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Sonntag, 1. September 2024

Von bösen Ländern, und perfekten Gesellschaften

(Aus einer Korrespondenz) - Oh ja, Rußland ist das Land der Bösen, der dunklen Hintermächte und der Korruption der Beamten, in der Hand der Oligarchen. 

Hmmm, ich möchte ja keinen Vergleich anstellen, welches Land - USA oder Rußland - MEHR korrupt ist. Denn ich habe da ein seltsames Gefühl, wie der ausgehen könnte. 

Wiewohl auch ich in einem Kulturkreis aufgewachsen bin, in dem es Teil des geopolitischen Rennens um Hegemonie des Anführers war, Rußland durch pausenlose Propaganda (die meiste davon immanent, also mehr oder weniger subtil verborgen) zum Land des Bösen zu machen. Das war im Kalten Krieg so, das ist heute so, das war 1990 so, um Rußland zu deligitimieren, aufzuspalten, und so seine Rohstoffe ausbeuten zu können. 
Ah so, in Amerika wird die Korruption aber aufgedeckt.
Wirklich? Oder heißt das nur Korruptionsfreiheit, SOWEIT sie aufgedeckt wird? Gibt es nicht handfeste Indizien, die darauf schl9ießen lassen, daß der nicht aufgedeckte Umfang der Korruption in den USA weit größer, ja enorm groß ist? 

Was heißt es denn, wenn laufend, wirklich laufend neue Fälle auftauchen, die - man lese die grandiosen Recherchebücher von Whitney Webb, die anhand des Falls Epstein die gesamten amerikanischen Eliten durchleuchtet hat, denn Epstein war in alle und alles verwickelt. Wobei sie draufkam, daß diese Eliten ein immens dichter Filz sind. 
Sodaß sie heute sagt, daß KEINER, der Teil der Eliten Amerikas ist, NICHT kriminell wäre. Samt der Vermutung, daß der Anteil an NICHT aufgedeckter Korruption ein dunkles, riesiges Loch ist, weil das ganze Land von Korruption regelrecht durchsäuert ist. Ausgehend von einer Schichte von Oligarchen.
Genau also das ist eine unwiderlegliche Tatsache (die nur nicht immer konkret gemacht werden, teils durch den Schutz der Gesetze selbst), was man Rußland vorwirft, und das praktisch der gesamte Westen glaubt und voraussetzt. 

Wieviel wird alleine auch aufgedeckt, und versandet letztlich - denk an Hunter Biden, wie man den elegant aus dem eigentlichen Verbrechen herauslaviert hat. Illegaler Waffenbesitz war sein Vergehen. Wirklich? 

Während die Blogger und Stimmen, die ich beobachte, zeigen, daß die Korruption in Rußland sehr wohl und sehr hart kritisiert wird. Auch da wird vorausgesetzt, daß das Sichtbare an Verwerfungen nur die Spitze eines das Land wie ein Myzel durchwebendes Geflecht von Korruption. 

Nur kann das nicht die wirkliche Wirklichkeit eines Landes ausmachen. Nicht in den USA, und nicht in Rußland. Die prinzipielle - metaphysische - Legitimation von Macht freilich vorausgesetzt. Und DA begänne eine substantielle Diskussion, die einen für den Leser vermutlich überraschendem Ausgang haben würde. Aber um DIESE Fragen muß es gehen. Nicht um die faktischen Schwächen der Repräsentanten in der Geschichte. Und Geschichte wiederum ist weit mehr als eine Ansammlung faktischer "Ereignisse".

Montag, 12. Juni 2023

Wenn die Wunderwaffen ausgehen (2)

Langfristig wird Rußland nicht nur militärisch, sondern auch ökonomisch dem Westen überlegen sein. Und: Die tatsächlich apokalyptische Dimension - Schon in ersten Minenfeldern, Drohnenangriffen und Artilleriestürmen der Russen verrecken die westlichen Wunderwaffen.
Das amerikanische Magazin FORBES schreibt heute, daß bereits die Hälfte der jüngst erst vom Westen gelieferten Panzer und Panzerfahrzeuge (Leopard 2, Bradley , deutsche Bergepanzer, Entminungspanzer usw.)  vernichtet sind.
Und die Schwierigkeiten potenzieren sich, weil durch die russische Taktik die Logistik der Ukraeine - die aber bei jeder Offensive das größte Sorgenkind des Angreifers ist - noch weiter angespannt wird.

Speziell bei den fast unüberschaubar diversen Westwaffen - viel, und von allem wenig. Weshalb manche meinen, daß die Westwaffen viel zu "sophisticated" sind, viel zu hohen Aufwand an Wartung haben, viel zu komplizierte Logistik erfordern. 

Man denke doch nur an die kaum noch übersehbare Zahl völlig unterschiedlicher Munition, sofern die überhaupt zur Verfügung steht, man denke an die üblicherweiwse nötige monate- oder jahrelange Ausbildung, die nötig ist, um diese Waffen gut einzusetzen. (Sehen Sie dazu auch die brillante Analyse des momentanen Zustands auf den Schlachtfeldern in der Ukraeine durch Ex-Marine Brian Berletic.)

Ein erfahrener US-Oberst meinte unlängst sogar, daß die NATO selbst gar nicht in der Lage ist, die Ukrainer in zeitgemäßen Schlachtfeldstrategien zu schulen, weil sie sie selber gar nicht beherrscht. Weder die USA noch die NATO haben seit Jahrzehnten Erfahrung mit Kampfverbänden, die Bataillonsstärke übersteigen.

Aber die Welle läuft noch, da erschallen bereits die nächsten Rufe nach nächsten Wunderwaffen. Zelensky reist schon wieder, und in Kiew geben sich westliche Staatenführer die Klinke in die Hand. 

