Das aber berücksichtigt der Zins nicht. Und deshalb ist er unmoralisch und schwer sündhaft, weil er somit IMMER und UNWEIGERLICH in eine Versklavung des Kreditnehmers führt, der mit der Zeit ruiniert wird. Denn die Natur ist NICHT (wesenhaft) mathematisch. Galileo et al. haben sich geirrt.
Treibgut - Wo am breiten Strome die Ufer stehen, sind Schwarzerlensamen aufgegangen, und schäumen als saftige Büsche die Ränder der großen Lethe, die alles ins Dunkele Meer trägt; ihre weichen Äste, die noch nicht ahnen lassen, welcher später als kahler Stamm reife Blätter hoch in der Sonne wiegen wird, tauchen in die Wasser, wie Kinderhände. Dann und wann greifen sie, denen alles noch ernstes Spiel ist, nach Treibgut. Oder es bleibt hängen, lädt zum Tanze, haucht im Kusse Lebwohl
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Mittwoch, 20. Juli 2022
Was aber ist es wirklich - das Geld? (2)
Dienstag, 19. Juli 2022
Was aber ist es wirklich - das Geld? (1)
Mittwoch, 29. Juni 2022
Vom Untersten zum Obersten gewendet
Ich habe an der falschen Stelle gesucht, habe mich vom Etikett täuschen lassen, auf dem steht "Geld" und "Währung". Und da konnte ich natürlich nie Zutreffendheit finden.
Donnerstag, 19. Mai 2022
Als es fast so war, wie es sein sollte (5)
Zahlen, Zeit, Dauer, Werk und Magie - Zeit, Dauer ... da passiert in einem der Filme auch der (fast) einzige Versprecher, wo eine alte Sprechgewohnheit wieder aufsteht. Wenn davon gesprochen wird, daß die Zeit mit der Uhr "gemessen" wird. Was heßt Messen? Es heißt eien Vorgang mit einem anderen, zum Kriteriumgemachten, in eine Beziehung zu setzen.
Das heißt bei der Uhr, einen standardisierten Vorgang des Umlaufs der Zeiger, zuvor mathematisch exakt und damit immer gleichlaufend gemacht durch eine festgelegte physikalische Ursache-Wirkung-Beziehung von Zahnräudern, die auf einen Anfangs- und einen Endpunkt ausgerichtet werden - dem Sonnenhöchstand zu Mittag etwa, oder über eine bestimmte Sternenkonstellation, die an diesem Punkt beginnt und an jenem endet, der zugleich in immer demselben Ablauf wieder der Beginn ist - und somit (sagen wir) einen Tag umfassen. Den unterteilt dann die Menschheit seit je in insgesamt zwölf Horas, Stunden, eine alte Menschheitszahl der Vollkommenheit eines Ablaufs.
Als heilige Zahl des Faktors aus der Zahl der Ewigkeit, der (3), mit der Zahl der Vollkommenheit, der (4) Aus diesem Tanz entsteht dann ein Weltganzes, das von einem Anfang zu einem Ende strebt. "Jeder Tag hat seine eigene Plage", sagt der Herre, und jeder Tag sollte deshalb nur für isch gelebt werden. Das ist keine stumpfe Erkenntis der Stoiker, dieser Gleichgültigen, sondern ein Tanz des Lobpreises für die Vollkommenheit Gottes! Der sich in seiner Dreifaltigkeit (3) als Gruindgrmmatik der Welt (die die Zahl 4 ausdrückt, selber wiederum ein Tanz aus der Quadratur, der höchsten Potenz also aus Dualität (2) mit Dualität (2) somit als Schöpfung und Welt in ihrer tiefsten eigentlichsten Dimension ausdrückt.
Donnerstag, 13. Mai 2021
Einer neuerlichen Vergegenwärtigung wert (2)
Teil 2) Das Recht auf Wucher ist das Schmiergeld, um das Schweigen zur Geldbeschaffung der Politik zu erkaufen
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| QR Petr Bystron |
Somit entpuppt sich das Ganze als seichte Komödie. Man hat nur drei Jahre gewartet, das war alles. Und holt nun den "gerechten Grund" aus der Schublade, wo jener Kasperl für alles wartet, der für so viel schon hat herhalten müssen. Und noch heute taugt, um das Maul des Volkes mundtot zu schlagen: Die Verbrechen und ein zur Untat verabsolutierter Krieg des Dritten Reiches, mit dem sich jeder anständige Deutsche ja gehörig bis in alle Ewigkeit identifiziert.
Aber was damals geschehen ist, werte Leser, das sollte hier wieder einmal in aller Präzision vor Augen gestellt werden: Daß der Staat seit je und auch in diesen unseren Jahren nicht weniger einen Pakt mit dem Großkapital heilig hält. Wofür die Bürger gerne und nach Belieben am Nasenring in der Arena herumgeführt werden. Die aus ihren Steuern bezahlen, was die Großfinanz in Wahrheit eingesackt hat. Die gar nie ein Risiko trägt. Den sie werden auf jeden Fall gerettet.
