Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Perkins (John) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Perkins (John) werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. August 2022

Zwei Epochen enden

Wenn von so vielen Dingen gesprochen wird, als wären es Verschwörungstheorien, so hat dsa in den allermeisten Fällen einfach mit Informiertheit zu tun. Ist dabei einer Verschwörungstheorie nur deshalb ähnlich, weil die Ursache für viele Menschen "im Unbekannten", "schwer Beweisbaren" bleibt. Und man kann ihnen daraus keinen Vorwurf machen. Denn es braucht ein gewisses Maß an Kaputtheit, sich diesen Informationen und Bildern überhaupt aussetzen zu wollen.

John Perkins hat auch lange gezögert, ob er das bekannt machen soll, was er weiß, selbst wenn er zwei Jahrzehnten noch zugewartet hat, weil er mit Mord bedroht wurde, und man ihm eine halte Milion Dollar bot, wenn er das Buch NICHT veröffentlichte.

Aber was Perkins weiß, weiß ernicht, weil er es gehört hat, sondern weil es es selbst getan hat, oder dabei war, auf jeden Fall sicher weiß. Somit war eine Veröffentlichung letzltihc für ihn eine notwendige Gewissenspflicht, die ihn so weit führte, in die Staaten zu reisen, in denen erselbst sein Unwesen getrieben hatte, um dort um Vergebung zu bitten. 

Samstag, 11. August 2018

Eine neue Form - Der räuberische Kapitalismus (2)

Teil 2)



Perkins betont, daß er kein Verschwörungstheoretiker ist. Er glaubt also nicht an eine alles überspannende Verschwörung, die alles bestimmt. Denn diese Vorgänge gibt es real. Wovon er berichtet sind ganz reale Verschwörungsfakten, an denen er selbst beteiligt war. Mittlerweile gibt der CIA auf seiner Homepage zu, daß er 1953 an der Beseitigung von Mossadegh im Iran, von Allende in Chile, von den Präsidenten von Guatemala, Vietnam, Kongo usw. beteiligt war. Pinochet in Chile, der nach Allende ins Amt kam, der stets das Projekt "Condor" lobte, der Zehntausende ermorden ließ, wurde von Kissinger dafür offiziell als "großer Verteidiger des Kapitalismus" gepriesen.

Es geht zu weit, meint der ehemalige Hitman, wenn ein nationaler Sicherheitsdienst meint er habe das Recht, Regierungen anderer Staaten zu beseitigen, weil ihm deren Politik nicht paßt. Das hat mit dem Kapitalismus, der uns so viele Wohltaten verschafft hat, nichts zu tun, es ist eine neue Form von Kapitalismus: Ein räuberischer Kapitalismus. Der ein Feind des wirklichen, des "guten" Kapitalismus ist. Er, Perkins, ist immer von einem Kapitalismus ausgegangen, wie er ihn in der Schule gelernt habe. Wo eine Unternehmensleitung zwar dafür sorge, daß das Unternehmen angemessene Gewinne mache, wo es sich aber auch in sozialer Verantwortung sehe. Für seine Mitarbeiter durch angemessene Löhne und Sozialversicherung, aber auch für den Staat, und zwar durch Steuern. Unternehmen, die auch regional Verantwortung zeigten, die Schulen oder Erholungsangebote unterstützten. Wo also die Firmenleitung sich bemüht, dem Gemeinwohl als Ganzem zu dienen.

Das änderte sich schlagartig 1976 mit Milton Friedman. Ab da war der einzige gültige Leitsatz der, daß es für ein Unternehmen nur eine Aufgabe gebe: Die Profite zu maximieren. Die sozialen Folgen gehen es nichts mehr an. Das ist die Wurzel so vieler Übel, wie wir sie seither erleben.

Perkins erwähnt da auch den Klimawandel. Naja, wollen wir ihm seinen Wissenstand nachsehen, der ihn schließlich zu mancher Schwärmerei angesichts der "übermächtigen Aufgabe" treibt. Wenn er Gegenkonzepte erträumt, und dabei etwa vom Gründungsgedanken der USA erzählt. Wo auch alle gedacht hatten, daß die britische Armee unüberwindlich sei. Das war aber nur der Fall, solange man nach den Regeln der Briten gekämpft hatte. Das sei auch für heute das Konzept: Ändert die Regeln! Kämpft auf andere Art als Eure Gegner, laßt Euch nicht von seinen Regeln unterjochen.

