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Freitag, 22. Juli 2022

Ist die ungelöste Verwirrung lösbar? (2)

Tatsächlich ist dies eine biologistische Sichtweise, also eine Sichtweise, die dem faktischen Seienden Seinsbildende Kraft zuspricht. Wo also das Sein tatsächlich dem Handlen folgt - und nicht umgekehrt. Wo die Geschichte er Welt somit nicht in der göttlichen (geistigen) Vorstehung gründet, sondern sich zufällig so entwickelt, "wie sie eben wurde." 

Tatsächlich ist das nicht der Fall. Geschichte is tin jedem Fall eine Auseinadnersetzung zwischen dem götltichen urbild, und dem menschlichen Abweichen davon. Nie aber kann sie sich von den echten, den ontologischen Konflikten und Bedingungen lösen. 

Damti auch nicht beim Menschen nchträglich oder historisch "entstehen" ob er Mann oder Frau ist. Er ist es APRIORI, und jedes Denken, das NCIHT davon ausgeht (sich allerhöchstens müht, aufgrund der biologisch nicht ganz einfach zu entschlüsselnden Faktzuität eines sagen wir Babys)  irrti schwer in sich. Weil es seine iegenen Denkgrundlagen angreift und zersetzt. 

Donnerstag, 21. Juli 2022

Ist die ungelöste Verwirrung lösbar? (1)

Das Fundamentalste ist das am schwersten Differenhzierbare, und deshalb am schwersten dem Bewußtsein vorstellbar. Dazu gehört nicht nur die Beziehung des Menchen z Gott, sei "vor Gott stehen" als "vor dem Sein selbst" stehen, von dem man einerseits stammt, und anderseits immer abhängt (weil Sein für alles Geschaffene nur ein Teilhaben am Sein ist, das heißt, verloren weil "abgelöst" werden kann) sondern auch fundamentale menschliche Tatschen. Dazu gehört z. B. das, as wir mit "wissen" bezeichnen. 

Wenn wir "wissen", wissen wir einfach, ohne weiter zu "wissen", warum wir etwas "wissen". Dazu gehört auch das Geglaubt, das für wahr Gehaltene, das dem Menschen gar nicht in vollem Umfang vor Augen kommen kann, wiel das Schauen selbst bereits auf diesem Geglaubten, für wahr Gehaltenen, aufsitzt. Dazu gehört sogar die Identität, auf die nur rückgeschlossen werden kann, weil das Ich indem es sich selbst betrachtet (in der Reflexion) nur auf der Grundlage dieses Ich (also mmitsamt allen "Festheiten", allen 2Gewißheiten" auf sich selbst schauen kann.

Sonntag, 10. Juli 2022

Vollkommen falsch gedacht (5)

Die Hölle ist die enteignete Welt - Es gibt Meinungen die besagen, das habe mit der Reduktion der vier aristotelischen Ursachen durch den Rationalismus der Renaissance zu tun. Wo aus der causa efficiens, der causa formalis, der causa materialis und der causa finalis nur noch die causa materialis und die causa efficiens übrig gelassen wurde. 

Die beiden übrigen Ursachen wurden ausgeschieden, weil in ihnen natürlich die Anschauung über das Ziel und dne Sinn der Welt eine entscheidende Rolle spielt. Damit wir die Welt auf jenen Materialismus reduziert, den wir heute vo runs haben. Der aber einen, ja sogar den bedeutendsten Teil der Welt ausschließt. Den des Endzwecks (telos), und den der allem vorangehenden Form, der causa finalis also. 

Sie werden zu Zufälligkeiten erklärt, die aus der causa materialis (dem Material) und der causa efficiens (der Arbeiter, der Handelnde, der etwas tut) entstehen. Der Aufbau der Welt also von unten nach oben - nicht teleologisch, also von oben nach unten. 
Die Welt geht also nicht vom Sinn und von der Gestalt aus, wie es die Menschheit eigentlich seit je gedacht hat, sondern von puren Materialeigenschaften, aus denen alles andere folgt, das dann einfach übergestülpt wird.

