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Freitag, 19. August 2022

Soziales gibt es nur als Ritus

Filmchen Veränderungen
Das Filmchen soll hier doch seinen Platz haben, worauf William Briggs in einem Post verweist. Und Briggs kann sich über alle diese Indizien, die die totale Verweichlichung vor allem der jungen Menschen hinweist, so herrlich und mit bissigem Humor aufregen. An dieser Stelle freilich wird wie üblich die Analytikmashcinerie angeworfen.

Was sich hier zeigt ist die in den letzten fünf, sechs Jahrzehnten allgemein gewordene Haltung, sich bei Begegnungen mit dem Außen (wozu auch eine Ignoranzfähigkeit gehört, weil ein Gutteil des menschlichen Handelns auch bei anderen geringe sachliche Bedeutung hat, oder falsch eingeordnet, oder unklar und mißverständlich ist) der eigenen Empfindung zuzuwenden. Das führt aber - und das ist das stets Übersehene dabei - zu einer ständigen Reduktion jener Grenze, in der das Handeln selbst im Fokus steht.

Dienstag, 19. November 2019

Worüber Gretel sich aufregt

Das darf hier nicht fehlen. Auch wenn uns daran liegt festzuhalten, daß es nicht um das bedauernswerte Mäderl aus Schweden geht, das die Spuren seiner Krankheit deutlich im Gesicht trägt. Vielmehr geht es um die Verantwortlichen ganz bösartiger Machenschaften, die Greta schändlichst als Handpuppe mißbrauchen.

Man hat diesem kranken Kind nicht nur seine Kindheit gestohlen. Ihr Autismus spricht ohnehin Bände über das Umfeld, in dem es aufgewachsen ist. Sondern tatsächlich seine persönliche Zukunft.* Anstatt der Armen zu helfen, hat man sie noch mehr, ja fast unentrinnbar, in ihrem Gefängnis festgenagelt, indem man ihr eine Scheinexistenz übergestülpt hat. Ein wenig kann man davon ahnen, wenn man das kurze Video ansieht, wo sie in New York im September 2019 mit Donald Trump konfrontiert wird.

Die Auswirkungen der Hysterie, für die sie instrumentalisiert und den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wurde, wirken fatal auf sie und ihre Psyche zurück, das kann man schon in diesen kurzen Sequenzen erkennen, die deutlich eine absurde Entfremdung von der Wirklichkeit zeigen. Das Kind hält die Lüge, die mit ihr inszeniert wird, für wirklich! Sie ist der Nabel der Welt, also warum kniet nicht auch der Präsident des mächtigsten Landes der Erde vor ihr? Der VdZ kann sich nicht vorstellen, daß dieses Mädchen jemals zu einer normalen, stabilen, natürlichen Verfaßtheit finden wird können. Die Kluft zur Wirklichkeit wird immer unüberwindbarer für sie. Man muß kein Prophet sein um zu sagen, daß das für das Kind noch ganz schrecklich enden wird.

Wie soll man nun aber aktuell mit Greta Thunberg umgehen?  Gar nicht, soweit sie als Medienphänomen auftritt hat sie mit eines Verantwortung nichts zu tun. Denn einem Jugendlichen, einem Kind begegnet man nur persönlich, und hier ist ein gutes. kluges Maß zu halten zwischen Zuhören und dem notwendigen Urteil als Erwachsener, der die jugendliche Ungeformtheit bereits einordnen kann. Mit einem großen Problem, das bei Greta auftaucht: Daß man nämlich gar nie das Gefühl hat, daß hier ein Mädchen aus wirklich eigenem, originärem Erleben heraus spricht. Das macht wütend. Über die dafür Verantwortlichen. Über den Mißbrauch. Über die Dummheit so vieler dabei, die den Schabernack aus Schwäche mitspielen, oder weil sie das böse Spiel begrüßen, das ihnen nützlich scheint.




Ins Blog aufgenommen über einem Hinweis auf EIKE
Hinweis: Die erwähnte Fluglinie Thomas Cook ging im September dieses Jahres pleite.



*Wer die von ihr abgesetzten Botschaften unter diesem Blickwinkel sieht, hört sie ohnehin ganz anders. Es ist die Klage eines gequälten Kindes, das über sich spricht, aber nie gehört wird. Weil alle es als "Klimasache" deuten. Kann es etwas Schrecklichers, Brutaleres geben? Das Kind spricht von sich! Aber die Welt enthält ihr nunmehr und fortan eine authentische Antwort vor.




Dienstag, 8. Oktober 2019

Mehr Podcasts bedeuten mehr Dummheit

Die Nachricht ist nicht erfreulich, auch wenn andere das anders sehen mögen. Webwizard berichtet von einer Erhebung in Deutschland, in der eine immer weiter steigende Beliebtheit von Podcasts (im Netz wie im Radio) festgestellt wurde. 35 Prozent aller Deutschen hören mehr oder weniger regelmäßig solche Features. Unter denen ein erstaunlich hoher Prozentsatz (45 Prozent) Politik und politische Themen, und fast 30 Prozent weitere Informationen und grosso modo Bildung zum Inhalt hat. (Der Leser möge selbst die genaueren Daten nachlesen.)

