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Mittwoch, 31. Oktober 2018

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (5)

Teil 5)


 
Damit wird auch klar, daß diese Haltung und Sichtweise - der Mensch "muß" seine Triebe ausleben, eine andere Motivik und Chance gibt es nicht, will man zu Reife und Glück gelangen - das gesamte Bündel der "sexuellen Befreiung" aufknüpft. Mit Homosexualität und heute gar "Variabilität", mit Gender-Identitätsauflösung in LGBT, und so weiter und so fort. Bis hin zur Pädophilie, bis hin zur Pornographie. Die Folgen für jede Gesellschaftsordnung sind desaströs. Und Juden spielen eine bei weitem dominierende, als maßgebende Rolle dabei. Die ausschlaggebendsten Untersuchungen dazu, die genau das bestätigen, stammen übrigens gleichfalls ... von jüdischen Autoren und Intellektuellen. 

Natürlich gibt all das niemandem das Recht, Juden zu verfolgen, ihnen Leid zuzufügen. Das hat die Kirche mit ihrem "sicut Iudaeus non" eindeutig gesagt. Aber es muß das Recht einer Gesellschaft, einer Mehrheit geben, auflösenden, sie schwächenden Einfluß zurückzuweisen. Denn man kann diese Haltung zur Mehrheitsgesellschaft über die gesamte Geschichte seit Christi Geburt verfolgen. Schon die Römer haben sich mit diesem unerschöpflichen Widerspruchsgeist auseinandergeschlagen, bis sie zur radikalsten Lösung griffen - der Auslöschung einerseits, anderseits der Vertreibung der Juden, als Beginn der Diaspora. 

Über die moralische Aufweichung und deren Folge, der Folge der Unterwerfung unter Triebe ("Spontaneität"), der daraus folgenden Unfreiheit und Haltlosigkeit der jungen Menschen, geht der Weg zu Vereinzelung und Anonymität, zu Konsumismus, Glücksspiel und Spekulation, woraus nur Schulden einen Ausweg bieten. Der sicherste Weg, um die Hand auf jemandes Eigentum zu legen. Und wem gehören die größten Bankhäuser? Wenn man die Verschuldung der Privathaushalte in unseren Ländern ansieht, dann kann man doch kaum noch davon sprechen, daß wir "reich" wären oder "Eigentum" hätten. Das ist weitenteils nur noch Theorie. Bis hin zu Wirtschaftsformen, die eine Verschuldung der Unternehmen unausweichlich machen. Das war in Amerika nicht anders, es war und ist nur die spezifische amerikanische Variante. Aber sie hat eine nachvollziehbare Geschichte. Und das ist eine Geschichte mit den Juden. Im Video rund um Minute 30 führt es Jones in einem Parforceritt eines historischen Kurzüberblicks aus.

Iß die verbotene Frucht, dann wirst Du weise ...

Mittlerweile befinden wir uns in einer zweiten Phase, dem nächsten Schritt in einem Vorgehen, das man mit "seduce and accuse" - "verführe und beschuldige dann" zusammenfassen kann. (Wer ist für dieses Vorgehen bekannt? Eben. Der Teufel.) Erst hat man die Kirche beschuldigt, ihre Priester durch Triebunterdrückung krank zu machen. Diese hat das unglaublicherweise auf- und ernstgenommen, und die Tore zur Sexualität geöffnet. Nun steht sie in der Situation, daß sie genau diese "Befreiung" des Klerus (männlich wie weiblich) zu einer Gesellschaft mit vielen Missetätern gemacht hat und den Geist, den man freiließ, nicht mehr in die Flasche zurückkriegt.


Morgen Teil 6)





*111018*

Sprengsätze zu einem absurden Weltbild

Das Mindeste, was man von diesem Vortrag von Prof. Dr. Ing. Konstantin Meyl sagen kann ist, daß er höchst inspirierend ist. Meyl tut hier nichts anderes als belegbare, beweisbare Gesetze der Physik fortzudenken. Und stellt dabei vieles der heute bestehenden gemeiniglichen Ansichten - in ihrer gefährlichsten Form, der Populärwissenschaft, sogar verhängnisvoll, wo jeder Rumpelstätter Bauer meint, nun den Kosmos und die Erde zu verstehen, noch mehr aber: glaubt, daß sie verstanden werden, daß also das Verkündete auch das Wahre ist - auf den Kopf. Oder auf die Füße, je nachdem. Denn Meyl meint, daß die Physik heute auf dem Kopf steht und auf die Füße gerichtet werden muß. 

Wie Unzicker meint er, daß die vielen Widersprüche im physikalischen Weltbild, die Otto Normalverbraucher natürlich niemals klar sein können, ihm wird ja auch etwas völlig anderes ("Konsens") erzählt, durch eine ausufernde Einführung von "kosmischen Konstanten" vertuscht werden. Damit ist ein stringentes Weiterdenken gar nicht mehr möglich. Wissenschaft wird zum Fabulieren von Mythen*, zur Dichtung, die sich an dahinterliegenden metaphysischen Weltbildern orientiert.

Der VdZ hat bislang zurückhaltend auf Meyls Vorträge (die sich auf Youtube in Zahl finden) reagiert. Diesmal aber bringt er ihn. Denn das Interessanteste ist ihm, daß Meyl mit der Feldtheorie zu arbeiten vermag. Das heißt, daß die konkrete Physis der Dinge von einem Feldzentrum ausgeht (vorstellbar als erste Emanation von Geist, der eine Kraft - aus der Liebe Gottes, aus den Engeln heraus - ist, das als Beziehung gedacht alle konkreten Eigenschaften bestimmt. Und da, werte Leser, kommen wir der Sache schon recht nahe, die auch der VdZ im Auge hat. Wo das Feld - als Ort in einem Beziehungsgeflecht gedacht - das Wesen der Dinge bestimmt. 

So weit, daß die Dinge erst sie selbst sind, wenn und insofern sie sich auf das Feld "transzendieren". Also ganz ihren Beziehungen hingeben, also auf jener Feldebene bleiben (um die Worte Meyls weiterzuführen), in der sie konkret stehen. Und erst in dieser Konkretion stehen sie überhaupt als Dinge. In der Hingabe. 

Damit schließt Meyl sogar an die Phänomenologie Lacans an. Der da schreibt, daß die Dinge erst und in dem Maß sie selbst werden, auch der Mensch somit, als sie in ihre konkreten Aufgaben hinein aufgehen. Diese wiederum werden durch ihren Ort, ihr Beziehungsgeflecht bestimmt, in dem sich der Mensch (das Tier, das Ding) stehen sieht, in den er hineingeworfen ist. Hier findet sich sogar ein Konnex mit der metaphysischen Wesenstheorie von Zubiri, der da schreibt, daß das Wesen der Dinge nur aus diesem Beziehungsgeflecht heraus "fix" gedacht werden kann. Nicht, wie Aristoteles es denkt, in seinem Bild. Wenn man Alfred N. Whiteheads dynamisches Konzept durchdenkt, wird es in eben diesem Moment erhellend und bereichernd.

Nein nein, werter Leser, der VdZ will hier nicht mit Name-Dropping Eindruck schinden. Aber vielleicht ist der eine oder andere in der feinen aber kleinen Leserschar, der mit diesen Hinweisen auch die Gedankengänge des VdZ noch besser verstehen und weiterdenken kann, die sich in gewissem Rahmen doch in einen gewissen Gleichklang mit einer Tradition und einer recht strengen Denkweise stellen, in der er nicht als einsamer Hirsch in der Wüste der Undenkbarkeiten und Absonderlichkeiten steht.









*Gewiß, der Gedanke ist für manchen gewöhnungsbedürftig. Aber mit solchen Mythen lassen sich Nobelpreise am laufenden Band gewinnen. Einen Stephen Hawkins ordnet der VdZ etwa in die Reihe der Phantasy-Romane ein, als in die der Wissenschaft. Sein belletristischer Megaerfolg ("Die kleine Geschichte der Zeit"), der eine ganze Generation verbildet hat, ist ein einziges Spekulationsbuch, als Vorschlag zu einer irrationalen Ersatz-Genesis.





*101018*

Dienstag, 30. Oktober 2018

Ein bisserl (einfache) Grundlagenphysik

Man kann davon ausgehen, daß es in der Natur kein System gibt, das NICHT im Sinne eines Rückkoppelungssystems arbeitet. Das heißt, daß jedes System eine Regelung hat, die mit dem Maß, in dem es funktioniert, auf seine Entstehungsbedingungen so einwirkt, daß das System selbst in einer gewissen Schwankungsbreite, die sich aber immer um einen "Durchschnitt" (als eigentliche Normalität eines Systems) dreht und so in einem stabilen Zustand bleibt. Das ist der Grund, warum die Stromspannung im Netz immer dieselbe bleibt. Warum Apparate wie das Telephon immer mit derselben Stromfrequenz betrieben werden können. Diese notwendigen Parameter werden von Rückkoppelungssystemen geregelt. Ohne die unsere heutigen elektronischen Apparate gar nicht laufen würden.

Rückkoppelungssysteme sind aber auch überall in der Natur zu sehen. Sie sind sogar eine Art "universales Prinzip".  Dynamische Systeme sind (fast) immer rückgekoppelte Systeme. In denen sich die Rückkoppelungssignale zur absoluten Eingangsgröße addieren. Auch wenn das eine vom anderen oft nur schwer unterscheidbar ist.

Was sich in der Physik und ihren Anwendungsgebieten zeigt, kann als Metapher für das Geschehen auf allen Ebenen der Welt aufgefaßt werden. 

Und so auch im Klimasystem. 

Ganz vereinfacht könnte man es so ausdrücken, daß sich in dem Moment und in dem Maß, in dem die Temperatur steigt, Wirkungen zeigen, die auf die Temperaturentstehung zurückwirken und zu einer Abkühlung führen. Beispiel: Wasser verdampft proportional zur Wärme, steigt nach oben, kühlt ab, sinkt nach unten, und reguliert so wieder das zurück, was das Wasser erwärmt hat. Es kühlt aber immer zur Ausgangstemperatur zurück! 

Die Klimapanik ist wesentlich davon bestimmt, daß man aus theoretisch unerfindlichen Gründen - es sind im Grunde schwere, ja dilettantische Denkfehler*; wobei wir wissen, Sie und ich, geneigter Leser, nicht wahr? ;-), daß hinter dem Denken in dem Augenblick Richtung steht (es also zur Rationalisierung wird, nicht mehr Denken ist), in dem man von einem Wunsch nach einem Ergebnis getrieben wird - die Ausgangstemperatur durch eine Temperaturdifferenz erhöht, die die Rückkoppelung bewirken soll. Die Rückkoppelung soll also erwärmen, nicht abkühlen und regulieren. Das ist aber aus logischen Gründen nicht möglich.

Noch einmal (auch der VdZ ist in manchen Hinsichten ein langsamer "Begreifer"): Eine Temperaturerhöhung der Erde ist nur denkbar, wenn man annimmt, daß das Rückkoppelungssystem NICHT funktioniert. Daß also die Rückkoppelung selbst die Temperaturerhöhung auslöst.

Das ist aber nicht möglich. Denn die Temperaturerhöhung wurde auch eine stärkere Rückkoppelungsreaktion auslösen, um das "System Erde und Klima" auf die Ausgangsbedingung zurückzubringen.

Es ist auch nicht möglich, wenn man andere Ursachen annimmt, die die Ausgangstemperatur erhöhen. In dieser Hinsicht ist die Erde ein geschlossenes System, das ALS System auf Außeneinflüsse reagiert, aber aus sich heraus keine - KEINE - Möglichkeit hat, zusätzliche Energie aufzutreiben. Sie wird, wenn sie hier steigt, dort reduziert. Rückkoppelung also. Das würde jeder Logik und jeder physikalischen Logik (auf die ja auch die Klimaforschung zurückgreifen muß, sonst kann sie sich überhaupt auflösen) widersprechen.