Samstag, 9. Juli 2022

Vollkommen falsch gedacht (4)

Eine Welt der Hologramme taugt nicht für die Wirklichkeit. So entsteht notwendig eine Welt der Unsicherheit aus Fehlentscheidungen - Von einem lebensdienlichen Produktnutzen als Grund für Dinge kann aber schon lange keine Rede mehr sein. Nicht nur werden die Urteilsgrundlagen der Menschen als beliebig formbar angesehen (ohne eine gewissermaßen ewige Moral als Grundlage), werden Produkte auf die Grundlage der sie hervorbringenden Maschinen gesehen. Sprich: Was produziert iwrd bestimmen die produktionstechnischen Möglichkeiten und damit in Zusammenhang die Notwendigkeiten, die Meschinen als Kapitalanlagen mit Gewinn zu krönen. Der Mensch wird diesen Produkteionmöglichkeiten ann angepaßt.

Weil sich somit das Produzieren von der Freude an den Dingen ob ihres Lobpreises und Tanzes der Schönheit im Lebensganzen entfernt hat, wird auf den Menschen zugegriffen, um ihn zum Teil einer Gewinn-Produktions-Maschinerie zu machen. Denn der Mensch wird auf den rein materiell gedachten Daseinszweck (der keine absoluten höheren Aufgaben hat) hin gedacht. Er wird zum technischen Apparat, der so weit und so lange funktionsfähig gehalten werdne muß, so lange er Nutzen für diese Maschinerie hat. Darauf setzt die gesamte Public Relations- und Werbemaschinerie an, die seit hundert Jahren das vordringlichste Handwerkszeug der Produktion gesehen wird.

Freitag, 20. Oktober 2017

Es ist in Wahrheit eine Atombombe (2)

Teil 2)





Damit entzieht sich die Religion (so wie jede Religion) der humanen Vernunftfähigkeit. Sie baut eine letztlich unüberbrückbare Kluft zwischen dem Wesen des Menschen und dem Wesen Gottes. Gnade und Erlösung, Heil wird zur rein willkürlichen Handlung Gottes, der sich der Mensch aber aus eigener Vernunft - und damit aus Sachgerechtheit des Handelns und Denkens - niemals nähern kann. Aus der Vernunftbegründetheit des Katholischen Glaubens (der die Philosophie immer als "ancilla", als Magd bezeichnete, WEIL sie jenes Instrument ist, aus dem der Mensch die Vernunft Gottes zumindest annähernd erkennen kann) fällt, und durch ein fideistisches, also nur im Willen zu glaubendes Gebäude ersetzt wird. Das letztlich nur durch Priester, vor allem aber durch eine die wörtlich zu nehmende (damit niemals im Ganzen zu lesende wie zu verstehende) Heilige Schrift (dort der Koran, hier die Bibel) verstanden und erkannt werden kann.

Wer bisher den Willen Gottes kennenlernen wollte, der mußte sich primär um die Sachverhalte kümmern. Daraufhin mußte er sich transzendieren, denn in ihnen lag der Wille Gottes verborgen und darin war er erkennbar. Wer fortan aber den Willen Gottes kennenlernen möchte, der kann sich nur noch an Gebote und vor allem an Moralgebote halten, die aber keine logische Fundierung in der Sache mehr haben. Die Folge ist natürlich ein immer vielfältigeres Interpretieren, wie wir es ja im Islam genauso haben, wie es im Protestantismus (mit seinen unzähligen Kirchen, ja letztlich: so vielen Kirchen, wie es Protestanten gibt) bereits der Fall ist. Es ist ein völlig anderer Glaube, als ihn die Kirche über zweitausend Jahre pflegte, weil hatte. 

Dagegen wird kaum zu argumentieren sein, und auch das zeigt sich ja längst und allerorten: Denn wer einmal den logos, die Vernunfthaftigkeit außer Kraft setzt, ist durch Logik nicht mehr zu überwinden. Sondern nur noch durch Konzepte der moralischen Gutheit. 

