnehmerschaft als Teil einer Täuschung

Wie immer ist es ein Vergnügen, David Wemhoff zuzuhören. Denn das Wunderbare an ihm ist, daß er immer einen eigenen, originellen Zugang zu Vorgängen und Dingen sucht und präsentiert. In diesem Gespräch in Peter Hellands Show stellt Wemhoff den Gedanken ins Blickfeld, daß die vielgerühmte Kommunikationstechnik ein völlig ungeeignetes Mittel ist, um Welt und Wirklichkeit, in der wir leben, wirklich zu verändern. Vielmehr ist sie Teil einer großen Illusion. In der uns Teilhaberschaft (und damit Mitverantwortung) vorgegaukelt werden soll, während die wirklichen, großen Vorgänge weit außerhalb aller Hebel liegen, die wir bedienen könnten. 

Damit ist auch die Politik (in den USA, aber bei weitem nicht nur dort) lediglich Teil einer großen Gesamtinszenierung. Bei allem, was man an Trump weniger zu kritisieren fände als an seiner Opposition, sind beide Teil eines Gesamtsystems der Oligarchie. Wo sogar die Komponenten gleich sind. Nur hat man Trump auf eine Weise inszeniert, die auch die wahren Systemkritiker - als Kritiker des Gesamten - in das Gesamtsystem eingebunden hat. 

Somit sind die Trumpwähler "zufrieden" und hoffen auf Veränderungen ohne zu bemerken, daß sie dabei das Gesamtsystem des Amerikanismus als Liberalismus mittragen. Und das ist der eigentliche Feind der Kultur und der Gegenwart. Niemand kommt heute noch auf die Idee, die Trennung von Kirche und Staat - die einen säkularen=gottfernen Staat - zu kritisieren. Niemand kommt auf die Idee, daß sämtliche wirklichen Probleme, die wir haben, mit dem Fehlen einer im Absoluten legitimierten Opposition, der kritischen Stimme der Kirche, zusammenhängen könnte. Niemand kommt auf die Idee zu fragen, ob nicht die USA als erster atheistisch fundamentierter Staat einen Weg beschritten hat, der gar nicht anders ausgehen kann als im Verlust des genuin Menschlichen. 

Stattdessen hat man von Anfang an Mechanismen eingebaut, die jedem das Recht auf "alles" einräumen, solange er es nur privat tut und privat hält. Daß damit aber dem Wesen von Religion zuwidergehandelt wurde, ist den Menschen gar nicht mehr bewußt. Daß damit den Kräften des Stärkeren jede Möglichkeit geebnet wurde, weil diese Kräfte auch die Kraft haben, die öffentliche Meinung zu bestimmen und zu manipulieren, die keinen Anker mehr im Absoluten hat, taucht im normalen Denkalltag gar nicht mehr auf. Denn diese Gedanken sind qua Verfassung verboten. Und wozu sollte man auch so denken? Geht es und denn trotz allem mit der Ideologie des Amerikanismus nicht verdammt gut? Einer Ideologie, die auch die Kirche auswechselt hat. Die sich selbst nur noch als Teil dieses Amerikanismus begreifen gelernt hat.

Aber das widerspricht dem Wesen der Kirche. Die es sein muß, die dem Staat die inneren Richtlinien vorgibt, nach denen die Politik zu agieren hat. Um so wesentlich daran mitzuwirken, daß eine Gesellschaft sich gerecht und geordnet entwickelt, sich also eine wahrhaft christliche Kultur bilden kann. Die dem Heil jedes Einzelnen dient, soweit das eben unter Wahrung der Freiheit des Einzelnen, zu der auch die Weigerung zum Guten gehört, möglich ist.

So muß jede Gesellschaft sich atomisieren, in ihre Bestandteile zerfallen, die aus lauter "Individualisten" bestehen. Die verzweifelt versuchen, Gemeinschaften, Zugehörigkeiten zu finden. Diesem Zweck dienen unter anderem die social media und das Internet. Mit denen sich die Menschen so einfach kontrollieren und steuern lassen wie überhaupt noch nie. Diese Medien sind somit Teil einer Gesamtstrategie der Macht. Keine Errungenschaften, als die sie uns vorgemacht werden.