Samstag, 4. Februar 2023

Werkstattradio (3)

Wenn so etwas im Radio läuft, während Sie hobeln und schleifen und stemmen und drechseln und schneiden, dann sollten sie gut achtgeben, daß sie die Finger schützen und nicht in die Maschinen kommen. Denn was Dirk Pohlmann erzählt ist so spannend, daß es die Aufmerksamkeit leicht von den eigentichen Tätigkeiten abzieht.
 
Das umso plausibler klingt, weil es mit keiner der Fakten ,die ich kenne, in Widesprch steht, sondern sich alles zu einer Gesamterzählung formiert. Die aus lauter verifihzierten Tatsachen besteht, und sogar die Kriegspartei der Neocons erklärt. Womit wir bei ganz aktuellen Geschehnissen sind, denn sie sind es, die im derzeitigen Welrgeschehen massiv wirken. Sodßa man den eindruck haben könnte, die halbe Welt wehrt sich nur gegen diese Interessensgruppen.  

Nichts von dme, was Pohlmann da erzählt, sit neu. Wer bislang mit Aufmerksamkeit dem Weltgeschehen gefolgt ist, kennt das alles. In der schwungvoollen Übersicht aber wirkt es neu und immens mächtig. Deshalb - Vorsicht!

Freitag, 9. Dezember 2022

Die Chance auf Verhandlungen ist verspielt (2)

Die den Westen bestimmenden Kräfte haben GASLIGHTING über die ganze Welt verhängt. Wer soll da noch Vertrauen fassen? - Und NACH WIE  VOR muß man den Russen Offenheit und Klarheit zuschreiben. Putin oder Lawrow tun tatsächlich, was sie sagen! Und siekündigen an, was die Konsequenzen sein werden, wenn der Westen dies oder jenes tut. Aber es steht nun außer Frage, daß dieser Krieg nicht enden wird, ohne daß die Ukraine MIT JEDEM TAG, DEN DER KRIEG DAUERT, sein Ende als immer weiter verkleinerter Staat finden wird. Wenn der Westen nämlich seine Interessenslinie so vehement an den Dnjepr schiebt, dann wird auch Rußland jene Zone, die es als Sicherheitspuffer zu brauchen meint, immer weiter nach Westen schieben. 
So nebenbei geht das Gespräch auch auf das - in Wahrehit skandalöse! - Interview mides Spiegel mit Angela Merkel ein, das erst vor Wochen veröffentlicht worden ist. 
Man muß es  unerträglichen Zynismus nennen, wenn Merkel davon spricht, daß Rußland bzw. Putin immer aggressiver geworden sei - wo auch SIE ihn doch pausenlos angelogen und die reale Politik des Westens (und damit auch Merkel-Deutschlands) Rußland ständig weiter provoziert hat.  
Putin hat immer und sehr präzise gesagt, wo seine Roten LInien liegen, aber das hat den Westen einfach nicht gekümmert. Man muß aber den Eindruck gewinnen, daß der Westen sogar so überheblich ist, daß er den Rest der Welt gar nicht ernst nimmt, und deshalb sogar offen lügt. 
Wie im "Gaslighting" wird mit einer Wirklichkeitsillusion gearbeitet, der zuzustimmen der andere (gegen dessen eigener Wahrnehmung) dann verführt wird. Um die Schuld an deren Zerbrechen dann eben diesem in die Schuhe zu schieben.

Donnerstag, 8. Dezember 2022

Die Chance auf Verhandlungen ist verspielt (1)

Wenden wir heute unseren Blick wieder auf den Konflikt in der Ukraeine. Zu dem so viel geredet wird, das wollten wir nicht noch vermehren. Denn über allen aktuellen Entwikclngen an den Fronten in Donbas und Cherson und Saporoschje gilt es die Übersicht darüber zu gewinnen, was da überhaupt in Gang ist. Erst dann kann man abschätzen, was Einzelereignisse bedeuten. 

Und dazu ist das hier eingefügte Videogespräch zwischen Ray McGovern, Alexander Mercouris and Glenn Diesen ziemlich brauchbar. McGovern alleine bringt enorme Kompetenz in die Frage, war er doch viele Jahre direkt für das tägliche Reporting im Weißen Haus zuständig, und bringt Jahrzehnte Erfahrung als Analyst des CIA mit.

Seine Analyse des Geschehens ist überzeugend, nich tnur durch die vielen Details, die er aus eigener Kenntnis beizutragen hat, weil absolut konsistent. Sie läuft aber gleichfalls auf den Punkt hinaus, daß der Konflikt in der Ukraine praktisch ausschließlich das Verschulden des Westens ist. 

Kurz gesagt, was wir gleich noch mit Hintergründen ausfüllen, die vielleicht nicht jedem bekannt sind (aber schon deshalb plausibel wirken, weil sie eben klare Deutungslinien und Übereinstimmungen mit den aktuellen Ereignissen bringen:
Der US-Westen hat seit Jahrzehnten ganz gezielt auf die Verunsicherung Rußlands hingearbeitet. Und er hat das auf eine Weise gemacht, die das Vertrauen der (man muß es mittlerweile so sagen) GESAMTEN ÜBRIGEN WELT zerstört hat.
Auf eine diploatische Lösung, auf einen Verhandlungsfrieen in der Ukraine zu hoffen ist deshalb kaum noch realistisch. Niemand glaubt dem Westen noch. Und niemand weiß, mit wem er es überhaupt noch zu tun hat, wenn er mit den USA verhandelt. 

Dienstag, 15. November 2022

Sind der Rest aber UFOs, aus Parallelwelten und Weltall?

