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Dienstag, 15. Dezember 2015

Die Sorge gilt dem wahrscheinlichen Einzelfall

Selten genug gehörte, deshalb kaum bekannte, aber wichtige Gesichtspunkte zum Islam, die wesentliche Gesichtspunkte aufzeigen, die den Islam besser begreifen lassen, bringt dieser TV-Beitrag in der ersten Viertelstunde (dann wird's langweilig weil nur das Übliche breitgetreten wird). Sichtweisen, die innerhalb islamischer Gesellschaften schwere Probleme bewirken. Das Bild wird noch weiter, wenn man dazu Analysen wie jene von Hilaire Belloc, der die psychosozialen Wurzeln beleuchtet, kennt.

Diese Zusammenschau wird umso bedeutender, wenn man berücksichtigt, daß es keine belastbaren historischen Belege gibt, daß es einen "Propheten Mohammed" überhaupt je gegeben hat. Eine solche Figur als gegeben anzunehmen widerspricht sogar aller historisch-wissenschaftlichen Evidenzlogik. Es ist aber eine mit Todesstrafe für Kritik belegte Selbsterzählung des Islam. Ein spät erst aufgetauchter Gründungsmythos, den der Westen der Neuzeit gehorsamst und angsterfüllt übernommen hat.





*151215*

Donnerstag, 23. April 2015

Befreiungsbewegung Islam (4)

Teil 4) Wohin Europa deshalb gehen wird





Es gibt diesen Islam gar nicht, oder noch nicht (sic!), von dem so gerne und beschwichtigend als "friedlichem und nur dann eigentlichem Islam" die Rede ist. Denn er ist seinem Wesen weil Ursprung nach eine soziale, eine psycho-soziale, eine anarchisch-auflösende hier, eine positivistisch-moralistisch diktatorische dort, aber er ist keine genuin religiöse Bewegung, sondern eine soziale, die sich einen religiösen Mantel umhängt und mit religiösen Elementen spielt, deren Substanz christliche Provenienz hat, aber Christus nicht kennt.

Und DESHALB hat er seine Zeit für Europa erst vor sich. Denn darin haben sich die Charakterfundamente Europas denen des Islam bereits angeglichen. Erneut wird der Islam für ein Europa, das in Chaos und Irrationalität versinkt, als einfache, simple Lösung, als Rettung und Sicherheit, als Neubeginn durch Lebensordnung erscheinen. 

Weshalb der VdZ auch Michel Houellebecq zustimmt, der Islam und Rechte Bewegungen an einem Strang ziehen sieht. Das sich als Kultur auflösende Europa wird in nicht ferner Zukunft in Angst erstarren, weil es sich einem Chaos gegenübersieht. Und deshalb werden seine Menschen nach Halt suchen. Und den werden sie zum einen in voluntaristischen Bewegungen (wie den "rechten" - die auch "links" sein können; es ist dieselbe Medaille) finden, auf dem Boden - einer wahren Schlangengrube - von Neuheidentum, Protestantismus, Gnostizismus etc. etc. Weil das Menschsein über das Mögliche nicht mehr hinauskommen wird, deshalb zu Pseudologien, zu Simulationen der Inkarnation greift.

Und zum anderen im Islam, der sich nie verändert hat, das auch gar nicht kann, und damit sein altes Konzept einer starren, festen, "sicheren" Lebensordnung anbietet, aber auf denselben psychologischen, geistigen Fundamenten steht wie Europa mittlerweile.

Um sich durch beide Wege in ein Gefühl von Würde zurückzuheben, in dem sie sich über eine Welt stellen, der sie nicht mehr gewachsen sind, die sie nicht mehr verstehen, und die sie erdrückt und als Verlierer sieht. Und vor allem - von ihrer Schuld, ihren Schulden befreit, indem sie meinen, der alten Welt einen Tritt in den Allerwertesten verpassen zu können, um sich von ihr (und ihrem Anteil an der Genese des Chaos) zu trennen. 

Diese Entwicklung, die zu wesentlichen Teilen eine Spielform des Arianismus ist, hält der VdZ für nicht mehr aufhaltbar, und hat nicht zuletzt durch den derzeitigen Papst, der die Auflösung der abendländischen Kultur (die Kultur der Neuen Welt ist selbst eine Häresie, die der Herkunftskultur; die "Theologie der Befreiung" konnte nur in dieser Haltung entstehen) und ihre Simplifizierung (wie der Islam) institutionalisiert, ihren ultimativen Anschub erhalten. Europa hat diese "Bewegung der Befreiung" (aus der Last der vorgegebenen Form) noch vor sich bzw. steckt mitten drin, die Südamerika bereits weitgehend entkatholisiert hat. Wie jede Häresie - über Äquivokation, über dieselben Worte, die nur andere Inhalte haben. Die wahre Revolution, die wahre Häresie läuft im Fleisch. Ex factis, non ex dictis, amici pensandi.

