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Samstag, 15. Februar 2014

Völliges Umdenken (2)


Teil 2) Schaubergers Ideen - Der Film




Über Details etwa der Schauberger'schen Ansätze zu diskutieren ist deshalb vermutlich noch wenig produktiv. (Schön sind die ihm nachempfundenen Apparate auch nicht gerade, was auf jeden Fall einen Mangel anzeigt.) Und bedauerlicherweise finden sich seine Ideen auch meist in der esoterisch-irrationalen Ecke. Es muß aber zuerst um geistige Grundfragen, deshalb um Philosophie, nicht um phantasievolle oder subjektivistisch versonnene Weltbildentwürfe gehen. Wer glaubt, sich diese Mühe ersparen zu können, hat bereits den Zug versäumt.

Wiewohl manche Ansätze (man nehme die zur Flußregulierung) wohl sofort umsetzbar wären, manchmal sogar schon umgesetzt werden. Sehr gut ist auch ableitbar, wie begrenzt menschliche Einflüsse sind, denn die Kreisläufte der Natur sind wesentlich abgegrenzter, als lediglich begriffliche Abstraktionen, die real gar nicht existieren - "Weltklima" - glauben machen. Ein allgemeines Prinzip hat er darin entdeckt, als er die TemperaturDIFFERENZEN so bedeutend gewichtet hat. Denn die Glättung der Dinge als Auslöschung ihres Eigenseins, damit aber, in der Auslöschung ihrer Beziehungen, im Erlöschen ihrer Eigentätigkeit (das in die Zweitwirklichkeit reiner Ideenwelten flüchtet), findet sich bis in die heutige "Anti-Diskriminierung" oder päpstliche Aufrufe zur "Zärtlichkeit" als Aufrufe, Differenzen real zu ignorieren.

Er selbst mußte deshalb nicht zufällig zur Kenntnis nehmen, daß auch seine "Technik" zur Beschleunigung der Zerstörung verwendet werden kann, udn wurde: Seine großartigen Holzschwemmen etwa haben die "Entwaldung der Wälder" sogar noch optimiert. Wald bedeutet nicht "Anzahl von Bäumen", sondern ist weit mehr. Das kommt heraus, wenn man seine Ansätze mit dem "alten" Ansatz nimmt, dem seiner mit 180 Grad entgegenstand, wie er selber auch in anderen Ansätzen meinte. "Das Naturprinzip ist Implosion, nicht Explosion," schreibt er etwa einmal.

Was zu bedauern ist ist also gewiß, daß Schauberger sein oft so richtiges  Fühlen und Ahnen nicht in klares philosophisches Denken umformen konnte. Es hätte ihm viele Ansätze viel präziser und verstehbarer, damit nämlich auch umsetzbarer machen können. Eine "Krankheit", unter der so intuitive Charaktere wie er leider oft leiden. Sodaß sie woanders herauskommen, als sie beim Einschlüpfen beabsichtigt hatten. Was er zum Beispiel mit "metaphysischer KraftERZEUGUNG" beschreibt, ein Physikalisierung des Geistes, zeigt seine letzthinnige und eigentlich sehr bedauerliche denkerische Verwirrung. Denn ... da wird es blanker Unsinn.

Aber es erklärt seine Beschlagnahme durch die Narren (die in Wahrheit lediglich Lügner sind) der Esoterik*. Schauberger merkt nicht, daß er mangels denkerischer Formung im Nihilismus landet. Sodaß seine "letzten Erklärungen" nur noch abstrus sind, weil er technizistisch fortdenkt, was nicht technisch ist. Womit er letztlich sogar in stumpfsinnigen sozialen Utopien landet.

Je größer, je allgemeiner, je unkonkreter seine Erklärungs- und Lösungsvorschläge werden, desto groteskter werden sie also damit. Und er begann zu scheitern. Seine Maschinen wurden nicht mehr gebaut, oder versagten. Worin bemerkenswerte Parallelen zu Wilhelm Reich bestehen, der genauso die "Weltenergie" (Gott) technisch manipulierbar darstellte. Nihilisten werden zwangsläufig größen-wahnsinnig. Die Weltursache wird ihnen zur Idee.**




*Esoterik ist genau das nicht, als was sie von ihren Vertretern ausgegeben wird: Sie ist KEINE spirituelle, und schon gar keine religiöse Bewegung oder Suche aus religiöser Bewegtheit. Sie ist die Lüge der Unaufrichtigkeit, ein Charakterschaden. Esoteriker sind Lügner durch und durch.


