Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Dienstag, 11. Oktober 2022
Der vorenthaltene Sinn (2)
Montag, 10. Oktober 2022
Der vorenthaltene Sinn (1)
Es wird seit Anfang 2020 immer weniger produziert.
Nachdem auch die zuvor weltweit bereits übervollen Lager (auch darüber wurde kaum laut gesprochen) geleert sind, die um mit Übergewinnen abgebaut werden zu knnen schon die Drohung mit einer Inflation reichte leiden die Märkte zunehmend unter Unterversorgung mit Produkten.
Sonntag, 13. März 2022
Was aber werden die sich nun denken (3)
Wird Rußland sein Erdöl und Erdgas nicht mehr verkaufen können? Also das können wir ausschließen. Es wird vielmehr dazu kommen, daß die Abnehmer russischer Rohstoffe - die ja gar nicht anders können, als es von Rußland zu kaufen, denn Rußland hat rund ein Achtel des gesamten Welthandels, der Förderung ebenso wie des Bedarfs in der Hand. Eine Weltwirtschaft ohne russische Rohstoffe ist also gar nicht möglich, die Weltwirtschaft würde dramatisch ins Stocken geraten. Denn wenn dieses Angebot ausfällt, steigt nicht nur der Preis bei den anderen Lieferanten möglicherwiese dramatisch. Denn so ist ja der Kapitalismus, der nützt immer die Schwäche des anderen. Sondern es geht um die Fähigkeit, zu produzieren, und dazu braucht es Öl, Gas, und so weiter. Man kann es sich kaum ausmalen, denn Öl und Gas stecken in so vielen Produkten, daß die Warenwelt mehr oder weniger völlig verschwinden würde, könnte man nicht mehr über ausreichend Öl verfügen.
Samstag, 12. März 2022
Was aber werden die sich nun denken (2)
Es gab mehrmals Versuche von Ländern, aus diesem Dollar-System auszuscheren. Sie haben es immer teuer bezahlt. Libyens Gadhaffi etwa wurde dafür gepfählt, weil - so die Fama - er immer konkreter an einem zweiten SWIFT-System arbeitete, indem er das Öl seines Landes in ein 'System einspeiste, das letztendlich seinen Wert aus einem dauerhaften Euro- oder sogar "Amerikanische Goldwährung"-Bezug bezog. Daselbe hat der Iran versucht, und auch Saddam Hussein sagte man das für den Irak nach.
Freitag, 11. März 2022
Was aber werden die sich nun denken (1)
Wie auch immer man Volkswirtschaften für sich sehen mag, wie auch immer man aus ihnen Eckdaten herausrechnen kann, wieviel ein Land leistet und wie sich diese Leistung entwickelt, und wieviel "wirklicher Reichtum" der jeweilige Landesbürger hat (oder nicht), darf nicht übersehen werde, daß Volkswirtschaften nie für sich alleine gesehen werden dürfen. Denn wie alles, was es in dieser Schöpfung gibt, gibt es kein Ding "für sich". Das sind nur theoretische Abstraktionen, die gewissen Wert haben. Aber sie sind keine Realitäts- und Praxisbegriffe.
Nicht einmal Wertgrößen können "für sich" bestimmt werden, sondern stehen in einem immensen Beziehungsfeld ("Raum"), das die Grenzen des Einzelnen weit überschreiten. So weit, daß man sagen kann, daß es kein einzelnes Ding gibt, und sei es noch so klein, daß nicht mit dem gesamten Universum zusammenhängt, und ohne dieses sogar nicht einmal existieren könnte, nie über eine angelegte Idee eines Schöpfers hinauskäme. Der dann im übrigen ziemlich dumm sein müßte, und das kann man von Gott ganz sicher nicht sagen. Im Gegenteil, ohne Allwissendheit und Allklugheit und Allmächtigkeit (usw.) wäre sogar jedes Denken von Gott sinnlos.
Auch kein Preis wird nur in einem Land bestimmt. Diese Gefüge sind sogar so unglaublich (und dabei faszinierend) vernetzt und eingewoben ins Weltgeschehen, wie es nun mal am Menschen aufgehängt ist, daß die Preise bei uns direkt mit den Preisen in (sagen wir) Papua-Neuguinea zusammenhängen. Und zwar nicht WEIL wir dorthin wirtschaftliche Beziehungen haben, sondern weil diese Beziehung indirekt in jedem Fall besteht, und zwar shcon alleine durch die Nachbarn des Landes, die wieder Nachbarn haben, die wieder Nachbarn haben ... bis sie am Stephansplatz in Wien stehen und fragen, wo die Oper ist.
Sonntag, 21. November 2021
Was unsere Gehirne kaum noch fassen können (3)
Wie bei Corona wird jedes Land, das ausschert, so sanktioniert und isoliert, daß es zusammenbrechen MUSZ. Denn im Einzelnen sind sie bedeutungslos, sie haben keine Druckmittel. Und wenn doch (etwa durch Rohstoffe), dann gibt es immer noch das Militär. Die USA betreiben weltweit rund 5.400 Militärstützpunkte (Siehe Anmerkung**), und haben im Wesentlichen zwei Allianzen, die sie den Erdball endgültig beherrschen lassen: die NATO im Atlantik, und die (erst jüngst noch fester geschmiedete) Pazifik-Allianz.
Aber das alles reicht noch nicht. Wir sprechen zum einen also von verpflichtenden, vorgeschriebenen "Klimaschutzmaßnahmen", dem Umbau von Volkswirtschaften auf "Klimarettung", eben klimaneutral, eben NET ZERO. Darüber sind wir uns doch alle einig, nicht wahr?
Samstag, 20. November 2021
Was unsere Gehirne kaum noch fassen können (2)
Also: Österreich (die Zahlen für Deutschland kann man in der Regel ZEHNMAL so hoch ansetzen, die beiden Volkswirtschaften ähneln sich sehr und stehen grosso modo im Einwohneräquivalent) mit einer der höchst entwickelten Volkswirtschaften der Welt, nimmt jährlich 160 Milliarden ein, die gesamte Bevölkerung (das ist das BIP) rund 375 Milliarden. Davon werden alle Ausgaben bestritten. Ein gesundes Unternehmen rechnet nun mit jährlichen Finanzierungskosten von 1 bis 2 Prozent (das wird im Geschäftsverkehr mit dem sogenannten "Skonto", vielleicht sagt Ihnen das etwas, praktisch ausgeglichen) und hat eine Investitionsquote von 3 bis 5 Prozent, je nachdem. Das sollte mit den sogenannten "Abschreibungen" hereingebracht werden.
Freitag, 19. November 2021
Was unsere Gehirne kaum noch fassen können (1)
Und doch wird es gedacht, und doch ist es Teil eines realen Planes, der ein neues Stadium der Weltöffentlichkeit deutlich macht: In dem Verschwörungen zur neuen Öffentlichkeit geworden sind, weil niemand mehr zu scheuen hat, was vor sich geht. Dazu ist schlicht die Dimension zu groß, die alles umfaßt.
