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Montag, 23. Januar 2017

Hollywood - Das Erfolgskonzept einer Ethnie wurde Weltethik (4)

Teil 4) Und wie sehen Juden Hollywood? - Als jüdische Erfindung.





Wir fügen aber noch einen Nachspann zu.  Denn wir sind neurotisiert genug, um jede Erwähnung schon nur des Wortes "Juden" als Ausflug in finsterste Antisemitismen zu sehen, schon gar auch noch über Juden und Judentum anders als bauchpinselnd, sondern nüchstern analysierend zu sprechen. 

Deshalb hier ein Vortrag des jüdischen Publizisten Simon Spiegel, den dieser vor einer jüdischen Vereinigung in der Schweiz hielt. Und er läßt keinen Zweifel: Hollywood ist nicht vielleicht eine schtedtl-jüdische Erfindung. Es ist ganz sicher eine solche. Und nicht nur das: Die Juden sollten stolz darauf sein. Naja, das kann man irgendwie schon verstehen. Aber das heißt noch nicht, daß man es einfach ignorieren sollte.










*171216*



Sonntag, 22. Januar 2017

Hollywood - Das Erfolgskonzept einer Ethnie wurde Weltethik (3)


Teil 3) Sie blieben dennoch Juden. Aber ihr Konzept wurde global.
Ein Geschäftskonzept, eine Marketingstrategie wurde zu einer neuen Weltethik
+ Der Dokumentarfilm





Den endgültigen Durchbruch hatte dieses Hollywood dann im 2. Weltkrieg, als die Regierung Hollywoods Positionen dankbar übernahm, weil sie der amerikanischen Kriegführung nützlich, ja notwendig waren. Personell wesentlich gestützt von deutschen, aber enorm vielen österreichischen Juden, die einerseits Zuflucht vor Verfolgung gesucht hatten, anderseits aber schon in Europa dasselbe Konzept verfolgt hatten: Film, als neues Medium mit Aufstiegsschancen, das in Europa bereits lange vor Amerika den dramaturgisch gebauten Langfilm entwickelt hatte. Mit Namen wie Billy Wilder, Otto Preminger oder Fred Zinneman, allesamt Großmeister des Dramaturgie und bis heute Eckstein jedes noch so dahergelaufenen Drehbuchseminars, die zum Teil als amerikanisch empfundene Genres neu erfanden.

(Wilders "Some like it hot" gilt bis heute als das filmdramaturgisch perfekteste Drehbuch der Filmgeschichte. Im übrigen ein Film, der die jüdische "ent-identisierte" Botschaft zum Inhalt hat und der erste "Gender-Film" ist, wenn man so will. Der VdZ gesteht dennoch, daß "Some like it hot" ob seiner Perfektion zu seinen ersten Lieblingsfilmen gehört. Und das Drehbuch zu seinem absolut ersten Lieblingsfilm, den er persönlich auch für den perfektesten Film der Geschichte hält weil er auch poetisch ist, "Das Mädchen Irma La Douce", wurde ebenfalls von Billy Wilder geschrieben.)

Meistens also waren es tatsächlich ausgewanderte oder geflohene Wiener Juden, die Hollywood einen entscheidenden Schub gaben, denn Wien war in den 1920ern DIE europäische Filmstadt, mit dem Groß-Vater des neuzeitlichen Spielfilms überhaupt, Fritz Lang, freilich kein Jude, der dennoch 1933 nach Hollywood auswanderte, interessanterweise dort aber nur mehr wenig Erfolg hatte. Und der Wiener Jude Max Steiner (einer von vielen Wiener Komponisten, die ausgewandert waren) schuf Filmmusik, die in die Geschichte einging (Gone with the Wind, King Kong, Casablanca)

Ohne Hollywood, das ab Pear Harbour 1941 einen patriotischen Film nach dem anderen produzierte, das durch sein Konezpt der Identitätsauflösung, des Hineingehens in eine neue "amerikanische" Identität ethnische Konflikte "löste", die Amerika längst noch nicht gelöst hatte, meinen bis heute viele, hätte Amerika den 2. Weltkrieg nicht gewonnen, weil es an seinen inneren, ethnisch-kulturellen Konflikten niemals geeint auftreten häte können. (Das Selbstbegreifen als "im Krieg" war zugleich die Geburtstunde des "ethnic cleansing", des Aufbrechens aller ethnisch-religiösen Identitäten in den USA, über das der Vdz an anderer Stelle schon berichtet hat und noch weiter berichten wird.)

