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Samstag, 14. Januar 2023

Morgendliche Atemübung

Weil aber die Frau ihre Identität (als ihren geistigen Überbau, weitgehend identisch mit dem, was man mit "Persönlichkeit" bezeichnet) vom Manne hat  (Siehe Anmerkung*) weil übernehmen muß (Menschsein heißt vor allem auch, jemandeM anzuhangen, auch für den Mann, für den aber in anderer Form - seine Anähnlichung erfolgt weniger von der Überziehung der Gestalt des Angehangenen, als von der abstrakten Grammatik her) so ist das der eine Grund, warum sie nie ohne den Schutz durch den Mann  (Siehe Anmerkung**) sein darf.

Ist das von der Wiege an bis etwa zu ihrem 12., 13., in Ausnahmefällen 17. oder 18. Lebensjahr, warum werden wir noch erklären, der Vater (über diesen dann auch dessen Söhne, also die Brüder), so darf der Vater sie erst dann aus seinem Hause geben (oder "gehen lassen"), wenn sie nahtlos in den Schutz des nächsten Mannes übergeht, was meist heißt: dem Ehemann.

Denn die Frau ist von Geburt an immer dieselbe. Die Rede von "Reifung" ist bei ihr meist mißverstanden. Denn in ihrer Heranreifung wird das immer Gewesene durch die Umgebungskultur allmählich herausgefordert, sich in die Welt hinein zu verflechten, also zur "Frau" zu entfalten.

Montag, 24. Oktober 2022

Das chthonische Geschehen (2)

Dann holen wir uns eine Frau aus den Entwicklungsländern. Die sind noch gefügiger. Die Babyboomerr als träge Eltern - Also konnte man von ihr auch die selben Dinge fordern, die man selber nicht tun wollte. "Teilung" der Arbeits- und Berufslast, volle Mitverantwortung für das Auftreten der Familie nach außen (das sie ja nun sogar "mitbestimmen" konnte), und scham- und rückhaltloses Ausgießen der eigenen Persönlichkeit, sodaß die Frau nun nicht mehr die Entscheidungen des Mannes zur Hilfe und Ausrichtugn bekam, sondern die unverdauten Denkflüsse selbst sortieren mußte, die der Mann herantrug und zuhause vor ihr auskotzte. Die Scheidungsrate ist explodiert. Sehr zum Gaudium der Machos, und unabwendbares Schicksal der Softies, die ja die "neue Gesellschaft" mit ihre "neuen Moral" proklamiert hatten.

Die Energie, mit der sich diese frustrierte Generation - beide Geschlechter frustriert aus ganz unterschiedlichen, ja entgegengesetzten Gründen - den Weltrettungsprogrammen zuwandten, Auch die Globalisierung der Ansprüche schuf nur vorübergehend Erleichterung. Die Frau aus dem unterentwickelten Land, dessen Gesellschaft im begehrlichen Blick auf den idealisierten Westen verharrt hatte, war nur kurze Zeit Ersatz. Kaum hier, hat auch sie diesen Köder der Emanzipation geschluckt, und vor allem aber die Hohlheit dieser westlichen neuen Werte durchschaut. 

Sonntag, 23. Oktober 2022

Das chthonische Geschehen (1)

Es hat keinen Sinn, ein Konzept, das nicht wirkt, weiter zu verfolgen. Oft steckt sogar seitens der Bekämpfer eine Angst hinter ihrem Kampf gegen immer wieder aufstehende neue und noch stärkere Heere, die wie eine Lust an genau der Misere wirkt, die herbeibeschworen werden soll, und gegen die man anzukmpfen vorgibt - um am selben, aber Pro wie Contra umgreifenden Wonnegefühl, teilhat.

Nehmen wir ein aktuelles Beispiel, das Anlaß war, diese Gedanken endlich nachzugehen, die schon längere Zeit im Meer der Zeit rumoren. Nehmen wir die Klimalegende. Sie eignet sich besonders gut, weil sie ein wudnerbares Beispiel für eine in sich völlig unlogische, inkonsistente Gemengelage von Theoriefloskeln und Thesenbausteinen ist, die verschleiern, daß die wahre Motivation hitner der gesamten (!) Agenda die Darbietung eines dramatischen Faches ist - "Klimapaniker", oder "der Schwarzseher" - das einen Charakter beschreibt, der das bestehende Gesellschaftsgefüge angreift, um es aufzubrechen, seine Leitfiguren abzumontieren, und sich dann selbst an die Spitze zu setzen. 

Sonntag, 16. Oktober 2022

Wenn alles real wird (2)

Jede Generation glaubt, daß alles so bleibt, wie sie selbst ist, und daß ihre Nachlässigkeiten und zugelassenen Veränderungen nur kleine Wirkung haben. Und steht überrascht vor einer völlig veränderten Generation, die sie nicht mehr begreifen kann, weil sie der Norm der Eltern entfremdet ist.

 Es muß wohl so sein. Auch nach den Revolutionen der 1970er gab es das, was die alte Welt so sicher und fuhir gemacht hatte, nach und nach (frog-boiling ist immer gut anwendbar, will man Veränderungen verschleiern - nie radikal, immer schön Schrittchen nach Schrittchen, imer dieselbe Richtung, auch das führt zum Ziel, aber ohne daß jemand Widerstand leisten würde) ab es das alles nicht mehr.  

Und niemandem ist es aufgefallen, und niemand hätte je gedacht, daß das Einzelne, das sie toleriert, abgenickt hatten, je etwas ausmacht. War die Welt beim Aufwachen nicht immer noch dieselbe, die man am Abend verlassen hatte?

Samstag, 15. Oktober 2022

Wenn alles real wird (1)

Einer der Gründe, warum die Zersetzung der Sozialordnung durch die (sozialistische, später schönfärberisch sozialdemokratisch genannte) durch die Eingriffe der Politik so stillschweigend von den Bevölkerungen akzeptiert worden ist, lag darin, daß sie selbst von dem, was es nun aufzlösen galt, so geprägt ware, da sie sich nicht einmal im Traum vorstellen (siehe Anmerkung*) hätten können, daß sich das jemals ändern würde. Sie sind also im Inneren von etwas ausgegangen, dessen Fehlen ihnen gar nicht nachvollziehbar war. 

Und haben - AUF dieser inneren Grammatik der Menschen, ihres Lebens, ihrer Wertgefühle usw. - auch großzügig Infragestellungen angenommen. Ganz so eben, wie ein Mensch, der fest steht, die Rüttelversuche seiner Umgebung mit Humor zu nehmen vermag. Er weiß ja, daß er nicht umgeworfen werden kann. Und wie sich das auf andere auswirken wird, auf Nachkommende, ist ihm nicht nachvollziehbar, weil Erkennen ja von der eigenen inneren Struktur ausgeht.

Sonntag, 5. Juni 2022

Woran die Familie zerbricht

Eine der fatalen Folgen des Denkens in autonomen, individualistischen "Talenten" und für sich stehenden "fähigkeiten" (als hätte das Tun sein Objekt bereits in sich, und als wäre eine Bewegung, also eine Fertigkeit, nicht primär abstrakt und ohne Ausrichtung auf das Zielobjekt - der Junge, der geschickt in der Handführung ist, kann sowohl hervorragend Schrauben drehen, als auch Tapeten kleben, Madonnen schnitzen und Geschichten formulieren, jeweils dieselben Abstrakta), ist das Zerreißen des familialen Zusammenhalts.

Denn wenn das Kind eine Fähigkeit hat, die von der der Eltern völlig abweichen könnte, ja wahrscheinlich sogar tut - die Kleinkindpädagogik setzt heute bereits bei einer identitätsbefreiten, universalen GLEICHHEIT aller Kinder an, die sich dann "ihren inneren Fähigkeiten gemäß" entwiekeln sollen weil angeblich wollen und können - dann besteht nicht nur kein Anlaß, die Traditionen der Eltern zu übernehmen, also in der Familie, im sozialen Alltag zu LERNEN, also eine Verpflichtung zu einem Tun anzunehmen und vom Rollenvorbild (Vater, Mutter, enges oder weniger enges Familienmitglied), sondern das wird ihn sogar höchstwahrscheinlich BEHINDERN weil, mit psychologischen Zwängen befrachtet, einengen.