**Ein wirklich ausgzeichnetes Beispiel für die daraus folgende Schwafelei bietet das Interview mit Jakob Mayer auf Youtube. Da stimmt sogar das eine oder andere an Teilaussage. Noch mehr freilich spielt der Narzißt, der da in Turnschuhen dasitzt und redet, genau mit solchen allgemeinen Aussagen. Aber in Summe ist es exakt das Gegenteil von Geistigkeit - eine einzige Schwafelei der Invertiertheit. Wie heißt es so schön? Am Abstieg begegnet einem dasselbe wie beim Aufstieg. Der Unterschied zeigt sich in einem simplen Vergleich: Der Esoteriker sucht im Einzelnen das Viele, er kommt deshalb nie zum Ende, jedes begegnende kann sein Grundsystem überwerfen. Er kommt nie zur Ruhe, es sei denn er lähmt sich im Schein durch Techniken. Der Metaphysiker (...) kommt im Einen zur Ruhe, das alles enthält, aber im Vielen Einzelnen nicht erschöpfbar ist. Deshalb kennt diese Denkweise auch keinen Unterschied zwischen Anorganischem und Organischem, zwischen Anorganischem und Tier, und zwischen Tier und Mensch. Sie habne keinen Geist, und deshalb erkennen sie auch keinen Geist. Übrigens: GENAU DAS, was hier bereits dargelegt wurde, offenbart sich auch in diesem Video von Mayer. Der tatsächlich den Informationsinhalt einer DVD (bzw. Internet AUS Esoterik) als Emanation des Weltengrundes sieht. Hier zeigen sich die Extremata, in denen auch Schauberger gelandet ist: "Ein Mensch wird, was er trinkt. Wasser ist Bewußtsein. Trinkt er gutes Wasser, wird Friede auf der Erde." Wie bitte? NEIN! Sie sind lediglich Schmarotzer am Konkurs des Rationalismus.


Teil 1





Teil 2




Teil 3




Teil 4




Teil 5



Teil 6




Teil 7




Teil 8




Viktor Schauberger - Vermutlich einzige erhaltene Tonaufnahme aus 1955
"Alles fing an, als ich mir die Frage stellte, wie es möglich war, 
daß Forellen selbst bei stark fließendem Gewässer 
mühelos gegen die Strömung stehen können."







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Freitag, 14. Februar 2014

Völliges Umdenken (1)

Jean-Henri Fabre schreibt einmal, daß alle die modernen (naturwissenschaftlichen) Ideen von Menschen in Umlauf gesetzt wurden, die Schreibtischtäter waren und sind. Woran es so fundamental mangelt ist das intensive, staunende, das Detail wirklich aufnehmende Beobachten der Natur selbst. So, wie er es mit seinen Insekten tat. Niemand mit solchen feinen Ohren und Augen wäre etwa auf den Evolutionismus der Gegenwart gekommen.

Wer - so wie auch der Verfasser dieser Zeilen das Glück in seiner Kindheit "im Wald" hatte - stundenlang auf dem Boden liegt und den Lebewesen zusieht, kommt zu völlig anderen Ansätzen über das Wesen der Wirklichkeit, als sie heute weil seinsvergessen das Denken zum Rationalismus lähmen.

Einen sehr ähnlichen Ansatz, zu sehr gleicher Zeit, pflegte ein Österreicher. Dieser Film (80 min gesamt) ist dazu äußerst anregend - die Überlegungen von Viktor Schauberger (1885-1958), einem Forstmeister aus dem österreichisch-böhmischen Grenzgebiet. Der von intensiver Naturbeobachtung ausging, und deren Prinzipien aufnahm, und zu einem neuen Ansatz in der Technik führte. Frei von Obskurantismus und Immanentismen, sieht man den vollen metaphysischen Hintergrund - von dem im Grunde Schauberger ausging. Mit Esoterik haben seine Überlegungen damit nichts mehr zu tun. Dafür aber alles mit ausgereifter Naturphilosophie, der es auf so erschütternde Weise der gegenwärtigen Wissenschaft fehlt.