EIN SYSTEM KANN SICH NICHT AUS SICH SELBST HERAUS ERWÄRMEN.

Es fehlt bis heute jede logische Begründung - und jeder empirische Beweis - warum sich ein System in Rückkoppelungsvernetzungen von selbst erwärmen sollte. Und auf Rückkoppelungen können gerade die Klimaerwärmungsvertreter nicht verzichten, denn sonst gäbe es ja überhaupt keine Klimaerwärmung in ihrem Sinn.

Immer wird ein System eine Rückkoppelung auslösen (egal, was die Wirkung verursacht hat), die auf die Ausgangs- bzw. Systemtemperatur zurückwirkt und ihren Ausstoß, ihre Wirkung, ihren Output zurückregelt. Sinkt der, sinkt auch die Rückkoppelungsenergie. Steigt er, steigt die Rückkoppelungsenergie. Denn diese Systemtemperatur (als Ausgangstemperatur) ist als Wesensmerkmal eines Systems vorstellbar, was heißt: Sie ist absolut zu sehen.

Eine Veränderung ist - wenn - überhaupt nur möglich, wenn man EXTERNE FAKTOREN annimmt, systemferne Faktoren, die also damit die Ausgangstemperatur erhöhen.  Nehmen wir an: Die Sonne. Nehmen wir an: Die kosmische Strahlung. Was auch immer. Es muß VON AUSZEN kommen. Es KANN NICHT von der Erde selbst kommen. 

Damit ist der menschengemachte Klimawandel definitiv widerlegt. Und die Diskussion wäre erledigt, WENN NICHT gerade die Klimaforschung seit langem auf Logik verzichtet hat. Und die Paradigmen einer Religion formuliert hat, die man nur noch glauben kann.






*Wir haben an dieser Stelle bereits darüber geschrieben. Christopher Monckton hat diesen "teuersten Fehler der Wissenschaftsgeschichte" nämlich mit mathematischer Logik nachgewiesen.





*141018*

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (4)

Teil 4)



Ab Minute 21 geht E. Michael Jones auf die Verwirrungen ein, die Freudianische Psychologie angerichtet hat. Deren Weg von zahllosen jüdischen Proponenten gekennzeichnet ist. Einer davon war Eric Ericson (originaler Name: Salomon), dessen "Stufenlehre" als Merkmal der Persönlichkeitsentwicklung weithin akzeptiert wurde. Wo sich auf "Stufe 6" am Weg zu geistiger Gesundheit auch sexuelle Aktivität gesellt. Es ist einfach eine Behauptung, die sich auf ein evolutionäres Menschenbild stützt, das keinen Geist und keine Freiheit (nur Willkür) kennt. Die natürlich nur im Geist möglich ist. 

Ist die menschliche Psyche (Seele) an den Leib gebunden, weil einfach dessen Auswuchs (epiphänomenal, also nur ein anders erscheinendes, im Grunde aber materielles, mechanistisches Phänomen von Gehirnmasse als Nervenzentrum, samt dessen Synapsen), dann ist das menschliche Denken ebenfalls an einen Verstand gebunden, der rein als Bedürfnisbefriedigung aus dem Überlebenstrieb heraus gesehen wird. Einen tieferen Sinn für Selbstbeherrschung und Selbstbesitz - Freiheit als Freiheit sich zu sich zu verhalten, also nach Vernunft zu entscheiden - gibt es dann nicht. Und Kultur, Familie, Staat, ja Ordnung überhaupt wird zur Zwangsanstalt, die nur den Sinn hat, kein Chaos unter den Menschen in ihrem Kampf um Bedürfnisbefriedigung ausbrechen zu lassen. Jede geordnete soziale Struktur ist dann nur eine pragmatische, an sich aber sinnlose Organisationsform, die die Menschen deshalb wählen, weil sie das Überleben besser sichert als das Alleinsein. Der prinzipielle Antrieb aller menschlichen Aktivitäten aber ist der Trieb, also der "Wille des Fleisches", denn der Mensch "ist ja nicht mehr".

Diese als wissenschaftlich höchst erfolgreich kolportierten Thesen haben sich leider auch in der Kirche und speziell in der Priesterausbildung verbreitet. Gerade dort haben sie den Hauptgegner - im Zölibat (bzw. in der Keuschheit). Das nach dieser Vorstellung der durch Triebentwicklung gesteuerten Stufenentwicklung (mit "Stufe 8" als "Stufe reifer Erwachsenheit") natürlich nicht nur sinnlos wird, sondern den jungen Mann (bzw. den Menschen) sogar auf einer unterentwickelten, unreifen Stufe festhält. Gerade in der derzeitigen Mißbrauchskrise gibt es deshalb nicht wenige die behaupten, daß das Zölibat "Schuld" an der unreifen Sexualität der Priester habe und Mißbrauch geradezu unausweichlich mache. Denn außer Triebunterdrückung gibt es ja kein Mittel, um die sexuelle Betätigung in Zaum zu halten. Aber jede Triebunterdrückung drängt zur Explosion, zumal in einer Autoritätsstellung. 

Nun kann man sagen: Bitte, weil ein Jude diese Thesen (die sich entsprechend publizistisch gefördert rasant ausbreiteten) aufgestellt und verkündet hat, kann man daraus doch nicht schließen, daß "die Juden" letztlich sogar verantwortlich für die Mißbrauchskrise sein sollen? Moment, meint Jones, so einfach ist das nicht. Denn es ist unbestritten, daß die Juden die Psychologie (vor allem in der Psychoanalyse) der letzten hundert Jahre dominieren. Mehr noch: Psychiatrie und Psychoanalyse sind eine Form jüdischen, revolutionären Denkens. Wir haben es hier also von der ganzen Art des Denkens und der Weltsicht mit einer "jüdischen Wissenschaft" zu tun. 

Und hier beginnt die Grundsituation des Judentums zu wirken. Das in der Situation steht, sich gegen das Sein (durch die Ermordung von Jesus Christus) und damit gegen Gott gestellt zu haben und in dieser Haltung verharrt. Damit ist es ein aufzeigbarer (und das haben auch, ja vor allem viele jüdische Schriftsteller und Denker getan) Impuls, eine gewissermaßen ontologische Geneigtheit, faktisch unterstützt durch die historisch bedingte Diaspora, die die Juden überall als Minderheit fand, die sich gegen eine Mehrheitsgesellschaft behaupten mußte. Die noch dazu und immer identisch mit Ordnung ist. Der Feind ist also die bestehende Ordnung, das gibt dem Judentum immer einen revolutionären Charakter. So wurden Juden überall und in jedem Volk als Feinde der Ordnung angesehen, und so wurde ihr Verhalten geprägt. 

Das sich in der Psychoanalyse genau dieser Motivik bedient. Denn die Psychoanalyse Freuds (als erster, der sie "erfand") zielt auf eine Auflösung der Gestalt ab. Und löst die Psyche und deren Bewegungen in neue Grundkonstellationen auf. Eben in Evolution, in einen Kampf aller gegen alle, statt wie die vormalige Psychologie als ontologische Situation des Menschen (mit einer Geist-Seele) vor dem Sein, vor Gott. Wahrheit wird damit relativ und zu einer bloßen "Absicht", zur Triebbefriedigung zu gelangen, die sich in der menschlichen Psyche ihre oft sehr verschlungenen Wege und vor allem Umwege sucht, um - gegen die herrschende Moralordnung als Waffe der Unterdrückung der Mehrheit und Macht - zum Ziel zu gelangen.

Nun ist das zwar in einem Funken wahr, vor allem dort, wo der Mensch mangels Wahrheit und damit Geist unfrei ist, weil dcr Mensch sich selbst sein bester Lügner ist. Aber es läßt die letzthinnigen Seelenkräfte und -bestrebungen nicht mehr begreifen. Stattdessen wird eine neue Weltsicht implementiert, wie der Fisch seinen Köder am Angelhaken schluckt, die den Menschen immer unverständlicher macht, einerseits, und ihm andererseits ein völlig neues Grundschema seines Denkens einpflanzt. Das ihn nicht mehr in die Lage versetzt, Sein und Welt und Ordnung zu begreifen. 

Die solcherart geprägten Sichtweisen sind vielmehr einem Korsett vergleichbar, das dem Menschen angezogen wird, in dem ein durch immer weiter notwendige Sophisterei (also Rhetorik in ihrer schlechtesten weil rein pragmatisch-relativen Variante) gebildete eigene Wirklichkeit "tragend" wird. Und die gesamte Weltsicht nach und nach verdunkelt weil die Wirklichkeit, das Begegnende falsch, in Wahrheit sogar denunziatorisch interpretiert. Denunziatorisch, weil es allem Begegnenden selbst wieder reine Triebbefriedigungsabsicht unterstellt, dem anderen also jede Freiheit und jeden Geist abspricht. Damit muß jede soziale Ordnung, jede Kultur mit der Zeit zerfallen, weil sie nicht mehr in der Lage ist, sich schöpferisch zu gestalten - ohne Wahrheit, ohne Sein, in (solipsistischer) Täuschung zerfällt alles. Wirklichkeitsgerechtes Handeln und Verhalten wird rein zufällig. 

Weshalb die bekanntesten jüdischen Psychoanalytiker - oder solche, die damit umgehen, wie Woody Allen - in Zynismus und andauernde Ironie fallen, weil die Welt definitiv sinnlos wird. Und wenn es einen Grundzug an Amerikanern heute gibt, dann ist es ja auch der: Sie sind in einem Maß selbst-/ironisch bis zynisch, daß es gar nicht mehr möglich ist, mit ihnen ernsthaft zu reden. Denn wird die Ironie/der Zynismus zur Grundhaltung, dann löst sich alles auf, das ist ja das Wesen der Ironie. Und erklärt, warum sie manchmal auch tatsächlich sinnvoll und befreiend ist, also dem Denken "frische Luft zufächelt". Aber eben deshalb, WEIL sie auflösend wirkt. Anders, als der Humor oder gar die Heiterkeit, die das Leben, die Welt als Spiel betrachten, in dem man zwar die Regel strikt befolgen muß, aber sich selbst und seine Absichten nicht so wichtig nimmt.


Morgen Teil 5) 





*101018*

Montag, 29. Oktober 2018

Eine schlichte Surfempfehlung

Zwar scheint Klaus Alpen an sich ein besorgter Öko-Aktivist zu sein, aber eines kann man ihm seinen Internet-Seiten nach nicht absprechen: Er scheint es mit gewisser Redlichkeit zu tun. Und Redlichkeit ist ja nicht gerade eine Eigenschaft von Ökologisten und Klimaphantasten, im Gegenteil, Klimakatastrophenpropheten sind regelrecht ein Synonym für verantwortungslose Lügner und selbstsüchtige Manipulatoren.

Deshalb ist es durchaus lohnend, seinen schlichten Seiten einen Besuch abzustatten. Denn in dieser Wahrhaftigkeit stellt er eine ganze Reihe von Behauptungen über angebliches Klimakatastrophen den ("wissenschaftlichen") Tatsachen und Fakten gegenüber. Damit liefert er ein kleines Kompendium der Wahrheit über die sogenannte Klimakatastrophe, auf die die Menschheit angeblich zusteuert. Mit dem Fazit, daß so gut wie nichts von den kolportierten Behauptungen bestehen bleibt, hingegen fast alles, was wir täglich direkt oder indirekt über die Medien an den Kopf geworfen bekommen, damit wir es endlich fressen, widerlegt wird.