Sonntag, 8. Mai 2022

Auf der Suche nach einer Ordnung (4)

Aber wissen Sie, geneigter Leser, wer diesem Rußland NOCH als Feind, und zwar als Todfeind - gegenübersteht? - Das ist ein großer Teil des amerikanischen Judentums. Das ist auf jeden Fall das Judentum in Kalifornien, das im 19. udn 20. Jahrhundert Hauptzielort der Juden des ehemaligen Kazariens war. Und das ist ein Teil des Judentums der Wallstreet, das sich freilich zu einem guten Teil vom Aschkenadse-Judentum Osteuriopas unterscheidet. Weil die Wall Street sich auf die viel ältere Kapitalkraft der sogenanten Sephardischen Juden, also der Juden des Mittelmeerraumes stürzt. Die also der Austreibung aus Spanien im 16. Jhd. über Amsterdam, London und New York gewandert und ihre Netzwerke viel früher als die Ashkenadse aufbauen hatten können. 

Letztere waren einmal die Juden, die aus dem im Mittelalter aufkommenden Konflikt der (turkvölkischen) Juden des Kazan Reiches bzw. Kazariens, das sich im 7. Jahrhunder nördlich des Schwarzen Meeres gebildet hat. Der Name lebt ja noch heute in Kaz-achstan, Kas-pisches Meer, oder Kav-kas (russ.), also Kau-kas-us, dem früheren Bollwerk gegen die Muslime Arabiens. Einer der vielen Mongol- und Turkstämme, die diese je nach Betrachtungsweise fünd- bis achttausend Kilometer lange und zweitausend Kilometer breite riesige eurasische Steppe bevölkerten, und die ihren Ursprung (in Sem, einem der drei Söhne Noahs) eben vom nördlichen Kaukasus genommen hatten, und sich bis Korea, China, Vietnam, Japan ausgebreitet haben.  

Samstag, 7. Mai 2022

Auf der Suche nach einer Ordnung (3)

Aber es gibt einen weiteren, einen wahren Todfeind Rußlands, über den es zu sprechen giltAls es unter Gorbatschow zu einem scheinbaren (!) Umschwung kam, haben amerikanische Oligarchen mit Hilfe von rusischen Strohmännen (die man nun dort auch Oligarchen nannte) versucht, die gesamten  Resourcen der ehemaligen Sowjetunion unter ihre Finger zu kriegen. Und das ist zu Anfang auch recht gut gelaufen. 

Erst unter Gorbatschow. Der (was hierzulande auf ganz seltsame Weise nie ernsthaft reflektiert worden sit, denn er hat ja auchnie etwas anders erzählt, ja er hat es sogar wieder und wieder ausgesprochen!) nie etwas anderes zum Progamm ausgerufen als "Perestrojka". Er hat also einen "Umbau" DES SOWJETSYSTEMS proklamiert, damit es ein BESSERES KOMMUNISTISCHES Globalreich werden könne. Im Grunde hielt er sich also ganz in jenem Narrativ, das sogar noch eine Angela Merkel vertreten hatte (und wohl recht sicher bis zuletzt hat). Als die Tochter eines Pastors, der seinerzeit und völlig freiwillig von der BRD in die DDR übersiedelt ist (!), noch 1990 dem sozialistischen Akademikerverband der DDR Sekretärin spielte: Daß sie immer einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" haben wolle. 

Freitag, 6. Mai 2022

Auf der Suche nach einer Ordnung (2)

Warum? Weil es den Atomkrieg riskiert? Nein. Vor einem Atomkrieg sollten wir weit weniger Angst haben, als uns eingeredet wird, weil das manchem sehr nützlich ist. Sondern weil es sich in einen Gestus hineinreißen hat lassen, in dem es das Anderssein Rußlands, auch sein Komplementärsein nicht mehr dulden will. 

Wo es daherfaselt, es wolle "unabhängig" sein. 'Als gäbe es eine soziale Beziehung OHNE Abhängigkeit, als wäre nicht diese selbst das, was wir als Beziehung bezeichnen; eine Bziehung zu gestalten, wozu es immer die Form braucht, also einen offiziellen Ritus, der darstellt, was diese Beziehung ist. Wo es also alles auslöschen möchte, was Europas östlichen Teil ALS Europa akzeptiert, respektiert, und sein Eigensein betreiben läßt, das heißt auch: Seine Beziehungen im kleineren, mehr lokalen Rahmen gestalten läßt, und sei es durch einen lokalen Krieg. 

Donnerstag, 5. Mai 2022

Auf der Suche nach einer Ordnung (1)

Alle die Theorien, die an deren Wiege stehen und standen, sind zwar durchaus ernst zu nehmende Irrtümer, aber sie konnten sich nur deshalb so rasch ausbreiten (der Mensch erst nur ein Zellklumpen, usw. usf.) weil die Bereitschaft, die eigene Vernunft zu verwirren, also das eigene Denken so weit von der erfahrbaren Realität zu entfernen und es im Irrationalen zu belassen, schon so groß war. 

Denn die Generationen der Nachkriegsgeburten, die nun an der Schwelle zur soliden eigenen Existenz stand, hatte schlicht und ergreifend Angst. Sie hat erstmals erfahren, daß es eine Weltlage geben kann. In der das Undenkbare a eintritt, daß sie tatsäclich nicht gebraucht werden, in der Leben also tatsächlich keinen Sinn haben konnte. 

Auch das widerspricht natürlich der elementarsten und ersten menschlichen Erfahrung. Aber weil Sinn eine erste Erfahrung ist, die allernatürlichste Erfahrung sogar, ist sie durch Rationalität leicht zum Verblassen zu bringen. 

Aber was dann einsetzte, diese viel zu leicht als "Protest-Stimmung" klassifizierte Haltung, ist phänomenologisch betrachtet das genaue Gegenteil zum Behaupteten. Es ist nämlich genau KEIN Austreten aus dem Gesellschaftsganzen und kulturellen Gefüge, sondern es ist im Kampf GEGEN das Etablierte und in dessen Gegenreaktion eine INTEGRATION. 

Mittwoch, 4. Mai 2022

Auf der Suche nach einer Ordnung (0)

Vielleicht ist es tatsächlich der erhellendste Blickpunkt, schaut man auf die Revolutionsbewegngen, die wir grosso modo als die 68er bezeichnen, wenn wir sie von der phänomenologischen Seite her betrachten. Es würde auch erklären, warum deren Impulse - Auflehnung gegen die bestehende, also überloieferte Ordnung, das ist also die bestehende Hierarchie, die gesellschaftliche Struktur, die Autoritäten (als Personen) usw. - so hartnäckig blieben. Und so einfach und gegen jede Evidenz, gegen jede echte persönliche Erfahrung, zum allgemeinen Narrativ als Sprach- und damit Denkgrundlage, und damit zu einem (immanent) Gesollten werden konnten. 

Denn immerhin haben diese Generationen, die nach dem Kriege geboren wurden, um zu revoltieren viel Schmerz ertragen müssen. Denn es schmerzt, es schmerzt sogar immens, sich gegen die Natur zu stemmen, um eine "neue Natur" zu etablieren.

Dienstag, 23. November 2021

Eine erschütternde Tragödie

Wie ver-rückt diese Welt geworden ist - geworden? nein: gemacht worden ist - zeigt ein Filmchen, das die penny-Markt-Kette hergestellt hat. Man sehnt sich nach einem Leben in Unperfektion, in allen Fehlern und Fehlgriffen. Das dennoch nie aus einer gewissen Eingeflochtenheit in eine Ordnung fällt, deren Träger die Eltern, die älteren Generationen sind. Man wünscht sich Streit und Disput um das Richtige, man wünscht sich die Rebellion der Jugend gegen die Ordnung.

Ich habe es schon oft gesagt. Die große Enttäuschung, die ich mit dem Beobachten der Heranwachsenden erlebt habe ist, daß sie nicht GEGEN das Establishment gekämpft haben. Hier war ich wesentlich radikaler und meinen früh erkannten Grundsätzen treuer, viel aufmüpfiger, viel rebellischer! Gegen Schule, gegen Beton, gegen die Einschließung und für die persönliche Freiheit. Diese Heranwachsenden aber haben sich erhoben, um FÜR die Eingliederung ins Establishment zu kämpfen. Das hat mich immer wieder fassungslos gemacht. Und dazu gehört die Identifikation mit den Müttern ebenso, wie die Aushebelung der Väter.

