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Mittwoch, 2. November 2022

Gedankensplitter (1439)

Als das Buch über "den wahren Anthony Fauci" einlangte, fiel mir sofort der Satz am Schutzumschlag auf: "Bill Gates, die Pharmaindustrie und der globale Krieg gegen Demokratie und Gesundheit"

Welch cleverer, aber in seiner Struktur besonders einsichtsreicher Schachzug war, daß man die Menschen glauben macht, daß es eine Neue Weltordnung geben solle, die ein Angriff auf Demokratie und Freiheit sei. Nicht nur, daß das begrifflich Unsinn ist, wird damit eine fast ultimative Identifikation auf Liberalismus (Freiheit) und Demokratie als das einzige menschliche Ordnungssystem menschlicher Gemeinschaften festgezurrt. Damit entsteht eine widernatürliche Verfestigung, die den Blick vor der wahren Ordnung in Gott fast unüberwindbar zustellt.

Samstag, 6. August 2022

Gedankensplitter (1430)

Die der Partei der Grünen zugehörige Frau Minister Annalena Baerbock hat (als dt. Außenministerin fällt das wohl in ihre Zuständigkeit) die Aufnahmsprüfung für die deutsche Diplomatenakademie abgeschafft. 

Grund? Die Prüfung bestand u. a. aus psychologischen Tests samt Fragen zum Allgemeinwissen. Aber zu wenige Frauen konnte diese Anforderungen erfüllen. Das hat den Kriterien der von Frau Baerbocks bei Amtsantritt angekünigten "feministischen Außenpolitik" offenbar nicht entsprochen. 

Aber ehe der Leser nun auf gewohnte Weise reagiert, werfe ich gleich einen Block in die Speiche. Wir müssen die Sache nämlich anders angehen. Neu. 

Mittwoch, 8. Juni 2022

Im Prinzip dargestellt

Ein Prinzip - Ganz sicher kann man deshalb sagen, daß es keine Idee heidnischer, nicht-christlicher Religioen gibt, die Substanz hat, die sich nicht auch im Christentum wiederfindet, dort freilich in ihrer reinsten und vollkommensten Form. Man kann es durchaus abre auch so furmulieren: Es gibt praktisch kaum eine Idee im Christentum, die sich icht in einer mehr oder weniger abgeänderten Form auch in den Heidenreligionen findet.

Aber nicht in einem Sinne, daß der Katholizismus (kat-holon - das Allumfassende) wie ein synkretistisches, ekklektizistisches Unterfangen alles aufsammelt, wie der Staubsauger in meiner Wohnung, was da so herumliegt und -lag. Und auch nicht alles in völlig gleicher oder der direkt gleich zu verstehenden Weise enthält, wie alle diese Religionen und Weltanschauungen (die ja zu guten Teilen ebenfalls Religionen sind, so rational sie sich auch geben mögen - schon dieses Bekenntnis zur Rationalität kommt einem religiösen Bekenntnisse gleich) 

Dienstag, 12. April 2022

Problem eines skrupellosen Kampfes um Elitarität

Näherungspunkt - Interviewgespräch zwischen Marc Friedrich und Ulrike Guerot. Die Sprachliche Eigenart als Bestandteil der persönlichen Grammatik, aus der heraus eine Weltsicht und die Art, wie sie präsentiert wird, hervorwächst. Guerot tritt einmal mehr als Repräsentantin DES gesellschaftlich-kulturellen Hauptdiskurses auf, sieht sich auch so (ohne dazu eine Wertung abzugeben, es könnte ja sein, daß? warum nicht, später) und die derzeitige Welle, auf der sie zu den populärsten Stimmen in den "Intellektuellenschichten" zählt, als Teil ihres eigenen Auftretens.

Was aber einmal mehr auffällt ist, wie sehr dieser sogenannte "öffentliche Diskurs" Identitätsquelle ist. Als Teil einer hierarchischen Ebene (Schichte, Verortungsmöglichkeit), die sich als Elite definiert, und recht weit oben siedelt. Umso bedeutender ist die Erzählung der Aufklärung, in der der Diskurs die entscheidende Bedeutung hat. Wie überall, wo es noch "Platz nach oben" gibt, also Personen nach oben kommen wolle. Oben als jenem Ort, an dem sie endlich aufhören können, zu definieren, zu erklären, um einfach "per Erlaß" durchsetzen zu können.

Dienstag, 15. März 2022

Was in digitalien Medien zu erkennen ist

Aus den dem Betreiber zugängigen Zugriffsstatistiken auf dieses Blog läßt sich so manches erkennen, wenn man weiß, worauf man achten muß. So habe ich erkannt, daß die regelmäßigen Besuche von gewissen PR-Komplexen sowie die gewisser Detektionsseiten, die offenbar Stimmungen in der Öffentlichkeit zu erfassen sucht, auch Art und Inhalte öffentlichen Disputs analysiert.

Die Bedeutung dieser Durchsuchungen in einer bestimmten Nuance ist mir erst jetzt (bei internationalen Konflikten wie derzeit, im Ukraine-Konflikt, sind diese Seiten ganz besonders aktiv) klar geworden. Ausgangspunkt waren die regelmäßig aufzufindenden Besuchspuren einer Seite, die sich auf Plagiate spezialisiert zu haben scheint.

Nun ist mir klar, daß es bei der Bestimmung einzelner Personen und deren Veröffentlichungen für deren Relevanz offizielle Zahlen (wie über Nennungen, Berufungen, Verlinkungen) kaum einen Wert haben. Denn bis zu einem eigenen Text auf Blogs und Internetseiten ist noch ein weiter Weg. Bis dorthin ist jeder Hinweis längst verduftet. 

Montag, 31. Januar 2022

Wo man nicht hingehört

Warum die Intellektuellen in der Krise so versagen? Werte Leser, schauen Sie sich das Video an. Es genügen ja die ersten dreiminuten. Dann wissen Sie es aber. Denn wenn sich so eine Flachdümplerei das Niveau der "Creme der Intellektuellen" ist, wenn das Zugehören zur "Anti-", mit der primitiven Vernünftlerei, die zwischen Rationalisierung und Motiv nicht unterscheiden kann, die derartig lächerlich oberflächliche Floskeln von sich gibt, die einen Gemeinplatz nach dem anderen auf de Tisch knallt, und das dann für intellektuelle Tiefe hält, dann kann ich nciht mehr anders. Dann muß ich es hierherstellen, und darf Ihnen sagen: Nein. Das bin ich sicher nicht. 

Und wenn Ihnen das hier Gezeigte lieber ist, werter Leser, dann ist das Ihre Angelegenheit. Ich habe Sie gewarnt. Sollte ich bislang die Grenzen zu wenig deutlich gemacht haben, dann möchte ich das umso heftiger nachholen. Und umso härter daran arbeiten, die Meta-Position herauszuarbeiten, um die es aber geht. Nur mit dieser aber werden Sie das, was derzeit geschieht, in geistiger Gesundheit überstehen, oder eine solche wiedergewinnen, weil sich aus dem Schutt, den man auf uns alle abgeladen hat und ablädt, freizugraben. 

Freitag, 26. November 2021

Albaner? Warum Albaner? (2)

Warum niemand sein Geschlecht wählen kann (aber ergreifen muß.) Und andere Enthüllungen aus der großen Kiste der Wahrheiten.Das Problem geht "top down - von oben nach unten". Denn es sind die Führungsschichten, die korrumpiert sind. Erst unlängst ist die American Health Society an die Öffentlichkeit getreten und hat gefordert, daß auf den Geburtsdokumenten jeder Hinweis auf "Geschlecht" vermieden werden sollte.  Der Grund ist, daß "die" Studenten den Druck auf die Professoren erhöhen, die Medizin "genderneutral/-gerecht" zu lehren bzw. zu gestalten. 

Nun wären die Professoren selbst gar nicht dazu bereit. Aber es sind die übergeordneten Gremien, die das aufgreifen und durchsetzen wollen, und über die Anstellungsdekrete jede Macht haben. Diese Verwaltungsbehörden aber sind selbst bereits ein "Insidergeschäft" verwirrter Wissenschaft, denn man kann an eben diesen verwirrten Universitäten einen Abschuß in (gender-gespülter) "Universitätsverwaltung" machen, sodaß dafür gesorgt ist, daß schon die Falschen die Weichen stellen! Was soll so ein Expertentum also an brauchbaren Lösungen erarbeiten?
Wollen Sie, werter Leser, einem Arzt vertrauen, der allen Ernstes behauptet, es gäbe kein biologisch relevantes Geschlecht - und zwar in der Polarität von Mann und Frau? Was soll man also von so einem Arzt denken, der die simpelsten Augenfälligkeiten zugunsten eines absurden Weltbildes ignoriert, und sie danach behandelt? 

