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Dienstag, 11. Dezember 2018

Splitter zum Tag (3)

Teil 3) Die wahren Gründe für den Unmut in Frankreich. Und anderswo.



Es sind also andere, die Molotow-Cocktails werfen und Autos anzünden und Polizisten krankenhausreif schlagen, wenn nicht töten. Nur diese Gruppen sind so gewaltbereit und nutzen jede Möglichkeit zur Destabilisierung. Die mit den Rechten aber verbindet, daß es allen irgendwie reicht. Warum, wogegen ist nicht so ganz klar. Die Dieselverteuerung war der erwartete, sofort wahrgenommene Anlaß für einen viel tiefer sitzenden Unmut. Den, traut man Umfragen, zwei Drittel (!) der Franzosen teilen. Den manche sogar als den ersten artikulierten Massenprotest der "einfachen Leute" gegen den abgehobenen Irrsinn einer "Ökologie-Politik" sehen, die eine abgehobene Schein-Elite über die Welt verhängen will.

Ein Protest freilich, der sich noch nicht wirklich benennen darf, dafür sorgen die neuen Tabus. Der einen Anlaß als Chance ergreift, weil eine Politik verlangt, die endlich dem Willen der Bevölkerung entspricht. Und der einen sehr handfesten Grund hat: Frankreich ist zu Tode gesteuert. Die Wirtschaft tief marode, sieht man von den (griechenlandbefreiten) Banken ab, die Einkommen der Arbeitenden gerade noch ausreichend oder schon längst zu niedrig für das, was jeder als "normalen Lebensanspruch" sieht. Wo die Kinder studieren, und ein Auto unerläßlich ist, weil eine Wohnung in den Zentren der Städte längst unleistbar ist.**

Und warum? Auch - auch! - weil es Millionen Migranten im Land hat, die gerne wohlhabend wären, aber in miesen Vorstädten mies dahinvegetieren. Ohne Arbeit, ohne Sinn, ohne Aufgabe. Die aber Milliarden und Abermilliarden kosten***. Jenen das Geld aus den Taschen ziehen, die immer noch brav an der Werkbank stehen und dafür Steuern abdrücken, die wiederum die Billionen der Oligarchen sichern. Verteilung von unten nach oben, darum geht es seit zwei, drei, fünf Jahrhunderten im kapitalistischen Europa. Der Klimawahnsinn garantiert weil moralisiert diese Methode. Diesen noch als Wissenschaft zu bezeichnen, traut sich ja ohnehin nur noch die herangezüchtete Zombie-Riege der weltweit Verblödeten und Möchte-gerne, die sich derzeit in Kattowitz ein verlängertes nettes Wochenende bei Plausch und Punsch gönnen und die "Probleme der Welt" besprechen.

Bitte, Leute, für irgendwas müssen unsere Steuern ja gut sein. Leisten wir uns also auch eine Gelehrtenschichte, die für nix gut ist, als von Jahr zu Jahr die Hotels irgendeines illustren Ortes zu füllen, leisten wir uns doch diese Neben- und Scheinwelt der Klimaretter. Leisten wir uns die, die uns das Leben schwer machen möchten, weil sie sonst nicht wüßten, wozu sie überhaupt da sind. Aber dann spüren die sich wenigstens irgendwo. Borderline, weiß der Leser das? Borderline. Das ist das Geheimnis um diese Schichte, die doch nur nützliche Idioten für ganz andere Geschehnisse und Wirklichkeitsbewegungen sind.

Frankreich hat freilich in einem wirklich Tradition - in der Revolution. Das begann mit der mittlerweile heiliggesprochenen Jeanne d'Arc im 15. Jahrhundert, ging über 1789 und die darauf folgenden Blutorgien, und hat mit der mittlerweile fünften (jeweils einer zuvor gestürzten Grundverfaßtheit folgenden) Republik sicher noch nicht den Endpunkt erreicht. Paris steuert auf eine nächste Republik zu. Wo nun endlich, aber diesmal wirklich, alles besser werden wird.

Eben. Postmodernismus pur. Funktion. Wie im Casino. Irgendwann fällt auch die richtige Gestalt. Hoffentlich merkt es jemand.