Am liebsten hörten die Menschen, so die Umfrage, Podcasts neben anderen Tätigkeiten. Wenn sie bügeln (wollte der VdZ schon gleich sagen), oder Sport treiben. Die iPhones und ähnliche Geräte ermöglichen das auf bequeme Weise. 

Nun könnte mancher verleitet sein zu sagen, daß das doch toll sei! Die Menschen würden jede "ungenützte" Minute, bei der früher der Kopf frei gewesen sei, dazu nützen, sich im Geiste voranzubringen, nicht wahr? 

Leider ist das genaue Gegenteil der Fall. Und zwar selbst dort, wenn auch in etwas geringerem Maße, wo man meinen könnte, es seien bestimmte Bedingungen erfüllt, wie Konzentration und Ausschließlichkeit des Zuhörens (sodaß also keine Nebentätigkeit erfolge). Warum ist das so? Weil diese audiovisuellen Medien einen Akt vorwegnehmen, den Konsumenten in völliger Passivität verharren läßt, der aber für Bildung und Informierung entscheidend ist. Und das ist die schöpferische Eigentätigkeit.

Hören ist nämlich ein Akt, keine "Zustoßung", in der man sich's bequem machen kann. Das Gehörte kann und darf nur anregen, verlocken, verführen, um dann die Inhalte selbst nachzubilden. Erst so wird das Gehörte zum Besitz, also zur Bildung. Wörtlich sogar, denn in diesem Tun formt sich der Mensch dem Gehörten gemäß. Aus eigenem Wollen, somit auch in eigenem Urteil wird das an die Tür Klopfende eingelassen und zum eigenen Besitz. Dann ist der Hörer (oder Seher, im Sehvorgang, ja in jedem sinnlichen Vorgang ist es nicht anders) auch "informiert", und er ist es im Maß seiner eigenen sittlichen Haltungen. Ob im Gehorsam, dem man zustimmen muß, oder in der kritischen Haltung, die selbst im Indirekten (des Abgelehnten etwa) noch eine innere Formung und Haltung schafft und stärkt.

Somit gibt es nichts, das den persönlichen Kommunikationsakt ersetzen kann, der eine ganz-personale Begegnung ist, die den gesamten Menschen (an seinem Ort) zu einer Haltung auffordert, die dem über Ton und sämtliche Sinneseindrücke eintreffenden Gehalt aufnimmt beziehungsweise darauf in einer ganz personalen Haltung reagiert, die den ganzen Menschen erfordert und damit formt. Als Eigentätigkeit in Freiheit, nicht als Manipulation.

Bereits in geringerem positivem Maß ist noch das Lesen einzustufen, in dem ebenfalls die Inhalte nur durch Aktivität angeeignet weil nachgebildet, ja selbst geschaffen werden können. Von selber liest sich nichts, und ohne eigene schöpferische Phantasie wird kein noch so gut geschriebenes Bild zu einem Bild im Kopf. 

In den neuen Medien aber, in der Form von Ton- oder Video-Konserven, dringt zwar ein Reiz an die Tore des Konsumenten, aber dieser kommt in einer Form, die scheinbar keine weitere Tätigkeit des Rezipienten verlangt. Er muß sich nur "aussetzen". Sodaß man aus Beobachtung durchaus sagen kann, daß sich die Gewohnheit des "Dauertragens von Ohrstöpseln", über die "gehört" wird, wie ein Versuch ausmacht, sich in aller Faul- und Trägheit doch Inhalte quasi "einhämmern" zu lassen. Alles, was man auf diese Weise an Informationen erhält, ist damit aber nicht besessen, sondern wird zu einem "schon gehört" (oder gesehen) haben. Nicht aber zur Bildung.

Wer sich selbst beobachtet wird sogar feststellen, daß bei einem solchen Hörvorgang oft sogar jede weitere innere Tätigkeit ausbleibt. Man ist innerlich meist wie leer, wenn man auf diese Weise "hört", und nur das Geräusch des vom Gerät herangetragenen Tones steht noch im Raum. Das einen "kitzeln" soll, ohne daß man selbst aktiv wird.

Worin sogar einer der Gründe liegt, warum Kinder speziell so gerne Hörkassetten etc. konsumieren. Sie sind innerlich noch ungeformt, und deshalb stehen sie gewissermaßen auf dieser Hörstufe noch "auf Augenhöhe". Jedoch mit einer noch dringlicheren Gefahr: Sie werden weniger oder gar nicht erst zu Hörenden heranwachsen. Weil sie gar nicht mehr lernen müssen, daß ihnen ein Außen den eigentlichen, aktiven, ja geistigen wie geistbildenden Hörvorgang, der eigentlichen Quelle inneren Erlebens, niemals abnehmen kann.

Bildung ist formende Selbsttätigkeit, nicht Berieselung mit Sprache, die Wissen enthält. Oder nicht.