Mittwoch, 12. Mai 2021
Einer neuerlichen Vergegenwärtigung wert (1)
E. Michael Jones faßt den Kapitalismus einmal zusammen mit: "State sponsored usury." Also als "vom Staat finanzierter Wucher." Der Leitsatz, der seit dem späten Mittelalter unausgesprochen, verschwiegen bis heimlich, aber immer selbstverständlicher Platz griff, wird an anderem Ort auch mit "Privatisierung der Gewinne - Öffentlichkeitshaftung für Verluste", also als Umlage von Verlusten auf den gemeinen Steuerzahler beschrieben.
Dieser Grundsatz herrscht bis zum heutigen Tag. Selbst in der Corona-Krise bleiben die Klagen vieler vieler Klein- und Mittelstandsunternehmer weitgehend ungehört. Denn es sind lauter Einzelfälle, lauter Komplikationen, die aus irgendwelchen Umständen eine Zuerkennung von Ausgleichszahlungen (die vom Staat direkt verursachte Schäden wenigstens soweit gutmachen sollen, als die Existenzgefahr der Mittelständler verringert wird) leider unmöglich machen.
Donnerstag, 18. März 2021
Schulden mal Schulden mal Schulden = Wohlstand
Aber noch eine Denkwürdigkeit ergibt sich im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Denn wenn sich jemand schon einmal darüber gewundert hat, warum die Staaten weltweit so spontan und fast schon im Aufdrängungsmodus mit Geld nur so um sich warfen, um den Bürgern aus der Corona-Krise zu HELFEN, so gibt es dafür eine gewisse Begründung.
Fassen wir einmal ins Auge, daß es derzeit (bei entsprechender Bonität, und nur dann!) nicht nur niedrige Zinsen gibt. Sondern dieser Geldmenge steht eine enorme Geldmengenvermehrung = Schulden seit 2008 gegenüber. Das hatte einerseits den Grund, daß mit dem Geld die Wirtschaft belebt werden sollte. Also wurde Geld zu Niedrigstzinsen verliehen, an Bürger und Unternehmen = Mittelstand. (Nicht freilich an Staaten, und warum bzw. wie man das machte, das kommt gleich.) Sie alle sollten ermuntert werden, Geld auszugeben, egal ob es zu verjubeln oder zu investieren.
Gleichzeitig sollten die Staaten insofern konsolidiert werden, als sich IHRE Bonität besserte. Somit wurde vorerst einmal der Umstand befeuert, daß (die Schweiz hat es schon vor Jahren eingeführt) die Bürger (und der Mittelstand) wachsende Ängste haben, daß durch die Geldmengenvermehrung (und ach so viele Durchblicker warnen ja seit Jahren davor, für 2020 und 2021 wurde von vielen sogar schon per Quartal der Totalcrash vorhergesagt) sämtliche Sparbeträge (und alleine in Deutschland sind das rund fünf Billionen Euro) entwertet würde.
Genau dem haben wir bekanntlich die Immobilienblase zu verdanken. Das heißt, daß die Immobilienpreise in den letzten fünf Jahren bis zu fünfzig Prozent gestiegen sind. Im Wert? Aber geh. Im Preis. Das ist bei weitem nicht dasselbe. Man nennt Preissteigerungen ohne Veränderung der Wertsubstanz der Güter vielmehr "Inflation", schon vergessen? Aber was sagen die Bürger? Sie reagieren wunschgemäß, der Leser möge einfach zuhören. Sie sagen: Besser in eine Wohnung und ein Haus investiert, auch wenn sie zu teuer gekauft sind, als ins Nichts durch Inflation verloren. Mit Immobilien HAT man wenigstens etwas, nicht wahr?
Aber genau so nimmt der Staat dem Bürger sein Erspartes ab. Stück für Stück, wie Wasser, das zum Hochwasser steigt. Weil er die Bedingungen schafft, unter denen der Bürger sein Erspartes dem Staat nicht nur leiht, sondern sogar noch dafür Zinsen ("Negativzinsen") BEZAHLT. Gleichzeitig soll der Bürger (mit der Sicherheit durch die Schuldverschreibungen und Anleihen, die ihm der Staat dafür als Rückzahlungsgarantie gibt) mit selbst aufgenommenen Schulden Immobilien anschaffen. Die paradoxerweise von Jahr zu Jahr mehr wert werden, also: Im Preis steigen. Ein überzeugendes Argument, weil seine liquiden Mittel durch Negativzins s. o. ohnehin immer weniger werden.
Um das Modell zu stützen, heizt man zudem die Inflationsangst an. Woraufhin die Leute Angst um ihr Geld haben ... und froh sind, Ertrag gegen Sicherheit tauschen zu können. Und wer kann alleine noch Sicherheit geben? Richtig. Der Staat. Dem leiht der Bürger also sein Geld. Und Geld hat der Bürger, weil der Staat es ihm GIBT. Immer. Auch ... bei Corona-Krisen darf er also wissen, daß er nicht verarmen wird. Und sein Wohlstandsniveau wenigstens so irgendwie wird halten können. (Und nebenbei Gutes tut, wie das Klima retten, oder die Senioren vor dem Covid19-Teufel.)
(Wir nennen hier nur Immobilien. In Wahrheit ist das Bündel an Dingen mit steigenden Preisen aber weit dicker. Silber, Gold, ja was steigt derzeit nicht alles?! Oder schon mal über Bitcoin, diese Kursrakete, nachgedacht? Also bitte ... das ist ja überhaupt die wundersame Geldvermehrung in Person. Und alle werden immer reicher!)