Donnerstag, 25. November 2021

Albaner? Warum Albaner? (1)

Ein früherer Herausgeber des "Lancet", eines der führenden Wissenschaftsmagazine der Welt der Medizin, dessen Name nichts zur Sache tut und zur Schonung der Person verschwiegen bleiben soll, war der Meinung, daß es zielführend sei bei einer Studie, die in dieser Zeit herauskommt und publiziert wird (sic!), davon auszugehen, daß sie falsch ist und völlig unsinnige "Resultate" verkündet. Und ein leitender Redakteur eines weiteren führenden britischen Magazins, des "British Medical Journal", sprach davon, daß mindestens - mindestens! - jede zweite Studie in der Medizin, die heute veröffentlicht wird, in die Tonne gehörte, weil sie unwissenschaftlich ist und falsche Aussagen "beweist".

QR Briggs im Interview

Das sind nur ein paar der vielen scharfsinnigen Aussagen, die William M. Briggs in einer nächsten Radiosendung in einer amüsanten Plauderei preisgibt. Wo er sein nächstes Buch ankündigt, in dem er Beweise, wissenschaftliche Beweise für eine Unzahl von Fehlern und Irrtümern liefern wird (das Buch erscheint in diesen Wochen), die die Linke vertritt oder - und das ist noch schlimmer - von denen sie nicht einmal weiß, daß sie sie als Postulate annimmt. Und die Linke hat ihren angekündigten Marsch durch die Institutionen wahr gemacht. 

Sie beherrscht den Wissenschaftsbetrieb fast lückenlos. Und hat "die Wissenschaft" in einen Zustand gebracht, in dem sie nicht mehr zu retten ist. Sie ist durch und durch politisiert, und durch und durch "woke", das heißt einem Diktat "zu habender Resultate" unterstellt. 

Freitag, 8. Oktober 2021

Bewußt in den Tod geschickt

Wann der sogenannte "Vietnam-Krieg" begonnen hat ist fließend. Man muß für den Beginn der militärischen Auseinandersetzungen in Südostasien die frühen 1950er Jahre ansetzen. Als das Kolonialreich Frankreichs, welches Land im gerade vergangenen Zweiten Weltkrieg zwar als "Siegermacht" installiert worden, das aber im Grunde eine geschlagene Nation war, an allen Ecken und Enden auseinanderzubrechen begann. 

In Afrika (Algerien, Marokko, Zentralafrika) ebenso wie im südostasiatischen "Französisch Indochina". Die Kämpfe an allen diesen Fronten überforderten das Land völlig. Überall waren unkoordinierte Befreiungsbewegungen entstanden, an deren Spitze sich locker die Kommunisten etablierten, die wenigstens Ordnung, vor allem aber Unterstützung durch den großen Bruder "Kommunismus" brachten. Zwar gab es die "Légion étrangère", ja es gab bis in die mittleren 1950er Jahre Einheiten mit über 5.000 ehemaligen Deutschen, SS-Soldaten, rekrutiert aus Männern in Gefangenenlagern nach 1945, die aufgrund ihrer Vergangenheit keine Chance im neuentstehenden Deutschland mehr sahen, aber Frankreich war den Auseinandersetzungen nicht mehr gewachsen. 

Montag, 13. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (3)

Jetzt haben wir den Schuldigen. Und wir haben den einzigen, der alle Fäden zusammenfassen und zu einer Ordnung führen kann: Und das ist NICHT Bill Gates, und das ist nicht einmal Satan, die alle gerne "wären wie Gott". Aber es gibt nur einen Gott, das sagen sogar die Muslime. Und das ist jener GOTT, der in seiner Kirche da ist. - Herrschaften und deren Damen, lassen wir doch endlich dieses Herumgemache um den Schuldigen, der mal hier, mal dort sitzt, mal dieser, mal jener sein soll, mal dies oder jenes ist. Und in dem wir so seltsam auf keinen grünen Zweig kommen.
 
Warum? Weil er sich gar nie - als Mensch, oder als menschengemacht; das nur indirekt, im Sinne von (wieder: indirekt) "benützt dazu" - offenbaren kann, und wenn er das täte (sagen wir etwa wie wenn Bill Gates aufstehen und sagen würde YES, I AM AND I CAN) könnten wir lachen. Wie immer, wenn sich ein Mensch als DER GROSZE URHEBER bezeichnen würde, können wir sofort die Sache abhaken und ihn auf ein Kracherl zum MacDonalds einladen. Denn er lügt zum Herzerweichen. 

Sonntag, 12. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (2)

Worum es aber geht. Worum es nicht geht. Und was wir um Gottes Willen nicht ständig und deshalb bald total vergessen sollten! Ich meine - wir sind doch keine Heiden. Wie die Rechte. Oder? - Niemals. Wer die höchsten Sphären kennengelernt hat weiß, wie dilettantisch es sogar dort zugeht, mißt man sie an ihrer reduktiv-menschlichen Größe. Sodaß man nur hoffen kann, daß das Schicksal der von ihnen Beherrschten NICHT vom Persönlichen abhängt. Überall und immer. Man muß nämlich erkennen, wie zufällig die höchsten Personen und Gremien entscheiden, wie lächerlich falsch Urteile über Weltlagen, wie verbogen die Charaktere sind, die überall als Eliten maskiert haben, aber nie mehr sind als vorübergehende Revolutionsgarden. 

Warum ist das so? Weil der Mensch so ist, ganz einfach, und je mehr er sein Schicksal meint in "seine eigenen Hände" nehmen zu müssen, desto dramatischer ist er seiner eigenen Lächerlichkeit ausgeliefert. Lächerlichkeit, weil der Mensch so ist. Und überall sind Menschen die Träger, aber in postrevolutionären Bedingungen sind sie die, "auf die es ankommt." (In einer Monarchie sind die Eliten eher nebensächlich, einerseits, anderseits Merkmale von Gestalt und Volksnatur. Daß wir das vor 1918 kaum noch so erlebt haben hat historische Ursachen, die Zerstörung war bereits weitgehend vollzogen, der Zusammenbruch also nicht zufällig. Zur Illustration und Vertiefung dieses Themas kann "Die Merowinger" von H. v. Doderer wärmstens empfohlen werden.)

Deshalb würde es auch nicht anders, wenn Sie oder Sie, werter Leser, endlich "nach oben" kämen. Die Grünen liefern seit vielen Jahren das allerbeste Beispiel dafür ab, wie es - mit Verlaub, aber es muß gesagt sein - jenen ergeht, die da unten stehen und meinen, besser als die (natürlich immer: derzeit, nur derzeit, nicht immer, klar) da oben wissen, wie es geht. Plötzlich vor die Realitäten gestellt, knicken sie vor diesen auch jedesmal, wirklich jedesmal ein, und werden binnen weniger Atemzüge zu den schlimmsten Systemdienern und Sesselklebern, die überhaupt vorstellbar sind.

Samstag, 11. September 2021

Zeit, Tacheles zu reden (1)

So gut wie alle "Kritiker" sind der Meinung, und in diesem Punkt (aber auch nur in diesem) könnte man ihnen auch kaum widersprechen, daß sich hinter der Corona-Panikmie ein zentraler Kopf steht. Zu koordiniert, zu zielorientiert erscheint alles, und aus dem "cui bono?" lassen sich alle möglichen Menschen oder Gruppen als diese Köpfe identifizieren. 

Bei Bill Gates angefangen, geht das heitere Rätselraten (denn mehr ist es nicht) über George Soros, die Freimaurer (die ihre Bocksfüße scheinbar überall drin haben), die Rothschilds und vor allem die von Caroll Quigley so schlüssig und plausibel entschlüsselte, auf Cecil Rhodes, Rothschilds und Milner zurückgehende Gruppierung der "Kreis im Kreis im Kreis im Kreis ..."-Verschwörung. Denn als solche bezeichnen sich diese Leute ja sogar selber. Ihr Ziel ist es, unter der Flagge der Überlegenheit der englischen (als der blond-, rotschopfigen oder auch nicht, in jedem Fall aber der) anglo-amerikanisch-protestantischen "Rasse" und Zivilisation die Weltherrschaft an sich zu reißen. Aus Pflicht, aus Sorge um das Wohl der Menschen. Angeblich. 

Aber damit ist noch niemand zufrieden.

Sonntag, 9. Februar 2020

Finde den Fehler (2)

Wenn wir schon bei Intelligenz sind, könnten wir auch gleich darüber mutmaßen, warum sie seit vielen Jahren nachweislich weltweit sinkt. Na wenigstens wird sie durch Engagement ersetzt, diesen Kollektivruf des "Wir wissen zwar nicht, wo wir hinfahren, aber dafür sind wir schneller dort."