Und so ruft er zu einem neuen Wirtschaftssystem auf, in dem in einer neuen Kooperation von Bürger und Unternehmen neue Arten von Wirtschaftsweisen entstehen. Betriebe, die die Umwelt sanieren, Verschmutzung entfernen, usw. So nebenbei: Wovon dann alle leben sollen, denn das sind alles unproduktive Bereiche, wollen wir lieber nicht fragen. Was alle diese Bewegungen nämlich vergessen, ist, daß es sie nur gibt, weil genau das besteht, was sie zerstören wollen.

Aber gut. Bleibt Perkins Fazit, in dem er sagt, daß die Konzerne die Belange auf der ganzen Welt in ihren Händen haben. Wir sollten nicht vergessen, meint er, daß diese Unternehmen UNS brauchen. Als Mitarbeiter, als Kunden, als Steuerzahler. "We have the power!" Und noch weiter: Wir hätten heute so viel Macht wie noch nie. Man lernt offenbar nie aus.

***

So endet der anfangs noch interessante Bericht in seinem letzten Drittel tragisch. In einer Traumtänzerei, die wir nicht mehr weiter kommentieren wollen. Solche Versuche, im Namen irgendwelcher Utopien zu euphorisieren, sind ja für viele TED-Episoden typisch. Manche halten das für besonders edel. Man könnte auch ganz anders darüber denken. In jedem Fall illustriert sich etwas: Daß es um "Orte" geht, die wir betreten und betreten wollen. Um Strukturen also, um Archetypen. Womit diese dann inhaltlich gefüllt sind, ist oft regelrecht gleichgültig. Und in diese Orte - "Gutheit", nennen wir es mal so - kann man sich auch in einer Art Solipsismus, einer psychogenen Selbsttäuschung als Gefühlssimulation, als Theater vor uns selbst also, hinein imaginieren.

Das zeigt immerhin, wie irreal wir bereits geworden sind. Und wie tragisch. Denn wir sind ja tatsächlich nicht mehr in der Lage, uns eine realistische, wahrheitsgemäße Zukunft auszumalen. Ein Ziel zu fassen, das tatsächlich Sinn hat. Stattdessen verlieren wir uns zunehmend und überall in haltlosen Utopien und rennen allen möglichen Fähnchen nach, die uns ins Nirgendwo führen aber "gut klingen". Sinn aber braucht Wahrheit, Sinn braucht die Fähigkeit, durch alles hindurch das als solches unsichtbare Wirkliche zu erkennen, auf das hin wir dann alles ausrichten, und auf das ausgerichtet es dann auch Sinn hat, weil es Vernunft bedeutet.

Mehr als solche Abschließung vom Wirklichen aber können sich die wahren Innehaber von Macht gar nicht wünschen. An deren Stelle würde sogar der VdZ diese utopischen Bewegungen noch unterstützen. Sie mit "richtigen Fragmenten" füttern. Würde sogar die Erbsen, die drücken aufgreifen, lautstark ins schiefe Eck schieben, gar an den Galgen hängen. Würde ihnen auch gleich noch Schein-Medien geben, wie das Internet, wie Facebook, wie Blog-Seiten, sodaß sie glauben, sie hätten etwas zu sagen. Dann erkennt man nicht nur die (wenigen) wirklich Gefährlichen, sondern dann sind sie allesamt kaltgestellt, und ihre Lebensenergie ist vergeudet.









*240618*

Freitag, 10. August 2018

Eine neue Form - Der räuberische Kapitalismus (1)

Ach ja, über dieses gewiß aufsehenerregende Buch wollte der VdZ schon länger mal berichten. John Perkins, ein "Economic Hitman", hat es geschrieben, und es heißt "Confessions of an Economic Hitman". Seine Grundlinie erzählt er hier in einem weiteren TED-Vortrag. Fassen wie kurz zusammen:

Perkins erzählt, wie er im Auftrag von Politik und Konzernen Regierungen weltweit erpreßt hat. Entweder, ihr spielt unser Spiel und liefert Eure Länder unseren Interessen aus, oder wir werden Euch und Eure Regierung wegfegen.  Und zwar mit allen Mitteln.   