Und Hollywood gab sich alle Mühe, mit seinen Filmen einen diesen umgreifenden Patriotismus zu schaffen, in dem erstmals alle gleich waren. Man schuf erstaunlicherweise nicht einmal Filme, die die Judenverfolgung in Deutschland zum Inhalt hatten - es sollte nur um Amerika gehen, nicht um Juden, um kulturelle Einzel-Identitäten. Kein Produzent, der nicht seine jüdische Herkunft verschwieg, verheimlichte, unterdrückte.

Kein Produzent auch, für den die Erfüllung des Traumes - übrigens haargenau wie im Deutschland jener Zeit! das Aufgehen der Juden in Deutschland war vor Hitler kurz vor dem endgültigen Gelingen* - vom guten Leben in einer totalen Assimilierung in einer "abstrakten Menschheit" sah. Kein Jude, der nicht eine nicht-jüdische, weiße Frau als Vollendung dieser Akzeptanz in einer neuen Gesellschaft sah.

Ab da waren die Träume der Juden aus dem Schtedtl auch offiziell die Träume Amerikas. Die Juden Hollywoods meinten, es endlich geschafft zu haben: Sie waren nicht nur Amerikaner, sie waren die Prototypen des Amerikaners.

Diese Tatsachen finden sich bei dramaturgischer Analyse eindeutig bestätigt. Denn in der Katharsis zeigt sich die wahre Werte- und Hoffnungsstruktur eines Filmemachers. Das, was siegt, das was von allem übrigen Fleisch der Zufälligkeiten der Welt und der Menschen in der sogenannten "Handlung" befreit wird, sodaß es am Ende überbleibt, weil sich die ganze Geschichte wie auf Schiene darauf zubewegt hat: DAS muß die Lösung sein, das ist auch das, was als Verheißung der Erlösung und des Glücks gesehen wird. Wer also einmal erkannt hat, was die treibenden Kräfte hinter Hollywood nicht nur waren sondern nach wie vor sind - die Überlebensstrategie einer jüdischen Minderheit, die einen Weg gesucht hat, Einfluß und Anerkennung zu gewinnen - wird jeden Film aus dieser Werkstätte mit anderen Augen betrachten.


Bis zum Rückschlag in der "McCarthy-Aera", in der Hollywood genau dieses demonstrierte "patriotische Verhalten" auf den Kopf fiel und unter dem Stichworte "antiamerikanischer Umtriebe" ein neuer Antisemitismus aufstand, in dem die Juden die Hollywood - zugegebenermaßen und bekannterweise mehrheitlich linker Weltanschauung - gegründet hatten ihrem eigenen Konzept zum Opfer fielen. Der Kalte Krieg wendtee die Präpositionen, das Revolutionäre war plötzlich die Gefahr selbst, als strategischer Todfeind des Bolschewismus.

Das führte zu einer dramatischen neuerlichen Frustration: Alles wovon die Gründer Hollywoods geträumt hatten, alles, was sie als Rezept ihrer Assimilation entwickelt hatten und schon erfolgreich wähnten, entpuppte sich als ... wirkungslos. Sie wurden nicht als "Amerikaner" anerkannt. Die Schtedtl-Juden verloren zwar nicht ihren Einfluß in Hollywood, bis heute werden die meisten großen Filmproduktionen von Juden geleitet, aber ihre Gründer zogen sich bis auf eine Ausnahme verbittert zurück.