Montag, 27. September 2021

Nie mehr gewesen als eine Strafkolonie

Die Australier stehen vor einer seltsamen, bedrückenden Wiederholung ihrer Geschichte, die aber in vielem lediglich die Kontinuation einer Praxis ist, die das Wesen Australiens im Rahmen seiner Beziehung zu England seit der Gründung der Kolonie ausmacht. Wenn auch Australien heute keine offizielle Kolonie mehr ist, könnte man den Eindruck haben, daß alles, was sie in den letzten 100 Jahren erlebt haben, nur eine Art Gefängnisurlaub gewesen ist, der vor allem der Illusion diente, für militärische Dienste für England die Hoffnung auf Freiheit nicht ganz begraben zu müssen. 

Aber in seiner inneren Natur hat sich nicht viel geändert, das zeigt sich jetzt im Zuge der Corona-Hysterie. Sobald es der (englischen) Obrigkeit gefällt, werden die Aussies wieder in ihre KZs, Lager und Hausarreste verbannt. Vor deren Türen die Kopfjäger, brutalen Wächter und skrupellosen Polizisten stehen, die sie bei Ausbruch aus ihrem Gefängnis sogar mit Hubschraubern verfolgen und skrupellos niederknüppeln.

Impf-Unwillige werden gejagt und gestellt
               (Straf-)Quarantäne-Camp in Australien                  
Sie finden sich also zurückgestuft auf das, was sie für die Engländer, die sich auch in Australien als Oberschichte begriffen und sogar die Fauna bedenkenlos ruinierten, im dem sie etwa Kaninchen aussetzten, um schöne Jagdbedingungen zu haben (heute sind die Kaninchen eine der schrecklichsten Plagen, neben anderen, sämtlich ebenfalls durch Eingriffe der Engländer ausgelöst), immer waren: Bewohner einer Strafkolonie, mit der die britische Obrigkeit ihr Sozialprobleme gelöst hat. 

Dienstag, 21. Januar 2020

Vielleicht liegen die Ursachen doch woanders

Die Frage ist natürlich, wo die Ursachen im Tagesgeschehen liegen sollten, wenn man moniert, daß die aktuelle Jugend (grosso modo Jugend) dafür demonstriert, daß die präsente Regierung bleibt. Während "wir", also wir (grosso modo) Alten, noch GEGEN das Establishment protestierten, protestieren die Jungen heute FÜR dieses.

Die Frage bleibt. Wo können die Ursachen in der Gegenwart liegen? Und die Antworten bleiben selten lange aus. 

Noch einmal: Wo können die Ursachen dafür in der Gegenwart liegen? Wenn der VdZ schon vor dreißig Jahren mit Entsetzen festgestellt hat, daß da eine Generation heranwächst, die genau das tut: Die dafür protestiert, in der Masse mitzuschwimmen, die gegen die Väter protestiert, und dabei die Frauen vulgo Mütter auf ihrer Seite hat, die sie dabei unterstützen (und sie tun es durch direkten Assistenzeinsatz gegen den Mann), sich dem Besseren, dem also immer gegen den Fall einer Zeit (und eine Zeit fällt immer, wenn sie nicht nach oben strebt, also angespannt wird, also zu etwas strebt, das über ihr liegt, das sie noch nicht hat, das sie erwerben muß, das also Anstrengung heißt; was alles man früher überhaupt Erziehung nannte) gerichteten Bemühen zu erheben. Die diese Anspannung durch die Väter (und die sind es nur schon durch ihre gestalthafte, ja ideenhafte Präsenz, das nur nebenbei) also ablehnen, bekämpfen, um diese alsbald des Faschistoiden zu bezichtigen, wozu sie in den Schulen das geeignete Begriffsinventarium erhalten.

Womit also haben wir es da zu tun? Können hier die Ursachen wirklich in der Gegenwartspolitik, in allen möglichen Strömungen, Klima, weiß der Deibel was noch, liegen?

Oder sieht es nicht vielmehr danach aus, als wären alle diese Strömungen in nicht einem Punkt neu, sondern lediglich das immer wieder wechselnde, der historischen Zeit angepaßte Kostüm, hinter dem sich ein viel tiefer Liegendes äußert? Nämlich der Kampf des Nichts gegen das Sein? Der Kampf des zum Fallen tendierenden, ohne Gegenkraft (die als Kind noch "fremd", als Heranwachsender immer mehr eigene sein sollte, als Tugend, als erworbene Haltung) in die Unmenschlichkeit fallenden, erbsüdlichen Menschen.

An "politischer Aktualität" oder gar "Einmaligkeit" kann der VdZ jedenfalls nichts an der Jugend entdecken, was heute anders als vor dreißig Jahren gewesen wäre. Und das bereits damals erkennbar und zunehmend manifest war. Man könnte vielleicht aufhören, nach aktuellen Ursachen zu suchen, und sie in übergeordneteren Kategorien finden. Denen diese Zeit lediglich andere Bedingungen öffnet, unter denen sie manifest werden können. Was uns als Entwicklung vorkommt.

Wo aber waren damals die Mitstreiter des VdZ? Oder zumindest jene, die verstehen wollten, wovon er überhaupt redete, warnte, was er vorhersagte? Unter den heutigen Kritikern jedenfalls sind sie nicht gewesen. Und auch nicht unter jenen, für die alles neu scheint, und die dafür von Chemtrails über Handystrahlen, Lebensmittelvergiftungen und Plastikabfälle, an Autismus, ADHS und Allergien und dem Neckenmarkter Nackenschären schuldig sprechen, was vor dreißig Jahren ganz eindeutig und sogar empirisch nachprüfbar weil reagibel auf erzieherische Maßnahmen in charakterlichen Gründen seine Ursachen hatte. So wie die Hüpfdumssdiwuschelpolitisiererei der Jungen, die vor dreißig Jahren um nichts anders war, die meinetwegen heute lediglich ein paar "bessere" Argumente findet.

Man hat nur anders darauf reagiert. Mit mehr Ignoranz. Und mit mehr Niedertracht. Denn wer das alles schon vor dreißig Jahren sah, war sehr rasch als Paranoiker, Frauenhasser, Kinderschlächter und generell psychisch Labiler bekannt.




Sonntag, 10. Februar 2019

Legitimation muß als Kind erfahren werden

Es gibt freies, mutiges, schöpferisches Handeln nur, wenn es sich auf ein inneres Wissen um Legitimität berufen kann. Daraus erst ergibt sich die "Sendung" in die Welt. Diese Legitimität kann sich aber nur auf eine absolute Quelle berufen, alles darüber, also alles, das weiter "in die Welt hinein gerückt" ist, bezieht sich selbst wieder nur darauf, kann diese absolute Legitimität nie ersetzen. 

Woraus aber bezieht der Mensch seine Legitimität? Er bekommt sie in den allersten Jahren seiner Existenz (das heißt, daß auch Vorgeburtliches hineinspielt). Das Kind erlebt in seiner engen, tief abhängigen Union mit der Mutter, in der das Kind fast "eins mit ihr" ist, also noch nicht individualisiert ist. Was nur ein Selbstakt sein kann, also mit dem Heranwachsen, und mit der Bildung eines selbständigen Selbst in der Adoleszenz abschließt, wo der Mensch definitiv in die Welt hinaustritt und sich ihr gegenüber zu verhalten, also sein Selbst in ihr zu positionieren lernt. 

Wie erfährt das aber ein Kind? Es erfährt es im Erleben der Situation, in der es sich von Anfang an (also von Empfängnis an) befindet, in die es hineingeworfen ist.  Das heißt hier sogar ganz konkret - in der Situation der Mutter dem Vater gegenüber. 

Bildet diese Situation nicht das Grundverhältnis des Weltseins ab, erfährt das Kind von allem Anfang an eine Welt, die den wahren, ontologischen Verhältnissen, die es nur "fühlt", nicht entspricht.  Was ist diese Grundsituation der Welt? Es ist die personale Zueinanderordnung von zwei Personen, zwischen denen eine dritte waltet. Es ist die Stellung, die der Mann - den das Kind nur über das Wort erfährt (selbst körperlicher Kontakt würde das nicht ändern, im Gegenteil, sogar verwirren) - der Frau gegenüber hat, und umgekehrt. 

