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Samstag, 13. August 2022

Liebe deine Feinde! (4)

Der Midas-Touch, der alle zu göttlich Auserwählten macht. Geist findet in der Ebene keinen Aufenthalt, er zieht weiter - DAS sei die historische Sendung der Ukraine, der auch die vielen Opfer der Vergangenheit nun zugeschrieben wirden: Als göttlich gesegnetes Märtyrerblut. Ja, mehr noch: Es ist die herausragende Stellung der Ukraine als eigentliches Volk Gottes! Denn von hier aus wird die Welt gerettet, weil nun sogar vor Rußlands Aggression bewahrt. Was natürlich den Bogen zur Gegenwart perfekt schließt.

Es fällt also nicht schwer, die restlichen Pünkte durch inhltliche Linien zu verbinden. Beginnend von den USA aus, die sich ja seit 1865 und erst recht nach 1945 eine ähnliche Sendung der Auswerwähltheit sehen, über die speziellen Aspekte des Judentums "als auserwähltes Volk", aus dessen (Bluts-)Reihen sogar der Messias kommen WIRD (Chassidisches Judentum), ein Volk voller Propheten und Heiliger. Schon Joseph Roth hat da wunderbare Stimmungsbilder von vor einhundert und mehr Jahren geliefert, das ist also alles nicht gerade neu.

Freitag, 12. August 2022

Liebe deine Feinde! (3)

Ein hochexplosives Gemisch, das auf den ultimativen Knall wartet, zu dem es berufen ist - Man sollte dazu erwähnen, daß die westlichen Teile der Ukraine, die Karpatenländer, Westgalizien, Wolhynien, mit der sogenanntne dritten Polnischen Teilung erst im 18. Jahrhundert zu Rußland kamen. Nun muß man wissen, daß sich hier seit dem Mittelalter so viele Juden auifhalten, daß die Theorien namhafter Stimmen (darunter Arthur Koestler, der die bekannteste Theorie aufgestellt hat) gar nicht unglaubhaft scheinen. 

Denen gemäß sind diese vielen Juden (die ethnisch deutlich turkstämmisch geprägt sind) im Raum von Litauen bis zum Schwarzen Meer Reste der seinerzeitigen CHAZAREN. Wir habe hier schon ihre Geschichte erzählt. Und sie sind seit nunmehr tausend Jahren (seit sie von den russischen alliierten Heeren vernichtend geschlagen wurden, denn die Chazaren hatten insofern große strategische Bedeutung, als sie die Handelsverbindungen nach Asien "sehr zu ihrem Vorteil" beherrscht haben) Dieses Tudkvolk hat, wie durch zahlreiche historische Belege dokumentiert ist, im 9. Jahrhundert das Judentum als Religion angenommen.

Donnerstag, 10. März 2022

Der verdrängte Irrtum Rußlands (3)

Die Sensation. Sie werden alles anders sehen, garantiert. Dazu noch einmal zurück zum Ausgangspunkt, dem Irrtum der IrrtümER. Zur Aufteilung der Ukraine. Denn jetzt ist die Stunde gekommen. Zurück zum Mainstream! Die Heilung der Spaltung - So, und nun ist wieder der Moment, an den Ausgangspunkt der Überlegungen zurückzukehren. Und zwar an dieses zweite Geheimnis von Fatima. An die Sequenz, in der von Rußland die Rede ist. Und zwar von seinen Irrtümern. Haben Sie es jetzt bemerkt? Haben Sie jetzt bemerkt, daß von IRRTÜMER-N die Rede ist? Plural! Mehrzahl! Mehrere Irrtümer, nicht nur einer. 

Nicht nur der historischen Materialismus des Marxismus, der dann zum Leninismus (und Maoismus) abgewandelt (nein, natürlich nicht abgewandelt, sondern WEITERENTWICKELT) worden ist. In dieser höchst merkwürdigen, aber vielsagenden Kombination östlicher Persönlichkeitsform und westlichem (protestantisch-jüdischem) Rationalismus als defiziöse, reduktive Denksimulation.

Es muß also mehr als diesen Marxismus geben, der an Rußland zum Himmel stinkt. Und jetzt können wir es nennen, wir haben es oben vorbereitet, damit Sie es erkennen müssen. Was in all der Diskussion über Fatima und seine Prophezeiungen nämlich stillschweigend übersehen worden ist ist nichtnur die Mehrzahl von "Irrtum", sondern ist, daß die Russen KEINESWEGS BEKEHRT SIND. (Genau so wenig wie ihre Kontrahenden, dazu unten.) 
Das würde nämlich heißen, sie wären auch katholisch geworden, und hätten sich IN DIE KIRCHE, die am Papst aufgehangen ist, EINGEFÜGT.

Mittwoch, 9. März 2022

Der verdrängte Irrtum Rußlands (2)

Der Sinn des Krieges. Die übersehene Aussage. Oder war sie unterdrückt? Dann wäre alles anders. Dabei haben wir sie vor Augen!Unter anderem gibt es die mehr oder weniger gut als "belegt" darzustellen versuchte These, daß das dem Einfluß der Freimaurerei zuzuschreiben wäre. Ich habe mich diesen Thesen aber nie wirklich gewidmet. Weil ich sehr vorsichtig bin, wenn sich Erklärungen (die nicht wirklich etwas erhellen, wie hier) nur konstruieren lassen, und wenig Substrat in deutlich sichtbaren, erkennbaren Handlungen haben.

Was wird hier gesagt? Der erste Teil des Geheimnisses wird auf den Ersten Weltkrieg bezogen, und findet sich somit als erfüllt. Der zweite Teil hat sich im Zweiten Weltkrieg ebenfalls erfüllt. Sogar das "Zeichen des Himmels", die in blutrote Farbe wird als Phänomen von niemandem bestritten. Selbst meine Mutter hat dieses seltsame Zeichen gesehen (ohne es mit Fatima in Zusammenhang zu bringen), und mir erzählt, daß in Glatz (hinter vorgehaltener Hand) gesagt wurde: "Da kommt ein Krieg."

Und selbst von Hitler wird berichtet, daß er es von seinem Berchtesgadener Berghof aus beobachtet hat. Angeblich sei er dann sehr still geworden, und habe es selbst auf seine Kriegspläne bezogen. Als Blut, das über die Welt fließen wird, hat es ihm aber wenig Respekt eingeflößt, denn in seinen Plänen hatte der Sieg einen so festen Platz, daß es sich nur um das Blut der "anderen" handeln konnte. 

