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Sonntag, 23. Oktober 2022

Fruchtbare Becken - Orte des Lebens (2)

Die Abtötung des fruchbaren Beckens der Menschheit, das der Frau, über das Mittel der Impfung, an den Beispielen Kenia und den Philippinen - In einem bewegenden Film sah ich dieser Tage eine Zusammenfassung des unglaublichen Skandals, der in Kenia (Siehe Anmerkung*) vor rund zehzn Jahren aufplatzte. 

Dort hatte in enger Zusammenarbeit mit der Regierung die WHO eine "Impfkampagne" übers Land und besonders über die Frauen gebracht. Unter dem Vorwand aber, eine Infektion der Babys bei der Geburt - durch unhygienische Abtrennung der Nabelschnur, immerhin wurden ja ein Großteil der Kinder dort noch zuhause geboren - hatte man eine Impfung gegen den Tetanuserreger auspaldovert, die bei Babys in sehr seltenen Fällen eine schwere Erkrankung auslösen kann. 

Samstag, 22. Oktober 2022

Fruchtbare Becken - Orte des Lebens (1)

Mit einer Gallone (3,7 Liter) Diesel läßt sich mit einem Flußschiff eine Tonne Weizen 600 Kilometer weit transportieren. Um die Menge an Getreide, die ein Flußschiff den Misissippi hinunter transportiert, auf die Straße zu bringen, wären aber je nach LKW-Größe bis zu 1100 Lastwagen notwendig. Das zeigt nur eine Dimension des Problems, das sich der amerikanischen Flußschifffahrt derzeit stellt, denn 92 Prozent der gesamten Nahrungsmittelproduktion der USA kommt aus dem Mississippi-Becken, und wird seit eh und je durch Schiffe zu den Verladehäfen am Gold von Mexiko geschippert. 

Durch die Trockenheit des heurigen Sommers aber sind die Wasserstände des Mississippi im Herbst 2022 äußerst niedrig, möglicherweise bald zu niedrig. Die Folgen für die Ernährugnslage der Welt könnten dramatisch sein, nicht zuletzt, weil die Kosten und damit die Preise steigen würden. 

Sonntag, 2. Februar 2020

Spruch der Helden

"Unsere Begeisterung ist oft schnell entfacht, aber sie ebbt ebenso rasch wieder ab. Jedes unerwartete Ereignis verwirrt uns, und wir vergessen unsere Pflicht. Vor allem aber ziehen wir Bequemlichkeit der Würde vor. Letzteres ist der Grund, warum die Amerikaner recht haben, wenn sie uns Kinder nennen: Es ist der Grund für unsere Infantilität."

Ein philippinischer Dichter und Zeitzeuge der Aufstände 1898ff gegen die neue Besatzungsmacht der Amerikaner unter dem blutjungen General Gregorio "Goyo" del Pilar, in seinen Tagebüchern.

General "Goyo" Gregorio del Pilar
Nach zwei Jahren Krieg und mehr als einer Million toter Philippinos, meist Zivilisten - der erste Genozid des 20. Jahrhunderts - fiel am 2. Dezember 1899 del Pilar. "Goyo", wie er genannt wurde, erst 24 Jahre alt, durch die Kugel eines amerikanischen Scharfschützen in der entscheidenden Schlacht am Tirad Paß. Daraufhin brach die Moral der Philippinos zusammen, und die Kämpfe endeten allmählich. In seiner letzten Ansprache an die Soldaten soll er gesagt haben: "Wenn Ihr die Heimat liebt, dann gebt Euer Schicksal aus der Hand und tut Eure Pflicht. Wir kämpfen aus Liebe, nicht aus Haß. Aber die Amerikaner werden dieses Land nur über meine Leiche erobern."

1901 endete der Aufstand mit einer Kapitulation der Philippinen. Der Präsident der freien Republik (die nach dem Abzug der Spanier ausgerufen worden war) hatte auf die falschen Leute gesetzt. Anstatt Mut und Heldentum, Pflicht und Ehre zu fördern, umgab er sich mit Leuten, die ihm schmeichelten. Die aber konnten die Philippinos nicht führen.




Samstag, 29. September 2018

Die Lage in Polen und Ungarn ist komplizierter

Nun hat also Mercedes mit der ungarischen Regierung einen Pakt geschlossen, in Debrecin im Osten Ungarns ein Werk zu errichten. 150.000 Fahrzeuge sollen dort jährlich die Fließbänder verlassen, die so weit schon automatisiert sein werden, daß insgesamt nur 1.000 Arbeitsplätze entstehen! Und die verlangen hohe Qualifikation. Wie die erreicht werden soll, ist derzeit noch nicht klar. Wie man hört wird nun in aller Eile an der Universität von Debrecen ein Technik-Lehrstuhl eingerichtet, um entsprechendes Personal auszubilden. Und damit in eine Aporie stößt. Denn Mercedes kommt so wie Toyota, Nissan oder Audi wegen der niedrigen Löhne nach Ungarn. Gleichzeitig sind niedrige Löhne ein schweres Problem für den gesamten Raum der ehemaligen Ostblockstaaten. 