Zwischennachricht - Es gibt einen Grund, warum ich mich an dieser Stelle noch kaum mit Phänomenen wie UFOs oder Paranormalem auseinandergesetzt habe. Es gibt hier Nahtstellen in den Ideen, die ich noch stärker begreifen muß, um sie dann so darstellen zu können, daß ich meine zufrieden sein zu können damit, wie sie nun durch Heranziehung eher alltäglicher Bilder - also meinetwegen mit dem Hausverstand - nachvollzogen werden können.

Denn zwar ist klar, daß der Mensch nur die inneren Bilder sieht - also "die Welt erkennt" - die er in sich trägt, und die dann seine innere Grammatik zusammenhält. Es ist auch klar, daß diese Vorstellungswelten dabei aber nicht, wie der Konstruktivismus meint, die Welt bereits "sind", sondern daß es eine davon unabhängige, uns als "anders", fremd gegenüberstehende "Welt" gibt. 

Es ist ferner klar, daß sich diese im Laufe unseres Lebens von Kindheit an aufbauende Vorstellungswelt in einem Verhältnis zu dem befindet, das wir "Wahrheit" nennen dürfen und müssen, vor allem so ansprechen (!) - weil sie das Eigentliche ist, das die Welt sein läßt weil zusammenhält. Eben DURCH die Beziehungen, die alles zueinander hat, und diese Beziehungen sind solche der Selbsthingabe.

Dienstag, 23. August 2022

Westliche Werte von der heitereren Art (2)

Sanktionspaket Numero 7. Haß verblendet den Verstand - Dabei gibt es ganz kreative Formen, in denen sich ein Haß auf das Volk der Russen abzeichnet, der einen staunen läßt. Polen hat einen Vorschlag, der diesen offenen Bruch mit den EU-Verträgen (Schengen) versüßen will, indem es ein Visum vorschlägt, das nur jeweils begrenzt läuft, dann muß der Russe in eine NIcht-EU-Land, für dieselbe Zeit. Lesen Sie die Zeitungen, werter Leser, man findet fast täglich Berichte über Ideen, wei man die Russen als Volk demütigen und peinigen könnte. Schlägt den Sack, und meint den Esel. 

Den kleingedruckten Teil der Sanktions-Vorschläge, daß jeder Russe am Grenzübergang einen doppelt eingeschlüpften Kasatschok tanzen und dabei "Kalinka" singen muß (VIER Strophen!), sonst wird er als staatenloser Flüchtling behandelt, und zurückgewiesen, hat man vorerst nur hinter verschlossenen Türen diskutieren lassen. 

Montag, 22. August 2022

Westliche Werte von der heitereren Art (1)

Müßten wir uns nicht - alle, in uneren Ländern - bis auf die Knochen blamiert, dürften wir längst herzlichst lachen über die Sondervorstellung, die uns die Politiuk Tag für Tag gibt. Denn eigentlich ist das Stück ja abgespielt, aber auf vielseitigen Wunsch der Akteure wird es täglich verlängert. Der Krieg ist verloren, die Sanktionen wirken nicht, und die Selbstbeschädigung durch das nun drei Jahre konstant anhaltende Bulldozerwettrennen um unsere Ökonomie und unser soziales Leben könnte kaum vernichtender sein, wird deren Verzweiflung immer größer. Ein positiver Coup willl einfach nicht gelingen. 

Also wendet sich der Zorn einmal gegen das eigene Volk, darinnen vor allem gegen jene, die das Maul voll nehmen und es noch dzau immer gewußt haben, und dann gegen die Übeltäter.

Neueste Idee, and er nun jeder wieder in seine Heimatkoje gekrochen ist, um sich darüber Gedanken zu machen, ist die Idee, die Russen selber, also alle Menschen, die in Rußland leben und Kinder zeugen und Häuser bauen und Cremschnitten backen, obwohl die Ukraine sehenden Auges in das Verderben seiner Menschen rennt und obwohl die Westeuropäer schon davor zittern sich ausgiebiger zu duschen, und den Winder fürchten, der kalt werden könnte, das ganze Volk also zu bestrafen. Und zwar durch ein kollektives Einreiseverbot in die EU. 

Samstag, 2. Juli 2022

Was wiederholt sich da? (2)

Ist es da, das Gleiche?Ich erzähle diese Geschichte gewiß nicht zum ersten mal, freilich immer wieder mit neuen Aspekten, auf daß sie immer voller, runder, stimmiger, wahrer werde. Ich erzähle sie aber auch, weil ich das unbedingte Gefühl nciht los werde, daß sie mit dem, was heute passiert, enorm viel zu tun hat. Im Film "Berkeley in the Sixties" (unten ein Trailer) wird sie erzählt, und sie wird gezeigt in ihrem Beginnen, als es um "Freie Meinungsäußerung" geht. 

Hört man genau das nicht auch heute, spricht man mit vielen Menschen gerade jener Kreise, die nicht zufrieden sind, die ahnen, spüren, wissen, daß überall Lüge und Betrug herrscht? Mit "Gegnern", "Leugnern", mit "Nazis" und so weiter also. Und schreibe ich mir nicht seit langer Zeit die Finger wund, daß hier ein Scheinanliegen vorliegt? Und fällt nicht auf - erst vor kurzem habe ich wieder ein (Selbst-)Gespräch des ehem. KenFM angehört, und es war mir exemplrisch, weil auch er nun "ohne Anliegen" dasteht, und sich schpöne Thesen ausgedacht hat, warum er sich nun zürückziehen darf, weil ER NICHTS ERREICHT HAT. 

