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Samstag, 22. August 2020

Da wird nur noch (profitabel) gelogen

Es stimmt ganz einfach nicht, und das IPCC gibt das auch zu, sagt Judith Curry in diesem Gespräch mit Marijn Poels, daß das CO2 für den Klimawandel verantwortlich sein soll. Was wir vielmehr beobachten ist eine völlig natürliche Variabilität, die mit der Multidekaten-Ozen-Zirkulation zu tun hat. Die in den letzten Jahrzehnten ähnliche Phänomene hervorrief, wie in den 1930er Jahren, die nun aber umschwenkt, sodaß wir für die nächsten Jahrzehnte - auch in Zusammenhang mit dem beobachteten deutlichen Rückgang der Sonnenflecken, auch das ein Zyklus - davon werden ausgehen müssen, daß das Klima wieder deutlich abkühlt.

Es ist unverantwortlich, meint die renommierte Wissenschaftlerin, die vor Jahren spektakulär aus dem offiziellen Universitätsbetrieb ausstieg, weil der sich nicht mehr mit Wissenschaft sondern mit Politik und Propaganda befaßte, daraus eine Hysterie aufzubauen, die so tut, als könnten wir tatsächlich das Klima maßgeblich beeinflussen. Der Einfluß von CO2 jedenfalls ist so minimal, daß er bedeutungslos ist.

Die Klimathematik ist aber generell zu einem Karriereobjekt geworden. Von wissenschaftlichem Anspruch hat sich die Debatte lange schon entfernt. Also setzt sich jeder auf dieses Pferd, das Geld und Ansehen verspricht, und sondert wichtige, hysterisierende Äußerungen ab, obwohl er vom Thema nichts oder so gut wie nichts versteht. Und WER sich da alles nun zu Wort meldet!

Allerdings gibt es schon einen Punkt zur Sorge, und der ist der Eispanzer in der Westantarktis. Der aber mit Klimawandel ebenfalls nichts zu tun hat, sondern von Vulkanen bewirkt wird, die sich unter ihm befinden und seit längerem aktiv sind. Wenn dieser Eispanzer wirklich kollabiert und schmilzt, und das könnte im 21. Jahrhundert tatsächlich der Fall sein, muß man von einem Anstieg der Weltmeere um rund einen Meter ausgehen. Dabei schmilzt derzeit nicht das Eis, sondern es fließt, es bewegt sich, die gesamte Situation dort ist durch die Vulkane unterm Eis instabil. Wenn die Gletscher ins Meer wandern, werden sie abschmelzen. Gegen diese Prozesse kann man, wenn sie denn passieren, nichts unternehmen. Also sollte man sich ernsthaft damit befassen, wie man sich vor den möglichen Folgen schützen kann. 





Freitag, 12. Juli 2019

Man muß erkennen wollen, um zu forschen

Dieses jüngst aufgezeichnete Gespräch des Filmemachers Marijn Poels mit der unabhängigen Klimawissenschaftlerin Judith Curry - ihr Fall ist dem Leser vielleicht noch bekannt? Sie stieg vor Jahren aus dem offiziellen akademischen Betrieb aus, weil sie bemerkt hat, daß die mit der Agenda befaßten Wissenschaftler persönliche Motive vor wissenschaftliche Arbeit setzten - ist deshalb interessant, weil sich hier zwei wirklich neugierige Menschen begegnen, die einfach wissen wollen, was Sache ist. Poels will einfach wissen, wie ernst die Lage ist, und Curry ebenfalls, aber sie will die Hysterie dabei ausblenden und wirklich forschen, nicht phantasieren.

Sie betreibt eine eigene Firma, die sich mit Klimawissenschaft, Unsicherheiten und Projektionen befaßt. Sie weist darauf hin, daß die natürlichen Prozesse wie Multidekaden-Oszillation des Atlantik, oder der Einfluß der Sonne einen weit größeren Einfluß auf unser Klima haben als meist anerkannt wird. Und aus diesen beiden Parametern läßt sich fast erwarten, daß wir in den nächsten ein, zwei Dekaden eine beträchtliche Abkühlung, zumindest eine Verlangsamung einer Erwärmung zu erwarten haben. Die Sonnenfleckentätigkeit nimmt deutlich ab und steuert einem beachtlichen Minimum im 21. Jahrhundert zu, und auch die Ozeanzyklen deuten in eine Richtung, die auf Abkühlung hinausläuft.