Denn wo, werter Leser, HAT man noch etwas? Na? Richtig. Wenn es der Staat garantiert. Und wo tut er das? Bei Anleihen. Die zu einem Aufruf an die Bürger werden, sein Erspartes in die Tresore der Regierungen zu karren.
Er muß dafür nur ein wenig Gebühr zahlen. Und zwar ... NEGATIVZINSEN. Die bei "Krediten" anfallen. Bei denen der Staat Geld aufnimmt, und dem Kreditgeber dafür Zinsen ABNIMMT.
Das heißt, daß der Schuldner Staat für neue Schulden nicht nur KEINE Zinsen bezahlt, sondern vom KreditGEBER auch noch Zinsen KASSIERT. Und der bezahlt noch gerne, weil beim Staat sein Geld wenigstens ETWAS WERT behält. Alles klar, werter Leser?
So, nun müssen wir nur noch eins und eins zusammenzählen. Der Staat nimmt derzeit VOR ALLEM IM INLAND sehr viel Geld auf. Die Sparer leihen es ihm gerne. Dafür zahlt er entweder gar keine Zinsen oder er kassiert vom Sparer sogar noch welche. Während die Sparer in Immobilien investieren, die ihr Geld nicht wert sind, aber "im Preis" steigen, also nominell seine Sparbeträge erhöhen.
Geht das auf Dauer? Dann hätten nämlich alle "gewonnen". Die Sparer, die mit dem Geld, welches der Staat in die Wirtschaft schiebt, und das die Immobilienpreise erhöht, sodaß das Geldvermögen der Sparer steigt. Während sie Zinsen dafür bezahlen, daß der Staat ihr Geld nimmt, und es in die Wirtschaft fließen läßt.
Das heißt aber fürderhin, daß der Staat mit der Zeit immer weniger Schulden hat. Denn die Bürger, die für diese Kredite, die sie dem Staat gewähren (und sie MÜSSEN diese Kredite geben, das nur nebenbei: Staatsanleihen-Papiere zu kaufen, also dem Staat einen Kredit zu gewähren, ist für viele Fonds, vor allem aber für Versicherungen, Pensionskassen, Banken oder Betriebe (Abfertigungsrücklagen) VORGESCHRIEBEN.
(Wir haben es hier also mit einer übrigens schon lange lange Jahre vorgeschriebenen ZWANGSANLEIHE zu tun, das nur nebenbei jenen gesagt, die vor schröcklichen Zwangshypotheken Angst haben: Zwangsanleihen gibt es schon sehr lange!)
Weil es aber sonst ein bißchen ungut auffallen würde, wenn die Staaten so viele Schulden machen, unmotiviert, und weil das für die Ratingagenturen schon gar keinen schlanken Fuß macht, wartet man einen Anlaß ab, wo NICHTS ANDERES MEHR ÜBRIGBLEIBT, ja die BÜRGER SOGAR GERNE ZUSTIMMEN.
TRARAAAAA! Da wachen die Bürger eines Morgens auf, und die Corona-Krise ist da. Weltweit. Und SCHRÖCKLICH. So schröcklich, daß binnen Tagen alle Regierungen der Welt dafür sind (sogar die, wie in den USA, die sich erst ein wenig geziert haben, und plötzlich, sieh da, auch voll dabei waren), ihre Staatsschulden explodieren zu lassen. UM DEN ARMEN BÜRGERN ZU HELFEN, die an der Corona-Krise leiden.
Verstanden, werter Leser?
Schon deshalb sei er versichert: Wir werden noch lange die Corona-Krise zum Knabbern beim Fernsehen serviert bekommen. Und noch länger daran kauen. Denn eines ist klar: Es ist unsinnig zu glauben, man könne eine Welt konstruieren, die EWIG hält. Aber es ist nicht unsinnig, ein System so lange aufzublasen und aufzublasen, wie es nur möglich ist, auch wenn noch keiner sagen kann, was am Ende herauskommt. Vielleicht, ja vielleicht ... wird ja doch alles gut, eines Tages? Vielleicht ergeben Schulden mal Schulden mal Schulden ... Wohlstand!?
Wie. Da kann etwas nicht stimmen? Werter Leser, er wird doch nicht auch dem Lager der Leugner angehören? Reiße er sich am Riemen, und unterdrücke er sämtliche Verschwörungstheorien, die ihm einsuggerieren, daß bei der Gleichung etwas fehlt. Und irgend jemand bei der Abwägung, ob beide Seiten gleich sind, seinen Daumen dazuhält.
Man nennt das NEUE GELDTHEORIE, oder NEW MONETARY THEORY. Die besagt, daß aufgrund der Komplexität der Vorgänge der Staat Schulden ohne Ende machen kann. Und nicht nur der Staat. Was heißt "kann". Soll! Muß!
Eine Theorie, die nur ein Problem hatte: Wie bringt man das Geld unter die Leute, ohne daß sie den Braten riechen. Denn der Normalsterbliche versteht dieser Hervorbringnisse genialer menschlicher Sophistik (Pardon: Wissenschaft) nicht.
Mittwoch, 6. Januar 2021
Als das große Schweigen begann (2)
Die Liebe verschwand, Atheismus und Reichtum kehrte ein,
Vor allem war das Prinzip des "Gemeinwohls" verschwunden, bestenfalls noch auf ein "freundliches, wohltätiges Verhalten" zwischen Individuen reduziert worden. In dem das erste Gebot der Nächstenliebe, in dem alle übrigen Gebote enthalten sind, schon durch "Krumen vom Tisch" erfüllt war.