Freitag, 1. Juli 2022

Was wiederholt sich da? (1)

Es hat 1960 in Berkeley begonnen, und eine Dokumentation zeigt die Vorgänge, die ein neues Zeitalter eingeleitet haben: Aus der Angst der Jungen, sich gegen ein System zu wehren, das zunehmend zu Korruption und brutaler Manipulation übergegangen war, politisch-moralische Anliegen (anderer, die sie ernsthaft betrieben) übernahmen und als Ausreden für das Durchsetzen eigener Interessen benützten, wurde mit dem ersten massiven Einsatz von Polizeigewalt (aus heiterem Himmel, denn die aufgelöste Demonstration war weder eine Demonstration, noch gewaltsam) wurde die Entschlosenheit einer ganzen Generation, die zum Vorbild für alle nächsten Generationen wurde: 

Die Auflehnung gegen den Staat. Der in einem verlogenen, falschen und unglaublich menschenverachtenden Krieg in Vietnam eingetreten war, um angeblich Kulturkampf zu betreiben.

Dienstag, 7. Juni 2022

Da stimmt vieles nicht mehr (2)

Anmerkung*, die eine Aus- und Weiterführung wurde  - Es gibt viele Gründe den Ausführungen von Leuten wie Quigley Carroll Glauben zu schenken. Der als seinerzeitiges MItglied dieser (tatsächlich verschwiegenen und verschworenen) Welteliten um Rhodes, Milner, Rothschild und einigen Königshäusern Europas, vor allem denen von England, Belgien und den Niederlanden.

Wer weiß, vielleicht stimmt, was jemand behauptet, daß auch die Habsburger darein verwickelt sind, ganz ausschließen will ich es nicht. Denn zu auffällig haben deren jüngere Generationen Ziele verfolgt und zu tranceartig verfolgen sie sie noch, die dem Ziel der Entsubstantiierung der abendländischen Identität weil Kultur namens einer marxistisch-nihilistischen, rationalistischen Neudefinition von Gemeinwohl als numerischem Wohlstand, bezeichnen muß. Die Ereignisse rund um die Ukraine und die Rolle, die aktuell Habsburger darin spielen, hat mich endgültig sehr mißtrauisch gemacht. 

Denn auch wenn ein Erzherzog Otto als Kaisersohn seine Sympathien verdient hat - so wirklich den Durchblick hatte er nicht. Viel zu sehr träumen auch seine Nachfahren (und der ganze Hauskreis, der sich darum formiert) einen Zustand herbei, in em sie einfach wieder eine "bedeutende Rolle" spielen können, und dazu bekriechen sie zu auffällig so manche Körpergegend, die hier explizit auszuführen von manchen als unschicklich gesehen werden mag.

Montag, 6. Juni 2022

Da stimmt vieles nicht mehr (1)

Man kann die Substanzlosigkeit des Arguments, daß man sich von einem anderen Staat ökonomisch nicht abhängig machen dürfe, förmlich riechen. Denn genjau das ist ja das Wesen des internationalen Warenaustausches - das, was benötigt aber im eigenen Land nicht erhhältlich ist, wird von einem anderen Ort geliefert. Und das führt immer zu Abhängigkeit, die aber immer auch wechselseitig sind. Selbst wenn als Gegenleistung nur Geld geliefert wird.

Das aber wäre bei der Lieferung russischer fossiler Brennstoffe - Gas, Öl, Kohle -keinesfalls so gewesen. Denn Rußland hat umgekehrt enormen Bedarf an Produkten, die es selbst nicht herstellen, die aber Westeuropa (um diesern konkreten Fall geht es) hat und gerne liefern würde. Ja, auf das sich die Kapazuitäten des Westens sogar ausgerichtet haben.

Donnerstag, 10. März 2022

In der Tradition der Täuschung

Nun hat also der Unsägliche Nehammer im Fernsehen einen hübschen Schweank erzählt. Typisch Reserve-Offizier - von der Welt keine Ahnung - einer Operettenarmee, die nie in der Lage war, das eigene Land zu schützen, weil sie nur als ungeliebter Appendix an ein Budget verstanden wurde, das doch dem Freßbedürfnis des Schnitzeljägers dienen sollte, der zu beruhigen war, weil die größten Nutzen des Staates an die Großen in Industrie und Geldwirtschaft gingen (alleine die "Rettungssumme" der Hypo-Alpen-Adria-Bank betrug das Fünfzehnfache des jährlichen Militärbudgets) Dieser Joscherl hat uns also nun erzählt, daß die bewaffnete Neutraliät Österreich von den Sowjets aufgezwungen worden war.

Ein damals noch Lebender der Verhandlungs- und Unterzeichnerrunde um den Staatsvertrag hat das vor vielen Jahren einmal in einem Interview korrigiert. Die Sowjets haben weder das eine noch das andere verlangt, weil sie es gar nicht für durchsetzbar und die Unbewaffnetheit zumutbar für ein Land hielten. Aber Kanzler Figl und seine Freunde haben sie "dazugeschenkt". Warum weiß eigentlich gar niemand mehr. Sie war halt einfach eine Präposition, die sie dem "neuen Österreich" in die Wiege legen wollten, eine Art Heiligenschein, an dem sich zukünftige Geerationen aufrichten sollten, und die durch die Bewaffnung die Neutralität wirklich ernzunehmen beweisen wollte. Sich und dem Volk gegenüber, Gott gegenüber.

So würde es der Idealist deuten.

Mittwoch, 2. März 2022

Warum es keine beherrschte Atombombe gibt (2)

Aber Reagan fand es witzig, damit zu spielen, und er war sicher nicht der einzige Präsident mit dieser Art von Humor - Dazu muß man wissen, daß die Amerikaner mit solch einer Situation unter Reagan ganz gezielt gespielt haben. Reagan ließ nämlich die Flotte der Atombomber immer wieder - über Nordeuropa und die Ostsee - bis kurz vor die Grenzen des russischen Luftraumes anfliegen, wo sie dann jedesmal wieder kehrt machten. 