***

Fazit? Eine Zeit, die Buberlgesichterl und Frauen wählt, erhält Buberl- und Frauenpolitik. Weich. Gestaltlos. Weltlos. Identitätslos. Simulation.

***


Nachtrag:  Die Kronen Zeitung bringt einen Bericht, demgemäß es am vergangenen Wochenende in Frankreich im Zuge der "Gilet Jeune"-Proteste zu 1.700 Festnahmen und 260 Verletzten (darunter 39 Polizisten) kam. Die Krone spricht von landesweit 136.000 Protestierenden. In Paris sei es zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen gekommen. Obwohl bereits in den frühen Morgenstunden "hunderte Personen" präventiv festgenommen worden waren. Insgesamt wären die Zahlen (weil die Proteste) damit gestiegen. Auch bei der eingesetzten Exekutive: 89.000 Gendarmen (=Armeeangehörige) sind auch in Frankreich nicht alltäglich.




**Übrigens vor allem durch die Flutung der Volkswirtschaften mit billigem Geld (EZB). Von dem natürlich wieder die Wohlhabenderen profitieren. Denn wer nix hat, kriegt auch keinen Kredit, machen wir uns doch nichts vor. Noch dazu, wo die Vergaberichtlinien durch Gesetze ("Basel"), die Banken "zusammenbruchsresistenter" machen sollen, deutlich verschärft wurden. Es ist besorgniserregend, daß immer mehr Bürger zur Bestreitung ihres normalen Lebensaufwands bereits Vorsorgen auflösen oder Kredite aufnehmen müssen. In den USA sind das mittlerweile schon 25 Millionen Amerikaner, zehn Prozent der Bevölkerung, für die der Arbeitslohn nicht mehr reicht.

***Dem Leser ist die Größenordnung, in der wir uns hier bewegen, vielleicht nicht ganz klar. Dazu trägt die Währungsumstellung auf Euro bei, der VdZ ist sicher.  Bei den Kosten für Migranten redet man in Deutschland mittlerweile von jährlich über 25 Milliarden Euro, das sind grob 50 Milliarden Deutsche Mark. (Für die Energiewende betragen die Kosten mittlerweile 27 Milliarden Euro, also 54 Milliarden DM, jährlich.) 

Deutschland und Österreich ähneln sich ungemein, das drückt sich analog zur Einwohnerzahl auch in den wirtschaftlichen Kennzahlen aus. Vor der Wiedervereinigung waren (schon allein durch die Währungsbindung Schilling zu DM = nahezu fix 1:7) fast alle volkswirtschaftlichen Zahlen im Verhältnis 1:10 zu betrachten, dann waren sie "normal". Nach 1990 vermutlich 1:12, vielleicht auch 1:13. 

In Österreich spricht man heute von mindestens zwei Milliarden Euro Migrationskosten pro Jahr, das sind grob gerechnet 30 Milliarden Schilling. Zum Vergleich: Die gesamten Einnahmen des Staates Österreich betrugen 2017 rund 178 Milliarden Euro, die Ausgaben rund 181 Milliarden. Die Migrationskosten sind also in Österreich ident mit dem Budgetdefizit, sie sind nur über weitere Verschuldung zu bezahlen.

Zum Vergleich: Als es etwa 1990 zum "Skandal" um die Verluste bei der damals noch verstaatlichten VOEST in Linz kam (nach 1945 wurden die Hermann Göring-Werke verstaatlicht, die in jener Stadt auf Anregung von Hermann Göring gegründet worden waren - in Anbindung an die Erzvorkommen in der Obersteiermark - die als "Linz - Die Perle Hitlers" zur Weltstadt ausgebaut werden sollte, woran heute nur noch der Hauptplatz, die Nibelungenbrücke und einige Vorstadtsiedlungen erinnern), wo mit 40.000 Arbeitern jährlich eineinhalb Milliarden Schilling (das sind, bitte schön, "gerade mal" 100 Millionen Euro!) in den Sand gesetzt wurden (heute ist der danach privatisierte Stahlkonzern einer der größten der Welt und arbeitet hoch profitabel) gab es das ÖVP-Wort von "Schluß, wir verbluten uns zu Tode". Heute nehmen wir dieselben Summen IN EURO mit einem Schulterzucken. Und die ÖVP sieht es wie die SPÖ als gerechten Grund. 