Hat die Frau nicht die Haltung des Empfangenden, das die Materie gegenüber der Idee, dem Wort hat, nimmt auch das Kind diese Haltung nicht an. In der Haltung der Mutter, in ihrer Ausrichtung, ist also auch die Quelle der Legitimität bereits vorgeprägt. Erfährt das Kind in der Mutter nicht den Vater als Quelle der Legitimität, wird es von Anfang an auf der Suche nach dieser Legitimität sein. Und es wird sie woanders suchen. Es wird sie dort suchen, wo es die Mutter selbst sucht - in der Allgemeinheit. In der Masse. Im Zeitgeist. Im Mitschwimmen mit dem Strom, dem einzigen, was die Mutter gegen den Anspruch des Vaters aufbringen kann.

Erst wenn man diese Unterscheidung erkennt, wird auch klar, warum die bloße physische Präsenz des Vaters allfällige Legitimität nicht automatisch liefert. Ist der Blick der Frau nicht auf den Mann gerichtet, der ihr Identität gibt (die im Namen anfängt, weil ja die Welt selbst im Namen anfängt), der die Welt des Wortes, der Idee, damit der Weltordnung bedeutet, wird er das auch nicht beim Kind sein. Das wird durch Väter, die meinen, auch Eigenschaften der Mutter zu zeigen und ausbilden zu müssen (mit allen möglichen Formen der mütterlichen Zuwendung etwa), sogar noch verschlimmert. 

Damit wird die Legitimitätssuche des Kindes überhaupt auf etwas gerichtet, das in jedem Fall "außerhalb" liegt. Denn der eigene Vater verschwimmt in seinem Erleben mit der Mutter. Er steht dem Kind nicht als die "absolute" Quelle des Seins gegenüber. Denn selbstverständlich ist das Elternpaar für das Kind zu Anfang die alleinige Quelle der Welt, ohne die alles ins Nichts fiele, also auch "Gott". Weiche Väter richten nahezu dieselben Verwüstungen in der inneren Struktur von Kindern an, wie verweigerte oder "nicht vorhandene" Väter. Ja, unter Umständen sind nicht vorhandene Väter "besser", wenn die Grundausrichtung der Mutter auf diesen Vater bleibt.

Es ist zwar schwierig, diese unbedingte Notwendigkeit in der Struktur der Eltern in konkretem Verhalten ein für allemal festzumachen, denn es hängt auch sehr von der Situation der Familie selbst innerhalb der Allgemeinheit ab, vom Stand, der beruflichen Situation etc. etc., aber es ist in groben Zügen doch festmachbar. In jedem Fall festmachbar an dieser Grundverweisung sowohl des Mannes auf die Frau (als Quelle des Gefühligen, um es so zu sagen), als auch der Frau auf den Mann (als Quelle der Ordnung).

Der Vater muß der Fordernde sein, weil die Welt fordernd ist. Sie ist fordernd, weil sie eine innere Ordnung (als Ort) hat, auf die hin sich der Mensch über alle eigenen Gefühle und Anwegungen und Rückzugsneigungen hinweg überschreiten muß. Er ist die Schule jener Sachlichkeit, in der allein die Welt auch dann gestaltet werden kann, denn Gestaltung kann nur innerhalb einer Ordnung (bzw. auf diese zu) geschehen. Selbst wenn die Mutter "gestaltet" ist, ist es ein Gestalten "im Sinne der Ordnung, die der Vater repräsentiert". In jedem Fall kann die Frau nur die Statthalterin eines Mannes sein. (In der Familie kann das nur "einer" sein, wie es eben in der Ehe zum Ausdruck kommt.)

Die Mutter muß dieses Fordernde bestätigen, aufnehmen, das Kind an seine Erfüllung allmählich heranführen. Das betrifft alle Lebensbereiche, so, wie sie sich eben allmählich ausweiten und schließlich bis hin zum Beruf und zu expliziten Standespflichten gehen. In der Zuwendung, im Zuspruch, im Lob (und im Tadel, der freilich oft mütterlich gemildert sein muß, denn die Härte des absoluten Willens, damit auch die Härte einer Strafe, liegt im "Vater"), muß sich für das Kind im Erleben die Struktur des Gesollten, der Ordnung der Welt also, erfahrbar machen, wie sie vom Vater repräsentiert wird und von ihm sogar ausgeht.

Erfährt das Kind diese Ordnung der familiären weil ehelichen Struktur nicht, wird auch seine Haltung der Welt gegenüber dieser nicht mehr gerecht werden. Diese Verantwortung liegt in erster Linie in der Mutter, weil sich in ihr auch der Vater abbildet, und weil das Kind von ihr als erstes (über die nahezu totale Identifikation in den allerersten Lebensjahren) geformt wird. 

Das äußert sich spätestens im Erwachsenenalter, und es äußert sich am erkennbarsten in der Weltanschauung. Ein Mensch, der diese Ordnung in der Familie nicht erfahren hat, wird immer zu Weltanschauungen neigen, die sich mit einem Versuch der Festigung der Legitimität befassen. Und wenn man Ideologien genauer ansieht wird man feststellen, daß sie in ihrer "rationalen Festigkeit" (Ideologien ist der dem welthaften Nutzen übergebene, also plattgedrückte, seiner eigentlichen Dimension entrissene Geist) lediglich Legitimationssysteme für menschliches Verhalten sind. Vor denen auch die Religion nicht verschont bleibt.

***

Die Anregung, sich diesem Thema näher zu widmen, bezog der VdZ aus statistischen Zahlen. Denen gemäß im Westen schon über 50 Prozent der Kinder - in manchen Bevölkerungsschichten (wie bei den Schwarzen in den USA) sind es sogar bis zu 90 Prozent - "illegitim" sind. Also nicht in eine eheliche Struktur hineingeboren werden und dort aufwachsen. Die Folgen sind verheerend, und werden noch völlig unterschätzt. Solche Kinder sind immer in gewisser Handlungsunsicherheit (oder, um das aufzuheben, in Fanatismen) gefangen und beeinträchtigt. Und neigen zur Unterwürfigkeit gegenüber der Stärke, der Macht, der autorisierten Allgemeinheit. Denn kein Mensch kann auch nur einen Tag ohne Legitimität leben, auf die er ausgerichtet ist und die ihm das "Recht" gibt, ja die Pflicht auferlegt, sich in die Welt zu investieren und der Ordnung, die der Legitimationsquelle entspricht zu genügen. Denn Legitimität ist eine der ersten Bedingungen des Seinszustands überhaupt, und ohne ein solches Fundament - das Sein - kann niemand handeln. Aber dieser Drang zu handeln ist jedem Menschen wesentlich.

***

Nachsatz: Wie brisant, wie "anfänglich" die Frage nach der Legitimität eines Handelns ist, läßt sich in wirklich allen Lebensbereichen erfahren. Uns ist gar nicht bewußt, wie viele Vorgänge in unserem Leben sich sogar ausschließlich um die Herstellung von Legitimität drehen. Und in Zeiten so vieler illegitimer Kinder (was auch damit zu tun hat, daß man den Gedanken zu eliminieren versucht, vor allem um damit die Position wie Situation der Eltern zu brechen) haben wir es mit unzähligen Vorgängen zu tun, die ausschließlich Versuche sind, Legitimität zu schaffen.  Man denke aber auch an die Politik, sei es an die Autorität eines göttlich legitimierten Monarchen, oder an die Demokratie und deren Wahlen, oder der Bedeutung von Wahlbeteiligungen.

Ebenfalls ist darin enthalten, daß Legitimität immer eine Aussage über eine Ordnung macht, die es umzusetzen gilt. Und damit ist die Folge klar, daß der Evolutionismus den Zufall und das legitime Recht des Stärkeren im Kapitalismus repräsentiert, der also auch die Welt beliebig umgestalten darf, während die Welt als Schöpfung zu sehen ihr eine Ordnung (=Natur) innewohnen sieht, die zu vollenden man verpflichtet ist.





*151218*

Freitag, 25. Januar 2019

Der Freitag-Abend-Film

Auf diese Filmproduktion wurde der VdZ erst jüngst aufmerksam gemacht. Und er war überrascht über die Aktualität von "Durchbruch Lok 234" aus dem Jahre 1963. Der die schwierige Situation eines Familienvaters zeigt, der in einem System lebt und seine Kinder aufzuziehen versucht, die seinen Überzeugungen widerspricht. 

Es zeigt sich darin, daß man nur mit "Maßnahmen im eigenen Haus" nicht durchkommt. Besonders Kinder stehen - nicht per se, sondern durch das, was wir als "Errungenschaft" preisen, die Schulpflicht, der Kindergarten* - in einem Abhängigkeits- und Bildungsverhältnis zur Umwelt, und damit zu den öffentlichen ideologischen Systemen. Die - wie heute - in einem fundamentalen Konfliktverhältnis zu den Eltern stehen und keine Alternative lassen. Bleibt angesichts der Verantwortung überhaupt noch eine andere Möglichkeit als zu fliehen? Die innere Emigration bleibt in so einer Lage höchstens dem, der alleine steht.