Kultur kann nur auf dem Sein basieren, deshalb nur aus Kult (aus realisiertem Bewegungsbild, sozusagen) hervorgehen, und im Kult (der immer neu das Konkrete aus dem Ursprungsbild befeuert, weil es sonst ins Nichts zurückfällt) bestehen bleiben. Das Sein muß aber real Fleisch werden, und es muß gesehen, präsent, dargestellt und damit "da" sein, um an ihm teilzuhaben. Das muß REAL passieren, kann nicht durch eine anzugleichende Gedankenlandschaft simuliert werden. Gott muß real inkarnieren, und die, die ihn über die Sinne aufnehmen, die an ihn glauben, die Teil an ihm haben, seinem "Bewegungsbild" je neu angeglichen, aus aller Schuld heraus (die nur das Sein vergeben kann), sind (lebendige) Kirche. Nur so bleibt der Mensch, bleibt Kultur im Bestand, wie immer sie konkret aussehen möge, weil sie relativ und immer historisch ist.

Eine Häresie, die eine (teilthetische) Bewegung gegen eine Vollthese ist, kann niemals "friedlich" oder "gleichberechtigt" in einem Kulturkörper koexistieren.  Dieser Gedanke alleine ist absurd. Man kann bestenfalls zu pragmatischen Lösungen kommen. Abgegrenzte Lebensbereiche etwa, offizielle Parallelgesellschaften (die es faktisch ohnehin bereits gibt), zusammengefaßt unter einer Art "Reichsidee", die den bisherigen Staatsbegriff überhöht, und sehr reduziert realpolitisch alle umgreift.

Damit ist der Hauptfeind dieser Bewegung(en) auch klar. Es ist der Katholizismus. Nicht "die Christen". Denn an solchen, die sich so nennen, wird es nicht mangeln. Auch die Arianer haben sich Christen genannt. Kirchenvertreter, die den Islam "einladen", an ihrer Seite zu "koexistieren", wissen gar nicht, was sie tun. Man kann mit dem Islam nicht einfach "koexistieren". Man kann nur Wege suchen, sich gegen ihn zu verteidigen (sic!), auch und gerade ob so vieler längst vorgestellter Weichen, wie der nicht mehr einfach wegzuwischenden Präsenz von Millionen von Muslimen in Europa.

Grund zum Verzweifeln? Gewiß nicht. Dieser Realismus gehört zum Leben auf dieser Erde. Wie stellt einmal Ernst Jünger fest? Jede Kultur hat nur eine erstaunlich kurze Blüte. Der Rest ist Kampf darum. Der Rest ist die Pflicht zu einem "gewagten Leben" im Geist.





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Mittwoch, 22. April 2015

Befreiungsbewegung Islam (3)

Teil 3) Perspektiven


Der Islam war ausgelöst und ausgebreitet von Völkern und unteren Bevölkerungsschichten (Beduinen waren die erste Kerntruppe der Muslime), die das erste Mal in ihrer Geschichte, allmählich auch durch religiöse Doktrine geeint und zur umstürzenden (erobernden) Gewalt legitimiert, in der Lage waren, durch sich, durch ihre Art Ansehen und Macht zu erreichen. Der Kampf des christlichen Europa gegen den Islam war in Wahrheit ein Kampf gegen eindringende heidnische (Ost-)Völker. Nach den Hunnen, nach den nicht zu vergessenden nordischen heidnischen Völkern (!), waren es bereits unter der Fahne des Islam die arabischen Stämme, und die ebenfalls zuvor heidnischen Mongolen, und darauf die Türken, die das Christentum schwer bedrängten und mehrmals bis an den Rand der Auslöschung brachten. Die asiatischen Völker erneuerten dabei jeweils den islamischen Expansionsdrang, nahmen die so einfache Religion an, die ja im Wesentlichen allgemeine, ausgewählte Sätze über Gott verbreitete, gegen die kaum jemand etwas sagen konnte und die ohne komplexe Verstehensvorgänge einleuchtete.

Der Islam war, wie salopp aber zutreffend von Hilaire Belloc formuliert, "modern" in seinen Ansichten. Und noch heute ist die hohe Affinität von Muslimen und Moderne unübersehbar, man lasse sich da nicht durch (nur scheinbar) antiquierte einzelne Lebensformen täuschen. (Der arabische Frühling ist ein einziges Zeugnis dafür!). Wie modern der Islam war, zeigt sich, daß auch Europa, wiewohl allmählich in Gegenaffekt gesammelt, mit ähnlichen Problemen zu kämpfen begann - wie der Bildersturm (besonders in Byzanz, aber auch Karl der Große war nicht frei davon) bezeugt. 

