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Sonntag, 8. Januar 2023

Zwischenräuspern

Was ich unlängst zu den Medien schrieb hat noch einen Aspeit, der das geheimnisvolle, aber so klar erkennbare Verhältnis von Zeitlosigkeit (Ewigkeit) und Medium trägt. Und das bezieht sich auf den Akt des Schreibens.

Wenn ich wie früher mit der Hadn geschrieben habe, konnte ich oft sofort auswenidg, was ich soeben geschrieben hatte. Das hat sich mit dem PC, dem Bildschirm, geändert. Nicht nur wegen des höheren Schreibtempos, sondern weil alles so wirkt, wirken die Sätze selbst wenn ich sie länger betrachte so flüchtig, daß ihnen das Gewicht fehlt, daß sie sich "einprägen". Ich vergesse sie, meist sogar augenblicklich, und weiß dann nicht mehr, daß ich sie geschrieben habe. Wie die wissen, die schon mit mir gearbeitet haben.

Sonntag, 25. September 2022

Selbst-Denken muß man lernen (2)

Denken muß man lernen. Das Lernen braucht einen Lehrer - Diesen Umgang mit dem Denken aber "hat" man nicht einfach. Das hieße ja, daß man selbst bereits "vollkommen heilig" wäre - und das ist außer bei Maria, der Mutter Jesu, und Jesus selbst garantiert nicht der Fall. Es muß vielmehr gelernt werden! 

Die ersten Lehrer sind gewiß die nach Wahrheit strebenden Eltern, aber darüber hiansu gibt es dann mehr und mehr Personen, die dem Heranwachsenden über '"Sympathie" (die u. a. eine gewisse Wesensverwandtschaft, eine wechselseitiges Wohlwollen als Wollen des Gutes des anderen zeigt) die aber keineswegs einfach "gefühlig" sein muß; auch der geachtete andere wird zum Lehrer, auch wenn ich den nciht unbedingt mit liebenen Gefühlen überschütte)  

Aber man muß dieses Denken lernen, darum geht es. Und diese Erkenntnis findet sich heute auf das Allermerkwürdigste vergessen oder sogar verweigert. Nachgerade zum Gegenteil gilt es als Wert und Errungenschaft, "unabhängig" denken gelernt zu haben, und unabhängig, also autonom zu denken. Das Ergebnis ist ein Desaster der Haltlosigkeiten.

Montag, 22. August 2022

Irrelevant, weil der Welt entfremdet

Die Vielzahl und Dichte der Belege für die hier vertretene Sichtweise, daß unser Zeit die Welt nicht mehr zu denken vermag, daß wir also nun den (bereits erfolgten, unumkehrbaren) Totalniedergang der Kultur des Abendlandes erleben, ist beeindruckend, wenn man einmal begonnen hat, diese Fenster zu öffen. Und es gibt uch aktuell Geister, die mit ihren Erkenntnissen in diese Fahrwasser gekommen sind. 

So sieht man plötzlich in den Aussagen von Alexander Unzicker, über den ich bereits vor etlichen Jahren hier berichtet habe, die selbe Diagnose, nur nicht in den ganzen Rahmen eingebettet, lediglich auf die Astrro-Physik (Physik) bezogen. 

Pohlmann - Unzicker
In einem jüngst mit Dirk Pohlmann geführten Gespräch nennt es Unzicker für sein Gebiet, die Astro-Physik, aber beim Namen:
Die bahnbrechenden Erkenntnisse der Physik sind schon 100 Jahre alt. Seit den 1930er-Jahren steht alles.
Was seither geschah ist nur noch der "Nachlauf" der Erkenntnisse, die um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erfolgt sind.

Sonntag, 31. Juli 2022

Gedankensplitter (1426b)

Zum Abschluß noch ein Punkt in der Reihe der vergangenen Hüftschüssse, und das ist der der Ungelöstheit des Problems der Kultur überhaupt. Gatto et al. setzen still voraus (und wir dürfen zurecht vermuten, wo die Gründe dafür liegen - sie sind in Richtung Neid, Unzufriedenheit, Verletztheit, Invertiertheit usw. zu suchen) daß diese Kulturformen in sich unsinnig, zufällig, also unbedeutend und lediglich illegitim interessengesteuerte Unterdrückungsmechanismen sind. 

Woher das Menschenbild kommen soll, das den Menschen SO sieht, kann gleichermaßen vermutet werden. Der Realität entspricht es nur dort, wo das Menschsein bereits in seinem Scheiterern ist. Sodaß es eine "Möglichheit zum Bösen" bleibt, ohnd deshalb das Prinzip der Welt ZU SEIN! Denn das Gute an der Welt ist, daßsie Schöpfung ist, und damit in ihrer eigentlichen Natur, die es aber erst in Gestalt zu bringen gilt, und das ist Erziehung, zur Wirklichung kommt.

Samstag, 30. Juli 2022

Gedankensplitter (1426a)

Der New Yorker "Pädagogik-Rebell" John Taylor Gatto (1937-2018) meinte einmal, daß er die Erfahrung gemacht habe, daß das amerikanische Schulsystem durch die Praxis, mit der Abschlüsse und Diplome zu erwerben sind, bewirkt hat, daß er laufend auf Absolventen treffe, die schon durch ihre gesmmelten Titel in hohe und höchste Positionen gelangen und unendliche Vorteile am Arbeitsmarkt haben, in Wirklichkeit aber selbst von ihrem studierten Fach absolut keine Ahnung haben. 

Das einzige was sie gelernt haben ist, solche multiple choice-Tests auszufüllen. Und diese sind als Leistungsmesser grotesk. Weil sie schon aus ihrer Natur heraus nahezu jeden "qualifizieren", der nur halbwegs weiß, wie man sie ausfüllt.

Eingeführt wurden sie, um quasi neutrales, rein auf Leistung zentriertes Abprüfen der Fähigkeiten eines Kandidaten zu ermöglichen. Darin zeigt sich also bereitrs ein technizistischer, funktionalistischer Begriff des Wesens der Welt als Summe von je vereinzelbaren, für sich stellbaren Funktionen. 

Die Realität schaut dann so aus, daß von vier Wahlmöglichkeiten (Standard bei solchen Tests) zwei ganz offensichtlicher Unsinn sind. Jeder, der nur halbwegs einen Bleistift bedienen kann, kann das erkennen. Bleiben also noch 50 Prozent der Möglichkeiten übrig. Wenn nun noch ein Funke von Hausverstand besteht, ist die Wahrscheinlichkeit, daß man sie mehrheitlich "richtig" ankreuzt so hoch, daß ein Durchkommen nahezu garantiert ist. 

Dienstag, 26. Juli 2022

The crisis of democracy

Leider habe ich das Buch noch nicht ausfindig gemacht, es dürfte selbst am Gebruchtmarkt schon verschwunden sein. Ich habe also nur andernorts darüber gelesen. Und also gelesen, daß es 1975 in den USA Furore gemacht hat. 