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Mittwoch, 19. Mai 2021
Und es begab sich, daß sich ein Markt gebildet hatte (1)
Eigentlich könnte man meinen, es sei nur ein kleines, eher unbedeutendes Ereignis, das zum Anlaß zu einer Gedankenlawine wurde. Konkret geht es um die bevorstehende Schließung der LKW- und Motorenproduktion von MAN im Werk Steyr (Oberösterreich). Der ehedem deutsche Vorzeigekonzern "München - Augsburg - Nürnberg" (MAN), der heute ein Teil des VW-Konzerns ist, ist durch die weltweite und bereits weit fortgeschrittene Struktur- und Marktbereinigung des LKW-Sektors - weg von Verbrennungs-, hin zu Elektro-Mobilität - eigenen Aussagen nach so unter Ertragsdruck gekommen, daß er die Produktionsstätte in dieser Stadt verläßt.
Einer einst sehr reichen Stadt, die vom Gewerbefleiß der Bürger lebte, wovon ein viel zu wenig bekanntes weil großartig erhaltenes großes gotisch-barockes Zentrum Kunde gibt, weil Steyr über Jahrhunderte der oder einer der wichtigsten Eisen- und somit Industrieorte Mitteleuropas gewesen ist. In dem schon bei den ersten Kreuzzügen des 12. Jahrhunderts viele deutsche Ritter und Fürsten Halt gemacht haben, um ihre Waffen und Ausrüstungen schmieden zu lassen.
Montag, 3. Mai 2021
Vielleicht hat der Leser eine Antwort (1)
Daß aber nicht einmal das mit der Belastung stimmt, darüber werden wir zu gegebener Zeit hier noch handeln. Denn es ist ein dramatischer Irrtum, der mit der subjektivistischen Wende der letzten 200 Jahre der Weltbegegnung zu tun hat, die die abendländische Kultur auf Verdunstungstemperatur gekocht hat. Davon ist natürlich auch Ungarn nicht ausgenommen, denn Orban hin und Jobbik* her - das genuin Individuelle ist immer in ein übergeordnet Größeres eingebettet. Das heißt, daß ERST das Abendland in seiner Gesamtentwicklung steht, und DANN die Variierung durch "die Magyaren" erfolgt.
Aber wir greifen heute das Thema auf, weil sich außer den großen Schlitten (achja, SUVs sind "familiengerechte Wagen", das hat der VdZ ganz vergessen, die da als Trostpreis und Spielzeug für die Männer bei der "Familienförderung" rausspringen, und so mancher wird damit sogar zufrieden sein, zumindest bis die Kiste auseinanderfällt) in weiteren Bereichen ein Zuwachs abgezeichnet hat. Der nicht schwer zu prognostizieren war.
Das ist zum einen der rasante Anstieg der Immobilienpreise im Land. Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Einwohnerzahl von Jahr zu Jahr sinkt, weil die Abwanderungsrate einfach zu hoch ist, wirkt das etwas befremdlich. Und in den Gesprächen mit Ungarn hat sich in den letzten zehn Jahren offenbar wenig geändert. Sie sehen nach wie vor das Leben im Westen (mit besonderer Liebe zu Österreich und Deutschland) als Lebensziel.
Und das ist zum zweiten der dramatische Anstieg der Kosten für Neubauten. Alleine 2020 sind die Kosten für neuerrichtete Wohnhäuser um zehn Prozent
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| QR Budapester Zeitung |
Genau das, Wohnraum, sollte mit der in manchen rechten und katholischen Kreisen im Kampf gegen die demographische Katastrophe des Abendlandes hoch gepriesene Familienförderung aber gefördert werden. Daß Familien gerne mehr Kinder wollen, weil damit dann auch ein leichter weil großzügig vom Staat geförderter oder gar bezahlter Zugang zu ausreichend und qualitativ schönem (weil neuem) Wohnraum verbunden ist. (Und, natürlich, zu einem Auto, das genug Platz für alle hat.)
Und die Förderungen sind wirklich hoch, wir haben schon berichtet. Da springen schon mal 100.000 Euro und mehr raus, nicht rückzahlbar, wenn sich ein Pärchen vertraglich verpflichtet, zu heiraten und binnen etlicher Jahre drei Kinder in die Welt zu setzen; wobei wie gesagt es explizit die Frau ist, die diese Gelder lukriert.
Wer in dieser eigentümlichen Vernutzung von Kindern und Menschen (ein Mensch ist immer Selbstzweck; Kinder zu "züchten", weil man sie zum Gesellschaftserhalt braucht und deshalb für sie "bezahlt", ist für einen katholischen Staat nicht zulässig) ein ethisches Problem wittert, sollte das lieber für sich behalten, wenn er in konservative(re)n Kreisen akzeptiert werden sollte.
Die Familienförderung mit der Ungarn (und Polen, übrigens, da ist es angeblich ähnlich, zumindest hat Orban es gerne als Vorbild zitiert**) ist aber gar keine. Und das wollen wir hier sagen und zeigen. Die Statistiken, die voriges Jahr von einem riesigen "Erfolg" zeugten, sind Einmal- und Nachzieheffekten geschuldet. Langfristig hat man NOCH NIE MIT GELD Familien "gefördert." Nirgendwo in Europa.
Die ungarische Familienförderung ist also ein Schuß ins Ofenrohr. Und zwar aus mehrfachen Gründen, die nicht nur komplex sind, wie sich bereits jetzt zeigt, sondern auch noch ganz andere Fragen aufwerfen. Auf die vielleicht der Leser eine Antwort findet. Denn der VdZ sieht vor allem aufgeworfene Fragen.
Zuerst einmal, weil das Fördergeld vom Markt sofort aufgesogen wird. Der auf höhere Solvenz der Kunden und steigende Nachfrage ganz einfach mit höheren Preisen reagiert.
Wobei wir gar nicht darüber spekulieren wollen - und das plausiblem Hintergrund - daß die Paare mit diesem geschenkten Geld auch etwas "lockerer" umgehen, um es so rasch als möglich loszuwerden.
Denn immer ist mit willkürlich zugeführtem Geld, das das Niveau übersteigt, das dem sozio-ökonomischen Geflecht entspricht in dem ein Mensch eingewoben ist (und mit dem sein Rechts-, Wert- und Selbstgefühl untrennbar verbunden ist), unmittelbar das Gefühl von Schuld verbunden. Wo im Nebeneffekt der "Geförderte" versucht, dieses ihm nicht "gehörende" Geld rasch wieder loszuwerden.*²*
Damit ist nur eines erfolgt: Eine Umverlagerung. Keine "Förderung". Eine Umverlagerung der Familienordnung. Und das ist die in Wahrheit mittel- und langfristig familienzerstörerische Zeitbombe, von der hier bereits die Rede war. Nicht in Zeiten, wo alles eitel Wonne ist, sondern wenn das Wetter umschlägt, die Sorgen größer werden, der Mann mit dem Rotz kämpft, und das tut jeder immer wieder, der schöpferisch tätig ist.
Dann stellt sich plötzlich heraus, daß die Frau das existentiell stabile Element ist, die ist, an der das Bestehen der Familie hängt und durch sie gesichert ist.