Freitag, 7. Februar 2020

Finde den Fehler (1)

Diese Graphik fand der VdZ auf Klonovskys Acta diurna-Seiten. Sie zeigt vermutlich eine Anzeige in irgendeinem City- oder Stadtblatt. Da muß man nix mehr dazu sagen. Der Leser darf sich kommentarlos amüsieren und den Kopf über das Intelligenzniveau mancher schütteln.






Mittwoch, 6. November 2019

Warum Clinton die Wahl verlor (3)

Teil 3)



Wenn aber eine Gesellschaft aufhört, ihre Potentiale zu suchen und dann "auszunützen", wie das bei Harvard der Fall ist, wo man aus "moralischen Gründen" Ethnien und Studierendengruppen ausschließt und benachteiligt, nur weil sie nicht der gewünschten Gruppe zugehören, dann wird das ohne jeden Zweifel in einer Katastrophe enden. Denn dann fehlen zunehmend Leute, die schöpferisch und produktiv sind. Und es ist ohnehin immer nur eine kleine Minderheit, die egal in welchem Bereich die eigentliche produktive Arbeit leistet. Eine Gesellschaft, die auf diese Leute zu verzichten bereit ist, wird unweigerlich ärmer. 

Weil aber so ein Vorgehen ungerecht ist, wird sich noch etwas entwickeln: Die Universitäten selbst werden immer mehr Objekt von Zynismus. Auch sie verlieren also dabei ihre Ernsthaftigkeit, mit der sie gesehen werden. 

Dessen ungeachtet steht zwar die Rechte in der großen Gefahr, durch Konzentration auf diese Frage intellektuell und moralisch völlig abzustürzen. Aber dem steht eine Entwicklung der Linken gegenüber, die seit hundert Jahren durch ein völliges Versagen ihrer Intelligentsia in eine Richtung gewandert ist, in der sie absolut versagt, meint Peterson.

Und hier beginnt es neuerlich markant zu werden, denn was er dann als sein Denken vorstellt zeigt eben dieses selbe Versagen. Der Reihe nach: Peterson meint, es sei ein Merkmal von Linksorientierung von Intellektuellen, offener, kreativer, weniger hierarchisch-liniengebunden zu sein. Sie mögen, um es pauschal zu sagen, keine Grenzen. Nicht zwischen geistigen Gebieten, nicht (buchstäblich) um ihre Staaten. Grenzen behindern den freien Informationsfluß, so der Hintergrund, und Linksorientierte lieben (angeblich) den freien Informationsfluß.

Aber sie übersehen nicht nur, daß damit die Dinge verworren und unklar werden, sondern sie übersehen auch, daß diese Art mit Information umzugehen keineswegs - wie bei der Rechten, wo Auschwitz und Hitler das Böse darstellen, wohin sie driften kann - automatisch zum Guten führt: Sie weigern sich zu sehen, daß auch die Linke mit Stalin und Mao bewiesen hat, daß ihre Konzeption in nicht weniger humanitäre Katastrophen münden kann. 

Ein schwaches Argument, meint der VdZ, ein sehr schwaches sogar, das im Grunde auf einer wenig reflektierten Frage aufruht, was denn rechts oder links überhaupt sei. Und was rechts und konservativ miteinander zu tun haben. Und ob Hitler und der Nationalsozialismus überhaupt rechts waren. Wir haben wieder den liberalen Gestus (und Peterson ist ein Liberaler), der erst dort aufschreit, wo es offensichtlich (und guckediwutz, immer posthoc) "böse" wird. Die Rechte "ging zu weit", deshalb Auschwitz und Hitler. Das weiß jeder, sowohl Rechte wie Linke. 

Die Linke ist aber deshalb schlimmer, weil sie niemals akzeptiert und jede Diskussion darüber verweigert, daß sie auch im Gulag landen könnte. Niemals gibt es Linke, die das für möglich halten. Dabei ist evident, daß das so ausgehen kann und bereits so ausgegangen ist. Die Linke hat kein intellektuelles Moment, in dem sich beweisen ließe, daß sie automatisch zu weit führen würde, wie das bei der Rechten der Fall ist (mit ihrem ethnisch-rassistischen Merkmal). Es wird also leider noch schwächeres Gefasel, das Peterson von sich gibt. 

Denn natürlich kann er das nicht sehen, weil er (wie jeder Liberale) auf demselben Pferd des Materialismus sitzt wie die Linke, und auch er weiß es nicht. Das hilft es wenig, wenn er meint, daß Solschenizyn ein wenig versucht hat, das zu zeigen, indem er die Neigung des Menschen zeigt, persönliche Schwächen zur Entfaltung zu bringen, was im Sozialismus eben besonders gut gelingen könne. Das Überlaufen des linken Denkens in die Abscheulichkeiten des Kommunismus im 20. Jahrhundert (und man vergesse doch nicht das heutige China) ist reine Pathologie, nicht Merkmal des linken Denkens selbst. Da hat Peterson also sogar Solschenizyn nicht verstanden, sondern nur einiges von ihm verwertet.

Für Peterson ist also die Schwäche der heutigen Linken eine reine Frage des Maßes, der Geschwindigkeit der Lokomotive sohin, nicht die Richtung der Schienen, auf denen sie fährt. Was Peterson also zum Liberalen und nicht zum Linken macht? Na irgendein Gefühl, irgendein "das geht zu weit"-Gefühl. Mehr ist es nicht. Sollen Krankenschwestern nur Frauen sein? Nein, sagt er, warum soll es nicht auch ein Mann sein. Sollen Klempner nur Männer sein? Nein, warum nicht auch mal eine Frau? 

Alles kommt auf den Einzelnen und seine Wahl an, und die muß unbeschränkt möglich sein. Da nimmt es nicht mehr weiter wunder, wenn Peterson ein regelrechtes Lied auf die wunderbare kommunistische Idee der Brüderlichkeit aller Menschen - oh französische Revolution und Aufklärung, schaut herunter! - singt, die doch so wunderbar und universalistisch ist. Wenn man sie nur da und dort beschränkt, so ungefähr. Nur bei den Nazis, da war das Böse von Anfang an eingebaut. Und überhaupt ist es schlimm, das sieht doch jeder, wenn sich eine Gruppe für überlegen hält.*

Na geht es noch blöder, mit Verlaub? Es gibt dabei tatsächlich Leute, die Peterson für einen der führenden Intellektuellen der Welt halten. Dabei ist er selber Träger der Seuche, die er zu bekämpfen vorgibt.

Wir kommen damit immer wieder auf denselben Punkt, der als das eigentliche Scheitern der Wissenschaft des Westens bezeichnet werden muß, nicht nur das Scheitern von Peterson: Die intrinsische Reduktion des Denkens auf technische Vorgänge, der Verlust des Denkens in Gestalten. Denken muß aber SEIN, ist die lauthafte, worthafte Manifestation der Gestalt, kein Herunterdeklinieren von logisch-rationalen Operationen. Diese sind selbst nur Teil des Gesamtprozesses der Gestaltenbegegnung und -abwägung als eigentlicher Denkprozeß, der zwar nie antilogisch, aber vor- und überlogisch sein kann, nein, sein muß. 

Sinn und Maß gibt es nur in der Selbstüberschreitung auf eine wirkliche Wirklichkeit, die zum einen ein Mosaik der göttlichen Weisheit ist, ein gigantisches, unendliches Netz der Ordnung von Ideen, und zum anderen logis, also in sich lebendiges Wort, das sich in der Kommunikation eröffnet und erschließt. Das ist Denken, das ist Intelligenz, das ist Wahrheit und Weisheit. Der das Böse entgegensteht, sodaß dort, wo Böses Raum erhält, auch das Denken schwächer wird und verschwindet, zur bloß rational-mathematischen Operation wird.

Wir haben nach vierzig Minuten abgeschaltet. Der Anteil von Stroh in Petersons Denken wird immer größer und deutlicher sichtbar, die eventuell inspirierenden Anregungen und Samen schon sehr spärlich. Da kann auch Murray das Eisen nicht aus dem Feuer reißen, wenn er spitzfindig beobachtet, daß der Linken die Faschisten, gegen die sie kämpfen, ausgehe, weil es so wenige gibt. Daß sich offen als Kommunist zu bekennen zumindest in England schon regelrecht Mode geworden ist, welch Bekenntnis man aufs T-Shirt prägt.