An sich aber ist noch immer viel zu wenig bekannt, um wirklich sagen zu können, wohin sich das Klima definitiv entwickelt. Einzelereignisse sind leichter einschätzbar, aber auch hier herrschen große Unsicherheiten. Gefragt nach der aktuell größten Bedrohung, so es eine gibt, meint sie, daß es die Vorgänge am westantarktiven Eisschild sind, die die größte Beobachtung verlangen. In der Arktis hat sich die Situation wieder beruhigt. Es gab zwar zwischen 2007 und 2012 einen starken Rückgang der Eisbedeckung, aber was nie dazugesagt wurde und wird, ist, daß es in den 1930er Jahren ebenfalls so einen Rückzug des Eises dort gegeben hat. Es hat also sehr wahrscheinlich nur mit dem multidekadalen Ozeanzyklus zu tun, denn derzeit nimmt das Eis im Norden wieder zu, oder bleibt zumindest stabil.

Aber auch die Vorgänge am Südpol haben mit der Atmosphäre oder CO2 nichts zu tun, sondern hängen mit Ozeanzyklen einerseits, den vulkanischen, unterirdischen Vorgängen in diesem Gebiet andererseits zusammen. Von dort kommt die Wärme, die das westantarktische Eis derzeit tatsächlich derzeit schmelzen lassen. Würde dieses zur Gänze verschwinden - wohlgemerkt: wir reden hier von der Westantarktis; der übrige Bereich der Antarktis kühlt seit vielen Jahren ab und legt an Eis sogar zu - würde das tatsächlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter führen. Theoretisch. Aber wie gesagt: Man kennt die Zusammenhänge bei weitem noch zu wenig. Derzeit fließt das Eis in der Westantarktis nur, es schmilzt nicht ab.

Diese Unsicherheiten, die überall herrschen - möglicherweise schließt man in den derzeitigen Computermodellen nicht nur bereits bekannt wichtige (Vulkane, Sonneneinfluß, Wasserdampf/Wolken, Ozeanzykliken, sondern die entscheidenden Klimafaktoren überhaupt aus, man weiß es einfach nicht - werden ausgeblendet. Und das führt zu einer "Übergewißheit", zu einer fälschliche angenommenen Gewißheit über Zusammenhänge und Folgen.

In diesem Zusammenhang sei erneut auf die fatale Rolle der Statistik hingewiesen, die mit ihren Wahrscheinlichkeitsberechnungen solche irrtümliche Sicherheit bewirkt. Dabei gibt es Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen gar nicht! Wahrscheinlichkeitswerte sollten deshalb - diese Forderung wird auch innerhalb der amerikanischen statistischen Gesellschaft immer lauter, wir haben darüber berichtet - aus der Naturwissenschaft verbannt werden. Sie führen zu falschen Schlüssen, weil sie eine Sicherheit aufbauen, die es gar nicht gibt. Denn um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses abschätzen zu können, muß man die exakten Bedingungen dieser Prozesse kennen, und nur aus solchen Prozessen lassen sich Folgen abschätzen. Curry beklagt genau das.

Ihre Kritik an den meisten Klimaforschern ist aber eher persönlicher Art, das hat ihr ja so viele Angriffe und Diffamierungen eingebracht. Viele, ja sehr viele Wissenschaftler, viele darunter, die sich als Klimawissenschaftler sogar nur aufspielen, sind aber lediglich auf das "Karrieremodell Klimahysterie" aufgesprungen. Und die Rechnung geht derzeit tatsächlich auf: Sie leben sehr gut davon, der Politik und den Medien zu liefern, was diese gerne hätten. Hier hat sich ein handfestes System aus Anerkennung und Preisen aufgebaut, in denen Millionen Dollar für fragwürdige Wissenschaft vergeben werden, die die Klimahysterie halt einfach bestätigt, sich aber wissenschaftliche Erkenntnisse einfach zurechtbiegen. Damit leisten sie der Wissenschaft keinen guten Dienst, sondern bringen deren Stellung und Aufgabe in Mißkredit. Sie sieht sogar eine große Krise.