Der immer stärker steigende Konsum von Podcasts (der sich auch bei Youtube- und Webseiten-Erhebungen bestätigt: Immer mehr Besucher solcher Seiten und Plattformen wollen nicht mehr lesen, sondern multimedial versorgt werden) bewirkt somit mit Sicherheit keine bessere Informiertheit oder gar Bildung, sondern er ist sogar Ausdruck eines Desinteresses, das das zu Hörende so sehr abwertet, daß man ihm nicht einmal die Achtung der eigenen Mittätigkeit oder des eigenen Urteils widmen muß. Solcherart aufbereitete Information ist also eine Abwertung der Information (beziehungsweise der Inhalte) selbst, und das umso mehr, je häufiger es angeboten wird. 

Der geistige Genuß, die wirkliche Bildung, die eine Selbsttätigkeit sind, lösen sich auf diese Weise völlig auf. Sie werden ersetzt durch einen "Nervenkitzel" im wahrsten Sinn, den die Schallwelle von alleine erbringen soll.

Dem entspricht eine weitere Tatsache, die aus der Tonträger-Industrie bekannt ist. Der gemäß nämlich die Ausgangslautstärke von Aufnahmen in den letzten Jahrzehnten um oft weit über hundert Prozent gestiegen ist. Der stärkere Schall soll sich selbst den Weg zur eigenen Formierung suchen, und dazu braucht man ihn mit mehr Wucht. 

Das ist der Grund, warum gleichermaßen bekannt ist, daß das Häufige und laute Hören via Ohrstöpsel oder Kopfhörer Taubheit bewirken kann.  Die steigende Lautstärke ist aber nicht der "Grund", sondern die innere Abwendung vom Außen, die diese höhere Lautstärke nötig macht, weil sonst "zu wenig gehört" wird. Sodaß dauerhafte Taubheit sehr häufig Ergebnis einer In-sich-Verschließung ist, die das Außen gar nicht mehr für relevant hält, sodaß man sich ihm zuwenden wollte, um Inhalte in sich zu bilden.




*Sogar Autismus als angeblich jeden zehnten Jugendlichen betreffende "Erkrankung" hat in derselben Problemlage seine Ursachen, und ist deshalb nicht zufällig mit einer Pädagogik eines überversorgten, sinnlich überforderten, emotional aber ungeformten, deshalb so leicht und zunehmend seelisch überforderten Kindes zu tun, das sich in sich abschließt.





Dienstag, 9. Juli 2019

Von der Demenz des Autisten (2)

 Teil 2) Autismus als Frucht der Weltauflösung der Gegenwart



Das heißt, daß die innere Qualität des Hinausstreckens (Neugierde, Lust auf etwas, Lust auf die Welt usw.) nach und nach zu einer festen Haltung wird. Was wie bei einem trainierten Muskel auch im Seelenleben geschieht, wo sich diese Hinausorientierung als "Haltung" ausformt. Spätestens hier haben wir den Ort, an dem "Gott" eine Rolle spielt, in dem jenes Urvertrauen gründet, das die Welt als Speicherkammer von "Gütern" begreifen läßt, auch dort, wo man ein Gut noch nicht kennt. Hier ist die innere Hinausrichtung, dort aber muß eine Welt sein, die bereits einen Gürtel an Dingen zureicht, die wie ein Trittbrett, ein Brückenkopf von festem Terrain aus weiter in die Welt ausreichen lassen. 

Die also das sind, was man braucht, weil sie ein "Jemand" bedeuten. Und der Welt begegnen kann man nur als "Jemand", weil sonst jedes Bewertungskriterium fehlt (es sei denn, man schließt es mit der inneren Gefühlswelt kurz, der aber genau jene Formung zum Urteil fehlt, die man eben durch das Weglassen der Trittbretter verweigert). Es gibt keine unkonkreten Eigenschaften der Welt, das ist der wichtigste Gedanke dabei, es gibt keine unkonkrete Welt. Und der Mensch ist auf Welt ausgerichtet, das ist der Grund für seine Neugierde, für seine Energie ins Außen.

Vielleicht wird nun allmählich klar, warum Pathologien wie Narzißmus oder Autismus/Asperger also mit der sozialen, realisierten Verbundenheit und mit dem Zustand des sozialen Umfeldes zu tun hat. Nun wird auch klar, warum Liebe darin eine so große Rolle spielt, und warum diese Liebe nicht von den Sachen zu trennen ist, ja sich nur in Dingen (s.o.) manifestieren kann, die die Welt eines Kindes bzw. Menschen ausmachen.

In einer aufgelösten Welt finden die menschlichen Energien keinen Halt in der Welt und fallen auf den Menschen zurück

Nehmen solche Krankheiten zu kann man also mit völliger Sicherheit darauf schließen, daß ein Mensch diese gesunde Entwicklungsmöglichkeit nicht hatte oder wahrgenommen hat. Sodaß sich seine Neugierde ziellos nur mit sich selbst beschäftigt, und damit das "Ich" sich in enge Grenzen einsperrt, um es einfach zu sagen. Gleichzeitig zeigt sich damit an, daß die soziale Umgebung über jene institutionalisierten Merkmale verfügt, die dem Menschen zugesprochen werden.