Denn in "The Crisis of Democracy" hat ein aus universitären Proponenten zusammengesetzes Herausgeberkollektiv eine Sammlung von Analysen zur Situation der Demokratie veröffentlicht, die im Gefolge der Unruhen der 68er-Bewegungen ein neues Stadium erreicht hat. In dem sih die Demokratie unseres westizistischen Zuschnitts (die von ihrem vorgeblichen Vorbild der Antike weit entfernt ist) selbst ad absurdum geführt zu haben schien.

Denn die Demoiratie verändert sich in ihren innersten Vorgängen, wenn sie (salopp formuliert) von zu vielen Memnschen wirklich ernst genommen wird. Wenn sich plötzlich viele Bürger sogar so geshickt organisieren, daß sie eine reale Gegenmacht gegen die Herrschaft bilden kann. Dann stehen sich plötzlich Mächte gegenüber, für die es kaum mehr ein Miteinander auf dem Weg zur Regierung gibt, und die deshalb Mechanismen entwickeln, in denen das Greifen nach der Macht oberste Priorität erhält.
Spätestens seit Caroll Quigley WISSEN wir, daß es sich hier um keine VerschwörungsTHEORIEN handelt, also um psychologische Pathologien, sondern um reale Verschwörungen.

Sonntag, 5. Juni 2022

Woran die Familie zerbricht

Eine der fatalen Folgen des Denkens in autonomen, individualistischen "Talenten" und für sich stehenden "fähigkeiten" (als hätte das Tun sein Objekt bereits in sich, und als wäre eine Bewegung, also eine Fertigkeit, nicht primär abstrakt und ohne Ausrichtung auf das Zielobjekt - der Junge, der geschickt in der Handführung ist, kann sowohl hervorragend Schrauben drehen, als auch Tapeten kleben, Madonnen schnitzen und Geschichten formulieren, jeweils dieselben Abstrakta), ist das Zerreißen des familialen Zusammenhalts.

Denn wenn das Kind eine Fähigkeit hat, die von der der Eltern völlig abweichen könnte, ja wahrscheinlich sogar tut - die Kleinkindpädagogik setzt heute bereits bei einer identitätsbefreiten, universalen GLEICHHEIT aller Kinder an, die sich dann "ihren inneren Fähigkeiten gemäß" entwiekeln sollen weil angeblich wollen und können - dann besteht nicht nur kein Anlaß, die Traditionen der Eltern zu übernehmen, also in der Familie, im sozialen Alltag zu LERNEN, also eine Verpflichtung zu einem Tun anzunehmen und vom Rollenvorbild (Vater, Mutter, enges oder weniger enges Familienmitglied), sondern das wird ihn sogar höchstwahrscheinlich BEHINDERN weil, mit psychologischen Zwängen befrachtet, einengen.

Samstag, 18. Dezember 2021

Es weihnachtet sehr

 Wahn und Verhängnis

Photo by Unser Mitteleuropa

Die Manipulation der Kinder, bei denen sie wie eine Grundlegung zur Unfreiheit wirkt, ist leider keine neue Erscheinung, sondern seit Jahrzehnten, ja seit Jahrhunderten Methode. Und Grund für meine aus Erfahrung entstandene Aussage, daß "die Lehrer die Todfeinde der Eltern sind." Keine Verordnung, kein Lehrplan, auf den sie sich sämtlich berufen, kann die Todsünden rechtfertigen, die sie begehen. "Wer einen von diesen Kleinen verdirbt ..." Für den wäre es besser, er würde mit einem Mühlstein um den Hals an der tiefsten Stelle des Meeres versenkt. 

Für den wäre es besser. 

Dienstag, 7. Dezember 2021

Vom Rückstieg zu Larve und Ei (2)

Seltsame Zeiten. Sogar in diesen Vorgängen könnte man Querverbindungen zum Corona-Geschehen erkennen. - Dazu muß man einfach vor Augen behalten, daß die Vorgänge in der Natur lediglich in der Konkretion differieren. Die Prinzipien bleiben bei allen Lebeweisen, ja bei allen Dingen sogar die gleichen. Nur die Ausformung geschieht der Art eines Lebewesens gemäß.

Aus diesem Geschehen bei Insekten kann man somit (natürlich: vorsichtig) Hinweise auf die Bedeutung der Lockdowns im besonderen für Kinder und Jugendliche erblicken. Und was solche Niederschlagungen von Leben für sie in ihrer Entwicklung bedeuten. 

Montag, 6. Dezember 2021

Leben zielt auf Sichtbarkeit (1)

Adolf Portmann weist auf eine Erscheinung hin, die ihm das erste Mal bei Caliphylla aufgefallen ist, einer kleinen, hauslosen Schnecke, die so in die Algen des Meeres eingepaßt ist, daß sie eigentlich nicht sichtbar ist. Denn ihre Verdauungsorgane erweitern sich in ihrem Lebenszyklus in Hautblätter, die sie verästelt durchdringt (und formt), die den Algenblättern so ähnlich sind, daß sie nicht unterscheidbar sind. Die Schnecke ist also "nicht auf Sichtbarkeit ausgerichtet", wie Portmann festhält. Das macht eine Erscheinung umso merkwürdiger, die er beobachtet hat, und die etwas von Gesetz an sich hat, das uns etwas ahnen läßt, ohne daß wir es der Kritik einer Formulierung aussetzen könnten. Wie so vieles eben in der Natur.

Solange die Schnecke noch durchsichtig ist, also "keine Haut" hat, ist alles, was an ihr sichtbar ist, wohl geordnet und symmetrisch. Dann beginnen die inneren Organe "Außen(haut)" zu entwickeln, das heißt, daß sie wie oben gesagt in die Verästelungen der "Blattimitationen" gehen. Je mehr sie das tun, desto blickdichter werden die Tierchen. Und desto mehr wird an ihnen ein Außen (Haut) sichtbar - und nur noch die. 

Samstag, 4. September 2021

Virale Betrachtungen (3)

Die Weltrettung, die eine Selbstrettung ist, ist ein Ersatzleben ohne Opfer. Das war gemeint, als in Fatima von der "Abschaffung des Opfers" gesprochen wurde: Die Verkleinbürgerlichung selbst des Kultes, die ihn abschaffen will, weil er ihrem (Un-)Geist widerspricht. Denn nichts ist großzügiger, verschwenderischer, nutzloser als der Altar. 