*Mister Peterson, es geht noch schlimmer: Zu allen Zeiten und Orten haben sich Völker für überlegen über ihre Nachbarn gehalten. Warum? Weil Mensch eben aus der Gruppe ersteht, und deshalb das Menschliche zuerst einmal aus der Gruppe entsteht und lebt. Somit ist Menschsein immer und überall zuerst auf die eigene Gruppe bezogen, weil es so in der Realität auch IST. Und erst DARAUS, aus dem Gefühl der eigenen Überlegenheit sohin! erwächst allmählich auch das Begreifen des abstrakten Menschseins, das aber NUR durch das konkrete Menschsein "als" etwas oder jenes geschieht.




*160919*

Dienstag, 5. November 2019

Warum Clinton die Wahl verlor (2)

Teil 2)



Nun, wo das nicht mehr hilft (weil kontraproduktiv wäre), setzt die Linke auf das Gegenteil und lehnt den IQ als Kriterium für gesellschaftlichen Rang ab. Denn das erzeugt tatsächlich Gruppen (aha?!), insbesonders wenn man nach Zusammenhängen, Ursachen und Wirkungen sucht. Und das tut man mit IQ-Forschungen, was sonst. Sie übersieht auch, daß es in Afrika und unter Schwarzen (und darum geht es am vordringlichsten) stärkere genetische Unterschiede gibt als zwischen allen übrigen Völkern der Welt. Das gehört zu den großen Rätseln der IQ-Forschung, und man weiß nicht, warum das so ist, warum generell einzelne ethnische Gruppen, die sich allesamt genetisch untereinander differenzieren, hohe oder niedrige IQ-Ergebnisse liefert. Tatsache ist dabei, daß im Fall, daß man nur davon ausgeht, zu einer Rechtfertigung der schlimmsten Rassentheorien kommen könnte, in denen eine Hierarchie der Rassen gelesen wird.

Dennoch muß man von der Bedeutung des IQ ausgehen, und es ist wäre sehr wichtig, seine Ursprünge zu erforschen. Denn die bloßen Tatsachen führen direkt zum Problem der Ashkenazy-Juden, die in höheren gesellschaftlichen Rängen exorbitant überrepräsentiert sind, meint Peterson. Wenn man das nicht erklären kann, ist der Raum frei für Verschwörungstheorien. Es ist einfach so, daß sich Tatsachen nicht immer mit moralischen Wunschvorstellungen decken.* Und derzeit muß man zur Kenntnis nehmen, sagt Peterson, daß es in den gesamten Sozialwissenschaften keinen zuverlässigeren Wert als den IQ gibt, um zu ermitteln, ob jemand am Rand der Welt steht oder gar hinunterfällt oder nicht. Die Stellung eines Menschen hat ganz viel mit seiner Fähigkeit zur Abstraktion zu tun. Daraus ergibt sich dann ein je anderes Wertgefüge, und das ist der Schlüssel eines Zugangs zur Welt.

Daß es darüber hinaus noch einen Wert "an sich" gibt, den jeder Mensch hat, ist eine völlig andere Frage, die man damit nicht vermischen darf. Denn das ist ja die Gefahr, daß man den IQ zum einzigen Kriterium und Wertmaßstab für den Menschen macht, und das ist sicher falsch. Dennoch bleibt es eine Tatsache, daß sich innerhalb einer Gesellschaft oder Gruppe IQ-Messungen entlang ethnischer Gruppengrenzen bewegen. Wir stoßen also hier auf das Problem der Kulturen: Sind alle wirklich gleich, gleich wichtig, gleichbedeutend, gleichwertig? Oder gibt es Kulturen, die anderen tatsächlich und in Hinsicht auf die Gelungenheit des Lebens überlegen sind? Sind das wirklich nur Vorurteile, sind das wirklich nur manipulative Gedanken, wie die Linke es sieht?

Deshalb hat sich der IQ-Test überall etabliert, vor allem an den Universitäten. Man muß heute also davon sprechen, daß unsere Hierarchien von IQ-Werten geprägt sind. Und es führt auch kein Weg daran vorbei, IQ als Maßstab zu sehen, denn wer heute bestimmte abstraktive Fähigkeiten - sagen wir in der Bedienung von Computern - besitzt, wird in den nächsten Jahrzehnten ganz sicher verlieren.**

Was Murray dazu sagt ist wert, notiert zu werden. Denn er sieht eine beängstigende Koinzidenz zwischen dem Aufkommen des IQ als Wertmaßstab - und der immer extremeren Erosion des Begreifens der Heiligkeit des Menschen. Es herrscht eine regelrechte Besessenheit vom IQ als Maßstab. Das war in Wahrheit schon die Ursache für die humanitären Katastrophen des 20. Jahrhunderts, die sämtlich von solcher technischen Bewertung des Menschen ausgegangen sind. 

Peterson erzählt dazu Interessantes von Harvard. Dort hat man früher immer nach IQ ausgewählt. Nunmehr gibt es "humanitäre Kriterien", die Minderheiten bevorzugen. Kam es nämlich früher zu klarer "Bevorzugung" von Juden und Asiaten - beides Gruppen mit sehr hohen IQ-Werten - so hat sich Harvard neu definiert und wählt nun nach tatsächlicher oder gewünschter Repräsentanz in der Gesellschaft aus. Das führt absehbar zu einem Absturz der intellektuellen Kapazität. Denn man verwendet nun keine objektiven Kriterien zur Auswahl der Studenten, nicht einmal als Kombination von kognitiven Tests (die bekanntermaßen ethnische Selektion bedeuten) mit Tests, die die Persönlichkeit einschätzbar machen, worin ja noch Sinn läge. 

Die heutigen Kriterien sind objektiv nicht mehr quantifizierbar und erfaßbar, und damit rein subjektiv. Deshalb geben sie niemandem mehr Einblick in ihre "Tests". Damit ist die Auswahl der Studenten so vorurteilsbeladen, so rassistisch voreingenommen wie noch nie. Heute stuft man Asiaten bewußt herunter, und begründet es in "Persönlichkeitsdefiziten". ***


Morgen Teil 3)


*Da haben wir eben das Problem. Denn der IQ ist in hohem Maß eine Messung technischer Gehirnleistungen. Dies ist in einer technischen oder sogar technizistischen (evolutionistisch gedachten) Welt eben dann das Kriterium, sich in dieser auch zu behaupten. Nur - darum geht es gar nicht! Der erste Ansatz zu einem IQ als Kriterium ist also bereits hoch problematisch! Nehmen wir ein plakatives Bild: Der IQ-Test ist vergleichbar mit einem Verfahren, nehmen wir es so an, den Rang eines Menschen nach seiner Fähigkeit zu bemessen, einen Computer zu bedienen. Wer das nicht kann, kann keinen höheren Rang einnehmen. Mit Erkenntnisfähigkeit aber, mit dem Erwerb der für das Leben und die Welt wirklich wichtigen Eigenschaften, hat das alles nichts zu tun. Es sagt nur etwas aus, wie jemand unter ganz bestimmten vorgefaßten Bedingungen handelt und reagiert. 

Die Frage muß also umgekehrt gestellt werden: Nämlich so, daß jemand, der mit dem Leben gut zurechtkommt, auch recht wahrscheinlich einen hervorragenden IQ-Test hinlegen kann. Nicht umgekehrt. Peterson gibt deshalb zu, daß ein hoher IQ zu höchstens 25 Prozent ein zuverlässiges Vorhersageprädikat für ein erfolgreiches Leben ist. Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsbewußtsein sind auch hoch (10 Prozent) zu veranschlagen (wobei: wie mißt man diese Eigenschaften?! sind sie überhaupt meßbar?). Insgesamt weiß man zu 65 Prozent aber NICHT, was Ursache für ein erfolgreiches Leben ist, diese Faktoren kennt man noch nicht. Glück und Zufall, Gesundheit, gesellschaftliche Haltungen, Vorurteile, alles das spielt nämlich zweifellos eine große Rolle, aber man kann sie nicht quantifizieren. 

**"Ganz sicher? Aus praktischen Gründen, mit einer gewissen Resignation, muß man leider davon ausgehen, daß sich nicht sehr viel ändern wird, sodaß das in gewisser Weise stimmt, wenn auch nicht unabwendbar wäre. Aber an eine Wiedergeburt der christlich-abendländischen Kultur glaubt auch der VdZ nicht. Der IQ ist somit eine Art notwendiger Kompromiß, ein Tauglichkeitskriterium für eine Welt, die in Wahrheit zur Hölle führt. Das ist ganz sicher. Auf eine von außen eintretende Strafe Gottes brauchen wir nicht zu hoffen. Die Strafe Gottes ist, daß er uns uns selbst überläßt, daß er diese gottferne, vernunftferne Welt zuläßt. Die mit dem Maß des IQ, wie er heute eingesetzt und gesehen wird, sogar noch mehr zur Hölle wird.