Dienstag, 8. März 2022

Der verdrängte Irrtum Rußlands (1)

Die Angelegenheit ist eigentlich eindeutig, und zwar aus bestimmten Aspekten heraus, die man so bezeichnen könnte: Was als Ursache geschehen ist, muß sich in der Wirkung zeigen.

Welche Wirkung ist gemeint? Die Renaissance der Russischen Orthodoxen Kirche, mit der ihr assoziierten Orthodoxie der Ukraine, die traditionell seit zumindest 250 Jahren dem Moskauer Patriarchat zugehörig ist. Diese Ukrainisch Orthodoxe Kirche hat sich vor zwei Jahren dann gespalten. Ausgehend vom Konstinopelschen Patriarchen Bartholomäus wurde eine "Autokephale Ukrainische Nationale Kirche" ausgerufen. Damit sollte die Orthodoxie in der Ukraine schlicht und ergreifend umgetauft werden, denn Taufe bezieht sich in ihrer ersten iwe letzten Konsequenz auf die Zugehörigkeit zu EINEM Vater, also auch die Zugehörigkeit zu einer Autorität, Hierachie und Organizität.
 
Wird das "umerklärt", wird die Natur des geistigen Körpers "Kirche" geändert, ist die Taufe streng genommen widerrufen. Sie befindet sich zumindest in einem unlösbaren Konflikt, der nur mit gehöriger persönlicher Ignoranz und positivistischer Umprägung (also einem sehr rationalen "Willensakt") irgendwie "lösbar" ist. Die Realität ist, daß sich die Ukrainische Orthodoxie GESPALTEN hat. Vor allem die zahlreichen russischsprachigen der Ukraine sehen sich nach wie vor Moskau zugehörig, während sich der Rest der neuen autokephalen Ukrainischen Orthodoxie zugehörig sieht.

Sonntag, 23. Januar 2022

Als die Gottesmutter den 3. Weltkrieg verhinderte (4)

In den Abendstunden des 13. Mai 1984 aber, dem traditionellen Fatima-Tag, zerriß eine gigantische Explosion alle diese Pläne. Binnen eineinhalb Stunden änderte sich der Kurs der Welt. Die Umstände die zu dieser Katastrophe geführt haben, von der - ich wiederhole es - keine westliche Zeitung so berichtet hat, daß ich mich daran erinnerte - sind bis heute nicht geklärt. Man weiß nicht, warum innerhalb eineinhalb Stunden das größten Atom- und Marine Waffenlager der UdSSR in Severomorsk (="Die am Nordmeer Gelegene"), einer Hafenstadt an der nördlichen Pazifikküste im Osten Sibiriens, mit über 1000 Raketen und Atomsprengköpfen, mit einem Viertel des Sprengstoffarsenals (in jeder Weise) der Sowjetunion.

Das war vor allem ein Großteil jenes Waffenlagers, das für den bereits im Herbst geplanten Angriff auf Westeuropa das strategische Rückgrat, wie es die Marine für die Landstreitkräfte bilden hätte müssen.

Eineinhalb Stunden lang flogen Augenzeugenberichten nach die Raketen wiein einem Sylvesterfeuerwerk durch die Luft, schlugen irgendwo im Binnenland ein, oder zerschellten nach kurzer Flugbahn in der Stadt, platzten in der Luft. Gewaltige Explosionen aus unterirdischen Lagern von Bomben, Minen und Torpedos erschütterten die Erde, bis ein einem Atompilz ähnliche Rauchwolke aufstieg, der endgültig Panik auslöste. Denn zahllose Atomwaffen und -träger wurden mit verbrannt, oder durch Explosionen zerstört. Riesige Felsbrocken in der Größe von Häusern wurden kilometerweit geschleudert. Die Behörden begannen schon, die Evakuation des 40 Kilometer entfernten Murmansk vorzubereiten.

Samstag, 22. Januar 2022

Als die Gottesmutter den 3. Weltkrieg verhinderte (3)

Die Änderung der Militärdoktrine um 180 Grad. Der 7. Februar 1981, das Vorspiel zum 13. Mai 1984. Gottes Eingreifen hat den 3. Weltkrieg verhindert.

Die aggressive Außen- und Militärpolitik von Ronald Reagan hatte eine dramatische Veränderung der Lage provoziert. Reagan hatte durch ständige Provokation der Sowjetunion durch "Manöverangriffe" bewirkt, sodaß die Rote Armee pausenlos in Alarmbereitschaft bleiben mußte und Rußland sich nie sicher fühlen konnte. Dazu kamen die Ankündigungen von Verteidigungsprogrammen, die die sowjetische Gegenwehr über Landraketen ausgeschaltet hätte, sodaß nicht einmal noch die U-Boote geblieben wären, weil auc hderen Raketen abgefangen werden konnten. Zumindest mußte man das befürchten! (Ob es je funktioniert hätte ist ein anderes Thema. Die Möglichkeit zhählte. 

Reagan, der noch von Otto von Habsburg als "Sieger des kalten Krieges" gefeiert wurde, löste in der Sowjetunion militärstrategisch ein gefährliches Umdenken aus. Nun spielte Zeit eine Rolle, und rasches Reagieren. 

Aber es kam anders, und es kam so, daß sich die Lsge zuerst einmal noch gefährlicher zuspitzte. Denn am 7. Feruar löschte ein bis heute ungeklärter Flugzeugabsturz praktisch die gesaamte Marine-Generalität der Sowjetunion auf einen Schlag aus

Mittwoch, 17. Juli 2019

Diese Irrtümer waren es, die verbreitet wurden

Hugh Owen, Vater von neun Kindern, in einem bewegenden Vortrag über den fatalen Irrtum des Evolutionismus. Den er in dem Rang deutlich macht, den er hat: Als die katastrophalste Wurzel des Zusammenbruchs der Kirche und des Glaubens. Wenn die Gottesmutter in Fatima 1917 davon sprach, daß Rußland seine Irrtümer über die Erde ausbreiten werde (wenn es nicht dem Herzen Mariens geweiht würde), meint NICHT den Kommunismus. Sondern diese Warnung meint die Ausbreitung des Evolutionismus, der die Welt auf eine materialistische Basis zu stellen beansprucht. Wenn aber die Welt nicht mehr aus der Hand des Schöpfers hervorgegangen ist, bricht alles zusammen, was überhaupt noch Glaube sein kann. 