Nun nähern wir uns also der Gegenwart. In der eine Art des Umgangs mehr und mehr etabliert wurde und wird, in der sich nichts mehr institutionalisiert findet, sondern der Mensch sich täglich neu aufstellen muß. Wo kein Merkmal anerkannt wurde, sondern jedes Merkmal mehr oder weniger von Augenblick zu Augenblick aufzurichten ist, während es anschließend oder über Nacht wieder aufgelöst wird. Wo man (wie in manchen "Pädagogik-Richtungen") sogar gezielt alles verweigert, was einen Menschen apriori Konkretion geben könnte, weil man meint, jeder wäre so individuell, daß er sich von Null an seine eigene Welt schaffen könnte. 

Weil diesem Menschen aber dann jedes Trittbrett in der Welt fehlt, ihm also jede Welt fehlt, bleibt ihm nur noch, die Richtlinien für das, was er zu bilden hat, in sich zu suchen. Er wendet sich also in sich hinein, weil er von außen keine Anleitung, keinen Hinweis erhält. Dasselbe passiert - und das ist heute sogar Standard der Schulpädagogik - in der Gleichheitsideologie, in der die Kinder in die Kindergärten und Schulen aufgenommen werden und gleichzeitig ihren bisherigen sozialen Hintergrund ablegen müssen. Und das heißt weiter, daß ein Mensch ohne ein Gedächtnis aufwächst, bzw. sein Gedächtnis immer nur das trägt, was ihm kurzfristig einfällt, jedesmal aber Energie braucht, um aktiviert zu sein.

Die abhanden gekommene oder verweigerte Welt ist eine fehlende Erinnerung

Beim autistischen Kind bzw. Menschen fehlt also eines: Die Erinnerung. Die dafür vorgesehene innere Fähigkeit (als Grundfähigkeit der Seele, die nach Inhalten lechzt, um ihre Aufgabe - Gestalt zu formen - ausüben zu können) des Erinnerns bleibt leer, bzw. es bleiben nur einige Gegenstände/Dinge, die es zu erinnern vermag. (Der Autist ist deshalb unter anderem an der monotonen Wiederholung bestimmter Tätigkeiten erkennbar.) 

Damit ist auch klar, daß es in nicht vorhandenen oder wie oben angedeutet "leeren" sozialen Umfeldern oft kaum noch überhaupt zum Aufbau von Gedächtnis und Erinnerung kommt. Und eiderdautz: Es mehren sich die Fälle, wo bereits junge Menschen ... dement sind. Ihnen hat überhaupt gleich von Anfang an diese feste, manifestierte Einbindung in ein soziales Umfeld gefehlt. Nichts an der Welt ist ihr "Besitz" geworden, den man als Persönlichkeit bezeichnen könnte. Oder es war so eng gefaßt, daß es bei Ausfall eines Faktors diese völlige Leere hinterläßt.

Beim Demenzkranken ist genau das passiert bzw. passiert genau das, und zwar eben in einer stetigen Entwicklung, die direkt mit dem Umstand zusammenhängt, daß er die realen sozialen Verbindungen und institutionalisierten Merkmale mehr und mehr verliert. Der Mann stirbt, die Kinder sind nach Australien ausgewandert und damit praktisch verschwunden, die Freunde sind alle tot, der Beruf wegen der Pension aufgegeben, die Nachbarschaften verschwunden, jede Gebrauchtheit mangels institutionalisierter Funktion erloschen ... 

Merkmal der Qualität aller Dinge ist ihre Fähigkeit, als sie selbst (und damit Welt) existent zu bleiben

Dem Demenzkranken fehlt somit die materialisierte Erinnerung, und es fehlt ihm die persönliche Verflochtenheit, wo aus persönlichen Gefühlen als Motivation, sich hinauszustrecken und damit "in der Erinnerung zu leben" (deren wichtigste Motivation die Liebe, meinetwegen aber auch der Haß sind), die Persönlichkeit aktiv und "präsent", also wach bleibt. Abgeschnitten von diesem Außen, fehlt ihm zugleich aber die innere Grundkraft, die das Kind noch hat, und zwar schon rein aus Gründen des körperlichen Abbaus, die es ihm ermöglichen würde, täglich neu seine Welt zu schaffen oder zu erfinden. Er fällt immer mehr in sich hinein. Der Mensch wird "altersdement", oder fällt in das, was man als "Alzheimer" bezeichnet, wenn es sich bei ihm leiblich in nicht mehr aufrecht erhaltenen Gehirnsynapsen manifestiert.




Montag, 8. Juli 2019

Von der Demenz des Autisten (1)

Abstraktum

Was hat Demenz mit Autismus zu tun? Sehr viel, und wir werden versuchen, in sehr bildhafter Sprache darzustellen, worin sich beide "Erkrankungen" ähneln. Indem wir uns erst einmal dem Autismus (bzw. Asperger-Syndrom) nähern. Der kurz als mangelnde Ausrichtung auf die Außenwelt beschrieben werden kann. 

Wie entsteht diese Invertiertheit, die Freud übrigens sogar direkt mit dem Narzißmus verglich (und darin hatte er sicher recht)? Wir müssen zwei Komponenten dabei unterscheiden. Die eine ist die des positiven Impulses nach außen, die jedem Menschen eigen ist und auf die Eroberung der Außenwelt abzielt. Die zweite (wenn beide auch eng zusammenhängen) ist die des Herantretenden, dem gegenüber der Rezipient offen ist, und sich davon formen läßt, es also in seinen Besitz übernimmt. 