Durch den Kleinbürger. Der die Gegenwart in der Hoffnung spart, in der Zukunft zu leben, ist im Wesen a-religiös. Es ist eine Prüfliste, die durchzugehen einen selbst examiniert: Ist man einer? Ist man keiner? Oder, was uns wohl alle betrifft: Ist man AUCH einer? - Ihre Kleinbürgerlichkeit zeigen alle diese Bewegtheiten (denn Bewegungen, wie behauptet, sind viele ja gar nicht: Ohne ständiges Anstoßen bleibt das allermeiste sofort stehen) durch die Maßlosigkeit. Die sie mit dem Emporkömmling teilen. Während jener aber mit Gütern um sich wirft, um die Weite seiner Grenzen zu zeigen, die er selbst nicht einmal kennt, haben die Kleinbürger Angst, zu früh an ihre zu stoßen. Deshalb zielen sie zwar auf Unendlichkeit - was immer sie tun ist Maßstab für die ganze Welt, und sollte auch die ganze Welt prägen, und den Himmel obendrein - haben aber Angst, daß sie früher austrocknen. 

Freitag, 3. September 2021

Virale Betrachtungen (2)

Die Entstehung des Kleinbürgertums aus dem Glauben ans Gewußte. Denn so viel Wissen überall - Kommen wir nun aber zu etwas nicht Schönem. Denn wo kämen wir hin, wenn wir dem notorischen Pessimismus nicht seine Referenz erwiesen. Dieses Häßliche ist die ekelhafte Zunahme des Kleinbürgertums. Die maßgeblich - und das zeigt ihre Heimtücke - mit "rationalen Argumenten" ihr Handwerk unterfüttert bzw. sich daraus nährt. Auch das will jemand ins Blickfeld der Allgemeinheit geschoben wissen.

Deshalb hat dieser Umstand, die Zunahme des Kleinbürgertums, in dem sich jeder sein Dasein in einem festgefügten Stübchen einrichtet, in dem alles seinen Platz hat, in dem kein Stäubchen die Chance hat, älter als zwei Tage zu werden, in dem jede Minute der NICHT VOLLKOMMENEN ORDNUNG zu einem schwer durchzustehenden Prüfstein der inneren Gespanntheit wird, deshalb hat es mit dem Internet, den social media, mit dem "Zeitalter der Informiertheit", als die tatsächlich die große Mehrzahl der Menschen unsere Zeit sieht (nichts wäre unzutreffender!), mit dem allseits ausgebrochenen "großen Wissen" zu tun. 

Wir finden uns durch die technischen Einrichtungen, auf die unser Leben aufgebaut ist (sodaß es ohne diese gar nicht mehr denkbar ist; nicht einen Tag könnten wir überleben), hätten wir diese Informationstechnologien aufgebaut ist. Die Rede ist von Technologien, die auf Elektrizität, diesen Gott weil "das Leben" des 19. Jahrhunderts, das wir heute in Vollgestalt erleben, aufgebaut sind) somit regelrecht überschüttet mit "Gewußtem" als sicher "wahr Seiendem".

Donnerstag, 2. September 2021

Virale Betrachtungen (1)

Es gibt einen Effekt aus der Corona-Panik, der zwar ein kleines Pflänzlein in der Ecke ist, das dort still vor sich hin blüht und grünt, der aber so beachtlich ist und ein so wichtiger Markstein wäre, daß man die Thematik groß herausstreichen sollte. Und dieser Effekt ist ein kaum zu glaubendes Erblühen einer Eigenschaft, die dem Bürokratismus, der wie die Gesetzesflut in einer Gegenläufigkeit zum Zerfall des Sozialen steht, und das heißt: Vertrauen. 

Wie das? Wo und bei welcher Gelegenheit soll das Vertrauen wachsen? Ist nicht das Gegenteil zu beobachten, und wir werden es gleich auch behandeln, die Zunahme von Vernaderertum und Moralismus, die jedem Edelhirsch das Gewöll den Hals hinauf und in die Landschaft hinaustreibt? 

Nein, sagt der VdZ. Plötzlich sind Dinge möglich, die noch vor wenigen Monaten sogar immer weiter verschärft und an genauestens einzuhaltende Prozeduren geklammert worden sind. Man nehme nur die Inanspruchnahme von Leistungen der Krankenkassen bzw. bei Ärzten.

Montag, 26. Juli 2021

Eine seltsam gewordene Welt

Es war ein maßgeblicher Funktionär des öffentlichen Lebens (das nur noch Funktionäre kennt, denn schöpferische Gestalten gibt es nicht mehr), der sich in einer der zahllosen Fernsehdiskussionen wahrhaftig in Rage redete. In der er deutlich spürbar nur noch Zentimeter vor körperlicher Gewalt stand, der, wer immer noch im Studio war zum Opfer fallen hätte können. Worum ging es?

Es ging um die angebliche Verantwortungslosigkeit (und wörtlich) Unmoral jener Mitbürger, die sich NICHT einer der an allen Ecken und Enden aufgedrängten Corona-Impfungen anheimstellen wollten. Es ging um die sogenannten Impfgegner und Corona-Leugner, dieser Menschengruppe, die als Verbrecher zu kategorisieren längst zu etablieren versucht wird. Dazu meinte dieser Funktionär Folgendes:

Montag, 23. Dezember 2019

Religion der Bildung als revolutionärer Ehrgeiz (2)


Teil 2) Verschulung der Gesellschaft, 
totale Verunsicherung der Menschen



Was sich bis in kleinste gesellschaftliche Prozesse auswirkt. Denn diese Abhängigkeit von Autorität im Wissen, die sich als Bedingungslosigkeit darstellt und gebärdet, bewirkt und hat bewirkt, daß sich die Glieder einer Gesellschaft immer weniger zutrauen. Die Bildungssysteme der letzten Jahrzehnte haben eine tiefe Verunsicherung in die Gesellschaft getragen. Niemand traut sich noch etwas zu, jeder sieht für alle einen berufene(re)n Fachmann, der dies oder das einzig kann. Das zeigt sich unter anderem darin, daß die Menschen heute nichts mehr selber machen! Nicht den Ölwechsel am Auto, den früher jeder selber machte, noch den Kuchen am Kaffeetisch, oder die Bekleidung. Oder eben - das persönliche Urteil, vulgo "Meinung". Die eigene Erfahrung wird irrelevant. Was zählt, ist nur noch die zertifizierte Kompetenz.

Wer sich je Gedanken darüber gemacht hat, warum in Deutschland so viele immer noch Merkel, SPD und die Grünen wählen, hat damit auch diese Antwort: Solcherart verunsicherte Menschen bleiben an Bestehendes festgeklammert, egal wie fragwürdig ihnen selbst das scheint. Was den bevorzugt, der die Macht gerade inne hat. Oder von dem man sich (siehe Sebastian Kurz und seine ÖVP) letztlich ein Festklammern verspricht. Genau dadurch aber liefern sie das bestehende System der Revolution (den Grünen) aus.