Durch die Einfügung der Kirche in den Staat, dem sie sich unterordnet, haben die Menschen aber ihren einzigen Schutzpatron und hat die Kirche ihre Macht weitgehend verloren. Der Amerikanismus ist in sich eine Ideologie, die jede Gesellschaft wehrlos und zum Aktionsfeld der Stärkeren, Skrupelloseren macht. Die ein riesiges Theater inszeniert haben, um die Menschen glauben zu machen, daß dieses System auch in ihrem Interesse ist. So daß sie nicht merken, daß sie in Wahrheit Marionetten am Gängelband der Mächtigen sind, die vor nichts zurückscheuen, um ihre Position der Stärke zu bewahren. In der sie die wahren Strippenzieher unserer Lebensrealitäten sind.








*251018*

Montag, 10. Dezember 2018

Splitter zum Tag (2)

Teil 2) Das nächste Buberlgesicht, die nächste Geschichte - Emmanuel Macron




Emmanuel Macron (wieder: auch der ein Buberlgesicht) ist da nicht weit davon entfernt, fällt in dieselbe Kategorie, wenn auch Macron nicht einmal ansatzweise eine wirkliche Unterstützung im Volk hatte. Soweit kam der nie, denn mit Politik hat er nie etwas am Hut gehabt. Er war ein Konstruktions-Kandidat, zentraler Strategie entsprungen, die nur ein Ziel kannte: Le Pen zu verhindern. Wollte man sagen. Nein. Die Macht, die in Frankreich herrenlos war und ist, zu erringen, indem er eine "Bewegung von unten" vortäuschte, die er aber nie ernsthaft im Sinn hatte. Heute herrscht er, so heißt es, wie ein Monarch. Er betreib nur Etikettenschwindel, maskierte die bisherige Politik halt neu. Ähnlich hat es ja Kurz in Österreich gemacht.

Dazu mußten alle übrigen Kandidaten mit äußerst fragwürdigen Methoden, ja durch üble Methoden aus dem Rennen geworfen werden. Macron hat an der Hand seiner Mutti (pardon, seiner Geliebten hätte es heißen müssen) bekanntlich den schmutzigsten Wahlkampf der neueren französischen Geschichte geführt. Aber nun hat er, das kann man so sagen, ein handfestes Legitimitätsproblem. (Und das Problem der Legitimität fängt den Blick des VdZ immer mehr. Es ist ein Kernproblem des Menschen, darüber wird sich an dieser Stelle deshalb gewiß noch einiges finden.)

So hat Macron nur mit (groteskem, lächerlichem, postmodernistisch zum Schein legitimierten) Neureichentum und der Art, wie sich eine neue, nie legitimierte, und in nichts legitime Elite zu etablieren versucht, die "Wahl" gewonnen. Als einzige Möglichkeit für den "seriösen Bürger", gewissermaßen, um das Unseriöse zu verhindern. Glatt fliegt ihm jetzt der Laden um die Ohren. Denn seine Wirklichkeitsferne hat ihn dazu verleitet, was eben daraus folgt: eine deckungsgleich wirklichkeitsferne, zombieartige "Politik" zu machen. Niemand in Frankreich will das, was Macron will. EU-Armee. EU-Budget. Klimarettung durch "Energiewende", die Deutschland gerade bis zum Erstickungstod abwürgt: Abschalten von Atomkraftwerken, Landschaftszerstörung durch Windräder, Aufgabe sicherer Energieversorgung durch Einführung von Flatterstrom, wo nun von zwei parallelen Produktionsstätten derselbe Ausstoß wie zuvor geliefert wird - es zahlt ohnehin der Bürger. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nur mit Merkel kann er da kuscheln. Beide entstammen demselben Bezirk des Geistlosen, Ahnungslosen, Wirklichkeitslosen, lebenslang Alimentierten. Autistische Bewohner einer geschützten Werkstatt*. Beide wollen Probleme lösen, die keiner hat, mit Geld, das nur den einfachen Leuten genommen werden kann. Übers Benzin. Über den Strompreis. Während die wirklichen Probleme ständig weiter aufgeschoben werden (wie im ESM, mit dem man die Krise von 2008 nicht bewältigt, sondern auf immer weitere Zukunft aufgeschoben hat; samt dem "Target II" als Tor zu noch mehr Schulden für klamme Staaten, wieder einmal direkt bei den Deutschen, die dafür eine Schein-Prosperität erleben.). Paßt das Volk dazu nicht, wird es eben ausgetauscht.

So nebenbei hat Macron aber nun offenbart, worum es bei dem ganzen Klimazirkus in Wahrheit geht. Die zeitliche Koinzidenz der Aufstände in Frankreich mit der "Klimakonferenz" in Kattowitz ist kein Zufall. 