Polen - die vielleicht dynamischste Volkswirtschaft in Mittel- und Osteuropa - hat derzeit bereits zwei Millionen Arbeiter im Niedrigstlohnsektor, und man schätzt, daß bis 2030 diese Schichte auf vier Millionen anwachsen wird. Gleichzeitig ist noch niemandem klar, was diese Menschen dann arbeiten sollen. Denn gebraucht, gebraucht werden ganz andere Leute. Aber die gibt es nicht in ausreichender Menge.

Aber Polen hat - und darüber wurde im Westen bislang noch gar nicht berichtet - in den letzten Jahren über 1,5 Millionen Ukrainer ins Land geholt bzw. ins Land gelassen. (Wenn das auch historische Zusammenhänge hat, denn die Polen sehen die noch dazu weitgehend katholischen Westukrainer, die Ruthenen speziell, nach wie vor als "Polen".) Alleine in der ersten Hälfte des Jahres 2018 haben über 130.000 Ukrainer eine Arbeitsbewilligung in Polen erhalten. Diese sollen vor allem den enormen Abwanderungszug gut Ausgebildeter* - die alle in den Westen wollen - auffangen. Mit geringem Erfolg. Die Ukrainer sind eben nicht die dringend benötigten IT- und Technikfachleute, die Polen genauso bräuchte wie Ungarn. Und das Ausbildungsniveau zu heben ist eben doch nicht so einfach.

Polen hat deshalb sogar jüngst einen weiteren Schritt unternommen, der das Problem seiner angeblichen "Ausländerfeindlichkeit" in ein ziemlich anderes Licht taucht. Es hat ein Abkommen mit der Regierung der Philippinen unterzeichnet, demgemäß es Philippinen zukünftig deutlich erleichtert werden wird, nach Polen auszuwandern. Warum das? Denn die Philippinen sind nun auch nicht gerade das Land der Facharbeiter und Unternehmer, die Polen bräuchte. Das Argument ist einfach: Man sagt, daß die Philippinen wie die Polen katholisch sind. Damit ist der kulturelle Rahmen weitgehend gleich. 

Den Philippinen fehlt es damit nur an Ausbildung, und die ist nachholbar. Ihr Wertehorizont, ihre Art zu leben ist aber grundsätzlich denen der Polen weitgehend gleich. Sie können damit relativ problemlos integriert werden. Zumal Polen wie alle übrigen Länder des ehemaligen Ostblocks, ja wie ganz Europa, vor ähnlichen demographischen Problemen steht - nach wie vor gibt es bei weitem zu wenige Geburten, und die längst fehlenden Geburten sind sowieso nicht kurzfristig, auch nicht mittelfristig zu ersetzen. Auch die Abwanderungsbereitschaft wird nicht so hoch sein.**

Wie es bei Einheimischen ist, die oft nur deshalb alles tun, um sich zu qualifizieren, weil sie sich "für den Westen" schmücken wollen. Ungarn kann davon ein trauriges Lied singen. Und erlebt seit Jahren das Phänomen, daß es "sich von Ost nach West" verlagert. Westungarn ziehen nämlich in rekordverdächtiger Zahl nach Österreich und Deutschland. Der VdZ kennt aus seiner Zeit in Sopron selbst nicht wenige junge Leute, die nur mit einem Ziel studieren: Nach dem Abschluß nach Wien oder München oder Berlin zu gehen. Viele sind ständig "am Sprung", ob sie nicht in Österreich Arbeit finden. Und sehr viele arbeiten bereits dort. 

Das läßt im Westen Ungarns einen Arbeitskräftemangel entstehen, den nun Zuzüglinge aus dem Osten auffüllen. Aber nicht nur aus Ostungarn, sondern auch aus der Ukraine, die wiederum in den Osten Ungarns nachströmen. Schon heute stammt ein guter Teil der Handwerker im Westen Ungarns aus Ostungarn. Und dort - aus der Ukraine. Und alle erleben die immer noch geringen Löhne, weshalb letztlich "alle" nach dem westlichen Ausland wollen. Aber insgesamt wirkt diese Sogwirkung auf Ukrainer negativ aufs Lohnniveau. Der Weg "nach oben", von dem alle träumen, wird noch schwieriger. Und es ist besorgniserregend weil es ein Unverständnis von Grundverhältnissen andeutet, wenn eine Regierung - FIDESZ, Organ, die mit den niedrigen Löhnen in Ungarn locken - wie allgemeiner Wohlstand, eine prosperierende Wirtschaft aufgebaut werden soll auf der Grundlage niedriger Löhne! Es sind immer die allgemeinen Löhne, die eine Volkswirtschaft prosperieren lassen. Oder nicht.