Um es mit den Worten des Ethnologen Marcel Mauss zu sagen, veränderte sich die Art, wie die Menschen miteinander umgingen, von einer Gesellschaft der Verbindlichkeit weil wechselseitigen Gebens (sic!) zu einer Renn- und Kampfarena, in dem der "Vorteile" hatte, der am rücksichtslosesten mit den anderen verfuhr, der vor allem überlegen wurde, weil er "clever" auf die Momente wartete, in denen der andere das mathematische Prinzip außer Acht ließ ... weil er liebte. Weil er eben nicht "an sich" dachte.
Denn mit Wettbewerb, mit dem Kampf aller gegen alle läßt sich eben keine gesellschaftliche Ordnung aufrichten. Wenn diese Ansicht im 18. Jahrhundert aufkam, dann nur deshalb, weil sie den monetär - worauf sich Größe und Reichtum bereits reduziert hatte - Mächtigsten, die längst nach den politischen Prozessen griffen, nützte. Weil sie die Gier und das unehrenhaft erworbene Gut absicherte.
Am deutlichsten wird das bei der Betrachtung des Begriffs "Reichtum". Der immer mit "Ehrenhaftigkeit" verquickt war, nun aber seine Bedeutung änderte: Nun war der Reiche der finanziell Mächtige, und ersetzte endgültig den Adel, wurde zur neuen Elite. Womit erstmals der dritte Stand zur Höhe des ersten aufrückte - das Zeitalter der Emporkömmlinge, der Neureichen, des Geldadels begann.
Denn längst hatte auch das Geld eine neue Stellung in der Kultur: Aus einem an sich bedeutungslosen Medium, das reines Mittel zum Zweck war, wurde nun ein Zweck an sich. Das als Geldkapital auf Opfer lauerte. Weil es durch die Zinsen als dem prägenden Merkmal der Hilfe, vor allem im Leihen, das jedes miteinander Leben und Arbeiten kennzeichnet, denn Gemeinschaft (bzw. Gesellschaft) ist immer eine zwischenmenschliche Gemeinschaft der wechselseitigen Verbindlichkeiten, also der Schulden - und das ist auch Geld: Ein Versprechen, eine Vereinbarung, eine "Fiktion".
Die wirkliche Katastrophe, die Nelson meint ist, daß im 18. Jahrhundert die Kirche den Widerstand gegen die Zinsnahme aufgab. Und zwar einfach dadurch, daß sie zu schweigen begann, wo sie aber laut aufschreien hätte müssen, weil die Zinsnahme selbst eine Todsünde war. Die nun aber zur Norm wurde, und damit eine ganze Kultur in rasendem Tempo zu einer Unkultur des Kampfes aller gegen alle machte. Der sich "Liberalismus" nannte, in welcher Lüge er das Wort "Freiheit" bis heute pervertiert.
Heute glaubt die überwältigende Mehrheit der sogenannten Christen auch tatsächlich, daß sich im Sozialstaat, diesem atheistisch-sozialistischen, antikulturellen Kretin, die christliche Nächstenliebe finde. Daß sie mit ihren Steuern und einem kleinen Spendenbeitrag zu Weihnachten ihre Pflicht zur Liebe erfüllt hätten. Während sie nicht nur den Rest des Jahres den Tod verbreiten, sondern über die habituellen Prägungen pervertierter Lebensvollzüge die nächsten Generationen heillos verderben.
Denn nicht nur erwuchs dieser Grundprägung der Gesellschaft heraus dann auch eine Überbevölkerungsideologie eines Malthus, und vor allem eine Evolutionslehre eines Darwin, sondern aus denselben immanenten Mechanismen heraus wurde er zur beherrschenden Ideologie des Abendlandes, dem er damit den Todesstoß versetzt hat.
Aber eine Todsünde ist diese Auffassung vom Wirtschaften als "Dienst an einem fremden Gott, als Dienst am Mammon" im moralischen Verständnis der Kirche bis heute. Auch wenn dieses Schweigen der Kirche bis heute anhält. Die sich lieber (weil es nicht so aneckt) auf den seicht-sentimentalen Verweis auf die "milde Gabe", das "Teilen" - siehe oben! - beschränkt.
Anstatt auf das große, ja himmelschreiende Unrecht hinzuweisen, das diese "milde Gabe", dieses "großherzige, ach so gute Teilen" meist überhaupt erst notwendig macht.
Oder (und man weiß nicht, was schlimmer ist, das Schweigen zum Kapitalismus oder dieses ideologistische Schreien) sie befördert einen menschenverachtenden Sozialismus, der auf derselben materialistischen, mechanistischen und evolutionistischen Anthropologie beruht wie der Kapitalismus.
Dienstag, 5. Januar 2021
Als das große Schweigen begann (1)
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| William Paley (1743-1805) |
Wohltätigkeit in diesem Sinne halte ich für die Hauptprovinz der Tugend und der Religion: Während weltliche Klugheit unser Verhalten gegenüber unseren Vorgesetzten und Höflichkeit das Verhalten gegenüber den uns Gleichen bestimmt, gibt es neben der Berücksichtigung von Pflicht oder gewohnheitsmäßiger Menschlichkeit wenig, das sich der Überlegung aufdrängt, bemüht man sich um die Kriterien für ein angemessenes Verhalten gegenüber denen, die unter uns sind und von uns abhängig sind.