Sie sitzen wie Kaninchen in ihre Erdmulden geduckt und rühren sich nicht in der Hoffnung, alles werde irgendwie vorübergehen. Sie akzeptieren sogar (durch Wegschauen), daß man ihr gesamtes Lebensumfeld (alles, was mit "Energiewende" bezeichnet wird, ist eine radikale Änderung der Lebensweise, samt einer fast grotesk offenen Enteignung, vor allem durch Verbote, bestimmtes Eigentum zu nutzen, wenn es ihnen nicht überhaupt entzogen wird, wie beim Geld, wie bei Bankguthaben) und ihre Lebensweise (Massenzuwanderung mit Trägern einer anderen Kultur und Religion) vollständig ändert, ohne zu rebellieren. Hauptsache ("schnelles Internet"), sie können sich weiter in ihre von ihnen selbst gewärmte Kuhle drücken. Dafür lassen sie sich sogar bis aufs Blut tyrannisieren, während jedes soziale Leben verdunstet. Jede äußere Dimension des Lebens erlischt somit, die Älteren warten nur noch auf ihre monatlichen Rentenzahlungen als einziges Wirklichkeitskriterium.

Das ist auch ein kaum zu überschätzender Punkt in dem kläglichen Versagen der Kindererziehung in den Familien. Die Eltern sind völlig verunsichert, erstarrt, nicht zuletzt, weil sie jahrzehntelang depotenziert und sanktioniert wurden, sobald sie ihre eigenen Auffassungen von Erziehung durchbringen wollen. Also geben sie auf, weichen der Übermacht, und geben ihre Kinder schon vom Kleinkindstadium an in die Hand "befugter", befähigter öffentlicher Einrichtungen. Daß wir uns dabei nicht täuschen: Auch Privatschulen, auch, ja gerade solche mit "alternativen Konzepten" (Montessori, Waldorf, etc. etc.*) erfüllen dieselbe Funktion.

Fassen wir vorerst einmal zusammen: Die Etablierung der "Bildung", die sich nur noch als schulische Bildung versteht, durch gesellschaftliche Institutionalisierung von Bildungseinrichtungen als das angebliche Ferment einer zukunftsorientierten Gesellschaft ist ein Mittel eines revolutionären Motivs, mit dem eine verdrängte Religion ersetzt werden soll. So entstehen neue Wege der Elitenbildung, die groteskerweise genau jenen Erfolg verspricht, die dem Wesen von Bildung widersprechen, weil sie Bildung als Wissenstechnik utilitarisieren. In der nur der nach oben kommt, der sich den Konformitätsansprüchen unterwirft, die daraus erwachsen. 

Das geschieht auf dem verbrannten Boden einer Gesellschaft, in der niemand mehr ausreichend Selbstvertrauen hat, die Wirklichkeit, die ihn umgibt und mit der er zu tun hat, eigenverantwortlich zu beurteilen und zu gestalten. Man sucht vielmehr nach Autoritäten, deren Urteile man als akzeptiert annimmt, und somit übernimmt. 

So erklärt sich auch die seltsame Dichotomie, in der vom Zentralstaat (als Bedingung solchen Systems) immer mehr Geld, immer mehr Aufwand in "Bildung" gesteckt wird, während ältere, noch wirklich Gebildete feststellen, daß die Bildung der heranwachsenden Generationen in rasantem Tempo abnimmt. Worauf die Politik mit noch mehr Geld, noch mehr Aufwand reagiert, um diese "Bildungslücke" mit eben jenen Methoden zu schließen, die diese Bildungsdiffusion erst bewirkt haben und ihrem Wesen nach revolutionär sind, und auf Totalitarismus abzielen. 

Also gelangt immer ausschließlicher eine im echten Sinn völlig ungebildete Generation in die Position einer Elite, und bestimmt von dort aus, wer ihr beitreten kann. Das verhindert jede Innovation, das verhindert aber vor allem eine gesellschaftliche Ordnung, in der die Menschen die maximale Chance haben eine Stellung zu erlangen, die ihnen wirklich entspricht. Während das in der Öffentlichkeit als "Gewußtes" Gehandelte immer irrelevanter wird, weil es mit der Wirklichkeit nicht mehr umgehen kann. Gerade die Problematik des Katastrophismus, der sich in den letzten Jahrzehnten mit zunehmender Beschleunigung und Dynamik an die Spitze des öffentlichen Diskurses unserer bereits sehr geschwächten, entordneten Gesellschaften gesetzt hat, zeigt vor, daß es sich hier ausnahmslos nie um "inhaltliche" Problematiken dreht, sondern daß diese Inhalte, die immer hermetischer behauptet, sakralisiert und in Kulte gekleidet werden, lediglich Instrumente im revolutionären Kampf um Macht und Einfluß sind. Es geht in allen diesen Katastrophenthemen nie um sachliche Inhalte, die werden nur vorgeschoben, sondern um die Etablierung einer allermächtigsten Religion.

In solchen Gesellschaften aber herrscht immer ausschließlicher Angst und eine immer subtiler versteckte Unterwürfigkeit. Weil sie auf dem Boden einer im wahrsten Sinn absoluten Haltlosigkeit steht.


*Es ist Beweis der Absurdität gerade solcher Seitenwege, daß Eltern im Anspruch, der gesellschaftlichen Autoritätslegitimierung auszuweichen ihre Kinder fast noch bedingungsloser als in öffentlichen Einrichtungen der Autorität dieser Schulen unterstellen. Die sogar ihre eigene Autorität vernichtet.

**Deshalb pflegt die "Pädagogik" an unseren Schulen und (verschulten) Universitäten immer, den Beginn ihrer "Bildungsmission" mit der Herstellung einer tabula rasa festzusetzen: Kein Kind an unseren Bildungseinrichtungen soll eine Identität schon "mitbringen", es muß vielmehr jede Herkunftsidentität löschen. So muß das Kind seinen gesamten Bildungsweg als Weg zu einer neuen, über Konformität und Anspruchserfüllung zugesprochenen Identität und Stellung begreifen. Bei einem immer weiter, auch zeitlich ausufernden Schulungsanspruch wird somit die gesamte Gesellschaft "verschult", wie Ivan Illich das schon vor fünfzig Jahren richtig erkannt hat.




*221019*

Samstag, 21. Dezember 2019

Religion der Bildung als revolutionärer Ehrgeiz (1)

Der VdZ gesteht, daß ihn sämtliche Erklärungen zur Genese des Katastrophismus nicht befriedigen. Jenem Katastrophismus, wo seit den 1970er Jahren alle paar Jahre eine neue Weltuntergangshypothese in die Schlagzeilen kommt. In einem Prozeß, der sich immer totalitärer entwickelt hat, bis er im "Klima" seine vermutlich nicht mehr zu überbietende Apotheose gefunden hat. Zwar ist richtig, daß es solche Katastrophismen schon immer gegeben hat, aber die psychologischen oder massenpsychologischen Erklärungen dafür befriedigen sämtlich nicht.