Rein sachlich gesehen gibt es für eine Panik oder eine katastrophische Zukunftserwartung keinen Anlaß. Alle Deutungen in diese Richtung haben kein wissenschaftliches Fundament. Weil einfach zu wenig gewußt wird, um solche Panikschlüsse zu ziehen, wie es oft getan wird.






Mittwoch, 4. Oktober 2017

Es war nichts Außergewöhnliches an den Superstürmen

Sie hat eine große Sorge: Daß die Materie "Wetter" und "Klima" immer mehr simplifiziert werden. So geschah und geschieht es im Fall der letzten Superstürme in den USA, die überall mittlerweile als "Hinweise auf Klimawandel" verkauft werden. Wissenschaftlich ist das blanker Unsinn, damit wird man der Materie Klima einfach nicht gerecht. Es gibt zwar einen Hinweis darauf, daß sich die Hurricanes der Stärke 4 und 5 (wie zuletzt Harvey und Irma im Süden der USA) im Bereich des Nordatlantik und des nördlichen Indischen Ozeans, insgesamt aber läßt sich keine Steigerung der Hurricane-Tätigkeit feststellen, sagt die Klimatologin Judith Curry in diesem Interview. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, daß es VOR Harvey zwölf Jahre keine annähernd vergleichbaren Hurricanes gab. Wenn, dann war DAS das Außergewöhnliche daran. 

Historische Vergleiche sind aber ein Problem, weil wir seit vierzig, fünfzig Jahren Satellitenaufzeichnungen und Daten haben, die wir zuvor nicht hatten. Die Ereignisse im September als "Beweise" für historisch einmaligen Klimawandel anzuführen ist wissenschaftlich gesehen gelinde gesagt unseriös. Rein von den Wirkungen her betrachtet gab es noch dazu im letzten Jahrhundert Hurricanes, die weit verheerender wirkten, also nach heutigen Datenerfordernissen weit stärker gewesen sein dürften. Harvey und Irma rangieren hier bestenfalls unter den ersten zwanzig.

Insgesamt gibt es derzeit deutliche Hinweise, daß die Zahl der Hurricanes zurückgeht (und bei wärmeren Temperatur-Annahmen zurückgehen wird, das legt eine jüngste erschienene Studie aus Japan nahe, die Curry als vorbildlich bezeichnet), wie sie es im letzten Jahrzehnt tat, daß aber Superstürme wie jüngst wahrscheinlicher werden. (Was mit Erkenntnissen über komplexe Systeme einhergeht, wie sie bei Erdbeben beobachtbar sind, die ebenfalls sagen, daß eine Verringerung der Anzahl von niedrigstufigeren Entladungen die Wahrscheinlichkeit einer Superentladung sehr wahrscheinlich macht, wobei Anlaß und Wirkung in keinem Verhältnis mehr stehen - der berühmte Schmetterlingsschlag in Norwegen also, der einen Orkan in Brasilien auslöst.)

Abgesehen davon aber ist nichts Spezifisches darüber aussagbar, was die Ursachen für solche Ladungen-Entladungen sind, dazu versteht man die Thematik einfach zu wenig. Ferner ist die Variabilität innerhalb solcher Naturvorgänge enorm groß und jede macht eine Aussage über Ursache-Wirk-Verhältnisse bei Einzelereignissen unmöglich. Man weiß schlicht und ergreifend nicht, ob solche Großereignisse also ganz einfach natürliche Variabilitäten sind, oder ob es auslösende Einflüsse gibt, die vom Menschen ausgehen. Auch von den Vorgängen innerhalb eines Hurricanes versteht man herzlich wenig. So war Harvey dank mittlerweile gut ausgebauter Satellitentechnik zwar vorhersagbar, aber niemand kann sagen warum er sich in derartig kurzer Zeit (24 Stunden) so stark auflud. Man versteht die interne Dynamik eines solchen Sturms noch nicht.

Es stellt sich aber eine andere Frage, denn auch vor hundert, hundertdreißig Jahren gab es eine Reihe von Super-Hurricanes in diesem geographischen Raum. Es liegt nahe daß man davon ausgehen muß, daß die Ladung eines Hurricanes von relativen Temperaturverhältnissen (Luft-Land-Meeresober-fläche) abhängt, nicht von absoluten Temperaturen.