Grund? Wir haben durch die Einführung des Euro jeden Begriff von Geld und Wert verloren. Heute ist Geld für die Politik wirklich nur noch Zahl und Rauch.

Der VdZ hat es 2003 vorhergesagt, es ist genauso gekommen:  Wir geben heute einen Euro genau so leicht aus wie damals einen Schilling. (In Deutschland: Eine Mark. Alles liegt an der Grundeinheit, an der EINS.) Wer heute ins Gasthaus geht, ein "Billig-Menu" ißt und einen Apfelsaft dazu trinkt, nimmt die Rechnung über 200 Schilling (=15 Euro) als wäre ihm Gutes passiert. Tatsache ist, daß sich diese und andere alltägliche Preise binnen 15 Jahren VERDOPPELT haben. Da pfeift man doch gerne auf die offizielle Inflationsstatistik, die einwirft, daß dafür zweiwöchige All-inclusive-Reisen nach Antalya um die Hälfte im Preis gesunken sind. Vor fünfzehn Jahren hätte man dem Fleischer, der für eine ordinäre Leberkässemmel, oder der Kassiererin im Café, die für einen Verlängerten Schwarzen 50 Schilling (=3,50 Euro) verlangt hätte, den Vogel gezeigt. Heute ist das völlig normal. Und der Witz dabei: Die Betriebe können trotzdem kaum noch existieren!





*081218*

Montag, 10. Dezember 2018

Splitter zum Tag (2)

Teil 2) Das nächste Buberlgesicht, die nächste Geschichte - Emmanuel Macron




Emmanuel Macron (wieder: auch der ein Buberlgesicht) ist da nicht weit davon entfernt, fällt in dieselbe Kategorie, wenn auch Macron nicht einmal ansatzweise eine wirkliche Unterstützung im Volk hatte. Soweit kam der nie, denn mit Politik hat er nie etwas am Hut gehabt. Er war ein Konstruktions-Kandidat, zentraler Strategie entsprungen, die nur ein Ziel kannte: Le Pen zu verhindern. Wollte man sagen. Nein. Die Macht, die in Frankreich herrenlos war und ist, zu erringen, indem er eine "Bewegung von unten" vortäuschte, die er aber nie ernsthaft im Sinn hatte. Heute herrscht er, so heißt es, wie ein Monarch. Er betreib nur Etikettenschwindel, maskierte die bisherige Politik halt neu. Ähnlich hat es ja Kurz in Österreich gemacht.

Dazu mußten alle übrigen Kandidaten mit äußerst fragwürdigen Methoden, ja durch üble Methoden aus dem Rennen geworfen werden. Macron hat an der Hand seiner Mutti (pardon, seiner Geliebten hätte es heißen müssen) bekanntlich den schmutzigsten Wahlkampf der neueren französischen Geschichte geführt. Aber nun hat er, das kann man so sagen, ein handfestes Legitimitätsproblem. (Und das Problem der Legitimität fängt den Blick des VdZ immer mehr. Es ist ein Kernproblem des Menschen, darüber wird sich an dieser Stelle deshalb gewiß noch einiges finden.)

So hat Macron nur mit (groteskem, lächerlichem, postmodernistisch zum Schein legitimierten) Neureichentum und der Art, wie sich eine neue, nie legitimierte, und in nichts legitime Elite zu etablieren versucht, die "Wahl" gewonnen. Als einzige Möglichkeit für den "seriösen Bürger", gewissermaßen, um das Unseriöse zu verhindern. Glatt fliegt ihm jetzt der Laden um die Ohren. Denn seine Wirklichkeitsferne hat ihn dazu verleitet, was eben daraus folgt: eine deckungsgleich wirklichkeitsferne, zombieartige "Politik" zu machen. Niemand in Frankreich will das, was Macron will. EU-Armee. EU-Budget. Klimarettung durch "Energiewende", die Deutschland gerade bis zum Erstickungstod abwürgt: Abschalten von Atomkraftwerken, Landschaftszerstörung durch Windräder, Aufgabe sicherer Energieversorgung durch Einführung von Flatterstrom, wo nun von zwei parallelen Produktionsstätten derselbe Ausstoß wie zuvor geliefert wird - es zahlt ohnehin der Bürger. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Nur mit Merkel kann er da kuscheln. Beide entstammen demselben Bezirk des Geistlosen, Ahnungslosen, Wirklichkeitslosen, lebenslang Alimentierten. Autistische Bewohner einer geschützten Werkstatt*. Beide wollen Probleme lösen, die keiner hat, mit Geld, das nur den einfachen Leuten genommen werden kann. Übers Benzin. Über den Strompreis. Während die wirklichen Probleme ständig weiter aufgeschoben werden (wie im ESM, mit dem man die Krise von 2008 nicht bewältigt, sondern auf immer weitere Zukunft aufgeschoben hat; samt dem "Target II" als Tor zu noch mehr Schulden für klamme Staaten, wieder einmal direkt bei den Deutschen, die dafür eine Schein-Prosperität erleben.). Paßt das Volk dazu nicht, wird es eben ausgetauscht.