Es ist auch kein Zufall, daß Maria 1858 in Lourdes erschienen ist. Genau ein Jahr bevor 1859 "Origin of Species" von Charles Darwin veröffentlicht wird, sagt die Gottesmutter, daß sie "die unbefleckte Empfängnis" sei. In diesem Satz allein ist das Mysterium der Schöpfung selbst enthalten und erklärt. Es geht um nichts anderes als um die Frage, ob eine Zweitursache "Substanz" hervorbringen kann. Und in dieser Frage ist gleichermaßen die Frage um die Transsubstantiation enthalten. Die das Verhältnis von Materie zu Geist zeigt. Wer deshalb an die Evolution glaubt, KANN gar nicht an die Realpräsenz glauben. 

Und tatsächlich ist der Glaube daran regelrecht verschwunden, auch innerhalb der Kirche, während der wahre Köhlerglaube "Evolution" bereits mehreren Generationen als "sichere Wahrheit" eingebläut wurde. Deshalb erhält man auch die aggressivsten Reaktionen, sobald man diese "Wahrheit" anzweifelt. Wer das glaubt, dem fehlt aber der grundsätzliche Schlüssel, wie eine Materie (Brot und Wein) vom Geist auf eine Weise durchdrungen werden kann, die sie zu einer neuen Substanz machen. Das ist zugleich das Schöpfungsgeheimnis. In der Eucharistie ist somit auch die Grammatik jeder Physik (und Kosmologie) enthalten. Wer Materie verstehen will, wird nur aus dieser Grammatik heraus fündig. Wer es fassen kann, der fasse es.

Evolution als "wissenschaftliche Theorie" ist aber pure Spekulation und richtet mittlerweile auch einen katastrophalen finanziellen Schaden an, weil es die gesamte Naturwissenschaft in die Irre leitet, unfruchtbar macht, ja irrelevant: Sie hat keine Aussagen zur Welt, sondern nur noch Mythologien. Nichts davon ist belastbar "wissenschaftlich bewiesen", und die Theorie ist so "elastisch", daß alles (und nichts) damit erklärt werden kann. Sie ist aber die "Mutter" einer Entwicklung in der Wissenschaft, in der "weil etwas so sein muß wie es nicht sein darf" ganze Weltbilder und -anschauungen "begründet" werden, die nur ein Ziel, nur eine Motivation haben: Die Menschheit von Gott loszureißen.

Aber die Welt ist in ihrem An-sich ein Wunder. Und jeden Augenblick dasselbe Wunder des liebenden Willens des reinen Geistes, von Gott, dem Sein, der Wahrheit, dem logos. Dem Wort am Anfang. Aus dem alles lebt und existiert, allein lebt und existiert, und als Welt eine Analogie bildet. Und in den Tod, ins Vergehen fällt, sobald es sich vom Sein, vom logos losreißt. Alles ist nur seiend, "isset" nur, weil und soweit es sich diesem göttlichen Willen, den jeden seiner Gedanken darstellt, öffnet.

Nicht einmal gegen die "sieben Tage" der Schöpfung läßt sich sachlich handfest argumentieren, wenn man nicht zuvor bereits andere metaphysische Theorien und Mythen ("Big Bang" etc.) ansetzt. Nirgendwo in der Natur läßt sich ein Sieben-Tage-Rhythmus feststellen. Und doch richtet sich die Menschheit überall und zu allen Zeiten nach dieser Einteilung. So stark, so fundamental, daß mehrere Versuche - in der Neuzeit in der französischen Revolution ebenso wie im Kommunismus - die Zeit anders (nach dem Dezimalsystem) einzuteilen, "rational" zu machen, scheiterten.








Sonntag, 24. März 2019

Die immerwährend gegenwärtige Apokalypse von Fatima (3)

Teil 3) Vorhersagen sind Archetypenkonkretion - 
Was ist dann ihr Sinn?



Auf keinen Fall aber darf übersehen werden, daß der Mensch mit Freiheit begabt ist. Selbst also, wenn die Gottesmutter Maria in Fatima tatsächlich erschienen und den Gang der Welt vorhergesagt hat (in vielem sind diese Vorhersagen auch tatsächlich eingetroffen), so heißt das nicht, daß sie so kommen "müssen". Es heißt nur, daß ihr archetypisches Geschehen auf der Grundlage der jeweiligen Zeit, in der diese Vorhersage getroffen wird, so und so aussieht, und deshalb so und so enden wird. WENN sich nichts ändert, der Mensch also nicht anders handelt, nicht einsieht, nicht umkehrt. Freilich, auf der Grundlage dieser Archetypen lassen sich auch von scharfsinnigen, klugen Menschen selbst in konkreten Dingen ganz schön zutreffende Vorhersagen anstellen.

Was wir heute und jetzt zu tun haben, hat sich also um nichts und niemals geändert. Und der Aufruf zu größerer Nähe zu Gott in Gebet und Kult, wie er aus Fatima hervorgeht, ist ganz sicher nicht verfehlt. Ebenso wenig ist verfehlt, diesem Aufruf besondere Dringlichkeit zuzumessen. Man kann also Fatima auch lediglich als "pastorales Ereignis" sehen. Wenn man nicht glaubt, daß mit bestimmten Frömmigkeitsformen (Rosenkranz, fünfmaliger Besuch der Hl. Messe an Herz Mariä Sühnesamstagen), wie in Fatima anempfohlen, auch besondere Gnaden verbunden sind. Daß wir das glauben können, ist der Sinn der Echtheitsprüfung, die die Kirche auch hier vornahm. (Und die Kirche ist sehr sehr sparsam weil vorsichtig in solchen Anerkennungen.) 

In alle dem soll uns nur bewußt gemacht werden, daß wir mit deutlich mehr Hinwendung und Wachheit die Quelle unseres Lebens und der Geschichte in unser Leben hereinholen sollen. So kann man Fatima sehen, und so sollten wir es vielleicht auch sehen. 

Dazu braucht es kein "Glauben an Fatima" und eine gesunde Skepsis gegenüber jeder Form von "Erscheinungen" ist ohnehin jedem anzuraten. Ein Leben in Gott ist auch ohne solche Sonderereignisse zu führen.** Dazu braucht es die persönliche Umkehr, zu der uns die Fastenzeit als Gang in die Wüste aufruft. Es ist auch richtig, eine gewisse Furcht vor der Apokalypse, also dem Jüngsten Tag als Moment der Wiederkehr Christi als Richter, am Ende der Zeit, zu hegen. Sie ist die ultimative Klippe, vor der wir aber jeden Tag, jeden Augenblick stehen, sie kann immer und jederzeit kommen. Es ist also gut, wenn wir (auf eine Weise) wie in einer immerwährenden Fastenzeit*** leben. Die dann vom eigentlichen und gegenwärtig gesetzten Erlösungsgeschehen in Karwoche und Ostern abgelöst und in diese Zeit neu hereingeholt wird. Als apokalyptisches Geschehen, als apokalyptischen Sieg.