Ihre Ideen, die Strukturen, die strukturellen Inhalte aber blieben, lebten weiter, und der neue Feind war mehr denn je der Nicht-Amerikanismus, der Alien, die traditionelle Identität. Und so wurde eine neue Religion der neuen Werte, der Neuen Welt, der Einen Welt, wo alle gleich sind, geschaffen: Der Hollywoodismus.

Wer auch heute, 2017, Hollywood-Filme ansieht, wird immer noch dieselbe Strategie, die selben Inhalte, dieselben Topoi feststellen, aus denen heraus es gegründet wurde. Der jüdische Traum einer Welt, in der auch Verstoßene, Außenseiter, Rebellen gegen den Vater als Feind des Glücks (es sei denn, er ändert sich), eine Welt, in der auch Verfolgte und Minderheiten etwas werden können. Sie haben damit die amerikanische Idee neu begründet weil umdefiniert, indem sie die Situation, in der sich jeder Mensch zumindest zeitweilig befindet, einer neuen Lösung der Leidbeseitigung einer Utopie zugeführt haben.

Eine neue Wertewelt war dafür notwendig, denn was sich verändern mußte war der Ausweg: Nun ist es nicht mehr das Kreuz Christi, das Erlösung bringt und Tor zur Gnade ist, sondern die revolutionäre Veränderung. 

Es ist heute die Wertewelt der Jugend und des Zeitgeistes, es ist die Wertewelt dessen, was man "Establishment" nennt. Wir haben schon oft an dieser Stelle darüber gehandelt, daß die Strategien - der Leser kann es jetzt vielleicht besser als zuvor erkennen - völlig deckungsgleich sind: Stärke durch Entkräftung des Gegners. Und damit wird diese neue Wertewelt (die u. a. als political correctness auftritt) als das erkennbar, was ihr ja vorgeworfen wird: Daß sie die Fundamente der tradionellen christlich-abendländischen Kultur unterspült, zum Einsturz gebracht und durch neue Werte ersetzt hat. Weil es diese Fundamente sind, die der jüdischen Welt fundamental entgegenstehen und seit der verweigerten Anerkenntnis der Erlösung Christi am Kreuz entgegenstanden.** Die neue Wertewelt ist damit ein theologisches Konzept.






Morgen Teil 4) Und wie sehen Juden Hollywood? - Als jüdische Erfindung.



*1933 hatten bereits 90 % aller jüdischen Männer deutsche Frauen, ein Drittel jüdischer Frauen deutsche Männer geheiratet. Die Konversionsraten zum Christentum war enorm. Juden waren dabei schon im 1. Weltkrieg die größten deutschnationalen Patrioten gewesen, der Jude Rathenau hatte die totale deutsche Kriegswirtschaft organisiert, der Krieg war die Chance für alle Juden gewesen, endlich "gleich" und akzeptiert zu werden. Dasselbe passierte im 2. Weltkrieg in Amerika.

**Und wie sieht die Kirche das? Wie sie es immer sah, man lasse sich von verschiedentlichen Aussagen, die so tun, als sei es nicht mehr so, nicht verwirren. Auch und gerade nach NOSTRA AETATE, jenem Konzilsdokument, das obwohl es so kurz ist von so wenigen offenbar genau gelesen wurde. Denn das Synkretismusdekret, als das es verkauft wird, ist es nicht. Dort steht vielmehr wörtlich, daß ... NICHT ALLE Juden Schuld am Tode Christi trugen. Denn die Juden, die es nicht zu verantworten haben, sind die, die man später Christen nannte, müßte man hinzufügen. Freilich, in keinem Fall ist Judentum eine ethnische Kategorie, das ist Unfug. Es ist ein theologisches Konstrukt des Anti-Logos.