Dies ist im Grunde jener Vorgang, den man mit "Persönlichkeitswerdung" gleichsetzen kann. Persönlichkeit bedeutet die vollzogene Integration von Außenwelt in den persönlichen Besitz. Der Mensch hat mit diesen Dingen und den daraus sich ergebenden Angelegenheiten in einem Sinn zu tun, den man mit "Wohlwollen", also mit "Sorge für" gleichsetzen kann. Insofern knüpft sich Persönlichkeit immer an "Sein", also an ein Gut. Von Persönlichkeit kann man nur dort sprechen, wo jemand eine Außenwelt in seinen geistigen Verantwortungskreis aufgenommen hat. Und bereit ist, sich an diese Aufgabenstellung hinzugeben. Gleichzeitig verweist diese Außenwelt wiederum auf ihn. Sie erwartet, sie fordert, sie liefert aber auch etwas. Freuung, Ansehen weil Stellung (Ort) in einem Gemeinwesen. Insofern hat Persönlichkeit als gesunde, normale und insofern gesollte Form des Menschseins immer mit dem sozialen Umfeld zu tun. Dessen Gestalt diese Verbindungslinien zwischen Außenagenda und einer Person zeigt und manifestiert*

Konkretionen und erzählende Metaphern

Wie kann man sich das vorstellen? Das geschieht in vielfacher Weise, die immer eine Art der Institutionalisierung dieser Aufgabe-Verantwortungs-Beziehung ist. Titel (Kanzleirat) und hierarchische Abstufungsmerkmale (Fachsekretärin, Oberkanzleirat), Funktionsbezeichnungen (Fahrdienstleiter), Vater/Mutter, Onkel, Neffe, Base, "Herr Lehrer", "Frau Doktor", Kommerzialrat, Bundesminister, Oberministrant, Pfarrer, Abgeordneter ... die Fülle ist enorm, der Leser möge sie fortsetzen. Aber das ist noch viel weiter zu denken. Man nehme Feiertage her, die man begeht, Geburtstage, die man feiert und dafür gewisses Pardon erhält, Faschingsverrücktheiten, die alle für zwei Tage akzeptieren, religiöse Handlungen, Höflichkeiten wie den Morgengruß oder die Verabschiedung, oder sich in einer Schlange hinten anzustellen. Das Spektrum ist weit und umfangreich, es ist uns meist nicht bewußt. Eben weil es in die Persönlichkeit integriert und deshalb in den allermeisten Fällen zu selbstverständlich ist, um darüber nachzudenken.

Alles das sind institutionalisierte Persönlichkeitsbestandteile, die in einem funktionierenden sozialen Gefüge von niemandem angezweifelt oder negiert, sondern von allen auch anerkannt und geliefert (in der Anrede etwa, oder im "Hingehen", wenn ein Problem genau diesen oder jenen betrifft, weil von ihm zu lösen ist, usw. usf.) werden. Es ist mit einem Wort die Struktur einer Gesellschaft, wie groß oder klein sie auch sein mag. Wesentlich ist also, daß diese Merkmale immer eines sind: Integriertes, in Besitz genommenes Außen, wenn man so will: Welteroberung. 

So trägt jeder einen mehr oder weniger dicken Schwimmreifen ständig bei sich, auf dem sich seine Welt aufreiht. Bei der ausgereiften Persönlichkeit ist dieser Reifen mehr und mehr die gesamte Welt geworden, in der jemand also lebt. Sie sind ein immer präsentes, aktuelles Gedächtnis, an dessen Markierungen und Schienen entlang ein Mensch sein Leben lebt.

Wo sich ein Mensch gegenüber dem Außen abschließt, fehlt ihm aber genau das. Sein Interesse, seine per Geburt vorhandene Ausrichtung auf die Welt stoppt an mehr oder weniger engen Grenzen. Die Gründe für diese Grenzziehung können vielfältig sein. In jedem Fall aber haben sie zu tun mit einem sehr eng gesetzten, oder (beim Kind) noch gar nicht vorhandenen, institutionalisierten Merkmalsbereich. Weil aber die Energie des Selbstseins immer vorhanden ist, solange jemand eben existiert, wird sie speziell beim Kind oder Heranwachsenden nicht gesättigt. Und ist somit ziellos geworden, und tendiert zum Chaos, weil ihm jene in Dingen des Außen gebundene Ordnung und Form fehlt, die sie normalerweise anstrebt. 

Diese Form muß beim Kind noch in hohem Maß von der Umgebung zugereicht, ja vorgegeben werden. So bildet sich nicht einfach nur Persönlichkeit, sondern das, was man Identität nennt. Weil es sich aus dem Vorhandenen allmählich aufbaut, und erst zunehmend auch in Neues, Fremdes hinein erweitert. Es muß, über das Vertrauen zu den Eltern, und immer mehr der Umgebung, erst der engen, dann der weiteren, und immer mehr mit dem Älterwerden über das allmählich gewachsene Urteils- und sachliche Denkvermögen gesteuert, diesen Schwimmreifen, wie wir das oben genannt haben, aufbauen. Aber noch mehr: Es reicht nicht, diese Dinge aufzureihen. Sondern man reiht sie nur auf, wenn man sie auch in der Bewegung "von sich - auf zu" ergreift. (Man merkt, was gemeint ist am besten, wenn man sich Dinge vorstellt, die einem zugeschanzt wurden, die man aber gar nicht will.) 