Reagan erzählte davon immer mit der Selbstgefälligkeit jemandes, dem ein besonderer Streich geglückt wäre, denn jedesmal hätten dann die russischen Abwehrkräfte, die Flugzeugflotten, die Atombomber, die Abfangjäger, die See- und Landstreitkräfte, voll mobil machen müssen. Um dann unverrichteter Dinge den Alarm wieder abblasen und zu den Heimatstützpunkten zurückkehren zu müssen. (Den umgekehrten Fall müssen die Amis nicht fürchten, weil die Anflugzeiten der russischen Flugkräfte wesentlich länger sind. St. Petersburg kann von der NATO in fünf Minuten angegriffen werden. Die Großstädte der USA nicht unter 60 Minuten, die strategischen Zentren nicht unter Stunden.)

Aber die Wahrheit ist, daß Reagan mit Unglaublichem gespielt hat. Und ein Risiko heraufbeschwor, daß diesem ungebildeten Stohkopf sicher nicht bewußt war.

Dienstag, 1. März 2022

Warum es keine beherrschte Atombombe gibt (1)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe aus wohlüberlegten Gründen keine Angst vor einem "Ende der Welt durch einen Atomkrieg", und schon gar nicht glaube ich, daß die Apokalypse zu unserer Verfügung stünde, es also ganz in unserer Hand läge, sie herbeizuführen. 

Ganz sicher als glaube ich auch nicht an ein Ende der Welt, das in einem Sinn gedeutet wird - und die Anmutung, daß es so gedeutet wird, habe ich bei all dieser Quatscherei über Atombomben und Kriegsgefahren, und zwar schon seit meiner frühesten Kindheit in den 1960er Jahren - daß wir Menschen "in der Lage sind, die Menschheit (oder gar den Planeten) auszulöschen." Ich kann nur den Kop0f schütteln angesichts einer Sichtweise die sich und anderen vormacht, der Mensch wäre in der Lage, gewissermaßen Gott ins Handwerk zu pfuschen, und die Zeit VOR dessen Plan zum Ende der Zeit,m de ein Plan MIT DEM MENSCHEN ist, abzukürzen. 
Diese Macht hat der Mensch nicht. Und es gibt überhaupt unendlich viel mehr, das wir nicht beeinflussen oder gar "machen" könne, als wir glauben. Ja, wir leben sogar UND AUCH HEUTE in einer Welt des Nicht-Machbaren, um es ein für alle mal zu sagen.

Sonntag, 23. Januar 2022

Als die Gottesmutter den 3. Weltkrieg verhinderte (4)

In den Abendstunden des 13. Mai 1984 aber, dem traditionellen Fatima-Tag, zerriß eine gigantische Explosion alle diese Pläne. Binnen eineinhalb Stunden änderte sich der Kurs der Welt. Die Umstände die zu dieser Katastrophe geführt haben, von der - ich wiederhole es - keine westliche Zeitung so berichtet hat, daß ich mich daran erinnerte - sind bis heute nicht geklärt. Man weiß nicht, warum innerhalb eineinhalb Stunden das größten Atom- und Marine Waffenlager der UdSSR in Severomorsk (="Die am Nordmeer Gelegene"), einer Hafenstadt an der nördlichen Pazifikküste im Osten Sibiriens, mit über 1000 Raketen und Atomsprengköpfen, mit einem Viertel des Sprengstoffarsenals (in jeder Weise) der Sowjetunion.

Das war vor allem ein Großteil jenes Waffenlagers, das für den bereits im Herbst geplanten Angriff auf Westeuropa das strategische Rückgrat, wie es die Marine für die Landstreitkräfte bilden hätte müssen.

Eineinhalb Stunden lang flogen Augenzeugenberichten nach die Raketen wiein einem Sylvesterfeuerwerk durch die Luft, schlugen irgendwo im Binnenland ein, oder zerschellten nach kurzer Flugbahn in der Stadt, platzten in der Luft. Gewaltige Explosionen aus unterirdischen Lagern von Bomben, Minen und Torpedos erschütterten die Erde, bis ein einem Atompilz ähnliche Rauchwolke aufstieg, der endgültig Panik auslöste. Denn zahllose Atomwaffen und -träger wurden mit verbrannt, oder durch Explosionen zerstört. Riesige Felsbrocken in der Größe von Häusern wurden kilometerweit geschleudert. Die Behörden begannen schon, die Evakuation des 40 Kilometer entfernten Murmansk vorzubereiten.

Samstag, 22. Januar 2022

Als die Gottesmutter den 3. Weltkrieg verhinderte (3)

Die Änderung der Militärdoktrine um 180 Grad. Der 7. Februar 1981, das Vorspiel zum 13. Mai 1984. Gottes Eingreifen hat den 3. Weltkrieg verhindert.

Die aggressive Außen- und Militärpolitik von Ronald Reagan hatte eine dramatische Veränderung der Lage provoziert. Reagan hatte durch ständige Provokation der Sowjetunion durch "Manöverangriffe" bewirkt, sodaß die Rote Armee pausenlos in Alarmbereitschaft bleiben mußte und Rußland sich nie sicher fühlen konnte. Dazu kamen die Ankündigungen von Verteidigungsprogrammen, die die sowjetische Gegenwehr über Landraketen ausgeschaltet hätte, sodaß nicht einmal noch die U-Boote geblieben wären, weil auc hderen Raketen abgefangen werden konnten. Zumindest mußte man das befürchten! (Ob es je funktioniert hätte ist ein anderes Thema. Die Möglichkeit zhählte. 

