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Mittwoch, 19. Januar 2022

Schwätzchen am Mittwoch (3)

Verschwörungstheorie Vernunft - Wird von Vernunft geprochen, so wird gemeiniglich und beileibe nicht erst seit der Aufklärung des 18. Jhd., (die Stränge dieses Denkens und Meinens verlieren sich vielmehr in der Frühzeit der Menschheit, als die Erinnerung an die Ganzheit sich durch Hinterfragen aufzudröseln begann, denn das Hinterfragen treibt das Auflösen voran, und ist nicht mehr rückgängig zu machen: Die Ganzheit in dieser Welt wieder herstellen zu wollen ist unmöglich) von einer bestimmten Art der Rationalität gesprochen. Die davon ausgeht, daß es möglich ist zu "denken", ohne daß ein persönliches Interesse damit verbunden sei.

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Welche  Erkenntnis, die von Kant über Hegel bis zu Dilthey ihre fundierenden Theoriespuren zieht, im seinem einen Extrem zur Ablehnung jeder absoluten Wahrheitsmöglichkeit führte - weil alles "subjektiv" und damit gleichermaßen "unwahr" sei, also ein Ding niemals durch den Menschen objektiv beschreib- und erfaßbar sei. Warum? Weil es kein Ding "an sich" real gibt, wie Kant es als mathematisches Ideal der Wissenschaft proklamierte. 

Weil es Dinge nur gibt, wenn und insoweit sie in einer Beziehung stehen, also von einem unendlichen Netz von Bezüglichkeiten umwoben sind. Und die Quantenphysik bestätigt das: Definierbar, meßbar, bestimmbar sind atomare Vorgänge erst, wenn man sie in eine Beziehung gestellt hat bzw. so behandelt. Beziehung, die außerhalb ihrer selbst liegt, die das gesamte atomare Geschehen also in umgreifende Bedingungen stellt.

Der Physiker und Mathematiker Wolfgang Smith hat es so formuliert: Die mathematisierte Welt der Physik gibt es gar nicht.