Also schauen wir uns an, erste Reihe fußfrei, was mit einem Großteil der Ehen passieren wird. Weil die Ehe nur Ehe ist, wenn sie das hierarchische Zueinander von Mann und Frau berücksichtigt. Das wird mit der Verlagerung der realen weil finanziellen, existentiellen Macht zu den Frauen, die "die Männer gar nicht mehr brauchen", gewaltig erschüttert.
Weil es eine ontologische Spannung grundlegt, die sich auch immer zum Ausdruck bringt. In der der Mann den Druck fühlt, um die Vorherrschaft zu ringen, während die Frau die Vorherrschaft über den Mann tatsächlich ausübt weil in der Hand hat. Auch wenn sie bei "viel gutem Willen" (vielleicht stammt sie aus einem sehr traditionellen christlichen Umfeld, dort soll es ja Zauberer geben) so tut, als könne sich trotzdem der Gehorsam dem Manne gegenüber ausreichend verwirklichen. Lachhaft. Der Mann kann auf den Ämtern ja nicht einmal alle Verträge "namens seiner Familie" (die unter seinem Namen firmiert) unterschreiben.
Naja, und weil die Kredite auf die Frau gehen, hat der Staat Ungarn unter Viktor Orban (der, werter Leser, seinerzeit mit dem Stipendium einer George-Soros-Stiftung an einer Londoner Wirtschaftsuni studiert hat) seine liberale Modernität unter Beweis gestellt -
"Leute, der IST doch gar nicht "konservativ-rückständig-rechts!" (denn so gut wie jeder "Rechte", der in Wahrheit liberal ist, hat diesen enormen Druck, sich als "ich bin doch gar nicht so" zu beweisen, was die paradoxe Situation gebracht hat, daß so gut wie überall und immer "rechte" Parteien in unsren Ländern sozialpolitisch am progressivsten und radikalsten waren)
- indem nun die Frau (die die Kinder hat) auch locker eine "neue Ehe" eingehen kann. In der sie es mit einem anderen Mann und Vater probiert. Klingelt es noch immer nicht? Na dann vielleicht morgen.
Morgen Teil 2) Woher aber kommt das Geld?
*²*Damit erklärt sich die Beobachtung von Ludwig von Mises, der genau diesen Effekt beschrieben hat: Geldzufuhr hat eine (Volks-)Wirtschaft noch nie befördert, sondern immer geschädigt. Es hat außer Inflation und beschädigten Preisgefügen (und: Korruption, wie sie sich im Sozialstaat als Sozialbetrug im Nebeneffekt der bald allgemein werdenden "Jagd nach Sozialleistungen als Einkommensquelle" äußert) nie etwas Positives bewirkt. Das gilt für Familien nicht weniger.
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| QR Demographie Polen |
Donnerstag, 18. März 2021
Schulden mal Schulden mal Schulden = Wohlstand
Aber noch eine Denkwürdigkeit ergibt sich im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Denn wenn sich jemand schon einmal darüber gewundert hat, warum die Staaten weltweit so spontan und fast schon im Aufdrängungsmodus mit Geld nur so um sich warfen, um den Bürgern aus der Corona-Krise zu HELFEN, so gibt es dafür eine gewisse Begründung.
Fassen wir einmal ins Auge, daß es derzeit (bei entsprechender Bonität, und nur dann!) nicht nur niedrige Zinsen gibt. Sondern dieser Geldmenge steht eine enorme Geldmengenvermehrung = Schulden seit 2008 gegenüber. Das hatte einerseits den Grund, daß mit dem Geld die Wirtschaft belebt werden sollte. Also wurde Geld zu Niedrigstzinsen verliehen, an Bürger und Unternehmen = Mittelstand. (Nicht freilich an Staaten, und warum bzw. wie man das machte, das kommt gleich.) Sie alle sollten ermuntert werden, Geld auszugeben, egal ob es zu verjubeln oder zu investieren.
Gleichzeitig sollten die Staaten insofern konsolidiert werden, als sich IHRE Bonität besserte. Somit wurde vorerst einmal der Umstand befeuert, daß (die Schweiz hat es schon vor Jahren eingeführt) die Bürger (und der Mittelstand) wachsende Ängste haben, daß durch die Geldmengenvermehrung (und ach so viele Durchblicker warnen ja seit Jahren davor, für 2020 und 2021 wurde von vielen sogar schon per Quartal der Totalcrash vorhergesagt) sämtliche Sparbeträge (und alleine in Deutschland sind das rund fünf Billionen Euro) entwertet würde.
Genau dem haben wir bekanntlich die Immobilienblase zu verdanken. Das heißt, daß die Immobilienpreise in den letzten fünf Jahren bis zu fünfzig Prozent gestiegen sind. Im Wert? Aber geh. Im Preis. Das ist bei weitem nicht dasselbe. Man nennt Preissteigerungen ohne Veränderung der Wertsubstanz der Güter vielmehr "Inflation", schon vergessen? Aber was sagen die Bürger? Sie reagieren wunschgemäß, der Leser möge einfach zuhören. Sie sagen: Besser in eine Wohnung und ein Haus investiert, auch wenn sie zu teuer gekauft sind, als ins Nichts durch Inflation verloren. Mit Immobilien HAT man wenigstens etwas, nicht wahr?
Aber genau so nimmt der Staat dem Bürger sein Erspartes ab. Stück für Stück, wie Wasser, das zum Hochwasser steigt. Weil er die Bedingungen schafft, unter denen der Bürger sein Erspartes dem Staat nicht nur leiht, sondern sogar noch dafür Zinsen ("Negativzinsen") BEZAHLT. Gleichzeitig soll der Bürger (mit der Sicherheit durch die Schuldverschreibungen und Anleihen, die ihm der Staat dafür als Rückzahlungsgarantie gibt) mit selbst aufgenommenen Schulden Immobilien anschaffen. Die paradoxerweise von Jahr zu Jahr mehr wert werden, also: Im Preis steigen. Ein überzeugendes Argument, weil seine liquiden Mittel durch Negativzins s. o. ohnehin immer weniger werden.
Um das Modell zu stützen, heizt man zudem die Inflationsangst an. Woraufhin die Leute Angst um ihr Geld haben ... und froh sind, Ertrag gegen Sicherheit tauschen zu können. Und wer kann alleine noch Sicherheit geben? Richtig. Der Staat. Dem leiht der Bürger also sein Geld. Und Geld hat der Bürger, weil der Staat es ihm GIBT. Immer. Auch ... bei Corona-Krisen darf er also wissen, daß er nicht verarmen wird. Und sein Wohlstandsniveau wenigstens so irgendwie wird halten können. (Und nebenbei Gutes tut, wie das Klima retten, oder die Senioren vor dem Covid19-Teufel.)
(Wir nennen hier nur Immobilien. In Wahrheit ist das Bündel an Dingen mit steigenden Preisen aber weit dicker. Silber, Gold, ja was steigt derzeit nicht alles?! Oder schon mal über Bitcoin, diese Kursrakete, nachgedacht? Also bitte ... das ist ja überhaupt die wundersame Geldvermehrung in Person. Und alle werden immer reicher!)