Sagen läßt sich, daß analog zur bekannten Atlantischen Oszillation der Temperaturen in den nächsten zehn Jahren eine Abkühlung des Atlantik vorhersehbar ist.  Damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit von Super-Hurricanes in nächster Zukunft. Aber definitive Aussagen sind nach derzeitigem Datenstand nicht möglich. Vielleicht erkennt man 2050 erste Zusammenhänge.

Keinesfalls zulässig ist aber, Wetter mit Klima zu verwechseln. Harvey und Irma also für Boten des Klimawandels zu erklären ist also auf jeden Fall falsch. Sie waren große Stürme, aber sie sind keineswegs die schlimmsten und auch nicht die wasserreichsten Stürme der jüngeren US-Geschichte. Die Superstürme zu Anfang des 20. Jahrhunderts. etwa waren mit Gewißheit weit stärker. Auch die Wassermassen von Harvey waren einer seltenen Konstellation der Wetterkonstellation zuzuschreiben, kein Anzeichen für Klimawandel. Es gibt an Harvey und Irma aus Sicht des Wetters also nichts Außergewöhnliches! Daß es die zwölf Jahre zuvor keine solche Großereignisse gab (sodaß diese Superstürme nun besonders hervorragen, schon gar wenn man beachtet, daß die Medien ihren Fokus immer konzentrierter darauf richten) ist schlicht ein extremer Glücksfall. 

Es wäre aber auf jeden Fall sinnvoller, sich auch in der Mittelverwendung darauf zu konzentrieren, wie wir uns auf solche - aus der Vergangenheit längst bekannten, und mit Sicherheit für die Zukunft annehmbaren - Großereignisse (welche Annahmen mit einem Klimawandel rein gar nichts zu tun haben, sondern einfach natürliche Ereignisse waren und sind) besser vorbereiten können, anstatt darüber zu spekulieren, wie es in fünfzig oder hundert Jahren aussehen wird. Sich darauf zu konzentrieren, fossile Brennstoffe zu reduzieren ist auch aus Sicht der Klimapropheten sinnlos, denn die Auswirkungen auf das Klima - selbst nach deren Modellen - sind so minimal, daß sie sich auf solche Großereignisse gar nicht auswirken werden.








*290917*

Montag, 10. Juli 2017

Warum der Kampf gegen das Klima in Kriege führt

In diesem Vortrag macht die Klimawissenschaftlerin Judith Curry, die vor einem Jahr aus dem offiziellen universitären Forschungsbetrieb mit dem Argument ausgestiegen ist, daß es in der Klimawissenschaft nicht mehr um Wissenschaft, sondern nur noch um Ideologie und Politik gehe, klar, daß man endlich nur eines fordern müßte: Daß es zu einer seriösen Debatte um die Fragen rund um eine allfällige Klimaveränderung kommen muß. Denn es gibt klare Evidenz, daß die Klimafragen unzulässig simplifiziert wurden. Und zwar sowohl in den Fragen um das Klima selbst und seinen Zusammenhängen, als auch in den Fragen um Lösungen. 

Es sind nicht die "Klimaskeptiker", die simplifizieren, sondern die Katastrophenreiter. Und das läßt sich bei ruhiger Betrachtung der vorgeblichen Bedrohungen leicht nachweisen. Praktisch keine der immer wieder und wieder vorgekauten Bedrohungsszenarien können bei Betrachtung der Fakten aufrechterhalten werden. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz, daß CO2 der Hauptfaktor des Klimas ist, wie ihn sämtliche Klimamodelle aber annehmen, es gibt weder erhöhte Extremwetterereignisse noch Wetterlagen, die nicht schon allesamt einmal auch in vorindustriellen Zeiten dagewesen sind. Auch der Meeresspiegel steigt nicht signifikant, wie behauptet wird, alles bewegt sich in völlig normalen Bahnen und Schwankungen, die als natürliche Zyklen eingeschätzt werden müssen. Schon gar nicht gibt es also Evidenzen für Rückschlüsse auf menschengemachte Ursachen. Die Unsicherheiten sind viel zu groß, in einer Klimawissenschaft, die nach wie vor nicht weiß, wie Klima wirklich entsteht und sich verändert.