Dazu muß man freilich so manche Begrifflichkeit auch in dem Film mit Vorsicht nehmen. Denn mit "Leben" hat "Energie" noch nichts zu tun, das sind keine Real-Identitäten. Gerade im Sprechen von Energie sind viele Begriffe lediglich physikalisch-mathematische Äquivalente, keineswegs identische reale Dinge. Eine Scheidung, die in der Esoterik als Phantasterei der geistigen Trägheit nicht gemacht wird, sodaß sie auf dem Sumpfboden des immanentistischen Technizismus ihre Blüten treibt, die häufig sogar simpelste Begriffsverwirrung sind. Was zu so völlig schwachsinnigen Aussagen führt, und das sogar häufig, wie Gott SEI ("ist gleich") Energie. Gar, die man sich zunutze machen könne. Dazu aber noch später. 

Nur ein radikal neuer Ansatz aber könnte abwenden, darin hat Schauberger zweifellos recht, worauf wir in immer mehr gesteigertem Tempo zusteuern - einem Totalkollaps eines hyperkritisch gewordenen, immer totaleren, umfassenderen Systems, dem keine Optimierung (wie im Zentralismus ja verzweifelt versucht) helfen kann, weil es dadurch noch potentiell-katastrophischere Ausmaße annimmt. 

Nichts muß dabei "weggeworfen" werden, auch keine wissenschaftlichen Teilergebnisse. Aber sie müssen vielfach völlig neu eingeordnet und relativiert werden. Sie bloß als Anwendungsoptimierung, aus der Technik alleine heraus verstehen zu wollen, würde zu nichts führen. Sie als Möglichkeit, die derzeitige Lebensweise zu retten zu verwenden, würde nichts ändern, oder gar zu einer Ökologiepolitik wie derzeit führen, wo man die Umwelt zerstört, um die Umwelt zu schützen. Auch Utopien egal welcher Richtung sind da auszuscheiden, auch sie sind Ausfluß derselben verfehlten Denkweise - des "Drückens", des Explodierens, nicht der Rhythmik des zentrifugalen und -pedalen, wie Schauberger es nennt.

Weil alles aus der Differenz zueinander agiert, aber nicht nur: aus der hierarchischen Ordnung heraus, in der sich alles findet, was ist. Schauberger arbeitet ja in seinem Denken mit genau diesen Beziehungen jeweiligen Selbstseins in Zuständen "zur" anschließenden Welt. Wo das Niedere dem Höheren dient, das Höhere das Niedere passiv aufnimmt, integriert weil transformiert, und in neue, ihm gemäße Aktivität umsetzt. Im Wesentlichen ist das das Geheimnis der einfachsten chemischen Vorgänge. Die großartigen und klaren Gedanken des Chemikers Alwin Mittasch dazu werden an dieser Stelle noch ihren Niederschlag finden.

Auch daß alles, was ist, sich in einer mathematisch erfaßbaren Proportionalität, Geometrie und Größenverhältnissen findet, ist zweifellos richtig. Aber es sind nicht die Größenverhältnisse, die die Dinge konstituieren, sondern diese sind Symbole aus Grundverfaßtheiten der Wirklichkeit, im letzten Analogien (unvollkommene Ähnlichkeiten) zu Gott, dem Dreifaltigen.

Das alles reicht bis zur narrenhaften Physikalisierung des Zeit-Begriffs aus dem Mißverständnis betreffend Einsteins Zeit-Raum-Korrelation. Das Stichwort technisch möglicher "Zeitreisen" soll da genügen.

Deshalb "ist" Wasser nicht "Leben". Man kann es niemals "lebendig" machen, sondern es dient dem Lebendigen, in seiner Stufe, auf seine Art: ganz unten gewissermaßen. Auf daß es alles Höhere aufnimmt und transformiert. So wichtig es dabei auch ist, und so wichtig dabei auch seine physikalisch-chemischen Eigenschaften sein mögen, die eine entsprechend vielfältigere Reaktion/Aktion des Ausnehmenden bewirken (können). Daß es hierbei der ganzen Natur zugrundeliegt ist einfach sachlich davon unterschieden. Was lebt braucht zuerst Wasser, aber Wasser IST nicht das, was real lebendig MACHT.



 Teil 2) Schaubergers Ideen - Der Film




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