Wo aber sonst wären solche Phänomene verankerbar? Wohl nur, wenn man einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Wo sich die Dinge wieder in eines zusammenfassen. Und dieses Zusammenfassende ist die Stellung der Religion. Gerade, weil auch die Religiosität der Menschen in sehr unterschiedlichen Gestalten auftritt, und sich selbst kaum vereinheitlichen läßt. Geht man aber den somit vielen Einzelfällen und Sonderentwicklungen nach, findet sich immer dieselbe Quelle: Die Stellung der Religion in der Gesellschaft, wie groß und umfassend immer die als das den Einzelnen Einbettende gedacht wird.

Unsere Bildungssystematik ist an sich eine Revolution

Deshalb ist die zu beobachtende generelle Neigung zu Weltuntergangsphantasien der letzten Jahrzehnte im Westen (wobei sich das im Rest der Welt ganz genau so, nur in Form und Geschichte anders zeigt) nicht ohne den Niedergang der kirchlichen Autorität zu begreifen. Wir beziehen uns hier im Speziellen auf jene Autorität, die als Legitimation menschlichen Handelns und Existierens seine Verankerung im Ewigen hat. Und dieses Ewige ist "das Wissen Gottes". 

Diese Quelle des vom Menschen Gewußten oder zu Wissenden wird in einer Gesellschaft, die die Religion aus ihrer obersten Stellung der Legitimierung bricht, durch neue Autoritätsinstitutionalisierungen verdrängt und neu verortet. Deshalb stieg die Wissenschaftsgläubigkeit im Dialog mit dem Verlust der Glaubwürdigkeit der Kirche. Womit wir an der Wurzel dieses Konflikts sind.

Die im Kampf unterschiedlicher Menschengruppen um Macht und Einfluß liegen. Mehr als das: Die Stellung der Wissenschaft als gesellschaftliche Legitimierungsautorität ist das Ergebnis des Kampfes von Rebellen gegen die bestehende Ordnung. Sie trägt auch alle Merkmale solchen Kampfes, und ist am deutlichsten im Zentralismus erkennbar, den alle, und zwar wirklich alle Rebellen- oder Revolutionsgruppen anstreben. Denn anders ist eine nicht-religionsbasierte Macht nicht zu etablieren. Anders kann jemand, der rebelliert, keine bevorzugte Stellung im Gesellschaftssystem erlangen.

Und die Weise, wie sich diese neue Autorität der Rebellion etabliert hat, ist das Bildungssystem, in Schulen und Universitäten. Die Bildungssysteme des Westens (aber nicht nur dort! im Kommunismus ist es noch deutlicher zu sehen) sind somit Neugründungen einer Religion, und zwar im wahrsten Sinne, und mit allen Merkmalen einer Religion. 

DARUM geht es auch im Kampf um Klima-Weltrettung oder nicht. Es ist kein Kampf von Wissensinhalten und Gewußtem, sondern es ist ein Kampf um gesellschaftliche Autorität und Zugehörigkeit zur Elite. Das Bildungssystem der letzten Jahrzehnte hat sich deshalb immer mehr in ein Eliten-Produktionssystem verwandelt. Wo der nach oben kommt, der sich den Mechanismen dieses Systems am besten einfügt. Tut er das, nimmt er Teil an dieser Allmacht, die diese Autorität schon offen beansprucht, wo sie sich an die Stelle Gottes setzt. Daraus ergibt sich auch die Metaphysik-Feindlichkeit der gegenwärtigen Bildung. Denn Philosophie und vor allem Metaphysik, also die Frage um die ersten Prinzipien der Wirklichkeit, stehen jedem Zentralismusversuch im Wege.

In jeder Revolution kämpfen Schwache um Macht

Während eine unter diesen neuen Prämissen betriebene Wissenschaft immer gnostisch-hermetischer werden muß, um die Schlüssel zu dieser Autorität - das Geheimwissen, das jeder erhält, der sich unterwirft - nicht aus der Hand zu geben. Somit muß sie bestreiten, daß Wissen auch außerhalb ihrer Pfade und "Fachkenntnis" möglich ist. Der Disput innerhalb der Wissenschaft muß deshalb zwangsläufig ein Argumentieren "ad hominem" werden.

Dieses neue System der Elitenbildung, das nicht zufällig und so wie jede Revolution mit dem Slogan nach oben geschwemmt wurde, auch "die unteren Schichten nach oben zu führen", das eine Gesellschaft also als technische Summe sieht, nicht als a-priori bestehende Ordnung, ist nicht nur ein typisches Produkt des Versuchs von Frauen (bzw. fehlender Männlichkeit), in diese Ordnung einzugreifen. Sondern es ist programmatisch ein revolutionärer Weg Nicht-Eingeordneter, großteils sogar Identitätsloser, denen immer "Anerkennung" fehlen muß (die immer jene reklamieren, die ihren Platz nicht gefunden haben, also "nicht Etwas" sind**), die Gesellschaftsordnung zu dominieren. Und dazu muß man sie neu definieren, also jede Metaphysik ausschalten. 

Im Katastrophismus zeigt sich eine Methode, mit der das geschehen soll: Der moralische Anspruch. Der Anspruch, der sich aus einer angeblichen Wirklichkeitsanalyse ergibt, die zeigt, daß mit dem herkömmlichen Denken (Metaphysik) die Probleme der Welt nicht zu lösen sind. Also sind alle, die auf diese Weise denken, von den Lösungsprozessen ausgeschlossen, dürfen, ja müssen das sogar werden. 

Im Umbau der Bildungssysteme zu Elitenbildungsmechanismen, ja zu den einzigen Elitenbildungsmechanismen, wurde die Bildung zum entscheidenden Unterwerfungsinstrument. In dem nunmehr neue Autoritäten bestimmen, welche Personen nach oben kommen, und welche nicht. So wird vor allem der Konformismus gefördert, in dem nur nach oben kommt, der sich bedingungslos den in diesem System enthaltenen Prämissen unterwirft. Dazu dienen die Bildungs-Zertifikate, die Zugangsscheine zur Elite. Wie Hollywood den Oscar, hat das Bildungssystem so eine neue Autorisierungsmacht etabliert. 


Morgen Teil 2) Verschulung der Gesellschaft,
 totale Verunsicherung der Menschen





Donnerstag, 20. Juni 2019

Worüber der Normale klagen kann

In Großbritannien wird das bereits seit längerem erfaßt. Es zeigt etwas an. Es zeigt viel an. Dort steigt die Zahl der (angeblich) "geschlechts-diversen" Kinder und Jugendlichen sprunghaft, seit man an den Schulen "diverse" Gendererziehung anwendet. Wir haben davon bereits berichtet. Gleichzeitig füllen sich die Talk-Shows mit Gästen, die sich "umwandeln" ließen, und berichten, wie sehr sie das bereuen. Wer es nicht weiß: Die Selbstmordrate bei Geschlechtsumwandlungen (die einen hohen Fehlergrad beinhalten; Ärzte, die damit zu tun haben, wissen das), die auf einem Irrtum beruhen, ist übrigens extrem hoch. 