Denn wo, werter Leser, HAT man noch etwas? Na? Richtig. Wenn es der Staat garantiert. Und wo tut er das? Bei Anleihen. Die zu einem Aufruf an die Bürger werden, sein Erspartes in die Tresore der Regierungen zu karren.
Er muß dafür nur ein wenig Gebühr zahlen. Und zwar ... NEGATIVZINSEN. Die bei "Krediten" anfallen. Bei denen der Staat Geld aufnimmt, und dem Kreditgeber dafür Zinsen ABNIMMT.
Das heißt, daß der Schuldner Staat für neue Schulden nicht nur KEINE Zinsen bezahlt, sondern vom KreditGEBER auch noch Zinsen KASSIERT. Und der bezahlt noch gerne, weil beim Staat sein Geld wenigstens ETWAS WERT behält. Alles klar, werter Leser?
So, nun müssen wir nur noch eins und eins zusammenzählen. Der Staat nimmt derzeit VOR ALLEM IM INLAND sehr viel Geld auf. Die Sparer leihen es ihm gerne. Dafür zahlt er entweder gar keine Zinsen oder er kassiert vom Sparer sogar noch welche. Während die Sparer in Immobilien investieren, die ihr Geld nicht wert sind, aber "im Preis" steigen, also nominell seine Sparbeträge erhöhen.
Geht das auf Dauer? Dann hätten nämlich alle "gewonnen". Die Sparer, die mit dem Geld, welches der Staat in die Wirtschaft schiebt, und das die Immobilienpreise erhöht, sodaß das Geldvermögen der Sparer steigt. Während sie Zinsen dafür bezahlen, daß der Staat ihr Geld nimmt, und es in die Wirtschaft fließen läßt.
Das heißt aber fürderhin, daß der Staat mit der Zeit immer weniger Schulden hat. Denn die Bürger, die für diese Kredite, die sie dem Staat gewähren (und sie MÜSSEN diese Kredite geben, das nur nebenbei: Staatsanleihen-Papiere zu kaufen, also dem Staat einen Kredit zu gewähren, ist für viele Fonds, vor allem aber für Versicherungen, Pensionskassen, Banken oder Betriebe (Abfertigungsrücklagen) VORGESCHRIEBEN.
(Wir haben es hier also mit einer übrigens schon lange lange Jahre vorgeschriebenen ZWANGSANLEIHE zu tun, das nur nebenbei jenen gesagt, die vor schröcklichen Zwangshypotheken Angst haben: Zwangsanleihen gibt es schon sehr lange!)
Weil es aber sonst ein bißchen ungut auffallen würde, wenn die Staaten so viele Schulden machen, unmotiviert, und weil das für die Ratingagenturen schon gar keinen schlanken Fuß macht, wartet man einen Anlaß ab, wo NICHTS ANDERES MEHR ÜBRIGBLEIBT, ja die BÜRGER SOGAR GERNE ZUSTIMMEN.
TRARAAAAA! Da wachen die Bürger eines Morgens auf, und die Corona-Krise ist da. Weltweit. Und SCHRÖCKLICH. So schröcklich, daß binnen Tagen alle Regierungen der Welt dafür sind (sogar die, wie in den USA, die sich erst ein wenig geziert haben, und plötzlich, sieh da, auch voll dabei waren), ihre Staatsschulden explodieren zu lassen. UM DEN ARMEN BÜRGERN ZU HELFEN, die an der Corona-Krise leiden.
Verstanden, werter Leser?
Schon deshalb sei er versichert: Wir werden noch lange die Corona-Krise zum Knabbern beim Fernsehen serviert bekommen. Und noch länger daran kauen. Denn eines ist klar: Es ist unsinnig zu glauben, man könne eine Welt konstruieren, die EWIG hält. Aber es ist nicht unsinnig, ein System so lange aufzublasen und aufzublasen, wie es nur möglich ist, auch wenn noch keiner sagen kann, was am Ende herauskommt. Vielleicht, ja vielleicht ... wird ja doch alles gut, eines Tages? Vielleicht ergeben Schulden mal Schulden mal Schulden ... Wohlstand!?
Wie. Da kann etwas nicht stimmen? Werter Leser, er wird doch nicht auch dem Lager der Leugner angehören? Reiße er sich am Riemen, und unterdrücke er sämtliche Verschwörungstheorien, die ihm einsuggerieren, daß bei der Gleichung etwas fehlt. Und irgend jemand bei der Abwägung, ob beide Seiten gleich sind, seinen Daumen dazuhält.
Man nennt das NEUE GELDTHEORIE, oder NEW MONETARY THEORY. Die besagt, daß aufgrund der Komplexität der Vorgänge der Staat Schulden ohne Ende machen kann. Und nicht nur der Staat. Was heißt "kann". Soll! Muß!
Eine Theorie, die nur ein Problem hatte: Wie bringt man das Geld unter die Leute, ohne daß sie den Braten riechen. Denn der Normalsterbliche versteht dieser Hervorbringnisse genialer menschlicher Sophistik (Pardon: Wissenschaft) nicht.
Freitag, 22. Januar 2021
Es kommt auf den Standpunkt an
Als Marschall Tito im Buckingham Palast zu einem Essen eingeladen war, bewunderte dieser die vergoldeten Teller, aus denen die illustre Tischgemeinschaft ihre Dödel an Krummgurke auf Wachtelsoufflé speiste. Prinz Philipp neigte sich zu ihm und raunte ihm in vertraulichem Tone zu: "And my wife finds that is saves on breakages."
Natürlich, schreibt Mary Douglas, oxidieren vergoldete Handtuchhalter in den Toilettanlagen weniger als verchromte, und natürlich benötigt das Personal weniger Zeit, sie zu reinigen. Auch kann man sagen, daß geräucherter Naturlachs sehr leicht verdaulich ist, und daß seine Öle nachweislich gut für das Gehirn sind. Und es ist eine Tatsache, daß guter Portwein den Stimmbändern sehr wohl tut, sodaß die Stimme anstrengungslos fest und melodiös macht.
Geht man alle Markierungen für sozialen Status durch, so kann man darauf wetten, daß jedes dieser Luxusprodukte ein unwiderlegliches Argument hat, das seine Verwendung höchst vernünftig macht. Das wahre Argument jedes sozialen Markers aber ist die Schwere oder Leichtigkeit der Verfügbarkeit. Ein wirkliches soziales Standesmerkmal ist für Nicht-Zugehörige vor allem deshalb schwer verfügbar.
Auch das spricht, so Douglas, für die Annahme, daß man Güter, also Waren, in erster Linie als Kommunikatoren im Rahmen der Ganzheit des Existenz-Auftritts der Menschen sehen muß. Und nicht bei Kriterien ansetzen kann, wie sie Wirtschaftsforscher gerne hätten, weil sie ihnen selbst vernünftig erscheinen, wie Preis, oder eine generell über bestimmte Wirtschaftsmechanismen konstruierbare "Nachfrage". Kein Angebots-Nachfrage-Modell kann ohne die persönlichen, sozialen und psycho-sozialen Merkmale der möglichen Käufer.