Morgen Teil 2) Autismus als Frucht der Weltauflösung der Gegenwart


*In einem dritten Teil werden wir dann einen Bogen zu einem Thema ziehen, das mit dem vorher Gesagten zu tun hat - dem Impfen. Und versuchen, es in den Gesamtkontext einzuordnen. Denn wenn es heute heißt, daß bei anhaltender Entwicklung im Jahre 2030 jedes ZWEITE KIND Autismus haben wird (der sich explosionsartig zeigt), so wollen wir mit dieser Reihe zeigen, daß das Impfen dazu vielleicht einen gewissen Beitrag leistet, daß Vaccine (oder überhaupt sogenannte "Umweltgifte", wie immer man das definiert) aber überhaupt nicht notwendig sind, um die Verbreitung von Autismus zu verstehen. Daß die generelle Durchimpfung dennoch abzulehnen ist, hat andere Gründe.





Donnerstag, 30. Mai 2019

Autismus als Endpunkt der Gender-Diabolik

Eine Lehrerin in Großbritannien hat nach 20 Jahren Unterricht das Handtuch geworfen, berichtet die englische DailyMail. Sie ist gegangen, weil die Probleme, mit denen sie zu tun hatte, nicht mehr bewältigbar sind, sie aber fürchtete, mit ihrer Einschätzung der Realität zumindest als "transphob" verleumdet und gemobbt zu werden. Denn mittlerweile hat ein Lehrer (Dozent, Professor) bereits disziplinäre Maßnahmen zu befürchten, der einen Schüler/Studenten als "er" oder "sie" anspricht, der sich aber "anders" fühlt. 

Was sie ("Carol") beobachtet, übertrifft die kühnsten Vorhersagen, welche Verwirrung, welcher katastrophale Schaden mit der angeblich bestehenden "Variety of Sex" angerichtet wird.  

Die da behauptet, jeder Mensch könne sein Geschlecht selbst bestimmen. Nichts ist weniger wahr, in mehrfacher Hinsicht. Aber es ist längst eine Dynamik in Gang, die nicht mehr beherrschbar ist. Dabei hat sich "Carol" immer bemüht, auf die Gestimmtheiten ihrer Schüler einzugehen. Aber es führte zu nichts Gutem, im Gegenteil. Hier wird unendlich viel neues Leid gestiftet, in der die Mitschüler, die Gleichaltrigen eine furchtbare Rolle spielen. Zumal "Transgender" als "cool", als "in", als toll beurteilt wird.

Aber da mischen sich mehrere Problematiken, und letztlich haben ja, wie wir wissen, alle ein und dieselbe Wurzel - Fehlentwicklungen in der Bildung der Identität, die offiziell nicht mehr von außen erwartet werden soll, inoffiziell aber natürlich nach wie vor von außen bestimmt wird. Nur diesmal eben anders: Es besteht ein effektiver Druck aus mehreren Richtungen, sich als "transsexuell" zu erklären. Nicht zuletzt aus den social media und dem sozialen Umfeld der Mitschüler, berichtet die Lehrerin. In den social media werden derzeit ja in großem Stil transsexuelle Figuren herausgestrichen. Sie sind die neuen Ideale, führen ein Leben in Glitzerlicht und Ruhm. Ganze Heerscharen von "transgender-Jugendlichen" nehmen diese Youtube-Identitäten an, und benennen sich sogar mit dem gleichen Namen.

Gleichzeitig nehmen psychische Erkrankungen bestimmter Art (aber immer ein- und derselben Herkunft) zu. Erkrankungen wie Narzißmus, in seiner schlimmsten Form als Autismus klassifiziert. Was nichts anderes heißt als daß sämtliche Bestimmungen der sozialen Umwelt (und jede Umwelt ist bestimmend, sperrt sich, wenn man ihre Gesetze nicht annimmt - man versuche einmal, einen Bleistift vom Ende her zum Schreiben zu benutzen, man versuche einen Apfel zum Bau eines Hauses zu verwenden: alle Dinge fordern ihre Wesensgemäßheit, die sie in der Hingabe an andere, an Plan, an Sinn offenbaren) als "aggressiv", als "Herrschaftsform" (Foucault!), als "verletzend" eingestuft und damit abgewehrt werden.

Die aber die einzigen Quellen wären, die überhaupt Identität geben könnten. Denn Identität muß gegeben, kann nicht selbst ausgesucht werden. Und - sie ISET gegeben, wird aber abgelehnt. Was mit der Ablehnung der Väter begann, setzte sich mittlerweile in einer Ablehnung der Eltern überhaupt fort. Verbrecher der EU wollen das (unter dem Druck von NGOs"), das in Wahrheit unter dem Inversionsdruck ("Ansaugedruck") aus verfluchenswerter, unsittlicher Dummheit entsteht, sogar in "Kinderrechte" noch einzementieren.