Diese Art des Vorgehens hat eine neue Art des Kapitalismus geschaffen, den Perkins "predatory capitalism" nennt, also "räuberischen Kapitalismus". 

Freilich, fast noch schockierender als seine "Bekenntnisse", Regierungen erpreßt, Korruption installiert zu haben, ist das Motiv, das Perkins als "Wende" erzählt, weil ihm bewußt geworden sei: Die Welt ist am Ende, das Klima kollabiert, die Rohstoffe gehen aus ... Sind dies nicht alles bloße Rationalisierungen eines in sich unmoralischen Verhaltens, das aus ganz anderen Gründen schlechtes Gewissen erzeugt? An seinem Beispiel wird das so deutlich wie noch kaum woanders. Die wirkliche Schuld liegt ganz woanders, aber dort wird sie nicht bewußt, dorthin gelangt das Denken nicht. Also greift man zu landläufigen "Motiven", die wenigstens eines haben: Den Gestus, sich schuldig zu bekennen und "Buße" zu tun. 

Um es ganz simpel, aber etwas begreiflicher zu machen: Jemand stiehlt beim Greißler ums Eck notorisch jeden Tag einen Kaugummi aus seiner Verkaufsbudel. Der Greißler geht pleite. Der kleine Dieb aber leidet so unter seinem Gewissen, daß er fortan sein Leben in den Dienst einer Hilfeorganisation stellt, die sich dem Schicksal ungerecht in Not geratener Arbeiter widmet. Es ist wirklich so: Oft kleinste Dinge - scheinbar kleinste Dinge (denn im Grunde sind alle Dinge in Archetypen verankert, somit "alle Dinge gleich groß weil im gleichen Prinzip verankert", und der Mensch handelt nur nach Archetypen, nach prinzipiellen Matrizen also) - können ganze Leben bestimmen.

Aber die Details aus seiner Vergangenheit sind doch interessant: Perkins war für Unternehmen tätig, die eng mit NSA und CIA zusammengearbeitet haben. Er wurde speziell dafür ausgebildet, "economic hitman" zu sein. Das heißt, "Geschäfte" anzubahnen. Gefangen hatte man ihn mit den drei Dingen, die er immer gewollt hatte: Geld, Macht und Sex. Seine Aufgabe war, Beziehungen in Ländern aufzubauen, die vor allem eines hatten: Rohstoffe. Wie Öl. Dort versprach er Kredite von der Weltbank (IWF). Das Geld floß aber nicht an die Länder direkt, sondern an amerikanische Konzerne, die dafür in diesen Ländern oft riesige Infrastrukturprojekte (Kraftwerke, Industrieanlagen) verwirklichten.  Diese Länder konnten aber diese Schulden, von denen sie sich Wohlstand im Land versprochen hatten, der nie so eintrat, nie zurückzahlen. 

Ab diesem Moment wurde der Handel perfekt: Keine Rückzahlungen? Dann eben werden die Rohstoffe dafür verwendet. Dann müssen eben alle öffentlichen Einrichtungen und Aufgaben verkauft, "privatisiert" werden. Schulen, Militär, Polizei ... Der nächste Aufsprung, den dann Konzerne "erfüllen" konnten und damit Geld verdienten.

Sein erstes Projekt als junger Mann war Indonesien. Das Land hatte damals gerade einen blutigen, jahrzehntelangen Bürgerkrieg hinter sich. Er hatte nun die Regierung zu überzeugen, daß das Land ein extrem teures Stromnetz benötigte. Das seine Auftraggeber natürlich errichten würden. Der Sieger aus dem Bürgerkrieg, Suharto, der nun an der Regierung war, wollte dieses Projekt. Er wollte auch die Sicherheit, die ihm die Zusammenarbeit mit dem CIA versprach, den Perkins quasi im "Gepäck" hatte. Eine ganze Reihe von Technikern tauchte auf, die Suharto anhand von (utopischen) "Berechnungen" bewies, daß er nur dieses Stromversorgungsnetz aufbauen müßte, und schon würde sich sein darniederliegendes Land in eine wirtschaftlich blühende Oase verwandeln. Die Konzerne machten viel Geld in Indonesien. Perkins hatte seinen Job gut gemacht, und er stieg auf.  

