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Mittwoch, 22. Dezember 2021

Auch das gehört unter den Baum (1)

QR Film Ludwig II.
Es geht auch zum Hören, was als Film über "Ludwig II." im Jahre 1955 angelegt wurde (und auf Youtube an mehreren Stellen angeboten wird.) Denn der Maestro della musica höchstpersönlich, Herbert von Karajan, bietet mit den Wiener Philharmonikern sowie namhaften Solisten (Martha Mödl als Isolde, Wolfgang Windgassen als Tristan) die unvermeidliche Wagner-Musik zum Liebling so vieler romantischen Bewegungen, zum Kreis der Legenden und Sagen rund um den vorvorletzten Bayernkönig. 

Den O. W. Fischer spielt. Dessen denkwürdige Leistung einerseits bis in die Nebenrollen (wer hätte da etwa einen Klaus Kinski vermutet? war der auch mal Schauspieler, ehe er sich als Kasperl seiner selbst verdingt hat? natürlich, und wie!) von einem hochkarätigen Ensemble getragen wird. Wer Marianne Koch hier in jungen Jahren (als Prinzessin Sophie, die sich historisch mit Ludwig verlobte, ohne daß es dann zur Ehe kam) sieht, das nebenbei, kann sich nur fragen: Mein Gott, diese vielleicht schönste Frau Deutschlands im 20. Jahrhundert ist wirklich nie gealtert. Sie war immer gleich schön. 

Samstag, 25. November 2017

Der Samstag-Nachmittag-Film

Hier haben wir ihn endlich - Gustav Knuth, neben Dieter Borsche und Marianne Koch, und dem herrlichen Dieter Söhnker als "Falotti". In der Verfilmung des nächsten Spoerl-Romans "Wenn wir alle Engel wären". Wie immer süffige Komödienkomposition, mit elegant-gekonnt verquickten Handlungssträngen, und wunderbarer Katharsis, die in eine Versöhntheit mit der Welt ausläuft. Passend zur tiefen Menschlichkeit, die Spoerl eben auszeichnet. Wir schreiben außerdem das Jahr 1956. Das deutsche Wirtschaftswunder war zuerst und vor allem ein seelisches Wunder.

Für die Älteren unter uns ist der Film aber auch ein Eintauchen in die Kindheit, und davon kann man nicht genug Schlucke zu sich nehmen. Übrigens begreift man da auch, wie der Stil, zu spielen, mit der kulturellen Verfaßtheit zu tun hat, in der der Film hergestellt wird. Denn die Stilisierung menschlicher Haltungen und Gesten korrespondiert mit der Komplexheit und Höhe des sozialen Verhaltens selbst. Und muß in der Kunst immer mehr oder weniger leicht über dem simplen Alltag stehen. Hinter allem Stil wird das Natürliche als das Unverstellte erkennbar. Die Art zu spielen sagt damit aus, wohin sich eine Kultur bewegt.








*141017*

Mittwoch, 27. April 2016

Ethos der Objektivität

Loriot Vicco von Bülow in einem Gespräch (1979) mit Marianne Koch, u. a. zur destruierenden Rolle der Satire, aber auch mit sehr aktueller Kritik am Journalismus. "Öffentliche Medienmacher haben keine Privatmeinungen zu verkünden. Sie müssen zwischen allen Stühlen sitzen, und nicht auf diesen." Freilich ... ob Politik wirklich nur in der Optimierung von Abläufen ihre Aufgabe haben sollte?








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