Wenn also in Amoris Laetitia die Ehe aus ihrem anthropologisch-metaphysischen Konzept der Widerspruchsfreiheit herausgerissen wird, weil sie Ehebruch "unter bestimmten Voraussetzungen" sogar für ein Gut heißt, dann bedeutet das nicht einfach einen Einzelfall, sondern die offizielle Beseitigung eines Prinzips, das das tragende Prinzip des Katholischen war. Das nunmehr nicht weiter erläutert, verständlicher, zugänglicher wird, sondern überhaupt nicht mehr anders verstehbar als sich eben diese neuen Religionsdefinitionen verstehen: Als Willkürakt Gottes, und damit als Willkürakt des Menschen.

Wer das möchte, wer das tut, beweist aber vor allem eines: Daß er das Wesen des Katholischen überhaupt nicht verstanden hat. Damit aber liegt die Erkenntnis nahe, daß er auch nicht glaubt. Weil aber Glaube eine Gnade ist, vom Menschen also nicht "gemacht" (oder vorgestellt), höchstens gewünscht werden kann, weil aber Glaube ein Licht ist, das erst ein Erkennen des logos möglich macht (weil nur im logos auch die Logik atmet), kann eine Diskussion mit Nicht-Glaubenden nur bis zu einer gewissen Grenze geführt werden. 

Dort kann sie nur - im guten Willen - eine Türschwelle bedeuten, deren Tür sich nur dem Getauften und nur in der Gnade (also ohne schwere Sünde, die ja ein Naturverstoß, die immer eine Irrationalität ist) öffnet. Denn dann kann logischer Disput nur vorbereiten, er kann aber nicht endgültig "klären". Das zu glauben bliebe ja dem Rationalismus vorbehalten. Denn der Glaube, die Gnade des Glaubens ist zuallererst ein Licht, und es ist ein Licht des logos, der Vernunft also, die Widersprüchlichkeit ausschließt, die letztlich also immer auch logisch bleibt.

Aber damit wird noch eine Wahrheit deutlich, und sie ist eine unangenehme Wahrheit, zumindest für manche: Daß nämlich die Sünde es ist, die dieses "Katholische", diesen logos nicht begreifen läßt. Und daß nur die Sünde es ist, die sein Aufbrechen, das Zulassen des Widerspruchs - die Erlösung trotz des objektiven Widerspruchs zur Heiligkeit - verlangt. Und deshalb eine Täuschung inszenieren möchte.

Wenn sich aber vielerorts auch in der Katholischen Kirche (eine Tautologie) das zeigt, was man Ökumenismus nennt, wenn sich ein Verstehen des Islam zeigt, ja der Wille, ihn quasi gleichzusetzen, so zeigt sich darin aber auch, daß bereits von einem Verstehen ausgegangen wird, dem die Gleichförmigkeit mit dem logos fehlt. Denn nur wenn man aus denselben anti-logos-Haltungen des Islam (und aller übrigen Religionen) heraus denkt, fühlt, "glaubt", kann einem dieser prinzipielle Unterschied nicht mehr in seiner enormen Bedeutung aufscheinen. Weil er dem katholischen Glauben fundamental widerspricht.  

Eine angebliche Unbedeutendheit auf ein paar mengenmäßig geringe Zeilen zu berufen wiederum wäre eine wirkliche Katastrophe, die die Kirche in eine Verwirrung stürzen muß, die sich durch fallweise schon widersprüchliche Moralurteile von Bischöfen nur leise andeutet. Auch im Koran (und wer weiß noch wo) steht vieles, das "nicht falsch" ist, nimmt man es nur für sich. Aber so kann man dem Katholischen Glauben niemals gerecht werden. So wird man nicht einmal dem Islam gerecht.