**Im übrigen ist der VdZ überzeugt, daß solche Geschehnisse wesentlich, wirklich wesentlich häufiger sind, als uns bewußt sein mag. Aber es spricht für die Beteiligten (und es spricht für die häufige Echtheit), daß sie in den allermeisten Fällen darüber nicht viel Aufhebens machen, außer in ihrer sehr persönlichen Reaktion.  Skepsis ist freilich deshalb immer notwendig, weil wir den Teufel in seiner List nie unterschätzen sollten. Der uns mit einem starken, persönlichen Erleben, wie es eine Erscheinung wohl ist, ganz leicht aus den Pantinen der Vernunft und der Freiheit heben und in fatalen Irrtum, in fatale Fehlhaltungen führen kann. Von vielen Heiligen ist deshalb bekannt, daß sie Gott baten, ihnen solche Zustoßungen wie Visionen oder Erscheinungen zu ersparen.

***Was wir von der orthodoxen Kirche ganz sicher lernen (und neu auffrischen) sollten, ist die Stellung des Fastens im kirchlichen Leben. Das seit einigen Jahrzehnten fast völlig verschwunden oder zu einer lächerlichen Symbolhandlung diminuiert worden ist. Während es bis vor den 1960er Jahren in einer Fülle von Fasttagen (man denke nur ans Mittwoch- und Freitagsfasten) und Fastenperioden (man denke an den Advent) im Leben jedes Katholiken ständig präsent war. Es ist aus Gründen der Menschenkenntnis einfach notwendig, ein Fasten ganz exakt als Vorschrift zu konkretisieren. Wie es in der Orthodoxie noch der Fall ist. 

Im übrigen erkennt man dort auch, daß die konkreten Dinge, auf die man dann den Kirchengeboten nach verzichtet, eine tiefe symbolische, archetypische Bedeutung haben. Der Vorwurf (der zur Auflösung der konkreten Fastenvorschriften in der Katholischen Kirche geführt hat), daß die Konkretion zur irrtümlichen Fetischisierung führen würde, trifft nicht. Aber dafür hat man damit das Fasten im Glaubensleben der Menschen defacto aufgelöst. 





*190119*

Samstag, 23. März 2019

Die immerwährend gegenwärtige Apokalypse von Fatima (2)


Teil 2) Apokalypse als Archetyp, 
das sich in jeder konkreten Geschichtsperiode findet




Immerhin beten wir auch in jedem Vaterunser, daß die Zeit abgekürzt wird, und in einer globalen, totalitären Welt bleiben dem Einzelnen wirklich nicht mehr viele Auswege, denn in ihr tritt ihm auch das Böse mit einer Wucht entgegen, der er auf Dauer kaum gewachsen sein kann. Also beten wir, daß diese Versuchung sich verkürze, damit wir nicht fallen. Selbst Jesus stellt ja die sicher nicht nur rhetorisch gemeinte Frage, "ob der Menschensohn, wenn er wiederkommt, noch Glauben finden wird?" Aber eine Welt ohne Gott, ohne Kirche somit, kann niemals Bestand haben.

Ganze Nationen werden vernichtet werden - haben wir, wenn auch nicht durch materiellen Krieg, sondern durch innere Auflösung der Staaten. Rußland wird seine Irrtümer verbreiten - haben wir, der Kommunismus-Marxismus hat die Welt auf eine Weise durchsetzt, die kaum noch überbietbar scheint und auf eine wirkliche Katastrophe zuläuft, den globalen Totalitarismus. Geistige Verwirrung wird sich ausbreiten - ist noch mehr Verwirrung denkbar als heute? Die Kirche ist als Institution inwendig zersetzt - darauf muß man nicht besonders hingewiesen werden. Glaubensverfolgung - die hat sich gar nicht so sehr als direkte, materiale, körperliche Verfolgung entwickelt, wenn in manchen Ländern sehr wohl auch in dieser Form. Aber das, was ein vom Glauben erhellter Geist heute denkt und tut, und wie die Welt darauf reagiert, zu der er schon fast völlig in einem Widerspruch steht, der größer kaum sein könnte, kommt bereits oft einem Martyrium gleich und verlangt dieselben Haltungen und dieselbe Leidensbereitschaft.

All das, unsere gegenwärtige seelisch-geistige Not und Verwirrung, die seelische Bedrängnis, in der wir stehen, weil die vorgeschriebene Lebensform immer umfassender der Natur des Menschen widerspricht, als Strafe aufzufassen, ist da nicht besonders schwer. Und daß diese Strafe mit dem Bösen zu tun hat, das wir tun, noch weniger. Auch hier also "hat sich Fatima erfüllt", wie es im Jahre 2000 der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Ratzinger gesagt hat, als er das dritte Geheimnis von Fatima offiziell der Welt präsentierte. Ob es vollständig war? Wir einfachen Leute wissen das nicht. Spekulationen gibt es genug. Aber die Frage ist doch, was wir uns davon erwarten. Ist es nicht wirklich bloße Sensationslust, die mehr esoterischen Charakters als katholische Haltung ist? Was soll es uns Neues sagen, wo wäre der Zugewinn zu dem, was uns ein waches Erkennen nicht ohnehin vor Augen stellt?

Deshalb haben auch die früheren Generationen, beginnend bei den Aposteln, den ersten Kirchenvätern, der Sichtweise des Augustinus hinsichtlich Ende des Römischen Reiches und Völkerwanderung, einfach über alle Epochen der Geschichte bis heute, sehr recht getan, in den jeweiligen historischen Ereignissen apokalyptisches Geschehen zu erkennen. Sie haben recht getan mit ihrer Furcht, daß die Welt an ihr Ende gekommen ist, denn das ist sie auf eine Weise, während aber ihr wirkliches Schema, wie es die Apokalypse des Johannes zeigt, im letzthinnigen Sieg der Erlösung durch das Opfer Christi - als historisches Ereignis in den Blutkreislauf der Welt gewissermaßen eingeschleust - feststeht. 

Daß darin die Gottesmutter eine besondere Rolle spielt, ist nur zu logisch, und hat sich bereits in ihrer Mutterschaft Christi verdeutlicht. Als Archetyp, der sich wieder und wieder, nur in je anderer historischer Form, ereignet weil gegenwärtig ist.