Die britische Lehrerin erzählt, daß deshalb von Jahr zu Jahr progressiv die Zahl jener Schüler zunehme, die ihre psychischen Probleme, die in Wahrheit der Verweigerung der Autorität des Begegnenden (Narzißmus, Autismus) als Verweigerung des logos (Sinn, Wahrheit, Logik ...) der Welt entstammen, auf "Transgender" umdeuten. Dies geschieht vor allem auch unter starkem sozialem Druck der Mitschüler und Mitjugendlichen, es geschieht vor allem unter Bezug auf "Vorbilder", die die social media derzeit überschwemmen. 

Erstes Gebot dabei ist unter den Jugendlichen, die Eltern nicht darüber zu informieren. Und ohne ihr Wissen die "Behandlung" auf eine Geschlechtstransformation beginnen, die mit einer Hormonkur beginnt, die die Pubertät (und damit die Phase der eigentlichen Ausbildung des Geschlechts) unterdrückt. 

Lehrer trauen sich gar nichts mehr zu sagen, obwohl sie die Sachlage oft ganz genau erkennen. Denn sofort werden sie als "transphobic" verleumdet, und können über ein mittlerweile gewachsenes Denunziantensystem echte Schikanen und disziplinäre Maßnahmen erwarten. Auch die Lehrerin, die nun an die Öffentlichkeit gegangen ist, verheimlicht ihren Namen. Sogar die "bloße Homosexualität" reicht nicht, denn die wird immer mehr in "Transgender" umgedeutet, weil man das Outing umgehen kann und sogar noch hohen sozialen Rang, die Bewunderung der gleichen Generation, zu erwarten zu haben meint. 

Als vor wenigen Jahren die ersten Jugendlichen begannen, sich als "Transgender" zu bekennen, zog das von Jahr zu Jahr mehr Nachahmer nach sich. Aber "Carol" konnte nichts mehr sagen, denn jedes Urteil von ihr wäre als "Offending", als "Angriff" mißdeutet worden und hätte disziplinäre Konsequenzen gehabt. Diesem sublimen psychischen Druck wollte sie sich nicht mehr aussetzen, deshalb nahm sie vom Dienst Abschied.

Jugendliche werden mittlerweile regelrecht dazu verführt - getäuscht! - ihre psychischen Probleme, die der Pubertät einfach zugehören, als "Geschlechtsproblem" zu deuten und meinen, daß mit einer Geschlechtsumwandlung (die Unterdrückung der Pubertät ist dazu wesentliche erste Maßnahme) ihre seelischen Probleme behoben wären. Nichts ist weniger wahr! Und eine ganz üble Rolle spielen dabei die "Transgender-Groups", die meist als angeblich helfen wollende "Beratungsstellen " auftreten.

Ein nächstes, wenn auch sekundäres Problem entsteht mit der im britisch-kanadischen (und längst auch im amerikanischen) Raum (in unseren Ländern wird der Wahn immer eifriger ebenfalls angenommen) bereits per Gesetz vorgeschriebenen Volatilität des Geschlechts in der Anrede. Die Erfahrungen in Großbritannien zeigen, daß diese "Geschlechtsidentität" von Stunde zu Stunde wechseln kann, je nachdem, wie sich der Jugendliche gerade fühlt. 

Die Wirkung der gerade aktuellen Youtube-Stars zeigt am deutlichsten, was sich da abspielt. Je nach momentanem Hype, wechselt auch die selbstbestimmte Identität der Jugendlichen. Sie kleiden sich genau wie ihre Idole, benehmen sich so, sprechen so, imitieren sie in allen Details. Was nicht weiter verwundert: Gerade Menschen in der Suche nach ihrer Identität haben hohe Bereitschaft, sich mit einer Gruppe zu identifizieren, die gerade "anerkannt" zu sein scheint. Die (im übrigen sehr teuren) Behandlungen für "Geschlechtsumwandlungen" haben sich seit 2010 von 40 auf über 1000 gesteigert. Analog dazu explodierte die Zahl der "Beratungsstellen" ...

Extremfall und Aussage über die fatale Dynamik der Art, wie heute darüber geredet wird, ist vermutlich die Schule der nämlichen Lehrerin, in der mehr als die Hälfte der Schüler ihrer Klasse "transgender fühlten", und 17 (!) eine Behandlung (mit Pubertätssupression) begannen. "Carol" hat resigniert, weil jedes Wort, das doch angeblich "Beratung" sein muß, als "conversion therapy" sogar unter Strafe steht. Man kann also gar nicht eingreifen oder raten! Ein diabolischer Kreis, der sich da geöffnet hat. Kein noch so guter Therapeut, selbst wenn der (wie im verlinkten Artikel) im Grunde die "variety" vertritt, kann noch etwas bewirken. Die Gesetze wirken wie blanke Dämonie, die die Kinder und Jugendlichen regelrecht in sich einschließt (das ist Autismus, übrigens) und verdammt. Nicht einmal diese Tatsache darf man verbreiten, daß Transgender-Menschen ein 20mal höheres Selbstmordrisiko als vergleichbare Bevölkerungsgruppen haben. Aber daran sind sicher auch die "anderen", die mit ihrer "Intoleranz" und ihrer "Machtausübung" Schuld.

