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Donnerstag, 9. Januar 2025

Von Erfolgen und wahren Vorgängen rund um Macht (2)

Sehr interessant dazu das Buch "Nomenklatura" von Michael Voslensky, das ich derzeit lese, und das mir endlich wieder einmal (als aktuelle Literatur; fast alles, was zur Gegenwart geschrieben wird, ist dünn und wenig sättigend, deshalb ärgerlich und verschwendete Zeit wie Geld) neue Erkenntnislichter einschaltet, viele Gedanken in ganz andere Wege leitet.

In dem Fall auf die Spur jener "Klasse" gebracht hat, die die gesamte Ideologie nur als Maskerade benutzt hat, um zu verbergen, daß ganz persönliche Verbindungen und vor allem Machtinteressen, vor allem diese typischen Rachegefühle (mit Vergeltungslust, weil man angeblich durch diese und jene zu wenig erreicht hat, zu wenig geworden ist, etc. etc.) Die auch heute extrem mächtige und wichtige gesellschaftliche Strömungen sind. Voslenskys Buch halte ich also für absolut aktuell und relevant und lesenswert, auch wenn er es 1980 veröffentlicht hat. 

(Man sieht übrigens da einmal mehr, was der Verlag Molden in Wien damals noch an relevanter Literatur publiziert hat. Man merkt an deren damaliger Verlagspolitik die geistige Substanz im Hintergrund. Ich vermute noch als Wirkung der Persönlichkeit eines Fritz Molden, eine der schillernden und brillanten Figuren, wie sie unser Volk früher in nicht geringer Zahl hatte.)

Jedenfalls - diese Nomenklatura, diese Klasse, hat mit heutigen Staatsgrenzen nichts zu tun. Das ging quer durch die Staaten, und war nur in den Personengruppen und -schichten existent, die den Staat als Instrument persönlicher, oft schwerer Defizite benutzt haben. 

Man muß sogar davon sprechen, daß sie den Rest der Bevölkerung wie Sklaven benutzt haben, und absolut parasitär einzustufen sind. Sie haben nie wirklich gearbeitet, nie Unternehmen gegründet, nichts Produktives getan, sondern VON diesen Dingen gelebt. Sie aber in absoluter Willkür und Bürokratie unter ihre Fuchtel gestellt und drangsaliert.

Mittwoch, 8. Januar 2025

Von Erfolgen und wahren Vorgängen rund um Macht (1)

Na klar, und jetzt geht es ruckzuck ... Die neuen Machthaber (in Wahrhehit Marionetten in der Hand der USA und Israels)  lockern die Sanktionen gegenüber Syrien. Also das, womit sie den vorigen Amtsträger, den "blutrünstigen Diktator alAsad", lange und geduldig stranguliert hatten. Bis der - Reiter eines völlig zerrüteten Staatsvolkes, mit einer kaum noch staatsrelevanten Wirtschaft, also auch keinen Steuereinnahmen (sogar das Öl in den "kurdischen" Gebieten hat man ihm entzogen) - nicht einmal mehr durch Drogenhandel genug Geld auftreiben konnte, um seine Soldaten zu bezahlen. 

Sodaß die dann angesichts dieser in geeintem Vorgehen von der Türkei, Israel und den USA großgezogenen, absolut gewaltbereiten Rebellionen die Waffen wegwarfen, und sich entweder ergaben, oder ins Ausland flohen. So, wie vor ihnen die Hälfte der Syrer ins benachbarte Auslande oder nach Europa floh, ja fliehen mußte, das muß man einfach einmal sagen. Weil WEGEN DIESER SANKTIONEN in Syrien einfach nicht zu überleben war. 

Also auch das Teil einer Strategie, die nun aufgegangen ist: Syrien ist als Staat, der israelischen Interessen im Vorderen Orient entgegenstehen könnten, auf alle Zukunft ausgeschaltet. So wie Libyen, Libanon, Jordanien, Irak, und bald wohl auch der Iran.

Montag, 14. November 2022

Europa auf Spitz und Knopf geschoben (2)

Keineswegs nur ein Produkt der Willkür, Ideologie hat zwar gestört, aber nicht bestimmt. Die Lage Deutschlands war schon 1936 auf Schienen, die weit mächtiger als Hitler führten. Der war nur einer (immanenten) Logik gefolgt. - Den Mangel an Rohstoffen, die Unterlegrenheit der deutschen Wirtschaft  hat Hitler nie ausgleichen können. So gigantisch sich deren Produktionszahlen auch lesen mögen, so sind sie nur unter Vorzeichen beeindruckend, die zugleich der Tod der deutschen Miltärstrategie waren. Und bis heute wird das kaum öffentlich rezipiert! 