Während das Medium der sich von der Rede abkoppelnden Schrift - sehr von Karl befördert! - seinen Siegeszug der "nominalen Sprachinhalte" antrat, wie sie uns heute in Internet und social media (ja, eigentlich schon in der Photographie, und damit im Film) in Reinform begegnet.

Eine Neubewertung der Kreuzzüge wäre aus dem Gesagten natürlich höchst an der Zeit, denn sie waren strategisch gesehen (zumindest am Anfang) eine richtige und legitime "Vorwärtsverteidigung" gegen Expansionsstrebungen eines technisch-wirtschaftlich wie (durch asiatische Zuströmungen) militärisch immer mächtigeren, zentralistischen Gegner.* Europa begann zu erwachen, reagierte, und erhielt durch das Neue, das man im Orient sah, einen regelrechten Modernisierungsschub (der in der Reformation, in der Renaissance seinen definitiven geistigen Niederschlag fand).

Aber es unterlag militärisch. Mit weitreichenden Folgen: der Erfolg der Einzelfürsten, der Erfolg der Reformation, ist nicht zuletzt auf die Schwächung der Zentralmacht des Kaisers durch die notwendige Abwehr islamisch-türkischer Angriffe zurückzuführen, die nicht nur Kräfte band, sondern um Kräfte aufzustellen viele Kompromisse notwendig machte. Der Aufstieg des antikaiserlichen, zentralistischen Frankreichs zur Zentralmacht Europas im 17. und 18. Jahrhundert ist sogar direkt auf deren Bündnis mit den "moderneren" Muslimen zurückzuführen. Aber die Haltung Europas gegenüber dem Islam war für fast ein Jahrtausend vergleichbar der Haltung Westeuropas dem Bolschewismus gegenüber.

Beides: Moderne, egalitaristische Bewegungen, deren Anfänge eine einzige Geschichte aus Intrige und Mord ist, in der Emporkömmlinge (pars pro toto: Mohammed war, ob real oder nur als Symbol, Archetyp dieses nach-oben-Kommens und damit Archetyp einer Bewegung; vom Kameltreiber, über reiche Heirat, zum Anführer eines Volkes, zum Gründer einer Religion) nach der Macht griffen. Und sich geschickt alles zunutze machten, was ihnen nutzen konnte. Und beide, übrigens, sind letztlich an der materiellen Überlegenheit des Westens gescheitert, so wie die Türkei, die islamische Welt im 18. Jahrhundert, als sie Europa erstmals nachzuhinken begann, und schließlich verdrängt wurde.

Das Gesagte berührt auch den Kern dessen, was "islamische Toleranz" genannt wird - es war schlicht Pragmatismus. Der Islam selbst war nie tolerant, sondern immer eine positivistische, utopistische Bewegung, die fanatische Charaktere wie magisch weil wesensadäquat anzieht, und aus diesem Wesen heraus nur als Reformbewegung, als Bewegung GEGEN eine Ordnung bestehen kann.  Er wird deshalb immer expansionistisch sein, weil das seine Grundbewegung ist. Er erlischt sonst.

Weil er diese Gefahr damit als Grundgestimmtheit hat, ist verstehbar, warum der Abfall, alles, was sein eigenes Selbstverständnis, seine Identität in der Welt angreifen könnte, diese große Rolle als Todfeind spielt. Von der er anderseits doch abhängt, sodaß der Islam Feinde sucht, sobald er keine mehr hat. Und fehlen sie außen, sucht er sie innen, in der Tendenz zur "radikalen Religiosität" wie in der totalitären Lebensordnung.

Wer deshalb von einer friedlichen Ko-Existenz des Islam in einem ansonsten christlichen Europa spricht, weiß gar nicht, wovon er überhaupt faselt. Das ist gar nicht möglich, weil solcher "Religion" gar nicht MÖGLICH ist, was dem Christentum sogar Essenz bedeutet: die Öffnung zur Wahrheit.



Morgen Teil 4) Wohin Europa deshalb gehen wird


*Die legendäre Freundschaft von Friedrich II. mit dem ägyptischen Sultan war die Sympathie zweier sehr ähnlicher "gottgleicher" Herrschertypen. Ihr persönlicher Wille WAR Gottes Wille - der Kern der Auseinandersetzung mit der Kirche, die auch den Herrscher UNTER dem Recht sieht. Kantorowicz macht in seiner großartigen Biographie Friedrichs kein Hehl daraus. Der Staufer, der dem späteren Absolutismus in Europa (Ludwig XIV., und sogar noch sein Epigone Ludwig II. des Bayern des 19. Jahrhunderts, nehmen genau seine Gedanken auf!) die Wege geebnet hat, hat sogar ernsthaft überlegt, sich überhaupt nach Kleinasien zu verpflanzen.