Donnerstag, 19. Oktober 2017

Es ist in Wahrheit eine Atombombe (1)

In dem, was in Amoris Laetitia vorbereitet ist, steckt eine wahre Atombombe. Die in den Prinzipien steckt, die sich darin zeigen. Genau übrigens jene Atombombe, die den Islam vor tausend Jahren zerriß. Damals passierte dasselbe, was heute in der Kirche wie eine "Mode" herumgeistert, und nichts anderes bedeutet als das Aufgreifen einer allgegenwärtigen Tendenz der Gegenwart. 

Die aus dem Rationalismus der Aufklärung heraus (vorbereitet aus dem Mathematizismus des Descartes etc.) zu dem Punkt kam, daß sich die Welt letztlich nicht erklärt, also der zur Ratio erniedrigten Vernunft nicht entspricht. Grund? Weil die Vorstellung von Moral und moralischem Verhalten ein Verhalten fordert, das der Vernunft auch "einmal" widersprechen kann.

Damit wurde schon im Islam eine Überbetonung des Willens, ja Gott wurde auf diesen expliziten Punkt reduziert: Als Willkürgott, als Despot, der von den Menschen fordert, ohne es ihnen begreiflich zu machen, der ein Begreifen verlangt, ohne daß es ein solches gäbe, sondern nur ein Annehmen gibt. 

Daß sich also aus dem Denken Gottes und des Menschen ein Widerspruch ergibt. Der Mensch kann deshalb in seiner Annäherung an Gott nicht weiterkommen, indem er versucht, sein Denken, seine Vernunft zu übernehmen, sondern seine Vernunft ist so verschieden, entfernt von der Gottes, daß er ohnehin niemals Gottes Willen aus Vernunftgründen erschließen kann, sondern lediglich aus Verhaltensgeboten heraus leben kann. 

Diesen Standpunkt hat die Kirche 2013 Jahre lang abgelehnt. Ihn einzunehmen bedeutet eine völlige Uminterpretation des Katholischen, einen Versuch der Neugründung der Kirche. Die in Amoris Laetitia geöffnete Tür betrifft also keineswegs die Ehe und den Ehebruch alleine, sie würde als Prinzip übernommen einen völlig neuen Glauben ergeben. 

Die Wahrheit ist darin nicht mehr das allein aus und in der Vernunft prinzipiell (aber von der Haltung abhängig gewählte, formulierbare) Zugängliche, sodaß sie sich aus der Sachlichkeit ergibt, sodaß Moralität eine Entsprechung mit der Natur ergibt, sondern es ergibt sich aus (subjektiven, zeitbedingten) Moralvorstellungen. Diese setzen dann die Inhalte. Weil diese Inhalte natürlich im historischen Wandel wechseln, müssen sie immer wieder neu definiert werden, wobei ihnen keine strukturelle Wahrheit bleibt, sondern eben nur jeweils eine inhaltliche Richtigkeit. Die mit der Zeit wieder starr wird, also in die jeweilige Zeit hinein wieder neu gefunden werden müssen.

Dem widerspricht die Wahrheit des Katholischen. Das davon ausgeht, daß Gott sich in der Schöpfung selbst erzählt. Weil, so Aristoteles (der bis Averroes/Ibn Rushid ja auch im arabischen Raum eine beträchtliche Rolle spielte), das Gute auch dem Sachgemäßen entspricht. Dieses Sachgemäße ist aber nur in der Geschichte je neu verkleidet, sein Wesen hingegen ist immer gleich. Und es ist der menschlichen Vernunft nicht nur offen, sondern diese formt sich der Sache gemäß. Damit ist das Gute, das zu Tuende, auch in der Sache der Schöpfung eingeschrieben, weil es sie trägt. Dies Wahrheit ist nunmehr Person, ist personal, das heißt daß sie sich nur im (richtigen) Verhältnis zu dieser Person erschließt.

Und - sie braucht dazu die Offenbarung. Sie braucht dazu die reale, historische Gestalt von Jesus Christus, der IN DER KIRCHE (und in bereits eingeschränkterem Maß: als jeweils immer historische, immer dabei reale Kirche, zusammengehalten durch das Blutsband des Gehorsam als Offenheit zur Geformtwerdung) präsent ist. Das die Lage "in a nutshell", in einer Nußschale.

