Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Selbstmord werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Selbstmord werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 31. Juli 2023

Tragödie

 Depression bedeutet, daß das umgebende Leben - die "Welt" eines Menschen - das an Lebensfreude und -kraft nicht mehr zurückgeben kann, das zum Selbsterhalt an Kraft notwendig ist. Sie entsteht dort, wo ein Mensch in einer Umgebung lebt, die nicht seiner inneren Natur entspricht, und die er als Effekt, als Wirkugn seines eigenen Tuns erfahren hat bzw. bewerten muß. Eine solche Lage entsteht vor allem dort, wo das rationale Werkzeut nicht in de4r Lage ist, eine Welt zu konstruieren (=im Denken abzubilden), die einen Ausweg bieten würde. Damit ist die Logik der eigenen Vernunft aussichtslos und untrennbar mit Ungrlück verbunden. Damit bietet sich keine Grundstruktur des Wirklichen, die aus der Hölle herausführt. Denn die Welt ist auf der Grammatik des Geistes aufgebaut. 

Hält sich der Mensch nur noch in Zweitwirklichkeiten auf - also jenen Welten, die von der Rationalität aufgebaut und vom Willen (oder dem Irrtum) gehalten werden - erlischt die Hoffnung auf einen an sich guten Sinn der Welt und des Lebens. Der sohin auch bei Änderung des Lebens nicht erreichbar würde. Sinead O'Connor ist insofern also nur ein Wetterleuchten einer Entwicklung, die zweifellos in gewaltigen Ausmaßen auf uns, die wir auf den Trümmern einer verwehten Kutlur leben, zukommt.- 

Donnerstag, 23. Juni 2022

Was dabei herauskommen wird

Allmählich zeichnet sich ein Schatten an die Wand, der den Ausgang des Krieges in der Ukraine, den die Russen hartnäckig "militärische Operation" nennen, in vielerlei Hinsicht zu einer Totalniederlage des Westens machen könnte - die die Unvernufnt des Beginns mit ukrainischem Blut ausgleichen hatte wollen, nun aber immer düstere Perspektiven schafft. 

Ukrainekrieg realistisch
In dem hier eingefügten Videogespräch, das in den vergangenen Tagen stattgefunden hat und das mir zugespielt wurde, wird von Personen mit ganz zweifellos hoher mmlitärischer (wie der ehemalige und langjährige Leiter der amerikanischen Einsatzkräfte in der NATO), aber auch politischer Kompetenz (wie ein Sicherheitsberater des Weißen Hauses) ein fast möchte man sagen dringender Appell an die Ukraine gerichtet, so rasch es nur irgendwie geht und am besten über den Einsatz von Vermittlern wie die Türkei oder Ungarn mit Rußland in Verhandlungen einzutreten, ehe die Niederlage der Ukraine, die UNABWENDBAR ist, so offensichtlich ist, daß gar kein Futter mehr für Verhandlungen vorhanden ist.
 
Der Westen hat dabei ein gerüttelt Maß an Schuld auf sich geladen. Aber anstatt das zu beenden und zu retten, was noch für die Ukraine zu retten ist, läßt er seine Fehleinschätzung mit immer mehr ukrainischem Blut bezahlen.

Freitag, 10. Juni 2022

Der objektive Beweis

Tulsa Massaker
Rache an der Medizin
- Der junge Mann, der kürzlich in einem Hospital in Tulsa/Oklahoma (USA) willkürlich 4 Personen erschoß, ehe er sich selbst richtete, hat sich für durch Fehlbehandlung (eine Operation am Rücken) zugefügtes Leid gerächt. Seine Tötungen fanden gezielt statt. Er hat sich die "Schuldigen" an seinen Qualen genau überlegt, zwei Waffen gekauft, und sie dann gezielt exekutiert. Unter den Opfern ist auch der Chirurg.

Erst eine Woche davor gab es einen ähnlichen Vorfall, bie dem als verbindendes und damit Allgemeines der leichte Zugang zu Waffenbesitz in den USA angeführt wird. Zu leicht, zu verlockend ist diese Erklärungn. ABer ist es eine Erklärung? Gibt es nicht eine ganz andere Allgemeine, die nur weniger offensichtlich, aber noch symptomatischer und noch dramatischer ist? Denn könnte man diese
Mike Adams
 
Taten nicht als Reaktionen auf die Tatsache sehen, schreibt Mike Adams auf "Natural News", daß die Medizin zunehmend zu einer Veranstaltung von Gewalt an den Menschen geworden ist?

Viel zu viele Behandlungen werden bereits als medizinischer Standard angesehen, die in Wahrheit schwere Verletzungen der Menschwürde, in vielen Fällen pure Gewalt sind, die an den Menschen ausgeübt wird. Darunter auch blanker Mord, wie bei Abtreibungen, oder Verstümmelungen im Namen einer geisteskrank gewordenen Anthropologie, wie sie bei der Praxis der Organtransploantationen zur Regel wurde, wo man über eine bequeme, aber falsche Definition des menschlichen Todes lebenden Menschen lebenswichtige Organe entnimmt, um sie anderwärtig zu verwenden. Man denke aber auch an den Irrsinn, der sich bei Geschlechtsumwandlungen bereits abspielt. 