Zu dieser Zeit hatte der CIA im Kalten Krieg ein Projekt ins Leben gerufen, das er "Condor" nannte. Es sollte die Ausbreitung des Kommunismus (wie er von Kuba ausging) verhindern. Also wurden alle "rechten" Regierungen gestützt, alle linken aber waren Feinde. Auch der Präsident von Ecuador war gegen dieses Programm. Perkins reiste zu ihm, um ihn zu überzeugen. Aber er biß auf Granit. Kurz danach kam der Präsident bei einem "Flugzeugabsturz" ums Leben. Das hatte einen deutlichen Warneffekt auf andere Staatenlenker.

Morgen Teil 2)





*250618*

Freitag, 15. Dezember 2017

Das ist auch so gewollt (2)

Die Geber brauchen destruierte Nehmer ...



Diese Schlüsse möge der geneigte Leser selbst ziehen. Wir weisen nur auf Indizien hin, an die jeder selbst seine Tangenten anlegen soll. Aber dabei vielleicht eine Geschichte vor Augen haben, wie sie John Perkins in seinem aufsehenerregenden Buch "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" darlegt. Auf ein kurzes Fazit gebracht, zeigt der Amerikaner, der in diesem Buch quasi seine Lebensgeschichte erzählt, denn er war ein solcher Economic Hit Man, daß die Gelder, die von entwickelten, reichen Ländern in unter- oder unentwickelte arme Länder fließen, als Entwicklungshilfe oder Kredite, die hohe Korruption in den Empfängerländern (wie sie mangels der Stärke und Gemeinwohl-Gerechtigkeit des dortigen Systems zwangsläufig auftritt), nicht nur wollen, sondern brauchen.  Und wo die Machtinhaber in diesen Ländern nicht ausreichend korrupt sind, werden sie über das internationale Kreditwesen (seien es Banken, seien es Gelder des IWF) durch Auflagen in die gewünschte Richtung gezwungen.

Gleichzeitig fällt auf, daß die Auflagen, die diesen Ländern gemacht werden, praktisch sämtlich Maßnahmen betreffen, die die ansässigen sozialen Ordnungen auflösen und über den Haufen werfen. Hier ist in einer kleinen Auswahl die Rede von Auflagen wie Abtreibungslegalisierung, Verbreitung von Verhütung, Implementierung von Kommunikationssystemen die den Gesamt- bzw. Gruppenzusammenhalt durch Autonomisierung der Individuen auflösen, Wehrlosmachung natürlicher hierarchischer Systeme durch Massen-"Demokratie" (die den Einzelnen bzw. alle Vereinzelte ohnmächtig macht), gleichzeitiges Verbot angestammter Ordnungen (hier wirkt der Feminismus besonders effektiv, weil er die Herauslösung der Frau aus der Ehe bewirkt, die als anthropologisches Naturelement überall gleiche ontologische Bedingungen hat), und ein Pressewesen (als "Meinungsfreiheit" kaschiert), das der Manipulation der Bevölkerungen dienen kann, zumindest weil es der Propaganda von außen offen steht. (Man denke nur an die Rolle des Fernsehens als Umbildner und Schöpfer neuer Idealvorstellungen.) 

Insbesonders die Begriffswelt wird aufgeweicht, denn in dieser lebt das traditionelle, stabile frühere psycho-soziale System ihr eigentliches Leben. Als gelernter Europäer haben wir gerade das ja schon erfahren, weil wir in einer Begriffswelt leben, in der kein Begriff überhaupt noch "etwas" ist. Man denke an die "Ehe für alle", man denke an "alle sind Künstler, alles ist Kunst", man denke an "alle Religionen sind gleich", "alle Menschen sind gleich", "die Geschlechter sind gleich" ... die Beispiele sind endlos. So werden aber die Begriffe als Denkgrundlage wie -ziel sinnlos, und damit wird das Denken unmöglich, nur noch zu einem unzusammenhängenden Flickenteppich von Schlagworten.

