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Mittwoch, 13. Januar 2021

Von Selbstbetrug und anderem Betrug (5)

 Teil 5) Klare Evidenz für Betrug 


Immerhin sprach doch auch in diesem Fall sehr viel - konkret! - dafür, daß in der Stimmenauszählung tatsächlich betrogen wurde. Wenn das so ist, warum nimmt man das dann einfach zur Kenntnis? 

Der Statistiker Briggs hat gemeinsam mit Kollegen ein simples Verfahren angewandt. Er hat tausende (deren Daten sind öffentlich, also leicht zu erfahren) Bezieher von Briefkarten-Stimmformularen angerufen. Ganz simpel. Und sie gefragt, ganz simpel, ob sie ihre Briefwahlstimme an die Wahlbehörde abgeschickt haben. 
Daraus ergab sich eine frappierende Diskrepanz: Denn viele, viele hatten erklärt, ihre Stimme abgeschickt zu haben, doch war diese bei der Wahlbehörde "nie eingelangt". 
Bei der Urnenauszählung hat sich ein bestimmtes Stimmenverhältnis ergeben. Das Pro-Trump lautete. Traditionell sind die Wahlkartenstimmen in den USA - anders als in Europa - keineswegs "links" (demokratisch), sondern entsprechen erfahrungsgemäß dem Stimmverhalten an der Urne selbst. 

Doch dann kamen die Wahlkarten. Und die waren - eiderdautz - praktisch SÄMTLICH PRO-BIDEN. Teilweise in phantastischem Maß! Ist nun ein Schelm (oder Verschwörungstheoretiker), wer dies zumindest SELTSAM findet?

Schlüssel zum Wahlbetrug war also die Corona-Panik. In deren Nebelgranaten war solche Art von Betrug erst ermöglicht. 
Denn sie hat bewirkt, daß so außergewöhnlich viele Wähler (er- und verschreckt durch die Ansteckungshysterie) per Briefwahl gewählt haben. ERST DAMIT war dieser massive, nach Meinung von Briggs wahlentscheidende Betrug möglich.
Nach einem intensiven Quälen der Zahlen der Stimmenauszählungen durch statistische Methoden hat sich handfeste Evidenz für Betrug gefunden. Fast überall, und schon gar in den entscheidenden Staaten (Michigan, Pennsylvania), waren die Ergebnisse an den Urnen PRO TRUMP. Trump hat nach deren Auszählung deutlich GEFÜHRT.
Doch dann kamen die "ausgezählten" Briefwahlstimmen. Und innerhalb weniger (Nacht-)Stunden ist die Wahl GEKIPPT. Die "abgegebenen" Briefwahlstimmen haben aus einem deutlichen Trump-Vorsprung einen "knappen Biden-Sieg" gemacht. Über diese Briefwahlstimmen ist somit der Betrug - ein gigantisches "Gaslighting" - am amerikanischen Volk erfolgt.
Man kann mit Statistik lügen, und wie, man kann mit ihr aber auch Realitätsbrüche, also Unwahrscheinlichkeiten, also Hinweise auf Lüge oder Betrug finden.

Immerhin sind Zahlen das Maß der Schöpfung, der Wirklichkeit, also dessen, was isset. Was soll man also von diesem viel angerufenen Frieden halten, wenn Friede einerseits auf der Harmonie der Ordnung, also auf Wahrheit beruht, anderseits dann nur durch Verzicht auf genau diese Ordnung zustande kommen soll?

Zu denen der hier und da bestehende Augenschein beleuchtende Evidenz geliefert hat: Da WURDE zumindest HÖCHST SELTSAM vorgegangen. Da GAB es merkwürdige Tatsachen in großer Zahl. Aber das schien die republikanischen Größen nur oberflächlich zu interessieren. Als es darum ging, diese Hinweise wirklich und ernsthaft zu prüfen, fehlte jeder Nachdruck und jenes Beharren, das doch dem Bereich der Tugend zugehört. Und damit dem Wertefeld von Konservativen, oder?  

Somit gewann ein Kandidat, der noch vor drei Monaten gefordert hatte, man müsse die Polizei finanziell austrocknen. Und der jeden Corona-Shutdown mit offenen Armen begrüßt hatte. Während er, so Briggs in einem sehr launigen Kommentar, 

im Keller seiner Mutter saß und sich nur höchst angelegentlich bei Massenveranstaltungen sehen ließ, in denen ihm Fans im hohen einstelligen Bereich zujubelten ... 

He sat in his mother’s basement most of the year, emerging occasionally to address crowds in the high single digits, all appropriately socially distanced. In one or two cases, there were even as many as two dozen non-media people.

Was um alles in der Welt, so andere Kommentatoren, wäre jenes Moment gewesen, das Biden zu seinem Wahlsieg geholfen hatte? Der nicht einmal ein richtiges Programm hatte. Der sich nie sehen ließ. Der, wenn er überhaupt auftrat, intellektuell wie körperlich so massiv gestützt werden mußte, daß er sich nahezu in Luft auflöste, wenn diese Stützen einmal nachließen. Dessen Namen viele Amerikaner nicht einmal kannten!

Das alleine ist doch Evidenz genug, zu sehen, wie massiv Joe Biden eine reine Marionette von Interessensgruppen war, die nun alle politische Macht in den USA an sich gerissen haben.

Hier also endlich weiter mit

Teil 4 bzw. jetzt 5) The Election Fraud is a Color Revolution (E. Michael Jones)

Und zwar mit einem Link zum Interview mit Jones vom 16. November 2020. Den Videoaufnahmen kann der Leser nämlich nur auf dessen Seiten (oder alternativen Plattformen) folgen. Denn Youtube hat Jones längst von jeder monopolartig aufgebauten Öffentlichkeit abgeschnitten. 

Das nächste katastrophale Politikversagen, und was für eines! Es lautet, diesen globalen Monopolbildungen erst tatenlos und schließlich hilflos zuzusehen. 
Wie so oft wird somit im Namen der Freiheit eine Konstellation gestattet, die genau diese Freiheit außer Kraft setzt. Die sogar genau darauf ausgerichtet ist! Denn Monopol, dieses vornehmste Ziel des Kapitalismus, bedeutet genau das. 

Der Literaturprofessor und Autor zahlreicher historischer, teils auch investigativer Bücher (darunter Maßstabswerke wie "Der Medjugorje-Betrug" oder "The Jewish Revolutionary Spirit") ist der Meinung, daß der Wahlbetrug bereits Akt einer Revolution ist. Die einem Muster folgt, das zum ersten Mal bei der Farbrevolution im Iran ist. 

Als 1953 der CIA den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammad Mossadegh nach einem Schema aus dem Amt putschte (und den demokratischeren ... oder? ach so ... Kaiser Schah an seine Stelle setzte), das sich seither weltweit wieder und wieder gefunden hat. 

Der in "Massenprotesten" (durch gesteuerte, oft sogar bezahlte Wander-Protestierer) beginnt, über False Flag-"Furchtbarkeiten" des herrschenden Regimes, künstliche Medientheater samt Verbreitung von Angst und Schrecken vor "Terror" durch den "Gegner", und in einem direkten Putsch mit dem Ergebnis des durch "freie demokratische Wahlen erfochtenen" Sieges des Wunschkandidaten - einer gut bezahlten Marionette - endet, der dann in Stellvertreterfunktion den Interessensgruppen dient. Die ... auch den CIA, diesen "Staat im Staate USA" und nachweislich der größte Drogenhändler* der Welt, bezahlen.


*Wie Sexualität (heute in der Pornographie) sind auch Drogen ein direktes politisches Mittel, einen politischen Gegner substantiell zu schwächen. Und zwar nicht erst seit dem 20. Jahrhundert, sondern seit sehr sehr langer Zeit. Man denke an Ereignisse wie den Opiumkrieg zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in dem England den "freien Markt" in China mit Militärmacht erzwang. Der aber nur freien Zugang der britischen (!) Drogenhändler nach China meinte. Womit das Land der Mitte in einen furchtbaren Abgrund der Wehrlosigkeit (samt Plünderung durch die Briten), Apathie und Sittenlosigkeit stürzte.


*080121*

Dienstag, 12. Januar 2021

Von Selbstbetrug und anderem Betrug (4)

Teil 4 bzw. dann Teil 5) The Election Fraud is a Color Revolution 

(E. Michael Jones)


Wir bringen nun den 4. Teil der Artikelreihe, in der sich ein Interview mit E. Michael Jones vom 16. November 2020 findet. In dem dieser selbstverständlich davon ausgeht, daß die Wahl zwischen Trump und Biden "gestohlen" war, der Wahlsieg Bidens also durch Wählerbetrug zustande kam. Eine Behauptung, der sich immerhin vierzig Prozent der Amerikaner anschließt, wie Radio Vatikan am 8. Jänner d. J. berichtet. 

Dem Tag nach der Entscheidung BEIDER Häuser des US-Parlaments (Senat und Kongress, Senatoren und Abgeordnete, je mit hier Republikaner-, dort Demokraten-Mehrheit) dem Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, den Wahlsieg zuzusprechen. Am nächsten Tag kam es zu einem "Sturm aufs Capitol." Was davon zu halten ist? Der VdZ muß sich auch hier auf das Urteil von Gewährsleuten verlassen, sofern er überhaupt ein eigenes Urteil bilden will. 

Aber der Leser möge sich zumindest als Alternative zu Mainstream-Berichten einmal diese Analyse des Chefredakteurs der Schweizer Weltwoche ansehen.

Vorgänge, die der VdZ wie gesagt nicht selbst zu beurteilen wagt. Zu weit weg ist er von diesem Geschehen, schon rein geographisch, aber (bei allem Bemühen) auch in der intimen Kenntnis der amerikanischen politischen Verhältnisse. Also hört er lieber auf Amerikaner, denen er in ihrem Urteil mehr oder weniger traut, weil sie in anderen Fragen die Korrektheit ihres Denkens bewiesen haben. 

Auch bei diesen ist die Meinung aber einhellig. Und wenn William M. Briggs, der "Statistiker bis zu den Sternen", davon spricht, daß somit ein guter Kampf verloren wurde, der Ausgang des Krieges aber noch keineswegs feststeht, nimmt der VdZ das mit gewisser Präferenz, sozusagen, zur Kenntnis.*

Ein Kampf, der zuletzt sogar in einer symbolischen "Besetzung" des Kapitols kulminierte. Und den ausgerechnet jene Demokraten als empörenden Ausbruch von Gewalt klassifizierten, der jeder demokratischen Meinungsäußerung widerspreche. Dieselben hatten noch vor einem halben Jahr die mit extremer Gewalt revoltierenden, plündernden, landesweit Chaos und Höchstschaden verursachenden Massen einer nachweislich zentral initiierten "Black Lives Matter - BLM"-Bewegung zur "demokratischen Meinungsäußerung" getauft. 