Montag, 2. Mai 2022

Wer die Welt zerstört, zerstört sich selbst

Bis 1918 (bzw. natürlich 1914) war Wien die natürliche Mittelstation des Orient-Express, der sich seit zwei, drei Jahrzehnten als so großartige Art, von Paris über Strassburg, München, Wien, Budapest, Bukarest und Sofia nach Konstantinopel zu reisen, etabliert hatte. Und dabei eine große Zahl nationaler und privater Eisenbahngesellschaftten in einem Abkommen zu einer Einigung brachte, die bis dahin unvorstellbar gewesen war. 
Bie der Weltausstellung 1873 in Wien - dem damaligen Hauptkreuz der europäischen Eisenbahnen, mit Anbindung nach ganz Europa, und einer der fünf größten Städte der Welt - wurde er entpsrechend als "Wunder" vorgestellt. Weil es damals immer noch eine Kulturstimmung war, Fortschritt als Zugewinn an Lebensqualität zu sehen, nicht als simple Ablaufoptimierung oder Menscheneliminierung durch Technik.
Nunmehr konnte der Reisende - und  es gab immer noch Zweifler, ob das überhaupt möglich sein würde - in größtem, schönstem Luxus fast eine Woche unterwegs sein konnte, ohne sich zudem noch vor Schikanen oder gar Banditenüberfällen (in Rumänien oder Bulgarien) fürchten zu müssen. Dabei wurde schon die Lebensmittelzulieferung an jeder Station zum Garanten für Lokalcolorit in der unübertrefflichen Küche der Speisewagen. Und es konnte schon vorkommen, daß in Rumänien der Zug auf offener Strecke hielt, um König Ferdinand an Bord zu nehmen, der persönlich die Locomotive bis Bukarest zu steuern begehrte.

Nur dahingehend also wurde das Eisenbahnwesen standardisiert, als ein Kulturereignis wie das Reisen in Europa immer probmeloser möglich war. Selbst die Speisefolgen waren zwischen den Bahngesellschaften geregelt, ebenso die Waggonausstattung, die Zahl des mitreisenden Personals, alles sollte für dne Reisenden Sicherheit und vor allem: Ein kultiviertes Leben bieten. Also wählte man auch die Sprache der Diplomatie als Sprache der Bahn - das Französische. Der Wagen wurde zum Waggon, der Triebwagen zur Locomotive, der Zug zum Train. oder zum Expréss, der Zugbegleiter zum Conducteur oder Schaffner, die Fahrkarte wurde zum Billet, das WC war ohnehin noch die Toilette. (Noch in den 1960er Jahren waren viele Begriffe beim Bahnfahren französischen Ursprungs.) 1900 beschäftigte die Orient-Express-Bahngesellschaft 6.250 Beschäftigte.

Nach 1918 aber änderte der Zug seine Route. Das Zeichen, daß sich nun alles geändert hatte. 

Dienstag, 19. April 2022

Gedankensplitter (1612b)

Wenn nun also mal hier, wenn dann noch dort also von Geld geredet wird so hängt sich darin tatsächlich ein Novum auf, wo sich das sogenannte "dititale Bankengeld" (ob die Menschen wirlich wissen, was sie damit meien? Ich bezweifle auch das) sich vom Papierschein kaum noch unterscheidet. Warum? Weil DAS GELD diese quasi-sakramentale Bedeutung des Weltschöpfenden übernommen hat.

Und an das Geld glauben wir, glauben die Menschen, nach wie vor und ungebrochen! Der ganze Aufruhr um Papier- oder Buchgeld ist deshalb ein Scheingefecht. Es geht immer um GELD, und wir fordern ja doch nur, daß das Geld in seiner weltschöpferischen Potenz nicht geschmälert, wir also nach wie vor AN DAS GELD GLAUBEN DÜRFEN.
Ganz genau so sind diese albernen Diskussionen um "Deckung von Geld durch Wert" zu sehen: Als kindische Versuche, diesem Medium eine WIRKLICHKEIT IM ABSOLUTEN zu verschaffen. Durch "Gold", durch "Ware", durch "Arbeit", durch "Werte". 

Montag, 18. April 2022

Gedankensplitter (1612a)

Zu wenig zu denken, zu wenig zu lesen, zuwenig zu sprechen (wie in diesen letzten beiden Jahren diesem Volk auferlegt wurde; mit Absicht? mit heimlicher Intention?) ist letztlich lebensgefährlich. Das Ich des Menschen, ein geistig Ding letztlich (wenn auch ins Fleisch hineinverästelt wie -verwurzelt; Sein-Sinn-SinnE ...), verliert sich ins Nichtgeistige, das ihm das Nichts ist. Selbstmord wird immer naheliegender (und die Selbstmordrate hat sich ja mehr als verdoppelt, wie ich las.) 

Umso verzweifelter, umso panischer greift der Mensch nach Sinn/Sein/Sinnlichem, und versucht sich Gefühle zuzuführen, die ihn seiner selbst gewiß machen, also Geist sein lassen. Umso panischer auch sucht er Kontrast. Umso mehr greift er natürlich auch zu dem, was er bereits kennt und erkannt hat, denn nur das kann er auch sinnlich wahrnehmen - er gerät in diese bekannte Echokammer, deren Außenmaß sich zunehmend verengt. 

Mittwoch, 25. November 2020

Totalschaden der Aufklärung (4)

Teil 4) Und nun, angetan mit einer neuen Brille,
ausgestattet mit einer neuen Funzel, die das Dunkel erhellen möge
- wie nimmt der Leser nun diesen Film auf?


Gewissermaßen zur Abrundung, aber auch ein wenig zur Überprüfung dieser neuen Art, die gesamte Sache "Corona-Krise" zu sehen, möge der Leser ausprobieren, wie dieser Film auf ihn wirkt. Wie er ihn und was er sieht. Er stammt aus der Schweiz, und gehört mit zum Besten, was der VdZ bislang zum Thema gesehen hat. Und ist ein ganz respektabler Dokumentationsfilm, der viele Fragen aufwirft. Vielleicht können wir nun gemeinsam ein paar Antworten finden.

