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Mittwoch, 30. November 2022

Welt als Kult - aber wem dargebracht?

In dieser Verfaßtheit, in der sich die Menschheit seit der Ursünde findet, vererbt von den ersten Eltern an und somit auf die gesamte Mensfchheit übergegangen, als Bruch im Erkennen, das vom Schauen auf das stückweise, zerlegungsweise aglutinierte Denken führte, können wir froh sein, daß unsere Entscheidungsfähigkeit von der Brüchigkeit dieses Denkens abängig ist, und somit gleichermaßen nur halb und halbherzig geschieht. 

Wären wir in diesem Belang noch wie die Engel, so würden wir schon in jungen Jahren unser Verderben besiegeln, weil unsere Entschließen in einer Ganzheit geschähe, das uns auch im Irrtum für immer fixieren könnte. 

Wir können das nicht, nicht mehr, udn wir können fro sein, auch wenn es uns das Leben mühsam macht. In dem wir all das an uns Vorüberziehende, Getane, Ausgelöste ebenfalls nur in Bruchstücken erfahren, um immer wieder aus dem Fluß des Zeitlosen herauszutreten, und es in unserer kleinen, hinteren Kammer zu zerlegen und zu analysieren, um das Abstrakte als das Ewige, Bleibende herauszufiltern. Denn dort liegt dan uc die Wahrheit, im ewig Gültigen, im nicht Veränderten und Veränderbaren, das als Grundgrammatik der gesmten Schöpfung zugrunde liegt. 

Sonntag, 28. November 2021

Dennoch auf den Weg gemacht

Es ist schwer zu vergleichen mit heute, und nur schwer vorstellbar im Sinne von begreifen, aber die Menschen des hohen und späten Mittelalters (grob das 11. bis 14. Jahrhundert) waren dermaßen "auf der Straße", daß man immer wieder verblüfft ist. Und das vor allem durch Pilgerfahrten. Gestützt von einem berückenden Mysterienglauben und -leben, kamen ständig neue Pilgerziele auf den Speisezettel der frommen Reisenden, der aber von einigen Fixpunkten dominiert war. Der Schrein mit den sterblichen Überresten der Heiligen Drei Könige in Köln, die Heimstätte des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela, und natürlich das Zentrum der Welt - Rom und das Heilige Land, die zusammengedacht werden müssen.

Vor allem bei letzterem muß man die Unsicherheit der Pilgerwege als einen der Hauptgründe für die Kreuzzüge annehmen, und zwar nicht nur durch die muslimischen Araber, sondern durch Europäer, die frisch und frei neben ihnen ihr fragliches Handwerk entwickelten. Das Ausrauben von Reisenden war also nicht nur das traditionelle Gewerbe vieler Araber, ja das eigentliche Handwerk ganzer Landstriche, sondern auch das zahlreicher Franzosen, Engländer oder Deutscher, die auf diese (in manchen Kulturkreisen durchaus angesehene, "legitime") Weise ihren Lebensunterhalt bestritten. Heil den langen Weg von Konstantinopel durch die Levante nach Jerusalem durchzukommen war eine höchst seltene Ausnahme.

Montag, 23. Dezember 2019

Wachet auf, so ruft die Stimme

Der Wächter ruft es von der Zinne:
Wach auf, Du Stadt Jerusalem!







Samstag, 21. Dezember 2019

Es ist ein Ros entsprungen

Wo das Dunkel am tiefsten ist, wendet sich die Nacht zum Tage hin.
In die tiefste Dunkelheit hinein wird der Welt das Licht geboren.








Sonntag, 16. Dezember 2018

Advent in London

Vor der St. Pauls Cathedral in London. Das Bild schickt uns Leser M, mit herzlichen Grüßen.







*141218*

Sonntag, 18. Dezember 2016

Sonntag, 11. Dezember 2016

Advent

Komm, Erlöser der Heiden!











*241116*

Sonntag, 4. Dezember 2016

Advent

Wachet auf, ruft uns die Stimme
der Wächter tönt es auf der Zinne:
Wach auf, du Stadt Jerusalem!









*241116*

Sonntag, 27. November 2016

Advent

Nun komm, der Heiden Heiland














*241116*

Sonntag, 20. Dezember 2015

Wachet auf ruft uns die Stimme!

J. S. Bach - "Wachet auf, ruft uns die Stimme!








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Sonntag, 12. Dezember 2010

Wachet auf

Wachet auf, so ruft die Stimme (J. S. Bach, BWV 140)


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Sonntag, 5. Dezember 2010

Dies irae

Rudolf Alexander Schröder schreibt am 2. Sonntag im Advent im Jahre 1944 vom Gericht, das uns allen droht. Aber als Drohung kann man den "Dies irae", den Tag des Zorns, den Tag des Schreckens, wie er im protestantischen Jahreskreis heißt, nur im ersten Schritt empfinden. Wenn einem angst und bang und bänger wird, daß einmal alles offenbar wird, gerade das, das man sein Lebetag so zu verbergen suchte. Und betrachtet man des Menschen Psyche, so ist sie in höchstem Maß komplex, weil sie sich ihre Schattenseiten zu verbergen sucht. Weil sie sich selbst zu belügen sucht.

Weit lauter aber ist die Stimme der Sehnsucht nach diesem Gericht zu hören, in allen Weltreligionen gleich, ein dunkeles Raunen am Grunde des alltäglichen Menschseins, über das man eher nicht spricht, auf das man aber so viel Hoffnung setzt. Denn noch schlimmer als der Tag des Zorns selbst wäre eine Welt ohne Hoffnung auf eine ultimative Gerechtigkeit!

Das macht ein neues Fenster auf - der Sinn allen Fastens, wie es die Adventszeit ja ist. Und neues Licht fällt auf so manches, was man im erste Schritt leicht verdammt. Aber hinter der Schamlosigkeit der Zeit, diesem Unwillen zur Persönlichkeit, dieser Gegenwehr gegen alles, was Tragen von Form und Gestalt heute kennzeichnet, liegt auch etwas ganz anderes zugrunde.

Nämlich die Ungeduld, mit der das Jüngste Gericht erwartet wird. Die Sehnsucht, daß´alles offenbar wird, daß wir nicht mehr dieser Welt und ihren Lügengespinsten uns fügen müssen - mit Lügen, wie die anderen, um klug zu sein, um nicht unterzugehen, namens unserer Verantwortung uns und den unseren gegenüber; um den unbarmherzigen Mechanismen zu entsprechen, in die wir geworfen wurden und werden. Sondern daß endlich, endlich jener Tag komme, wo wir nichts mehr verbergen müssen, wo wir und, wie in Facebook, nackig machen können, ohne uns fürchten zu müssen.

Wo wir bei jedem Eintrag in Facebook auf mannigfache Weise mit unserem ewigen Geschick verhandeln, dann, in der neuen Schöpfung, wo der Leu neben dem Lamm, der Wolf friedlich neben der Gazelle ruht, und Mensch einander nur Wohlwollen und Hilfe und Liebe bedeutet, nicht Mörder und Dieb.

Populus Sion, ecce, Dominus veniet. - Veni, iustitia. Maranatha.

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Rorate Coeli

Tauet Himmel, den Gerechten - Heinrich Schütz


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Montag, 29. November 2010

Ein Ros

Es ist ein Ros entsprungen, aus einer Wurzel zart


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