Wie gesagt - eine Surfempfehlung für eine halbe Stunde, in der man sonst nichts Besseres zu tun hat und sich aus dem Sumpf an Lügen, in den man täglich geschoben werden soll, wieder herauszieht.






*101018*

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (3)

Teil 3) Antisemitismus ist nicht einfach psychogener - also unwirklicher - Spuk.  
Viele Juden wissen das sehr wohl.




E. Michael Jones weist aber noch auf etwas hin: Daß es nicht wenige Juden gibt, die mit ihm in Kontakt stehen, die selbst begreifen, daß wenn sie diesen revolutionären, manipulativen Druck auf die amerikanische Gesellschaft aufrechthalten, in einer ähnlichen Situation landen werden, wie es in Deutschland zu Hitler führte. Wo in gewisser Hinsicht der Antisemitismus auch verständliche Reaktion war (wenn er auch nicht alles erklärt). Zumindest muß man doch sehen, daß die Bereitschaft großer Teile der Bevölkerung, Hitlers "Verschwörungsthesen" zuzustimmen sehr wohl auch auf realer Erfahrung der interessenbetont ausgeübten, aber gegen das deutsche Volk (bzw. der Mehrheitsgesellschaft) gerichteten Macht von Juden beruhte. Man sollte endlich aufhören den Fehler zu machen, daß der Antisemitismus eine bloß psychogene Erscheinung ist. Die Bevölkerung begreift sehr wohl, was ontologisch vor sich geht, auch wenn sie es nicht immer in Begriffe fassen kann. Faßt man es aber nicht in Begriffe, vermeidet der Sprachraum die konkrete Versprachlichung, mündet alles in irrationalen, diffusen Affekt.

Schon Ende des 19. Jahrhunderts. schrieb der Onkel des späteren Papstes Benedict XVI., Georg Ratzinger, daß wenn man nicht zu einer Betonung der genuin christlich basierten Gesetzgebung komme, indem man den Wucher (Zinsen) für unmoralisch erkläre, was er ja ist, und der in erster Linie von Juden beherrscht wird, dann wird die Reaktion des Volkes in Gewalt bestehen.

Und das war noch nie anders. So - und nur so - erklären sich die Judenprogrome der Vergangenheit Europas als christlichem Abendland, das vom dogmatisch verankerten Zinsverbot nicht anders bestimmt war als es der heutige Islam ist. Eine alte, der Menschheit gemeinsame Tradition, man könnte sogar sagen: Ein altes Menschheitswissen. Man leiht nicht Geld für Zinsen, stellt menschliche Leistung nicht unter das Gebot der Mathematik. Menschsein hat immer Unwägbarkeiten im Gepäck, es ist nie mathematisierbar und zu zwingen. Hier werden Äpfel durch Birnen ersetzt. Zinsen sind deshalb ein sicheres Mittel der Unterjochung. Immer gewesen.

Mit Rasse hatte das alles nie etwas zu tun. Diese Idee ist völlig neu im 19. und 20. Jahrhundert aufgetaucht, zur Rationalisierung einerseits, andererseits aus logischem Ausfluß aus dem Evolutionismus und Hegelianismus, wo die Herrschaft der Stärkeren als Weltprinzip dogmatisiert wurde. Was nichts anderes war als die Sanktifizierung des Kapitalismus, der Herrschaft der Oligarchen weil des Kapitals. (Der Liberalismus nennt das zynischerweise "Leistungsprinzip".)

Zinsen sind eine mathematische Behandlung von Leben, das sich dieser Mathematisierung aus seinem Wesen heraus niemals fügen KANN. Solche Weltsicht wird also immer unmenschlich sein bzw. enden. Und deshalb hat die Kirche die Zinsnahme immer und offiziell sogar bis HEUTE (sic!) verdammt. Vieles an der Haltung heutiger Juden ist deshalb von dieser begründeten Angst bestimmt, daß eine solche Reaktion wieder erfolgen könnte, ja - mit Sicherheit wird. Denn das Finanz- und Kreditwesen ist weltweit auch heute maßgeblich von Juden dominiert. Ja, Juden brachten diese Finanzgebarung in die westliche Welt, ihr Anteil am Kapitalismus (noch einmal, wieder und wieder: das hat mit "freiem Markt" nichts zu tun!) als "state sponsored usury" - als staatsgeförderter Wucher - ist und war entscheidend.


Morgen Teil 4) 






*071018*

Sonntag, 28. Oktober 2018

Splitter zum Tag

Kaum etwas könnte falscher sein als das Reden von einer "endlichen Erde". Das einer reduktionistisch-materialistischen Weltsicht entstammt, in der "der Raum" mit Dingen "vollgestellt" wird. Die Sache liegt völlig anders. Raum wird durch Beziehung und diese Beziehung gestaltet "die Dinge". Ganz so, wie etwas "ausfällt", also als Ergebnis von Transformationsprozessen "dinghaft" (als so und so bestimmbar bzw. bestimmt) wird.

Man muß bei der Erde tatsächlich von einer "unendlichen" Dingwelt sprechen. Weil im historischen Zueinander ständig Dinge entstehen und vergehen. Aber nur deshalb, weil sie sich in einem laufenden Transformationsprozeß befinden. Die Erde ist also zuerst einmal ein geschlossenes System, wo alles Werden und Vergehen ein Transformieren in je andere "Dinge" ist. Es ist also eine Täuschung zu meinen, man könne "etwas verbrauchen". Verbrauchen ist nur ein Transformieren. Der Gesamt-Energiehaushalt, das Gesamtfeld der Beziehungen von allem zu allem bleibt immer gleich. Die Erde kann also nicht "verbraucht" werden. Sie ändert sich nur. Und zwar im Rahmen bestimmter Beziehungen. Das Einzige, was also konstant ist, ist das "raumschaffende Feld" von Beziehungen von Wirklichkeiten zueinander.

***

Von einer "endlichen Welt" (im Sinne einer begrenzten, zählbaren, einem Inventar unterliegenden Dingwelt) zu sprechen, reduziert somit die Welt unzulässig und kommt zu einem falschen Bild des Ganzen. Hier wird eine begrenzte Ordnung eingezäunt, und für das Ganze gesetzt. Also buchstäblich dieser kleine umzäunte Sandkasten, in dem wir sitzen, für die Welt selbst (und ihre ganze Wirklichkeit) gehalten. Wo es eben momentan nur fünf Schauferl, drei Kubikmeter Sand, und vier Küberl (Eimerchen) und sechs Kinder gibt, von denen drei ihre Brüder und Schwestern rufen, weil sie um ein Küberl streiten und Angst haben, zu wenig Sand zum Burgenbauen zu haben, die andere (die diese drei nicht sehen) aber bereits aus Ästen zu bauen beginnen, die den Bäumen entstammen, die den Sandkasten überspannen - während diese drei von dieser momentanen Ebene aus Zukunft und absolute Verfaßtheit der Welt ableiten.

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Insofern kann man durchaus sagen, daß es überhaupt kein "Klima" gibt. Es GIBT NUR KLIMAWANDEL. Weil alles in Bewegung ist, somit alles sich ständig in gewissem wesensbedingtem Rahmen wandelt, weil aufeinander reagiert und damit agiert. Wirklich agieren kann ja nur der Mensch, weil die Bedingung dazu die Freiheit ist. Also der Geist.

Und nur im Geist - der wesentlich (also vom Wesen her) Gnade ist, also ungeschuldetes Geschenk Gottes, im Hl. Geist sogar Gott selbst (menschlicher Geist ist davon nur Analogie, als ähnlich) - kann es "Schöpferisches" geben. Also nur in Freiheit. Das aber nie über die Gesamtordnung in der Vorsehung Gottes (als sein uns immer unendlich überlegenes Wissen) hinaus kann. 

Negatives Schöpferisches gibt es also nicht. Es wäre bestenfalls Zerfall von Ordnung, aber nichts "Neues", sondern nur Niedrigrangigeres. Was immer schöpferisch ist, wirklich schöpferisch ist, ist es nur, weil es innerhalb der göttlichen Vorsehung (in Analogie) besteht. Durch (göttliche) Inspiration. Kein Schöpferisches also ohne Demut, ohne Tod, in der gefallenen Welt: ohne Tod am Kreuz.

***

Wenn auch das Wetter Ausdruck eines beständigen Harmoniestrebens der Kräfte ist, so wird das deshalb nie gelingen, wird die Erde nie in einem "bewegungslosen Harmoniestreben" sein. Weil es eben kein geschlossenes, sondern ein offenes System ist. Offen in mehrerer Hinsicht. So ganz, wie ein materiales System nur offen ist, wenn es freien Willen gibt, der einen rein mechanistischen Ablauf zu durchbrechen vermag.

Somit ist die Erde ein auf zwei (bzw. drei) Seiten hin offenes System. Das ist sichtbar einmal der Weltraum, die großartigste Analogie zum Verhältnis des Seienden zum Sein (Gott). Im Ganzen ist zwar auch das Weltall (als Teil der Schöpfung) geschlossen, aber die Erde ist als sein Teil ebenfalls Transformationen unterworfen. Aber das Weltall ist selbst nicht "frei", es unterliegt dem Geist, dem Willen, dem Streben der Wirklichkeit.*

***

Daß uns das Weltall in seiner Weite "unendlich" vorkommt, ist dieser Analogie geschuldet. Denn in Gott ist Unendlichkeit weil Unerschöpflichkeit. Nur "als" Gott ist das Sein unendlich, nur unendliches Sein wird Gott gerecht (will man diesen Begriff nicht sinnlos, das Reden darüber unvernünftig machen.)

Dann ist die Welt offen auf Gott hin, wir wollen es nur erwähnen. Es braucht seine seinserhaltende Liebe - Gott IST Liebe - um zu bestehen.

Und dann braucht es die Analogie Gottes, den Menschen, der ihm ähnlich gemacht wurde. Er hat Freiheit, er hat Willen (weil Liebe), er hat Vernunft.

Insofern ist in der Mär, daß der Mensch das Klima verändere, ein Funken Wahrheit. Und das steht außer Zweifel, man erkennt es an jeder Ortsbildveränderung im eigenen Erlebenskreis. Der das Wetter beeinflußt. Schon daraus heraus kann das Klima keinen "harmonischen Optimalzustand" erreichen, weil das Weltsystem Wetter (Klima, nur mit Zögern kommt einem hier das Wort über die Lippen, denn Klima ist ein statistischer Begriff, kein reales Geschehen) mit dem Menschen natürlich auch kommuniziert, auf ihn reagiert.

***

Die Wirkmächtigkeit von Dingen (Wirklichkeiten) ist auf ihr Wesen und den dieses Wesen bezeichnenden (ja erkennbar machenden) Wirkkreis beschränkt. Kein Ding kann diesen seinen Wesenskreis verlassen. Es erreicht ihm nicht zugeordnete Wirkkreise gar nicht bzw. nur im Maß seines Wirkvermögens. Deshalb ist "Klima" und "Wetter" für den Menschen wesenhaft unerreichbar.

***

Der religiöse (oder: pseudoreligiöse) Wahn der "C02-Katastrophe"  zeigt sich am Deutlichsten darin, daß als Gefahr gesehen wird, wovor jeder religiöse Mensch niederknien müßte: Ausgerechnet das, was als Ergebnis seiner Kultur übrigbleibt - Kultur wird vom Feuer betrieben, warum sonst brennen überall auf der Welt im Kult Kerzen, lodern Feuer? Warum das Feuer beim Opfer? - Ist es das, was der "Natur" zurückgegeben wird, um sich davon zu ernähren? Es gibt kein Leben ohne CO2, das Kohlendioxid! Es muß deshalb als diabolisch gesehen werden zu meinen, ein Zustand völliger CO2-Vermeidung wäre ein Idealzustand. Das ist er nur in der Hölle, im Nichts!  Dort gibt es diesen bewegungslosen Harmoniezustand, denn dort gibt es kein Leben. Nur Leiden in Bewegungslosigkeit. 