Bis auf vielleicht einen Punkt hat sich also alles erfüllt, was uns aus Fatima und den Aufzeichnungen und Nachrichten der Seherkinder bekannt ist. Dieser Punkt ist die Rolle Rußlands. Aber vielleicht hängt das nur damit zusammen, weil wir uns zu sehr an bestimmte Vorstellungen klammern, die zu einem guten Teil der Zeit entsprachen, in der dieses Geheimnis verkündet wurde - der des Kalten Krieges, der pausenlos geschürten Angst vor der Sowjetunion, oder heute: vor Putins Rußland. Es wird das Instrument der göttlichen Strafe sein, heißt es. Darüber kann man diskutieren. Dabei glaubt der VdZ gar nicht, daß man das als Hinweis auf eine militärische Bedrohung sehen sollte.

Zur Erinnerung noch ein Fall: Die Tiroler (Andreas Hofer etc. etc.) waren 1805ff. überzeugt, daß "Napoleum", also Napoleon, das personifizierte Böse, der Anti-Christ war. Und sie hatten darin nicht einmal Unrecht. Was Napoleon brachte war die Zerstörung des göttlichen Naturrechts. Nicht zufällig hat er überall in Europa die Juden (erstmals!) "emanzipiert".

In einer Weihe Rußlands ans Unbefleckte Herz freilich (um die übrigens Putin gebeten haben soll, als er den Papst besuchte) könnte ein Schlüssel liegen. Weil dieser Schritt das Land an der Wolga auf besondere Weise in die Vorsehung Gottes stellen würde. Das ist deshalb von großer Bedeutung, weil Gott der Herr über alles Gelingen ist. Er ist es, der letztendlich immer (!) den Ausgang der Dinge bestimmt. Weil das Wesen der Welt Wunder ist. Etwas, das wir - verblödet vom Materialismus und Mechanismus, der unser Denken und Erkennen seit 500 Jahren als falsche Grammatik der Sprache gewissermaßen immer ausschließlicher bestimmt und verformt - fast völlig vergessen haben. Ein wesentlicher Grund, warum uns die Welt immer fremder, "feindlicher" wird.

Die Rolle Rußlands wäre in einem Akt der Weihe also enger in die Vorsehung Gottes geschlossen, wäre dezidiert ein vom Papst für die Gesamtkirche auszuführender Akt, in dem Gott gebeten wird, daß sich durch Rußland die Reinigung der Erde vollzieht. Aber das heißt keineswegs, daß Rußland "der Böse" sein muß, sondern kann genau so heißen, daß es "als Guter" diese Rolle spielt, und zwar in beiden Fällen dem Handeln, der Geschichte und ihrem Fortgang immanent, nicht explizit. 

Auch Attila und seine Hunnen wurden als "Geißel Gottes" interpretiert, mit demselben Recht. Denn sie stießen ein moralisch verkommenes, dekadentes Weltreich und seine Bewohner - als die eigentlichen Sündigen einerseits, als stellvertretend Sühnende aber andererseits - aus dem Anzug. Und auch den Einfall der Mongolen, sogar die Angriffe der Türken hat man als zu leistende Sühne für verfehlte Lebensweisen gesehen. Und das kann man wohl immer und bei allem so sehen, das einem an Übel zustößt. 

Was umgekehrt nicht heißt, daß man diesem Übel nicht im Rahmen seiner auch an der Welt erkennbaren Lebensverantwortung begegnen muß. Im Gegenteil, gerade diese Antwort ist oder enthält dann die eigentliche Sühne. Als Zurückbergen der (in jeder) gefallenen Welt in die göttliche Ordnung, den logos, als Sinn jeder Strafe.*


 Morgen Teil 3) Vorhersagen sind Archetypenkonkretion - 
Was ist dann ihr Sinn?




*Das gar nicht selten zu beobachtende "Vorsorgen für die Apokalypse" - Bunkern von Lebensmitteln etc. etc. - ist deshalb absurd und grotesk. Strafe und Sühne, schon gar der Jüngste Tag sind keine Ereignisse wie ein Vulkanausbruch, dessen Vorübergang man an sicherem Ort abwarten kann.



 

*190119*

Freitag, 22. März 2019

Die immerwährend gegenwärtige Apokalypse von Fatima (1)

Man muß nicht "an Fatima glauben", und die Kirche schreibt das auch nicht vor. Das braucht es auch gar nicht. Was als "Botschaften von Fatima" bekannt ist, deckt sich so mit den realen Geschehnissen, daß man nicht "an Fatima glauben" muß.  Und so verhält es sich mit allem, was seit Himmelfahrt und Pfingsten bzw. nach der Selbstoffenbarung Gottes in seinem Sohn an Neuigkeiten aufgetaucht ist: Sie sind nicht neu, weil notwendig in der Offenbarung durch Christus enthalten, diese kann sich nur ins Historische hinein weiter ausfalten, weiter differenzieren, weiter präzisieren und konkretisieren, aber nicht "neu" sein.  Höchstens so noch nicht gehört oder gedacht. Das Katholische ist also kein Archäologismus, wo nur die Formen gültig sind, die es zur Zeit Jesu konkret gab. Aber nichts kann diesen widersprechen oder diese gar aufheben. Wenn etwas neu, grundsätzlich neu wäre, könnte es gar nicht wahr sein.

Nichts ist deshalb auch an Fatima und seinen Botschaften, was nicht dem wachen, hellen und gläubigen, getauften Menschen ohnehin und zumindest prinzipiell erkennbar ist. Auch die Haltungen und Handlungen, die als "Gegenmittel" in Fatimas Botschaften genannt werden, liegen auf der Linie der katholischen Logik. Das spricht also alles nur für die Katholizität der Beteiligten. Die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens, das Beten des Rosenkranzes sind im Grunde jedem Katholiken auch ohne Fatima dringend anempfohlen, der dogmatische Gehalt sogar unverzichtbar weil von Anfang an da gewesen, höchstens noch nicht ganz differenziert genug formuliert.*

Im Umstand, daß die Gottesmutter selbst diese Botschaften den Kindern geoffenbart hat (oder nicht, man muß das, wie gesagt, nicht glauben) zeigt sich höchstens das Maß der Dringlichkeit, ein frömmeres Leben zu leben. Mit der Auffälligkeit, daß hier (wie auch anderswo) das Heil der Menschen nicht an bestimmte (weltliche) Handlungen oder an ein bestimmtes Verhalten in der Welt angeraten wird, sondern daß das, was der Mensch tun soll und kann eine innigere Zuwendung zu bestimmten Glaubenswahrheiten ist.