Diese eigentümliche Konstellation, in der sich auch ein Unverständnis der Regierung Ungarns zeigt, die von manchen ohnehin als Freundeskreis von Oligarchen angesehen wird, die also genau davon profitieren, treibt die Preise in Westungarn nach oben. Generell, weil die Preise für Importwaren weit über den für dieselben Produkte im Westen liegen, aber vor allem im Immobiliensektor. Denn diese Leute brauchen Wohnungen, wollen aber nicht dort leben, wohin sie ziehen, sondern sehen das als Durchgangsstation. Sie wollen aber keine Wohnungen, sie wollen "Unterkünfte". Das erzeugt eine ähnliche Situation wie sie in Wien in den 1970ern zu beobachten war: Selbst für sanierungsbedürftige Häuser in oft erbärmlichem Zustand wurden immer höhere Mieten verlangt. Waren es in Wien die hunderttausenden "Tschuschen" - Gastarbeiter aus dem Balkan, die nicht in Wien leben, sondern nur möglichst viel verdienen wollten - die Wien noch in den 1970ern zu einer "Vorstadt des Balkan" machten, so passiert 

Ähnlich ist es jetzt in Westungarn. Wo auch neue Bevölkerungsschichten auftreten. Viele Ostungarn, aber nicht zuletzt viele Zigeuner. Die sich hier neue Lebensfelder sehen, also gar nicht so sehr in den Westen wollen, und denen diese Vorläufigkeit offenbar besonders entgegenkommt, in die der Westen Ungarns zunehmend getaucht ist. Was die ansässige Wirtschaft vor gehörige Probleme stellt. Produziert wird nach wie vor sehr wenig in Ungarn, der Anteil an Importware für den Alltag ist enorm.

Oder - getaucht wäre. Würde derzeit nicht mit viel EU-Geld an den Strukturen herumverbessert. Wobei die Hoffnung vor allem im Tourismus liegt. Also im Aufmöbeln von und Spekulieren auf ... geschichtliche Substanz.

Ja, es stimmt, "Migranten" aus Afrika oder der Levante, wie sie Westeuropa zeichnen, sieht man in Ungarn kaum. Aber dennoch hat Ungarn ein gewaltiges Entwurzelungsproblem. Nur hat es andere Faktoren.



*Es ist ja bekannt und Gegenstand zahlreicher Witze: Alleine die zwei Millionen Polen in England stellen heute dort den gesamten Handwerkerbereich. Wer in London einen Installateur oder einen Tischler braucht, findet fast nur Polen.

**Jedenfalls müßte man über die angebliche "Ausländerfeindlichkeit der Polen" anders nachdenken, als das bisher geschah. Als ethnisch-rassischen Vorwurf kann man es jedenfalls nicht gelten lassen. Polen sieht sich aus demographischen Gründen alleine schon lange als Einwanderungsland. Es will nur darauf achten, WER einwandert.





*080818*

Donnerstag, 31. August 2017

Die Lüge kann nie groß genug sein

Es gibt so viele Beispiele, wie sehr die Klimaapokalyptiker lügen, daß es nicht möglich ist, sie alle anzuführen. Keine Lüge ist ihnen zu schäbig, keine Tatsachenverschleierung zu mühsam, wenn nur ihre Dominanzagenda davon profitiert. Eines dieser Beispiele ist die Meldung, daß die Hauptstadt der Philippinen, Manila, durch den menschenverursachten Klimawandel (heißt: CO2-Anstieg) im Meer versinke. 

Denn eines nur stimmt daran: Manila versinkt tatsächlich. Und es wird tatsächlich vom Meer bedroht. Aber die Gründe dafür haben absolut nichts mit einem angeblich beschleunigten Anstieg des Wasserpegels zu tun. Das läßt sich alles nachweisen. Genauso läßt sich nämlich nachweisen, daß nicht das Meer steigt, sondern Manila sinkt. Und zwar aufgrund ganz simplen, nachvollziehbaren wie durch Fakten erweisbaren Tatbestands.

Die Stadt Manila ist seit den 1960er Jahren explodiert. Mittlerweile wohnen in Zentren wie Umgebung an die 13 Millionen Menschen, in zehn Jahren werden es 19 Millionen Menschen sein. Das sind gut zehnmal soviel wie zu Anfang der 1960er Jahre. Die noch dazu ganz anders leben als ihre Vorfahren. Damit hat sich natürlich der Bedarf an Wasser auf so kleinem Territorium vervielfacht. Und wo wird dieses Wasser hergenommen? Aus dem Boden. Manila wird durch Grundwasser versorgt. Was aus den Wasserhähnen und Duschköpfen rinnt, was für die Landwirtschaft, die intensiviert wurde, entnommen wird, stammt aus dem Boden. 

Und dieser hat sich in rasantem Tempo gesenkt. Er trocknet schlicht aus. Das Grundwasser muß aus immer größeren Tiefen geholt werden, die Erdschichten darüber komprimieren sich. Denn dazu kommt der enorme Druck, den die immer dichtere Bebauung vor allem im Zentrum ausübt. Das sich deshalb in den letzten Jahrzehnten um gute 80 cm gesenkt hat. Die übrigen Stadtteile etwas weniger, aber mit 30 oder 50 cm noch immer beträchtlich. Es ist eine Tatsache, daß Manila durch Überschwemmungen zu Monsunzeiten mehr und mehr heimgesucht wird. Aber das hat NICHTS mit klimatischen Veränderungen zu tun. Das hat nur mit dem Wahnsinn zu tun, den Giga-Städte als Degenerationserscheinungen einer Kultur bedeuten.