Theresia von Avila erzählt in ihren Schriften von ihrer Schau der Hölle. Sie beschreibt ihn vor allem als "völlige Bewegungsunfähigkeit", als sei sie in der Erde (sic!) eingemauert, völlig umschlossen, vergraben. 

Die Klimopheten wollen Hölle, der VdZ sagt das mit subjektiv völliger moralischer Gewißheit. Deshalb ist der Klimakatastrophenwahn substanzlos wie alles Böse. Und seine Vertreter die Engel des Bösen, also Dämonen. Die die Wahrheit nur als Mittel der Lüge kennen. Bewegungslos. Leblos. Verlogene Jongleure mit sterilen, kastrierten Teilwahrheiten.

***

Der Mensch kann "die Erde" gar nicht zerstören. Er kann nur in seinem Rahmen Ordnungen bewirken, die jeweils nur möglich sind, soweit sie dem Wesen der Dinge (also in Wahrheit) möglich weil zugängig sind. Eine alternative "Ordnung" kann der Mensch nicht "schaffen". Insofern kann er gewisse Ordnungssysteme wie ein Gärtner hegen und groß werden lassen, aber er kann keine "andere" Ordnung schaffen, als im Wesen der Dinge angelegt ist.

Das Wesen der Dinge aber ist das Feld von Beziehungen, in das sie hineingestellt sind. Und zwar in der Ideenwelt Gottes - in seinem Wissen, also im reinen Geist - gedacht sind. Denn in Gott ist Denken auch Wirken. 

Das einzige, was innerhalb des menschlichen Wirkvermögens steht, ist damit die Kultur. Und insofern "die Welt", weil es keine Welt ohne Kultur (=Kirche) gibt. In diese Kultur ist dann die Tier- und Pflanzenwelt ebenso wie die anorganische Welt eingebunden. Aber nur in der Fähigkeit zur bedingten Transformation, nicht im "Schaffen". Denn Transformation ist außerhalb des Wesens der Dinge nicht möglich. 

Zerstörung ist somit nur ein Auflösen von höheren Ordnungen zugunsten niedrigerer, also menschenfernerer (letztlich natürlich gottfernerer weil ihm immer weniger konkret ähnlicher) Ordnungen. (Zur Illustration: Tier - Tod / Kadaver - chemische Elemente.)



*Letztlich sind es die Engel, aber dieses Faß wollen wir hier nicht aufmachen.





*101018*

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (2)

Teil 2) Der mächtige Türöffner um eine Gesellschaft auszuhöhlen
Gesellschaft ist aber per se Mehrheitsgesellschaft



Die Geschichte des Kampfes der Juden gegen das Christentum hat aber noch eine weitere Komponente, die gesehen werden muß. Denn seit je hat das Judentum als Minderheit, die sie in jedem Land sind,  die Mehrheit über den Einsatz von "Stellvertreter-Kriegen" zum Einsturz bringen wollen und auch gebracht, indem sie eine revolutionäre Bewegung nach der anderen initiierten, die auf der Grundlage der Psychoanalyse, die die religiöse Rückbindung auflöst, kämpften. Deshalb ist auch die in Geschichte des Feminismus nichts als die erste Stufe dieses Kulturkampfes. Er war das Vehikel, unter dem die Abtreibung als "Moralbombe" in unsere Gesellschaften Einzug hielt.*

In dem die Entscheide des Obersten Gerichtshofes insofern eine verheerende Rolle spielten, als sie diese Unmoral per höchstrichterliche Entscheide über die gesamte US-Bevölkerung verhängten. Würde man diese obersten Rechtsentscheide aufheben, würden viele US-Staaten über Nacht die Abtreibungsgesetze wieder kippen (und Abtreibung als das einstufen, was sie ist: Mord.) Die Abtreibung ist der entscheidende Hebel, über den die Moral der Bevölkerung zerstört wird, weil sie das gesunde, natürliche Empfinden für Leben und Menschenwürde zerstört. Doch die Gesetzeslage zwingt gewissermaßen, sich an diesen Umstand zu gewöhnen, bis man abstumpft. 

Wer aber diese nachweisbaren, selbst von führenden jüdischen Intellektuellen niemals bestrittene Tatsache anspricht - die von jüdischen Forschern und Schriftstellern selbst (sic!) oft dargestellt wird, sodaß sich diese Kritik auch bei Jones in vielem auf jüdische Schriftsteller und Selbstaussagen beruft, ja, Jones berichtet (und wir glauben ihm), daß er viele Kontakte mit jüdischen Intellektuellen hat, die alles, was er sagt, nur bestätigen können - wird sofort dämonisiert.  Ja, schon allein die Verwendung des Wortes "Jude" wird zum Stigma von Antisemitismus verbogen. Den man nur dadurch vermeiden kann, indem man die Dinge beim Namen nennt, und auch Juden bzw. ihre Ideologie (die als Religion daherkommen möchte) ganz simpel und offen "kritisieren" kann.

Wir brauchen endlich und endlich das Recht, die Dinge beim Namen zu nennen, darauf kann man dieses Gespräch mit E. Michael Jones eindampfen. Wer hat Brett Kavanaugh attackiert? Es waren die Juden, die einen Katholiken im Obersten Gerichtshof der USA verhindern wollten. Das ist der Kern der gesamten Geschichte, die sich da vor unseren Augen abgespielt hat.


So nebenher wird noch etwas für den aufmerksamen Betrachter klar und es zeigt, wo sich Jones deutlich von jedem Verschwörungswahn (den es leider oft gibt) abhebt. Er bleibt auch darin Realist, wie solche Gruppeninteressen durchgesetzt werden. Sie geschehen in vielen kleinen, sehr alltäglichen Dingen. Deshalb an vielen Plätzen, kleinen Plätzen, wo kontinuierlich eingewirkt wird. Gesellschaftszersetzende Bewegungen und Gruppen haben deshalb eines, was verteidigenden, "konservativen" Kräften oft fehlt: Geduld. Und sogar ... Realismus. 

Gesellschaften sind keine isolierten Mechanismen oder Maschinen, wie viele ja glauben oder annehmen. Das ist das wirksamste Argument gegen simplifizierende Verschwörungstheorien, die von einer Mechanistik ausgehen, als wäre Täuschung, Lüge, Irrtum so stringent wie Wahrheit. Als gäbe es eine direkte Linie, wie bei einer Maschine, wo man hier den Knopf drückt, und dort sich etwas bewegt. Nein, so funktioniert das nicht. Nie. Diesen Nachteil muß deshalb jeder Manipulationsversuch tragen. Er ist immer nur teilhaft, immer nur fragmentarisch, auch wenn er es anders glaubt (wozu der in Amerika entstandene Behaviorismus beitrug, der dieses mechanistische Gesellschaftsbild maßgeblich ausformte - ein Irrtum.) Deshalb muß man sich auch nicht wirklich vor dem Irrtum, der Lüge, der Manipulation fürchten! Er ist IMMER der Wahrheit unterlegen, und - er WEISZ das. Ohne zu wissen, daß er es weiß, übrigens.

Gesellschaften (die sich immer "als etwas" zeigen, also "an sich" gibt es gar keine "Gesellschaften", so wie es keine "Beziehungen" gibt, sie haben alle immer eine konkrete Form, eine konkrete Begriffsdefinition, die das leere Allgemeine "als etwas" zeigt) sind komplexe Gebilde, sehr komplexe Gebilde, die in zahllosen Wirk- und Rückwirkmechanismen ablaufen. Wo überall eigenmächtige Einzelpositionen vorhanden sind, die nur bedingt berechenbar bleiben. Weil es eben freien Willen gibt.  Aber man kann sie (immer übrigens über Schwächen, immer über Sünden, immer über diese verdammte Neigung zur Sünde, zur Selbstverfehlung, zur Verfehlung des Wirklichen) dennoch in einer Art Gesamtbewegung über mittlere oder kurze Frist beeinflussen. Nie auf Dauer, der Mensch ist eine lange Zeit lang täuschbar, nie aber immer, nie alle Menschen. Aber man kann viele Mechanismen implantieren, über Verblüffung, über kurzfristige Täuschungsmanöver, und so Tatsachen schaffen, mit denen die aufgewachten Menschen dann als Hürden zu tun haben. 

Morgen Teil 3) Antisemitismus ist nicht einfach psychogener - also unwirklicher - Spuk.
 Viele Juden wissen das sehr wohl. 





*Natürlich gab es immer Abtreibung, so wie es immer Diebstahl oder Verbrechen gab. Aber niemand bestritt jemals und nirgendwo, daß es sich dabei um Mord handelt. Menschsein ist eben mit dem "initio", mit dem geistigen Anfang gesetzt, und nicht eine Frage der Aktualisierung. Die weiteren Folgen von Abtreibung sind deshalb unweigerlich und überall beobachtbar, Euthanasie, Eugenik und Sterilität der Sexualität. Die Abtreibungsfrage ist also der mächtigste Türöffner zur Zerstörung des inneren Zusammenhalts (der nur auf einer natürlichen Moral und Wertelandschaft beruhen kann, die wiederum allen Menschen zumindest weitgehend selbstverständlich ist) einer Gesellschaft, die per se eine Mehrheitsgesellschaft ist (weil es sonst gar kein Rechtssystem als Ausdruck ihres Blutkreislaufs geben kann).






*071018*

Samstag, 27. Oktober 2018

Kollateralschäden (2)

 Teil 2)




Es kann nicht sein, daß die Politik von ihren Bürgern verlangt, ständig Höchstleistungen zu erbringen, weil sie sonst nicht überleben können. Vielmehr muß sie das Schwache schützen und Raum auch für jene Dilettanten bieten, von denen es in jeder Gesellschaft nur so wimmelt. Damit ist nicht gemeint, diese zu "fördern" oder "großzuziehen" wie am Tropf, damit ist aber gemeint, daß diese wie der Hochtalentierte das Recht haben müssen, sich in ihrem Rahmen in Eigenverantwortung zu entfalten. Und sich so doch etwas höher zu entwickeln, wie es eben Unternehmerschaft als Schule der Verantwortung mit sich bringt. Auch die Wirtschaft braucht also jene "15 % Watterand", der jede menschliche Beziehung zu einem "Ungefähr" macht - und das zu tolerieren, zu ertragen jede funktionierende, vor allem aber jede menschliche Gesellschaft auszeichnet. 

Auch die "Nicht-ganz-so-Tollen" müssen überleben können. Ohne daß sie zu Geschenkempfängern und Schmarotzern (Subventionen, staatlich finanzierte Sonderwerkstätten und Schutzzonen ohne Wirklichkeitsrückbindung, etc.) werden, um überleben zu können. Während die wirkliche Caritas, die wirkliche tätige Nächstenliebe, die ungeschuldete Wohltat bleiben muß, über Abstraktion zur Selbstbedienungsmechanik wird, durch deren Roste trotzdem so viele fallen.

Ein Staat hat nicht die Aufgabe, ständig das Land zu scannen, ob es irgendwo Bürger gibt, die unter die Räder gekommen sind, um dann mit seinen Mitteln Schäden auszugleichen, damit die Strukturen und Abläufe, die dazu führten, nicht gestört werden.** Er hat nicht dafür zu sorgen, daß alle überleben. Er muß es seinen Bürgern aus deren Eigenkraft heraus aber ermöglichen. Ohne daß er hier sein aus den Steuern der "Erfolgreichsten" (und Steuerzahler sind in der Regel genau die nicht, die für solche Schäden verantwortlich sind) gefülltes Füllhorn immer weiter öffnen muß, weil zu viele den vorgegebenen Takt nicht erfüllen können, um dort die Bürger in flächendeckenden Zwangsmaßnahmen (die man "Bildungsoffensive" etc. nennt) "für die Zeit fit" zu machen. Was ja nur heißt, daß man ihn zum Mittel degradiert, das seinen Zweck und damit seine Würde nicht in sich trägt, sondern erst gewinnt, wenn es bestimmten Produktiv-Anforderungen genügt. Das aber hieße erst, Mensch zu sein. Das hat man heute vor lauter Sozialstaatsduselei und Liberalismus weithin schon vergessen.