Es geht hier wie dort um neue Geldquellen für eine (schon lange) perverse Politik. Um sonst wirklich nichts. Da erhöht man vom doktorgeschwängerten Schreibtisch aus die Mineralölsteuern, heiliggesprochen durch das hehre (Fluch über diese Geisteskranken! aber das wird eh Gott besorgen, bleiben wir ruhig) Ziel der Klimarettung, ganz kräftig. 

Aber dann passiert etwas. Denn plötzlich erhebt sich das Volk. Öhö, wer hätte damit rechnen können, schon gar in Frankreich? Und bei weitem nicht nur in Paris, sondern in tausenden französischen Städten. Und es kursieren Listen mit politischen Forderungen, die sich wie die Parteiprogramme verpönter "populistischer Rechts- und Linksparteien" lesen. Mit Forderungen nach gesetzlichen Mindestlöhnen, oder Mietpreisgrenzen.
 
Denen geht es um das Weltende, wie jemand schreibt, uns aber um das Monatsende. 

Mehr als Zynismus ist Macron dazu bisher nicht eingefallen. Dafür müssen nun vier oder fünf Divisionen an Ordnungskräften (die Gendarmerie in Frankreich ist der Armee eingegliedert, weshalb die militärische Begrifflichkeit zutrifft) ausrücken, um die Situation irgendwie im Griff zu behalten. Panzer fahren vor dem Arc de Triomphe auf, wie man liest. Hunderte "Krawallisten" werden a priori aus dem Verkehr gezogen. Trotzdem werden hunderttausende Protestierende in ganz Frankreich erwartet. Und es ist bekannt, daß die Polizeikräfte für die Demonstranten größte Sympathien hegen. Eine ganze Polizeieinheit ist angeblich sogar schon "übergelaufen", hat sich den Demonstranten angeschlossen. (Nachtrag vom 11.12.2018: Diese Nachricht dürfte nicht stimmen. Vielmehr ist auffällig, daß sich alle möglichen Parteiungen und Anschauungsrichtungen der Demonstrationen "bemächtigen" und sie in ihrer Richtung deuten. Und eine davon hat möglicherweise diese Nachricht - mit uminterpretierten Bildern unterlegt - einer Polizeiverhandlung mit den Demonstranten in die Welt gesetzt.)

Dabei hat Macron, dem man allerorten ungeheure Arroganz nachsagt (der Leser werfe auch auf den lesenswerten Artikel auf Achgut seinen Blick), schon widerrufen! Zumindest "aufgeschoben". Was heißt: Er wartet auf einen günstigeren Zeitpunkt. Vielleicht auf einen Krieg in der Ukraine, der die Aufmerksamkeit ablenkt. 

Darunter, wie man allenthalten liest, sind viele linke Chaoten, und auch so manche Migrantengang kocht mit ungeheurer Gewaltbereitschaft ihr eigenes Süppchen und fackelt Autos ab, sodaß die "Gelbwesten" (Gilet Jaunes) dankbar sind, daß die Polizei sie beschützt. Denn hier steht die untere Mittelschicht auf, die ihr Leben kaum noch finanzieren kann.


Morgen Teil 3) Die wahren Gründe für den Unmut in Frankreich. Und anderswo.




*Wer diese Behauptung belegt haben will, dem sei ein Artikel auf Achgut empfohlen. Darin listet Markus Vahlefeld unter dem vielsagenden Titel "Verwirre und herrsche" einige Dinge auf, die belegen sollen, daß Merkel mit ihrer Politik praktisch immer das Gegenteil von dem erreicht hat, was sie als Ziel vorgab. Das ist das bestimmungsfesteste Merkmal für die Absenz von Vernunft bei einem Menschen. Zumal sich diese Liste durch eine weitere ergänzen ließe, die noch weit länger würde: Wie oft sich Merkel im Laufe ihrer Politkarriere selbst und direkt widersprochen hat.





*081218*


Warum Österreich den Migrationspakt nicht unterzeichnet

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz begründet im (behelfsmäßig eingerichteten) Plenarsaal des Parlaments in Wien am 21. November 2018, warum Österreich dem UN-Migrationspakt, der in diesen Tagen in Marrakesch in Marokko unterzeichnet werden soll, nicht beitreten werde. Denn zwar stimme, daß der Pakt rechtlich keine Verbindlichkeit habe, aber immerhin komme im Text achtzigmal das Wort "Verpflichtung" vor. Es sei also eine Selbstverpflichtung. Die aber zur Heuchelei werde. Zum einen, weil der Pakt keine Unterscheidung zwischen "Flüchtling" (Asyl) und "Zuwanderer" (Migrant) beinhalte. 

