Subsidiarität als Lebensgesetz, als Moral, und als Leite zum Einsatz von Technik - Somit können wir die Subsidiarität in ein Verhaltensgesetz umbrechen. Denn der Einsatz der Technik ist überall dort gut, wo er einem Gut dient, das ohne die Technik nicht zu erreichen wäre. Ein Gut, das im Sinne des menschlichen Auftrags zu verstehen ist, und dessen Berufenheit zum immer Umfassenderen, das Leben aus immer tieferen logos schöpfend zum immer umfassenderen Ding konkretisierend, in allen seinen Werken meint - Kultur.
Wie das konkret aussieht ist nicht "im voraus" zu sagen, denn das würde dem menschlichen Leben seine Aktualität nehmen. Jene Offenheit für das Wirkliche, Geistige, in der der Mensch an seinem Ort die Verbindlichkeiten seiner Beziehungen erfüllt und darstellt.
Es läßt sich aber im Ausscheidenden, im Verneinenden sehr praktisch und im Alltäglichen anwendbar sagen. Denn überall dort ist die Technik abzulehnen, wo sie das Vermögen eines Dings ÜBERNIMMT und ersetzt, also das Ding selbst unnotwendig macht. Sie ist überall dort abzulehnen, wo sie die Subsidiarität in der Ordnung alles Seienden mißachtet.
Damit ist die Technik überall dort abzulehnen, wo sie rein der Bequemlichkeit dient, also das Eigensein eines Tätigen schwächt, weniger darstellend macht. Somit den Takt einer Kultur zum Takt des Nichtenden (Nächtigen) macht, als Gegenpol zum Vollbild, als Zustand des Toten, vom Menschen her: Schlafenden somit.