Galt vor zehn Jahren die Rate an "Transsexuellen-Personen" (also Menschen, die sich offenbar in einem "falschen" Geschlechts-Körper befinden*) mit 0,8 Prozent für reichlich geschätzt, berichten die Krankenkassen Großbritanniens (denn dafür gibt es teure Hormonbehandlungen auf Allgemeinkosten) heute schon von um die 11 Prozent, mit exorbitanten jährlichen Steigerungsraten: Um die drei Prozentpunkte.

Das ist ein neues Phänomen. Und beweist umso mehr die soziale Bedeutung der Geschlechterrolle als ersten, wesentlichsten Bogen der Identität, also der Weltwerdung. Denn mittlerweile sind nicht nur die Kinder zu einem Achtel (sic!) willens, ihr Geschlecht zu wandeln (alles aus Allgemeinkosten, mit dem ersten Schritt: Den "Pubertätsblockern"), sondern etwas Neues tritt auf:

Zunehmend mehr der übrigen sieben Achtel der Heranwachsenden klagen, daß sie "straight" sind, also eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden können. Und das macht sie sozial gesehen weniger interessant! Sie fühlen sich benachteiligt!

Judith Buttler, die Ikone der Genderbewegung, baut alles auf der These auf, daß Geschlecht nur ein "soziales Konstrukt" sei. Sie hat damit auf eine Weise recht. Aber irrt auf eine andere, und hier grundsätzlich: Der Mensch ist ab ovo, vom ersten Moment der Empfängnis an - und das ist empirisch belegbar - Mann oder Frau. Es braucht dann die Gesellschaft, um zu sich und damit zur Gestalt zu kommen. 

Jawohl, das stimmt. Aber wenn dieses "soziale Konstrukt" von der biologisch ausgedrückten Vorgabe abweicht (die bei manchen Menschen eben nicht so eindeutig ist, wie sie manche konservativistische Pruntzschädel gerne hätten), und der anthropologisch entscheidenden Mann-Frau-Dichotomie nicht gerecht wird, wird nicht "das Geschlecht" variabel oder volatil, sondern der Mensch in die Identitätslosigkeit und damit ins Nichts geworfen. Umso bedeutender wird die soziale Konstruktion, die zu Mann oder als Frau heranbildet, und auch Ambivalenzen und Unsicherheiten zumindest auf ein Ziel hin ausrichtet: Mann oder Frau. Gerade "echte" Transsexuelle (wie gesagt: Eine ganz kleine Minderheit) wollen deshalb auch nicht "das andere", sondern ihr "richtiges Geschlecht" eindeutig darstellen und leben. Ein für alle Mal, übrigens.

Diese soziale Aufgabe zu verweigern, diese Hilfe nicht zu leisten ist ein schweres (soziales) Verbrechen, jawohl. Und so muß man die Grün-Rot-Sonst-wie-Verpruntzten nennen, die den Genderismus propagieren oder tolerieren. Es ist ein eklatantes, in vielen Fällen klar bösartiges Versagen und Verweigern von Verantwortung, das die betroffenen jungen Menschen ins Nichts stößt. Fluch über sie alle, die das zu verantworten haben.





*Um es klarzustellen: Das kann es in den Augen des VdZ tatsächlich geben, und hat mit Homosexualität etc. etc. nichts zu tun. Der VdZ hält es für möglich, daß sich in der Entwicklung des Embryos speziell im Schritt von der Frau zum Mann - "Frau ist man von Haus aus" läßt er eine Theaterfigur einmal sagen, "aber dann kommt halt viel Information dazu" - schwerwiegende Fehler zeigen können. Aber es ist dann dennoch aber nicht nur äußerst selten, sondern enthebt gerade an diesem Beispiel erkennbar (sic!) nicht von der sozialen Bedeutung, das "richtige Geschlecht" als Idealbild in Sitte und Tradition zur Gestalt zu bilden, ja zu fordern. Denn der Mensch ist (siehe u. a. Ortega Y Gasset) eine Utopie, und er ist immer nur sein bestmögliches Selbst, wenn er sich auf ein transzendentes Bild hin überschreitet.





*290419*

Montag, 3. Juni 2019

Menge verändert die Qualität

Es ist nicht uninteressant, was die mittlerweile pensionierte Grundschulrektorin Ingrid König aus Frankfurt da zu sagen hat. Auch wenn man ein wenig dazu interpretieren muß. Denn zu sehr hat die Verfasserin des jüngst erschienenen Buches "Schule vor dem Kollaps" Angst als "rechts" eingestuft zu werden oder "den Falschen in die Hände zu spielen". Und das hindert sie auch, die Dinge umfassender zu sehen, die sie täglich erlebt hat. 

Wenn König nicht einmal wagt, das Wort "Heimat" auszusprechen, wie soll dann das Problem erkannt und behandelt werden? Denn es ist die fehlende Heimat, die die Kinder (an ihrer Schule sind Klassen mit teilweise hundert Prozent Migrationshintergrund) am Unterricht desinteressiert sein läßt, die "fehlendes Umfeldwissen" bewirkt und es sind die längst bestehenden Parallelgesellschaften von Zuwanderern, die verhindern, daß die Kinder in deutschen Ländern integriert werden. Was König auch nicht sagt, ergibt sich aus ihren eigenen Schilderungen: Als sie jüngst ihren Dachboden aufräumte, entdeckte sie Unterrichtsmaterial von früher. Dabei stellte sie fest, daß das, was vor Jahrzehnten in den untersten Stufen durchgemacht werden konnte, heute gerade noch in den höheren Stufen möglich wäre. 

Die Veränderungen, die ihr aufgefallen sind, haben mit dem simplen Umstand zu tun, daß Zuwanderer in kleinen, sehr kleinen Mengen tatsächlich integrierbar sind. Sie sind auf die neue Umgebung weit mehr angewiesen, was das Lerntempo beschleunigt. Können sie aber ihr soziales Umfeld mit Menschen aus ihrer früheren, alten Heimat gestalten, bleiben diese Effekte aus. Es ist schlicht nicht nötig. Damit fällt auch jede Motivation, sich in der neuen Kultur zu engagieren. Was zwar noch lange nicht heißt, daß man seine Identität auf "neue Heimat" umpolt, aber zumindest die Fähigkeit beeinträchtigt mit dieser neuen Kultur umzugehen, sie also zwar als fremd, aber dennoch wenigstens zu "kennen".