Somit gibt es drei Hauptmethoden, um das Glück unserer Untergebenen zu fördern. Erstens, durch die Behandlung unserer Hausangestellten und Angehörigen Zweitens, durch professionelle Unterstützung. Drittens, durch finanzielle Großzügigkeit.
Das schreibt der anglikanische Theologe und Philosoph William Paley in "Principles of Moral and Political Philosophy".
Daraus wird erkennbar, wie sehr mit dem 18. Jahrhundert die historische Interpretation der christlichen (Nächsten-)Liebe bereits zu einem Schatten seiner selbst geworden ist.
Und zwar genau in den Kreisen, von denen noch erwartet werden konnte, daß sie der Herausforderung der Weiterentwicklung des Kapitalismus begegneten, indem sie den Aufruf zur Liebe mit immer größerem Nachdruck bekräftigten. Stattdessen war aus dieser Heilsbedingung eine lauwarme Ermahnung geworden, "das Glück der Untergebenen zu fördern".
Mit diesen Sätzen beendet Benjamin Nelson sein Buch "Die Idee des Wuchers - Von der Stammesbruderschaft zu universeller Andersheit." Und beschreibt damit die Verwandlung eines Grundsatzes, der die Wirtschaft im Abendland bis zur Entwicklung des Kapitalismus geprägt hatte. Und dieser Grundsatz war die Nächstenliebe gewesen.
*Siehe dazu Thomas Hobbes in "Leviathan", der zu jener Zeit das europäische Staatsverständnis grundlegend (und in diesem erwähnten Sinne) veränderte.
und mit ihm der Sozialstaat
Freitag, 27. März 2020
Honi soit qui mal y pense (2)
Samstag, 16. November 2019
Warum da etwas nicht stimmt (3)
Wir stehen vor einer gewaltigen Rezession, ja einer enormen Erschütterung vulgo Crash, da wird Krall ziemlich recht haben. Aber wir stehen vor einer Rezession, weil ein falsches Geschäftsmodell an seine definitiven Grenzen gekommen ist, wo es sich selbst zu schlagen beginnt. Krall zeigt diese Mechanik sehr gut auf. Und deshalb ist der Vortrag durchaus hörenswert. Wir können nur hoffen, daß die Politik nicht wieder, um ihren eigenen Kopf zu retten, den gemeinen Bürger zur Kasse bietet, um dieses Modell noch weiter hinüberzuretten. Wohin weiß freilich keiner. Der Zahltag wird nur umso blutiger.
Zu Krall? Liberale sind per se jene, die am lautesten schreien, wenn Mißstände auftreten. Aber dadurch zu vertuschen suchen, daß sie selbst es waren, die diese Mißstände bewirkt haben.
Freitag, 15. November 2019
Warum da etwas nicht stimmt (2)
Aber Krall übersieht, daß dahinter auch ganz massive liberale (!), kapitalistische Interessen stecken. Daß diese Regulierung von globalen Konzernen gewünscht und angeregt wird, um die unliebsame kleine Konkurrenz aus dem Feld zu stechen. Die Regulierungswut welt- und wirklichkeitsfremder Beamter dient dem Kapitalismus, nicht dem kleinen Bürger. Nicht dem kleinen Unternehmer, der sein Unternehmen führt, wie er es immer tat, und seine Leute beschäftigt, die in einem gewissen Maß ihre Arbeit verrichten.
So könnte man also den geringen Anteil an Unternehmenspleiten gar nicht als "künstliche Streckung" durch EZB-Fehler sehen, sondern als Luft, die gesunden, sehr gesunden Mittelstandsunternehmen blieben, weil die Zinsen so niedrig waren. In einem Durchschnitt an Pleiten steckt also ein gehöriges Quantum an Zynismus. Wo alles Heil einer "innovativen Wirtschaft" in Technik und Digitalisierung gesehen wird. Ja, so stellt man es sich vor, aber ist es wirklich so? Ist es notwendig so? Ist es gut so?
Es ist das Bankenmodell selbst, das - meistens - krank ist. Weil es von Zinsen lebt. Wovon sonst sollte eine Bank leben? Eben. Sie muß vom Risiko auf Gewinn leben, wie der Unternehmer, dem sie Geld leiht, wie der Häuslebauer, der Zeit überspringen will (und quasi Miete spart), das sie mitträgt, indem sie Geld in jemanden oder etwas investiert, der etwas riskiert, so schaut es aus. Dann hat sie ein Existenzrecht. Macht der Unternehmer (etc.) Gewinn, an dessen Unternehmen sich die Bank beteiligt, als Makler, als Geldeigentümer (so haben ja Banken begonnen, mit dem Eigenkapital einiger Reicher, die meist aus dem Textilgeschäft heraus zu Geld kamen).
Das Unmoralische an Banken ist, daß sie das Risiko des Kreditnehmers nicht mitträgt, sondern dem realen Leben voller Wechselfälle eine mathematische Zwangslogik aufpreßt, die dort nichts zu suchen hat und deshalb immer "gewinnen" wird. Denn Mathematik wird nicht krank, erleidet keinen Unfall, läßt sich nicht scheiden, oder verschätzt sich auch sonst mal.