So nebenbei hat Macron aber nun offenbart, worum es bei dem ganzen Klimazirkus in Wahrheit geht. Die zeitliche Koinzidenz der Aufstände in Frankreich mit der "Klimakonferenz" in Kattowitz ist kein Zufall. 

Es geht hier wie dort um neue Geldquellen für eine (schon lange) perverse Politik. Um sonst wirklich nichts. Da erhöht man vom doktorgeschwängerten Schreibtisch aus die Mineralölsteuern, heiliggesprochen durch das hehre (Fluch über diese Geisteskranken! aber das wird eh Gott besorgen, bleiben wir ruhig) Ziel der Klimarettung, ganz kräftig. 

Aber dann passiert etwas. Denn plötzlich erhebt sich das Volk. Öhö, wer hätte damit rechnen können, schon gar in Frankreich? Und bei weitem nicht nur in Paris, sondern in tausenden französischen Städten. Und es kursieren Listen mit politischen Forderungen, die sich wie die Parteiprogramme verpönter "populistischer Rechts- und Linksparteien" lesen. Mit Forderungen nach gesetzlichen Mindestlöhnen, oder Mietpreisgrenzen.
 
Denen geht es um das Weltende, wie jemand schreibt, uns aber um das Monatsende. 

Mehr als Zynismus ist Macron dazu bisher nicht eingefallen. Dafür müssen nun vier oder fünf Divisionen an Ordnungskräften (die Gendarmerie in Frankreich ist der Armee eingegliedert, weshalb die militärische Begrifflichkeit zutrifft) ausrücken, um die Situation irgendwie im Griff zu behalten. Panzer fahren vor dem Arc de Triomphe auf, wie man liest. Hunderte "Krawallisten" werden a priori aus dem Verkehr gezogen. Trotzdem werden hunderttausende Protestierende in ganz Frankreich erwartet. Und es ist bekannt, daß die Polizeikräfte für die Demonstranten größte Sympathien hegen. Eine ganze Polizeieinheit ist angeblich sogar schon "übergelaufen", hat sich den Demonstranten angeschlossen. (Nachtrag vom 11.12.2018: Diese Nachricht dürfte nicht stimmen. Vielmehr ist auffällig, daß sich alle möglichen Parteiungen und Anschauungsrichtungen der Demonstrationen "bemächtigen" und sie in ihrer Richtung deuten. Und eine davon hat möglicherweise diese Nachricht - mit uminterpretierten Bildern unterlegt - einer Polizeiverhandlung mit den Demonstranten in die Welt gesetzt.)

Dabei hat Macron, dem man allerorten ungeheure Arroganz nachsagt (der Leser werfe auch auf den lesenswerten Artikel auf Achgut seinen Blick), schon widerrufen! Zumindest "aufgeschoben". Was heißt: Er wartet auf einen günstigeren Zeitpunkt. Vielleicht auf einen Krieg in der Ukraine, der die Aufmerksamkeit ablenkt. 

Darunter, wie man allenthalten liest, sind viele linke Chaoten, und auch so manche Migrantengang kocht mit ungeheurer Gewaltbereitschaft ihr eigenes Süppchen und fackelt Autos ab, sodaß die "Gelbwesten" (Gilet Jaunes) dankbar sind, daß die Polizei sie beschützt. Denn hier steht die untere Mittelschicht auf, die ihr Leben kaum noch finanzieren kann.