Wie so oft haben wir es hier also mit dem Umstand zu tun, daß Menge ab dem Augenblick zu Qualität umschlägt, in dem sich immer weitere Weltkreise bilden. Denn letztendlich gelten die Begriffe, die sich bilden und bilden lassen (und gebildet werden müssen, um sich in der Welt zu orientieren) als Brennpunkte und Feueröfen von Beziehungen. Das gilt auch oder sogar vor allem im Sozialen. Dem eine geistige Ordnung zugrunde liegt, aus der sich das Wesen der Dinge ergibt. Ein- und derselbe Mensch, der in eine andere Begrifflichkeit wechselt, wird schlagartig zum völlig anderen Menschsein bewegt. Mit der Masse an Zugewanderten wurden so aus früheren Einwanderern mit einem Schlag Konkurrenten um das Land. Denn man wird von dem geformt, was man braucht. Keine Zuwanderergruppe aber braucht noch die hiesige "Identität", der er sich sohin unterstellt. Er gebraucht das Vorgefundene nur noch, soweit er es nützlich findet. Nichts aber zerstört ein Land und dessen Kultur so nachhaltig, als wenn es nur "benützt" wird.

Integration, so die ehemalige Schulrektorin, gibt es aber nicht mehr. Die Schule kann ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. Sie steht hierzulande somit vor einem Kollaps, der nicht aufzuhalten ist, ja der schon da ist.

Es ist deshalb betrüblich, wenn König kein anderes Rezept kennt als das, die Intensität der Schulung zu erhöhen. Und die "Ganztagsschule" vorschlägt, um das Problem zu lösen. Denn das ist nicht nur ein Irrtum, sondern auch ein Verstoß gegen die Menschenwürde der Zuwanderer. Die Weichen sind nämlich längst gestellt, und es wäre höchste Zeit, die Folgen davon mit realistischem Blick festzuhalten und entsprechend zu handeln.






*260219*

Sonntag, 17. März 2019

Was die "Sache Greta" ist

Nun doch wieder ein tagesaktueller Einschub, denn was sich das abspielt geht einfach auf keine Kuhhaut mehr ... sind nun wirklich schon alle irrsinnig? Haben wir es wirklich nur noch mit Wahnsinnigen zu tun? Man sträubt sich, diese bittere Wahrheit anzuerkennen. Wer könnte oder wollte dann noch in diesen Mitten leben? Müßten wir stattdessen nicht spätestens jetzt auch so panisch werden wie Greta Thunberg, schon gar angesichts einer SOLCHEN Eliten-Riege, die sich nun sogar noch ihrer letzten Unterhosen entledigt? Um uns vor dieser Verzweiflung (zu der man, wäre alles so, sogar ein Recht hätte) ein wenig zu bewahren, verschieben wir den ursprünglich für heute vorgesehenen zweiten Artikel (er wird Ende Mai nachgereicht), und fügen diese Replik ein.

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Wieder einmal bringt es William M. Briggs auf den Punkt. Indem er beschreibt, was er für den klarsten Beweis dafür hält, daß die "Sache Greta Thunberg" - ein Fall von schwerem Mißbrauch der Kinder durch Erwachsene - ein einziger PR-Furz ist. Denn Greta argumentiert laufend ungefähr so, und der Leser sollte sich diese Sätze ein paarmal durchlesen, sie sind überwältigend und eigentlich schon die ganze Aussage:  

Sie (Greta, stellvertretend quasi für alle Kinder) verstehe nicht, was die Wissenschaft genau sagt. Denn den Klimawandel (=menschgemachte, katastrophale Erderwärmung durch CO2) könne man nicht riechen, schmecken, fühlen. Aber er sei da, er sei real. Und niemand tue etwas dagegen, und dagegen lehne sie sich auf. 

Recht sicher will man sie damit davor bewahren, daß sie das, was sie da fordert auch argumentieren können muß. Denn das kann sie nicht. Das kann keiner der Klimaalarmisten.

Wenn also das Kind (bzw. die Kinder) aus eigener Wahrnehmung gar nicht feststellen können, daß es eine gefährliche Klimaerwärmung gibt, können sie dessen "gefährliche Gewißheit", die sie in Panik versetzt, nur aus den Mündern der Erwachsenen gehört und was noch schlimmer ist: Seine Bedrohlichkeit als Wertung von ihnen übertragen bekommen haben. Denn wie sie selber sagt: Im Alltag ist davon nichts zu erleben. Erst dann aber wäre es allerbestenfalls auch "kindgerecht". Denn "Klima" ist eine reine statistische Abstraktion und aus dem alltäglichen "Wetter" NICHT ABLESBAR. 

Das wäre sonst ja ungefähr so als würde jemand die Wahrheit der "Superstringtheorie" belegt sehen, indem er behauptet, er würde diese Superstrings (die reine Theorie und Abstraktion sind) spüren, sehen, riechen, schmecken. Wenn sie freilich stimmt, dann hieße das trotzdem, daß sie ALLEN Dingen zugrunde liegt. Aber von einem Kind, einem Jugendlichen, ja von Erwachsenen, die dieses Spezialfach der Physik nicht wirklich kennen und studiert haben, niemals "bewiesen" oder physikalisch-wissenschaftlich erkannt werden könnte.

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Und das führt uns zu einem nächsten Punkt. Denn wenn die "Sache Greta" eines beweist, dann das, daß die Erwachsenen, die Lehrer, die Lehrautoritäten, die "Wissend zu sein Behauptenden" viele Jahre lang schon die Kinder, Jugendlichen, Schüler, Studenten INDOKTRINIEREN. Denn wenn etwas keine wissenschaftliche Klarheit hat (und das ist beim Klima auf jeden Fall so) ist es unverantwortlich, die Kinder an unseren Schulen und bereits in den Kindergärten in Panik zu versetzen, daß wir es mit einer existenzbedrohenden und zukunftsraubenden Lage zu tun haben. Die noch dazu auf eine Politik zurückzuführen sei, die "nichts täte".

Das muß in diese Forderung münden, denn Indoktrinierung bedeutet die Schaffung einer Handlungsenergie. Diese zu lenken, diese der Vernunft somit einzugliedern, verlangt Wissen, verlangt Verstand. Wie soll das aber bei Kindern anders passieren als durch Anleitung (und damit Instrumentalisierung) durch Erwachsene, durch Autoritäten? Denn diese Energie ist in ihrem kindgemäßen Lebenskreis nicht abzuführen, sie übersteigt ihn deutlich. Diese Autoritäten haben sich also in den Schulen, in den Kindern, in den Jugendlichen, in den Studenten eine Handlungsenergie aufgebaut, die sie nun abernten und für ihre Zwecke einsetzen.