Dennoch wird Manila als Musterbeispiel für das durch die Klimakatastrophe zu erwartende Szenario verkauft. Dabei hat sein spezielles Schicksal nicht das geringste mit Klima zu tun! Der Meeresspiegel macht bei Manila keine Ausnahme, er steigt (wie immer man das zu messen vorgibt, der VdZ hat daran sowieso seine größten Zweifel) auch im Meer um die Philippinen mit jährlich 1,5 bis 2 mm, wie seit Jahrhunderten eben.

Aber was kümmert das eine Branche, die davon lebt, daß man ihre Märchen glaubt!? Was kümmert das PR-Fachleute angesichts einer nächsten Klimakonferenz, auf die sich die Philippinen einladungsgemäß mit einer Klage vorbereiten, in der sie verlangen werden, daß man ihnen Milliarden zuschiebt. Denn was können sie dafür, daß "das Meer ansteigt"? Die Klimophanten werden es ihnen gerne zuschieben, und sie werden dieses Argument gerne annehmen. Als nächstes Instrument, mit dem Eigenverantwortung bequem auf andere abgeschoben, Folgentrage abgewehrt werden kann.

Denn erstens ist es ja nicht das Geld der Superheiligen der Letzten Tage, das sie so gerne verteilen möchten. Und zweitens brauchen diese Selbsternennungsheiligen solche Katastrophenmeldungen wie einen Bissen Brot. Die sich noch dazu so bequem mit Fernsehbildern von einem überschwemmten Manila dokumentieren lassen. Denn nur das kann Schmarotzern und Dieben aller Art ihre Geschäfte - und ihren Ehrgeiz, der der Ehrgeiz von Versagern ist, die sich deshalb eine Separatwelt schaffen müssen, in der sie die Bedingungen von Gelungenheit bestimmen können, denn anders werden sie nichts - sichern.







*140817*

Freitag, 15. Mai 2015

Der erste Genozid des 20. Jahrhunderts

And the winner is ... Nein, werte Leser, nicht die Türkei mit ihrer brutalen Armenierlösung. Nicht einmal England mit seiner Burenlösung, die Buren sind ja kein Volk, es gab ja nur zehntausende Tote. Es ist ... die USA. Nein, auch nicht mit ihrer Endlösung für die Indianer, in der sie ein Volk, dem sie ihr Land abgenommen hatten, jeder Lebensgrundlage beraubten - Land, Bestreitung des Lebens, Sprachverbot, die in den letzten Vollendungszügen lag. Diese Episode unterlag in der Wahl zum "First genocide of century" knapp, weil sie schon vor vielen vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten begonnen hatte. Es ist auch nicht Bulgarien und Serbien mit ihrer Türken- und Makedonienlösung geworden, das war erst 1912. Japan mit seinem Wüten in China. Und Italien mit seiner Äthiopienlösung war überhaupt erst 1935, da könnte man ja gleich mit Hitlerdeutschland und den Juden, oder der Sowjetunion und den Ukrainern kommen, obwohl beide mit 5-6 Millionen die Rotlisten des 20. Jhds. quantitativ anführen, aber erst weit weit nach dem China MaoDseDongs.

Es ist [Trommelwirbel] die USA mit ihrer Philippinenlösung geworden.

Als 1898 der amerikanisch-spanische Krieg mit einem Sieg der USA endete, damit Spanien seine letzten überseeischen Kolonien, die letzten Reste des Reiches Karls V., in dem die Sonne nicht unterging, verlor, hatte sich zuvor die philippinische Befreiungsbewegung, hinter der die Bevölkerung der Philippinen stand, mit den USA verbündet. Dafür war ihnen Unabhängigkeit versprochen worden.

Aber es kam anders. In einer Nacht des Ringens um den Willen Gottes, so wird es beschrieben, hatte der amerikanische Präsident eine Erleuchtung: Er sah die wirtschaftlichen Interessen er USA direkt mit dem amerikanischen Christianisierungsauftrag einer Dank Gott überlegenen Zivilisation verbunden, und da waren die Philippinen das ideale Tor nach China. Ein Land, das zivilisatorisch weit weit unter "Gods own country" lag. Udn damit ist für Puritaner bzw. Calvinisten sowieso jedes Gottesurteil gesprochen. 

Also war Schluß mit lustig, und die ehedem recht nützlichen Freunde waren über Nacht die Feinde des Willens Gottes. Ja, schon, man hatte Bedenken, da und dort, aber die waren ob der Vorteile bald beiseite geschoben.

Also begannen die USA rege militärische Aktivitäten auf den Philippinen zu entwickeln, und die mündeten recht rasch in einen handfesten Krieg, den philippinisch-amerikanischen Krieg von 1899-1902. Und dort machten die USA die nächsten jener Erfahrungen, die dann ihr ganzes 20. Jahrhundert sowieso versalzen sollten: Mit Soldaten, die in Guerillataktik kämpfen, ist nie gut Kirchen essen, sie sind einfach nicht zu besiegen! Und genau das passierte ihnen erstmals (im 20. Jhd.) auf den Philippinen. Das Land war trotz technisch-militärischer Totalüberlegenheit einfach nicht unter Kontrolle zu bringen.