Aber Hitler stand schon deshalb unter so enormem Zeitdruck, weil er den Armeen Frankreichs und Englands um zwei, drei Jahre voraus war. War deren Industrie aber einmal voll auf Kriegsproduktion angelaufen - und das war ab 1938 der Fall - war absolut kalkulierbar, daß sie ab 1941 die Leistungskraft der deutschen Wirtschaft übertreffen würde, den Existenzkampf Deutschlands zu nähren.

Ohne noch die volle Kapazität der US-Wirtschaft einzubeziehen. Die das Spiel sowieso dann völlig auf den Kopf stellte. Die USA stellte ab 1942 das VIELFACHE der deutschen Flugzeige, Panzer und so weiter her° Das MUSZTE für Deutschland schiefgehen. Churchill hatte also völlig richtig spekuliert und kalkuliert - er mußt enur warten. Er mußte den Krieg nur hinauszögern, und "durchhalten". Dann würde Deutschland aufgrund seiner Limitierungen unterliegen. 

Sonntag, 13. November 2022

Europa auf Spitz und Knopf geschoben (1)

Wie extrem "auf Spitz und Knopf" das Unternehmen Barbarossa gestrickt war, wird einem beim Studium der Analyse der Wirtschaftslage im Hitlerschen Deutschland 1933 bis 1945 noch stärker als ehedem bewußt. Dabei bin ich unzufrieden damit, daß Adam Tooze in "Ökonomie der Zerstörung" so gar nicht berücksichtigt, daß die gesamte strategische Lage eines Deutschland als Staat inmitten Europas schon seit den Napoleonischen Kriegen extrem prekär war.
Oder ein Faktor, der fortan alles ändern mußte.
Dem Durchschnittskunden ist gar nicht bewußt, wie sehr die Lage DIESES aus verschiedensten Überlegungen heraus neu geschaffenen Deutschland - mit seinem Schwerpunkt nördlich des Weißwurscht-Äquators, also nördlich des Main - so fragil war, daß Deutschland mit Präventivkriegen regelrecht FIX kalkulieren mußte. Weil es die strtegische Disposition gar nie hatte (und BIS HEUTE nicht hat), Entwicklungen oder gar Kriegseröffnungen durch andere Staaten abwarten zu können. Zeit, Tempo, Geschwindigkeit, "Blitzkrieg" waren seit den neu eingeführten Reformen und Strategiekonzepten von Scharnhorst und Gneisenau die neuen Paradigmen deutscher Außenpolitik.

Donnerstag, 1. September 2022

Am Weg zur Überraschung (2)

Ein Beispiel. Zielpunkt Überraschung - Wie wenig dieses zweitgenannte Vorgehen mit den Menschen zu tun hat, wie wenig es vom ersten Gebot einer politischen Führung ausgeht, die da heißt: Liebe Dein Volk!, zeigt sich nicht nur im fatalen militärischen Vorgehen der Kiewer Führung, sondern auch in politischen Maßnahmen, die menschenverachtend sind. Und - siehe oben - das Gegentiel bewirken werden. Kiew ist am besten Weg, seine von Rußland ohnehin bereits eroberten Gebiete von innen her zu verlieren. 

Genau das wird durch Erlässe bewirkt, wie sie Zelensky vor zwei Wochen herausgab, die jeden ukrainischen Staatsbürger, der auf bereits besetzten Gebieten "humanitäre HIlfe" von den Russen annimmt, des Landesverrats schuldig bezeichnet und mit Haftstrafen bis zu 15 Jahren bedroht wird. Wie sonst soll man das bezeichnen denn als menschenverachtend und zynisch? 

Mittwoch, 31. August 2022

Am Weg zur Überraschung (1)

Ob es nun der Effekt eines Planes ist (was ich deshalb nicht glaube, weil ich nicht glaube, daß die Destruktionskräfte hinlängliche Vernunft haben, um das zu erreichen), oder zufälliges Ergebnis eines an sich (immer) planlosen Destruktionsverlangens (und das glaube ich weit eher) beruhen, die in seinem tiefsten Grund immer höchst persönlich motiviert sind (ich glaube also, daß es zahllose individuellen Entscheiungen sind, die praktisch ausnahmslos auf Charakterdefiziten, Schuldgetriebenheiten, Ersatzhandlugen um Schuld außerhalb des eigeen Selbst zu lokalisieren) - die Identität wird wieder ganz offen zum Quellpunkt politischen Handelns.