Sonst leben die meisten (nicht alle nämlich!) Banken tatsächlich von Unmoral. Von der Unmoral, die Schwäche und Bedürftigkeit eines anderen auszunützen, machen wir uns doch nichts vor. Und das ist durch die Globalisierung noch schlimmer geworden, ist zum Giganten angewachsen. Was wir mit dem riesigen Berg an Banken machen, die heute auf einem falschen Geschäftsmodell beruhen, ist deshalb eine ganz andere Frage. Die Krall wie alle Liberalen aber gar nicht stellt. Kredite ersetzen das Sparen, weil man Zeit verkürzen will. Das will vor allem einer: Die Politik. Die Emporkömmlinge unter den Politikern, also quasi alle Politiker.
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Donnerstag, 14. November 2019
Warum da etwas nicht stimmt (1)
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Samstag, 10. August 2019
Nachbemerkung zur Produktivität von Volkswirtschaften (3)
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Freitag, 9. August 2019
Nachbemerkung zur Produktivität von Volkswirtschaften (2)
Und so typisch für die oben gesprochene Verschiebung von "häßlichen Nebenwirkungen" auf andere Erdteile, daß es schon fast platt wirkt, ist der Hinweis auf den Zusammenhang E-Autos hier - brutalste Menschenausbeutung (und Umweltzerstörung) bei der Rohstoffgewinnung in Afrika dort. So daß die Gesamtbilanz von Elektro-Autos sowohl energietechnisch wie auch moralisch wahrhaft schauderlich und ein Musterbeispiel dafür ist, wie wir uns bei der Effizienz als volkswirtschaftliche Bedingung einer Kreditwirtschaft in die eigene Tasche lügen.
Das entlarvt das wahre Gesicht des Ökologismus in unseren Ländern: Als Fratze eines eiskalten Zynismus. Er verstärkt genau das, was uns ohnehin bereits zerstört, und gibt irrationale Wunschträume vor, die lokal gar nicht mehr zu lösen wären (Energie, oder Recycling), gehen also vom Regionalen weg (auch wenn das Gegenteil behauptet wird, das ist nur das Umhängen einer Regionalmaske über eine totale Entwurzelung).
So erklärt sich noch eindringlicher, daß die Global Player weltweit längst auf diesen Zug aufgesprungen sind, ja wenn die Vermutungen mancher stimmen, diesen Ökologismus selbst initiiert haben. Er ist das perfekte Vehikel.
Und so nebenbei wird eine Scheinwirtschaft aufgebaut (E-Autos, volatile Energie usw. usf.), die genau zu jenen Faktoren gehört, die unsere Volkswirtschaft und damit unser Geld völlig entwerten, den Crash also noch gewaltiger ausfallen lassen werden, der unweigerlich bevorsteht und nur eine Frage der Zeit ist. Die Öko-Wirtschaft gehört somit zu jenen MMT (Moderne Geldtheorie)-Faktoren, die in bloßer kreditbasierten Geldvermehrung ohne Wert tatsächlich Wirtschaft zu erblicken behaupten. Aber das ist alles eine Fata Morgana, mit der sich manche frohrechnen.
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Donnerstag, 8. August 2019
Nachbemerkung zur Produktivität von Volkswirtschaften (1)
Aber noch weiter muß man die Sache in ihrer Realität sehen: Ja, es mag sein, daß man mit besserer Technik in der Zeit x mehr Autos, mehr Bongotrommeln oder mehr Tanzschuhe herstellen kann. Was man aber gerne übersieht ist, daß der (insgesamt erhöhte) Aufwand (ob an Arbeit oder Energie, also wieder Arbeit) ganz einfach umverteilt wird. Und das ist letztlich genau das, was "Globalisierung" meint und macht: Sie verteilt den Aufwand in irgendwelche Weltgegenden. Und dieser Mehraufwand weist sich nur deshalb nicht aus, weil die Kosten (Geld) für diesen Mehraufwand durch lokale Bedingungen (niedriges Lohnniveau, geringere Umweltstandards, entmenschlichtere Arbeitsbedingungen, Steuervorteile etc.) "ausgleichen".
Und noch etwas muß uns klar sein: Daß dieser Zusammenhang Effizienz und Schulden uns von zwei Seiten her in ein unmenschliches System zwingt. Von dem wir nicht zuletzt unseren Sozialstaat zahlen! Es ist nicht nur der Umstand, der Zinsnahme per se zu einer Todsünde macht, weil hier der Mensch einer ihm, ja der Wirklichkeit fremden mathematischen Zwangsmethodik unterwirft, weil Zins die menschlichen Bedingungen nicht berücksichtigt (die immer die Einberechnung von Schicksal, Krankheit, Übel aller Art, und auch von Fehlern und Schwächen sein muß), sondern wir unterwerfen uns noch mehr der Zwangslogik von Maschine und Kapital.