*151216*

Samstag, 21. Januar 2017

Hollywood - Das Erfolgskonzept einer Ethnie wurde Weltethik (2)

Teil 2)  ... und erfanden ein völlig neues Amerika





Aber die Filme der Protestanten, die als Unterhaltung und Zeitvertreib für die arbeitende Klasse angesehen wurden und die niemand als Kunstmedium ansah, waren technisch unzulänglich, kurz, und spiegelten nur die gegenwärtigen Verhältnisse wieder, wo jeder auf seinem Platz zu verharren hatte, einzementiert mit allen Vorurteilen und Urteilen, die sie angeblich oder wirklich charakterisierten. Die Juden waren die, die mit Geld und Korruption zu tun hatten, die Schwarzen die, die sich primitiv aufführten. Das noble, edle Amerika blieb beiden Gruppen vorenthalten, darin kamen sie nicht vor. Und vor allem sollten diese Immigrantengruppen strikt von den übrigen Gruppen getrennt bleiben. Ironischerweise wurden diese Filme von den vorwiegend schtedtl-jüdischen Kinobetreibern gezeigt.

Als Kinobetreiber sahen und spürten sie als erste, daß sich beim Film etwas ändern mußte. Ein Kinoabend mußte zu einem Event werden. Dazu brauchte es längere Filme, um die immer prächtigeren Kinosäle, die um nun auch Mittelschichtpublikum anzuziehen (die mehr zahlen konnten) gebaut wurden, die aber in den USA damals nicht hergestellt wurden. Gleichzeitig begriffen sie etwas, was zuvor noch niemand begriffen hatte: Mit dieser neuen Branche waren Chancen verbunden, aufzusteigen. Endlich als Amerikaner akzeptiert zu werden, durch Erfolg. Dazu begriffen sie, daß es vor allem auch darum ging, seine Herkunft und die Traditionen zu neutralisieren, auszulöschen. Nur in einem Amerika, dem es egal war, ob jemand Jude oder Nicht-Jude war, und was er glaubte, konnten sie sich behaupten. Sie mußten das lukrative Filmgeschäft heben, nach oben heben, denn es war eine Sache der Unterschichte. Sie mußten es zu einer Angelegenheit der weißen Mittelschichte machen.
Unabhängig von einander begannen Anfang der 1920er Jahre jüdische Unternehmer (mit einer Ausnahme: die Disney-Brüder, die sich dem Zeichentrick widmeten) in Los Angeles an einem Film zu arbeiten, der anders war, der sich vor allem auf die Mittelschichte ausrichten und ganz neuen, hohen Ansprüchen genügen sollte, künstlerisch wie in der Machart.

Gleichzeitig machte sich in den USA der 1920er eine Strömung breit, die Unterschichte zu idealisieren. Damit war wie durch Fügung das perfekte Produkt gemixt - aus einer Kombination von allen Versatzstücken, die hohe Kultur hatten, und hoher Popularität des ehedem Unterschichtenmediums Film, auf dem diese Kulturinszenierung beruhte, das vor allem einem Zweck dienen konnte: Daß es ein lukratives Geschäft wurde und den Aufstieg ermöglichte. Dann war sogar Kunst erlaubt.

Dazu brauchte es gute, bekannte Schauspieler, denn deretwegen gingen die Leute ins Kino - der Stargedanke war geboren - und dazu brauchte es gute, am besten bekannte Stoffe.

Sie gingen nach Kalifornien, um den starren sozialen Klasseneinteilungen der Ostküste zu entkommen. Außerdem war dort das Wetter besser, was für einen Film ja oft nicht ganz unwichtig ist. Joseph Schenck und Daryll Zanuck (20th Century Fox), Adolph Zukor und Jesse Lasky (Paramount), Marcus Loew und Louis Mayer (MetroGoldwynMayer), die vier Brüder Warner (Warner Bros.), Carl Laemmle (Universal), David Sarnoff und Joseph Kennedy (RKO; gibt es heute nicht mehr) und die Brüder Cohn (Columbia) taten sich mit den einzigen Nicht-Juden dabei, Walt und Roy Disney (Disney), zusammen, und bauten schließlich eine eigene Stadt mit einer kompletten Infrastruktur nur für ihre Filmproduktionen - Hollywood.