Interessant ist der Vortrag von Curry aber noch aus einem anderen Punkt: Sie weist darauf hin, daß die Frage um Maßnahmen auf einen Punkt unvereinbarer Interessenskonflikte zusteuert. Diesmal aber mit klar identifizierbaren Ursachen - der Politik einzelner Staaten und Politiker. Denn selbst wenn man von einer Erwärmung ausgeht, scheint sich niemand Gedanken darüber zu machen, daß ein wärmeres Klima für einen Großteil der Erdoberfläche ein Segen wäre. Man denke nur an Sibirien oder Kanada. Ebenso kann man Afrika nicht einfach eine dynamische Wirtschaftsentwicklung vorenthalten, der dort ohne Kohleverbrennung zur Energieerzeugung nicht denkbar ist. Für Indien und China mit zusammen einem Drittel der Weltbevölkerung gilt dasselbe. Das sind aber alles existentielle Fragen! 

Stattdessen setzt man auf Billionen von Ausgaben, deren Effekt selbst unter freundlichsten Gesichtspunkten (also unter Annahmen der Erwärmungspropheten) einen geradezu lächerlich kleinen Effekt auf eine allfällige Temperaturerhöhung haben würde.

Verlängert man diese Gedanken aber wird rasch klar, daß die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels (wie gesagt: inmitten völliger wissenschaftlicher Unklarheit mit extrem widersprüchlichen Forschungsergebnissen; von denen manche sogar auf eine bevorstehende Abkühlung des Erdklimas hindeuten) direkt auf ganz neue Konflikte aus ganz unterschiedlichen Interessenslagen zusteuern, über die sich niemand je ernsthafte Gedanken gemacht zu haben scheint. Noch dazu wo man mit Bedrohungsszenarien agiert, die es in der kolportierten Form gar nicht gibt.

Man sollte also endlich aufhören Panik zu schüren, und stattdessen die wissenschaftliche Kraft auf eine dringend notwendige Grundlagenforschung über das Klima verwenden, das nämlich nach wie vor eine völlig unbekannte Größe ist, über das man nach wie vor wissenschaftlich so gut wie nichts weiß.









*060617*

Samstag, 29. April 2017

Im Kaleidoskop des Gewußten und der Lüge

Diese Anhörung fand erst im März diesen Jahres im US-Konreß statt. Denn der amerikanische Kongreß scheint immerhin seriös genug zu sein, genau zu wissen, was nun los ist, mti der Klimawissenschaft und dem Stand des Wissens. Also findens ich auch renommierteste Forscher auf der Bank derjenigen, deren Ansichten gehört und kaleidoskopartig aufgeführt werden. Darunter Michael Mann, John Christie und Judith Curry. 

Denn natürlich hat der Kongreß Recht wenn er sagt, daß man genau wissen muß, was die Wissenschaft sagt, denn WENN eine Klimakatastrophe vor der Tür steht (ob menschengemacht oder nicht) betrifft es unmittelbar die Politik weil die Menschen in den USA. Die Befragung ist hoch interessant, auch wenn das Video zweieinhalb Stunden dauert. Denn hier rollen sich sowohl diew wirklichen Wissensstände zum Thema aus, als sich auch Charakterbilder ergeben und Motive deutlich werden. Zu beidem möge sich der Leser selbst ein Bild machen. Übrigens: Michael Mann, der Erfinder des absurden "Hockey-Sticks" (er ist derzeit außerdem mit mehreren Verleumdungsklagen gegen ihn befaßt) log sogar vor diesem Ausschuß des Weißen Hauses.

Besonders soll das Augenmerkt des Lesers auf die Ausagen von John Christie gelenkt werdne, der in gewohnt beeindruckender Ruhe und Sachlichkeit zeigt, daß die Computermodelle nicht in der Lage sind, Wirklichkeit abzubilden. Die empirischen, beobachtbaren Gegebenheiten sprechen eineganz andere Sprache, erfüllen nicht den Vorhersagen. Etwa fehlt ein tropischer Hotspot, wie ihn die Klimamodelle aber vorhersagen und benötigen. Die Satellitendaten können einen solchen nicht finden oder bestätigen. Fazit: Wir wissen einfach nicht, was das Klima steuert, und man sollte Mittel und Energie darauf verwenden, die Grundlagenforschung zu stärken. Wir wissen einfach deutlich zu wenig!