Sie war es immer. Sie ist nur durch einen dichten Nebel der Scheinhandlungen und -erklärungen zu verschleiern versucht worden. Vor allem, weil sie nicht erkannt wurde. Die Wirkung dieses solcherart nun durch ein ständiges Fehlurteilen destruierten Handelns, das nie erreichte, was es als Ziel vorgab, meist sogar das exakte Gegenteil, war Chaos.

Sonntag, 17. Juli 2022

Die Destruktivität des Meditierens

   Yuri Bezmenow im Interview
Eine der Methoden, den feindlichen Westen zu schwächen und aufzulösen, indem man die soziale Verbundeheit auflöst, war, die (v. a.) jungen, dafür anfälligen Menschen dazu zu bringen, "zu meditieren". 

Der KGB, sagt Yori Bezmenow, der 1984 in Kanada übergelaufene KGB-Agent, hat darauf gesetzt, so die Menschen zu isoliern, auf sich zu werfen, und somit zu vereinzeln. 

Während man sie genau dadurch von den sozialen und politischen Angelegenheiten ihrer Gesellschaften trennte. Die fortan im subjektiven Gefühls- und Befindlichkeitsrausch bedeutungslos wurden.

Mittwoch, 22. Juni 2022

AND THE WINNER IS ... (2)

Und die Wallstreet? Oder England? Vielleicht dann doch Deutschland? - In Sachen der Finanzen gab es für die USA schon einen Vorteil - sie sind alle ihre Schulden losgeworden, die im 19. Jhd. angehäuft worden waren. Als sich die USA von vielleicht 5 Millionen Einwohnern zu ihren nun 100 Millionen entwickelte, tat es das durch Kredite aus dem Finanzzentrum London. Bis 1914 ist Amerika deshalb bei England hoch verschuldet. Aber schon in den ersten beiden Kriegsjahren waren diese Schulden durch Lieferungen von Kriegsmaterial beglichen, ohne auch nur einen Schuß abgegeben zu haben, nur durch Warenlieferungen. 

Als sie dann in den Krieg eintraten begannen sie, den Briten Geld zu leihen. Die wiederum liehen den Franzosen Geld, und diese wiederum den Russen. Keiner von ihnen würde je sein Geld wiedersehen. Die Russen unter Lenin dachten nicht daran, die 20 Mrd. Francs an die Franzosen zurückzuzahlen, die diese dem Zaren geliehen hatten. Das war später der Grund, warum die Franzosen Reparationen von Deutschland forderten. Nicht, um seine zerstörte Industrie wieder aufzubauen, sondern um ihre Schulden an England bezahlen zu können. Und England - die an Amerika. Das Ende der Geschichte: Keiner konnte die Schulden zurückzahlen, und was immer die Amerikaner investiert hatten, die USA haben es nie zurückerhalten. Sie hatten zwar den Krieg also gewonnen - aber haben sie davon profitiert?

Dienstag, 21. Juni 2022

AND THE WINNER IS ... (1)

Wenn eine Situation feststeckt - und ich habe den Eindruck, daß das politisch gesehen in Europa derzeit der Fall ist - dann tut es ganz gut, eine überraschende Wende vorzunehmen. Mosebach hat es mir einmal bei meinem Roman "Helena" geraten, als ich mit ihm ein Problem beim Schreiben diskutiert habe. "Lassen Sie die Figur etwas Unerwartetes machen!"

   L. Höbelt Vortrag DER SIEGER
Also folgen wir auch diesmal diesem Rat, und holen ein ganz anderes Thema ins Zimmer. Und die Wahl fiel ohne viel Abwägen auf einen Vortrag von Lothar Höbelt, dem er den Titel gab "Who won the World War 1?" 

Nicht nur, weil Höbelt immer für eine Überraschung gut ist. Das schätze ich ja an ihm - er hat stets seine eigenen, und damit nichtnur originären, sondern originellen Sichtweisen, die in Winkel Licht bringe, die gemeiniglich übersehen werden. Sondern weil er eine Frage stellt, die doch dem gemeinen Bürger seltsam erscheinen mag. "Ist das nicht klar? Ist das nicht beantwortet?"