Leben wir nicht längst mit der Tatsache, daß jene die Macht und die Meinungsmacht besitzen - vor allem einmal als Macht Interpretationen zu oktroyieren, erst in zweiter Linie als Macht, Meinungen zu "ändern" - die ohne Scham lügen und je nach Interesse gerne zweierlei Maß anlegen?

Das Mißtrauen der Amerikaner in ihr System sitzt jedenfalls tief. Und die Einschläge rund um die Vorgänge um die Wahl vom November 2020 lagen diesmal den Fundamenten des Staates USA beängstigend nahe. 

Was die dem VdZ bekannten Personen aber einhellig sagen ist, daß wieder einmal bemerkenswert ist, 

wie leicht, ja wie leichtfertig gerade die als konservativ eingeschätzten, sich auch so verkaufenden amerikanischen Leitfiguren und Repräsentanten ihre Positionen aufgäben, sobald diese angegriffen würden. 

Diese "Konzilianz" gewinnt aber auch in diesem Fall den Charakter des VERRATS. Des Verrats an der Wahrheit.
Man lese dazu die dreiseitige Stellungnahme der Kongressabstimmungen am 8. Jänner 2021 (republikanischen; das muß man hier dazusagen) des Noch-Vize-Präsidenten Mike Pence. Briggs kommentiert sie mit lediglich einem Wort: SAD.


Da erklärt also allen Ernstes ein Vize-Präsident, daß er zwar persönlich die Wahl für gefälscht hält, und daß er formal (also rechtskonform!) die Entscheidung des Kongresses (Biden zum Präsidenten zu erklären) aufheben könnte, daß er DENNOCH diese offizielle Autorität NICHT beansprucht. Er erklärt, warum also das Gesetz nun doch NICHT dem "Geist der Verfassung" entspricht. Und warum er deshalb einer seiner Meinung nach FALSCHEN Entscheidung (weil der Kongress - und darum geht es hier überhaupt - seiner Pflicht nicht nachkommt, die Wahlen ernsthaft zu prüfen) zustimmt bzw. deren Ablehnung nicht vornimmt.

Der aber nun unter dem Motto, daß "wir zwar die Pflichten zu erfüllen haben, daß es aber Gottes Sache sei, die Ergebnisse zu bringen," seine Widerstandslosigkeit gegenüber den beiden Häusern als Erfüllung seiner Pflicht darstellt. Immerhin habe es ja in den letzten drei Wahlen genau diese Einsprüche etwa auch von Seiten der Demokraten gegeben, dennoch hätten sie dem jeweils andersfarbigen Präsidenten zugestimmt. Na servus ... SAD. Traurig.

Werter Leser, lassen Sie das sacken. Machen Sie sich aber auch bewußt, daß diese seltsame Art zu "denken" heute prägend und üblich ist. Dann wundere er sich nicht, warum es hinten und vorne kracht im Gebälk.

Wenn niemand die Ordnung, die sich in Gesetzen ausdrückt, für wichtig genug hält, sobald es um Fragen des Friedens geht - ja was für einen Frieden meint man dann? Den der Befriedung durch eine faktisch herrschende Macht, gleichgültig wie die zustande gekommen ist?

Morgen Teil 5) Klare Evidenz für Betrug 

*Der Leser höre (eine Empfehlung) den erst jüngst initialisierten "First Right"-Podcast, Ausgabe 1, mit William M. Briggs. Worin er erklärt, worum es ihm zuletzt vor allem geht: Um den Aufweis, daß die seit Jahrzehnten faktisch zu beobachtende Reduktion der Statistik auf Wahrscheinlichkeiten ("P-Values", also "P-Werte") zu einer gefährlichen und größenwahnsinnigen Überschätzung der Statistik und damit zu falschen Ansätzen in der Naturwissenschaft geführt hat. Deren weite Teile sich mittlerweile aber auf diese "mathematisch-wissenschaftliche Gewißheit" beruft. Ohne noch zu bemerken, daß sie sich damit von der Wirklichkeit nicht nur entfernt, sondern zu komplett falschen "Ergebnissen" kommt.


*080121*

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Von Selbstbetrug und anderem Betrug (3)

Teil 3) Die tieferen Ursachen - Zusammenhänge im Heute 


Die Wahlauseinandersetzung im letzten November war deshalb auch keine Schlacht zwischen Republikanern und Demokraten. Das war nur die Fassade, mit der die Bürger getäuscht und dazu bewogen werden mußten, um der wahren, aber verborgenen Macht die Legitimität zu verschaffen. Es war vielmehr eine Auseinandersetzung zwischen dem Londoner (Wall Street)-Kapital und Machtkomplexen, die NICHT diesem anglo-amerikanischen Eliteprojekt zugehörten, die eigene Interessen vertreten, und deshalb diesen Eliten ein Hindernis waren.  

Es ist deshalb mehr als zulässig davon zu sprechen, daß mit der kaum zu glaubenden Wahl eines senilen Joe Biden (die nämlich vor allem hieß, Kamala Harris in die Position zu bringen, die Macht auf absehbare Zeit in die Hände zu bekommen) die Schlacht um die Macht in den USA, die Lösung der Frage, wer nun wirklich die USA beherrscht, entschieden ist. 

Aber gehen wir noch einen Schritt zurück. Weil uns so Zusammenhänge klar werden könnten, die manches begreiflicher machen. Denn zu Anfang der 1950er befanden sich die USA im Morgengrauen des Ölzeitalters. Dem das globale Kapital mit seinem Einfluß auf die Politik auf andere Weise ihre Grundlage schuf. Damals fiel die Entscheidung, das Interstate-Highway-Programm durchzuziehen. Das quer über die USA, völlig unabhängig von den lokalen Bedingungen, ein Schnellstraßensystem legte, das die sozialen Verhältnisse nachhaltig ändern sollte. Und der Verwendung von Öl im Alltag endgültig alle Tore öffnete. 

Eines der (öffentlichen) Argumente übrigens, mit dem man dem Drängen der Öl- und Automobillobby, ein solches Mobilitätskonzept umzusetzen, das so wenig Sinn hat (!), nachgab und alle Gegner mundtot machte, war, daß man diese Industrien für ihre Beiträge zu den Kriegsanstrengungen 1941-45 belohnen wollte. So einfach ist das manchmal.

Denn nun war die dichtverbaute Bronx, auf der die Autos mit fünf Meilen/Stunde im Stau dahinschlichen, genauso wie das dünnbesiedelte, aber riesige Oklahoma, wo fünfundsiebzig Meilen/Stunde noch zu wenig waren, mit Autobahnen zerschossen. Was aber den nächsten Schritt möglich machte, den eines social engineering. Mit dem man nicht nur die gewachsenen, ethnisch-religiösen Völkergruppen auflöste. Und so vermeintlich das Problem einer im Krieg noch brüchigen nationalen Gesamtidentität löste - was sich heute erst recht als Ursache neuer sozialer und ethnischer Spannungen sowie unlösbarer psychischer (identitärer) Probleme herausstellt - sondern auch einen völlig neuen Menschen schaffen wollte: Den des universalistischen, entwurzelten, nur noch in einer psychogenen Euphorie eines nur noch in einer Idee verankerbaren "amerikanischen Bürgers". 

Aber der war ideal. Mit dem konnte man willkürlich verfahren. Und ihn widerspruchslos in die neu geschaffenen Vorstädte (mit jeweils durch Abstand vereinzeltem Individualheim) in eine neue, bunt durcheinandergewürfelte, entwurzelte Konsumenten-Gesellschaft einsiedeln. Wo er fortan täglich viele Kilometer zum Arbeitsplatz und zurück pendeln mußte. Und zu Hause eingeigelt mit Fernseher, Telephon und Fertigpizza, wie sie in der Werbung angepriesen war, mehr existierte als "lebte". 

Als sicher erreichbares Objekt der Werbung als psychologisch immer raffinierter angelegtes Mittel der Bedürfnissteuerung. Das seine "gewünschten" Produkte in nur mit Auto erreichbaren weil von Super-Invest-Gesellschaften (wiederum mit dem Geld der Ölgesellschaften, die zu einer immer weiteren Konzentration des Wirtschaftsgeschehens führten) mitten in die Pampa gebauten Super-Einkaufstempel kaufen mußte. Mußte? Nein. Völlig frei wollte.  

Diese neue, ressourcen- wie energieverzehrende Lebensweise baute nicht nur auf einer einzigen Ressource auf - Öl. Sondern verzehrte auch die Landschaft, verwüstete die Umwelt durch die Häßlichkeit der neuen Stadtbilder, und schuf einen durch Autos und billigen Sprit bewegungsarm gemachten, also der Gesundheit abträglichen Alltag inmitten einer in jeder Hinsicht entfremdeten Welt. Die man aber ohnehin nur noch durch die Brille der Massenmedien überhaupt wahrnahm.

UND es zerstörte die gewachsenen Städte, diese Landkarten der Geschichte, und zwar im ganzen Land. Es machte die Innenstädte gesichtslos-funktional, menschenleer, und zu Objekten von Immobilienspekulationen. Und wo noch ein Stück Gewachsenheit zu erkennen ist, wird die Stadt zum Museum umfunktioniert. Ein identitätsbildender Wurzelboden originären Lebens wird sie so nicht mehr. Wer sich die Fakten ansieht, wie sie der gesamte Komplex social media zu Tage fördert, wird unschwer erkennen, daß sie fast ausschließlich mit Defiziten und Defekten zu tun haben, die aus diesen Eingriffen in die Lebensführung stammen. Allen voran mit dem Problem, noch gesunde, stabile weil in der Tiefendimension gewachsene Identität herauszubilden.*

Das alles ist kein Zufall, werte Leser. Wir haben es hier mit einem immer ausgefeilteren, umfassenderen, und im Laufe der Jahrzehnte perfektionierten Gesamtkonzept zu tun. Das wir immer noch mit Freiheit und "freiem Markt" identifizieren! Obwohl von Freiheit gar keine Rede mehr sein kann. 

Wer heute Freiheit will und als Freier leben will, der steht in jedem Fall gegen das, was man nur noch als "System" bezeichnen kann. Weil es von tatsächlich identifizierbaren, zumindest klassifizierbaren Kräften genau so gewollt und geschaffen wurde und erhalten wird. Denn diese Kräfte (so schwer es ist, sie beweisbar in konkreten Personen und Institutionen festzumachen ohne sich in die Gefahr einer meist gut zu wiederlegenden Verschwörungstheorie zu begeben) sind noch nicht am Endziel angelangt. Aber sie sind ihm nun ein gutes Stück näher gekommen ... 

Klimaleugner, Coronaleugner, Trump. Diese Dinge gehören nicht so sehr deshalb zusammen, weil sich inhaltlich so klare Verbindungen zeigen, oder weil Trump ein so eminent politischer Kopf wäre, der konzentriert und geplant gegen einen Masterplan vorgehe und stehe. Das ist er nicht, und das tut er nicht. Wer das annimmt unterliegt einer fatalen Täuschung. Vielmehr ist Trump Teil eines Anti-Konzepts, das sowohl Gegner wie Umsetzung umfaßt weil diese Antinomie aus taktischen Gründen braucht. Wir zitieren hier allerdings nicht Jones, deshalb belassen wir es bei diesen Ausführungen. Und kehren zu diesem zurück. 