Österreich will sich aber im Falle der Zuwanderung das Recht vorbehalten zu entscheiden, wer zuwandern dürfe, wen man wolle oder brauche, und wen nicht. Zum anderen, weil damit Österreich nicht willens sei, eine Selbstverpflichtung wie sie der Migrationspakt ausdrücke, zu erfüllen. Das würde man mit Gewißheit auch von vielen anderen der zahlreichen Staaten sagen können - man könne ja den Einhaltungsstatus in drei Jahren überprüfen - die jetzt unterzeichnen. 

Im übrigen könne man nicht davon sprechen, daß hier Österreich seine Bereitschaft zur bilateralen Lösung von politischen Fragen grundsätzlich in Frage stelle. Viele Staaten werden diesem Pakt ebenfalls nicht beitreten, darunter auch einige Nachbarländer nicht.* Und warum sollte das auch nicht sein? Die Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit könne sich nicht daran messen, ob die einzelnen Staaten in jeder Frage zu gleichen Ansichten kämen. (Siehe auch hier.)

Was aber wirklich interessant dabei ist? Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz vermeidet sehr elegant und wortreich - man könnte es "sophistisch" nennen, "eloquent" reicht da nicht - die für jeden Staat wahren und tieferen Gründe für die Verweigerung der Zustimmung zum UN-Migrationspakt zu nennen. Er bietet an, was leicht zu verkaufen ist, und was rasch mal gekauft wird. Und das, werte Herrschaften, wird ihm - nein, uns, uns Österreichern, und auch, Euch Deutschländern - eines gar nicht fernen Tages noch auf den Kopf fallen. Denn das könnte, nein, das wird sich, eiderdautz, eines gar nicht fernen Tages als "übertriebene Vorsicht" erweisen, die die "Realität" längst widerlegt.  Warum also nicht in drei, fünf Jahren DOCH beitreten?

Und das könnte schneller virulent werden, als derzeit gedacht wird, auch in Österreich.  Oder hat der Leser schon einmal etwas davon gehört, daß das EU-Parlament vor hat, noch bis März Gesetzesvorschläge für ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem beschließen möchte? Da können und da werden noch ganz andere Probleme auf Österreich und all die tapferen Staaten im EU-Raum, die derzeit Widerstand leisten, zukommen. 

Vielleicht gab es deshalb so wenige Reaktionen der Befürworter eines solchen Pakts. Weil sie in Ruhe abwarten können, sie werden doch eines Tages "siegen". Und so ist es vielleicht eine Scheinruhe für die anderen, weil die Ablehnung ein bloßes Scheingeklappere sein könnte. Das schizothyme Gerede, das man aus Brüssel hört, läßt nichts Gutes erahnen. Wo es heißt, daß man zwar eine gemeinsame Regelung beschließen möchte, aber natürlich - natürlich! - jeder Staat seine volle Souveränität bewahren kann. Das ist doch ein Widerspruch in sich?





*Nachtrag: Bis zum heutigen Tag haben einen solchen Schritt die Länder Österreich, Lettland, Ungarn, Polen², Tschechien, Bulgarien, Slowakei, USA, Dominikanische Republik, Australien, Israel und (vielleicht auch) Italien angekündigt. Die Schweiz hat die Sache zumindest einmal aufgeschoben. Dänemark wird zwar unterzeichnen, hat aber bereits eine Liste mit Vorbehalten aufgesetzt, die es für sich reklamiert. Und in Belgien scheint sich, glaubt man Medienberichten, das Land - einmal mehr - zu spalten. Denn die schwächere Seite der Koalitionsregierung will die vom stärkeren Part beschlossene Zustimmung keineswegs einfach hinnehmen. Hier sei man an einem Punkt, liest man, wo kein Kompromiß möglich ist.