*220415*

Dienstag, 21. April 2015

Befreiungsbewegung Islam (2)

Teil 2) Das Gesicht des Paradieses - sowie: Aspekte und Fußnoten 




Und in diese apokalyptische Stimmung hinein, stieg nun der Islam auf. Und er bot nicht nur die Perspektive der Befreiung, zumindest wurde das auf ihn projeziert, sondern auch eine feste, ganz einfache Lebensordnung. Die noch dazu in vielem ja auf ohnehin Bekanntes zurückgriff. Aber gerade in Spannungszonen Erleichterungen brachte. Wie in Ehefragen, den Fragen des Geschlechterverhältnisses***, Rechtsfragen (immerhin hatte nun jeder Zugang zum Recht), und der Entmachtung der Priester (über die Sakramentenfrage). Der Islam bot sogar nicht nur Simplizität und Sicherheit, sondern wer ihm beitrat wurde Teil einer mächtigen, ja (der bisherigen Ordnung) überlegenen neuen Ordnung.**** Die auf erste gleich einmal das komplizierte, drückende Steuersystem durch ein simples Tributsystem (für Nichtmuslime) ersetzte, das sehr effektiv die Zentralmacht des Kalifen stärkte.

Insgesamt blieb deshalb jahrhundertelang den Unterworfenen viel Interpretationsspielraum. Umso mehr, als die neuen Herrscher schon rein zahlenmäßig, aber auch organisatorisch gar nicht in der Lage waren, die eroberten Gebiete wirklich zu kontrollieren, blieben alte Strukturen aufrecht, und entstand für die Unterworfenen Freiraum, in dem sie auch an den überlieferten religiösen Bräuchen einfach festhalten konnten. Weshalb sich in Syrien oder Mesopotamien auch das Christentum, mit ihm aber auch die griechisch-römische Kultur und Zivilisation, lange unverändert hielt. Nur der Deckmantel war verändert. Der eigentliche Islam durchdrang den Alltag erst allmählich. Und er tat es mit dem (schon rein finanziell ermöglichten) Ansteigen der Macht der Zentrale.

So entstand die islamische Welt, die in den ersten (zentralistischen) Kalifaten aus erwähnten Gründen auch tatsächlich zu blühen vermochte, und enorme Attraktivität gewann. Während AUFGRUND des Islam, der ja einen Kulturraum zerschlug, die nunmehr abgetrennten Randteile Nord- und Mitteleuropa in Primitivität und Armut fiel. Aber Kriege (die Muslime gewannen ja die ersten und entscheidenden Schlachten) fanden zwischen für sich bestehenden Heeren statt, nicht gegen Völker. Vor dem erwähnten Hintergrund ist das auch gar nicht weiter verwunderlich. Für viele nunmehrigen Bewohner einer islamischen Welt, für die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Technik, bedeutete die neue Epoche erst einmal das Aufatmen des Abschüttelns von sehr realen Erstarrungen und Bedrückungen.

Völker, Menschen sahen oder sehen Anziehungskräfte anders, und recht praktisch. Der Orient wurde für Europas Völker zum - fernen, abgetrennten, unbekannten - Mythos und Märchenland, zum Paradies irdischer Wohlgenüsse und Wissenschaft, der ihre eigene karge, ja primitive Lebensführung weit hinterherhinkte. Die islamische Welt stand in ihren ersten drei, vier Jahrhunderten bis zum 10. Jhd., als ihre Expansion durch Franken und Normannen gestoppt wurde, in Teilbereichen aber noch bis ins 16., 17. Jhd., in Wohlstand und Zivilisationsniveau dem von Süden und Osten schwer bedrängten (Rest-)Europa bald so gegenüber, wie die heutige westlich-industrialisierte Welt den ärmsten Entwicklungsländern. Sie war intellektuell wie materiell hoffnungslos überlegen. Eigentlich ist es ein Wunder, daß Westeuropa standhielt, was nur über jenes Christentum verstehbar wird, das hier einen todernsten, existentiellen Kampf gegen eine Häresie führte.

Warum sich der Islam in den Osten, also über das römische Reich hinaus mit derselben Geschwindigkeit ausbreitete, obwohl er dort in den mesopotamischen, persischen, afghanischen Völkern, bis an die Grenzen Indiens, andere soziale Bedingungen vorfand? Diese Völker, alle, hatten (und haben) ein sehr spezifisches Verhältnis zu Macht und Religion: ihre traditionelle Haltung konjugiert beides zu einem. (Diesen Punkt - die Rolle der Despotie in orientalischen Gesellschaften - erhellt die hier schon mehrfach zitierte Untersuchung von Wittfogel.) Was bis ins Herrschaftsverständnis von Friedrich II. dem Staufer sowie in die Renaissance wiederhallt. Wenn nun ein Herrscher durch Kriegserfolg an die Macht kommt, wird auch seine Religion angenommen, denn das ist nicht trennbar. 