***Das ist deshalb so bedeutend, weil in den USA weit mehr als bei uns die besuchte Universität entscheidend für die spätere Laufbahn ist, und Rang und Autorität vorbestimmt, mit denen man spricht und gehört wird. Es gibt deshalb gewichtige Stimmen, die fordern, daß ein neues Qualitätsranking erstellt werden muß, weil die alte Hierarchie der Universitäten als Gradmesser des Wertes wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Aussagen nicht mehr stimmt. Die Ideen gehen bis hin zu einer unabhängigen Zertifizierungsstelle, wo Koryphäen der Wissenschaft den Wert von Abschlüssen neu bewerten. Hier wäre Harvard längst nicht mehr an der Spitze.





*160919*

Montag, 4. November 2019

Warum Clinton die Wahl verlor (1)

In diesem Gespräch von Douglas Murray mit Jordan Peterson stellt letzterer die Frage, wie es sein kann, daß die Trump-Wähler als Rechts, als Extrem-Rechte (Alt-Right) und verdummte Masse dargestellt werden. Denn in der Wahl 2016 hat sich nichts anders gezeigt als seit vielen Jahrzehnten in den USA der Fall ist: Demokraten und Republikaner stehen sich mit je fast genau 50 Prozent gegenüber.

Peterson meint, daß er mit vielen gesprochen hätte, die Trump gewählt hatten. Sie meinten allesamt, daß sie es weniger wegen seines überzeugenden Programms getan hatten, sondern sie nahmen dieses gewisse Risiko, ihn zu wählen in Kauf, um Hillary Clinton mit ihrer Ansage, Identitätspolitik zu ihrer Haupt-Regierungsagenda zu machen, nicht zu wählen. Clinton hat sich also selbst geschlagen, indem sie einfach aufs falsche Pferd gesetzt hat. Sie hätte wenige Wochen vor der Wahl nur noch 70.000 Stimmen gebraucht, aber die hat sie mit ihrem radikalen Schwenk zur Identitätspolitik verfehlt, ja viele dazu bewogen, sie eben doch nicht zu wählen, oder wieder zur Wahl zu gehen und gegen sie zu stimmen.

Generell meint Peterson, daß Rechte wie Linke die gleichen Fehler machen. Dennoch sieht er die Linke gefährlicher, weil sie es geschafft hat, mit ihrer Ideologie das intellektuelle Klima (besonders und ausgehend von den Universitäten) in den USA zu beherrschen. Insofern ist sie klar identifizierbar. Was hingegen ein Rechter ("Alt-Right") sein soll, ist für Peterson gar nicht klar. Daß die Mär, daß jeder Trump-Wähler ein gefährlicher, extremer Rechter sein soll, nicht stimmen kann, liegt aber auf der Hand. Das unterscheidet die amerikanische Rechte freilich von der europäischen Rechten, die aufgrund einer viel dramatischeren Einwanderungsproblematik eine deutlichere Akzentuierung ethnischer Fragen aufweist.

Mehr als Identitätspolitik aber haben die Demokraten offensichtlich aber gar nicht zu bieten. Entweder das - oder nichts, das war und ist ihr Programm. Die Kriminalisierung und Verächtlichmachung der "Nicht-Demokraten" ist eine hilflose Ersatzthese, die der Linken vormachen soll, daß sie einen fundamentalen Fehler in ihren Sichtweisen haben: Sie stehen gegen die Vernunft, gegen die Lebensführung des Großteils der Bevölkerung. Und wer ihnen folgt muß (Murray sagt das an anderer Stelle einmal deutlicher) bereit sein, an etwas zu glauben, an das er eigentlich gar nicht glaubt, das gegen jeden Augenschein, jede Tatsache, jede Evidenz steht. Er muß sogar bereit sein, die Grundlagen der Vernunft, wie sie bislang bestanden haben, und zwar seit Anbeginn der Menschheit, über Bord zu werfen, um einem neuen Glaubenssystem beizutreten, das nur noch durch religiöse, moralische Ansprüche rechtfertigbar ist.

Worin aber Rechte und Linke sich so ähneln? Die Rechte spezialisiert sich mehr und mehr ebenfalls auf eine Identitätspolitik, nur ist sie diesmal die Politik der "Weißen". Es stehen sich also nur zwei unterschiedliche Konzepte gegenüber, welche Identitätspolitik die bessere ist. Hier zeigt sich freilich wieder, das Peterson Liberaler ist: Er setzt auf extremen Individualismus, der keine Gruppenidentität kennt und kennen darf. Das ist anthropologisch falsch gedacht und Petersons Evolutionismus geschuldet, der immer "von unten nach oben", vom Einzelnen auf ein eventuelles Ganzes hin, das so zur reinen posthoc-Beschreibung wird, denkt. Aber der Einzelne ist immer und zuerst Gruppenmitglied, nur als solches sogar Mensch, der als "Mit-Mensch" in einer Einheit lebt (und sei es die Familie), und Individualität ist lediglich die von Zeit und Ort abhängige Spielform dieser Identität.

Menschsein heißt somit, Artgenosse von Menschen zu sein, die dadurch existieren, daß sie sich durch Individualisierung (weil immer an einem Ort, in Raum und Zeit) zu Gruppenmitgliedern machen. Man könnte sogar so weit gehen und sagen: Individualisierung gelingt erst durch Selbstüberschreitung auf eine Gruppe hin.

Wo diese Selbstüberschreitung nicht gelingt, bleibt der Mensch Teil einer amorphen Masse. Deshalb hat der Kanadier auch Angst vor jeder Form von "Stammesdenken", das er darin sieht und das den Einzelnen an seiner Individualität hindern soll: Er verweigert sich der Selbstüberschreitung.

Identität und Individualität konstituiert sich somit für ihn aus "Fähigkeiten", die er technisch-funktional und abstrakt sieht. Sodaß sich daraus auch eine technisch-funktional konstituierte Gesellschaft ergibt. Die jede Hierarchie (und Peterson vertritt an sich Hierarchie als Ordnungsfaktor) rein aus den Fähigkeiten ableitet.

Aber er übersieht dabei gefließentlich, daß es keine neutralen Fähigkeiten gibt, sondern daß sich das, was als "fähig" oder "tauglich" zeigt, immer auf einen Ort in einer Gesellschaft bezieht, den jemand auszufüllen vermag. Also - auf Identität und verbindliche Einbindung in eine Gruppe. Identität und Individualität wird von außen gesetzt, durch Beauftragung - und Annahme des Auftrags, einen Ort auszufüllen.

Auch hier spielt Peterson also der Evolutionismus einen gehörigen Streich, der ja so eine technische Funktionalität als einzigen Sinn einer Gesellschaft sehen kann, und Prioritäten nur aus Lust/Unlust, aus reinen Überlebensmerkmalen und dem Fortschritt darin ableitet. Aber auch das hat seine Gewichtung bereits aus anderen Regionen bezogen. Eine funktionale Hierarchie kann es nur geben, wenn klar ist, WIE eine Gesellschaft aussehen soll (und in diesem Aussehen funktioniert). Soll. Als Bild, in dem man als Pinselstrich eingesetzt wird.*

Peterson hat nun den Vorbehalt, daß sich aus einer Gemeinsamkeit von Eigenschaften (Fähigkeiten wie IQ) Gruppenmerkmale ableiten könnten, die die Menschheit in Gruppen zerfallen lassen könnten, wo in jedem Fall die Stellung des Einzelnen durch die Gruppe gegenüber anderen Gruppen (Ethnien) vorgegeben ist. Wie das zu verhindern sei, weiß er freilich nicht.

Als Evolutionist stellt Peterson also nicht die letzten Fragen, sondern hört irgendwo im Schildkrötenturm auf damit, wenn er meint, es sei weit genug gegangen.

Daß sich die Frage um den IQ (Intelligenz) als Resultat erblicher Faktoren nahelegt; eine Sichtweise, die übrigens selbst Peterson zu guten Teilen propagiert hat, (wobei er auch das nicht sehen will), hat für ihn lediglich mit dem Versuch der Weißen zu tun, sich gegen die Ansprüche der Linken zu wehren. Indem sie so nachzuweisen versuchen, ihre Ansprüche auf Überlegenheit (als Element des Selbstseins) aus biologischen, natürlichen Ursachen abzuleiten. Das stammt also nicht aus niedrigen Machtmotiven, wie ihr die Linke unterstellt. Und die Postmoderne, gegen die Peterson bekanntlich so oft herzieht, obwohl er ihr die Wege bereitet, das nebenbei.