Morgen Teil 3) Die wahren Gründe für den Unmut in Frankreich. Und anderswo.




*Wer diese Behauptung belegt haben will, dem sei ein Artikel auf Achgut empfohlen. Darin listet Markus Vahlefeld unter dem vielsagenden Titel "Verwirre und herrsche" einige Dinge auf, die belegen sollen, daß Merkel mit ihrer Politik praktisch immer das Gegenteil von dem erreicht hat, was sie als Ziel vorgab. Das ist das bestimmungsfesteste Merkmal für die Absenz von Vernunft bei einem Menschen. Zumal sich diese Liste durch eine weitere ergänzen ließe, die noch weit länger würde: Wie oft sich Merkel im Laufe ihrer Politkarriere selbst und direkt widersprochen hat.





*081218*


Sonntag, 9. Dezember 2018

Splitter zum Tag (1)

Was ist die Postmoderne im Grunde? Sie ist der Ersatz der Gestalt (und der Wahrheit, die in ihr liegt) als Wesen und Ort durch Funktionen. Oder, wie Rosmini es einmal schreibt, verdinglicht ein Abstraktum. Also: Da heißt es, daß die Präsenz des Vaters entscheidend für die Entwicklung eines Kindes ist. Aber anstatt den König König sein zu lassen - präsent, aber nie anwesend (im Sinne von "zugehörig", weil alles ihm gehört, von ihm bestimmt wird), damit Punkt und Richtungsbild der Selbsttranszendierung - kuscheln Väter, spielen und wickeln und fahren den Kinderwagen spazieren. Und teilen sich die Hausarbeit "gerecht". (Aha, also doch: Ein neuer Gerechtigkeitsbegriff, sieh an.) 

Heinz Christian Strache in der Rolle als neuer Vater. In zweiter Ehe, übrigens. Nun plötzlich laut Zeitung (wieder) "verheiratet", nächstes Jahr sogar "kirchlich", wie die Kronen Zeitung in einem liebdienerischen Portrait anläßlich der bevorstehenden Geburt des dritten Kindes von H. C. Strache schreibt.

Oh nein, wir wollen nicht richten, nicht verurteilen, das Leben ist komplex und kompliziert. Das geht uns alles nichts an. Aber es geht uns etwas an, wenn sich der Chef der Aufmischerpartei FPÖ als Softie präsentiert, der allem widerspricht, was überhaupt ein Land kurieren könnte. Und aber genau das meint, dem Land verordnen zu können: Eine Kur zum Besseren. Und dabei den Postmodernismus nicht einfach verkündet, wie die kastrierten Linken vorgeben, sondern tatsächlich als gelingen könnendes Modell des Neuen Menschen vorlebt. Ohne Gestalt, ohne Wesen, ohne Ontologie, nur mit Verhalten und Wuschelkuschelgefühlen.

Denn Mann und Frau sind ja gleich. Sagt H. C. Strache wörtlich. Laut Kronen Zeitung. Wenn es zu "Ungleichheiten" kommt, sind es höchstens persönliche Launen, man versteht, so ein Mann der Politik, der ist eben mal auch überlastet und mit den Nerven am Ende. Drum machen wir auf neuen Politiker, indem wir vollenden, was die Postmoderne vorgetanzt hat: Perversion. Umkehr. Pervertere. Nun ist das subjektive Gefühl wichtig. Nicht die Selbstüberschreitung auf ein Amt, ein hohes Amt (Vizekanzler und Minister!), sondern das schmeißen wir, wenn es uns ins Gefühl paßt. Und nehmen Vati-Urlaub. Heim zu Mutti und Butzi. Ach wie lieb! Genau das hat uns gefehlt. Die neue Art. So gefühlig. Wird sicher beliebt, der HC. So viel Herzwärme wäre nicht einmal den Linken eingefallen, das hätte sich kein Linker getraut.

Naja, aber gut, diesmal ist es wirklich die Frau, oder keine, wie Strache sagt. Moment. War das nicht schon vor ein paar Jahren auch eine? Die eine Boutique (oder sowas) hatte? Der Leser möge dem VdZ helfen, er erinnert sich manchmal schwach an Details. Auch damals gab es doch einen langen Artikel in der Kronen Zeitung. Na, also gut. Diesmal stimmt es ja. Beim dritten Anlauf. Oder so.