Aus der Konstellation "gottänlicher/göttlicher Zentralherrscher" und "Volk" (ohne intermittierende Adelsschichte; die wird durch einen abhängigen Beamtenadel ersetzt) ergibt sich auch ein weit weniger individualisiertes Volk, das zur Masse wird, kollektiv reagiert. (Das war schon den alten Griechen Problem.) Von Alexander dem Großen (4. Jhd. v. Chr.) bis Mohammed (7. Jhd. n. Chr.) hatte Europa nach Asien gewirkt, vor allem die dort herrschende Schichte dominiert. Dann schwappte die Welle zurück. Und wurde vor allem durch die enormen Zuströme asiatischer Steppenvölker (v. a. Mongolen und Turkvölker) genährt, die allesamt eines kennzeichnete: Sie waren wilde Kämpfer, die nie durch kulturell verwurzelte Institutionalisierungen und Seßhaftigkeit in ihrer schon ganz natürlich vorgegebenen Brauchbarkeit als Eroberer gehemmt wurden.



Morgen Teil 3) Perspektiven



²Das Erhellungspotential alleine dieses Punktes ist so enorm, daß es schon ausreicht, den Großteil des Islam, ja menschlichen Handelns, und der Geschichte, speziell Europas in der Neuzeit, zu verstehen. Denn darin findet sich die gesamte Haltung der Schöpfung und dem Menschen gegenüber grundgelegt. Im Auseinanderreißen von Welt und Geist, Mensch und Gott, sinkt die Welt ins (manichäisch) Wertlose, Eigengesetzliche, nur mehr "Materielle", während das Heil, das Verhältnis des Menschen zu Gott, wie eine Wolke über allem schwebt, aber keine direkte Verbindung mehr findet. Die Welt wird damit ihrer Heiligkeit ALS ANALOGIE, als Gleichnis Gottes, sodaß die Behandlung des einen die Beziehung zum anderen affiziert, der eigentlichen Grundlage der religiösen Haltung der Menschen, entkleidet. Nicht zuletzt der Kapitalismus, wie er sich entwickelte, geht auf diese in Islam wie Protestantismus neu definierte Inkarnationsfrage zurück. 

*Luther wandte sich ja auch massiv gegen die Bauernaufstände und förderte ihre brutale Niederschlagung.

**Der Zentralismus Ostroms war ja die Reaktion darauf, der Versuch, dieses Auseinanderfallen aufzuhalten.

³Deshalb war es tatsächlich DER fundamentale abendländische Akt, als Schöpfungsakt erster Güte, als Papst Leo III. diesen Frankenkönig Karl überrumpelte, und ihm im Weihnachtshochamt des Jahres 800 überraschend eine Kaiserkrone aufs Haupt drückte. Hier erst wurde - unter dem Druck des Islam - Europa eine Ordnung wiedergegeben, die als Kultur Europa bis heute geprägt weil gestaltet hat.

***Dieser Aspekt wird gemeiniglich übersehen und weit unterschätzt. Es kam im Rom der Kaiserzeit zu einer Emanzipation der Frauen, einer Auflösung der traditionellen Geschlechterverhältnisse, die mit den Zuständen der Gegenwart direkt vergleichbar sind. Während die Rolle der Männer, etwa durch den Wegfall des Militärdienstes (der zunehmend von Zuwanderern, Fremdvölkern erfüllt wurde), der Aufweichung und Auflösung ihrer Dominanz, der Relativierung der Rolle der Väter, der Verweichlichung, der Auflösung sexueller Grenzen, etc. etc., völlig unbestimmt wurde. Die Wurzel jeder Identität, die geschlechtliche Identität, verdunstete genauso, wie es die Religion und damit die Sicherheit des Handelns in der Welt tat.

***Denn er trat mit genau jener Haltung auf, die schon im Arianismus zu beobachten ist: Er war eine Bewegung der "Snobs", und wer ihm beitrat, durfte nun auch Snob, allen überlegen sein. Eine ähnliche Haltung, übrigens, wie sie den sogenannten "Inklusivismus" von Religionen kennzeichnet, der bewirkt, daß eine Religion die Elemente der anderen als "in sich enthalten" bezeichnet, und daraus Überlegenheit (auch in nomineller Unterlegenheit) konstituiert. 





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Montag, 20. April 2015

Befreiungsbewegung Islam (1)

Das Erstaunliche, schreibt Hilaire Belloc in "The Great Heresies", ist nicht, daß der Islam sich derartig rasch im 7. Jhd. ausbreiten konnte. Das Erstaunliche war eher, daß er doch so nachhaltig auf Widerstand stieß. Denn er paßte auf die gesellschaftliche Situation der unterworfenen Länder, Völker, Gebiete, wie die Faust aufs Auge. Er war nicht nur eine Reformation, die mit der Reformation unter Luther (zuvor: Husz! auch das eine soziale Bewegung, die sich religiös unterfütterte; so wie sämtliche der "Erneuerungsbewegungen" in der Kirche im 11.-13. Jhd. - welche Parallelen zur Gegenwart!) völlig vergleichbar in Europa über den Kontinent brauste, mit genau derselben rasenden Geschwindigkeit. Er war eine Bewegung der Hoffnung auf eine Befreiung aus schwieriger Lebenslage.