Das erfüllt den Straftatbestand der "Volksverhetzung". Und als solcher muß er auch geahndet werden. Merkt Euch deshalb alle Namen der Beteiligten. Es wird auch hier zu einer "Zeit nach 1945" kommen. In dem Punkt kann man auf die Wirklichkeit vertrauen. Alles kommt ans Tageslicht. Nur das Sein bleibt. Alles andere fault ab, wie die Schalen einer Kastanie im Herbst. 

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Es gibt noch eine Weise, wie man die absurden, ja abstoßenden, ekelerregenden Geschehnisse rund um die "Sache Greta" und die Schulstreiks am Freitag betrachten kann, ja vielleicht muß. Sehen wir uns nämlich an, was da passiert: Die Kinder sagen (wobei es schon da hakt, denn wir wissen, daß sie es gar nicht tun, sondern diese Aussagen sind das Fabrikat des Vaters von Greta, der eine PR-Firma betreibt und sich sicher heute schon kaum noch vor Aufträgen retten kann, denn er hat bewiesen, wie man in dieser aktuellen Medienlandschaft Gewalt direkt in Politik ummünzen kann. Die Politiker, die wir haben sind unter jeder Intelligenz- und Vernunftschwelle und auf dem Persönlichkeitsniveau von asozialen Kleinkindern, das meint der VdZ wortwörtlich; also: nicht die Kinder sagen, sondern man läßt sie sagen), daß sie die Schule schwänzen, denn wenn es keine Zukunft gibt, hat es auch keinen Sinn, für sie zu lernen.

Nehmen wir diesen Satz einmal als etwas ganz anders, nämlich als paradoxe Intention. Die folgendes macht: Sie nimmt eine Aussage wörtlich. Das heißt in diesem Fall: spitzt sie zu. Wenn es so ist, daß die Lage der Welt wegen des Klimas "auf eine Katastrophe zusteuert", und wir daran schuld sind, dann wäre es ja tatsächlich nicht einzusehen, warum nicht sofort und wirklich sofort und mit allen Mitteln gehandelt wird. Weltweit. Nun hören diese armen Kinder (Greta ist noch dazu psychisch schwer krank, und bei psychischen Krankheiten kann man nicht einfach sagen: da und da ist man geheilt; im übrigen sagt uns das viel über die Natur ihres Elternhauses und ihrer Erziehung generell) Tag für Tag, daß alles zu spät sei.  

Die Lehrer und Erzieher machen sich (in perversem Mißbrauch ihrer Autoritätsstellung) einen regelrechten Spaß daraus (auch das meint der VdZ wörtlich, auch für sie gilt zu großen Teilen die Zuschreibung eines desaströsen Charakters) die Kinder in Panik zu versetzen. Da erleben sie noch, was ihnen ihr feiges Leben vorenthalten hat: Die Macht, andere zu bestimmen, die Libido Dominandi.

Nun wehren sich diese Kinder. Sie sagen, wir wollen, daß auch Ihr Lehrer etc. in dieselbe Panik geratet. Sie wehren sich gegen eine Indoktrinierung, die unverantwortlich arme Kinderseelen verwirrt und in einen Zustand verzweifelster Hoffnungslosigkeit versetzt. Denn hier wird behauptet, alles gehe "auf eine Wand zu, die schon sehr nahe sei", aber niemand nimmt die Kinder in Schutz, niemand hilft ihnen, niemand gibt ihnen Hoffnung, daß das nicht der Fall sei. 

Es sträuben sich alle Haare, wenn man das genau bedenkt. Man hat bereits eine ganze Generation von Kindern und Studenten (denn die Unis unterscheiden sich mittlerweile auch kaum noch in ihren Zielen und Methoden von Grundschulindoktrination) instrumentalisiert. Und skrupellos mit einer düsteren Zukunftssicht belastet, die diesen Kindern die Luft zum Atmen nimmt. Das wollen sie nicht mehr. Ums Klima kann es ihnen gar nicht gehen, denn davon können sie keine Ahnung haben. Sondern es geht um einen Aufschrei gegen die Indoktrinierung.

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Und noch etwas, noch etwas, werte Herrschaften, gibt es da zu bemerken. Seit vielen Jahrzehnten mißbrauchen die Männer die Frauen und sogenannte Frauenagenden, in denen sie zu Opfern erklärt werden, um in der großen Politik Änderungen zu erzwingen. Der ganze Feminismus ist eine politische Operation der Männer, das war es auch schon damit. Die sich natürlich und wie immer eines kleinen Funkens Wahrheit bedient hat, den die Frauen gerne geliefert haben, und den die Männer aber dann in eine völlig andere Umgebung transferiert haben. Nun gehen diese selben feigen, niederträchtigen und charakterlos-bösartigen Männer - und da sprechen wir schon von der bei weitem überwiegenden Mehrheit der Schwanzträger, die so feige geworden sind, daß sie schon stinken - noch einen Schritt weiter. 

Denn nur Idioten glauben das Märchen, daß Politik NICHT eine Welt der Männer sei. Die vielen Männer, die erst die Frauen vorschoben, um ihre Interessen durchzusetzen, scheuen nun nicht mehr länger davor zurück, das auch mit ihren Kindern zu machen, um eine schizoide Situation zu schaffen, in der sie ohne sich zu deklarieren durch Ausnützung der Gutheit, aber auch der Schwäche anderer erreichen, was sie (und nur sie) wollen. Das Urteil über sie ist bereits gesprochen.

Auch über diese unsägliche Figur Schellnhuber und dessen Kollegen. Der da erzählt, daß sich mittlerweile 2.000 Wissenschaftler (wobei: die Zahlen aus solchen Mündern sind praktisch immer eine Lüge, sogar wenn sie "richtig" sind) "mit den Schulstreik-Protesten solidarisiert" haben. Geht es noch niederträchtiger?  

Schellnhuber toppt sich von Jahr zu Jahr. Da mißbrauchen tausende "Wissenschaftler" nun die Kinder, um ihre Forschungsmilliarden abzusichern, noch mehr aber: Diese Methode zu stärken, wie man ohne Mann zu sein, ohne erwachsen werden zu müssen, ohne Kompetenz zu haben, ohne dazu berufen zu sein, doch etwas in der Welt wird.  Wie man als schwanzloser Feigling doch die anderen bezwingt. 

Oder, in Termini der streikenden Schulkinder, als deren Lektion: Wie man durch Petzen in der Schule mehr erreicht als durch sittliche Größe, einfach indem man die legistische Autorität hinter sich versammelt.

Diese niedrigen Charaktere also schieben nun (nach den Frauen) die Kinder vor sich her, weil sie sich sonst in der Welt der Männer nicht durchsetzen können und nie Männer geworden sind. 

Nun, das Niedere kann sich eben nicht mehr schämen, kann keine Ehre verlieren. Denn es ist ja der Verzicht auf Ehre und Scham, der niedrig macht.