Österreich wird darüber hinaus auch den UN-Flüchtlingspakt, der im Windschatten des Migrationspaktes kaum noch öffentlich diskutiert wurde, nicht unterzeichnen, sondern nur "zur Kenntnis nehmen". (Siehe auch hier.) Er enthalte nichts, was nicht die Genfer Flüchtlingskonvention bereits enthalte, habe aber das Potential, durch die Etablierung von Begriffen wie "Klimaflüchtling" Verwirrung zu stiften. Und das ist wohl auch richtig. Denn folgt man den Argumenten der Klimaapokalyptiker, dann fällt bald kein Blatt mehr vom Baum, ohne daß die "mensch=westlicher Mensch-gemachte Klimakatastrophe" daran die Schuld trägt.

Nachtrag vom 10. Dezember 2018: Offenbar kursieren zum Verhalten Österreichs zum Flüchtlingpakt (nicht zum Migrationspakt) widersprüchliche Meldungen. Wie Medien vermelden, sei eine Äußerung von H. C. Strache (FPÖ) mißinterpretiert worden. Der da geäußert hatte, daß Österreich auch diesem Pakt nicht zustimmen, ihn nur "zur Kenntis nehmen" werde. Das dürfte so nicht stimmen! Wie man nun liest, wird Österreich bei der UN-Abstimmung FÜR diesen weiteren Pakt stimmen, der, wie man allerorten liest, im Grunde den Migrationspakt zu Teilen zumindeste mit enthält. "Nicht unterzeichnen" sei insofern keine Lüge gewesen, liest man, als es nichts zu unterzeichnen gäbe. Der Pakt sei in der Form eine UN-Resolution gehalten. Bleibt die Tatsache, daß auch Straches Aussage, daß der Flüchtlingspakt (oder wie immer es nun heißen soll) nichts enthalte, was nicht in der Genfer Flüchtlingskonvention enthalten sei, nicht stimmt.

Wurden die Österreicher hier getäuscht und hintergangen? Nicht nur nämlich, daß von diesem zweiten Pakt lange überhaupt keine Rede war - er ist "zufällig" erst vor wenigen Wochen "aufgetaucht", als hätte er verschwiegen werden sollen - wird das Land nun einfach vor vollendete Tatsachen gestellt? Uner anderem vor die Tatsache, daß es zukünftig nicht mehr die Staaten sind, die freiwillig entscheiden, ob sie Flüchtlinge aufnehmen oder nicht, sondern diese vom UNHCR zugeteilt bekommen. Angesichts einer Ausweitung des Flüchtlingsbegriffs (samt der diesen zugeschriebenen Versorgungsrechte), die manche als "Umschreiben der Menschenrechte" deuten, das die Rechte indigener, angestammter Bevölkerungen mit Füßen tritt, kann das nur Böses ahnen lassen. 

Hier wurde offensichtlich links angedeutet (Migrationspakt als Ablenkungsmanöver), und rechts überholt (Flüchtlingspakt). Der Effekt ist derselbe: Laut der ausgewiesenen Menschenrechts- und Völkerrechtsexpertin Rebecca Sommer beträgt die Quote des UNHCR für den EU-Raum 20 % der (weltweiten) Flüchtlinge. Und das bei dem nunmehr ausgeweiteten und damit vernebelten Begriff!

Vielleicht erklärt das auch die seltsam selektive Wahl der Argumente von Kurz vor dem Parlament. Die selbst von ihm schon mehrmals angeführten schlagenden Argumente läßt er hier außen vor. Weil er bereits wußte, daß das dem Flüchtlingspakt widersprechen würde, sodaß er nicth so angreifbar wäre? Ist Kurz, wie Macron, nur ein nächstes Trojanisches Pferd, mit dem rein aus wahltaktischen Gründen die Wähler getäuscht wwerden sollten? Indem man ihnen den Wind der Empörung aus den Segeln nimmt und so tut, als würde man ihre dingenden Anliegen doch ernstnehmen, in Wahrheit aber nur - in "Sündebock-Ersatz-Funktion" - das "Migrationsthema" scheinbar dem Volkswillengemäß abhandelte, was nichts sonst hieß als es zu kaschieren?

²Wie man aktuellen Nedienberichten vom 10. Dezember 2018 entnehmen kann (auch hier) ist Polen ttrotz seiner ablehnenden Position in Marrakesh vertreten. Wie man gleichfalls liest, ist die Regierung Belgiens über der Frage tatsächlich zerbrochen. Der verbleibende Rest muß nun als Minderheitsregierung fortzuregieren versuchen. Der Pakt wird aber unterschrieben. Die Schweiz ist nicht anwesend, dort soll eine Entscheidung im Bundesrat abgewartet werden.





*031218*