Reagan, der noch von Otto von Habsburg als "Sieger des kalten Krieges" gefeiert wurde, löste in der Sowjetunion militärstrategisch ein gefährliches Umdenken aus. Nun spielte Zeit eine Rolle, und rasches Reagieren. 

Aber es kam anders, und es kam so, daß sich die Lsge zuerst einmal noch gefährlicher zuspitzte. Denn am 7. Feruar löschte ein bis heute ungeklärter Flugzeugabsturz praktisch die gesaamte Marine-Generalität der Sowjetunion auf einen Schlag aus

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Um das Absehbare zu verhindern (2)

Teil 2)

 

"Wir haben den falschen Feind bekämpft," war mehr und mehr seine Meinung. Amerika müßte jetzt speziell in der Frontstellung gegen den Kommunismus an einem Deutschland interessiert sein, das möglichst bald wieder ein intaktes Wirtschafts- und Alltagsleben hatte, um als Pufferstaat gegen die Sowjetunion zu stehen. Würde das nicht gelingen, würde auch Amerika dem Kommunismus zum Opfer fallen.
Er bekannte, daß er sich für sein Land schäme, das in seinen Augen in den Maßnahmen gegen die Deutschen auf untermenschliches Niveau gesunken war. Man habe für die Menschenrechte gekämpft, und würde nun Millionen Menschen in die Sklaverei verschleppen, meinte er anläßlich der Überstellung von einer Million deutscher kriegsgefangener Soldaten an Frankreich, wo sie (mit dem Ergebnis hunderttausender Tote) Sklavenarbeit verrichten mußten.

Bei einem Besuch in Berlin im Juli 1945 war er schockiert, als er die Rechtlosigkeit vor allem der deutschen Frauen handfest miterlebte. Wenn sie nicht für Zwangsarbeit verschleppt oder erschlagen werden, werden sie vergewaltigt, schrieb er an seine Frau. 
Die generelle Rechtlosigkeit der Deutschen, die gegen jedes Prinzip verstößt, für das die Soldaten gekämpft hatten, scheint aber nicht nur niemanden zu stören, sondern sogar gewollt zu sein. Er verwahre sich dagegen, daß die Opfer der Soldaten nun durch die Politik zu kriminellen Zwecken ausgenützt würden. 
Alles das würde die amerikanische Armee demoralisieren. Aber das wäre ja wohl Absicht und Ziel des Kommunismus, der überall in den USA gefördert und vorangetrieben würde. Diesem nicht entgegenzutreten würde die Zukunft Amerikas verspielen.

Mehr und mehr sah Patton die Alliierten als die eigentlichen Verlierer des Weltkrieges an. Das Kriegsziel, die Befreiung Europas, würde ohnehin schon verfehlt werden. "Wir haben großartig begonnen, aber das Finale vergeigt!" Wenigstens jetzt also, wo man das Militär noch mobil hatte, sollte man das Richtige tun. Übrigens sind von Winston Churchill ähnliche Überlegungen bekannt. 

Was er sah wurde dem amerikanischen General immer unerträglicher. Bei einem Besuch bei einem französischen General in Paris Ende August 1945 nahm er sich kein Blatt vor den Mund. Man habe das einzige ordentliche und funktionierende Land in Europa zerstört. Und nur, um dem Kommunismus Tür und Tor zu öffnen! Die Deutschen seien nämlich das einzige anständige Volk in Europa. Zu seiner Überraschung, notierte er in sein Tagebuch, teilte dieser seine Meinung. 

Aber Patton war eben Soldat, nicht Diplomat, und ihm fehlte deren schlangengleiche Klugheit. Er hatte somit nicht damit gerechnet, daß seine Ansichten den maßgeblichen (und gerne verborgen agierenden) Kreisen in Washington und New York, vor allem aber der Presse bekannt würden.

So fand er sich bald einer unausgesetzten Medienhetze gegenüber. Was immer er vermeintlich vertrauenswürdigen Politikern mitteilte hatte eben allen verraten, mit wem sie es zu tun hatten. Patton sah darin die Hand der Juden, denen es seiner Meinung nach nur darum ging, erstens den Kommunismus einzuführen, und zweitens, die Existenz jedes Deutschen ohne jüdische Vorfahren zu vernichten. Um jemanden zu zerstören genügte es schon, jemanden als "Nazi" zu bezeichnen.

Umso mehr zieh man ihn des Antisemitismus. Schon längst war er ohnehin der Politik ein Problem. Denn Roosevelt hatte seit Kriegsbeginn alles unternommen, um die in seinen Augen so gute und wichtige Zusammenarbeit mit der Sowjetunion nicht zu stören. Der US-Präsident ließ kein Mißtrauen und keine Kritik an seinen Alliierten zu.

Umoveator ut amoveatur. Befördern um zu entfernen. Mit Oktober wurde Patton als Gouverneur Bayerns abgelöst und zum Kommandeur der 15. Armee ernannt, die sich mit kaum mehr als mit Nachschub befaßte. Er entschloß sich, mit Jahresende zurückzutreten, um dann endlich der Öffentlichkeit reinen Wein einschenken zu können.

Am 9. Dezember 1945, einen Tag, bevor er in die USA abreisen wollte, stieß das Zivilauto, in dem der General saß, bei einem fast lächerlich kleinen Unfall mit einem Militär-LKW zusammen. Der kaum nennenswerte Aufprall reichte aber aus, um dem General einen Halswirbel so zu brechen, daß er gelähmt war. Vermutlich ist er vom Rücksitz aus gegen die Trennscheibe zum Fahrerraum geknallt. 

Am 21. Dezember 1945 verstarb schließlich der 60jährige Held der Nation im Militärhospital in Heidelberg, in das man ihn verlegt hatte, infolge einer Lungenembolie. Die Gerüchte sind bis heute nicht verstummt - und es ist nicht unspannend, die Indizien zu studieren, die den Verdacht beweisen sollen - daß er Opfer eines Mordanschlages war.