Die Linke lehnt sträflicherweise aber aus diesen Gründen jede Befassung mit dem IQ ab, weil sie meint, das diene nur der rechten Überlegenheitsgeste. Dabei vergißt sie, daß sie es war, die die in Frankreich entwickelten IQ-Tests in England erstmals als Argument benutzte (und einführte), weil sie damit beweisen wollte, daß die ärmeren Schichten sehr wohl die Fähigkeit hätten, in Elitestellung zu gelangen, wenn man sie nur aus dem sozio-kulturellen Umfeld befreit, in dem sie gefangen sind oder waren. Was übrigens zu einem guten Teil gelungen ist, das darf man nicht übersehen, und die nächsten Verwerfungen brachte, darüber ein andermal mehr, denn es sind eben nicht "neutrale und objektiv, praktisch meßbare Fähigkeiten", die den Rang und die Stellung eines Menschen, seine Identität sohin, ausmachen.


Morgen Teil 2)


*Selbst das in jeder Vita erkennbare Ringen um Individualisierung durch Abgrenzung ist immer auf das Ganze bezogen.





*160919*

Dienstag, 27. August 2019

Warum Intelligenz NICHT ERBLICH ist

In einer längeren, aber als Einführung ins Thema sehr brauchbaren Arbeit geht William M. Briggs daran, die Frage um die Grenzen und den Nutzen von IQ-Tests, ja überhaupt um den Wert der Frage um den IQ als Urteil über menschliche Befähigung und Tauglichkeit zu hinterfragen. Denn anders, als viele meinen, ist Intelligenz und ist der IQ ... NICHT VERERBBAR. Und das läßt sich relativ leicht nachvollziehbar, wenn auch nicht in einigen wenigen Sätzen, nachweisen. 

Vererbbar ist nur eine gewisse biologische Disposition, die selbst aber mit Intelligenz direkt nichts zu tun hat, nicht direkt zumindest, sondern nur indirekt. Denn es gibt natürlich schon biologische Faktoren, die sich auf eines Menschen Intelligenz als Fähigkeit der geistigen Bewältigung von Leben und Welt auswirken. Man denke nur an einen Menschen in der Pension, der viel weniger Anforderungen ausgesetzt ist als sein Nachbar, der noch mitten im Arbeitsprozeß steht, und deshalb gewisse Aspekte der Intelligenz zweifellos weniger parat oder sogar schon rückgebildet hat. Auch haben die Gene nichts mit der Intelligenz - direkt - zu tun. Die Biologie des Menschen dient der Intelligenz, aber sie ist nicht deren direkte Bedingung.

Oder man denke an Behinderungen, erblich oder durch Unfälle oder Krankheit. Oder - und das hat gerade heute große Bedeutung - man denke an das Stadium der Reife (wie bei Kindern, aber auch wie bei Älteren, die seelisch-psychisch nicht erwachsen werden), die natürlich auf die Intelligenz zurückwirkt.

Das Thema ist äußerst vielschichtig und komplex, und es scheitert fast schon am Problem überhaupt definieren zu müssen, was denn Intelligenz sei. Und wie sie aussehe. Dies ist nur ein Grund, warum man im Sprechen über den IQ (Intelligenzquotient) sehr zurückhaltend sein muß. Insgesamt kann nämlich die Messung dieses Parameters auf so wenig Sicherheit in der Eindeutigkeit der Interpretation des Gemessenen zurückgreifen, daß man keinesfalls sagen kann, jemand "habe" diesen oder jenen IQ. Er schwankt, er ist unterschiedlich, selbst bei derselben Person, hängt von Ort und Zeit ab, wie jemand mit bestimmten Abfragesituationen zurecht kommt, und so weiter, und so fort. In jedem Fall sind nur absolut homogene Gruppen vergleichbar. Als absoluter Wert ist der IQ hingegen fast wertlos, in jedem Fall weit überschätzt.

Auch gibt es den enorm wichtigen kulturellen Faktor. Manche meinen gar, daß ein IQ-Test (egal wie er aussieht) nicht mehr ist als die Analyse bestimmter kultureller Fertigkeiten, Sichtweisen und Parameter. Viele der bekannten Aufgaben, die solche Tests enthalten, sind in ihrer "Richtigkeit" der Lösung völlig vom kulturellen Hintergrund, der kulturell bedingten (durchaus mit religiösen Einflüssen) Sichtweise, der Wertelandschaft abhängig und nicht so "absolut logisch", wie Test-Psychologen gerne tun. 

Ein chinesischer Dichter des 17. Jahrhunderts, der 26.000 Schriftsymbole kennt und sie in kalligraphischen Kunstwerken malen kann, der ganze Bibliotheken an Werken auswendig kennt, und zu dem das halbe Land pilgert, um sich Rat zu holen, würde angesichts eines heutigen IQ-Tests wohl ganz erbärmlich abschneiden. Nur Narren würden annehmen, er wäre aber weniger intelligent! Er wäre vielleicht manchen Aufgaben weniger gewachsen, vielleicht, was aber rein kulturell bedingt ist. 

Auch wäre es hirnrissig, die IQ-Werte von Asiaten und Schwarzen in den USA in absoluten Werten zu vergleichen, wie es durch die massenhaft vorhandenen IQ-Tests geschieht. Daß die eine oder andere Gruppe bestimmte Aufgaben leichter oder schwerer lösen kann, das mag sein, sofern sie halbwegs homogen ist läßt sich das auch über in gewissem Rahmen hinsichtlich bestimmter psycho-sozialer Bedingungen und deren Einfluß sagen. Aber über die Intelligenz der diesen Gruppen Zugehörigen sagt das wenig bis nichts aus.

Dazu kommt, daß das Fortpflanzungsverhalten bei allen Menschengruppen dazu tendiert, sich innerhalb einer bestimmten Prägungscharakteristik zu spezialisieren. Das ist es dann wohl, das manche dazu verleitet, bestimmten Gruppen bestimmte "Intelligenz" zuzuordnen. Aber das stimmt nicht, denn es gibt Bereiche der Intelligenz, die von Fähigkeiten leben, die mit der Fähigkeit einen IQ-Test zu lösen wenig zu tun haben. Damit kann bei (sagen wir) unteren sozialen Schichten sehr wohl eine Hebung des IQ erfolgen, nur in anderen Bereichen. Die allermeisten kulturellen Faktoren sind aber nicht vererbt, sondern sie sind angelernt.*

Dennoch aber ist es Schwachsinn zu meinen, man müsse Menschen nur die gleichen Bedingungen geben, dann wären sie auch schon in der Lage, sich dieselbe Intelligenz anzueignen, hätten somit im Berufs- oder Wirtschaftsleben die gleichen Chancen. So viele Faktoren spielen mit, daß schon der Gedanke, hier Gleichheit schaffen zu wollen absurd ist. 

Man denke nur an die geistigen Aspekte der Intelligenz, wie den Willen, die Sittlichkeit, die Motivation, oder man denke an die Inspiration! Die schon überhaupt nicht vom Menschen "machbar" ist, sondern die er nur in seiner geistigen Fähigkeit und Willensrichtung vorbereiten kann, sich auf Ewiges hin zu spannen. Aber Lasterhaftigkeit, und darin vor allem die Sexualität, ist immer schon dafür bekannt, daß sie das Interesse an der äußeren Welt abzieht und damit die Intelligenz, und zwar vor allem diese Art der Intelligenz, sogar deutlich mindert. (Ein Charakter- und Lasterschwein kann also immer noch gut bescheißen können, ja besser als der Tugendhafte, und er mag auch immer noch ein dekorierter Mathematikprofessor sein, der sophistische Theorien über Utopien publiziert. Ja, Sünder sind oft die besten, scheinbar gescheitesten Rhetoriker ...

Sünde macht dumm, darauf kann man es reduzieren. Die in der Sünde implizite Abwendung vom Sein wirkt als Grammatik der Sprache und des menschlichen Handelns und Wollen in die Intelligenz hinein und verändert beziehungsweise reduziert sie. Die in der Sünde enthaltenen (archetypischen) Entscheidungen sind als Grammatik des Welterfassens aktiv und durchwirken und deformieren den menschlichen Verstand wie seinen Geist. Sie zerstören als habituelle Seinsablehnung auch die schöpferische Kraft.

Das heißt nicht weniger, als daß sich in geistig und sittlich (das ist etwas anderes als "moralisch", im Gegenteil kann Moralismus zu einer Verringerung der Intelligenz führen!) hochstehenden Kulturen die Intelligenz der Menschen HEBT. Umgekehrt kann man aber auch klar feststellen, daß sich psycho-soziale Bedingungen, die den Einzelnen wenig ausspannen (wie in Wohlstands- und Konsumgesellschaften), die Intelligenz der Menschen SINKT.