Unerhört! from Unerhört! on Vimeo.


*281020*

Dienstag, 24. November 2020

Totalschaden der Aufklärung (3)

Teil 3) Anmerkungen zur Corona-Pandemie
- Und: Vielleicht ist alles völlig anders!


*Wenn sich in einzelnen Ländern SEHR WOHL eine Übersterblichkeit feststellen läßt (u. a. Spanien, Frankreich, England), so drängt sich der Verdacht auf, daß dies mit der aggressiven medizinischen Herangehensweise an die "Bekämpfung der Erkrankung" zu tun hat. Und daß das passiert ist, ist kaum abzuleugnen. Es ist passiert, weil es nicht zuletzt von jener Panik angetrieben und initiiert war, die Politik, Lobbyisten, Interessensgruppen und Medien inszeniert haben, und mit der alle Verantwortlichen, also auch die Medizin, unter enormen Handlungsdruck gesetzt wurden.

Aber es hat mehr Antriebskräfte gegeben, und der VdZ meint: Ganz am Anfang. Denn er ist sicher, daß im Fall, daß diese alle nicht reagiert hätten, genug Kräfte am Werk gewesen wären - unter Umständen dieselben, die nun kritisieren, wer weiß ... - die massives Versagen zu orten meinten, weil die "verheerenden Wirkungen des Corona-Virus" vertuscht worden waren. Samt Behandlungsfehlern. Ist es da wirklich verwunderlich, daß man "die sichere Seite" - also das aggressive Handeln - gewählt hat?

Was wiederum manche sehr nützlich fanden ...³ Aus vielen großen, zahllosen kleinen Quellen faßte sich, durch immense Inkompetenz sachlicher wie charakterlich-menschlicher Art gesteuert und von Ebene zu Ebene der Dynamik gehoben, alles zu einem großen, riesigen Strom zusammen, einer Corona-Pandemie.

Dahinter steht aber hier kein großer, einheitlicher Plan. Sondern eine gewisse Koordiniertheit, die eher eine Koinzidenz ist, zeigt sich, und zeigt sich schlicht und ergreifend auch hier als typische "Strategie und Taktik" (als Eigenart) in den Mechanismen eines letztlich vom Bösen angeheizten, von zahllosen Widersprüchen bezeichneten Chaos. Dem nun zu seinem weiteren Betrieb nützt, daß hier wie anderswo die dafür Verantwortlichen alles tun und vor allem tun werden, um Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten zu verschleiern. Sofern sie sie überhaupt erkennen können.

Man kann sich die Auslösung einer Corona-Pandemie als tödliche Gefahr, die jede politische Maßnahme rechtfertigt, wie jenen Moment vorstellen, zu dem man ein aus zahllosen, zuletzt dichtest gesetzten Sprengkörpern über Jahre und Jahrzehnte gezielt wie zufällig vorbereitetes Minenfeld vorstellen. Alle für sich "rational" und "begründet", meist ohne viel Aufhebens und Druck gesetzt, sehr oft aber auch durch Nachlässigkeit und Zulassung der Feldeigentümer. Bis zu dem Augenblick, bis eine Initialzündung gesetzt wurde. 

Eine Mine nach der anderen ging nun hoch, immer schneller, und teilweise bald gleichzeitig, ausgelöst durch die Explosionen im nächsten Umfeld, mit dem man eben die engste Beziehung hatte. Die meisten für sich genommen klein, oder nicht so groß, wie z. B. daß Krankenhäuser erhöhte Entschädigungen der Versicherungssysteme erhielten, sobald jemand Pandemie- und Corona-Opfer "war". 

Unbewußt aber werden sie alle, die da involviert waren, und das reicht in bestimmter Weise bis zu jener Hälfte der Bevölkerung, die dieser Panik (auch das oft genug durch Schuldverstrickung und fragwürdigen Motiven) angehangen sind, von diffuser oder erkannter Schuld angetrieben. Und Schuld ist der größte Antrieb des bewußten, positiven Willens. (Insofern ist die in Vorbereitung befindliche Klage des Dr. Fuellmich sehr spannend, weil sie sachlich den einzig richtigen Ansatz verfolgt und auf Schuldfragen abzielt.)

Was meint aber der Leser was passieren würde, wenn solche Behandlungsfehler aufkommen? Was meint der Leser, wie es den Verantwortlichen und Funktionären im kommunistischen China, in Wuhan, in der ganzen Provinz gegangen ist, als irgendjemand auf die Idee kam, es könnte - könnte! - sich hier eine nächste Pandemie entwickeln? Ist eine größere Erschütterung des Gesamtsystems, das so etwas möglich macht, denkbar? 

Und ist es da nicht viel einfacher, ja sogar bald "der geringere Schaden", eine alles niederstampfende Pandemie auszurufen und darauf zu beharren? Unsere Systeme, die sämtlich auf der vorgeblichen Rationalität der Aufklärung beruhen, würden total zusammenbrechen, es gäbe nichts mehr für die Bürger, worauf sie noch vertrauen und das mit dem herkömmlichen liberal-demokratischen System identifizierbar ist. 

Das eine interne Logik entwickelt hatte, aus der kein Entkommen mehr möglich war, und wo nur noch die Wahl zwischen diesem oder jenem Desaster bestand und besteht. 
Mit der spezifischen Rolle der Medien, die schon Tocqueville vor zweihundert Jahren als in dieser westlichen (in den USA erstmals aufgestellten) Form der Demokratie entscheidende Kraft erkannte. Was meint der Leser in diesem Fall, wie die Medien reagiert hätten? 
Hätten die nicht etwa eine Beschwichtigung durch Politiker, Funktionäre, Mediziner, es handele sich lediglich um eine in großem Maßstab gesehen harmlose (wenn auch im Einzelnen wie bei Grippeviren u. U. gefährliche) Variante der Art eines Grippevirus, ebenfalls zu Sensationsmeldungen aufgebauscht? 
Hätte es dann nicht auch geheißen, China würde eine Katastrophe vertuschen? Wären nicht dann ebenfalls Bilder aufgetaucht, auf denen auf den Straßen Menschen reihenweise umfallen und tot sind?