Ein sehr spannender Film, der sich auf ein wahres Ereignis bezieht. Doch ist es gleichgültig, ob man den Ausgang kennt. Denn Spannendheit zeigt immer etwas an: Das Maß an Identifikation läßt sich im Bangen ums Gelingen einer Sache erkennen. Diese Identifikation ist immer die Ineinssetzung mit einem Archetyp, der auch im Betrachter selbst besteht. Die sich zwar nur an einem Konkreten zeigen weil wirklichen kann, wobei aber dennoch die konkrete Handlung, die Detailgestalten selbst, nur sekundäre Bedeutung hat.

Aber sie hat immerhin hinweisende, auf die konkrete Geschichtlichkeit bezogene Kraft. Im günstigsten Fall fallen also beide Dinge in eins, und der Archetyp trägt auch die wieder erkennbaren Kleider. Und da entfaltet jedes Drama (als Sonatenform - die zweite Form der Kunst neben der Fuge - in der Musik nicht weniger als in der Literatur, im Theater, oder eben im Film) seine entscheidende Wirkung. Wenn es gelingt, dieses (an sich a- oder prä-morphe) Archetypische, an dem man in der Darbietung teilgenommen hat, mit anderen Konkretionen zu füllen. Plötzlich kann sich dann das konkrete eigene ge- und erlebte Leben auf seine wirkliche Wirklichkeit hin erhellen.

Diese Leistung kann ein ideologisch konstruiertes, damit in seiner Tendenz immer totalitäres Werk (ideologische Werke haben immer die Starrheit eines künstlichen Konstrukts, denn ihnen ist die Freiheit, die Offenheit des konkreten geschichtlichen Ausgangs die drängendste Gefahr, weshalb ideologische Werke nie wirklich spannend sind, weil die Ideologie das Archetypische ersetzen will) freilich nicht erbringen. Es bleibt im Konkreten hängen, und meint, im Konkreten auch die kathartische (im "Feuer" reinigende) Wirkung festmachen zu können. Als würde sich das Archetypische immer in derselben Gestalt zeigen.

Man kann den ganzen dramaturgischen Konflikt, der sich im ersten Akt (Teil) aufbauen muß (Exposition), als Konflikt des Archetypischen als eigentlichem Wirklichkeitskreis mit dem Konkreten und dessen vordergründige Gesetzlichkeiten bezeichnen, das irrtümlich für das Wirkliche gehalten wird.

An der Fähigkeit zur Abstraktion läßt sich aber nicht nur die Reife eines Künstlers, sondern auch die des Publikums erkennen.** Eine Kunst, die einer Ideologie zuarbeiten möchte, ist deshalb immer unbrauchbar - und keine Kunst. Und ein Publikum, das ideologische Werke sucht, sucht nur die immer fragile Bestätigung der künstlichen Identität. Die entscheidende Tätigkeit des Künstlers ist somit der des Publikums ähnlich: Sich aus jenem Konkreten (als Lebensträger, nicht als Material des Lebens verstanden) zu lösen, in das er ab ovo eingeflochten ist. Erst dann kann er das Gute, Schöne, Wahre in die Welt stellen, auf daß es in der Existenzberührung mit dem Publikum, den Menschen, der anschließenden Welt, diese in Kommunikation und Kommunion hebe.







*Wie in diesen Tagen bekannt wurde, hat die deutsche Bundesregierung eine Broschüre herausgegeben, die Erzieher in Kindertagesstätten (Kindergärten) anleiten soll, wie mit Eltern zu verfahren ist, die "rechts" stehen. Was am Verhalten der Kinder erkennbar ist. Kita-Mitarbeiter sind angehalten, ein "klärendes" Gespräch mit den Eltern zu suchen, und sie auf die Notwendigkeiten einer "Erziehung zu Vielfalt", "Antirassismus" etc. hinzuweisen. Das ideologische System rückt immer näher, wird immer totalitärer.

Fast zeitgleich gehen in Österreich die Wogen hoch, weil die eher konservative, traditionsorientierte Aufklärungsvereinigung "Teen Star" - die Haltung des VdZ ist freilich bekannt, er hält öffentliche "Sexualaufklärung" in keinem Fall für vertretbar,  aber hier geht es um etwas anderes, um etwas Exemplarisches - von der linken Reichshälfte (und das ist mittlerweile quasi das Gros der "Bildungsbeflissenen") als "homophob" (u. a. wird Homosexualität - richtig - als Identitätsstörung dargestellt; offensichtlich in Österreich bereits ein Rechtsverstoß) und "nicht vielfältig" (weil gegen den Genderismus eintretend), somit als von Schulen unter Verweis auf bereits bestehende Gesetze (sic!) auszuschließen gefordert wurde. Wie sich allerdings mittlerweile herausstellt, geht das gar nicht so einfach per Ministeriumserlaß. Denn diese Maßnahmen sind von den Schulen in Eigenverantwortung vorzunehmen. Tja, die (viel zu halbherzige, im Grunde bloß scheinhafte) Schulautonomie hat vielleicht doch einige kleine Fächelchen geschaffen, in denen sie sich gegen die Indoktrinierung der Kinder wenigstens etwas wehren können. 

**Man erkennt so manche Stupidität der Gegenwart daran, daß gerade die "Gut-Beflissenen" (=Selbst-sich-für-gut-Haltenden) meinen, daß sich das Böse, das Übel an immer denselben Zeichen, Gestalten und Worten erkennen und festmachen lasse. Was in der Regel nicht mehr ist als das "von sich weg-"sprechen eines Archetyps ist, von dem man sich in Wahrheit gar nie lösen konnte. Deshalb sind die Gutmenschen in aller Regel selbst jene Totalitaristen, als die sie andere bezeichnen weil "an Zeichen erkennen" wollen.




*021218*

Mittwoch, 22. November 2017

Was für eine Heuchelei

Klar, was Harvey Weinstein vorgeworfen (seine ganze Karriere über war gekennzeichnet von sexuellem Mißbrauch, sexueller Belästigung, vor allem von der berühmten "Besetzungscouch") wird ist verdammenswert. Aber - was an Hollywood ist nicht verdammenswert? Seit Beginn, seit das eigentliche Hollywood in den 1920er Jahren entstand, war Film ein Marketinginstrument und damit auf die Schwäche des Menschen ausgerichtet. In den 1930er Jahren, als Kino noch ein großes Geschäft für jeden Kinobetreiber war, griff die Kirche in. Demonstrierte ihre Macht durch Boykottaufrufe, denen die Katholiken folgten, und flugs war Hollywood angesichts horrender Verluste zu Verhandlungen bereit. Also einigte man sich auf einen "Production Code". Zukünftig entschied ein Gremium, das katholisch dominiert war, was präsentiert werden durfte und was nicht.

Die Aushebelung Anfang der 1960er Jahre passierte von zwei Seiten. Einmal war da die innere Aushöhlung der Kirche, wo sich zu Beginn des 2. Vatikanums jeder Maßstab irgendwie aufzulösen schien. Die Kirche wollte plötzlich dem Zeitgeist entgegen gehen, das war noch nie der Fall gewesen. Und dann war da Hollywood, das den Fuß in die Tür stellte, ehe sie wieder geschlossen werden konnte, und wie ein schmieriger Vertreter jeden Trick ausnütze. Und mit einem Film über den Holocaust die Vereinbarung über das Nicht-Zeigen von Nacktheit übertrat. Dagegen zu protestieren, wie vorher immer, wagte plötzlich die Kirche nicht mehr.  Damit war der Damm gebrochen. Und ab Mitte der 1960er Jahren wurde die Welt mit Nacktheit im Film regelrecht überschwemmt.

Das ist nur ein kurzer Anriß des damaligen Geschehens, aber es sind die Säulen, auf denen das weitere Geschehen steht. Hollywood ist heute, was es immer war: Eine Institution der Gehirnwäsche, und vor allem eine Institution der sexuellen Ausbeutung. Der europäische Film hat diese Abirrung mittlerweile längst nachvollzogen. Angst in der Branche um das tägliche Brot, ja die gesamte Kunstbranche ist von Angst geprägt, daß es einen nur noch schaudern kann. Der VdZ weiß, wovon er spricht.