Ein IQ-Test mißt in jedem Fall immer nur ein bestimmtes Spektrum von Intelligenz, das kann man sagen, aber er erfaßt niemals die ganze Intelligenz eines Menschen. Denn im Grunde mißt er nur, was der Test mißt, ohne absoluten Wert, und das sehr unsicher. Was heute ein großes Problem ist, denn auch hier wird der Statistiker Briggs nicht müde zu betonen, daß die heutige praktische Statistik, die auf Wahrscheinlichkeiten, Korrelationen und Prämissen-Linearisierung statt Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen aufbaut, in höchstem Maß unsichere, in einem sehr großen Maß sogar völlig ungültige weil sinnlose, damit irreführende Aussagen liefert.



*Was übrigens zu einem interessanten Phänomen führt, das in der Soziologie bekannt ist: "Intelligente" Menschen, die sich sohin mehr als andere mit geistigen Problemen auseinandersetzen und weniger Augenmerk auf sagen wir) "materielle Aspekte" legen, pflanzen sich bekanntermaßen weniger fort als weniger intelligente. Was sie damit aber tun nennt man "Intelligence Shredder", das heißt, daß jeder intelligente Mensch (mit seiner Lebenskultur) zu einer Absenkung des Intelligenzniveaus der nachkommenden Generationen führt! Die Intelligenz der gesamten Menschheit - und davon kann man ausgehen - hat sich somit im Laufe der Jahrtausende in jedem Fall VERRINGERT. Und sie verringert sich weiter, im Rahmen der Testparameter, das ist ein gemessenes Faktum.






Sonntag, 14. Oktober 2018

Weil nur Menschen wissen, was Ursachen sind

Wenn vor einigen Jahrzehnten (in den ersten Ansätzen schon vor Jahrhunderten) so große Erwartungen in die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI oder AI, Artificial Intelligence) gesetzt wurden (wenn auch schon seltener, zu ernüchternd sind die Ergebnisse), dann lag und liegt es an einer falschen Vorstellung, was menschlicher Geist überhaupt sei. Denn er IST nicht im Gehirn, er IST schon gar nicht DAS Gehirn, sondern er ist ein "Universalium": Er ist eine immaterielle (eben geistige) Größe, die uns erfassen läßt, was eine Ursache ist - und was nicht. Keine Datenlinie der Welt, kein maschinelles Prozedere wird je vermögen, diesen immateriellen Bereich zu erfassen, der dem Menschen über Intuition zugängig ist. In dem man irren kann, gewiß, der aber dennoch diese Kategorie - Ursache - kennt. Woher? Weil es emprisch so ist, und wir das aus der Erfahrung ableiten können. 

Computer, egal wie gut und schnell sie sind, werden niemals mehr sein können als "Linienbefolger". Ihre Tätigkeit ist nie mehr als ein "curve fitting", also die Behandlung von Dingen und Ereignissen gemäß Korrelationen und Wahrscheinlichkeiten (Algorithmen). Ursachen sind eben keine Folgen der Ergebnisse aus Datenlinien. Und wenn wir Menschen aus Datenlinien, aus Ursachen Hinweise finden, so ist dieses unser Urteil ("Aha, das ist wohl die Ursache von dem und dem.") immer ein VORGEFASZTES, POSTULIERTES Urteil, das dann die empirischen Daten bestätigen oder nicht. 

Um so ein Urteil ("Das ist die Ursache für diese Wirkung") zu fällen, müssen wir uns zu unserem Verstand bereits verhalten, das ist der entscheidende Punkt. Und wir können es, und wir tun es, WEIL unser Geist weit (und zwar nicht mengenmäßig, sondern kategorial, also von anderer, umfassenderer Art) über dem Verstand steht. Verstand ist lediglich ein Werkzeug, ein Mittel, dessen sich der Geist bedienen kann. Verstand ist - hier irrt eben Descartes! - nicht Geist. Ursache heißt nämlich, RICHTUNG zu erkennen, also logos. Und diese Richtung läßt aus Datenmengen überhaupt erst sinnvolle Hinweise erkennen. Aus sich heraus können Daten niemals Richtungen "zeigen". Wir können also einem Computer sagen, daß wenn sich jene und diese Daten so und so verhalten, es sich in jenem und diesem Fall um einen Ursachenzusammenhang handelt. Aber aus sich heraus kann das ein maschineller Vorgang NIEMALS ableiten.

***

Aus Daten selbst lassen sich Ursachen also niemals ableiten. Und zwar prinzipiell nicht. Nicht also, weil wir noch zu wenig Daten haben oder sie noch nicht richtig extrapolieren können. Welche groteske "Ursachen" aus reinen Datenanalysen erfolgen können, zeigt etwa diese amüsante Webseite (deren Inhalte auch als Buch vorliegen), die mit mathematisch höchster Wahrscheinlichkeit alle möglichen Dinge BEWEIST, von denen wir aber "wissen" (sic!), von denen aber nur wir Menschen wissen, daß sie NICHT in Ursache und Wirkung zusammenhängen. Sie haben hohe, ja höchste Datenkorrelationen, aber sie sind KEINE Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen.

Computer kennen nämlich diese universale Kategorie "Ursache" nicht - von der wir Menschen aber "wissen". Einfach so ;-). Für Computer, für die KI/AI wird es nicht nur nie "Wissen" geben, sondern nie mehr als "Korrelationen" und Vorgaben, wie wann zu verfahren ist. Freiheit, freien Willen gibt es für sie nicht. Nie. Der Maschine Computer fehlt dazu jene nicht-materielle Instanz, der Geist, aus dem heraus er sich zu sich verhalten könnte. Er wird immer an seine materiellen Vorgänge gebunden sein, und diese müssen wir ihm vorgeben, so komplex das auch sein mag.

Denn gewiß, ja, wir können diese (unsere) realitätsbezogenen Urteile über Ursachen und Wirkungen immer weiter ausbauen, in immer mehr Berechnungen einfließen lassen, in immer weitere Bereiche ausdehnen. Aber es wird nie genügen! Nie. Irgendwann werden sie mit völliger Sicherheit scheitern, so weit wir sie auch ausbauen. Was gar nicht alleine meint "ab einer gewissen Umfänglichkeit", sondern es macht den Einzelfall selbst letztlich unvorhersagbar.

Schon gar aber werden Computer/Maschinen scheitern, wenn es sich um "Neues" handelt, in dem wir den Computern noch keine Urteile (wenn - dann; wenn dies eintritt - dann ist es eine Ursache für das). Eben weil das Entscheidende am Denken - der Zusammenhang von Ursache und Wirkung - eine Kategorie (!) des Geistes ist, an dem der Mensch (und unter allen rein irdischen Dingen NUR er) teilhat. Kausalität ist KEIN Ergebnis von Daten, Mathematik, Wahrscheinlichkeit oder Neutronenabgleichen in einem materiellen Gehirn. Sie ist eine immaterielle Kategorie, die über der Materie steht und sie somit beherrscht.

Künstliche Intelligenz wird deshalb nie mehr sein als "Abgleich mit einer Datenkurve", der für abgegrenzte, klar definierte Bereiche seine Bedeutung haben kann. Die Bedeutung von Einzelereignissen aber - und das Leben bzw. die Welt ist, so wenig uns das bewußt sein mag, eine pausenlose Abfolge von Einzelereignissen, die unser Urteil, unsere Einschätzung, unsere Entscheidung verlangen - wird kein Computer jemals einschätzen können, das muß man ihm vorgeben. Ohne Kausalität aber gibt es kein Denken, ohne Geist keine Freiheit, und damit keine menschliche oder den Menschen gar übertreffende Vernunft.

Wenn wir uns um den Einsatz Künstlicher Intelligenz Sorgen machen müssen, dann nicht, weil sie uns "ersetzen" kann. Sondern weil ihre Verkennung eine Verkennung des Menschlichen, und ihr Einsatz damit brandgefährlich sein kann, wenn dieser Einsatz so weit geht, daß er uns Menschen dominieren sollte.


Hinweis: Einen vertiefenden, wenn auch sehr konzentriert zu lesenden Artikel über KI/AI hat William M. Briggs auf seinem Blog veröffentlicht. Er sei zur Lektüre empfohlen!






*180918*

Sonntag, 7. Oktober 2018

Was wer mit welchem IQ erreichen kann

Auch wenn niemand weiß, was mit "Intelligenz" überhaupt gemeint ist - "der IQ" ist so und so definiert, und damit meßbar. Und es läßt sich immerhin sagen, daß sich zwischen Lebensbewältigung, "Erfolg" und "IQ" die klarste Beziehung ermitteln läßt, die die Psychologie als empirische Wissenschaft überhaupt aufzustellen vermag. 

Also: Niemand weiß, was Intelligenz ist, aber sie hat unbezweifelbar etwas mit Lebenserfolg zu tun, mit gelungenem Leben. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, daß das EINZIGE, was die Psychologie über den Menschen "weiß", genau das ist.