Denn das römische Reich (und man möge das alles ins späte Mittelalter sowie in die Gegenwart übertragen, nur die Begriffe wechseln) stöhnte unter hoher Steuerlast, weit ausgebreiteter Sklaverei (siehe: Fronarbeit der Bauern, und ihre gesellschaftliche Stellung), einem hoch komplexen Rechtssystem, das dem einfachen Volk kaum direkten Zutritt gewährte, hoher Verschuldung, und noch dazu einem offenbar hoch komplexen Glaubenssystem, das der einfache, ungebildete Mann kaum nachvollziehen konnte. Dazu kam ein hochkomplexes gesellschaftlich-hierarchisches System, dem einerseits die alten Sicherheiten abhanden gekommen waren, und anderseits fast "wilde" Abhängigkeits- und Unterordnungsverhältnisse brachte.

Der Islam hingegen faßte die Grundlehren des Vorhandenen - der Kirche, des Christentums - in einigen Kernaussagen über Gott zusammen (weshalb Belloc den Islam sehr wohl als katholische Häresie sieht), simplifizierte ihn allerdings entscheidend. (s.u. Exkurs)

Indem er alles ablehnte, was kompliziert zu verstehen war: Die Dreifaltigkeit, Sakramente, Gnadenlehre, natürlich die konkrete kirchliche Struktur, und das Allerschwierigste, weil es immer ein Geheimnis bleibt, aber das Entscheidendste: die Inkarnation Gottes in Jesus Christus.² Dazu mischte er Fragmente alter, heidnischer Religionen, von denen sich niemand trennen wollte, behandelte mit vergleichbarer "Sorgfalt" solche aus dem christlichen Raum, wie die Jungfräulichkeit Mariens, kompilierte das alles zu festen Lebensregeln, und fertig war die "neue Religion".

Da kam also ein simpler, heidnischer Ziegenhirte aus der Wüste (Belloc geht von der Historizität Mohammeds aus; daß dies ein höchst heikler, fraglicher Punkt ist, wird an dieser Stelle noch behandelt werden) - Signal für die "Unterdrückten aller Völker", Symbol für die reale Gleichheit aller Menschen, fast so etwas wie ein "amerikanischer Traum" (!) - und reduzierte die jüdische und katholische Doktrin, soweit er sie überhaupt kannte (nicht selten kennen Reformatoren, Neugründer das Abgelehnte gar nicht wirklich), so radikal, daß sie der einfache Mann von der Straße plötzlich "verstehen" konnte. Häresien haben den seltsam erscheinenden Zug an sich, verstandesmäßig "leichter" als die Ausgangsthese zu verstehen zu sein.

Schon gar, weil diese neue Religion der Sehnsucht nach Befreiung von so manchem als Bedrückung Erlebten versprach. Da spielte es gar nicht so viel Rolle, daß in der Praxis diese Hoffnung gar nicht so einfach erfüllt wurden - der Mythos des Islam, sein Ruf war entscheidend. Das war ja im Protestantismus auch nicht anders. Und dann war da diese höchst simpel nachvollziehbare Lebensordnung, die der Islam anbot. Nun war alles geregelt und übersichtlich. Während im Römischen Reich soziale Gewißheiten, Gewißheiten des alltäglichen Handelns, in der Auflösung weitgehend verdunstet waren.** 

Das Gefühl der (nach)antiken Zeit war ja, wie viele Quellen übereinstimmend berichten, ein Verschwinden aller Sicher- und Gewißheiten. Das Zerfall Roms, das Einwandern großer Menschenmassen ("Völkerwanderung"), die Bedrohung durch Hunnen und Germanen, die die frühere Homogenität der Menschen und Völker, auch religiös auseinanderriß, wurde von der damaligen Welt als Untergang, als Apokalypse empfunden. Denn DIE WELT - das WAR ROM. Nach ihm? Konnte nur noch das Ende kommen.³

Morgen Teil 2) Das Gesicht des Paradieses - sowie: Aspekte und Fußnoten



(Exkurs) Paul Feldkeller zeigt, wie sich bei Häresien immer die Vieldeutigkeit der ursprünglichen religiösen - plurivoken - Begriffe in nominale Eindeutigkeiten aufspaltet, und damit der Inhalt simplifizierend verarmt. Zwar werden dann oft sogar noch die gleichen Begriffe verwendet, aber ihre Bedeutung und damit ihr Verständnis ist verändert. Denn der Häretiker hat etwas im Gefühlsleben, im Abstraktionsvermögen NICHT MEHR, was die ursprüngliche Unschuld der Vollbegrifflichkeiten noch hatte. Nehmen wir die Ablehnung von Bildern im Islam, aber auch anderswo: Der Vorwurf, die Christen würden Bilder als Fetische "anbeten", trifft wohl auf die Kritiker zu, weil sie deren eigene Sichtweise ist, nicht aber auf die Christen (oder zumindest nicht auf die verkündete Lehre).