Nun war die Richtung umgekehrt. Nun ging es - seither, also richtig müßte es heißen: geht - es nur noch um darum, daß Filme aus Hollywood die sexuelle Befreiung, also das Herausreißen von Sexualität aus jedem kulturellen Zusammenhang, damit die Deprivation von Kultur - nur noch um Sex. Egal in welchem Film, egal in welcher Produktion. Hier werden Werte gesetzt. Und diese Werte sind kulturfeindlich, revolutionär. Hollywood-Filme sind seit her Produkte der Gehirnwäsche. Mit denen eine revolutionäre Emotionslandschaft, aber auch Gewissensbildung, Wissensvermittlung als Manipulation durchgeführt wird. Selbst wesenlos, substanzlos, kunstlos, wo Kunst also nur noch als Mittel eingesetzt wird, hat Hollywood gezielt und gnadenlos an der moralischen Aushöhlung des Westens, ja der Welt gearbeitet.

Nun fallen Weinstein diese Mittel auf den Kopf. Plötzlich wird er für etwas angeklagt, das er selbst in zahllosen Filmen (und Weinstein hat viele, vor allem erfolgreiche Filme produziert) propagiert hat! Was darin normal war, wird ihm nun im normalen Leben zum Verhängnis. Aber noch interessanter ist das Verhalten so vieler so genannter Hollywood-Größen! Sie, die oft und oft ihre Karriere genau diesen Momenten verdanken, die berühmt wurden, nicht weil sie so gute Schauspieler waren, sondern weil sie in diesem perversen Zirkel mitgespielt haben "um eine Karriere zu starten", beginnen nun, sich davon zu distanzieren!

Und Myriaden von Eltern folgen. Eltern, die ihre Kinder nächtelang vor dem Internetbildschirm hocken lassen, ohne sich dafür zu interessieren, ob da Pornographie oder Prä-Pornographie (Spiele!) läuft oder nicht, die ihre Kinder tagelang vor der Fernseh-Glotze hängen lassen, wo genau diese Hollywood-Befreiungs-Propaganda - in sich eine Kulturzerstörung! - läuft, regen sich nun auf. Dabei sind sie selbst die Mißbraucher! Dabei sind jene Eltern die Mißbraucher, die ihre Töchter und Söhne auf die Couches der Produzenten schicken, in schwindeligen Produktionen mitmachen lassen, weil sie sich ... wer weiß was ... erwarten.

Und sie alle bilden nun unter "#me too" ein Sammelbecken, weiß der Deibel, denn alle sind plötzlich mißbraucht worden! Wo waren denn die Eltern, die ihre 15jährigen Töchter (und Söhne, man war da in Hollywood nie sonderlich wählerisch) ablieferten und hofften, daß ihre Sprößlinge ihren Traum von Ruhm und Berühmtheit verwirklichen würden. Hauptkriterium: Sie mußten hübsch, verführerisch sein. Wie kann man ein Kind einfach "ausliefern", ganz bewußt - und sich 30 Jahre später darüber aufregen? 

Wie viele Mütter - es wäre höchst an der Zeit, das einmal aufzuarbeiten! (Der VdZ hat es in seinem Roman "Helena" getan) - die ihre Töchter mit Lust und Wonne zur Sexpuppe herrichten, um sie dann auszuliefern. Um so ihre perversen eigenen, aber gescheiterten, aber von Hollywood immer wieder und wieder hochgekochten Träume von Macht und Selbstverwirklichung eine Wende zu geben. (Die ja jedem Nichts Weltruhm versprechen; der Leser möge sich doch nur den Plot der meisten Hollywood-Produktionen ansehen - ein Nichts wird plötzlich Weltretter, usw. usf.) Na, welche Mutter hätte ihre Töchter nicht ausgeliefert, wenn ihr von einem Weinstein Ruhm und Geld und Ruhm versprochen worden wäre? Nein, den sie sich davon versprachen, nur hingen ihre Brüste schon? Das Böse der Frau ist fast unendlich tief und perfide.

Sie waren die Mißbraucher. Sie waren die ersten Täter. Weinstein nur das, dem man sich ausgeliefert hat, weil alle heute, wirklich alle, auf "Berühmtheit" hoffen, ohne noch einen Funken von Ahnung zu haben, womit das zu tun hat. Selbst also Opfer dieser Hollywood-Propaganda, die diesem verrotteten Stinkverein von Anfang an Menschen ausgeliefert hat, die freiwillig der Verführung zustimmten.

Shame. Shame on You ALL. And fuck You FOREVER.

Nein. Hollywood gehört abgedreht, und dieser ganze Schwindel einer Scheinwelt, die in Wahrheit nur ein Ziel hat: Unsere Kultur zu zerstören. Weil die auf dem Prinzip der Sittlichkeit aufgebaut ist. Dem manche, manche nicht genügen konnten und können. Also versuchte man, die Kultur umzudefinieren.

Schauspieler sind eben meist einfach ... strunzdumm. Strunzdumm! Wie ihre Eltern. Meryl Streep etwa - die der VdZ als Schauspielerin sehr schätzt - hat nichts eilfertiger zu tun als sich von Weinstein, dem sie wie so viele andere (denn Weinstein war höchst erfolgreich, kaum eine Erfolgsproduktion der letzten Jahrzehnte, in die er nicht verwickelt war) ihre Karriere verdankt, zu distanzieren. Und im selben Atemzug die Pardonierung von Roman Polansky zu verlangen, der nachweislich jüngste Mädchen, Kinder mißbraucht hat. Matt Damon, Ben Affleck ... sie sollten doch alle einfach schweigen, sie sind peinlich. Peinlich wie ein Christoph Waltz. Gut was er sagt, wenn er übers Handwerk spricht, darauf sollte er sich beschränken. Strunzdumm wird es nämlich, wenn (wie meist) diese Leute nicht erkennen (und unterscheiden) können, woraus das Netz gewebt ist, auf dem ihr Ruhm sich erhoben hat. Und plötzlich meinen, sie hätten "etwas Allgemeines, gar Politisches zu sagen". Schauspieler sind meist eben einfach strunzdumm. Heute. Weil sie mit Kunst nix mehr am Hut haben, nur noch einer narzißtischen Passion folgen. Der Hollywood im Extremfall höchste Entfaltung gewährt. Tja, welchen Gott man anbetet ...

Hier noch ein amerikanisches Audio-Radio-Gespräch, das die Aspekte rund um den "Fall Harvey Weinstein" sehr umfassend aufgreift. Zuerst schreien alle nach sexueller Grenzenlosigkeit, ja verteidigen diese als angebliche "westliche Werte", und regen sich in dem Moment auf, wo diese stattfindet, aber mal nicht in den Kram paßt. Wenn wir eines lernen sollten aus dem "Fall Weinstein" dann das: Daß wir uns endlich von dieser konzertierten, planmäßig ablaufenden Hollywood-Maschine abkoppeln sollten, die nichts anderes beabsichtigt hat, seit je, als unsere Kultur, unsere Sittlichkeit, unsere Weltsicht zu manipulieren und damit uns von uns selbst zu entfremden. Und die damit eine ur-jüdische Intention verfolgt. Weil das Judentum angesichts seiner Seinsverweigerung ab ovo keine andere Wahl mehr sieht als das Sein selbst nicht nur abzulehnen, zu verleugnen, sondern dort, wo es im Christentum manifest wurde, zum Einsturz zu bringen. Und wo und wie kann man das besser als über ...  Stärkung der Schwächen des Starken, als durch dessen Verwirrung durch Implementierung "anderer Werte", die im Widerspruch zum Sein stehen?

Wenn die Juden sich unbeobachtet glauben, preisen sie selbst ihre Leistung als die, die Hollywood von Anfang an besaßen. Als die, die die Pornographie von Anfang an beherrschten, mit der sich jede Kultur am treffsicherndsten ausheben läßt. Denn Kultur heißt Sittlichkeit. Immer. Überall. Als Erhebung über die Niedergefallenheit an die Motorik der Materialität, das eigentliche Lebensmoment, das eigentliche Kulturmoment.