Der VdZ bringt hier den Ausschnitt aus einem Vortrag von Jordan B. Peterson noch einmal. Denn er faßt diese Zusammenhänge zusammen. Und stellt eine gewisse Skala auf, die seit mindestens hundert Jahren durch Untersuchungen hieb- und stichfest untermauert ist. Wer erreicht mit welchem IQ welche Positionen? Oder, umgekehrt, welche Positionen weisen ohne jede Ausnahme welchen IQ aus?

Diese Ergebnisse kamen bei zahllosen Reihenuntersuchungen zustande, bei Untersuchungen an "realen Personen", die dies oder das ausüben, tun, erreicht haben. Diese Untersuchungen ergaben, daß bei einem IQ von 115-130 wir es mit der sogenannten "intellektuellen Elite" zu tun haben. Das sind Anwälte, die erfolgreich sind, Universitätsabsolventen, die höhere Positionen erreichen, Forscher, etc. etc. Sie finden sich in 86 bis 95 Prozent der Bevölkerungsgruppen unserer westlichen Gesellschaften.

Die kaum eine Promille betragende Bevölkerungsgruppe, so nebenbei, die einen IQ von 145 und in manchen Situationen 160 und höher erreichen kann (man beachte die Möglichkeits-, nicht einfach die fatalistische "Ist"-Formulierung, denn sie ist wesentlich für die Bedingungen zur Bestimmung eines IQ) ist es da noch, die wirklich herausragende Positionen erfüllt, wissenschaftliche Sensationen liefern kann, egal in welchem Feld "genial" sein kann. 

Einen IQ von 110 bis 115 weist eine Gruppe von den 73 bis 85 Prozent unserer Gesellschaften aus. Das ist die Gruppe der Supervisoren, der Manager, der Verkaufsleiter, der Lehrer, der ausgebildeten Krankenschwestern, der Programmierer, der Verkaufsleiter etc.

Die nächste Gruppe ist die der IQ-Gruppe von 103 bis 108, die die Bevölkerungsgruppe von 70 bis 80 Prozent betrifft. Es handelt sich hier um die Anforderungen für Computerbediener- und -warter, Buchhalter, Telephonverkäufer, Laborassistenten, medizinisch-technische Assistenten, Kundenbetreuungspersonen, Sekretärinnen im eigentlichen Sinn, Sachbearbeiter. Leute also, die noch mit halbwegs komplexen Angelegenheiten fertig werden können.

In der IQ-Gruppe von 100 bis 102 haben wir es schließlich mit Kassieren, Portieren, Bedienern (an Computer-Systemen), internen Sachbearbeiten, Verkaufsbearbeitern, Polizeibeamten, Wartungspersonal (z. B. für Elektrizität), Mechaniker, Reparaturpersonal etc. zu tun. Sie betreffen die Prozentgruppe von 50 bis 55 Prozent der Bevölkerung. Das ist somit auch das, was wir als "Durchschnitt" bezeichnen.

Die nächste Gruppe ist die mit einem IQ von 87 bis 93. Diese Bevölkerungsgruppe, die den Prozentbereich von 21 bis 37 umfaßt, findet sich in Berufsgruppen wie Verpackern, Hilfsarbeitern in weiterem Sinn, Servicepersonal im Lebensmittelbereich, Verkaufspersonal in Warenhäusern etc., medizinischem Hilfspersonal, Arbeitern in automatisierten Produktionsbereichen in Fabriken. In jedem Fall sieht man, daß je weiter der IQ sinkt, der Anforderung darstellt, die Wiederholungsquote steigt, die mit der Aufgabe zusammenhängt. Leute mit niedrigerem IQ sind also auch gebunden an Berufe, in denen sich Tätigkeiten wiederholen.

Findet sich aber noch etwas für Menschen unter einem IQ von 87? Nein! Das ist das große Problem! Und dieses Problem haben unsere Gesellschaften bisher völlig unter den Tisch fallen lassen. Tätigkeiten für Menschen mit einem IQ UNTER 85 sind sehr sehr dünn gesät. Und das betrifft 15 Prozent unserer Bevölkerung! Was sollen diese Menschen nun beruflich machen?

Denn wir haben es heute angesichts der Ausweitung der computergesteuerten Arbeitsbereiche mit einer ständig steigenden Forderung nach höherem IQ zu tun, das Problem wird sich also notwendig verschärfen. Selbst die Anforderungen für einen scheinbar simplen Job bei McDonalds steigen in IQ-Bereiche, die von immer weniger Menschen erfüllt werden. Dabei ist das, was Mitarbeiter bei McDonalds tun, zu komplex für Roboter, es braucht hier also weiterhin Menschen.

Was die US-Armee nun festgelegt hat, daß sie keinen Soldaten aufnimmt, der einen IQ von weniger als 83 hat, was immerhin 10 Prozent der US-Bevölkerung betrifft, hat also seinen handfesten Grund. Wenn also Armeen aufnehmen, wen sie nur kriegen können, hat die US-Army gelernt, daß es sinnlos ist, Menschen unter diesem IQ-Niveau aufzunehmen. Sie werden zur Gefahr, sind unfähig simple Soldaten zu sein, sind unfähig, sogar genau festgelegte, sich ständig wiederholende Prozeduren einzuhalten, weil zu lernen. 

Wenn also die Armee sogar der Auffassung ist, daß mit Menschen dieser Intelligenzgruppe NICHTS anzufangen ist, muß man sich doch die Frage stellen, was man im gesellschaftlichen Leben von ihnen erwartet!? Was tut man mit heute 10 Prozent der Bevölkerung, die zu jeder Tätigkeit im Grunde unfähig sind, aus Intelligenzgründen? Noch dazu, wo sich umgekehrt sogar sämtliche gesellschaftliche, arbeitstechnische Vorgänge in rasantem Tempo weiter komplizieren.

Es verwundert also nicht, daß immer mehr Menschen in Drogenmißbrauch verfallen. Immer mehr werden laufend frustriert, werden mit den Anforderungen der täglichen Welt nicht mehr fertig. Die Anforderungen am IQ steigen laufend, aber der IQ steigt ja nicht. Der Teil der Ungebrauchten steigt von unten nach oben (im IQ) laufend.

Hat IQ, der Intelligenzquotient, die Fähigkeit also, mit dem logos der Welt (als der ihr zugrundeliegenden dynamischen Matrix, gewissermaßen) umzugehen, etwas mit Rasse zu tun? Ist er gar ein unüberwindbares Schicksal? Es ist naheliegend, daß das NICHT so ist. Denn sonst würde es auch nie zu Veränderungen gekommen sein, weder nach oben, noch nach unten. Und diese seltsame Widersprüchlichkeit wird Jordan Peterson auch zu Recht vorgeworfen: letztlich verfolgt er tatsächlich ein rassistisches Konzept, das wiederum logisch aus dem Darwinismus folgt, den er bekanntlich vertritt.

Vielmehr hängt diese Fähigkeit, die mit dem Intelligenzquotienten meßbar ist, mit dem Grad der Sittlichkeit und nur insofern, aber insofern sehr direkt mit Kultur zusammen. Und nur insofern hat es etwas mit Menschen zu tun, die in einem bestimmten Kulturkreis leben und meist eben gewisse ethnische Gemeinsamkeiten aufweisen. Deshalb hat auch die Frage nach dem IQ direkt mit Religion zu tun, als der Quelle der Sittlichkeit und der Art der Sittlichkeit, die sich bei Menschen erhebt und in ihrem Rechtssystem als dem Blutkreislauf des Lebensvollzugs ausdrückt. Deshalb wurde auch hier schon oft und oft gesagt: Die einzige Form sinnvoller Entwicklungshilfe ist ... die Mission. Die Hebung des logos-Vermögens in die Sphäre der Vernunft.






*Vielleicht sollte sich der geneigte Leser einmal vor Augen führen, daß der IQ von über 75 Prozent der in unsere Länder Zugewanderten der letzten Jahre den unteren Bereich (unter 93) betrifft. Was stellt man sich in Kreisen Willkommensbewegter denn vor, wie deren Traum von Wohlstand und Ansehen erfüllt werden soll? Es ist eine Milchmädchenrechnung, wenn man vorhersagt, daß die nächste, ja sehr bald aufbrechende Bewegung unter diesen zugewanderten Menschen eine der totalen Unzufriedenheit sein wird. Und DAS sind die wahren sozialen Sprengstoffe: Diese Menschen erleben, daß sie die durch social media und Internet geschürten Hoffnungen auf Haus, Auto, Familie, Ansehen, Wohlstand, attraktive Frau ... NIE erreichen werden. Nicht durch legale, normale Mittel.






*020818*