Das heißt, wir gliedern unsere Arbeit nicht in menschliche Rhythmen und Abläufe ein, sondern wir machen es umgekehrt: Maschinen müssen immer laufen! Darauf sind sie angelegt, wenn man sie als Kapital betrachtet, das "arbeiten muß". Wir unterwerfen unser Leben also einer mathematischen Zwangslogik! Und das ist in sich unmenschlich und in kurzen Phasen gerade noch möglich, als Grundkonzept aber schwer sündhaft. Denn niemals darf der Mensch zum Mittel werden, oder sich selbst zum bloßen Mittel machen, um einen Zweck zu erreichen. Er ist in sich Zweck! Und das darf und kann nicht durch "Lustgewinn" abgekauft werden.
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Mittwoch, 7. August 2019
Crash - Das Ganz-Unten des Schildkrötenturms (3)
Fazit: Man kann über eine staatliche, zentrale Steuerung des Geldkreislaufes nicht Wirtschaftspolitik betreiben. Das geht immer schief, weil es die Produktivkräfte einer Volkswirtschaft - also der arbeitenden Menschen - in eine falsche Richtung lenkt. Dadurch entsteht für die Politik der Druck, eine Schildkröte nach der anderen zu erfinden, um dieses progressiv ausufernde System noch irgendwie zu prolongieren und am Schein-Leben zu halten.
Dem kommenden Crash, der gigantisch sein wird (man beachte das zu erwartende, sehr realistisch geschilderte Szenario, wenn alles wie in einem Dominosystem zusammenbrechen wird, im Vortrag ab ca. Min. 50), wird aber auch ein intellektueller Zusammenbruch folgen. Denn die bisherigen Denkmodelle der Volkswirtschaft können das, was sich da abspielt, nicht mehr erklären. Wirtschaft ist anders, als heute geglaubt wird. Wo wir uns in einem riesigen Experiment befinden, das allen Regeln seriösen Wirtschaftens widerspricht.
In einem kommenden Crash werden alle verlieren. Viele werden nicht mehr rechtzeitig aussteigen können, das geht auch gar nicht, nur die ersten, die aussteigen, haben da noch eine geringe Chance. Der Rest des Reichtums wird vernichtet. Nur so lange dieses System noch besteht, gibt es einzelne oder viele Gewinner (und viele Verlierer). Im derzeitigen System wird Geld von unten nach oben geschaufelt. Aber die ständige und schon lange dauernde Ausweitung der Geldmenge durch die Regierungen muß sich eines Tages wieder auf wirkliche Werte austarieren. Allerdings wird das in Zwischenschritten gehen.
Zuerst einmal wird sich das Zentralbankensystem neu kapitalisieren müssen, um das Spiel aufrecht zu halten, als nächste Schildkröte, gewissermaßen. Und das wird über Enteignung geschehen, es kann gar nicht anders geschehen. Über Immobilienbesteuerung zuerst, dann über Zwangshypotheken. Bei zu hohen Immobilienpreisen könnte das fatal für den Einzelnen werden: Er hat einen fiktiven Wert, der gar nicht realisierbar ist.
Was am Ende herauskommt, kann niemand mehr sagen. Darüber kann man nur spekulieren. Zu groß ist die Menge an unter der Oberfläche vergeudeten (menschlichen) Ressourcen durch Staatsfinanzierung, Interventionismus und Sozialstaat, wo die Leute letztlich dafür bezahlt werden, Löcher zu graben, die sie dann wieder zuschütten. Daraus kann niemals Wohlstand erwachsen. Wir haben uns über die Phantasie des Keynesianismus (Steigerung von Nachfrage durch verteiltes Staatsgeld) sehr viel in den eigenen Sack gelogen.
Das Problem des Fiat-Geldes ist nicht es selbst. Das Problem ist die Auslieferung des Geldes an die Politik. Und das ist in der Geschichte ja alles andere als neu. Mit der Zentralisierung der Währungen zu politisch manipulierbaren "Staatswährungen" - und diese Entwicklung, werte Leser, ist relativ neu, wir haben das nur vergessen: Bis ins 18. Jahrhundert gab es zahlreiche Teil- und Regionalwährungen, die zueinander sogar in gewissem Konkurrenzverhältnis standen, haben aber die Probleme begonnen, die wir heute kennen.
Selbst wenn die D-Mark als Regionalwährung geblieben wäre, hätten wir uns die Probleme, die wir heute haben, zumindest in dieser Geschwindigkeit, in der sie nun aufgetreten sind, erspart. Es ist tatsächlich so: Der Euro ist unser Schicksal, in gewisser Weise auch unser Sargnagel. Ein kommender Crash wird vom Euro, von Europa ausgehen, aber er wird die Welt mitnehmen.
Steckt da ein Masterplan dahinter? Nein, sagt Krall. "Es gibt keine Verschwörung. Es gibt nur sehr viel Inkompetenz." Wir leben in einem von niemandem mehr beherrschbaren Experiment, weil alle bisherige volkswirtschaftliche Steuerungslogik bereits versagt hat. Krall glaubt aus konkreten Überlegungen heraus, daß der Zusammenbruch des Geldsystems ungefähr 2020 erfolgen, vielleicht auch ein paar Jahre später. Wenn eine nächste Schildkröte gefunden wird. Aber auch die werden immer dünner. Während (das ist eine Tatsache) die Kokain-Konzentration in den Urinbecken der Banken immer höher wurde.