Es ist dabei eher abzuraten, diese Ereignisse als das Anzeigen einer bevorstehenden Apokalypse zu sehen. Was heute dem narzißtischen Geist, der da meint, alles hänge an ihm, und er stehe in einer besonders auserwählten Zeit, viel zu sehr entspricht und deshalb eher gefährlich ist. Gefährlich, weil es davon ablenkt, daß wir ständig, jeden Tag, jeden Augenblick in einer Situation der Apokalypse stehen. In einem Kampf mit jenen Mächten und Kräften, die die Schöpfung vernichten wollen. Insofern gab es gewisse Symptome und historische Ereignisse, die in der Apokalypse vorkommen (und in Fatima lediglich in diese Zeit hinein mit höherer Dringlichkeit verkündet); sie sind zu allen Zeiten feststellbar. Auch die Systematik, die in diesem Vortrag recht gut dargestellt wird, ist dieselbe. 

Denn wenn sogar Jesus sagt, daß niemand die Zeit des Jüngsten Tages kennt, nur der Vater, also nicht einmal er, warum sollte es dann Maria wissen? Also muß man ihr Erscheinen als Sprechen in eine bestimmte Zeit sehen, in der sich archetypisch gewissermaßen diese Vorgänge abspielen, WENN ... usw. usf.  Gewiß, wir haben historisch eine gewisse Dimension erreicht - die Globalität spielt eine wichtigere Rolle denn je, ja sie ist erstmals erreicht. Und die Zentralisierung der Welt ist weit weit gediehen, in Teilen bereits Realität. Das könnte man als das Erreichen eines gewissen Stadiums auf einer Skala der Weltentwicklung sehen, in der unserer Anschauung nach nicht mehr so viele Möglichkeiten bleiben. Denn das stichhaltigere Indiz ist, daß die Para-Politik an einen Punkt kommt, wo das Menschsein an sich auf dem Spiel steht und unterdrückt werden soll. Darum geht es beim Thema Gender (etc.) in Wirklichkeit, das ist seine wahre Dimension: Satanismus, der nach der Weltherrschaft greift.²


Morgen Teil 2) Apokalypse als Archetyp, 
das sich in jeder konkreten Geschichtsperiode findet




*Das ist insbesonders dann wichtig zu wissen, wenn man das Katholische mit dem Orthodoxen vergleicht. Denn die Jungfräulichkeit Mariens wird auch dort nicht abgelehnt, und explizit wird auch ihre Freiheit von der Erbsünde (von vielen) nicht abgelehnt. Abgelehnt wird aber auf jeden Fall, daß es die römische Kirche so ausformuliert hat. Das könne man nicht, sagt die Orthodoxie, wenn es um abgeleitete, also im Ursprünglichen "vielleicht" oder "wahrscheinlich" enthaltene, aber nicht von den Kirchenvätern explizit gemachte Glaubensinhalte gehe. 

Deshalb lehnt die Orthodoxie alles, was seit dem 8. Jahrhundert in Rom dogmatisch erklärt wurde, ab. Nicht, weil es die Inhalte ablehnt, in einzelnen Schriftstellern Moskaus finden sich oft dieselben Inhalte, sondern weil sie das Aussagen in dieser Form ablehnt. Die letztlich ja die letzthinnige dogmatische Unfehlbarkeit des Papstes voraussetzen - die die Orthodoxie auch ablehnt, es sei denn, sie bezieht sich auf die Synodalität, die "ganze Kirche" also. Dieses Ausformulieren der marianischen Dogmen, sagt die Orthodoxie, braucht es auch nicht. Denn aus der Tugendhaftigkeit und Jungfräulichkeit Mariens muß man nicht gleich eine Freiheit von Erbsünde machen und kann Maria trotzdem verehren. Mehr noch, das nehme sogar noch von ihrem Glanz, sagen manche, weil es den Rang ihrer Tugendhaftigkeit und Reinheit schmälere. Sie hätte sich dann darum nicht bemühen müssen. 

Das in Fatima in den Vordergrund gestellte "Unbefleckte Herz Mariens" bezieht sich aber in den Augen des VdZ nicht notwendig auf die Erbsündelosigkeit, sondern man könnte es auch als Bezug auf Mariens Tugend, Sühneleistung und Sündelosigkeit - also auf ihre Stellung als Gnadenmittlerin (bzw. Fürsprecherin) sehen. Ihr Bildnis wird deshalb in der Orthodoxie nicht weniger als in der römischen Kirche verehrt. Weil sie nicht einfach Vorbild, sondern weil in ihr als größte, ja als einzige ganz vollkommene Heilige unter den (Nur-)Menschen auch in ihrer Gestalt der Himmel sichtbar und damit in die Welt einbrechend, weltwirksam wird. Das hat direkten Bezug auf das Begreifen der Erlösung als Teilhabe bzw. durch Stellvertreterschaft, worin sich Orthodoxie und römischer Katholizismus schon wieder völlig treffen.

²Nur damit das klar ist: Der VdZ hat bereits in den frühen 1990er-Jahren, als Diözesansekretär für die Katholische Männerbewegung in St. Pölten, diese Gefahr klar erkannt und ist konkret dagegen vorgegangen. Es war dann sogar einer der Punkte und Anlässe, deretwegen er entlassen wurde! Er hat zudem erkannt, daß es die Kirche (sic!!!) war, die den Gendergedanken gesellschaftlich durchzusetzen BEGONNEN HAT. 

Die anderen (Linken) haben das noch gar nicht gewagt, weil es zu verwegen wirkte. Aber die erste Partei, die auf diesen Zug mit ihren politischen Möglichkeiten aufgesprungen ist und effektiv durchsetzte, war die ÖVP (der später die FPÖ noch assistierte), die "Christlich-Sozialen" Österreichs, zusammen mit den heutigen "Rechten", weichgespült durch den satanisch-verworrenen Pseudokatholizismus der Kirche. 

Was der VdZ damit sagen will: Die Sache ist extrem komplex. Und in erster Linie ist die Verwüstung der Gegenwart der Schwäche der "Guten" (also derjenigen, die das Gute zu wahren gehabt hätten) zuzuschreiben. Selbst unter Konservativen war der VdZ damals nicht gerade geschätzt. Sie hielten das Problembewußtsein des VdZ für "übertrieben". Heute treten dieselben (!) Leute wie die Offenbarer der ultimativen Wahrheit auf und geben vor, den Genderismus zu bekämpfen. Aber selbst im höchst unseligen "Ministrantenerlaß" des angeblich Heiligen Papstes Johannes Paul II. war er bereits vorgezeichnet.