Wenn sich nun herausstellt, daß 12 Prozent der Unternehmen nicht überleben können, dann kann es also nicht heißen, daß man verlangt, diese 12 Prozent (jedes achte!) aus dem Verkehr zu ziehen und sterben zu lassen. Dann muß es vielmehr heißen was man tun kann, damit auch diese Unternehmen (die sich vermutlich sehr klar nach Vorgängen in ganzen Branchen - Stichwort "Umstrukturierungen" - zuordnen lassen) wieder vernünftige Gewinne erzielen und überleben können, OBWOHL sie universalistischen Maßstäben nicht genügen können (und wollen, auch das muß möglich sein). Während man gleichzeitig aufhören muß, den Großstrukturen Vorschub zu leisten, die wie das Amen im Gebet von Zeit zu Zeit nämlich ebenfalls in fälschlich wie das Schicksal selbst eintretenden "Krisen" zusammenbrechen. Dann aber vom einfachen Bürger durch wahre Plünderungsaktionen auch noch "gerettet" werden müssen, weil es einen tragfähigen, stabilen Mittelbau, der immer ein Mittelbau der Durchschnittlichkeit ist, weil er eben nicht ständig in Grenzgängen unterwegs ist, gar nicht mehr gibt.

Denn es hat sich zwar noch nicht herumgesprochen, vor allem weil auch darüber nicht geredet wird, aber die Form des globalisierten, technisierten und universalistisch gesehenen Wirtschaftens, die diese hohen Opfer verlangt, die wir bei näherem Betrachten ganz deutlich sehen könnten wenn wir wollten, ist das nicht, was heute von allem angeblich so verlangt wird: "Nachhaltig".





*Die statistisch gesehen nächste signifikante Häufung von Unternehmenspleiten - nach 13 Jahren Bestand - hat andere Gründe.

**Ein typisches Beispiel dafür ist die jüngst in Österreich von der ÖVP-FPÖ-Koalition beschlossene Ausgleichszahlung für Familien mit Kindern, die ab 2019 "von Steuern entlasten" soll. Was natürlich von allen möglichen Schwammköpfen heftigst beklatscht wurde, die ja so "für Familien" sind. Aber "Familie" gar nicht verstehen. Denn in Wirklichkeit ist das Problem ganz anders gelagert, und viel komplexer. Nicht zuletzt hat es mit ideologischen Bewegungen zu tun, die die Frauen in "den Beruf" drängten, nicht zuletzt indem Milliarden in sinnlose "Ausbildung" verpulvert werden, die zudem ganz andere Lebensansprüche nach sich zieht. Damit werden aber ganz gezielt die Löhne der Männer und Familienerhalter gedrückt und Konkurrenz zum bestimmenden Element auch am Arbeitsmarkt. Nun tut man wieder so, als täte man der Familie etwas Gutes - die man mit genau diesen unangetasteten Prämissen ins Mark getroffen und zerstört hat (weil man ihre innere Struktur zerstört hat) - indem man ihr Geld zuschiebt. Fiskalische auch langfristig sinnvolle Familienpolitik kann aber nur heißen "Familienalleinerhalterpolitik".





*101018*

Wenn schon ein Tabu brechen, dann dieses (1)

Einen Monat lang beherrschten die Medien jenseits wie diesseits des Atlantiks das Thema der Neubestellung eines der neun Richter des Obersten Gerichtshofes in den USA. In dem Augenblick, wo Donald Trump den Juristen Brett Kavanaugh nominierte, brach der Höllensturm über diesen los. Mit einer 35 Jahre zurückliegenden angeblichen sexuellen Vorwurfsgeschichte, die sich in keinem Moment als haltbar erwies. Sämtliche FBI-Untersuchungen brachten kein Ergebnis, es kann nicht einmal gesagt werden, ob Kavanaugh überhaupt auf jener Party war, auf der dieser Vorfall geschehen sein soll. Das angebliche Opfer verstrickte sich in Widersprüche, und der Lügendetektortest war wenig hilfreich, denn das Opfer als Psychologin war nachweislich geschult darin, dieses Wahrheitsinstrument zu unterlaufen. Auch der Senat hat sämtliche Berichte studiert, und kam zu dem Ergebnis, daß sie haltlos sind - er bestätigte also die Ernennung des neunten obersten Richters. Davon aber war seltsamerweise in den Medien nichts mehr zu hören und zu lesen. Weder dies- wie jenseits des Atlantiks.

Was war da wirklich passiert? Worum also ging es in diesem Versuch, einen an sich (wie von allen Seiten bestätigt wird) fähigen und integeren Richter zu verhindern? Noch dazu, wo die Folgen den Fall selbst weit übersteigen. Denn was hier geschah war ein nächster Anlauf, der die Legitimität der Regierung in Zweifel stellen sollte. Das ist das eine. Aber auch die Anklägerseite kam nicht ohne Schäden davon. Denn das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien ist deutlich weiter gesunken. Man glaubt mittlerweile wirklich keinen Geschichten mehr, die sie erzählen, zu offensichtlich ist deren Instrumentalisierung im Interesse bestimmter Gruppen des Establishments.

Um welche Gruppe handelt es sich nun? Wer steht Trump und Kavanaugh da gegenüber? Darüber darf man nicht sprechen, meint E. Michael Jones. Denn es fällt unter das "Jewish Taboo", unter die Unantastbarkeit, die sich die Juden geschaffen haben und die es nicht erlaubt, Roß und Reiter zu nennen, will man nicht unter dem Vorwurf des Antisemitismus (mit sofortiger Annotation von Auschwitz und Hitler und Rechtsradikalismus) nachhaltig zerstört werden. Wer aber die wahren Hintergründe nicht versteht, versteht überhaupt nicht mehr, was sich in den USA abspielt und seit Jahrzehnten abgespielt hat. Denn mit dem Kampf "Liberale gegen Konservative" oder "Demokraten gegen Republikaner" läßt sich das alles nicht erklären. Auch Katholiken sind oft Liberale, und unter den Wählern beider Parteien finden sich viele Katholiken.

Also muß man nach anderen Motiven hinter diesen Kämpfen suchen. Und dazu gehört es, daß man endlich begreift, daß seit einem guten Jahrhundert ein massiver Kampf des Judentums gegen den Katholizismus (nicht nur in den USA, dort aber besonders exemplarisch, denn wer die USA beherrscht, beherrscht oder beherrschte die Welt) stattfindet. Dieser Kampf wurde nicht einmal zu verhehlen versucht. Er wurde Ende der 1940er Jahre ganz offen eröffnet, freilich viel subtiler seither geführt (und begann mit dem unter dem Motto "Stadterneuerung" stattfindenden Aufbrechen ethnisch-religiös geschlossener Lebensräume.)

Der Kampf gegen die Bestellung von Kavanaugh war also ein Kampf des Judentums gegen den Katholizismus, der in seiner Selbstverfaßtheit dem Judentum entgegensteht, weil er anders als der Protestantismus (noch mehr: des Puritanismus) "realistisch" ist und deshalb Kultur, Raum, Verwurzelung als wesentlichen Teil der natürlichen, menschengerechten Verfaßtheit sieht. 

Aber dann wären es (und sind es nun) vier von neun Richtern, die katholisch (und damit prinzipiell gegen die Abtreibung) wären. Gegenüber drei Juden, übrigens, die für die Abtreibung sind. Denn die Abtreibung ist ein sehr spezifisches "jüdisches Unternehmen", wie Jones immer wieder und plausibel darstellt, und wie es Juden selbst (sic!) bestätigen. In diesem höchsten Rechtsgremium, das 1973 in die Verfassung der USA ein verborgenes Recht der Frauen auf Abtreibung hineinlasen (wo man es aber freilich bis heute nicht fand.) Klar, und Jones zitiert hier eine Satire eines bekannten Universitätsprofessors (und Muslim), wenn der Katholik Kavanaugh zum Judaismus konvertieren würde, würde das der gesellschaftlichen Situation in den Staaten tatsächlich gerechter. Denn dann kämen die Juden den 65 Prozent näher, den ihr Anteil am führenden Establishment der Staaten innehaben. (Bei einem Bevölkerungsanteil von gerade einmal 2 Prozent.)

Aber es hängt sehr viel dran an diesem künstlich geschaffenen Tabu. Denn unter ihm wird nicht verständlich, was sich auch in allen übrigen gesellschaftlichen Bereichen abspielte. Wie die Zusammenhänge aussehen, die zum Zusammenbruch der Moral an katholischen Universitäten (allen voran: Notre Dame) als intellektuellen Leitinstitutionen und Formern der Eliten führten. 

Die dazu führten, daß eine rein als gesellschaftspolitisches Instrument von Juden (Freud, Reich, Foucault) erfundene Psychoanalyse eine Lehre implementierte, dergemäß der Mensch in seiner Persönlichkeit unentwickelt bleibe, wenn er sich nicht "sexuell frei" verhalte. Was als unheilvolle Folge mit den Mißbrauchsskandalen der Kirche mehr zu tun hat, als sich viele träumen lassen (und bis zum heutigen Tag in der Priesterausbildung eine verheerende Rolle spielt.) Sodaß heute allen Ernstes diskutiert wird, ob es nicht das Zölibat - die letzte Bastion der Keuschheit - sei, daß jene psychische Abnormität bewirke, die dem Mißbrauch Vorschub leiste.  Die Parallele zum Sündenfall im Paradies, der Versuchung, den Folgen ist offenkundig.


Morgen Teil 2) Der mächtige Türbrecher, um eine Gesellschaft auszuhöhlen





*071018*

Freitag, 26. Oktober 2018

Kollateralschäden (1)

Jedes achte europäische Mittel- und Großunternehmen, also 12 Prozent, das mindestens zehn Jahre besteht (also kein Gründungsunternehmen ist, das natürlich anders gesehen werden muß) ist so hoch verschuldet, daß es nicht in der Lage ist, seine Zinslast zu bedienen. Deshalb verschuldet es sich immer mehr. Ermöglicht wird dies durch Banken, die so schwach kapitalisiert sind, daß sie ein Kreditausfall selbst in Gefahr bringen würde. Also müssen sie das Spiel mitspielen und weitere Kredite vergeben, um den Kreditnehmer (und sich) am Leben zu halten. Das berichtet die Basler Zeitung.  unter Berufung auf eine Untersuchung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). 

Noch in den 1980er Jahren stand diese Zahl bei zwei Prozent. Die Situation hat sich also seither stark verschlechtert. Selbst von den 600 börsennotierten Unternehmen sind neun Prozent bereits von dieser Schwäche befallen. Die durch das niedrige Zinsniveau kaschiert wird. Stiegen also die Zinsen, würden diese Unternehmen rasch zusperren müssen. Das sei, so die BIZ, auch wünschenswert, weil diese Unternehmensleichen viel gesunde Wirtschaftskraft binden und gesündere Unternehmen blockieren. Nicht zuletzt, weil gar nicht mehr überlebensfähige Firmen qualifizierte Arbeitskräfte binden und ihnen damit wegnehmen, die angesichts der demographischen Entwicklungen zu einer knappen Ressource werden.