Antisemitismus? E. Michael Jones bringt es einmal auf den Punkt: Früher war Antisemitismus ein Impuls gegen Juden. Heute ist es der Impuls gegen jeden, der das Judentum als gesellschaftspolitische Kraft kritisiert. Es ist ein kaum zu glaubender Erfolg des Judaismus (noch einmal: das hat keine rassistische Komponente! Mit Rasse hat das nichts zu tun, das war der Generalfehler von Hitler), daß selbst die Kirche diese ontologische Tatsache auslöschen will. Es ist ein kaum glaublicher Erfolg des amerikanischen Judaismus, einen nachweislich und offensichtlich geistesgestörten Mann (über den beherrschten deutschsprachigen Raum) zum Papstamt gehoben zu haben.
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*201017*

Sonntag, 10. September 2017

Der Staat ist eine Familie, oder er ist nicht (2)

Teil 2) Hier gibt es einmal wirklich keine Alternative





Nun wird vielleicht deutlicher, warum es einen Staat auch nicht geben kann, wenn in ihm unterschiedliche Religionen gleiche oder gleichberechtigte Rollen spielen. Ihm würde das innere Organisationsprinzip fehlen, die Seele gewissermaßen, aus der er als Organismus lebt.  Als "Haus" verstanden wird begreifbar, daß so ein Haus zwar auch andere Elemente "in Toleranz" aufnehmen, aber niemals über eine Grenze hinaus, noch weniger aber: wenn diese Elemente (andere Religionen also) nach Einfluß auf die innere Struktur verlangen. Eine solche Staatsstruktur würde niemandem gerecht, und ihr würde sofort ihr inneres Lebensprinzip fehlen - die Organizität als familiales "Haus". Die Rechtssprechung würde kollabieren und zur immer weniger charakterisierbaren (also: anarchischen) Einzelfall-, Willkür- und Anlaßgesetzgebung zerfallen.

Die heute vielzitierte "Trennung von Religion/Kirche und Staat" ist ein Irrtum*, in den allermeisten Fällen leeres Gewäsch, in wenigen Fällen bewußte Täuschung, weil beides nicht getrennt werden kann. Vielmehr wird dieses Wort immer dann bemüht, wenn die wahren religiösen Bezüge unbekannt sind oder verschleiert werden sollen. Im Abendland wird diese Rede deshalb nur Instrument, um die Kirche und das Christentum zu verdrängen. Gerade die heute dominierenden politischen Vorhaben beweisen zudem das Gegenteil: heutige Politik ist so religiös motiviert wie vielleicht noch nie. Es ist nur eine andere Religion als das Christentum.

Auch Demokratien haben also nur dann eine Überlebenschance, wenn sie in Wahrheit auf dieser Grundordnung beruhen, sodaß für den normalen Menschen gar nie einsichtig werden KANN, warum er in der Lage sein soll, sich seine Führung "zu wählen". Er tut es nie, und wer das glaubt oder vorgibt zu glauben will entweder täuschen, um freie Bahn für egoistische Interessen zu haben, oder er spielt mit dem Feuer, weil er ohne dieses Wissen sehr rasch an die Grenzen des Staatsbestandes kommt.

Noch bis in die 1970er, 1980er Jahre war dies auch konkret und häufig erfahrbar, weil real vorhanden. Wenn auch unerkannt, unbewußt, und deshalb so leicht durch die sozialistischen Gesetze in diesen Jahren (die gezielt und zuerst die Axt an den Baum der Familie gerade "als Haus" legten, etwa indem sie die Stellung des Vaters schwächten, die Emanzipation förderten, die sexuelle Freizügigkeit protegierten) auszuhebeln. Die Folgen waren dramatisch: Staatszerfall. Jener Staats-zerfall, in dem wir heute leben, ohne uns dessen schon bewußt zu werden. Wir haben nur die Menetekel an der Wand vor Augen, die zu übertünchen wir versuchen. (Und das ist die charakterischeste Beschreibung heutiger Politik, leider auch der Oppositionspolitik.)

Wer damals schon lebte und erlebte hat gesehen, daß sämtliche Strukturen der Lebenswelt familiale Struktur hatten. In der jeder Mensch in Pflichten und Rechten, in Verbindlichkeiten und Freiheiten an einem Platz in der Ordnung stand, der selbst zu allen übrigen Plätzen in einer Ordnung stand, der man auch den Status einer "Hierarchie" zusprechen kann und muß. Selbst Unternehmen waren Familien, und der VdZ hat noch sehr präsent, daß die Unternehmen, die er erlebt hat, ihre Mitarbeiter waren Familienmitglieder (freilich abgestuften Grades) betrachtete und behandelte. Niemand wurde da nur nach Nutzen und "Leistung" beurteilt und behandelt, sondern sie waren zuerst einmal Familienmitglieder, die einerseits Verantwortung für das Ganze hatten, in ihrem Rahmen halt, anderseits sich der Verantwortung des Großverbandes, des Hauses ihnen gegenüber sicher sein konnten. Niemand darin war einfach "Kostenfaktor", sondern der Organismus (das Unternehmen, in dem Fall) lebte und prosperierte oder litt und starb im Ganzen. MIT allen seinen Gliedern. In guten wie in schlechten Zeiten, Gesundheit, Krankheit und Leid. Nur wenn das ganze Haus floriert, floriert auch jedes seiner Organe.

Dies alles war nur möglich, weil das ein Haus durchtragende Prinzip das der Ehe war, in der sich einer dem anderen zugeschrieben hatte, und zwar im Prinzip unlösbar und von allen Tugenden getragen, die eine Ehe ausmachen. Nicht einfach die Familie also ist das einen Staat tragende Prinzip, bei der es gar noch in unserer Hand läge, wie sie zu gestalten sei, sondern die innere Struktur der Verbindlichkeit, die als inneres Prinzip ein Volk konstituieren, das sich in einem Staat als lebendige, organische Großeinheit zusammenfaßt. Der dann zu anderen Staaten (mit demselben Strukturprinzip) in Beziehung steht (und das ist dann die Außenpolitik.) 

Wir sprechen hier nicht von Idealen, von Idealzuständen und Möglichkeiten, ohne die es auch ginge. Wir reden hier von Unumgänglichkeiten. Die Familie (die wir zum "Haus" erweitert haben) ist deshalb die einen Staat bildende und tragende Keimzelle, weil NUR sie die inneren Strukturen aus menschlichen Verbindlichkeiten schaffen kann, die dann auch Gründung und Bestand eines Staates ermöglichen. Dieses Prinzip ist wie das des Hauses "monarchisch", patriarchal und hierarchisch, ob einem das paßt oder nicht. Auch in den heutigen Demokratien, die deshalb heute viel zu tun haben, diese Tatsache zu verschleiern und sogar heute nur dort funktionieren, wo in ihrem tiefsten Untergrund eben diese patriarchale Struktur herrscht. Eine Gesellschaft, ein Staatsvolk, das das vergessen hat, ist nicht einfach auf dem Weg zur Auflösung - es IST bereits aufgelöst. Aber es gibt kein Vakuum der Macht von Staaten und Völkern. Es gibt nur ANDERE Völker, die an die Stelle des eigenen treten.





*Ein Irrtum, den leider die Kirche selbst in zwei großen Schüben in unsere Kultur getragen hat (die sie selbst aufgerichtet hat.) Zum einen im Ausgang des unseligen Investiturstreits des 11. Jhds., in dem die familiale Struktur des Staates entsakralisiert wurde. Das war der Beginn vom Ende. Die Langzeitfolgen haben wir heute in dem Niedergang zu tragen, den wir bereits erlebt haben und der unsere Gesellschaften, unser Kultur zur Wüste bereits gemacht hat (also nicht erst machen wird; es wird uns nur nicht so bewußt, weil noch so viel von unserer überkommenen Kultur "in der Gegend herumsteht". Aber keine Sorge, wir arbeiten auch daran schon sehr konzentriert. Es wird uns also bald bewußter werden.) Und zum anderen durch manche seltsamen Formulierungen kirchlicher Dekrete im mittleren 20. Jhd., die dem konkreten Desaster Tür und Tor geöffnet haben. Die letzten Grashalme werden eben in diesen Jahren ausgerissen. 

Alles, was dann später folgte - die unselige Trennung von Form und Inhalt, von Ding und Geist, von Sinn/logos und Fleisch, das Depravieren des Geistes in Ratio, Mathematik und Welt ohne Gott/logos - ist nur noch eine Folge der Säkularisierung der Weltstruktur. Als gäbe es eine solche (ohne Gott, ohne personalen Gott), hat sich unsere Kutlur spätestens ab dem 15. Jhd.  in eine gar nicht mögliche innere Spaltung gestürzt und sich im Technizismus zum Wahnsinn verurteilt, in dem wir heute tatsächlich leben. In dem die Menschheit gar nicht mehr in der Lage ist, die Welt überhaupt zu "denken", zu begreifen.