Sieht er, ahnt der Leser also, zu welch fatalem Komplex sich die gegenwärtige Welt und Lebensweise entwickelt hat?
Andere (neue und alte) Ängste und Dynamiken anzunehmen ist, verglichen mit den Alternativen, somit schlicht und ergreifend REALISTISCHER. Denn es basiert auf Menschen- und Weltkenntnis, die sich auch im Erfahrungshorizont des einfachen Bürgers befindet. Der sich somit nicht auf all die Vagheiten von Verschwörungstheorien berufen muß.

Solche Dynamiken anzunehmen hält der VdZ insgesamt also für realistischer als Spekulationen darüber, ob hinter der Corona-Panik eine perfide und perfekte Gesamtstrategie steht, die zentral gesteuert - geplant - umgesetzt wurde. 
Weil es sich so ausgezeichnet mit (angenommenen oder tatsächlichen) Wünschen und Plänen eigentlich gar nicht bekannter Menschen, Interessen und Gruppen handelt. 
Man überschätze doch um Gottes Willen nicht das Böse, man tue ihm doch nicht diese Ehre an, auch nur annähernd Gottes Weite im Denken und Wissen zu haben! 
Gegeben hat es solche Interessen und Absichten zwar sicher, manche haben es ja auch gesagt und vermeldet, und diese haben gewiß viele Momente und Ereignisse für ihre Zwecke zu nützen versucht, und im Einzelnen (weil immer nur im Einzelnen möglich!) angeschoben. Nach dem Motto: "Laß nie eine Krise ungenützt vorbeiziehen." 
Aber ob diese alle wirklich "die Corona-Krise gemacht" haben? 
Ist nicht vielmehr die Corona-Krise ein Ausweis eines Zustandes der gegenwärtigen Welt, der zeigt, und der sogar enorm viel mehr zeigt, wie lächerlich und fragil die Welt in der wir leben geworden ist? Wie irrelevant, wie leicht wirklichkeitsfern, wie irrational sie ist, und zwar genau zu einem Moment, in dem wir vor lauter Überzeugung, alles zu kontrollieren und zu wissen aus allen Nähten platzen? 
Und ist eine solche These anzunehmen nicht zumindest eine Überlegung wert? Ist es nicht vor allem realistischer? Anzunehmen, daß wir in die Corona-Krise genauso "gestolpert" sind wie vor hundert Jahren in den Ersten Weltkrieg, der auch in eine Pandemie überging? 
**Wenn sich also der österreichische Kanzler Sebastian Kurz auf die Mathematik beruft, die zu Maßnahmen gewissermaßen "zwinge", so lügt er. Wahrscheinlich genauso ohne es zu wissen wie die Mathematiker, auf die sich Kurz ausdrücklich beruft genauso wahrscheinlich aber auch, weil sie gewissen persönlichen Neigungen entgegenkommen. Und die ihm die Verantwortung für sein (damit keineswegs "unfreies", von politischen und persönlichen Motiven freies!) Handeln abnehmen sollen. Das Konsequenzen für die Lebenswelt der Menschen in ihren sozialen Gefügen (Gesellschaft) hat, die so umfassend und tiefgehend sind, daß sie ein Mensch im Vorhinein gar nicht erkennen kann.

***An dieser Stelle soll auf eine der vielen Merkwürdigkeiten - aber ganz anderer Art! - hingewiesen werden, in die sich auch vordergründig als "Corona-Leugner" klassifizierende Kreise begeben. Denn auch dort finden sich Interessen AN der Corona-Krise! So weist Robert Stein, der in "Tabula Rasa" erst über eine Stunde auf den Oligarchen-Aspekt der Corona-Krise hinweist, plötzlich auf die CHANCE hin, die Welt "zu verändern." Und zwar (wie, weiß wohl nur er) ausgehend von einem "Kornkreis" in der Gegend des Ammersees soll sich eine kosmische Dimension auftun, und die zu realisieren sei nun die Zeit gekommen. Da bleibt dem VdZ doch der Mund offen. Wird es nicht langsam so richtig skurril?
WENNGLEICH diese Corona-Pandemie als Kulmination eines Systems, das auf der Aufklärung aufgebaut ist, deren wahre Welttragekraft ans Tageslicht geführt hat. Damit stehen wir tatsächlich in einer interessanten Phase der jüngeren Menschheitsgeschichte. In der sich die Vorhänge auf eine Weise heben, die wie ein Blitz, von einem Ende der Erde bis zum anderen, die Menschen mit der wirklichen Wirklichkeit konfrontiert. Wenn sie es denn sehen können. Denn sehen ist vor allem Gnade, weil Licht Gnade ist. Nur "Evidenz" ist wertlos.

Morgen Teil 4) Und nun, angetan mit einer neuen Brille, 
ausgestattet mit einer neuen Funzel, die das Dunkel erhellen möge 
- wie nimmt der Leser nun diesen Film auf?