Es ist aber vorschnell, vermutlich (detailliertere Ergebnisse werden nicht genannt, um das sicher sagen zu können) überhaupt falsch, wenn das BIZ die Unternehmen (und die Banken) dafür verantwortlich macht. Genauso könnte nämlich vermutet werden, daß diese Entwicklung eine Hauptursache hat - zu geringe Margen wegen zu niedriger Verkaufspreise (also Deflation). Diese wiederum sind eine Folge der (mit den Zwischenschritten der EU-isierung) verhängten Globalisierung der Wirtschaft in einem liberalisierten Weltmarkt. Die zu einer immer weiteren Konzentrierung großer, global agierender und nur auf Kapital und Kapitalrendite basierender Unternehmen führt. Denn diese Konzerne, um die es da in erster Linie geht, haben Möglichkeiten, die Mittelbetriebe niemals haben werden. Es sei denn, sie würden die Art ihres Wirtschaftens ändern, sich ihrer selbst entfremden weil "anpassen". Und darauf läuft es eben hinaus. 

Das Argument "höhere Effizienz" (also höhere "Produktivität") ist aber ein Scheinargument. Ein Unternehmen, das länger als zehn Jahre besteht, hat längst bewiesen, daß es etwas von seinem Geschäft versteht. Ein Unternehmer, der eine Firma gründet, die nicht kompetent und effizient ist, übersteht kaum die Ein-, auf praktisch keinen Fall die Drei-Jahres-Grenze.* Mit gesteigerter Produktivität wird also etwas anderes gemeint. Nämlich das Herunterbrechen von Wirtschaftstätigkeit auf höhere Technisierung und Mechanisierung der Abläufe, also auf Verlust an eigentlicher "Arbeit" als menschlichem Vollzug. Damit verliert Wirtschaften aber seinen Sinn, wird zur bloßen Geldproduktion und zum Zweck an sich, nicht ein Mittel. Das als Maschine zu verstehen ist, die ihre Gesetze allen Menschen aufzwingt, die in ihr Getriebe eingebunden sind.

Derzeit wird diese Tatsache, die einer der Kollateralschäden des globalen Liberalismus ist, weil dieser zuläßt, daß Wirtschaftsräume mit völlig unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen (v. a. niedrigere Löhne, rücksichtsloserer Umgang mit natürlichen Ressourcen, zentralistische, also freiheitsvernichtende Gesellschaftsorganisation) noch kaum offen diskutiert. Denn dann würde das wahre Antlitz der Globalisierung in der heutigen Form erkennbarer werden. 

Wo politische Entscheidungen (wie der Verzicht der Politik, seine Bürger zu schützen) den Menschen Lebensweisen aufzwingen, die sie freiwillig nicht gewählt hätten. Wo der Bürger, der immer ein "eher unterdurchschnittlicher Bürger" mit oft recht moderaten Tugenden und Temperamenten und Fähigkeiten ist, mit ungeheurem Zynismus ausgemerzt werden soll, weil er "der Zeit nicht gewachsen" ist und deshalb das Feld für andere räumen soll.


Morgen Teil 2)





*101018*

Rückschlag hier, Sieg dort für den Liberalismus (5)

Teil 5) Der Papst ist ein Amerikanist. 
Das ist vielleicht nicht seine größte, aber die sein 
praktisches Pontifikat bestimmendste Häresie.



Das gesamte Pontifikat Franziskus ist damit der Beweis des Erfolges der amerikanischen Infiltrierung der katholischen Kirche durch den Amerikanismus. Die in seinen Ursprüngen eine von Wemhoff nachgewiesene, in zahllosen Dokumenten belegte und belegbare Aktion der amerikanischen Geheimdienste (allen voran der CIA) war, um die Kirche dem Staat und seinen politischen Zielen zu unterwerfen. Wemhoff hat es in seinem Buch über "John Courtney Murray, Time Life and the Amerikan Preposition" beschrieben, wo er zeigt, wie der Amerikanismus nach und nach die Katholische Kirche und ihre Lehre umformte.

Papst Franziskus ist damit ganz klar und durch und durch als eben solch ein Amerikanist identifizierbar. Er vertritt dessen liberalen Individualismus, und weist den religiös begründeten Staat zurück. Das greift fundamental ein in das Verständnis von Gesellschaft und der Rolle der Religion in ihr - sie wird zum Privatereignis degradiert, zum individuellen Geschehen, das bestenfalls "möglich sein soll". Mehr Anspruch an die Gesellschaft stellt die Kirche nicht mehr. Franziskus unterstützt voll die aufklärerische Ansicht der Trennung und Eigengesetzlichkeit von Kirche und Staat. Und mit dem Vorgehen in China beweist er genau das, was man als Umkehr der traditionellen Lehrmeinung sehen muß. Dabei verkennt er den Ernst der Frage. Denn hier geht es um die alles entscheidende Antwort, warum wir überhaupt auf Erden sind!

Nun wirft sich auch ein recht spezifisches Bild auf die Rolle, die Kardinal McCarrick bei der Wahl (Stichwort "St. Gallen-Gesellschaft") von Jorge Bergoglio zum Papst gespielt hat (und warum ihn Franziskus so "nachsichtig" behandelt hat). Denn über den erpreßbaren Kardinal konnte sich die amerikanische Politik (um es so zu nennen) einmischen, zumal nur dieser Liberalismus es war und ist, der die bekannten sittlichen Verfehlungen dieses Kardinals rechtfertigte, ja als vorgebliche Norm vertritt. McCarrick suchte also jene Macht, die ihn in seinem Tun bestätigte, auch gegen die Kirche. In dieser unseligen Union aber entsteht das wahre Instrument, um eine Gesellschaft zu beeinflussen und zu verändern.  Und so wird auch die PR (public relations) - die Rhetorik - entscheidendes Mittel des Wirkens der Kirche selbst, nicht mehr die Verkündigung der Wahrheit der Lehre. Das erklärt auch das verheerende Schweigen und Versagen so vieler Bischöfe.

***

Binden wir nun aber noch zurück zu Israel und seiner jüngst getroffenen Entscheidung, den Staat an die Religion - und zwar an eine bestimmte Religion, den Judaismus - zurückzubinden, so muß man hier eine erstaunliche Reaktion auf die Folgen des Liberalismus sehen. In dem ein Volk, das selbst maßgeblich an der Verbreitung des Liberalismus teilhatte, das darüber gewaltigen Einfluß auf der Welt gewann, sich selbst wieder in Protektionismus abschottet, um sich selbst zu bewahren. Angesichts der auch in Israel auftretenden Probleme mit Zuwanderung von Mitgliedern anderer Religionen.

Damit sichert sich aber Israel jene Vormachtstellung, die es im längst laufenden Kampf der Kulturen in die Lage versetzen wird - ganz anders als die europäischen Länder es heute tun, die noch immer nicht begreifen, worum es überhaupt geht - die Zuwanderungsprobleme zu beherrschen. Und nicht im Strudel der liberalistisch entufernden Ereignisse unterzugehen. In der Verankerung der Religion im Staatsbegriff (bzw. umgekehrt) wird nämlich jene Einheit des Willens hergestellt, die dem Staat erlaubt, alle Mittel zu ergreifen, die die Herrschaft einer fremden Wertegesellschaft verhindern können. Die Israeli machen also nicht den Anfängerfehler der Europäer, selbst zu glauben, was sie in der Propaganda verkünden.







*Und man muß es so sagen: Es war vor allem und zuerst ein Kampf gegen den Katholizismus. Denn die maßgeblichen Volkschaften in den USA, die durch ihre Geburtenrate ständig an Gewicht zunahm, waren und sind allesamt katholisch. Ein in gewisser Hinsicht ähnliches Problem, wie es sich für Europa angesichts der Geburtenraten der zugewanderten Muslime stellt. Und so ist es kein Zufall, aber derselbe Fehler, wenn auch hier gemeint wird, das Problem wäre durch Auflösung der ethnisch-religiösen Gruppen zu lösen.

**Es ist höchst betrüblich, daß viele europäische Politiker nach wie vor dieses Patentrezept, dessen Scheitern wir derzeit in den USA erleben, Durchmischung, dieses Aufbrechen von Identitäten zugunsten einer universalistischen "Identität" als Patentrezept gegen die europäischen Probleme sehen, die durch die Massenimmigration der letzten Jahrzehnte entstanden ist. Dabei müßte man nur die Augen aufmachen und sich die USA ansehen. Ob die europäische Blindheit dafür nicht damit zu tun hat, daß wir hier meist Berichte von Menschen hören, die in die USA ausgewandert sind und praktisch sämtlich (!) diesem universalistischen Individualismus angehören, ja genau deswegen in die Staaten ausgewandert sind. Sodaß wir also unter grober Desinformation leiden. Weil wir nur deren idealistische, utopistische, manipulative Scheinerklärungen hören, die die Medien dominieren? Wenn man hingegen Willy Wimmer - gewiß kein Hysteriker des Apokalyptismus - in einem jüngst gehaltenen Vortrag zuhört stellt sich die USA anders dar. Wimmers Warnungen vor den Entwicklungen in den USA decken sich lückenlos mit den gleichfalls recht ruhigen, nüchternen Darstellungen von Wemhoff.






*011018*

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Eine Frage, wie wir leben wollen (2)

Teil 2) Die Trennung von Staat und Religion läuft 
auf eine Trennung von Leben und Kultur hinaus





Oder stehen wir nicht vor der Tatsache, daß mit der Trennung von Religion und Staat der nächste und zwingend folgende Schritt - die Trennung von Leben und Kultur - unmittelbar bevorsteht. Dann stünden wir vor einem Zeitalter totaler Technik und Mechanisierung, die sich alles unterwirft. Aber dabei das eigentliche, weil bloßer Ablaufoptimierung ständig im Wege stehende Menschliche unter die Räder kommen läßt. 

Vor allem aber heißt das, einer Aporie zuzustimmen, denn Leben OHNE Kultur ist unmöglich. Leben wird dann zum bloßen Vegetieren, zum vegetativen Prozeß, zur vegetativen Technik. Was glatt dem Wesen des Menschen, der im Geist beginnt und auf ihn hinzielt, entgegensteht. Der Mensch ist kein entwickelteres Tier, wie der Darwinismus (Grundlage auch des Kommunismus) behauptet. Geist ist kein Epiphänomen materieller neuronaler Abläufe, die auch dem Tier eigen sind.

Sodaß Spannungen zwischen Wesen und faktischer Realität anwachsen werden, die aufgrund ihrer ontologischen Tiefe und Vorentscheidung auf einen ultimativen, totalen Konflikt zusteuern.  Die bereits heute in Europa (und im gesamten Westen, zu dem auch Südamerika zu rechnen ist) zu gewaltigen Verwerfungen führen, und genau diesen Konflikt zum Inhalt haben: Als Gegenwehr des Volkes und der Vernunft in ihrer Verbindung mit der Freiheit und dem logos, dem Sinn, gegen die totale Herrschaft eines technizistischen Establishments. Der zwar unsere Bäuche zu füllen vermag, aber uns als Preis unser eigentliches Menschsein raubt. 

Dieses auf Totalitarismus abzielende System des von zentralen Mächten und Oligarchen beherrschten und eingerichteten Establishments wird durch die nähere Einbindung asiatischer Staaten in europäische Lebensformen massiv gestärkt. Denn anders als der Liberalismus behauptet, der eine reine Phantasterei und deshalb gefährlich ist, hat internationaler, globaler Wirtschaftsaustausch sehr wohl politische Dimensionen. Denn die Wirtschaft verändert immer auch die Lebensweise. 