Was im Islam (und in jeder anderen "Religion") aber noch deshalb scheitern muß, weil seine Religion eben NICHT (personal bzw. personell) wahr ist, weil Jesus eben mehr war als "ein Prophet", was also im Islam eine nicht erfüllte Verheißung bleiben MUSZ, wäre und war (und ist) im Christentum (=Katholizismus) erfüllt, durch die Sakramente, im besonderen, am umfassendsten, am kernhaftesten durch das Altarsakrament. Es ist klar, daß ein Abweichen von der Tatsache des Sakraments (wie es dann im Protestantismus passiert, der die Realhaftigkeit rein ins subjektive "Glaubenwollen", eigentlich "Vorstellen" verlegt) auch ein Abweichen von der Wahrheitsoffenheit der Welt nach sich zieht.

Damit MUSZ auch die Vernunft NACH (bzw. in) der Renaissance scheitern. Und zwar auch die ganz reale, alltägliche Vernunft. Ihr fehlt die Fundierung, sie hat als Krücke nur noch die geoffenbarten "Gebote" (so wie die Juden des Alten Testaments). Und daran würde auch die Kirche heute scheitern, wenn sie den sich bereits so massiv - über den Papst - aufbauenden Umdeutung festhielte. Sie würde sich zu einem protestantischen, mit dem Islam im Grunde weitgehend gleichen subjektiven Moralsystem umbauen.

Und das hat sie ja bereits sehr weitgehend gemacht. Nicht in dem, was man als "depositum fidei" bezeichnet, also in dem einen und immer gleichen Glauben, sondern in vielen faktischen Tatsachen und Realitäten, allen voran: der Liturgiereform seit 1970. Während aber diese Reformen (die sich im Zweiten Vatikanum bereits sehr weitgehend zumindest als Untergrund, als Gestimmtheit vorbereitet finden*) bislang noch zumindest explizit nicht angetastet wurden, scheint sich nun vorzubereiten, dies auch explizit zu machen.

Damit käme die Kirche jenem Schritt des Islam gleich. Der im 11. Jahrhundert beschloß, die Frustration durch die Vernunft zu beenden, und ein reines Willenssystem vorzuschreiben und zu etablieren. In dem eine Sache sowohl wahr als auch falsch sein könne, sowohl vernünftig als auch widervernünftig, WEIL und WENN es GOTTES WILLEN entspricht.



Morgen Teil 2)



*In Wahrheit muß man ja sagen, daß die Veränderungen, die das Zweite Vatikanum (und die ihr im Beiboot folgende Liturgiereform einige Jahre später) im Gesamtverlauf der Kirchengeschichte eine seit fünfhundert Jahren und mehr angelaufene Entwicklung zu ihrer weiteren Konklusion brachten. Wer insbesonders den Kirchenbau ansieht (dieser Spur wird der VdZ noch eingehender folgen, denn er belegt die permanente geistige Entwicklung zur Devastierung heute) - diese steingewordene theologisch-philosophische Entwicklung des Abendlandes - kann nach Meinung des VdZ am besten erkennen,  daß in diesem Sinn das Zweite Vatikanum tatsächlich in einer Kontinuitätslinie stand. Und daß der Widerstand dagegen etwas von Themenverfehlung hat, was nichts daran ändert, daß diese Entwicklung einen Niedergang darstellt. Der sich ja im Niedergang der europäischen Kultur deutlich zeigt. 