Wundert es da noch, daß eine der ersten Mitverantwortlichkeiten, die die FPÖ trug, kaum war sie an der Regierung, die der (zumindest mitgetragenen) Zustimmung zur "Ehe für alle" galt? (Natürlich, es war "alternativlos".) Jetzt wissen wir endgültig warum. Weil es dem FPÖ-Chef auch in den Kram paßt. So ganz persönlich sozusagen. Na wenn der Verfassungsgerichtshof (links qua Bestellung dominiert, die SPÖ ist weit weniger blöd, als man meinen könnte, wenn es um Realia geht, die Gesellschaft substantiell zu verändern) das sagt ... wer sind wir, um zu urteilen, oder so? Daß ein Herr Kurz dasselbe äußerte, fällt da nicht mehr ins Gewicht. Schicksal, nicht?

Hollareidulliöh. Da ging es doch nie um etwas anderes als darum, endlich auch am Tisch der Fetten und Reichen und Anerkannten mitnaschen zu können. Jede Pointierung, jede Abhebung war da nur Mittel zum Zweck. Oder der Trotz des Fünfjährigen. Wie das Scheinthema Migration. Bis heute hat die FPÖ kein substantielles, der AfD vergleichbares Positionenpapier. Das Sekundärproblem (auch weil es direkt fühlbar ist, schon gar, wenn man darauf - via Kronen Zeitung, übrigens - aufmerksam macht; wie das Wetter, übrigens, als Ausflucht für "Klima" gilt; und: War der heurige Sommer nicht supertoll heiß?) Migration reicht. Und alle sind zufrieden.

***

Denn was macht H. C. Strache da? Herrschaften, genau das, was sämtliche "konservative" Parteien seit vier, ja fünf Jahrzehnten (und länger, und länger!) machen, und zwar je mehr "christlich" ihr Anspruch (nominell) ist, desto mehr: Sie versuchen - Konvertiten, allesamt: Konvertiten! - der Welt zu beweisen, daß sie die besseren Linken sind. Sie sind ans linke VORBILD gebunden, hängen an denselben Ikonen und Anbetungsbildern. Und denen wollen sie genügen - freilich mit der Quasi-Ration der Konvertiten. Selber aber im selben Sumpf, ja noch tiefer - siehe den Homosexuellen Jörg Haider (der immer einen Sozialisten als Vorbild und politischen Ziehvater hatte, den ehemaligen Landeshauptmann von Kärnten, Wagner), siehe Hans Christian Strache, den Streichelzoo- und Wickel-Vater. (Vielleicht wird er nun täglich um halb sechs aus dem Büro gehen, um "das Aufwachsen seines Sohnes mitzuerleben"; was sind das nicht doch alles für Menschen, wie Du und ich!)

Und auch das ist klar. Wo innen die Substanz des Eigenen fehlt, eben das Außenbild, muß die Grenze umso willentlich-ideologisierter, prononcierter gestützt werden. 

Nun können, nun dürfen, ja nun "müssen" sie (aus "ach wie tiefer politischer Weisheit und notwendiger praktischer Einsicht") ihre eigene Vernichtetheit hervorstreichen.  Sie waren nie mehr als Teil der linken Zerstörtheiten, und sie versuchen nun - egal aus welchen Gründen - INNERHALB dieser Zerstörtheit das "Gute" nominell zu retten. Nominell. Verbal. Positivistisch. Die wirkliche Substanz fehlt der FPÖ seit je. (Wie schon die Mutter des VdZ immer sagte: "Dieselben Buberlgesichter wie 1933 ..."). Wenn es welche gab, dann durch (wenige) Getäuschte.

Niemand hat linke gesellschaftspolitische Forderungen derartig konsequent und brutal umgesetzt, ja durch "Wirtschaftspolitik" (die seltsamerweise nur Industriellen-, Großkapitalpolitik war, die Mittelschicht wurde weiter ausgerottet) wie die ÖVP seit den 1980er Jahren, als sie gegen Kreisky (SPÖ) chancenlos war. Mit der FPÖ haben wir dieselbe Größe ins Kartenblatt bekommen.