*281020*

Montag, 23. November 2020

Totalschaden der Aufklärung (2)

 Teil 2) Die Frage nach dem Warum
Was dahinter steht ist größer als Verschwörer es zu bilden vermögen
- Totalschaden der Aufklärung


Aber dennoch ist die Corona-Krise in den Augen des VdZ die vielleicht größte vorstellbare Konsequenz eines vernunftlosen Denkens, das sich seit Jahrzehnten (und progressiv beschleunigt durch das Computerwesen und zuletzt vor allem das Internet in seinen social media-Tentakeln bis zum letzten Erdenbewohner) mehr und mehr etabliert und als Autorität festgesetzt hat. 

Dieser Rationalismus führt zwangsläufig zu einem Totalzusammenbruch des Denkens, das in Irrationalität endet. Und in diesem Chaos, in dieser Irrationalität, in diesen unermeßlichen Kollateralschäden, die den Hauptschaden bei weitem übertreffen, zeigt sich die (im Letzten und im Insgesamt aber nicht widerspruchsfreien, ja unlogischen) Grammatik des Bösen. Das nur noch zum Mittel der Täuschung und Verhüllung greifen kann, in der ständigen Angst vor dem Licht, vor der Vernunft.

Wir haben über Jahrzehnte hinaus immer mehr ein Netz von Beziehungen aufgebaut, das auf Unwahrheit (weil Rationalismus) beruht. Das wiederum hat zu einer Dynamik der Beziehungen geführt, die in einem regelrechten Cluster des Wahnsinns kulminiert ist. Wo scheinbar (!) alle Einzelfaktoren "rational" oder "logisch" sind, das Gesamtbild aber dennoch irrational und unrettbar in Widersprüchen verstrickt ist. Man kann, ja man muß es sogar als höchste Konsequenz der Aufklärung bezeichnen. Wie in einer paradoxen Intention stehen wir vor der letzten, voll ausgeblühten Konsequenz des Vernunftbegriffs der Aufklärung.

Auch die Mathematik braucht und hat Paradigmen, und kommt ohne Annahmen über die Wirklichkeit nicht aus. Die nur vom Menschen festgelegt werden können. Nur die Mathematik kann somit nicht Wahrheit ergeben! Sie kann nur im Vorfeld zu dieser hinweisen, und zwar im Sinn von: Die Wahrheit (wenigstens) nicht verhindern.*

Eine Änderung dieses Gesamtzustands wäre (oder ist; denn ein Teil der Menschheit tut es) nur von außen, durch den jedem mathematisch-rationalistischen Denken zur Vernunft hin wieder rückgeholten Kontakt mit einem nur durch Glauben herstellbar. Das ist der Grund, warum sich die Menschheit tatsächlich in zwei Lager geteilt hat und immer mehr teilen wird. Wo sich durch einen unüberwindlichen Graben geteilt hier die Vernunft, dort die durch Teilrationalität gestützte Irrationalität gegenüberstehen. 

Wobei sich für beide Seiten nicht dieselben Bedingungen feststellen lassen. Die Vernunft hat immer eine Offenheit hin zum Wahren. Die Irrationalität aber nicht. Sie ist existentiell an Annahmen, an Geglaubtem festgekrallt und deshalb unerreichbar. Eine Reziprozität läßt sich also nur so definieren, daß die (letztlich immer wirklichkeitsoffen, sonst wäre sie das nicht) Vernunft von den hier definierten Gegenüberstehenden als Bedrohung wahrgenommen wird. Weil sie das auch ist. Aber nicht durch dieselben Mittel. Die Vernunft muß nicht um Existenz kämpfen, denn sie wird durch Wahrheit frei und weiß das.

Somit führt diese Zustandsfeststellung direkt zur Wahrheitsfrage. Denn Glaube ist nicht als schlichte Bewältigungsstrategie zu sehen, also psychogen, sondern das Transzendente ist die Grundlage des Denkens, ist jene erste Grammatik, die jedes Denken erst zur Vernunft macht, das darauf aufbaut. 

Deshalb ist entscheidend, WAS geglaubt wird. Denn nur, wenn dieses Geglaubte, dieser Glaubensinhalt auch mit der erfahrbaren Realität übereinstimmt und dieser nicht nur nicht widerspricht, sondern sie erst aufschließt und begreifbar - also nicht zum Widersprüchlichen, Unlogischen - macht, ist es gerechtfertigt und verantwortbar, nicht nur notwendig. Und hier kann es nur EINE WAHRHEIT geben. Sie ist somit auch die Bedingung für eine Einheit der Menschen. 

Diese Verbindung zur Transzendenz ist aber nicht aus eigener Kraft erreichbar, das ist das Entscheidende. Und das beweist die Geschichte ebenso wie nun der Corona-Wahnsinn. Die Möglichkeit, sich auf die Grammatik der Wirklichkeit ausgehend auf die Welt hin auszurichten, die nunmehr begreifbar wird, ist ein freier, ungeschuldeter Akt (Gnade) des Transzendenten selbst. Die real sein, also ein Sein an sich haben muß, das in die Welt sozusagen "hineinragt."

Welches somit personal sein muß, weil man nur zu einer Person, die der Vernunft entsprechend reagieren und diese damit sogar "schenken" kann (Vernunft ist also ein Geschenk, als Teilhabe an den Geber des Vernünftigen selbst), eine wirkliche Beziehung haben kann.

 

Teil 3) Anmerkungen zur Corona-Pandemie" - 
Vielleicht aber ist alles völlig anders!


*281020*

Sonntag, 22. November 2020

Totalschaden der Aufklärung (1)

Es gibt die Erhebung leider nur vom März/April 2020, also für den Zeitraum des "ersten Lockdowns" in unserern Ländern. Man kann sie mit einem Satz zusammenfassen: 

Alleine der Anstieg (sic!) an Selbstmorden in Deutschland übertrifft (ausgehend von den Anstiegen zur Zeit des Lockdowns März/April) wahrscheinlich die Zahl der Toten durch Covid19 im Jahr 2020.