Was der VdZ damit sagen will: Die Kirche watet bis zur Oberkante Unterlippe im Blut. Aber nicht im Blut des Erlösers, sondern im Blut derjenigen, die sie selbst erschlagen hat. Und der VdZ weiß sich, als Glied eben dieser Kirche, der einzigen Heilschance, mitgehangen - mitgefangen. Alles andere als deren Wegtilgung von der Erde wäre aber eine Überraschung. Und damit ... alles andere als ein baldiges Ende der Welt. Dieser Auffassung war übrigens auch der unlängst verstorbene Philosoph Robert Spaemann.





*190119*

Sonntag, 16. Juli 2017

Umkehrung

"Fatima ist  höchst aktuell. Nur auf eigenartige, umgekehrte Weise. Und das sage ich, obwohl ich kein Rußland-Fan bin. Aber heute haben wir nicht für die Bekehrung Rußlands und die Anliegen des Papstes zu beten, wie die Heilige Jungfrau es 1917 forderte, sondern für die Anliegen Rußlands, und die Bekehrung des Papstes."

Ann Barnhardt in einem Interview 2017





*140717*

Samstag, 15. April 2017

Die Folge der Christusförmigkeit

Die Gerüchte wollen nicht vestummen, und sie werden durch zahlreiche Zeugenaussagen, gestützt durch zahlreiche Indizien, zu mehr als Gerüchten, sie werden zur Theorie. Das dritte Geheimnis von Fatima ist bis heute nicht in seiner Gänze veröffentlicht. Darin soll es nach übereinstimmenden Aussagen mancher die behaupten, es gelesen zu haben, darum gehen, daß der Papst selbst vom Glauben abfällt. Wenn dem so wäre, wäre es auch nicht verwunderlich, wenn es geheimgehalten bliebe. Denn dann ginge es ums Eingemachte, ja hier würde es wirklich gefährlich.

Aber was sollte man eigentlich anderes erwarten? Als daß die Kirche dem Gang ihres Gründers und Ecksteins Jesus Christus folgt, und über Verrat - durch Petrus, den ersten Papst! - und Kreuzigung ... ins Grab gelegt wird und aus der Welt scheinbar verschwindet. Um dann aber ... in umso größerer Herrlichkeit wieder aufzuerstehen,. dem Erlöser gleich. Christus, der Form aller Materia.

Verläßt Christus aber diese Welt, der er als Fleischgewordener Gott die Gnade brachte, das Licht, um so die Welt - in der Kirche, als Kirche - in Gott wieder hineinzuholen - in ihm, durch ihn und mit ihm - muß sich diese unweigerlich in ein Höllental wandeln. An den Spekulationen um die konkreten, historischen Realitäten dieses Umstandes aber wollen wir uns nicht weiter beteiligen, das überlassen wir anderen. Und sie tun es ja nicht immer unklug.








*300317*

Mittwoch, 12. April 2017

Was die Gottesmutter offenbar nicht wußte

Hat sich noch niemand gefragt, warum die Warnung in Fatima sich nur auf die Irrtümer des Kommunismus (Sowjetunion, vulgo Rußland) bezog (in Akito noch einmal bestätigt, das die Fatima-Botschaften direkt bestätigt) bezieht, und nicht auf den offizhiell größten Bösewicht der Geshcigthe überhaupt, Hitler und seinen Hitlerismus? Der nur eingebettet in eine allgemeine Warnung über gewaltige Kriegsereignisse bleibt. Als hätten diese eine generelle Richtung? 

Fand die Gottesmutter selbst die "Ursünde der Menschheit", begangen von den Deutschen, und nur von den Deutschen, denen es schließlich sogar als Wesenseigenschaft zugeschrieben wurde, war also der Gottesmutter die Tötung der Juden gar nicht so schlimm, daß sie davor warnen zu müssen meinte? Seltsam. War sie gar schlecht informiert? So, wie sie es in Fatima 1917 formulierte, könnte sie sogar die Million Bombentoten in Deutschland gemeint haben. Oder war sie in Wahrheit eine "Rechte"? Denn die heutige Geschichtsschreibung, die auch unser aller Kinder programmatisch aufs Auge gedrückt wird, sieht die Ereignisse 1945 nachgerade als Befreiung vom Bösen DURCH den Kommunismus.

Es gibt nur einen Feind, und das ist der Feind des Seins. Und das sind tatsächlich die im Marxismus so konzentrierten, als politische Richtung manifestierten Irrtümer der Menschheit, die sich über Jahrhunderte aufgebaut haben, in Wahrheit seit Jahrtausenden bestehen. Aber im Marxismus haben sich die Irrtümer, die seit je doch dieselben waren, vereint und zur mächtigen Welthaftigkeit aufgeschwungen. Und genau darin bestehen sie bis heute, und genau darin sind sie heute dieselbe Dämonie, die sie immer waren - die der Zerstörung!






*020417*

Sonntag, 26. Juni 2016

Es beginnt an der Spitze

Alice von Hildebrand war die Ehefrau des + Dieter von Hildebrand. Dieses seinerzeit zumindest wohlbekannten Philosophen (im Gewicht seiner Stimme vielleicht dem heutigen Robert Spaemann zu vergleichen), der vor allem nach den Reformen 1970ff. unermüdlich seine Stimme erhob, um vor den Folgen der Entstaltung der Liturgie zu warnen (nach wie vor für "Einsteiger" in die Problematik sehr empfehlenswert sein Buch "Der verwüstete Weinberg", antiquarisch noch da und dort erhältlich.) Die hochbetagte Damen lebt noch. Das amerikanische Portal OnePeterFive bringt nun eine E-Mail dieser Frau, in der sie von Begegnungen ihres Mannes in den 1960er jahren erzählt, bei denen sie anwesend war. Darin geht es um das legendäre "3. Geheimnis von Fatima". 

Das sich im Licht ihrer Schilderungen in etwas anderem Licht darstellt, als es vielfach und von Allzufrommen dargestellt wurde. Die mit dem "Fall des Weißen Mannes" das gegenständliche Attentat auf Johannes Paul II. gleichsetzten. Aber es scheint sich eine wesentlich symbolischere Deutung aufzudrängen. Denn tatsächlich wurde eine wesentliche Passage, so Hildebrand, NIE veröffentlicht. Und diese Botschaft der Muttergottes an die Seherkinder von Fatima, wie sie die erst vor wenigen Jahren verstorbene Schwester Lucia (eines der drei Hirtenkinder, denen die Muttergottes 1917 erschienen war) aufgeschrieben und an den Papst weitergeleitet hatte, erschließt sich erst mit einem nie veröffentlichten Nachsatz. Der da lautet, daß der finale Fall der Kirche "von der obersten Spitze aus" beginnt.