Sie erfanden sich damit ihre Chance, von Antagonisten eines protestantisch-christichen Amerika zu Protagonisten, ja zu deren Leitfiguren zu werden. Mit dem Film schaffte sich eine ehedem bedrückte Minderheit binnen kürzester Zeit ein Einfluß, der ganz Amerika, ja eine ganze Kultur bestimmen sollte. Und mit der geschichtlichen Entwicklung der USA im 20. Jhd. griff dieser Einfluß auf die ganze Welt über. Mit einer Filmproduktion, die nicht die Reaktion auf kulturelle Strömungen war, sondern diese selbst schuf. Und zwar gemäß eines Traumes, den ihre Gründer, die Juden des Schtedtl Osteuropas, schufen. Als einen neuen Traum, einen Traum von Amerika der anders war, als ihn die bisherige Elite verstand. Wer in bestehenden Kriterien nicht akzeptiert wird, muß neue Kriterien schaffen.

Das Konzept dazu war von ihren eigenen, persönlichen Bedingungen geprägt: Als Verleugnung von allem, was Identität ausmachte. Die Gründer Hollywoods verbargen ihre Herkunft, und taten alles, um als Muster-Amerikaner anerkannt zu werden. Damit trafen sie die Befindlichkeit vieler, ja der meisten Menschen, sogar weltweit. Denn wer war nicht ein Außenseiter, wer war nicht ein Verlierer, wer litt in einer Welt des überbordenden Kapitalismus nicht an dessen Unterdrückungsmechanismen?

Sie schufen damit das moderne Amerika, mit einer Vorstellung von perfektem Leben, die neu war: Der neu verpackte jüdische Überlebens- und Selbstbehauptungswille, ja die Weltsicht einer Minderheit, die gelernt hatte, daß sie nur akzeptiert wurde, wenn alle auf ihre Identitäten verzichteten, wurde zum bestimmenden Mythos einer ganzen Kultur.

Und mit ihm völlig neue Lebens- und Rollenbilder, wie die von idealisierten Müttern und Frauen, von aufsässigen, eigenwilligen Jugendlichen, von Männern und Vätern denen widerstanden werden muß, ja insgesamt mit einer völlig neuen Rolle des Revoluzzers, des Rebellen, des Außenseiters, der sich um des Guten willen über Gsetze hinwegsetzt. Deren Happy End zeigte, daß diese neue Auffassung auch richtig war.. Wer würde darin nicht das bis heute bestehende Grundkonzept der Filme Hollywoods erkennen? In diesen Filmen konnte jeder OUTsider - selbst ein Monster wie King Kong, die Botschaft eines der größten Kassenschlagers - in einen INsider verwandelt werden. Die Erfinder Hollywoods nahmen zwar alte Geschichten, aber sie interpretierten sie um, machten sie zu Trägern der Sehnsüchte und Ängste der osteuropäischen Juden, und aller Unterschichten, aller die sich bedroht fühlten.

Hollywood wurde zu einer neuen Religion, mit einem eigenen Kult und neuen Göttern, mit Heiligen in den Schauspielern, und mit einer neuen Elite mit einem Himmel aus selbstgeschaffenen Oscars. Mit neuen Werten - interrassisch, interreligiös, interkulturell, vor allem aber: antitraditionell - die dieser ehedem verachteten Minderheit die Wege nach oben öffneten, weil vorhandene Wertewelten aufbrachen. Und weitere Welten mitzogen, die sich hervorragend einsetzen ließ: die der Schwarzen, und vor allem deren Musik, die die emotionale Landschaft bereitete.