Also erinnerte man sich der Erfolgstaktik aus dem Sezessionskrieg - pardon: dem Humanitätsvollzug zur Wahrung der Rechte der Schwarzen Bevökerung - gegen die Südstaaten 1861-65. Der sich da "verbrannte Erde" nannte: einen materiell unterlegenen Feind, der aber mit hoher Kampfmoral und lokaler Verwurzelung nicht zu besiegen war, konnte man nur niederringen, indem man das ganze Land, seine Güter und vor allem seine Menschen, alle seine Wurzeln also, wenn nötig: das ganze Volk, mit Stumpf und Stiel ausrottete, und alles vernichtete. So wurden damals dank unendlicher materieller und logistischer Überlegenheit die Südstaaten "besiegt".

Und nun die Philippinen. Nach ersten offiziellen Kämpfen erkannten die Philippinen, daß sie der Überlegenheit der USA nicht gewachsen waren. Also ging man zum Guerillakrieg über. Und damit wurden ise nicht mehr faßbar. Wie aber so einen Feind besiegen? Ach, da war doch was ... so ging es.

Systematisch wurde also auch dieses Land plattgewalzt. Man forderte systematisch die Bevölkerung Insel für Insel auf, sich in dafür vorgesehene Camps (!) zu sammeln, und erklärte jeden, der das nicht tat, zum Feind. Dann ging man daran, Felder, Ernten, Wälder, Dörfer, einfach alles niederzubrennen, und jeden zu massakrieren, der sich noch auf freiem Fuß zeigte. Man schätzt, daß etwa 1.000.000 Philippinen, fast ausschließlich Zivilisten jeden Geschlechts und jeden Alters, ein Fünftel der damaligen Gesamtbevölkerung, Opfer dieser Massaker wurden. Die sogar in den USA wegen der Brutalität, mit der sie durchgeführt wurden, gewisses Unwohlsein in den Mägen der Heiligen in Gottes besonderer Sendung hervorrief, als Nachrichten darüber die Morgenzeitungen verunzierten. Auch die Folter, das Waterboarding hat den Traditionssinn der Amerikaner weiter gefestigt.

Schließlich haben die USA auch dieses Ziel erreicht. Die ausgebluteten Philippinen kapitulierten stillschweigend, wenn es auch vereinzelt noch zehn Jahre lang Widerstand gab. (Wie ist uns das doch alles bekannt!) In einem Krieg, der nie ein solcher war - ach, ganz was Neues! - und der deshalb auch nicht in einem Friedensschluß "endete", sondern einfach in vollendeten Tatsachen auslief. Die USA erklärten den nie erklärten Krieg 1902 für beendet, die Philippinen zum Teil ihres Reiches.

Ein Friedensvolk führt keine Kriege. Kriege sind inhuman. Es erfüllt göttliche Missionen. Die sind human.

An Soldaten, an regulären Kämpfern waren in den drei Jahren insgesamt nur etwa 25.000 Opfer zu beklagen, aufgeteilt im Verhältnis 4 : 1 zuungunsten der ehemals spanischen Kolonie. Der militärische Erfolg war also dürftig, aber es reichte durch den Gesamteindruck den sie hinterließen, daß sich die USA 1902 die Philippinen als Kolonie einverleiben konnten. Gerade die USA, die als Land der Freiheit von kolonialer Bedrückung keine 130 Jahre zuvor gestartet waren, angeblich, hatten also Kolonien. Die natürlich anders genannt wurden. Und das blieb im Fall der Philippinen bis 1946 so.

Aber vor allem hatten sie sich ausgezeichnet, den ersten Genozid, die erste Völkervernichtung des 20. Jhds. durchzuführen. Der darauf abzielt, einem Volk nicht nur in seinen Vertretern, Personen nach dem Leben zu trachten, sondern ihm auch jede Existenzmöglichkeit zu nehmen. Die Amerikaner aber haben damit ihre Visitenkarte abgegeben, und sind das gesamte 20. Jhd. ihrer damit proklamierten Sendung treugeblieben. Manche meinen, daß das im 21. Jhd. auch so sein soll.





***

Mittwoch, 21. Januar 2015

Was bildet sich dieser Papstwurschtel eigentlich ein?!

Seltsam. Früher hieß es, daß kinderreiche Familien das unendlich wertvolle Reservoir der Katholischen Kirche seien (wieviele Heilige soll der VdZ denn da zitieren?). Außerdem, daß sie die natürlichen Brutstätten der Priesterberufung seien. Und zwar mit Grund.

Seit vor ein paar Tagen aber ist per höchstrichterlichem dogmatischem Dekret jede Familie, die mehr als drei Kinder hat, ein Hasenpaar, das rammelt, daß die Fetzen fliegen, und völlig unnötigerweise und gar unverantwortlich "Karnickel" in die Welt setzt.

Erstens, Bischof von Rom, ist das ganz sicher nicht das Problem katholischer Familien. Die demographische Katastrophe mangels Geburten dürfte zwar an vatikanischen Welteinschätzungen vorbeigegangen sein, aber die Zeit des Denkens ist dort ohnehin abgesagt. Denn jetzt wird ja geliebt und zärtlich gekuschelt, wen kümmert da noch Wahrheit. Die einzigen Völker, die noch Geburtenüberschuß haben, sind mehrheitlich muslimisch. Das gilt auch und gerade für Afrika.