Wer "die Werte des Abendlandes verteidigen" möchte sollte aber vor allem einmal versuchen, diese Werte selbst zu pflegen. Denn sonst wird diese Verteidigung flugs zur Verteidigung der Un-Werte.

***

Genau darum geht es auch beim Besuch von Kanzler Kurz (für die, die es nicht mehr wissen: Ein Buberlgesicht aus Österreich) in Addis Abeba. Ach was für ein Schub in der Entwicklung spielt sich dort derzeit ab! Und alles ist der Demokratie zu verdanken! Und einer neuen Generation, die am Werk ist. Der "jüngste Kanzler Afrikas (auch er ein Buberlgesicht) begrüßt den jüngsten Kanzler der Welt" heißt es in der Kronen Zeitung. Einem der perfidesten Oligarchenmedien der Welt, ausersehen, ein ganzes Volk unter die Fuchtel zu kriegen, weil es das Kraft seiner Verbreitung einmal konnte.

Auflösung der Form, Auflösung der Gestalt als Rezept zur Weltrettung. Genau das spielt sich da offenbar ab. Und wie viele Frauen da in der Regierung sind! Bewundernswert. Das muß ja in ein neues Zeitalter münden. Lösen wir die Gestalten auf, deren Wahrheit, deren Wesen, machen wir auf "technische Eigenschaften", machen wir auf "zuerst Handeln, dann Denken", und alles wird gut.

Erfolg ist Ablaufoptimierung, schon vergessen? Welchen Ablaufs? Ach, ist doch gleichgültig. Kurzfristig muß es sein. Und irgendwelche statistischen Wohlfühl-Zahlen nach oben schubsen. Dann ist alles gut. Unter uns, uns dauerpubertierenden Kuschelwuschels.

Lieber Gott (flehentlich!) - bewahre uns vor dieser Generation von "Jungen"! Denn dann ist wirklich Jüngster Tag. Und wir lieben die Welt, das Leben doch so! Freilich, Du hast Recht. Wir haben Strafe, ja schwere Strafe verdient. Du läßt deshalb nur noch Geißeln aufkommen. Du läßt uns diese Geißeln begrüßen. Sich etablieren. Aber eines Tages werden wir auch spüren (müssen), was sie bereits heute an Schlägen austeilen. Die wir in unserer Gefühligkeitswolke nur nicht merken.


Morgen Teil 2) Das nächste Buberlgesicht, die nächste Geschichte - 
Emmanuel Macron






*081218*

Montag, 8. Januar 2018

Politische Gewalt an den Europäern

Schon als das Video auftauchte, das angeblichen Sklavenhandel mit Afrikanern in libyschen Lager zeigen soll, hatte der VdZ den unbedingten Verdacht, daß sich hier etwas ganz anderes vorbereitet, aber dann doch nicht gleich von seinem Verdacht an dieser Stelle berichtet. Aber man kennt doch seine Pappenheimer mittlerweile.

Denn tatsächlich: in einem EU-Afrika-Gipfel (der sicher nicht kurzfristig angesetzt, sondern langfristig vorbereitet war) hat sich nun die europäische Politiktruppe, die sich anmaßt, Europas Völker zu vertreten, mit afrikanischen Präsidenten darüber verständigt, daß in einem Sofortprogramm allen (!), die in diesen Lagern nach Europa wollen, die Ausreise nach Europa als "dringende Evakuierungsmaßnahme" anzubieten. Und allen voran spielt sich der französische Präsident Emmanuel Macron als Gutmensch erster Klasse auf, dem - natürlich - die deutsche Kanzlerin huldvoll nachschleicht. Wenn es darum geht, sich auf Kosten anderer Substanz zum Heiligen zu stilisieren, darf einfach niemand fehlen.*

Der Gedanke, daß sich das Problem in Libyen selbst lösen lassen könnte, scheint nicht einmal mit der Pinzette angefaßt worden zu sein. Denn was geht dieses Problem Europa an? Nichts. Warum müßte Europa handeln? Es gibt keinen Grund dafür.