Sterblichkeitszahlen Deutschland 2017-2020
Ein signifikanter Anstieg der Gesamtsterblichkeit im Jahre 2020 ist hingegen weltweit nicht festzustellen.* 

Der Leser sei dazu auch auf die vermutlich verläßlichsten statistischen Zahlen über Covid19- und Todeszahlen hingewiesen, die er - samt Analysen (!) und Interpretationen - im Netz finden wird. Die wissenschaftlich-mathematische Evidenz ist eindeutig: Es gibt keine in Todeszahlen oder in statistischen Daten feststellbare Corona-Pandemie. Eine solche kann sich nur auf Fehldeutungen vorhandener Daten und/oder durch hinterfragbare oder nachweislich irrig entstandene Prognosen berufen.

Screenshot des recht launigen Vortrags von Robert Stein "Tabula Rasa" 

Wenn es aber keine evidente Gesundheits- und Sterblichkeitskrise gibt, muß die Frage zulässig sein, WARUM - bis auf ganz wenige Ausnahmen weltweit - dennoch das Leben der Menschen dermaßen beschränkt und ausgelöscht wird. Der VdZ glaubt allerdings nicht an eine konzertiert und geplant verhängte Corona-Krise. Diese Intelligenz hat das Böse nicht. Aber das Böse hat etwas anderes: Es kann durch Zulassung Gottes seine Vollgestalt annehmen. Und die hat es hier getan. 

Gewiß, manche Personen, manche Interessengruppen haben Absichten verfolgt, indem sie die Gefahr durch dieses Virus verstärkt und Bewegungen nachgeholfen haben. Darüber kann, darüber muß, darüber darf auf jeden Fall spekuliert werden. Denn es gibt Interessencluster, es gibt Lobbyismus, es gibt Einfluß auf Medien, auf Politiker und Autoritäten, das heißt in diesem Fall vor allem auf Proponenten der Wissenschaft.

Morgen Teil 2) Die Frage nach dem Warum 
Was dahinter steht ist größer als Verschwörer es zu bilden vermögen
- Totalschaden der Aufklärung


*281020*

Donnerstag, 13. Juni 2019

Also war es doch ein Mord am König

Eine sehr überzeugende Darstellung der Ereignisse rund um den mysteriösen Tod des Bayernkönigs Ludwig II. am 13. Juni 1886. Die hier vorgestellten Ergebnisse einer kriminaltechnischen Untersuchung legt den Schluß nahe, daß Ludwig II. (vermutlich im Auftrag Bismarcks) durch zwei Schüsse in den Rücken getötet wurde. Als er dabei war, auf einer (vermutlich mit Hilfe Kaiserin Elisabeths organisierten) Flucht sein Leben zu retten. 

Für Bismarcks Deutschland-Pläne war Ludwig eine Gefahr. Denn die ablehnende Haltung des Bayernkönigs gegen ein "Deutsches Reich" (das unter preußischem Diktat stand) war unüberwindbar und bekannt. Eine Rückkehr nach München und auf den Thron hätte unabsehbare Folgen für die innere Ruhe Bayerns und damit des gesamten, gerade neu gegründeten Deutschen Reiches gehabt. Noch dazu konnte Bismarck mit seinen Plänen auf die Zustimmung weiter Kreise auch in Bayern rechnen, die von den neuen Bedingungen vor allem wirtschaftlich profitierten. Während das einfache Volk sowie die bayerische Armee auf jeden Fall dem König die Treue gehalten hätte.

Es gibt mehrere Berichte, denen gemäß Ludwigs Leiche nicht nur gräßliche Schußwunden im Rücken hatte, wie sie tatsächlich den Verwundungen gleicht, die die im Video erwähnten "Windbüchsen" verursachen, sondern eine unmittelbar nach dem Auffinden der Leiche angefertigte Skizze eines Malers, die dieser später zu einem Gemälde ausbaute, zeigt den offenen Mund des Königs, aus dem Blut austritt.




Das Bild, das den toten Ludwig mit dem aus dem offenen Mund austretenden Blut zeigt, ist heute zwar verschwunden wie so vieles, was mit dem Fall zu tun hat, aber es gibt eine Aufnahme davon. Die ist in diesem Vortrag bei min. 15:38 zu sehen, der die mittlerweile gefundenen und entschlüsselten privaten Aufzeichnungen des Leibarztes des Bayernkönigs zum Inhalt hat. Sie weisen in dieselbe Richtung: Ludwig II. wurde im Zuge eines Staatsstreiches ermordet.









*130519*

Samstag, 26. Januar 2019

Schlimmer als Dachau

Als das Konzentrationslager Dachau von den Amerikanern Ende April 1945 "befreit" wurde - unter schrecklichen Begleitmaßnahmen gegen die SS-Wachmannschaften, das nur nebenbei; Rache war ein Impetus der "Befreier", überall, immer - wurde verkündet, daß alle befreiten Gefangenen in ihre Heimatländer zurückgestellt würden. Die Franzosen jubelten, die Holländer, die Polen, die Tschechen, und auch die vielen vielen hundert (vor allem deutschen und polnischen) katholischen Kleriker. Denn Dachau war das Priester-KZ des Dritten Reiches, mit insgesamt tausenden Opfern unter den Geweihten.

Nur eine Gruppe jubelte nicht. Die der gefangenen Russen. In den nächsten Tagen kam es für die Amerikaner überraschend stattdessen zu Massen-Selbstmorden hunderter Russen.





