Selbst die bemühtesten "Liberalen", die im Namen der Freiheit eine neue Kultur der Offenheit und des Realitätssinnes einfordern, zeichnen sich durch grandiose Vermeidungsstrategien aus. Sodaß sich die Verschweigungsbilder nur verschoben, aber das Grundthema um nichts verbessert haben. Denn diese angeblich so freie weil "liberale" Gesellschaft - seit langem hat das sogar zu einer Umdeutung geführt, die bemerkenswert ist:
Es geht nicht mehr um Demokratie als Organisationsform unserer Staaten, sondern es geht um "freiheitlich-LIBERALE" Gesellschaften. (Aha. Seit wann?) In deren Erscheinungsbild nun Kriterien eingeschummelt wurden, die expressis verbis in keiner Verfassung vorkommen, die im eigentlichen Sinn auch nirgendwo so zu verstehen sind. "Toleranz" gegenüber diesem und jenem
Und der Umfang der angeblich zu tolerierenden Fakten, die zu ignorieren sind, SOLANGE sie IM NUR PRIVATEN RAHMEN stattfinden, ist beachtlich. Wird aber von einem dramatischen (!) Denk- und Verstehensfehler getragen. Nämlich dem, daß der NUR PRIVATE BEREICH überhaupt nicht nur privat bleiben kann, weil fast alles, was der Mensch "für sich" tut (und sogar was er denkt) durch den Umstand, daß JEDER Mensch in ein hautenges Netz von BEZIEHUNGEN eingewoben ist, GAR NICHT NUR PRIVAT IST.