Am schlimmsten sind jene dran, die sich als "non-binary" identifizieren (weil sie letztlich keine Identität als bindend akzeptieren wollen). Die also mal das, mal das sein wollen. Das führt automatisch zu einer autistischen Persönlichkeitsstruktur, die mit der Zeit jeden Außeneinfluß abblocken muß, weil er "fordert". Nur darin könnte aber ein Mensch zu sich selbst kommen! Indem ich akzeptiere, in dem ich vertraue, daß die Erfahrung der Welt als Erfahrung der Wirklichkeit auch die Botschaft manifestiert, WER man denn ist.

Darauf setzen sich die social media. Denn sie knüpfen genau daran an: Daß die Frage, WER man ist von der mächtigsten Richtung der (als solche in social media als Scheinhierarchie - dabei eine Parallelwelt, eine Pseudologie - wahrgenommenen) Allgemeinheit bestimmt werden kann.

Deshalb ist "Transgender" wie ein Karriereschritt, der bei Narzißmus als erster Phase der Wirklichkeitsabwehr beginnt, über den Autismus führt, im Transgender seinen ersten tragischen, gerade noch manifestierbaren Höhepunkt findet, aber in unendlicher Verzweiflung und dem Nichts endet. 

Dabei offenbart sich, wenn man zuhört, was die "Betroffenen" sagen, die Sache in aller Klarheit: Sie möchten nicht, daß ihr Auftreten irgendeine Aussage auf ihre Identität rechtfertigen dürfe. Das ist aber der sicherste Weg, sich ins Nichts der Nicht-Welt zu stürzen. Das ist der sicherste Weg vor allem, sich in die völlige Unsicherheit zu stürzen, in der nichts mehr hilft. (Deshalb auch die so abstoßende, ständige Bestätigungssucht der social media. Diese Suche ist aber gar nicht zu erfüllen!)

Das alles muß man vor dem Hintergrund sehen, daß etwa in Großbritannien jedem Kind das Recht eingeräumt werden soll, ohne Mediziner, ohne Psychologen, ohne Eltern, ohne äußeren Einfluß selbst zu bestimmen, welchem "Geschlecht" es angehören möchte. Es ist nur noch bitter, darin das exakte Gegenteil dessen zu erkennen, was überhaupt Identität wesentlich IST und deshalb sein muß. 

Nehmen aber Jugendliche erst einmal Pubertätsblocker, wird ihr Urteilsvermögen weiter beschädigt und ihre Gefühlslage weiter verwirrt. Interessant dabei (wenn auch nicht "wissenschaftlich signifikant") ist, daß im Erfahrungsbericht der Lehrerin deutlich mehr Mädchen "männlich" fühlen, als Buben "weiblich", sich also entsprechend umwandeln wollen. 

Der VdZ schließt die Ausführungen. Aber er schließt sie nicht neutral. Er schließt sie mit einem Fluch der Verzweiflung. Mit einem Gebet, Gott möge mit aller Macht und Gewalt einschreiten. Der Leser möge sich den Rest denken. Denn dem Satanischen, der Sünde, wird jeder Segen zum Fluch.





*160319*

Samstag, 13. März 2010

Sprachloser Autismus

Herder weist darauf hin, daß er meint, es sei in der Natur zu beobachten, daß je konzentrierter, unfreier, von einer mechanikartigen Instinktabhängigkeit lebendige Vorgänge beziehungsweise Tiere, sind, desto weniger wird Sprache und damit Gehör notwendig.

"Tiere vom engsten Bezirk sind sogar gehörlos," schreibt Herder.

Je vielfältiger, unabhängiger, instinktfreier, damit selbstbestimmter ein Lebewesen ist, desto notwendiger wird die tonale Äußerung - bis zum Menschen, in der Sprache (die nur er kennt), der den Geist, die Vorstellungsbilder benötigt, ja bei dem sich die Welt dort hinein auflöst und abstrahiert. (Weil sich ja alles in seiner Würde über seine höchste Möglichkeit definiert, kann der Mensch also auch nicht zu einem instinkthafteren Ich "zurück", will er sich nicht zugleich selbst verlieren!)
 
(Haben wir nicht viele die Beobachtung gemacht, daß das Nachlassen bestimmter Sinneskräfte - die Sehkraft bei Einsamen! - von seelischen Prozessen abhängt und deshalb auch vom Willen zur Welt und ihrer Weite? Ja, ob nicht dann auch die Beobachtung hierher gehört, daß autistische Menschen häufig eine hoch ausgeprägte Spezialbegabung haben? Und ob nicht auch hierher gehört, daß der Anteil jener Eltern, die heute meinen, ihre Kinder seien auf Spezialgebieten "hochbegabt", so grotesk zur Allgemeinerscheinung fast schon steigt, aber mit ganz anderen seelischen Prozessen und Defeketen zu tun hat, als man gemeiniglich und selbstschmeichlerisch meint? Gerade für narzißtische Störungen - heute so häufig! - wäre nämlich eine Spezialbegabung höchst typisch, die aber keine Begabung, sondern eine neurotische Konzentration auf eine periphere Möglichkeit ist, der das Insgesamt dieses Menschen sohin zum Opfer fällt!)




*130310*