Der VdZ wird sich mit diesem Thema an dieser Stelle noch eingehender befassen. Weil er meint, daß der Grund dafür, daß die Kultur- und Kirchenkritik der Gegenwart (auch und vor allem von konservativer Seite) deshalb keine Resonanz findet und seit Jahrzehnten auf der Stelle tritt, weil die das Problem nicht an der Wurzel erkennt. Es geht um Liturgie, ja, aber die Kritik des NOM (Novus Ordo Missae, also der "neuen Messe") hat etwas Heuchlerisches deshalb, weil sie vielfach nur einem Zurückschrecken vor der letzten Konsequenz gleichkommt, die aber bereits in der sogenannten "tridentinischen Messe" angelegt ist. Daß dies eine ziemlich neue Herangehensweise bedeutet, ist dem VdZ bewußt. Aber er "kann nicht anders", überblickt er diese letzten fünf Jahrzehnte, die er selbst erlebt und erfahren hat, vom Ministranten im Alten Ritus (bzw. 1965, als man ihn bereits behutsam reformierte) angefangen. Überblickt er vor allem aber die letzten drei Jahrzehnte intensiver Kirchen- und Liturgiekritik, aus der heraus ihm als Indiz dafür, daß man eine neue Sichtweise suchen muß, auffiel, daß sich alles im Kreis dreht, am Stand steht, sich nichts bewegt.




Dienstag, 27. September 2016

Nur das Schöne kann wahr sein

Es geht in den Theorien, an denen der dänische Forscher Henryk Svensmark vor etlichen Jahren zu arbeiten anfing, nicht einfach nur darum, daß die Sonneinstrahlung direkt die Temperaturen und das Wetter auf der Erde beeinflußt, ja: MACHT, wie man es sich simplifiziert rasch mal vorstellen würde. Sondern es geht um das Wechselspiel zwischen solarem Magnetismus (durch Sonnenaktivität ins All ausgebreitet) und kosmischer Einstrahlung. Dies sind die Hauptfaktoren, die die Wolkenaktivität auf der Erde bewirkt, sodaß man sagen muß: Nicht das Klima macht die Wolken, sondern die Wolken machen das Klima. Und die Wolken müssen als Wirkung eines Zusammenflusses von kosmischen Faktoren gesehen werden.

Obwohl es für diese Erklärungsmodelle enorme wissenschaftliche Evidenz gibt, werden sie von den Erwärmungsforschern hartnäckig ignoriert. In den Computermodellen werden sogar die Wolken nur als recht kleine Wirkfaktoren eingerechnet. Man will einfach nicht von der Hauptidee lasse, daß es der Mensch mit seinem CO2-Ausstoß ist, der das Klima nur aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Aber das Klima der Erde ist in weit größeren, ja gigantischen Gesamtsystemen verankert und begründet. Das Überzeugende an dieser Idee ist, daß sie nicht nur physikalisch nachvollziehbar ist - etliche Bestandteile dieses Funktionsmechanismus sind auch experimentell bereits nachgewiesen - sondern daß sie SCHÖN ist. Denn ein Ding tut es dem anderen kund, die Schöpfung ist ein einziges großes Zueinander.

Strahlungspartikel rasen in winzigsten atomaren Teilchen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch den gesamten Kosmos. Sie treffen dabei auch die Erde. Aber die solare magnetische Aktivität kontrolliert gewissermaßen, wie viele dieser Partikel zur Erde durchdringen können. Zwischen der Menge der Einstrahlung und der Bedeckung der Erde mit Wolken lassen sich so auffällige Korelationen finden, daß es einfach nicht nach Zufall aussieht. Im gleichen Maß finden sich engste Zusammenhänge mit dem Magnetfeld der Sonne und den kosmischen Strahlen. Das legt den Gedanken nahe, daß der Kosmos direkt für die Erde von Relevanz ist. Bei höherer solarer magnetischer Tätigkeit - wie in den letzten 100 Jahren - werden viele dieser kosmischen Strahlen abgeschirmt. Effekt? Es kommt zu geringerer Wolkenbildung, und damit zu höheren Temperaturen. Wird die Sonne träger, schwächt sich ihr magnetisches Feld ab, bilden sich durch kosmische Einstrahlung mehr Wolken, und diese Einstrahlung wirkt sich auf die niedrigen Wolkenschichten aus. Die Temperaturen auf der Erde fallen, weil diese Wolken die Sonnenstrahlen ins All zurückwerfen. 