Nächste Woche geht es mit Teil 4 weiter: The Election Fraud is a Color Revolution (E. Michael Jones)



*Doch anstatt vor Scham und Bestürzung zu vergehen, sind solche Eingriffe mehr denn je Inhalt politischen Wollens.



*251120*

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Von Selbstbetrug und anderem Betrug (2b)

 Teil 2b) Die Anmerkungen zum heutigen Teil 2a


*So gab es im Bundesstaat Georgia Bezirke, wo Biden 98 % der Stimmen erzielt haben soll. Bei 23.500 abgegebenen Stimmen. Das muß selbst eingefleischten Anhängern der Demokraten seltsam erscheinen. Zur Einschätzung der Auswirkungen solcher "überzeugender Teilergebnisse": Biden gewann den Bundesstaat Georgia mit lediglich 12.800 Stimmen Vorsprung. Deshalb sollen nun die Gerichte die Stimmenauszählung prüfen. Auch, weil noch vor den Wahlen tausende "Wahlberechtigte" auf Postämter oder Gewerbesitze "angemeldet" wurden.

Nicht nur in Georgia (wo auf Gerichtsbeschluß hin bereits nachgezählt wird) sind aber Seltsamkeiten zu vermelden, sondern etwa auch in Nevada, wo es 150.000 solcher "Biden-Stimmen" gibt. In Pennsylvania geht es sogar um 600.000 fragwürdige Stimmen, die wie anderswo das Gesamtergebnis gedreht haben. Da wurden das offizielle Ergebnis zu einem Zeitpunkt verkündet, zu dem noch nicht einmal alle Countries ausgezählt waren. 

Oder man nehme Wisconsin. Hatte Trump bis 3.51 Uhr morgens noch um 130.000 Stimmen geführt, tauchten um 3.52 Uhr plötzlich so massive pro-Biden-Auszählergebnisse auf, daß mit deren 142.000 Stimmen das Ergebnis auf den Kopf gestellt wurde. Auch in Arizona geht es um Zehntausende. Michigan - ebenfalls zahllose Ungereimtheiten. 

Daß Wahlbetrug in den gesamten USA vorliegt ist laut der Anwältin Sidney Powell einfach zu offensichtlich. Zu viele Ergebnisse sind nicht zu erklären. Wenn wir aber, als Ferne, als Europäer, die Angelegenheit nicht wirklich beurteilen können, so sollten wir uns an die Meinungen von Gewährsleuten vor Ort halten, denen wir aus irgendwelchen Gründen trauen. 

Und das ist in den Augen des VdZ nicht nur E. Michael Jones, sondern auch der Statistiker William M. Briggs. Der mit mathematischen Analysen zu derselben Auffassung kommt. Aber Briggs beklagt auch, daß die Konservativen/Republikaner zu wenig von dem haben, was den Linken aus allen Gelenken tropft: Der Wille zu siegen. Wie so oft lenken die Konservativen mit ihrem Hang zum Fatalismus auch hier zu früh ein, und verletzen ihre moralische Pflicht, einem Übel angemessen zu begegnen.

Der wichtigste Ansatzpunkt dürfte die Briefwahl sein. Insgesamt, so Briggs (und wie er arbeiten etliche Personen und Gruppen an derselben Sache), sind hunderttausende Stimmen, die dem Trump-Lager zugefallen wären, als "nicht eingelangt" und damit nicht vorhanden "gewertet" worden. Aber das ist nach ersten Umfragen (durch Telephonanrufe bei Personen mit solcher angeblicher Wahlenthaltung) gar nicht der Fall gewesen! Man hat also - möglicher-, noch mehr aber wahrscheinlicherweise - Trump-Stimmen also einfach nicht gewertet. 

Wie man das wissen, also behaupten kann? Man kann durch Datenvernetzung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sagen, welche Person wie wählt. Das wissen sogar unsere Politiker. Das weiß aber vor allem Google, das sich eindeutig positioniert hat (pro Biden, anti Trump), denn Google stimmte nachweislich und zugegebenermaßen die Suchergebnisse bzw. Informationen auf das Profil des Suchenden ab (um ihn "zu motivieren").

Wenn nun Personen mit Trump-Affinität Wahlkarten beantragt haben, die nun aber in wahlentscheidendem Ausmaß und bundesweit, im speziellen aber in Staaten wo es um die Wurst ging, fehlen, weil die Karte angeblich "nicht zurückgeschickt" wurden, und wenn noch dazu diese hohe Nicht-Rückgabe "zufällig" nur eine der Wahlparteien (Trump) betrifft, wenn umgekehrt Personen Wahlkarten beantragt (und zurückgesandt) haben sollen, die davon gar nichts wissen, sollte man der Sache nachgehen. 

Welch Chaos bei den Wahlkarten geherrscht hat (ob absichtlich oder zufällig ist da mal egal) bestätigte am Wahltag zufällig ein hoher Beamter der österreichischen Handelskammer, der im österreichischen Privatfernsehen einen Stimmungsbericht liefern sollte. Und nun davon berichtete, daß er - als Ausländer - sogar drei (DREI) Wahlkarten zugesandt bekommen habe, mit denen allen er gültig wählen hätte können. Der VdZ hat von weiteren solchen Fällen gehört.

Derzeit sind sechzehn Klagen in vier Bundesstaaten anhängig. Und die Gerichte in Georgia befassen sich bereits damit. Aber die Zeit drängt, denn bis Jänner muß alles abgehandelt sein.

**Zumalen der erste Kampf auch der gegen die Katholische Kirche war, die JEDEM solcher Machtvereine glatt im Wege stand und steht. Und zwar global. Bis in unsere Tage ist sogar die Mitgliedschaft mit einigen dieser Geheimgesellschaften (Freimaurer) eine Tatsache der (Selbst-)Ausschließung aus der Kirche. Im anglo-amerikanischen Raum hat die Kirche also zahllose Feinde, die immer häufiger sogar als die staatsbeherrschende Elite auftrat und -tritt. Während die Kirche seitens dieser pan- und überstaatlichen Organisationen ähnlichen Unterwanderungsversuchen ausgesetzt war wie institutionalisierte Staaten. Denn diesen allen ist das Volk, ist der freie, in der Wahrheit verwurzelte Mensch ZIEL weil OBJEKT.

***Daß der Kommunismus längst und höchst effektiv die intellektuellen Institutionen durchsetzt und auf seine Seite reißen wollte und bald gerissen hatte, hatte man damals (wie heute) freilich nicht erkannt. Und diese Institutionen sind und waren es auch, die der ganzen Nation ihr weiteres - und revolutionäres, vom Kommunismus geprägtes! - geistiges Fundament legten. Sodaß wir es heute mit der erschreckenden Tatsache zu tun haben, daß die Universitäten und Hochschulen es sind, die mit den von ihnen geschaffenen "Eliten" unsere Gesellschaften den kommunistischen Idealen gemäß formen und praktisch die gesamte soziale Schichte der Führungseliten darstellen.

Folgen Sie der Artikelserie weiter. Morgen Teil 3) Die tieferen Ursachen - Zusammenhänge im Heute 


*251120*

Von Selbstbetrug und anderem Betrug (2a)

Teil 2a) Wahlbetrug als politisches Mittel
der geheimen US-Eliten begann 1953

Deshalb gehen wir nun rasch zu E. Michael Jones und seinem jüngst auf "alternativen Plattformen" (die man von Anfang an hätte wählen sollen!) veröffentlichten Gespräch über die US-Wahlen des letzten Monats. Bei denen die Anschuldigung, es handele sich um getürkte, manipulierte, also dem republikanischen Kandidaten und mithin Ex-Präsident Donald Trump "gestohlene" Wahlen im Raum steht. 

Und Jones entkorkt die Flasche gleich zu Beginn: Ja, es war ein Wahlbetrug, was sich Anfang November in den USA abspielte.* Aber es war beileibe nicht der erste in der jüngeren US-Geschichte.

Denn es geht in den USA seit je um die Frage, wer wirklich die Fäden des Geschehens in der Hand hat. Und hier ist mit der Gründung der CIA im Jahre 1947 - dem vielleicht schwersten Fehler des damaligen Präsidenten Harry S. Truman, wie der selber später einbekennen mußte - ein entscheidendes Faktum gesetzt worden. Das seine Dynamik der Staatsbeherrschung bereits 1953 im Iran geoffenbart hat. Wir haben es heute mit denselben Mechanismen und Denkweisen zu tun.  

 Die Vorbedingungen

Bereits in den Kriegsjahren hatte Präsident Roosevelt mit dem arabischen Königshaus der Saud eine folgenschwere Vereinbarung getroffen: Während die Saudis dafür sorgen würden, daß die USA mit billigem Rohöl versorgt werden würde, würde diese im Gegenzug durch militärische Macht und Waffenlieferungen für die Sicherheit der Herrschaft der Sauds sorgen. 

Im Grunde hätten die USA dem Iran nach dem Zweiten Weltkrieg nur dieselbe Hand reichen müssen. Denn die USA-Begeisterung bei den Persern war groß. (Während sie heute von einer sehr grundsätzlichen Skepsis und Ablehnung des Westens bestimmt ist. Aber auch das hängt mit diesem Geschehen zusammen.) Doch hat man - und nicht zum ersten Mal - das Geschäft dritter Mächte erledigt, in diesem Fall der Briten. Und Persien zum Feind erklärt. 

Denn deren demokratisch gewählter Präsident Mohammad Mossadegh hatte die britische Erdölförderung (BP - British Patrol, mit starker direkter Beteiligung des englischen Königshauses) verstaatlicht. Mit deren Werkzeuglichkeit sich Großbritannien jahrzehntelang billiges Rohöl verschafft hatte, ohne die Perser auch nur irgendwie an deren Ertragskraft teilhaben zu lassen. 

Also hatte der CIA für den (per Kongress-Untersuchung nachgewiesenen, daraufhin erst eingestandenen) berühmt-berüchtigten Putsch von 1953 gesorgt. Unter dem Codenamen "Operation Ajax" bei den Amerikanern, unter "Operation Boot" bei den Briten. 

Ausgeführt hatte den Coup D'Etat freilich das iranische Militär. Es war der Gewinner im Inland zusammen mit dem Shah Reza Pahlavi, dem Sohn des zuvor von der Demokratiebewegung abgesetzten Vaters aus dem Hause der Pahlavi, der nun an die Macht kam, und den USA (bzw. den Briten) willfähriges Instrument war. Bis er der nächsten Revolution der Perser im Jahre 1979 zum Opfer fiel. 

Gewinner waren aber vor allem bestimmte Eliten der USA sowie Englands. Die sich seit je in Geheimverbindungen wie den Skull and Bones gefunden hatten. Die selbst wiederum Sprössling der auf Cecil Rhodes und Nathan Rothschild zurückgehenden Ur-Geheimgesellschaft des 19. Jahrhunderts sind. Mit seiner ursprünglichen Finanzierung aus südafrikanischen Rohstoffen (Diamanten, Gold) und Sitz in London.  

Schon in England war die Tätigkeit dieser selbsternannten Auserwählten bald der größeren Effizienz wegen geheim geworden. Und in England hat sich zuerst das Grundschema ihrer Macht gezeigt. Das mit großem, langem Atem Mann für Mann (und heute Frau für Frau) in die hohe und höchste Politik einschleuste. Und mit noch größerer Geduld - aber auch mit viel Geld - die Universitäten und Eliteanstalten in ihre Hände bekam. Die - über die ebenfalls bald beherrschten (weil gekauften) Medien - der Öffentlichkeit sagten, was zu denken, was zu sprechen, was zu glauben war.** 

Und sie besteht bis heute. Wir sollten ja nicht vergessen, daß die Briten offiziell noch im 19. Jahrhundert, inoffiziell bis heute, den Traum von einer Heimholung der ehemaligen Kolonie träumen. Die ihrem Konzept von der überlegenen Rasse, die von Gott selbst auserwählt wurde, die Welt zu beherrschen und ihr zivilisatorisches Konzept global zu implementieren, ungebrochen nachgehen. 

Und es waren, so Jones, vorwiegend Mitglieder solcher Geheimgesellschaften, aus denen sich die erste Mannschaft des CIA im Jahre 1947 rekrutierte, die man aus Yale und anderen Eliteschmieden heranholte. Wie immer ist es auch hier die Gründungsverfassung, die die weitere Entwicklung einer Institution vorgibt. Noch dazu einer, die so weitgehende Autonomie haben mußte wie dieser CIA, der sogar dem Kongress gegenüber nur beschränkt auskunftspflichtig ist. Was sich aus der Natur der Sache ergab. Denn es ging 1947 auch und vor allem um die Reinigung der Politik von kommunistischer Unterwanderung, wie man sie damals nach und nach und endlich! erkannt hatte.*** 

Wer aber würde dies besser erkennen, wer würde den Kampf gegen den Kommunismus, der in einer freien Gesellschaft absolute Priorität haben muß, besser führen können als die Eliten? Also wuchs und wuchs der CIA, und wuchs der Einfluß der Geheimgesellschaften wie Skull and Bones. Bis sie die USA regelrecht übernommen haben. Und damit haben wir es heute zu tun.

Die Anmerkungen findet der Leser in dem 
der heutigen Veröffentlichung angefügten Teil 2b)

Morgen Teil 3) Die tieferen Ursachen - Zusammenhänge im Heute 


*251120*

Mittwoch, 21. November 2018

Die Wirklichkeit im Iran

Zwar spitzt der VdZ immer die Ohren und stellt seine Rückenhaare auf, wenn er hört, daß ein Land "sozialistisch" ist, und dann auch noch dieses Attribut im Rahmen einer utopischen Weltvision auftritt, wie in diesen beiden Filmen. Aber vielleicht ist auch das eine Fehleinschätzung, wenn auch nach der anderen, "gutgemeinten" Richtung. Zu leicht wird oft ein moderat soziales, nicht kapitalistisches, sondern freies, aber nicht liberalistisch-brutales Wirtschaftssystem ins selbe Fach gelegt. Und wer die Filme ansieht wird feststellen, daß das Gezeigte eher dieser Auffassung entspricht, und nicht jenem utopischen und lebensfeindlichen Marxismus, mit dem diese Form leicht in eins gesetzt wird. Zumal Marxismus dem Oligarchentum direkt in die Hände spielt.

Wer natürlich das Verbot von Pornographie im Iran, oder die Beschränkung des Internet als Eingriff in die Freiheit sieht, der sollte sich nämlich ernsthaft fragen, ob er verstanden hat, was Freiheit oder politische Verantwortung überhaupt sind.

Ob im Iran alles so toll ist, wie in diesem Film behauptet, kann der VdZ nicht sagen. Nicht, weil er sagen muß, daß er noch nie dort gewesen ist. Das hilft oft auch nichts. So viele Menschen heute sehen viel, erkennen aber nichts, sehen also nichts. Zum Gegenteil kann dieses Vielsehen erst recht ein falsches Urteil bewirken. Der Aufruf im Video, hinzureisen, um "sich ein eigenes Bild" zu machen ist also cum grano salis zu nehmen. Ein Hinreisen ist nicht immer das Notwendige, um zu einem gerechten Urteil zu kommen. Die Auswahl der richtigen Gewährsmänner ist oft sogar vorzuziehen. Ob jemand ein solcher ist, der wie hier vom Sozialismus schwärmt, sei dahingestellt.

Aber eines glaubt der VdZ sofort, und man hört und liest zu oft etwas, reiht Indiz um Indiz aneinander, um zur Einschätzung geneigt zu machen: Daß das medial und politisch gewollt bei uns aufgerichtete Bild vom Iran komplett falsch sein könnte. Weil man uns aus politischen, aus geopolitischen Interessen einen Schreckensstaat vormalt, der mit der Wirklichkeit im Land nichts zu tun hat.










*191018*

Samstag, 3. November 2018

Der epochale Irrtum

In diesem Interview bringt E. Michael Jones vieles auf einen sehr transparent machenden Punkt. Offenbart gleichzeitig aber auch die Gefahr, die Hegels "Automatismus" der Weltentwicklung birgt, in dem "alles von selbst gut wird, man muß es nur lassen". Hat Jones, der sich so auffällig oft auf Hegel bezieht, wirklich nicht durchgedacht, daß Hegel im Materialismus landet, und damit genau zu dem Materialismus und Relativismus führt, den Jones so effektvoll und großartig kritisiert? Daß Gott aus allem Seienden letztlich Gutes hervorbringt, weil alles Seiende nur ist, weil und insofern es am Sein teilhat, ist nicht über Hegel erklärbar. Hat er Hegel gar nicht gelesen, sondern nur aus gewissen Rückschlüssen "eigenständig interpretiert"?

Wie auch immer. Was Jones zeigt ist, daß sich 1979 ein epochaler Wandel in der Welt vollzog. Und zwar durch zwei Ereignisse, die denselben Hintergrund haben: Der Revolution im Iran, und dem Besuch des Papstes in Warschau. Beide Ereignisse waren insofern gleich, als sie die Revision des Irrtums der Trennung von Staat und Kirche (Religion) bedeutet haben. Und auch kein Mexikaner versteht diese Trennung. Das zeigt sich in der Bedeutung der Kirche, das zeigt sich an der Stellung und Bedeutung für das alltägliche Leben, die die Marienerscheinung von Guadeloupe im Leben der Mexikaner hat.

Die Revolution im Iran unter Ajatollah Khomeini war eine naturrechtlich fundierte Reaktion auf die Irrlehre der Aufklärung, daß Religion und Staat nichts miteinander zu tun hätten. Und die mit dem Amerikanismus verbunden ist. Die Folgen sind gewaltig. 1989 betrug die Geburtenrate im Iran 3,4 Kinder pro Frau. Als Khomeini starb, implementierte sein Nachfolger die Legitimität der Verhütung. Schlagartig sank die Fertilität, heute hat der Iran die selbstmörderische Geburtenrate von 1,7 Kinder pro Frau. Heute steht der Iran - das einzige Land, das sich gegen den Amerikanismus als Kultursurrogat gewehrt, ja in dieser Haltung konstituiert hat - vor der Selbstauslöschung, rechnet man diese Entwicklung nur einhundert Jahre weiter.

Der Türöffner dazu war die "Gleichberechtigung" von Mann und Frau, die Frauen in Ausbildungsgänge brachte, die aus sich heraus einen Anspruch auf Beruf implizieren.  Wo aber die Frau in "den Beruf" geht, glaubt es gäbe ein universalistisches Prinzip der Selbstverwirklichung, demgemäß diese Verwirklichung als nicht mit Ort und Situation zu tun hat, in der man sich findet, bricht unweigerlich die Geburtenrate zusammen. Jones berichtet von einer Predigt in einer persischen Moschee, die zu halten er vor kurzem eingeladen worden war.

Gefragt, wer verheiratet sei, hob (auch im heutigen Persien!) nur ein verschwindend geringer Anteil der Männer die Hand. Weiter gefragt, wieviele Kinder diese Ehen hervorgebracht hätten, kam die erschütternde Antwort: Null! Eine über 2000 Jahre alte Kultur löscht sich also selbst aus. Der universalistische Amerikanismus hat also auch hier bereits seine dämonischen Samen gesät, die Selbstverwirklichung mit "Fähigkeit" (die in sich leer, bedeutungslos ist) und nicht mit Ort, Stelle, Stand als zu transzendierendes telos (Ziel) hat.

Der Sinn der Welt liegt im menschlichen Selbstvollzug, auf Kultur somit, die in sich auf Verwurzelung in den Ort ausgelegt ist. Darauf ist auch die gesamte Schöpfung ausgerichtet. Und dieser Sinn als in allem - allem! - angelegtes "Wollen" als "Sollen" ist deshalb ein Wachsen und Vermehren des Menschen, um die Welt zu beherrschen und DAMIT zu heiligen. Letztlich heißt das: Um sie zur Kirche zu führen. Hier mit theoretisch-statistischen "Weltbevölkerungs-" oder "Überbevölkerungs-"Zahlen zu kommen, ist schlichtweg dumm (so wie die Aufklärung alle Welt verblödet hat) und aus völligem Unverständnis auch von Statistik (weil aus falschem Weltbild) entstanden. Denn es sind genau diese Menschen, in Kultur zur einzig schöpferischen Kraft der Sittlichkeit gebracht, die die Welt zur Frucht bringen. Je mehr Menschen also, desto mehr Frucht.









*091018*

Samstag, 14. Juli 2018

Mal in die Karten der Wirklichkeit schauen

Tja, sie wäre ein gescheitel, ja fast geistvolle und von Lebenserfahrung genährte Frau, die derzeitige Außenministerin von Österreich, Karin Kneissl. Ihre Analyse des arabischen Raumes, des vorderen Orients also, ist ziemlich hörens- und sehenswert. Beides ist ja nicht zu trennen.

So manche sehr erhellende, gerade aus ihrer Eigen- - gar nicht so sehr Kontraposition - erhellende Aussagen. Sanktionen wie gegen den Iran, sagt Kneissl so nebenbei, haben diese Völker immer nur stärker gemacht. Der Vordere Orient war aber seit je ein Konfliktraum zwischen Arabien und den Persern.

Europa, so die österreichische Außenministerin, ist auf beiden Augen blind. Hat von den wirklichen Zusammenhängen keine Ahnung. Nur China hat ein erkennbares Konzept. Europa weiß zwar im Grunde alles, aber es verweigert sich der Wirklichkeit. Und die USA sind den Wirklichkeiten in diesem Raum nicht gewachsen. Die Empörungs-Emphase des Westens ist schlicht und ergreifend infantil.









*130618*

Freitag, 22. Juni 2018

Gegen das Völkerrecht

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel weist in diesem Gespräch mit Russia Today darauf hin, daß das Verhalten der USA im Atomabkommen mit dem Iran völkerrechtlich nicht gedeckt ist. Zumal die USA nur EINER von mehreren Vertragspartnern (darunter China und die EU) ist. Und der Vertrag auf einer Resolution des UN-Sicherheitsrates beruht, so daß es auch für die USA verbindlichen Charakter hat. So einen Vertrag können die USA also gar nicht (einseitig) aufkündigen. Nicht einmal ein bloßes Zurückziehen ist nach internationalem Recht möglich.








*310518*

Freitag, 15. Juni 2018

Man darf nicht selbst sein, darum geht es

Im Grunde, sagt E. Michael Jones in seiner Analyse der Vorkommnisse rund um den Iran - USA - Israel, verlangen die USA vom Iran, seine Selbstbehauptung (und damit seine Selbstverteidigungsfähigkeit) aufzugeben, zugunsten einer Dominanz Israels im Vorderen Orient. Das ist irrational, das ist nicht vernünftig. Wer so etwas tut, hat nur die Provokation eines Krieges im Sinn. Und der Liberalismus der Gegenwart, der eine fatale Maske des Bösen weil eine Lüge der Aggression ist, die den anderen wehrlos machen soll, kann solche Ereignisse nicht mehr wahrhaftig genug beurteilen. 

Während die USA absurde wirtschaftliche Einbußen in Kauf zu nehmen scheint. Allein Boeing muß nun einen dreizehn Milliarden Dollar-Auftrag in den Wind schreiben. Betreibt also Trump eine US-Außenpolitik im Interesse der USA? Oder nur ...im Sinne einer Großmachtstrategie Israels? Und: Wie wird Europa, von den USA massiv unter Druck gesetzt, reagieren? Gleichzeitig fällt der Ölpreis. Rußland muß weiter geschwächt werden. Wie lange werden die Staaten der Arabischen Halbinsel diese Nibelungentreue gegenüber den USA, die definitiv mit Reagan und seiner Strategie im Kalten Krieg zu Anfang der 1980er Jahre zu einer Schicksalsgemeinschaft wurde, durchhalten wollen? Wie man verschiedentlich liest, sind Rußland und Saudi-Arabien bereits dabei, eine Abgleichung ihrer Ölförderung vorzunehmen - was heißt: Erhöhung der Fördermenge. Darüber wird gerade in diesen Tagen in Wien (OPEC-Sitz) entschieden werden.

Wie wird Europa reagieren? Gar eine eigene Politik aufstellen? Wer glaubt daran noch ... schaue sich der Leser doch einen weiteren Beleg an, welche Leute sich in Brüssel wichtig machen. Pseudopolitiker, die nicht einmal etwas daran finden, die Medien aufzurufen, "das Positive" der EU" darzustellen. Und Journalisten, die dazu nicken, ja die begeistert zustimmen. Alles Leute, die von unseren Steuergeldern leben, die noch nie etwas gearbeitet (sondern nur "Dienstverhältnisse") haben, werte Leser. Prunzplutzer werden eben nicht besser, wenn sie in hohe Positionen kommen. Und hohe Positionen sind heute kein Ausweis, daß sie nicht Pruntzplutzer wären. Sie werden dann nur höhere Pruntzplutzer.

Angesichts einer US-Israel-Politik gesagt, die man allerbestenfalls noch als dämonisch bewerten kann.









*280518*

Mittwoch, 23. Mai 2018

Was die Gründe sind (2)

Teil 2) Warum die Liberalen hier hinter Trump stehen




Wenn man den Artikel auf Achse des Guten liest fällt einem auf, daß die Leserzuschriften derartig einhellig FÜR die Aufkündigung des Abkommens sind, daß man den Eindruck gewinnen möchte, daß dahinter ein Trumpscher PR-Apparat steht. Der schon beim Wahlkampf so massiv in 'social media' mitgemischt hat. Der Eindruck wird ein wenig relativiert, wenn man dann weitere liberale Organe (der freien Szene gewissermaßen) ansieht. Auch auf ortner.online (das selbsternannte Zentralorgan des Liberalismus) und im speziellen im Bezugsartikel auf mena watch etwa wird dieser Schritt Trumps befürwortet. Auch hier - viele Behauptungen, Unterstellungen, deshalb vor allem aber viele Ängste und Vermutungen und Zukunftsszenarien, aber wenig Substanz.


Der VdZ hat dafür nur eine Antwort: Das Ansinnen des Liberalismus deckt sich im Grunde mit der Außenpolitik der USA. Die auf das Auflösen von Einheiten - als Identitäten - abzielt. Das war und ist das eigentliche politische Programm der Weltmacht USA, und das ist auch das eigentliche Anliegen des Liberalismus.  Denn mit Identitäten sind auch Beziehungseigenschaften verbunden, die sich auf den Ort - also auf das das innerste Eigene noch überschreitende Außen - abzielen. Ein Staat definiert sich ja nicht nur aus eigenem inneren Spiel, sondern auch, ja gerade in seinen Außenbeziehungen, die ihm ein geographischer Raum vorgibt. Das heißt, daß der Iran selbstverständlich Interessen im Vorderen Orient hat, ja haben muß. 

Diese haben nun sogar umso mehr Gewicht und Bedeutung, als die USA selber durch die Ausschaltung des Irak (und den Versuch, das auch bei Syrien zu tun, was immerhin zu einer eklatanten Schwächung dieses Staates in diesem geographischen Raum geführt hat) ein genuines Machtvakuum erzeugt haben. Nun gibt es aber keinen machtfreien Raum, und das war ja auch gar nicht die Absicht. Sondern damit hat man vermeintlich Raum für die USA selbst und natürlich vor allem für Israel geschaffen. Denn wenn auch alle anderen ihre Identität auflösen - für diese beiden Staaten gilt das natürlich nicht. Und das erzählt eigentlich die ganze Geschichte von selber.

Und hier ist auch das verbindende Element zum Liberalismus. Der ein Konzept ist, im Grunde also sogar ein Kampfkonzept, das dem jeweils anderen alle Waffen und Grenzen der Selbstbestimmtheit aus der Hand schlagen soll, um Platz für die eigenen Absichten zu machen. Der Liberalismus wurde zu einer Zeit wichtig, wo Englands Unternehmen und Seemacht durch Protektionismus so stark geworden waren, daß es auf geöffneten Märkten, in geöffneten (grenzenlosen) Ländern jede Konkurrenzsituation gewinnen und so Weltherrschaft aufbauen konnte. Die jede Gegenwehr unter Hinweis auf das neue Weltgebot des Liberalismus im Keim erstickte.

Arabien spielt derzeit eine gewisse Nebenbedeutung, soweit es eben Verbündeter BEIDER Staaten ist. (Daß Arabien und Israel Zusammenarbeit beschlossen haben, ist ja mittlerweile offiziell und bekannt.) Und dort zählen natürlich alle die Kriterien nicht, die für den Iran schlagend werden. Daß die Türkei - für die USA wichtiger militärischer Partner - ihr eigenes Süppchen kocht, ist da kaum noch der Erwähnung wert.

Von Bedeutung ist hier nur, daß zwei Staaten der gesollten Entleerung des Vorderen Orient von partikularen, starken Identitäten Widerstand geleistet haben - Rußland und eben der Iran. Die Folgen waren absolut vorhersehbar. Sie sind nun beide durch Wirtschaftssanktionen betroffen, die verhindern sollen, daß diese Länder innere Stärke aufbauen. Denn aus innerer Stärke entwickelt sich natürlich auch ein gewisser transnationaler, komplexer Raum, in dem ein Land steht, und der ihm nicht gleichgültig sein darf.









Nachtrag: Aus der Lektüre verschiedener Medienstellungnahmen (wie hier z. B.) scheint sich eines herauszukristallisieren: Die Aufkündigung des Abkommens mit dem Iran heißen jene gut, die davon ausgehen, daß der Iran die klare Absicht hat, Atombomben herzustellen und die die außenpolitischen Interessen Persiens im Nahen Osten als Imperialismus deuten. In dem sie die Absicht haben, sich den Nahen Osten unter den Nagel zu reißen. Und dazu die Region generell destabilisieren. Dazu wäre eine wirtschaftliche Erholung des Iran kontraproduktiv. Der nun wieder Öl liefern kann, und ca. 100 Milliarden Dollar ehedem eingefrorener Guthaben wieder ins Land holte. Dazu wird die derzeitige Regierung (demokratisch gewählt) konsequent als "Regime" (mit negativer Konnotation) bezeichnet und gesehen. 

Ob das der Realität im Iran entspricht? Sich zur Beurteilung dieser Frage (samt der Frage, ob das eine ausländische Macht überhaupt etwas angeht oder zu einem Eingreifen berechtigt) etwa auf die "Proteste" zu beziehen, sie sich vor einigen Wochen in Persien meldeten, ist wenig hilfreich. Solche "Proteste" gab es auch 1953, als es darum ging, daß der CIA Mossadegh putschte und den Schah an die Macht brachte. Es geht derzeit recht sicher um einen Regimechange, das ist vermutlich der Schlüssel zum Verständnis der gesamten Situation. Den Wechsel auf ein Regime im Iran, das die Politik der Selbstauflösung aller potentiellen Opponenten verfolgt, also um Machtentleerung im Nahen Osten, die USA wie Israel betreiben.





*110518*

Dienstag, 22. Mai 2018

Was die Gründe sind (1)

Wenn die Achse des Guten den vollen Wortlaut der Rede von Donald Trump bringt mit dem Hinweis, daß sich nun der Leser selbst ein Bild über die Motive der Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran machen könne, so hat dieser Hinweis etwas Naives. Denn sehr oft, ja meist in der Politik sind Motivreden reine Rationalisierungen von Entschlüssen, die ganz anders motiviert sind. 

Zumal Trump mit Schattenängsten arbeitet, mit diffusen Vorwürfen. Da schleudere die USA ("wir") dem Iran Milliarden in den Rachen. Da sei die Möglichkeit, daß der Iran irgendwann über die Abfälle aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie auch Uran für Atomwaffen bekomme. Da sei der Umstand, daß der Iran überall und jederzeit den Terror finanziere und stärke. Manchmal denkt man sich wirklich, daß die sich nicht dumm vorkommen mit diesen Worthülsen ... aber offenbar ist denen wirklich nichts zu dumm.

Das alles sind keine Fakten. Das sind Behauptungen und Umdeutungen von Tatsachen, bestenfalls. Tatsache ist aber auch, daß sich der Iran seit dem Abschluß dieses multilateralen Abkommens (die USA ist ja nicht einmal der einzige Kontraktpartner mit Teheran) punktgenau daran gehalten hat. Das bestätigen auch die Kontrolleure der UN-Atomkommission. Und das hat offenbar auch die österreichische Regierung dazu bewogen, diesen Schritt der USA zu kritisieren. Denn die Außenministerin scheint da recht gut informiert zu sein, wie ihrer Stellungnahme zu entnehmen ist. Die der Leser über das Link nachhören kann. Da hört man durchaus so etwas wie Vernunft durch.

Vernunft, die freilich den US-Kreisen nicht unbedingt vertraut ist. Die wollen ihr Ding durchziehen. Der Rest ist Mediengeplappere. Und natürlich tauchen nun zufällig und laufend und in durchaus kleinem Format Berichte auf, daß der Iran Israel beschießt. Na bitte, da haben wir doch - im Unterbewußten vorbereitet - den nächsten "gerechten Kriegsgrund". Notwehr, oder so. Daß Israel in den letzten beiden Jahren mindestens hundert Luftschläge in Syrien ausgeführt hat (darunter gewiß auch iranische Positionierungen bombardiert hat) wurde von denselben Formaten freilich nie auch nur erwähnt. Auch wenn nicht unbedingt gegenzurechnen ist.

Tatsache scheint aber auch zu sein, daß es nur um eines geht: Um die dominierende Position Israels im gesamten vorderasiatischen Raum. Der vom Iran stillschweigend hinterfragt wird. Der ein großes Land ist, das sich ohne Sanktionen wieder halbwegs gut zu Prosperität entwickeln hätte können. Voraussetzungen sind ja alle da. 

Und wenn Trump sich so explizit dieser israelischen Großraumstrategie anschließt könnte man zu dem Schluß kommen, daß stimmt, was manche sagen: Daß er meint dem deep-state (mit seiner starken Rolle des Judentums darin) dadurch zu entkommen, als er sich einer jüdischen Gruppierung bedient, die als Israel-Hardliner gegen die durchaus liberaleren jüdischen Gruppierungen steht. Ob das den Interessen der USA dient ist allerdings fraglich. 

Apropos: Vielleicht stimmt sogar was manche meinten, die vor Wochen darauf hinwiesen, daß sich nun etwas tun werde, denn der Iran ist bei seinem internationalen Handel (also auch beim Öl) vom Dollar auf den Euro umgestiegen. Wie Libyen. Wie der Irak. Und das ist tatsächlich gefährlich, wenn das Schule macht. Darauf hat die USA noch immer mit Krieg geantwortet, und es dann als humane Mission gerechtfertigt.

Bleibt nur, daß offenbar alle Gruppierungen die Möglichkeiten suchen, die permanente Kriegszustände eben bedeuten. Und da kann es nicht passieren, daß so etwas wie Frieden eintritt.

***

Mittlerweile wird immer klarer, daß so gut wie alle europäischen Staaten gegen die Auflösung des Iran-Abkommens sind. Europa hat umfangreiche wirtschaftliche Verbindungen mit dem Iran aufgenommen, viele Verträge sind unterzeichnet, und es ist mehr als fraglich, ob man die nun einfach wieder aufgibt, um dem Willen Trumps zu folgen. E. Michael Jones meint dazu, daß sich sogar eine Katastrophe abzeichnet, denn die USA spalten die NATO und die westliche Welt und gehen in eine Position des Wirtschaftskrieges, auf dessen einer Seite nur noch die USA und Israel - isoliert - stehen.


Morgen Teil 2) Warum die Liberalen hier hinter Trump stehen



*100518*

Dienstag, 26. Dezember 2017

Erstmals wurden sie demaskiert

Es paßt durchaus zu Weihnachten, denn es geht um das Ende eines Krieges. Dieses Ende ist aber mehr, meint E. Michael Jones in diesem Interview in einem amerikanischen Sender. Es ist das Ende einer Art der Kriegsführung, die seit 50 Jahren die Welt destabilisiert und geängstigt hat. Die immer mit derselben Methodik vorging. Erst wurde in der Weltöffentlichkeit ein Bild erzeugt, daß eine Bevölkerung unzufrieden mit der Regierung sei, aber kein Mittel habe, sie auszuwechseln.

Dann kamen Nachrichten, daß diese Regierung (meist in der Gestalt eines Diktators, denn der Mensch braucht immer Menschen, sonst kann er nichts verstehen) das Volk mit brutaler Gewalt unterdrückt. Dann kamen immer mehr "Widerstandskämpfer", die von ausländischen Mächten (meist den USA) ausgebildet, ausgerüstet und ins Land gebracht, aber ganz oder teilweise als "innere Opposition" dargestellt wurden. Diese initiierten inneren Konflikte, die bis dahin irgendwie zwar bestanden, aber recht gut im Griff waren, nun aber zur Eskalation getrieben wurden. Vor allem Konflikte religiöser, aber auch ethnischer Art eignen sich bestens dafür. So entstand ein "Bürgerkrieg", in dem diese Kämpfer das Land mit Zerstörung überzogen, bis die Regierung die Kontrolle verloren hatte und gestürzt wurde. Sofort wurde eine neue Regierung installiert, die vor allem eines war: willfährig und beherrschbar.

Zurück blieben lauter "failed states", zombieartige Staatsgebilde, in denen jede organische Struktur zerschlagen war, in der die Bevölkerung sich auf kleinere Einheiten (Stamm, Klan, Familie) zurückzog, sich für das große Ganze (bis auf Ausnahmen) nicht mehr interessierte weil ums Überleben kämpfte, und die deshalb mit neu eingesetzten künstlichen Staatsregimen leicht zu "regieren" waren. Deren Interessen sich schon darin erfüllten, gewisse Partialinteressen (wie die Schiiten im Irak) zu verfolgen, sich also für Weiteres kaum interessierten, oder überhaupt (wie häufig in Afrika) Großindustrien (meist Öl, Rohstoffen, Ressourcen aller Art, auch die Ausbeutung menschlicher Arbeit ist darunter, wie sich in zahlreichen Beispielen belegen läßt) zu steuern oder direkt zu besitzen. Die zufällig unter starkem ausländischem Einfluß standen. 

Mit der Niederlage der Daesh (IS) aber stieß diese Methode, einen mißliebigen, nicht gefügigen Staat aus dem Weg zu räumen, erstmals an eine Grenze, ihre furchtbare Dynamik wurde erstmals durchbrochen. Und das ist dem energischen Handeln von Rußland und dem Iran zu verdanken, das die Lage im Vorderen Orient wendete. Selbst die Türkei, die mittlerweile sogar über einen NATO-Austritt nachzudenken scheint (nachdem es lange die IS unterstützte und selbst meinte, ein Süppchen aus einem zerfallenen Syrien kochen zu können) wurde durch Rußland "umgedreht", ein seltener Fall, der wohl den Besonderheiten Erdogans zuzuschreiben ist. 

Mit einem weiteren Beispiel (aus so vielen), wie die in sich widersprüchliche, inkonsistente Außenpolitik der USA völlig andere Ergebnisse zeitigt, als geplant waren - und das ist der Irak, so wenig man den wirklich einzuschätzen vermag. Denn dort hatten die USA nach dem 2. Krieg ein schiitisches Minderheitenregime installiert. Aber man hat diesen Umstand unterschätzt. Nun steht zu vermuten, daß die Türkei im Irak sogar einen Verbündeten in der Frage eines kurdischen Staates gefunden hat. Denn würde ein solcher im Norden des Irak gegründet (und um das zu verhindern, braucht die Türkei den schiitischen Irak), hätte das ganz sicher dramatische Folgen auf die Kurdenproblematik.

Die alle effektiv und konkret der syrischen Regierung beistanden oder auch nur in ihre Richtung wirkten und sie soweit stärkten, daß sie nicht gestürzt wurde, sondern den "Bürgerkrieg" gegen den IS gewann. Damit wurde bewiesen, daß diese Art der Kriegsführung tatsächlich zu überwinden ist. Syrien liefert das Exempel dafür, daß diese Art, unliebsame Staaten zu beseitigen, nicht nur nicht zum Erfolg führen muß, sondern in einem Desaster enden kann.

Im Falle Syriens waren neben den USA (die vermutlich zu guten Teilen zumindest das schmutzige Handwerk für andere erledigten, wie so oft übrigens) auch Israel und vor allem Saudi-Arabien an diesem Versuch Syrien zu zertrümmern, beteiligt. Wobei man darüber spekulieren kann, wieweit eine Änderung des Verhaltens der USA durch Donald Trump erst die Weichen gestellt haben könnte. 

Und diese Mächte haben sofort reagiert. Und sich in seltsamster, aber pragmatischer Allianz (Saudi-Arabien und Israel) erst auf den Jemen, und nun auf den Libanon konzentriert, denn dort bieten die Houthi und die Hisbollah immer noch die schiitische (und jemenitische bzw. palästinensische) Stirn.

Schlüssel war, so E. Michael Jones, daß man erstmals in der langen Geschichte der verdeckten Kriegsführung den Gegner benennen konnte. Denn wie soll man einen Gegner bekämpfen, den man nicht kennt? Das zu verschleiern war ja bislang der entscheidende Moment dieses Konzepts. Hier aber erkannte man sie: die Vereinigten Staaten, die Saudis, Israel, Katar. Was in Syrien noch scheinbar phantastisch funktionierte, hat erstmals versagt. Und die Strategie ist nun bekannt, man kennt die Handschrift, man kennt die Verursacher, wird sie auch zukünftig erkennen und weiß, wie man dagegen vorgehen muß. Wer ist dieser "man"? Rußland, Iran, das waren sie in diesem Fall. 

Dieser Plan ist in Syrien nun erstmals nicht aufgegangen, Rußland, das das eindeutig bessere, wohl einfach "natürlichere" Konzept hatte, hat gemeinsam mit dem Iran (der eher regional beschränkte Interessen hat) gezeigt, daß man ihn zu zerstören vermag. Die USA wird sich zukünftig etwas anders überlegen müssen, der Plan ist durchschaut, man riß ihnen die Maske herunter. Wenigstens in Syrien kann wieder Frieden einkehren.

Es ist immer und ausschließlich die Wahrheit, die befreit. Und nur diese Freiheit kann Einheit und Frieden bringen.










*241117*

Dienstag, 19. Dezember 2017

Ein Schritt zum Frieden

Was bislang immer noch und immer wieder ins Reich der Legenden und Verschwörungstheorien abgeschoben wurde, obwohl es doch allgemein "bekannt" war, wird nun offiziell, weil von den USA bestätigt: Die Trump-Administration legt einen Großteil jener bislang unter Verschluß gehaltenen Dokumente offen, die belegen, daß die USA 1953 zusammen mit dem britischen Geheimdienst - ja, auf dessen Drängen hin - den Sturz des demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh organisiert und betrieben hatten.

Dabei zeigt sich bereits jetzt, noch ohne daß diese Dokumente wirklich ausgewertet wurden, wie so etwas funktioniert. Wie also ein Geheimdienst ein Land destabilisieren und eine Regierung aus dem Amt putschen kann. Es zeigt sich auch in allen menschlichen Komponenten, denn man darf nicht vergessen, daß es auch innerhalb der US-Geheimdienste durchaus kontroverse Ansichten und Absichten gibt. Im Mittelpunkt steht der Enkel des vormaligen US-Präsidenten Roosevelt, Kermit Roosevelt jun., der in den Diensten des CIA stand und in Teheran einen Putsch gegen den amtierenden iranischen Präsidenten organisieren sollte. Der aber nicht gut lief. Also kabelte man ihm, er solle alles abbrechen. Roosevelt jun. gehorchte aber nicht sondern trieb sein Unternehmen voran, was letztlich doch noch zum Erfolg führte. Er konnte Schah Reza Pahlavi nach oben bringen, und es gelang ihm sogar, Menschen auf die Straße zu bringen, so daß es in den Augen der Welt aussah, als stünde das Volk hinter dem Schah. 

Doch ging die Rechnung für die Briten nur halb auf. Denn auch Pahlavi verlangte eine Beteiligung an den Gewinnen des britischen Ölkonzerns. Damit waren nur die geostrategischen Pläne umgesetzt worden. Denn die USA und die Briten wollten verhindern, daß der Iran mit Rußland weiter kooperierte und so der Sowjetunion Einfluß auf einen beträchtlichen Teil der Ölvorkommen zukam. Denn Rußland und der Iran haben seit je sehr enge Beziehungen. Wirtschaftlich, weil es der europäische Zugang zur Seidenstraße war, aber auch politisch spielten die Perser eine wichtige Rolle für Europa. Als etwa die Ungarn im 9.  Jahrhundert nach Westen vorstießen trafen sie im pannonischen Becken auch auf iranische Völker. Es gibt Meinungen, daß sogar die südostungarischen Szekler (die mit den Ungarn eine Allianz eingegangen waren) persischen Ursprungs sind. Und ein guter Teil Süd- und Mittelrußlands war über Jahrhunderte sogar von persischen Fürsten ("Goldene Horde") regiert oder Vasallen Persiens, was sich erst mit den Romanows als Zaren (Ivan IV., der "Schreckliche") änderte, der erstmals die Russen einte und alle Fremdherrscher aus dem Land zu werfen begann.

Noch interessanter aber ist ein Aspekt, der im Bewußtsein der Kontinentaleuropäer fast nicht vorhanden ist, aber dem VdZ zunehmend als Schlüssel zum Verstehen der Geschichte der letzten 200 Jahren erscheinen will. Es geht um die Rolle Großbritanniens (Englands) als Imperialmacht. Nicht nur hat England auf die europäische Philosophie einen verheerenden mächtigen Einfluß gehabt, sondern auch politisch-militärisch. Und diese Identität als Imperium spielt auch heute noch einen weit größeren Einfluß, als wir gemeiniglich wahrhaben wollen.

Das drückt sich auch im beträchtlichen Einfluß der Briten auf die amerikanische Außenpolitik aus. London hat weit mehr Macht und Einfluß, als man glauben möchte. Wie weit der geht kann man aber fast nur spekulieren, denn er geschieht im Verborgenen. Es gibt in England nach wie vor starke Strömungen, die von einer Wiederauferstehung des Imperiums träumen, worunter sogar Wiedervereinigungspläne, zumindest strategische Unionen mit den USA eine beträchtliche Rolle spielen. Wie Caroll Quigley etwa enthüllt.

Daß das so ist, belegen die nun veröffentlichten Iran-Dokumente. Auch hier sind die USA letztlich dem britischen Drängen gefolgt. Denn es ging zuallererst nur um britische Unternehmen (BP), die Mossadegh durch seine Verstaatlichung von Ölquellen unter Druck gesetzt hatte. Sodaß man sogar in der Einschätzung der amerikanischen Rolle im Nahen Osten zu recht anderen Schlüssen kommen könnte - daß sie nämlich die Kohlen für ganz andere Mächte aus dem Feuer holen. Immerhin gelang genau das den Briten im 20. Jahrhundert mehrere Male. Man denke nur an den Kriegseintritt der USA sowie seine Rolle in beiden Weltkriegen. Und die Gründung eines Staates Israel war lange schon ein politisches Ziel einflußreicher Kreise Londons.**

Noch etwas soll erwähnt werden. Denn man kann die Rolle solcher Enthüllungen gar nicht hoch genug veranschlagen, betrachtet man ihre psychologischen Wirkungen. Denn wenn jemandem Unrecht geschehen ist, wird er mit diesem Unrecht nur sehr schwer fertig, wenn der andere dieses Unrecht bestreitet und seine Taten verschweigt. Das hält die zugefügte Wunde damit offen und der Verletzte steht unter hohem inneren Druck, durch Behauptung - die aber nie durch Akzeptanz abgesichert ist - dieses Unrecht als Tatsache "zu setzen".

Erst, wenn sich ein Täter entschuldigt, wenn er um Verzeihung bittet, kann ein Heilungsprozeß einsetzen der nicht einfach nur auf göttliche Gnade, ja ein Wunder in der Seele setzt. Das man in der Psychologie als "posttraumatisches Belastungssyndrom" kennt. Wo der Verletzte also lernen mußte, eine Wunde gewissermaßen "abzukapseln", innerhalb seines Selbst zu isolieren, die aber nie heilen, mit der man nur leben lernen kann. Denn wenn jemand seine Schuld nicht einbekennt hält er die Tat aktuell, als handelte er permanent weiter so.

Die Iraner wußten immer, was passiert war. Aber wie unter Dauermobbing wurde ihnen ihr Recht auf Wahrheit aberkannt. Ja, ihre Konterrevolution 1979 (mit Ajatollah Khomeini) wurde von der Weltöffentlichkeit sogar wie eine extremistische Krankheit behandelt. Doch das war die Revolution von 1979 nie!* Sie war vielmehr der vom Volk tief begrüßte Versuch der Wiederherstellung des status quo ante.

Die Veröffentlichung dieser Dokumente ist also ein wahrhaftiger Schritt in Richtung Befriedung. Er erlöst das Opfer - den Iran - und anerkennt, was man ihm zugefügt hat. Auch wenn eine offizielle Entschuldigung wohl kaum erfolgen dürfte, ist sie nun eigentlich geschehen.









*Der dem Irak auf amerikanischen Einfluß hin einen unfaßbar blutigen Krieg auferlegte, um den nunmehr nicht mehr US-hörigen Iran buchstäblich auszubluten. Die spätere amerikanische Angst vor Chemiewaffen Saddam Husseins hatte dort ihre Wurzeln: Denn man hatte Hussein in diesem Krieg mit dem Iran damit ausgestattet, die dieser auch zur Anwendung brachte. Man spricht heute von über einer Million toter Soldaten, auf beiden Seiten, viele davon (auf persischer Seite) durch Chemiewaffen. 

**Wie sagte dereinst Cecil Rhodes? Man muß überhaupt nicht an die Regierung kommen, um die Politik eines Landes bestimmen zu können. Die wahren Machtströme fließen außerhalb. Die Gründung eines Staates Israel freilich war wohl auch eine Spätfrucht des 1. Weltkrieges, wo mit dem Balfour-Abkommen die Gunst der Juden, die weltweit eher auf Seiten der Mittemächte standen, durch die Förderung des zionistischen Gedankens gewonnen werden sollte.






*181117*

Dienstag, 5. Dezember 2017

Nun bewiesen: Israel und Saudi-Arabien machen gemeinsame Sache

Es offenbart nichts, das nicht ohnehin durch Rückschlüsse längst erkennbar war. Die Offenheit freilich, mit der es sich bestätigt, schockiert doch einigermaßen. Denn ein Korrespondent des israelischen Senders Channel 10 News, Barak Ravid, hat ein Dokument veröffentlicht aus dem klar und deutlich hervorgeht, daß Israel mit Saudi-Arabien gemeinsame Sache gemacht hat und macht, um die Situation im Nahen Osten zu eskalieren, einerseits, und ihre Politik zu koordinieren, anderseits.

Das israelische Außenamt hat außerdem seine Botschafter angewiesen, die saudi-arabische Politik gegen die (schiitischen, also: im weitesten Sinne schiitischen) Houthies des Jemen nicht zu konterkarieren, sondern zu unterstützen. (Wie wir sogar von der UNO gehört haben, steht der Jemen vor der vielleicht größten humanitären Katastrophe der letzten Jahrhunderte, dem Hungertod von bis zu 5 Millionen Jemeniten durch die saudische Seeblockade.) Ansonsten haben beide Länder ein Interesse daran, daß die gesamte Staatenlandschaft im Vorderen Orient destabilisiert, nein, ausgeschaltet wird. 

Die Araber, weil ihnen hier über Iran - Irak - Libanon (und Jemen) ein schiitischer Konkurrent entgegenwuchs, den sie als gefährlich, zumindest als hassens- und bekämpfenswert sehen. Die Israelis, weil dieser "schiitische Halbmond", der sich da über Syrien zu bilden begann, die strategische Herrschaft über den Nahen Osten bzw. ihre Feinde gefährden würde. Sie alle haben Interesse daran gehabt, Syrien zu destabilisieren, die Hisbollah zu bekämpfen, den direkten oder indirekten Einfluß des Iran in dieser Region (der übrigens historisch ganz tiefe Wurzeln hat) damit zurückzudrängen. Unter anderem haben sie auf den Rücktritt des libanesischen Ministerpräsidenten eingewirkt.

Das Zurückdrängen des "Shia crescent", des Shia-Halbbogens, eint aber beider Länder Interessen. Also haben Israel und Saudi-Arabien ihre Außenpolitik (sprich: militärische wie geheimdienstliche Aktivität) explizit koordiniert. Die Beweise liegen nun vor.

Mutig gemacht, macht auch Saudi-Arabien den Iran nun schon direkt für militärische Aktivitäten der Houthies im Jemen verantwortlich. Als diese unlängst eine Rakete auf eine saudische Siedlung schossen, beschuldigte Arabien den Iran direkt, dafür verantwortlich zu sein. Arabien sehe diese Aktion der Houthies als kriegerischen Akt des Iran. Da schimmern also schon weitere Absichten durch. Mit einer Beherrschung des Vorderen Orients wird es nämlich nicht genug sein. Denn Konflikte haben mit (Einfluß-, Interessens-) Grenzen zu tun. Schiebt man diese nach außen, brechen ganz neue Konflikte auf.
Die Klammer um diese Schritte bilden wohl die USA. Denen es ja, wie wir wissen, immer nur um Menschenrechte geht. Israel und Saudi-Arabien aber geht es ohne dieses heuchlerische Tamtam um die Aufteilung des Nahen Ostens in zwei Herrschafts- und Einflußzonen, wo keiner dem anderen mehr in die Quere kommt, beide Länder aber einander (sic!) im Bestand, und alle übrigen Völker des Nahen Ostens unter ihrer Knute halten. Und wer weiß, ob Euphrat und Sinai dafür die Grenzen sind.

Nachtrag: Mittlerweile hat Benjamin Netanjahu offiziell diese Allianzen bestätigt.




*131117*

Dienstag, 7. November 2017

Seltsame Allianzen - Was nun in Syrien?

Die Medien hierzulande schreiben kaum noch etwas darüber, der VdZ hat die wenigen Meldungen hier und da und dort aber weiter verfolgt. 

Und es mehren sich die Tatsachen und Anzeichen, daß es mit der IS in der Levante zumindest militärisch vorbei ist. Konsequent und hartnäckig haben die letztlich ordnenden Mächte - syrische Armee, Rußland, Iran, Hisbollah, und nicht zuletzt (!) die Kurden im Nordosten - das Ende des Spuks eingeleitet. Entsprechend berichtet Frontex auch, daß unter den sogenannten "Flüchtlingen" auf den noch offenen Routen (Mittelmeer) so gut wie keine Syrer (mehr) sind. Eine Route, die sich eiderdautz auch so gut wie geschlossen hat, seit die lybische Küstenwache tut, was sie immer tun habe wollen, aber erst jetzt darf, weil es erwartet wird.* (Sebastian Kurz wird sich also auch sputen müssen, sonst klauen ihm noch andere die Kerzen von der Torte.)

Den Menschen in Syrien steht nun freilich ein langer, harter Weg bevor, ihr Land wieder instandzusetzen. Wie es in Europa im 20. Jhd. eben auch war. Es gibt sogar schon Berichte, daß die syrische Bevölkerung wieder in ihre Orte zurückkehrt, sofern sie geflüchtet war. Ebenso mehren sich die Berichte, daß die IS-Kämpfer nun neue Aufgabenbereiche suchen. Etwa 1.500 IS-Kämpfer sollen vor dem Absprung nach Europa stehen. (Manche Medien nennen es "Rückkehr", aber als was "kehren" sie zurück?) 

Aber schon beginnen neue Ansätze einzuwirken, so leicht geben die Amerikaner nicht auf, wenn auch alles schon ein wenig kraftlos wirkt. Sie fordern nun eine Zukunftskonferenz, in der sie bei ihrer alten Forderung bleiben: Präsident Assad muß zurücktreten, heißt es da. Er sei nämlich ein Hindernis der inneren Befriedung. 

Hindernis? Dabei hat er doch gegen härteste Angriffe offenbar Ruhe geschaffen? Nein, es empfehlen sich nun andere strategische Vorgehensweisen, um die alten Ziele zu bewahren, zu retten was nach dem jämmerlichen Auftritt eines angeblichen Anti-Terror-Krieges (der hier fütterte, was er dort zu bekämpfen vorgab) noch zu retten ist. 

Israel will dabei verhindern, daß sich von Persien bis zum Libanon ein schiitischer Bogen zieht, der ihm den Iran als Leitmacht der Schiiten vor die Haustüre setzt. Und es sieht sich dabei erneut in dieser seltsamen Allianz mit den Sunniten der Türkei und den Arabern. Der Iran aber ist der Hauptgegner gegen eine strategische Beherrschung der Levante durch Israel.

Wobei auch die Türkei ihre alten Ziele wieder aufzuwärmen beginnt. Der mittlerweile sogar nachgewiesen werden konnte, daß die IS von dort aus nach Syrien "eingesickert" ist und Nachschub erhielt. Aber das ist ein altes, anderes Kapitel, wir haben darüber genug geschrieben.

Was der Türkei aber nicht in den Kram paßt ist, daß die Kurden einen so wichtigen Beitrag zum Sieg über die IS geleistet haben. Die ja ein Dauerproblem für Istambul ist, das erneut verkündet hat, daß es alles tun wird, um die Bildung eines kurdischen Staates zu verhindern. Was auch klar ist: Ein kurdischer Staat oder staatsähnliche Autonomiegebiete in Syrien oder von dort ausgehend würde sich die Kurdenfrage der Türkei ganz neu zur Aufgabe stellen weil stellen müssen. Also ist der neue Feind klar: Die Kurden in Nordost-Syrien. Der nun in die Zange genommen werden soll.

Denn hier kann sich die Türkei eines neuen Verbündeten gewiß sein - des heute US-gesteuerten Irak. (Der selbst in schwersten inneren Widersprüchen steckt, denn es waren die USA, die dort die Schiiten stark gemacht, die Bevölkerungsmehrheit der Sunniten aber marginalisiert haben.) Der Irak, der vor wenigen Tagen verkündet hat, daß verschiedene militärische Operationen der Kurden eine offene Kriegshandlung gegen den Irak seien. Sodaß man überlegen müsse, ob nicht eine Kriegserklärung statthaft sei. Oder ist das der verdeckte schiitische Versuch, den Levante-Bogen zum Iran zu schließen?**

Gleichzeitig verschärft die USA ihren Ton dem Iran gegenüber. Beobachter meinen, daß es sich dabei nur um einen verzweifelten Versuch handelt, der extrem verworrenen weil inkonsistenten Außenpolitik der USA doch noch den Mantel der Konsistenz umzuhängen, um einen letzten Rest von Glaubwürdigkeit zu wahren. 

Und das Netanjahu-Israel sieht keinen Grund zur Zurückhaltung offen zu sagen, daß es sich jedes Recht sieht, mit ihrer Luftwaffe allfällige kriegs- oder strategisch wichtige Ziele in Syrien anzugreifen.

Aber  noch etwas anders bereitet sich vor, der die USA vor weitere, ganz entscheidende Probleme stellen könnte: Zwischen Rußland, China und Arabien bereitet sich - auch das eine Frucht der US-Politik, das so nebenbei, die wie es aussieht kein einziges außenpolitisches Ziel mehr erreichen, seit vielen Jahrzehnten, sodaß ihnen bestenfalls noch das Säbelrasseln (siehe Nordkorea) bleibt, aber das ist immer ein Mittel mit Ablaufdatum - ein Öl-Clearing (in Landeswährungen, allen voran den chinesischen Renminbi) vor, das den US-Dollar als Weltreservewährung vor unüberwindbare Schwierigkeiten (und enormen Inflationsdruck) stellen wird.

Die Lage ist scheinbar undurchsichtig, gewiß, zumindest nicht leicht zu durchschauen, auch für den VdZ. Aber das war sie auch zu Zeiten, als die Medien täglich groß aufgemachte Berichte brachten. Während sie nun schweigen. Vielleicht weil sie warten, welche Richtlinien sie nun verfolgen sollen. Denn die alten sind allen abhanden gekommen, die hat der Gegenwind zum Zeitgeist verblasen.





*Ein nicht unwesentlicher Grund dafür war der bemerkenswerte propagandistische Erfolg der "C-Star-Mission" der Identitären Bewegung. Die scheinbar kaum Zählbares bewirkt hat, aber medial ungemein präsent war - denn es gab sie doch, die investigativen Journalisten, wenn auch nicht von den Leitmedien, die haben weiterhin nur Fakenews wiedergekäut und verleumdet, das einzige, was sie noch können - zu einem Schwenk der europäischen Außenpolitik geführt, und den Politikern Feuer unterm Hintern gemacht hat. Die nun auch gehandelt haben. Weil sie Angst hatten, daß man ihnen das Thema (und damit einen leicht zu erzielenden Erfolg) stehlen könnte. Und sieh da: Die lybische Küstenwache erfüllt nun ihre Aufgabe. 

Plötzlich gibt es auch keine ertrunkenen "Flüchtlinge" mehr im Mittelmeer. Seit fünf, sechs, sieben Wochen ist offenbar niemand mehr ertrunken! Weil niemand mehr in die Schlepper-Tschenakel steigt, weil diese von der libyschen Küstenwache aufgegriffen und zurückgebracht werden. Plötzlich kommen auch kaum noch "Flüchtlinge" in Italien an. Auch darüber aber berichten unsere Leitmedien nicht.

Das Versiegen des Stroms aus Mittelafrika ist nur eine Frage der Zeit. Sobald sich nämlich herumspricht, daß es "no way" - keinen Weg - nach Europa mehr gibt. Eine Voraussetzung dafür, daß auch allfällige Hilfsmaßnahmen in den Ländern, von denen alle so vollmundig reden (der VdZ glaubt NICHT an deren Erfolg; Erfolg hätte nur die gute alte Mission) selbst greifen können. Weil den Leuten dort klar wird, daß sie SELBST etwas tun müssen und KÖNNEN, um ihr Land lebenswerter zu machen. Wie auch immer, es ist in Wahrheit auch dort ein Problem der dritten, vierten Söhne ... die KEINE Gesellschaft verarbeiten konnte und kann, die immer für ein expansives Moment (im Inneren durch Erschließung, oder nach außen) gesorgt haben und sorgen. Nicht erst seit den antiken Griechen oder den Römern.

**Die Verworrenheit der politischen Ziele islamisch dominierter Staaten hat eine lange Tradition. Sie ist die Folge einer Absage an den logos, an die Vernunft als weltbestimmendes Prinzip. Damit können sich auch keine substantiellen politischen Ziele bilden, die über die Zeiten gleichbleiben. Was bleibt ist ein "so irgendwie beherrschen wollen". Ein ontologisch unverrückbares "Warum", das wie ein Magnet jeden Kompass ausrichtet, fehlt aber dann. Das Resultat ist ein Wollknäuel an "Interessen", wo wenn man an einem Ende zieht das andere unruhig wird.



*221017*

Samstag, 20. Mai 2017

Trump hat gar nicht gelogen

Warum aber haben die vielen Millionen Evangelikalen (Protestanten) mehrheitlich Donald Trump gewählt? Dazu muß  man erst einmal verstehen, daß der Protestantismus (und noch mehr in seinen Derivaten, den Puritanern, den Quäkern, den Calvinisten) im Grunde "Judaisierer" sind. Darum die ständige Revelation von "Erlösern", die Sucht nach von Gott gesandten Propheten, darüber ein andermal noch mehr, sofern es nicht längst hier Thema war. Aber die Hysterie der Protestantenverdoofung ging so weit, Donald Trump als "von Gott gesandten letzten Präsidenten der Apoikalypse/USA" auszurufen. Wie schon oft gesagt - der Amerikaner ist seiner Natur nach tendentiell sehr dumm. (Natürlich, er wäre es mit Hillary Clinton nicht weniger, sogar noch mehr gewesen.)

Diese Rede vom November 2016, die anderen Reden ganz offenbar widerspricht, in denen Trump "No bombing of Syria" als außenpolitische Linie verkündete, zeigt, daß Trump tatsächlich nicht gelogen hat, als er zuletzt Syrien mit Raketen beglückte, oder sofort den Obama-Stillstandspakt mit dem Iran aufkündigte und direkt Israelische Positionen übernahm. Er "übernahm" gar nichts. Trump hat dies längset angekündigt, etwa in dieser Rede vor einem wichtigen amerikanischen Versammlung von Juden. Wo er eine UNBEDINGTE BESTANDSGARANTIE FÜR ISRAEL abgegeben hat. Wo er Israel als den verläßlichsten Alliierten der USA bezeichnet. "Israel will forever exist as a jewisch state!" Jeder, der mit Israel verhandelt, muß wissen, daß er es damit direkt mit den USA zu tun bekommt.







*300417*