Dienstag, 14. Juni 2022

Der Weise, der schon 1998 alles kommen sah (2)

Kurz und gut: Alexander Solschenizyns 1998 veröffentlichtes Buch "Rußland im Absturz" wirkt wie eine Brücke zur unmittelbaren Gegenwart. Gerade WEIL der Autor Vladimir Putin noch nicht kannte, und dieser noch nicht einmal am Radarschirm der Öffentlichkeit aufschien. 

Denn alle die Konzepte, die der vom Sowjetsystem so schwer bedrängte, schließlich ausgebürgerte Russe, alles das was zu fehlen schien, dürfte zu einem hohen Prozentsatz auf wunderbare Weise doch noch ihren Vertreter gefunden worden sein. 

Nicht, daß wir damit Putin verherrlichen wollen. Aber war ich bei aller persönlicher Sympathie für den Typ doch noch recht zurückhaltend, ja aus Verstandesgründen gar ablehnend ihm gegenüber geblieben, so könnte sich meine Haltung zu ihn korrigiert haben.

Montag, 13. Juni 2022

Der Weise, der schon 1998 alles kommen sah (1)

Lange schon lag das Buch auf meinem (dritten) Stapel, irgendwann wollte ich Alexander Solschenizyns "Rußland im Absturz", das ich 1999 erworben und ungefähr zu dem Zeitpunkt auch gelesen hatte, wieder überfliegen umzu sehen, was ich alles nicht bemerkt und übersehen hatte. Kurz - ich habe es vollständig noch einmnal gelesen, und zwar unter so neuem Licht, daß es mir ein ganz neues Buch wurde.

Ein Buch von dem ich sage, daß man es gelesen haben MUSZ, will man über Rußland überhaupt etwas sagen. Denn Solschenziyn hat dieses mehr als besorgte Fazit aus vier Jahren Reisetätigkeit, tausenden Gespräche, hunderten und aberhunderten Korrespondenzen und an die siebenhundert Besuchen vor Ort nicht nur geschrieben ,um den Fingr auf offene Wunden zu legen und zu erklären, was sich in Rußland nach der Gortbatschowschen Wende 1990 abgespielt hat. Um so den irrwitzigen Zustand des Landes zu erklären, das in den Augen vieler unrettbar zerrüttet war.

Schon 1998 (sic!) hat Solschenizyn aber auch die Wurzeln zuklünftiger Konflikte benannt weil erkannt. So auch den heutigen Krieg in der Ukraine, der bereits 1922 von Lenin angelegt worden ist. Der in typisch marxistischem Größenwahn willkürliche Landesgrenzen gezogen hat, die im vormaligen Zarenreich keinerlei historische und ethnische und damit kulturelle Grenzen berücksichtigt haben.  

Dienstag, 7. Juni 2022

Da stimmt vieles nicht mehr (2)

Anmerkung*, die eine Aus- und Weiterführung wurde  - Es gibt viele Gründe den Ausführungen von Leuten wie Quigley Carroll Glauben zu schenken. Der als seinerzeitiges MItglied dieser (tatsächlich verschwiegenen und verschworenen) Welteliten um Rhodes, Milner, Rothschild und einigen Königshäusern Europas, vor allem denen von England, Belgien und den Niederlanden.

Wer weiß, vielleicht stimmt, was jemand behauptet, daß auch die Habsburger darein verwickelt sind, ganz ausschließen will ich es nicht. Denn zu auffällig haben deren jüngere Generationen Ziele verfolgt und zu tranceartig verfolgen sie sie noch, die dem Ziel der Entsubstantiierung der abendländischen Identität weil Kultur namens einer marxistisch-nihilistischen, rationalistischen Neudefinition von Gemeinwohl als numerischem Wohlstand, bezeichnen muß. Die Ereignisse rund um die Ukraine und die Rolle, die aktuell Habsburger darin spielen, hat mich endgültig sehr mißtrauisch gemacht. 

Denn auch wenn ein Erzherzog Otto als Kaisersohn seine Sympathien verdient hat - so wirklich den Durchblick hatte er nicht. Viel zu sehr träumen auch seine Nachfahren (und der ganze Hauskreis, der sich darum formiert) einen Zustand herbei, in em sie einfach wieder eine "bedeutende Rolle" spielen können, und dazu bekriechen sie zu auffällig so manche Körpergegend, die hier explizit auszuführen von manchen als unschicklich gesehen werden mag.