In diesem Konzert spielen aber Subversionsmethoden, die über Sexualität wirken - Pornographie, Auflösung traditioneller geschlechtlich-spezifischer Sitten, offizielle Aufwertung und Propaganda der Homosexualität - eine ganz besondere und entscheidende Rolle. Denn in der Umkehrung der menschlichen Aufmerksamkeit, in der Hinwendung zu eigenen "Bedürfnissen" (Lüste), zieht man den Menschen von der Außensachlichkeit ab, und macht ihn insofern leicht lenkbar, als man ihn "per Zuruf" (Anregung) steuern kann, ist diese Invertierung einmal habituell. 

Zugleich hört der mit solchen Dingen befaßte, davon gefesselte Mensch (wir haben schon oft mit der Eidechse mit ihrem abgeworfenen Schwanzende illustriert, die den Feind das Hauptziel vergessen läßt) auf, sich effektiv um das öffentliche Leben, die Politik zu kümmern, soweit sie mehr zu tun hätte als dafür zu sorgen, daß er seinen Gelüsten nachgehen kann.

... um das Gegebene selbst zu nehmen

Aber das System funktioniert so, daß die Regierungen der reicheren Länder Geld auf den Weg machen, daß dort von ... Interessensgruppen (meist über Unternehmen) aus eben diesen reichen Ländern in Empfang genommen wird. Stellt man sich also die "cui bono" Frage, also die Frage, wer von dieser "Umverteilung" profitiert, kommt man zu dem erschütternden Verdacht, der zugleich auch ein Verweis auf diejenigen sind, die an solchen Umverteilungsabsichten am meisten interessiert sind: Das sind einerseits mächtige Personen oder Personengruppen in den Empfängerländern, und das sind vor allem Interessensgruppen oder Personen in den Geberländern. 

Hier wird also in jedem Fall in der Praxis nicht von reich nach arm umverteilt, sondern von arm an reich! Denn die Regierungen der reichen Länder verteilen ja das Steuergeld, das im Wesentlichen die "armen" Bürger ihrer Länder aufzubringen haben. Die Entwicklung in unseren (reichen) Ländern hat eindeutig gezeigt, daß ihre Systeme nicht nur zu Macht- und Kapitalkonzentration führen, sondern daß diese konzentrierten Kapitalien "too big to fail" sind, also so stark und systemnotwendig sind, daß sie vom System eine Bestandsgarantie haben, also von diesem auch erhalten werden. Wie es dem Wesen des Kapitalismus eben entspricht: Als staatsfinanzierter Wucher.

Was sich aus der Zusammenschau dieser beiden Bilder also ergibt (wobei sich vor Augen zu stellen hilfreich ist, daß der klimatechnische Effekt der in Paris vorgestellten Maßnahmen, auf den es ja angeblich ankommt um "das Klima zu retten", gerade nach den Maßstäben der Klimapaniker gleich NULL ist) sind deutliche Indizien dafür, WER hinter der Klimapanik in Wahrheit steht. Denn die vorgeschützten "guten Absichten" sind allerbestenfalls zufälliges, in der Gesamtrechnung aber vernachlässigbares Nebenprodukt. Die Geschichte von der gefährlichen menschengemachten Klimaerwärmung ist lediglich der PR-Rahmen für den gewaltigsten Raubzug für das gewaltigste und umfassendst geplante Vorhaben zur Erringung einer totalen Macht über die Welt (worin Reichtum nur eine Nebenrolle spielt, seine Zwingwirkungen sind viel wertvoller: Schulden sind ein Unterwerfungssystem), das die Welt je gesehen hat.*

Denn den Mächtigen geht es gar nicht primär ums Geld. Das ist nur für Staaten und Politiker wichtig, die glauben, daß es der Schlüssel zu allem sei. Nein. Geld ist nur ein Mittel, nicht das Ziel. Für ein solches halten es nur Emporkömmlinge, Anfänger, sittlich unausgereifte Menschen, wie sie heute das Antlitz der Politik und der Länder verzerren. Aber um die zu zwingen ist es eben ein sehr effektives Mittel. Niemand wird reich, erfolgreich, der nicht von einer absoluten Idee befeuert ist. Das gilt ohnehin für jedes Menschenleben. Und den Mächtigen der Welt geht es tatsächlich um eine Idee. Es geht um einen geistigen Kult, dem Ziel von allem Leben. 