Schon kurz nach seinem Tod kam auf, daß einer der engsten Berater des US-Präsidenten Roosevelt, Amber Hiss, der sogar teilweise die Verhandlungen mit Stalin über die zukünftige Aufteilung der Einflußsphären in Europa geführt hatte, ein sowjetischer Spion war.





Mittwoch, 28. Oktober 2020

Um das Absehbare zu verhindern (1)

Wenn General George S. Patton sehr ernsthaft darüber nachdachte, noch im Jahr 1945 die Sowjetunion anzugreifen, so hatte das zum einen natürlich den ideologischen Grund. Patton sah kommen, daß der Kommunismus nach Europa und nach der Welt greifen würde, und zwar genau dadurch, daß man ihn "wie Seinesgleichen" behandelte. 

Jeder Dialog war falsch. Er öffnete nur der Ideologie Tür und Tor und schwächte die eigene Position. Denn die Sowjets nützten lediglich die ehrliche Offenheit, mit der man ihm entgegen kam, um für sich selbst Vorteile zu erlangen, die sie später gegen die freie Welt einsetzen würden. Man dürfe Kommunisten deshalb niemals trauen!

Und so war es ja dann auch, wie die Geschichte zeigt. Politische Macht entsteht aus militärischer Macht, und genau das war das Konzept Stalins, das zu verfolgen er nie aufgehört hatte. 

Patton sah mit jedem Kontakt mit der Roten Armee mehr, das ihn in seiner Ablehnung der Sowjets bestärkte. Er bemerkte in zahlreichen Notizen, wie wenig Disziplin in den Reihen der sowjetischen Offiziere vorhanden war. Viele wirkten auf ihn wie erst kürzlich zivilisierte mongolische Banditen. Sie waren grausam und unbeherrscht. Was immer er sah stärkte sein Urteil, daß man den Russen nicht trauen konnte. 

Aber es gab für den amerikanischen Fünf Sterne-General einen ganz klaren Grund, warum die Alliierten gleich im Anschluß an die Niederwerfung Deutschlands handeln sollten. Wenn klar war, wo es politisch mit den Kommunisten hinführen würde, warum also zögern? Aus militärischen Gründen war die Gelegenheit nicht nur nie günstiger, sondern würde niemals wiederkommen. 

Denn die Sowjets hatten eine eklatante Schwäche, die der erfahrene Militär Patton - er war Sproß einer Familie mit jahrhundertelanger Offizierstradition - sah. Sie hatten keine funktionierenden Nachschublinien mehr, und zwar ganz besonders was Lebensmittel anbelangte. 
Die Rote Armee lebte "vom Land", war aber nun mit der Tatsache konfrontiert, daß nicht nur das eroberte Deutschland völlig verwüstet und zerstört war, sondern auch die dreitausend Kilometer Land bis Moskau! 
Im jetzigen Zustand (Mai 1945) mangelte es der Roten Armee an allem. Sie hatten zu wenige Panzer, Artillerie und Treibstoff. Außerdem waren sie nicht fähig, die Taktik der kombinierten Waffengattungen umzusetzen, die aber schon längst die Schlachtfelder beherrschte. 
Vor allem aber würden die Sowjets nach allerhöchstens fünf Tagen keine Lebensmittel mehr für ihre Soldaten haben. Gebt mir die Vollmachten, meinte Patton schon im Mai 1945, und ich lege Euch binnen weniger Wochen Moskau zu Füßen.

Ein Krieg mit den Kommunisten war ohnehin unausbleiblich, Patton war überzeugt davon. Deshalb dürfte man den Sowjets nicht Zeit lassen, ihre Verbindungslinien aufzubauen. So züchtete man sich selber einen Gegner, der bald enorme Stärke und beste strategische Positionen in Europa hatte. Ein Krieg würde dann viel mehr Blut kosten. Ein Blutzoll, den die USA nur wenige Jahre später in Korea und Vietnam auch tatsächlich bezahlen würden. Und der noch mehr als Mittel der Erpressung die Position im bald folgenden Kalten Krieg erheblich schwächen würde.

Ab nun aber, schrieb Patton nach dem Ende der Kampfhandlungen gegen Deutschland an seine Frau, werden die Sowjets mit jedem Tag stärker, und wir schwächer. 

Warum war ein Krieg nur eine Frage der Zeit? Weil der Kommunismus nach dem Rest Europas (ja nach der Welt) greifen würde. Er ist aus seinem Wesen heraus auf Weltherrschaft ausgerichtet, und wird niemals ruhen, bis er dieses Ziel erreicht hat.

Kommunismus und Freiheit sind unvereinbar. Es kann deshalb niemals Co-Existenz, sondern nur ein "die oder wir!" geben.

Unentwegt warnte Patton davor, die alliierten Truppen so rasch aus Europa abzuziehen. Vielmehr sollte man sich bemühen, Deutschlands Infrastruktur schleunigst wieder intakt zu kriegen. Er selbst tat in seinem Verwaltungsbereich als Gouverneur Bayerns deshalb alles, dieses Ziel unter Nutzung der vorhandenen Verwaltungsstrukturen so rasch wie möglich zu erreichen. Von Entnazifizierung hielt er ohnehin nichts. Denn in seinen Augen war die NSDAP ideologisch nur wenig von den amerikanischen Parteien unterschieden.

In seinen Tagebüchern (die aber leider in "War as I knew it" nur auszugsweise veröffentlicht wurden) schreibt er, daß er angesichts von sehr ernsthaft überlegten Plänen wie dem des Mitglieds des Kabinetts von Roosevelt, Samuel Morgenthau, Deutschland für immer als Industrienation auszulöschen und zu einem reinen Bauernland zu machen (samt einer Dezimierung der Bevölkerung auf die Hälfte), nicht einverstanden sei. 