Und sie tut es durch das, was man erst wirklich als Populismus bezeichnen kann: Indem die wirklichen Dimensionen von Entscheidungen dadurch verschleiert werden, als sie auf herausgegriffene Teilvorteile heruntergebrochen werden, um die es angeblich geht. Aber das hat immer ein furchtbares Erwachen zur Folge. Liberalismus als Forderung, das Eigensein ins Privatime zurückzuziehen, also Kultur, Religion von Gesellschaft und deren Gestalt als Staat zu lösen, zur Privatsache zu reduzieren, der der Staat immer übergeordnet ist, wie auch in diesem Interview konkret gefordert (und im Konfuzianismus Chinas seit 2300 Jahren perfekt etabliert), kommt nicht zufällig immer von den Stärkeren und Mächtigeren. Sie verlangen freie Bahn, andere Gesellschaften nach ihrem Muster zu prägen.









*081018*

Rückschlag hier, Sieg dort für den Liberalismus (4)

Teil 4) Wemhoff stellt unser Bild von Trump auf den Kopf




Dabei wird auch Trumps Außenpolitik, die sich derzeit in "Handelskriegen" auszutoben scheint, aus denen heraus man ihm unterstellt, er würde der globalen Wirtschaft entgegenstehen, seltsam falsch, ja verkehrt herum eingeschätzt. Denn was Trump hier macht, muß ihn sogar als einen Präsidenten einschätzen lassen, der so wie kein anderer vor ihm FÜR internationalen Freihandel eintritt - indem er nämlich verlangt, daß alle Handelspartner des Globus die gleichen Bedingungen haben müssen. Trump verlangt von den anderen Staaten deshalb mit Nachdruck, jedwede Einfuhrbeschränkungen für amerikanische Güter aufzugeben und die Handelsbedingungen anzugleichen.

Die Folgen davon sieht Wemhoff sehr realistisch. Sie sind beträchtlich und werfen ein völlig anderes Bild auf Trump, als hier herrscht. Denn Europas Gesellschaft - von der amerikanischen schon durch die regionalen Bedingungen sehr verschiedenen - braucht Zölle auf amerikanische Güter, um sich halten zu können. Ein Auflösen dieser Schranken würde die europäischen Völker ins Mark treffen, weil hier alles umbauen. Hier würden endgültig sämtliche traditionelle soziale Strukturen durch wirtschaftlichen Druck angegriffen. Trump bedient sich also scheinbar des amerikanischen Nationalismus, um andere Nationen aufzulösen und den Einfluß der USA durch seine Wirtschaft zu vergrößern!

Das Ziel wird somit klar erkennbar: Amerika wird tatsächlich im Einfluß auf die Lebensweise der Welt wachsen. Nur braucht Trump dazu keine Flugzeugträger. Er hat andere Zwangsmittel. Trump nützt einfach die wahre Stärke eines Landes - die Wirtschaft vor dem Hintergrund des Liberalismus. Damit trägt die USA den universalistischen Individualismus als das, was das wahre Gründungs- und Lebensprinzip der USA ist, stärker und zwangvoller weiter, als es je der Fall war. Amerika braucht seine Industrie, um seine sozialen Probleme und Spannungen zu bewältigen, und Industrie bedeutet unentwegte Güterproduktion. Und diese wiederum braucht Absatzmärkte, braucht unbegrenzte Zugänge zu ausländischen Märkten. Und das braucht ein Niederreißen der nationalen Eigenheiten und der Schranken, die diese bewahren sollen. Trumps Außenpolitik zielt genau darauf ab. Er setzt also die US-Außenpolitik des 20. Jhds. fort, aber mit anderen Mitteln. Und bleibt damit in der direkten Entwicklungslinie der USA, wie sie von Anbeginn an vorgezeichnet und angelegt war.

Ein viel weiteres Blickfeld tut sich nun auf

Gleichzeitig wird nun aber auch klar, daß eine Seite der Globalisierung der letzten Jahrzehnte für viele Länder - allen voran China! - ein reales Mittel der Kriegführung und des Dominanzgewinns, ja sogar der machtvollen Änderung sozialer Gefüge war. Denn die billigen Produkte Chinas haben weltweit traditionelle Gesellschaften ausgehoben und Strukturen zertrümmert. Damit sind soziale Probleme (Arbeitslosigkeit) entstanden, wurden in Europa speziell nicht nur Arbeitsplätze vernichtet, sondern Gesellschaften und Lebensweisen verändert. Vor allem aber wurden durch das chinesische Dumping (also durch das gezielte Unterbieten von Marktpreisen) die Nationen geschwächt und neue Abhängigkeiten geschaffen. Denn alle Volkswirtschaften haben auf der Grundlage der nun in die Systeme eingebauten niedrigen Preise Chinas ihre Strukturen geändert. Viele sind damit auch völlig überfordert.

Die Planmäßigkeit des Vorgehens Chinas zeigt sich auch in einem Ereignis, das man unterschätzen könnte, und das auf die Unterwerfung der Religion durch den Staat hinauslauft - eine Parallele also zur Situation in Europa, wie sie sich im Investiturstreit des 11. Jhds. ausdrückte. China hat im Jänner 2018 im Gegenzug zu einem "Friedensschluß" mit dem Vatikan den Anspruch angemeldet, die Bischöfe zu ernennen. Dasselbe hat seinerzeit der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs für sich reklamiert. Was Papst Franziskus da also macht, widerspricht komplett der traditionellen Sichtweise und Politik der Kirche. Gleichzeitig hat es in den USA eine Menge Menschen auf die Barrikaden gebracht. Denn das wird den chinesischen Nationalismus massiv stärken, und der heißt nach wie vor: Kommunismus!

Damit verliert die Kirche ihre "fünfte Kolonne", also das was sie in jeder Gesellschaft ist und sein muß: Sie darf niemals mit den irdischen Machthabern in eins fallen, sondern muß sich immer als Korrektiv für die Politik bewahren. Sie gibt auf, was sie auch - und trotz allem - in den USA gewesen ist, wo sie immer (zumindest ihrer inneren Verfaßtheit nach) gegen die amerikanische Ideologie und gegen den Liberalismus stand.

Und hier schließt sich endlich die Argumentationslinie Wemhoffs. Geht zusammen mit den zu Anfang ausgeführten Beobachtungen, in denen sich zwischen Liberalismus-Kapitalismus und Kommunismus in ihrer Haltung der Religion gegenüber dieselben Grundzüge zeigen. Was der Vatikan nun macht, ist exakt dasselbe, was die Kirche in den USA vor mittlerweile sechzig, siebzig Jahren in den USA so verheerend falsch gemacht hat. Wo sie sich unter den Staat stellte, und im Namen des Katholizismus die amerikanische Ideologie, den amerikanischen Liberalismus in die Welt trug. Das hat sie in den Staaten jede Substanz und Glaubwürdigkeit verlieren lassen, denn sie hat aufgehört, dem Staat kritisch-kontrollierend gegenüberzustehen, hat jede interne Kritik als Schwächung der Nation - im Angesicht eines "Feindes", des Kommunismus - aufgefaßt und vermieden.


Morgen Teil 5) Der Papst ist ein Amerikanist. 
Das ist vielleicht nicht seine größte, aber die sein 
praktisches Pontifikat bestimmendste Häresie.




*011018*

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Eine Frage, wie wir leben wollen (1)

Es ist Hauptergebnis bzw. durch Belege gestützte These der Befassung mit historischen Gesellschaften, die Karl Wittfogel in seiner wohlbekannten Studie über die Zusammenhänge zwischen Totalitarismus und Groß- und Megaprojekten angestellt hat. Daß nämlich Megaprojekte (wie die Seidenstraße, in früheren Kulturen waren es vor allem Bewässerungsprojekte) nur möglich sind, wenn sich Gesellschaften totalitär und zentralistisch organisieren bzw. durch "entschlossene, nicht gerade macht- und vor allem gewaltscheue Hände" so organisiert werden.

In einer Welt, in der alles miteinander im Kampf ist, ist das der entscheidende Vorteil, zumindest kurzfristig. Ja, kurzfristig, in historischen Dimensionen betrachtet. Denn alle diese zentralistischen Staaten sind über einige Generationen hin in einem recht gut schematisch ordnenbaren, fast dialektisch zu nennenden (These - Antithese) Entwicklungsprozeß wieder zerfallen. Das geht auch gar nicht anders. Weil Zentralismus der Natur des Menschen entgegensteht.

Aber eigentlich ist genau solch ein Zentralismus auch das klare Fazit dieses am Ende des Beitrags eingefügten Interviews mit dem China- und Asienkenner Marcus Hernig. Das von Tichys Einblick (einem prononciert liberalen Organ) übernommen wurde: Die rasante Entwicklung Chinas hat nämlich ebenfalls ihren Grund im Zentralismus der kommunistischen Führung. Der in den letzten Jahren auch ganz gezielt weiter ausgebaut und verstärkt wurde. Freiheit ist für den Einzelnen dann nicht mehr eine Frage der Freiheit weil Wahrheit, sondern der Wahl zwischen vorgegebenen, vom Zentrum bestimmten Alternativen.

Nur so können rasche Entscheidungen möglich gemacht (und durch eine starke, mächtige und zentral steuerbare Bürokratie umgesetzt) werden, die auch regionale Sonderinteressen berühren und ins Große auflösen. Weil das Zentrum entscheidet, was von nationaler Bedeutung ist, wo also Regionalität und Individualität sich unterzuordnen haben. Dabei wird Wirtschaft, Volk, Gesellschaft als Mechanismus und Maschine begriffen, die nicht Ausfluß der Lebensweise als Kultur der Menschen (also immanent, wenn auch konkret gestalthaft gemacht) sind, sondern diese begründen und formieren sollen. 

Und das ist letztlich ... alles. Das darf man nicht übersehen. Die Frage um die zukünftige Rolle Chinas in Europa, die sich über das Projekt einer neuen Seidenstraße als leistungsstarker Transportachse zu Land, von Peking nach Duisburg in einem Aufwaschen, sozusagen, symbolhaft darstellt, in Wirklichkeit sehr klug und von langer Hand bereits vorbereitet ist (u. a. über die Verschuldung bei China), ist aber vor allem eine Frage um Leben und Sinn. Sie auf rein technologische Entwicklung und eine als reine Güterversorgung verstandene Wirtschaft zu beschränken, ist deshalb eine tiefgreifende Vorentscheidung über unsere Kultur.

Deshalb ist es in einem Land wie China, ja für ganz Asien vollkommen logisch, daß sie in einem Zeitalter des Globalismus, wo also das Begreifen von Leben und Gesellschaft auf das Verstehen von mechanistischen Vorgängen geruht, damit auch Wirtschaft nur noch als Technik gesehen wird, der sich alles Leben letztlich ein- und unterzuordnen hat, wirtschaftlich reüssieren. Diese Länder, Kulturen, Völker haben - grundgelegt in den dort vorzufindenden Religionen, die im Grunde allesamt Wege der Auslöschung individueller Freiheit anbieten, und sei es durch Auslöschung ins "Nirvana" - eben eine lange Tradition der Vermassung. Und waren seit Jahrhunderten, Jahrtausenden in ein Primat des Zentrums (zumindest durch Eliminierung von Teilinteressen, wie im Buddhismus) eingeformt. Es war aber immer und ist bis heute das Gegenteil des abendländischen, des christlichen Weges des Menschseins.

Es mag sein, daß die europäische Kultur, die dabei ist seine Grundlage, das Christentum, auszuspeien, bereits so schwach ist, daß sie ohnehin keine Chancen mehr hat, sich noch einmal zu regenerieren. Daß man deshalb nur darauf achten muß, daß sich die Wirtschaft - und zwar eine bestimmte Art von globalisierter Wirtschaft, das dürfen wir nicht vergessen - entwickelt. 