*081218*

Freitag, 6. Mai 2011

Krieg und Selbstmord

1934 wurde von einer US-Universität eine Untersuchung über die Zusammenhänge Krieg und Selbstmord angestellt, berichtet Aldoux Huxley an einer Stelle. Dabei waren weltweit Kriege über 50 Jahre hindurch ausgewertet worden.

Mit einer Überraschung als Ergebnis: Krieg SENKT die Selbstmordrate, und zwar beträchtlich! Während sie bei kriegführenden Nationen auf rund 30 Prozent (bei einem Rückgang also um 70 Prozent) der Nichtkriegszeiten sinkt, hatten z. B. selbst neutrale Staaten im 1. Weltkrieg einen Rückgang der Selbstmordrate um 10 bis 20 Prozent zu verzeichnen.

Die Studienautoren hatten erwartet, daß Krieg die Verzweiflung bei den Menschen erhöhe - das Gegenteil war eingetreten: Krieg macht offenbar den Wert des Lebens greifbarer.

***

Samstag, 8. Januar 2011

Waren sie bloß Selbstmörder?

Eine verblüffend einfache These mit beträchtlicher Überzeugungskraft aus der Feder des amerikanischen Psychiaters Adam Lankford stellt die Presse in einem Artikel vor. Lankford, und mit ihm eine Reihe weiterer Psychologen, haben die Lebensgeschichten von 75 Selbstmordattentätern studiert, und sie sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: Sehr wahrscheinlich waren alle diese Attentäter, darunter Mohammed Atta, einer der beiden Piloten, die 2001 eine Boeing in die Twintowers in New York steuerten, waren hochgradig depressiv und selbstmordgefährdet.

„Wenn ich ihm ,Auf Wiedersehen‘ sagte, war ich traurig“, sagte ein Freund über Mohammed Atta. Mitbewohner erinnern sich an den ägyptischen Studenten, wie er am Tisch sitzt und seufzt: „Das ist langweilig. Essen ist langweilig.“ Er habe keine Karriere vorweisen können, sei in Deutschland sozial isoliert gewesen, ohne Familie, ohne Frau, das alles habe ihn niedergedrückt, erzählte ein Freund nach Attas Tod. Es sei nicht leicht, mit 24 als Muslim noch keine Frau zu haben, sagte er einmal – mit 33 hatte er immer noch keine.  

Atta war nicht freiwillig in Deutschland. Sein ehrgeiziger Vater hatte ihn gezwungen, im Westen einen Abschluss zu machen. Sieben Jahre brauchte er dafür, dann flehte er seine Mutter an: Er sei müde, er wolle nach Hause. Aber der Vater verlangte, dass der Sohn noch in Amerika ein Doktorat macht. Wenige Monate später war Mohammed Atta in Afghanistan, traf Osama bin Laden und sagte ihm, er sei nun bereit zu sterben.

Nicht weniger signifikant die Geschichte der Palästinenserin Wafa al-Biss.

2005 wurde die 21-Jährige mit zehn Kilo in ihrer Unterwäsche eingenähtem Sprengstoff aufgegriffen, die sie in einem israelischen Spital zünden wollte. Eben dort war sie ein Jahr zuvor behandelt worden, nachdem sie versucht hatte, sich in der elterlichen Küche anzuzünden. 

2005 machte sich auch der afghanische Student Qari Sami zu einem Selbstmordanschlag auf. Mit einer Bombe an der Hüfte betrat er ein Internet-Café in Kabul – blieb aber nicht stehen, sondern ging weiter in die Toilette, verschloss die Tür und sprengte sich dann erst einsam in die Luft.

Lankford weiter:

Von ungewollten Schwangerschaften oder verhinderten Heiraten ist in der Studie die Rede, von der Scham durch eine HIV-Ansteckung, vom Gefühl, dass das eigene Leben „nichts wert“ sei, vom Tod naher Verwandter. Oder auch von Terroristen-Anwerbern, die zugeben, bewusst nach „traurigen Typen“ Ausschau zu halten. Warum, fragt Lankford, schafft es jeder zweite Taliban-Selbstmordterrorist nur, sich selbst zu töten? Sind diese Männer wirklich so ungeschickt – oder geht es vielen von ihnen vor allem darum, ihr wichtigstes Ziel zu verwirklichen, nämlich den Selbstmord?

In jedem Fall, so die Amerikaner, seien die Indizien so verblüffend, daß man die gesamte Motivforschung für Selbstmordattentäter neu durchdenken müßte. Die Sache liegt höchstwahrscheinlich ganz anders, als man bisher annahm.

***

Montag, 1. Februar 2010

Da sagte mir M

Die Zeitungen sind wieder einmal voll mit Berichten über die Zustände bei Jugendlichen: Österreich ist im europäischen Spitzenfeld beim Rauchen, beim Alkohol und beim frühen Sex. Es ist im Spitzenfeld bei Selbstmorden und psychischen Problemen.

Auffällig, mehr als auffällig dabei: während die objektiven Parameter verheerende Zustände signalisieren, liegt das subjektive Wohlgefühl hoch! Subjektives Wohlgefühl - ohne objektive Entsprechung also? Es wäre nicht so auffällig, würde es nicht genau den Entwicklungen der Pädagogik in diesem Land entsprechen: der Entwirklichung; würde es nicht den Intentionen der Psychotherapie (mit der Psychologie als maßgeblicher Einflußkraft bei der Meinungsbildung) entsprechen: der Entobjektivierung des Sachlichen.

(Leitthema sämtlicher Maßnahmen offizieller Pädagogik, ja nachgerade deren Ziel: Verhaltensdressur über existentiell implementierte Ressentiments, also: über die erste Angst, in Wahrheit: den Tod, die Nichtung; und Persönlichkeitsauflösung und Entspannung anstelle objektiver Problemattacke und Spannungsintegration.)