Es offenbart sich in dieser Auseinandersetzung vor laufenden Kameras aber, wie sehr die derzeit dominierende "Klimaforschung" politisch beeinflußt ist, das geht hier eindeutig hervor. Und der Kongreß scheint immerhin motiviert, das zu ändern, was man nicht genug begrüßen könnte.

In dieser Anhörung geht es ja vor allem einmal um Gelder und deren Verwendung, mit der Hauptfrage, ob Forschungsgelder gekürzt werden sollen. Curry: "We are far from understanding the fundamentals of climate." Selbst sie meint freilich, daß nicht generell gekürzt werden sollte, aber sie meint, daß es höchste Zeit wäre, in fundamentale Forschung zu investieren, damit wir überhaupt einmal begreifen, was das Klima ist. Oder, wie ihr Kollege (im Gegensatz zu Michael Mann) ergänzt: Man kann nicht sagen, daß wir etwas verstehen, wenn wir nicht in der Lage sind, Wirklichkeit nachzubilden! Und das kann die Klimawissenschaft derzeit noch überhaupt nicht.

Verweis: Auf EIKE findet sich eine ins Deutsche übertragene Stellungnahme von Judith Curry zu dieser Anhörung.








*050417*

Samstag, 22. April 2017

Bis sie den Irrtum erkannte

Hier die wirklich beeindruckende Stellungnahme von Judith Curry vor dem US-Senat. Curry war ursprünglich, und das gibt sie zu, blind gewesen. Erst nach und nach habe sie entdeckt, daß das, was im Klimaalarmismus passiert, mit Wissenschaft nichts mehr zu tun hat, und daß die Umtriebe in Zusammenhang mit der Politisierung der Agenda den Ruf der Wissenschaft schwerstens beschädigen werden. Wissenschaftler sind dabei, in der öffentlichen Wahrnehmung zu einer bloßen "Lobbyisten-Gruppe" zu werden. 

Deshalb ist sie 2016 ausgestiegen. Denn sie kam zur Auffassung, daß wir es beim beobachtbaren Klimawandel mit völlig natürlichen Zyklen zu tun haben. Seither wird sie als Häretikerin" beschimpft.








Samstag, 8. April 2017

Eine Ruferin in der Wüste

Einige recht kluge Bemerkungen macht die Klimawisssenschaftlerin Judith Curry auf ihrem Blog zum jüngst initiierten "Marsch der Wissenschaftler" in Washington, mit dem sie präluminativ gegen die befürchteten (!) Kürzungen von Forschungsbudgets protestieren. Daß sie dabei ab und an "evidenz- und faktenbasierte Klimapolitik" fordern wirkt aber wie ein nettes Mäntelchen, denn daß die unter Obama so unselig verstärkte "Politisierung der Wissenschaft - Verwissenschaftlichung der Politik" so manche Faktenblüte ans Tageslicht gebracht hat (wie der jüngst aufgedeckte Skandal, daß vor dem Klimagipfel in Paris ganz gezielt Statistiken gefälsch worden waren, um den Druck auf die Entscheidungsträger etwas zu erhöhen - macht nix, dient ja alles der guten Sache ...) hat der Wissenschaft selbst sehr großen Schaden zugefügt und gefährdet mit stumpfsinnigen (und im übrigen falschen, das heißt: in NLP schön umgetopften) Sätzen wie "97 % der Wissenschaftler sind im Konsens: Der Klimawandel ist menschengemacht" ihre Glaubwürdigkeit. 

Aber eben, so Curry, ein wirkliches Anliegen ist den Protestierenden nicht zu entnehmen. Alles bleibt "so irgendwie". Weil eh alle wissen, was gemeint ist? Wirklich? Wird, so die Wissenschaftlerin, die resigniert aus dem offiziellen Universitäts-Forschungsbetrieb ausstieg weil er nur noch Politik betreibe, aber nicht mehr wissenschaftlich forsche,  ja diese Forschung sogar direkt beschränke und dafür "zweckdienliche Ergebnisse" akzeptiere, sonst gibt es kein Geld, wird also nicht gerade so ein gaz seltsames Bild erzeugt?