Das ist der Grund, warum Krall sich wünscht, daß Merkel über 2019 hinaus noch im Amt bliebe. Denn sie hat Deutschland in dieses Desaster geführt. Sie sollte es auch ausbaden müssen, denn es ist eben üblich, daß für einen Zusammenbruch auch die Regierung verantwortlich gemacht wird, die dann gerade am Werk ist. Obwohl sie vielleicht gar nix dafür kann. Aber es war Merkel. Sie hat Scheinprosperität über Gelddrucken endgültig kultiviert und als "Königin von Europa" Deutschland in eine fatale Situation geführt, das politische Gewicht Deutschlands dafür benützt, die gesamte europäische Politik zu beeinflussen. Es war Merkel, die maßgeblich für die Sowjetisierung der EU verantwortlich ist.
Die Merkelschen "Erfolge" sind reine Propagandaleistung (ca. Std. 1:28 im Vortrag). So daß es gar nicht so ungerecht wäre, wenn Deutschland schließlich auch für die Situation in den übrigen europäischen Ländern bezahlt.
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Dienstag, 6. August 2019
Crash - Das Ganz-Unten des Schildkrötenturms (2)
Montag, 5. August 2019
Crash - Das Ganz-Unten des Schildkrötenturms (1)
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Dienstag, 4. Juni 2019
Vom Fehler, alles für einen Mechanismus zu halten (2)
Das wird nicht besser, wenn wir vor Augen halten, daß wir heute tatsächlich sehr in unserem Lebensvollzug vom Großkapital (und der mit ihm verschwisterten weil abhängigen Politik) bedrängt und sogar drangsaliert werden. Und es ist auch notwendig zu sehen, weil wir sonst unser Leben in dieser Welt nicht begreifen. Es steht damit in striktem Gegensatz zu dem, was unabdingbar für den Menschen ist: Freier Markt. Kapitalismus ist nicht "freier Markt".
Die im Video vorgestellten Anregungen sind nur das nächste Modell eines Begreifens von Wirtschaft als technischen, isoliert bestehenden (oder sogar beherrschenden) Mechanismus, der zur Utopie hochgesteigert wird. Und solange wir Wirtschaft so sehen (wollen), werden wir nur von einem Desaster ins nächste stolpern. Daß dennoch immer irgendwie ein gewisses Grundgeschehen im wirtschaftlichen Vollzug der Menschen funktioniert, ist für vieles Hinweis und es ist der "Bückwirtschaft" zu verdanken, wo sich das Naturrecht als eigentliche, wesensbezogene Grundlage des Lebens meldet. Dazu haben wir bereits geschrieben.
Jede Rationalität (die aus Ursache- und Wirkungserkenntnis, also aus dem Erkennen von Zusammenhängen, von Anlässen für Bewegung etc. stammt) muß selbst wiederum in der großen Vernunft des Ganzen gründen. Und die ist transzendent. Nicht irrational, keineswegs, aber die Rationalität letztbegründend. Damit gründet die Rationalität in der Moral weil in der persönlichen Beziehung zum Sein selbst, dem Absoluten, Gott.
Was bleibt? Es gibt sie nicht, die radikalen Instantlösungen. Jedes Modell, Wirtschaft wie einen in sich geschlossenen Mechanismus zu beschreiben, der in allen Konkretionen festlegbar wäre, muß scheitern, weil es der Wirklichkeit nicht entspricht. Sämtliche Wirtschaftstheorien der Ökonomen machen denselben Fehler, wie er in so vielen Bereichen heute auftritt, weil wir den Geist nicht mehr verstehen: Sie verdinglichen etwas abstrakt Geistiges, das als Ganzes gar nicht in unserer Hand liegt. Nicht alles Wirkende (als "Wirkliches") ist auch ein Ding, eine Maschine, ein unserem "linearen Denken des Nacheinander" (=irdische "Zeit" als reine Beziehung von Dingen) zugängiger Mechanismus! In der Ökonomie nicht anders als beim Klimawahn (wobei letzterer in ersterer gründet).
Und man darf nicht übersehen: Wenn auch die Oberhoheit der Moral über die Vernunft, die uns so vielfach schon beherrscht, schwerwiegend falsch ist, so ist sie das nicht, weil es prinzipiell falsch wäre, die Rationalität im Transzendenten, im Guten zu verankern. Sondern weil die Moralbezüge (als zugrunde liegende Religion und Weltanschauung beziehungsweise Philosophie) falsch sind! Der heutige "Gutmensch" ist damit in Wahrheit ein böser Mensch, dessen Moralbezug ihn von der Vernunft ausschließt. Und Gut, Freiheit gibt es nur über die Wahrheit als Repräsentanz des logos, des Weltsinns.
Der Grundimpuls aber - daß Moral über dem Wirtschaften zu stehen hat, ja dieses erst begründen kann - ist prinzipiell richtig, weil er der Vernunft entspricht und bis ins letzte durchdenkbar ist. Moral ist nie unlogisch oder unvernünftig. Es geht also um die Frage, was das Gute überhaupt sei. Darin irren viele. Nicht im Wissen oder Ahnen um die Bedeutung der Moral. Das weiß sogar ein Bill Gates oder ein George Soros, die das Übel fördern aber meinen, das Gute zu tun. Vermutlich ist es genau das daraus entstehende, das aus ihrem reichmachenden Handeln entstandene schlechte Gewissen, die sie so aktiv sein läßt. Vielleicht ist aber über diese schmale und sehr fragile Brücke - was ist das Gute? - eine Versöhnung der Lager möglich.