Morgen Teil 3) Sie blieben dennoch Juden. Aber ihr Konzept wurde global.
Ein Geschäftskonzept, eine Marketingstrategie wurde zu einer neuen Weltethik
+ Der Dokumentarfilm




*161216*

Freitag, 20. Januar 2017

Hollywood - Das Erfolgskonzept einer Ethnie wurde Weltethik (1)

Dieser Film "Hollywoodism - Jews, Movies and the Amerikan Dream" faßt das legendäre Buch "Ein eigenes Reich" von Neal Gabler zusammen. Das zumindest bis vor kurzer Zeit noch obligatorischer Inhalt jedes Studiums an den Hochschulen war. Gabler, der selbst Jude ist, hat nie verstanden, warum ihm dafür verschiedentlich der Vorwurf des Antisemitismus gemacht wurde. Denn er hat äußerst sachlich nur dokumentiert, wie Hollywood entstanden ist, und vor allem: warum. 'Den Gabler, und das unterscheidet ihn von vielen anderen, hat die Problematik der juden selbst gesehen: Als Ausgestoßene, die verschiedene Strategien erprobt und angewandt haben, um endlich von der Menschenfamilie anerkanntzu werden. Und wenn nicht - sie zumindest zu dominieren. Und hier hatten verschiedene jüdische Gruppierungen verschiedene Strategien. Und zwischen den jüdischen Gruppierungen unterschiedlicher Strategien (man kann sie grob in sephardische und askenazische Juden unterscheiden) gab es unlösbare, ja erbitterte Differenzen.

Hollywood war einfach "die Erfindung von sechs Juden" aus dem ehemaligen "Blood Belt", dem Gebiet von der baltischen Ostsee bis in die Südukraine, aus dem Gebiet des Schtedtls, die ab 1870 und spätestens in den 1920er Jahren ausgewandert waren und in Los Angeles zufällig innerhalb von 15 km Umkreis einen neuen Platz zum Leben gefunden hatten, der sich so wohltuend von ihrer Herkunftserfahrung absetzte. Oder besser: Angeblich absetzte.

Jahrhundertelang waren Juden  in Osteuropa verfolgt worden, und hatten sich unter schlechtesten Lebensbedingungen durchs Leben gefrettet, geduldet von den umgebenden Völkern, aber immer in Gefahr. Pogrome waren häufig. Sie waren dorthin aus zahlreichen Ausweisungen und Verfolgungen in ganz Europa ausgewandert oder deportiert worden, und lebten auch dort, unter den Zaren, in einer fortwährend drohenden Verfolgungs, die jederzeit zu einer Hölle werden konnte. Anfang der 1920er Jahre, als in Rußland brutalste Kriege um die Macht tobten, die sich allmählich zugunsten der am meisten brutalen Bolschewiken neigten, erschienen in zahlreichen amerikanischen Zeitungen immer wieder dringende Aufrufe, den Juden dort zu helfen, die von einer gewaltigen Hungersnot bedroht waren. Es kam zu Hilfslieferungen, aber sie reichten bei weitem nicht. Erstmals tauchte damals übrigens die Zahl möglicher "6 Millionen Tote" auf. Aber selbst daran waren Juden beteiligt.

Juden dieser Herkunft hatten drei Möglichkeiten zu fliehen, und die  nutzten sie im 19. Jhd. Die erste war, sich an revolutionären Bewegungen zu beteiligen, wie es in Rußland (und nicht nur dort, sondern in ganz Europa) der Fall war. Juden stellten einen sehr hohen Anteil der anarchistischen Bwegungen in Rußland, und dann der führenden Revolutionäre des Marxismus in ganz Europa. In einer Gesellschaft, in der alle gleich waren, konnten Juden auch als Gleiche akzeptiert werden. Und dieser Umstand hielt an, obwohl Stalin immer wieder ansetzte, das zu verändern.

Die zweite Möglichkeit war der Traum einer sehr kleinen Gruppe innerhalb der Juden, von einem eigenen Land zu träumen - Israel. Diesen sogenannten Zionismus aber folgten nur sehr wenige Juden, die sich v. a. an der Ostküste der USA ansiedelten und finanziell überdurchschnittlich erfolgreich waren, ja auf eine jüdische Gruppe zurückfielen, die seit Jahrhunderten die Finanzen der Welt in Händen hielten. An dieser US-Ostküste sind auch heute noch die eigentlichen zionistischen Kreise beheimatet (Neo-Conservatives), und sie waren schon damals oft reich und hatten viel Einfluß.