Zweitens sind - historisch nachweisbar - nur kinderreiche Völker mittelfristig auch wohlhabende Völker. Und umgekehrt. Aber auch das ist dem Vatikan und der Weltkirche natürlich wurscht, weil dort ja das Geld aus dem Bankomaten kommt (und wie das im Einzelfall auch noch gerechtfertigt wird! der VdZ könnte da wunderbare Geschichten von den Ausnahmen erzählen, wo es natürlich "schon Sinn hat"), nicht VON MENSCHEN erwirtschaftet wird, die ihr Leben verwirklichen.

Drittens ist es eine schwere Beleidigung für kinderreiche Familien! Und eine schwere Beleidigung für das Volk, das er gerade besucht hat, die Philippinen, die das EINZIGE mehrheitlich katholische Land der Welt sind, wo die Geburtenrate noch hoch - und nicht UNTER EXISTENZMINIMUM - ist. Ein Zeichen von Vitalität, werter Herr in demonstrativ "bescheidenem" Sackleinen! Ein Zeichen von Gnade Gottes, elender Selbstinszenierer, der glaubt, es ginge um ihn! Wird mit herzlicher Offenheit von Millionen Philippinen aufgenommen, als Frucht der Lebenszugewandtheit eines Volkes - und dann das! Kann sich der denn nicht einmal benehmen?!

Oder glaubt der fette Argentinier gar, daß die zwölf Kinder, die die Herkunftsfamilie des VdZ ausmachten, aus der er als jüngster Sohn und vorletztes Kind (in schwierigster Zeit geboren; der Vater schwerkrank, und Sozialstaat gab es damals noch nicht, also: Armut) stammt, aus "Katholizität" in die Welt kamen, nicht aus einfachem, ehrlichem Lebensvollzug, aus wilder, chaotischer Liebe zum Leben der Eltern, die eben katholisch geprägt waren?! Ist nicht das das Leben? Das EINZIGE Leben, das man begrüßt, wie es eben kommt, mit offenen Armen als Weg zu Gott?!

Das ist eine schwere Beleidigung der Mutter des VdZ, werter Bergoglio! Mutter von zwölf Kindern, in schwersten Zeiten großgezogen, Großmutter von (zum Zeitpunkt ihres Todes) über siebenzig Enkeln und Urenkeln. Allesamt übrigens katholisch, allesamt mehr oder weniger in guten Positionen, kein Falott oder Nichts darunter, Menschen mit großen Gaben und Talenten sogar. Vom VdZ halt abgesehen. Sie haben das Leben geliebt, in aller Unbill, in allen Schwierigkeiten, auch ohne das ständig zu reflektieren. Auch miteinander. Und haben vor allem JA gesagt zu diesem Leben, wie immer es sich noch darstelle, das Gott selbst ist: Leben. UND DIE HABEN GELEBT. Und viel, ja sehr viel gelitten. Auch aneinander, auch an sich selbst. Aber selbst uns Kindern war dieses Leiden an der schwierigen Situation Tor zur Gnade, hier mehr, dort weniger. Kreuz, das nicht gescheut wurde. So entsteht Kultur. DA ist Kirche. Jawohl, das sagt der VdZ mit Stolz, in allem Wissen um die immense Zerbrechlichkeit des Menschen.

Hier wird deshalb sehr real mit Fäusten geantwortet, wie vorgeschlagen, wenn es zu einem Treffen kommt, nicht nur vor geilen Journalisten, werter Bischof von Rom!

Oder wie steht es um die älteste Schwester des VdZ, die beim fünften Kind (durch einen Ärztefehler, wie sie eben auch unter Menschen vorkommen können) verstarb (das Kind aber lebt, ist mittlerweile ein tüchtiger Erwachsener) - war sie auch nur blöd, weil sie Karnickel schob? Schreibt nun der Vatikan jetzt auch noch die Zahl der Kinder dogmatisch fest? "Drei ist ideal", der Rest ist nicht mehr der göttlichen Vernunft gemäß? Hat ein Papst (sieht man von gewissen Erscheinungen in der dunklen Zeit der Kirche ab) jemals größeren Unsinn verzapft?!

Und viertens ist es sehr wohl NICHT KATHOLISCH, Kinder und Familie zu "planen", als wäre es vernünftig, die Zukunft zu planen wie einen Ablaufplan für Kohlebedarf. Empfängnisoffenheit heißt DAS nämlich nicht! Auch nicht mit Rötzer und Konsorten, den zitierten "vielen Methoden", denn es ist ja nur eine, das Achten auf empfängnisoffene Tage mit folgender Enthaltsamkeit. Werter Papst, wo Sie Glaubenserfahrung gemacht haben entzieht sich natürlich der Kenntnis des VDZ, aber das Sprichwort im Deutschen - "Wo der Herr a Haserl schickt, schickt er auch das Graserl" - hat eine ganz seltsame Wirklichkeit, als Glaubenserfahrung übrigens. (Das Problem entsteht ja nur im Elend; und da könnte man gleich mit der Haltung der Kirche zu anderen Religionen nachfassen ...) Schon mal was vom Heiligen Josef als mächtigen Fürsprecher gehört?  Wunder über Wunder, über die alleine der VdZ hier berichten könnte.