Montag, 6. Juni 2022

Da stimmt vieles nicht mehr (1)

Man kann die Substanzlosigkeit des Arguments, daß man sich von einem anderen Staat ökonomisch nicht abhängig machen dürfe, förmlich riechen. Denn genjau das ist ja das Wesen des internationalen Warenaustausches - das, was benötigt aber im eigenen Land nicht erhhältlich ist, wird von einem anderen Ort geliefert. Und das führt immer zu Abhängigkeit, die aber immer auch wechselseitig sind. Selbst wenn als Gegenleistung nur Geld geliefert wird.

Das aber wäre bei der Lieferung russischer fossiler Brennstoffe - Gas, Öl, Kohle -keinesfalls so gewesen. Denn Rußland hat umgekehrt enormen Bedarf an Produkten, die es selbst nicht herstellen, die aber Westeuropa (um diesern konkreten Fall geht es) hat und gerne liefern würde. Ja, auf das sich die Kapazuitäten des Westens sogar ausgerichtet haben.

Donnerstag, 24. März 2022

Wenn alte Nebenwirkung neues Wissen schafft (2)

Russische Phantasie von Hölle. Das nennt man dann in seiner vollen Ausgestaltung "Welt". Eine Welt, in der sich alles in Rauch und Wärme auflöst, um nach oben zu steigen. Bis es im universalen Sein des All(e)s GANZ NAHE BEI DEM EINEN GEWORDEN ist - Erstmals seit Jahrtausenden, wie es aussieht. Denn erst 2018 fand man ein vollständig erhaltenes, schocktiefgefrorenes Fohlen einer längst ausgestorbenen Wildpferdeart.(Siehe Anmerkung**) Es muß also schon einmal ziemlich warm dort gewesen sein, bis es blitzartig durchgefroren ist.

Und das könnte nun wieder passieren. Denn der Permafrostboden beginnt von einem Punkt ausgehend immer weitere Kreise ziehend aufzutauen. Dabei sinken die oberen schwereren Schichten offenbar ab. Und das hat in einem Fall einen riesigen Krater mit mittlerweile einem Kilometer Länge und hundert Metern Tiefe entstehen lassen, den Batagaika-Krater. Der sich jedes Jahr um dreißig Meter weiter in die Tundra frißt. Denn an den Rändern wird es natürlich auch wärmer, der Auftauprozeß setzt sich also fort. Das mittlerweile entstandene Loch im Boden ist so imposant, daß man es "Tor zu Unterwelt" nennt.

Die Russen hatten in solchen Dingen schon immer viel Phantasie. Denn solche Tore hat die auf reiner Wissenschaftlichkeit aufbauende Sowjetunion jede Menge geschaffen, wie man so hört.(Siehe Anmerkung***)

Mittwoch, 23. März 2022

Wenn alte Nebenwirkung neues Wissen schafft (1)

Ich habe - wie so oft, wenn ich die Statistik der Zugriffe überfliege, bleibe ich an einem Titel hängen, öffne die Datei, und bin schon mitten in der Textarbeit - auch diesen Text nun überarbeitet. Denn er gefiel mit schon, und ich habe nun einiges noch präziser formuliert, und noch mehr Inhalte herausgeschält. Sodaß ich es doppelt schade fände, wenn er wieder in der Kiste "es war einmal" verschwände. Also lasse ich ihn heraußen, und präsentiere ihn, werter Leser, als wäre er neu und noch nie präsentiert worden. 

So umfassend ist er aber nun geworden, daß ich ihn auf zwei Teile aufteile. Und sogar die Anmerkungen (auch sie sind erweitert) auf eine eigene Seite packe, damit sie dann leichter verfügbar und lesbar sind. Erstens sind die vorgetragenen Gedanken doch recht komplex, sodaß darüber ein bißchen nachgedacht müssen könnte, und zweitens ist es dann in kürzeren Abschnitten leichter und streßfreier zu lesen. Streßfreier, weil man nicht immer vor sich hat, daß man immer noch nicht weiter durch die dichtgesetzten Pflanzen des Textes vorangekommen ist. 