Er weigerte sich, deutsche Industrieanlagen zu sprengen, womit man fallweise bereits begonnen hatte, und lehnte die üblich gewordene Vorgangsweise ab, Deutsche in die Siegerländer zu deportieren, um dort als Wiedergutmachung Sklavenarbeit zu leisten.

Seiner Ansicht nach dürfe man nicht zulassen, daß die Juden nun Rache am deutschen Volk üben wollten. Das zeigte in seinen Augen aber die wahre Natur jener Menschen, für die Amerika in den Krieg gezogen war. Seiner Meinung nach war auch die häufig geübte Praxis abzulehnen, Deutschen, die individuell keine Schuld hatten aber nun für rechtlos erklärt wurden, Häuser und Wohnungen zu nehmen, um sie Juden oder den vielen displaced persons vor allem aus dem Osten Europas, die sich nun in Deutschland aufhielten, zu geben. Das war für ihn purer Rassismus.

Patton drängte sogar darauf, die deutsche Wehrmacht aufzurüsten, um mit ihr gemeinsam den Schlag nach Osten durchzuführen. Auch jede Andersbehandlung von SS-Angehörigen lehnte er strikt ab. Er sah keinen Unterschied zu den amerikanischen Demokraten.* 
Am Anfang des Krieges waren die SS-Soldaten zwar noch ideologische und oft verbrecherische Elite. Das hatte sich aber im Laufe des Krieges seiner Erfahrung nach völlig geändert. Weil die erste Riege längst gefallen war.**

 

Morgen Teil 2) 


*(Die damals, übrigens, tatsächlich die Partei des Großkapitals und des Rassismus war; Anm.)

**Was gewiß zutraf. Zahlreiche Zeitzeugen und Unterlagen belegen, daß die ersten SS-Soldaten-Verbände nicht nur schlecht ausgebildet waren, sondern durch ihren Fanatismus, mit dem sie kämpften, extrem hohe Verluste hatten.



*121020*

Freitag, 16. Oktober 2020

Und der muß es ja wissen!

Was Hans-Georg Maaßen da vorträgt, werter Leser, ist nicht nur hörenswert. Es spricht sogar aber etwas an, das längst in unseren Gehirnen präsenter sein hätte müssen. Daß es das nicht ist und war haben wir eben jener Unterwanderungsstrategie zu verdanken, auf die der KGB bzw. die kommunistischen Politrucks seit den späten 1950er Jahren umgestiegen sind. 

Was hier vorgetragen wird hat nicht nur die Glaubwürdigkeit aus Logik und Erhellungskraft, aus Offenbarungen wie die aus den Mündern abgesprungener ex-kommunistischer Geheimdienstleute - einige sind auch hier bereits vorgestellt worden - die eindringlich seit Jahrzehnten gewarnt haben. Sondern man muß bedenken, daß Maaßen ehemaliger Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes, also eines der Geheimdienste Deutschlands!, gewesen ist. 

Und er räumt mit so manchem Märchen auf, das uns aufgedrückt worden ist. Beginnen wir einmal bei der Wiedervereinigung. Die bei uns vorgestellt wird und wurde, als wäre sie ein rein demokratischer Akt eines Volkes, das sich erhebt, als logischer Schritt der Gesellschaft. Mitnichten! Es war ein Programmpunkt innerhalb der KGB-Strategie! Zu dem gehörte, die ehemalige SED-Landesführung der DDR abzusetzen, weil die die Theorie nach wie vor zu ernst nahm und das eigentliche Ziel dessen, was HINTER DEM KOMMUNISMUS steht, die Weltrevolution weil damit die Weltherrschaft, nicht wirklich verfolgten. 

IHR DÜRFT AUCH NICHT GLAUBEN; WAS IHR SEHT. Das muß jeder beherzigen, der meint, aus den politischen "Geschehen" auch die Motive und Ziele ableiten zu können. Mitnichten und -neffen! Wer vergißt, daß wir es mit einer politischen Vereinigung zu tun haben, die ganz klar das Ziel der Weltherrschaft verfolgt, und zwar von Anbeginn seines Bestehens an, und die daraus noch dazu nicht einmal ein Hehl gemacht hat, dem ist nicht mehr zu helfen. 

Und wir sind so weit. Maaßen sagt es: Im Westen meinte man, Kommunisten seien Sozialdemokraten, die halt ein bißchen mehr wollen. NEIN. Kommunisten sind Menschen, die ein anderes System wollen! Auch die DDR kann nicht auf zwei Sündenböcke reduziert werden, auf das MfS und die SED. Man vergißt, daß sogar die Ost-CDU und sogar die Kirchen überzeugte Kommunisten waren. Das heißt nach 1990 die Integration der Ost-CDU in die CDU einfach zu integrieren. Die Folgen - Merkel! - liegen auf der Hand. Plötzlich betreiben christlich-demokratische Politik Menschen, die in Wahrheit Kommunismus wollen (und das "mit menschlichem Antlitz" verhübscheln).

Man ist kein Verschwörungstheoretiker, wenn man aufhört, an den Weihnachtsmann zu glauben. Und dieser naive Glaube beherrscht nach wie vor unser Denken. Und das nicht zufällig! Sondern als Teil einer Strategie, die - hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben - zehn Jahre später Westdeutschland wie eine reife Frucht in den Schoß des Kommunismus fallen hätte lassen. Die Integration der DDR war aber der schnellere und elegantere Weg, als Taktik im Rahmen der Perestroika-Verwirrung, die man im Westen ausgelöst hat.