Denn die einen werden diesen Aufmarsch dazu benützen zu sagen: Die Wissenschaft ist gegen Trump. Und die anderen werden sagen: Seht, es geht denen keineswegs um wissenschaftliche Fakten, es geht ihnen nur ums Geld, nur um Politik! Und haben damit gar nicht so Unrecht, denn dieser Protest ist ein Protest der nur ein klar erkennbares Ziel hat: den Protestierern selber zu dienen. Und das hat einen soliden Beigeschmack.

Deshalb führt Curry einige Empfehlungen (Übertragung vom VdZ) an, die sie Wissenschaftlern dringend ans Herz legt, damit sie endlich begreifen, daß es um die Reputation der Wissenschaft als solche geht, die in der ganzen Klimadebatte bereits schwerstens in Gefahr geraten ist. Sie schreibt:
  • Stellen wir Wissenschaft doch endlich als Prozeß der, der sie nämlich ist, nicht als eine Liste von "Fakten", und laden wie die Öffentlichkeit ein, sich an diesem Prozeß zu beteiligen.
  • Wissenschaftliche Institutionen brauchen eine Reform ihrer selber, und Wissenschaftler sollten aus ihrem Elfenbeinturm kommen und sich mit der realen Welt auseinandersetzen. [link]
  • Universitäten brauchen ein neues Geschäftsmodell und Anreizstrukturen für Fakultätsmitglieder, die sich nicht auf staatliche Forschungsgelder berufen müssen, sondern sich nur an den Kriterien der Fakultät orientieren, die das Ziel haben muß, Studenten aller Stadien eine wissenschaftliche Ausbildung zuu vermitteln, und dadurch den Bedürfnissen der Gesellschaft zu dienen.
  • Wissenschaftler brauchen ein weit besseres Verständnis für politische Prozesse, über die Rolel die Wissenschaft darin spielt, und wie wissenschaftliche Komplexität, Mehrheitsmeinung und Unsicherheiten in der Wissenschaft im politischen Prozeß verwendet werden. "Evidenzbasierte Politik" ist zwar ein guter politischer Slogan, reicht aber nicht, um die eigentlichen politischen Prozesse zu beschreiben. [link]
  • Wissenschaftler müssen damit aufhören Wissenschaft dazu zu verwenden, um von der Plitik verlangte Ziele zu unterstützen.
  • Wissenschaftler müssen mehr tun als sich nur dann zu wehren, wenn unzutreffende Argumente und falsche Politik auftauchen. Wir müssen die Öffentlichkeit vielmehr aufklären, ja, sogar noch mehr, wir müssen sie einladen, sich unabhängig vom politischen Spektrum aktiv mit Wissenschaft auseinanderzusetzenn. [link]

***

Übrigens sind ihre wöchentlichen Rundschauen über aktuelle Wissenschaftsereignisse und Studien immer wieder sehr interessant. Sie tun genau das, was Judith Curry fordert: Sie machen deutlich, daß Wissenschaft ein ständiger Prozeß ist, und keine "Faktensammlung", die irgendwann "settled" sein könnte. In der Woche des obigen Blog-Eintrags stellt Curry da etwa Berichte über verbesserte Vorhersagemethoden zur Sommerausdehnung des arktischen Eises vor, oder nennt Datenbankenadresssen, berichtet von einer Studie die zu dem interessanten Ergebnis kommt, daß höhere Lufttemperaturen gegenteilig zur bisherigen Meinung die Schneeschmelze VERZÖGERN, bringt neue Erkenntnisse zum Klima der Vergangenheit, so die, daß die mittelalterliche Warmzeit offenbar den gesamten Globus umfaßt haben könnte, oder Forschungsergebnisse die zur Auffassung kommen, daß sich die Labrador-See bis Ende dieses Jahrhunderts beträchtlich abgekühlt haben wird, was zu unvorhersehbaren Folgen für das Klima weil einer Unterbrechung des Erwärmungstrends (den Curry im übrigen für tatsächlich gegeben hält) führen würde, oder verlinkt zu neuen Erkenntnissen zur Rolle der tropischen Regenwälder bei der Klimastabilisierung, verlinkt Berichte über die starken Schneefälle in Grönland von zuletzt, oder zu neuen Erkenntnissen über die offenbar weit größere Rolle, die die Art menschlicher Landnutzung auf den CO2-Eintrag in die Atmosphäre spielt, als bisher angenommen wurde, etc. etc.




*250317*