Die Geneigtheit (oder eben nicht) eines Konsumenten, ein Produkt zu kaufen, ist nicht von "rationalen Produktqualitäten" abhängig. Diese sollen eher legitimieren, wie jeder Verkäufer weiß. Vielmehr sind Käufe als Entscheidungen für Güter zu sehen, mit denen jemand seine Mit- und Umwelt "vollstellt", um mit dieser gewissermaßen erweiterten "Haut" als Grenze seiner Persönlichkeit sein In-der-Welt-sein zu kommunizieren.
Wenn man nun bedenkt (flechten wir weiter an der Anregung von Douglas), daß in gewisser Weise so gut wie alle sozialen Interaktionen auch als "Verkaufsgeschehen" betrachtet werden könnten, so relativiert sich überhaupt (und in so gut wie allen Lebensbereichen) der reale weil rationale Wert von sprachlich gefaßten "Argumenten".
Sie reduzieren sich zu einem Aufstellen von "Vorgartenzwergen", mit denen man das Haus des "Das bin ich!" in die Welt hineinstreckt. Das aus ganz anderen Gründen - nämlich aus denen von Identität, aus dem Sein also! - besteht, und das sich im Namen zusammenfaßt. Dem etwas als EigenTUM oder EigenSCHAFT zugeschrieben wird, und das ohne das Zentrum der (bzw. einer) Person (als Träger von Zubehör, Aristoteles nennt sie auch "Akzidentien") nicht besteht.
Man kann also schlechthin gar nicht von "Waren" sprechen, wenn man sie nicht in ihrem Bezug auf jenes Personszentrum sieht, dem sie entsprechen oder von dem sie begehrt werden, weil sich der Name nur jeweils mit Gütern geschichtlich in der Welt halten läßt.
Es ist also nicht Armut oder Reichtum, der eine Person, ihren Rang, ihren Stand definiert. Sondern es ist das Sein des Menschen, von dem ausgehend ein MEHR (das man dann Reichtum nennt) oder ein WENIGER (das man dann Armut nennt) an Gütern als notwendig betrachtet werden kann und muß. Ohne natürlich in Utopien zu verfallen, die diese Tatsache zu einer unerläßlichen Forderung der Politik macht, die die Versorgung mit Gütern zu gewährleisten hat.
Denn somit ist auch Gütererwerb, Besitz und die Frage von Eigentum immer nur in Zusammenhang mit den Menschen und ihren Haltungen (als wirklichkeitsorientierte und -bezogene, praktisch archetypische Gestaltelemente) zu begreifen. Von dieser Person, von ihrem Stand, von ihrem Ort im sozialen Gefüge leitet sich dann ab, ob eine Unter- oder Überversorgung besteht.
Von dieser Seite betrachtet wird somit auch verstehbar, warum Attribute (die Güter sohin immer sind, selbst bei scheinbar notwendigsten Gütern wie Brot oder Wasser) nicht nur ein Gewinn aus der Welt sind, ein Recht, sondern auch eine Pflicht einbegreifen. Der gemäß jemand eine gewisse, ihm und seiner Identität entsprechende Gütermenge haben "muß". Und sei es - und jetzt wird es für manchen der Leser vielleicht endgültig seltsam, doch er glaube dem VdZ: Dieser Gedanke findet sich sogar in den Schriften* von Thomas v. Aquin! - daß er sich dafür mit Krediten verschuldet.
*Der Aquinate führt dies nämlich als Unterkategorie unter die einzige Rechtfertigung an, mit der das Aufnehmen einer Geldschuld moralisch legitim werden kann: Unter die Kategorie eines Mangels, der nur mit einer Leihe beseitigt werden kann.
Dienstag, 15. Dezember 2020
Noch ein Wort
Vieles aber, was heute über Geld und Geldangelegenheiten - besonders der öffentlichen Hand, der Unternehmen, der Banken - im Sprachgebrauch verankert ist, kann nur unter der Prämisse der Politik gesehen werden, Glaubwürdigkeit bei Volk und Markt herzustellen. Niemand ist wirklich in der Lage zu sagen, was in der Volkswirtschaft und bei Geld WIRKLICH funktioniert. Entscheidend ist aber, daß es GEGLAUBT wird.
Worin sich die soziale Natur von Geld tatsächlich offenbart. Weshalb bei vielen Aussagen zu Funktionsweisen und Vorgängen bei Geld und "Markt" gesagt werden muß: Unter den gegenwärtigen Bedingungen einer als Kapitalismus verstandenen Form des Wirtschaftens und des Geldes.
Denn der Kapitalismus funktioniert NUR, wenn die Wirtschaftsteilnehmer, die Konsumenten, einfach alle fest glauben, daß DER STAAT in der Lage ist, Verwerfungen und Änderungen sowie Fragen der Geldstabilität durch politische Maßnahmen* zu beherrschen!
Dennoch sei ein Wort zu Geld gesagt: Daß nämlich der Glaube an ein "stabiles Geld" weniger ein Glaube ist, als vor allem das Wollen, die Treue zu einer Vereinbarung. Daß somit "Verlust an Kaufkraft" stets mit einem Verlust des schöpferischen Willens der Bevölkerung eines Währungsraumes einhergeht bzw. dieser vorausgeht.
Während gleichzeitig und immer mehr die Menschen auf diese Kraft "warten", die angeblich dann Stabilität bringt, und an das wir uns als unser Leben bestimmend binden. Als von außen dazukommend. Von einem Sein aus, das "isset" und uns bestimmen soll. Das in Wahrheit aber weit mehr von uns bestimmt sein muß.
Geld ist nämlich tatsächlich ... eine Fiktion. Eine Fiktion, die wir aber gewählt haben. Als Symbol einer wechselseitigen, menschlichen Verschuldung, die Gesellschaft erst zum "Währungsraum" macht.
Geld hat also denselben Charakter wie alles "Seiende": Im Wesen unhinterfragbar "es selbst", ist es in einem fortwährenden, der Zeit enthobenen, dennoch einer ontologischen Hierarchie unterworfenen Pendeln beides in einem: Passiv wie aktiv, bestimmend wie bestimmt, schaffend wie geschaffen, zeugend wie gezeugt.
Ihm ein "festes, starres Sein" zuzusprechen ist deshalb das, was als "Mammon" bezeichnet wird. Es ist ein Totem, ein Götze, als nicht nur reduktive Verdiesseitigung und Verdinglichung, sondern auch als personhafte Belebung einer Idee.
*Das ist nur einer der prinzipiellen Widersprüche, die der Kapitalismus aufweist, und worin er sein Hauptversprechen - das probateste Mittel für Freiheit und Wohlstand zu sein, mehr als der Staat, ja ohne diesen - als Lüge (oder Dummheit, oder als beides) beweist.
