Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Montag, 15. November 2021
Gedankensplitter (1535b)
Sonntag, 14. November 2021
Gedankensplitter (1535a)
Sonntag, 29. August 2021
Was Afghanen und Deutsche verbindet (2)
Wodurch es nicht wenige Fälle gab, wo vor allem junge Menschen (und hier wieder: Mädchen) in einer Vertrauensseligkeit Nähe zuließen, die schrecklich endete. Auch im "Fall Leonie" kann man über die Frage nachdenken, ob solche Taten (die häufig vorgekommen sind, daß es aufgefallen ist, ALS "spezifisch afghanisch") nicht auch durch die Schuld der Medien geschehen haben können, weil das 13jährige Mädchen ein Vertrauen aufbrachte, das bei anderer Berichterstattung vielleicht nicht mit so verheerenden Folgen ausgefallen wäre.
Donnerstag, 16. Februar 2017
Anlegertip: Abstoßen oder shorten!
Dienstag, 14. Februar 2017
Ein interessantes Spiel
Montag, 4. April 2016
Treue zu Vorurteilen
Man kann schon verstehen, daß die Alten überhaupt den Menschen als letztlich sogar eingebettet in gewaltige, kosmische Kreisläufte sahen, in denen sich zyklisch alles vom Äußersten bis ins Kleinste wiederholt. Noch Aristoteles zeichnete von dieser Kosmologie ausgehend sein mechanistisches Weltbild. Das Fehlerhafte am menschlichen Handeln, auf das gewisse Mechanik tatsächlich anzuwenden ist, überwiegt meist, und es überwiegt zu gewissen Zeiten so derartig, daß man an eine mechanistische Welt und einen niemals freien Menschen durchaus glauben könnte.
Daß die meisten Menschen heute implizit von einem mechanistischen Weltbild ausgehen hat schon seinen tieferen Grund. Ebenso wie der Umstand, daß der Ruf nach Freiheit alle übrigen Geräusche übertönt und wie rasend lieber die Willkür der Weltverhämmerung (im autonomistischen "frei sein von") wählt als das einzige, was Freiheit ist: aktuale Sittlichkeit INNERHALB der Verhängungen, als Distanz und deshalb umso spielhafteres, distanzierteres, aber jede Regel beachtendes Umgehen mit der Maskenwelt des Welttheaters.
Alle diese Muster überlagern sich, schaffen Interferenzen und Hemmungszyklone, und ergeben ein letztlich undurchschaubares, nur zu bestaunendes Gesamtbild, das dennoch in der Hand des einen liegt, das allem zugrundeliegt: Des Seins, Gottes. Aber diese Tatsache macht denknowendig, sich mit einer in unseren Augen immer unvollkommenen, ja nahezu zufälligen Welt abzufinden, in der wir mit unserem menschlichen Willen bestenfalls ein wenig Oberflächengliederung herstellen können. Das sollte milde machen.
Mittwoch, 29. April 2009
Vom unermeßlichen Wert des Vorurteils
Eine der Hauptursachen unserer Fortschritte finden wir darin, daß wir die Kenntnisse nicht verachten, die uns unsere Voreltern hinterließen. Das Leben eines einzigen Individuums reicht nicht aus, die zum Leben notwendigen Einsichten und Haltungen selbst zu erwerben.
Es empfiehlt sich, ein Vorurteil eher beizubehalten mit der Weisheit, der es zur Hülle dient, als das Gewand wegzuwerfen und die nackte Weisheit stehen zu lassen, weil ein Vorurteil, das ein Prinzip der Weisheit enthält, zugleich eine Kraft, um dies Prinzip zu beleben, und ein Gefühl der Zuneigung, um ihm Dauer zu verschaffen, bei sich führt."
(Edmund Burke)