Und er sieht sich noch mehr bestärkt, wenn er die vielen Bekannten, Geschwister, Verwandte, Freunde erinnert, die vier, fünf, sechs, sieben Kinder in die Welt gesetzt haben. Sie haben keine Karnickel in die Welt gesetzt, als hätten sie etwas verbrochen oder wären zu blöd gewesen, um "zu planen"! Sie haben auch nicht Kinder in die Welt gesetzt, UM katholisch zu sein. Sie haben das Leben geliebt! In aller Leidenschaft! In aller Frömmigkeit! SIE sind die Säulen dieses Europa, von dem auch dieser Papst seinen Mittagstisch bezahlt bekommt (und nie mehr wieder wird der VdZ auch nur einen Schilling spenden, der direkt oder indirekt der Erhaltung des Vatikans dient - NIE MEHR WIEDER), vor allem aber: aus denen, wenn je, sich diese Kultur noch erneuern kann.

Sie sind jene Kirche, die auch die Pforten der Hölle nicht überwinden. Sie sind die Hoffnung. Gerade sogar dort, wo das Leben schwierig ist. In all den zerfallenen, irgendwie und wie im Chaos noch zusammenfallenden "Familien", die das Heute kennzeichnen, wo oft gar keiner mehr weiß, wie wer mit wem zusammenhängt (und wie oft hat der VdZ das erlebt! Er hat ja doch selber eine Tochter adoptiert, und nicht einen Moment hat er es bereut, so schwierig alles sein mag), die aber alle still und unterdrückt weinen um das, was sie nicht haben, aber so gerne hätten.

Aber das sind die wertvollsten Menschen. Sie tragen echtes Kreuz. Ohne es zu twittern. Sollen doch die im Vatikan den Kitt aus den Fenstern fressen. Wie es der VdZ auch zuweilen getan hat.  Damit diese Fenster endlich auch mal aufgehen. Nicht noch mehr getrübt werden.

Die Wirklichkeit der Welt IST EBEN WUNDER! Wenn das Ihre persönliche spirituelle Wirklichkeit überschreitet, denn die intellektuelle tut es allemal, werter Herr Bergoglio, dann muß das wohl andere Ursachen haben. Katholizität heißen sie jedenfalls nicht.

Wie viele Kinder Gott der Welt schenkt - und es ist Gott, der Leben schenkt! Das muß man dem ja erst mal sagen, er scheint es nicht zu wissen! Ach so, pardon, die Jesuiten sind ja bekannt für die Tendenz zum Molinismus (was das ist? das möge der Papst mal nachlesen!) - liegt immer noch in seinen Händen. Gerade NICHT zu fragen, ob es nun empfängnisvolle Tage sind oder nicht, DAS IST KATHOLISCH. Denn ein Kind kann man - Gegenbeweis! - auch nicht "machen", derzeit ein brandheißes Thema in Österreich sowieso. Es ist NICHT KATHOLISCH zu glauben, man könne oder solle gar die Zukunft planen und vor allem "machen", als ginge es um das Vollräumen einer Modelleisenbahn. Katholisch sein heißt auch und vor allem: ZUKUNFTSOFFEN zu sein, weil man tut, was der Moment einem gebietet, und den Schritt in die Insecuritas wagt - und damit in die Arme Gottes fällt.

Das Wort von der "Familienplanung", das sich aus verachtenswerter Feigheit in diverse katholische Äußerungen eingeschlichen hat, um es sich mit den Fraktion der Verhüter nicht gleich zu verscherzen, interpretationsoffen weil feige undefiniert wie eben seit fünfzig Jahren so viele Worte in und aus der Kirche (nur ja nicht anecken, gelle?), die Familien (und zwar weil: die Väter) völlig im Stich läßt (man ist das ja längst gewöhnt und leidet halt stumm darunter), ist an sich schon ein Witz.

Aus und punktum, werter Bischof von Rom! Und mehr - mit Ehrenvorsitz, gewiß; mein Kniefall ist also immer gesichert! Er ist aber ein inniger Kniefall vor Jesus Christus, dem Wort, dem Weg, der Wahrheit, dem Leben! - sind Sie nicht. Reden Sie nicht nur davon, weil es gut klingt, handeln Sie danach: Als Bischof von Rom. Niemand will mehr. Das war's also fürs erste. Und scheren Sie sich sonst zurück in die Pampa und braten Sie sich dort ihren selbstverliebten Storch, elender Selbstdarsteller. Das Leben als Katholik - für das man irgendwie ja nicht einmal "etwas kann", denn es hat mit Wahrheit, mit Wirklichkeitssicht zu tun, und die kann man nicht wechseln wie die Roben - ist so schon schwer genug. Weiß dieser Matepisser überhaupt, was sich kinderreiche Familien hierzulande längst schon anhören können? Oder will er gar jenen den Rücken stärken, die es ja (und ausschließlich aus schlechtem eigenem Gewissen!) immer gesagt haben: so viele Kinder sei ja "unverantwortlich"?