Steve Skojec erzählt aber noch etwas anderes. Er berichtet von einem langen Brief von Schweser Lucia an Kardinal Caffarra im Jahre 1980. Und in dem schreibt Sr. Lucia folgendes:

 "The final battle between the Lord and the reign of Satan will be about marriage and the family. Don’t be afraid, because anyone who works for the sanctity of marriage and the family will always be contended and opposed in every way, for this is the decisive issue.’ And then she concluded: ‘however, Our Lady has already crushed its head.’”

Immerhin, wir haben es mit realen Geschehnissen und Augenzeugen zu tun. Glaubwürdigen Augenzeugen, keinen Spinnern. Die diese in den Tiefen der vatikanischen Archive versenkten schriftlichen Nachricht gesehen haben, und diesen Zusatz bestätigen können: Das Ende fängt bei der obersten Spitze der Kirche an.

Dies ist umso mehr glaubwürdig, als die Eheligkeit des Menschen - als Spitze der Ehelichkeit der gesamten Schöpfung, als Frage der Stellung des logos zur materia, als Problem von Mann und Frau - tatsächlich das Problem der Gegenwart ist. 

Nicht aber in einfachen Moralismen, nicht in kleinbürgerlich aufgewärmten Formen, wo in Äquivokationen alles erledigt wäre, wenn nur jemand von der "Bedeutung der Familie" seinen Sonntagskaffee auffettet. Die Frage reicht viel tiefer. Sie setzt in der Grundstruktur der Welt und damit der Kirche an. Und die ist in der Tat nach menschlichem Ermessen heute hoffnungslos verkannt und verformt. Auch und gerade bei den Superfrommen und Selbstheiligen, die mit nominalen Aussagen alles für gebongt halten. 

Von der Stellung von Mann und Frau, vom Wesen der Ehe, in ihrer Formungskraft auf den einer Ehe entstammenden Menschen, worin sie ihre eigene Grundstruktur in den Rhythmus ihres Nachkommen einsenkt, damit dessen Welt- wie Gotterkennen bestimmt, ja all sein Wahrnehmen bestimmt, hängt das Schicksal der gesamten Welt ab.

In den Vorhersagen von Fatima ist es dabei ... der Papst, der fällt. Das Faktum, daß da "ein Schuß fiel", ist aber nicht einfach eine herauszulösende Einzeltatsache. Alles hat in Wirklichkeit eine weit umfassendere Seinswegegung zum Inhalt. Der Papst, getroffen von der Tod bringen sollenden Kugel der sich von Gott losreißenden Welt, fällt. Der Papst fällt. Das läutet das Ende ein.

Hier also der Wortlauf des E-Mail von Alice von Hildebrand, die sie am 6. Mai 2016 an Pater Brian Harrison gerichtet hat.

Dear Father,
I think the following two conversations, which I recall very well from the 1960s, are of particular interest now, in these deeply troubled times half a century later. For they apparently corroborate Cardinal Ciappi’s testimony that part of Our Lady’s Fatima secret was the shocking prediction that the great apostasy in the Church would begin “at the top.”
The first conversation was In June 1965. We were in Florence in the house where my husband was born, and where I spent my first sabbatical. My husband invited a priest named Msgr. Mario Boehm, whom he had met in Rome shortly after his conversion, and who had been one of the top editors of L’Osservatore Romano for many years. The topic of Fatima came up. 
My husband raised the question, “Why was the third secret of Fatima not revealed?” For the Holy Virgin had said it should be shared with the faithful in 1960.
Don Mario: It was not revealed because of its content. 
My husband: What was so fearful about it?  
Msgr. Boehm (as a well-trained Italian) did not say that he had read it, but intimated that the content was fearful: “infiltration of the Church to the very top”. It shattered us but confirmed my husband’s fear that the way Vatican II was interpreted was going to expose the Church to terrible dangers. Alas, this fear was well founded.
The second conversation is one with Bella Dodd that I have already spoken about on previous occasions. We met her in the Fall of 1965 and she visited us here at New Rochelle, NY, where I still live, either in 1966 or 1967. She had been an ardent communist from her student days at Hunter College – a hotbed of communism. (That is why I was systematically persecuted there, as recounted in my book, Memoirs of a Happy Failure.) Bella had sown the seeds of this diabolical philosophy at Hunter, but converted in 1952 under the guidance of Archbishop Fulton Sheen. Let me repeat the conversation between her and my husband:
DvH:   I fear the Church has been infiltrated.
Bella:   You fear it, dear Professor; I know it! When I was an ardent communist I was working in close contact with four cardinals in the Vatican working for us; and they are still very active today.
DvH:  Who are they? My nephew Dieter Sattler is a German stationed at the Holy See.
But Bella, who was under the spiritual guidance of Archbishop Sheen, declined to give him this information.
The only recourse we have now is prayer, and the firm conviction that the gates of hell shall not prevail. St. Matthew ch. XXIV has warned us.
In union of ardent prayers.
I am, dear Father, respectfully yours in Christ,
Alice von Hildebrand


Nachtrag: Und wer nun glaubt, dies sei eine der üblichen Verschwörungstheorien, der sei auf diese Aussagen des nachmaligen/ehemaligen Papstes Benedict XVI. Josef Ratzinger verwiesen. Der 2000 zugab, daß die Veröffentlichung des Dritten Geheimnisses (im Zuge des von + P. Johannes Paul II. ausgerufenen Heiligen Jahres) nur einen Teil der Botschaft von Fatima enthält. Der unveröffentlichte Teil (die volle Botschaft hätte 1960 veröffentlicht werden sollen, wurde es aber nicht) beziehe sich auf ein mißlungenes Konzil und ein schlechtes Verhalten der Massen ("a bad council and a bad Mass") Angeblich und bezeugt sprach Kard. Ratzinger von EB M. Lefebrve als dem "größten Theologen des 20. Jhds."

2010 sagte em. P. Benedict XVI. Josef Ratzinger zum Geheimns von Fatima: Es werden vielmehr „Realitäten der Zukunft der Kirche aufgezeigt, die sich nach und nach entfalten und zeigen“. Über den in der Vision gezeigten Moment hinaus müsse die Notwendigkeit eines Leidens der Kirche gesehen werden, „das sich natürlich in der Person des Papstes widerspiegelt, aber der Papst steht für die Kirche und daher werden Leiden der Kirche angekündigt“.

Die wahre und grundlegende Antwort der Kirche müsse die Umkehr sein. Für Benedikt XVI. wird heute deutlich: Die Angriffe gegen den Papst und die Kirche kommen „nicht nur von außen, sondern die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert“, denn: „Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche“.






*130515*