*100817*

Samstag, 9. September 2017

Der Staat ist eine Familie, oder er ist nicht (1)

Wer die Hand an die Familie legt, legt die Hand an den Staat. Wenn ab und an zu hören ist, daß die Familie die "Keimzelle des Staates" sei, so wird der Ernst dieser Aussage vor dem Hintergrund heutigen Familienverständnisses aber gar nicht bewußt. Denn sie klingt vielfach als wäre der Staat eben einfach die Ansammlung von Vati und Mutti mit ihrem Ernst und ihrer Helga. Nötigenfalls aber ginge es auch ohne sie, nötigenfalls kann der Staat auch schon mal ohne Familie auskommen. 

Das ist aber nicht der Fall, und was wir heute in unseren Ländern, ja im ganzen Westen erleben, ist die Folge davon. Denn wir erleben einen Staatsverfall. Wir erleben ihn, WEIL die Familie zerstört ist.  Aber nicht, weil die Summe der Familien zu klein geworden wäre. Sondern weil ihre organische Einheit zerstört wurde. Denn der Grund, warum die (auf der Ehe basierende) Familie die Keimzelle des Staates ist liegt darin, daß in einer Familie die Menschen in einer Weise geprägt werden, die aufs Große gesehen einen Staat ausmacht. Nur ein Gebilde, ein organisches Gebilde, das auf dieser familialen Ordnung beruht, kann überhaupt als Staat angesehen werden. 

Der Staat ist also etwas prinzipiell anderes, als seit der Aufklärung, seit dem Rationalismus der Renaissance durch die Sprachwelten geistert - eine Vereinbarung, ein "contract sociale". Er ist die über die immer größer werdenden familialen Bindungen entstehende, gewollte und geformte Großfamilie, die nur dann (!) überhaupt Bestand hat, wenn sie auch in ihrer inneren Struktur den Wesensgesetzen der Familie entsprechen.

Nun müssen wir dazu aber den Begriff "Familie" hinterfragen. Denn nach unserem heutigen Verständnis ist es eben Vati und Mutti mit ihren Kindern, allenfalls zählt noch Onkel Horst und die Leiben-Oma dazu. Letztlich aber werden alle diese Bestandteile als "autonome Kleinstzellen" verstanden. Was wir kaum noch erleben ist, daß diese Kleinstteile zueinander in einer Ordnung stehen, und nach einer Ordnung drängen, die sie alle umfaßt und an einen Ort stellt. Deshalb bevorzugt der VdZ seit langem den Begriff "Haus". Er macht deutlicher, daß der familiale Verband, die Verbindung (und hier klingt bereits die "Verbindlichkeit" mit an) von Menschen untereinander, nicht einfach durch die Zeugungsnähe definiert ist, sondern alle umfaßt, die zu diesem Haus, dieser geordneten Ansammlung von Menschen, in einer gegliederten, geordneten Verbindung stehen.

So, wie in einem geographisch definierbaren Raum (bzw. erst durch diese Beziehungen zum Raum gewordene Welt) alle Menschen zueinander in Verbindung stehen, ob sie das wissen und wissen wollen oder nicht, ist diese soziale Ordnung als "Haus" strukturiert. Die sich in ihre größte Spitze, den Staat, mit der entsprechenden Gliederung, fortsetzt und selbst wiederum aus "Familien" besteht, die auf eine Weise wieder (Unter-)Häuser bildete. Deshalb ist ein Staat nicht einfach eine Summe von Familien, sondern eine gegliederte Ordnung von Häusern, die er in einem Haus zusammenfaßt. Als personales Ordnungsprinzip, das deshalb immer von Menschen angeführt und "regiert" wurde, die nicht einfach auswählbar sind, sondern die schicksalhaft vorgegeben sind. Jedem. Niemand kann sich aussuchen, wo hinein er geboren wird. 

Und hier allerspätestens beginnt die tragende Rolle der Religion begreifbar zu werden. Denn das erste Grunderleben des Menschen (auch ganz konkret in der Entwicklung von der Empfängnis an zu beobachten und erfahren) ist das des Ortes innerhalb einer übermächtigen, ihm vorausliegenden Ordnung und Gliederung, die der konkreten Welt zugrunde liegt. Man muß nicht erst C. G. Jung bemühen, um zu wissen, daß dieses Erleben auch die Prägung des Gottesbildes bedeutet. Das wiederum in den Eltern seinen ersten Ansatz hat, in der Zueinanderordnung des Wortes (Vater) zum Fleisch, zur Materia (mater = Mutter).  Religion und Staat sind aus diesem Grund gar nicht auseinanderzureißen. Wenn das heute geglaubt und sogar verkündet wird, so ist es nur eine der weiterverbreiteten Verwirrungen. Es ist gar nicht möglich. So wie es nicht möglich ist, einen Staat in einem anderen Entwurf zu gestalten als dieser Grundstruktur (fast möchte man sagen:) des Kosmos. Wenn das den Menschen, die in Demokratien leben, vorgeredet wird so ist es eine plumpe (meist aber einfach nur dumme) Lüge und Täuschung.

Diese in  der Familie geprägte innere Struktur jedes Menschen (die sich mit der ontologischen Wahrheit spießt, oder ihr entspricht, und das hängt mit der Absolutheit der Wahrheit der Religion zusammen, die es nur im Christentum geben kann),  ist der dynamische Untergrund, aus dem auch der Mythos, die Erzählung als innere Charakteristik, als Baugeschehen einer geistigen Welt seine Struktur bezieht. Jener Mythos, auf dem erst ein Staat entstehen und bestehen kann. Und der immer nur auf eine Person bezogen sein kann, denn nur über bzw. als Personen werden auch solche dynamischen Strukturen in die Welt gesetzt. Es gibt eben keinen Staat, der nicht an einer Person hängt. Weil es keinen Staat gibt, der nicht die innere Wesensdynamik einer Familie hat.



Morgen Teil 2) Hier gibt es einmal wirklich keine Alternative




*100817*

Donnerstag, 4. Mai 2017

Wenn aber die Formen verloren sind

Bei diesem Filmchen könnte einem freilich das Lachen vergehen, und man achte auch darauf, was in einem abläuft, wenn der Film seine Climax erreicht, man achte auf die Natur dees Lachens, das eventuell aufsteigt, sehe auf seine Farben. Wenn der Bursche am Morgen seinen Freund in der Küche antrifft, mit dessen Mutter er gerade eine Nacht verbracht hat. 

Was wir hier sehen ist aber die Wahrheit die aus dem Niederreißen der gesellschaftlich institutionalisierten Formen als Wesen der Zwischenmenschlichkeit folgt, die jene Idea sind, aus der heraus sich Welt überhaupt erst definiert und konstituiert. Und um die sich der ganze Tanz des Menschseins erst vollbringt. Entstaltet aber wird das Leben zur bloßen Bedürfnisbefriedigungsanstalt, zum Chaos, dessen einziger Inhalt Lust und Unlust werden. 

Der freilich, der die Widernatürlichkeit hier noch spürt, ohne um sie aber wirklich zu wissen, denn darum zu wissen gehört nicht zum Repertoire der sogenannten "Zeitgeistkultur", ist der Sohn. In diesem Alter hat die Gehirnwäsche, die Form und Natur auseinanderreißen möchte, noch nicht ihre volle Aushärtung gewonnen. Gerade im Kind haben die Eigenschaften (im speziellen der Mutter) noch sehr wirkliche Züge. 

Wenn die Formen endgültig aus dem Kulturgebrauch verloren sind, bleiben dann aber keine Beziehungen mehr. Umso krampfhafter wird dieses Wort ja heute bemüht. Dann bleibt nur noch die Flüchtigkeit eines momentanen Erlebens, dem aber jede Substanz fehlt, wo einer dem anderen nur noch Objekt von beliebigen Erfahrungen ist, deren Urteil sich aus bloßen Lustgefühlen ergeben soll. Im Grunde übrigens genau das, was beim Mißbrauch passiert. Wie hier schon so oft dargelegt: Wir befinden uns bereits mitten in einer Kultur des Mißbrauchs. Und das heißt auf jeden Fall: Des Verlusts der Menschlichkeit. Denn Menschsein ist eben Welt, und deshalb Form.









*240417*