Ich hoffe, Sie genießen auch die erweiterte Gedankenführung, und lassen sich noch mehr zu einem luftigeren, spielerischeren, um ein ganz klein wenig erhobeneren Leben inspirieren - also "vom Geist durchströmen". Der hoffentlich nicht mein Geist, sondern ein weniger ähnlicher dem Geist des Geistes ist, sozusagen. Sie wissen, was ich sagen will. (Und erlaube mir da gleich noch einen Verweis auf einen Artikel aus dem Februar 2015, den ich ebenfalls vorhin überarbeitet und aufgefrischt habe (und an einem anderen Tag erneut präsentiere.) Er behandelt m. e. sehr präzise (aber damit natürlich auch recht komplex) das Problem des Denkens und Wissens selber. Und in DIESEM Artikel aus 2019 geht es ja auch um Wissen.

Den Artikel nannte ich an jenem 17. März 2019, an dem ich ihn erstmals verfaßt hatte, "Fragen Sie wegen Nebenwirkungen besser nicht die Wissenschaft". Den neuen titel (siehe oben) halte ich natürlich für ausgesprochen originell ... Der Beitrag aber sieht nun so aus:

Donnerstag, 10. März 2022

In der Tradition der Täuschung

Nun hat also der Unsägliche Nehammer im Fernsehen einen hübschen Schweank erzählt. Typisch Reserve-Offizier - von der Welt keine Ahnung - einer Operettenarmee, die nie in der Lage war, das eigene Land zu schützen, weil sie nur als ungeliebter Appendix an ein Budget verstanden wurde, das doch dem Freßbedürfnis des Schnitzeljägers dienen sollte, der zu beruhigen war, weil die größten Nutzen des Staates an die Großen in Industrie und Geldwirtschaft gingen (alleine die "Rettungssumme" der Hypo-Alpen-Adria-Bank betrug das Fünfzehnfache des jährlichen Militärbudgets) Dieser Joscherl hat uns also nun erzählt, daß die bewaffnete Neutraliät Österreich von den Sowjets aufgezwungen worden war.

Ein damals noch Lebender der Verhandlungs- und Unterzeichnerrunde um den Staatsvertrag hat das vor vielen Jahren einmal in einem Interview korrigiert. Die Sowjets haben weder das eine noch das andere verlangt, weil sie es gar nicht für durchsetzbar und die Unbewaffnetheit zumutbar für ein Land hielten. Aber Kanzler Figl und seine Freunde haben sie "dazugeschenkt". Warum weiß eigentlich gar niemand mehr. Sie war halt einfach eine Präposition, die sie dem "neuen Österreich" in die Wiege legen wollten, eine Art Heiligenschein, an dem sich zukünftige Geerationen aufrichten sollten, und die durch die Bewaffnung die Neutralität wirklich ernzunehmen beweisen wollte. Sich und dem Volk gegenüber, Gott gegenüber.

So würde es der Idealist deuten.

Mittwoch, 2. März 2022

Warum es keine beherrschte Atombombe gibt (2)

Aber Reagan fand es witzig, damit zu spielen, und er war sicher nicht der einzige Präsident mit dieser Art von Humor - Dazu muß man wissen, daß die Amerikaner mit solch einer Situation unter Reagan ganz gezielt gespielt haben. Reagan ließ nämlich die Flotte der Atombomber immer wieder - über Nordeuropa und die Ostsee - bis kurz vor die Grenzen des russischen Luftraumes anfliegen, wo sie dann jedesmal wieder kehrt machten. 

Reagan erzählte davon immer mit der Selbstgefälligkeit jemandes, dem ein besonderer Streich geglückt wäre, denn jedesmal hätten dann die russischen Abwehrkräfte, die Flugzeugflotten, die Atombomber, die Abfangjäger, die See- und Landstreitkräfte, voll mobil machen müssen. Um dann unverrichteter Dinge den Alarm wieder abblasen und zu den Heimatstützpunkten zurückkehren zu müssen. (Den umgekehrten Fall müssen die Amis nicht fürchten, weil die Anflugzeiten der russischen Flugkräfte wesentlich länger sind. St. Petersburg kann von der NATO in fünf Minuten angegriffen werden. Die Großstädte der USA nicht unter 60 Minuten, die strategischen Zentren nicht unter Stunden.)

Aber die Wahrheit ist, daß Reagan mit Unglaublichem gespielt hat. Und ein Risiko heraufbeschwor, daß diesem ungebildeten Stohkopf sicher nicht bewußt war.