Ja, der Kapitalismus braucht nicht nur den Staat, sondern er braucht einen Staat, der sich durch Steuern am Leben hält. Der Kapitalismus ist also im Gegenzug der "Garant" für Steuern als Korrekturmittel SEINER Tätigkeit. Und hat insofern an einer Besteuerung (nicht des Kapitals, sondern) der lohnabhängigen Bürger VITALES INTERESSE. Denn der Staat kann für ihn nur insoweit arbeiten und einstehen (wie er es nämlich braucht), als der sich und seine Kreditraten (samt Zinsen) durch Steuern (anderer) finanzieren kann.
Und er ist an allem interessiert, das die Macht des Staates, das Gemeinwohl zu garantieren, zu seinen Gunsten verschiebt. Dafür braucht er etwa die Globalisierung, braucht er die De-Potentialisierung durch De-Regionalisierung von (immer lokalen weil spezifischen) Interessen von Kulturgemeinschaften.
Samstag, 12. Dezember 2020
Wie sich Politik und Geld vermählten (2)
Teil 2) Die ungeschminkten Anmerkungen
Freitag, 11. Dezember 2020
Wie sich Politik und Geld vermählten (1)
"Das Ergebnis war, daß die in Privathand befindliche Bank (Bank of England, Anm.) die persönlichen Schulden des königlichen Souvereigns (William I. von Oranien) in eine Schuld des Staates umwandelte. Die somit sogar zu einer staatlichen Währung wurde. Die Besiegelung dieser Transformation privater in gesellschaftliche Produktion von Geld (als Forderung demjenigen gegenüber, der eine Münze oder eine Banknote herausgibt) wurde durch einen Wandel im Machtgefüge erkauft. Die jenes historisch einmalige hybride Konzept eines "Königs im Parlament" hervorbrachte, die wir in England bis heute haben.
Mit diesem Vorgang in England nahmen 1697 erstmals in der Geschichte Europas Institutionen für die öffentliche Produktion von Geld Gestalt an, die von einem immer wieder zu suchenden Gleichgewicht von wirtschaftlichen und politischen Interessen getragen wurden. Der Staat wurde nunmehr durch Anleihen bei einer mächtigen Geldgeberklasse finanziert. Und der Ort dieses Interessensausgleiches war eine öffentliche Bank. Somit hatten beide Seiten Interesse daran, daß die jeweils andere Seite langfristigen Bestand hatte."
Das schreibt Geoffrey Ingham in "The Nature of Money" über jene historische Phase, in der sich Politik und politische Macht erstmals mit dem Großkapital insoweit verbündete, als sie - in einem fortan geeinten Willen, in welchem sie dem "gemeinen Volk" gegenüberstanden - das Schicksal einer Nation bestimmten.
Dieser Punkt war das fast unvermeidbare Ergebnis einer seit dem 14. Jahrhundert immer drängender werdenden Verschuldung der englischen Könige. Die unter Heinrich VIII., der seine Vorfahren an Prunk- und Luxusliebe (bei gleichzeitigem Ehrgeiz in außenpolitischen Angelegenheiten, was im Klartext heißt: Kriegen) noch weit übertraf, so drängend wurde, daß dem König* "keine andere Wahl" blieb, als die Kirche zu enteignen. Die damals (rechnet man es in Geld um, wenngleich das niemandem eingefallen wäre außer ...) geschätzt die Hälfte der Vermögenswerte Englands besaß.
Er nützte dazu geschickt kircheninterne Parteiungen, entledigte sich elegant moralischer Probleme**, samt den damit verbundenen schwerwiegenden Problemen der Legitimation seiner Herrschaft, und nannte diese Zerschlagung der Sozialgefüge samt der darauf folgenden Entwurzelung seines Volkes - wie wir Heutigen - nach lutherischem Vorbild "Reform" bzw. "Reformation".
Für die Bevölkerung freilich änderte sich damit Gravierendes. Denn der Kirchenbesitz war im Wesentlichen Allgemeingut, und bis zur Reformation unter Henry VIII. war es jedem Briten jederzeit möglich, wenigstens seinem existentiellen Grundbedarf zu decken. Denn jeder konnte auf dem Kirchenbesitz ("Allmenden") ein paar Tiere halten, oder etwas anbauen, von dem er wenigstens grundsätzlich überleben konnte. Damit war nun Schluß. Denn fortan war alles Privatbesitz, und aus einst freien Bürgern wurden lohnabhängige Arbeiter. Sofern sie überhaupt Arbeit bei den neuen Herren fanden.
Die noch einen Preis vom König ausgehandelt hatten - den des absoluten Vorrangs des Schutzes des Eigentums. Der unter den gegebenen Voraussetzungen wie die Sanktionierung des Raubzugs an Land, Volk und Kirche wirkt.² Dieses Zusammenwirken von Staat und Kapital war die Voraussetzung für die Entwicklung des Kapitalismus selbst. Der die Macht des Staates braucht, um die Verbindlichkeit des Schuldners in ihrer Absolutheit auch durchzusetzen.³ Während dem Kapital - dem Geld - die soziale Verantwortung (also seine Aufgabe im Gemeinwohl) abgenommen wurde.
Als Wert zu Geld wurde
Noch wichtiger und meist nicht hinlänglich reflektiert - zu sehr wurden wir bereits umerzogen - ist dabei aber ein anderer Umstand: Es geht um die Etablierung von Geld als mathematische, rechnerische Abstraktion von "Wert". Diese Bedingung der "Sanierung" der Finanzen des Königs (die aber nur wenige Jahre hielt, und stattdessen die Notlage der Könige noch weiter verschärfte) veränderte völlig den Alltag der Menschen.
Die bis dahin (und auslaufend bis ins 18. Jahrhundert) in einer Gesellschaft der "ständigen wechselseitigen Verschuldung" lebten, die aber in moralischer, persönlich zu bedienender Schuld bestand - also nicht in "Geld". In dieser wechselseitigen Verschuldung und Verschuldungsbereitschaft lag der Mörtel dessen, was wir mit "Sozialem Zusammenhalt" bezeichnen können. Worin er wiederum gemäß der christlich eingeforderten Nächstenliebe und Solidarität mit diesem Nächsten gestaltet war.
Geld, das nun aber aus zwei Quellen stammte, die sich zu einer vereinten bzw. wechselseitig konvertierbar wurden. Öffentlich (staatlich-königlich, seit dem frühen 18. Jahrhundert defacto als Metallstandard) und privat, durch die Banken und deren Kredit (vor allem im Wechsel) geschaffenem. Wo eine Seite gewissermaßen für die andere - und über die Steuern der Bürger für alle beide - bürgte. Denn Geld ist immer, wie gesagt, Schuld weil Leistungsversprechen. Das zwischenmenschlich auch ohne jede Münze fungiert, dort nur Ritus, Ritual, Symbol braucht.
Die Münze ist lediglich das Symbol für ein Leistungsversprechen, entsprechend der Erfüllungswahrscheinlichkeit geschätzt und wertvoll. Und die Krone festigte den Wechsel, das Privatgeld, durch strenge Gesetze und - die Münze. Noch heute ist (auch bei uns) ein Wechsel sehr rasch und einfach einklagbar, und im Insolvenzfall bevorrechtet, hat also höhere Bonität als reines Buchgeld. Er ist, als privates Geld, somit sehr leicht in staatliches, königliches Geld - die Münze, den Geldschein - konvertierbar.