Vielmehr drängt sich sofort ein einziges Wort auf: Betrug. Hier werden neuerlich die Europäer hintergangen, mit einer neuen moralischen Brechstange eines angeblichen Sklavenhandels. (Wenn es darum ginge, sollte man bestenfalls und sofort mit manchen islamischen Ländern ein ernstes Wörtchen reden.) 

Es ist eine nächste und ganz offensichtlich geplante Ungeheuerlichkeit! Ging es auf dem vorigen Weg nicht mehr, Millionen von Afrikaner nach Europa zu schleusen, warum auch immer das politisches Ziel geworden ist, weil die öffentliche Stimmung längst gekippt war, so versucht man es nun in einem neuen Anlauf. Und zwar so rasch wie möglich, wie immer, um alle zu überrumpeln.  

Schritt um Schritt dieser europäischen Politik ist nämlich seit vielen Jahren Teil einer einzigen Überrumpelungstaktik.

Bis sich eine neue Gegenbewegung gebildet hat, bis sich genug Menschen gefunden haben, die sich aus der durch angebliche (diffuse) Moral verhängten Denksperre befreien konnten, werden nächstens Hunderttausende in Europa gelandet sein, diesmal sogar mit offiziellen Staatskarossen herübergeschippert. Als ginge es überhaupt nur darum: So viele Afrikaner wie möglich nach Europa zu holen. Warum auch immer. Und dafür läßt man sich ständig etwas Neues einfallen, keine Lüge ist zu weithergeholt. 

Eines bleibt immer gleich: Die Brachialgewalt, ja der Haß, mit der ein nur noch verachtenswertes Establishment gegen die europäischen Völker, gegen die europäische Kultur vorgeht.

***

Natürlich hat auch das gestimmt: Augenzeugen berichteten vor geraumer Zeit (und wir haben es auch auf diesen Seiten gebracht), daß sie auf Flughäfen (erinnert sich der VdZ richtig: war es Köln?) auffällige nächtliche Aktivitäten beobachtet hätten: Da kämen zwischen ein und vier Uhr ständig Maschinen an, deren menschliche Fracht sofort in Busse umsteigen und "verschwinden" würden. Das wurde einhellig als paranoid und lächerlich abgetan, nein, das sei nicht der Fall hieß es. 

War es doch nicht, wie sich kürzlich herausstellte: Tatsächlich flog Deutschland alleine 2017 über 45.000 Zuwanderer von überall her ein, die meisten davon Zuwanderer aus Gründen des "Familiennachzugs". Das hat man mittlerweile zugegeben. 

Es gibt offenbar für diese Politik nichts mehr was abstrus genug ist, um das Volk zu hintergehen. Und die sicherste Methode ist, die Menschen in ihrer eigenen Wahrnehmung zu verunsichern.

So nebenbei: Selbst wenn es ohnehin längst unvermeidbar ist - unsere Länder müssen sich schleunigst umorganisieren, und zwar grundsätzlich, denn wir werden mit den Zuwanderermassen mit völliger Sicherheit auf eine Staatsverfaßtheit zugehen, die in sich abgeschlossene Parallelgesellschaften ordnet - so ist auch das eine Tatsache, daß der sogenannte Familiennachzug eine "Integration" endgültig vereitelt. Das meinen auch sehr zuwanderungsfreundliche, wohlmeinende Migrationsfachleute. Denn einmal in versammelter Familie niedergelassen, wird eine Anpassung an deutsche Lebensweisen und Sprache praktisch unnötig.





*Noch einmal, und laut, bestimmt, dezidiert gesagt: Es geht im Christentum NICHT darum, EIN GUTER MENSCH zu sein! Viele Atheisten sind viel "bessere" Menschen als Christen. Es geht darum, Gott zu huldigen, zu verehren, zu loben. Was immer dann daraus erwächst hat mit Sachlichkeit zu tun, mit Sachgerechtheit, und damit nur indirekt mit "Gutheit". Nicht das "Gutsein" ist der Weg in den Himmel. Keiner kann sich den Himmel "erleisten", da hat in gewisser Hinsicht Luther schon Recht gehabt, und die Kirche hat es früher auch immer gewußt, nur heute vergessen. Ohne Lob Gottes, außerhalb von ihm, gibt es aber nicht einmal ein Gutes. "Nur einer ist gut, der Vater im Himmel ..."




*301117*