Unsachlich? Na dann los: Soll einer das Gesagte - sachlich - widerlegen! Nicht mit "ach, was war ja anders gemeint", oder "die Presse hat das falsch interpretiert" daherkommen; dann soll der eben seine Gosch halten wenn er nicht ausdrücken kann, was er meint, und nicht gewährleisten kann, wie berichtet wird! Dann muß man eben seine Worte besser wählen. Und vermutlich reicht es dann gar nicht weiter als zum Giornale delle Trastevere, wo die Journalisten kennengelernt und eingeschätzt werden können. Hier träfen sich dann die Ebenen in aller Adäquanz! Dessen übt sich ja sogar der VdZ. Und auf die nachträglichen Richtigstellungen, die im Vatikan seit Jahrzehnten ohnehin üblich sind, ist der VdZ schon gar nicht heiß. Die Milch ist auch diesmal verschüttet. Der Rest ist Käse.*

Dreckfink, wer so redet wie der VdZ in diesem Blog-Beitrag? Nein. Dreckfink ist der, der so redet wie dieser schwer narzißtisch gestörte Kardinal aus Argentinien, der seine Ebenen permanent überschreitet, gerade indem er die Illusion nährt, es gäbe diese Ebenen der Relevanz - aus pastoralen, aus zeitnah-praktischen Gründen (MUMPITZ!) nicht mehr. Ex factis, non ex dictis amici pensandi.

Los, kommt aber her, an die überbreite Brust eines Vaters von acht Kindern, neuerdings freilich: Karnickelerzeuger. Der VdZ ist sofort zu weiterer und sehr sehr kräftiger Argumentation bereit! Denn da gibt es keine Rechtfertigung zur Antwort, da gibt es nur noch die Pflicht zu Reue und Entschuldigung. Sonst werden die Sprache und das Handeln durchaus noch um einiges schärfer ausfallen. Bei jemandem, der sehr gut weiß - anders als all die widerlichen Twitterfurzer und Postingnagler, die mit Exkommunikationen so rasch bei der Hand sind - wo das Papsttum und wo die Kirche liegt, und wo ein völlig uninteressanter Herr Bergoglio im Zeitgeistrausch sich ausbreitet.

Schluß mit lustig!

Wobei der Argentinier nur bestätigt, was auch die Erfahrung des VdZ in seinen Jahren bei der Kirche war: MIT FAMILIEN UND VÄTERN HABEN ES DIESE KONZELEBRANTEN, wohlversorgt verbeamteten SESSELFURZER NOCH NIE ZU TUN GEHABT! Denn auch die Kirche hat die Männer, die Väter, MIT WONNE längst kastriert. Kein Wunder, daß sich so viele Homosexuelle in ihr bestens aufgehoben fühlen. Kuschen alle viel zu viel, die Väter, sind viel zu brav und duldsam vor dem Frömmeln sich selbst heiligsprechender Charakternieten, die sofort da sind mit den Totschlagworten wie "Liebe", "Friede", "Familie" etc. etc.. Weil eben - genau, wie in Blog-Artikeln vorige Woche dargelegt - durch die Dogmatisierung des Unfehlbarkeitsanspruchs des Papstes das gesamte Papsttum in reale Schieflage gekommen ist, und jeder fürchtet, daß seinen Verstand zu benutzen auch gleichbedeutend mit Exkommunikation ist.

Da brechen aber nun die ersten echten Dämme in Rom, und es war hier exakt vorhergesagt: Mit dem Lob des "gut Ankommens" - unweigerliche Folge solcher charakterlicher Konstellation - eines feigen Rückenwindseglers wird der übermütig. Straflosigkeit bringt Keckheit, Keckheit aber Ausschweifung. Papst, oh mein Gott, da wird ja alles dogmatisch, selbst wenn er Unsinn verzapft.

Für Twitter-Pseudokatholiken ist der VdZ zukünftig nicht mehr zu sprechen. Und dieser Papst hat hier, wenn er nicht gerade ein Dogma verkündet, und dann auch nur so weit, in der B. utca im ungarischen Sopron anno 2015, wenn er nicht gerade ein Dogma verkündet, und dann auch nur so weit, inmitten einer Bibliothek also aus mittlerweile 8.000 Bänden, die sich letztlich wie die Erde um die Sonne um den Thomismus dreht, der sein Leben im konkreten, realen, lokal zelebrierten kirchlichen Jahreskreis als gottgegebenem Weg der Heiligung eingebettet hat, als Interpret des Lebens mit Gott ausgejausnet.




P.S. Der VdZ hat Rückmeldungen von Lesern erhalten, die meinen, daß es bedauernswerterweise schwierig sei, ihn zu erreichen, die offiziellen Kontaktmöglichkeiten funktionierten angeblich nicht gut (so, wie angeblich auch die Abonnement-Möglichkeiten). Die Kommentarfunktion ist ja nicht aktiviert. Ja, und dabei wird es auch bleiben. Er erlaubt sich aber - diesmal - explizit eine Möglichkeit bekannt zu geben, wie er zu erreichen sei: In der Mail-Anschrift "quendolinat@gmail.com"

*Oh ja, und natürlich sieht der VdZ die hunderten, nein, tausenden Presseklagen weltweit, ständig, in denen der Vatikan namens des unfehlbaren Papstes verlangt, daß er "richtig interpretiert" werde. Und erst die lokalen Bischöfe! Wie sich die unermüdlich mühen, die Lehre der Kirche richtig dargestellt zu wissen! Gott wird es lohnen.




*210115*