Und: würde es nicht den Aussagen zeitgeistiger philosophischer Strömungen entsprechen: der Relativierung der Sichtweisen der Welt, der Entkoppelung von subjektivem "Gefühl" und Welt - der Schaffung einer Zweitwirklichkeit also, auf die als Zeitkrankheit und typische Krankheit des Österreichers bereits ein H. v. Doderer so eindringlich hingewiesen hat. In Wahrheit also: eine Form des Manichäismus, eine Entkörperlichung des Selbst (siehe u. a. in "Helena oder: Das Gute ist was bleibt", Passagen-Verlag) als Flucht und Ausweg mangels wirklichem Eigenbesitz.

Die Presse schreibt also:

Der Patient ist die Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich – und seine Lage ist kritisch. Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter „Lebensstilerkrankungen“ wie Hyperaktivität, Stress oder Fettleibigkeit. Mehr Jugendliche im Alter von 15 rauchen und trinken in Österreich als in anderen EU-Ländern, mehr entwickeln ein Problem mit Aggression oder leiden unter täglichem Mobbing in der Schule. Die Sterblichkeitsrate der 15- bis 19-Jährigen liegt vergleichsweise hoch.

[...]

Fast jeder dritte 15-jährige Österreicher raucht – mehr als in jedem anderen OECD-Staat –, jeder fünfte trinkt regelmäßig Alkohol, die Selbsttötungsrate liegt mit 9,5 pro 100.000 in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen im negativen Spitzenfeld. Dazu kommen 100.000 Kinder, die laut Klaus Vavrik „in manifester Armut“ leben.

M (damals 18) sagte mir vor einiger Zeit, in einem erschütternden Tonfall:

"Wir erleben, daß das, was wir als Ursache dieses Wahnsinns, als den wir alles rundum empfinden, sehen, oder mehr noch: ahnen, daß also genau das als Gegenrezept diskutiert wird, sobald solche Verzweiflungsschreie auftauchen. Kann man sich eine noch hoffnungslosere Situation für uns Junge vorstellen? Wir haben so das Gefühl, daß es doch was anderes geben müßte, und wir wollen daran festhalten, aber es wird immer schwieriger ...

Das, was ich und so viele meiner Freunde sich als gute Gegenwelt empfinden, ist immer weiter von dem entfernt, was uns die Lehrer und Medien als gute, lohnenswerte Welt vorstellen und wofür sie kämpfen. Ich habe sogar oft so ein dumpfes Gefühl, daß das, was als moralisch erstrebenswerte Ziele dargestellt werden, diesen geahnten, ersehnten Lebenszielen völlig widerspricht. Und am ärgsten sind oft genau die, die mir erzählen, daß sie mich verstehen - es ist wie ein Horrorfilm, der mitten drin verspricht, daß er nie endet. Aber dann fühle ich mich so schuldig, wenn ich das denke ... Aber es ist schrecklich - man ist rundum wie einbetoniert, ausweglos, so wie es in den Städten auch aussieht. Da frage ich mich dann, warum ich überhaupt noch weiterlebe. Man hofft halt trotzdem immer noch auf irgendetwas. Nur so ein Gefühl."





Donnerstag, 1. Oktober 2009

Aus Mutlosigkeit den Tod wählen

Polybios, einer der großen griechischen Historiker (200 bis 120 v.Chr.), führt in seinen "Historien" die Gründe dafür an, die die hellenische Kultur so derart niedergehen haben lassen, daß sogar weite Gebiete wieder versumpften bzw. verödeten.

Toynbee weist ja zurück, daß technische Rückschläge die Ursachen für kulturelle Niedergänge gewesen seien, vielmehr sei es höchstwahrscheinlich historisch betrachtet genau umgekehrt: Veränderungen im sozialen Körper, insbesondere ... seelische, geistige Gründe, modern ausgedrückt: Motivationsgründe ... wären die Ursachen für das oft sogar völlige Verschwinden von Zivilisation aus manchen Gebieten.

Zurück zu Polybios: Der schreibt, daß die Praxis der Verminderung des Umfangs der Familien durch Abtreibung und Kindermord die Hauptursachen des sozialen wie politischen Niedergangs Griechenlands.

Niemals, so Toynbee, habe ökonomischer oder gar technischer Zusammenbruch das Verschwinden oder auch nur Niedergehen einer Kultur bewirkt - sondern es war umgekehrt. Gesunde, oder/und wachsende Kulturen bewältigen nahezu alles, es sei auch hier sogar umgekehrt, daß Herausforderungen Wachstum anregten. Es sei denn, daß diese Schwierigkeiten einmal den Lebensmut einer Kultur brechen, und damit deren Zurückweichen erfolgt. Ausgedrückt ... in einem Aufgeben der Zukunft (siehe wieder: Polybios), sowie in einer Verachtung der eigenen Vergangenheit, die bereit für die Aufnahme von Neuem, Fremdem macht.

Es ist aber niemals der Verlust der Kontrolle über die umgebende Umwelt gewesen, der eine Kultur niedergehen ließ. Es ist ... der Selbstmord.

"Noch nie lag England, niemals soll es liegen
Zu Füßen eines stolzen Siegers, außer
Es half sich selbst die erste Wunde schlagen.
... Nichts soll uns Reu'
Erregen, bleibt sich selbst nur England treu.

Shakespeare, "König Johann"


"Weiß Gott, bedarf's in diesem tragisch' Leben
Des Bösewichtes nicht, denn Leidenschaften weben
Den Stoff, der uns betrügt durch das, was falsch
." 

Meredith, "Love's Grave"




*011019*