Der Metallgehalt der Münzen, den niemand geringerer als Isaac Newton als Schatzminister Englands reformierte und solide machte, war freilich nur im Austausch mit ausländischen, fernen Leistungen von Bedeutung als Zahlungsmittel. Dort aber oft auch nur der Metallwert. Münzen aus Edelmetall waren somit ein probates Mittel, um Wert aufzubewahren, nicht, um zu bezahlen.
Dem einheimischen Bürger war auch das Edelmetall nur wirkmächtiges Symbol der Kaufkraft generell. Das zeigen die Münzen, die im Alltag in Gebrauch waren: Vom Metallwert her wertlose (Kupfer-)Münzen, die Kaufkraft per Konvention und deshalb nur in sozial homogenen (sic!) Räumen hatten, soweit eben persönliches Vertrauen herrschte. Aber in solchen begrenzten Räumen akzeptiert wurden, und somit als Zahlungsmittel taugten. Silber und Gold blieben dem Alltag fremd. Nicht selten hatte das Lokalgeld einen einzigen Bezugspunkt als "Wert" - und zwar dessen, was ein Arbeiter täglich (oder in einem bestimmten Zeitraum) zum Lebensunterhalt benötigte.
Alle diese Lokalwährungen (Anführungszeichen) wurden aber im königlichen Pfund vereint, das überall akzeptiert wurde: Es war zwar von einer (privilegierten) Privatbank herausgegeben, aber von der Krone (in Gold) garantiert worden, und war so der Hauptanker aller übrigen Banken und Zahlungsmittel.
So nebenbei: Diese Balance der Macht, die in England zwischen diesen beiden Schichten stattfand, Finanz mit Finanzadel und Krone, war aber die Basis für Englands Aufstieg zum Weltimperium. Während zu viel Macht - wie im absolutistischen Frankreich, oder den kleinen italienischen Stadtstaaten - den Staat unfinanzierbar machte (s. o.). In England war eben nun das Parlament verantwortlich, ob Kredite aufgenommen und Zins und Tilgung durch Steuern eingehoben werden sollten oder nicht. Was alles im Frankreich auch des 18. Jahrhunderts der König höchst selbst entschied.
Während somit der Staat in Frankreich immer noch Mittel der Bereicherung von Einzelpersonen war, war er in England bereits zum Mittel geworden. Das den allgemeinen wirtschaftlichen Wohlstand durch hohe Flexibilität in der Schaffung von Geld (sic!) durch Kredit ermöglichte.
Es ist auffällig, daß bis ins 20. Jahrhundert die Staaten mit der höchsten - zählbaren - Wirtschaftsleistung auch die Staaten mit dem nachhaltigsten, größten und dynamischesten Kreditwesen waren, nämlich England und die USA. In diesen beiden Staaten verschmolzen Staat und Privat (mehr oder weniger) in einer Aufgabenstellung.
Ohnehin war Münzgeld stets (und in allen Völkern) lediglich und immer schon bekannter Ausgleich "an den Rändern". Und dort vor allem an den Berührungspunkten mit "den Fremden", also den Nicht-Engländern, den Ausgestoßenen, den "Anderen". Einmal etabliert, und zwar schon dadurch, daß die eingeführten Steuern fortan nur noch in Geld (!) zu bezahlen waren, setzten einen Kreislauf in Gang, in dem jeder Bürger imperativisch fortan nach Geld (und NUR nach Geld) zu streben hatte. Bis alles Streben nur noch dem Gelde diente, der Mensch sogar sich selbst (und seine Liebsten) in Geld bemaß und (sogar buchstäblich) verkaufte.***
Innerhalb von hundert Jahren war aber aus einem Land, das noch im 15. Jahrhundert bekannt dafür war, daß es jedem seiner Bewohner mehr oder weniger gut ging und das seiner Gastfreundschaft und Mildtätigkeit wegen gerühmt wurde, ein Land mit einer riesigen Schichte Elender. In dem eine kleine (und durch Konzentrationsprozesser immer kleinere) Schichte immer reicher wurde.
Aus ihren Heimaten**** expedierte Menschen suchten ihr Überleben in den Großstädten (vor allem in London). Dort vegetierten sie mehr denn sie lebten, zu sagenhaften Bedingungen. Erstmals gab es Massen an Lohnabhängigen, an Menschen, die ihre Arbeit als Ware (und darin zunehmend als abstrakte Funktion) betrachten mußten, die sie zu verkaufen hatten. Erstmals entstand also das, was man als Proletariat bezeichnen konnte. Zumal durch die neuartige Konkurrenzsituation der Arbeitenden auch die Löhne so stark fielen, daß man selbst mit Arbeit kaum mehr als notdürftig existieren konnte.
Morgen Teil 2) Die ungeschminkten Anmerkungen
Sonntag, 6. Dezember 2020
Vom Zustand der Kultur abhängig
Das Verblüffendste an antiken Münzen ist etwas, das scheinbar niemandem aufgefallen ist, der sich mit Geld, Ökonomie und Werttheorien befaßt hat. Denn es wird nirgendwo erwähnt. Erstmals hat es der britische Diplomat und Ökonom Alfred Mitchell-Innes in einem aufsehenerregenden Artikel in der New York Times im Jahre 1913. Wo er unter dem Titel "What is money - Was ist Geld" auf die diffuse und nirgendwo geklärte Natur dessen hinwies, was seit je die Ökonomie und die Menschen der Gegenwart im Besonderen bewegt: Geld.
Anscheinend, schreibt Mitchell-Innes vor über hundert Jahren schon (den zweiten Artikel aus 1914, "The credit theory of money - Die Kredittheorie des Geldes" finden Sie hier), ist niemandem klar, daß es noch nie eine "wissenschaftliche Theorie" gegeben hat, die einerseits so vorgeschoben worden ist, der es anderseits aber so an jeder Fundierung gefehlt hat. Das muß man ohne Übertreibung sagen, so Innes.
Es kann kein Zweifel bestehen, daß Geld nie mehr als Symbol gewesen ist. Auch die Münzen in der Antike. Die nur eines hatten, und das immer: Das Signum oder das Portrait des Herausgebers des Geldes. Als Garanten des Wertes! Selbst die Beschaffenheit der Münzen, der Anteil an Edelmetall, die Größe etc., waren dagegen gleichgültig.
Was Geld "ist", ist deshalb grundsätzlich jenem (fast möchte man sagen: Transzendenten) Bereich zuzuschreiben, den die Mythologie weit besser erfaßt als jede offizielle Wirtschaftstheorie der Neuzeit. Denn Geld ist, so die Theorie von Geoffrey Ingham, die er in "The Nature of Money" ausfaltet, nichts "an sich", sondern eine auf sozialer Übereinkunft beruhender Wertmaßstab. Dessen Wert also nicht - wie bei den antiken Münzen - auf angebliche "ewige Werte" wie Gold oder Silber oder egal was zurückgeht, sondern auf die soziale Übereinkunft.