Durch diesen, auch im zwischenmenschlichen Umgang bekannten Vorgang kann sogar der Träger des ursprünglichen synthetischen Begriffs bei der Abwehr in die Gefahr der einseitigen Häresie geraten, damit zur Anti-Antithese zu werden. Ferdinand Ebner meint genau das, wenn er etwa als Beispiel davor warnt, dem Feminismus mit Anti-Feminismus zu begegnen.   

Um einer Häresie zu begegnen, muß man aber die Antithese nicht nur denken können, sondern auch die Vollthese der Unschuld entreißen. Darum feiern so gut wie immer häretische Gedanken, die sich ja eines Aspektes der Vollthese bedienen, den Teil aber fürs Ganze setzen, aufs erste große Erfolge. Während der Träger des ursprünglichen Vollbegriffs diesen nun erst auf neuer Ebene rekonstruieren muß, sofern das überhaupt geht. Rückschlüsse auf eine zersetzende Wirkung der Massenmedien oder gar des Internet, der social media zu ziehen, ist ausdrücklich vom VDZ gewollt.




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Dienstag, 14. April 2015

Eins greift ins andere

Wenn Europa sich einerseits so vehement gegen die Islamisierung sträubt, sie anderseits zumindest zuläßt, wenn aber nicht fördert, so zeigen sich darin nur zwei (bzw. drei) Seiten derselben Medaille. Sieht man vom Katholizismus ab, der allerdings in seinen offiziellen Stellungnahmen (auch im Ökumenismus, aber auch das ist nur eine Seite einer anderen, vielleicht aber sogar derselben Medaille) drauf und dran ist, sein eigenes Unglück endgültig zu machen, steht Europa heute auf der Grundlage des Arianismus. Denn diese Häresie, die im 4. Jhd. drauf und dran war, den Katholizismus völlig zu verdrängen, ist im Rationalismus seit Descartes, endgültig seit dem 19. Jhd. zu neuer Blüte gelangt. Denn solche Vollzüge sind nur in Generationen, in Jahrhunderten zu denken.

Aber genau dieser Arianismus ist es auch, der in jenen Regionen herrschte, in denen sich zum einen der Islam - aus diesen christlichen Häresien heraus - entwickelt hat, in denen er zum anderen so rasch zur Ausbreitung kam.

Und das ist einer der Gründe, warum Hilaire Belloc schon vor über 80 Jahren die Prognose stellte, daß in 100 bis 150 Jahren Eurpa muslimisch sein werde. Denn der Arianismus hat psycho-soziale Nährlösungen, die der Gegenwart (80 Jahre später muß man sagen: noch viel deutlicher) aufs Haar gleichen. 

Was ist der Arinanismus überhaupt, der da in seiner ersten Form (spätere Formen sind nur Spielarten, gewissermaßen dialektische Reaktionen) also behauptete, daß Jesus Christus nicht wahrer Mensch UND wahrer Gott in Union war, sondern eine Schöpfung, wie jeder Mensch, und lediglich mit besonderem Auftrag (bzw. besonderer Begnadung) Gott repräsentierte. Diese Häresie hat enorme Auswirkungen. Die augenfälligste ist, daß Jesus Christus zum "Lehrer", zum "Propheten", zum "besonders guten Menschen" (in der Preisklasse von Gautama Siddharta, Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Albert Schweitzer oder Mutter Theresa), oder gar zum Mythos*, zum "Als ob" herabsinkt. Umfragen in Europa bestätigen, daß allerhöchstens noch 30 % der sich selbst als Christen bezeichnenden Europäer an Jesus Christus ALS Gott glauben. Exakt auf dieser Strecke liegt auch das Heidentum, als nächste Etappe. In Summe dürften es in Europa heute nicht einmal mehr 10 % sein, übrigens: auch unter den sogenannten Katholiken, die an Jesus Christus als wahren Mensch und Gott glauben.

Die weitere Folge ist aber die völlige Veränderung der Rolle und Stellung des Menschen, aller Menschen. Ihre Wert sinkt, wird zur weltimmanenten, letztlich nur noch pragmatistischen Materia, da hilft keine noch so "mächtige" Moral, kein "natürlich nicht". Das steckt in der Logik des Geistes.