Dienstag, 1. März 2022

Warum es keine beherrschte Atombombe gibt (1)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe aus wohlüberlegten Gründen keine Angst vor einem "Ende der Welt durch einen Atomkrieg", und schon gar nicht glaube ich, daß die Apokalypse zu unserer Verfügung stünde, es also ganz in unserer Hand läge, sie herbeizuführen. 

Ganz sicher als glaube ich auch nicht an ein Ende der Welt, das in einem Sinn gedeutet wird - und die Anmutung, daß es so gedeutet wird, habe ich bei all dieser Quatscherei über Atombomben und Kriegsgefahren, und zwar schon seit meiner frühesten Kindheit in den 1960er Jahren - daß wir Menschen "in der Lage sind, die Menschheit (oder gar den Planeten) auszulöschen." Ich kann nur den Kop0f schütteln angesichts einer Sichtweise die sich und anderen vormacht, der Mensch wäre in der Lage, gewissermaßen Gott ins Handwerk zu pfuschen, und die Zeit VOR dessen Plan zum Ende der Zeit,m de ein Plan MIT DEM MENSCHEN ist, abzukürzen. 
Diese Macht hat der Mensch nicht. Und es gibt überhaupt unendlich viel mehr, das wir nicht beeinflussen oder gar "machen" könne, als wir glauben. Ja, wir leben sogar UND AUCH HEUTE in einer Welt des Nicht-Machbaren, um es ein für alle mal zu sagen.

AKTUALISIERTER Nachschub zum Fall der Ukraine (6)

Der brutale Putin, der friedliebende Zelensky, und die interessante Sprache in einer harten Lage. Kommunismus gegen Faschismus? -
    QR Film "Ukrainian Agony"    
Aber war der Film, den wir gestern brachten, hilfreich? Haben Sie, werter Leser, nicht auch den Eindruck, daß er gut beginnt, dann aber in emotional aufgeladener (aber äquivoken, damit schizotymen) Sprache und Einzelbetroffenheitsbildern ertrinkt?

Knüpfen wir also an die sehr ernsten Fragestellungen an, in die die Berichtswege nun geführt haben. Ob wir es mit einer neuen Sammlung der kommunistischen Kräfte zu tun haben, die in der Allianz einer kapitalistischen Materialismus-Mentalität, China, verbunden mit Rußland, dessen Gesicht wahlweise Kommunismus oder Orthodoxie ist nun die "neue Luft" bekommt, in die Offensive zu gehen. 

Wissen Sie was, werter Leser? Ich möchte fast glauben, daß es hier um etwas anderes geht. Daß hier wieder einmal ein und dieselbe Kraft in einer inszenierten Scheindichotomie ganz andere Interessen verfolgt, und das GANZE in der Hand hat oder halten will. Sodaß die oberwähnten Fragen nur im Windschatten mitlaufen, und zumindest eine Seite nur so lange dabei sein wird, als sie (fälschlich!) glaubt, Grundsatzfragen außen vor lassen zu können, um einstweilen gewissen Nutzen zu sehen. 

Montag, 28. Februar 2022

AKTUALISIERTER Nachschub zum Fall der Ukraine (5)

Schau - Trau - Wem? - Wieviel leichter wäre alles, würde man in einem Land leben, wo ein Wort ein Wort, ein Handschlag ein Handschlag wäre. Wo die Politik Dinge sagt, die wahr sind, die gerecht sind, und der Position wie der geopolitischen Aufgabe des Staates entsprechen würden.

Und wieviel leichter wäre es, an die Fama vom bösen Aggressor und dem weißen Lämmlein, das sich zitternd in die Ecke kauert und den tödlichen Schnitt des Schlächters erwartet - wenn zum Beispiel nicht dermaßen viel gelogen und betrogen würde. Und wenn die Lämmlein wirklich ehrlich, offen und wahrhaftig wären.

QR Die extrem freche Medienlüge

Ein Beispiel für so eine unfaßliche Lüge, die bei der Bevölkerung ein Bild erzeugen soll - und da muß man sich doch fragen: warum soll bei der Bevölkerung ein bestimmtes Bild erzeugt werden? Sind auch wir im Krieg? Sind auch wir darin Partei? wenn man sich die Politik und die Eliten ansieht könnte man freilich meinen: JA, ohne zu erklären: WARUM? - liefert BILD-TV. Und das Beispiel ist dermaßen frech, daß ich sogar wieder einmal zu Gloria.tv verlinke, um es zu zeigen, weil ich es vorerst nur dort sehen kann: