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Mittwoch, 21. August 2019

Bückware Monarchie

Es wird immer sichtbarer - wenn man denn noch zu sehen vermag - daß der heutige Mensch (vor allem des Westens) in einer Gespaltenheit lebt, die als Konflikt zwischen dem ontologischen Anruf und der faktischen Welt und ihren Machtgefügen zu begreifen sind. Dazu muß man den Menschen (und die gesamte Welt, das Seiende sohin) als nur in dem Maß seiend wissen, als er am Sein teil hat. Somit ist jede Abweichung von der vorgegebenen Ordnung aller Dinge (im Wissen Gottes, als Analogie dazu), ohne die nichts überhaupt wäre, ein Schritt der Nichtung. Das fühlt der Mensch zutiefst. Die göttliche Ordnung muß also per se nicht "befohlen" werden, sie ist nicht positivistisch, sondern sie ist auf eine Weise jedem zugängig weil allem grundgelegt, und man muß sie nur ergreifen und erfüllen. 

Eine Kultur, die überhaupt erst eine solche ist, ist nunmehr eine Realisierung dieser ontologischen Ordnung in die Welt hinein. Die kulturelle Ordnung, sofern sie Bestand haben will, ist eine institutionalisierte Umformung eines zutiefst aus dem Realwerdungswillen der Ordnung des Seins drängenden, auffordernden Willens. (Sein, Erkenntnis hat also immer auffordernden Charakter.) 

Bewegt sich diese Kultur in ihrer faktischen, historischen Form von dieser natürlichen Ordnung, die sie einmal mehr oder weniger ausdrückte und real werden half oder real werden ließ (Kultur ist auch Geburtshelfer), weg, so wird sie zu einem immer größer werden Widerspruch zu dem, was jeder Mensch in seinem Innersten aber als notwendig empfindet. Was den meisten und zum allergrößten Teil gar nie bewußt wird (sondern in der Tradition lebt).

Hat aber die faktische, historische Kulturlandschaft Macht (und das hat sie immer, sonst wäre sie nicht vorherrschend), beginnt mehr oder weniger jeder Einzelne, sich mit diesem Widerspruch zu dem, was er eigentlich will (aber zu dem er nicht den Mut findet, weil er sonst in Widerspruch zu seiner Umgebung gerät, und das ist an sich ebenfalls gegen seine menschliche Natur gerichtet), zu arrangieren. Es baut sich eine Welt der Bückware auf, wie wir es hier bereits öfter als Metapher dargestellt haben. In der versucht wird, einerseits den autoritativen Ansprüchen formal zu genügen, diese zu erfüllen, doch anderseits die wahren Antriebe immer dieselben bleiben: Seine ontologisch vorgegebene innere Grammatik und Struktur.

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Das führt dazu, daß wir in der Gegenwart unter dem formalen Anspruch einer Demokratie beziehungsweise einer Wertelandschaft leben, die aber dem ontologischen Anspruch widerspricht, jedoch einzig jene Kraft darstellt, die uns zum Handeln weil Dasein treibt.

Diese innere, ontologisch vorgegebene Struktur ist die der Dreifaltigkeit, also des Zueinander der drei Weltsäulen, und in dieser Weise monarchisch, hierarchisch. Somit werden wir in den historischen Formen unserer Zivilisation immer nur innere Strukturen finden, die in sich monarchisch sind, aber als Material ihrer Realwerdung eine faktische Struktur des anti-hierarchischen haben (die auf diese Weise reine Behauptung bleibt).

Was immer wir also im Tagesgeschehen erblicken, ist nur dort substantiell und von Bedeutung, wo die monarchischen Strukturen - machen wir es so einfach wie möglich - real sind. Auch wenn sie in der Sehlandschaft des a- oder anti-monarchischen nur zum Teil sichtbar und real werden konnten.*

Illustrieren wir es so gut es geht: Man nehme die Klimabewegung. Sie ist inhaltlich völlig gleichgültig und irrelevant. Aber darum geht es auch gar nicht. In ihr drückt sich ein monarchisches, hierarchisches Streben aus, darum geht es, das Wege sucht, die Gesamtordnung (einer Monarchie) zu etablieren. Die auf diesem Weg etabliert natürlich nur als Zerrform der Diktatur beziehungsweise des Totalitarismus erscheinen kann. 

Denn je weniger die faktischen Lebensformen der ontologischen Anforderung und Ordnung entsprechen, umso vehementer (weil überlebensfordernder) wird die Forderung der Etablierung einer nur monarchisch möglichen Volkseinheit.

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Um es noch weiter zu überspitzen: Es GIBT überhaupt keine Demokratie, die so wäre, wie wir sie glauben, uns denken oder wie sie uns vorgemacht wird. Wir leben vielmehr in einer Spukwelt, die von Text-Kulissen gebildet werden - die wir nie verlassen dürfen, noch das auch wagen - die mit dem, was sich wirklich abspielt, was sich gewissermaßen leiblich, fleischlich abspielt, so gut wie nichts zu tun haben. Denn diese Vorgänge, also die wahren Vorgänge, in denen wir stehen und leben, und nach denen wir sogar (unbewußt) handeln, sind Versuche, der einzig menschengemäßen Form einer Gesellschaft (als Gemeinschaft) zu genügen. Und darin ist alles hierarchisch und monarchisch.

So daß das größte Problem ist, daß wir aufgrund nicht zutreffender Begrifflichkeiten, die unsere Sprach- und damit Denkwelt ausmachen, nicht in der Lage sind, unser reales Leben zu denken. Und damit schöpferisch zu gestalten. Das ist deshalb gefährlich, weil es dem Räubertum Tür und Tor öffnet. Jenem Räubertum, das jene entwickeln, die sich graduell weniger als die Allgemeinheit um die Texturen des öffentlichen Raumes und Disputes scheren, oder die gar wissen, daß er Scheintheater ist.

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Dies ist auch der Grund, warum so manche öffentlich heftig geführte Diskussion völlig ziel-, halt- und substanzlos ist. Und dazu gehört auch die Diskussion über die "Meinungsfreiheit", wie sie derzeit geführt wird. Die vielfach sogar nur ein Kampf Einzelner ist, die Macht und Autorität haben wollen. Aber im Ganzen ist es ein wildes Herumfuchteln von Blinden in dunklen Räumen.




*Deshalb werden auch in einer Demokratie immer jene Figuren den größten Zuspruch genießen, die der monarchischen Grammatik - auch wenn diese Begriffe an dieser Stelle extrem simplifiziert sind - am besten entsprechen. Schon gar, wenn sie Ähnlichkeiten mit der Tradition und Vergangenheit des betreffenden Volkes haben. Vergesse der Leser "Inhalte"! Es geht um Gestalten!





Neulich nicht nur in Georgien

Was davon zu halten ist? Der VdZ weiß es nicht. Einen seltsamen Geruch hat es allemal, nicht nur für die Anrainer an eines jener streng abgeschottet gehaltenen, durch Verträge mit der Regierung außerhalb aller Sanktionierbarkeit gestellten US-Laboratorien. Von denen die USA weltweit dutzende betreibt. In diesen wird sehr wahrscheinlich und gegen alle internationalen Verträge an der Erforschung und Entwicklung von Bio-Waffen gearbeitet, die Krankheiten auslösen sollen, indem sie das individuelle menschliche Immunsystem zumindest kurzfristig überfordern. 

Wie es eben das Wesen von biologischen Waffen, ja von Waffen generell ist. Worunter sowohl direkte Krankheitserreger zu verstehen sind, wie auch genetisch veränderte Insekten, die Mensch oder/und Tier befallen und Krankheiten auslösen können bzw. sollen. Als Verbreitungskonzept sollen unter anderem Drohnen dienen, die über feindlichen Abschnitten solche Insekten ("Insect Allies") oder Gifte freisetzen, um allfällige Gegner auszuschalten oder zumindest schwer zu beschäftigen. Oder in Projektile eingearbeitet sind, die beim Auftreffen Gifte oder Viren freisetzen. Intimere Kenner der Prophezeiungen des Alois Irlmaier werden da aufhorchen. Hat der nicht genau solche Kriegsführung schon vor 60 Jahren vorhergesagt?

Hier eine Dokumentation der bulgarischen Journalistin Dilyana Gaytandzhieva, die als eine von zahlreichen Journalisten die Lage vor Ort erkundet hat und das Lugar Center in den Mittelpunkt stellt. Und viele zu Wort kommen läßt. Investigativjournalismus, der buchstäblich weltweite Resonanz erzeugte. Nimmt man die Medien unserer Länder aus, die die Sache nie als berichtenswert einzuschätzen schienen. Dabei sind die Vorgänge rund um das Lugar Center in Tbilisi (Tiflis), der Hauptstadt von Georgien, zumindest höchst suspekt. Wo Forschungselemente sogar per diplomatischer Post (also gegen lokale Justiz und Exekutive immun) transferiert werden. Solche Laboratorien gibt es in zumindest fünfundzwanzig Staaten der Welt.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die ohnehin in allen militärischen Bereichen schon seit langem übliche Praxis, konkrete Aufgaben an private Unternehmen zu übertragen. Damit entzieht man sie der Kontrolle des US-Kongresses. Das betrifft (wie Snowdon 2013 offenlegte) auch längst die extrem umfassende Sammlung von Daten zur weltweiten Bevölkerungsüberwachung, die im offiziellen Budget nur als "Unterstützung von Verteidigungsleistungen" aufscheinen. Und damit schon längst eine Parallelregierung installiert haben, bei denen man spekulieren kann, ob sie nicht längst die eigentliche Macht (nicht nur in den USA) übernommen haben. In diesem Fall ist die erst jüngst gegründete "Defense Thread Reduction Agency" im Spiel. Aber wann hat man Aggression NICHT mit Selbstverteidigung begründet?

Dennoch ist und war hierzulande von solchen an sich nicht widerlegbaren Dingen nicht ein Wort zu hören oder zu lesen. Es geht also auch hier nicht um Verschwörungstheorien, sondern um Seltsamkeiten, die durch Indizien schreckliche Verdachtsmomente nähren. Was ist etwa davon zu halten, wenn das Pentagon in seinen offiziellen Ausschreibungen Hinweise dafür liefert, daß man sich besonders um Krankheitsresistenzen und -dispositionen speziell von "slawischen", dabei sogar exakt von "russischen" Menschen zu interessieren scheint? Man nennt das in den US-Papieren "Ethnic Bio-Weapons". Zumindest hat man Vladimir Putin damit gute Argumente geliefert.

Verdachtsmomente, denen sich unter anderem aber auch ein deutscher freier Journalist, Mark Hegewald, der als MARKmobil auf Youtube auftritt, nachgegangen ist. Ein Sendeformat, das im übrigen durchaus sehenswert ist und den Eindruck verstärkt, daß heutiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk pure Steuergeldverbrennung sein könnte. Der VdZ muß zugeben: Ganz überzeugen ihn Marks Rechercheergebnisse nicht immer. Aber immerhin hat der auf eigene Faust und auf eigenes Risiko agierende Mann Mut und Freisinn genug, um sich den Dingen vor Ort zu widmen, um sie aus eigener Sicht zu schildern. Den nicht nur naiven, sondern abgeschmackten Pazifismus, den er ab und an wie so manche zutage legt, als wäre der eine bessere Art von Gutmenschentum, wo er doch eine Form der Flucht vor Verantwortung unter Bezug auf einen substanzlosen, verlogenen Autonomismus ist, wollen wir hier mal übersehen.

Und naiv, oberflächlich, dabei durchaus sympathisch, ja nett, sind auch die vom VdZ gesehenen paar Folgen von MARKmobil. Dagegen war ja "Unsere kleine Farm" noch subversiver, weil wenigstens reaktionär. Warum der Macher also, wie er oft betont, von Youtube usw. "verfolgt" werden soll, ist dem VdZ nicht nachvollziehbar.  Oder reicht zur Zensur schon, NICHT wie so viele ständig und explizit mit dem Gehirnprügel der political correctness auf den Zuseher einzudreschen?

So nebenbei weist eben dieses Format MARKmobil aber, zum Thema zurück, auf Vereinbarungen zwischen in solche Forschungsanstalten involvierte Pharmaunternehmen hin, in deren Führung höchste ehemalige US-Politiker eingebunden sind, die ihnen etwa in Europa über Monopolvereinbarungen für Hepatitis-C-Medikamente astronomische Gewinne zusichert. Das "Umsatzpotential" dafür ist allein in Europa so gewaltig, daß es die gesamten Vermögenswerte Österreichs übertrifft. Das fundamentum in re bestätigt dabei auch eine gerichtsanhängige Klage von "Ärzte ohne Grenzen", die sich allerdings nur auf diesen Kostenaspekt konzentriert.

Wenigstens in diesem Interesse zur Konfrontation mit Tatsachen steht MARKmobil in einer guten Tradition deutschen Journalismus. Man denke an Leute wie Peter Scholl-Latour, dessen Hinscheiden spürbar eine ungeheure Lücke in unserer Informationswelt hinterlassen hat. An sein Format als Welterklärer kommt MARKmobil leider nicht heran, denn dazu hatte Scholl-Latour etwas, das den jüngeren Generationen längst fehlt: Eine umfassende klassische Bildung, im besten Sinn, also einen geistigen Horizont, der aus der Gesamtordnung heraus die Rolle einzelner Fakten und Daten zu bewerten wußte. Und deren Analysen deshalb nicht dem Wind aktueller Strömungen unterliegen, sondern gewissermaßen "zeitlos" gültig bleiben.




Hier nun ein legendäres Interview mit dem nach Moskau geflüchteten, ehemaligen Sicherheitsminister Georgiens (unter Saakaschwili), Igor Giorgadze, das Russia Today 2018 geführt hat. Der anhand von Dokumenten nachweist, daß es unglaubliche Vereinbarungen zwischen im Auftrag des Pentagon agierenden Chemie- und Bio-Firmen gibt. Nun ja, das funktioniert ja immer: Man suche sich mit einem 21,5 Milliarden Dollar Budget (Pentagon, offiziell ausgewiesene Zahlen für Biowaffen-Forschung) ausgestattet korrupte Regierungen, die jederzeit Geld, innen- wie außenpolitische und möglicherweise handfeste Unterstützung (Rüstungsgüter, Berater) braucht, um an der Macht zu bleiben, und dafür gerne bereit ist, solchen Umtrieben als Gegenleistung Tür und Tor zu öffnen. MarkMOBIL meint sogar handfeste Indizien dafür gefunden zu haben, daß ganz Georgien zu einem regelrechten Labor für Versuche an Mensch und Natur geworden ist.







Dienstag, 20. August 2019

Auch eine Krise des Polarbären hat es nie gegeben (2)

Teil 2) Mehr als Propaganda scheint nicht mehr in Reichweite.
Aber auch Walrosse sind in keiner Krise.

 
 
Poel nimmt dann (12.30 min) auf einen populär gemachten Film Bezug, in dem einfach so behauptet wurde, daß die gezeigten drastischen Bilder - Walrosse, die über eine Felswand stürzen, wo eine große Zahl bereits toter Walrosse liegen - eine Folge des Klimawandels darstellten. Als Begründung wurde genannt, daß wenn es See-Eis gegeben hätte, die Walrosse auf dem Eis gewesen wären, sich nicht auf dem Fels beziehungsweise am Ufer der Küste bewegen hätten müssen.  

Crockford hat sich auch mit Walrossen befaßt. Und sie meint, daß da ein falscher Rückschluß gezogen werden. Es ist bekannt, und zwar seit hundert Jahren, daß es immer wieder zu solchen Massentoden gekommen ist und kommt. Diese haben jedoch nichts mit Eis oder Land zu tun, sondern sind immer dann zu beobachten, wenn ihre Zahl sehr stark angestiegen ist. Der im Film gezeigte Küstenabschnitte von dreißig Kilometern wies zu diesem Zeitpunkt eine Bevölkerung von 100.000 Walrossen auf.  

Was man aus allen diesen Überlegungen wegläßt ist, daß die Bevölkerung von Walrossen einen ständigen Zyklus erfährt, einmal steigt, dann wieder fällt. Wenn die Zahlen zu groß werden, fressen sie zu viel von der zur Verfügung stehenden Nahrungsmenge. Damit fressen sie ihre eigene Lebensgrundlage weg, und eine große Zahl von Tieren beginnt zu hungern - die Zahlen gehen wieder zurück. 

Heute werden sie vor Jagd geschützt. Das hatte die Folge, daß ihre Zahl in den 1970ern zu steigen begann. Es war also zu erwarten, daß sie wieder zurückgingen weil mangels Nahrung verhungerten. Wie es in den 1990er Jahren beobachtet worden war. Um anschließend wieder zu steigen. Um nun zu sehen, daß die Bestandszahlen sogar höher liegen als in den 1970er Jahren, möglicherweise sogar ihr größtes Ausmaß seit über einem Jahrhundert haben (wo sie noch bejagt worden waren). Der wahre, biologische Grund dafür, warum sich Walrosse an den Stränden aufhalten, liegt also darin, daß es heute so viele - zu viele - gibt. Mit Klimawandel hat das alles nicht das Geringste zu tun. 

Ja, sie halten sich nur am Strand auf, weil es kein Eis gibt, das stimmt, und dort verhungern sie. Aber das hat es auch bisher jedes Jahr gegeben, nämlich im August und September! Und jedes Jahr haben sie sich dann am Stand und auf den Uferklippen aufgehalten. Daran ist nichts Außergewöhnliches. Alarmistische Berichte wie der auf Netflix produzierte sind eine glatte Lüge. Mit der nur eine nächste Propaganda-Ikone aufgebaut wird.

Den Fehler hat Susan Crockford gemacht. In dem sie es gewagt hat und wagt, sich auf das zu beschränken, was es aus wissenschaftlicher Sicht zu sagen gibt. Und das hat in diesen Fällen eben nichts mit Klimawandel oder -katastrophik zu tun, die jeden für "schuldig" erklärt, der nicht einfach etwas "anderes" sagt, sondern der schon lange zuvor nicht in dieselben Propagandatröte bläst, zu der sich das Thema entwickelt hat. In dem jedes Pimperlblatt und jeder Zumpferlzupfer (oder der hier) mittlerweile beweist, daß er zur großen weiten Welt der Geistesgrößen und Heiligen gehört. Welcher Nimbus ihm das Recht gibt, vor sich hin zu phantasieren und alle unter Druck zu setzen, die Autorität, Status und vor allem die Macht gefährden, die über die Keule Klimawandel aufgebaut wurde. Die jedes Recht außer Kraft setzen, um vor allem die eigentliche Macht, die nur das Sein - und dieses immer - hat (weshalb Linke immer revolutionären Charakter haben werden, den Status des ungefährdeten Machtinnehabens nie wirklich erfahren: sie stehen gegen das Sein), zu stürzen.

Crockford erzählt, daß sie sehr wohl auch von Wissenschaftlern, die wie sie am Thema Polarbär arbeiten, Zuspruch und Bestätigung erhalten hat und mit vielen in Kontakt ist. Nur sind sie sehr vorsichtig, sich öffentlich zu äußern, weil sie Nachteile befürchten. Denn das Thema hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun, es ist zum reinen Politikum geworden. Das hat damit zu tun, daß die Polarbären einerseits eine "charismatische Art" sind, an die man viel Symbolkraft geheftet hat, und die als erste Art für programmatisch für das ganze Thema Klimaerwärmung erklärt worden sind. Dieses Symbol, das man seit den 1970ern aufgebaut hat, muß auf jeden Fall erhalten bleiben! Und wird ja deshalb immer wieder aufgewärmt. 

Die Forscher, die Personen, die sich seit langem mit dem Eisbären befassen, wurden lange Zeit wie Götter behandelt, sagt die Eisbärenforscherin Susan Crockford in diesem Gespräch mit Marijn Poels. 

Man hat ihnen vertraut, hat ihren Aussagen geglaubt, daß sich am dräuenden Tod des Polarbären das Schicksal der Welt ablesen ließe. Niemand hat mit wissenschaftlichem Anspruch diese Aussagen hinterfragt, weil es zum einen nur ganz wenige Forscher gab, die sich überhaupt damit befaßt haben, und weil man zum anderen über den Eisbären so gut wie nichts wußte. Das hat viele Wissenschaftler, die diese alarmistischen Behauptungen aufgestellt haben, daran gewöhnt in einer Umgebung zu leben, die ihre Aussagen nie hinterfragt hat. Die Klimadebatte hat diese Forscher dann in eine Art "Rockstar-Status" gehoben. Das hat bei manchem eine Haltung bewirkt, in der er sich für unantastbar und sehr wichtig sah, dessen Aussage den Rang einer göttlichen Offenbarung hatte. So daß es niemand je wagen durfte, sie zu hinterfragen.







Den Henker selbst geboren (2)

Teil 2) Will die AfD wirklich nur den besseren Liberalismus?



Aber das ist eben der Irrtum. Verstehen, begreifen ist von der ontologischen - also der Existenz vorgängigen, damit zu erfüllenden (und erst dann kann man den Schritt vom Dasein zur Existenz vollziehen, dem eigentlichen Lebensvollzug somit) - Position nicht zu trennen. Denken ist nicht einfach eine logisch-neutrale Bewegung, die jedem zugängig ist, sondern es ist an die Grammatik des Daseins eines Menschen gebunden. Und darauf bezogen. Das heißt, daß sich in eines Menschen Denken immer (und untrennbar weil grundlegend, also vorgängig) eine Antwort seines individuellen Ortes zum Gefüge des Gesamten ausdrückt. Damit hat jede Gesellschaft in sich eine Hierarchie, eine hierarchische Ordnung zur Grundlage aller ihrer Individuen, und ihr Wohlergehen, das Gemeinwohl, hängt von der Erfüllung dieser Anforderungen aus dem individuellen Ort ab. Der selbst es ist, der ein gesellschaftliches Insgesamt zum Gelingen führt, oder nicht. 

Der Anspruch, durch "Leistung", durch "Können" einen Platz zu erringen, ist deshalb ein grober Unfug weil Irrtum. Auch Können, auch Leistung bezieht sich auf diesen Ort, in den man hineingeboren wurde, und ist nur Leistung im Rahmen der Antwort auf die Anforderungen, die dieser Ort stellt. Die zum der Aufklärung entstammenden Mythos unserer Kultur gewordene Illusion, daß "jeder alles und jedes können könne", so er nur wolle, so er sich nur durchsetze (und das sei dann ja die Leistung), ist ja selbst nichts als ein nützliches Instrument in der Hand der Wenigen, die dem anderen ihr Geburtsrecht (jawohl, denn darum geht es) absprechen wollen, so es ihnen behagt. 

Und ihre Unzufriedenheit auf ein Gesamtsystem umlegen, das schon bei oberflächlichem Nachdenken gar nicht allen möglich sein KANN. Aber dem Usurpatoren dient, seine eigene Unrechtshandlung, das unrechtmäßig Angeeignete, der unrechtmäßig besetzte Ort, vor einem Absoluten (weil Weltgesetz) zu rechtfertigen. Um sich dann umso brutaler, umso schamloser der anderen, die es "nicht so weit gebracht" haben, zu bedienen. Im mindesten durch das, was E. Michael Jones so elegant "State sponsored Usury" nennt, also vom Staat geförderten Wucher. 

Die Freiheit der Rede ist nur in einem Punkt von Bedeutung - als Symptom. Als Symptom einer Gesellschaft, in der letztlich jeder mit seinem Platz zufrieden ist. Und von diesem aus was immer ihm auch begegnet entgegnen kann, weil er in keinem Punkt um den Verlust dieses Platzes fürchten muß.  Die Betulichkeit, mit der sich so mancher heutige Diskurs auf "freie Meinungsäußerung" bezieht, legt den Verdacht nahe, daß diese Betonung vor allem deshalb so markant wurde, weil jeder um seinen Platz fürchten muß. Und die "Rechten" (in der Regel lediglich bedrängte Liberale) nicht zuletzt deshalb, weil sie längst ins Hintertreffen gekommen sind, denn die Linke ist auf diesem Markt der Kräfte cleverer, rücksichtsloser und offener machtbezogen vorgegangen. Wozu ihnen die Liberalen aber alle Wege geebnet haben.

Gerade der Toleranzgedanke, dem Jongen hier einmal mehr breitritt, ist ja gar keine Toleranz, sondern das Prinzip der Auflösung des Eigenen. Toleranz kann es nur dort geben, wo der jeweils Eigene für sich bestehen bleibt, aber jedes Eigene hat Grenzen, ab denen es gefährdet ist. Tolerante Gesellschaften kann es also nur geben, wenn die jeweiligen Eigen-Gruppen weitgehend für sich stehen, also in Segregationsgesellschaften. Zu sagen, daß das Problem des Islam wäre, daß er die Aufklärung - als Auflösung der eigenen Gestalt in Rationalismus - nicht durchgemacht habe, ist gelinde gesagt naiv und wirkungslos. 

Denn der Gedanke der Toleranz wirkt jeder wahren Gemeinschaftsbildung an sich bereits entgegen. Als Staatsform ist er nur im Reichsgedanken realisierbar, wo die Reichsleitung als überspannender Bogen über an sich unvereinbare Gemeinschaften (die es nur auf der Grundlage der Religion geben kann) gewisse Agenden (Außenpolitik, Gesamtverteidigung, manche gruppenübergreifende Anliegen) sinnvoll werden kann. Sonst landen wir genau dort, wo doch keiner hin will: In der Multi-Kulti-Gesellschaft, deren Merkmal es ist, daß es eben gar keine Kultur mehr gibt. Aber auch Jongen scheint dem fatalen Mythos aufzusitzen, daß es so etwas wie eine gemeinschaftliche "deutsche Kultur" gäbe. 

Damit verrichtet er aber das Geschäft der Linken, mit ihrem Universalismus, der jede aus der Landschaft, den dort lebenden, geborenen Menschen, den Lebensformen und regionalsten Traditionen, persönlichen Verbundenheiten und Bräuchen geformte Art im Namen überspannender, universalistischer "Werte" auflöst. Auch die AfD scheint also nur einen Universalismus durch einen anderen ersetzt sehen zu wollen, der nur ein wenig geringeren Umfangs ist als eine explizite "Weltgesellschaft". Seltsamerweise steht sie damit auf derselben Rennbahn wie der Islam! Damit bleibt wieder dieselbe inhaltslose Leier von "Keine Toleranz den Intoleranten", die nicht aufhört, eine liberale Gesellschaft zu fordern. Mit denselben Schlagworten, wie sie die Linken im Schilde führen: Emanzipation, Emanzipation, Emanzipation.

Der Vortrag bleibt somit das, was wir von Liberalen allzu gut kennen: Ein Lamento, was halt nicht paßt, mal mehr, mal weniger berechtigt. Aber ohne letztendlichen Sinnhorizont, der über den Liberalismus, den wir heute haben, hinausweist. Die Forderung nach Vernunft ist damit nur die Forderung, Politik mit ein bißchen mehr Rationalismus zu betreiben. So daß man schon sagen muß: Wenn das alles ist, was die AfD vorzubringen hat, kann man jetzt schon sagen, daß sie nicht die Kraft ist, auf die manche warten. Nur deshalb warten, weil die geistigen Grundlagen dieser politischen Kraft eine widersprüchliche Suppe sind, die nur ein Aufguß eines bestenfalls "besseren" Liberalismus" ist. Das Rückgrat der Wahrheit ist sie jedenfalls nicht. Und es schleicht sich ein seltsamer Verdacht ein, was das Theater um die AfD, das die übrigen Parteien inszenieren, überhaupt soll.








Montag, 19. August 2019

Auch eine Krise des Polarbären hat es nie gegeben (1)

Es ist nur ein Nebenthema, aber durch die Propaganda zu einer Hauptsache geworden. Und sie ist exemplarisch für die Art der "Information", mit der wir heute überschwemmt werden, und uns überschwemmen lassen. In einem Interview mit der kanadischen Polarbären-Forscherin Susan Crockford arbeitet Marijn Poels heraus, was es mit diesen erschütternden Bildern, die uns seit Jahrzehnten belästigen, und die Eisbären zeigen, die angeblich von der Erderwärmung an den Rand ihrer Existenz gebracht wurden und ums blanke Überleben kämpfen. Denn die Eiswürfel, von denen sie bislang gelutscht haben, gingen angeblich aus.

Das Fazit der Forscherin, die sich seit 35 Jahren mit den Polarbären im nördlichen Erdkreis befaßt, ist rasch zusammengefaßt: Die behauptete Krise des Polarbären in Zusammenhang mit einer Erderwärmung hat es nie gegeben, und gibt es nach wie vor nicht.  Wie aber war es möglich, gerade um diese Tiere einen ikonenhaften Status aufzubauen, der sie zum Symbol der Erdvernichtung durch den Menschen machte, obwohl nichts daran stimmt? Hat das vielleicht sogar nur damit zu tun, daß PR-Manager Teddybären (und für die war der Polarbär ursprünglich Vorbild) nach wie vor zum Inventar jedes bei uns Heranwachsenden gehören, elegant zur Meinungsmanipulation einsetzten?

Die Lüge begann in den späten 1990ern. Wo weltweit die Medienberichte über den angeblich menschengemachten Klimawandel als die Endzeitkatastrophe der Menschheit sprunghaft zunahmen. Damals tauchten die ersten Berichte auf, die vorhersagten, daß das Eis am Nordpol dramatisch abschmelzen werde. Man suchte dazu Illustrationen, die dem Bürger das angebliche Geschehen am Nordpol möglichst emotional nahebrachten. Und wie ließ sich das besser illustrieren als durch dramatische und dramatisierte Einzelaufnahmen von Eisbären, die einsam auf einer Eisscholle treiben, und mit dem Verhungern kämpfen? Er sei das erste Opfer der menschlichen CO2-Verschleuderung.

Heute schätzen Naturforscher, daß es mindestens 39.000 Polarbären im nördlichen Erdkreis gibt. Und um diese Zahl herum hat sich die Zahl der Bestände immer bewegt, in einer relativ großen Schwankungsbreite, die aber immer schon bekannt war. Niemand kann auch heute ernsthaft davon sprechen, daß sein Lebensraum gefährdet ist, und niemand konnte jemals ernsthaft solches behaupten. Alle solche Thesen waren und sind auf bloßen Schreibtischmodellen aufgebaut, die mit den realen Geschehnissen nichts zu tun haben. Die prognostizierten, daß im Jahre 2050 durch den angeblich erwartbaren Rückgang des Polareises um 43 Prozent zwei Drittel der Polarbären verschwunden seien. Gegen Ende des Jahrhunderts wären sie dann sogar völlig ausgelöscht.

Aus ihrer subjektiven Einschätzung heraus, daß man die Überlebenskraft von Tieren weit unterschätze, begann Crockford, sich näher damit auseinanderzusetzen. Denn was sie seit je an ihrer Forschung am meisten fasziniert hat ist die erstaunliche Anpassungsfähigkeit sämtlicher Tierarten. Sie fand rasch heraus, daß die Klimamodele mit ihren Vorhersagen über ein Artensterben auf keinerlei Beobachtungen zurückgreifen konnten. Sie hat festgestellt, daß die von Geologen für 2050 vorhergesagten Lebensbedingungen sogar bereits 2007 erreicht waren, also viel früher. Als hätte man die Folgen ebenfalls sehen müssen, wenn man da sagte, daß bei diesem und jenem Rückgang des See-Eises im Norden auch der Polarbär darunter leiden würde. 

Sehr rasch stellte sie fest, daß es global nicht das geringste Anzeichen für den vorhergesagten Rückgang der Zahlen von Polarbären gab. Im Gegenteil, sie hat sogar eine leichte Zunahme in den Bestandszahlen entdeckt, und das war das Gegenteil der Vorhersagen. Die Zahlen sind nicht genau feststellbar, aber es könnte heute sogar bis zu 60.000 Bären geben!  

In mittlerweile zwölf Studien wurde nun untersucht, wie sich die DNA des Polarbären von der des Braunbären im Süden unterscheidet, von dem er abstammt. Eine Entwicklung, die über einen Zeitrahmen von 600.000 bis 450.000 Jahren geschah. (Was wir natürlich für völlig falsch halten, aber das ist ein anderes Kapitel. Denn gerade die Altersforschung von Arten über DNA-Untersuchungen, die Zufallsmutationen zur Grundlage hat, geht von Voraussetzungen aus, die wir für einen zirkelschlußartigen Irrtum halten.) Das angenommen, muß man ebenfalls davon ausgehen, daß die Polarbären mindestens zwei eindrückliche Wärmeperioden der Erdgeschichte überstanden haben. 

Auch das halten wir für einen Irrtum, auch in der an sich löblich bemühten Klimarealistik, die den gleichen Fehler wie fast alle macht, von gegenwärtigen Phänomenen zu leicht und linear auf vergangene Bedingungen und damit Geschichte zu schließen, dies alles unter der stillen Annahme eines materialistisch-mechanistischen Weltbildes samt dessen Prämissen.

Es wurde sogar etwas Überraschendes festgestellt: Daß nämlich die Population der Eisbären während bzw. nach der letzten Eiszeit dramatisch zurückgegangen sein muß. Viel Eis scheint also den Bären gar nicht so zuträglich zu sein. Und das hat einen Grund. Denn es stimmt zwar, daß die Eisbären das See-Eis brauchen, um an ihre Nahrung zu kommen. Aber man muß sich auch vor Augen führen, daß die Hauptsaison für Eisbären, sich jeweils hunderte Kilos anzufressen, der Frühling ist. Wo sie vom Nachwuchs anderer Arten (vor allem Robben) leben können (denn ausgewachsene Robben sind viel schwerer zu erjagen).

Mit diesem Fettpolter überleben sie dann (heute wie früher) den Sommer, in dem sich das Eis sehr weit zurückzieht und die Schollen dünner werden. Denn für die erfolgreiche Jagd brauchen sie genauso wie die Robben relativ dünne Eisschollen, mit einer Dicke von maximal zwei Metern. Wird das Eis dicker, haben beide Arten Schwierigkeiten. Deshalb haben auch die Eisbären im tiefsten Winter (und im späten Sommer) die größten Schwierigkeiten, Nahrung zu finden. Zwei Drittel ihres Jahresbedarfs können sie nur im Frühling decken, und ein Drittel im Herbst, wenn das Eis wieder dicker zu werden beginnt. 

Die Beobachtungen haben also gezeigt, daß sich die Annahme der theoretischen Klimaforschung, die Eisbären würden auch Eis im Sommer benötigen, durch die Beobachtungen nicht bestätigt hat. Das hat Susan Crockford dann auch in einem Papier publiziert, das auch in diesem Fall die Kluft zwischen theoretischen Klimavorhersagen und realen Beobachtungen zum Inhalt hatte.

Die (zu erwartende) Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Es gab massive Angriffe durch Klimaforscher, die sich nicht auf ihre Forschungsergebnisse bezogen, sondern grundsätzlich ihre Glaubwürdigkeit und Seriosität als Wissenschaftlerin in Frage stellen sollten. Es gab also jede Menge persönlicher Angriffe, aber keine sachliche Entgegnung. Man sprach ihr schlicht die Qualifikation ab, überhaupt eine Meinung zum Thema Eisbären zu haben. Dasselbe geschah mit sämtlichen Blogs und Internetseiten, die es gewagt hatten, auf sie Bezug zu nehmen oder ihre Forschungsergebnisse zu zitieren. 

Nicht eine der weltweiten und wie konzertiert wirkenden Attacken aber ging auf das ein, was sie inhaltlich an Bedenken formuliert hatte, das Thema simplifiziert wie bisher (hier kein Eis - dort keine Eisbären) darzustellen. Man ignorierte die der Feldforschung entstammenden Feststellung, daß es trotz des Rückgangs an See-Eis im Norden zu keinem Rückgang der Population von Eisbären gekommen ist. Auch ihr Buch dazu - daß es nie eine Eisbärenkatastrophe gegeben habe noch gebe - wurde in der Luft zerrissen. 

Morgen Teil 2) Mehr als Propaganda scheint nicht mehr in Reichweite.
Aber auch Walrosse sind in keiner Krise. 




Den Henker selbst geboren (1)

Wie wehrlos die liberale Gesellschaft gegen das linke Gedankengut wirklich ist, zeigt dieser Vortrag, direkt wie indirekt. Marc Jongen von der AfD bezieht sich auf den scheinbar verblüffenden Umstand, daß sich linkes, extremes Gedankengut in die liberalsten Einrichtungen eingeschlichen hat. Und zwar unter Rückgriff auf Werte, die wir der Aufklärung "verdanken" und doch eigentlich die liberale Gesellschaft grundlegen sollten. Heute dienen diese selben Werte den Linken! Ein solcher Vortrag würde sich also viel leichter tun, wenn er sich dessen bewußt wäre, daß sowohl die Aufklärung wie auch der Liberalismus keineswegs in der Tradition von Freiheit standen und stehen. Vielmehr sind sie nur verstehbar, wenn man sie in ihren ökonomischen (sic!) Wurzeln begreift. Wo sich eine Form von Kapitalismus, in der sich Macht und Kapital in der Hand von immer Wenigeren konzentriert.

Der von allem Anfang an nicht auf einem "freien Markt", sondern auf der brutalen Durchsetzung einiger auf Kosten vieler, nein, auf Kosten des Gemeinwohls aufgebaut war. Der das Reden von Freiheit nur zum moralischen Deckmäntelchen benutzte, mit dem erst einmal die Garantin der Freiheit weil Wahrheit - die katholische Kirche - ausgehebelt und schließlich verdrängt ("Trennung Kirche und Staat - Religion als Privatsache") wurde, um dann die Tünche der "nun jedem möglichen Freiheit" überzupinseln. Dazu hat sich der Kapitalismus schamlos des Staates bedient, dem er hinwiederum mit Geld und Kredit zur Verfügung stand, so daß eine Hand die andere wusch, immer aber auf Kosten des Gemeinwohls und der Allgemeinheit der kleinen Bürger.

Jongen zeigt damit auch die fundamentale Schwäche von Bewegungen wie der AfD. Deren Argumentation eben auch nur so weit reicht, als es ihre Interessen betrifft.  Eine substantielle, wirklich durchgedachte Gesellschaftstheorie existiert nicht. Nur auf der Grundlage einer solchen aber wäre eine wirkliche politische Erneuerung - nicht als Revolution, sondern als "Re-Form-action" im besten Sinn - möglich. So lange das nicht besteht, so lange das Gedankengut auch der Oppositionskräfte in unseren Ländern aber auf liberaler Weltanschauung beruht, wird sie zumindest mittel- und langfristig ihre Begründung verlieren. Sie ist dann nicht viel mehr als eine Form, wie halt manche doch gerne dies oder das sich wünschten, also gewaschen werden wollen, ohne naß zu werden.

Und immerhin sieht Jongen das sehr richtig. Daß nämlich die liberalen Gesellschaften aus sich selbst heraus jene Dämonen zu gebären scheinen, die sie am Ende selbst gefährden oder gar liquidieren. Baut aber dann genau jenes Politikbild auf, das der Liberalismus der Aufklärung verfolgt. Der da meint, Diskurs sei eine Sache der bloßen individuellen Ratio, eine Art Rechen- oder Summenspiel. Zu dem es vor allem eines brauche: Freiheit der Sprache, Freiheit der Rede.  Dann, so das aufklärerische Ideal, wäre jeder in der Lage, egal welche Position zu erlangen, es hänge nur von ihm ab.


 Morgen Teil 2) Will die AfD wirklich nur den besseren Liberalismus?





Sonntag, 18. August 2019

Filmempfehlung (2)

Teil 2) Eine Metapher auf unsere Zeit



Die Geschichte von "The Fortress" wird sehr ruhig erzählt, fast könnte man sagen: langatmig. Aber das stimmt nicht. Vielmehr brauchen diese feinen, tiefen Inhalte eine gewisse Zeit, um im Betrachter zu gedeihen, und das tun sie, wenn man sich diese innere Muße gönnt. Die Dialoge sind teils sehr gehaltvoll, so einfach sie oft scheinen, menschlich überzeugend und spannend, auch poetisch, und machen das Bewußtseinsbild von Menschen klar, die noch in einer ganzheitlichen, religiös angefüllten, lebensvollen Welt und Verwurzelung leben. Die einer "modernen", technisch überlegenen, brutalen, pragmatischen Welt gegenüberstehen, der Neuzeit sozusagen, die die Liturgie der Alten Welt zwar nicht selbst pflegt, aber sehr gut deren Wert einschätzen kann. 

Die Alte Welt muß deshalb gar nicht so sehr militärisch unterliegen, sondern es geht dem Khan viel mehr um diese Absage an die alten, ja um die eigentlichen menschlichen Werte, um den eigentlichen Sinn menschlichen Lebens. Es geht ihm um die Absage an diese Einheit zwischen Himmel und Erde, die im Herrscher lebte. Deshalb genießt er jeden Augenblick, in dem die Alte Welt ihre Werte mit Füßen tritt, und zelebriert es in einer eigenen Liturgie. Der Khan will den Geist brechen, und der liegt bei einem gesunden Volk im König. Berührend gezeichnet, wie der König aus der Festung (wie gefordert: Durch ein Nebentor; so wie es Kaiser Karl in Wien 1918 tat) auszieht, um sich vor dem Khan niederzuwerfen, und das Volk weinend die Wege säumt. Es weiß, was nun kommt, es weiß, daß es nun seine eigene Stärke, ja mit dem König sich selbst verliert, auch wenn es rein physisch nun "lebt".

Das alles haben die Filmemacher offensichtlich gewußt und um dieses Thema ist es ihnen auch gegangen. Zu deutlich, zu liebevoll, detailreich und langsam wird alles dargestellt, man muß es als Metapher nehmen. Und da wird es hoch aktuell! Wir haben es heute tatsächlich mit dem "Frieden" der Niedrigen zu tun, dem Wohlergehen der Ehrlosen, der Entmenschten, der Religionslosen, Schwätzer und pragmatischen "Humanisten", das ist die Wahrheit, die als Beweis, wie hochstehend unsere "Kultur" doch sei Lebensaltersteigerungen, Infektionsraten und Prozentzahlen von Konsumdeckungsraten anführen. Während die Menschen im Staub liegen, Staub fressen und seelisch in der Sklaverei verrotten. 

Das ist die Wahrheit darüber, wie der moderne Mensch lebt. Dem es "gut" geht, der in "Frieden" lebt, und zwar so lange und ab dem Moment, wo er auf Geist verzichtet und das Selbstsein aufgibt. Unsere Lebenswelt ist eine einzige Brutstätte aus Bestechung, Korruption, Niedrigkeit, Verführung und Verrat. Denen man ganz neue Etiketten umgehängt hat, für die man alle hohen Begriffe umgedeutet hat. Heute nennt man Friedensbringer und Lebenstüchtige, die keine Scheu haben, das was sie in Wahrheit repräsentieren und vertreten müssen - eine Idee, einen Ort, eine Figur auf der Weltbühne - zu verraten, um mit dem anderen "auszukommen" und "Frieden zu halten". Selbst der König im Film verrät sein Amt - er will plötzlich nur noch subjektiv "leben". Und dafür verrät er sein Amt. Ist es nicht wunderbar? Nun werden doch auch so viele seiner Untertanen (und allen voran natürlich die Minister, die Ratgeber, der Hof ...) "leben" und nicht "sinnlos sterben", in einem Krieg, der "nicht zu gewinnen" ist. Die Eliten versagen und der Grund dafür wird im Film eindrücklich dargestellt. Das ist die Ursache für den Niedergang jeder hohen Kultur.

Das in einem jungen Film so aufgearbeitet zu sehen, läßt einen also erstaunen. Und aufhorchen, ja neugierig werden, was für ein geistiges Klima es wohl in diesem Südkorea geben mag. Das für solche Themen sogar derartig aufwendige Werke schafft, die geeignet sind, einem Volk - also den Südkoreanern - das vor Augen zu rufen, worum es wirklich auf der Welt geht. Angeblich haben in Südkorea im Jahr 2018 alleine 3,8 Millionen Menschen, das ist jeder zehnte Erwachsene, diesen Film in den Kinos gesehen. 

Und das wirft ein eigenes Bild auf die Spannungen und Ausgleichsgespräche mit dem nördlichen Korea, die speziell in den letzten Jahren, wie man hört, neue Dynamik angenommen haben. Aber an eine Wiedervereinigung um jeden Preis, zumindest aus der Sichtweise der Südkoreaner, kann man da nicht glauben. Und das ringt einem denn doch Respekt vor Seoul und dem Volk der Südkoreaner ab.




Hier noch ein Eindruck von der Festung Namhansanseong heute, in den Bergen nördlich von Seoul gelegen.








Dank den Vätern Österreichs! (3)

Teil 3) Exkursartige Anmerkungen
Nebensächlichkeiten? Hauptsachen!



*Es ist bemerkenswert, daß im Vergleich das Deutsche Grundgesetz die verfehlte Grammatik der Gründung dieses "Deutschland" 1871 exakt übernommen hat. Wo ein "Kaiser von unten" (was der Vater von Wilhelm I. abgelehnt hatte, aus genau diesem Grund) ausgerufen wurde. Das heutige deutsche Grundgesetz (schon das ist interessant: Es heißt nicht "Verfassung"; hat also offenbar bewußt nur "regelnde, ordnende Funktion", begründet aber nicht ein Volk oder einen Staat!) hat den Bundespräsidenten entsprechend geregelt: Er wird von den Abgeordneten gewählt. Also auch hier - von unten, als Spielball der Politik. 

Schon die Direktwahl erinnert in Österreich an den König, der ursprünglich - gegen die Eliten gestellt - ein Bündnis mit dem Volk hatte. Zwar wurde und wird immer auch in Österreich von den Parteien probiert, den Präsidenten zu dominieren, über die Wahl hinaus Vorteile zu erlangen. Und ihn zumindest durch den von ihnen betriebenen und finanzierten Wahlkampf für sich zu reklamieren, was speziell den SPÖ-Präsidenten kaum zu verbergen gelang. Wenngleich die Idee in Österreich nach 1945 viel Echo fand, daß der Präsident der Regierungsopposition entstammen sollte (woran sich viele dann doch nicht hielten, es war zu verlockend). 

Die Parteien müssen aber zumindest mit der Möglichkeit rechnen, daß - wie im Fall Kirchschläger (SPÖ) und Klestil (ÖVP) tatsächlich geschehen - der Bundespräsident sich doch der eigentlichen Macht dieser Position in Österreich zu besinnen beginnt und überparteilich wird. Das Amt ist es, das den Minister macht. Der Ort gibt das Wesen der Menschen vor, die auf ihm stehen. Das gibt immer Anlaß zu Hoffnung.

²Daß diese Statthalter-Regierung (per se weiblich) nichts Besseres zu tun hatte, als einige - und gerade die schönsten - Beschlüsse der ÖVP-FPÖ-Regierung zurücknahm oder zurückzunehmen angekündigt hat, zeigt, was für Verbrecher in der österreichischen Politik wirklich am Werk sind. Und welche Charakterlosigkeit die ÖVP prägt. 

Schon der Vater des VdZ - christlich-soziales Urgestein seit je, schon vor dem Krieg, nach dem Krieg persönlich sehr eng mit dem ersten Kanzler nach 1945, Leopold Figl (aber gut, das waren vermutlich viele) - hatte damit seine unübersteigbaren Probleme. (Immerhin hatte der Vater des VdZ die Mitglieder der österreichischen ÖVP-Zentrale in Wien regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt, was zu "Tänzen auf den Tischen" geführt hatte ... ;-) 

Im Gegensatz zu deklarierten Linken (wie die in der alten SPÖ), die halt einfach dumm sind, aber es oft subjektiv sehr gut meinen, und menschlich ziemlich "in Ordnung", ja "konservativ" sind, sind in der ersten Linie stehende ÖVP-Politiker grundsätzlich Charakterdesaster. Die wenigen Ausnahmen, die es geben könnte, zählen nicht, und werden auch innerhalb der Partei "nichts".

Der VdZ kann sich an zahlreiche Gespräche mit solchen, oft ehedem sehr engagierten Leuten, erinnern. Sie sagen alle dasselbe, haben sich alle aus denselben Gründen aus der ÖVP zurückgezogen. Die internen Prozesse machen es guten Leuten unmöglich, nach oben zu kommen. Sie sagen das, was schon der Vater des VdZ gesagt hat, diesem ersten Bürgermeister Neuhofens a. d. Ybbs nach 1945 und Gründer einer bis heute bestehenden Zeitung.

**Die oft zitierte angebliche "Erbschaftsfolge" im Adel bezieht sich ausschließlich auf das Haus! Nur hierin spielt die Zeugung eine Rolle, die aber bloß zufällig und akzidentiell ist. Wo sie biologisch-genetisch verstanden wird, ist sie aber schon degeneriert und delegitimiert (!)

³Es scheint niemandem aufgefallen zu sein, aber es hat in Wahrheit enorme Relevanz. Nur bereits entgeistete Leichen können darin eine "Nebensächlichkeit" erkennen. Überall war die Rede, daß Österreich eine "Bundeskanzlerin" habe. Herrschaften, damit hat Österreich KEINEN BUNDESKANZLER. Bitte, werter Leser, überdenke er diesen Satz einmal wirklich genau. Vergesse er, was die Gendertrottelei ihm bereits ins Hirn gesetzt haben könnte. 

Wir haben es hier mit einem VERFASSUNGSBRUCH zu tun. In der österreichischen Verfassung kommt nur das Amt des BUNDESKANZLERS vor. Eine Frau Bundeskanzler, meinetwegen. Aber KEINE BUNDESKANZLERIN. Nicht nur dem persönlichen Eindruck nach, sondern ontologisch, ist diese Regierung also eine pure, amüsante Farce. Halt typisch österreichisch: Man macht Nichts, und erwartet, daß die Welt verändert wird.




Samstag, 17. August 2019

Filmempfehlung (1)

Diesmal soll das Augenmerk auf einen bemerkenswerten südkoreanischen Monumentalfilm aus dem Jahre 2017 gelenkt werden. Mit "Namhanseong" oder "The Fortress" (auch die deutsche Synchronisation läuft unter diesem Titel) ist nämlich eine bewegende, feinfühlige Aufarbeitung eines Grundthemas des Menschen gelungen, der immer wieder zwischen kurzfristigem, zählbarem, irdischem und irdisch gedachtem Nutzen und dem Ewigen wählen muß, das zwar nicht immer das bedeutet, was "Erfolg" oder "physisches Leben", aber dafür wirkliches Leben. Wie sehr das kein fiktiver, idealisierter Wert ohne Substanz ist, erlebt man leider erst dann, wenn es zu spät ist. 

Damit wird deutlich, daß der Mensch aus ganz anderen, geistigen Gefilden lebt als die bloß physische Welt es zu tun scheint. Brechen diese Ewigkeitswerte ein, in denen aber die Welt selbst verankert ist, bricht auch das physische Leben zu einem Leben der Unfreiheit, Würdelosigkeit und des bloß viehischen, ja sklavischen Vegetierens. Nur in der Treue zum Ewigen bleibt ein Mensch wie ein Volk schöpferisch und hat eine Zukunft. Und dieses Ewige ist in den höchsten Organen eines Staates fundiert. Sie müssen es einem Volk sichern. Tun sie das nicht, ordnen und regieren sie die Staatsangelegenheiten nur nach irdischem Nutzen, bricht auch der innere Geist eines Volkes, und es wird niedrig, bestenfalls noch technizistisch.

Worum geht es konkret? Um ein historisches Ereignis, das sich im Jahre 1637 fünfundzwanzig Kilometer nördlich von Seoul in Südkorea abgespielt hat. Ein koreanischer König der Joseon-Dynastie, dessen Reich in der chinesischen Ming-Dynastie als überspannenden Kaiser- und Reichsbogen eingegliedert war, hat sich angesichts des Vormarsches mächtiger, einbrechender Heere der Mandschu (Mandschurei), die ganz China bedrohen, mit seinem Hofstaat und 13.600 Soldaten in die Festung Namhanseon zurückgezogen. Die ist gut ausgebaut, aber diesmal dauert die geschlossene Belagerung besonders lang, auch durch den extrem harten Winter 1936/37.  Die Lage wird immer bedrohlicher. Die Lebensmittel gehen aus, die Kälte macht den Soldaten das Leben zur (kalten) Hölle. 

Nur eine Hoffnung besteht noch: Daß chinesische Ming-Heere aus dem Süden anrücken und den Belagerungsring brechen, wie vereinbart, wie versprochen. Aber die Verstärkung kommt nicht, letztlich durch menschliche Niedrigkeit und Verrat, und die Mandschu-Heere lassen sich Zeit, um einen vernichtenden, technisch überlegenen Eroberungsschlag vorzubereiten. In dieser Bedrohungslage machen sie immer wieder Angebote an die Eingeschlossenen, denen gemäß eine Unterwerfung unter den mandschurischen Khan (Kaiser) eine sofortige Beendigung der Belagerung nach sich zöge, deren Ausgang andererseits immer gewisser zu werden scheint, zumindest wächst die Angst: Vernichtung aller in der Festung Eingeschlossenen und völlige Unterwerfung des übrigen Volkes.

In den Ratssitzungen brechen immer wieder Diskussionen aus, was zu tun sei. Es bilden sich bald zwei Lager, deren eines, rund um einen Minister, der thematisch gewiß die Hauptfiguren des Films darstellt, lieber sterben möchte als die Ehre aufzugeben, also dem chinesischen Kaiser wie der eigenen Freiheit und den eigenen Göttern untreu zu werden, um sich der Fremdherrschaft - mit anderen Göttern! - zu unterwerfen. Der Rettungsplan des Ministers, der einen tapferen Schmied mit einer Botschaft an die (hoffentlich) nicht mehr weit entfernten Entsatzheere losgeschickt hat, schlägt fehl, aber noch ehe das gewiß wird entscheidet sich der König, dem Vorschlag eines Beraters zuzustimmen, und dem Mandschu-Kaiser seine Unterwerfung anzubieten. 

Die dieser unter auferlegten erniedrigenden Bedingungen auch akzeptiert, und den Sturm auf die Festung abbrechen läßt, sodaß tatsächlich viele überleben. Aber wie ...! Die Unterwerfungszeremonie macht schließlich allen klar, daß dieses nunmehr gewonnene Leben gar kein Leben mehr ist. Daß sie das Feuer, das Leben erst zu Leben macht, mit dieser Untreue, mit diesem niedrigen Pragmatismus ausgelöscht haben. Das Volk wird vielleicht weiterleben, aber es wird nie mehr es selbst sein. Eine Zukunft im "Frieden" kann es nur geben, wenn die Vergangenheit ausgelöscht wird und nicht mehr wirkmächtig existiert. 

Als der König sein Haupt vor dem neuen Herrscher zu Boden beugt, neunmal, wie verlangt, wird schlagartig allen bewußt, was sie nun verloren haben. Der Minister, der der Zeremonie sowieso fernbleibt, begeht gleichzeitig Sepuko, den zeremoniellen Selbstmord durch das Schwert. Der Hof kehrt anschließend in den Palast zurück, aber der ist leer, ohne Leben, ein nacktes Gebäude. Die Höflinge haben ihr physisches Leben gewonnen, aber um den Preis des Lebens selbst, ja um den Preis des ganzen Staates.

Hinkünftig dürften sie zwar noch Regierung spielen, aber "sein"? Und das Volk kann spielen, als ob es noch einen König hätte. Aber es hat gar keinen mehr. Nicht zufällig schließt sich das Tor, als alle in den leeren Königspalast eingetreten sind. Das organische, von- und mit- und ineinander lebende Ganze ist zerstört, fortan existieren nur noch Stücke. Regierung. Volk. Was zu geschehen hat, sagen sowieso die Mandschu.

Mit dem König, der an sich denkt anstatt an sein Amt, der an die "überzeugenden Argumente" glaubt, das Leben des Volkes sei ohne seine Ehre rettenswert, bricht alles. Die moderne Welt kennt keine Zuverlässigkeit, sie kennt nur Pragmatismen, Situationsethik. Wie in einem Nachspann erzählt wird, halten die Manschu nicht einmal Wort. 500.000 Koreaner werden damals bald darauf in die Sklaverei geführt. Das Königsopfer ist nämlich in jeder Hinsicht wertlos.

Morgen Teil 2) Eine Metapher auf unsere Zeit 





Dank den Vätern Österreichs! (2)


Teil 2) Sedet ad dexteram patris



Die Bestellung einer Frau zur Frau Bundeskanzler (denn so war es ja wohl gemeint?! oder wird hier stillschweigend eine neue Republik, an der Verfassung vorbei, auf der Grundlage der üblichen links-grünen Begriffsvergewaltigung durchgeführt?*) gibt der Sache dennoch einen fast versöhnlich stimmenden Charme, den man fast mit der Hegelschen "List der Vernunft" begründen könnte: Da wollte jemand etwas Revolutionäres schaffen und hat das älteste, in allen deutschen Völkern (siehe Grimms "Germanisches Recht" etc.) verwurzelte Recht angerufen, das es gibt. Würde Van der Bellen nach persönlicher Leistung beurteilt, müßte er sein Amt gar damit bestreiten, würde Österreich kurz vor der Hölle stehen und an den Sünden eines Menschen als Haupt durch Sühne und Stellvertretungsverbundenheit leiden, der sich die Hölle redlich verdient hat.

Die Handschrift verblödeter Grüner trägt die Regierung nämlich freilich dennoch. In der Betonung von "Fachkompetenz".* Als gäbe es eine Sachkompetenz in einer Regierung, die NICHT politisch (also: logos-, sinnorientiert, also in ein sittlich-persönliches, wertbezogenes Bild eingebettet) wäre. Das sind bestenfalls die Vorstellungen eines zeitgeistversoffenen, postmodernen Konstruktivisten. Aber lassen wir das, seien wir froh, daß nicht Schlimmeres passiert ist.

Wobei man nervös werden kann. Eine der ersten Stellungahmen der neuen Bundeskanzler-Sitzhalterin lautete, daß sie das Ziel der Österreicher in einem "toleranten" Staat sehe. Angeblich eine uns sogar "Toleranz". Man meint schon, eine Folge der Serie verpaßt zu haben: Was? Ein tolerantes Österreich sei des VdZ Ziel?

Nein, werte Dame, das ist Pruntzgequatsche von pseudointellektuellen Liberalismus-Schmarotzern wie Alexander Kissler, die ihre rückgratlose Kriecherei in schwülstigen Sträußen von Zeitgeistprimeln verstecken und nachmittags um drei herumlaufen und allen grinsend erklären, wie der Witz gemeint war, den jemand um acht Uhr zum Frühstück gemacht hat. Wobei eh schon wissen: "Toleranz'" klingt natürlich immer klug. Ist aber das Geschwafel von Rumpflaufsimpeln. Nein, werte Dame, sinnloses Gequatsche - "Toleranz" - kann KEIN Volk einen, tun Sie nun nicht auf "Politikerin" machen. Auch nicht diese Zusammenwürfelung von Siedlern, die ihre Stämme und Wurzeln verlassen haben, um sich einem Territorialrecht (statt Personalrecht) zu unterstellen.

Aber genau das, genau das spricht für die Verfassung Österreichs: Die Struktur ist so stark, daß es auf die Personen gar nicht ankommt. Und DAS ist das Wesen der Monarchie, der einzigen (sic!) Grundverfaßtheit eines Volkes. Wehe einem Volk, das auf die Qualität oder "Kompetenz" von Menschen aufgebaut ist. Das gibt es nur bei Gott selbst, der das Sein - also die Struktur - selbst IST. Die Berufung auf persönliche Abstammung etwa wird immer dort heidnisch und damit unbeholfen und größenwahnsinnig, wo sie sich auf weltimmanente Belange (körperliche Abstammung, genetische Vererbung und ähnliches) beruft.**

Bleibt noch ehrlich zuzugeben, daß dieser Grüne am Präsidentenstuhl Österreichs³ doch Anzeichen zeigt, vom Amt geprägt worden zu sein. So ganz kann ihm auch der VdZ nicht gewisse Austriazität absprechen, die er angenommen zu haben scheint. Und sein seniles Gehabe hat auch mancher andere mit dem alten Kaiser Franz Josef I. verglichen.  Nicht zuletzt sei der hier sogar positiv zitiert, denn was er über "den Österreicher" sagt, zeigt zumindest, daß er sich vorstellen kann, wie das ist. Wir zitieren hier die Zeitung "Österreich":

Darüber hinaus betonte Van der Bellen, man könne in derartigen Situationen auch auf "das typisch Österreichische" aufbauen: Der erste Punkt dabei sei die Zuversicht - "auf gut Österreichisch: 'Na, das mach' ma schon, das krieg' ma schon hin', diese grundsätzliche Einstellung", so der Präsident. Es gelte, die positive Chance zu sehen. Zweitens verstehe er darunter den Mut, wie er mit Verweis auf die Bundeshymne sagte ("mutig in die neuen Zeiten"). Und das dritte Wesentliche sei es, im Gespräch zu bleiben. "Auf gut Österreichisch: 'Beim Reden kommen die Leut zsamm. Man setzt sich zusammen und diskutiert das aus. Gerade in den letzten Tagen und Stunden wurde das wieder sehr schön unter Beweis gestellt", sagte der Präsident.

Da ist schon was Wahres dran, aber auch das, warum man die Österreicher manchmal verwünschen könnte und am liebsten den Weltrekord im Dauerkotzen bräche ... Man sagt nicht zu Unrecht: In Deutschland ist die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos. In Österreich hingegen hoffnungslos, aber nicht ernst. Also beruhigen wir uns in Zeiten, wo plötzlich Bundespräsident und Bundeskanzler allen Österreichern erklären, wie sie eigentlich sind, und was sie wollen, ohne davon zu wissen.


Die Menschen, die sich hier nach dem Rückzug der Römer im 5. Jahrhundert angesiedelt haben, in erster Linie Bayern, Rheinländer (Adel!), Franken, Schwaben, zusammen mit einem Grundstock an Kelten, zurückgebliebenen Römern ("Walchen") und einigen Resten von Bergslawenstämmen, haben gelernt, sich mit vielen Einflüssen und Spannungen zu arrangieren. Das gibt dem Österreicher etwas Elastisches, das den übrigen deutschen Völkern, vor allem aber den Preußen, leider oft fehlt.

Aber noch etwas, und zwar genau deshalb: Die österreichische Verfaßtheit ist eine Struktur, die - das ist das vielleicht Interessanteste an der gegenwärtigen österreichischen Verfassung - eine Reinstallierung eines (konstitutionellen) Monarchen im Rahmen der bestehenden Rechtsordnung MÖGLICH machen würde. Und das vermittelt doch ein gerüttelt Maß an Hoffnung?

Dank den Vätern!

Für den 132. Geburtstag des letzten Kaisers von Österreich, sel. Karl I., als sel. Karoly IV. auch letzter König von Ungarn, in die Artikelplanung dieses Blog gestellt.


Morgen Teil 3) Exkursartige Anmerkungen
Nebensächlichkeiten? Hauptsachen!

*Bitte, Leute, für wie dumm müssen wir gehalten werden ... ? Die jetzige "Bundeskanzlerin" ist ÖVP-wahltaktisch gewählt. Sie hat der vorhersehbaren Spitzenkandidatin der SPÖ, einer Frau, die mit dem Slogan angetreten ist (im Grunde allein Ausweis unendlicher Vertrotteltheit), "erste Bundeskanzlerin der Republik" zu werden, schon im Vorfeld zerstört. Wenn die SPÖ-Vorsitzende Pamela (wohl in der Kindheit zu viel Dallas gesehen? mit diesen Fernsehprodukt-Generationen haben wir es allmählich zu tun!) Rendi-Wagner (ein Doppelname bei einer Frau ist allein schon ein Grund für Ausschließung aus jeder ordentlichen Gesellschaft; soll im Fischerhüttlein achtzehn Kilometer flußaufwärts wohnen, wir bringen ihr zweimal wöchentlich Kartoffelsuppe; wer wählt Menschen, die keine Identität haben, sondern Federn im Wind sind?) das nun in den Wahlkampf wirft, wird sie nur noch Lächerlichkeit ernten. Herrschaften, seid Ihr wirklich dem Plumpsmärchen aufgesessen, es gehe hier um "Persönlichkeiten", nämlich um "Sebastian Kurz"? Dann handelt danach. Er ist das, als was er aussieht: Ein Ohrwaschelkaktus.





Freitag, 16. August 2019

Kultur, was sie bestimmt, und wie die Musik klingt

Wer mit Juden (oder so manchem anderen) über ein Volk spricht, wer im speziellen über Juden spricht, erhält leicht zur Antwort, daß es etwas wie "ein Volk" oder "die Juden" gar nicht gäbe. Aber es erhebt sich dann die Frage, warum man bestimmte Musik einem bestimmten Volk zuordnen kann. Und das kann man auch bei den Juden. In diesem Moment sind sogar diese stolz auf "ihre Kultur", der sie aber das Dasein in dem Moment absprechen, in dem man gewisse Grundzüge kritisiert. 

Gerade die Musik zeigt es. Denn in ihr wird vorsprachlich, aber bereits in der Harmonik einer göttlichen, metaphysischen Grammatik gehorchend, also in einer Kulturstufe, die Eigenart eines Existierens ausgedrückt, genährt, wieder genährt und im Dasein gehalten. Somit gibt es Musik ZUERST nur als Volksmusik, als Musik eines Volkes, und sei es des Volkes Gottes. Denn das Einzelne nährt sich aus dem Ganzen, nicht umgekehrt. Musik dient somit immer der Vergegenwärtigung und Wirksammachung eines volksbegründenden Geistes. Und sei das Volk nur eine Familie groß, die in dem Moment zum Volk wird, als sie eine Musik findet. Die sie dann zum "Haus" macht, das als geistige Patronatschaft alle nährt, die dazugehören. Was ein dazugehören wollen ist.





Revolution, Auflösung der bestehenden europäischen, aus dem Christentum - und nur von dort; denn keine Kultur wird aus anderem denn aus Religion geboren, keine nährt sich aus anderen Quellen - stammenden Ordnung, der sie herausfordernd gegenübersteht. Wer diesen Vorwurf also gegen die Juden erhebt, der kann in so einem Video, in dem nicht nur die Charakteristik einer Musik zum Ausdruck gebracht werden soll, sondern diese zum Ausdruck eines Volkes erklärt wird, nur bestätigt werden.







Dank den Vätern Österreichs! (1)

Eines muß man der Verfassung Österreichs lassen: Sie ist von ihrem staatsrechtlichen Denken her so gut gebaut, daß es tatsächlich noch keinen Fall seit 1945 gab, der sie hätte sprengen können. Es war selbst möglich das Chaos vom Ende Mai zu lösen, wo es innerhalb von zwei Wochen zu drei Regierungen kam.

Wer sich die Männer ansieht, die damals in die Diskussionen um die Verfassung eingeschaltet waren, versteht auch warum. Es waren sämtlich Männer, die vor der Situation standen, daß das, was einzig ein Volk stabil halten kann - die Monarchie, die monarchische Struktur - unter den neuen Prämissen (und unter dem Diktat des Völkerbundes, der das 1919 verbot) nicht mehr möglich war. Also versuchten sie, die inneren Strukturen der Monarchie nachzubilden, und damit auf jeden Fall ein Chaos zu vermeiden, das ohne Monarchie zweifellos ausbrechen würde. Und dann (Stichwort "Diktatur") zu Gewaltstrukturen führt, die wieder dasselbe machen: Eine Monarchie nachbilden, der aber die Legitimität fehlt. 

So erklärt sich die dem König (Kaiser) ähnliche Stellung des Bundespräsidenten in Österreich, die diesem schon kraft der Struktur, auf die er sich berufen kann und sogar muß (!), die auch in solchen bewegten Tagen "für alles" eine Lösung parat hält. Wenn man heute also die letztlich wirklich ruhige Entwicklung ansieht, die Österreich Ende Mai trotz allem nahm, auf die Person Alexanders von der Bellen zurückführt, so zeigt sich nur der Verblödungs- und Unbildungsgrad der Menschen. Van der Bellen hat nichts davon "geleistet".*

Vielmehr muß man sogar sagen, daß wo immer er Persönliches einbrachte, die Sache stinkt - wie bei der Lösung, einen weiblichen Interimskanzler zu installieren. Was bestenfalls noch mit dem althergebrachten Volksrecht sanfter beurteilt werden kann, daß Frauen, Mütter, Ehefrauen, Witwen von Monarchen, den Thron in der Zeit der Abwesenheit eines Monarchen erstens ganz im Sinne des Mannes fortführen, zweitens aber nur "freizuhalten" hatten, bis der oder ein Monarch wiedergefunden oder zurückgekehrt war. Und exakt das hat Frau Brigitte Bierlein zu leisten: Den Stuhl stellvertretend bereithalten, bis der nächste Kanzler gewählt ist, und ihn in der Zwischenzeit niemand besetzen kann.² 

Das ist im alten Herzogs- und Königsrecht der deutschen Völker, also auch der Bayern (und das heutige Österreich ist zur Gänze - außer dem Burgenland - ursprünglich bayrisches Gebiet gewesen) sogar bildlich gesehen worden. Man denke an das alte Kärnten. Da steht im Zolllfeld in der Nähe des Magdalensbergs, der ältesten und ersten Hauptstadt des Herzogtums Kärnten (dessen Herzogshaus mit Arnulf sogar einen deutschen Kaiser stellte), noch heute der uralte, steinerne Herzogsstuhl: Ein (immer gewählter, zumindest der Zustimmung der Volksvertreter und Stammeshäupter unterliegende) Herzog hatte zur Inbesitznahme des Amtes den Stuhl drei Tage (wörtlich) "zu besetzen". Dann "besaß" er das Herzogtum. Und Besitz heißt nicht "absolutes Eigentum". Besitz heißt auch nach heutigem Recht nur "Verfügungs- oder Nutzungsrecht".

Wobei dieses heutige Recht immer noch das "ersessene Eigentum" kennt. Und auch in der deutschen Krönungszeremonie hatte die Stuhlergreifung ihren besonderen liturgischen Rang. Der König, der Kaiser war erst Kaiser oder König (etc.), wenn er "am Stuhl", also "inthronisiert" war. Thronus ... klingelt es? 

Wie heute also noch. Die Assoziationen fliegen dabei, die die Ahnung voller machen: Nicht nur bei Königen, auch bei einem Bischof, ja bei einem Papst spielt das reale Sitzen seine ungebrochene Rolle. Man denke noch weiter, denke an "ex cathedra", also "vom Stuhle aus". Sogar der Papst hatte sich sein Amt "zu ersitzen", diesen "Stuhl Petri" - und man kennt vom päpstlichen Zeremoniell die "sedes gestatoria", der Stuhl, auf dem der Papst getragen wurde oder einige Zeit zu sitzen hatte. Und jeder Katholik kennt sein Glaubensbekenntnis: "Sedet ad dexteram Patri" - "Sitzet zur Rechten des Vaters, von dort wird er kommen ..." usw. usf. Sitzen ist mehr als seine fleischbehangenen Knochen niederzufletschen ...

Oder man denke an den historischen Umstand und seine Implikationen, zusammen mit dem Größenwahnsinn, der in der Renaissance einsetzte. Man denke daran, daß man erst ab hier saß. Ja es ist ein Merkmal der Neuzeit, daß man nun allgemein "saß". Es ist noch relativ jung, daß in der Kirche gesessen wird. Auch das ist eine Vorbereitung des Zweiten Vatikanums und der ihm folgenden Liturgiereform, die alle diese inneren geistigen Wege in Zement goß. Vorher "saß" nur der Oberste, der König, Fürst, Leitende, Prälat etc. Es sei aber alles nur noch nebenbei erwähnt, denn wir schweifen wie üblich wieder einmal unzulässig ab.

Zurück. Nicht mehr als diese Stuhlwahrung hat auch diese gesamte "Regierung" zu bedeuten, die eben das nicht ist, als was sie verkauft wird, Regierung. Sie hält die Stühle warm. Bis eine Regierung wieder besteht und gewählt wurde. Jede Wette - sie wird sich nicht darauf beschränken ...

  
Morgen Teil 2) Sedet ad dexteram patris





Donnerstag, 15. August 2019

Es braucht vor allem Geduld

Der VdZ gesteht, daß er sich mit diesem Aspekt der "amerikanischen Art und Weise" kaum anfreunden kann. Einem Aspekt des "offen über sich reden"*, und sei es für eine "gute Sache". Wie es Roosh V tut, der auf spektakuläre Weise sein Leben geändert hat, als er das erste Mal E. Michael Jones in einem Podcast hörte und mit einem Male etwas begriff. Roosh ist ein Buchautor, dessen Bücher sich millionenfach verkauft haben.

In denen er beschrieben hat, wie er Frauen rund um den Erdkreis flachgelegt hat. Er war vermutlich einer der größten Don Juans der aktuellen Geschichte, und hat mit hunderten, ja tausenden Frauen geschlafen. Und diese Erfahrungen in seinen Büchern ausgebreitet. Das verkaufte sich wie "frische Brötchen". Mittlerweile hat er zwei Drittel dieser Bücher vom Markt genommen, denn er schämt sich heute dafür.

Er trat der orthodoxen Kirche (wieder) bei, weil das die Kirche seiner Mutter war, und stellte sein Leben von heute auf morgen um. Sehr zur Enttäuschung, oft genug Häme eines großen Teiles seines früheren Publikums. Aber er hat binnen kurzer Zeit ein neues Publikum gewonnen. Und tourt derzeit mit einer Vortragsreise durch die USA, wo er in einem auf drei Tage ausbaubaren Event - Abendessen, Vorträge, Spaziergänge - den Menschen erklärt, was mit ihm passiert ist, und warum er seine Auffassungen so radikal verändert hat.

Denn er hat erkannt, wie leer das Leben war, das er geführt hat. Er hat erkannt, daß ihn alle diese in den Augen der meisten Menschen heute so bewunderten Abenteuer als Womanizer zu nichts geführt haben, das er nun in Händen halten könnte. Er stellte fest, daß er mit seinen vierzig Jahren KEIN LEBEN hatte. Keine Familie, nichts von dem, das er sich eigentlich wünschte, das zu entdecken er aber so lange gebraucht hatte. Er hat erkannt, daß er der Lügenpropaganda auf den Leim gegangen ist, die in der sexuellen Befreiung das Glück verheißt. Das stimmt alles nicht!

Heute will Roosh nur noch eines: Eine Ehe, eine stabile Verbindung, stabile soziale Beziehungen, und vor allem Kinder. Wobei er als Mann wenigstens keine biologische Uhr ticken hat, wenn er eine jüngere Frau heiratet. Die er erst aber einmal finden muß, denn das, so sagt er an anderer Stelle, ist heute wirklich nicht mehr leicht. Die meisten Frauen sind noch mehr als er es je war im tiefen Bann einer Ideologie, die sie in einem falschen, irrigen angeblichen Selbsterfüllungsstreben leer saugt, bis es zu spät ist. Wenn man eine ernsthafte Bindung, eine Ehe, eine Familie will, so Roosh, wird es immer schwieriger, eine Frau zu finden, die darin mitzieht.

In einem kurzen Audio-Podcast bringt E. Michael Jones sein Statement, das er, als er Roosh auf einer dieser Stationen, in Chicago, besucht hat, auf dessen Bitten hin, als Einleitung gemacht hat. Jones weist darauf hin, daß ihn bei Roosh etwas beeindruckt hat, das sich von so manchem, was er bei "Bekehrungen" erlebt hat, unterscheidet. Roosh sei wirklich und ernsthaft darum bemüht, sein Leben zu ändern. Aber anders also so viele, die heute schwer sündigen und das als falsch erkennen, und ab morgen als heilige Prediger des Richtigen auftreten und allen anderen erklären, was diese falsch machen, weiß Roosh, daß es mit dem Erkennen des Falschen alleine nicht getan ist. Daß nun die ernste Arbeit beginnt.

Denn die Sünde ist wie ein Pfeil. Den man herausziehen kann, gewiß, der aber eine große Wunde hinterläßt. Und diese Wunde muß heilen! Und sie hatte auch Folgen, die heilen müssen, ja für die man unter Umständen auch Sühne leisten muß, neben dem, daß man wieder gut gemacht hat, was wieder gut zu machen war. Das alles braucht also seine Zeit, und die kann man nicht abkürzen. Es braucht Geduld und Beharrlichkeit, und vor allem die ständige Suche der Gnade in den Sakramenten. Erst so baut sich allmählich die Basis eines Menschen um, und er entwickelt eine Haltung, die sich dauerhaft von der Sünde ab und dem Guten, in der Gnade, zuwendet.

Vor vielen Jahren hatte der VdZ einen dann zum langjährigen Beichtvater gewordenen, mittlerweile verstorbenen Mönch und Priester gefragt, was man tun müsse, um heilig zu werden, denn das wolle er. Die Antwort kam schnell. "Geduld haben!"

Aktueller Hinweis: Nachdem neuerlich sämtliche Videos von E. Michael Jones auf Yotube gesperrt wurden, bringen wir den Link zu seiner Webseite CultureWars.com, wo sämtliche Videos abrufbar sind.




Hier noch das erste direkte Gespräch, daß Roosh V und E. Michael Jones im Garten des letzteren geführt haben, in dem sie sich zwei Tage vor dem Vortrag in Chicago erstmals persönlich getroffen hatten.




*Der Vorbehalt des VdZ läßt sich kurz zusammenfassen: Es fehlt dieser "Öffnung" das Wichtigste, ja das Essentiellste, was das Menschsein überhaupt ausmacht, und damit auch das, was Heiligkeit bedingt - Persönlichkeit. Menschsein heißt Persönlichkeit zu sein, also in der Selbstüberschreitung sich dem Wahren zuzuwenden. Es braucht also Ort. Jeder begegnet dem anderen "als jemand", und innerhalb dieses Jemand-sein liegt die Begegnung selbst. Darauf verzichten zu wollen heißt, sich dieser Persönlichkeit aber zu begeben. Das kann man dem Beichtvater gegenüber, das kann man Gott gegenüber, aber allen anderen Menschen gegenüber NICHT. Dort aber, innerhalb des Figurenspieles, innerhalb der Begegnung von integren Persönlichkeiten (als Identitäten), würde erst alles Sühnen, alles Kreuz tragen beginnen. Sonst bleibt alles tatsächlich (und Jones nimmt darauf Bezug) lediglich ein und derselbe Akt des Narzißmus, der VOR der "Bekehrung" dominierte. Man hat sie nur umgefärbt.





Das Gericht angetrunken

Es ist schon seit Jahrzehnten kennzeichnend für alle ehedem "christlich-sozialen/demokratischen" Parteien Europas geworden, daß sie mit schlafwandlerischer Sicherheit und ungeheurer Chuzpe progressive gesellschaftspolitische Ziele umsetzen, die prononciert rote Parteien gar nicht so richtig gewagt haben, weil sie ihnen zu gewaltsam schienen. Nicht den Christlichsozialen. Denen ist nichts gewaltsam genug, wenn es um jenen Populismus geht, in dem sie sich an die herrschende Ideologie angepaßt zeigen. 

Den sie durch ihre höhere "Akademikerdichte" bereits in der Muttermilch eingesogen haben. Was die Grünen als Ableger eben dieser politischen Richtungen handfest beweisen. Die aus eben diesen Kreisen der Verbildung ihre Anhängerschaft rekrutieren. Denen die breiten Schichten der "einfachen Menschen" - also jenen, die durch ihre Lebenslast noch genug Wirklichkeitssinn und damit Vernunft haben - als Objekte gegenüberstehen, denen eine ideologische Markierung nach der anderen aufgedrückt werden soll. Denn sie wollen von sich aus nicht so, wie es der Ungeist der überheblichen Verstiegenheiten und Narzißmen gerne hätte.

Nun ist es wieder die ÖVP*, die nächste Schritte geht. Und für sämtliche österreichische Parteien eine verpflichtende Frauenquote fordert, die nötigenfalls durch Kürzung der Parteienförderung erzwungen werden soll. 

Am heutigen Festtage der "Himmelfahrt Mariens" geht es um die gottgewollte Natur der Frau, die in jenem schöpferischen Akt, den das "Fiat" ermöglicht, zur neuen Schöpfung gehoben wird. Das völlige Gegenteil zu "Gleichheit" und "Feminismus", die das Wesen der Frau abzulehnen in den Krieg gezogen sind. Dieser Tag ist somit auch für die ÖVP als Urteil des Jüngsten Gerichts zu erkennen.

Denn Mann und Frau sind ebenso Entsprechungen, wie sie jedem Ding der Schöpfung innewohnt. Das ein Dasein als "für", "auf - zu" hat. Und darin eine Was-heit, also eine Eigenart voraussetzt. Die Was-heit der Frau ist in der Gottesmutter vorgebildet, die jene Wesenheit der Frau erfaßbar macht, die ihr zur Erfüllung ihres Platzes in der Ordnung Gottes vorgegeben und als Erfüllung, als Sinn aufgegeben ist. Initiativen wie die der ÖVP zeigen somit, worum es dieser ehedem christlich-sozialen Partei tatsächlich geht. Auf jeden Fall nicht um die Frau.

Es ist also pure Heuchelei (und die Dummheit der Gedankenlosigkeit weil Eigensucht), bestenfalls Wunschdenken, wenn so eine Partei noch von der Bedeutung von Ehe und Familie spricht. Denn dieses Mann und Frau Übergreifende, dem sie durch ihre jeweilige Was-heit zubestimmt sind, steht und fällt mit der jeweiligen existentiellen Wesensverwirklichung. Dort Geld hinzuwerfen (und das Familienpolitik zu nennen) ist immer nur die Bestärkung des Faktischen vor dem Hintergrund einer "Gleichberechtigung", damit auch die Bestärkung ja Herausarbeitung des Falschen weil Unmöglichen.




*Die mit dem romantischen Tarnanstrich "türkis" einen reinen Etikettenschwindel betreibt. Indem mit Sebastian Kurz etwas Neues vorgetäuscht werden soll, das gar nicht existiert, sondern bloßer Taktikwechsel ist. Eine Kühlerfigur ist zwar vorne - aber lenkt sie ein Auto auch? Diese angeführte Initiative gehorcht genau denselben Gesetzen: Es geht nicht um Frauen, es geht der ÖVP um gar nichts und niemanden, außer um bestimmte Interessensvertreter. Und diesen sind Frauen nur weitere Kühlerfiguren.





Mittwoch, 14. August 2019

Wer mißt muß zuerst wissen, was er mißt

Sie gilt als eine der zuverlässigsten Methoden zur Altersbestimmung von fossilen oder paläo-bio-archäologischen Entdeckungen - die sogenannte C14-Methode. Auch wenn die nur knapp 58.000 Jahre zurück datieren kann, dann ist jedes C14-Atom endgültig zerfallen. Nur zeigte dieses Ei des Columbus vor rund zwanzig Jahren ein Problem auf, das vorerst zu einem wahren Schock führte: Denn sämtliche Messungen ergaben, daß auch in Versteinerungen von Lebewesen, die den bisherigen Altersbestimmungskriterien nach dutzende oder hunderte Millionen Jahre alt sein mußten, C14 enthielten. Plötzlich wurden Saurierknochen, die angeblich 150 Millionen Jahre alt sein sollten, auf lächerliche 50.000, ja nach Meßkorrekturen sogar nicht einmal 10.000 Jahre geschätzt. Und zwar durch Messungen.

Also mußte ein Meßfehler vorliegen, das C14 muß irgendwie aktuell dazu gelangt sein. Und auch der angesehene australische Geologe Dr. Andrew Snelling war beteiligt, Prozeduren zu entwickeln, die jede Kontamination bei Aufnahme, Transport, Meßvorgängen, an Instrumenten und so weiter, und so fort ausschlossen. Gemessenes C14 sollte also auf jeden Fall von dem untersuchten Ding selbst ausgehen, nicht nachträglich dazugekommen sein. Dann ging man die Sache noch einmal an.

Aber welch' Wunder - die Meßergebnisse zeigten nach wie vor, daß ein Baum, der angeblich 50 Millionen Jahre alt war, nun auf lächerliche 32.000 Jahre Alter schrumpfte, und so weiter, und so fort. Dann nahm man sich sogar Diamanten vor. Denn die müssen ja, der gängigen Theorie nach, recht knapp nach der Entstehung des Erdmantels überhaupt entstanden sein, müssen also schon aus physikalischen Gründen (bzw. wie man sich diese Vorgänge eben vorstellt) ein bis drei Milliarden Jahre alt sein. Und was fand man? Sie enthalten C14, das nicht nachträglich in sie hineingekommen sein kann, das von Anfang ihrer Entstehung an in ihnen enthalten gewesen sein muß. Sie sind damit knapp 10.000 Jahre alt. 

Selbst Messungen bei Kohlen, die nach bisherigen Annahmen vor hundert Millionen und mehr Jahren entstanden sein sollen, ergaben dasselbe: Sie enthalten C14, und wenn das stimmt, dann können sie nicht älter als ein paar tausend oder zehntausend Jahre sein. Denn WENN es eine globale Flut gegeben hat - daß es weltweit Fluten gegeben hat, ist mittlerweile kaum noch bestritten, die Frage ist nur, ob eine Flut weltweit war - dann muß das zu einem Rückgang des C14-Eintrags (das aus dem Weltall auf die Erde einlangt und sich dort mit dem Sauerstoff zu CO2 verbindet, das wiederum über die Nahrung in die Kette der Lebewesen gelangt) geführt haben. 

Auch die C14-Linie ist wie so viele Datierungslinien damit auf keinen Fall konstant gewesen, sodaß sich aus der Zeitdauer von chemisch-physikalischen Abläufen in der Gegenwart linear auf die Vergangenheit schließen ließe. Noch dazu wo man sicher weiß, daß der C14-Einfluß aus dem Kosmos auch heute keineswegs quantitativ wie lokal stabil und überall gleich ist.

Aus den Meßergebnissen läßt sich dabei sogar rückfolgern, daß zum Beispiel Bäume aus prähistorischen Zeiten weltweit zum selben Zeitpunkt starben (was auf eine weltweite Sintflut hinweist). Alles an fossilen Lebewesen Gemessene weist auf einen für alle diese fossilen, überlieferten Lebewesen auf einen gravierenden Einschnitt, einen einheitlichen Todeszeitpunkt. Der ungefähr sieben oder acht Jahrtausende vor Christus liegt. Denn es gilt generell, die C14-Methode neu zu kalibrieren. 

Man weiß heute um Einflüsse, die die Menge an meßbarem C14 beeinflußt, von Salz- oder Süßwasser, die Atombombenversuche und Vulkane, die den C14-Gehalt in der Atmosphäre beeinflussen, bis zu menschlichen Einflüssen oder Eigenproduktion in den Lebewesen selbst (was nur so gemessen ebenfalls auf ein zu hohes Alter verweisen würde). Und dann ist da noch die Rolle des Magnetfeldes der Erde, das früher stärker war als heute, sodaß auch hier weniger C14 die Erde treffen konnte als heute, sodaß sich auch aus diesem Grund von heute nicht auf frühere Epochen schließen läßt. Deshalb muß man sie in Bezug setzen. Die C14-Methode liefert keine unabhängigen, richtigen Meßergebnisse. Sie liefert nur Korrelationen zu anderen Ereignissen, wie etwa bei Baumringen (wobei auch die keine absoluten Aussagen über das Wachstumsverhalten und Zusammenhänge mit Einflüssen bei Bäumen zulassen). Weiter als bis 400 Jahre v. Chr. sind sie also nicht zuverlässig.

Derzeit passiert aber etwas Groteskes: Die Baumring-Datierung wird mit der C14-Methode kalibriert, während die C14-Methode mit der Baumring-Methode kalibriert wird. 

Aber die Methoden haben noch weitere Schwierigkeiten, vor allem geht man weiter zurück. Denn es gibt nur ganz wenige (namentlich zwei) fossile Baumring-Messungen, die sich mit lebenden Bäumen überlappen, sodaß man die Paläo-Dendrochronologie wirklich anschließen könnte.

Geht es also nach einer der "härtesten", zuverlässigsten, theoretisch best abgesicherten Altersbestimmungsmethoden der Naturwissenschaften, dann werden nach beiden Methoden derzeit die Alter von fossilen Funden massiv zu alt datiert. Speziell bei der C14-Methode muß man deshalb davon ausgehen, daß je älter der Fund ist, umso größer auch die Diskrepanz zwischen C14-Funden und dem tatsächlichen Alter ist, und zwar bis zu tausenden von Jahren. Um zu einer tauglichen Rekalibrierung zu kommen, muß man eine historische Ereignislinie heranziehen. Und diejenige, die am weitesten zurückreicht, findet sich  ... in der Bibel. Dann muß man auch davon ausgehen, daß so gut wie alle fossilen Funde VOR DER SINTFLUT gewachsen sind und gelebt haben. Wo die Lebens- und Atmosphärenbedingungen wiederum von der Gegenwart abweichen. 

Verglichen mit diesen weit fertileren, lebensfreundlicheren Bedingungen aber (und dafür sprechen die Fossilien selber) ist die gegenwärtige Welt eine regelrechte Wüste. Denn nach der Flut muß es eine dramatische Reduktion des C14 (bzw. des CO2) in der Atmosphäre gegeben haben, weil sich die Welt der Pflanzen und Tiere erst wieder erholen mußte. Man muß aus den Befunden davon ausgehen, daß es zuvor bis zu fünfhundert Mal mehr Kohlenstoff in der Biosphäre gab als heute.

Auf keinen Fall kann man aufrecht halten, daß bei der Beurteilung von historischen, vor allem von weit zurückliegenden Epochen dieselben Produktionsraten von C14 wie heute angenommen werden können. Das waren keine linearen Raten, die heutigen Bedingungen sind von einem katastrophischen Ankerpunkt ausgegangen, an dem sich alles geändert hat, und das war die Sintflut vor etwa fünftausend Jahren.

Ja, dann ist den Meßergebnissen nach aber plötzlich die Erde ... sehr sehr jung. Und zwar wirklich jung. Vielleicht acht-, vielleicht zehntausend Jahre. Eine Zeitspanne von Milliarden von Jahren, wie die gängigen Theorien annehmen, wird jedenfalls von diesen Meßdaten nicht gestützt. Und wir reden hier (mit dem Saft kann Snelling hier auch aufwarten) von naturwissenschaftlich unwiderlegten, begutachteten, fachgerecht veröffentlichten etc. etc. Ergebnissen.