Belloc zeigt nun, daß sich der Arianismus auf ähnliche soziologische Voraussetzungen stützt, wie sie heute vorzufinden sind. Er war eine Sichtweise der "Elite", der intellektuellen Schichten, die sich darin ihre Sonderstellung gegen ein zunehmend volksumgreifender werdendes Massenchristentum zu bewahren versuchten. Deshalb war er auch zutiefst die Religion des Militärs (und Rom war ein Militärstaat). Er baut auf der Rationalisierung des Mysteriums auf. Das auf eine bloß nominal verstandene Sprache reduziert wird. 

Es geht also im Denken, im Sprechen nicht mehr um das Dahinter, um das eigentlich Gemeinte, sondern um quasi nominelle Sprechinhalte. (Ersparen Sie dem VdZ hier die tiefgreifendere Darlegung, die wieder einmal jeden Rahmen sprengen würde.) Bewußtsein wird als Träger der Person weltimmanent, immentistisch und mathematistisch. Sprache wird also zur Technik, oder völlig irrational. 

(Im Irrtum liegen These und Gegenthese immer auf der selben persönlichen Ebene. Sopranaturalismus, der sich als Religion ausgibt - wie bei den Quäkern, den Pietisten, den Puritanern, den ... Muslimen etc. - und "atheistischer" Materialismus führen zum selben Ergebnis.)

Deshalb war der Arianismus auch die Haltung der Elite, der Intellektuellen. Und er wurde spätestens mit der konstantinischen Wende zu Anfang des 4. Jhds. zur Mode, zum Existenzfach gewissermaßen. Denn eine starke Zentralmacht geht immer einher mit einer direkten Volksmacht. (Daß das heute nicht so bekannt ist, wie es das sein sollte, liefert nur einen noch weiteren Beweis.) Damit nämlich besiegt eine Zentralmacht ihre unmittelbaren Konkurrenten um die Macht. Wir haben dies an dieser Stelle bereits in der Vergangenheit ausführlich diskutiert. Der Arianismus hat sich deshalb in erster Linie dort - und eigentlich: nur überall dort - entwickelt, wo in Separatismen eine Gegenbewegung gegen immer schwächeres Rom entstand. Und das war zuerst vor allem der Osten des Reiches, also Kleinasien, Arabien und Nordafrika. 

In dem Moment, wo sich die römische Zivilmacht auch im Westen auflöste, und überall dort auf der Grundlage der Machtübernahme durch römische Generale eigene Gebilde zu entstehen begannen, zog folgerichtig auch dort der Arianismus ein.** Das römische Militär war bis zuletzt mächtigster Hort des Arianismus. Und der Arianismus hat sich überall dort weiter entwickelt und gehalten, wo gegen die Hauptmasse - das "christianisierte Rom" - opponiert wurde, um als Nation selbständig zu werden.

Der Rationalist, der Arianist sieht sich als menschliche und intellektuelle Elite. Wer revoltiert, kann gar nicht andres als sich so zu sehen, sonst hat er ein fundamentales, allererstes weil Legitimitätsproblem. Er sieht sich dem tumben, einfachen Volk, der Masse überlegen. Und grenzt sich durch seinen Intellektualismus ab. Die "Bildung" heute erfüllt ganz exakt diese Funktion, und sie hat auch diese Absicht. Heutige Universitätsabgänger sind nicht (von Ausnahmen abgesehen) "gebildet", sondern rhetorisch mit der Überlegenheitsdiktion firm. Bildung ist ein Sittlichkeitsproblem, ein Identitätsproblem, damit eines der Religion***, keines der schulischen Indoktrination.

Das 20. Jhd. hat gezeigt, daß sich diese Selbsterhebung (die aus Seelenkenntnis absolut verständlich werden kann) in einer menschenverachtenden Ideologie, in der ein Teil sich als Elite, den Rest als bildbare, untermenschliche Masse sieht, wie selbstverständlich ergibt. 

Was, bitte schön, unterscheidet die Muslime davon? Was die (puritanischen) Amerikaner? Was den intellektuellen Europäer?






*So hat der "christlichsoziale" ehemalige Wissenschaftsminister Österreichs - Karlheinz Töchterle - einmal in einem Interview verlauten lassen, daß er sich nicht als Christ sehe, denn im Christentum begegneten ihm nur die schon von der Antike her bekannten Topoi, also mythologischen Archetypen. Kein Wunder, daß ein Intellektueller (Töchterle war zuvor Universitäts-Rektor) so denkt. S.o.

**Die Bekehrung des nordfränkischen Königs Chlodwig zum Katholizismus war eine der interessantesten Wendungen in der europäischen Geschichte - Chlodwig war aber ein Emporkömmling, ein Usurpator, der arianische Machtgebilde, Königreiche zerstörte, insofern bleibt alles innerhalb der hier angedeuteten Logik. Chlodwig war Heide gewesen.

***Nur von Gott her - und deshalb auch: von der Definition des Gottes -  ist der Mensch überhaupt verstehbar. Der Sinn, der logos, die Gerichtetheit des Menschen definiert, was ist weil bedeutet, was er in der Gegenwart ist.



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