Wolken wiederum werden durch Partikel gebildet, nur an Partikeln kann Wasser zu einem Tropfen kondensieren. Wenn diese Partikel durch kosmische Einstrahlung ionisiert werden. Vor einigen Wochen war hier ein Bericht darüber zu lesen, daß sich der Verdacht erhöht, daß diese Partikel von Pflanzen (v. a. Bäumen) stammen, sodaß bisher die menschlichen Partikelemissionen bei weitem überschätzt wurden.

Die Wolken formen das Wetter, das Klima, und diese Wolken erhalten ihre "Aufträge" aus dem Kosmos.

Seit je wußte die Menschheit, daß Leben und Wohlergehen auf Erden direkt von der Sonne abhängt. Aber dies ist noch nicht alles, noch lange nicht. Denn diese kosmischen Einflüsse korrespondieren, ja kommunizieren mit dem "Eigenverhalten" der Erde. Auch das wußte die Menschheit seit je. Die Erde ist kein isoliert herumschwebender Sonderplanet, sondern sie ist in ein gigantisches System des Kosmos eingebunden.

Dazu kommt nämlich, daß das Sonnensystem durch die Milchstraße wandert, die einem spiralförmigen Aufbau hat. Das Sonnensystem schneidet nun diese Spiralen. Damit wechselt die kosmische Einstrahlung, denn während ein solche Spiralarm durchwandert wird, erhöht sich die kosmische Einstrahlung - und die Erde kühlt ab. Um dann wieder warm zu werden. Dies sind tatsächlich Klimawandel, aber in Dimensionen die alles übertreffen, was die Menschen je erlebt haben. Die sich aber in der Geologie zeigen. Und die in jahrmillionenlangen Zyklen ablaufen. Tatsache ist, da die Erd im überwiegenden Teil ihrer Geschichte deutlich wärmer war, als sie es heute ist, wo wir wieder einen dieser Spiraläste durchlaufen. Die Korelationen zwischen Erdaltern und Klimaperioden und dem Standort des Sonnensystems in der Milchstraße lassen sich durch astronomiche Berechnungen zeigen.

Damit trifft sich sich diese Theorie aber sogar mit der traditionellen, klassischen Metaphysik der Menschheit. zumindest bleibt sie dahin offen. Die im aristotelischen (bzw. dann thomistisch-aristotelischen) Kosmosmodell seine vielleicht vollkommenste Ausgestaltung fand. Alles Vereinzelte auf der Erde gründet demgemäß in den äußersten kosmischen Kreisen, die über verschiedene Seinsstufen - vom Geist, von der reinen Ideenwelt bis zur bloßen Materie - eine durchgängige Linie des Geschöpflichen bildet, nur je auf einer anderen Ebene. So, wie auch jeder der menschlichen Sinne seine Ebene der Erkenntnis hat, wie Helmuth Plessner so schön auseinanderlegt, und doch in der Person zu einer einen, einfachen Gesamterkenntnis kommt, in der sich analog der gesamte Kosmos umfangen findet. Freilich zweifelt der VdZ (und mit ihm unermeßlich berufenere Stimmen der Philosophiegeschichte) ob Aristoteles überhaupt je verstanden worden ist.

Die Reaktion seitens der bisherigen Klimaforschung? Ignoranz. Schlicht: Ignoranz. Selbst das Publizieren war schwierig, keine Publikation wollte sich die Finger verbrennen und so völlig gegen den Mainstream stehen. Denn man hat sich so in die Thesen rund um Treibhausgase und CO2 verbissen, alles daran gehängt, daß eine Theorie, die nicht nur theoretisch in sich stimmig ist, die das Klimageschehen auf der Erde in einer Stimmigkeit und Weite erklären kann, wie es noch nie der Fall war, sondern die auch experimentell untermautert ist, für fanatische CO2-Priester nur noch existentiell bedrohlich erscheinen kann.









*190816*