Die dritte Möglichkeit war die Auswanderung in die Welt, wie die in die angeblich alles ermöglichende USA, um sich ein neues Leben aufzubauen. Sie wichen der ersten Gruppe aus. Gleichzeitig war diese Gruppe sehr ideologisch (links, kommunistisch) orientiert, eine Art der Überlebensstrategie, wir werden es noch sehen.

Mehr als 2,5 Millionen Juden waren es, die nur zwischen 1870 und den 1920er Jahren aus Osteuropa auswanderten, 2 Millionen davon gingen in die USA. Dort wähnten sie die Chance, toleriert zu werden, sich gar durch Erwerb finanzielle Sicherheit und Wohlstand aufzubauen. Unter diesen Zuwanderern waren auch die Männer, um die es hier geht. Die als osteuropäische Juden wenig oder gar kein Geld hatten. Aber sie trugen ihre Vision von Amerika im Gepäck.

Hollywood war ein Traum, geträumt von Juden.

Doch anstelle ihres Traumes fanden sie eine überwiegend protestantische Elite einer dominierenden und von Juden finanzierten (Wallstreet) Ostküste vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die neuen Migranten zu erziehen und sie vor allem dort zu halten, wo sie waren, und das war nicht "oben".

Wieder fanden sich die Schtedtl-Juden als arme Unterschichte, die in Ghettos (Slums) unter schlechten Bedingungen zu leben hatte. Tiefe Frustration war die Folge, denn was immer sie anstellten, sie konnten sich nicht etablieren. Es war vor allem die Generation der Söhne, die zweite Generation der Einwanderer, die "secundos", die wieder zu träumen begann: Wie sie den Traum von einem guten Leben doch noch umsetzen konnte. Sie hatten bereits eine gewisse materielle Grundlage, die der Väter, der ersten Generation. Aber ihre Väter, meist eng der Traditionen auch der Religion verhaftet, hatten es im gelobten Land Amerika wieder nur zu Kopien des Schtedtls geschafft, und das war ihnen zu wenig. Das glitzernde, reiche, florierende Amerika war woanders, und so gut wie jede Branche, die als irgendwie "ehrenhaft" galt, war auf irgendeine Art Juden verschlossen. Das gelobte Land war ein land der Nicht-Juden. Juden blieben nur verachtete oder unterschätzte Branchen wie Film, Musik, Showbusiness, gewisse Sportbereiche (Boxen), Textil (auch Pelze, Leder), aber auch das organisierte Verbrechen ("Kosher Nostra")

Risiko und Innovation wurden "jüdische" Eigenschaften. Auf den Film kamen sie nicht, weil sie ihn als Kunst- oder Unterhaltungsmedium auffaßten, sondern sie sahen ihn als Produkt, das verkauft werden konnte und mußte. Was immer dazu notwendig war, wurde auch getan.

Denn bald entdeckte man, daß sich mit der Filmaufführung ein großartiges Geschäft machen ließ, wo der Kunde noch dazu bezahlte, BEVOR er das Produkt erhielt. Die ständige Expansion finanzierten die Juden privat, und zwar über ein jüdisches Netzwerk, das sich bildete, und sie mußten weiterhin ständig innovativ bleiben, weil sich das Interesse an der Sensation der damals gezeigten Kurzfilmchen - zuerst nur eine Sensation der "bewegten Bilder" - rasch legte, wenn man nicht ständig Neues bot. Bald gab es kaum noch einen Juden, der nicht irgendwo einen Verwandten aufwies, der mit dieser Branche zu tun hatte. Auch die ab 1900 entstehende dem Kino vergleichbare Filmvorführung kam mehr und mehr in jüdische Hände, ja entstand durch sie.

Die Produktion dieser Filme aber war von der Ostküste, namentlich von einem Trust unter Thomas Alva Edison (wesentlich finanzhiert von Ostküstenjuden), der auch hier alle Patente hielt, beherrscht.


Morgen Teil 2)  ... und erfanden ein völlig neues Amerika





*151216*