Es geht um die Liturgie absoluter Weltmonarchie. Es geht ums SEIN WIE GOTT.






*Daß hier sogar China - nach langem Zögern - mitspielt (dem man neben Indien als Sonderkondition eingeräumt hat, daß es sich Jahrzehnte um keine der Pariser Auflagen zu scheren braucht) hat exakt denselben Grund: Die Klimapanik ist der Machtentfaltung des Landes und vermutlich auch spezifischen Interessen einiger nützlich. China hat begriffen, ja vielleicht schon lange begriffen, daß es um die totale Weltherrschaft geht. Und da will es ein Wörtchen mitreden.





*121117*

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Das ist auch so gewollt (1)

Hier stellen wir zwei Bilder vor. Das erste ist die Aussage von Otmar Edenhofer, des Vizepräsidenten des IPCC (International Political Panel on Climate Change), wie sie die Neue Züricher Zeitung im Jahre 2010 veröffentlichte. Der Ausspruch dürfte den meisten Lesern dieses Blog bekannt sein:

Bild: EIKE


Und nun ein Schaubild, das die Geber- und die Nehmerländer gegenüberstellt, wie sie die Paris-Übereinkunft ergibt. Versuchen wir dazu aber einmal eine Definition, was denn Korruption sei. Sie tritt dort und dann auf, wenn Bürger eines Landes (oder Systems) mit den offiziellen Institutionen und Institutionalisierungen (wozu auch implizite, nicht ausdrücklich zu machende weil selbstverständliche, meist religiös fundierte moralische Grundsätze gehören, die alle teilen) nicht mehr das Auslangen finden, um ihre subjektiven Angelegenheiten und Anliegen ausführen zu können. 

Die Höhe des Korruptionsanteils in einer Gesellschaft ist also ein Indiz dafür, daß das System dieser Gesellschaft nicht oder nicht eine Mehrheit oder gar alle Handlungsvorstellungen seiner Teilnehmer deckt. Sie ist ein Indiz dafür, daß es in einem System Machtgruppen oder mächtige Einzelpersonen gibt, von denen einerseits die Erfüllung eines berechtigten oder berechtigt geglaubten Anliegens abhängt, das System ersetzen oder seine Lücken auffüllen. Gleichzeitig fördert es eine Hierarchie der faktischen (aber unmoralischen, also von niemandem für gut geglaubten) Macht auch in der Bevölkerung, weil nur der seine Anliegen noch durchsetzen kann, der über ausreichende Mittel (die Mittel aller Art sein können) verfügt. In jedem Fall ist also Korruption mit Kriminalität verbunden bzw. mit dieser gleichzusetzen. Auch in den Augen der Bewohner des betroffenen Landes, ob sie nun Profiteure sind oder nicht.

Kurz: Korruption zeigt, daß das Gemeinwohl in einem Staat nicht sein oberstes Prinzip ist, sondern daß sich mehr oder weniger viele oder alle Bürger eines Landes außerordentlicher Mittel bedienen müssen, um das, was Ihnen zusteht oder von dem sie meinen daß es ihnen zusteht, zu holen. Die individuellen Vorstellungen von Lebensnotwendigkeiten decken sich ganz oder teilweise nicht mit dem System.

In den in Paris verkündeten Absichten ergibt sich nun eine Aufteilung, die die oben erwähnte Umverteilung von Vermögen von den korruptionsarmen zu den korrupteren Staaten und Gesellschaften als Prinzip zeigt.


Bild: EIKE


Warum macht man das? Kann hier überhaupt gewährleistet werden, daß die Gelder - egal wie man nun darüber denkt - die in diese Länder fließen, die sämtlich einen hohen oder sehr hohen Korruptionsanteil haben "richtig" verwendet werden?  




Morgen Teil 2) Die Geber brauchen destruierte Nehmer ...
... um das Gegebene selbst zu nehmen






*121117*