Aber ist das wirklich die Art, wie wir leben wollen? Ist das die Art, die das Gemeinwohl entwickelt? Oder ist es nicht einfach die Wegbereitung zu einem Liberalismus, der über kurz oder lang in einer zentralistischen Diktatur endet weil enden muß, mit Totalitarismus weit mehr zu tun hat als Freiheit? Ist Freiheit verzichtbar, wenn es um Wohlstand geht? Kommt wirklich erst das Fressen, dann die Moral?


 Morgen Teil 2) Die Trennung von Staat und Religion läuft 
auf eine Trennung von Leben und Kultur hinaus





*081018*

Rückschlag hier, Sieg dort für den Liberalismus (3)

Teil 3) Amerika vor der Megakrise?




Die Gründerväter von 1776 wollten in den Vereinigten Staaten von Amerika einen Staat, der auf der Persönlichkeit und Individualität des Einzelnen aufbaute, auf individueller Kreativität, Einfallsreichtum, Rhetorik, und vor allem Handel, nicht auf Religion. Diese sollte nur noch eine sekundäre, rein private Rolle spielen. Damit begründeten sie den ersten säkularen Staat der Weltgeschichte.

Eine zu starke Bindung an die Scholle, ans Land, wie sie Europa so geprägt hatte, wollten sie nicht. Ein Versprechen, das seine Faszination für so viele Europäer, die den Verbindlichkeiten der europäischen Kulturen entkommen wollten, bis zum heutigen Tag ausspielt. Und es ist der Grundcharakter der US-Verfassung, die eigentlich eine Handels- und Wirtschafts-Verfassung ist, die eine Gesellschaft begründen und tragen soll. 

Darin zeigt sich der eigentliche Gründungsimpuls der USA, dem so oft großartige Philanthropie unterstellt wird, der aber in Wahrheit die Wünsche einer Gruppe reicher Wirtschaftstreibender ausdrückte, die jede Beschränkung durch den Staat (England) abschütteln wollte. Die anderen die Kerze ins Fenster stellte, eines Tages auch so wohlhabend werden zu können, und für diese Chance auf viele weitere menschliche Bedingungen und Notwendigkeiten zu verzichten, diese ins bloße Privatleben abzudrängen. Und in gewisser Hinsicht hat sich dies auch bewahrheitet: Der Wohlstand in den USA ist trotz allem sehr hoch, und viele profitieren von den Grundzügen der Gründerväter. Die verkünden, man könne, ja müsse alle Güter (der Welt) haben, und zugleich im privatimen Bereich die seelischen Bedürfnisse des Heils befriedigen. Es läge nur am Einzelnen, es zu verwirklichen, denn jeder kann tun und lassen, was ihm gefällt.

Das aber widerspricht von allem Anfang an dem Naturrecht, der Natur des Menschen. Ein Streit, der sich in der Bedeutung der Rhetorik in den USA zeigt. Denn diese Spannung war nur durch Rhetorik zu besänftigen, "wegzureden" oder zu überwinden. Erst so konnte diese Ideologie - und eine solche war und ist es - des universalistischen, also alle übrigen Anschauungen überlagernden Amerikanismus durchgesetzt werden. Sie baut letztendlich also auf der Ansicht auf, daß das Glück des Menschen Ausfluß seines Egoismus, Ergebnis des Strebens nach Glück als Zustand des Wohlbefindens ist. 

Was natürlich eine Lüge ist. Von Anfang an spaltete sich die amerikanische Gesellschaft in Reiche = Mächtige, die immer reicher und mächtiger wurden, und eine große Mehrheit von Armen oder gerade nicht Armen, die auch reich zu werden trachteten und denen versprochen wurde, daß sie es tatsächlich und jederzeit werden könnten. ("Vom Tellerwäscher zum Millionär.") Sie mußten nur bereit sein, ihre Ellbogen einzusetzen. Cleverness übertrumpfte Wahrheit, die zur Richtigkeit und Nutzbarkeit absank. Von allem Anfang an war also das Momentum der Gewalt, des Rechts des Stärkeren in diese Staatsgründung als treibende Kraft eingeformt. Ein System von universalistischem Individualismus, das auch zu funktionieren schien und nach wie vor zu funktionieren scheint. Es brachte den USA enormen Wohlstand an Gütern, gewaltige Errungenschaften und Vorsprung in der Technik, und letztlich Macht über die Welt.

Insofern ist die USA direkter und noch unbeschränkterer Ausfluß des europäischen Kapitalismus, wie er sich spätestens seit dem 15. Jahrhundert entwickelt hatte. Wo er von Anfang an eine Rauboperation war. Die heute mit "freier Marktwirtschaft" camoufliert wird, die etwas ganz anderes ist. Weil sie eine Volkswirtschaft immer vom Gemeinwohl her deutet, also auch den Schwachen ihren Platz ermöglicht, den Starken aber mehr Lasten auferlegt, um die menschliche Begierde in Zaum zu halten und zu verhindern, daß sie das Gemeinwohl schädigt. Denn die Würde und das Existenzrecht eines Menschen beginnt nicht bei seiner Leistungsfähigkeit, bei der Aktualisierung bestimmter wettbewerbstauglicher Eigenschaften, sondern ist per se gegeben. Wohlstand ist nur ein Mittel, nicht Ziel.

Diese Spannungen kamen deshalb immer wieder, und sie verschärften sich zuweilen. Und führten auch zu Gegenbewegungen, zu Gruppen oder Personen, die den Wohlstand teilten. Weil es nicht vermeidbar ist und war, daß es in diesem Widerstreit zu Überschneidungen kommt, weil das Naturrecht selbstverständlich immer wieder nach oben drängt. Und ein großes Potential für Haß entstehen läßt, der nicht einfach Neid, sondern Naturwidrigkeit zum Grund hat. Denn allmählich haben viele Amerikaner begriffen, daß das Versprechen auf Reichtum als Grunddynamik einer Gesellschaft eine Lüge ist, die einen Scheinfrieden schafft, der aber nur der Schichte jener dient, die "oben" sind. Wir erleben heute sogar ein Grundversagen der Rhetorik, ja ihr nahendes Ende. Heute stehen sich zwei Schichten gegenüber, die unversöhnlich sind, sodaß Gewalt als nächster Schritt für immer mehr als unausweichlich scheint. Es gibt nicht wenige Beobachter, die die USA heute an der Schwelle zu einem Bürgerkrieg sehen. Das ist uns Europäern gar nicht richtig bewußt, worum es im Wahlkampf zwischen Clinton und Trump wirklich ging. 

Er war eine Grundentscheidung GEGEN die Schichte derer, die "oben" sind, das "Establishment". Und die alle Mittel einsetzt, oben zu bleiben, auch vor Mitteln der Manipulation, des social engineering nicht zurückschreckt. Um einen Kurs zu steuern, mit dem aber mehr als die Hälfte der Amerikaner, die zurecht eine Verletzung des Naturrechts erkennen oder zumindest ahnen, nicht mehr einverstanden sind. Trump wurde (und machte sich) in diesem Wahlkampf zur Symbolfigur dieses Widerstands. Deshalb hat er gesiegt. Und nun müssen diese Amerikaner erleben, wie das Establishment sämtliche Machtmittel einsetzt, um diese ihre Entscheidung zu revidieren. 

Hier stehen sich tatsächlich zwei unversöhnliche Lager mit unvereinbaren Zielen gegenüber: in den Gruppierungen, die sich auf naturrechtliche Grundlagen berufen - Ethnie, Religion, Verwurzelung, Kultur, schlicht: als in sich integres, stabiles, homogenes Volk - und jenen, die ungebrochen den universalistischen Individualismus verfolgen, der mit Volk und Identität nichts am Hut hat. Die also das vertreten, was man in den 1950er Jahren konzentriert begonnen hat, als man die ethnisch-religiös relativ geschlossenen Volkschaften gezielt zu durchmischen, das heißt: aufzubrechen begann.* Durch social engineering. Durch konkrete politische Maßnahmen.**

Auslöser einer solchen blutigen Auseinandersetzung könnte nach Ansicht von David Wemhoff sein, wenn diese beiden Gruppen ihre konkreten wirtschaftlichen Interessen endgültig auseinanderbrechen sehen. Wo die einen eine regionalisierte Wirtschaft der verwurzelten Existenz und Identität wollen, die der von den anderen angestrebten weiteren Internationalisierung, Identitätsauflösung und Entwurzelung aber direkt widerspricht. In der schon länger andauernden und sich weiter zuspitzenden Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Gruppen, die sich etwa in konkreten und gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen "Trump-Unterstützern" und "Trump-Gegnern" kann man bereits Vorzeichen für einen solchen Bruch sehen. Erstmals gibt es auch eine mächtige Gruppe, die das Ergebnis einer Wahl nicht mehr anzuerkennen bereit ist, also das Gemeinsame des Landes USA nicht mehr lösbar sieht, wenn sie nicht selbst an die Macht kommt. Während die anderen die Lösungskraft des einstigen gemeinsamen rhetorischen Raumes (Medien) nicht mehr anerkennen ("Lügenjournalismus").


Morgen Teil 4) Wemhoff stellt unser Bild von Trump auf den Kopf





*021018*

Dienstag, 23. Oktober 2018

Ungarischer Tag der Freiheit

Herzlichste Wünsche an das Volk der Ungarn zum heutigen Nationalfeiertag!

Einem Volk gesagt, das sich bis heute seine Freiheit nicht so einfach nehmen lassen will.

Schon in seiner Hymne taucht diese Mischung aus Schelmentum und Tragik auf, die nie das Leben so ganz ernst nimmt - aber es gerade deshalb so ernsthaft führt, wenn er den Kairos der Geschichte spürt. Wo plötzlich aus diesen notorisch gemütlichen, das Leben liebenden Menschen ein Feuer und Furor emporsteigt, der das eigene Leben niemals schonte. Das übrige Europa hat deshalb dieses Volk nie verstanden. Es aber doch schon so oft gebraucht. Weil es seine Freiheit so hoch stellte.

In den Geschichten der Zugewanderten, besonders aus deutschen Ländern - und heute sind kaum noch 10 Prozent der Ungarn Nachfahren der alten "Magyaren", wie sie im 9. Jahrhundert diese recht spärlich besiedelte Tiefebene von Osten kommend übernahmen, zu sehr hat das Land in Kriegen schon geblutet - findet sich immer wieder dieselbe Geschichte, der VdZ hat es erlebt: Daß diese sofort willens und bereit waren, sich als Ungarn zu sehen, sich sofort als Ungarn begriffen, und dem König in Treue Volk waren. Und auf die Rückkehr dieses Königs, der 1918 fortgegangen ist, warten die Ungarn bis heute, auch wenn manche nicht wissen, was da am tiefsten Grund ihrer Seele wacht. Die in den ersten 250 Jahren seiner europäischen Geschichte als Königreich in seinen Fürsten, den Arpaden, fünf Heiligen folgte. Bis diese Reihe in seinem letzten König noch einmal mit einem Heiligen (dem Seligen Karl IV. von Habsburg) vorerst schloß. "Ist der König tot?" "Nein, Kind, er schläft nur."


O Herr, segne doch den Magyaren
mit Wohlsein und mit Fröhlichkeit,
und beschenke ihn mit Deiner Gnade und Deiner Freude!
Ach, halte Deinen schützenden Arm über ihn
wenn er wieder mit seinen Feinden kämpft.
Von alters her hat ihn so viel Unbill geplagt,
ach, bring doch nun eine Zeit der Erleichterung,
denn dieses Volk hat wahrlich genug gebüßt für seine Sünden,
für die von gestern sowieso, aber auch schon für die von morgen.

(Text der Ungarischen Nationalhymne, 1. Strophe, in freier Übertragung des VdZ.)








*181018*