Geld ist ein Kreditmittel! Es ist jener Kredit, den sein Herausgeber vom Empfangenden nimmt, der es dann weitergibt, indem er das Versprechen weitergibt, daß dieses Symbol tatsächlich Wert "hat", also eines Tages durch "irgendetwas" (mehr oder weniger Definiertes, im Grunde immer aber etwas, das mit "Arbeit" zu tun hat) eingetauscht werden kann.
Das zu sagen steht gegen fast alle landläufigen Behauptungen und Überzeugungen von Experten, das ist klar. Es steht noch mehr gegen das, was die meisten Menschen glauben und so gut wie alle Ökonomen ihnen erzählen.
Aber genau das macht es noch deutlicher: Denn auch diese Behauptungen gehören zum Spiel, sozusagen, in dem das Geld angeblich einen Wert "an sich" habe. Weil dieser durch dieses oder jenes Realium gedeckt sei, das zugleich ein seltsam absolutes Gegenwärtiges ist.
Wie gut oder schlecht eine Währung ist, ist deshalb von geistigen Zuständen, man muß und will es noch konkreter sagen: Vom Zustand der Kultur abhängig.
Zu glauben, wie es zu Beginn der Neuzeit auftauchte, daß eine Münze oder ein Geldschein - das ist immer gleichgültig weil nichts als Schein, Symbol vielfacher Art und solch ein "Schein" existierte historisch schon lange vor jeder Münze - in Gold oder Silber (einem Schatz) "gedeckt" sei, ist somit reiner Mythos. Nein, mehr noch, es ist ein Irr- und Aberglaube, daß es solchen Wert als Realium in dieser Welt gibt.
Dies soll nur ein weiterer Hinweis auf die gleichzeitige Verankerung der Kultur als System eines historischen sozialen Gefüges in einer weltlichen Dinghaftigkeit und Variabilität
(als amplitudenhaftes, rhythmisches Bewegen zwischen Sein und Nichts, das sich jeweils im verschmelzenden, und sich doch gleichzeitig und sofort ablösenden Kusse mit dem Absoluten, dem Sein selbst, vorstellbar wie ein Abholen des Idealbildes in Gott, im Hinaustragen als und zur Welt, und dessen Verwehen, das zur Rückbewegung führt)
und anderseits diesem existentiellen Abhängen vom Absoluten sein. Denn der Mensch ist seinem Wesen nach verdankt und damit ... Schuldner. Und er ahnt deshalb, daß es nur ein Medium geben kann, das Wert verabsolutiert: Ein Symbol dieser Verschuldetheit, die nur in Gott gedeckt ist.
Donnerstag, 6. August 2020
Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (2)
Was schreibt dazu der liberale Thinktank Agenda Austria? Wir bringen es, wegen eines Umstands, den wir am Schluß ausführen.
Seit 2007 kamen für jeden Euro an Wirtschaftsleistung 1,56 Euro an Staatschulden hinzu. „Wir haben den Krisenmodus in Europa eigentlich nie verlassen. Die einfache Antwort, die Probleme mit der Notenpresse wegzudrucken, geht offenbar nicht auf. Trotzdem versuchen wir es immer intensiver. Europa braucht aber nicht noch mehr Schuldenprogramme, Europa braucht eine Strategie, wie wir aus diesem Teufelskreis entkommen“, sagt Agenda Austria-Ökonomin Heike Lehner.
Hier im speziellen wird - wie so oft heute! - die Problematik der Stellung der Frau in ihrem Kampf um den Vaterstuhl ausgetragen, und in den Kindern der Kinder definitiv "gewonnen". Vermeintlich! Nur vermeintlich. Es ist ein Pyrrhussieg, wir werden noch darüber berichten. Denn diese Kinder der Kinder werden eines Tages ... nicht so ungeduldig, werter Leser, es wird schon noch gesagt werden!
Denn Familie ist nur als Haus verständlich. Und Haus ist die Gemeinschaft (als Einigkeit) unter dem Vater, also Wort, Geist. Die biologische Tatsache einer Abstammung ist zwar da, spielt auch eine Rolle, aber eher als "zu überwindendes Faktum". So sehr die biologischen Abstämmlinge auch dann (aus Gründen der Legitimität!) versuchen, die Familie - das Haus - zu stehlen. Das Haus geht mit dem Vater, und dessen Vater, und dessen Vater, und dessen Vater ... bis zum Neuen Adam. Was aber passiert, wenn man diesen Neuen Adam verweigert? Eben. Man steht gegen die eigene Natur.
Was soll daran also verwunderlich sein, wenn unter den Jungen heute die Meinung weitest verbreitet ist, daß die Menschheit "gegen die Natur" stünde? Und daß die überkommene Kultur (ja, ihre nämlich!) nichts taugt, außer - wie bei "konservativen" Liberalen - wo sie gerade noch nützlich ist? Bildung wird unter diesen Generationen deshalb nur noch zum Werkzeug, um den selbst zu definierenden Anspruch (man nennt das dann "ehrgeizig", und "strebsam") auf sozialen Ort/Stellung (die das Haus des Vaters des Vaters des Vaters ... vorgäbe!) zu erfüllen.
Mittwoch, 5. August 2020
Von Wirtschaft, Drohungen und Wahrwerdungen (1)
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| Bild Agenda Austria |
Mittwoch, 4. Dezember 2019
Weil man Geld nicht mehr begreift (3)
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| FFF Washington - Alles aus einer Bewegung! - Bild aus EIKE |
Und es führt uns zur Hysterie ums Klima, bis zu deren letztem Höhepunkt, wo Kinder in einer klar von (nicht nur) wirtschafts-sozialistischen Interessen organisierten und gesteuerten Bewegung "Fridays For Future" (siehe auch hier) hüpfend herumschreien, daß noch mehr Schulden (und Steuern) besser seien als Klimawandel.
Dienstag, 3. Dezember 2019
Weil man Geld nicht mehr begreift (2)
Dabei spielt ein Punkt eine Rolle, den man vielfach übersieht, die Dinge hängen alle sehr eng zusammen (und man erkennt, wie stark der wirtschaftliche Hintergrund dabei ist, der auf Interessen schließen läßt, die über jede ideologische Verortung hinausgehen und vieles recht real und greifbar macht.) Schon Anfang der 1970er Jahre wurde in unseren Ländern die Stellung des Vaters und (bis dahin weitgehend noch alleinigen) Ernährers der Familien in einem Punkt niedergerissen: Er sollte in der Familie weniger (und bald nichts) mehr zu sagen haben. Während er in einem anderen Punkt aber, dem der realen, finanziellen Verantwortung, voll in der Pflicht blieb. Während ein zum selben Zeitpunkt immer uferloser ausgebauter Sozialstaat für Frauen und Kinder alle Zusammenhänge zwischen Geld und Realität ins Dunkel verschwinden ließ. Speziell das hat den Verlust des Begreifens der Realität von Geld bis in die Familie hineingetragen, für die Geld lediglich zu einer "vorhandenen Selbstverständlichkeit" wurde.




